WhatsApp plant Einführung von Digitalzahlungen in Indonesien

Die Nachrichtenagentur Reuters meldet am 20. August, dass WhatsApp in Indonesien einen digitalen Bezahlservice für das Mobiltelefon lancieren will. Dem Bericht aus der Hauptstadt Jakarta zufolge führt das Internet-Unternehmen Gespräche mit verschiedenen indonesischen Finanzfirmen. Diesen möchte der Messenger-Dienst offenbar mobile Transaktionsservices anbieten.

Indonesien als Wachstumsmarkt für digitale Finanzservices

Neben Indien ist Indonesien das zweite Land weltweit, welches über solche WhatsApp-Services verfügen wird. Der Vorstoß von Mutterkonzern Facebook Inc. findet indes nicht zufällig in Indonesien statt. Der wachsende E-Commerce-Sektor des südostasiatischen Landes bietet dem IT-Giganten nämlich optimale Bedingungen für die Etablierung einer eigenen Finanzinfrastruktur.

Folglich könnte das indonesische Modell als Blaupause für die Adaption neuer Finanztechnologien in aufstrebenden Märkten fungieren. In wachsenden Volkswirtschaften asiatischer und südamerikanischer Schwellenländer erfreuen sich Social-Media-Dienste wie Facebook und WhatsApp nämlich einer enormen Beliebtheit. Gleichzeitig haben viele Menschen (noch) keinen Zugang zu klassischen Bankenprodukten wie beispielsweise einem Girokonto und Kreditkarten. Diese Lücke hoffen globale Internet-Giganten letztendlich zu füllen.

Im 260-Millionen-Einwohnerland Indonesien nutzen über 100 Millionen Menschen WhatsApp. Die E-Commerce Industrie wird Schätzungen zufolge bis 2025 auf einen Wert von 100 Milliarden US-Dollar anwachsen. Gleichzeitig hat die größte Volkswirtschaft Südostasiens aber die strengsten Vorschriften für Digitalzahlungen in der Region.

Im Gegensatz zu Indien wird WhatsApp in Indonesien deshalb keine direkten Peer-to-Peer-Payments anbieten. Vielmehr fungiert der Messenger lediglich als Plattform für die Bezahlung mit lokalen digitalen Wallets. Diese Entscheidung liegt den Reuters-Recherchen zufolge in den nationalen Lizenzregulierungen begründet.

Verhandlungen mit indonesischen Finanzfirmen laufen

Der Messenger-Dienst führt Verhandlungen mit verschiedenen indonesischen Digital-Payment-Firmen. Unter ihnen befinden sich beispielsweise der Transportation-Buchungsdienst Go-Jek und der Mobile-Payments-Anbieter DANA. Auch das FinTech-Start-up OVO und die staatliche Bank Mandiri sind an den Gesprächen beteiligt. Mandiri operiert sogar bereits mit einem Digital-Wallet-Service.

Eine Sprecherin von Facebook bestätigte die Pläne von WhatsApp. „Wie Mark Anfang diesen Jahres sagte […]planen wir, digitale Payments in mehr Länder zu bringen“, sagte sie gegenüber Reuters. Sie verwies aber auch darauf, dass sich die Gespräche in einem frühen Stadium befinden. Internen Quellen zufolge verzögert sich die Veröffentlichung des Dienstes in Indonesien, weil man den Service nicht vor dem Start in Indien lancieren will.

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Bitcoin, Ethereum und Ripple – Kursanalyse KW34 – Kommt da noch was?

Genaueres erfahrt ihr wie immer im Video.

Bitcoin, Ethereum und Ripple – Kursanalyse KW34 – Kommt da noch was?

Bitcoin (BTC/USDT)

Wir betrachten das Wertepaar BTC/USDT auf Bittrex. Coin-Einschätzung: leicht bullish

Bullishe Variante:

Ausgehend von der 10.000-US-Dollar-Marke kann der Bitcoin-Kurs erneut Kraft sammeln und nimmt Anlauf auf den Widerstandsbereich 11.541 bis 11.860 US-Dollar. Ein Anstieg darüber lässt erneut das Jahreshoch (13.000 und 14.000 US-Dollar) in den Vordergrund rücken. Darüber liegen die Ziele bei

  1. 14.960 US-Dollar
  2. 16.934 US-Dollar.

Bearishe Variante:

Der erneute Abbruch am Widerstandsbereich 11.541 bis 11.860 US-Dollar verdeutlicht die Schwäche des Bitcoin. Die 12.000-US-Dollar-Marke hält stand und kann nicht überboten werden. Bitcoin fällt signifikant unter die 10.000-US-Dollar-Marke. Unter 9.262 US-Dollar erfolgt die Bestätigung für die Ziele

  1. 7.962 US-Dollar
  2. 6.025 US-Dollar.

