Einträge von Hodl

Kraken ist die nächste Börse, die den XRP-Handel einstellt

Die Liste der Krypto-Börsen, die den XRP-Handel aus ihren Diensten für US-Bürger stoppen, wächst weiter mit dem Zusatz von Kraken. Kraken wird den XRP Handel für Menschen in den USA am 29. Januar aussetzen. Dies hat die in San Francisco-basierte Krypto-Börse am Freitag angekündigt. Während US-Benutzer immer noch in der Lage sein werden, XRP nach […]

Lieber richtig als schnell – US-Zentralbank will sich mit eigener Digitalwährung Zeit lassen

Die amerikanische Zentralbank sieht keinen zeitlichen Druck für die Einführung einer eigenen Digitalwährung.

Jerome Powell, der Chef der amerikanischen Zentralbank, warnt, dass Stablecoins schneller als erwartet systemimmanent werden könnten. Nichtsdestotrotz, oder vielmehr gerade deshalb, will die „Fed“ bei der Entwicklung ihrer eigenen Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) den Schwerpunkt auf Qualität anstatt auf Geschwindigkeit setzen.

Stablecoins sind Kryptowährungen, die an einen externen Vermögenswert wie zum Beispiel Fiatwährungen oder Gold angebunden sind, wodurch sie ihre namensgebende (Wert-)Stabilität erhalten. Aus diesem Grund eignen sie sich ganz besonders als Zahlungsmittel.

Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) sind die Antwort der Zentralbanken auf die privatwirtschaftlichen Stablecoins, doch obwohl sie wie diese meist auch auf einer Blockchain angelegt sind, fehlen ihnen viele charakteristische Merkmale von Kryptowährungen. So sind CBDCs nicht wirklich dezentralisiert und unabhängig, da sie unter der Kontrolle der herausgebenden Zentralbanken stehen. Im Prinzip handelt es sich dabei also um eine Blockchain-Version der jeweiligen Landeswährung.

Im Interview mit Yahoo Finance erklärt Powell in diesem Zusammenhang, dass der technologische Fortschritt privaten Unternehmen inzwischen ermöglicht hat, ihre eigenen Währungen zu schöpfen. Solche Privatwährungen hätten sich in der Vergangenheit jedoch als problematisch erwiesen:

„Der technologische Fortschritt macht es möglich, dass private Unternehmen quasi ihre eigenen Digitalwährung drucken können. In der Vergangenheit haben wir gesehen, dass die Bevölkerung diese Digitalwährungen als normales Geld versteht, aber irgendwann wird klar, dass es sich dabei nicht um normales Geld handelt. Das ist nicht gut, weshalb wir ein solches Szenario vermeiden müssen.“

Powell gibt an, dass er sich vorstellen könnte, dass Stablecoins schneller als erwartet eine große Rolle spielen und regelrecht „systemimmanent“ werden. Allerdings räumt er ein, dass die US-Zentralbank noch keinen genauen Plan hat, wie sie in einer solchen Situation handeln würde, da sie die damit einhergehenden Risiken erst ansatzweise versteht:

„Stablecoins könnten von jetzt auf gleich systemimmanent werden, wobei wir noch weit davon entfernt sind, die dadurch entstehenden Risiken abfedern zu können. Die Bevölkerung erwartet von uns, dass wir das können, und sie hat auch ein Recht, das zu erwarten. […] Dementsprechend hat das für uns oberste Priorität.“

Doch selbst diese Dringlichkeit veranlasst die „Fed“ nicht zu einem Schnellschuss, obwohl Russland, China, Schweden, Australien und die Europäische Zentralbank (EZB) bereits an entsprechenden Digitalwährungen forschen und arbeiten. Besonders die chinesische Zentralbank eilt dabei mit großen Schritten voran, doch Powell zeigt sich davon unbeeindruckt, denn durch den Status als globale Leitwährung hätte die USA ohnehin einen entscheidenden Vorteil:

