Bitcoin-Börse CoinField verspricht XRP-Massenadaption

Die Ripple-Technologie beziehungsweise das XRP Ledger soll als Grundlage für Sologenic dienen. Die Plattform der Bitcoin-Börse CoinField soll laut offiziellem White Paper die Tokenisierung von Aktien, ETFs und Fiatwährungen unterstützen. Dazu gibt es zwei Stable Coins, einen, der Tesla-Aktien abbildet, und einen für den US-Dollar. Wie die Bitcoin Exchange weiter ausführt, soll man diese Stable Coins gegen die Ripple-Währung XRP oder den plattformeigenen SOLO Coin tauschen können.

CoinField: Das Beste, was Ripple passieren konnte?

Die Solo Coins sollen, so heißt es im White Paper weiter, für Liquidität auf Sologenic sorgen. Indem sie auf XRP Ledger laufen, so das Versprechen, könne man die Coins „beinahe sofort“ traden. Die optimistische Selbsteinschätzung der Bitcoin-Börse:

Sologenic ist das ehrgeizigste Projekt, das jemals auf dem XRP Ledger gebaut worden ist und unterstützt die Massenadaption der XRP Blockchain im Allgemeinen.

Sologenic soll Cross-Asset-Handel ermöglichen

Mit dem Sologenic-Projekt soll überdies eine zentrale Anlaufstelle für Investoren entstehen, die Bitcoin & Co. mit dem traditionellen Finanzsektor verbindet:

Einer der Hauptgründe für die langsame Adaption von Krypto-Assets bei Investoren ist die Abwesenheit einer zugrunde liegenden Finanz-Infrastruktur. Die bestehenden Handelssysteme sind auf eine bestimmte Anzahl von Vermögenswerten wie Aktien und ETFs beschränkt. Diesen Handelsplattformen fehlt die Technologie, die für den Cross-Asset-Handel notwendig ist. Ein Trader ist nicht in der Lage, Kryptowährungen in andere traditionelle Finanzinstrumente umzutauschen. Darüber hinaus hat sich die Entwicklung der Krypto-Infrastruktur auf bestimmte Regionen konzentriert, mit sehr wenigen globalen Veranstaltungsorten für internationale Investoren.

Bei der Schaffung dieser Infrastruktur soll die Ripple-Technologie eine zentrale Rolle spielen.

XRP Ledger: Ripple-Technologie soll Bausteine verbinden

Das Sologenic-Ökosystem setzt sich aus fünf Bausteinen zusammen:

  • CoinField-Plattform
  • Brokerage Gateway
  • XRPL Native DEX
  • XRP Ledger
  • Open SDK Suite

Mithilfe dieser Bausteine, verbunden durch das XRP-Ledger, will die Bitcoin-Börse die Möglichkeit schaffen, Assets zu tokenisieren, die nicht auf Blockchain-Basis sind. Wie CoinField weiter verspricht, sollen künftige Inhaber des SOLO Token eine CryptoCard erhalten, mit der sie ihre Kryptowährungen „überall auf der Welt ausgeben“ können.

Der SOLO Token

Der plattformeigene Token wird in Form eines Initial Exchange Offering (IEO), einer Abwandlung der Initial Coin Offerings (ICO), angeboten.

Die maximale Anzahl an SOLO Token ist auf 400 Millionen Einheiten beschränkt, der Ausgabepreis soll bei 0,25 US-Dollar liegen. Die Token dienen unter anderem dazu, Handelsgebühren zu bezahlen. Die dafür verwendeten Token werden danach verbrannt. Langfristig will CoinField damit die Gesamtzahl der Token auf 200 Millionen senken. Der Pre Sale findet vom 9. bis 16. Dezember statt, der Public Sale ist für das erste Quartal 2020 angesetzt. Die Bitcoin-Börse will die Einnahmen wie folgt verteilen:

  • 50 Prozent Plattform-Entwicklung
  • 35 Prozent Rechtsabteilung
  • 15 Prozent Marketing

Fazit zu CoinField und Sologenic

Der Use Case des Projekts klingt vielversprechend – eine Plattform, die die Tokenisierung aller Assets ermöglicht und darüber hinaus die Verbreitung der Ripple-Technologie fördert – was kann da schiefgehen?

