US-Parlament: Neuer Gesetzentwurf teilt Krypto-Vermögenswerte in drei Klassen ein

Paul Gosar, ein Kongressabgeordneter aus dem US-Bundesstaat Arizona, hat einen neuen Gesetzentwurf vorgestellt, der endlich rechtliche Klarheit für die amerikanische Kryptobranche schaffen soll. Wie Forbes am 19. Dezember berichtet, würde das „Kryptowährungsgesetz 2020“ auch regeln, welche Behörden für die Beaufsichtigung der verschiedenen Krypto-Vermögenswerte zuständig wären.

Drei Krypto-Klassen

Eine grundlegende Idee des neuen Gesetzentwurfes ist es, dass Krypto-Vermögenswerte in drei verschiedene Kategorien unterteilt, diese sind: Krypto-Handelswaren, Kryptowährungen und Krypto-Wertpapiere.

Demnach wären Krypto-Handelswaren Wirtschaftsgüter oder Dienstleistungen, die auf einer Blockchain gespeichert sind. Zudem wären sie austauschbar und unabhängig davon, von wem sie produziert wurden.

Kryptowährungen wären wiederum alle Abbildungen von Landeswährungen oder künstliche Abwandlungen davon, die auf einer Blockchain gespeichert sind. In diese Kategorie würden zum Beispiel auch Stablecoins wie Facebook Libra fallen.

Als Krypto-Wertpapiere wären abschließend alle Schuldverschreibungen, Aktien und Derivate klassifiziert, die auf einer Blockchain liegen und nicht als anderweitige Finanzdienstleistung zugelassen sind.

Beaufsichtigung lastet auf mehreren Schultern

Jede dieser drei Arten der Krypto-Vermögenswerte würde einer eigenen Aufsichtsbehörde zugeordnet werden, die dann für ihren jeweiligen Bereich als „Bundesaufsichtsbehörde für Krypto“ zuständig wäre.

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) wäre demnach für Krypto-Handelswaren zuständig, während die Börsenaufsicht SEC für alle Krypto-Wertpapiere verantwortlich wäre.

Die Behörde zur Bekämpfung von Finanzkriminalität (FinCEN) wäre wiederum mit der Beaufsichtigung aller Kryptowährungen betraut.

Branche wünscht sich rechtliche Klarheit

Obwohl noch nicht abzusehen ist, ob der Gesetzentwurf im amerikanischen Parlament die nötige Zustimmung bekommt, kann davon ausgegangen werden, dass die Kryptobranche sich über diesen neuen Vorstoß zur gesetzlichen Regulierung freuen wird, da sie wiederholt klare Richtlinien gefordert hatte.

Wie Cointelegraph jüngst berichtet hatte, wird in Europa ab dem 10. Januar 2020 wiederum eine EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche in Kraft treten, die ihrerseits dazu beitragen wird, im europäischen Raum langsam einen gesetzlichen Rahmen für die Kryptobranche zu schaffen.

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