Privatsphäre verboten!? Bitcoin (BTC)-Mixer-Betreiber als Geldwäscher verhaftet:

Der Unternehmer Larry Harmon wurde von US-Behörden verhaftet, weil er als Betreiber eines Bitcoin (BTC)-Mixers Verschwörung zur Geldwäsche begangen haben soll. Der “Anfang vom Ende” für Krypto-Privatsphäre?

Larry Harmon, CEO von Coin Ninja und DropBit, ist diese Woche von US-amerikanischen Behörden verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, “Verschwörung zur Wäsche von Geldinstrumenten” begangen zu haben.

Dabei geht es um Helix, einen Bitcoin (BTC)-Mixer, den der Angeklagte bis 2017 betrieben hatte. Derartige Dienste sollen auf der ansonsten transparenten Blockchain für etwas Anonymität sorgen. Bei Wallets wie zum Beispiel Wasabi sind sie vorinstalliert.

Über Harmons Mixer sollen BTC im damaligen Wert von 311 Millionen US-Dollar verarbeitet worden sein, wobei ein Großteil von illegalen Darknet-Märkten wie AlphaBay, Agora Market, Nucleus und Dream Market gestammt haben soll.

“Anfang vom Ende” für Bitcoin (BTC)-Privatsphäre?

Margot Harmon, die Frau des Angeklagten, ist von seiner Unschuld überzeugt: Gegenüber CoinDesk erklärte sie:

“Larry war schon immer ein Verfechter der Privatsphäre. Er kennt keine üblen Kerle aus dem Darkweb. Er wollte den Menschen nur zu einer besseren Privatsphäre verhelfen. Es ist ein Grundrecht, das uns in der Verfassung garantiert wird.”

Laut dem Bitcoin-Entwickler Matt Corallo könnte dieser Fall weitreichende negative Auswirkungen haben:

“Ein Präzedenzfall zu schaffen, dass Tumblers [= Mixer](auch bekannt als “noch-schlechtere-Privatsphäre-als-Bargeld-Maschinen”) illegal sind, wäre der Anfang vom Ende.”

Hast Du schon einmal einen Bitcoin-Mixer in Anspruch genommen? Wie wichtig ist Dir der Schutz der Privatsphäre? Schreib uns Deine Gedanken dazu in die Kommentarspalte!

© Bild via Richard Karen, Flickr.comLizenz, editiert

auf Coin Kurier lesen