Tesla an Blockchain-Pilotprojekt beteiligt

Das Technologie-Unternehmen CargoSmart Limited stellt einen Blockchain-Prototypen für das Lieferketten-Management vor. Zu den Partnern zählt auch der US-Autobauer Tesla.

Blockchain-Einsatz im Lieferketten-Management. Das klingt für viele nach einer perfekten Symbiose. Schließlich erlaubt die Technologie die automatische Weitergabe von Informationen, die im Nachgang nicht mehr zu ändern sind. Für hoch-automatisierte Branchen wie das Management von Lieferketten könnte die Blockchain also ein echter Game Changer sein.

Auf den großen Durchbruch warten Blockchain-Anwendungen außerhalb von Kryptowährungen allerdings nach wie vor. Einen neuen Versuch wagt mit CargoSmart Ltd. nun ein auf den Britischen Jungferninseln ansässiges Unternehmen, das die Blockchain vor allem in der Schifffahrt einsetzen möchte. In Zusammenarbeit mit einer der größten Reedereien der Welt, COSCO Shipping Lines, sowie dem Autobauer Tesla vermeldet CargoSmart die erfolgreiche Durchführung eines Pilotprojekts für den DLT-Einsatz in Lieferketten.

Laut Pressemitteilung konnte man bereits messbare Erfolge hinsichtlich der Verarbeitungszeit von Sendungen erzielen. Dies könnte dazu führen, dass Lieferketten in Zukunft effizienter und schneller abgewickelt werden können.

Aus der schriftlichen Mitteilung geht hervor, dass CargoSmart allen voran so genannte Seefracht-Daten auf die Blockchain geschrieben hat. Dadurch konnten die Handelspartner den Lieferstatus zu jedem Zeitpunkt unabhängig voneinander einsehen und entsprechend agieren.

Henry Huang, Projektentwickler bei der Shanghai International Port Group (SIPG), zeigt sich mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden:

Das Pilotprojekt ist eine Schlüsselkomponente auf unserem Weg zu papierlosen, vertrauenswürdigen und nahtlosen Handelsprozessen im Hafen von Shanghai. Es zeigt Vorteile für den Einsatz der Blockchain für Lieferketten auf der ganzen Welt auf.

Blockchain-Konsortium für Schiffsfracht geplant

Das Projekt ist indes in ein noch ehrgeizigeres Vorhaben eingebettet. Denn in Zusammenarbeit mit Partnern wie Cisco und Tesla plant CargoSmart die Etablierung eines DLT-Konsortiums, das sich auf globale Lieferketten spezialisiert. Das sogenannte Global Shipping Business Network, kurz GSBN, verfolgt zielstrebige Expansionspläne. So soll neben den Shanghaier Hafen auch der Hafen von Qingdao in China und der Hafen von Laem Chabang in Thailand mit an Bord geholt werden.

Die Idee, die internationale Schifffahrt mithilfe der Blockchain-Technologie aufs nächste Level zu heben, ist indes nicht neu. Erstmals berichteten wir bereits 2016 über entsprechende Pläne des Hafens von Rotterdam.

Jüngst berichteten wir ferner über die Kapitalerhöhung von Connecting Food. Dabei handelt es sich um ein Blockchain-Start-up, das Lösungen für das Blockchain-basierte Tracking von Lebensmitteln anbietet.

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