Ethereum-Kurs könnte durch Merge explodieren – Experte erwartet „Verknappung wie nie zuvor“

Der Ethereum-Analyst Vivek Raman ist überzeugt, dass die Smart-Contract-Plattform durch den inzwischen unmittelbar bevorstehenden Umstieg auf das Proof-of-Stake (PoS) Konsensverfahren eine regelrechte Kursexplosion erfahren wird.

Im exklusiven Interview mit Cointelegraph meint Raman sogar, dass Ethereum „allein schon aus wirtschaftlicher Sicht durch die massive Verknappung womöglich Bitcoin (BTC) überholen könnte“.

Das als „Merge“ bekannte Upgrade vom momentanen Proof-of-Work (PoW) auf das PoS-Konsensverfahren soll nach langer Wartezeit nun endlich im September erfolgen. Die grundlegenden technischen Änderungen, die die Umstellung mit sich bringt, sorgen zugleich dafür, dass die Geldpolitik der Ethereum-Blockchain völlig neu aufgestellt wird. So wird die Umlaufmenge von ETH nahezu schlagartig um atemberaubende 90 % verringert, was beträchtliche Auswirkungen auf das verfügbare Angebot haben dürfte.

„Nach dem Merge wird Ethereum eine geringere Inflation als Bitcoin haben. Allen voran durch die Verbrennung von Transaktionsaktionsgebühren wird Ethereum deflationär, während Bitcoin immer inflationär sein wird, auch wenn diese mit jedem Halving weniger wird“, wie Raman erklärt. 

Die Halbierungen der Anstiegsrate der Umlaufmenge von BTC, die ca. alle vier Jahre stattfinden, haben sich in der Vergangenheit immer stark beflügelnd auf die Kursentwicklung der marktführenden Kryptowährung ausgewirkt, da das Angebot in Relation zur Nachfrage wortwörtlich halbiert wird. Laut Raman wird der PoS-Umstieg rein rechnerisch auf den Ethereum-Kurs „einen Effekt wie drei Bitcoin-Halvings haben“.

Obwohl der Experte davon ausgeht, dass Bitcoin seine Stellung als digitales Gold beibehalten wird, ist der Analyst zugleich der Einschätzung, dass Ethereum einen „viel größeren Spielraum für Adoption hat“, denn die Smart-Contract-Plattform ist das Grundgerüst der Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi).

Allerdings räumt Raman ein, dass das Upgrade die hohen Transaktionsgebühren von ETH nicht wirklich senken wird, wodurch die zweitgrößte Kryptowährung also nicht sofort eine bessere Skalierbarkeit erreichen wird. Auf lange Sicht sieht der Experte darin jedoch kein Problem, denn Layer-2-Lösungen könnten diese Funktion erfüllen.

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Bitcoin (BTC) bald schon im „besten Bullenmarkt aller Zeiten“?

Bitcoin (BTC) hat am heutigen 31. Juli nach dem versuchten Sprung auf ein sechswöchiges Hoch wieder spürbar verloren, womit der Wochen- bzw. Monatsabschluss doch noch hart umkämpft werden könnte.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Wie stark wird der Monatsabschluss?

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, hat der BTC/USD alle bisherigen Zugewinne des Wochenendes prompt wieder eingebüßt, als der Kurs in kürzester Zeit von 24.670 US-Dollar auf 23.555 US-Dollar abgerutscht ist.

Der daraus entstandene „Bart Simpson“ ist für Trader inzwischen ein bekanntes Muster im Stundendiagramm von Bitcoin.

Immerhin wurden in den letzten 24 Stunden lediglich 150 Mio. US-Dollar liquidiert, was vergleichsweise gering und weniger als an den Vortagen ist, wie die Daten der Krypto-Marktforscher von Coinglass bestätigen.

Liquidationen. Quelle: Coinglass

Der Krypto-Analyst Rekt Capital ist nichtsdestotrotz zuversichtlich, dass der bevorstehende Wochenabschluss eine wichtige Trendlinie für den Bitcoin-Kurs als neuen Support festigen wird, nachdem dies in den Vorwochen wiederholt verwehrt geblieben ist.

Diese Lesart teilen jedoch nicht alle Beobachter, so gibt es mittlerweile schon wieder ernste Zweifel an der momentanen Situation.

