FDP fordert Änderungen an MiCA-Verordnung und eWpG

Eine Vorfassung eines Antrags der FDP fordert einige Änderungen der Bundesregierung in Bezug auf Krypto-Regulierungen. Konkret geht es dabei um die MiCA-Verordnung der EU und dem “Gesetz zur Einführung digitaler Wertpapiere” (eWpG).

Die Bundestagsfraktion der FDP fordert einen innovationsfreundlichen Rechtsrahmen für Krypto-Vermögenswerte. Das geht aus einer Vorfassung eines Antrags hervor, der BTC-ECHO vorliegt. Darin kritisiert die Partei einige Punkte, der im September 2020 beschlossenen “Market in Crypto-Assets”-Verordnung (MiCA) der EU und fordert die Bundesregierung zum Handeln auf. Dazu heißt es in der vorläufigen Antragsversion:

Grundsätzlich ist es begrüßenswert, dass mit der MiCA-Verordnung Rechtssicherheit innerhalb der Europäischen Union im Umgang mit digitalen Währungen und anderen tokenisierten Vermögenswerten geschaffen werden soll.

Dennoch enthielten die Richtlinien einige Defizite, die dem Blockchain-Sektor einen Nachteil verschaffen würden. So sei beispielsweise die Klassifikation vieler Blockchain-Unternehmen als Finanzdienstleister, die im Grunde jedoch nichts mit Zahlungsdienstleistungen zu tun hätten, ein Problem. Diese Regulierungen könnten so die Nutzung der Blockchain für Projekte aus der Realwirtschaft unwirtschaftlich machen. Außerdem verletze der Vorschlag auch das selbstgesetzte Ziel einer “Technologie-neutralen Regulierung”.

Zudem hätte die Verordnung auch einen erheblichen bürokratischen Mehraufwand für Start-ups zur Folge. So würde für jede Anmeldung eines “Whitepapers” 75.000 Euro Erstellungskosten fällig. Laut der FDP schaffe dies Markteintrittsbarrieren für junge Unternehmen. Darüber hinaus verursache MiCA auch Hürden für die Einführung von Stablecoins. Dabei schließt die FDP aus der Verordnung auch ein Komplettverbot für Stablecoins nicht aus.

Kritik am Krypto-Gesetz der Bundesregierung.

In der vorläufigen Fassung des Antrags äußert die FDP auch Unmut bezüglich des im Dezember letzten Jahres beschlossene “Gesetz zur Einführung von elektronischen Wertpapieren” (eWpG) durch das Bundeskabinett. Dabei bleibe es laut der Partei hinter den existierenden Regulierungen anderer EU-Staaten zurück und bedeute sogar einen Rückschritt für die Blockchain-Ökonomie der Bundesrepublik. Zum einen berücksichtige man digitale Aktien nicht, zum anderen schließe die Registrierungspflicht den gesamten DeFi-Sektor aus. Deutschland verliere so seinen Standortvorteil, heißt es in dem Schreiben.

Das fordert die FDP

Konkret fordert die FDP von der Bundesregierung in Bezug auf die MiCA-Verordnung, dass Tokens nur als Finanzprodukte klassifiziert werden, wenn diese auch einen eindeutigen Bezug zu Finanzdienstleistungen haben. Bürokratische Anforderungen sollen Start-ups keine Markteintrittsbarrieren schaffen. Schwellenwerte für Stablecoins müssten genau überprüft und auf ein möglichst “innovationsoffenes” Level angepasst werden. Pauschale Verbote von Stablecoins und anderen Blockchain-Anwendungen seien nicht zielführend. Und generell solle sich die Bundesregierung verstärkt für “innovationsoffenere” Regulierungen von Krypto-Assets einsetzen.

Für das eWpG hält die FDP folgende Änderungen für wichtig. Die Einbindung elektronischer Aktien. Ein Entfall der “Erlaubnispflicht für registerführende Emittenten”, stattdessen sollen Emittenten gegenüber der BaFin lediglich die Eigenregisterführung anzeigen müssen. Darüber hinaus fordert die FDP eine bessere Verhältnismäßigkeit regulatorischer Anforderungen hinsichtlich Startups. Schließlich solle die Bundesregierung bei den Zulassungserfordernissen, nicht über die europäischen Maßgaben der MiCA-Verordnung hinausgehen, um einen einheitlichen EU-Standard zu ermöglichen.