Ethereum (ETH/USD)

Wir betrachten das Wertepaar ETH/USD auf Bitfinex. Coin-Einschätzung: leicht bullish

Bullishe Variante:

Der Unterstützungsbereich 175 bis 196 US-Dollar sorgt als Sprungbrett für ein erneutes Anlaufen des Widerstandsbereichs 241 bis 263 US-Dollar. Mit einem nachhaltigen Ausbruch über 263 US-Dollar aktiviert der Ether-Kurs die Ziele

  1. 279 US-Dollar
  2. 339 US-Dollar.

Bearishe Variante:

Erneut hat Ethereum klare Schwäche gezeigt und scheiterte am Widerstandsbereich 241 bis 263 US-Dollar. Ethereum fällt unter den Unterstützungsbereich 175 bis 196 US-Dollar. Kurse unter 167 US-Dollar bestätigen das nächste Verkaufssignal. Das Ziel liegt dann bei

  1. 129 US-Dollar.

Ripple (XRP/USD)

Wir betrachten das Wertepaar XRP/USD auf Bitfinex. Coin-Einschätzung: neutral

Bullishe Variante:

Nachdem der Ripple-Kurs erneut die 0,30-US-Dollar-Marke nicht für Käufe nutzen konnte, kann nun immerhin eine Stabilisierung im Unterstützungsbereich zwischen 0,21 und 0,24 US-Dollar erfolgen.

Ripple steigt erneut über 0,30 US-Dollar an. Darüber liegt das nächste Aufwärtsziel beim Aufwärtstrend aus Ende 2017. Dieser verläuft nach wie vor bei 0,36 US-Dollar – Tendenz steigend. Darüber besteht die Chance auf folgende Ziele

  1. 0,38 US-Dollar
  2. 0,43 US-Dollar.

Bearishe Variante:

Ein Auszug aus der letzten Kursprognose:

Die 0,30-US-Dollar-Marke wird abverkauft. Ripple fällt unter das Verlaufstief 0,28 US-Dollar. Die Ziele auf der Unterseite sind wie folgt

  1. 0,24 US-Dollar
  2. 0,15 US-Dollar.

Das erste Ziel wurde erreicht. Erfolgt nun auch ein Kursrutsch unter 0,21 US-Dollar, wird Ziel zwei bei 0,15 US-Dollar aktiviert.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten. 

Charts am 21.08.2019 mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,90 Euro.

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eCash-Legende David Chaum will mit „Praxxis“ Satoshi Nakamotos Vision Realität werden lassen

Der US-amerikanische Programmierer und Krypto-Legende David Chaum hat sich mit einem neuen Projekt zurückgemeldet. Der Erfinder von eCash, einer ersten Version von digitalem Bargeld, hat anlässlich der Berlin Blockchain Week eine neue Kryptowährung mit dem Namen „Praxxis“ vorgestellt.

Praxxis soll – anders als etwa die Bitcoin Blockchain – auch vor Angriffen durch Quantencomputer gefeit sein. Während die meisten Blockchains auf Elliptische-Kurven-Kryptografie setzen, die theoretisch von Quantencomputern entschlüsselt werden kann, soll der Verschüsselung bei Praxxis ein ausgefeilter, quantenresistenter Verschlüsselungs-Algorithmus zugrunde liegen.

Praxxis: Die eierlegende Wollmilchsau?

In einer Pressemitteilung verspricht Chaum nicht weniger als die Lösung des Blockchain-Dilemmas: Praxxis soll Sicherheit, Skalierbarkeit und Dezentralität auf sich vereinen. Und das, ohne bei einem der drei Problemfelder Abstriche machen zu müssen. Einen besonderen Fokus legt die Krypto-Legende dabei auf das Thema Privatsphäre. Chaum glaubt, damit ganz im Geiste Satoshi Nakomotos, dem anonymen Bitcoin-Erfinder, zu handeln:

Das Konsensprotokoll von Praxxis überwindet gleichzeitig die Herausforderungen an Skalierbarkeit, Datenschutz und Sicherheit, mit denen ältere Blockchains konfrontiert sind, um die „reine Peer-to-Peer-Version von elektronischem Bargeld“ zu liefern, die Satoshi in den ersten Worten seines White Papers gefordert hat.

