Schlupflöcher schließen: Demokraten stellen neue Krypto-Steuerpläne vor

Nachdem El Salvador Bitcoin zum offiziellen Zahlungsmittel erklärte, denken auch Politiker:innen aus anderen Entwicklungsländern öffentlich über die Vorzüge von Krypto und Blockchain nach. So auch Simbabwes Finanzminister.

Mthuli Ncube, Simbabwes Finanzminister, hat sich wohlwollend zur Blockchain-Technologie und der Adoption von Bitcoin und Co. in seinem Land geäußert. Anlässlich eines Besuchs in Dubai twitterte er:

Ich habe das DMCC CRYPTO CENTRE in Dubai besucht, ein faszinierendes Zentrum für Kryptowährungs- und Zahlungslösungen. Ich stieß auf Lösungen, die die Gebühren für Überweisungen aus der Diaspora senken könnten.

Mthuli Ncube

Nach Angaben der Weltbank erhalten die Bürger:innen des afrikanischen Staates jährlich 1,2 Milliarden US-Dollar aus dem Ausland. Dabei sollen laut Medienberichten bis zu 90 Millionen US-Dollar an Transaktionsgebühren anfallen. In Südamerika bildet die Absenkung derartiger Gebühren ebenfalls ein wichtiges Argument für die Krypto-Adoption. Ncube hatte seine Landsleute bereits vor einigen Jahren zu Investitionen in Bitcoin aufgerufen.

Gemischtes Echo auf Bitcoin-Statement

Während Teile der Bitcoin-Community die Äußerung des Finanzministers positiv aufnahmen, gab es auch kritische Stimmen. Victor Mapunga, CEO des Simbabwer Krypto-Unternehmens FlexFinTx, erinnerte den Minister daran, dass es im Land bereits Firmen gibt, die in der Branche tätig sind. Laut ihm täte die Politik besser daran, nicht auf Dubai zu schauen, sondern die örtlichen Akteure zu fördern.

Andere Stimmen erkannten in Bitcoin und Co. weiterhin ein wirksames Kompensationsmittel zum Inflations-gebeutelten Simbabwe-Dollar. Wobei sich hier ebenfalls Parallelen zur Situation in den lateinamerikanischen Staaten auftun. Der ehemalige simbabwische Senator Jopa SaYeyo gab allerdings bei der Inflationsfrage eine deutlich andere Einschätzung zum besten:

Wenn die Banken aufhören, den Devisenkurs zu manipulieren, kann die RBZ [Simbabwes Zentralbank; Anm. d. Red.] vielleicht Kryptowährungen in Betracht ziehen. Andernfalls wird es zu einem massiven Absturz des ZWL führen.

Auch in El Salvador regt sich unterdessen Missmut zur Einführung von Bitcoin. Die Kritik betrifft unter anderem den autoritären Regierungsstil von Präsident Bukele, der auch beim Beschluss des Krypto-Gesetzes zum Tragen kam.

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