Alles im Blick: Die wichtigsten Krypto-News der Woche | BTC-ECHO

Evergrande steht vor der Pleite; Sorare nimmt Rekord-Funding ein; Twitter implementiert Krypto-Trinkgelder; Binance setzt Derivate-Handel aus und PBoC verbietet Krypto-Transaktionen.

Eine weitere aufregende Woche im Krypto-Space neigt sich dem Ende. Die wichtigsten Ereignisse um Bitcoin und Co. kompakt im Überblick.

Drohende Evergrande-Pleite zieht Krypto-Kurse in den Keller

Evergrande droht die Pleite. Das zweitgrößte Immobilienunternehmen Chinas hat über die Jahre einen gigantischen Schuldenberg von insgesamt 300 Milliarden US-Dollar angehäuft. Bis Freitag hätte der Konzern Zinszahlungen in Höhe von 83,5 Millionen US-Dollar begleichen müssen. Die Frist ließ Evergrande jedoch kommentarlos verstreichen, obwohl man einen Tag zuvor noch mitteilte, dass man die Forderung in jedem Fall würde bezahlen können. Der Finanzsektor fürchtet sich nun vor einem “Lehman Brothers 2.0”.

Die Angst färbte auch auf den Krypto-Space ab. So folgte eine Kurs-Achterbahnfahrt. So sackte beispielsweise Bitcoin nach Bekanntwerden der Nachricht am Mittwoch um 6 Prozent ab, erholte sich tags darauf um 4 Prozent und musste am nach dem Verstreichen der Zinsfrist am Freitag die zurückeroberten Positionen wieder aufgeben.

Unklar bleibt weiterhin, ob Peking im Ernstfall bereit ist, finanzielle Hilfestellung zu geben. Medienberichten zufolge bereiten sich diverse Lokalregierungen bereits auf einen möglichen Kollaps vor. Derweil musste die Aktie von Evergrande zu Redaktionsschluss ein 11-prozentiges Tagesminus hinnehmen.

PBoC verbietet Krypto-Transaktionen

Hinzu gesellen sich weitere schlechte Neuigkeiten aus dem Reich der Mitte. Die Peoples Bank of China (PBoC) soll in einer Fragestunde ein Verbot für Krypto-Transaktionen ausgesprochen haben. Das meldete Bloomberg in einem Bericht. Ferner will die Zentralbank auch inländische Exchanges dichtmachen sowie ausländischen Börsen den Zugang zum chinesischen Binnenmarkt verbieten.

“Die Erbringung von Dienstleistungen durch virtuelle Währungsbörsen im Ausland für in China ansässige Personen über das Internet ist ebenfalls eine illegale Finanzaktivität”, hieß es in dem PBoC-Statement. Generell sollen Finanzinstitute künftig nicht mehr in der Lage sein, mit dem Krypto-Sektor zu interagieren.

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Krypto-Start-up Sorare nimmt Rekordsumme aus Funding ein

Das NFT-Fußballsammelkartenspiel Sorare schrieb diese Woche europäische Geschichte. Das Pariser Unternehmen konnte in einer Finanzierungsrunde rekordträchtige 680 Millionen US-Dollar einnehmen. Eine solch gigantische Summe konnte bisher keine europäische Firma einnehmen. Mit den neuen Geldmitteln stieg auch die Bewertung des Krypto-Start-ups auf nunmehr 4,3 Milliarden US-Dollar. Das frische Kapital will Sorare nun nutzen, um sich verstärkt am US-Markt zu positionieren und die eigenen NFT in Zukunft auch auf andere Sportarten ausdehnen.

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Twitter implementiert Lightning-Trinkgelder

Der Krypto-Finanzdienstleister Strike ist eigenen Angaben zufolge eine Partnerschaft mit Twitter eingegangen. Gemeinsam wolle man kostenlose, schnelle und globale Transaktionen ermöglichen. In einem ersten Schritt soll es nun auf der Social-Media-Plattform möglich sein, Trinkgelder für Tweets zu verschicken. Dabei kommuniziert der Strike CEO, dass er der Leitlinie seines Unternehmens treu bleiben möchte und kein Prozentsatz der versendeten Transaktionen an Twitter oder Strike geht.

Die grundlegende Idee bezieht sich dabei darauf, dass Social-Media-Plattformen zukünftig monetäre Transferdienstleistungen anbieten. Über Facebook, Twitter und Co. könnten Beträge in der nationalen Währung zunächst in Bitcoin umgewandelt, versendet und im Anschluss in die Landeswährung des Empfängers umgewechselt werden.

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Binance setzt Frist für Derivate-Stopp in Deutschland

Ende Juli schockte die Einstellung des Futures- und Derivate-Handels auf der weltweit größten Krypto-Börse Binance für Aufsehen. Damals bat man User aus Deutschland, Italien und den Niederlanden, offene Positionen zu schließen. Dafür wollte man den Nutzern 90 Tage Zeit geben. Der Beginn der Frist werde “zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt”. Dieser Moment schien am Freitag gekommen. So berichteten mehrere Nutzer von einer Mail der Krypto-Börse, worin Binance verkündete, den Derivate-Handel ab dem 23. Dezember um 23:59 Uhr UCT einzustellen. Dazu forderte man Kunden auf, offene Positionen zu schließen.

Zu Redaktionsschluss gab es zu der Mail noch keine öffentliche Erklärung seitens Binance. Weder im Blog der Plattform noch auf den Social-Media-Kanälen. Ebenso erhielten nicht alle User die entsprechende Mitteilung. Bis zu einer offiziellen Stellungnahme der Krypto-Börse sollte man die Information vorerst mit Vorsicht genießen.

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Security Token im Berliner Blockchain-Ökosystem | BTC-ECHO

Unter dem Begriff Security Token, Equity Token, tokenisiertes Wertpapier oder digitales Wertpapier versteht die BaFin Token, dessen Inhaber mitgliedschaftliche Rechte oder schuldrechtliche Ansprüche zustehen, die denen eines Aktieninhabers oder Inhabers eines Schuldtitels vergleichbar sind (zum Beispiel Ansprüche auf Dividenden-ähnliche Zahlungen, Mitbestimmung, Rückzahlungsansprüche, Verzinsung).

Die ersten STOs wurden 2017 im Zuge des ICO Booms durchgeführt, um durch Einhaltung von regulatorischen Vorgaben, weiterhin die Effizienz- und Kostenvorteile einer tokenisierten Kapitalmarktemission über Smart Contracts zu genießen und gleichzeitig die vielseitigen Nachteile der unregulierten ICOs zu umgehen. 

Mit einem Volumen in Höhe von 442 Millionen US-Dollar im Jahr 2018 und 450 Millionen im Jahr 2019 blieb der erwartete Hype um die STOs jedoch aus und andere Themen wie NFT, Social Token oder DeFi dominierten die Schlagzeilen. Zum Ende des Jahres 2020 nahm das Thema Security Tokens mit dem Einstieg von institutionellen Investoren wie etwa der Warburg Bank wieder Fahrt auf und aus einem aktuellen Bericht von Tangany wird das Marktvolumen von Security Token für 2026 auf mehr als 900 Milliarden Euro geschätzt. 

