EILMELDUNG: Ripple plant IPO! Was heißt das für den XRP-Preis?

Ripple-CEO Brad Garlinghouse hat angedeutet, dass seine Firma schon innerhalb der nächsten zwölf Monate einen Börsengang (IPO) anstreben könnte. Das könnte folgende Auswirkungen auf den XRP-Preis haben:

Ripple, die Firma hinter der aktuell drittgrößte Kryptowährung XRP, könnte schon bald einen Börsengang (Initial Public Offering (IPO)) durchführen, wie CEO Brad Garlinghouse auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum andeutete:

“Ich denke, in den nächsten zwölf Monaten werden Sie auf jeden Fall Börsengänge im Krypto- und Blockchain-Bereich sehen. Ich bin mir nicht sicher, ob wir die Ersten sein wollen, aber wir wollen sicher auch nicht die Letzten sein, also erwarte ich, dass wir dabei an der Spitze stehen werden, nicht auf der hinterherhinkenden Seite.” 

Auswirkungen auf XRP: Weniger Verkaufsdruck

Ein Börsengang von Ripple könnte ganz unterschiedliche Auswirkungen auf den XRP-Preis haben: Eine Möglichkeit wäre, dass die Firma durch das IPO so viel Geld einnimmt, dass die monatlichen XRP-Verkäufe gesenkt werden können.

Bislang ist es nämlich so, dass Ripple als größter Halter von XRP regelmäßig einen Teil seiner Reserven verkauft, um seine Operationen finanzieren zu können. Wie CTO David  Schwartz kürzlich erklärte, ist dies auch der einzige Weg, um zusätzliche Coins in Umlauf zu bringen, da ein Mechanismus wie Bitcoins (BTC) Mining im Fall von XRP nicht existiert.

Sollte Ripple allerdings nach einem Börsengang im Geld schwimmen, könnte das Unternehmen sich auch ein Beispiel an der Stellar Development Foundation nehmen. Diese hatte nämlich im November einen Großteil ihrer Stellar Lumens (XLM) vernichtet, weil diese einfach nicht gebraucht würden.

Sollte Ripple etwas Ähnliches tun, könnte dank der Verknappung des Angebots der XRP-Preis steigen und die Investoren müssten etwas weniger Angst vor einem Preiscrash durch einen großen Ausverkauf vonseiten der Firma haben.

Verschmähen Investoren bald XRP zugunsten von Aktien?

Allerdings gibt es auch ein gutes Argument, warum das Ripple-IPO dem XRP-Preis schaden könnte: Aktuell haben Investoren, die an einem Erfolg von Ripple profitieren wollen, keine Wahl, als XRP zu kaufen, da Anteile der Firma noch nicht öffentlich gehandelt wären.

Sollte Ripple allerdings Aktien herausgeben, könnten viele Anleger in Zukunft den Coin links liegenlassen und sich stattdessen lieber die Anteilsscheine kaufen. Diese würden schließlich an respektierten Börsen gehandelt und nicht an (aus Sicht traditioneller Anleger) dubiosen Krypto-Exchanges.

Auch ist der jahrelange Rechtsstreit, ob es sich bei XRP um ein illegalerweise nicht registriertes Wertpapier handele, bis heute nicht abschließend geklärt. Warum sollten Investoren da nicht gleich zu einem echten Wertpapier greifen?

Glaubst Du, dass Ripple bald tatsächlich ein erfolgreiches IPO durchführen wird? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte! 

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