So gibt der Analyst Material Scientist von Material Indicators zu bedenken, dass die Funding-Rates im Derivatehandel zunehmend positiver werden, was darauf hindeuten könnte, dass die Stimmung unter den Tradern schon fast zu optimistisch ist.

„Die negativen Funding-Rates haben schon fast einen vollständigen Reset gemacht wie Ende März. Womöglich sehen wir bald auch schon wieder positives Funding bei einigen Altcoins“, wie der Experte schreibt. Und weiter:

„Ich denke, es gibt nochmal einen Abschwung, ehe die Bären ihre Zugkraft endgültig verlieren.“

Ungeachtet dessen ist der Bitcoin-Kurs in bester Position, um im Juli einen satten Monatsgewinn von knapp 19 % einzufahren. Damit wäre der Sommermonat deutlich besser als jeder andere Monat in diesem Jahr.

Laut den Daten von Coinglass könnten die Zugewinne im Juli sogar die stärksten seit dem Rekordhoch von Bitcoin in Oktober 2021 sein.

Bitcoin-Monatsdiagramm (Screenshot). Quelle: Coinglass

Steht der „beste Bullenmarkt aller Zeiten“ bevor?

Andere Experten sorgen sich wiederum weniger um einen neuen kurzfristigen Abschwung, sondern behalten den langfristigen Zeithorizont im Blick.

So bescheinigt Mike McGlone, der leitende Commodity-Analyst von Bloomberg Intelligence, dem Bitcoin eine starke zweite Jahreshälfte in den kommenden Monaten.

Der Experte weist in diesem Zusammenhang zunächst darauf hin, dass die amerikanische Zentralbank weitere Leitzinserhöhungen von „Meeting zu Meeting“ entscheiden will. Dementsprechend könnte Bitcoin womöglich demnächst wieder „die Tendenz fortsetzen, besser als alle anderen Finanzprodukte abzuschneiden“, wie der Finanzexperte meint.

„Der Juli war der günstigste Monat in der Geschichte von Bitcoin bis zurück an die 100-Week und 200-Week Moving Averages, woran sich jetzt eine Erholung anschließen sollte“, so McGlone. Und abschließend resümiert er:

„Ich sehe ein vorteilhaftes Risiko-Ertrags-Verhältnis für den besten Bullenmarkt aller Zeiten.“

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Cardano (ADA) verschiebt lang ersehnte Vasil-Hardfork erneut

Nachdem Cardano die lang ersehnte Vasil Hardfork schon im vergangenen Monat nicht an den Start gebracht, wurde das Upgrade nun nochmal verschoben, um einen möglichst reibungslosen Übergang zu garantieren.

Input Output Global (IOG), das federführende Unternehmen hinter der Entwicklung von Cardano, hat am Donnerstag in einer Videoankündigung entsprechend bestätigt, dass Vasil erneut nach hinten geschoben wird.

Kevin Hammond, der Technische Direktor von IOG, erklärt in diesem Zusammenhang, dass die Hardfork noch ein letztes Mal ausgesetzt wird, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten, darunter Kryptobörsen und API-Entwickler, bereit für den Umstieg sind. Dahingehend führt er aus:

„Bei unserem jetzigen Entwicklungsstand ist es völlig in Ordnung, wenn wir noch ein paar Wochen auf die Vasil-Hardfork warten. […] Das Ganze ist sehr wichtig, deshalb müssen wir sicherstellen, dass alle Beteiligte bereit sind, um einen reibungslosen Umstieg zu ermöglichen.“

Wie Hammond angibt, hat IOG unterdessen daran gearbeitet, die letzten Probleme des Upgrades auszubügeln und vor einigen Tagen Node-Version 1.35.2 herausgegeben. In dieser Version werden Fehler, die in den Tests bei Stake-Pool-Betreibern, Dezentralisierten Anwendungen (DApps) und in anderen Bereichen aufgetreten sind, bereinigt.

„Unser Ziel ist es, die letzten Stolpersteine zu beseitigen, ehe wir mir Vasil an den Start gehen. Deshalb testen wir gründlich und beheben die Fehler, ohne zu überstürzen“, so der Technische Direktor.

Im Vorfeld des Upgrades kann Cardano (ADA) deutlich zulegen, so hat die Kryptowährung zuletzt einen Sprung von mehr als 7 % gemacht und sich damit zurück über 0,5 US-Dollar katapultiert. In den letzten 14 Tagen steht damit ein sattes Plus von 21 % zu Buche.