Wie genau dieser Konsensmechanismus aussieht, ist der am 20. August veröffentlichten Pressemitteilung indes nicht zu entnehmen. Auf der Homepage des Projekts findet sich folgende Beschreibung zum Konsensmechanismus von Praxxis:

Ein geografisch geordnetes, weltweites Netzwerk von Nodes [Netzwerkknoten] sorgt für effiziente Transaktionen und schnelle Kommunikation. Und ein fraktionierter Endorsementansatz ermöglicht es einer Transaktion, Finalität zu erreichen, ohne dass alle Nodes im Netzwerk diese zeichnen müssen. Ein unmanipulierbarer Zufallsgenerator und eine transparente Community-Governance ermöglichen eine intelligente Blockteamplanung, die nicht auf ineffiziente Proof-of-Work-Algorithmen oder nicht-egalitäre Proof-of-Stake-Algorithmen angewiesen ist.

Technische Details sollen im White Paper zu Praxxis folgen, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. An der Entwicklung von Praxxis ist auch das IT-Start-up WBM Corp. beteiligt. Dessen COO, Wiliam Carter, hält das Design von Praxis für einen Durchbruch:

Die technischen Anforderungen an die Geschwindigkeit und die Anforderungen an die Privatsphäre und Sicherheit stehen in der Regel im Widerspruch. Das Praxxis-Design bricht diesen Kompromiss, was eine unglaubliche Leistung mit wirklich wichtigen, praktischen Auswirkungen auf die Leistung ist,

so Carter.

Elixxir für private Transaktionen

Die Privatsphäre der Praxxis-Nutzer soll unter anderem dadurch gewahrt werden, dass der zu überweisende Betrag automatisch in kleine, nicht unterscheidbare Einheiten zerstückelt wird. Ferner sollen keine auswertbaren Metadaten zu Transaktionen entstehen

Mit der Scheck-ähnlichen Struktur anderer Blockchains ist es von Natur aus schwierig, bestimmte Transaktionsinformationen privat zu halten. Zum Beispiel kann eine Kreditkartentransaktion von 9,32 US-Dollar jeden zweiten Morgen in Kombination mit Metadaten einem Beobachter sagen, wo sich Ihr Lieblings-Frühstücksort befindet und was Sie im Allgemeinen bestellen,

heißt es dazu auf der Homepage von Praxxis.

Praxxis soll kompatibel mit Elixxir sein, einem von Chaum entwickelten Bezahl- und Messaging-Netzwerk, das sich derzeit noch im Alpha-Stadium befindet. Elixxir soll in der Lage sein, Metadaten zu Transaktionen zu „schreddern“.

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Rückschlag für Bitfinex: Gericht bestätigt Zuständigkeit

Im Gerichtsdrama um die Untersuchungen der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft gegen Bitfinex und Tether steht es 1:0 für die Staatsanwaltschaft. Am 19. August urteilte ein Richter, dass die Unternehmen mit der New Yorker Justiz kooperieren müssen. Dies geht aus entsprechenden Gerichtsdokumenten hervor.

Zuvor hatten die Anwälte von Bitfinex und Tether versucht, die Ermittlungen mit dem Verweis auf Nicht-Zuständigkeit zu verhindern. Schließlich hätten beide Firmen nachweislich niemals in New York operiert. Zudem schlossen die internen Statuten US-Bürger explizit von den Dienstleistungen der Krypto-Unternehmen aus.

Der oberste Gerichtshof des US-Bundesstaates New York hat nun entschieden, dass dieses Argument nicht stichhaltig ist. Denn eine Kontrolle der Ausschluss-Regelung erfolgte einerseits überhaupt nicht. Folglich gab es sehr wohl Geschäfte mit New Yorker Kunden, was die Staatsanwaltschaft nachweisen konnte. Des Weiteren soll ein Bitfinex-Manager zeitweise in New York gearbeitet haben. Die Anwälte von Bitfinex und Tether entgegnen, dass man auf bestimmte Umgehungsstrategien der Kunden wie etwa Geo-Blocking keinen Einfluss habe.

Bitfinex und Tether wehren sich weiter

Bei dem Verfahren in New York geht es um einen umstrittenen Kredit, den Tether Bitfinex im November 2018 gewährte. Dieser umfasste etwa 650 Millionen US-Dollar und diente dazu, Liquiditätsprobleme bei der Bitcoin-Börse auszugleichen. Darüber informierten die Verantwortlichen allerdings weder ihre Kunden noch die Öffentlichkeit. Außerdem besitzen Bitfinex und Tether dieselbe Unternehmensstruktur, was eine Kreditvergabe unter Umständen unzulässig macht. Deshalb wirft die New Yorker Staatsanwaltschaft den Firmen Verschleierung und absichtliche Täuschung vor.

Das Gerichtsverfahren zieht sich bereits seit April 2019. Die Muttergesellschaft von Bitfinex, iFinex Inc., gab für den Rechtsstreit laut eigener Aussage bereits über 500.000 US-Dollar aus. Da Richter Joel Cohen nun auch den Einspruch von Bitfinex abgelehnt hat, ist das Verfahren offiziell legitim. Das bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen fortsetzen darf und Bitfinex und Tether zur Herausgabe der relevanten Dokumente verpflichtet sind.