„Da wir die globale Leitwährung sind, fühlen wir uns dazu verpflichtet, diese Sache richtig zu machen. Wir haben keinen Druck, die ersten sein zu müssen. Weil wir die globale Leitwährung sind, haben wir ohnehin einen First-Mover-Vorteil.“

Die Zuversicht von Powell teilen jedoch nicht alle Beobachter. So hatte ein ehemaliger japanischer Finanzminister im Oktober gewarnt, dass die chinesische Digitalwährung einen entscheidenden Vorsprung erzielen könnte, falls der Digitale Yuan als erstes an den Start geht.

Der Präsident des Chinesischen Finanzverbands weist diese Befürchtungen jedoch zurück, da der Digitale Yuan nicht so konzipiert ist wie der geplante Facebook Stablecoin Libra. Dementsprechend hätte China auch kein Interesse, andere Landeswährungen zu ersetzen.

Eine amerikanische Zentralbank-Digitalwährung ist auf jeden Fall noch weit entfernt, denn für Powell spielt der Faktor Zeit letztendlich nur eine untergeordnete Rolle:

„Wir wollen es lieber richtig als schnell machen, und das wird seine Zeit brauchen. […] Es wird also eher Jahre brauchen als Monate.“

Cardano-Gründer: Afrika bietet massives Potenzial für DeFi

Die „DeFi-Revolution“ geht laut Charles Hoskinson vom afrikanischen Kontinent aus.

Der Cardano-Gründer Charles Hoskinson prognostiziert, dass der Bereich der Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi) in den nächsten drei Jahren 100 Millionen neue Nutzer hinzugewinnen wird, indem die Branche in den Entwicklungsländern Fuß fasst.

„Wer wird in diesen Ländern Kredite vergeben? Wer wird in diesen Ländern Versicherungen abschließen? Wer wird in diesen Ländern Zahlungsdienstleistungen anbieten? Jedenfalls kein Typ, der in New York lebt“, wie Hoskinson im Exklusivinterview mit Cointelegraph erklärt.

Das Blockchain-Netzwerk Cardano, das von Hoskinson gegründet wurde, will zu einem der führenden Player der Dezentralisierten Finanzdienstleistungen werden, indem es sich allen voran in Afrika eine große Nutzerschaft erschließen will.

Laut Hoskinson mangelt es der DeFi-Branche noch stark an Nutzern, wobei er wenig Chancen sieht, in westlichen Ländern eine kritische Masse zu erreichen, da die gesetzlichen Rahmenbedingungen hier zu restriktiv sind.

In Entwicklungsländern wäre die Gesetzeslage weitaus flexibler, was der Innovationsfreude und -geschwindigkeit der DeFi entgegenkommen würde.

„Da gibt es kein JPMorgan Chase. Da gibt es kein großes etabliertes Finanzsystem, das alles kontrolliert“, wie er zudem ergänzt.

Doch auch für die Bevölkerungen in den Entwicklungsländern wäre dies von Vorteil, denn die DeFi „eröffnen den ärmsten Menschen der Welt das Tor zu den Finanzmärkten“, wodurch sie sich Vermögen aufbauen bzw. ihr bestehendes Vermögen schützen könnten.

„Genau dafür haben wir Cardano entwickelt“, so Hoskinson abschließend.

Das gesamte Interview mit Charles Hoskinson können Sie auf dem YouTube-Kanal von Cointelegraph sehen.

Nvidia bestätigt: Krypto-Miner sind nicht schuld an Preisexplosion der RTX-30-Serie

Die Vize-Präsidentin von Nvidia bestätigt, dass die Krypto-Nachfrage aktuell gering ist, doch die Tür für spezielle Mining-Karten bleibt offen.

Der große Grafikkartenhersteller Nvidia hat bestätigt, dass die Lieferengpässe und die nachfolgende Preisexplosion der RTX-30-Serie lediglich auf die Nachfrage durch Gamer zurückzuführen ist, und nicht auf Krypto-Miner.