Beim Blick auf die offizielle Homepage fallen jedoch einige Ungereimtheiten auf, die am breit gefassten Use Case des Solo Coins und dem Sologenic-Ökosystem und dessen Seriosität Zweifel aufkommen lässt:

  • Jobangebote: Unter „Careers“ führt CoinField insgesamt 20 Jobangebote auf, die auf eine weitläufige Entwicklung der Plattform hindeuten. Die zugehörigen Links führen jedoch allesamt ins Leere.
  • Impressum/Unternehmenssitz. Laut eigenen Angaben handelt es sich bei CoinField um eine Bitcoin-Börse in Kanada. Im Impressum ist jedoch eine Adresse in Estland angegeben, wo sie auch offiziell registriert ist.

Auch die Social-Media-Stimmung rund um CoinField ist nicht die beste – im Internetforum Reddit wird hier von Nutzern von schlechter Außenkommunikation und dem Verdacht auf betrügerische Absichten berichtet. Das können wir bisher weder bestätigen noch falsifizieren.

Zum Redaktionszeitpunkt war CoinField nicht für ein Statement zu erreichen.

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Bitcoin vs. Libra – zwischen Freiheit und Privatsphäre

Facebook dominiert mit seinem Krypto-Projekt Libra immer wieder die Newssparten im Bitcoin-Ökosystem. Doch auch außerhalb der Krypto-Blase schlägt das Projekt Wellen. Schließlich will hier ein Milliarden-Unternehmen aus dem Silicon Valley eine digitale Währung basteln.

Facebook macht weiter – trotz Partnerverlust

Obwohl mit Visa, Stripe und MasterCard wichtige strategische Partner von Libra abgesprungen sind, will der Konzern nicht aufgeben, sondern zeigt sich optimistisch. So zitiert Bloomberg Facebook-Manager David Marcus:

Ich respektiere die Tatsache, dass diese Unternehmen und diese Führungskräfte eine Verantwortung gegenüber ihren Aktionären, Mitarbeitern und Interessengruppen haben. Wir werden vorankommen. Wir werden weitere Mitglieder hinzufügen.

Die Unternehmen hatten laut Bloomberg-Informationen auf Bedenken seitens der US-Senatoren Sherrod Brown und Brian Schatz reagiert. Sie hatten Visa & Co. angeraten, ihre Beteiligung am Libra-Projekt genau abzuwägen. Marcus sieht in diesen Briefen jedoch den Hinweis dafür, dass sich die Regierung der USA gegen technologische Innovation stemme: „Dass solche Briefe zirkulieren, in Bezug auf etwas, das eine Idee, ein Projekt ist und man Menschen sagt, sie sollen Innovationen nicht erforschen“, das sei bedenklich:

Der Kern unseres Finanzsystems hat sich nicht sehr weiterentwickelt. Konsumenten auf der ganzen Welt bezahlen den Preis dafür.

Bitcoin vs. Libra

Vom Ursprungsgedanken hinter Bitcoin bleibt bei Libra nicht viel übrig. Auf der einen Seite ein dezentrales Projekt eines anonymen Erfinders, das ohne Mittelsmänner und Institutionen auskommt. Auf der anderen Seite der Social-Media-Gigant schlechthin, mit einem guten Einblick in unsere aller Privatsphäre und einem großen Berg an Daten. Dass der Zuckerberg-Konzern das alles mit einer Währung verbinden will, bereitet oft Unbehagen.

Was sich hier zudem nach und nach entfaltet, ist zunächst ein Kräftemessen zwischen einem Staat und einem Konzern. So äußerte Warren Davidson, US-Politiker aus Ohio, im Podcast „Noded Bitcoin Podcast“ erst kürzlich, dass er es nicht für sinnvoll halte, Facebook mehr Macht, vor allem in Bezug auf Geld zuzuspielen:

Facebook filtert ja bereits Inhalte […] manche sagen, das sei toll, das schütze unsere Privatsphäre […]. Doch wollen wir gefilterte Rede oder freie Rede? Wollen wir gefilterte Transaktionen oder Freiheit?

Damit stieß er in eine ganz ähnliche Kerbe wie einige Mitglieder des US-Kongresses im Juli 2019. Einer der Abgeordneten bezeichnete Bitcoin hier als „unaufhaltsame Macht“. Facebook dagegen sei, so der allgemeine Konsens, eine Bedrohung.

Natürlich spricht sich der US-Senat hier nicht für die unregulierbare Kryptowährung Bitcoin aus. Dennoch zeigt er einen Kampf auf, der durch Facebooks Libra-Projekt deutlich wird: der zwischen finanzieller Freiheit, vertreten durch das dezentrale Finanzsystem Bitcoin, auf der einen Seite und Facebook, Libra & Co. auf der anderen Seite. Diese versuchen, eine Brücke zwischen Privatkonzern und Weltwährung zu schlagen, der vor allem auf Kosten unserer Privatsphäre gehen könnte. Was für Bitcoin spricht, kann man hier nachlesen.