Offenbar wird die Klage für Bitfinex und Tether größere Konsequenzen haben, als die beiden Firmen anfangs hofften. Obwohl sich die Verantwortlichen weiterhin kämpferisch geben, droht im schlimmsten Fall eine Schließung der Unternehmen.

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Deloitte enthüllt Blockchain-Präsentations-Tool

Nicht jeder ist in der Lage, sich die Funktionsabläufe einer Blockchain einfach vorzustellen. Um diese Technologie nun ein Stück verständlicher zu machen, lancierte der Wirtschaftsprüfungs- und Consulting-Konzern Deloitte am 19. August ein neues Präsentations-Tool. Wie Deloitte in der zugehörigen Pressemeldung ausführt, entwickelte das Unternehmen das Projekt mit dem Namen „Blockchain in a Box“ (BIAB) , um „greifbare Blockchain-Demonstrationen und -Experimente“ möglich zu machen.

Bei „Blockchain in a Box“ handelt es sich demgemäß um eine mobile Tech-Plattform, die blockchainbasierte Anwendungen hosten kann. Diese lassen sich per SD-Karte in das Gerät speisen. Zudem besteht auch die Möglichkeit der Integration an externe Services, wie etwa Daten-Clouds. Linda Pawczuk, Leiterin der Deloitte Consulting US Blockchain Group, verdeutlichte in ihrem Statement, dass die Plattform entwickelt wurde, um konkrete Anwendungsfälle der Blockchain-Technologie einsichtig zu machen:

Deloitte entwickelte diese Lösung auf der Grundlage des Kundeninteresses am Verständnis der Blockchain-Funktionen in Live-Interaktionen. Was oft an Blockchain missverstanden wird, ist, dass es sich um eine Gesamtlösung handelt – in Wirklichkeit ist es eine Technologiekomponente, die größere Geschäftsanwendungen und -ansätze ermöglicht. Unsere mobile Demonstration ist praktisch, taktisch und vor allem für den Kunden greifbar.

Deloitte stellte die Plattform bereits auf mehreren Konferenzen vor.

Deloitte an zahlreichen Blockchain-Projekten beteiligt

Das zu den Big Four der globalen Wirtschaftsprüfer gehörende Unternehmen ist auch selber an zahlreichen Blockchain-Projekten beteiligt. So ist Deloitte etwa Mitglied der Clinical Supply Blockchain Working Group. Die vom Pharmariesen Pfizer initiierte Gruppe möchte die Lieferketten im Pharmasektor effizienter gestalten, indem diese auf einer Blockchain erfasst werden. Ziel des Projekts ist es, den gesamten Prozess der Arzneimittellieferung vom Hersteller bis zum Patienten nachzuverfolgen.

Darüber hinaus zählt Deloitte neben Fidelity, Amazon und anderen zu den Unterstützern von CoLab. Das Tochterunternehmen von IDEO fungiert als Start-up-Inkubator. CoLab möchte neue Blockchain-Firmen auf vielfältige Arten unterstützen. Neben finanzieller Unterstützung sollen daher vor allem Workshops zu verschiedenen Themen angeboten werden.

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Prof. Dr. Philipp Sandner zur ITSA: „Ende dieses Jahres wollen wir die Top 1.000 kategorisiert und identifiziert haben“

BTC-ECHO: Warum wurde die ITSA ins Leben gerufen? Was hat es damit auf sich?

Prof. Dr. Philipp Sandner: Bereits heute existieren bereits über 2.000 Krypto-Assets – Tendenz steigend. Vor diesem Hintergrund nimmt die Unordnung im Krypto-Ökosystem zu. Denn mittlerweile gibt es neben Kryptowährungen auch sogenannte Payment Token, Security Token, Utility Token und dergleichen mehr.

Und dafür braucht man Strukturen, Kategorisierungen und Identifizierungsnummern, um etwas Ordnung ins Krypto-Ökosystem zu bringen. Genau das ist das Ansinnen der ITSA.

BTC-ECHO: Wie läuft eine Token-Standardisierung ab, was sind die einzelnen Schritte?

Sandner: Primär machen wir drei Dinge. Erstens: Wir machen die International Token Classification (ITC). Dabei klassifizieren wir Token nach einem von uns entworfenen Regime.

Zweitens: Wir weisen so den Token eindeutige Identifizierungsnummern zu; das ist wichtig, da bereits heute Redundanzen in der Klassifizierung bestehen. Aus steuerlicher Sicht ist eine eindeutige Identifizierbarkeit enorm wichtig.

Drittens: Wir legen die sogenannte Token Base an. Dabei handelt es sich um eine Datenbank, auf der Kurse, Volumina, Marktkapitalisierung und ähnliches enthalten sind.

