Bitcoin (BTC) klettert dank Aufschwung von 4,6 Prozent auf 23.400 US-Dollar

Bitcoin (BTC) hat am Vormittag des heutigen 5. Augusts spürbar hinzugewonnen, nachdem eine wichtige Trendlinie zurückerobert werden konnte.

Bitcoin-Kursdiagramm (Bitstamp). Quelle: TradingView

Tagesdiagramm gibt leichten Grund für Optimismus

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, konnte sich der Bitcoin-Kurs erfolgreich von der 22.400 US-Dollar-Marke abstoßen und um 4,6 % zulegen.

Die marktführende Kryptowährung hat sich auf der marktführenden Kryptobörse Binance an einem kritischen Support gefangen, wodurch ein Verlust des 200-Week Moving Average (MA) bei 22.800 US-Dollar erfolgreich verhindert werden konnte.

Obwohl dieser wichtige Bereich noch immer auf wackeligen Beinen steht, sehen die Analysten von Material Indicators in der Rückeroberung des 21-Day MA einen wichtigen Fingerzeig, der Grund zum Optimismus gibt.

Der Analyst Rekt Capital bleibt hingegen vorsichtig, denn Bitcoin hat in den vergangenen Wochen wiederholt versäumt, den 200-Week MA dauerhaft als festen Support zu etablieren.

„In der Vergangenheit konnte BTC am 200-Week MA regelmäßig massives Kaufinteresse wecken“, wie der Experte in diesem Kontext zu bedenken gibt. Dem fügt er an:

„Aber falls BTC es nicht schafft, das MA kurzfristig wieder zu verteidigen, dann wäre dies ein weiterer Beleg dafür, dass der momentane Aufschwung nur eine kleine Erholung ist und nicht mehr.“

Bitcoin-Wochendiagramm (Bitstamp) mit 200-Week MA. Quelle: TradingView

Ähnlich konservativ sind die Experten der Investmentfirma QCP Capital, die in ihrem aktuellen Marktupdate von einem weiterhin „sehr gemischten“ Bild sprechen.

Allen voran die makroökonomischen Rahmenbedingungen in Form der geldpolitischen Entscheidungen der amerikanischen Zentralbank sehen die Analysten als treibende Kraft für die weitere Entwicklung. So weist QCP darauf hin, dass Zentralbankchef Jerome Powell noch keine klare Linie über den Umfang und die Höhe weiterer Leitzinserhöhungen vorgegeben hat.

„Die Weltwirtschaftsdaten deuten auf schwaches Wachstum und eine bevorstehende Rezession hin“, wie die Investmentfirma in ihrem Update mit Blick auf die baldige Veröffentlichung der neuen US-Inflationszahlen am 10. August schreibt. Und weiter:

„Wir sind weiterhin der Ansicht, dass sich die Märkte seitwärts bewegen werden und spürbar auf die Veröffentlichung neuer Zahlen reagieren werden. Die US-Inflationszahlen am nächsten Mittwoch sind in dieser Hinsicht die nächsten wichtigen Zahlen.“

Ethereum wartet auf den Merge

Auch die Altcoins um Marktführer Ethereum (ETH) konnten heute im Windschatten von Bitcoin zulegen.

So befindet sich der Ethereum-Kurs bei Redaktionsschluss auf 1.665 US-Dollar, wobei das Währungspaar ETH/BTC jedoch nicht über den Widerstand von 0,075 BTC hinauskommt.

ETH/BTC-Tagesdiagramm (Binance). Quelle: TradingView

Mit dem lang ersehnten Merge bzw. dem Umstieg auf das Proof-of-Stake (PoS) Konsensverfahren in einem Monat könnten jedoch auch Reibungen innerhalb der Community kommen.

„Das größte derzeitige Risiko für die Kryptomärkte ist der ETH-Merge, der für den September geplant ist“, wie QCP feststellt.

Allerdings hätte der Markt „bereits eingepreist, dass die Hardfork Probleme mit sich bringen könnte“.

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