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Proof of Trust will mit IBM Smart Contracts validieren

Proof of Trust arbeitet gemeinsam mit dem Technologie-Riesen IBM an einer Möglichkeit für die Validierung von Smart Contracts. Dazu greift sie auf externe Validatoren zurück.

Aufgrund der Skalierbarkeit der IBM Blockchain hat sich Proof of Trust für IBM als Partner entschieden. Die IBM-Blockchain soll die Skalierung des Proof-of-Trust-Algorithmus in der Public oder Private Cloud verbessern. Dadurch ist eine Implementierung auch in der Redhat Openshift, Azure, AWS und IBM Cloud gewährleistet.

In der Mitteilung von Proof of Trust heißt es, dass die Entwicklung des Proof-of-Trust-Protokolls abgeschlossen sei. Das Unternehmen arbeite nun mit IBM zusammen, um die Benutzeroberfläche auszubauen und zukünftige Anwendungen zu entwickeln. Die Entwicklung werde mit der Fertigstellung der Proof of Trust dApp abgeschlossen, die für Februar 2020 angesetzt ist. IBM entwickelt zusammen mit verschiedenen Unternehmen neue Blockchain-Anwendungen unter anderem im Bereich der Logistik und der Reisebranche.

Die IBM-Blockchain-Plattform nutzt Hyperledger für den Ausbau von Blockchain-Netzwerken in Unternehmen. Die kostenlose IBM-Blockchain-Plattform VS Code Extension for Hyperledger Fabric soll Unternehmen bei der Entwicklung, dem Testen und Debuggen von Smart Contracts und Client-Anwendungen helfen. Auch hinsichtlich der Kompatibilität soll die IBM Blockchain Vorteile bieten. Jede erstellte Komponente, die auf der IBM-Blockchain-Plattform basiert, erzeugt Hyperledger-Fabric-kompatible Artefakte.

Für Kevin Gill, Technischer Direktor der IBM Global Business Services, stellen Smart Contracts eine wichtige Technologie für Unternehmen dar:

Da Smart Contracts und die Blockchain-Technologie die Interaktion von Kunden und Unternehmen verändern, ist es wichtig, Vertrauen in Daten aufzubauen. Unternehmen versuchen heute, Daten als Assets zu verwalten, weshalb es wichtig ist, dass die Datenquellen vertrauenswürdig und überprüfbar sind.

Warum Proof of Trust?

Die Blockchain-Technologie bietet eine unveränderliche gemeinsame Aufzeichnung von Ereignissen und Transaktionen. Aber was passiert, wenn die ursprünglichen Daten, die in die Blockchain eingegeben werden, unzuverlässig sind?

Proof of Trust zielt nach eigenen Angaben darauf ab, dieses Problem durch die Bereitstellung eines digitalen Protokolls auf der Grundlage eines verteilten Konsens zu lösen. Auf seiner Plattform hat das Unternehmen einen Anti-Collusion-Algorithmus entwickelt, der Sicherheitsrisiken bei Smart Contracts ausschließen soll. Diese Technologie validiert die Authentizität von Daten mit verifizierten Experten, bevor sie in die Blockchain aufgenommen und zur Ausführung von Smart Contracts verwendet werden.

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Bitcoin ETF: So will Wilshire die US-Börsenaufsicht überzeugen

Es ist eine Woche vergangen, seit die Securities and Exchange Commission (SEC) dem letzten Antrag auf einen Bitcoin Exchange Traded Fund (ETF) eine Abfuhr erteilt hat. Am 9. Oktober argumentierte die US-Börsenaufsicht auf 112 Seiten, dass sie die Infrastruktur im Blockchain-Ökosystem nicht für sicher genug halte, um einen Bitcoin ETF zu genehmigen. Dass der Bitwise-Antrag nicht der letzte ETF auf den Schreibtischen der SEC sein würde, war abzusehen.

So hat die US-Börsenaufsicht am 15. Oktober ein Update zum Wilshire Bitcoin ETF veröffentlicht. Demnach hat die Investment-Management-Firma Wilshire Phoenix sowie die New York Stock Exchange Arca (NYSE Arca) die „geänderten Umstände“ in ihren Antrag vom 12. Juni 2019 mit einbezogen. Darin gehen die Unternehmen unter anderem auf die Bedenken der SEC bezüglich einer Bitcoin-Kurs-Manipulation ein.

