Blockchain wird 2025 35 Mrd. US-Dollar Anteil an der Energiebranche ausmachen

Laut einer neuen Studie der Marktforscher von Premium Market Insights (PMI), wird das globale Investitionsvolumen für die Anwendung von Blockchain im Energiesektor bis 2025 auf 34,7 Mrd. US-Dollar ansteigen. Ausgehend von einem Wert von 156,5 Mio. US-Dollar für diesen Anwendungsbereich im Jahr 2016 prognostiziert die Studie eine zukünftige Wachstumsrate von 82 % pro Jahr.

Die Prognose von 35 Mrd. US-Dollar scheint hochgegriffen, ist angesichts des Volumens von 1,85 Bio. US-Dollar im gesamten Energiesektor jedoch relativ gering. Einige Unternehmen, die die Blockchain-Technologie für diesen Anwendungsbereich bereits einsetzen, sind namhafte Player wie Accenture, AWS, Bigchaindb, Deloitte, IBM, Infosys, Microsoft, Nodalblock, Oracle, SAP, Enosi und Electron. 

Die hauptsächlichen Einsatzgebiete für die Blockchain-Technologie im Energiesektor sind Datenverwaltung, die Überwachung von Finanzströmen und die Abwicklung von Interaktionen. Laut Studie wird als treibende Kraft für die Adoption von Blockchain steigender Kostendruck wirken. Durch die daraus entstehende, zunehmende Automatisierung kann die Blockchain eine wichtige Rolle bei Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit von Daten spielen.

Allerdings könnte die prognostizierte Wachstumsrate durch die momentane Corona-Krise etwas aus den Fugen geraten, da sich die Pandemie auch auf die Energiebranche stark ausgewirkt hat.

Blockchain im Energiesektor

Unternehmen finden immer mehr Anwendungsmöglichkeiten für die Blockchain-Technologie im Energiesektor. So ist die Firma Power Ledger zuletzt eine Partnerschaft mit dem Ökostromanbieter ekWateur eingegangen, um knapp 250.000 Franzosen mit grünem Strom zu versorgen.

VeChain hat wiederum angekündigt, im Rahmen der bestehenden Kooperation mit Shanghai Gas eine „Energy-as-a-Service“ Blockchain-Plattform zu entwickeln.

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Blockchain-Spiel verkauft virtuelles Land im Wert von 450.000 US-Dollar

Die Entwickler von The Sandbox (TSB), einem auf Ethereum-basierenden Smartphone-Spiel, haben am 1. April angekündigt, dass beim dritten Vorverkauf virtueller Grundstücke 3.400 Ether (ETH) bzw. 45.000 US-Dollar eingenommen werden konnten.

Beim Vorverkauf vom 31. März wurden innerhalb von nur 5 Stunden 12.384 Einheiten an LAND, also den virtuellen Grundstücken des Spiels, veräußert. Dies entspricht knapp 10 % der insgesamt 166.464 Grundstücke des Spiels.

The Sand Box ist schon jetzt eines der heiß begehrtesten Blockchain-Spiele überhaupt, da es inzwischen 40 Mio. Downloads verzeichnen kann. Der erste Vorverkauf von virtuellem LAND wurde im Dezember 2019 durchgeführt, wobei hier in nur vier Stunden 3.000 Grundstücke verkauft wurden. Im zweiten Vorverkauf wurden am 16. Februar 2020 wiederum 6.192 Einheiten abgesetzt. Im Anschluss an den jetzigen dritten Vorverkauf soll im Laufe des Jahres noch ein vierter und letzter Verkauf abgehalten werden.

Im jüngsten Vorverkauf wurde unter anderem ein Grundstück mit Bezug zum Spielehersteller Atari veräußert, in dem die Spieler einige alte Klassiker wie Asteroids und Centipede zocken können.

