Schürfen gegen den Verfall: Historisches Wasserkraftwerk wird zur Bitcoin Mining Farm

Ein stillgelegtes Wasserkraftwerk im US-Bundesstaat Montana wird Berichten zufolge zur Krypto-Mining-Farm. Das 110 Jahre alte Gebäude ist seit 2013 außer Betrieb. Nun hat ein US-amerikanisches IT-Unternehmen die Erlaubnis erhalten, in dem historischen Gebäude Bitcoin und Co. zu „schürfen“.

Nach Inhalt eines Dokuments, das die US-Energiebehörde Federal Energy Regulatory Commission (FERC) am 29. Oktober dieses Jahres veröffentlicht hat, wird aus dem Old Rainbow powerhouse in Montana, USA, eine Mining Farm. Demnach erhält die Susteen, Inc., ein IT-Unternehmen aus Kalifornien die Erlaubnis, in dem Gebäude Hardware für das Mining von Bitcoin zu installieren. Damit bewahrt die Kommune das historische Gebäude auch vor dem drohenden Abriss. Ein Komitee aus FERC-Vertretern sowie Anwohnern des Kreises Rainbow hatten dem Vorschlag von Susteen zugestimmt, das Gebäude für das Krypto-Mining nutzen zu dürfen.

Das Kraftwerk, das den Missouri River zur Energiegewinnung genutzt hat, wurde zwischen 1908 und 1910 gebaut und hatte maßgeblich zur Entwicklung der Rohstoffindustrie in dem Bundesstaat im Norden der USA beigetraggen. 2009 bat die FERC die Betreibergesellschaft Northwestern Corporation darum, das Wasserkraftwerk stillzulegen. Man habe Pläne für ein moderneres Kraftwerk in der Schublade, hieß es damals zur Begründung. 2013 wurde der Betrieb eingestellt.

Doch anstatt das historische Gebäude abzureißen, bemühte sich ein Komitee aus Anwohnern sowie der Northwestern Corporation, einen neuen Betreiber für das Old Rainbow Powerhouse zu finden.

Historisches Gebäude vor dem Abriss bewahrt

Laut FERC-Dokument könne man davon ausgehen, dass der historische Wert des Gebäudes durch die neuen Nutzer keinem negativen Einfluss ausgesetzt sei.

Das vorgeschlagene Rechenzentrum wird vom Komitee unterstützt und wird den historischen Charakter des Gebäudes bewahren.

Das Unternehmen benötigt für das Bitcoin Mining nichts weiter als eine zuverlässige Stromversorgung sowie Lagerräume. Damit dürften ungenutzte Flächen wie das Wasserkraftwerk in Montana in Zukunft häufiger in die Schlagzeilen geraten. Insbesondere Standorte mit einer günstigen Stromversorgung sind besonders als Mining-Standorte geeignet.

Anhand von Mining-Daten aus China ist zu erkennen, dass Unternehmen ihre Mining Farmen häufig in entlegenen Gegenden wie Sichuan ansiedeln. Denn diese haben häufig einen direkten Zugang zu nahegelegenen Wasserkraftwerken – was den Strom dort besonders günstig macht.

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