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Ripple (XRP) vs. SEC: Brad Garlinghouse fordert regulatorische Klarheit

Vor rund einem Monat wurde Ripple von der US-Börsenaufsichtsbehörde wegen Verstoßes gegen das US-Wertpapiergesetz verklagt. Dennoch blickt der Ripple-Vorstand optimistisch in die Zukunft und hofft auf einen Kurswechsel der SEC.

Seitdem die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) schwere Vorwürfe gegen Ripple erhoben hat, steckt das FinTech eine Reihe von Tiefschlägen ein. Dennoch zeigt sich Ripple CEO Brad Garlinghouse in einem Blogeintrag optimistisch für die Zukunft des Unternehmens und gibt einen Ausblick auf kommende Projekte.

Das letzte Jahr hätte durchaus besser für Ripple laufen können. Zu dem Schluss kommt man unweigerlich, lässt man die letzten Wochen seit der SEC-Klage Revue passieren. Mit Coinbase, Binance US, Bittrex, Crypto.com, eToro und Blockchain.com hat gleich eine Reihe namhafter Krypto-Börsen XRP-Handelspaare von deren Plattformen genommen. Wie BTC-ECHO berichtete, hat auch Vermögensverwalter Grayscale mit Ripple gebrochen und den XRP Fonds kurzerhand aufgelöst. Zudem fordert Tetragon den Rückkauf erhaltener Vorzugsaktien. Die Investmentgesellschaft hatte sich 2019 mit 200 Millionen US-Dollar an der Series-C-Finanzierungsrunde von Ripple beteiligt.

Heiter weiter

In diesem Kontext hallen die positiven Äußerungen von Garlinghouse umso überraschender nach. Denn trotz der SEC-Anschuldigungen spricht der CEO von einem “Meilensteinjahr” 2020. Neben einem erhöhten Kundenwachstum und technischen Innovationen in der Ripple-Produktpalette verzeichne das Unternehmen vor allem strategische Erfolge in der Besetzung von “Schlüsselmärkten”.

Ein wesentlicher Erfolgsgarant sei das stetig wachsende RippleNet. Über das Zahlungsnetzwerk seien rund 3 Millionen Transaktionen abgewickelt worden – eine fünffache Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Auch das Handelsvolumen der On-Demand-Liquidity-Lösung (ODL) verbuche verglichen mit 2019 ein zwölffaches Wachstum. Ripple setzt seinen Expansionskurs somit weiterhin fort und schließt das Jahr trotz SEC-Auseinandersetzung mit mehr Kunden als je zuvor.

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Ripple richtet sich nach Asien aus

Vor allem den asiatisch-pazifischen Raum hat Garlinghouse als entscheidenden Knotenpunkt für die künftige Vermarktung der ODL-Lösung und des RippleNet lokalisiert. So treibe “die steigende Nachfrage nach digitalen Finanzdienstleistungen und Interoperabilität im Zahlungsverkehr” die Akzeptanz des RippleNet weiter voran. Die Region weise ein Transaktionswachstum von 1.700 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf.

Darüber hinaus wurde eine neue Beta-Funktion im RippleNet freigeschaltet. Mit der Line-of-Credit-Funktion können insbesondere kleine und mittelständische Betrieb (KMUs) XRP-Kredite im RippleNet aufnehmen. Durch die Kapitalbeschaffung sollen die Anbindungen zum Ripple-Zahlungsverkehr barrierefrei ermöglicht werden. Ein Hauptaugenmerk werde zudem auf den “direkten Austausch” digitaler Zentralbankwährungen im XRP-Ledger mit XRP als Brückenwährung gerichtet. Dahingehend soll der Austausch mit Zentralbanken und die Entwicklung entsprechender Protokolle intensiviert werden.