Ein weiterer Meilenstein für den deutschen STO-Markt stellt die tokenisierte Emission von Namensaktien der TEN 31 Bank dar. Als erste Gesellschaft in der Geschichte der deutschen Finanzindustrie wird die Bank voraussichtlich im Oktober tokenisierte Namensaktien im Publikumsverkehr zur Zeichnung anbieten. Der zugehörige Wertpapierprospekt ist bereits von der BaFin freigegeben worden. Damit steht Aktiengesellschaften in Deutschland neben dem klassischen Börsengang nun eine neue und effiziente Möglichkeit der Kapitalbeschaffung über Eigenkapital zur Verfügung. Aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen wurden in Deutschland bislang lediglich schuldverschreibungsähnliche Finanzvehikel tokenisiert. Allerdings ist das Konzept der tokenisierten Namensaktie schon länger bekannt und wäre auch schon weitaus früher möglich gewesen. Bereits im September 2019 beschrieb Lutz Auffenberg, der Gründer von Fin Law, in seinem Blog die Möglichkeit, Namensaktien nach deutschem Recht zu tokenisieren.

Die Rolle Berlins in dem aktuellen Aufschwung der Security Token 

Auch wenn Frankfurt allgemein als Zentrum der deutschen Finanzindustrie gilt, spielte Berlin schon seit Beginn des deutschen STO-Marktes eine wichtige Rolle. Im März 2019 wurde der erste deutsche STO von der BaFin gebilligt. Emittent war die das Berliner Unternehmen Bitbond Finance und obwohl das Finanzierungsziel von 3,5 Millionen Euro verfehlt wurde, war das Ergebnis von über 2,1 Millionen Euro für ein völlig neues Asset immer noch mehr als bemerkenswert.

Aktuelle Neuigkeiten aus Berlin kamen im letzten Monat von der BMCP GmbH. Diese haben als technischer Dienstleister am 16. August gemeinsam mit dem TV- und Print-Magazin “Welt der Wunder” einen Security Token mit einem Volumen von 25 Millionen Euro emittiert. Allein über das Fernsehen erreicht Welt der Wunder jeden Monat 15 Millionen Zuschauer und weitere 12 Millionen über ihren Online-Auftritt.

Weitere spannende Neuigkeiten aus Berlin kamen diesen Sommer mit dem ersten Security Token Offering in der deutschen Automobilbranche. Das Angebot des Berliner Unternehmens Auto1 Fintech richtet sich an professionelle Anleger und die technische Abwicklung wird von Ive.one, der Investitionsplattform des Frankfurter Fintechs Agora Innovation, übernommen.

Auch der Kongress “Sachwerte digital”, der 2021 zum 5. Mal stattfindet, findet wieder in Berlin statt. Am 18. November wird im Motorwerk Berlin während Podiumsdiskussion mit Vertretern verschiedener Banken und auch Sven Wagenknecht dem Chefredakteur von BTC-ECHO über das Thema Security Tokens diskutiert.

Über BerChain e.V.

BerChain e.V. ist ein gemeinnütziger, Mitglieder-geführter Verein mit Sitz in Berlin, der die Berliner Blockchain-Community aus dem gesamten Blockchain-Ökosystem und darüber hinaus verbindet und fördert und Berlin als globale Blockchain-Hauptstadt positioniert. BerChain ermöglicht Wissenschafts- und Forschungsaktivitäten, Bildung und Ausbildung rund um das Thema Blockchain und fördert dadurch das lokale Berliner Blockchain-Ökosystem. Auf diese Weise will BerChain ein einzigartiges interdisziplinäres Umfeld schaffen und das Wachstum der lokalen Blockchain-Community beschleunigen.

Seit März 2021 sind BerChain e.V. und die BTC-ECHO GmbH Medienpartner.

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Binance: Börse hilft der US-Justiz im Kampf gegen Krypto-Geldwäsche

Die Kryptobörse Binance hat überraschenderweise seine Zusammenarbeit mit den US-Strafverfolgungsbehörden bei einer Untersuchung gegen russische Geldwäscher bekannt gegeben.

Rund um den Globus steht die Krypto-Börse Binance unter heftigem regulatorischen Beschuss. Insbesondere in diesem Kontext lässt daher eine Neuigkeit aufhorchen. Denn Binance hat nun mit der US-Justiz gemeinsame Sache gemacht, um eine russische Krypto-Börse wegen Geldwäsche hochzunehmen. 

Suex, so der Name dieser russischen Krypto-Börse, hat angeblich Geld für Cyberkriminelle gewaschen. Am Mittwoch kündigte das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums eine Reihe von Maßnahmen an, die gegen Kryptoadressen ergriffen werden sollen, die zu Suex gehören. In einem Blogbeitrag hat Binance seine Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden erläutert.

“Auf der Grundlage einer umfassenden Prüfung durch unser Untersuchungsteam wurden mehrere Konten, die mit den in der OFAC-Ankündigung genannten Adressen in Verbindung stehen, Anfang dieses Jahres identifiziert und entsprechende Maßnahmen gegen sie ergriffen“

, heißt es zu dieser Angelegenheit in dem Binance-Beitrag. Geld im Zusammenhang mit Cyberangriffen wird oft über verschachtelte Dienste und Börsenkonten gewaschen. Dies geschah in dem Falle wohl auch über Konten bei Binance. Nach Angaben der Exchange wurden die illegalen Aktivitäten von Suex nach einer internen Prüfung von bestimmten Unterlagen bekannt. Daraufhin teilte Binance den US-Strafverfolgungsbehörden seine Erkenntnisse gegen Suex mit.

Binance CEO denkt nun doch über Hauptsitz nach

Mehrere Konten konnte Binance allerdings schon Anfang dieses Jahres identifizieren. Die Börse hat diese Konten auf Grundlage interner Sicherheitsvorkehrungen vom Netz genommen. Informationen zu den in der Ankündigung genannten Adressen sowie weitere Informationen aus der internen Untersuchung gab sie an die zuständigen Behörden weiter.

Allerdings wird man angesichts des von Binance veröffentlichten Posts auch das Gefühl nicht los, dass die Börse versucht, sich vom Saulus zum Paulus zu machen. Denn vor dieser Kooperation hatte Binance schon seit einigen Jahren Dienste für nicht verifizierte Nutzer angeboten. Dadurch konnten Kriminelle die Plattform ganz sicher auch für unlautere Aktivitäten nutzen. Aus diesem Grund wurde Binance Berichten zufolge auch von US-Behörden wegen Verstößen gegen die AML-Vorschriften untersucht.

CEO Changpeng “CZ” Zhao kündigte derweil in einem Interview mit der South China Morning Post an, die Exchange an einen zentralen Hauptsitz zu verlegen. Der derzeitige dezentrale Betrieb sei aus “Compliance-Gründen” aufzugeben. Die Börse hat sogar Ermittler und Ex-Beamte von Top-Behörden eingestellt, um die Plattform bei der Einhaltung von Finanzgesetzen zu unterstützen.

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Abverkauf von Ethereum, Solana und Cardano nach erneuten China-News

Der Kryptomarkt kommt nicht zur Ruhe. Erneut sorgen Spekulationen um ein generelles Verbot des gesamten Kryptosektors in China für einen Ausverkauf am Gesamtmarkt. Neben Bitcoin (BTC), der in der Spitze rund 10 Prozentpunkte absackte, legen auch alle drei analysierten Altcoins Ethereum (ETH), Solana (SOL) und Cardano (ADA) den Rückwärtsgang ein.

