Analyse: Keine Sorge wegen des Bitcoin-Rückzugs – der Bullenlauf wird folgen

Jedes Mal, wenn Bitcoin zweistellig dumpt, ergreift Panik die Krypto-Community und die Schwarzmaler beginnen zu frohlocken. Das ist nun schon so oft passiert, und jeder Absturz hat sich schließlich in eine nachhaltige Rallye verwandelt. Diesmal ist nichts neu, wie frühere Korrekturen gezeigt haben.

Bitcoin-Markt 2013 im Vergleich zu heute

Die Beobachtung früherer Marktbewegungen kann uns helfen, den aktuellen Markt vorherzusagen. Natürlich sind die Dinge 2019 ganz anders als 2013, aber die Chart-Muster zeigen Ähnlichkeiten. Damals war Bitcoin noch weitgehend ein Spielzeug für Geeks mit Mining-Rigs aus Gaming-PCs in ihren Garagen. Heute wird er von einer Multi-Milliarden-Dollar-Industrie unterstützt, die Volatilität bleibt allerdings bestehen.

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Eine Sache, die mit Bitcoin garantiert ist, sind Preiskorrekturen. Bei einem Anstieg passiert alles recht schnell – aber bei einer Korrektur sinkt der Preis sogar noch schneller. Gegenwärtig hat BTC 42 Prozent von seinem diesjährigen Höchststand korrigiert. Ein Rückgang in dieser Größenordnung wurde seit einigen Monaten vorhergesagt – und viele Analysten haben erwartet, dass die Preise auf 8.000 $ fallen.

Der Trader und Analyst Josh Rager hat sich nun frühere Korrekturen angesehen und festgestellt, dass die aktuelle im Vergleich dazu relativ gering ausfällt.

„2013: Der Bitcoin-Bullen-Markt zog sich über 89 Tage hinweg um 75% zurück, bevor er im Laufe des Jahres mit 1600% auf neue Höchststände aufstieg.
2019: Bitcoin hat derzeit 42% in 91 Tagen zurückgeführt“

„Im Vergleich zu einem Pullback von 75% ist diese aktuelle Korrektur keine große Sache“, ergänzte er. Rager erwartet auch, dass der Preis weiter fallen wird und widmet sich in einem neueren Tweet der Region in den mittleren $6.000.

„IMO, das niedrigste Level, das $BTC erreichen wird: zwischen $6300 und $6600, wo es großes Interesse gibt. Der Preis ist derzeit vom monatlichen Support abgeprallt & wenn dieser Bereich bricht, könnte er auf 6600 $ steigen – basierend auf höheren Zeitrahmen“

Ein Rückgang auf 6.500 US-Dollar bedeutet eine Korrektur um rund 53 Prozent, die immer noch geringer ist als die von 2013. Im Jahr 2018 korrigierte BTC satte 84 Prozent von seinem Allzeithoch auf das Tief knapp unter 3.200 $ im Dezember.

Bislang ist Bitcoin in diesem Jahr noch um 110 Prozent gestiegen – und der vorhergesagte tiefere Einbruch wird BTC immer noch 70 Prozent über den Preisen vom Januar halten. Korrekturen bieten Kaufgelegenheiten, und Trader und Investoren auf der ganzen Welt wissen das.

Es ist sehr schwierig, den Bottom zu kaufen und den Top zu verkaufen, sodass es ausreichen sollte, jeweils in die Nähe davon zu kommen. Es scheint, dass sich Trader dessen bewusst sind und den von vielen erwarteten Kauf bei 8.000 $ zurückhalten, da weitere Verluste nun sehr wahrscheinlich sind.

Diejenigen, die das Gesamtbild betrachten, haben in diesem Jahr wohl einfach angesammelt und dürften dies auch während dieser Korrektur tun. Zugegeben, es gab den größten wöchentlichen Dump seit Anfang 2018, weshalb viele in den „manischen Modus“ verfallen sind – der Angst- und Gier-Index ist ein guter Indikator dafür – aber das ist alles schon einmal passiert und wird auch wieder passieren.

Textnachweis: newsbtc

Letztes Update:

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Wie weit wird der Bitcoin-Preis noch fallen?

BTC kaufen

In der vergangenen Wochen rutschte der Bitcoin-Preis (BTC) von über 10.000 US-Dollar auf 8.000 US-Dollar ab, sodass die Trader demnächst einen höheren Rückgang der Kurse erwarten dürften.

Bitcoin zeigt weiterhin schwache Dynamik

Der Bitcoin-Preis könnte nach Ansicht von Tradern und technischen Analysten wie Josh Rager in naher Zukunft auf 6.300 US-Dollar fallen, wenn der Rückgang in einer Position mit hoher Nachfrage nach Käufen zunimmt.

So erklärte Rager:

“Ich wurde gefragt, wie weit BTC fallen wird, der niedrigste Wert wird erreicht zwischen 6300 und 6.600 Dollar, wenn es ein großes Interesse gibt. Der Preis prallt derzeit von der monatlichen Unterstützung ab und wenn dieser Bereich bricht, könnte er auf 6600 US-Dollar steigen, basierend auf höheren Zeitrahmen.” 

Da der BTC am Wochenende auf 7.800 US-Dollar fiel, sind Stimmen zu hören, die nach einer erneuten Testung eines noch niedrigeren Support-Levels in den 3.000 bis 4.000 US-Dollar rufen. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass eine 70-prozentige Korrektur vom Jahreshoch stattfindet, da es viele Kaufaufträge in der Größenordnung von 6.000 bis 7.000 US-Dollar gibt.

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Der Bitcoin-Preis verzeichnet, einen stetigen Rückgang der Dynamik und einen zunehmenden Verkaufsdruck, nachdem es nicht gelungen ist, sich von der 8.000 US-Dollar-Marke zu erholen, sagte DonAlt, ein technischer Analyst für Kryptowährungen.

Während der momentanen Situation des kurzfristigen Trends von BTC, bei dem die Bären scheinbar versuchen, die Kontrolle über den Markt zu erlangen, werden weder Markt- noch Branchenentwicklungen wie das Entstehen neuer Handelsplätze oder Produkte den Bitcoin-Preis wesentlich beeinflussen können.

