New Yorker Finanzaufsicht ändert Richtlinien der BitLicence

Seit die New Yorker Finanzaufsicht (NYDSF) vor fünf Jahren mit der Vergabe der BitLicence im US-Bundesstaat begann, zogen sich viele Krypto-Unternehmen aus dem New Yorker Markt zurück. Kraken, Paxful oder Bitfinex verließen damals mit einigen anderen Krypto-Firmen den Bundesstaat. Besonders für Start-ups waren die Gebühren zu hoch: 5.000 US-Dollar für die Bewerbung und bis zu 100.000 US-Dollar für die Ausstellung der Lizenz, die den individuellen Rechtsrahmen zur Regulierung von Unternehmen der digitalen Währungsbranche festlegt. Auch mussten sich die Unternehmen jedes Mal aufs Neue bewerben, wenn sie einen neuen Service lancierten. Nun sollen die Bestimmungen überarbeitet werden.

24 Unternehmen halten die Lizenz heute, darunter Coinbase, Square oder Circle. Alleine acht Lizenzen vergab die Behörde in diesem Jahr. „Die Zahl der auf dem Markt verfügbaren Coins wächst, heißt es in der Mitteilung vom 11. Dezember. „Wir müssen Klarheit und Effizienz schaffen, um sicherzugehen, dass die Regulierung von virtuellen Währungen der Realität entspricht.

Unternehmen zertifizieren neue Coins ohne Finanzaufsicht

Die großen Änderungen betreffen das Eintragen von Aktien im Handelsregister. Alle zugelassenen Token werden dabei von der New Yorker Finanzaufsicht auf einer Webseite zusammengefasst. Mit den aufgelisteten Coins kann ohne Zustimmung der Finanzbehörde gehandelt werden. Zudem plant die Behörde die Erarbeitung einer Rahmenordnung für Coin Listings. Das Regelwerk ermöglicht Lizenznehmern, neue Coins selbst zu zertifizieren, sollten diese nicht in der vorherigen Liste enthalten sein. Dazu muss das Unternehmen lediglich schriftlich mitteilen, wozu und wie es die neuen Coins nutzen will.

Token, die momentan für die Liste in Frage kommen, sind Bitcoin (BTC), Bitcoin Cash (BCH), Ethereum (ETH), Ethereum Classic (ETC), Litecoin (LTC), Ripple (XRP), Paxos Standard (PAX) und Gemini Dollar (GUSD).

Ausgestellte BitLicences verbleiben

Die bestehenden Lizenzen bleiben erhalten, Unternehmen müssen sich somit nicht neu bewerben. Bis Ende Januar 2020 nimmt die Finanzbehörde Kommentare entgegen, auch können Lizenznehmer bereits Vorschläge für die Adaption weiterer Coins senden.

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Bitcoin-Börse BitMEX sieht sich 300 Millionen US-Dollar Klage gegenüber

Der Gründer der Bitcoin-Börse BitMEX, Arthur Hayes, muss nun mit seinem Unternehmen vor Gericht ziehen. Denn die Handelsbörse muss sich mit einer Klage zweier früherer Investoren auseinandersetzen. Die BitMEX-Investoren der frühesten Stunde, Frank Amato und RGB Coin LTD, haben die Klage beim Obersten Gerichtshof des US-Bundesstaates Kalifornien in San Francisco eingereicht. Bei dem Fall geht es um 300 Millionen US-Dollar. Angeblich sollen die Investoren durch die Verbreitung von Falschinformationen durch Arthur Hayes selbst finanzschädigende Nachteile gehabt haben.

Im Jahr 2015 investierten Frank Amato und RGB Coin LTD rund 30.000 US-Dollar in die aufsteigende Bitcoin-Börse. Das Investitionspaket sollte mit einem Eigenkapital Schwung in die Krypto-Börse BitMEX bringen. Die Investoren erwarteten dafür eine Rückzahlung von 50 Millionen US-Dollar, die sie bis heute nicht erhalten haben sollen. Nun geht es Frank Amato und RGB Coin LTD aber nicht mehr nur um die vermeintlich verlorenen 50 Millionen US-Dollar. Sondern um zusätzliche 250 Millionen US-Dollar Schadensersatz, wie Bloomberg am 11. Dezember berichtete.