Colette Kress, die Vize-Präsidentin von Nvidia räumt in diesem Zusammenhang ein, dass ihr Unternehmen nicht gut erheben kann, wie hoch die Nachfrage von Krypto-Minern wirklich ist, aber nichtsdestotrotz ist sie überzeugt davon, dass diese keinen nennenswerten Anteil ausmacht.

Dass die Krypto-Community dennoch Verwendung für die Produkte des Herstellers hat, hatte zuletzt ein privater Miner aufgezeigt, der sich ein Mining-Rig aus 78 Nvidia RTX 3080 Grafikkarten gebaut hat. Diese Konstruktion soll im Laufe eines Jahres Ether (ETH) im Wert von 128.000 US-Dollar abbauen können.

Ein lukratives Geschäft, weshalb Kress die Tür für Krypto-Miner offen hält. Sollte die Nachfrage aus diesem Bereich wieder merkbar steigen, wäre dies eine gute Gelegenheit, um die CMP-Serie wiederzubeleben. Dabei handelt es sich um Grafikkarten, die Nvidia speziell auf Krypto-Mining zugeschnitten hat, weshalb hier auf Komponenten verzichtet wird, die für diesen Zweck unerheblich sind.

Wie Seeking Alpha berichtet, hatte Kress die entsprechenden Äußerungen am 12. Januar im Rahmen der J.P. Morgan Tech/Auto Forum Conference gemacht. So sagte sie:

„Sollte die Krypto-Nachfrage deutlich ansteigen, wäre dies eine gute Gelegenheit, um die CMP-Serie wiederzubeleben und die entstandene Nachfrage darüber zu bedienen.“

Allerdings sieht sie den Großteil der Nachfrage auch zukünftig aus dem Gaming-Bereich, denn zuletzt hätte allein der Hunger der Zocker die eigenen Produktionskapazitäten überwältigt.

Die Nutzbarkeit für Kryptowährungen sieht Kress schlicht in der Tatsache begründet, dass die Grafikkarten von Nvidia programmierbar sind, was der Firma schon in der Vergangenheit geholfen hat, neue Marktsegmente zu erschließen:

„Ja, Kryptowährungen sind interessant. Wie Sie wissen, sind unsere Grafikkarten schon seit vielen, vielen Jahren programmierbar, was zur Folge hat, dass immer neue Anwendungsbereiche dafür gefunden werden. Auch das hat unsere Nachfrage in den letzten Jahren ausgebaut. Krypto-Mining ist einer dieser Anwendungsbereiche.“

Laut Kress bleiben die Produktionskapazitäten von Nvidia mindestens noch bis zum Anfang des zweiten Quartals eingeschränkt, weshalb auch die Umsätze in dieser Zeit stagnieren werden.

IT-Branchenverband Bitkom: “Europa braucht den digitalen Euro”

Zum Ende der Konsultationsfrist der Europäischen Zentralbank über einen digitalen Euro hat der IT-Branchenverband Bitkom Forderungen nach einen digitalen Euro bekräftigt.

Der deutsche Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) hat in einer Stellungnahme vom 10. Januar den baldigen Start räumlich begrenzter Pilotprojekte für einen digitalen Euro angemahnt.

Bitkom fordert rasche Erprobung

Die vom Bitkom veröffentlichte Stellungnahme nimmt Bezug auf die am 12. Januar abgelaufene Konsultationsfrist der Europäischen Zentralbank (EZB) zu dem Thema.

Nach Ansicht des Digitalverbands Bitkom müsse “es jetzt vor allem darum gehen, zügig von der Theorie zur Praxis zu kommen”, schreibt dieser. Patrick Hansen, Bereichsleiter Blockchain beim Bitkom, fordert zu diesem Ziel den raschen Start “zeitlich und räumlich begrenzte Pilotprojekte”, um mit den gewonnenen Erfahrungen “die optimale technische Infrastruktur für einen digitalen Euro entwickeln” zu können.

