Droht auch Kucoin die Insolvenz?

  • Seit einigen Tagen geht in den sozialen Medien das Gerücht um, dass Kucoin als nächstes Pleite gehen wird.
  • Es ist die fünftgrößte Exchange. Marktwert vor einem Jahr: 10 Milliarden US-Dollar.
  • Angeblich soll die Kryptobörse Positionen in Luna, Three Arrow Capital und Babel Finance gehabt haben, alle machten Pleite.
  • Das Gerücht streuen Nutzer auf Twitter. Es verbreitete sich seitdem auch in Blockchain-Medien.
  • Der CEO der Kryptobörse dementierte die Vorwürfe auf Twitter und drohte außerdem mit rechtlichen Konsequenzen.
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Looty: Koloniale Raubkunst wird zu NFTs

  • Zierliche Messingfiguren, schöne Götzenbilder auf Altären, große antike Bronzeköpfe, geschnitzte Elfenbeinstoßzähne schmückten einst das Herzstück von Benin-City im heutigen Nigeria. Die Benin-Bronzen gelten als das kulturelle Erbe Afrikas.
  • Doch während der grausamen Kolonialzeit stahlen Europäer über 90 Prozent der bedeutendsten afrikanischen Kunstwerke. Bis heute verweilt das meiste Diebesgut in westlichen Museen, Archiven oder Privatsammlungen.
  • Chidi Nwaubani, ein junger multidisziplinärer Künstler aus Nigeria, möchte die gestohlene Kunst Afrikas zurückholen.
  • Mit seinem Projekt Looty macht er sich auf die Suche nach gestohlenen Artefakten.
  • Wie er den digitalen Kunstraub genau macht und wie die Blockchain dabei hilft, erfahrt ihr in der neuen Ausgabe des BTC-ECHO Magazins.
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Was bedeutet die drohende Rezession für Bitcoin (BTC)?

Ist die Bedrohung durch eine Wirtschaftskrise imminent? Finanzminister Christian Lindner spricht von “Jahren der Knappheit” und auch Wirtschaftsminister Robert Habeck sieht die Zukunft alles andere als rosig. Steigende Verbraucherpreise für Lebensmittel und Energie sorgen bereits jetzt für ein ungünstiges Investmentklima, aber verglichen damit, was uns in einer wirklichen Wirtschaftskrise bevorstehen würde, ist das alles Kleinkram.

Was passiert mit Bitcoin in der Rezession?

Wenn flächendeckend Firmen pleitegehen und Menschen ihre Jobs verlieren, stehen wir – und natürlich auch die Märkte – vor ganz anderen Herausforderungen. Ab wann wir tatsächlich in einer Rezession stecken, ob die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Kontrolle verloren hat und natürlich auch, was eine handfeste Weltwirtschaftskrise für den Krypto-Space bedeuten würde, besprechen BTC-ECHO Marktexperte Stefan Lübeck und Jan Heinrich Meyer in der heutigen Folge des BTC-ECHO Invest Podcast. 

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Bitcoin: Sind die Versprechen von Dezentralität und Sicherheit eine Lüge?

Seit seiner Geburt im Jahr 2009 gründet sich Bitcoins Erfolg auf zwei Kernversprechen: Dezentralität und absolute Sicherheit. Die erste und mächtigste Kryptowährung der Welt wird von ihren Befürwortern als digitales, unabhängiges und faires Geldsystem gepriesen, eine Antwort auf die Hegemonie der zentralisierten Wall Street und eine Alternative zu nationalen Währungen wie dem US-Dollar. Offen für alle mit Internetzugang, dezentral verteilt und lückenlos abgesichert über tausende von Netzwerke, ohne zentralen Herrscher. Das ist der Mythos von Bitcoin. Eine der Top-Blockchain-Sicherheitsfirmen rüttelt nun an den Grundfesten dieser verführerischen Erzählung.