Keine Stellungnahme der Bitcoin-Börse

Bisher fehlt eine öffentliche Stellungnahme durch BitMEX selbst. Allerdings ist dies nicht die erste Hürde, die die Krypto-Plattform meistern muss. Denn in diesem Jahr war die Börse bereits in regulatorische Schwierigkeiten in den USA verwickelt. Damals ermittelte die CFTC gegen die Krypto-Optionsbörse. Dabei ging es um möglicherweise unzureichende KYC-Maßnahmen, die amerikanischen Investoren mit einem einfachen VPN Client die Nutzung der Plattform ermöglichten. Das Problem daran war, dass BitMEX zu diesem Zeitpunkt keinerlei Zulassung für Krypto-Geschäfte in den USA hatte.

Zudem hatte die Plattform auch mit einem nicht unerheblichen Datenleck zu kämpfen. Ein Fehler eines Mitarbeiters führte zur Offenlegung einiger E-Mail-Adressen von Kunden in einem Aktualisierungsschreiben. Damals reagierte BitMEX schnell, damit keine weiteren sensiblen Daten an das Licht der Öffentlichkeit dringen konnten.

Nun stellt sich die Frage, wie viele Unglücksfälle“ eine Krypto-Börse verkraften kann, bevor das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Von dem Hype rund um das Bitcoin-Trading-Rekordvolumen Mitte des Jahres ist nun nicht mehr viel zu spüren.

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Bitmain expandiert nach Südamerika: Marktanteil fällt auf 66 Prozent

Bitmain, das weltweit größte Kryptowährungs-Mining-Unternehmen, baut seinen Vertrieb in Südamerika aus. Zu dem Zweck arbeitet die Firma mit zwei Beratungsunternehmen aus dem Bereich Kryptomining zusammen.

Der chinesische Mining-Riese wird sein globales Angebot mit Fastblock ausbauen, das der Hauptvertriebspartner in Brasilien sein wird. Bit5ive, ein Unternehmen aus Miami, soll Antminer in über 30 Länder in Lateinamerika, Mittelamerika und der Karibik vertreiben, wie Bitmain am 12. Dezember ankündigte.

Kurzer Überblick über neue Vertriebspartner von Bitmain

Bit5ive bietet seit seiner Gründung im Jahr 2013 wichtige Krypto-Mining-Dienstleistungen an. Das Unternehmen verkauft, hostet und unterstützt Krypto-Mining-Hardware. Das Unternehmen wird die Produkte von Bitmain mittels einer offiziellen Vertriebslizenz in Südamerika vertreiben, so Robert Collazo, der CEO und Mitbegründer von Bit5ive.

Fastblock bietet seit 2014 Mining-Beratungen an und will seine Blockchain-Expertise einbringen. Das Unternehmen hat bereits 20 Mining-Anlagen verwaltet, so der CEO und Mitbegründer Bernardo Schucman.

Antonio Oliveira, der Vizepräsident und CTO bei Bit5ive, äußerte sich in einer E-Mail an Cointelegraph nicht zu den Zahlen und Regionen.

Fastblock hat auf die Anfragen von Cointelegraph bei Redaktionsschluss nicht reagiert. Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald neue Informationen vorliegen.

Bitmain-Marktanteil nach Hashrate von 75 Prozent auf 66 Prozent gefallen

Zuvor ging aus aktuellen Berichten hervor, dass der Bitmain-Marktanteil nach Hashrate von Juni bis Anfang Dezember 2019 von rund 70 Prozent auf 66 Prozent gesunken ist. Die Daten wurden der Studie „Das Bitcoin-Mining-Netzwerk“ der Londoner digitalen Vermögensverwaltungsfirma CoinShares entnommen, der Cointelegraph am 12. Dezember vorlag.

Laut Bitmains eigenen Schätzungen belief sich der Marktanteil des Unternehmens bis 2017 auf 75 Prozent des globalen Marktes für Krypto-Hardware, so der Bericht.