Die Markteinführung von Bakkt, die im Laufe des Jahres 2019 zu einem wichtigen Impuls für BTC erklärt wurde, hatte seit ihrer Einführung keine nennenswerten Auswirkungen auf BTC. Der Futures-Markt von Bakkt war in den letzten Tagen von einem geringen Volumen gekennzeichnet.

Es gibt lediglich ein paar Faktoren, die in naher Zukunft die Stimmung rund um BTC ankurbeln könnten. Bei extremen überverkauften Bedingungen könnte der Preis umkehren und den Druck auf den Markt etwas verringern und die Käufer würden einsteigen.

Quellenangaben: CCN
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Altcoin-Marktanalyse – Einbruch des Bitcoin-Kurses und der gesamten Marktkapitalisierung

Auch alle 10 Top-Coins müssen in dieser Woche mehrheitlich starke Kursrückgänge verkraften. Alle 10 Kryptowährungen weisen zweistellige Kursabschläge auf. Insbesondere der Bitcoin-SV-Kurs mit einem Kurseinbruch von mehr als 30 Prozent, aber auch der Binance-Coin-Kurs mit einem Minus von 29 Prozent sowie der erneut schwache EOS-Kurs mit einem Minus von 28 Prozent weisen eine schwache Woche auf. Etwas „besser“ kamen indes die Kurse von Ripple mit einem Minus von 14 Prozent und Stellar mit einem Minus von 16 Prozent durch diese von Kursabschlägen dominierte Woche.

Blick auf die Marktkapitalisierung

Gesamtmarktkapitalisierung auf Basis von Werten von Cryptocap dargestellt

Die Bullen schafften es in den letzten Wochen trotz mehrmaliger Versuche nicht, den Widerstandsbereich um 270 Milliarden US-Dollar nachhaltig zu überwinden. Diese Woche kam es im Zuge des Kurseinbruchs bei der Leitwährung Bitcoin um gut zwanzig Prozent zu einem Durchbruch des wichtigen Unterstützungsbereichs bei 240 Milliarden US-Dollar. Somit erfolgte der in der Vorwoche angesprochene stärkere Ausbruch aus der Seitwärtsrange nach unten. Die Marktkapitalisierung des Krypto-Markts kam infolgedessen deutlich zurück und testete die psychologisch wichtige Marke von 200 Milliarden US-Dollar. Damit wurde auch der in den letzten Wochen haltgebende exponentiell gleitende Mittelwert der letzten 200 Tage durchbrochen.

Diese Entwicklung hat das Chartbild stark eingetrübt. Zwar hält aktuell noch der Bereich um 200 Milliarden US-Dollar auf Wochensicht, jedoch kann vorerst nur von einer Verschnaufpause gesprochen werden, die Bären haben momentan wieder die Oberhand. Ob dies nun der Anfang einer weiteren größeren Kurskorrektur bei den Kryptowährungen bedeutet, entscheidet sich womöglich an der Unterstützungszone bei 180 Milliarden US-Dollar. Es zeigt sich, dass die Schwäche von Bitcoin erneut auch den Altcoinmarkt belastet. Diese Entwicklung bestätigt die mehrfach artikulierte Vermutung, wonach weiterhin keine nachhaltigen Kursanstiege bei den Altcoins absehbar sind.

Erst wenn die Marktkapitalisierung sämtlicher Kryptowährungen die 240-Milliarden-US-Dollar-Marke auf Wochenbasis zurückerobert, kann von einer Entspannung der bearishen Tendenz gesprochen werden. Maßgeblich dafür wird die Kursentwicklung der Leitwährung Bitcoin in den kommenden Wochen sein.

Beste Kursentwicklung: Ripple (XRP)

Kursanalyse auf Basis des Wertepaares XRP/USD auf Bitfinex

Auch Ripple kann sich dem Abwärtssog von Bitcoin nicht entziehen, fällt mit -14 Prozent jedoch um sechs Prozent weniger als die Leitwährung und der Gesamtmarkt selbst. Das Wochentief bei 0,213 US-Dollar innerhalb der grauen Unterstützungszone wurde augenscheinlich von Käufern für erste Einstiege genutzt. Aktuell notiert der Kurs von Ripple bei 0.239 US-Dollar und damit wieder knapp oberhalb des letzten markanten Tiefs vom 14. August 2019. Dieses darf jedoch nicht über die schwache charttechnische Gesamtsituation hinwegtäuschen. Zwar wurden in den letzten Tagen höhere Tiefs ausgebildet, jedoch ebenso tiefere Hochs. Betrachtet man zudem den Wochenchart, hat Ripple es zum einen in der Vorwoche verpasst, den exponentiell gleitenden Mittelwert der letzten 20 Wochen nach oben zu brechen.

Zum anderen hat der XRP-Kurs mit Bruch der 0,248 US-Dollar den Support des Supertrends im Wochenchart nach unten durchbrochen und damit ein Verkaufssignal generiert. Das Chartbild ist aus Sicht der Bullen daher als stark angeschlagen zu bezeichnen. Die Ziele sind aktuell eher auf der Unterseite zu finden. Gibt der Gesamtmarkt weiter ab, dürfte Ripple die Unterkante der Unterstützungszone bei 0,2 US-Dollar anlaufen. Hält dieser Bereich nicht, wäre sogar ein Test des Bereichs um 0,155 US-Dollar vorstellbar. Um wieder in bullishere Bereiche vorzustoßen, müsste der Kurs sich oberhalb der 0,268 Cent auf Tagesbasis etablieren. Dann wäre ein Anlaufen der Trendkanaloberkante bei 0,31 US-Dollar möglich.

