Altcoin-Rallye: Mindol-Kurs (MIN) explodiert – Was steckt dahinter?

Aktuell hebt sich ein Coin in der langen Liste hinter Bitcoin & Co. deutlich ab. Der Mindol-Kurs (MIN) ist zwischenzeitlich innerhalb von 24 Stunden um satte 30 Prozent angestiegen. In den letzten sieben Tagen verzeichnete Mindol eine Rallye von knapp 40 Prozent. Mit 3,51 US-Dollar ist die Kryptowährung damit auf ihrem Allzeithoch. Zeit, das Projekt unter die Lupe zu nehmen.

„Die neue Währung für Subkultur-Märkte“

Wie das Projekt im offiziellen White Paper verrät, ist Mindol auf die japanische Popkultur — allen voran Mangas – ausgelegt. Hier soll Mindol, so die wenig konkrete Ausführung von offizieller Seite, „neue Inhalte schaffen“. Dabei wollen die Betreiber „das Projekt durch die Blockchain-Technologie sichern und schützen“. Mindol sei also „die neue Währung für die Welt der „Subkulturmärkte“.

Um den virtuellen Mindol-Subkulturmarkt zu schützen, verfüge das Projekt zudem über eine „sehr exzellente Datenstruktur“ zum Schutz vor Manipulation. Nach weiteren ausführlichen Beschreibungen der Blockchain-Technologie selbst (die man auch bei jedem anderen Coin genauso formulieren könnte), verrät das Projekt im White Paper dann endlich den konkreten Anwendungsfall:

Auf der eMindol-Plattform wird das Settlement und das Ausgeben der Mindol Token sowie Abstimmungsfunktionen, digitales Ticketmanagement nach dem Kauf von Tickets für Events und das Copyright Management über die Blockchain-Technologie ausgeführt.

Derzeit wird der Token zu über 70 Prozent auf der Börse „Coinall“ gehandelt. Dort ist der Token nach Bitcoin und dem Stable Coin Paxos Standard der am dritthäufigsten gehandelte Coin. Weitere Börsen, auf denen der Coin gehandelt wird, sind CoinTiger und Coinsuper – auf größeren, scheinbar seriöseren Börsen sucht man den Token vergeblich.

Das Mindol-Team: Zweierspitze ohne Support

Das Firmenprofil von Mindol weist lediglich zwei Personen auf: Geschäftsführer Fumihiro Fukuhara und Hollywood-Regisseur Gil Junger. Weitere Informationen findet man über den Geschäftsführer nicht – weder auf Facebook noch auf LinkedIn oder ähnlichen Social-Media-Kanälen. Auch weitere Auskünfte sind schwer zu finden. Im offiziellen bitcointalk-Forum oder im projekteigenen Telegramchannel gibt es außer Anfragen von Nutzern keine offiziellen Informationen vonseiten des Teams.

Abgesehen von den besprochenen dünnen Informationen aus dem White Paper und einigen Ankündigungen zu Kooperationen (offenbar will der ehemalige Fußballer Ronaldinho das Projekt unterstützen) gibt es wenig Details über etwaige Weiterentwicklungen. Im Fokus steht lediglich die Entwicklung eines Online-Spiels sowie die Mitfinanzierung des angeblichen Hollywoodfilms „To Do and Die“. Letzterer soll laut Mindol-Angaben noch im nächsten Jahr erscheinen. Bisher scheint er jedoch nur auf der Mindol-Homepage zu existieren.

Auch technisch lässt einen das Projekt im Dunklen. Es wird weder aufgeführt, welchen Konsensmechanismus das Projekt verwendet noch ob es Entwickler gibt, die an dem Team mitarbeiten, auch etwaige Zukunftspläne sind nicht zu finden.

Fazit: Vorsicht mit Mindol

Ein mageres Team, keine technischen Informationen und notdürftige Ankündigungen gepaart mit unbekannten Exchanges und einem fragwürdigen Use Case legen eine Deutung nahe: Das Projekt hat wenig Substanz.

Mit Blick auf die gewaltigen Kursanstiege in den letzten Wochen mag man sich bisweilen an die Mechanismen hinter Pump-and-Dump-Systemen, wie hier ausführlich erklärt, erinnert fühlen. Hier sei anzumerken, dass falls es sich bei den aktuellen Mindol-Kurs-Anstiegen um einen Pump and Dump handeln sollte, das nicht zwingend mit den Entwicklern des Projekts zusammenhängt.

Hier kann man, wie bereits beschrieben, lediglich auf die mangelnde Transparenz verweisen.

Fest steht: Bei solch starken Anstiegen wie im aktuellen Fall von Mindol ist Vorsicht geboten.

Disclaimer: Die vorgelegten Informationen wurden nach bestem Wissen zusammengetragen, können aber keine Garantie auf Vollständigkeit geben. Es handelt sich hier lediglich um die Einschätzung des Analysten, keinesfalls um Investment-Beratung. Im Bitcoin-Markt gilt wie immer: DYOR!

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Bitcoin-Investitionen: 10 Wege für ein Investment in Kryptowerte

In der achtteiligen Kolumne „Kryptowerte als Geldanlage“ beschäftigen sich Marius Krämer und Peter Weger von coindex® mit Fragen rund um ein Investment in Kryptowerte wie Bitcoin.

Handelsplätze für Bitcoin & Co.

Kaufen und handeln kann man Kryptowerte an spezialisierten Handelsplätzen. Viele davon befinden sich im Ausland, nicht selten mit fragwürdiger Regulierung und intransparenter Außendarstellung. Inzwischen gibt es auch eine beschränkte Auswahl an deutschen Anbietern, wie bitcoin.de oder BSDEX.

Der Handel mit Bitcoin & Co. funktioniert wie an einem herkömmlichen Handelsplatz. Die Börse führt ein Orderbuch mit Kauf- und Verkaufsaufträgen. Wenn der Preis einer Kauforder mit dem einer Verkaufsorder übereinstimmt, geht ein Handelsgeschäft über die Bühne.

Bei der Auswahl einer entsprechenden Bitcoin-Börse sollte man auf die Auswahl der Handelspaare, Sicherheit, Seriosität, die Möglichkeit des Handels mit Fiatwährungen und die Ein- und Austrittsbarrieren bei Überweisungen achten. Ein gewisses Grundverständnis für Kryptowerte und digitale Handelsplätze sollte beim Anleger vorhanden sein.

Broker: Bitcoin-Kauf über Umwege

Inzwischen gibt es einige Broker die den Kauf und Verkauf von Kryptowerten im Angebot haben. Ein Broker ist eine Person oder Firma, die im Auftrag eines Investors Kauf- und Verkaufsorder ausführt. Für diesen Dienst berechnet der Broker Gebühren. Prominentere Beispiele sind Bitpanda und Robinhood für Privatanleger oder der Asset Manager Crypto Finance AG für Professionelle.