“Are Blockchains Decentralized?” ist der Name des 26-seitigen Reports der Experten von Trail of Bits. Die 2013 gegründete Firma sichert einige der größten Kryptoprojekte ab, darunter Ethereum, Polygon, Polkadot und Chainlink. Sie berät Web2-Giganten wie Microsoft, Google und Zoom. Sie erstellte die Studie im Auftrag von DARPA, dem Forschungsministerium des US-Pentagons, unter anderem bekannt für die Erfindung des Internets.

Das Fazit des Reports zu Bitcoin? Ernüchternd. Die üblichen Verteidiger von Bitcoin im Space (Anthony Pompliano, Michael Saylor, Jack Dorsey und Co.) halten sich bisher dazu bedeckt. BTC-ECHO holt in den nächsten Tagen Einordnungen von Experten ein. Hier vorerst die wichtigsten Ergebnisse.

So gefährdet sind Bitcoin und Co.

  • 1. Beim sogenannten Proof-of-Work-Konsensalgorithmus halten Miner das Bitcoin-Netzwerk am Leben. Sie generieren neue Blocks, garantieren die Echtheit der Datenbank und die Sicherheit des Systems. Laut Trail of Bits geht 51 Prozent dieser Aktivität auf vier der größten Minerkollektive zurück. Das heißt 0.004 Prozent der Miner kontrollieren über die Hälfte der Hashrate, der Computerleistung des Netzwerks.
  • 2. 60 Prozent des Traffics von Bitcoin wird über nur drei Internetanbieter abgewickelt, die wiederum selbst hochgradig zentralisiert und fehleranfällig sind, unter anderem Amazon Web Services. Sie könnten den einzelnen Knotenpunkten im Netzwerk (Nodes) auch einfach den Zugang verwehren oder ihre Geschwindigkeit drosseln, wenn sie wollten.
  • 3. Fast 55 Prozent der Bitcoin-Nodes laufen zudem über einen Browser des Dark Webs, Tor. Ein Ausfall oder Angriff auf dieses Ökosystem könnte ebenfalls weitreichende Folgen für Bitcoin haben. Tor wurde letztes Jahr beispielsweise von einem russischen Hacker attackiert, der kurzzeitig 40 Prozent der Knotenpunkte im Netzwerk übernahm.
  • 4. 85 Prozent der Umlaufmenge an Bitcoins konzentriert sich im Besitz von weniger als fünf Prozent der Holder.
  • 5. Der weltweit führende Mining-Pool ViaBTC benutzt laut Trail of Bits für seine Konten das Passwort 123. Die Mining-Organisation Pooling überprüft Anmeldedaten gar nicht. Slushpool weist seine Nutzer sogar an, das Passwortfeld zu ignorieren. Diese drei Minerkollektive machen etwa 25 Prozent der gesamten Bitcoin-Hash-Rate aus.
  • 21 Prozent der Bitcoin-Nodes laufen noch auf einer alten Software, die seit Juni 2021 für ihre Sicherheitslücken bekannt ist.

In der Vergangenheit stellten Studien immer wieder fest, dass bestimmte Bereiche in der Blockchain nicht so dezentral sind, wie sie vermarktet werden. So kam Chainalysis zum Ergebnis, dass rund ein Prozent der Mitglieder in dezentralen Organisationen rund 90 Prozent der Abstimmungsrechte auf sich vereinen.

Im Bereich NFTs befinden sich laut einer anderen Studie von Chainalysis rund 80 Prozent der digitalen Kunstwerke im Besitz von zehn Prozent der Menschen, zumindest auf der Ethereum-Blockchain.

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Gegen Bitcoin: Erste Anti-Krypto-Konferenz geht an den Start

Bitcoins Umweltauswirkungen, Politik, ICOs, NFTs, Web 3.0 und der jüngste Crash: Diese Themen sollen auf dem Crypto Policy Symposium kritisch besprochen werden. “Unsere Stimmen werden lauter – und die politischen Entscheidungsträger hören zu!”, schreibt Journalistin und Krypto-Kritikerin Amy Castor in ihrem Blog.