BTC-ECHO: Welche Voraussetzungen muss ein Blockchain Asset erfüllen, um von der ITSA standardisiert zu werden?

Sandner: Die ITSA ist keine Instanz, die eine Qualitätssicherung durchführen kann oder will. Das Ziel ist, alle Krypto-Assets zu kategorisieren. Bisher sind wir so vorgegangen, dass wir die Top 100 (Marktkapitalisierung) von CoinMarketCap von oben bis unten durchgegangen sind und alle Token analysiert und kategorisiert haben. Ende dieses Jahres wollen wir die Top 1.000 kategorisiert und identifiziert haben. Damit decken wir 99,9 Prozent des Marktes in Sachen Marktkapitalisierung ab.

BTC-ECHO: Welche Voraussetzungen muss ein Unternehmen erfüllen, wenn es Mitglied der ITSA werden will?

Sandner: Ehrlich gesagt keine. Universitäten oder Forschungsinstitute können Mitglied werden, genau wie Unternehmen. Auch Verbände können Mitglied werden, der Bankenverband etwa ist es bereits.

Unter den 150 Gründungsmitgliedern ist zum Beispiel auch der main incubator von der Commerzbank sowie der Deutsche Fondsverband, außerdem eine Vielzahl von Unternehmen aus dem In- und Ausland. Das zeigt, dass das Projekt gut funktioniert.

BTC-ECHO: Kürzlich ist die ITSA auch dem Deutschen Institut für Normung, bekannter auch unter dem Kürzel DIN, beigetreten. Was erhoffst du dir von der Partnerschaft und wie siehst du die Chancen, dass der ITSA-Standards auch international Anerkennung findet?

Sandner: Zurzeit sind wir ein Verein, ähnlich eines Start-ups. Daher kann ich keine Versprechungen abgeben. Allerdings deutet einiges darauf hin, dass wir das Richtige tun, denn das, was wir machen, findet sehr viel Anklang. Die Finanzmarktaufsichten verschiedener Länder sind etwa auf uns aufmerksam geworden und möchten mit uns sprechen. Auf institutioneller Ebene sprechen wir überdies mit der ANNA (Association of National Numbering Agencies), das ist die zentrale Vergabestelle von ISIN (Internationale Wertpapierkennnummer).

Schließlich muss diese sich auch überlegen, ob sie Security Token eine ISIN geben, sie also als Aktie bezeichnen. Alle diese Gespräche waren sehr erfolgreich und es zeichnet sich ab, dass auch die ITSA international Anerkennung findet.

BTC-ECHO: Losgelöst von der ITSA. Welche blockchain-spezifischen Themen beschäftigen dich aktuell am meisten?

Sandner: Die ITSA selbst nimmt natürlich einen gewissen Raum ein. Weiterhin haben wir Forschungsprojekte laufen etwa mit der TU-Darmstadt oder mit Bosch; dabei steht in erster Linie das Thema IoT (Internet of Things) im Fokus. Ein anderes Thema ist Facebooks Kryptowährung Libra. Ein Komplement dazu wäre zum Beispiel der digitale Euro, also der Euro auf Blockchain-Basis.

Der wird erforderlich sein, weil nur dann Unternehmen im B2B-Kontext Smart Contracts einsetzen können; denn da wird man weiterhin den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel brauchen.

BTC-ECHO: Wo siehst du in der Regulierung den aktuell dringendsten Handlungsbedarf?

Sandner: Start-ups haben bereits vor zwei Jahren damit begonnen, nach Regulierung zu rufen. Man kann hier schon sagen, dass sowohl die BaFin als auch das Finanzministerium und die Europäische Union den Aufruf ernst genommen und entsprechende Maßnahmen eingeleitet haben.

Zu nennen ist hier etwa die Änderungsrichtlinie zur Geldwäscheverordnung. Inzwischen steckt hier erstmals das Wort „Krypto-Asset“ drin. Natürlich gibt es aber auch noch Justierungsbedarf. So enthält besagte Änderungsrichtlinie einen Passus, der das Hantieren mit Krypto-Assets unter Lizenz stellt. Das ist für Firmen, die mit Krypto-Assets handeln oder diese verwahren, brandgefährlich. Schließlich brauchen diese ab dem 1. Januar 2020 eine Lizenz. Ich persönlich bin der Meinung, dass der Gesetzgeber in diesem Zusammenhang etwas über das Ziel hinausgeschossen hat.