Blick nach vorne

Auch wenn sich Garlinghouse mit Spitzen in Richtung SEC zurückhält, setze er seine Hoffnungen auf einen Kurswechsel der SEC. Durch die in den kommenden Wochen bestätigte Neubesetzung der SEC-Führung habe man die “richtigen Zutaten, um das Jahr 2021 noch erfolgreicher als das letzte Jahr zu gestalten”. Kommt es jedoch zum Schlagabtausch, hat sich Ripple personell gut aufgestellt. So habe man das Führungsteam um “Top-Talente mit starkem Hintergrund von Apple, PayPal, Amazon, Tesla und Twitter erweitert”.

Hinsichtlich der Auseisandersetzung mit der Aufsichtsbehörde dürfte jedoch die Besetzung von Sandie O’Connor die wichtigste Personalie sein. O’Connor war zuvor als Chief Regulatory Affairs Officer bei Bankenriese JPMorgan Chase zuständig für Regulierungsangelegenheiten. Im Ripple-Vorstand soll O’Connor “Ratschläge zu wichtigen Regierungsbeziehungen und regulatorischen Initiativen geben, während Ripple auf regulatorische Klarheit in den USA drängt”.

Garlinghouse halte somit an der Vision eines “Internet of Value” und dem “Vorantreiben der regulatorischen Klarheit, die die Branche braucht”, fest. Dennoch hoffe er, dass 2021 “etwas ruhiger und friedlicher sein wird”.

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Bitcoin- Milliardär will Gouverneur von Kalifornien werden

Messaging-Dienste und Kryptowährungen: Was auf dem Papier schon allein wegen des Anonymitätsgebots zusammenpasst, hat bislang in der Praxis keine Erfolgsgeschichte schreiben können. Mit der in Diem umgetauften Kryptowährung beißt Facebook bei den Regulatoren bis heute auf Granit. Umso überraschender erscheinen da die Gerüchte, die sich um den neuen Stern am Messaging-Himmel ranken: Signal.

Neben den altbekannten Messaging-Diensten WhatsApp oder Telegram erlebt der anonymisierte Messenger Signal zurzeit einen Hype. Wie Platfomer-Redakteur Casey Newton aus internen Quellen erfahren haben will, sind die Nutzerzahlen in nur einem Monat von 20 auf aktuell 40 Millionen gestiegen. Das Wachstum sei in erster Linie auf neue Richtlinien bei der Konkurrenz WhatsApp zurückzuführen. Dabei wurden WhatsApp-Nutzer vor ein Ultimatum gestellt. Stimmten sie den Richtlinien, die Unternehmen künftig erlauben, Nachrichten an die Nutzer zu senden, in einer ursprünglichen Version nicht bis zum 8. Februar zu, sollte die App deaktiviert werden.

Obwohl Facebook das Inkrafttreten der neuen Bestimmungen bereits auf Mai verschoben hat, löste der Schritt eine Welle der Empörung aus. Nutzer weichen seither vermehrt auf Alternativen aus, bei denen das Anonymitätsgebot noch großgeschrieben wird – so wie bei Signal.

Einen weiteren Wachstumsschub dürfte die Signal App erleben, wenn sich bewahrheitet, was zurzeit noch als Gerücht die Runde macht. Denn angeblich werde im Hintergrund die Integration von Kryptowährung in den Messaging-Diensten vorbereitet. Obwohl von offizieller Seite noch dementiert, spreche Casey Newton zufolge die Personalie Marlinspike, CEO von Signal Messenger LLC, dafür.

Marlinspike hat als Berater für MobileCoin gedient, eine Kryptowährung, die auf der Stellar-Blockchain aufgebaut ist und Zahlungen einfach und sicher machen soll – und potenziell unmöglich zu verfolgen.

Die Krypto-Integration sei demnach die logische Konsequenz. Obwohl Marlinspike noch abwiegelt und lediglich einräumt, dass “design explorations” mit einer möglichen Krypto-Anbindung durchgeführt wurden, sollen ehemalige Mitarbeiter gegenüber Newton konkrete Pläne bestätigt haben. So sollen in den letzten Quartalen bereits erhebliche “Engineering-Ressourcen” für die MobileCoin-Integration aufgebracht worden sein. Was an den Gerüchten dran ist, wird sich wohl in den kommenden Monaten zeigen.