Wilshire Phoenix will sicheren Bitcoin-Kurs-Index verwenden

Unsichere Daten zum Bitcoin-Kurs waren einer der Hauptgründe, weswegen die SEC den letzten Antrag auf einen BTC ETF ablehnte. Um diesbezüglichen Bedenken zuvorzukommen, bezieht sich Wilshire Phoenix nun auf ein bereits zugelassenes Produkt: die Bitcoin Futures der Chicago Mercantile Exchange (CME). Dahingehend plant Wilshire Phoenix, die Daten für den Bitcoin-Kurs von den Daten zu BTC Futures der CME zu beziehen.

Dieser Preisindex besteht seit November 2016 und sammelt Daten von verschiedenen Handelsplätzen für Kryptowährungen, um damit einen verlässlichen Index für den Bitcoin-Kurs zu bilden. Dabei bezieht der Index jedoch nur „relevante Transaktionen“ ein, Faktoren wie Wash Trading und Preismanipulation will man dadurch ausschließen. So heißt es im Antrag:

[Wir][…] sind der Ansicht, dass der [Bitcoin-Kursindex der] CME grundsätzlich manipulationssicher ist. Darüber hinaus sind […] wichtige regulierte Mitglieder für den Handel mit Bitcoin-Derivaten Mitglieder der Intermarket Surveillance Group (ISG) und die Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) kann im Namen der Exchange mit jenen Märkten kommunizieren, wenn es für die Marktüberwachung notwendig ist.

Für die Aufbewahrung der BTC plant Wilshire Phoenix, den Krypto-Verwahrer Coinbase zu beauftragen. Das Unternehmen muss dann laut Antrag stets nachweisen können, dass die jeweiligen BTC auch vorhanden sind.

Wie stehen die Chancen für den Wilshire Phoenix ETF?

Die Chancen auf eine Zulassung eines Bitcoin ETF verbessern sich mit jedem Antrag. Da die SEC wie zuletzt im Fall Bitwise ausführliche Begründungen für ihre Bedenken gibt, können neue Antragsteller darauf reagieren. So auch im vorliegenden Fall. Der Kniff von Wilshire Phoenix, mit einem bereits vorhandenen Index für den Bitcoin-Kurs zu arbeiten, könnte den Antrag zumindest ein Stück näher ans Ziel bringen.

ETF und Bitcoin-Kurs

Teile der Krypto-Community richten hohe Erwartungen an einen BTC ETF. Die Zulassung eines ETFs, so die Hoffnung, würde einen Zugang eines breiteren Publikums in die Welt der Kryptowährungen erleichtern. Mit einer steigenden Nachfrage, so die weitere Hoffnung, würde auch der Bitcoin-Kurs steigen. Das Angebot ist schließlich begrenzt; aufgrund der regelmäßigen Verknappung des Nachschubs („Halving“) ist der Vorrat an BTC insgesamt begrenzt.

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Kryptowährungsfonds von Grayscale: Bitcoin trifft Co.

Die FINRA (Financial Industry Regulatory Authority) hat Grayscale Investments grünes Licht für den ersten öffentlich genehmigten diversifizierten Kryptowährungsfonds der USA gegeben. Entsprechend kann Grayscale Investments den Grayscale Digitale Large Cap Fund jetzt an außerbörslichen Märkten anbieten. Der Grayscale Digital Large Cap Fund (DLC) bietet den Anlegern die Möglichkeit, am Krypto-Markt teilzuhaben, ohne direkt in die virtuellen Währungen investieren zu müssen. Durch die Investition in den Grayscale Digital Large Cap Fund (DLC) umgehen die Investoren den Kauf und die Lagerung der digitalen Coins.

Grayscales Kryptowährungsfonds im Detail

Der Aufbau des Kryptowährungsfonds richtet sich nach der Marktkapitalisierung. Die Zusammensetzung am 30. September sieht laut einer Pressemitteilung vom 14. Oktober wie folgt aus: 80,3 Prozent Bitcoin (BTC), 9,9 Prozent Ethereum (ETH), 5,8 Prozent XRP, 2,2 Prozent Bitcoin Cash (BCH) und 1,8 Prozent Litecoin (LTC). Damit deckt der neue Fonds alle großen Kryptowährungen ab. Grayscale Investments versucht so, die oberen 70 Prozent des Krypto-Marktes abzudecken. Es findet jedes Vierteljahr ein Update der Zusammensetzung statt. Bei dem Update kann es zur Aufnahme neuer Kryptowährungen kommen. Im Gegenzug ist auch der Abwurf von Fondskomponenten möglich.

