BREAKING: BaFin vergibt zweite Krypto-Lizenz überhaupt an Kapilendo

Der Kryptoverwahrer Kapilendo erhält nach Coinbase als zweites Unternehmen die Freigabe der BaFin, Kryptowerte zu verwahren.

Die Kapilendo Custodian AG kann einen großen Erfolg verbuchen. Wie aus einem LinkedIn-Beitrag hervorgeht, erhält das Berliner Unternehmen nun nach Coinbase als zweiter Verwahrer von Krypto-Werten in Deutschland eine Lizenz von der BaFin. Damit darf der Finanzdienstleister ganz offiziell seine Geschäftsaktivitäten in den hiesigen Gefilden betreiben und auch bewerben – alles unter den wachsamen Augen der deutschen Finanzaufsichtsbehörde.

Für Kapilendo Managing Director Didier Goepfert ergeben sich dabei neue Möglichkeiten. Ein klarer Rechtsrahmen und lizenzierte Anbieter würden Finanzinstitutionen helfen, an der Entwicklung und dem Wachstum des jungen Marktes für digitale Vermögenswerte teilzuhaben, sagt er. Zudem prognostiziert Goepfert:

Meiner Meinung nach wird der Zustrom neuer Anleger das Marktwachstum im nächsten Jahr ankurbeln und zu weniger volatilen Märkten führen, die wiederum neue Anleger anziehen, was zu einer positiven Rückkopplungsschleife führen dürfte.

Kapilendo Managing Director Didier Goepfert, LinkedIn-Beitrag

Darüber hinaus ist die Freude über die frühzeitige Zulassung riesig bei Kapilendo. Dazu meint Goepfert gegenüber BTC-ECHO:

Es ist ein unglaublicher Erfolg für uns. Wir wollten immer unter den drei ersten Firmen sein, die diese Lizenz bekommen. Dass wir nun als Zweiter hinter Coinbase diese Freigabe bekommen haben, ist einfach wunderbar. Das Ziel muss nun sein, zu zeigen, dass die Digital-Asset-Industrie und ihre Teilnehmer “erwachsen” und zunehmend professioneller und verlässlicher wird, damit wir allen Investorentypen einen sicheren Zugang zu dieser Anlageklasse bieten können.

Kapilendo Managing Director Didier Goepfert gegenüber BTC-ECHO

Hauck & Aufhäuser übernimmt Kapilendo

Darüber hinaus gibt es bei Kapilendo einen Eigentümerwechsel. In einer Pressemitteilung verkündete die Privatbank Hauck & Aufhäuser die Übernahme des Kryptoverwahrers. Demnach konnte man sich mit der Bloxxon AG auf den Erwerb des Berliner Unternehmens einigen. Dabei wird Kapilendo seine Tätigkeiten zukünftig unter dem neuen Namen Hauck & Aufhäuser Digital Custody AG fortsetzen.

Der ausschlaggebende Punkt für die Übernahme war dabei die Lizenz der BaFin. In der Mitteilung erklärt Dr. Holger Sepp, Mitglied des Vorstands bei Hauck & Aufhäuser:

Nach der Lancierung des deutschlandweit ersten Digital Assets Fonds (HAIC Digital Assets Fund I) eines etablierten Finanzdienstleisters freuen wir uns, mit der neuen Hauck & Aufhäuser Digital Custody AG auch beim Thema Verwahrung von digitalen Assets voranzugehen.

Dr. Holger Sepp, Mitglied des Vorstands bei Hauck & Aufhäuser

Ende im Juni schlug die Lizenzvergabe der BaFin zum Verwahren von Kryptowerten an Coinbase Germany hohe Wellen im Krypto-Space. Nun folgt Kapilendo. Perspektivisch dürften noch weitere Lizenzen hinzukommen. Aus einer Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion an das Bundesfinanzministerium geht hervor, dass neben den bereits erteilten Genehmigungen noch 25 weitere Anträge vorlägen. Einige von ihnen sollen “in den kommenden Wochen” eine Freigabe erhalten. Welche Unternehmen das genau sind, ist allerdings noch nicht bekannt. Dass die BaFin allerdings neue Freigaben für Unternehmen wie nun Kapilendo vergibt, ist durchaus als positiv einzuordnen. Nicht nur, weil man damit den Vorwürfen der Bevorzugung von Coinbase vorbeugt, sondern auch, weil der Krypto-Standort Deutschland mit dem Schritt weiter ausgebaut wird.

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