Deutsche Bank: Kryptowährungen schon in 2 Jahren Mainstream!

In einem neuen Bericht hat die Deutsche Bank prognostiziert, dass virtuelle Währungen schon in zwei Jahren zum Mainstream gehören könnten. Dabei bescheinigt der Finanzkonzern allerdings zwei Digitalgeldprojekten eine viel größte Chance als Bitcoin (BTC):

Die Deutsche Bank hat einen dreiteiligen Bericht mit dem Titel “Die Zukunft von Zahlungen” veröffentlicht. Im abschließenden Teil werden Digitalwährungen thematisiert. Zwar spielt Bitcoin (BTC) in dem Dokument auch eine große Rolle, doch glauben die Verfasser eher an den Erfolg von anderen Projekten.

Digitalwährungen in zwei Jahren Mainstream

Laut dem Bericht könnten digitale Währungen bereits in zwei Jahren zum Mainstream gehören. Die besten Chancen dazu hätten die chinesische Regierung mit ihrer Bevölkerung von über 1,4 Milliarden Menschen und Facebook mit rund 2,5 Milliarden Nutzern.

Allerdings geht der Bericht auch auf die Verzögerungen bei Facebooks geplantem Coin Libra ein, die vor allem mit Bedenken seitens Regulierungsbehörden zusammenhängen. Nachdem bereits 2019 unter anderem Mastercard, eBay und Visa aus dem Projekt ausgestiegen waren, ist kürzlich auch Vodafone abgesprungen.

Bitcoin könne laut der Deutschen Bank allerdings wegen seiner hohen Preisschwankungen weder als stabiler Wertspeicher noch als Zahlungsmittel Erfolg haben. Die Autoren ziehen einen etwas unsinnigen Vergleich zur Hyperinflation in der Weimarer Republik, obwohl doch BTC bislang langfristig stets im Preis gewonnen und nicht verloren hat.

Der Bank zufolge müssten Kryptowährung drei Bedingungen erfüllen, um Erfolg zu haben: Sie müssten von Regierungen als legitim erachtet werden, sie müssten Preisstabilität und Vorteile für Händler und Kunden bieten und sie müssten globale Zahlungen ermöglichen.

Eine im Anhang des Berichts enthaltene Statistik liefert interessante Daten zum Bitcoin-Handel: Demnach haben nur sieben Prozent aller Deutschen in den letzten zwölf Monaten Kryptowährungen ge- oder verkauft, im Gegensatz zu 26 Prozent aller Chinesen. Dortige Verbote von Exchanges scheinen also völlig ins Leere zu laufen.

Deutsche Bank glaubt auch an das Bargeld

Man könnte nun annehmen, dass die Deutsche Bank bei ihrem Optimismus bezüglich Digitalwährungen mit dem baldigen Verschwinden des Bargelds rechnet, doch weit gefehlt: “Der Dinosaurier wird überleben… fürs Erste”, heißt ein aktueller Bericht des Geldhauses zu dem Thema. Darin heißt es:

“Laut unserer firmeneigenen Umfrage betrachtet ein Drittel der Menschen in den entwickelten Ländern Bargeld als ihre bevorzugte Zahlungsart und mehr als die Hälfte glaubt, dass Bargeld immer da sein wird. Diese Aussage galt unabhängig von Land, Geschlecht und Alter.”

Was wird sich Deiner Meinung nach am ehesten im Mainstream durchsetzen: Eine staatliche Digitalwährung, Libra oder Bitcoin? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Elliott Brown, Flickr.comLizenz, editiert

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