RSI und MACD liefern Verkaufssignale

Die Indikatoren stützen eindeutig die bearishe Variante. Der RSI wie auch der MACD-Indikator im Tageschart weisen Verkaufssignale auf. Der RSI mit einem Wert von 39 neigt bereits wieder nach unten und wirkt absolut kraftlos. Im Wochenchart zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch hier weisen beide Indikatoren bearishe Tendenzen auf. Der RSI zeigt gen Süden und indiziert mit einem Wert von 37, dass die Verkäufer das Ruder fest in der Hand haben. Auch der MACD zeigt nach unten und weist ein starkes Verkaufsmomentum auf.

Schlechteste Kursentwicklung: Bitcoin SV (BSV)

Kursanalyse auf Basis des Wertepaares BSVT/USD auf Bittrex

Wie bereits vor 14 Tagen ist Bitcoin SV die schwächste Kryptowährung unter den Top 10. Somit bestätigt sich die bearishe Einschätzung vom 15. September. Mit einem Abschlag von knapp 31 Prozent auf Wochensicht ist BSV zudem die drittschwächste Kryptowährung unter den Top 100. Nachdem der Kurs den exponentiell gleitenden Mittelwert der letzten 200 Tage bei 125 US-Dollar nicht überwinden konnte, folgten diese Woche der Durchbruch des Trendkanals auf der Unterseite, womit sich der Ausverkauf noch beschleunigte. Der Tagesverlust am 24. September betrug 30,3 Prozentpunkte, hier kann gar von Panik gesprochen werden. Auch die beiden Unterstützungszonen bei 108 US-Dollar und 99 US-Dollar wurden ohne Gegenwehr der Bullen durchbrochen. Das Tief bei 77,20 US-Dollar reichte gar bis auf zwei Dollar an den alten Widerstand vor dem bullishen Ausbruch am 20. Mai heran.

In den Folgetagen versuchten die Bullen zwar den Kurs zu stabilisieren, jedoch schaut es aktuell lediglich nach einer bearishen Fortsetzungsformation aus. Ein erneuter Test des Wochentiefs sowie der 75 US-Dollar sind daher aktuell sehr wahrscheinlich. Sollte keine dieser Unterstützungen halten, ist zunächst mit einem Anlaufen der 66,60 US-Dollar und darunter mit einem Test des Allzeittiefs bei 49,66 US-Dollar zu rechnen. Durch die Ausbildung neuer Tiefs wurde zudem der Supertrend im Wochenchart bei 87,50 US-Dollar nach unten gebrochen, was ein weiteres Verkaufssignal generiert hat. Solange der Kurs von Bitcoin SV es nicht schafft, die 104 US-Dollar auf Tagessicht nach oben zu durchstoßen und sich zurück in den Kanal zu begeben, überwiegen eindeutig die Abwärtsrisiken. Sämtliche größere Zeiteinheiten bei der Chartbetrachtung liefern bearishe Signale! Ein Rücklauf in den Bereich zwischen 93 und 97 US-Dollar stellt eine erneute Shortmöglichkeit dar.

Auch aus Indikatoren-Sicht ein eindeutig bearishes Sentiment

Der RSI wie auch der MACD liefern im Tageschart aktuell Verkaufssignale. Der RSI ist mit einem Wert von 20 diese Woche zudem auf ein neues absolutes Tief gefallen und wirkt weiterhin saft- und kraftlos. Solange der RSI nicht wieder über die 45 kommt, kann von einer Abstinenz der Bullen gesprochen werden. Auch der MACD wirkt schwach. Im Wochenchart sieht das Bild nicht besser aus. Der RSI zeigt nach Süden und notiert bei 40, was ebenfalls bearishen Charakter hat. Auch der MACD im Wochenchart weist Verkaufssignale auf und macht keine Anstalten, neues bullishes Momentum aufzuweisen.

Stabilität der Top 10

Nachdem die Top-10-Kryptowährungen in der Vorwoche eine leicht positive Chartentwicklung aufwiesen, geht es diese Woche stark gen Süden. Alle zehn Kryptowährungen haben mit überproportional starken Kursabschlägen zwischen 14 und 30 Prozentpunkten zu kämpfen. Da Stellar sich noch verhältnismäßig gut schlagen kann und Cardano zu den stärksten Verlierern gehört, wechseln Stellar und Cardano die Positionen. Damit rückt Stellar erneut einen Platz vor und springt wieder auf Platz neun.

Gewinner und Verlierer der Woche

Das Marktumfeld des Altcoinmarkts hat sich durch den starken Kursabschlag von Bitcoin diese Woche wieder stark eingetrübt. Nur 11 Kryptowährungen weisen auf Wochenbasis ein Kursplus auf. Unter den wenigen Gewinnern finden sich mit Tether, True-USD & Co. jedoch mehrheitlich die Stable Coins. Einzige positive Ausnahme ist die Kryptowährung Seele, die unter hohem Volumen um 61 Prozent steigen kann. Auch der Gewinner der Vorwoche, Swipe, kann mit einem Kursplus von mehr als zwanzig Prozent überzeugen. Unter den Kryptowährungen mit den größten Kursabschlägen finden sich diese Woche Lamda mit einem Kursrutsch von über fünfzig Prozent sowie der Iost-Token mit mehr als 35 Prozent Kursrückgang. Wie Anfang September auch, weisen erneut mehr als 90 Prozent der Top-100-Kryptowährungen einen Kursabschlag auf. Ein möglicher nachhaltiger Kursanstieg scheint nun vorerst vom Tisch zu sein.

Gesamtmarktkapitalisierung exklusive Bitcoin auf Basis von Werten von Cryptocap sowie auf Basis des Wertepaares BTC/USD auf Coinbase dargestellt

Diese Woche zeichnet der Chart des Altcoin-Gesamtmarktes vs. Bitcoin den am 25. September gestarteten Einbruch des Gesamtmarkts anschaulich nach. Jedoch schaffen es die alternativen Kryptowährungen im Vergleich zur Leitwährung besser, sich von ihren Wochentiefs zu lösen. Erfreulich ist zudem, dass zumindest vorerst kein neues Jahrestief generiert wurde. Schafft es der Altcoinmarkt, die obere rote Trendkanaloberkante zu überschreiten, wäre dies ein erstes positives Indiz einer Stabilisierung der alternativen Kryptowährungen. Solange der hellgrüne Widerstandsbereich jedoch nicht auf Wochenbasis nach oben durchstoßen wird, ist es aber noch viel zu früh, von einer möglichen positiven Entwicklung zu sprechen.