Wann geht es los mit dem neuen Fonds?

Der Kryptowährungsfonds steht schon in den Startlöchern. Eine Zulassung durch die Depository Trust Company (DTC) steht indes noch aus. Bei der DTC handelt es sich um eine der weltweit größten Wertpapierdepots.  Grayscale Investments rechnet damit, dass der neue Fonds in Kürze den DTC-Stempel erhält.

Grayscale fügte hinzu, dass DLC nicht bei der Securities and Exchange Commission registriert ist und nicht der Offenlegung und bestimmten anderen Anforderungen unterliegt, die durch die US-amerikanischen Wertpapiergesetze vorgeschrieben sind.

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Schweizer Börse SIX nimmt Handel für BNB-ETP auf

Die Schweizer Börse SIX hat ein weiteres börsengehandeltes Krypto-Produkt (Exchange Traded Product, ETP) in den Handel aufgenommen. Das ETP trägt den Namen Amun BNB ETP (ABNB) und ist aus einer Zusammenarbeit der Bitcoin-Börse Binance mit dem Schweizer FinTech Amun hervorgegangen. ABNB verfolgt den Kurs des Binance Coin (BNB), der hauseigenen Kryptowährung von Binance.

Changpeng Zhao, CEO von Binance, freut sich auf Investoren aus dem traditionellen Markt, die ihr Portfolio bunter gestalten möchten.

Unsere Partnerschaft mit Amun bei der Einführung des BNB ETP wird Anlegern eine neue und regulierte Anlageklasse mit einer einzigartigen Dimension für Utility-Token bieten, die sie über eine traditionelle Finanzinfrastruktur zugänglicher und zuverlässiger macht. Dies wird traditionellen Investoren einen Zugang zu einem diversifizierten Angebot verschaffen.

Wie auch der vor Kurzem mit Bitcoin Suisse lancierten Bitcoin-Ether-ETP ABBA wird ABNB ebenfalls über die Onyx-Plattform von Amun herausgegeben. Ebenso ist ABNB  vollständig durch Krypto-Einlagen gedeckt. Für die Verwahrung der Binance Coins zeichnet diesmal der Custodian Kingdom Trust verantwortlich. Die für ABNB erworbenen BNB Coins wandern in dessen Cold Storage (nicht mit dem Internet verbundene Krypto-Wallets).

Es war großartig, den schnellen Aufstieg von Binance von seinem bescheidenen Start im Jahr 2017 bis zu seiner heutigen Führungsposition zu beobachten

lässt sich Amun CEO Hany Rashwan in der Pressemitteilung zum ETP-Launch zitieren.

Wir freuen uns sehr, mit der weltweit grössten Krypto-Börse zusammenzuarbeiten und ihren nativen Token institutionellen und privaten Anlegern als sicheres, kostengünstiges und reguliertes Schweizer Börsenprodukt zugänglich zu machen,

so Rashwan weiter.

BNB-Kurs: Von der Realität eingeholt

Am Tag des Handelsbeginns von ABNB konnte sich der BNB-Kurs der Stagnation unter den Top-10-Kryptowährungen zwar zwischenzeitlich entreißen; ein zartes Tagesplus von fünf Prozent hielt jedoch nicht lange vor. Zu Redaktionsschluss handelte der BNB mit 18,27 US-Dollar wieder auf dem Niveau des Vortages. Immerhin: Mit einem Wochenplus von 14 Prozent stellt der Binance Coin den Rest der Top deutlich in den Schatten.

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Dubai goes Blockchain: Großbank engagiert sich bei der „digitalen Seidenstraße“

Ziel der „digitalen Seidenstraße“ ist es, Handelshemmnisse zwischen Partnern in der Region mittels Blockchain-Technologie und Automatisierung von Prozessen zu beseitigen. Laut der Absichtserklärung soll die von Dubai kontrollierte Emirates NBD dafür Handelsfinanzierungsleistungen zur Verfügung stellen.