Die Dominanz des chinesischen Riesen auf dem Krypto-Mining-Markt ist seit 2017 zurückgegangen. Der allgemeine Wachstumstrend in China geht allerdings weiter. Wie Cointelegraph berichtete, kontrollieren chinesische Bitcoin-Miner derzeit bis zu 66 Prozent der globalen Hashrate. Das ist der höchste Prozentsatz, den CoinShares seit Beginn der Überwachung dieser Zahlen im Jahr 2017 verzeichnet.

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Binance kündigt Partnerschaft mit Paxful an: 167 Fiatwährungen

Die große Kryptowährungsbörse Binance kündigte eine Partnerschaft mit der Peer-to-Peer Krypto-Handelsplattform Paxful an. Damit soll die P2P-Plattform zu einem Fiat-Gateway von Binance gemacht werden.

Laut einer Pressemitteilung vom 12. Dezember können Binance-Nutzer nun mittels Paxful Bitcoin (BTC) mit 167 verschiedenen Fiatwährungen kaufen.

Die Fiatwährungen, die unterstützt werden, sind der russische Rubel, der vietnamesische Dong, die indonesische Rupiah, der nigerianische Naira, der kolumbianische Peso, das britische Pfund, der mexikanische Peso, der kanadische Dollar, der Euro und der argentinische Peso. Der Binance-CEO Changpeng Zhao erklärte:

„Das ist eine bedeutende Partnerschaft zwischen einer Kryptobörse und einer Peer-to-Peer-Plattform, auf der ein neuer Pool von Nutzern auf Paxful Zugang zu alternativen Fiat-Zahlungsmethoden erhält. Darunter sind etwa Banküberweisungen in der Landeswährung und einige der weltweit beliebtesten digitalen Wallets. […] Wir sind eine der einzigen Börsen, die diese Paxful-Integration für Nutzer anbietet. Wir freuen uns auf neue Möglichkeiten durch das Angebot von mehr Fiat-zu-Krypto-Optionen für die Massen.

Der Pressemitteilung zufolge wollen die Unternehmen über die Partnerschaft weltweit schätzungsweise 2 Milliarden Menschen ohne Bankkonto erreichen und zu unterstützen. Da in Entwicklungsländern ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung ohne Bankkonten lebt sollte man anmerken, dass in einem Bericht vom Oktober von einem Anstieg der Trades auf Paxful in Südafrika um 2.800 Prozent gegenüber dem Vorjahr die Rede war.

Binance bietet weitere Fiatwährungen an

Binance verwendet einen beträchtlichen Teil seiner Ressourcen offenbar für den Aufbau seiner Fiatwährungsinfrastruktur und Partnerschaften. Wie Cointelegraph berichtete, gab die Börse heute auch die Einführung ihres Fiat-Gateways für Lateinamerika bekannt.

Seit November bietet Binance den Kauf von Bitcoin und anderen Kryptowährungen mit der türkischen Lira an und hat eine Partnerschaft mit dem Stablecoinbetreiber Paxos bei der Implementierung seines Fiat-Gateways geschlossen.

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Reuters: Niederländische Bank ING arbeitet an digitalem Vermögenswertdepot

Die ING Bank aus Amsterdam soll an einer Technologie für Kryptowährungs-Depots entwickeln, wie Reuters am 12. Dezember berichtete.

Der digitale Vermögenswert-Depotservice ist Teil einer Blockchain-Initiative der Bank und befindet sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium. ING erklärte, dass die Bank „zunehmende Chancen in Bezug auf digitale Vermögenswerte sowohl bei an Vermögenswerte gekoppelten als auch bei firmeneigenen Wertpapier-Token“ sehe.

Die ING hat keine konkreten Details zu dem Projekt enthüllt, sagte aber, dass sie „besonders aktiv die Technologie hinter digitalen Vermögenswerten weiterentwickelt, um Kunden einen konformen Zugang zu diesem aufkommenden Ökosystem zu ermöglichen“.

Finanzdienstleister setzen auf Krypto-Depots

Da Kryptowährungen als Anlageklasse an Bedeutung gewinnen, entwickeln große Finanzunternehmen zunehmend eigene Depot-Technologien und -Dienstleistungen.

