‘Hodler sind wahnsinnig’ — 64 Prozent aller Bitcoin seit 2018 nicht bewegt

Über 60 Prozent aller im Umlauf befindlichen Bitcoins (BTC) wurden seit über einem Jahr nicht aus ihren Wallets bewegt. Das zeigt deutlich, dass es eine Nachfrage unter den Anlegern gibt.

So lautet das Fazit des Analytikers Rhythm, der am 2. Dezember Statistiken über die Bitcoin-Netzwerkaktivität hochgeladen hat.

BTC-Investoren meiden Risiko und kurzfristige Gewinne

Von den rund 18,08 Millionen Bitcoins, die gemint wurden, sind 11,58 Millionen beziehungsweise 64 Prozent der im Umlauf befindlichen Coins seit 2018 in der gleichen Wallet. 

Die Zahl ist deshalb so auffallend, da der Wert des BTC/USD-Paares in dieser Zeit von 3.100 US-Dollar im vergangenen Dezember nur sechs Monate später auf 13.800 US-Dollar gestiegen ist.

Anschließend machte der Markt eine Kehrtwende und fielen von ihren Hochs um 52 Prozent. Am 25. November erreichte er dann einen Tiefststand von 6.500 US-Dollar

„Hodlers bis zum Letzten sind wahnsinnig“, wie Rhythm zusammenfasste. 

Den Daten zufolge ist der Anteil der ruhenden BTC am gesamten im Umlauf befindlichen Angebot in den letzten Jahren stark gestiegen. Der Trend ist sowohl bei Bullen- als auch Bärenmärkten vorhanden und signalisiert, dass Anleger, unabhängig von der Rentabilität lieber sparen als ausgeben. 

Hartgeldmentalität

Das passt zu Bitcoin als Hartgeld: eine Währung mit einem festen Angebots- und Emissionsplan, die keine zentrale Behörde manipulieren kann. 

Wie Cointelegraph kürzlich anmerkte, unterscheiden die Befürworter der Kryptowährung seit langem zwischen ihr und „leichtem Geld“, wie etwa Fiatwährung

Eine Währung, dessen Angebot manipulierbar ist, passt zu einem Wirtschaftssystem, das Konsum und Kredite anregt und gleichzeitig das Sparen unattraktiv macht. Wie Saifedean Ammous in seinem beliebten Buch „The Bitcoin Standard“ zusammenfasste, verspüren die Verbraucher den Drang, früher Geld auszugeben, da es langfristig durch Eingriffe von Regierungen und Zentralbanken an Wert verliere.

Bitcoiner hingegen haben eine wirtschaftliche „geringe Zeitpräferenz“. Sie sparen für die Zukunft, da das profitabler ist, als so schnell wie möglich so viel wie möglich zu kaufen.

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