Am 5. und 6. September sollen sich Bitcoin-Gegner wie sie in London treffen, um im direkten Austausch mit Regulatoren auf Probleme und Sorgen rund um den Krypto-Bereich einzugehen. Laut Castor möchte Stephen Diehl, Organisator des Events, sicherstellen, dass Politiker Zugang zu allen notwendigen Informationen haben, um künftig Entscheidungen besser treffen zu können.

Aktuell würden Politiker hauptsächlich von Lobbygruppen hören, beschwert sich Castor. Diese seien von Krypto-Unternehmen finanziert, die viel Unterstützung von Wagniskapitalgebern erfahren würden.

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GBEX: Der Exchange-Token der „neuen Art“

Weshalb braucht es den GBEX Token?

Seit dem Launch der zentralisierten Exchange von Globiance im Jahre 2018, war das Team aktiv und die Plattform ist mit zusätzlichen Produkten und Services stark gewachsen.

Damit die Produkte von Globiance optimal genutzt werden können, brauchte es einen “Treibstoff”, der diese kontinuierlich wachsende Plattform weltweit antreibt und gleichzeitig die Nutzer belohnt. Deshalb wurde der Globiance Exchange Token (GBEX) entworfen und auf den Markt gebracht.

Was ist der GBEX Token, und wie kann ich ihn verwenden?

GBEX ist ein Utility und Payment Token, basierend auf dem hybriden Protokoll von XinFin, XDC Network (XRC-20). XDC Network ist die 3. Generation der Blockchains und ist in der Krypto-Szene dafür bekannt, dass sie bereits heute die Probleme von Ethereum nicht nur verbessert hat, sondern einen neuen Maßstab im gesamten Krypto-Ökosystem gesetzt hat.

GBEX profitiert deshalb von all diesen Eigenschaften erheblich und bietet ideale Voraussetzungen für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle.

Der Token wird im gesamten Globiance-Ökosystem für die Zahlung von Gebühren, Abstimmungen oder Governance verwendet. Zusätzlich arbeitet das Team aktuell an weiteren Einsatzmöglichkeiten des Tokens, wie als Zahlungsmittel in neuen Gateways, NFT-Marktplatz, Staking-Optionen und Nutzung in multiplen Metaverses.

Wie unterscheidet sich der Token von Globiance zu den herkömmlichen Exchange-Tokens?

Abgesehen von der Utility des Tokens oder die Einsatzmöglichkeiten als Zahlungsmittel, war ein wichtiger Gedanke des Teams, die Nutzung des Tokens so belohnend wie möglich für die User zu gestalten.

Mit seinem deflationären Mechanismus, den automatischen Belohnungen, die durch den Smart Contract an die Halter verteilt werden, die Möglichkeit zu Staken (10 Prozent APY) und von Rabatten oder Geschenken zu profitieren, bietet die Kryptowährung die idealen Voraussetzungen, um den Menschen und Unternehmen, die die Globiance Plattform benutzen, etwas zurückzugeben.

Wer kann GBEX besitzen?

Jeder kann GBEX kaufen und benutzen. Interoperabilität ist Globiance sehr wichtig, deshalb kann jeder abgesehen von den Globiance-Produkten selbst, zusätzlich auf folgenden Exchanges den Token kaufen: Probit.com, Bitrue.com, Indoex.io, Bitmart.com, SWFT.pro (All-Chain), Lbank.info und weitere folgen.

Übersicht der Einsatzmöglichkeiten von GBEX:

Trading: Handeln auf der Globiance Bank-/Krypto-Börse-Plattform unter Verwendung der Globiance DEX (dezentralisiert) oder CEX (zentralisiert) Börse.

Greife auf Geldmittel zu oder tausche deine Währung schnell und reibungslos mit den Bankfunktionen der Globiance-Plattform um.

Fees: Nutze die Globiance-App für den bequemen Handel von Kryptowährungen und bezahle die Gebühren mit GBEX.

TAX Belohnung: Verdiene Rewards für jede Wallet-Transaktion.

Referal System: Verdiene lebenslange Rewards, indem du deinen eigenen ‘Empfehlungscode’ verwendest, wenn sich deine Freunde anmelden. 