Ethereum (ETH): Der Chart wirkt angeschlagen

  • Kurs (ETH): 2.927 US-Dollar (USD) (Vorwoche: 3.530 USD)
  • Widerstände/Ziele: 2.956 USD, 3.151 USD, 3.446/3.361 USD, 3.597 USD, 3.807 USD, 3.976 USD, 4.374 USD, 5.073 USD, 5.393 USD, 6.014 USD, 7.027 USD, 8.666 USD
  • Unterstützungen: 2.733 USD, 2.659 USD, 2.611/2.540 USD, 2.447 USD, 2.344 USD, 2.280 USD, 2.174 USD, 2.022/2.050 USD, 1.930 USD, 1.792 USD, 1.713 USD, 1.664 USD, 1.545 USD, 1.489 USD, 1.425 USD, 1.359 USD
Kursanalyse Ethereum (ETH) KW36

Kursanalyse auf Basis des Wertepaares ETH/USD auf Bitfinex

Der Ether-Kurs kann seine Zwischenerholung der Vorwoche nicht fortsetzen und rutschte zu Wochenbeginn deutlich gen Süden. Das Tief markierte Ethereum an der 2.659 USD-Marke. Diese Marke gilt es nun zwingend zu verteidigen. Die negativen Schlagzeilen aus China über ein generelles Transaktionsverbot jeglicher Kryptowährungen schickt die zweitgrößte Kryptowährung nach einer Zwischenerholung bis an den EMA50 (orange) erneut auf Talfahrt. Im Tief touchierte der Ether-Kurs am Vormittag erneut die starke Unterstützung bei 2.733 USD, welche bisher auf Tagesschlusskursbasis verteidigt werden konnte.

Bullishe Variante (Ethereum):

Die Zuversicht der Bullen währte nur kurz. Nachdem Ethereum bereits zu Wochenbeginn einen herben Kursabschlag zu verkraften hatte und sich lediglich an die Unterkante der blauen Range erholte, kam es am heutigen Freitag zu einem erneuten Abverkauf. Die Käuferseite muss nun versuchen den Ether-Kurs schnell zu stabilisieren, um weitere Kursrücksetzer abzuwenden. Gelingt ein Anstieg zurück über die 2.956 USD wäre dieses ein erstes kleines Anzeichen der Erholung. Relevant wird es für Ethereum im Bereich der 3.151 USD. Hier findet sich die Unterkante des blauen Bereichs sowie der EMA50 (orange). Gelingt eine Rückeroberung, wartet bei 3.245 USD jedoch der nächste Widerstand in Form des EMA20 (rot). Um auch diesen zu überspringen, und den Widerstandsbereich zwischen 3.361 USD und 3.446 USD anzuvisieren, bedarf es eines Kraftakts seitens der Bullen. Kann sich Ethereum oberhalb der 3.446 USD stabilisieren, ist ein Folgeanstieg bis an die Oberkante der blauen Zone bei 3.597 USD vorstellbar.

Erst wenn auch dieses Widerstandslevel per Tagesschlusskurs überwunden wird, rückt das 78er Fibonacci-Retracement bei 3.807 USD wieder in den Blick. Sollte auch dieser Widerstand überwunden werden, ist ein erneuter Angriff auf das Verlaufshoch bei 3.976 USD einzuplanen. Sollte auch dieser starke Widerstand nachhaltig durchbrochen werden, dürfte Ethereum bis in die lila Widerstandszone zwischen 4.185 USD und dem bisherigen Allzeithoch bei 4.374 USD marschieren. Im ersten Anlauf ist ein Sprung über die 4.374 USD als unwahrscheinlich anzusehen. Erst wenn diese Chartmarke nachhaltig durchbrochen werden kann, aktiviert sich das nächste Kursziel bei 5.073 USD.

Ein Ausbruch über diesen Widerstand ermöglicht einen Folgeanstieg bis an das 138er Fibonacci-Extension bei 5.393 USD. Mittelfristig wäre sodann ein Anstieg bis zur 6.014 USD vorstellbar. Hier verläuft das 161er Fibonacci-Extension der aktuellen Trendbewegung, welches die Anleger für erste Gewinnmitnahmen nutzen dürften. Zeigt der Ether-Kurs auch hier keine Schwächeanzeichen, ist perspektivisch die 7.027 USD vorstellbar. Das maximale Kursziel ist aus aktueller Sicht weiter bei 8.666 USD zu sehen.

Bearishe Variante (Ethereum)

Die Bären nutzen die Gunst der Stunde und drückten Ethereum am heutigen Freitagmorgen erneut zurück an den Schlüsselsupport bei 2.733 USD. Die Unsicherheit über die Entwicklung in China sorgte am gesamten Kryptomarkt für einen temporären Ausverkauf. In den letzten zwei Handelsstunden kann sich Ethereum jedoch vorerst von seinem Tagestief lösen. Die Bären müssen nun alles daran setzen den Ether-Kurs unter der 3.151 USD zu deckeln. Sodann dürften die Verkäufer erneut versuchen das Tagestief sowie das Wochentief bei 2.659 USD anzugreifen. Wird dieses Kursniveau sodann per Tagesschlusskurs durchbrochen, ist die rote Unterstützungszone als Zielbereich einzuplanen. In diesem Chartbereich verlaufen der MA200 (grün) sowie der EMA200 (blau), welche im ersten Anlauf halten geben dürften.

Weitere Abgaben wahrscheinlich

Eine Aufgabe dieser Zone wäre ein deutliches baerishes Indiz. Ein Rückfall bis 2.447 USD oder sogar 2.344 USD wäre wahrscheinlich. Neben dem 23er Fibonacci-Retracement findet sich hier auch das Ausbruchsniveau der Kursrallye vom 29. Juli 2021. Kommt es zu einem folgeschweren Bruch dieses Supportlevels, aktiviert sich das nächste relevante Kursziel bei 2.174 USD. Mittelfristig könnte Ethereum sogar den grünen Unterstützungsbereich anvisieren. Relevante Unterstützungen finden sich an der 1.930 USD sowie 1.713 USD. Sollte auch diese Unterstützung nachhaltig aufgegeben werden, ist auch eine Korrekturausweitung bis 1.545 USD und darunter nicht mehr auszuschließen. Insbesondere der lila Unterstützungsbereich zwischen 1.489 USD und 1.425 USD wäre ein mögliches Ziel dieser Abwärtswelle. Als maximal ableitbares Korrekturziel fungiert aktuell die Kreuzunterstützung bei 1.359 USD. Vorerst ist mit einem Abverkauf bis in diese Chartregion nicht zu rechnen.

Indikatoren (Ethereum)

Der RSI schaffte es bisher nicht, zurück in die neutrale Zone zwischen 45 und 55 anzusteigen. Somit ist hier weiterhin ein Verkaufssignal aktiv. Erst ein Sprung über die 55 generiert neues Aufwärtsmomentum. Der MACD-Indikator weist weiterhin ein Verkaufssignal auf. Auch im Wochenchart droht der RSI nun in die neutrale Zone einzutauchen. In Kombination mit einem frischen Verkaufssignal beim MACD würde sich das Chartbild bei Ethereum weiter eintrüben.