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Legitimationsschub für Bitcoin: Estland und Kolumbien hosten Whitepaper

Estland und Kolumbien hosten ab sofort das original Bitcoin Whitepaper auf Regierungswebsites. Alles zu den Hintergründen der Aktion und wieso dies ein massiver Legitimationsschub für BTC ist.

Estland reiht sich als erster Staat in die Liste der neuen Hosts des Bitcoin Whitepapers ein. Auf der offiziellen Regierungswebsite des baltischen Staates findet sich ab sofort ein Link zum ursprünglichen Satoshi-Papier.

Wir freuen uns, das Bitcoin-Whitepaper hier auf unserer Website als Inspirationsquelle für zukünftige Innovatoren zu bewahren. Soweit uns bekannt ist, ist dies das erste Mal, dass das ursprüngliche Bitcoin-Whitepaper auf einer staatlichen Domain gehostet wird,

heißt es auf der Website. Zuerst auf den Schritt aufmerksam gemacht hatte der ehemalige Coinbase-Vorstand Balaji Srinivasan via Twitter.

Neben dem Tech-affinen Estland hat auch Kolumbien das Bitcoin Whitepaper auf seiner Regierungswebsite gehostet. Damit dürfte es für Craig Wrights Anwaltschaft zunehmend schwer werden, vermeintliche Urheberrechtsansprüche an dem Papier geltend machen. Wir erinnern uns: Vorige Woche hatte das Legal Team des umtriebigen Geschäftsmannes eine Abmahnung gegen Bitcoin.org sowie Bitcoincore.org gestellt, um die Löschung des Bitcoin Whitepapers von den Websites zu erwirken. Dahinter stehen Patentansprüche, die der selbsternannte BTC-Gründer Wright am Bitcoin Core Code sowie am Whitepaper geltend machen möchte.

Kurzweilig knickte Bitcoin.org unter den Anschuldigungen der Anwälte sogar ein und nahm das Papier von der Website. Der Angriff auf die Integrität des Open-Source-Projektes hat in der Szene indes einen Sturm der Solidarität ausgelöst und eine ganze Reihe an neuen Hosts des Papiers zutage gefördert. Unter diesen Hosts befinden sich nun also auch staatliche Akteure.

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Bitcoin Whitepaper bekommt staatliche Legitimation

Die Symbolwirkung der Regierungsaktionen ist gewaltig. Schließlich gilt ein mögliches Bitcoin-Verbot immer noch als eines der größten Risiken für die Kryptowährung. Doch mit den Solidaritätsbekundungen von Estland und Kolumbien wird dies immer unwahrscheinlicher.

Zwar scheut sich die US-Regierung noch vor einer so direkten Stellungnahmen in Richtung der Bitcoin-Gemeinde. Unterstützung kommt aber immerhin vom Kongress-Abgeordneten Patrick McHenry. Der Politiker hatte sich in der Vergangenheit bereits häufiger positiv zu der Kryptowährung geäußert und hostet das Whitepaper fortan auf seiner Website.

In Sachen Blockchain-Adoption nimmt Estland eine Vorreiterrolle ein.

Neben Estland und Kolumbien finden sich auch namhafte Unternehmen wie Facebook und Square sowie eine ganze Reihe an Krypto-Firmen wie Casa, Chaincode Labs, Paradigm und Coin Center.

Eine stetig wachsende Liste an Whitepaper Hosts findet sich unter diesem Tweet Thread:

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Realisierte Kapitalisierung von Ethereum auf Rekordhoch

Die realisierte Kapitalisierung von Ethereum ist im Januar bisher um fast 50 Prozent gestiegen. Damit erreichte der Coin mit über 70 Mrd. US-Dollar neue Allzeithochs, wie aus Daten von CoinMetrics hervorgeht.

Die Daten zeigen, dass die realisierte Kapitalisierung von Ethereum sich mehr als verdreifacht hat, seit sie am „Schwarzen Donnerstag“ im März 2020 auf unter 25 Mrd. US-Dollar gefallen ist.