Europa darf bei digitalen Währungen nicht abgehängt werden. Wir müssen das Tempo erhöhen, wenn wir den Vorsprung aufholen wollen, den andere bereits haben”, mahnt Hansen und verweist auf in China bereits seit geraumer Zeit laufenden Tests mit einem digitalen Yuan.

Ein digitaler Euro als digitale Zentralbankwährung (CBCD) sollte nach Ansicht “den bestehenden Finanzsektor nicht ersetzen, sondern ergänzen” und “mit der bestehenden Finanzinfrastruktur kompatibel sein”. Die Ausgabe des digitalen Euro sollte deshalb “am effizientesten über Geschäftsbanken und andere Finanzintermediäre erfolgen”.

Der Bitkom drängt aber gleichzeitig darauf, “dass ein digitaler Euro für alle zugänglich sein muss und zum Beispiel auch Offline-Zahlungen mit ihm ermöglicht werden sollten”. Weitere Positionen zum Thema digitaler Euro sind in einer vom Bitkom veröffentlichten ausführlichen Stellungnahme zur Konsultation der Europäischen Zentralbank zum digitalen Euro einsehbar, sowie im vom Bitkom veröffentlichten Infopapier “Digitaler Euro auf der Blockchain”.

Konsultation der EZB seit Oktober 2020

Die Europäische Zentralbank hatte am 12. Oktober eine öffentliche Konsultation über einen möglichen digitalen Euro eingeleitet, um ein Meinungsbild von Bürgern, Unternehmen, NGOs, Gewerkschaften und akademischen Organisationen einzuholen.

Der Bitkom fordert bereits länger eine Erprobung digitalen Zentralbankgelds im Euro-Raum. In seinem im April 2020 veröffentlichten Infopapier “Digitaler Euro auf der Blockchain” warnte der Bitkom schon damals, Europa drohe bei einem internationalen Wettrennen um CBCDs, den Anschluss zu verlieren.

Österreichische Finanzmarktaufsicht legt Zwischenbericht zu neuen Krypto-Regularien vor

Die österreichische Finanzmarktaufsicht hat ein Jahr nach Inkrafttreten der Lizenzpflicht für Krypto-Dienstleister eine erste Bestandsaufnahme vorgelegt.

Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat ein Jahr nach Inkrafttreten der Registrierungspflicht für Krypto-Dienstleister Anfang 2020 am 7. Januar eine Pressemitteilung über den aktuellen Stand veröffentlicht.

Kontrolle von Krypto-Dienstleistern

Zu der im Rahmen einer Verschärfung geltender Geldwäschebestimmungen für Kryptobörsen, Wallet-Betreiber und andere Krypto-Dienstleister eingeführten Registrierungspflicht seien bislang 40 Anträge erfolgt, von denen 18 zur Ausstellung einer entsprechenden Lizenz führten.

Bei den 18 registrierten Unternehmen handelt es sich laut FMA “großteils um Dienstleister, die elektronische Geldbörsen und Tauschplattformen betreiben”. Wie wichtig die obersten Finanzmarktaufseher Österreichs das Thema behandeln, macht folgender Kommentar der FMA Vorstände Helmut Ettl und Eduard Müller deutlich:

“Die FMA verfolgt einen klaren Null-Toleranz-Ansatz im Bereich der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Im Bewusstsein der mit virtuellen Währungen einhergehenden Risiken haben wir daher im Vorjahr eine weitere Lücke geschlossen und hier die Registrierungspflicht für Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, eingeführt.”

Die laufende Aufsicht über bereits registrierte Unternehmen stelle auch im Jahr 2021 “einen Aufsichtsschwerpunkt der FMA dar, so die beiden Vorstände weiter.