Videospiele in Zeiten der Krise beliebt

Vielleicht trägt auch die durch das Coronavirus verordnete Quarantäne dazu bei, dass das Interesse an den LAND-Grundstücken aktuell groß ist. Anstatt in den eigenen vier Wänden eingepfercht zu sein, können sich die Spieler hier Grundstücke in Größe von 96 x 96 Meter zulegen, wobei sie nicht nur auf eine Einheit begrenzt sind. Sebastian Borget, der Mitgründer von TSB Gaming, erklärt in diesem Zusammenhang:

„Während dieser schlimmen Pandemie merken auch wir, dass die Menschen sich danach sehnen, sich wenigstens im digitalen Raum auszutoben und zu treffen.“

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Bitcoin-Code: 1.000 Jahre Aufbewahrung in Archiv unter arktischem Eis

Eine Momentaufnahme des grundlegenden Bitcoin-Codes wird auf Filmrollen kodiert und tausend Jahre lang unter dem arktischen Eis im norwegischen Svalbard verwahrt. Dieser Schritt ist Teil des GitHub Archive Program, das Open-Source-Software erhalten will, damit zukünftige Generationen die Kultur von heute kennen lernen können.

GitHub hat sich mit Institutionen wie der Software Heritage Foundation, dem Arctic World Archive und der Bodleian Library der Universität Oxford zusammengetan, um die langfristige Aufbewahrung des Codes zu gewährleisten. Andernfalls könnte dieser aufgegeben, vergessen oder verloren gehen.

Da der Großteil der heutigen modernen Speichermedien nicht sehr widerstandsfähig ist, erfordert die Archivierung von Software eine Lösung über mehrere Organisationen und längerfristige Speicherformen hinweg. Online-Archivare verwenden dafür das Akronym LOCKSS. Dieses steht für „Lots Of Copies Keeps Stuff Safe“ und bedeutet übersetzt, dass viele Kopien die beste Sicherung sind.

Hot- und Cold-Storages zur Aufbewahrung

Das Programm wendet die „Pace Layers“-Strategie an, um sowohl die Flexibilität als auch die Haltbarkeit zu maximieren. Jeder Push auf GitHub sendet eine Datenkopie an mehrere globale Datenzentren. Alle Daten sind in Echtzeit verfügbar. Dabei wird auch die aktivste, „heiße“ Schicht verwendet.

Zu den „warmen“ Schichten gehören Lösungen wie die Wayback Machine von Internet Archive. Diese aktualisiert die archivierten Kopien monatlich oder jährlich. Diese Archivierung wird ebenfalls an mehrere geographische Standorte gesendet.

Die „kalten“ Speicherschichten werden nur alle fünf Jahre oder später aktualisiert. Das Arctic World Archive (AWA) gehört dazu. Am 2. Februar 2020 wurde eine Momentaufnahme von allen aktiven GitHub-Repositorien gemacht. 

Diese werden von einer norwegischen Firma namens Piql, die auf sehr langfristige Datenspeicherung spezialisiert ist, auf Filmrollen kodiert, die je über einen Kilometer lang sind. Die Filmrollen werden in 250 Metern Tiefe in der stillgelegten Kohlemine von AWA unter dem arktischen Permafrost auf der Insel Svalbard gelagert. Der Arctic Code Vault ist nur eine Meile vom berühmten Global Seed Vault entfernt.

Sicherungen von Sicherungen von Sicherungen

Duplikate der Filmrollen mit dem grundlegenden Bitcoin-Code werden zusammen mit den anderen 10.000 am häufigsten mit Sternen bewerteten und genutzten Repositorien in der Bodleian Library in Oxford aufbewahrt. Dadurch entsteht eine Redundanz für den Arctic Code Vault.

Das Ziel dieser Initiative ist es, durch eine Partnerschaft mit dem Project Silica von Microsoft alle öffentlichen Repositorien für 10.000 Jahre zu archivieren. Dazu werden sie mit Femtosekundenlasern in Quarzglasplatten geätzt.

Da die Kryptowährungsbranche auf Werten wie Offenheit und Transparenz aufbaut, wird ein großer Teil dieser Projekte in diesem Raum als Open-Source-Projekte angeboten. GitHub gilt als Hauptablageort für diese.

Ein langfristiges Archiv dieser Codes zu schaffen, sollen einen Verlust der derzeitigen Technologien verhindern und gleichzeitig sicherstellen, dass zukünftige Historiker etwas über die drängenden Projekte von heute erfahren.

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Kein Aprilscherz: Trump erwartet Öl-Absturz auf 9 US-Dollar

Nachdem er letzte Woche unabsichtlich für Bitcoin (BTC) geworben hatte, hat der US-Präsident Donald Trump nun angedeutet, er erwarte, dass Öl auf 9 US-Dollar abstürzen wird.