Der amerikanische Finanzdienstleistungsriese Fidelity Investments hat Mitte Oktober sein Krypto-Währungsdepot vollständig herausgebracht, nachdem er den Dienst ein Jahr lang vorbereitet und Kunden dafür gewonnen hatte.

Das Berliner Fintech-Unternehmen solarisBank hat am 11. Dezember bekanntgegeben, dass es eine Tochtergesellschaft namens solaris Digital Assets gegründet hat, um eine Depotlösung für digitale Vermögenswerte anzubieten.

Auch Kryptowährungsbörsen haben interne Depot-Dienstleistungen entwickelt, etwa die großen US-Börsen Coinbase und Gemini. 

Rohan Barde, der Forschungs- und Innovationsmanager im Blockchain Zoo, hat zuvor geschrieben, es gebe zwei Hauptgründe, warum institutionelle Anleger Depotdienstleistungen benötigen würden. Diese zwei Gründe sind zum einen die Reduzierung des Risikos und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.

Durch die Trennung der Aufbewahrung und Verwaltung von Vermögenswerten können sich Finanzinstitute auf ihre jeweilige Spezialisierung konzentrieren. Depotdienstleistungen reduzieren auch das Risiko, dass ein Mitarbeiter Vermögenswerte veruntreut. 

Mehr Interesse an Blockchain-Technologie

ING hat ein stärkeres Interesse an der Blockchain-Technologie bekundet und ist einer der Teilnehmer am HQLAX-Projekt. HQLAX wurde von der Blockchain-Gesellschaft R3 gegründet und nutzt die Distributed-Ledger-Technologie von Corda, um Produkte für das Liquiditäts- und Sicherheitenmanagement anzubieten.

Ende Oktober präsentierte das Team für Distributed-Ledger-Technologie bei ING sein Whitepaper mit dem Titel „Lösung für das Sicherheits- und Datenschutz-Dilemma auf Corda: ein Stück vom Kuchen kriegen und diesen essen“. Darin soll das Team eine Lösung für das Sicherheits- und Datenschutz-Dilemma auf Corda, einer Open-Source-Blockchain-Plattform, gefunden haben.

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Kryptobörse Binance bringt Fiat-Gateway für Lateinamerika auf den Markt

Binance, die weltweit führende Kryptowährungsbörse nach Handelsvolumen und Nutzern, gab heute bekannt, dass sie ein Fiat-Gateways für Lateinamerika auf den Markt bringen will. Die Ankündigung wurde auf der laBitConf gemacht, einer großen Krypto-Veranstaltung für Lateinamerika, die in der Hauptstadt Uruguays Montevideo stattfand.

Die neue Plattform namens Latamex soll unter dem Binance Fiat Gateway betrieben werden und ermöglicht es Binance-Nutzern in Lateinamerika, Kryptowährungen direkt zu erwerben. Das wird in Zusammenarbeit mit dem Settle Network, einem lateinamerikanischen digitalen Vermögenswert-Liquidationsnetzwerk ermöglicht.

Die neue Plattform soll zunächst in Argentinien und Brasilien eröffnet werden und ermöglicht den direkten Kauf von Kryptowährungen mit dem argentinischen Peso und dem brasilianischem Real. Nutzer können Bitcoin (BTC), Binance Coin (BNB), Ether (ETH) und den Stablecoin von Binance namens Binance USD (BUSD) kaufen. Der Binance-CEO Changpeng Zhao kommentierte dazu:

„In Lateinamerika besteht ein großer Bedarf an Kryptowährungen, insbesondere zum Zwecke eines finanziellen Zugangs. Rund 50 Prozent der lateinamerikanischen Bevölkerung haben kein Bankkonto. Latamex ist eine Antwort auf die Bedürfnisse unserer Anwender und auf das derzeitige Marktumfeld. Die Zusammenarbeit mit Settle Network ermöglicht es uns, die Lücke zwischen Fiat und Krypto für lateinamerikanische Trader sofort zu schließen. Wir arbeiten mit unserem wichtigsten Partner, dem Settle Network, weiterhin daran, Kryptowährungen in Lateinamerika noch stärker verfügbar zu machen. In Zukunft sollen auch weitere lokale Fiatwährungen in der Region unterstützt werden.“ 