Die FMA folge dabei dem “Proportionalitätsprinzip”, so die Mitteilung, dem die jeweilige Aufsichtsintensität angepasst werde. Berücksichtigt werde neben Unternehmensgröße deren “Geschäftsmodell und der damit verbundenen Risiken, für Zwecke der Geldwäscherei oder Terrorismusfinanzierung missbraucht zu werden”.  Risikofaktoren, wie das Ausnützen von Anonymität, die Verschleierung der Mittelherkunft zu identifizieren und zu mitigieren, würden dabei immer mit berücksichtigt.

Ähnliche Gesetzeslage in Deutschland

Auch in Deutschland unterliegen Kryptobörsen und -verwahrer seit rund einem Jahr einer Lizenzpflicht. Kryptowerte wie Kryptowährungen und Security Token waren durch eine Gesetzesänderung vom Ende 2019 in die Liste der offiziellen Finanzinstrumente aufgenommen worden. Als Rechtsfolge gelten auch für Kryptowerte die für Finanzinstrumente bestehenden Regulierungsbestimmungen. Über den Stand der aktuellen Lizenzvergabe informierte die Aufsichtsbehörde BaFin zuletzt im Dezember 2020.

Tether muss blank ziehen – Gefahr für Bitcoin?

Ist der Stablecoin Tether (USDT) wirklich von genügend Rücklagen gedeckt? Diese Frage hängt bereits seit längerem wie ein Damoklesschwert über dem Krypto-Space. Doch bald könnte darüber endgültig Klarheit herrschen. Nicht nur die Notenbanken haben 2020 die Geldruckmaschinen auf Hochtouren laufen lassen. Auch Tether Limited, Herausgeberin des Stablecoins Tether, hat im vergangenen Jahr so viele USDT-Token […]

Britischer Vermögensberater fordert Generalverbot für Krypto-Transaktionen

Neil Liversidge will mit einer Petition ein Verbot für Krypto-Transaktionen erwirken.

Der britische Vermögensberater Neil Liversidge hat die Regierung von Großbritannien dazu aufgefordert, Krypto-Transaktionen zu verbieten.

Liversidge, der die Vermögensberatung West Riding Personal Financial Solutions betreibt, hat zu diesem Zweck eine Petition gestartet, die Transaktionen in Form von Bitcoin (BTC) und anderen Kryptowährungen verbieten lassen will. So heißt es hier:

„Zahlungen in Form von Kryptowährungen durch britische Staatsbürger und Unternehmen müssen gesetzlich verboten werden. Die britischen Finanzaufsichtsbehörden FCA und PRA wären dementsprechend damit beauftragt, dieses Verbot durchzusetzen.“

Der Vermögensberater begründet dies mit der altbekannten Kritik, dass Kryptowährungen wie Bitcoin keinen intrinsischen Wert haben, was sie „zu einer destabilisierenden Gefahr“ für die Gesellschaft machen würde. Zudem würden sie oftmals für „kriminelle Aktivitäten“ benützt, und obendrein wäre das Krypto-Mining „schädlich für die Umwelt“.

Laut der offiziellen Regierungswebseite, auf der die Petition online gestellt wurde, ist diese noch bis zum 7. Juli 2021 offen. Bisher wurden allerdings erst 108 Unterschriften gesammelt.

Im Interview mit dem Branchenmagazin Professional Adviser meinte Liversidge am 13. Januar, dass ein solches Generalverbot für Krypto-Transaktionen Großbritannien dabei helfen würde, die Wirkungsmacht von Kryptowährungen für kriminelle Aktivitäten drastisch zu reduzieren. „Die Behörden werden sie nie alle kriegen, sie werden nicht mal einen Großteil davon stoppen, aber wenn wir ihnen die finanzielle Grundlage entziehen, können wir ihre Macht deutlich verringern“, wie der Vermögensberater dahingehend argumentiert.