CFDs

Die sogenannten Contracts for Difference oder einfach CFD (Differenzkontrakte) sind hochspekulative, komplexe und außerbörslich gehandelte Derivate. Sie kommen nur für erfahrene und gut informierte Anleger in Frage. Durch die zugrunde liegende Hebelwirkung besteht nicht nur eine erhöhte Gewinnchance, sondern auch ein überproportionales Verlustrisiko. Der gesetzlich vorgeschriebene Pflichthinweis der CFD-Anbieter macht das deutlich: „Zwischen 74 bis 89 Prozent der Kleinanleger verlieren ihr Geld beim Handel mit CFDs.”

ETFs

Noch gibt es keinen offiziellen Bitcoin ETF, doch Branchenteilnehmer erwarten, dass ein solches Produkt in der Zukunft verfügbar sein wird. Prominente Marktteilnehmer aus den USA wie etwa VanEck oder die Winklevoss-Brüder, aber auch europäische Teilnehmer arbeiten aktiv am offiziellen ETF für Kryptowerte.

ETFs sind Anlagevehikel, die die Wertentwicklung eines bestimmten zugrunde liegenden Vermögenswerts oder einer bestimmten Gruppe von Vermögenswerten abbilden. ETFs können wie traditionelle Wertpapiere auf Börsen und mit Depot gehandelt werden. Bei diesem Instrument wird der zugrunde liegende Anlagewert hinterlegt, d. h. der Emittent kauft und verwahrt die jeweiligen Vermögenswerte im Hintergrund.

Zertifikate

Ein Zertifikat ist eine Art Wertpapier, dessen Preis aus den Kursen anderer Vermögenswerte abgeleitet wird. Zertifikate sind sehr flexibel und können komplexe Anlagestrategien widerspiegeln. Zertifikate für Kryptowerte werden von Firmen wie Vontobel und f5crypto angeboten.

Anleger, die mit Zertifikaten handeln möchten, sollten vorab die Funktionsweise und das damit verbundene Risiko verstehen.

ETNs

Exchange Traded Notes (ETNs) sind börsengehandelte Schuldverschreibungen, die die Wertentwicklung von zugrunde liegenden Referenzwerten nachbilden. ETNs werden von Aktienbrokern angeboten und sind wie diese vollständig reguliert.

Ein etablierter Krypto-ETN-Anbieter heißt „XBT Provider” und wird an der schwedischen Börse gehandelt.

Future-Kontrakte: Terminkontrakte auf Bitcoin & Co.

Ein Future-Kontrakt (oder: Terminkontrakt) ist eine Vereinbarung über den Kauf oder Verkauf eines Vermögenswertes zu einem zukünftigen Zeitpunkt und einem fest vereinbarten Preis. Mit Terminkontrakten können komplexe Strategien wie z. B. das Hedging realisiert werden – also das Absichern einer Transaktion gegen zukünftige Preis- oder Wechselkurs-Schwankungen. Terminkontrakte richten sich an professionelle und institutionelle Händler. Die Mindestanlage ist üblicherweise recht hoch.

Es gibt bereits mehrere Börsen, die Bitcoin Futures anbieten wie die Chicago Mercantile Exchange (CME) und Kraken. Einer der bekanntesten Anbieter von Bitcoin Futures ist das US-Unternehmen Bakkt.

Aktien

Wie wir in unserer Kolumne bereits herausgestellt haben, geht das Investieren in Kryptowerte mit hohem Risiko einher. Ein tendenziell weniger risikobehaftetes Investment ist der Aktienkauf von Firmen, die von wachsender Adaption digitaler Vermögenswerte profitieren könnten.

Für diesen Ansatz bedarf es eigenständige Recherche, um derartige Aktien zu identifizieren. Ein offensichtliches Beispiel wäre die Aktie der deutschen Bitcoin Group, die ihr Geschäftsfeld rund um Bitcoin und andere Kryptowerte aufbaut.

Es sollte klar sein, dass in dem Fall in eine Aktie investiert wird und nicht in einen Kryptowert. Der Wert der jeweiligen Aktie hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wobei die Popularität von Kryptowerten nur einer unter vielen ist.

Fonds

Die steigende Popularität von Bitcoin & Co. hat zum Aufkommen einer großen Zahl an spezialisierten Fonds geführt.

Fonds werden von Investmentgesellschaften oder Banken aufgelegt und von Fondsmanagern aktiv verwaltet. Ein Investmentfonds ist wie ein Topf, in dem viele Anleger Geld einzahlen. Das Fondmanagement legt das eingesammelte Geld für die Anleger an. Es gibt unterschiedliche Arten von Fonds, wie zum Beispiel Aktienfonds, Rentenfonds oder Themen-spezifische Fonds, die nur in bestimmte Industrien oder Trends investieren.

Oftmals gilt eine Anlage in Fonds als weniger riskant, da Fondsmanager aktiv auf Marktsituationen reagieren können – z. B. im Bärenmarkt die Cashquote erhöhen. Bei der Auswahl eines Fonds sollte man auf die Funktionsweise, Vertragsbedingungen und Gebührenstruktur achten. Einer der ersten Fonds für Kryptowerte ist der „Postera Crypto I” (ISIN: LI0385769448) von der in Düsseldorf ansässigen Firma Postera Capital GmbH. Hier beträgt die Mindestanlage 50.000 Euro.

Digitaler Anlage-Service

Vor dem Hintergrund der Digitalisierung sind eine ganze Reihe neuer Angebote für die private Geldanlage entstanden. Es gibt Unternehmen, die es Kunden ermöglichen, mittels Smartphone- und Web-Applikation Geld in Vermögenswerte anzulegen. Für viele ist das attraktiv, denn der Prozess ist einfach und kundenfreundlich, das Investment ist rational, oftmals vollautomatisch und damit zeitsparend. Ein nennenswertes Beispiel für den traditionellen Finanzmarkt ist Scalable Capital, bei dem der Anleger angepasst an sein Risikoprofil in diversifizierte Portfolios investieren kann.

Im Bereich der Kryptowerte sind digitale Anlagemöglichkeiten noch selten. Ein Beispiel ist die Plattform für Kryptoportfolios coindex®, bei denen Anleger in indexbasierte oder individuell zusammengestellte Portfolios investieren können. Aufgrund der Einfachheit in Handhabung und der Rationalität der zugrunde liegenden Indexstrategie eignet sich die Plattform auch für Anfänger und passive Anleger.

Fazit

Es gibt diverse Instrumente, um am Bitcoin-Markt teilzunehmen. Neben den unterschiedlichen Funktionsweisen ist es für den Investor noch wichtig zu wissen, ob es sich bei dem jeweiligen Instrument um ein direktes oder indirektes Investment handelt. Bei einer direkten Anlage besitzt und kontrolliert der Käufer den jeweiligen Kryptowert, während ein indirektes Investment lediglich eine Verbriefung ist und keine Eigentumsrechte erteilt. Als Überblick hierzu dient die folgende Tabelle.