„Lateinamerika weist den größten Bedarf und starke Anwendungsszenarien für die Einführung von Blockchain und Kryptowährungen auf“, so Pablo Orlando, der Gründer und CEO von Settle Network. „Im Rahmen der Partnerschaft mit Binance können wir weitere Fiat-Gateways für lateinamerikanische Nutzer schaffen und die Verwendung stärker fördern. Damit wollen wir eine finanzielle Freiheit in der Region ermöglichen.“

„Die Kryptobranche ist noch in den Kinderschuhen und der Großteil des Geldes auf der Welt wird immer noch in Fiat gehalten“, so CZ. „Die Schaffung von Fiat-Gateways ist das, was wir jetzt brauchen, um das Ökosystem auszubauen, die Verwendung zu steigern und Krypto mehr Nutzern zugänglich zu machen.“

In der ersten Startphase können nur argentinische und brasilianische Nutzer die Plattform nutzen. Es heißt auf der offiziellen Webseite von Latamex allerdings, dass der Dienst auch in 13 weiteren lateinamerikanischen Ländern verfügbar sein werde: Mexiko, Uruguay, Kolumbien, Panama, Costa Rica, Dominikanische Republik, Guatemala, Honduras, Nicaragua, El Salvador, Paraguay, Peru und Chile. Auf dieser Liste fehlt interessanterweise Venezuela. Es bleibt abzuwarten, ob Binance seinen Dienst in einem der Märkte mit der höchsten Kryptowährungs-Verwendungsquote weltweit anbieten wird.

Gabriel Rubinstein hat zu diesem Artikel aus Brasilien beigetragen.

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Bitcoin-Kurs ‚langweilig und fragil‘: Fall unter 7.000 US-Dollar möglich

Bitcoin (BTC) ist am 12. Dezember weiter in Richtung seiner Unterstützung bei 7.000 US-Dollar gefallen. Damit weist er weiterhin ein Verhalten auf, das Trader wenig begeistert.

Kryptowährungsmarkt Tagesübersicht

Kryptowährungsmarkt Tagesübersicht. Quelle: Coin360

Bitcoin droht „beträchtlicher Rückgang“

Laut Daten von Coin360 ist das BTC/USD-Paar über den Tag um rund 1,2 Prozent gefallen. Es gab nur eine kurze Spitze auf 7.265 US-Dollar. Ansonsten war die Entwicklung eher schwach.

Der plötzliche Anstieg stieß innerhalb weniger Minuten auf einen Verkaufsdruck. Dadurch sind die Märkte kurzzeitig auf 7.107 US-Dollar eingebrochen und haben sich dann auf das aktuelle Niveau von 7.150 US-Dollar erholt.

Bitcoin 7-Tage-Kurschart

Bitcoin 7-Tage-Kurschart. Quelle: Coin360

Bitcoin hat seit letzter Woche trotzdem immer noch über 3 Prozent verloren. Die Hoffnungen der Trader, dass es einen erneuten Anstieg auf den Widerstand bei knapp 8.000 US-Dollar gibt, erfüllten sich bisher nicht. 

Nun erklärte der Cointelegraph-Mitarbeiter Michaël van de Poppe, dass Bitcoin ein „beträchtlicher“ Rückgang drohe, wenn es keinen neuen, positiven Impuls gibt. 

„Langweilige & fragile Märkte hier“, fasste er in seinem aktuellsten Twitter-Update am Donnerstag zusammen. 

Nach unten könnte das BTC/USD-Paar beim früheren Tiefstand bei etwa 6.500 US-Dollar einen Boden erreichen. Nach oben wären Niveaus von etwa 7.500 US-Dollar möglich.

Der Cointelegraph-Mitarbeiter filbfilb zeigte sich risikoscheuer. Am Mittwoch enthüllte er seinen kurzfristigen Risikoplan und bestätigte, dass er ein Short-Positionen auf BTC eröffnen würde. Ein Rückgang auf unter 7.000 US-Dollar  sei wahrscheinlich.