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Die Lage am Mittwoch: Bitcoin verabschiedet sich von Justin Sun

Bakkt: Bitcoin Futures in greifbarer Nähe

Die von manchen Teilen der Krypto-Community heiß ersehnten Bitcoin Futures aus dem Hause Bakkt haben einen offiziellen Starttermin erhalten. Ab dem 23. September können wohlbetuchte – sprich: akkreditierte und institutionelle – Investoren in das Bitcoin-Derivat investieren. Da bei den Termingeschäften der Marke Bakkt nicht nur auf den Bitcoin-Kurs gewettet wird, sondern die Abwicklung ebenfalls in BTC erfolgt, erhoffen sich viele Bitcoiner einen aus institutionellen Quellen gespeisten Kapitalzufluss in den Bitcoin-Markt – und damit nicht zuletzt einen steigenden Bitcoin-Kurs. Ferner könnte die Veröffentlichung der Bakkt Futures durchaus einen Legitimationsschub für Bitcoin bedeuten. Ob dieser einen solchen – gerade von institutioneller Seite – überhaupt nötig hat, darüber ließe sich trefflich im Oktagon namens Krypto-Twitter streiten, allein…

@Bitcoin verbannt Sun aus seinem Twitter Feed

… wird dort bereits ein anderer Kampf ausgefochten. Es geht um den goldenen Account @Bitcoin. Dieser befand sich lange in der Hand des Bitcoin-Cash-Lagers. Nichts ahnende Krypto-Neulinge – grün hinter den Ohren, rot im Portfolio – liefen Gefahr, durch die BCH-Propaganda zum BigBlocker konvertiert zu werden. Und das alles unter dem Banner der Kryptowährung Nr. 1. Offenbar weht bei @Bitcoin jetzt ein anderes Lüftchen und zwar eines, das nach kleinen Blöcken und Second-Layer-Lösungen duftet, eines, das dem Account-Namen künftig Rechnung tragen könnte. Während zahlreiche Bitcoiner noch an der Glaubhaftigkeit des plötzlichen Sinneswandels – die Wunden sitzen einfach zu tief – Zweifel anbringen, hat @Bitcoin bereits ein Zeichen gesetzt – und zwar gegen Justin Sun.

In einem dramatisch-dreisten Video macht @Bitcoin keinen Hehl daraus, was er von dem Gründer der TRON-Blockchain hält.

Überschrieben ist das Video mit

Eine gigantische Ankündigung!

@Bitcoin spielt damit auf den Hang des Tron Founders zum Übermarketing an, dass Justin Sun zuletzt in arge Bedrängnis gebracht hat. Seit sich dessen vermeintlich große Ankündigung für TRX und BTT und Blockchain generell als ein erkauftes Charity Dinner mit der Investorenlegende Warren Buffett herausgestellt hat, muss sich Sun selbst vonseiten der bisher loyalen TRX-Army einiges an Kritik um die Ohren schlagen lassen.

Ethfinex emanzipiert sich on Bitfinex

Während @Bitcoin Justin Sun aus seinem Twitter Feed verabschiedet, hieß es im Kryptoversum auch andernorts Adieu. Die Ethereum Exchange EthFinex hat sich von ihrer Mutterbörse Bitfinex losgelöst. Per Management Buy Out übernahmen Manager der Bitcoin-Börse Bitfinex und Ethfiniex die Mehrheit an Ethfinex-Unternehmensanteilen. EthFinex macht dicht, dafür soll mit DeversiFi ein neuer Handelsplatz mit dem Schwerpunkt Decentralized Finance erschaffen werden, der unabhängig von Bitfinex auf eigenen Beinen steht. Sechzehn dieser Beine tummelten sich zuvor unter den Tischen der Management-Ebenen von Bitfinex und Ethfinex.

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Twitter Account @bitcoin jetzt doch pro BTC – Finte oder Läuterung?

Der Propaganda-Krieg um „den wahren Bitcoin“ erreicht wirre Gefilde. Nachdem @bitcoin und bitcoin.com seit Roger Vers Bitcoin Hard Fork ohne Zweifel im Bitcoin-Cash-Lager anzusiedeln waren, scheint bei den Betreibern des @bitcoin-Twitter-Kontos ein Umdenken eingesetzt zu haben. Denn seit dem heutigen 20. August verdichten sich die Zeichen, dass die Betreiber von @bitcoin die Seiten gewechselt haben. So erhielt der bekannte Bitcoiner @BTCsessions Privatnachrichten von @bitcoin, die kaum anders als eine Art Bußgang zu interpretieren sind.

Das @bitcoin-Konto hat mir gerade eine Nachricht geschickt und geschrieben, dass man es schätzen würde, wenn Maximalisten, die das Konto blockiert haben, anfangen würden, es zu entsperren. Scheint, als wäre ein Bitcoiner wieder hinter dem Steuer. Ziemlich überraschend. Verbreitet die Nachricht.