In einer Pressekonferenz am 31. März bekräftigte Trump erneut seine Vorliebe für niedrigere Ölpreise. 

Trump: Mit 9 US-Dollar „bekommen, was Sie wollen“

Derzeit spricht er mit Russland und Saudi-Arabien, die beide planen, die Ölförderung in diesem Monat trotz des Nachfrageeinbruchs durch das Coronavirus zu erhöhen. Der WTI Crude ist allein in den letzten 30 Tagen um mehr als 50 Prozent gefallen. 

„Sehen Sie, es kostet nun 22 US-Dollar. Aber im Wirklichkeit ist es viel billiger, wenn Sie verhandeln wollen. Das hat noch keiner gesehen“, so Trump gegenüber der Presse.

„Das ist wie in den 50er Jahren, wirklich. Wenn man bedenkt, dass es 50, 60, 70, 80 US-Dollar waren – und jetzt sind es 22 US-Dollar. Aber wenn Sie ein gutes Gebot bei 9 US-Dollar abgeben, könnten Sie wahrscheinlich das bekommen, was Sie wollen, nicht?

Das letzte Mal, dass Öl bei 10 US-Dollar pendelte, war 1998, als Saudi-Arabien ebenfalls den Markt überschwemmte, um einen Vorstoß Venezuelas abzuwehren. 

Wie Cointelegraph berichtete, hat Bitcoin seine Verluste seit Jahresbeginn auf etwa 10 Prozent begrenzt. Der WTI hat hingegen fast 70 Prozent verloren, wie aus den Daten der Überwachungswebseite Skew hervorgeht.

Makro-Vermögensrenditen für 2020

Makro-Vermögensrenditen für 2020. Quelle: Skew

Ölproduzenten setzen alles aufs Spiel

Die Kommentare von Trump waren angesichts der Turbulenzen, unter denen sowohl der US-Dollar als auch die US-Zentralbank litten, besonders schwerwiegend.

Nachdem die US-Zentralbank sagte, sie habe „unendlich“ Geld, behauptete Trump, der Staat könne das unendlich nutzen und erklärte, das sei „unser Geld“ und „unsere Währung“.

Das wiederum ließ Bitcoin-Anhängern Schauer über den Rücken laufen. Denn die Tatsache, dass man sich nicht derartig in die Geldmenge einmischen kann, ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber Fiatwährungen. Das mache Kryptowährungen zu einem „hartem“ Geld.

Die geplante Produktionssteigerung im April ist besonders für Russlands Fiatwährung, den Rubel, bemerkenswert sowie für diejenigen, die ihn verwenden. Der Rubel ist stark an den Ölpreis gebunden und gegenüber dem US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gefallen.

Paradoxerweise gibt Russland derzeit Geld aus, um den Wechselkurs des Rubels zu verbessern. Gleichzeitig produziert das Land Öl für einen gesättigten Markt.

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Bitkom fordert europäische Regulierung von Kryptowährungen

Der deutsche Digitalverband Bitkom betrachtet die aktuelle Corona-Krise als Chance, die Implementierung der Blockchain-Technologie in Europa voranzutreiben und einen europäischen Binnenmarkt für digitale Assets wie Bitcoin und Ethereum zu schaffen, so Bitkom in seiner Pressemitteilung am 27. März. 

Europaweite einheitliche Regeln gefordert

Patrick Hansen, der Blockchain-Experte vom Bitkom, ist überzeugt, Europa habe die Möglichkeit, “bei der Blockchain weltweiter Vorreiter zu werden” und einheitliche Regeln für den Umgang mit der Technologie zu definieren:

“Die aktuelle Corona-Krise zeigt, dass Europa die Digitalisierung deutlich schneller vorantreiben muss als bisher. Die Blockchain-Technologie bietet für die Finanzbranche gewaltige Möglichkeiten, wenn wir jetzt die Weichen richtig stellen.“

Eine der wichtigsten Forderungen von Bitkom ist eine verbindliche, einheitliche Regelung für Krypto-Vermögenswerte. Dies sei nur mittels bindender EU-Regulierung zu erreichen – eine Richtlinie zum Umgang mit Krypto-Assets sei dafür nicht ausreichend. 