Bitcoin, 10 Wege für ein Investment in Kryptowerte
Es gibt verschiedene Arten, um am Bitcoin-Markt teilzunehmen.

Im nächsten Kapitel unserer Kolumne beschäftigen wir uns mit dem Design von Kryptoportfolios.

Disclaimer: Es handelt sich hierbei lediglich um die persönliche Meinung der Autoren. Diese können nicht für Anlageentscheidungen verantwortlich gemacht werden.

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Be your own Analyst: Wie analysiere ich das On-Chain-Verhalten von Bitcoin?

Do your own research ist ein beliebtes Motto im Krypto-Bereich. Sowohl hier auf BTC-ECHO als auch in der BTC-ACADEMY bemühen wir uns, unsere Leserinnen und Leser mit dem dafür notwendigen Rüstzeug auszustatten beziehungsweise an unseren Einsichten teilhaben zu lassen. Unser Discord ist als Anlaufpunkt für die BTC-ECHO-Community ebenfalls eine Quelle für derartige eigene Forschungen.

Zur own research zählt aber auch der nüchterne Blick auf die Rohdaten. Der mündige Krypto-Bürger sollte auch immer ein kleiner Datenanalyst sein. Letzte Woche haben wir einen diesbezüglich ersten Schritt gemacht: Im ersten Teil dieser Reihe habe ich erklärt, wie Interessierte Kursdaten herunterladen und damit arbeiten können. Mit TradingView und APIs wie der von Coingecko kommen Investoren und Analysten schon sehr weit. Sie können Kurse von Bitcoin & Co. nach gängigen Regeln der technischen Kursanalyse betrachten und neue Metriken und Indikatoren studieren. Man kann auch Investment-Strategien wie Dollar-Cost-Averaging und das Nutzen von Saisonalitäten studieren oder auf Basis mehrerer Kryptowährungen ein Portfolio erstellen.

Der Kurs berücksichtigt jedoch eine Besonderheit der Kryptowährungen nicht: Dank der öffentlichen Natur der Blockchains kann jeder Analyst selber einen Blick on-chain werfen. Wie viele Transaktionen gab es auf der Blockchain? Wie voll sind die Blöcke? Derartige Fragen können Analysten mit einem Blick on-chain klären. In diesem Artikel möchten wir ein paar Möglichkeiten erläutern, wie man mithilfe von APIs an derartige Daten kommen kann. Wie im letzten Artikel der Reihe erläutert nutzen wir dazu R.

Ein zweites Ziel dieses Artikels ist, gemeinsam eine kleine explorative Datenanalyse zu erstellen. Wir beginnen deshalb mit der Datenakquise und spielen gemeinsam mit den entsprechenden Daten. Mal sehen, was wir dabei herausfinden.

Anspruchsvolle Bitcoin-Daten dank Coinmetrics

Für einen ersten Blick auf Daten jenseits des reinen Kursgeschehens leistet Coinmetrics gute Dienste. Coinmetrics ist ein Unternehmen, welches sich auf krypto-relevante Analysen fokussiert. Ihre Analysen wurden in verschiedenen Artikeln in der Vergangenheit diskutiert. Neben diesen Insights bietet Coinmetrics der Community eine große Menge an Daten, die für viele Analysen der erste Schritt sein können.

Auch jene, die nicht sofort mit R loslegen wollen, können auf ihrer Plattform schon loslegen. Unter diesem Link erreichen Interessierte ein Frontend, in welchem verschiedene Daten hinsichtlich ihrer zeitlichen Entwicklung betrachtet werden können:

Bitcoin, Wie analysiere ich das On-Chain-Verhalten von Bitcoin?

Wie man sieht, können neben Bitcoin verschiedenste andere Kryptowährungen untersucht werden. Obige Darstellung zeigt die Entwicklung des Bitcoin-Kurses. Es sind jedoch auch Größen wie die realisierte Kapitalisierung, die NVT-Ratio oder die aktuelle Blockgröße anwählbar. Wem das nicht genügt, der kann noch über „Formula“ Kombinationen der genannten Größen erstellen und grafisch auftragen. Hier kann der Bitcoin-Analyst in spe schon sehr weit gehen und beispielsweise einfache Trendvoraussagen modellieren.

Was jedoch, wenn man weitere Modelle anwenden oder die Daten von Coinmetrics mit anderen gemeinsam betrachten möchte? Oder wenn Daten nicht einfach in ihrer zeitlichen Abhängigkeit analysiert werden sollen? Sagen wir mal, dass wir den Zusammenhang zwischen Bitcoins Transaktionsanzahl und seinem Kurs genauer analysieren möchten. Wir sind nicht am zeitlichen Zusammenhang interessiert, sondern welchen einen Einfluss die Transaktionsanzahl auf den Bitcoin-Kurs hat.

Hier können wir wieder ähnlich wie in der letzten Woche vorgehen und die API von Coinmetrics nutzen. Für jene, die keine Fans des JSON-Formats sind, kann man sich die Daten im CSV-Format ausgeben lassen. Unsere Daten bezüglich Transaktionsanzahl und Kurs von Bitcoin können wir über diesen API-Call erhalten:

https://community-api.coinmetrics.io/v2/assets/btc/metricdata.csv?metrics=PriceUSD,TxCnt

Eigentlich kann man obigen API-Call fast vorlesen. Wir erfragen für das Asset Bitcoin (btc) Daten in Form einer CSV-Datei (metricdata.csv) und zwar konkret den Bitcoin-Kurs (PriceUSD) und die Transaktionsanzahl (TxCnt).

Hübsche Bilder mit dem Tidyverse

So weit, so einfach. Wie stellen wir jetzt den obigen Zusammenhang grafisch dar? Prinzipiell könnten wir wie in der letzten Woche den Befehl plot nutzen. Ich möchte jedoch angehende Analysten mit dem Tidyverse vertraut machen.

Wie bereits letzte Woche angerissen ist das Tidyverse eine Sammlung von Bibliotheken, die die Arbeit mit Daten in R vereinfacht. Gerade im Feld der explorativen Datenanalysen, sprich, wenn man erstmal mit den Daten etwas spielen möchte, ist das Tidyverse eine sehr angenehme Hilfe. Mit ihr ist die Aufbereitung, Analyse und Visualisierung der Daten recht einfach.