„Insgesamt bin ich vor der Halbierung optimistisch, es geht nur darum, den mittelfristigen optimalen Einstieg zu mikromanagen“, fügte er hinzu.

Wie Cointelegraph berichtete, gibt es derzeit Bedenken im Zusammenhang mit der Entwicklung von Bitcoin vor der Halbierung der Blockbelohnung im Mai. 

Der Statistiker Willy Woo sagte zuvor, dass eine so rückläufige Kursentwicklung im Vorfeld zu Bitcoins dritter Halbierung im Gegensatz zu den anderen zuvor noch nie gesehen worden sei. Keith Wareing warnte hingegen in einer Analyse für Cointelegraph, dass das BTC/USD-Paar am Wochenende auf bis zu 2.500 US-Dollar fallen könnte.

Altcoins weiter im Rückgang 

Die Altcoins verzeichneten unterdessen am Donnerstag negative Entwicklungen, genau wie Bitcoin. Die Top-20-Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung verzeichneten im Allgemeinen Verluste zwischen 1 und 2 Prozent.

Ether (ETH), der größte Altcoin, schnitt noch schlechter ab und fiel mit einem Minus von 3,6 Prozent auf 141 US-Dollar. 

Ether 7-Tage-Kurschart

Ether 7-Tage-Kurschart. Quelle: Coin360

Cosmos (ATOM) konnte im gleichen Zeitraum dagegen um 4,6 Prozent zulegen. Tezos (XTZ) konnte ein Plus von 1,3 Prozent verzeichnen.

Die Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptowährungen liegt bei Redaktionsschluss bei 195 Mrd. Euro. Der Marktanteil von Bitcoin lag dabei bei 66,7 Prozent.

Behalten Sie hier die wichtigsten Kryptomärkte in Echtzeit im Auge.

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Letzte Chance für Teilnahme am Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“

Mit einem amtlich beglaubigten Dokument, beispielsweise dem Personalausweis, kann jede Person ihre Identität nachweisen. Das ist im Alltag unabdingbar. Wer ein Konto eröffnen, eine Grenzkontrolle passieren oder ein Auto mieten möchte, muss die eigene Identität per Ausweis bestätigen. Verschiedene Sicherheitstechniken schützen die Dokumente vor Fälschung. Was jedoch in der analogen Welt bewährt funktioniert, steht in der digitalen Welt noch auf wackligen Beinen.

Auch in der digitalen Welt setzen viele Anwendungen eine Identifikation voraus. Bei Überweisungen, Online-Käufen oder dem Einloggen in E-Mail-Accounts müssen sich Nutzer in unterschiedlichen Verfahren authentifizieren. Auch diese Verfahren nutzen bestimmte Mechanismen, analog zum Personalausweis, die einer einzigen Person individuelle Attribute zuordnen. Die Verbindung von Benutzername und Passwort ist ein solches Verfahren, bei dem der Benutzername eine Person beschreibt, die sich mit dem Passwort eindeutig authentifiziert. Das System ordnet das korrekte Passwort der Person zu und authentifiziert sie dadurch. Solche digitalen Verfahren zum Nachweis der eigenen Identität heißen auch digitale Identitäten.

Diese sind grundsätzlich praktikabel, wenn keine groben Sicherheitsmängel vorliegen. Das Problem: Je mehr Anwendungen im Internet genutzt werden, desto größer der digitale Fingerabdruck. Das belegen Zahlen des Project Syndicate einer Non-Profit-Nachrichtenplattform. Jede E-Mail-Adresse ist demnach durchschnittlich mit 90 Online-Konten verknüpft, wobei sich dieser Wert alle fünf Jahre verdoppelt. Bei einer solchen Menge kann man schon mal den Überblick verlieren. Folglich betrifft ein Drittel aller Anrufe bei Banken verlorene oder vergessene Kennwörter. Indem sich jeder Person eine digitale Identität zuordnen lässt, die einheitlichen Standards unterliegt, ließe sich dieses Problem lösen.