Cardano-Kursdiagramm. Quelle: CoinGecko

Die Vasil-Hardfork ist das größte Upgrade für Cardano seit der Alonzo-Hardfork, die im September 2021 aufgespielt wurde. Die neue Hardfork wird von vielen als regelrechter „Game-Changer“ gesehen, denn damit sollen beträchtliche Verbesserungen im Hinblick auf Geschwindigkeit und Skalierbarkeit des Netzwerks einhergehen, was dieses wiederum umso interessanter für Smart Contracts und DApps macht.

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Bitcoin (BTC) befreit sich vom Verkaufsdruck – Steht der Aufwärtstrend bevor?

Bitcoin (BTC) könnte schon wieder am Anfang eines neuen Aufwärtstrends stehen, denn der Verkaufsdruck auf die marktführende Kryptowährung lässt spürbar nach.

Zu dieser Schlussfolgerung kommt zumindest ein Experte in Anbetracht der BTC, die Stand Juli 2022 seit einem Jahr oder länger nicht mehr bewegt wurden.

Ist der Abwärtstrend endlich vorbei?

So schreibt Krypto-Analyst Miles Johal entsprechend am 29. Juli, dass sich im HODL-Diagramm von Bitcoin eine „abgerundete Decke“ zeigt (siehe unten), die sich aktuell vervollständigt.

Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, sollte es für den Bitcoin-Kurs wieder nach oben gehen, wie es in der Vergangenheit immer wieder der Fall war.

Die Kennzahl aus der sich diese Hoffnug speist, sind die sogenannten HODL-Waves, die die Umlaufmenge von Bitcoin danach betrachten, wann die einzelnen Währungseinheiten zuletzt bewegt wurden. Die einjährige HODL-Wave – also diejenigen BTC, die das letzte Mal vor einem Jahr oder mehr verkauft wurden – macht momentan die überwiegende Mehrheit aus.

Im zugehörigen Diagramm bildet Johal ab, dass gilt, dass je größer der Anteil der Umlaufmenge ist, der für mindestens ein Jahr nicht bewegt wurde, desto näher befindet sich die marktführende Kryptowährung einem Boden bzw. lokalen Tiefpunkt.

Was noch viel wichtiger ist: Die einjährige HODL-Wave scheint ihre Deckenbildung zu vollziehen, was darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck auf den Bitcoin-Kurs nachlässt und womöglich der Beginn eines neuen langfristigen Aufwärtstrends bevorsteht.

Sofern sich die „abgerundete Decke“ in den nächsten Tagen also komplettiert, dürfen sich die Krypto-Anleger Hoffnung machen, dass es nach heftigen Verlusten schon bald wieder in neue Höhen geht.

Krypto-Analyst Johal meint, dass den HODL-Waves bisher noch zu wenig Beachtung geschenkt wurde, obwohl sich diese nun erneut als wegweisender Indikator für den Krypto-Marktführer behaupten könnten.

Einjährige HODL-Wave von Bitcoin. Quelle: Miles Johal/ Twitter

So wenig BTC auf Kryptobörsen wie 2018

Weitere Daten von Glassnode unterstützen die Auffassung, dass der Verkaufsdruck auf Bitcoin langsam weniger wird, denn zuletzt befinden sich immer weniger BTC auf Krypto-Handelsplattformen.

So machen die BTC in den Wallets der großen Börsen zurzeit nur noch 12,6 % der Umlaufmenge aus, was einem Abfluss von 4,6 % seit dem großen Crash im März 2020 entspricht.

In Bitcoin bedeutet dies einen Rückgang von 3,15 Mio. BTC im März 2020 auf nur noch 2,4 Mio. BTC im Juli 2022. Dies ist zugleich der niedrigste Wert seit Juli 2018.

Anzahl der auf Kryptobörsen eingelagerten BTC. Quelle: Glassnode

Anfang des Monats hatte Cointelegraph bereits berichtet, dass immer mehr Bitcoin von den großen Handelsplattformen abfließen.

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KuCoin lanciert als erste Kryptobörse spezielle NFT-Indexfonds (ETFs)

  • KuCoin lanciert erste Indexfonds für führende NFT-Projekte wie Bored Ape Yacht Club.