Realisierte Kapitalisierung von Ethereum: CoinMetrics

Die realisierte Kapitalisierung berechnet den Wert des Angebots eines Krypto-Vermögenswertes je nachdem, wann die einzelnen Einheiten zuletzt auf der Chain bewegt wurden. Der Indikator versucht, den tatsächlich gezahlten Preis für jeden im Umlauf befindlichen ETH zu schätzen anstatt einfach den aktuellen Kurs mit dem Gesamtangebot zu multiplizieren, wie es bei der Marktkapitalisierung gemacht wird. Die realisierte Kapitalisierung kann jedoch keine Coins berücksichtigen, die nur an zentralisierten Börsen gehandelt werden und sich nicht auf der Chain bewegen.

Der Indikator soll die Möglichkeit bieten, verlorene oder ungekaufte Coins zu kompensieren, indem ihr Wertzuwachs ab dem Zeitpunkt ignoriert wird, ab dem eine einzelne Einheit zuletzt auf die Chain übertragen wurde.

Da die schwankende Kapitalisierung von ruhenden Coins ignoriert wird, ist die realisierte Kapitalisierung ein Signal dafür, wann neues Kapital in einen bestimmten Markt fließt. CoinMetrics liest daraus, dass viele neue Investoren während des Bullenmarktes im Januar die Bestände von erfahrenen ETH-Walen aufgekauft haben könnten.

Im Bericht heißt es auch, dass die Anzahl der Ethereum-Adressen, die mehr als 10.000 Ether halten, um 5 Prozent gestiegen sind. Dabei halten 1.241 Wallets derzeit 13,8 Mio. US-Dollar oder mehr in ETH. Daher kommt CoinMetrics zu dem Schluss, dass institutionelle Investoren allmählich ETH kaufen.

Das Wachstum der realisierten Kapitalisierung von Ethereum hat die von Bitcoin im letzten Jahr übertroffen. Glassnode berichtet, dass die realisierte Kapitalisierung von BTC seit Anfang 2020 bis zum 15. Dezember um 50 Prozent gewachsen sei. Die Daten von CoinMetrics zeigen, dass Ethereum im gleichen Zeitraum einen Anstieg von 85 Prozent verzeichnete.

Der Flippening Index von Blockchain Center schätzt derzeit, dass Ethereum zu 71 Prozent schon dabei ist, Bitcoin zu übertreffen. Das geht aus acht wichtigen Indikatoren hervor und ist insbesondere für diesen Index ein neues Allzeithoch.

Aus dem Index geht auch hervor, dass Ethereum Bitcoin in Sachen Transaktionsgebühren und Anzahl der Transaktionen bereits überholt hat. Weiter schätzt er, dass das Transaktionsvolumen und die Anzahl der Knoten bei je 99 Prozent und 97 Prozent von Bitcoin liegen.

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Reddit und Ethereum Foundation bündeln ihre Kräfte!

Die Social-Media-Firma wird Entwickler-Ressourcen bereitstellen, um die Skalierungsbemühungen für Ethereum zu unterstützen.

Die Organisationen arbeiteten zuvor gemeinsam an einem Scaling Bake-Off-Wettbewerb, bei dem zahlreiche Blockchain-Entwickler Möglichkeiten vorschlugen, Reddits Community-Punkte-Programm zu erweitern, das Nutzer für “hochwertige” Beiträge und Kommentare belohnt.

Die am Mittwoch angekündigte formelle Allianz soll Reddit dabei helfen, weiterhin an der Skalierung seines Belohnungsprogramms zu arbeiten und gleichzeitig das Ethereum-Entwicklungsökosystem zu fördern. Laut Reddit entspricht dies auch der dezentralen Mentalität der Seite, angesichts der hunderttausenden von Nutzern geschaffenen Communities auf der Seite. In der Pressemitteilung von Reddit heißt es:

“In dieser neuen Phase unserer Partnerschaft werden sich die unmittelbaren Bemühungen darauf konzentrieren, Ethereum auf Reddit in die Produktion zu bringen. Unsere Absicht ist es, dabei zu helfen, den Fortschritt bei der Skalierung zu beschleunigen und die Technologie zu entwickeln, die benötigt wird, um groß angelegte Anwendungen wie Community Points auf Ethereum zu starten. Die Skalierungstechnologie, die durch diese Partnerschaft entwickelt wird, wird Open-Source und öffentlich verfügbar sein, damit jeder sie nutzen kann.”