Staking: Stake GBEX und erhalte bis zu 10 Prozent APY.

Die Vorteile:

  • Lass deine Transaktionen in 2-3 Sekunden abwickeln
  • Interoperabilität mit ISO20022-Nachrichtenstandards
  • Die durchschnittlichen Kosten pro Transaktion im XDC (XRC-20) Netzwerk betragen 0,0001 pro Transaktion
  • GBEX-Token ist deflationär, da ein Teil der Token bei Transaktionen verbrannt wird und das Angebot schrumpft, während GBEX-Inhaber belohnt werden
  • Globiance hat mehrere registrierte Unternehmen mit Lizenzen und SRO Mitgliedschaften
  • erstaunliche interaktive, Mitarbeiter und Community
  • und vieles mehr!

Demnächst bei Globiance:

  • CrossDex
  • NFT Marketplace
  • Metaverses
  • GameFi

Besuche Globiance für weitere Informationen über GBEX Token, einschließlich GBEX Tokenomics, Belohnungen und mehr.

gbex.exchange – Informationen zu unserem Token

globiance.com – Globiance Homepage

dex.globiance.com – Globiance DEX

eu.globiance.com – EU Plattfrom

ch.globiance.com – Schweizer Plattform

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100.000 US-Dollar Belohnung: Wo versteckt sich Ruja Ignatova?

  • Als Gründerin des Krypto-Scams OneCoin hat Ruja Ignatova Kundinnen und Kunden um Milliarden US-Dollar betrogen.
  • Nun ist sie vor so ziemlich allen Polizeibehörden auf der Flucht, die es gibt. Unter anderem das FBI ermittelt gegen Ignatova, die auch einen deutschen Pass besitzt, wegen Betrugs in Milliardenhöhe. Selbst auf die Liste der Top-10 meistgesuchten Verbrecher:innen hat sie es geschafft, wie BTC-ECHO kürzlich berichtete.
  • Jetzt verdichten sich die Gerüchte, dass sich Ignatova auf internationalen Gewässern des Zugriffs entzieht. Der englische Journalist Jamie Bartlett sprach mit Zeug:innen, die die mutmaßliche Betrügerin an der griechischen Küste gesehen haben wollen.
  • Der Verdacht liegt nahe, dass sich Ignatova auf ihrer Luxusyacht im Mittelmeerraum aufhält.
  • Für Hinweise lobt das FBI eine Belohnung über 100.000 US-Dollar aus. Die Identifikation dürfte aber nicht ganz einfach sein. Denn mittlerweile geht man davon aus, dass sich die promovierte Juristin mehreren Schönheits-OPs unterzogen haben könnte. Inwiefern da die Fahndungsfotos des FBIs helfen, ist also fraglich.
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Prozess im Steuerparadies: Three Arrows Capital (3AC) ist offiziell pleite

  • Bereits im Vorfeld zum New Yorker Prozess hatte ein Gericht auf den Britischen Jungferninseln das Unternehmen Three Arrows Capital (3AC) aufgefordert, seine Vermögenswerte zu liquidieren.
  • Der Fall 3AC steht sinnbildlich für die Schockwelle, die der jüngste Kursrutscher von Bitcoin und Co. am Kryptomarkt ausgelöst hatte. Schließlich geht mit 3AC einer der größten Hedgefonds des Sektors in die Brüche.
  • Unbestätigten Berichten zufolge soll sich 3AC mit massiv gehebelten Wetten verspekuliert haben. Vor allem im Chaos rund um Terra (LUNA) sowie Lido Staked Ether (stETH) hat das Unternehmen Federn lassen müssen.
  • Bereits in der vergangenen Woche hat die BTC-Börse Voyager den Zahlungsausfall über 670 Millionen US-Dollar vonseiten 3AC gemeldet. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die BTC-ECHO vorliegt.
  • Von den Gründern Kyle Davies sowie Su Zhu fehlt weiterhin jede Spur. Letzterer ist mit über 500.000 Followern auf Twitter ein ernstzunehmender Influencer im Space. Aufgrund von widersprüchlichen Aussagen sprechen Marktbeobachter bereits von möglicher Marktmanipulation.
  • Hinzukommt ein undurchsichtiges Geflecht aus verschiedenen Tochterunternehmen, die an Steueroasen wie den Cayman Islands registriert sind. Recherchen von Coindesk zeigen, dass 3AC mit Tai Ping Shan Capital (TPS) in dem Steuerparadies mutmaßlich einen eigenen Trading Desk betrieben hatte. Das Pikante: Trotz des Insolvenzverfahrens operiert TPS Capital weiter.
  • Mittlerweile ermitteln auch singapurische Behörden gegen den Hedgefonds. Denn nach Inhalt des Geschäftsberichtes von 2020 habe 3AC lediglich geringe Millionensummen anstatt den kolportierten Milliarden USD an Kapital verwaltet.
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EU beschließt Krypto-Regelwerk für Bitcoin, NFTs und Co.