  • Jeder der fünf ETFs bildet eines der ausgewählten NFT-Projekte ab.

  • Indexfonds werden in Tether (USDT) gehandelt.

Die auf den Seychellen ansässige Kryptobörse KuCoin hat die ersten Indexfonds (ETF) überhaupt auf den Markt gebracht, die führende Non-Fungible Tokens (NFT) wie den Bored Ape Yacht Club (BAYC) abbilden.

Wie die Kryptobörse bekanntgegeben hat, ist die zugehörige NFT ETF Trading Zone bereits am Freitag an den Start gegangen, in der die Investitionsprodukte in Zusammenarbeit mit dem Fracton Protocol lanciert wurden.

Die KuCoin NFT ETFs sind in Tether (USDT) ausgewiesenee Indexfonds, die die Kursentwicklungen von einzelnen marktführenden NFT-Projekten wie dem Bored Ape Yacht Club nachzeichnen. Dabei ist der BAYC nur eines von fünf Projekten, für die es einen Indexfonds gibt. Unter dem Ticker hiBAYC wird der ETF als ERC-20 Token herausgegeben, bei dem eine einzelne Währungseinheit jeweils ein Millionstel (1:1.000.000) des betreffenden Bored Apes verbrieft.

Die ETFs sollen allen voran für mehr Liquidität im NFT-Markt sorgen, indem Krypto-Anleger diese über USDT kaufen können, anstatt zwangsläufig in Ethereum (ETH) in die digitalen Sammelobjekte investieren zu müssen. Zudem fällt für die Investoren auf diesem Weg auch der aufwendige Umgang mit Wallets, Smart Contracts und NFT-Handelsplattformen wie OpenSea weg.

Neben dem hiBAYC stehen auch die Indexfonds CryptoPunks (hiPUNKS), Koda NFTs (hiKODA), hiSAND33 und hiENS4 zur Verfügung. Nachdem der hiBAYC am Freitag den Anfang gemacht hat, folgt am 4. August hiPUNKS, die Starttermine für hiKODA, hiSAND33 und hiENS4 werden jeweils zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Die neuen ETFs sind ein wichtiger Meilenstein für den NFT-Markt, denn über derartige Investitionsprodukte können Eintrittsbarrieren zu den oftmals hochpreisigen Assets abgebaut werden.

Die dahingehenden Bemühungen von KuCoin sind für die Kryptobörse strategisch sinnvoll, denn das Unternehmen will im April mit Wonderland eine eigene interaktive NFT-Plattform starten. Zudem ist mit Windvane bereits ein firmeneigener NFT-Marktplatz in Betrieb.

„KuCoin wird weiter daran arbeiten, benutzerfreundliche Produkte für Anleger zu schaffen, die diesen einen unkomplizierten Zugang zum NFT-Markt bieten“, wie Geschäftsführer Johnny Lyu in diesem Zusammenhang erklärt. Laut Lyu ist KuCoin die erste zentralisierte Kryptobörse überhaupt, die spezielle NFT-ETFs anbietet.

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Krypto auf dem Transfermarkt – Argentinischer Fußballverein kann dank Stablecoin Wechsel vollziehen

Die schlechte wirtschaftliche Lage in Argentinien, die eine massive Abwertung der heimischen Landeswährung mit sich gebracht hat, wirkt sich natürlich auch auf den Fußball aus, doch Kryptowährungen schaffen hier nun erstmals Abhilfe.

So wurde der Transfer des Fußballspielers Giuliano Galoppo vom argentinischen Club Atlético Banfield zum brasilianischen Sao Paulo Futebol Clube in Form des Stablecoins USD Coin (USDC) abgewickelt, wobei sich die tatsächliche Ablösesumme je nach Wechselkurs bei einem Gegenwert von 6 bis 8 Mio. US-Dollar beläuft. Wie das Nachrichtenportal Ambito berichtet, wurde der Transfer unter Mithilfe der mexikanischen Kryptobörse Bitso durchgeführt.

„Wir sind stolz darauf, mit den beiden Klubs diesen wichtigen Wechsel für Sao Paulo vollzogen zu haben, und für die nötige Sicherheit, Transparenz und Flexibilität gesorgt zu haben, die Kryptowährungen bieten können“, wie Thales Freitas, die Direktorin von Bitso Brasil, in diesem Zusammenhang erklärt.