Ein Blick auf die Bitcoin-Dominanz

Die Dominanz stieg zu Beginn der Woche bis auf 71,80 Prozent an und testete die Oberkante der ausgebildeten Flagge. Der Ausbruch scheiterte jedoch und die Dominanz fiel in der Folge auf das Niveau der Vorwoche zurück. Aktuell notiert die Bitcoin-Dominanz knapp oberhalb der 70-Prozent-Marke und damit um 0,25 Prozent geringer als in der Vorwoche. Solange der Widerstand bei 71,80 Prozent nicht überwunden wird, ist ein erneuter Test der Flaggenunterkante im Bereich der 68 Prozent vorstellbar.

Sollte der Bitcoin auch diese Woche weiter nachgeben, ist dieses Szenario als wahrscheinlich einzustufen. Sollte der Bitcoin hingegen wieder gen 9.000 US-Dollar steigen, dürfte dieses auch seiner Dominanz zuträglich sein. Es wird sehr interessant zu sehen sein, wohin die Bewegung der Leitwährung in den kommenden Wochen geht und darüber entscheiden, ob die alternativen Kryptowährungen dem Bitcoin Marktanteile abtrotzen können. Als zentrale Schlüsselmarke für eine länger andauernde Dominanzumkehr zugunsten der alternativen Kryptowährungen fungiert weiterhin die 65-Prozent-Marke.

Bitcoin-Dominanz auf Basis von Werten von Cryptocap dargestellt

Die Gefahr eines Bärenmarkts liegt erneut in der Luft

Eine spannende Woche steht vor dem Abschluss. Die Kryptowährungen mussten einen herben Rückschlag erleiden. Die in den letzten Wochen mehrfach artikulierte abwartende Haltung hat sich bezahlt gemacht. Der deutliche Abverkauf diese Woche hat die Situation zugunsten der Bären aufgelöst. Der 180-Milliarden-US-Dollar-Marke bei der Gesamtmarktkapitalisierung kommt nun eine zentrale Bedeutung zu. Bei einem Durchbruch dieser Marke und dem Anlaufen der nächsten Unterstützung bei 140 Milliarden US-Dollar sind weitere größere Kursabschläge einzuplanen. Somit gilt es für mittelfristig orientierte Anleger, dem Markt weiterhin fernzubleiben und eine Stabilisierung abzuwarten.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Die Chartbilder wurden mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,92 Euro.

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Binance entfernt BitTtorrent Handelspaar, war’s das jetzt für das Projekt?

Binance hat in einer neuen Ankündigung bekannt gegeben, 30 Trading-Paare von der Börse zu entfernen, darunter den von der Community sehr gehypten  Token von BitTorrent.

Binance gibt BitTorrent Token auf

Binance ist als Börse in der Kryptowelt bekannt, die ihren Benutzern sehr viele Handelspaare anbietet. Wie allerdings aus einer neuen Ankündigung von Binance hervorgeht, wird die Börse 30 verschiedene Trading-Paare entfernen.

Binance hat in der Ankündigung auch den Grund für die Entfernung der Handelspaare genannt. So liegt dieser darin, um die Liquidität und das Benutzererlebnis auf der Börse zu verbessern. Zusätzlich wird darauf hingewiesen, dass nach der Entfernung nach Anfragen der meisten Projekt-Teams erfolgt:

“Die Handelspaare werden heute um 8:00 Uhr (UTC) entfernt. Zu den Paaren zählen: ANKR/PAX, ANKR/USDC, ANKR/TUSD, BCPT/PAX, BCPT/USDC, BCPT/TUSD, BTT/BTC, Dent/BTC, DOGE/USDC, DOGE/PAX, ERD/USDC, ERD/PAX, FTM/PAX, FTM/TUSD, GTO/PAX, FUEL/ETH, GTO/TUSD, GTO/USDC, NCASH/BNB, LUN/ETH, NPXS/BTC, ONE/TUSD, ONE/PAX, PHB/PAX, PHB/USDC, TFUEL/TUSD, TFUEL/PAX, TFUEL/USDC, WIN/BTC, and WAVES/PAX.”

Eines der bekanntesten und überraschendsten Projekte in dieser Liste ist BitTorrent (BTT), der erste Token, der in diesem Jahr auf dem Binance Launchpad gestartet wurde, und der den Hype rund um Initial Exchange Offerings (IEOs) ausgelöst hat.

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Für viele ist die Entfernung sehr überraschend, da Binance Anfang des Jahres ide Unterstützung für BTT und TRX bekannt gegeben hat. Der Token sollte ein große Erfolg für das TRON-Ökosystem und dessen CEO Justin Sun werden. Letztendlich überlebte dieser nur neun Monate, bevor Binance das Projekt aufgab.

Neben der Ankündigung der Entfernung dieser Handelspaare hat Binance auch eine Risikowarnung ausgesprochen. Derzeit ist unklar, ob die Ankündigung einen starken Einfluss auf die Preise haben wird, von denen viele bereits unter den dem Preissturz des Bitcoin leiden.

Quellenangaben: BeinCrypto
Bildquelle:  Pixabay

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#717 BTC ECHO startet Security Token Offering (STO) & Binance US floppt

Hey Krypto Fans,

willkommen zur Bitcoin-Informant Show Nr. 717. Heute geht’s um folgende Themen: BTC-ECHO startet Security Token Offering (STO) & Binance US floppt – Nur Bakkt läuft schlechter.