Vor allem im Wettbewerb mit dem asiatischen Blockchain-Raum sowie der US-Konkurrenz sieht der Verband Handlungsbedarf für Europas Krypto-Binnenmarkt. Dabei plädiert der Digitalverband für eine eindeutige Klassifizierung von Token-Arten (Payment-, Investment-, und Utility-Token) sowie deren Einordnung anhand der Token-Risiken. 

Deutschland als Beispiel für EU-Maßnahmen

Der Bitkom betrachtet die in Deutschland in Kraft getretene Regulierung von Krypto-Assets mit der neu eingeführten BaFin-Lizenz für Kryptoverwahrer im Jahr 2020 als gutes Vorbild für eine EU-Regulierung.

Die BaFin, die deutsche Regulierungsbehörde für das Bankwesen, hat Anfang März Richtlinien für Kryptowährungen verabschiedet. Dabei wurde auch eine Lizenz für Unternehmen eingeführt, die damit handeln und Kryptowährungen für Dritte verwahren.

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Interview: CZ über Bitcoin-Kurs nach Halbierung, Coronavirus und Dezentralisierung

Changpeng Zhao, auch bekannt als CZ und CEO von Binance, einer der größten Kryptowährungsbörsen der Welt, war zu Gast beim Cointelegraph China HUB. Das ist eine Online-Interview-Kolumne, die von Cointelegraph China gestartet wurde.

Cointelegraph: Die Märkte sind derzeit sehr volatil. Das stellt Bitcoin als sicheren Hafen auf die Probe und hat eine Vertrauenskrise in der Branche ausgelöst. Aber Sie haben getwittert: „Sie sind immer noch besorgt darüber, dass #BTC auf 0 gehen könnte? Müssen Sie nicht! Solange ich einen Penny übrig habe, wird das nicht passieren.“ Wie würden Sie das Jahr 2020 in drei Worten beschreiben?

Changpeng Zhao: Es ist schwer, das Jahr 2020 in drei Worten zu beschreiben. Wenn ich drei Worte wählen muss, würde ich sagen: Herausforderung, Chance und Dezentralisierung. Das Jahr, das vor uns liegt, wird eine Mischung aus Herausforderungen und Chancen sein, während die Branche immer weiter in Richtung Dezentralisierung geht.

Der weltweite Ausbruch des Coronavirus betrifft bestimmte Branchen und hat viele Länder zu Einschränkungen gezwungen. Etwa die Reise-, Tourismus- und Hotelbranche sind kurzfristig stark betroffen. Das schafft jedoch auch Möglichkeiten für Branchen wie Medizin, Gesundheitswesen, Online-Bildung und andere. Hinsichtlich der Marktaktivität rückten vor allem die Unterbrechungsmechanismen an der US-Börse in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Als Teil des globalen Finanzmarktes war auch der Kryptomarkt in den letzten Tagen volatil.

Viele Leute fragen sich, ob Bitcoin ein sicherer Hafen ist. Es gibt eine Menge Verwirrung rund um dieses Thema. Wenn wir über sichere Häfen oder die Wertaufbewahrung eines bestimmten Anlageguts sprechen, müssen wir den Kontext berücksichtigen. Es gibt viele Faktoren, die den Wert eines Vermögenswertes beeinflussen und er variiert auch zu verschiedenen Zeiten. Wir können nicht sagen, ein bestimmter Vermögenswert sei immer ein sicherer Hafen. Der Kurseinbruch bei Bitcoin ist nicht auf nur einen bestimmten Faktor zurückzuführen. Wir müssen den gesamten Kryptomarkt und sogar die makroökonomischen Bedingungen berücksichtigen. Dabei spielen unterschiedliche Dynamiken eine Rolle.

Auf dem Kryptomarkt haben wir die hartgesottenen Urgesteine, die nicht einmal eine Fiatwährung halten. Wir haben die Nutzer, die dazwischen liegen, und 20-80 Prozent ihres Vermögens in Krypto halten. Und wir haben die Neulinge, die weniger als 20 Prozent oder sogar nur 1 Prozent ihres Vermögens in Krypto halten. Verschiedene Nutzer treffen unterschiedliche Entscheidungen. Die Anfänger, die den Raum vor weniger als fünf Monaten betreten haben, neigen dazu, Krypto aus Angst, Unsicherheit oder Zweifel zu verkaufen, weil sie kein Vertrauen oder kein tieferes Verständnis im Hinblick auf Krypto besitzen.