EU: Bitcoin-Regelwerk MiCA steht

Der europäische Regulierungsthriller fand in der vergangenen Woche sein Ende. Seit letztem Donnerstag steht das umfassende Krypto-Regelwerk Markets in Crytpo-Assets (MiCA). Eine mehrjährige Debatte innerhalb des Europäischen Parlamentes und zwischen den Mitgliedsstaaten findet damit ihren Abschluss. Das Wichtigste vorweg: Das höchst umstrittene, klimapolitisch motivierte Verbot von Proof-of-Work-Diensten ist nicht Teil der fertigen Regelung. Bleibt Bitcoin in Europa also weiterhin erlaubt, unterliegt sein Besitz und Handel in der EU künftig einheitlichen Regeln, über deren Einhaltung die europäische Marktaufsichtsbehörde ESMA wachen wird. MiCA enthält auch Vorgaben zu Stablecoins. Die Herausgeber von letzteren sind verpflichtet, über die nötigen Reserven zu verfügen, um die Stabilität ihrer Token sicherzustellen. Klimapolitisch nimmt die Verordnung Krypto-Dienstleister – und nicht Kryptowährungen – in die Pflicht, die Umweltbilanz ihrer Assets anzugeben. Die Regelung bürdet der europäischen Krypto-Industrie zwar neue Aufgaben auf, verschafft ihr aber auch die langersehnte Rechtssicherheit. Lediglich NFTs sind vorerst ausgenommen.

Krypto-Dienstleister müssen künftig Transaktionsdaten sammeln

Parallel zu MiCA einigte man sich in Brüssel zu der in Krypto-Kreisen nicht weniger umstrittenen Transfer of Funds Regulation (TFR). Mit diesem Regelpaket verwirklicht die EU Maßnahmen gegen Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche im Bitcoin-Space. Die Regeln fallen hart aus, denn Bitcoin-Börsen müssen für jede Krypto-Transaktion Daten erheben – ganz unabhängig von der Transaktionshöhe. Das Verbot von sogenannten “unhosted Wallets”, die nicht zu einem Krypto-Dienstleister gehören, ist hingegen vom Tisch. Damit hat auch der europäische DeFi-Sektor eine Zukunft. Bei Transaktionen in Höhe von mehr als 1.000 Euro an oder von einer derartigen Wallet müssen Bitcoin-Börsen stattdessen einmalig überprüfen, ob die Wallet ihrem Kunden gehört. Bei Transaktionen mit “unhosted Wallets”, die Drittpersonen gehören, sind ebenfalls risikomindernde Maßnahmen vorgesehen. Auch mit der TFR kann die Branche somit letztlich leben, doch die Datenschutzbedenken bleiben bestehen.