Solana (SOL): Solana weiter im Abwärtstrend gefangen

  • Kurs (SOL):  140,37 USD (Vorwoche: 138,60 USD)
  • Widerstände/Ziele: 146,51 USD, 160,94 USD, 169,14 USD, 200,09 USD, 216,52 USD, 239,24 USD, 278,38 USD
  • Unterstützungen: 141,02 USD, 128,85 USD, 121,79 USD, 110,28 USD, 97,60 USD, 82,64 USD, 79,00 USD, 70,85 USD, 64,06 USD, 58,61 USD, 55,13 USD, 47,89 USD
Kursanalyse Solana (SOL) KW36

Kursanalyse auf Basis des Wertepaares  SOL/USD auf Binance

  • SOL-Kurs kann 160,94 USD nicht überwinden und fällt erneut deutlich zurück.
  • 128,85 USD dient weiter als relevantes Unterstützungsniveau.
  • Maximales Kursziel auf der Oberseite bei 200,09 USD.

Solana rutscht nach einer temporären Kurserholung bis an die Trendkanaloberkante erneut gen Süden und dreht erst im Bereich des EMA50 (orange) bei 116 USD wieder leicht gen Norden. Die erneute Aufgabe des EMA20 (rot) am heutigen Freitag unterstützt die aktuell baerishe Tendenz von Solana. Fällt der SOL-Kurs nachhaltig unter das heutige Tagestief bei 128,85 USD zurück, wird Solana abermals das Wochentief anlaufen wollen.

Bullishe Variante (Solana)

Die Bullen schafften es in dieser Woche nicht, aus dem sich ausbildenden Trendkanal auszubrechen. In der Folge kam es zu einem erneuten Abverkauf bis an die 128,85 USD. Schafft es die Käuferseite den SOL-Kurs abermals im orangen Supportbereich zu stabilisieren und nicht zurück in Richtung des Wochentiefs wegbrechen zu lassen, könnten die Bullen mit einem blauen Auge davonkommen. Es gilt somit weiterhin den EMA20 (rot) bei 146,51 USD zurückzuerobern. Bricht der SOL-Kurs über diesen Widerstand nach Norden aus, und verlässt den Trendkanal, rückt erneut die 160,94 USD in den Blick. Oberhalb kommt es dann am Verlaufshoch bei 169,14 USD zu einer Richtungsentscheidung.

Wird dieser Widerstand dynamisch durchbrochen, rückt das 461er Fibonacci-Extension bei 200,09 USD wieder in den Blick der Anleger. Hier wird sich zeigen, ob der SOL-Kurs genug Momentum aufbauen kann, um das Allzeithoch bei 216,52 USD anzulaufen. Gelingt es diese Widerstandsmarke per Tagesschlusskurs zu durchbrechen, aktiviert sich das nächste Kursziel bei 239,24 USD. Hier findet sich das 561er Fibonacci-Extension. Mittelfristig könnte Solana sodann bis an das maximal ableitbare Kursziel bei 278,38 USD ansteigen. Das 661er Fibonacci-Extension ist vorerst weiterhin als das maximale Kursziel zu werten. 

Baerishe Variante (Solana)

Der Kurs von Solana kann seine Kursschwäche nicht nachhaltig ablegen und prallt deutlich am EMA20 (rot) gen Süden ab.  In der Folge testete Solana in den letzten Handelsstunden erneut die Unterkante des orangen Supportbereichs bei 128,85 USD. Gibt auch diese Kursmarke keinen Halt, ist ein Retest des Wochentiefs bei 116 USD einzuplanen. Spätestens an der 110,28 USD müssen sich die Bullen beweisen. An diesem multiplen Support aus Supertrend, EMA50 (orange) und horizontaler Unterstützung gilt es für die Bären den Verkaufsdruck aufrecht zu halten, um weitere Kursabschläge zu ermöglichen. Gelingt es den Verkäufern diese Marke zu durchbrechen, weitet sich die Korrektur bis mindestens 97,60 USD aus. Hier verläuft das 200er Fibonacci-Extension. Ein Rückfall unter diese Unterstützung rückt baerishe Kursziele zwischen 82,64 USD und 79,00 USD in den Blick. Die 161er Fibonacci-Extension, sowie insbesondere das Ausbruchsniveau vor der Kursrallye, wirken hier als starke Unterstützung.

Im ersten Versuch werden die Bullen dieses Kursniveau als Einstieg nutzen. Trübt sich das Bild am Gesamtmarkt, auch wegen der Neuerungen aus China, weiter ein, könnte Solana in den kommenden Handelswochen bis an die 70,85 USD korrigieren. Hier verläuft eine relevante horizontale Unterstützung aus der Vergangenheit. Fällt der SOL-Kurs darunter, weitet sich die Korrektur bis mindestens 64,06 USD aus. An dieser Kursmarke verläuft ein weiterer wichtiger horizontaler Support. Kommt es auch hier zu keiner deutlichen Gegenbewegung, dürfte Solana das maximale baerishe Kursziel in Form des alten Allzeithochs bei 58,61 USD anlaufen.

Hier, am alten Allzeithoch vom 19. Mai, ist mit starker Gegenwehr der Bullen zu rechnen. Auch der EMA200 (blau) findet sich in diesem Chartbereich. Das maximale Kursziel auf der Unterseite lautet weiterhin 50,07 USD. An dieser Kursmarke finden sich der MA200 (grün) gepaart mit dem Start der Kursrallye vom 15. August. Vorerst ist ein Rückfall an diese Kursniveaus jedoch weiter unwahrscheinlich. Erst wenn der SOL-Kurs deutlich unter die Unterstützung bei 110,28 USD wegbricht, steigt die Wahrscheinlichkeit einer nachhaltigeren Kurskorrektur deutlich an.

Indikatoren (Solana):

Der MACD-Indikator wie auch der RSI zeigen sich weiter baerish. Immerhin kann sich der RSI aktuell in der neutralen Zone zwischen 45 und 55 halten. Unterschreitet der RSI die 45, aktiviert sich auch hier ein frisches Verkaufssignal.

Cardano (ADA): ADA-Kurs prallt an EMA20 gen Süden ab

  • Kurs (ADA): 2,23 USD (Vorwoche: 2,33 USD)
  • Widerstände/Ziele: 2,15 USD, 2,30 USD, 2,46 USD, 2,60 USD, 2,76 USD, 2,86 USD, 3,02 USD, 3.36 USD, 3,92 USD, 4,83 USD, 6,29 USD, 7,75 USD  
  • Unterstützungen: 2,02 USD, 1,90 USD, 1,82 USD, 1,74 USD, 1,66/1,61 USD, 1,48 USD, 1,42 USD, 1,35 USD, 1,27USD, 1,19 USD, 1,10 USD, 1,00 USD, 0,93 USD
Kursanalyse Cardano (ADA) KW36

Kursanalyse auf Basis des Wertepaares ADA/USD auf Bittrex

  • ADA-Kurs kann sich nicht zurück über den EMA20 stabilisieren.
  • Solange Cardano nicht dynamisch zurück über 2,30 USD ansteigt ist der Blick gen Süden zu richten.
  • Bereich um 1,90 USD nun als zentrales Unterstützungsniveau

Wie nahezu alle Altcoins erleidet auch Cardano am heutigen Freitagmorgen einen deutlicheren Dämpfer. Der ADA-Kurs fällt ausgehend von 2,32 USD auf ein zwischenzeitliches Tagestief bei 2,06 USD, bevor sich Cardano aktuell auf 2,23 USD erholen kann und damit im Gegensatz zu Bitcoin einen Großteil seiner Tagesverluste wieder wettmachen. Ob und wie stark sich die negativen Nachrichten aus China in den kommenden Handelstagen auf den ADA-Kurs auswirken werden, bleibt abzuwarten. Solange Cardano sein Wochentief bei 1,90 USD nicht nachhaltig unterschreitet, könnte auch ADA mit einem blauen Auge davonkommen.

