Bitcoin (BTC) bleibt vor den neuen Inflationszahlen ruhig bei 20.000 US-Dollar

Bitcoin (BTC) hat sich am heutigen 13. Juli in der ersten Tageshälfte leicht von der Verlusten der Nacht erholt und wartet nun gespannt auf die bevorstehende Veröffentlichung der neuen amerikanischen Inflationszahlen.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Warten auf die Inflationszahlen

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, konnte der Bitcoin-Kurs dadurch von 19.250 US-Dollar auf 19.900 US-Dollar klettern, was immerhin einem Plus von 3,3 % entspricht.

Obwohl die neuen Daten zum amerikanischen Verbraucherpreisindex (VPI) – der die tatsächliche Inflation für die Verbraucher misst – im weiteren Tagesverlauf veröffentlicht werden, bleibt der Kryptomarkt bisher ausgesprochen ruhig.

Die US-Regierung hat im Vorfeld bereits gewarnt, dass die neuen VPI-Zahlen „stark erhöht“ sein könnten, wobei erste Prognosen bereits von einer massiven Steigerung von fast 9 % im Vergleich zum Vorjahr ausgehen.

„Der VPI wird heute bei 8,8 % ausgewiesen, wartet mal ab. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das der richtige Wert ist“, wie auch der Krypto-YouTuber Ben Armstrong voraussagt.

Auch der US-Dollar-Index (DXY) hält unterdessen still, nachdem die amerikanische Leitwährung im Anschluss an ihr zwanzigjähriges Hoch zuletzt wieder nach unten korrigiert hatte.

US-Dollar-Index (DXY). Quelle: TradingView

Ein Analyst gibt allerdings zu bedenken, dass die US-Zentralbank wohl nicht mehr viel Spielraum für weitere Leitzinserhöhungen hat, um die Inflation zu bekämpfen, weshalb ein Festhalten an der bisherigen Strategie womöglich fatal sein könnte.

„Wir sind an dem Punkt angekommen, an dem die Zentralbank normalerweise keine weiteren Leitzinserhöhungen mehr machen, sondern zur Lockerung übergehen würde“, wie der Experte auf Twitter feststellt. Dem fügt er an:

„Wenn sie also an ihrer geplanten Leitzinserhöhung von 75 Basispunkten in den nächsten Wochen festhält, dann würde sie sehenden Auges das System sprengen.“

Auf dem zugehörigen „Fed Pivot Indicator“ verdeutlicht der Analyst, wie die Strategie der amerikanischen Federal Reserve bereits an einem Endpunkt angekommen ist, der in den letzten Jahren eigentlich immer einen Wechsel in die andere Richtung zur Folge hatte.

Fed Pivot Indicator. Quelle: @TheHappyHawaiian/ Twitter

Kryptomarkt inzwischen unterbewertet?

Die Altcoins bewegen sich heute bisher im Gleichschritt mit Marktführer Bitcoin.

So konnte sich Ethereum (ETH) vom gestrigen Minus von 8 % leicht erholen, nichtsdestotrotz steht für den größten Altcoin über die letzten sieben Tage noch immer ein Verlust von 6,3 % zu Buche.

Ethereum-Kursdiagramm (Binance). Quelle: TradingView

Die meisten anderen Kryptowährungen in den Top-10 haben derweil keine nennenswerten Bewegungen gemacht und bleiben still.

Cointelegraph-Experte Michaël van de Poppe merkt immerhin zuversichtlich an, dass der anhaltende Verkaufsdruck auf die Kryptomärkte kein langfristiger Trend, sondern situationsbedingt ist.

„Ja, die Märkte hatten eine Korrektur bitter nötig, aber momentan ist die Bewertung von Bitcoin und dem Rest der Branche weitaus niedriger, als sie sein sollte, was unter anderem an den Zusammenbrüchen von Three Arrows (3AC), Terra (LUNA) und anderen liegt“, so der Krypto-Analyst. Dem fügt er an:

„Aus diesem Grund bin ich überzeugt, dass ein Sprung über 22.000 US-Dollar den Bitcoin-Kurs anschließend bis auf 30.000 US-Dollar korrigieren wird.“

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