Um mit dem Tidyverse zu arbeiten zu können, müssen wir als erstes die entsprechenden Bibliotheken aufrufen. Dazu gehen wir wie in der letzten Woche vor und rufen über den Befehl library das Tidyverse auf:

library(tidyverse)

Übrigens: Sollte es hier eine Fehlermeldung geben, wird man höchstwahrscheinlich die entsprechenden Bibliotheken installieren müssen. Das kann man über den Befehl install.packages machen:

install.packages(tidyverse)

Nun können wir mit den Daten arbeiten. Mit einem einfachen Befehl ziehen wir die Daten:

read_csv("https://community-api.coinmetrics.io/v2/assets/btc/metricdata.csv?metrics=PriceUSD,TxCnt")

Wir könnten wie in der letzten Woche die Daten in eine Variable ziehen:

daten <- read_csv("https://community-api.coinmetrics.io/v2/assets/btc/metricdata.csv?metrics=PriceUSD,TxCnt")

Bitcoin-Kurs und Transaktionsanzahl unter der Lupe

Nun können wir mit den Daten etwas spielen. Im Tidyverse gibt es dazu einen direkten Weg: Mit dem Operator %>% können Daten von einem Befehl zum nächsten weitergegeben werden. Nutzen wir das aus, um den gewünschten Zusammenhang darzustellen:

daten %>% ggplot(aes(x=TxCnt,y=PriceUSD)) + geom_point()

Wir stellen damit einen Rohdiamanten her. Aktuell sieht es noch wie eine recht wüste Punktwolke aus, von den Achsenbeschriftungen etc. mal zu schweigen. Aber wir stehen noch am Anfang unserer Analysen:

Bitcoin, Wie analysiere ich das On-Chain-Verhalten von Bitcoin?

In beiden Fällen – Kurs und Transaktionszahl von Bitcoin – betrachten wir Größen, die über mehrere Größenordnungen gehen. Um sowohl kleinere wie auch größere Werte besser im Blick zu haben, bietet sich eine logarithmische Darstellung an. Das ist mit Befehlen namens scale_*_log10 machbar, wobei für * x oder y eingegeben werden kann. Das Gute an diesem Befehl ist, dass wir damit auch etwas bessere Achsenbeschriftungen implementieren und Limits setzen können. Insgesamt kommen wir über diese Erweiterung:

daten %>% ggplot(aes(x=TxCnt,y=PriceUSD)) + geom_point() + scale_x_log10("Transaktionsanzahl",limits = c(30,1e6)) + scale_y_log10("Bitcoin-Kurs in US-Dollar")

auf einen sehr interessanten Chart:

Bitcoin, Wie analysiere ich das On-Chain-Verhalten von Bitcoin?

Das sieht doch insgesamt nach einem spannenden linearen Zusammenhang aus. Der Bitcoin-Kurs steigt mit der Transaktionszahl. Er folgt dabei einem Korridor. Durch diese Visualisierung bestätigt sich ein wenig Metcalfés Law: Der Wert eines Netzwerks steigt mit den Nutzern an.

Wieder sollte dieser Artikel eine kleine Einführung liefern, wie man mithilfe der Datenanalyse und -visualisierung Bitcoin & Co. besser verstehen kann. Und auch dieser Artikel ist als ein Anfang gedacht: Wie sehen derartige Zusammenhänge bei anderen Kryptowährungen aus? Sollte man die Kursentwicklung vor Einführung des Lightning-Netzwerks gesondert betrachten? Kann man den oben visualisierten Zusammenhang vielleicht sogar modellieren? Fragen über Fragen. Wie so oft in der Forschung finden sich hinter einer geöffneten Tür weitere verschlossene.

Wir wünschen jedem Leser viel Spaß beim Öffnen weiterer Türen. Und wenn du etwas Interessantes gefunden hast, wäre es toll, wenn du es der Community im Discord erzählst.

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Meinungs-ECHO: Bitcoin-Kurs: Zeit zu beten

Der Bitcoin-Kurs könnte drastisch einstürzen. Er könnte aber auch problemlos die 250.000-US-Dollar-Marke knacken. Willkommen zum Meinungs-ECHO.

Wale könnten den Bitcoin-Kurs problemlos in die Tiefe stürzen

Bitcoin-Wale – jene mysteriösen Wesen, die riesige Mengen an Bitcoin halten, – kontrollieren einen großen Teil des gesamten Vorrats an BTC. Demnach halten laut Bloomberg-Informationen Investoren mit 1.000 bis 1 Million BTC insgesamt 42,1 Prozent aller vorhandenen Einheiten der digitalen Währung. Ein Großteil dieser Wale scheint darüber hinaus recht träge zu sein – nur 3,5 Prozent aller Adressen traden überhaupt. Dementsprechend könnten Bitcoin-Wale einen massiven Einfluss auf den Bitcoin-Kursverlauf haben. So äußerte sich John Griffin gegenüber Bloomberg:

Das Problem mit einigen großen Spielern, die Krypto halten, ist, dass sie, wenn sie verkaufen, den Preis leicht nach unten drücken können, was den Markt anfällig für schnelle Schwankungen macht.

Die Gefahr, die hier bestehe, scheint nach selbigen Informationen durchaus real zu sein. Wie das Wirtschaftsnachrichtenmagazin weiter berichtet, seien die 10.000 bis 100.000 größten Adressen in den Händen von Family Offices und vermögenden Individuen, die ihre Coins verkaufen könnten, falls der Bitcoin-Kurs nicht wie gewünscht performe. Die Investoren dieser Größenordnung hielten immerhin 15 Prozent des gesamten BTC-Vorrats. Dementsprechend zitiert Bloomberg ihren Krypto-Analysten Aaron Brown:

Ich bezweifle, dass sie unendliche Geduld haben, und ohne signifikantes Wachstum im tatsächlichen Gebrauch, würde ich erwarten, dass sie sich leise zurückziehen, um andere vielversprechende Technologien zu verfolgen. Sie haben keine große finanzielle oder ideologische Verpflichtung gegenüber Krypto oder den Idealen und Technologien dahinter.

Zeit für Adaption.

Tone Vays: Zeit für Bitcoin zu beten

In eine ähnliche Kerbe schlägt indessen Tone Vays – allerdings von der technisch-analytischen Warte her. In seiner Analyse vom 11. Dezember identifizierte er die zu diesem Zeitpunkt durchbrochene 7.200-US-Dollar-Marke als kritisch:

Der Bitcoin-Kurs bricht unter einen sehr kritischen Support. Das ist nicht gut. Zeit, für das Beste zu beten, aber sich auf das Schlimmste vorzubereiten. […] Die Tatsache, dass wir diesen Support durchbrochen haben, gibt den Bären einen Vorteil. Die gleitenden Durchschnitte sehen sehr, sehr schlecht aus. […] Allerdings ist es auch gut möglich, dass der [Bitcoin-Kurs] zurückspringt. Man sollte sehr vorsichtig sein, etwas zu shorten, das so knapp unter seinem gleitenden Durchschnitt liegt, auch wenn die gleitenden Durchschnitte einem das bearishste Bild, das möglich ist, bieten.