Bullishe Variante (Cardano)

Dem Kurs von Cardano gelang es in den letzten 14 Handelstagen nicht, zurück über seinen EMA20 (rot) anzusteigen. Nach dem Ausverkauf zu Wochenbeginn versuchte Cardano den multiplen Widerstand aus EMA50 (orange), EMA20 sowie horizontaler Widerstandslinie zu durchbrechen, scheiterte am heutigen Freitag jedoch erneut im Bereich der 2,30 USD. Erst wenn es den Bullen gelingt den ADA-Kurs per Tagesschlusskurs nachhaltig zurück über die 2,30 USD zu befördern und in der Folge auch den Resist bei 2,46 USD zu durchbrechen, ergeben sich Anstiegschancen bis in den roten Widerstandsbereich zwischen 2,60 USD und 2,76 USD. Hier finden sich neben horizontalen Widerstandslevel auch der Supertrend bei 2,76 USD. Wird auch diese Widerstandsmarke zurückerobert, rückt die Marke von 2,86 USD in den Blick. Zwischen 2,86 USD und 3,02 USD verläuft zudem das obere Bollinger-Band. Gelingt den Bullen eine Stabilisierung oberhalb der 138er Fibonacci-Extension, ist ein Retest des Allzeithochs wahrscheinlich.

Wird auch das Allzeithoch bei 3,10 USD in den kommenden Wochen nachhaltig überwunden, aktiviert sich das nächste Kursziel bei 3,36 USD. Hier verläuft das 161er Fibonacci-Extension, welches ein erstes wichtiges Kursziel darstellt. Kann Cardano sich sodann oberhalb der 3,02 USD stabilisieren, ist mittelfristig ein Durchmarsch bis an die 200er Fibonacci-Extension bei 3,92 USD vorstellbar. Wirkt sich die Einführung der Smart-Kontrakte zukünftig weiter positiv auf die dApp-Entwicklung aus, könnte Cardano bis Jahresende das übergeordnete Kursziel bei 4,83 USD anvisieren. Perspektivisch wäre in der Folge sogar ein Anstieg bis an das 361er Fibonacci-Extension bei 6,29 USD nicht auszuschließen. Als wichtiges langfristiges Kursziel ist weiterhin das 461er Fibonacci-Extension bei 7,75 USD ein mögliches Ziel für den ADA-Kurs.

Baerishe Variante (Cardano)

Der Kursverlauf unter dem EMA20 (rot) zeigt weiterhin, dass die Bären noch nicht aufgegeben haben. Schafft es die Verkäuferseite den Kurs unter 2.30 USD zu halten, droht sich die Abwärtsdynamik zu verfestigen. Ein Rückfall unter die 2,15 USD ist als weiteres Warnsignal anzusehen. Die Wahrscheinlichkeit für einen Retest des Wochentiefs steigt in der Folge weiter an. Fällt Cardano zurück in die blaue Unterstützungszone und rutscht durch die 2,02 USD bis an die 1,90 USD, wird es zu einem Kampf zwischen Käufern und Verkäufern um diese wichtige Marke kommen. Die Aufgabe des Kreuzsupports aus 61er Fibonacci-Retracement sowie des Verlaufstiefs vom 18. August dürfte den ADA-Kurs bis mindestens 1,82 USD wahrscheinlich aber direkt bis an die 1,74 USD führen. Hier verläuft auch das 50er Fibonacci-Retracement.

Gibt auch der Bereich im 1,74 USD keinen Halt, wird Cardano weiter nachgeben und bis in den Bereich zwischen 1,66 USD und 1,61 USD nachgeben. Hier verlaufen aktuell die beiden gleitenden Unterstützungslinien EMA200 (blau) und MA200 (grün). Auch das 38er Fibonacci-Retracement bei 1,56 USD wäre ein mögliches Kursziel. In der Folge könnte sogar das Ausbruchsniveau der aktuellen Kursbewegung bei 1,48 USD angelaufen werden. Hier könnten die Bullen eine neue Aufwärtsbewegung initiieren wollen. Weitere baerishe Kursziele finden sich bei 1,35, 1,27 und 1,10 USD. Noch ist es aber zu früh von einem Abverkauf bis in diese Chartregion auszugehen.

Indikatoren (Cardano)

Der RSI wie auch der MACD weisen weiterhin Verkaufssignale auf. Jedoch sind beide Indikatoren schon ziemlich weit zurückgekommen, was die Risiken eines Ausverkaufs kurzfristig begrenzen sollte. Erst wenn der RSI-Indikator aus der neutralen Zone zwischen 45 und 55 nach oben ausbrechen kann, ist von Indikatorseite weitere Unterstützung vorstellbar. Auch auf Wochensicht tendieren beide Indikatoren aktuell gen Süden. Neue Shortsignale dürften hier für weitere Abwärtsrisiken sorgen.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Die Chartbilder wurden mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,84 Euro.

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Cardano: Prototyp für DeFi-App-Store läutet neue Ära ein

Cardano führt kurz nach der Hard Fork Alonzo eine Plattform für zertifizierte, dezentrale Anwendungen ein, den Plutus dAppStore.

Input Output (IOHK), das Entwicklungsunternehmen hinter Cardano, hat einen Store für DeFi-Anwendungen angekündigt. Im Plutus dAppStore können Entwickler ihre Cardano dApps hochladen, sodass die Community sie dort leichter finden kann. In einem Blog-Beitrag am Mittwoch veröffentlichte IOHK eine Vorschau auf ihren neuen “integrierten Ansatz” für die Entwicklung des Cardano-Ökosystems im Vorfeld des Cardano Summit 2021. Dort wird eine erste Version des Plutus dAppStore präsentiert. 

Der Cardano Summit 2021 findet am 25. und 26. dieses Monats statt. Cardanos Leiter für Marke und Kommunikation, Sidney Vollmer, deutete an, dass einige der Partnerschaften, die während des Gipfels angekündigt werden, “die Leute umhauen werden”.

Erst kürzlich hatte Cardano die Ära der Smart Contracts eingeläutet. Ob die Hard Fork Alonzo eine Wende in der DeFi-Welt bringt und an der Vormachtstellung von Ethereum kratzt, bleibt vorerst abzuwarten. Während das eigentliche Upgrade reibungslos verlief, waren viele in der Community enttäuscht, dass nur eine sehr geringe Anzahl von Anwendungen über das Netz verfügbar war.

Wie löst Cardano das Gleichzeitigkeitsproblem?

Mit dem neuen Plutus dAppStore möchte Cardano nun aber zwei Missstände beheben. Zum einen gibt es derzeit keinen formalen Entdeckungsprozess für dApps, die auf dem Netzwerk laufen. Zweitens gibt es keine umfassende Ansicht aller dApps, die in einem bestimmten Ökosystem für Endnutzer verfügbar sind. Der Plutus dAppStore soll diese Probleme lösen können.

Laut Ankündigung werden die Nutzer über einen Webbrowser auf den Plutus dAppStore zugreifen. Produktmanagerin Shruti Appiah spricht in ihrem Blog von einem “Schaufenster” für Cardano. Neben dem dAppStore führt IOHK auch ein formales Zertifizierungsprogramm für dezentrale Anwendungen von Drittanbietern auf Cardano ein. Ziel des Programms ist es, den Nutzern Sicherheit über die Integrität der von ihnen genutzten dApps durch automatische Logikprüfungen, manuelle Smart-Contract-Audits und formale Verifizierung zu geben.