Reddits eigenes Krypto-Team wird die Entwicklung des Projekts in Zusammenarbeit mit der Ethereum Foundation leiten und stellt Backend-Ingenieure ein, “die das dezentralisierte Internet aufbauen wollen.”

“Wir stellen derzeit großartige Backend-Ingenieure ein, die das dezentralisierte Internet aufbauen wollen. Wenn du daran interessiert bist, schwierige Probleme wie Skalierung zu lösen und Blockchain zu Millionen von Nutzern zu bringen, schick mir eine PM oder bewirb dich direkt auf der Karriereseite von Reddit – wir würden gerne mit dir reden!”

Die Community-Punkte-System wurde im vergangenen Mai eingeführt, um nur zwei Gemeinden, r / CryptoCurrency und r / FortNiteBR, oder weniger als 1% der Reddit enorme Benutzerbasis. Es bleibt vorerst nur in diesen beiden Communities im Einsatz, wobei das System auf dem Rinkleby Ethereum Testnet in der Beta-Phase läuft. Reddit zählt derzeit 50 Millionen tägliche Nutzer und im vergangenen Jahr zitiert etwa 430 Millionen monatliche Nutzer.

Bild@ Pexels / Lizenz

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Iranische Regierung: Mögliche Sperrung von Messaging-App Signal

Iranische Behörden greifen die beliebte Messaging-App Signal an, da das Interesse an der App stark gestiegen. Es wird spekuliert, die Regierung habe bereits Zugriff auf die Daten der Nutzer bei anderen populären Messaging-Apps.

Laut Al Jazeera berichten viele Nutzer dieser auf Datenschutz ausgerichteten Messaging-App im Iran, dass sie keine Verbindung mehr herstellen können, seit Signal in diesem Monat die Spitzenposition im Google Play Store des Landes übernommen hat. Die App wurde bereits aus den iranischen App-Stores Cafe Bazaar und Myket entfernt.

In einem Tweet behauptete die App Signal, sie sei „Platz 1 auf der Blockierliste der iranischen Regierung“ und arbeite daran, die Zensur des Landes zu umgehen.

Im Bericht heißt es, dass ein Komitee aus iranischen Beamten, das mit der Erkennung „krimineller Inhalte“ beauftragt wurde, Signal als Bedrohung eingestuft hat. Ein Regierungssprecher behauptete jedoch auch, dass die Justiz „keine Medien, Nachrichten oder Nachrichtendienste“ blockiert habe und auch nicht die Absicht habe, dies zu tun.

Im Iran gab es im November 2019 viele landesweite Proteste. Zudem befindet sich das Land seit längerer Zeit in wirtschaftlicher Not durch die US-Sanktionen, Korruptionsvorwürfe gegen die Regierung, die Erhöhung der Benzinpreise und später kam auch die COVID-19-Pandemie hinzu. Viele Social-Media-Posts zeigten damals auf, wie iranische Behörden Demonstranten töteten. Das führte dazu, dass die Regierung das Internet für fast jeden im Land tagelang unzugänglich machte.

Iranische Bürger können nun Nachrichten über WhatsApp und Instagram verschicken, aber viele Leute glauben, dass die Regierung auf die Apps zugreifen kann und somit kein Datenschutz mehr besteht. Die iranischen Behörden blockieren derzeit Twitter, Facebook, YouTube und Telegram. Insbesondere Telegram soll von 60 Prozent der Internetnutzer verwendet worden sein.

Obwohl der Iran im Jahr 2018 versucht hat, Telegram zu blockieren, weil Nutzer gewalttätige Reaktionen auf Proteste seitens der Behörden geteilt haben, konnten viele Leute diese Einschränkungen mit VPNs umgehen. Die App wird im Land so immer noch häufig genutzt, aber der Datenschutz ist weiter ein Problem. Gerüchten zufolge soll die Regierung sogar Zugriff auf Telegram haben.

