EIL: Vitalik Buterin will Ethereum (ETH)-Entwickler aus dem Knast holen!

Ethereum (ETH)-Gründer Vitalik Buterin hat im Fall des Entwicklers Virgil Griffith klar Stellung bezogen: Der wegen eines in Nordkorea gehaltenen Vortrags verhaftete Mann soll freigelassen werden!  

Der Ethereum (ETH)-Entwickler Virgil Griffith wurde vergangene Woche an Thanksgiving, dem wichtigsten amerikanischen Familienfeiertag, festgenommen und könnte nun für bis zu 20 Jahre im Gefängnis landen. Sein einziges Verbrechen: er hatte einen Vortrag gehalten.

Wie Forbes berichtete, war der in Singapur lebende Amerikaner im April unerlaubterweise zu einer Krypto-Konferenz nach Nordkorea gereist und hatte dort eine Präsentation gegeben. Damit verstieß er gegen den sogenannten International Emergency Powers Act (IEEPA). Der Staatsanwalt Geoffrey S. Berman äußerte sich in einer Pressemitteilung dazu folgendermaßen:

„Virgil Griffith hat Nordkorea elementare technische Informationen weitergeleitet, in dem Wissen, dass diese Informationen Nordkorea dabei helfen könnten, Geld zu waschen und Sanktionen zu umgehen. Damit hat er die Wirksamkeit unserer Sanktionen gefährdet, die sowohl der US-Kongress als auch der Präsident verabschiedet haben, um maximalen Druck auf das nordkoreanische Regime auszuüben.“

Ethereum (ETH)-Gründer zeigt klare Kante

Auch wenn angesichts der klaren Gesetzeslage Widerstand schwierig scheint, hat sich Vitalik Buterin, Autor des Ethereum-Whitepapers, für den Verhafteten starkgemacht. Am Sonntag erklärte Vitalik, er werde eine Petition für Griffiths Freilassung unterschreiben.

Im Verlauf weiterer Tweets legte der Ethereum-Erfinder die Gründe für seine Position dar: Es sei “bewundernswert” und eine “Tugend”, wenn man gerade auf die Gruppe zugehen würde, deren angebliche Bösartigkeit man von Kindheit an eingetrichtert bekommen habe. Dadurch würde die Welt zu einem besseren Ort.

Weiterhin führte Vitalik aus, dass Griffith den Nordkoreanern nur allgemeine Informationen erzählt habe, die ohnehin öffentlich zugänglich gewesen seien. Er habe zudem persönlich keinen Profit aus seinem Vortrag geschlagen. Auch stellte Vitalik klar, dass der Verhaftete die Reise völlig privat und nicht etwa als Vertreter der Ethereum Foundation angetreten habe.

Nordkoreas Krypto-Konferenzen

Die ominöse Konferenz, welche Griffith zum Verhängnis wurde, fand 18. bis zum 25. April soll in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang statt. Alejandro Cao de Benós, laut eigenen Angaben „Sonderbeauftragter“ im „Komitee für kulturelle Beziehungen mit fremden Ländern“ der nordkoreanischen Regierung, hatte im November dazu eingeladen. Bei der Veranstaltung war Journalisten die Teilnahme versagt geblieben.

Ein zweiter Ross Ulbricht?

Das drakonische Vorgehen der amerikanischen Behörden ruft Erinnerungen an den Fall Ross Ulbricht wacht. Der Betreiber der illegalen, Bitcoin (BTC)-basierten Handelsplattform Silk Road sitzt seit 2013 in Haft. Auch heute noch machen sich Krypto-Persönlichkeiten wie Bitcoin.com-Betreiber Roger Ver für seine Begnadigung stark.

Wenn auch die mögliche Haftstrafe von 20 Jahren für Virgil Griffith extrem sein mag, so verblasst sie im Vergleich zu Ulbrichts Strafmaß: zweimal lebenslänglich plus 40 Jahre ohne Chance auf Bewährung.

Würdest auch Du eine Petition für Griffiths Freilassung unterzeichnen? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

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