Doch die vermeintliche Läuterung wird in der Szene nicht ohne die notwendige Portion Skepsis betrachtet. Viele bekannte Bitcoin-Maximalisten wie Stephan Livera, Host des Stephan Livera Podcast, bezichtigt die Betreiber des Twitter-Profils gar eines sogenannten Affinity Scams. Dabei handelt es sich um ein Betrugsschema, bei dem betrügerische Unternehmer eine gewisse Gruppenaffinität vorgaukeln – in diesem Fall zur BTC Community – um Mitglieder dieser Gruppe von bestimmten Investments zu überzeugen. Worin genau der Betrugsversuch allerdings liegen soll, lässt Livera offen.

Lass sie blockiert. Möglicherweise bauen die nur Vertrauen für einen weiteren Affinity Scam auf.

Insgesamt sind die Reaktionen auf Twitter gemischter Art. So mancher freut sich über die neu gewonnene Unterstützung aus dem vormaligen Feindeslager. Andere fordern von @bitcoin mehr als nur ein paar Privatnachrichten.

So fordert @ArminVanBitcoin von @bitcoin eine öffentliche Entschuldigung und ein klares Bekenntnis zu BTC und eine Großspende an Bitcoin Core Developers.

Die plausibelste Erklärung für den Sinneswandel der Account-Betreiber dürfte wieder einmal die einfachste sein: @bitcoin gehört schlicht geschäftstüchtigen Twitter Usern, die ihr Handle auf Zeit „vermieten“. Nachdem 18 Monate ein BCH-Freund die Stricke in der Hand gehabt hatte, dürfte dieser nun durch einen Bitcoiner ersetzt worden sein.

Auch Justin Sun kriegt sein Fett weg.

Bitcoin hat keine PR-Agentur

Der Zwist um Bitcoin.com und den Twitter Account @bitcoin offenbart spannende Konflikte um Bitcoins Copyright. Denn dezentrale Marken wie Bitcoin lassen sich kaum branden. Wer entscheidet, welche Blockchain Bitcoin ist? Der Streit zwischen der BCH- und BTC-Gemeinschaft gilt als besonders ideologisch motiviert, da Roger Ver, einer der führenden Figuren im BCH Space, Bitcoin Cash immer wieder als „den wahren Bitcoin“ bezeichnet hat. Solange Exchanges jedoch der Bitcoin Blockchain das Kürzel BTC verleihen, bleibt Bitcoin Cash das, was es ist: ein Altcoin.

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A1 Telekom Austria akzeptiert Bitcoin-Zahlungen

Krypto-affine Österreicherinnen und Österreicher dürfen frohlocken: Seit dem 19. August können sie in ausgewählten Filialen des österreichischen TelCo-Marktführers A1 Telekom Austria mit Bitcoin & Co. bezahlen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die BTC-ECHO vorliegt. Die Einführung der neuen Bezahloption erfolgt in Zusammenarbeit mit dem österreichischen FinTech-Start-up Salamantex. Salamentex stellt sowohl die Software als auch die Hardware für die Bitcoin-Kassenlösung zur Verfügung. Der Feldversuch soll A1 Payments, den Bezahlservice des österreichischen Kommunikationsanbieters, um Kryptowährungen erweitern. Das Bezahlen mit Bitcoin & Co. ist seit dem 19. August in folgenden A1-Filialen möglich:

  • Wien – Kärntnerstraße
  • Wien Mitte – The Mall
  • Niederösterreich – Krems Bühl Center
  • Steiermark – Graz Herrengasse
  • Tirol – Innsbruck Kaufhaus Tyrol
  • Salzburg – Europark
  • Oberösterreich – Linz Landstraße

Bitcoin-Akzeptanz macht aus A1 keinen Hodler

Wie bei den meisten Meldungen der Marke „XY akzeptiert Bitcoin-Zahlungen“ bedarf jedoch auch die Bitcoin-Akzeptanz durch A1 einer Differenzierung. Denn was am Ende auf dem Konto des österreichischen Telekommunikationsmarktführers landet, ist nicht BTC, sondern Euro. Bitcoin-Zahlungen von Kunden konvertiert das Kassensystem nämlich automatisch in Euro. Was bei Krypto-Puristen ideologisch motivierte Kritik hervorrufen könnte, hat für die Händler indes einen handfesten Vorteil. Durch die direkte Konvertierung von Bitcoin in Euro sind Geschäftstreibende vor der mitunter stark ausgeprägten Volatilität der Kryptowährungen gefeit.

