Chinese Wei Liu beansprucht ebenfalls US-Copyright für das Bitcoin-Whitepaper

Laut offiziellen Copyright-Archivdaten der USA hat der in Kalifornien residierende chinesische Staatsbürger Wei Liu am 24. Mai das Urheberrecht an dem Whitepaper von Bitcoin (BTC) geltend gemacht.

In der Anmeldung behauptet Liu, das Bitcoin-Whitepaper am 11. Januar 2008 unter dem Pseudonym von Satoshi Nakamoto mit dem Titel „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ veröffentlicht zu haben. Anfang dieses Monats hatte ein sich selbst Satoshi Craig Wright nennender Mann das Urheberrecht der Vereinigten Staaten für das gleiche Papier und den größten Teil des ursprünglichen Bitcoin-Codes, angemeldet.

Cointelegraph liegen bislang keine Erkenntnisse darüber vor, wer Wei Liu ist oder welche Beweggründe hinter der Einreichung des Urheberrechtsanspruchs stehen.

Eine Pressemitteilung vom 21. Mai hatte behauptet, US-Beamte hätten die Bestätigung erhalten, dass Wright tatsächlich Satoshi Nakamoto sei. Die Nachricht wurde von Marktbeobachtern jedoch mit Skepsis aufgenommen.

Anfang dieses Monats berichtete Cointelegraph über die mögliche Rechtsgültigkeit von Wrights Urheberrechtsansprüchen, die Gegenstand von Streitigkeiten sind. Der Unternehmer und Bitcoin-Kernentwickler Jimmy Song sagte Cointelegraph, die Einreichung beweise nicht die Tatsache, dass Wright Satoshi, sondern dass er ein aufmerksamkeitssuchender sei.

Das U.S. Copyright Office hatte am 22. Mai auf den Lärm um Wrights neue Behauptung reagiert und eine Presseerklärung veröffentlicht, in der es feststellte, dass „der Kläger in der Regel, wenn das Copyright Office einen Antrag auf Registrierung erhält, die Wahrheit der in den eingereichten Materialien gemachten Angaben bestätigt“. Weiter heißt es darin:

„Das Copyright Office untersucht nicht die Richtigkeit einer Aussage.“

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