Emirates NBD war der erste in der Region, der einen Blockchain-Anwendungsfall für Handelsfinanzierungen erfolgreich erprobt hat, und wir freuen uns darauf, unsere Expertise und Unterstützung für die Initiative Digital Silk Road zur Verfügung zu stellen. Wir arbeiten an einer gemeinsamen Vision von einer nahtlosen Handelsfinanzierung für alle Beteiligten, die dazu beitragen wird, Dubais Position als führende und effiziente Drehscheibe für den weltweiten Handel weiter zu stärken,

kommentiert Hesham Al Qassim, Managing Director bei Emirates NBD die Kooperation gegenüber SG. Die Bankengruppe erprobt die Blockchain-Technologie bereits seit mehreren Jahren. Im Frühjahr 2018 lancierte Emirates NBD mit „Cheque Chain“ eine Blockchain-basierte Lösung, die fälschungssichere Schecks garantieren soll.

Dubai: Von der Öl- zur Blockchain-Nation

Das Emirat hat sich im weltweiten Vergleich als besonders blockchainaffin positioniert. Im Gegensatz zu kleinen Staaten und Steueroasen, die mangels natürlicher Ressourcen ihr wirtschaftliches Heil im Krypto-Sektor suchen, gehört Dubai als Teil der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zu den größten Öl-Exporteuren der Welt. Um auch für das Post-Öl-Zeitalter gewappnet zu sein, verfolgen die Emirate eine offensive Digitalisierungsstrategie. Die Blockchain gehört zu den Zukunftstechnologien, denen Dubai und die VAE dabei besondere Aufmerksamkeit schenken. Vor diesem Hintergrund hat Dubai etwa im Mai 2019 ein nationales Blockchain-Register für Hypotheken eingeführt. Darüber hinaus hat das Finanzministerium des Emirats bereits im Herbst 2018 die Blockchain-Technologie in seine Zahlungs- und Abgleichprozesse eingebunden.

Mit seinem Blockchain-Engagement befindet sich Dubai auf der arabischen Halbinsel unterdessen in bester Gesellschaft. So verfolgt etwa Abu Dhabi den Plan, ein blockchainbasiertes Grundbuch einzuführen. Auch Öl und Blockchain will Abu Dhabi miteinander vereinen: Die Nationale Ölgesellschaft Abu Dhabis erprobt den Einsatz der Technologie für die Überwachung der Lieferketten des „schwarzen Goldes“. Darüber hinaus existieren Pläne für eine gemeinsame Kryptowährung für Saudi Arabien und die Vereinigten Arabische Emirate.

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Die Harten im „Walled Garden“: Libra-Partner unterzeichnen Charta

Die 21 verbleibenden Mitglieder der Libra Association haben ihre konstituiere Sitzung in Genf abgehalten. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die BTC-ECHO vorliegt.

Danach haben die Mitglieder eine Charta verabschiedet, in der Details zum internen Aufbau der Organisation und ihre Organisationsform entsprechend den Gesetzen der Schweiz festgelegt sind. So erfordern gravierende Änderungen im Management beispielsweise eine Zweidrittelmehrheit der Mitglieder bei einer Abstimmung. Andere Entscheidungen bedürfen nur einer einfachen Mehrheit. Dem Vorstand von Libra gehören fünf Personen an. Unter ihnen befinden sich neben David Marcus von Facebook außerdem Vertreter der Unternehmen PayU und Kiva Microfunds. PayU ist dabei der einzige verbliebende Zahlungsdienstleister im Projekt, wobei die niederländische Firma nicht in den USA und Kanada operiert. Weitere Unternehmen, die am Libra-Projekt beteiligt sind, sind Uber, Vodafone sowie Lyft.

Libra: Mitgliederschwund „Korrektur“ statt Rückschlag?

Die Verantwortlichen versuchen unterdessen, trotz zahlreicher regulatorischer Hürden und abgesprungener Partner an dem Veröffentlichungstermin im Sommer 2020 festzuhalten.

Erst diese Woche wurde bekannt, dass Booking Holding nicht mehr Teil von Libra sein wird. Zu diesem Reisekonzern gehören unter anderem die Firmen Kayak und Booking.com. Letzten Freitag, am 11. Oktober, schieden bereits MasterCard und Visa aus dem Projekt aus. Auch Online-Zahlungsdienstleister PayPal beendete kürzlich die Beteiligung an Facebooks Kryptowährung, genauso wie Shopping-Gigant Ebay.

Zudem publizierten die G7, die Vereinigung der wirtschaftsstärksten Staaten, ebenfalls am Montag einen Bericht, in welchem sie eindringlich vor den Libra Coin warnen. Dieser stellt nach Ansicht der Experten möglicherweise eine Gefahr für die internationale Finanzstabilität dar.