Der Transfer findet zu einer Zeit statt, in der es für argentinische Fußballvereine ziemlich schwierig ist, neue Verpflichtungen zu machen, denn der Wechselkurs zwischen dem Argentinischen Peso und dem US-Dollar schießt immer weiter in die Höhe, was es für die Klubs umso schwerer macht Spieler zu kaufen oder zu verkaufen.

Die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes hat ohnehin schon zu einer breiten Adoption von Kryptowährungen, allen voran Stablecoins, geführt. Zuletzt haben besonders die (wert-)stabilen Kryptowährungen nochmal an Beliebtheit gewonnen, nachdem der argentinischen Wirtschaftsminister Anfang des Monats zurückgetreten ist.

Ob sich die Abwicklung von Transfers per Kryptowährungen zukünftig etabliert, bleibt abzuwarten, denn im vorliegenden Fall ist der argentinische Verein Banfield laut der Zentralbank des Landes dazu verpflichtet, die in USDC erhaltene Ablösesumme möglichst bald in Pesos zu konvertieren.

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Discord-Hacker stehlen NFTs in Millionenhöhe

Discord ist nicht nur ein beliebter Ort, um sich auszutauschen, auch Hacker zieht es immer häufiger auf bestimmte Server – mit einem Ziel: wertvolle NFTs stehlen. Der Schaden geht mittlerweile in die Millionen. Neue Analysen deuten auf einen Zusammenhang zwischen den Phishing-Angriffen hin.

NFTs für 22 Millionen US-Dollar gestohlen

Auf der Social-Media-Plattform Discord kam es in den letzten drei Monaten vermehrt zu Hacker-Angriffen. So das Ergebnis einer Auswertung des Blockchain-Security-Unternehmens TRM Labs. Die gängige Methode: sogenanntes Phishing, bei der Nutzer auf betrügerische Webseiten verlinkt und persönliche Daten abgegriffen werden. Immer häufiger haben es Hacker scheinbar auf wertvolle NFTs abgesehen.

Phishing-Attacken im Zusammenhang mit NFT-Diebstählen seien TRM Labs zufolge im Juni um 55 Prozent gestiegen. Über 100 Meldungen zu Hacks auf Discord-Kanälen wurden dem Unternehmen in den letzten zwei Monaten gemeldet. Der Verlust der NFTs beläuft sich laut Bericht seit Mai auf rund 22 Millionen US-Dollar.

Im Visier: Bored Ape Yacht Club

Die Angreifer gehen gezielt vor, gestohlen werden vor allem hochpreisige NFTs wie die des Bored Ape Yacht Club (BAYC). Am 4. Juni wurde der Discord-Server von Yuga Labs, dem Unternehmen hinter der NFT-Kollektion, Ziel mehrerer Phishing-Angriffe. Nutzern wurden dabei exklusive Giveaways versprochen. Nachdem sie den Links folgten und ihre Wallet verbunden hatten, übertrugen die Angreifer die NFTs auf ihre eigene Wallet.

Insgesamt 32 NFTs, darunter Bored Apes und Otherside NFTs, im Wert von 140 Ether sind dabei abgegriffen worden. Bereits einen Monat zuvor kam es zu einem ähnlichen Angriff über den Instagram-Account des Bored Ape Yacht Club.

Gleiche Muster

Kein Einzelbeispiel, die Angriffe haben laut TRM Labs Methode. Wie Auswertungen von On- und Off-Chain-Daten zeigen, weisen “viele der Discord-Angriffe auf NFT-Projekte ähnliche Verhaltensmuster auf”. Darunter Phising-Angriffe auf Accounts der NFT-Projekte Bubbleworld, Parallel, Lacoste, Tasties, Anata sowie “ein Dutzend andere”. Auch der Vorfall vom 4. Juni auf dem Discord-Server von Yuga Labs soll Teil der orchestrierten Angriffsserie sein.

“Wir beobachten in den letzten Monaten eine Zunahme von Angriffen auf NFT-Projekte und andere Krypto-Geschäfte”, erklärt Ari Redbord, Leiter der Rechtsabteilung bei TRM Labs, gegenüber BTC-ECHO. Solche Vorfälle könnten sich weiterhin häufen, “solange Cyberkriminelle in der Lage sind, große Mengen an Geldmitteln oder Vermögenswerten zu stehlen, die für Geld verkauft werden können”.