Manche Menschen brauchen Geld, um in Anbetracht der globalen Finanzturbulenzen leben und etwa Miete zahlen zu können. Sie entscheiden sich auch für einen Verkauf. Infolgedessen ist der Kurs gesunken. Selbst wenn die hartgesottenen Urgesteine Krypto halten und den Kurs auf einem gewissen Niveau halten, gibt es immer noch zu viele andere Leute, die den Markt beeinflussen.

Im Vergleich zum gesamten Finanzmarkt ist die Marktkapitalisierung des Kryptomarktes viel kleiner. Sie beläuft sich auf vielleicht ein Tausendstel des gesamten Finanzmarktes. Es ist nicht zu vermeiden, dass der Kryptomarkt von den Aktivitäten auf dem globalen Finanzmarkt beeinflusst wird. Wenn der Finanzmarkt Billionen von US-Dollar verliert, wird sich das auf den Kryptomarkt auswirken. Wenn eine Fiatwährung einbricht, kann der Kryptomarkt das Problem nicht lösen. Aber Bitcoin hat nur ein begrenztes Angebot, das in jedem Szenario unveränderlich bleibt. Ich würde also sagen, dass Bitcoin ein relativ sicherer Hafen ist.

Aber wenn wir das Ganze von der anderen Seite betrachten, ist das eine gute Gelegenheit, die minderwertigen Projekte auszusortieren und die guten weiter auszubauen. Es gibt für Branchen keine Abkürzung, um zu gedeihen. Wir haben in den vergangenen zwei Wochen gute Nachrichten verzeichnet. Der Oberste Gerichtshof Indiens hat das Verbot der indischen Zentralbank, die mit Krypto-Unternehmen zu tun haben, gekippt. Kurz darauf legalisierte Korea Kryptowährungen. In vielen Ländern arbeitet man an der Regulierung. Ich glaube, all das wird sich positiv auf die Branche auswirken.

„Außerdem ist Blockchain bei der Lösung der grundlegenden Probleme des alten Systems, also des auf Fiat basierenden Systems, viel gerechter. Es ist unfair, Steuereinnahmen zu verwenden, um ineffizienten Organisationen zu helfen. Die ineffizienten Organisationen sollten ignoriert werden. Wenn die US-Zentralbank mehr Geld druckt, um den Aktienkurs zu steigern, gibt sie CEOs und Institutionen die Möglichkeit, sich Geld auszahlen zu lassen, anstatt den Privatnutzern zu helfen.

Eine Rettungsaktion mag die Probleme vorübergehend lösen, aber sie schafft langfristige Probleme. Wenn die Regierung beschließt, mehr Geld zu drucken, wird das sogar zu einer Abwertung der Fiatwährungen führen. Wenn die Benutzer sich zwischen Fiat oder Krypto entscheiden können, wie werden sie sich dann wohl entscheiden? Sie werden sich wahrscheinlich für Bitcoin und andere Kryptos entscheiden, was eine große Chance für die Branche ist, um größer zu werden.

Im Hinblick auf die Dezentralisierung müssen wir also durch das Oberflächliche hindurchsehen. Bitcoin ist die erste Anwendung, die auf der Blockchain-Technologie basiert. Und Kryptowährungen sind nur ein Teil der Blockchain. Die zugrunde liegende Blockchain-Technologie ist das, was für uns wirklich wichtig ist. Ein weiteres Beispiel sind die öffentlichen Blockchain-Teams, die von verschiedenen Ländern aus arbeiten und in der Zeit von Unsicherheit, wie etwa jetzt während der Coronavirus-Pandemie, flexibel sind. Das Binance-Team war von Anfang an in Telearbeit tätig.

CT: Sie haben sich den Spitzenplatz unserer ersten „Cointelegraph Top 100“-Liste gesichert. Das bedeutet, Sie sind die wichtigste und einflussreichste Führungspersönlichkeit im Bereich Krypto und Blockchain. Aber Sie sagten im Jahr 2019: „Ich habe nicht viel getan. Ich habe nur das hervorragende Binance-Team aufgebaut und geleitet. Der wahre Held ist unser Team.“ Können Sie die erläutern, was das Binance-Team genau gemacht hat?