Alex Gladstein von der Human Rights Foundation hat gesagt, dass Datenschutz-Apps wie Signal von ähnlichen Bewegungen in den Vereinigten Staaten (insbesondere im Rahmen von Black Lives Matter-Protesten) als Möglichkeit genutzt worden seien, um sich „vor polizeilicher Überwachung zu schützen“. Er meinte, dass Leute, die unter einer Diktatur leben, am ehesten einen Datenschutz brauchen würden. Folglich könne die Dämonisierung von Signal in einem demokratischen Land zu einem größeren Polizeistaat führen, was durch „Massenüberwachung zur Bekämpfung von Extremismus“ noch zusätzlich angeheizt werde.

Der Forscher für digitale Rechte Amir Rashidi sagte in dem Al Jazeera-Bericht über den Versuch, Signal abzuschalten:

„Wenn die iranische Regierung den Überblick darüber verliert, was vor sich geht oder wer was tut, befürchten sie in der Regel, dass die Leute vielleicht etwas gegen die Regierung tun.“

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Social-Trading-Plattform eToro erzielt 2020 600 Mio. US-Dollar Umsatz

Die Börsenplattform eToro hat ein hervorragendes Jahr in Sachen Wachstum hinter sich. Neue Händler suchen neue Wege in die Finanzmärkte, darunter auch in den Bereich Kryptowährungen.

Das Online-Broker-Unternehmen beendete das Jahr 2020 mit einem Umsatz von 600 Mio. US-Dollar. Das gesamte Handelsvolumen stieg dabei um 40 Prozent auf 1,5 Bio. US-Dollar.

Der CEO Yoni Assia beschrieb seine Firma als Technologieunternehmen und mehrfach regulierten Broker. Er erklärte dazu:

„In den letzten Jahren ist die Zahl der Mitarbeiter bei eToro rapide gestiegen. Das spiegelt unsere globale Expansion und das Wachstum unseres Produktangebots und unseres Kundenstamms wider.“

eToro betreibt seit einigen Jahren eine erfolgreiche soziale Handelsplattform, die Anfängern einen Zugang zu Forex-, Handelswaren- und Aktienmärkten gibt. Im Jahr 2019 expandierte die Plattform in den Bereich der digitalen Vermögenswerte und eröffnete dazu eine Kryptobörse und brachte acht Stablecoins mit eigener Marke heraus.

Die Einführung von digitalen Vermögenswertdienstleistungen hat teilweise zum schnellen Wachstum von eToro im letzten Jahr beigetragen. Anfang des Monats warnte die Börse ihre Nutzer, dass der Krypto-Handel aufgrund der „beispiellosen Nachfrage“ eingeschränkt werden könnte.

Kurz vor der Warnung hatte Bitcoin (BTC) neue Allzeithochs bei rund 42.000 US-Dollar erreicht und der Kryptowährungsmarkt erreichte insgesamt zum ersten Mal einen Wert von 1 Bio. US-Dollar.

Assia sagte, dass 2020 ein „großes Jahr für Aktien“ gewesen sei. 2021 hätte hingegen bisher überwiegend „Krypto-Schlagzeilen“ gemacht. Er behauptet, dass das Krypto-Handelsvolumen bei seiner Firma im Vergleich zum gleichen Zeitraum im letzten Jahr um mehr als das 25-fache gestiegen sei.

eToroX, die digitale Vermögenswertplattform des Unternehmens, soll am Dienstag ein Volumen von 670 Mio. US-Dollar erzielt haben, wie aus Daten von CoinMarketCap hervorgeht. Damit gehört sie zu den Top 20 der größten Börsen nach Volumen.

Laut Finance Magnates ist die Sekundärmarktbewertung von eToro auf über 2,5 Mrd. US-Dollar gestiegen und hat sich damit seit 2018 mehr als verdreifacht

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„Coin Signals“: Trader auch von CFTC verklagt

Für Jeremy Spence, der auch als „Coin Signals“ bekannt ist, kommen weitere schlechte Nachrichten.