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1.) BTC-ECHO startet Security Token Offering (STO)
https://www.btc-echo.de/btc-echo-startet-security-token-offering-sto/

2.) Binance US floppt – Nur Bakkt läuft schlechter
https://bitcoin-kurier.de/binance-us-floppt-nur-bakkt-laeuft-schlechter/

4.) Bitcoin Informant bei iTunes als Podcast
http://ppq6xp.podcaster.de/bitcoin-informant.rss

5.) Der Bitcoin Informant Inside Telegram Kanal
https://t.me/bitcoininformant

Top 10 Kryptowährungen am 30.09.19 um 09:00Uhr

Sonnige Grüsse

Dennis “Bitcoin-Informant” Koray

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Bayer und Ant Financial kooperieren für Agrar-Blockchain

Der deutsche Pharmariese Bayer ist eine Partnerschaft mit dem chineischen FinTech Ant Financial eingegangen. Die beiden Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung für die gemeinsame Erforschung von Blockchain-Lösungen für den Agrar- und Lebensmittelbereich. Ziel sei es, diese Sparten mithilfe der Blockchain transparenter und sicherer zu machen.

Wie das Krypto-Newsportal Ledger Insights berichtet, haben Bayer und Ant Financial ihre Partnerschaft bei der dieswöchigen Apsara Konferenz in Hangzhou, China bekannt gegeben. Ant Financial verkündete zudem Pläne, die eigene Kooperation mit Hyperledger auszubauen. Die Zusammenarbeit mit dem Blockchain-Branchenverbund soll dazu dienen, gemeinsam an „Interoperabilität, Standards und Blockchain-Anwendungen“ zu arbeiten.

Bayer bringt Blockchain in Agrarsektor

Laut dem Bericht unterstützt die von der Alibaba-Tochter Ant Financial entwickelte Blockchain-as-a-Service-Technologie sowohl die eigene Blockchain-Plattform als auch Hyperledger Fabric. Durch die Partnerschaft mit Bayer soll sie nun erstmals im Agrarsektor zum Einsatz kommen. Der Pharmakonzern scheint momentan dabei zu sein, seine Präsenz in diesem Geschäftsfeld auszubauen. Schließlich erwarb Bayer zu diesem Zweck im vergangenen Jahr den US-amerikanischen Agrarkonzern Monsanto. Die Übernahme kostete Bayer 63 Milliarden US-Dollar.

Bayer ist mit einer eigenen Agrarforschungsabteilung stark am chinesischen Markt vertreten. Ihr Leiter Weidong Huang erklärte in einem Statement die Ziele der neuerlichen Kooperation:

Indem wir Seite an Seite arbeiten, wollen wir die Agrarindustrie bei ihrer Transformation in der neuen Ära unterstützen, die Anwendung fortschrittlicher Agrartechnologien verbessern, die Effizienz der landwirtschaftlichen Produktion steigern, das Einkommen der Landwirte verbessern und die Lebensmittelsicherheit schützen.

Blockchain-Lösungen im Lebensmittelbereich nehmen zu

Neben Bayer entdecken auch andere Unternehmen den Nutzen der Blockchain für die Lebensmittelindustrie. In der Schweiz entwickelt so das Start-up Farmer Connect eine blockchainbasierte Lösung für die faire Produktion von Kaffee. Mithilfe der Blockchain sollen die Kaffee-Lieferketten für den Verbraucher transparenter werden. Farmer Connect greift hierzu auf die Food-Trust-Plattform von IBM zurück. Der IT-Konzern präsentierte dieses neue blockchainbasierte Zulieferer-Netzwerk am 5. August erstmals der Öffentlichkeit. Auch diese Enthüllung spricht dafür, dass die Überwachung von Lieferketten immer mehr zu einem bedeutenden Anwendungsfall für die Blockchain avanciert.

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Bitcoin und die Schweiz (3): Schweizer Bankkonto in der Hosentasche

Wie im zweiten Teil dargestellt, kämpft Bitcoin an vielen Fronten – in gewisser Weise auch gegen die Banken. Letztere haben heute einen schweren Stand. Veraltete Systeme, neue Technologien, politische Vorstösse und auch die Negativzinsen machen ihnen das Leben schwer. Seit ihrer Einführung durch die SNB Anfang 2015 haben Schweizer Banken bis 2018 6,3 Milliarden Franken an die Nationalbank bezahlt. Dieses Jahr sollen nochmals geschätzte 2,2 Milliarden Schweizer Franken an den Zentralwährungshüter fließen.

Negativzinsen im globalen Finanzsystem

Auch in anderen Teilen der Welt – Japan, Deutschland oder dem übrigen Euroraum – sehen sich Anleger mit Negativzinsen konfrontiert. Insgesamt 17 Billionen US-Dollar an negativ rentierenden Schuldpapieren existieren mittlerweile. Ob die Zinstiefstände erreicht sind, ist gegenwärtig schwierig abzuschätzen. Immerhin befinden wir uns an einer psychologisch entscheidenden Schwelle. Was aufgrund gestiegener Gebührenlast real schon seit geraumer Zeit der Fall ist, fürchten mehr und mehr Menschen: eine Verringerung ihrer Ersparnisse durch von der Hausbank erlassene Negativzinsen. Solche könnten eine Substitution in Bargeld in größerem Umfang auslösen, die von Wirtschaftsraum zu Wirtschaftsraum verschieden ausfallen würde. So dürfte die Schweizer Nationalbank bei den Negativzinsen noch immer mehr Spielraum haben, weil die SNB eine bessere Kontrolle über das überschaubare Schweizer Finanzsystem hat als die EZB über den Euroraum. In der Not könnte die Schweizer Zentralbank die Banken eher an einen Tisch rufen und diese dazu veranlassen, Kunden den Bargeldbezug zu erschweren.

Höchste Zeit für Plan ₿

Zumal sich abzuzeichnen beginnt, dass Negativzinsen die neue Realität sind, überzeugt auch das Narrativ immer mehr, wonach Bitcoin ein möglicher Ausweg bietet. Höchste Zeit für Plan ₿, ist besonders in den verschiedenen Kanälen der sozialen Medien hin und wieder zu lesen. Ob ein einfaches Bitcoin-Investment oder eine zinsbringende Veranlagung anderer Krypto-Assets über sogenannte DeFi-Protokolle – die Möglichkeiten sind lukrativ und führen dazu, dass Kapital aus der traditionellen Welt abfließt.