Zwar stellt die Alonzo Hard Fork in der Tat einen Wendepunkt im DeFi-Kosmos dar. Ob sich dadurch an der unangefochtenen Ethereum-Dominanz langfristig etwas ändert, bleibt zunächst abzuwarten. Denn Konto-basierte Blockchains wie Ethereum erlauben es mehreren Nutzern, standardmäßig mit denselben Smart Contracts zu interagieren. Zustandsbasierte oder EUTXO-basierte Netzwerke wie Cardano stellen Entwickler in dieser Hinsicht aber vor gewisse Schwierigkeiten. Man spricht von dem “concurrency issue”, einem „Gleichzeitigkeitsproblem”. Aufgrund der Bekanntheit des Problems sucht man vielerorts bereits nach einer Lösung.

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Twitter implementiert das…

Twitter implementiert das Lightning-Netzwerk. Damit macht eines der größten sozialen Netzwerke der Welt Bitcoin zu seiner nativen Währung.

“Was das Internet für die Kommunikation war, ist Bitcoin und das Lightning Network für das Geld,” schreibt Jack Mallers, Gründer von Strike in seinem Blog. Das klingt zunächst einmal nach einer Phrase, die in der Vergangenheit von Bitcoin-Befürworter:innen als Zukunftsszenarien gezeichnet wurden: Kostenlose, sofortige, weltweite Überweisungen mittels der Infrastruktur um Bitcoin.

Wenn Twitter Träume möglich macht

Doch Jack Mallers hat Grund für diese Aussage. Sein Unternehmen Strike hat nach eigenen Angaben Twitter als Partner für genau das gewonnen: Gemeinsam möchten die Plattformen mit sofortiger Wirkung kostenlose, schnelle und globale Transaktionen ermöglichen. Alles, was die Nutzenden Jack Mallers zufolge dafür bräuchten, sind

  • A) Einen Twitter Account
  • B) Einen Strike Account (oder einen anderen Drittanbieter)
  • C) Eine Non-Custodial Wallet (wie zum Beispiel die Moon Wallet), das die Verknüpfung zu Lightning-Netzwerk-Adressen anbietet und
  • D) Fiat-Geld beziehungsweise Bitcoin, die versendet werden sollen.

Wir haben von BTC-ECHO das Twitter-Angebot selbst ausprobiert. Dabei brauchten wir keinen Strike Account, sondern konnten nach Twitter-Update mittels einer anderen Lightning-fähigen-Wallet einen Kleinstbetrag an Mallers senden. Dieser schrieb in seinem Blog, dass er alle Trinkgelder, die mittels seines Twitter-Kontos eingehen, wöchentlich an die Human Rights Foundation weitergeleiten werde – mit Ausnahme von 10 US-Dollar, davon würde er sich ein Sechserpack Bier besorgen.

Kampfansage?

Ziel der Unternehmung sei unter anderem die Rentabilität von online versendeten geringeren Beträgen (“Trinkgeldern”) zu erhöhen. Dabei kommuniziert der Strike CEO, dass er der Leitlinie seines Unternehmens treu bleiben möchte und kein Prozentsatz der versendeten Transaktionen an Twitter oder Strike geht. Somit werden unmittelbar die Geschäftsmodelle herkömmlicher Anbieter wie Western Union gefährdet.

Mallers zeigt in einem Video auf Twitter, wie das Netzwerk funktioniert und sendet seinem Freund David zehn US-Dollar nach El Salvador – mittels Twitter. In der zweiminütigen Aufnahme formuliert er förmlich eine Kampfansage an herkömmliche Zahlungsdienstleistungsunternehmen:

Warum würde irgendjemand jemals wieder Western Union verwenden?

Bislang ist das Angebot nur iOS-Nutzer:innen zugänglich. Es wird jedoch betont, dass bereits an einer Android-Option gearbeitet wird. Zu einem möglichen Angebot über die Web-Version gibt es bislang keine Prognosen. Alessandro Paluzzi, einer der Twitter-Entwickler, postete bereits Bildschirmaufnahmen, die Schnittstellen zur Integration von Ethereum-Adressen im Twitter-Profil zeigten.

Funktionsweise

Dem Blog-Eintrag von Jack Mallors zufolge, ist die grundlegende Idee, dass Social-Media-Plattformen zukünftig anbieten, Geld zu versenden. Dabei wird über Facebook, Twitter oder TikTok ein Betrag in der nationalen Währung eingegeben. Diese wird anschließend angeblich in Bitcoin umgewandelt und über das Lightning Netzwerk in sekundenschnelle verschickt. Anschließend folgt die Umwechslung in die Landeswährung der Empfängerin. Dabei interagieren alle Beteiligten auf Grundlage eines einzelnen, globalen Standards.

Mögliche Use-Cases nach Mallers

Die Möglichkeit kostenlose, schnelle und weltweite Transaktionen durchzuführen, bietet Mallers zufolge unterschiedliche Use Cases. Zum einen könnten so trotzdem Zahlungen zwischen Personen abgewickelt werden, zum anderen könnten damit aber auch Güter oder Dienstleistungen bezahlt werden. Insbesondere sieht der 29-jährige die Chance damit Content Creators ein Trinkgeld zukommen zu lassen. Denn aufgrund der geringen Transaktionsgebühren bei Lightning werden Mikrozahlungen attraktiver. Ganz generell, kann die nun eingeführte Option auch dem Kauf und Verkauf von Bitcoin dienen.

Twitter arbeitet an NFT-Authentifizierung

Bei Twitter scheint gerade einiges zu passieren. Neben der Integration von Bitcoin und dem Lightning Network, arbeite Twitter gerade auch an einer Möglichkeit NFT auf ihrer Plattform zu authentifizieren. Nachdem die Verwendung und Einführung von Avataren auf Twitter förmlich explodiert war, versuche das Unternehmen nun eine Option zu schaffen, sodass Eigentum und Herkunft der Avatare überprüft werden können. Das würde vermutlich nicht nur die Integration von NFT auf Twitter stärken, sondern auch das ganze NFT-Ökosystem fördern.

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Warum China die Mining-Industrie trotz Bitcoin-Bann dominiert

China war schon immer ein wichtiger Markt für Bitcoin und andere Kryptowährungen, aber das hat sich inzwischen geändert – wie ist die aktuelle Lage?

Bitcoin und Co. waren lange Zeit nicht wegzudenken aus China. Die chinesische Krypto-Community war lange Zeit einer der aktivsten der Welt. Trotz der immer restriktiveren Maßnahmen der chinesischen Regierung (CPC) hat China nach den USA den zweitgrößten Markt für Kryptowährungen.

Bitcoin-Mining China
Quelle: Chainalysis.com

Daten des Krypto-Analyseunternehmen Chainalysis zeigen, dass allein zwischen Januar und Juli 2021, Kryptowährungen im Wert von über 150 Milliarden US-Dollar nach China geflossen sind.

Darüber hinaus hat China in der Vergangenheit insbesondere auch die Bitcoin-Mining-Industrie dominiert. Zeitweise war das Reich der Mitte schätzungsweise sogar für rund 65 Prozent der globalen Bitcoin Hash Rate verantwortlich.

Jedoch verliert China seinen Status als Krypto-Supermacht zunehmend. Und das liegt daran, dass die chinesische Regierung immer härter gegen den Handel mit Kryptowährungen und die Mining-Industrie vorgeht.