Ebendas betont auch Markus Schreiber, zuständig für Business Marketing bei A1:

Der Handel mit Kryptowährungen an sich und die Akzeptanz von Kryptowährungen bei einem Bezahlterminal. Klare Antwort: Nein, es gibt kein Kursschwankungsrisiko in unserem Service – weder für den Kunden noch für den Händler. Bezahlt ein Kunde mit einer Kryptowährung, so wird der Bezahlwert von beispielsweise 100 Euro zu einem aktuellen Krypto-Tausch-Wert angeboten und behält für einen kurzen begrenzten Zeitraum seine Gültigkeit (unter 1 Minute). Unser Service bzw. unsere Partner wickeln den Tausch ab. Der Händler bekommt garantiert immer seine 100 Euro. Dauert die Bestätigung zu lang, wird der Wechselkurs ungültig, ein neuer Wechselkurs generiert, der wieder begrenzt gilt,

so Schreiber in einem Interview mit der firmeneigenen A1-Redaktion.

Erhöhte Nachfrage vor allem bei asiatischen Touristen

Darin äußert sich Schreiber auch zur Zielgruppe für die neue Bezahloption. Neben Händlern, die entsprechende Kundenanfragen bislang nicht erfüllen konnten, steht auch die Erschließung neuer Kundenkreise im Vordergrund. Vor allem bei asiatischen Touristen beobachtet Schreiber den wachsenden Wunsch, mit Bitcoin & Co. zu bezahlen.

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Israelische Behörden schalten auf Turbo: Finanzaufsicht will FinTech-Lizenzen im Eilverfahren vergeben

Für Schlagzeilen sorgt Israels IT-Sektor hierzulande selten. Zwischen den USA auf der einen und Ostasien auf der anderen Seite hat sich das Land jedoch längst unter die Weltmarktführer im Software-Bereich gemischt. Die israelische Tech-Branche boomt. Zwar ist die Zahl der Blockchain- und Krypto-Unternehmen im Mittleren Osten dieser Tage gering. Interesse aus der Szene besteht dennoch. Derzeit türmen sich die Lizenzanträge bei den zuständigen Behörden.

Um Zulassungen künftig schneller erteilen zu können, will die israelische Finanzmarkt- und Versicherungsaufsicht CMA nun ihr Lizenzsystem umstellen und setzt dabei auf Eilverfahren. Wie die israelische Tech-Plattform Calcalist berichtet, habe die Behörde den Schritt am Montag, dem 19. August, in einer offiziellen Pressemitteilung angekündigt.

Laut dem Bericht sollen derzeit über 2.000 ausstehende Lizenzanträge von FinTech- und Blockchain-Unternehmen auf dem Schreibtisch der CMA liegen. Einer ersten Prüfung der Behörden zufolge würden zur Stunde jedoch bereits dutzende Start-ups und Firmen die nötigen Auflagen erfüllen. Nach Ansicht der Finanzaufsicht könnten diese unmittelbar ihren Segen bekommen.

Nun sollen spezialisierte Teams die Blockchain- und FinTech-Unternehmen einzeln unter die Lupe nehmen und damit für eine schnelle Marktzulassung sorgen.

Technologische Innovation und die Beziehungen mit der Industrie sind die Grundprinzipien, die [unsere] Behörden in ihrer Arbeit anleitet. [Die FTA] setzt sich für die Regulierung und Zulassung des FinTech-Sektors, darunter […] Peer-to-Peer-Plattformen, digitale Wallets, blockchainbasierte FinTech-Unternehmen sowie andere Bezahlsysteme, ein,

fasst CMA-Leiter Moshe Barakat Mission und Antrieb seiner Behörde zusammen.

Zukunftsmarkt FinTech: Behörde will Wettbewerb ankurbeln

Wie es in dem Bericht weiter heißt, wolle man mit dem Eilverfahren vor allem den Wettbewerb innerhalb der israelischen FinTech-Branche ankurbeln. Damit steht der CMA-Vorstoß im Rahmen einer großangelegten Anstrengung, FinTech-Unternehmen ins Land zu locken.

Auch nachdem das Finanzministerium bereits 2017 für Unternehmen eine sogenannte „Regulatory Sandbox“ eingerichtet und ihnen damit die Tür geöffnet hatte, steckt besonders die streng regulierte israelische Blockchain- und Krypto-Industrie weiterhin in den Kinderschuhen. Stimmen aus der Branche beklagen vorherrschende Vorbehalte und Skepsis vonseiten der Banken. Laut dem Calcalist-Bericht gäbe es für viele Start-ups im Land kaum einen Markt.

Damit sich dies ändert, ist die Finanzaufsicht CMA erst kürzlich dem Globalen Innovationsnetzwerk GFIN beigetreten. Gemeinsam mit 30 weltweiten Regulierungs- und Aufsichtsbehörden sowie internationalen Organisationen, zu denen sowohl der Internationale Währungsfonds (IWF) als auch die Weltbank gehören, will sich die Behörde nun dafür einsetzen, Branchenwissen auszutauschen und so innovative Technologielösungen zu fördern.

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