Der gegenwärtige Zustand der Finanzwelt ist damit Wasser auf die Mühlen von Bitcoin und Krypto-Assets und könnte die Desinstitutionalisierung des Bankwesens beschleunigen. So sieht der Krypto-Enthusiast Andreas Antonopoulos Bitcoin als «Schweizer Bank für jedermanns Hosentasche». Banking würde immer mehr entbündelt, die Angebote immer häufiger nur noch durch Software und Algorithmen gesteuert. Sollte es der Krypto-Welt gelingen, den Banken die Zahlungsfunktion zu entziehen, dürften Menschen auch immer weniger Ersparnisse dort aufbewahren. Im Zeitalter der Negativzinsen entsprechen die Einlagenkonten der meisten Menschen ohnehin ihrem Sparkonto. Ohne über die Sparkonten und Ersparnisse der Menschen zu verfügen, sehen sich die Banken dann auch um ihre traditionelle Funktion als Kreditvermittler gebracht. Somit würden Banken auf eine ihrer historischen Funktionen zurückgestuft: die Lagerverwaltung – unter anderem auch für die Verwahrung privater Schlüssel von Krypto-Assets.

Software verschlingt heute die Welt, in etlichen Bereichen ist das heute offensichtlich und auch den Banken wird dieses Schicksal nicht erspart bleiben. Auf viele Menschen wirken diese Abstrahierung und Substituierung menschlicher Bezugspunkte befremdend, weshalb sie mit Vorbehalten oder gar Abneigung reagieren. Die Bewegung rund um Bitcoin wird in dieser Hinsicht oftmals falsch verstanden. So fußt Bitcoin technologisch auf dem Grundsatz der Vertrauensminimierung. In erster Linie geht es darum, das Element der menschlichen Fehlerhaftigkeit, aber auch die menschliche Anfälligkeit für Manipulation und Machtbegierde zu minimieren. Insofern sollen auf der Ebene der Software und Technik die Angriffsflächen bestmöglich geschmälert werden.

Vom Sicherheitsvorteil zum Risiko

Natürlich kann dies nicht bis auf das Grundlagenprotokoll gelingen. Der Bitcoin baut auf Mathematik, Kryptografie und Anreizen. Er ist und bleibt ein von Menschenhand geschaffenes Konstrukt, das Vertrauensbeziehungen nicht gänzlich eliminieren, sondern eben nur minimieren kann. Hierin liegt denn auch einer der größten Kritikpunkte am Krypto-Asset: Die Vertrauensminimierung widerspricht dem menschlichen Wesen, das seit Anbeginn seiner Geschichte gegenseitige Vertrauensstrukturen zu stärken und skalieren versucht –  und das mit ziemlichem Erfolg, wie einem die historische Sicht über die letzten Jahrtausende nahelegt.

Dass mit Bitcoin die eigene Selbstsouveränität potenziert werden kann, ist eine löbliche und erstrebenswerte Sache, für die man stets Partei ergreifen sollte. Wer heute ein Stück weit selbstsouveräner leben möchte, hat mit Bitcoin zumindest die Möglichkeit und Hoffnung, diesen Wunsch verwirklichen zu können. Doch dürfte das Gros der Menschen diese Selbstsouveränität weniger als Befreiung, sondern vielmehr als Belastung wahrnehmen. Freiheit bedingt nun einmal die Bürde der Verantwortung, die viele Menschen aus Respekt und Bequemlichkeit nicht tragen wollen.

Solches spricht letztlich für Institutionen wie Banken oder Unternehmen und dass diese ihre Existenzberechtigung niemals vollständig einbüßen werden. Selbst wenn acht von zehn Menschen die Handhabung ihrer privaten Zugangsschlüssel an Intermediäre delegierten, eine Zukunft mit Bitcoin und Krypto-Assets dürfte aus Sicht der Kontrolle besser sein. Heute kann man den Banken nicht mit der «physischen» Auslieferung aller Depotwerte drohen, wenn einem die Finanzwelt insgesamt zu vertrauensunwürdig erscheint. Allein die Option auf Selbstverwaltung ist schon viel wert.

Noch stehen wir ganz am Anfang. Doch ist die entstehende Bitcoin-Welt prädestiniert dafür, als permanentes Damoklesschwert zu wirken, das traditionelle Institutionen in Zukunft immer stärker in Schach halten wird. So dürften vielleicht selbst einmal Schweizer froh sein, dass es neben einer auf einem dezentralen und politisch stabilen Unterbau basierenden nationalen Währung eine dezentrale, globale und politisch unabhängige Weltwährung gibt. Dann nämlich, wenn sich der rechtlich-institutionell-politische Unterbau eines Tages nicht mehr als Feature, sondern als Bug entpuppen sollte. Unsere modernen Gesellschaften mitsamt ihren Wirtschafts- und Politikstrukturen hängen nämlich stärker an den Geldschöpfung, als wir es ahnen dürften.

Über den Autor

Zum Autor: Pascal Hügli ist Journalist der financialmedia AG in Zürich. Seit Jahren beschäftigt er sich intensiv mit dem Thema Bitcoin, Blockchain und Krypto und tritt auch als Moderator und Redner auf. Viele seiner grundlegenden Gedanken zur Thematik finden sich im kürzlich erschienen Krypto-Buch «Ignorieren auf eigene Gefahr – die neue dezentrale Welt von Bitcoin und Blockchain».

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Bitcoin – großartig, wenn man die Nerven behält: Das Meinungs-ECHO

Der Bitcoin-Kurs wurde in der vergangenen Woche gerupft – jedoch nicht so sehr wie Libra und CBDCs. Das Meinungs-ECHO.