Zeit für das Halving.

Bitcoin-Kurs: Die 250.000 US-Dollar kommen. Bestimmt

Eins ist sicher: Im kommenden Jahr ereilt die Krypto-Gemeinde das Halving. Bei diesem Event wird die Belohnung, die Miner für das Einreihen neuer Blöcke an die Blockchain bekommen, auf 6,25 BTC halbiert. Das soll – so das ökonomische Kalkül der Investoren – mit einem Bitcoin-Kurs-Anstieg einhergehen. Dieser soll sodann auf mindestens 250.000 US-Dollar steigen. Wann genau das sein soll, daran scheiden sich die Geister. Twitter-Nutzer ArminVanBitcoin ist sich jedoch sicher, dass es passieren wird:

Das BTC Halving 2020 wird ein Jahr später eingepreist sein, wenn der Kurs die 250.000 US-Dollar knackt.

Der Grund dafür? Hard Money. So A v B weiter:

Die Nachfrage für Bitcoin liegt heute bei knapp 20 Millionen US-Dollar am Tag. Die geschätzte Nachfrage nach dem Bitcoin Halving wird bei ungefähr 22 Millionen US-Dollar am Tag liegen. Kein „Falls“ […]. Nur Hard Money. So sieht’s aus.

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Regulierungs-ECHO: Es riecht nach Scam im Blockchain-Ökosystem

Willkommen zum Regulierungs-ECHO. Das Wichtigste, was in der vergangenen Woche in Sachen Blockchain & Krypto-Regulierung passiert ist.

JPMorgan: Blockchain-Netzwerk IIN soll Japan im Kampf gegen Geldwäsche helfen

Das Interbank Information Network (IIN) des Bankenriesen JPMorgan soll ab kommendem Jahr Einzug im Land der aufgehenden Sonne halten. Dem Interbanken-Netzwerk auf Blockchain-Basis, das Geldinstitute weltweit vernetzt und den Austausch mit Behörden erleichtert, schließen sich zunächst 80 japanische Banken an. Hintergrund des Eintritts sind Japans verstärkte Bemühungen gegen Geldwäsche. Die Financial Action Task Force (FATF) hatte japanischen Behörden unzureichende Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche vorgeworfen.

Ukraine: Neuer Gesetzentwurf reguliert Blockchain-Assets

Das ukrainische Parlament hat in zweiter Lesung einen Gesetzentwurf zur Regulierung von Krypto-Assets im Blockchain-Ökosystem beschlossen. Die Gesetzesänderung betrifft die Verwahrung digitaler Assets und klärt die Zuständigkeiten der jeweiligen Behörden. Zudem hält der Entwurf die Standards der FATF zur Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung ein. Den neuen Vorschriften nach dürfen künftig auch Privatpersonen Dienstleistungen mit Kryptowährungen anbieten. Das Gesetz ist folglich Teil der Verpflichtungen der Ukraine gegenüber der EU im Rahmen des Assoziierungsabkommens und muss noch in dritter Lesung von den Abgeordneten der Werchowna Radader verabschiedet werden.

New Yorker Finanzaufsicht ändert Richtlinien der BitLicense

Die BitLicense ist seit 2015 in Kraft und hat seitdem einigen Staub angesetzt. Mit hohen Gebühren verursachten die Vorschriften den Rückzug vieler Krypto-Unternehmen aus dem New Yorker Markt. Nun hat die New Yorker Finanzaufsicht die Geschäftslizenz für Kryptowährungen überarbeitet. Die Änderungen betreffen die Eintragung von Aktien im Handelsregister. Folglich dürfen Anbieter bestimmte gelistete Coins künftig auch ohne Zustimmung der Finanzbehörde handeln.

Die erste Einführung einer digitalen Zentralbankenwährung gleicht einer Machtdemonstration. China hat folglich seinen Anspruch als Top-Kandidat erneut geltend gemacht und will einen CBDC noch bis Ende des Jahres 2019 bei sieben Banken zumindest erproben. Wie weit der Test von einer wirklichen Einführung indes entfernt ist, werden die kommenden Wochen zeigen. Damit treibt China seine Blockchain-Bestrebungen im Zuge des digitalen Wettrüstens weiter voran.

Bitcoin & Co.: US-Börsenaufsicht verklagt ICO-Betreiber

Die Securities and Exchange Commission (SEC) hat den Betreiber eines Initial Coin Offering (ICO) verklagt. Demnach soll Eran Eyal mit seinem Unternehmen UnitedData Investoren betrogen und dabei 42 Millionen US-Dollar entwendet haben. Zwischen 2017 und 2018 verschleuderte er demnach Shopin Token ohne Wertpapierlizenz und lockte Investoren mit der Erstellung universeller Käuferprofile, durch die sich Konsumentenprofile auf Blockchain-Basis erstellen lassen sollten. Der gerissene Eran Eyal hat aber die Regeln des Scamspiels offenbar verinnerlicht: Laut SEC hat es eine derartige Plattform nie gegeben.

Stable Coin mit IWF-Orientierung: Nobelpreisträger macht Libra Konkurrenz

Das US-Unternehmen Saga plant die Einführung eines SGA Token, der an einen Korb von Staatswährungen gebunden ist und Facebooks Libra ernsthafte Konkurrenz machen könnte. Der Stable Coin soll an das Sonderziehungsrecht des internationalen Währungsfonds gebunden sein und als globale Komplementärwährung für grenzüberschreitende Zahlungen eingesetzt werden. Prominente Unterstützung erhält das Projekt derweil von Nobelpreisträger Myron Scholes und Jacob Frenkel von JPMorgan.

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Bitcoin und traditionelle Märkte: BTC trotz schwachem Quartal im Jahresvergleich führend

Seit fast einem Jahr verfolgen wir, wie sich Bitcoin im Vergleich zu traditionellen Märkten schlägt. Dabei geht es nicht um einen trivialen Vergleich der Performance. Institutionelle Investoren sind an Bitcoins Anspruch, ein nicht korreliertes, stabiles Asset zu sein, äußerst interessiert. Im Rahmen eines Gastbeitrags auf €uro Fundresearch hat sich BTC-ECHO der Fragestellung gewidmet, ob Bitcoin und der stark korrelierte Krypto-Markt eine gute Ergänzung für klassische Portfolios darstellen würden. Diese Fragestellung ist es, die institutionelle Investoren am Krypto-Markt interessiert, weniger eine Hoffnung auf einen neuen Bull Run wie Ende 2017. Um die Eignung für klassische Portfolios zu klären, kann ein Investor verschiedene Größen betrachten:

  • die Korrelation zwischen dem Bitcoin-Kurs und den traditionellen Märkten
  • die Volatilität
  • die Performance des Bitcoin-Kurses

Wir achten in dieser Artikelreihe deshalb auf diese drei Größen. Sie werden für jeden Tag auf der Basis der letzten 30 Tage berechnet. Als Vergleichswerte aus den traditionellen Märkten betrachten wir die Indizes S&P 500, Nikkei und DAX sowie die Kurse von Öl und Gold.