Derweil dementieren Offizielle von Libra die negativen Folgen der Ereignisse der letzten Wochen für das Projekt. „Es ist eine Korrektur, kein Rückschlag“, betont Dante Disparte, Chef der Abteilung Planung und Kommunikation bei der Libra Association gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Dennoch gab Disparte zu, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen den Start von Libra möglicherweise nach hinten verschieben. Facebook-Chef Mark Zuckerberg muss sich am 23. Oktober erstmal vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses verantworten. Dies verkündete die Vorsitzende Maxine Waters am 9. Oktober. Dabei wird es um den Einfluss Facebooks auf die Finanzdienstleistungen und die Immobilienbranche gehen.

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Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Long trotz starker Resistance

Wie ist die aktuelle Kursentwicklung von Bitcoin zu deuten? Sicherlich ist die aktuelle Seitwärtsphase frustrierend. Wie wir aber sehen werden, gibt es einige Gründe, trotz dieser ernüchternden Kursbewegung bullish zu sein.

Bitcoin-Kurs von gleitendem Mittelwert der letzten 200 Tage gestoppt

Man sieht, dass der Bitcoin-Kurs vor einer durch den MA200 gebildeten Resistance steht.

Man sieht, dass der Bitcoin-Kurs vor einer durch den MA200 gebildeten Resistance steht.

Tageschart auf Basis des Wertepaares BTC/USD auf der Börse Bitstamp erstellt

In den letzten zwei Wochen hat sich der Bitcoin-Kurs weder in die eine noch in die andere Richtung dramatisch bewegt. Lediglich um 5 Prozent schwankte der Kurs. Er kann auch weiterhin nicht über den gleitenden Mittelwert der letzten 200 Tage steigen.

Long-Positionen steigen an

Tageschart auf Basis der Long-Positionen im Wertepaar BTC/USD auf der Börse Bitfinex erstellt

Spannender als der Bitcoin-Kurs ist jedoch das Verfolgen der Long Positions im Wertepaar BTC/USD. Trotz des jüngsten Abverkaufs stiegen die BTC/USD-Long-Positionen beziehungsweise die Minima derselben kontinuierlich an.

Die Wale akkumulieren: Wallets mit mehr als 1.000 BTC auf Höchststand

Anstieg der 1.000 BTC enthaltenden Antressen im Vergleich zum Kurs

Anstieg der 1.000 BTC enthaltenden Antressen im Vergleich zum Kurs


Wirklich interessant wird es bei einem Blick auf On-Chain-Metriken: Die jüngste Korrektur führte zu einem ungewöhnlichen Anstieg von Bitcoin-Adressen, die mehr als 1.000 BTC halten. Diese Entwicklung lässt sich in zwei Richtungen deuten:

  • Die bullishe Interpretation ist, dass institutionelle Investoren und Wale im aktuell geringen Kurs einen Discount sehen und diesen zur Akkumulierung nutzen.
  • Es könnte auch sein, dass viele große Anleger ihr Vermögen aus Altcoins ziehen und in Erwartung eines weiteren Preisrückgangs in Bitcoin tauschen.

Exkurs: Amaras Law und Auswirkungen von Innovation

Amaras Law modelliert, wie die öffentliche Wahrnehmung den Wert einer Technologie fehlinterpretiert.

Die aktuelle Kursbewegung lässt fragen, was langfristig für Bitcoin-Kurse möglich sind. Ein Modell zur Werteinschätzung neuer Technologien bietet dabei Amaras Law. Dieses sagt aus, dass Menschen den kurzfristigen Nutzen einer neuen Technologie über- und den langfristigen Nutzen unterschätzen. Das wohl bekannteste Beispiel für dieses Verhalten ist das Internet. Dieses Beispiel ist in unserem Kontext auch interessant, weist doch die öffentliche Wahrnehmung der Blockchain-Technologie Parallelen zur Wahrnehmung des Internets auf.