Benoît Cœuré: Libra ist ein Weckruf für Zentralbanken

EZB-Vorstandsmitglied Benoît Cœuré hat am Mittwoch, dem 25. September, die kritische Haltung der Zentralbanken gegenüber Stable Coins abermals untermauert. In einer Rede vor dem deutschen Bundestag reihte er sich ein in die Riege der Zentralbanker, die in Bitcoin keine Gefahr sehen, jedoch vor „Konzernwährungen“ warnen. Dabei erkennt er die Probleme, die Libra angehen will, durchaus an:

Trotz laufender Veränderungen und Verbesserungen steht das globale Zahlungssystem nach wie vor vor zwei großen Herausforderungen: dem Zugang [zu Bankdienstleistungen] und dem grenzüberschreitenden Massenzahlungsverkehr. […] Zahlungskonten und E-Wallets bieten Zugang zu zusätzlichen Finanzdienstleistungen wie Kredit und Versicherung, sodass ein fehlender Zugang zu ihnen die finanzielle Inklusion generell behindert.

Darüber hinaus stellten die Kosten für grenzüberschreitende Überweisungen ausgerechnet für diejenigen die größte Belastung dar, die sie am wenigsten tragen können. Wenn Privatunternehmen diese Probleme mit Stable Coins bekämpfen wollen, ergeben sich jedoch diverse Probleme, so Cœuré weiter:

Diese Initiativen stellen in einem breiten Spektrum von Politikbereichen gewaltige Herausforderungen dar. Besonders besorgniserregend sind die Risiken im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Geldwäsche und der Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung sowie der Verbraucher- und Datenschutz, die Widerstandsfähigkeit des Internets, der faire Wettbewerb und die Einhaltung der Steuervorschriften.

Ob die EZB den gleichen Weg wie ihr chinesisches Pendant, die PBoC, einschlagen wird, muss sich freilich noch zeigen. Letztere ist gerade dabei, ihre eigene Digitalwährung zu entwickeln – möglicherweise auch, um dem US-Dollar Konkurrenz zu machen.

CBDC als Lösung? Ex-Fedler winkt ab

Bei der US-amerikanischen Fed herrschen indes Zweifel, ob eine digitale Zentralbankwährung (Central Bank Digital Currency, CBDC) eine gute Idee wäre. Zuletzt hat mit Simon Potter ein Ex-Mitarbeiter der US-Notenbank Sinn und Unsinn einer CBDC doziert. Für Potter überwiegt eindeutig der Unsinn:

Es ergibt keinerlei Sinn, etwas so Kompliziertes [wie eine Digitalwährung] einzurichten, solange es in den USA große, liquide Kapitalmärkte gibt. Wenn man nicht eine einzelne Währung besitzt, mit der man die Preise von Dingen festsetzen kann und für die es zugleich einen tiefen Markt gibt, erschwert dies das Leben der Weltwirtschaft erheblich,

so Potter gegenüber dem Nachrichtenportal Bloomberg BNN.

Bitcoin als Versicherung gegen eine globale Wirtschaftskrise

Im Gegensatz zum Gedankenexperiment einer US-amerikanischen CBDC gibt es auch eine reale Bedrohung, die „das Leben der Weltwirtschaft erheblich erschwert“: der seit Monaten schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China. Man solle sich von den jüngsten Entspannungssignalen nicht zu viel erhoffen, warnt Mark Yusko, Gründer und Chef der Investmentfirma Morgan Creek Digital. Ein Weg, sich gegen einen drohenden Handelskrieg abzusichern, sieht Yusko in einer Investition in Bitcoin. Er würde das jüngste Abrutschen des Bitcoin-Kurses nutzen, um seine BTC-Einlagen aufzustocken:

Kauf es. Der tägliche Kurs von Bitcoin spielt keine Rolle, er lebt seit zehn Jahren. In jedem anderen Jahr als 2015 hat er einen höheres Kurstief erreicht und die Marktkapitalisierung ist jedes Jahr gestiegen,

gibt Yusko auf CNBC zu bedenken.

Erik Vorhees: Bitcoin rockt, wenn man die Nerven behält

Erik Vorhees, gilt als Early Adopter von Bitcoin. Der Chef der Bitcoin-Börse Shapeshift wurde bereits 2011 vom digitalen Gold angefixt und ist Bitcoin seitdem verfallen. Kein Wunder also, dass Vorhees zuversichtlich ist, was die langfristige Aussicht für den Bitcoin-Kurs betrifft. So betonte er im Podcast Off the Chain, dass der Bitcoin-Markt zwar Blasen bilde, jedoch mit jedem Bull Run neue Investoren erreiche. Es gelte, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich von Kursstürzen nicht verunsichern zu lassen:

Als die Blase 2017 auftrat, hatte ich schon drei Blasen durchgemacht. Die erste im Jahr 2011, eine Anfang 2013 und die große Ende 2013. Und so merkte ich, wie das funktioniert, dass Bitcoin und diese Dinge dazu neigen, in diesen Zyklen zu verlaufen. Sie neigen dazu, im Laufe der Zeit zu steigen, sind aber kurzfristig sehr volatil. Es ist wirklich verrückt auf der Oberseite und wirklich verrückt auf der Unterseite, und solange man mit Beidem umgehen kann und nicht seine Nerven verliert, dann ist es eine großartige Branche. Als also die Blase 2017 auftauchte, war es für mich kein neues Phänomen,

so Vorhees im Podcast von Anthony „Pomp“ Pompliano.

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Krypto- und traditionelle Märkte: Bitcoin nach der Talfahrt

Seit fast einem Jahr verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Dabei geht es nicht um einen trivialen Vergleich der Performance. Institutionelle Investoren sind an Bitcoins Anspruch, ein nicht korreliertes, stabiles Asset zu sein, äußerst interessiert. Im Rahmen eines Gastbeitrags auf €uro Fundresearch hat sich BTC-ECHO der Fragestellung gewidmet, ob Bitcoin und der stark korrelierte Krypto-Markt eine gute Ergänzung für klassische Portfolios darstellen würden. Diese Fragestellung ist es, die institutionelle Investoren am Krypto-Markt interessiert, weniger eine Hoffnung auf einen neuen Bull Run wie Ende 2017. Um die Eignung für klassische Portfolios zu klären, kann ein Investor verschiedene Größen betrachten:

  • die Korrelation zwischen dem Bitcoin-Kurs und den traditionellen Märkten
  • die Volatilität und
  • die Performance des Bitcoin-Kurses

Wir achten in dieser Artikelreihe deshalb auf diese drei Größen. Sie werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage berechnet. Als Vergleichsassets aus den traditionellen Märkten betrachten wir die Indizes S&P 500, Nikkei und Dax sowie Öl und Gold.