Trennt sich Gold von Bitcoin?

Das Bild erinnert an die letzten Wochen: Die Korrelation zwischen dem Bitcoin-Kurs und den Indizes S&P 500, DAX und Nikkei ist durchweg positiv. Öl ist zum Bitcoin-Kurs auch weiterhin negativ gekoppelt, während die Korrelation Bitcoins zu Gold leicht ins Negative fiel. Was jenseits von Bitcoin weiterhin auffällt, sind die starken negativen Korrelationen zwischen Gold und dem Nikkei-Index:

Bitcoin, BTC trotz schwachem Quartal im Jahresvergleich führend

Wie schon angekündigt ist seit der letzten Woche wenig geschehen. Die Kopplung des Bitcoin-Kurses mit Öl, mit dem Nikkei-Index und mit dem S&P 500 konnte leicht ansteigen, während jene zu den übrigen Assets etwas sank:

Bitcoin, BTC trotz schwachem Quartal im Jahresvergleich führend

Die absolute mittlere Korrelation mit den übrigen Märkten liegt bei 13 Prozent. Sie ist damit wie in den letzten Wochen die niedrigste in unserem Marktvergleich. Öl folgt weit abgeschlagen mit einer absoluten mittleren Korrelation von 17 Prozent. Die übrigen Assets und Vergleichswerte haben absolute mittlere Korrelationen von über 20 Prozent.

Berücksichtigt man etwaige Kompensationseffekte, sieht die Situation für Bitcoin etwas anders aus: Mit 8 Prozent ist die Kryptowährung zu den übrigen Märkten stärker gekoppelt als Öl (5 Prozent). Gold ist wie der Nikkei-Index mit einer mittleren Korrelation von unter -10 Prozent aktuell stark gegenläufig zum übrigen Markt.

Volatilität Bitcoins bald unter der von Öl?

Der schwache Abwärtstrend führt dazu, dass die Volatilität Bitcoins weiterhin unter drei Prozent liegt. Aktuell beträgt sie gut 2,5 Prozent und nähert sich damit der von Öl an:

Bitcoin, BTC trotz schwachem Quartal im Jahresvergleich führend

Performance Bitcoins immer noch weit hinter übrigen Assets…

Auch hier gibt es wenig Neues zu berichten: Die Performance Bitcoins liegt weiterhin weit abgeschlagen hinter der der klassischen Assets. Können die übrigen Vergleichswerte der klassischen Märkte Performances um null Prozent, teilweise über null Prozent vorweisen, liegt die vom Bitcoin-Kurs bei ungefähr -0,5 Prozent:

Bitcoin, BTC trotz schwachem Quartal im Jahresvergleich führend

… aber wird das Jahr als Gewinner verlassen

Ja, wie in den letzten Wochen gilt, dass Anleger, die vor einem Monat oder einem Quartal in Bitcoin investiert haben, deutlich schlechter als mit den klassischen Assets gefahren sind. Was jedoch positiv stimmt: Auch die negative Kursentwicklung der letzten Wochen ändert nichts daran, dass die Mutter aller Kryptowährungen dieses Jahr höchstwahrscheinlich als Gewinner verlassen wird. Wer zu Jahresbeginn in den Krypto-Markt investiert hat, hat selbst jetzt noch ein Kursplus von 89 Prozent. Im Kontrast dazu können sich Anleger bei den klassischen Assets um ein Plus von maximal 25 Prozent freuen:

Bitcoin, BTC trotz schwachem Quartal im Jahresvergleich führend

Sollte es in diesen letzten Dezembertagen nicht zu einem dramatischen Kurssturz auf 4.500 US-Dollar kommen, wird der Bitcoin-Kurs den Jahresvergleich mit den klassischen Märkten gewinnen.

Nicht nur das: Die Jahresbilanz Bitcoins wird höchstwahrscheinlich positiv sein. Warum ist das etwas Besonderes? Ein positiver Jahresabschluss wird im letzten Bullenmarkt der Vorbote für den nächsten Bullenmarkt sein.

Auch das sollte neben der nun schon zum Standard gewordenen niedrigen Korrelation mit den klassischen Märkten und der überschaubaren Volatilität Bitcoin zu einem interessanten Investment für institutionelle Investoren machen.

Daten am 13. Dezember von cryptocompare.comfinance.yahoo.com und fred.stlouisfed.org verwendet.

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Wochenrückblick: Die Top Bitcoin & Blockchain News

Bitcoin, eine Idioten-Pyramide und der Tezos-Höhenflug. Willkommen beim BTC-ECHO-Newsflash.

BitClub Network und die Idioten-Pyramide

Neue Woche, alter Skandal, aber eine aktuelle Anklage: Das BitClub Network soll durch die Unterschlagung von Geldern zahlreiche Investoren verprellt haben. Laut der Anklageschrift der New Yorker Staatsanwaltschaft haben die mutmaßlichen Krypto-Scammer insgesamt 722 Millionen US-Dollar ergaunert. Das Bitclub Network beziehungsweise deren Betreiber hatten dazu offenbar alle Zeit der (Krypto-)Welt – das Netzwerk war von April 2014 bis November 2019 in Betrieb. Der Staatsanwalt Craig Carpenito bezeichnet das Bitclub Network als „hochtechnologisches Pyramidensystem“. Auf der Webseite konnten Kunden Anteile an Bitcoin Mining Pools erwerben; wer weitere Kunden warb, wurde belohnt. Das Problem bei der Sache: Einige der Pools soll es nie gegeben haben. Laut einer E-Mail, die der Staatsanwaltschaft vorliegt, gab einer der Geschäftsmänner an, dass sie das Geschäftsmodell „auf dem Rücken von Idioten“ erbaut haben.

Tezos-Kurs: Höhenflug beim „Ethereum-Killer“

In der vergangenen Woche legte der Tezos-Kurs einen beachtlichen Tanz aufs Krypto-Parkett hin. Mit zeitweise über 15 Prozent an täglichen Kurszuwächsen hatte sich das Projekt deutlich gegenüber Bitcoin, Ethereum, IOTA, Ripple & Co. abgehoben. Das mag mitunter an seiner steigenden Adaption, aber auch an technischen Weiterentwicklungen liegen. Schließlich wird das Projekt mitunter als „Ethereum-Killer“ angepriesen.