Im Mai 2021 kündigten Regierungsbeamte ihre Absicht an, gegen das Mining und den Handel mit Kryptowährungen vorzugehen. Kurz danach fiel die globale Hash-Rate, da viele chinesische Miner ihren Betrieb einstellen mussten. Poolin, AntPool, F2Pool, BTC.top und ViaBTC sind allesamt Mining Pools, die hauptsächlich in China ansässig gewesen sind und in Folge des Bitcoin-Mining-Verbots im Mai 2021 für einen starken Einbruch der Bitcoin Hash Rate gesorgt haben.

Bitcoin Mining Pools
Quelle: Chainalysis.com

Die Grafik von Chainalysis veranschaulicht, wie die Hash Rate aller chinesischen Mining Pools nach dem Mining-Verbot gesunken ist. Gleichzeitig kann man sehen, dass der tschechische Mining-Pool SlushPool im gleichen Zeitraum keinen Rückgang der Hash-Rate zu verzeichnen hat.

Warum chinesische Unternehmen das Mining immer noch dominieren

Nach dem Verbot sind viele chinesischen Miner in andere Länder umgezogen. Beliebt unter den Minern waren dabei vor allem die USA, Südamerika, Iran und Kasachstan. Dadurch fand auf globaler Ebene eine massive Umverteilung der Hash Rate statt und man kann davon ausgehen, dass früher oder später auch der letzte Bitcoin Miner China verlässt.

Schaut man sich jedoch die aktuelle Hash-Rate-Verteilung an, erkennt man, dass sich inzwischen wieder chinesische Mining Pools an der Spitze befinden.

Pie Chart
Quelle: btc.com/stats/pool

Es scheint also, dass es einer überwiegenden Mehrheit der chinesischen Miner gelungen ist, ihr Mining-Equipment in andere Länder zu transferieren. Die drei größten Bitcoin-Miner sind wieder chinesische Unternehmen, die ihre Farmen in anderen Ländern aufgebaut haben.

Darüber hinaus dominiert China auch weiterhin den Markt für Mining-Ausrüstung. Ein Großteil der Mining-Hardware wird von dem chinesischen Unternehmen Bitmain hergestellt. Bitmain ist gleichzeitig Eigentümer von AntPool, dem derzeit zweitgrößten Mining Pool der Welt. Außerdem geht aus einer Analyse von Chainalysis hervor, wie wichtig Bitmain immer noch für die Mining-Industrie ist.

Quelle: chainalysis.com

Die Grafik zeigt die On-Chain-Transaktionen von Bitmain mit einigen der größten Mining Pools. Grüne Pfeile stehen dabei für neu geschürfte Bitcoin, die Mining Pools einnehmen. Rote Linien stehen für Mining Pools, die Bitcoin direkt an Bitmain senden, um Mining-Hardware zu kaufen. Neben Bitmain sieht man auch eine Wallet für ein Unternehmen namens MatrixPort. Laut Chainalysis ist MatrixPort ein Zahlungsdienstleister für Kryptowährungen, der seit 2019 Zahlungen, die an Bitmain fließen, abwickelt. Diese Zahlungsflüsse sind in der Grafik mit orangefarbenen Linien dargestellt. Sie zeigen, dass dieselben Mining Pools nach wie vor den Hauptteil ihrer Mining-Ausrüstung bei Bitmain kaufen – ein Zeichen dafür, dass chinesische Unternehmen den Mining-Sektor immer noch dominieren.

Zusammenfassung

Die chinesische Regierung hat so gut wie alle Miner aus China vertrieben und den Handel mit Kryptowährungen massiv eingeschränkt. Inzwischen geht die chinesische Regierung auch immer härter gegen Krypto-Trading vor. Trotzdem dominieren chinesische Mining Pools den mit Abstand größten Teil der Bitcoin Hash Rate und gleichzeitig sind die meisten Miner immer noch auf chinesische Mining Hardware angewiesen.

Wie könnte es in China weitergehen?

Die Entwicklungsdynamik in China scheint auf den ersten Blick rätselhaft. Einerseits fördert das Reich der Mitte Blockchain Innovation im eigenen Land. Andererseits geht die chinesische Regierung mit Verboten und Trading-Einschränkungen hart gegen den Krypto-Space vor.

Viele Anzeichen lassen vermuten, dass die CPC die Macht von Kryptowährungen und der Blockchain-Technologie erkannt haben. Die CPC könnte nun sicherstellen wollen, dass sie den Einsatz dieser Macht so weit wie möglich kontrolliert und deshalb den Krypto-Markt immer weiter einschränken. Bobby Lee, ein Krypto-Veteran, verlautete bereits in einem Interview im Juli auf Bloomberg, dass er sich sogar vorstellen könne, dass China den Handel mit Kryptowährungen früher oder später komplett verbieten wird. Diese Prognose wurde nun durch die neuesten Nachrichten aus dem Reich der Mitte bestätigt. Vor wenigen Stunden berichteten wir, dass die chinesische Zentralbank alle Krypto-Transaktionen für illegal erklärt.

Das wiederum könnte daran liegen, dass die chinesische Regierung ihre eigene digitale Währung vorantreiben will. Warum die chinesische Regierung ihren Mining-Unternehmen, aber nicht direkt an den Kragen gegangen ist, könnte laut Chainalysis daran liegen, dass China, dass US-Sanktionsregime weiterhin untergraben möchte. Dieser Umstand könnte auch erklären, weshalb so viele Mining-Unternehmen Partnerschaften mit iranischen Firmen eingegangen sind, so Chainalysis.

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FTX wird Formel-1-Sponsor bei Mercedes-AMG | BTC-ECHO

Schock am Krypto-Markt: Die chinesische Zentralbank kündigt ein allumfassendes Verbot von Krypto-Transaktionen an. Wie ernst ist die Lage?

Am heutigen Freitag, dem 24. September, erreichte uns die Nachricht, dass die chinesische Zentralbank (PBOC) zum Rundumschlag gegen Bitcoin und Co. ausholt. Wie Bloomberg zuerst berichtete, sollen künftig alle Transaktionen mit Krypto-Bezug illegal werden. Ferner will die Zentralbank auch inländische Exchanges dichtmachen sowie ausländischen Börsen den Zugang zum chinesischen Binnenmarkt verbieten. Generell sollen Finanzinstitute künftig nicht mehr in der Lage sein, mit dem Krypto-Sektor zu interagieren. Damit stelle sich die Zentralbank hinter die Regierung des Landes, die bereits seit geraumer Zeit gegen private Kryptowährungen schießt.

Als Quelle nennt Bloomberg eine Fragestunde, die die Notenbank des Landes heute abgehalten hat. Im Zuge der News rutschten die bis dato eigentlich im Aufwärtstrend befindlichen Märkte südwärts. Bitcoin etwa verlor binnen einer Stunde rund 4,6 Prozent seines Wertes und notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei 43.351 US-Dollar. Ether (ETH), Cardano (ADA) und Binance Coin (BNB) wurden noch stärker abgewatscht und stürzen 7,1, 5,3 und 6,8 Prozent ab.

In regelmäßigen Abständen verunsichert das Reich der Mitte die Krypto-Märkte. Zuletzt verbot die chinesische Regierung quasi über Nacht das Mining – und sorgte so für die größte geopolitische Hashrate-Neuordnung in der Geschichte des digitalen Goldes.

Wie ernst ist die Lage?