Des Weiteren prognostiziert Liversidge, dass von einem britischen Verbot eine Signalwirkung ausgehen würde, die den gesamten Kryptomarkt einstürzen lassen würde: „Wenn Großbritannien zum Vorreiter wird, und ein Verbot für Krypto-Transaktionen verhängt, so wie ich es fordere, dann löst das eine Kettenreaktion aus, die Kryptowährungen crashen lässt.“

Dementsprechend rät der Vermögensberater allen Anlegern, ihre Krypto-Vermögen schnellstmöglich zu verkaufen: „Falls Sie momentan noch Kryptowährungen besitzen, rate ich Ihnen, einen noch größeren Idioten zu finden, an den Sie diese jetzt noch schnell verkaufen können.“

Gegenüber Cointelegraph gibt Liversidge an, dass er „niemals Kryptowährungen besessen hat und auch nie welche kaufen wird“, selbst wenn er wüsste, dass diese ihm einen hundertfachen Gewinn bringen.

Der Rekordlauf von Bitcoin bis auf 42.000 US-Dollar hat der marktführenden Kryptowährung nicht nur viele neue Fans beschert, sondern auch viele neue Kritiker und Neider. Anatoly Aksakov, ein Abgeordneter der russischen Staatsduma, hatte am 14. Januar seine Kritik erneut bekräftigt, indem er Bitcoin als „Spekulationsblase“ betitelte, die „früher oder später platzen wird“. Die EZB-Chefin Christine Lagarde bezeichnete Bitcoin am 13. Januar wiederum als „hoch spekulatives Investitionsprodukt“, das Geldwäsche begünstigen würde.

Bitcoin fängt sich bei 35.000 US-Dollar, Altcoins trotzen dem Trend der Finanzmärkte

Die Bullen stoppen den nächtlichen Abschwung von Bitcoin, während die Altcoins im Plus liegen.

Den Hoffnungen, dass Bitcoin (BTC) zurück über die 40.000 US-Dollar Marke klettert, wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Riegel vorgeschoben, nachdem sich an einem Widerstand neuer Verkaufsdruck entwickelt hat.

Wie die Daten von Cointelegraph Markets und TradingView zeigen, ist der Bitcoin-Kurs dadurch zwischenzeitlich bis auf ein Tief von 34.368 US-Dollar abgerutscht, ehe es wieder zurück bis auf 37.300 US-Dollar ging.

Marktvisualisierung von Coin360

Hintergrund für den Durchhänger könnte sein, dass die Gerüchte um das geplante Corona-Hilfspaket von Joe Biden unter der Woche zunächst für einen Schub gesorgt hatten, der jedoch langsam verpufft, da immer mehr klar wird, dass einige Forderungen des Pakets wohl nicht umsetzbar sind.

Bitcoin-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

Zudem hatte sich zuletzt auch Christine Lagarde, die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), ablehnend über die marktführende Kryptowährung geäußert, die ihrer Meinung nach Geldwäsche begünstigt. Ein britischer Vermögensberater hat derweil eine Petition eingereicht, die zum Ziel hat, Krypto-Transaktionen in Großbritannien gänzlich zu verbieten.

Auch Finanzmärkte schwächeln

Allerdings sind politischer und gesellschaftlicher Gegenwind wohl nicht die einzigen Gründe für den Rücklauf von Bitcoin, denn auch die anderen Finanzmärkte sehen sich momentan gesteigertem Verkaufsdruck ausgesetzt.

So ging es auch für die beiden wichtigen amerikanischen Aktienindizes S&P 500 und NASDAQ leicht nach unten, die jeweils 0,72 % bzw. 0,73 % verloren haben. Der Dow Jones konnte sich derweil erfolgreich gegen die Bären zur Wehr setzen und erreicht immerhin ein Plus von 0,3 %.

Der erweiterte Blick auf die Märkte zeigt, dass Gold und Silber um 1,07 % bzw. 3,17 % ins Minus rutschen, während der Ölmarkt und US-Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit ebenfalls um 2,93 % bzw. 3,59 % abrutschen.