Bitcoin-Kurs: Den Bullen auf der Spur – Die Lage am Mittwoch

Man muss bisweilen suchen, um herauszufinden, wo sie sich verstecken. Und doch kann man sie aufspüren, wenn man sich durch den Krypto-Wald kämpft: Die Bullen sind in Lauerstellung. Vor allem in Deutschland gibt es einige Anhaltspunkte und versteckte Meilensteine, die die Bundesrepublik zur Blockchainrepublik machen könnten. Bis dahin, man mag es ahnen, gibt es jedoch noch einigen Papierkram zu erledigen. Die Adaption der Blockchain-Technologie, die es für ein Wachsen des Bitcoin-Ökosystems braucht, geht bisweilen noch zu schleppend voran.

Bitcoin Mining: Von wegen Kapitulation – Bitmain bullish

Bitmain, einer der größten Hersteller von Bitcoin Mining Chips gibt nicht auf. Trotz sinkender Absatzzahlen und wachsender Konkurrenz setzt das chinesische Unternehmen alle Karten auf Wachstum. So bietet der Mining-Gigant etwa Kunden, die sich bereit erklären, größere Mengen ihrer neusten Geräte zu kaufen, vorläufige Kredite an. Mit der aktuellen Strategie bietet Bitmain Kunden außerdem die Möglichkeit, die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung zu shorten. Und wettet dabei auf das im kommenden Jahr anstehende Halving.

Be your own Analyst – Wie komme ich an gute Bitcoin-Daten?

Unser Chief Analyst lässt sich in die Karten blicken. Wie komme ich an gute verlässliche Bitcoin-Daten? Wie kann ich Daten nachprüfen, ohne blind darauf vertrauen zu müssen, was andere schreiben? Eine Anleitung für alle, die sich für Daten begeistern können und sich selbst als Analysten ausprobieren möchten.

Was sonst noch wichtig war

Plus Token, einer der größten mutmaßlichsten Krypto Scams, hat es inzwischen in die Top 10 der größten Ethereum-Adressen geschafft. Krypto-Urgestein David Chaum setzt indessen auf Sicherheit – mit seinem xx Coin soll der Markt bald mit einer quantensicheren Kryptowährung beglückt werden. Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) nimmt sich zwischenzeitlich einen weiteren mutmaßlichen ICO-Betrug vor. Im Fokus: 42 Millionen US-Dollar mit fragwürdiger Herkunft.

Wo wir schon bei Betrug sind: Eine Schwachstelle im MakerDAO-System ermöglicht theoretisch einen Krypto-Raub babylonischen Ausmaßes. Sehr viel regulierter geht es hingegen im Reich der Mitte zu: China arbeitet eifrig an seiner staatseigenen Digitalwährung. Zeitgleich kontrollieren chinesische Miner einen Großteil des Bitcoin-Mining-Betriebs. Warum das keinen Anlass zur Sorge geben sollte, kann man im aktuellen My Two Sats nachlesen.

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Stable Coins: Equilibrium richtet ersten Krypto-Stabilitätsfonds ein

Die Equilibrium-Plattform hat den weltweit ersten Krypto-Stabilitätsfonds lanciert. Der Fonds soll die Nutzer der Plattform gegen die Volatilität des Marktes schützen. Er hat einen Wert von 17,5 Millionen US-Dollar und dient zunächst der Absicherung des plattformeigenen Stable Coin EOSDT.

Equilibrium selbst gibt es bereits seit April 2019. Nutzer erhalten hier die Möglichkeit, Stable Coins zu erwerben oder ihre eigenen wertstabilen Krypto-Assets zu erstellen. Als Gegenleistung verlangt die Plattform Absicherungen in Form von liquiden Kryptowährungen.

Dem auf der EOS Blockchain basierenden EOSDT Token kommt hierbei eine Sonderrolle zu. Denn der an den US-Dollar gekoppelte Stable Coin fungiert als Basiswährung der Plattform. Als solche ist der Coin durch digitale Kunden-Assets im Wert von 12,5 Millionen US-Dollar abgesichert. Wie der Equilibrium CEO Alex Melikhov verdeutlicht, ist die zusätzliche Einrichtung des Fonds somit auch ein Vertrauensbeweis der Entwickler an die eigene Währung:

Als Bestätigung unseres Bekenntnisses zu EOSDT haben wir den Stabilitätsfonds mit eigenem Vermögen eingerichtet. Dieser Fonds bietet eine zusätzliche Absicherung und stimmt unsere Interessen mit unseren Kunden ab – auch wir tragen ein Risiko!

Equilibrium-Stabilitätsfonds läuft über Smart Contract

Der von Equilibrium lancierte Stabilitätsfonds ist in der Form von Smart Contracts aufgebaut. Er umfasst 6,5 Millionen EOS (etwa 17,5 Millionen US-Dollar). Die Verträge sind derart programmiert, dass sie sich bei Marktschwankungen automatisch auslösen. Sollte es also dazu kommen, dass EOSDT nicht ausreichend mit Assets abgesichert ist, sorgt der Algorithmus dafür, dass EOSDT-Halter automatisch kompensiert werden.

Als Inspiration für den Fonds fungiert die US-amerikanische Federal Deposit Insurance Coorpration (FDIC). Bereits in den 1930er-Jahren ins Leben gerufen, fungiert dieser Fonds wie eine Art Versicherung für die Einlagen von Bankkunden. Ähnlich wie der FDIC soll daher auch der Stabilitätsfonds von Equilibrium ein zusätzliches Kundenvertrauen gewährleisten.

Equilibrium hat die Smart Contracts von einer unabhängigen Auditfirma überprüfen lassen. Das Unternehmen hofft, dass der eigene Fonds eine Signalwirkung auf die Branche entfalten wird.

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: Diese 5 Coins haben 2019 am besten performt

Hier sind die 5 Top-Performer 2019.

Platz 1: Tezos (+270 Prozent)

Auf dem Siegertreppchen der Top-Coins steht 2019 Tezos (XTZ). Der Altcoin, den die schweizerische Tezos Stiftung 2017 per ICO aus der Taufe hob, legte in diesem Jahr gut 270 Prozent an Wert zu. Während XTZ am 1. Januar dieses Jahres für 0,46 US-Dollar den Besitzer wechselte, musste man dieser Tage 1,72 US-Dollar auf den Tisch legen, um Tezos habhaft zu werden.

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TXZ-Kurs seit Jahresbeginn. So sehen Sieger aus.
Bild- und Datenquelle: Coingecko.

Der Coin ist, genau wie Ethereum (ETH), als Smart-Contract-Plattform konzipiert, strebt aber eine andere Governance als der Platzhirsch ETH an.

Die SEC beäugt Tezos indes argwöhnisch. Die US-Börsenaufsicht wittert in XTZ eine Security, die nicht als solche deklariert worden ist.

Platz 2: Binance Coin (+142 Prozent)

Der Kursgewinn des Binance Coin (BNB) ist ebenso sagenhaft, wie der Aufstieg der größten Bitcoin-Börse Binance, als dessen nativer Token er fungiert. BNB handelte Anfang des Jahres für gerade einmal 6,08 US-Dollar. Zu Redaktionsschluss sind es immerhin schon 14,76 US-Dollar – ein Zugewinn von 142 Prozent in diesem Jahr.