Spurensuche auf der Blockchain

Das Schema ist immer wieder das gleiche: Angreifer erstellen betrügerische Accounts, geben sich als Administratoren aus, bewerben Aktionen wie Giveaways, also vermeintlich kostenlose Ausschüttungen etwa von NFTs, und verschicken Phishing-Links. Dabei fordern sie “Nutzer auf, schnell zu handeln, um nicht ein kostenloses Werbegeschenk oder einen begrenzten Bestand zu verpassen”.

Die gestohlenen NFTs wurden laut TRM Labs zunächst über Marktplätze gegen Ether verkauft. Der Großteil der Erlöse sei auf drei verschiedene Wallets überwiesen worden, bevor die Gelder über den Ethereum-Mixer Tornado Cash auf weitere Wallets verschoben und über “dezentrale Dienste, Glücksspiel-Websites und einen Darknet-Markt” in Bitcoin getauscht wurden. Eine der drei Wallets “war auch mit Wallets verbunden, die direkt mit anderen Discord-Kompromittierungen in Verbindung standen, die im Mai und Juni 2022 stattfanden”, so TRM Labs.

Wer oder wie viele Personen hinter den Attacken stecken, ist bislang unklar. Die professionelle Herangehensweise lasse aber auf mehrere Akteure schließen, die Teil einer Hacker-Gruppe sein könnten.

Wie man sich schützen kann

Discord nehme “die Sicherheit aller Nutzer und Communities sehr ernst”, erklärt ein Discord-Sprecher gegenüber BTC-ECHO. Obwohl es “klare Kontrollmechanismen” gebe, entwickle man weiterhin Methoden, “Social-Engineering-Angriffe zu erschweren” und verbessere “Tools, um unsere Nutzer zu schützen”. Das Unternehmen investiere “kontinuierlich in Sicherheitsverbesserungen”, verdächtige Nutzer würden gesperrt, Server abgeschaltet. Spam könne direkt bei Discod gemeldet werden, zudem werde ein System getestet, “das Server auf unauthentisches Verhalten neuer Mitglieder hin überwacht und den Server proaktiv in einen sicheren Modus versetzt”.

Letztlich müssen Nutzer aber wachsam sein. “Einzelpersonen sollten auf gängige Angriffsvektoren, einschließlich Plattformen wie Discord, und gängige Taktiken von Bedrohungsakteuren achten, einschließlich Phishing-Angriffe, die FOMO-induzierende Sprache verwenden”, sagt TRM-Ermittlerin Monika Laird zu BTC-ECHO. “Benutzer können auch die Nachrichten auf den anderen Social-Media-Konten eines Projekts auf Plattformen wie Telegram, Twitter oder Instagram überprüfen, um zu sehen, ob dort Werbegeschenke beworben oder diskutiert werden”.

Rückgängig lassen sich die Phishing-Attacken nicht machen. Die beste Vorkehrung: Vorsicht – keine Daten weitergeben, sich nicht von angeblichen Gewinnaktionen täuschen lassen, auf keine verdächtigen Links klicken. Oftmals geben sich betrügerische Aktionen schon auf den ersten Blick zu erkennen. Etwa wenn sie angeblich von prominenten Personen wie Vitalik Buterin oder Charles Hoskinson beworben werden. Oder nur noch kurze Zeit verfügbar sind. Bis auf wenige Ausnahmen gilt: Im Internet wird nichts verschenkt, auf Discord-Servern schon gar nicht.

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Bitcoin (BTC) hofft auf Wochen- und Monatsabschluss über 24.000 US-Dollar

Die Volatilität von Bitcoin (BTC) lässt am letzten Juliwochenende, also kurz vor dem wichtigen Monatsabschluss, spürbar nach.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

200-Week Moving Average im Blick

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, kann der Bitcoin-Kurs am bisherigen 30. Juli erfolgreich die 24.000 US-Dollar-Marke verteidigen.

Dabei profitiert die marktführende Kryptowährung vom makroökonomischen Rückenwind aus der zweiten Wochenhälfte, der auch den amerikanischen Aktienmarkt nach oben katapultiert hat. So stehen für den S&P 500 und den Nasdaq Composite Index über die Woche ebenfalls Zugewinne von 4,1 % bzw. 4,6 % auf dem Tableau.