Korrelation: Bitcoin im Gleichschritt mit den Märkten

Aktuell weist der Bitcoin-Kurs zu allen Vergleichsmärkten eine positive Korrelation auf. Dabei kann man zwei Gruppen unterscheiden: Während die Kopplung von Bitcoin zu dem Nikkei-Index und zu Öl sehr schwach ist, sind die Korrelationen zum S&P 500, zum DAX und zu Gold deutlich höher:

Insbesondere die Kopplungen zum S&P 500 und zum DAX konnten in der letzten Woche stark ansteigen. Die Korrelation des Bitcoin-Kurses zu Öl ist auch etwas gestiegen, sodass seit dem 24. September Bitcoin zu allen Vergleichsmärkten eine positive Korrelation vorweisen kann:

Insgesamt liegt die absolute mittlere Korrelation mit den übrigen Märkten bei elf Prozent. Damit besitzt Bitcoin die zweitkleinste absolute Korrelation in unserem Marktvergleich, nur Öl verhält sich mit einer Korrelation von sechs Prozent noch unabhängiger von den übrigen Märkten. Der Nikkei-Index und Gold sind mit Korrelationen von 18 beziehungsweise 15 Prozent jedoch nicht weit von Bitcoin entfernt. Berücksichtigt man Kompensationseffekte, ergibt sich ein komplett anderes Bild: Zwar besitzt auch dann der Bitcoin-Kurs noch eine Korrelation von elf Prozent zu den übrigen Märkten, jedoch verhalten sich der DAX, Öl und Gold mit 8 Prozent, 0 Prozent und -1 Prozent deutlich unabhängiger.

Mit dem Sturz kam die Volatilität zurück

Der Kurssturz vom 24. September hob natürlich wieder die Volatilität an. Nachdem sie auf zwei Prozent gefallen ist und damit weit unter der der Öl-Futures lag, stieg sie auf 3 Prozent an. Damit ist die Volatilität, auch wenn sie wieder das Schlusslicht bildet, weiterhin nicht dramatisch:

Bitcoin-Kurs weit abgeschlagen

Nach dem schon angesprochenen Kurssturz kann man sich vorstellen, wie es um die Performance Bitcoins in diesem Marktvergleich bestellt ist. Bitcoin ist aktuell nicht einfach Klassenletzter, sondern liegt deutlich unter den Vergleichsassets. Diese können bis auf Öl und Gold alle eine positive Performance vorweisen. Die Performance von Öl liegt bei Null, während die von Gold leicht negativ ist:


Das schlägt sich natürlich auch im langfristigen Vergleich nieder. Im Vergleich eines hypothetischen Einmal-Investments zu Anfang März 2018 hätte jemand, der damals All-in in Bitcoin gegangen wäre, über 20 Prozent Verlust erlitten. Lediglich mit einem Einmal-Investment in Gold oder den S&P 500 hätten Anleger Profit gemacht:

So unbefriedigend diese Situation um Bitcoin ist: Immerhin hat sich das Triangle Pattern nun endlich aufgelöst. Die Seitwärtsphase ist vorüber, sodass Bitcoin wieder für institutionelle Investoren interessant werden sollte. Sicherlich werden nun einige Investoren nach guten (Wieder-)Einstiegspunkten Ausschau halten.

Daten am 28. September von cryptocompare.comfinance.yahoo.com und fred.stlouisfed.org verwendet.

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Blockchain-Förderprogramm von Æ Ventures geht in die nächste Runde

Æ Ventures, ein Investmentunternehmen, das Startkapital und Beratungsdienstleistungen für Blockchain-Projekte in ihrer Frühphase bereitstellt, hat bekanntgegeben, dass ihr Starfleet Förderprogramm bereits mehr als 1,6 Mio. US-Dollar an Investitionsgeldern vergeben hat.

Förderung mit Startkapital und Know-how

Laut einer Pressemitteilung, die Cointelegraph am 26. September zugespielt wurde, geht das Starfleet Förderprogramm nun in die dritte Runde und wird diesmal auf Malta abgehalten. Dabei können teilnehmende Startups bis zu 100.000 US-Dollar an Investitionskapital bekommen. Außerdem werden diesen Mentoren zur Seite gestellt, die den Jungunternehmen mit Know-how unter die Arme greifen. Das Programm soll im November abgehalten werden, wobei der Bewerbungszeitraum noch bis zum 20. Oktober offen ist.

Das Starfleet Förderprogramm wird mit einer sogenannten „Genesis Week“ eingeläutet, in der „teilnehmende Startups Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Geschäftsmodell, Krypto-Wirtschaft, Blockchain-Infrastruktur und Entwicklung von æternity Apps von einigen der besten Experten der Branche bekommen“.

Starfleet 2020 in Indien

Im gleichen Atemzug gibt Æ Ventures außerdem bekannt, dass das Förderprogramm im Jahr 2020 in Indien abgehalten wird. Geschäftsführer Nikola Stojanow erklärt in diesem Zusammenhang:

„Wir freuen uns über das bisherige Wachstum des Starfleet Förderprogrammes und können es kaum abwarten, in dessen dritter Auflage mit neuen Blockchain-Startups die Grenzen des Möglichen neu zu definieren. […] Die Veranstaltungsorte Malta und Indien geben uns die Chance, das aufkeimende Blockchain-Interesse in diesen Regionen zu stärken und wir freuen uns, die heimischen Blockchain-Communities unterstützen zu dürfen.“

Wie Cointelegraph am 23. September berichtet hat, konnte das Blockchain-Startup Elementus zuletzt 3,5 Mio. US-Dollar von verschiedenen Kapitalgebern einsammeln, darunter auch das Krypto-freundliche Investitionsunternehmen Fidelity.

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