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Kursverlauf BNB seit 1. Januar 2019. Daten- und Bildquelle Coingecko.

Damit belegt der Coin, der vor allem bei sogenannten Initial Exchange Offerings (IEOs) zum Einsatz kommen soll, den zweiten Platz. Marktbeobachter rechnen auch im nächsten Jahr mit einer starken Performance des achtgrößten Coins nach Marktkapitalisierung. Schließlich plant Binance sowohl den Ausbau der IEO-Plattform, Binance Launchpad, als auch die Erweiterung der dezentralen Binance Exchange DEX. Beiden Plattformen dient BNB als nativer Token.

Platz 3: Bitcoin (+96 Prozent)

Der unangefochtene Branchenprimus nach Marktkapitalisierung schlägt sich auch in Sachen Performance nicht schlecht. BTC belegt 2019 mit einem Kurswachstum von 96 Prozent einen veritablen dritten Platz.

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Der Kursverlauf des digitalen Goldes in diesem Jahr. Bild- und Datenquelle: CoinGecko.

Dominiert waren die Kursaussichten in diesem Jahr allen voran von der Frage, ob sich das nahende Halving (alle vier Jahre halbiert sich die BTC-Inflationsrate) bereits im Vorfeld auf den Kurs auswirken wird. Nachdem BTC im Juni dieses Jahres kurzweilig bis auf knapp 13.000 US-Dollar klettern konnte, folgte eine noch immer währende Kurskorrektur, die die bullishen Erwartung zunächst dämpfte.

Platz 4: Bitcoin Cash (+40 Prozent)

Die wohl berühmteste Bitcoin Fork Bitcoin Cash (BCH) blieb deutlich hinter der Erwartungen ihres Taufpaten Roger Vers zurück. Von der angekündigten Verdrängung des großen Bruders BTC war auch 2019 keine Spur.

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Der BCH-Kurs mutet schon etwas seltsam an. Bild- und Datenquelle: CoinGecko.

Immerhin kann sich die Performance sehen lassen: BCH Hodler konnten 2019 Gewinne von über 40 Prozent einsammeln. Was in Anbetracht der astronomischen Kursgewinne im Krypto-Space mitunter belächelt wird, ist immer noch ein ganz ansehnlicher Zugewinn. Platz vier geht an BCH.

Platz 5: Litecoin (+17 Prozent)

Charly Lees Kopfgeburt Litecoin (LTC) blieb mit einem Kurswachstum von nur 17 Prozent weit hinter den Erwartungen zurück. Marktbeobachter rechneten sich gerade für 2019 hohe Gewinne aus, schließlich fand die Halbierung der LTC-Inflationsrate von 25 auf 12,5 LTC je Block bereits am 5. August dieses Jahres statt.

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Die erwartete LTC-Mondfahrt blieb trotz Halving aus. Bild- und Datenquelle: CoinGecko.

Aufmerksamen BTC-ECHO-Lesern wird indes nicht entgangen sein, dass dem großen Bruder Bitcoin aufgrund des noch anstehenden Halvings astronomische Kursgewinne vorausgesagt werden. Die – offenbar voreilige Konklusion – einiger Analysten: LTC Halving = Kurssprung. Die erwartete Reaktion blieb aber aus – und bestätigte damit PlanBs Intuition, dass das Stock-to-Flow-Modell eben nur für BTC Gültigkeit hat.

Alle Daten stammen von CoinGecko.

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Gold auf der Bitcoin Blockchain: DGLD Token ab sofort verfügbar

Gold und Bitcoin. So unterschiedlich die beiden Assets in ihrer (un)fassbaren äußerlichen Beschaffenheit auf den ersten Blick auch sein mögen, eint sie doch der gemeinsame Anspruch, als Wertspeicher eine Alternative zu Fiatgeld zu sein. Der seit dem 12. Dezember öffentlich verfügbare DGLD Token verbindet nun diese beiden Güter. Denn die Transaktionen des Stable Coin werden auf der Bitcoin Blockchain verbucht, in seinem Wert ist der Token jedoch an Gold gebunden.

Konkret entspricht jeder DGLD Token dem Zehntel einer Feinunze Gold, was umgerechnet etwa 3,1 Gramm gleichkommt. Das Gold stammt von der MKS, einem auf Edelmetalle spezialisierten Schweizer Finanzdienstleister, der das Gold folglich in Schweizer Tresoren verwahrt. Den Token selbst schuf der Asset Manager CoinShares. Er ist auf der Bitcoin-Börse The PIT von Blockchain.com handelbar. Zusätzlich kann er auch gegen physisches Gold eingetauscht werden. Der Pressemitteilung nach digitalisierten die Kooperationspartner bislang Gold in Wert von 20 Millionen US-Dollar.

Gold wird dank Bitcoin Blockchain liquider

Eine derartige Tokenisierung von Gold verspricht unterdessen zahlreiche Vorteile. Schließlich vereinfacht und beschleunigt dieser Schritt den Handel mit dem Edelmetall. Denn das Gold selbst muss seinen physischen Ort nicht wechseln, stattdessen fungiert der DGLD Token als ein „Proof of Ownership“. Der Stable Coin sorgt weiterhin für eine Automatisierung des Goldhandels. Da Mittelsmänner entfallen, können Geschäfte nun rund um die Uhr durchgeführt werden. Daniel Masters, Vorsitzender von CoinShares, vermutet hier gar das Aufkommen eines neuen Goldstandards:

Wenn es einen Goldstandard 2.0 geben sollte, ist DGLD das, wonach es aussehen würde: supranationales, sicheres Eigentum an physischem Gold, das digital ausgegeben werden kann. Genau das ist DGLD – das beständigste physische Gut der Welt, Gold, kombiniert mit dem widerstandsfähigsten Netzwerk der Welt, Bitcoin, um Gold digital nutzbar zu machen.

Charles McGaraugh, Leiter der Marktabteilung bei Blockchain.com, geht in seinem Statement indessen einen Schritt weiter. Bitcoin und Gold erweisen sich für ihn gemeinsam als die zukunftsträchtigsten Assets:

Zu oft hat man Gold gegen Bitcoin als Rivalen ausgespielt. Mit DGLD haben wir diese Frage aus dem Fenster geworfen, um zu zeigen, dass die beiden härtesten Assets der Welt die ideale Ergänzung für Investoren auf der ganzen Welt sind. Die Marktbedingungen dürften in den kommenden Jahren zunehmend harte Anlagen begünstigen, weshalb ich glaube, dass dieses für beide Seiten vorteilhafte Zusammenspiel im Laufe der Zeit immer weiter an Bedeutung gewinnt.

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