Venezuela: Großbank nimmt Kryptowährungen ins Angebot

Die Banco de Venezuela (BDV), die drittgrößte Bank des südamerikanischen Landes, hat die umstrittene nationale Kryptowährung Petro in ihr Angebot genommen.

Großbank bietet Kryptowährungen an

Wie das Krypto-Nachrichtenportal Decrypt am 13. September berichtet, haben Kunden der BDV in bemerkt, dass nun auch ein eigener Service für Kryptowährungen im Online-Banking zur Verfügung steht.

Bei Redaktionsschluss kann in der Krypto-Wallet der Bank jedoch nur die landeseigene Digitalwährung Petro genutzt werden, allerdings vermutet Decrypt, dass bald weitere Kryptowährungen ins Angebot aufgenommen werden könnten.

Der Petro ist eine Kryptowährung, die von der venezolanischen Regierung ins Leben gerufen wurde und an die Ölreserven des Landes angebunden ist. Das amerikanische Finanzministerium behauptet, dass der umstrittene Präsident Nicolas Maduro die Kryptowährung lediglich geschaffen hat, um damit internationale Sanktionen zu umgehen.

Bitcoin-Handelsvolumen erreicht Rekordwert

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, gewinnt besonders Bitcoin (BTC) in Venezuela zunehmend an Bedeutung, da die venezolanische Landeswährung Bolivar von starker Inflation betroffen ist, wodurch sie immer mehr entwertet wird. Um sich vor dem Wertverfall zu schützen, flieht die heimische Bevölkerung wiederum in die Kryptomärkte.

Einerseits durch diese Fluchtbewegung und andererseits durch die Entwertung des Bolivars hat das Bitcoin-Handelsvolumen für die Landeswährung auf LocalBitcoins zuletzt einen neuen Rekordwert erreicht.

Stand 7. September wurden in Venezuela in einer Woche Bitcoin für mehr als 120 Mrd. Bolivar gekauft.

Localbitcoins weekly trading volumes for Sovereign Bolivar (VES)

Wöchentliches Bitcoin-Handelsvolumen (auf LocalBitcoins) bezogen auf den Venezolanischen Bolivar. Quelle: Coin Dance

Die Banco de Venezuela hat derzeit noch keine Stellungnahme zu ihrem Krypto-Service abgegeben.

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