Schaufenster Sichere Digitale Identitäten

Mit dem „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ sollen deutsche eIDAS-Lösungen entwickelt und erprobt werden, die zugleich nutzerfreundlich, sicher und für wirtschaftliche Anwendungen geeignet sind. Die eIDAS-Verordnung enthält zwar bereits verbindliche, europaweit geltende Regelungen in den Bereichen „Elektronische Identifizierung“ und „Elektronische Vertrauensdienste“ und soll einheitliche Rahmenbedingungen für die grenzüberschreitende Nutzung elektronischer Identifikationen schaffen. Trotzdem hat sich keine der bislang existierenden ID-Lösungen für eine breite Anwendung angeboten.

Dies soll der Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ erreichen. Bei dem Wettbewerb können Kommunen mit Tech-Unternehmen ihre Projektskizzen gemeinsam entwickeln und bis zum 10. Januar 2020 einreichen. Die Umsetzungen sollen in alltäglichen Anwendungsfällen geprüft werden. Der Wettbewerb läuft bereits seit dem 18. Oktober und lockt mit einem profitablen Gewinn: Den drei vielversprechendsten Projekten winkt ein Fördergeld von je 15 Millionen Euro.

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Schweiz: Krypto-Bank SEBA erweitert Geschäftsfeld und erreicht Deutschland

Nachdem die SEBA-Bank im August 2019 eine Bewilligung der Eidgenössischen Finanzmarktasufsicht FINMA erhalten hat, erweitert sie ihr Geschäftsfeld nun auf neun weitere Jurisdiktionen. Die Bank expandiert nach Singapur, Hongkong, Großbritannien, Italien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Portugal und die Niederlande.

SEBA wurde 2018 grgründet und integriert traditionelle Bankgeschäfte mit Digital Assets und bietet Dienstleistungen in den Bereichen Vermögensverwaltung, Handel, Verwahrung und Finanzierung. Zukünftig soll auch die Tokenisierung von Anlageprodukten, Sachwerten, Rechten und Primärfinanzierungen in das Portfolio der Bank aufgenommen werden. Die Bankdienstleistungen richten sich an institutionelle Anleger und professionelle Privatanleger. Zudem bieten sich zusätzliche Produkte für Schweizer Blockchain-Unternehmen.

Guido Bühler, CEO der SEBA Bank, sagt:

Mit unseren Dienstleistungen wollen wir das Kunden-Bank-Verhältnis neu definieren und den Kunden ein einfaches, aber sicheres Bankgeschehen sowohl in der neuen als auch in der alten Finanzwelt bieten.

Es bestehe zehn Jahre nach der Erfindung von Bitcoin „immer noch eine gewaltige Lücke zwischen dem traditionellen Bankwesen auf der einen Seite und dem dezentralen Finanzwesen auf der anderen Seite“, heißt es in einer Mitteilung, die BTC-ECHO vorliegt. Da SEBA eine auf digitale Assets fokussierte integrierte Bank sei, fungiere sie als Brückenbauer zwischen dem digitalen und traditionellen Finanzbereich. Dafür wurde eine SEBAwallet App und eine E-Banking-Plattform eingerichtet. Darüber können Bitcoin, Ether, Stellare Lumen, Litecoin und Ether classic verwaltet und in traditionelle Währungen umgetauscht werden. Die SEBA Card lässt sich an rund 42 Millionen Verkaufsstellen weltweit nutzen.

Bitcoin-Oase Schweiz

Der schweizer Bundesrat hat Ende November einen Entwurf vorgelegt, der die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Blockchain-Technologie im Finanzsektor ergänzt. Das „Bundesgesetz zur Anpassung des Bundesrechts an Entwicklungen der Technik verteilter elektronischer Register“ passt folglich bestehende Bundesgesetze an, wodurch sich die Schweiz als innovativer Standort für DLT-Unternehmen etablieren möchte.

Der Entwurf schafft eine Rechtsgrundlage für die Tokensierung von Vermögenswerten wie Aktien und Schuldverschreibungen. Zudem wurden Änderungen im Konkursrecht vorgenommen, die die Aussonderung kryptobasierter Vermögenswerte bei einem Konkurs der Gemeinschaft zuordnen.

