PewDiePie bringt Blockchain-Streaming-Plattform DLive 67% zusätzliche Nutzer

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Der weltbekannte YouTuber PewDiePie erklärte im April, dass er seine Livestreams in Zukunft ausschließlich auf der Blockchain-Plattform DLive senden werde. Seitdem sind deren Nutzerzahlen um ganze 67 Prozent angestiegen.

Die Blockchain-basierte Livestreaming-Plattform DLive hat aktuell mehr als 5 Millionen aktive Nutzer pro Monat und über 70.000 Streamer, wie die Nikkei Asian Review am Montag berichtete. Die Anzahl der Nutzer hat seit Anfang April um ganze 67 Prozent zugenommen, die der Streamer hat sich sogar verdoppelt.

Dieses rasante Wachstum dürfte vor allem darauf zurückzuführen sein, dass YouTube-Größe Felix Kjellberg, besser bekannt als PewDiePie, im vergangenen Monat einen “exklusiven” Live-Streaming-Vertrag mit DLive abgeschlossen hat. Der YouTube-Kanal des 29-jährigen Schweden verfügt aktuell über rund 96 Millionen Abonnenten und ist somit der größte Kanal, welcher von einer einzelnen Person geführt wird.

Lino Points für Zuschauer und Streamer

DLive ist eine dezentrale Plattform, welche auf der Lino Network-Blockchain basiert und sowohl Inhaltsersteller als auch Zuschauer mit ihrem nativen Token “Lino Points” belohnt.

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DLive wirbt damit, den Livestreamern nichts von ihren Einkünften wegzunehmen. Wenn zufriedene Zuschauer Lino Points spenden, landen 90,1 Prozent davon beim Streamer. Der Rest wandert in einen Pool, aus dem all jene bezahlt werden, die Lino Points staken, also fest anlegen.

Deutlich besserer Anteil für Streamer als bei Twitch

Wilson Wei, Mitbegründer von Lino Network, erklärte gegenüber der Nikkei Asian Review:

“Ich denke, der Mangel an Transparenz und der große Anteil, welchen Plattformen den Content-Erstellern abnehmen, sind die beiden größten Probleme der Online-Streaming-Branche. Und Blockchain ist die perfekte Technologie, um beide Probleme zu lösen.”

DLives größter Konkurrent ist die zu Amazon gehörige Livestreaming-Plattform Twitch, welche ihren Streamern ganze 50 Prozent ihrer Spendengelder abknöpft und im Durchschnitt etwa 15 Millionen tägliche Zuschauer hat.

Ursprünglich hatte DLive die Digitalwährung Steem genutzt, welche auch auf den Plattformen Steemit und DTube Verwendung findet. Der Wechsel zu den Lino Points im vergangenen September wurde damit begründet, dass das aktuelle ökonomische Modell von Steem unpassend sei. Steem-Wale hätten zu große Anreize, einfach ständig ihre eigenen Beiträge hochzuvotieren.

Wird DLive langfristig auf einem Wachstumskurs bleiben oder ist der PewDiePie-Effekt nur ein Strohfeuer? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Kuron, Flickr.comLizenz

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