Wegen der dünneren Liquidität am Wochenende warnen die Beobachter allerdings, dass es vor dem Wochenabschluss und dem Monatsabschluss am morgigen 31. Juli eventuell noch zu Überraschungen kommen könnte.

„Wie immer gilt am Wochenende, dass wir abwarten und Tee trinken müssen, bis der Markt die Woche abschließt“, wie Krypto-Analyst Josh Rager dementsprechend meint. Dem fügt er an:

„Es bieten sich allerdings auch keine wirklichen guten Trades an in der momentanen Lage, aber vielleicht gibt es ein paar Ausreißer, die am Wochenende hervorstechen.“

Andere Trader verweisen derweil auf die nächste wichtige Kursmarke, die sich über dem 200-Week Moving Average (MA) bei 22.800 US-Dollar befindet. Das letzte Mal hatte Bitcoin im Juni mit einem Wochenabschluss den Sprung über diese Hürde geschafft.

Der Krypto-Influencer Roman geht angesichts einem „überkauftem“ Bitcoin davon aus, dass es zunächst zurück in Richtung 23.000 US-Dollar geht.

Immerhin ist in dieser Woche zumindest schon der Optimismus wiedergekehrt, denn das Stimmungsbarometer Crypto Fear & Greed Index hat zuletzt seinen höchsten Stand seit dem 6. April eingefahren und damit den längsten Zeitraum überhaupt in „extremer Angst“ hinter sich gelassen.

Bei einem Stand von 45/100 Punkten befindet sich der Index aktuell im „neutralen“ Bereich.

Crypto Fear & Greed Index (Screenshot). Quelle: Alternative.me

Wie geht es im August weiter?

Cointelegraph-Experte Michaël van de Poppe ist unterdessen zuversichtlich, dass die Zugewinne auf dem Aktienmarkt im nächsten Monat gute Rahmenbedingungen für weitere Gewinne auf dem Kryptomarkt schaffen werden.

„Klingt so, also ob wir den Höhenflug im August fortsetzen können, das gilt auch für Krypto und Bitcoin“, wie der Analyst am 29. Juli auf Twitter schreibt. Und weiter:

„Wir bekommen also eine sommerliche Kletterpartie!“

Aus makroökonomischer Sicht soll der August ruhig werden, denn die amerikanische Zentralbank wird voraussichtlich bis September keine weiteren geldpolitischen Eingriffe mehr tätigen.

Allerdings bleibt das Risiko, dass die Inflation in den kommenden Wochen weiter zunimmt, wobei die Veröffentlichung der neuen Monatszahlen für den 10. August geplant ist. In der Europäischen Union (EU) wurde mit einem Wert von 8,9 % bereits die höchste monatliche Inflation überhaupt verzeichnet.

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FDIC warnt Anleger: Keine Einlagensicherung bei Krypto-Unternehmen

  • FDIC warnt Banken vor irreführenden Darstellungen zur Einlagensicherung durch Krypto-Unternehmen.

  • Anleger werden ebenfalls darauf hingewiesen, dass für sie bei Krypto-Unternehmen keinerlei Einlagensicherung durch die FDIC gilt.

  • Das kriselnde Krypto-Unternehmen Voyager Digital wurde bereits angewiesen, entsprechende Falschangaben zu entfernen.

Die amerikanische Bundesversicherungsgesellschaft zur Einlagensicherung (FDIC) hat die Öffentlichkeit darauf hingewiesen, dass sie keinerlei Einlagensicherung für „Finanzprodukte bietet, die nicht von Banken herausgegeben werden“, darunter fallen demnach auch Krypto-Unternehmen.

Die FDIC hält amerikanische Banken in ihrer offiziellen Warnung zudem dazu an, ihr Risikomanagement im Hinblick auf die direkte und indirekte Zusammenarbeit mit Krypto-Unternehmen zu überprüfen. Die Bundesbehörde bestätigt zwar, dass die versicherten Banken mit einer Einlagensicherung von bis zu 250.000 US-Dollar pro Kunde geschützt sind, allerdings weist sie zugleich explizit darauf hin, dass die „Zahlungsunfähigkeiten und Insolvenzen von Unternehmen, die keine Banken sind, darunter Krypto-Verwahrer, Kryptobörsen, Handelsplattformen, Wallet-Dienstleister und andere Firmen, die ähnlich wie Banken agieren“, nicht diesem Schutz unterliegen.