Klar: Eine Meldung wie diese sorgt nicht eben für Beruhigung am Krypto-Markt. Dass BTC bei einer Hiobsbotschaft wie dieser aber bislang “nur” 4,6 Prozent seines Wertes verliert, lässt sich nur bullish interpretieren. Wenn der Markt ein Signal sendet, dann doch dieses: Selbst China vermag Bitcoin nicht den Garaus zu machen. Ähnlich wie beim Mining, das nach einer temporären Talsohle nun wieder obenauf ist, schadet China mit derlei drastischen Maßnahmen vor allem sich selbst.

Ferner ist die Nachrichtenlage zur Stunde noch recht dünn. So bleibt etwa abzuwarten, ob nur Finanzinstitute von dem Verbot betroffen sind, oder auch Peer-to-Peer-Transaktionen zwischen Krypto-Nutzer:innen künftig unter Strafe stehen werden. Denn die wären deutlich schwerer zu kontrollieren.

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Binance setzt Frist für Derivate-Stopp in Deutschland | BTC-ECHO

Schock am Krypto-Markt: Die chinesische Zentralbank kündigt ein allumfassendes Verbot von Krypto-Transaktionen an. Wie ernst ist die Lage?

Am heutigen Freitag, dem 24. September, erreichte uns die Nachricht, dass die chinesische Zentralbank (PBOC) zum Rundumschlag gegen Bitcoin und Co. ausholt. Wie Bloomberg zuerst berichtete, sollen künftig alle Transaktionen mit Krypto-Bezug illegal werden. Ferner will die Zentralbank auch inländische Exchanges dichtmachen sowie ausländischen Börsen den Zugang zum chinesischen Binnenmarkt verbieten. Generell sollen Finanzinstitute künftig nicht mehr in der Lage sein, mit dem Krypto-Sektor zu interagieren. Damit stelle sich die Zentralbank hinter die Regierung des Landes, die bereits seit geraumer Zeit gegen private Kryptowährungen schießt.

Als Quelle nennt Bloomberg eine Fragestunde, die die Notenbank des Landes heute abgehalten hat. Im Zuge der News rutschten die bis dato eigentlich im Aufwärtstrend befindlichen Märkte südwärts. Bitcoin etwa verlor binnen einer Stunde rund 4,6 Prozent seines Wertes und notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei 43.351 US-Dollar. Ether (ETH), Cardano (ADA) und Binance Coin (BNB) wurden noch stärker abgewatscht und stürzen 7,1, 5,3 und 6,8 Prozent ab.

In regelmäßigen Abständen verunsichert das Reich der Mitte die Krypto-Märkte. Zuletzt verbot die chinesische Regierung quasi über Nacht das Mining – und sorgte so für die größte geopolitische Hashrate-Neuordnung in der Geschichte des digitalen Goldes.

Wie ernst ist die Lage?

Klar: Eine Meldung wie diese sorgt nicht eben für Beruhigung am Krypto-Markt. Dass BTC bei einer Hiobsbotschaft wie dieser aber bislang “nur” 4,6 Prozent seines Wertes verliert, lässt sich nur bullish interpretieren. Wenn der Markt ein Signal sendet, dann doch dieses: Selbst China vermag Bitcoin nicht den Garaus zu machen. Ähnlich wie beim Mining, das nach einer temporären Talsohle nun wieder obenauf ist, schadet China mit derlei drastischen Maßnahmen vor allem sich selbst.

Ferner ist die Nachrichtenlage zur Stunde noch recht dünn. So bleibt etwa abzuwarten, ob nur Finanzinstitute von dem Verbot betroffen sind, oder auch Peer-to-Peer-Transaktionen zwischen Krypto-Nutzer:innen künftig unter Strafe stehen werden. Denn die wären deutlich schwerer zu kontrollieren.

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Chinesische Zentralbank verbietet Bitcoin-Transaktionen

Obwohl viele Regierungsmitglieder ein pauschales Krypto-Verbot befürworten, mahnt die FInanzministerin zur Vorsicht.

In einem kürzlichen Gespräch mit der indischen Tageszeitung Hindustan Times mahnt die indische Finanzministerin Nirmala Sitharaman zur Vorsicht und Überlegung beim drohenden Krypto-Verbot. Die vorherige Verteidigungsministerin sagte sinngemäß, dass eine so futuristische Sache wie Kryptowährungen nicht einfach ausgeschlossen werden könne. Zugleich betont sie, dass ihr Land Indien jedoch auch nicht bereit sei, in die Fußstapfen El Salvadors zu treten.

Anlass für dieses Gespräch gibt der seit 2017 wiederkehrende Diskurs in Indien zur rechtlichen Stellung von Kryptowährungen. Die indische Zentralbank, Reserve Bank of India, vertritt seit jeher die Ansicht, dass ein pauschales Verbot der digitalen, privaten Münzen im ganzen Land notwendig ist. Als Bestrafung im Falle der Nicht-Einhaltung sieht ein Entwurf der Zentralbank sogar Gefängnisstrafen vor. Nun schließt sich dieser Forderung ein eigens für die Klärung der Krypto-Frage gegründeter, interministerieller Ausschuss an.

Das Finanzministerium scheint anderer Meinung zu sein

Finanzministerin Sitharaman betont, dass nun die Aufgabe der Ausbalancierung der einzelnen Positionen anstehe. Der obengenannte Entwurf bedarf zunächst der Zustimmung des Bundeskabinetts, bevor es zur Abstimmung im Parlament vorgelegt wird. Bislang ist jedoch nicht öffentlich, ob der Inhalt des Gesetzes tatsächlich ein Verbot oder lediglich eine Regulierung der Kryptowährungen beinhaltet.

Was auch immer in diesem Gesetz stehen mag, Finanzministerin Sitharaman vertritt die Meinung, dass sichergestellt werden muss, zukunftsweisende Dinge nicht per se auszuschließen.

Indien: Keine Kryptowährungen, dafür aber eine CBDC?

Weiter wird die Finanzministerin im Gespräch mit Hindustan Times gefragt, ob Indien seine eigene digitale Zentralbankwährung (CBDC) haben sollte. Darauf antwortet Sitharaman ausweichend, dass Indien einige Stärken und Möglichkeiten im Technologie-Bereich habe. Trotzdem müsse etwas entwickelt werden, dass zum eigenen System passt – ein Verbot hört sich anders an. Stattdessen regt sie an, die Möglichkeiten und Risiken eines solchen Vorstoßes abzuwägen:

Wir müssen etwas entwickeln, dass zu unserem System passt. Indien hat die Stärke der Technologien: FinTechs bieten uns die Kontrolle über die Instrumente, mit denen du spielen kannst, unsere Ökonomie ist voller Möglichkeiten. Deswegen haben wir vorsichtig zu sein, aber wir müssen es auch durchdenken.

Sitharaman

Der Gouverneur der Reserve Bank of India kündigte im August den möglichen Start eines CBDC Testprojekts im Dezember an, betonte aber auch damals bereits das vorsichtige Vorgehen seitens der Zentralbank.

Wirklich klarer scheint der Krypto-Nebel in Indien auch durch das jüngste Interview nicht zu werden. Schon die ehemaligen und amtierenden Gouverneure der Reserve Bank of India haben in den letzten Monaten gegensätzliche Aussagen zu rechtlichen Lage von Kryptowährungen und die mögliche Adaption geäußert. Regulatorische Klarheit ist nicht in Sicht.

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