Darüber hinaus modifiziert der Entwurf das Finanzmarktstrukturrecht und enthält eine neue Bewilligungskategorie für DLT-Plattformen. Ergänzt wird die neue Gesetzgebung durch eine Regelung der FinTech-Lizenz. Akteure im Kryptoverwahrgeschäft werden künftig der Aufsicht durch die FINMA unterstellt. Der Gesetzentwurf wird Anfang 2020 im Parlament zur Debatte stehen.

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Nike tokenisiert Schuhe auf der Ethereum-Blockchain

Nike hat ein Patent beantragt, das vom 10. Dezember 2019 erteilt wurde, um das Eigentum und die Rechte an exklusiven Schuhen zu verdeutlichen. Nach dem Kauf werden die Schuhe mit einem einzigartigen Besitzer verbunden, die alle über die Blockchain-Technologie aufgezeichnet werden.

Nike setzt Meilenstein: Schuhbesitzer erhalten Tokens

Nike hat ein Patent beantragt, das vom 10. Dezember 2019 erteilt wurde, um das Eigentum und die Rechte an exklusiven Schuhen zu verdeutlichen. Nach dem Kauf werden die Schuhe mit einem einzigartigen Besitzer verbunden, die alle über die Blockchain-Technologie aufgezeichnet werden. Aus dem Patent geht hervor, dass der Inhaber auch zusätzliche Kontrolle über seine Schuhe erhält, mit der Möglichkeit, individuelle Schuhe zu “kreieren”, die zur Produktion eines konkreten Produkts hergestellt werden können.

Abgesehen davon, dass das Patent nicht nur den Eigentümer von Schuhen darstellt, sondern auch noch eine Reihe anderer Merkmale zulässt, können die Nutzer möglicherweise mehr Kontrolle über ihre Schuhe und ihr Schuhdesign haben. Zum Beispiel verdeutlicht die Anwendung, dass der Besitzer festlegen kann, wie viele Kopien seiner eigenen Schuhe geklont und produziert werden können. Des Weiteren gibt es “Ersatzmerkmale”, um anderen das Recht zu geben, Schuhdesigns und “Eltern-Kind-Features” zu kombinieren, die es Dritten ermöglichen, mit den Schuhen richtig umzugehen.

Wie bei den CryptoKitties können Besitzer auch hier Schuhe “züchten”. Bei diesem Verfahren gelten tatsächliche Herstellungsbeschränkungen, bei denen die Eigentumsrechte an jedem einzelnen Schuh mit dem Originalschuh verbunden sind.

Das Patent schreibt Folgendes vor:

“Mit dem digitalen Asset kann der Käufer das materielle Paar Schuhe sicher handeln oder verkaufen, den digitalen Schuh handeln oder verkaufen, den digitalen Schuh in einem Krypto-Wallet oder einem anderen digitalen Blockchain-Schließfach aufbewahren, den digitalen Schuh mit einem anderen digitalen Schuh vermischen oder “züchten”, um “Schuh-Nachwuchs” zu schaffen, und nach den Regeln der akzeptablen Schuhfertigungsfähigkeit den neu gezogenen Schuh-Nachwuchs als neues, greifbares Paar Schuhe maßschneidern lassen”.

Mit der Tokenisierung von Nike wird wahrscheinlich ein Versuch unternommen, Fälschungen zu bekämpfen. Auf den weltweiten Märkten erfreuen sich Luxus und exklusive Schuhe großer Beliebtheit. Wenn Mainstream-Unternehmen wie Nike versuchen, die neueste Technologie integrieren, um den Besitz wertvoller Vermögenswerte zu verfolgen, dann sieht die Zukunft rosig aus, die sowohl für Security-Tokens als auch für die breitere Blockchain-Community im Allgemeinen gilt. Mit der Blockchain zur Aufzeichnung und Überprüfung des Eigentums an Assets könnte ein weiterer Anwendungsfall unmittelbar bevorstehen.

Bildquelle: depositphotos / alexeynovikov

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