Die US-Regulierungsbehörde CFTC hat eine Klage wegen Betrugs gegen Spence eingereicht. Grund dafür ist sein Anlagesystem, mit dem er Investoren unter falschen oder irreführenden Aussagen um Bitcoin (BTC) im Wert von über 5 Mio. US-Dollar betrogen hat.

Wie Cointelegraph berichtete, verhaftete das Justizministerium Spence wegen Verdachts auf Überweisungsbetrug und Warenbetrug. Die Höchststrafe könnte bis zu 30 Jahre betragen. 

Mit der Klage will die CFTC die unrechtmäßig erworbenen Gewinne von Spence an die Investoren zurückgeben und Spence vom Handel mit Zinsen auf Handelswaren ausschließen.

Derartige Neuigkeiten neigen dazu die Kryptobranche zu stigmatisieren. Aber die CFTC erklärte, sie habe lediglich die Absicht, digitale Vermögenswertmärkte ehrlich zu halten. In der Mitteilung der Kommission erklärte der amtierende Direktor der Abteilung für Durchsetzungsmaßnahmen Vincent McGonagle: „Betrügerische Aktivitäten, wie in diesem Fall, untergraben die Integrität und Entwicklung der Märkte für digitale Vermögenswerte und betrügen Kunden um ihr hart verdientes Geld.“

Im Oktober 2020 kündigten die CFTC und das US-Verteidigungsministerium ähnliche Maßnahmen an. Dabei wurden Klagen gegen BitMEX und gegen vier der Führungskräfte der Börse eingereicht.

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FTX listet GameStop (GME) Futures inmitten einer noch nie dagewesenen Nachfrage

Die Kryptowährungsbörse FTX hat März-Futures für GameStop (GME) gelistet, die Aktie, die derzeit im vorbörslichen Handel bei rund 300 USD liegt.

Game Stop, die Videospielkette, war gestern in aller Munde, nachdem sich ihr Wert mehr als verdoppelt hatte, angetrieben von der “Short the Wall Street”-Stimmung, als Melvin Capital beschloss, die Aktien zu leerverkaufen, was zu einem Milliardenverlust führte, was zu einem Kampf zwischen der Wall Street und den Kleinanlegern wurde.

Game Stop wurde wie jede andere Firma von der Pandemie hart getroffen und nach der Ankündigung der Schließung im letzten April waren seine Aktien für so niedrig wie 3,25 Dollar pro Stück erhältlich. Allerdings hat der Token eine beispiellose Bewegung nach oben mit dem Beginn des Jahres gesehen und seine Aktien stieg auf ein neues Allzeithoch von 248 Dollar, bevor er sich auf 148 Dollar niederließ.

Die Krypto-Börse FTX hat tokenisierte GameStop (GME)-Aktien für den Futures- und Spot-Handel gelistet, gab der CEO der Plattform, Sam Bankman-Fried, am Mittwoch auf Twitter bekannt.

Die FTX-Notierung am Mittwochmorgen ermöglicht es Krypto-Tradern, auch an der Aktion teilzunehmen. Das Angebot kommt als Teil von FTX’s Tokenized Stocks Program, das sowohl Spot- als auch Futures-Märkte für beliebte Aktien und Indizes bietet. Dies ermöglicht Krypto-Trader, um Exposition gegenüber Aktien mit Krypto und stablecoins zu bekommen, zusätzlich zu Fiat-Optionen.

Der Aufstieg von Bitcoin und GME im Jahr 2021 könnte den Beginn einer neuen Ära des Tradings markieren, die von Kleinanlegern und sozialen Medien angeheizt wird. Tesla, der populäre Elektroautohersteller, könnte ebenfalls dazu gehören, da der Anstieg seines Aktienkurses nicht nur Elon Musk zum reichsten Mann des Planeten machte, sondern Tesla auch zum wertvollsten Autohersteller mit einem Wert, der den kombinierten Wert von Ford, Toyota und vielen anderen jahrhundertealten Autoherstellern übersteigt.

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