„Einige Krypto-Unternehmen haben gegenüber ihren Kunden falsch dargestellt, dass ihre Krypto-Anlageprodukte durch eine FDIC-Einlagensicherung geschützt sind oder dass Kunden auf die FDIC vertrauen können, falls das Unternehmen insolvent wird“, wie die Behörde in diesem Kontext ausführt. Und weiter: „Derartige Statements sind unzutreffend, irreführend und fügen den Anlegern in jedem Fall Schaden zu.“

Der Warnhinweis der Behörde folgt auf eine vorherige Aufforderung der FDIC gegenüber der Krypto-Sparplattform Voyager Digital, in der dem Unternehmen ebenfalls zur Last gelegt wird, „falsche und irreführende“ Aussagen über die Einlagensicherung der bei ihr angelegten Gelder gemacht zu haben. So wären weder die Kunden der Plattform noch die Plattform selbst durch die FDIC gedeckt.

Dementsprechend gibt die Behörden in ihrer aktuellen Warnung zu bedenken:

„Wenn Krypto-Unternehmen oder Dritte, die mit diesen und den versicherten Banken zusammenarbeiten, falsche Angaben über die Gültigkeit oder den Umfang von Einlagensicherung machen, dann kann das für Banken zu rechtlichen Problemen führen. Darüber hinaus können die daraus entstehenden Ängste der Anleger zur Folge haben, dass diese aus Panik ihre Gelder von Banken abziehen, was Liquiditätsrisiken für die betreffenden Banken bedeuten könnte.“

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Benjamin Mayer, habt ihr den Bitcoin-Bärenmarkt kommen sehen?

Das Interview ist ein Auszug aus dem aktuellen BTC-ECHO Experts Podcast, geführt von Chefredakteur Sven Wagenknecht.

BTC-ECHO: Bevor wir auf einzelne Metriken eingehen, würde mich interessieren, ob ihr bereits Ende letzten Jahres einen derart heftigen Bärenmarkt habt erahnen können?

Benjamin Mayer: Also Ende letzten Jahres leider noch nicht, da sind wir erst gestartet. Aber natürlich konnten wir gerade in der letzten Zeit Bewegungen feststellen. Insbesondere der Total Value Locked ist hier eine Metrik, die uns dabei sehr geholfen hat. Einerseits konnten wir den Terra-LUNA-Crash frühzeitig erkennen. Aber eben auch den Crash im Juni. Diesen haben wir an der stärkeren Aktivität und dem stärkeren Ausfluss aus dem Markt vorhersagen können.

BTC-ECHO: Was mich an dem aktuellen Bärenmarkt interessieren würde: Woran erkennt ihr eigentlich die maßgeblichen Faktoren, um so einen Markt wirklich als Bärenmarkt bezeichnen zu können?

Benjamin Mayer: Das sind verschiedene Faktoren. Natürlich eben der angesprochene Total Value Locked, also das Kapital, das im Markt gelockt ist. Dieser Wert spiegelt das Vertrauen wider. Außerdem stellen wir in der aktuellen Situation fest, dass sehr viele makroökonomische Faktoren am Werk sind. Das heißt, wir haben den die Situation am Gesamtmarkt sowie die Inflation, die gewisse Risiken mit sich bringt. Investoren scheuen dann riskante Anlagen und gehen eher zu den sicheren Häfen. Somit eben auch aus Kryptowährungen raus.

BTC-ECHO: Du hattest Terra LUNA ja bereits angesprochen. Kurz vorher habt ihr sehen können, dass da was im Argen liegt. Woher kam die Erkenntnis, dass das Ökosystem einbrechen könnte?

Benjamin Mayer: Wir schauen generell auf langfristige Faktoren. Wir schauen uns die Fundamentalwerte an und leiten daraus das langfristige Wertpotenzial ab. Auf dieser Basis schauen wir aber auch, welche Metriken sich außerhalb der üblichen Volatilität bewegen. In dem Fall war es jetzt speziell so, dass der Total Value Locked im Anchor-Protokoll in kürzester Zeit extrem verringert hat und so eben diese Abwärtsspirale ausgelöst hat.

Hier entlang zu einer ausführlichen Analyse des Terra-LUNA-Crashs.

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