Altcoins trotzen dem Trend

Bitcoin-Tagesdiagramm. Quelle: Coin360

Lediglich die Altcoins können diesem Trend trotzen. So schafft Chainlink (LINK) über Nacht einen Aufschwung von 13,9 %, der ihren Kurs auf 20,50 US-Dollar katapultiert. Cosmos (ATOM) krönt sich mit einem Zuwachs von 21,62 % zum Sieger der letzten 24 Stunden, wodurch für diesen ein neuer Kurs von 7,81 US-Dollar auf dem Tableau steht.

Für Ether (ETH) ist die Situation hingegen ähnlich wie bei Bitcoin. So verliert die zweitgrößte Kryptowährung 4,8 % und fällt dadurch auf 1.172 US-Dollar ab.

Die Gesamt-Marktkapitalisierung beläuft sich aktuell auf 1 Bio. US-Dollar, wobei der Marktanteil von Bitcoin 68 % ausmacht.

Blockchain-Plattform für Wertpapierleihe HQLAx gewinnt Großbanken als Investoren

Die auf die Verleihung von Wertpapieren spezialisierte Blockchain-Plattform HQLAx hat bei einer Investitionsrunde 14,4 Millionen Euro erhalten.

Die auf die Verleihung von Wertpapieren zwischen Finanzinstituten spezialisierte Blockchain-Plattform HQLAx hat erfolgreich eine strategische Investitionsrunde in Höhe von 14,4 Mio. Euro abgeschlossen. Dies gab das Unternehmen am 11. Januar per Pressemitteilung bekannt.

Branchengrößen als Partner

Die Investitionsrunde wurde unter der Leitung von BNY Mellon, Goldman Sachs, BNP Paribas Securities Services und Citigroup sowie mit Beteiligung der Gruppe Deutsche Börse als langjährigem strategischen Partner durchgeführt.

Mit dem zusätzlichen Kapital will HQLAx ihrem langjährigen Ziel näherkommen und nach eigener Aussage die Finanzbranche “beim Überwinden fragmentierter Sicherheitenpools in Europa” unterstützen.

Um dies zu erreichen, will HQLAx den Bereich Wertpapierleihe und Sicherheitsmanagement mit Hilfe von Blockchain-Technologie effizienter gestalten. Die HQLAx-Plattform erlaubt es Finanzmarktteilnehmern, “das Eigentum an Wertpapieren reibungslos über verschiedene Sicherheitenpools hinweg zu exakten Zeitpunkten zu übertragen”.

Wie HQLAx ebenfalls bekannt gab, werden sich BNY Mellon, BNP Paribas Securities Services, Citigroup und Goldman Sachs “im Jahr 2021 an die HQLAx-Plattform anschließen, um die Mobilität von Sicherheiten für ihre Kunden in der gesamten Wertpapierbranche zu verbessern”.

BNY Mellon werde sich “sowohl als Triparty-Agent als auch als Agent Lender anschließen, Goldman Sachs als Principal, BNP Paribas Securities Services als Triparty-Agent und Citibank als Verwahrer”, so das Unternehmen weiter.

Stephan Leithner, Mitglied des Vorstands der Deutschen Börse und Chairman von Clearstream, beschreibt die Vorteile der HQLAx-Plattform mit folgenden Worten:

“Der Beitritt solch gewichtiger Branchenakteure als Aktionäre und Kunden ist ein tolles Signal. Innovative und zukunftsorientierte Marktinfrastrukturen sind für flexible und effiziente Finanzmärkte unerlässlich”.

Langjährige Kooperation mit der Deutschen Börse

Die Deutsche Börse und HQLAx arbeiten bereits seit 2018 zusammen. Die gemeinsam entwickelte Blockchain-Lösung für den Wertpapierleihemarkt ist bereits seit Ende 2019 in Betrieb.