Kritiker werfen Bitcoin vor, dass man damit keine wirklichen Waren kaufen kann und es kaum Geschäfte gibt, die Bitcoin akzeptieren. Dies ist jedoch eine falsche Sicht auf disruptive Innovation. Kurzfristig ist eine wirkliche Massenadaption nicht möglich. Entsprechend wird der aktuelle Einfluss der Blockchain-Technologie auf unser Leben gerne überschätzt, wie auch der Altcoin-Hype und die ICO-Blase von 2017 zeigen. Der Großteil der damaligen Projekte haben keine wirklich anwendbaren Use Cases geliefert. Im Kontrast dazu bietet die Technologie hinter Bitcoin der Gesellschaft einen enormen Mehrwert, dessen langfristigen Folgen von der krypto-fernen Öffentlichkeit unterschätzt werden. Sicher, den Einfluss von Bitcoin und anderen Kryptowährungen auf die Finanzwelt mag man noch nicht exakt beziffern. Dennoch ist Bitcoin dem, was man als „perfektes Geld“ bezeichnen kann, am nächsten.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten. 

Charts am 15. Oktober 2019 mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,91 Euro.

Der Marktkommentar wurde vom Bitwala Trading Team verfasst. Bitwala bietet die einfachste und sicherste Art, Bitcoin direkt von einem Bankkonto aus zu kaufen und zu verkaufen. Mehr Infos hier.

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Ripple investiert in größte Bitcoin-Börse Mexikos

Bitso wurde 2014 gegründet und war die erste Kryptowährungsbörse in Mexiko. Das Unternehmen bietet Finanzdienstleistungen für digitale Assets an. Heute ist sie die größte Krypto-Börse Mexikos und hat laut eigenen Angaben 750.000 Kunden. Die Investment-Runde leitete Ripple mit Beteiligung von Coinbase, Jump Capital, der Digital Currency Group und Pantera Capital.

Im Jahr 2018 stiegen die Überweisungen nach Lateinamerika und in die Karibik laut Ripple um fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit ca. 35,7 Milliarden US-Dollar ist der Großteil davon nach Mexiko geflossen. Überweisungen sind nicht nur für die Wirtschaft vor Ort wichtig, sondern stellen eine bedeutende Finanzquelle für viele private Haushalte in der Region dar. Dabei fällt ein wachsender Anteil auf Transaktionen mit Kryptowährungen, auch weil die Nationalwährungen starken Schwankungen ausgesetzt sind.

Bitso spielt eine wichtige Rolle im US-amerikanischen und lateinamerikanischen Sektor von RippleNet, indem es Liquidität für kritische Zahlungen bereitstellt. Ripple startete Anfang des Jahres On-Demand-Liquidity-Funktionen (ODL) mit MoneyGram in Mexiko, wobei Bitso der wichtigste Austauschpartner war. Mit der Erweiterung von ODL in Lateinamerika durch Ripple wird auch unsere Partnerschaft mit Bitso fortgesetzt.

Vor zwei Monaten wurde Bitso zur ersten DLT-lizenzierten Börse Lateinamerikas, die von der Gibraltar Financial Services Commission (GFSC) reguliert wird. Für Birla sei dies ein wichtiger Schritt, da Ripple „mit regulierten Instituten zusammenarbeitet, um Verbraucherschutz und Sicherheit zu gewährleisten.“ Mit dieser Lizenz werde Bitso „einer der innovativsten und verbraucherfreundlichsten Finanzdienstleister in Lateinamerika.“

Bedeutung von Kryptowährungen in Lateinamerika wächst

Die Verwendung und der Bedarf von Kryptowährungen steigt in Lateinamerika immer stärker. Etwa 70 Prozent der Bevölkerung Lateinamerikas, ungefähr 400 Millionen Menschen, haben kein Bankkonto. Zudem haben viele Länder der Region mit einer schwachen Ökonomie und starken Schwankungen der Nationalwährungen zu kämpfen.

Argentinien steht vor einer Währungskrise. Im vergangenen Monat hat die Zentralbank des Landes Beschränkungen für US-Dollar-Käufe erlassen, um den sinkenden Peso wiederzubeleben. Brasilien hingegen befindet sich aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und einer instabilen Wirtschaft in der Rezession.

Aufgrund dieser wirtschaftlichen Probleme zeigten sich in den vergangenen Monaten steigende Transaktionen von Kryptowährungen in beiden Ländern. In Argentinien stieg das jüngste wöchentliche Bitcoin-Volumen über den Peer-to-Peer-Austausch LocalBitcoins auf fast 196.000 US-Dollar. In Brasilien lag die Zahl bei rund 307.000 US-Dollar.

Auch Venezuela ist von einer Wirtschaftskrise und einer extremen Inflationsrate betroffen. Die Regierung unter Maduro plant seit längerer Zeit die Einführung von Krypto-Zahlungen für seine Bürger – auch um den US-Wirtschaftssanktionen damit ein Schnippchen zu schlagen.

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