Deutschland setzt Zukunftsimpuls für Finanzbranche

Abseits der europäischen Krypto-Debatte tut sich auch in Deutschland einiges an der Regulierungsfront. Am 29. Juni präsentierten Bundesfinanzminister Christian Lindner und Bundesjustizminister Marco Buschmann ihr geplantes Zukunftsfinanzierungsgesetz. Die beiden FDP-Minister wollen die heimische Finanzbranche damit für die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten. Der Zugang zum Aktienmarkt soll für Unternehmen und Privatpersonen vereinfacht werden. Daneben will das geplante Gesetzespaket aber auch die Digitalisierung des Wertpapiergeschäftes voranbringen. Darin stecken auch für die deutsche Krypto-Branche Wachstumschancen. So soll das Gesetz über digitale Wertpapiere ausgedehnt und der Papierzwang bei der Dokumentation von Aktiengeschäften ausgebaut werden. Die Verabschiedung des Gesetzes ist bereits für 2023 geplant.

Russland beschließt Krypto-Steuersätze

Auf der anderen Seite der Frontlinie zwischen dem Westen und Russland macht die Regulierung von Bitcoin und Co. ebenfalls Fortschritte. Russland, das seit dem Überfall auf die Ukraine von Sanktionen getroffen und wirtschaftlich zunehmend isoliert ist, arbeitet unter Hochdruck an einem Rechtsrahmen für den Krypto-Handel. Mit einem neuen Steuergesetz setzte die Staatsduma in der vergangenen Woche ein wichtiges Stück dieses Regulierungsmosaiks. Herausgeber von Kryptowährungen sowie die Betreiber von Informationssystemen, die Krypto-Diensten zugrunde liegen, sind künftig von der Mehrwertsteuer ausgenommen. Auch bei der Einkommensteuer rückt Moskau vom bisherigen Pauschalsatz von 20 Prozent auf Krypto-Gewinne ab. Heimische Unternehmen müssten künftig stattdessen zunächst 13 und ab einem gewissen Betrag 15 Prozent Einkommensteuer zahlen. Auch für ausländische Unternehmen greift der Satz von 15 Prozent. Die staatseigene Nachrichtenagentur Ria News bezeichnete die eigenständige Steuerregelung als “eine der wichtigsten Voraussetzungen für das effektive Funktionieren der digitalen Wirtschaft”, dabei verwies sie auf Regierungskreise.

SEC-Chef: Bitcoin ist kein Wertpapier

Gary Gensler, Chef der US-Börsenaufsicht SEC, gilt als Krypto-Skeptiker. Sein Paradeargument: Viele der kleineren Altcoins sind eigentlich Wertpapiere, ihre Herausgeber handeln mit ihnen ohne die Erlaubnis seiner Behörde. Doch zumindest bei der Krypto-Leitwährung Bitcoin sieht Gensler die Sache dann doch anders. Das stellte er vergangene Woche in einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC unter Beweis. Dort bezeichnete Gensler Bitcoin als eine Ware, dabei grenzte er BTC von allen anderen Kryptowährungen ab. Die Community reagierte erleichtert, denn hier deutet sich an, dass BTC in den USA auf dem Weg zur regulatorischen Eindeutigkeit ist.

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Ethereum: Transaktionsgebühren sinken deutlich

  • Die Durchschnittsgebühren für Transaktionen auf dem Ethereum-Netzwerk sind zuletzt stark gesunken.
  • So kostet eine Überweisung auf der Smart-Contract-Plattform nach Angabe von Bitinfocharts zuletzt im Durchschnitt 1,67 USD. Zum Vergleich: Noch im Mai dieses Jahres lag der Wert bei über 30 USD je Transaktion.
  • Ethereums Gebührenniveau ist immer wieder Anlass für Grundsatzkritik an dem Netzwerk. Grund für die teils immensen Gebühren sind die Vielzahl an Smart Contracts sowie jüngst auch der Hype um NFTs. Die Vielzahl an dadurch entstehenden Transaktionen treibt das Gebührenniveau.
  • Der NFT-Hype ist in letzter Zeit aber etwas abgeflacht, was sich auch positiv auf das Gebührenniveau ausgewirkt hat.
  • Wie ist es um den ETH-Kurs bestellt? In unserer jüngsten Kursanalyse fühlen wir dem Coin auf den Zahn.
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