CZ: Ich danke Ihnen für die Nominierung. Ich fühle mich geehrt, in den Cointelegraph Top 100 zu sein. Ich hoffe, dass ich das Binance-Team anführen und diesen Schwung aufrechterhalten kann. Und ich hoffe, ich kann einen Beitrag zur Branche leisten, indem ich Blockchain und Krypto einer breiteren Bevölkerungschicht nahebringe und die Annahme fördere, um die Geldfreiheit zu fördern.

„Das vergangene Jahr lässt sich mit dem Ausdruck #KeepBuidl zusammenfassen. Im Jahr 2019 gab es durch die Bemühungen des Teams viele neue Durchbrüche.“

Im Jahr 2019 haben wir Binance Chain und Binance DEX lanciert. Zunächst wird sich Binance Chain auf die Ausgabe von Token, Blockchain-Finanzierung und ähnliches konzentrieren. Bisher gibt es etwa 180 Token, die über Binance Chain ausgegeben wurden. Etwa 100 davon sind auf Binance DEX gelistet und bieten über 120 Handelspaare an. Binance DEX hat ihre Vorgänger aufgrund der hohen Geschwindigkeit, der Tiefe und der hohen Liquidität überholen können. Die Blockbestätigungszeit beträgt eine Sekunde.

Um weitere talentierte Entwickler für Binance Chain zu gewinnen, haben wir Binance X lanciert. Das ist eine Initiative, die auf Entwickler ausgerichtet ist. Damit sollen die talentiertesten Entwickler entdeckt, durch das Stipendiumsprogramm unterstützt und dazu bewegt werden, Dinge auf Binance Chain zu entwickeln.

Unterdessen haben wir den Margenhandel unter Binance Futures lanciert. Das sind Fiat-Brücken für mehr als 170 Länder. Unsere Fiat-zu-Krypto-Lösungen umfassen etwa Peer-to-Peer-Handelsplattformen, Fiat-On-Ramps und Fiat-Börsen, die Binance gemeinsam mit lokalen Partnern wie Binance.US und Binance Singapore gegründet hat.

Wir sind in dieser Hinsicht sogar noch einen Schritt weiter gegangen. Letztes Jahr haben wir das Projekt Venus gestartet. Binance will mit Regierungen, Unternehmen und Organisationen bei der Ausgabe von einer Reihe von Fiat-gestützten Stablecoins zusammenzuarbeiten. Ziel dabei ist es, Finanzdienstleistungen für Menschen anzubieten, die nicht einmal ein Bankkonto haben. Dabei fungiert Binance als Anbieter von Technologie, Risikokontrolle und Konformität.

Im Rahmen des Projekts haben wir in Partnerschaft mit Paxos den Stablecoin Binance USD ausgegeben, der an den US-Dollar gekoppelt ist. Der Stablecoin wurde von der New Yorker Finanzdienstleistungsbehörde genehmigt und ist vollständig konform. Vor kurzem haben wir mit BXB den Stablecoin Binance KRW herausgebracht. Dieser ist an den südkoreanischen Won gekoppelt. Es sind weitere Projekte in Arbeit. Wir werden die Leute darüber informieren.

CT: Binance hat sich von der ursprünglichen Handelsplattform aus dem Jahr 2017 zu einem ganzen Ökosystem entwickelt. Was wünschen Sie sich und was ist Ihre Vision? 

CZ: Wir haben mehrere Handelsdienstleistungen lanciert, das Binance-Ökosystem ausgebaut und die Initiative Open Platform ins Leben gerufen. Durch die Öffnung der Technologie und der Ressourcen von Binance versuchen wir, mehr und mehr Fiat-Krypto-Brücken zu schlagen und die Zugangsbarrieren für Nutzer stark zu reduzieren.

Im Rahmen der Initiative Open Platform bieten wir die Programme Binance Broker Program und Binance Cloud an. Wir haben das Broker-Programm eingeführt und vor kurzem ein großes Upgrade angekündigt. Damit können andere Börsen, Plattformen und Institutionen ihren Nutzern Handelsdienstleistungen über eine Anwendungsprogrammierschnittstelle anbieten und dabei die Liquidität und Markttiefe von Binance nutzen.

Binance bietet Order-Matching, Kontoverwaltung und Abwicklungssysteme für Makler an, damit sie sich voll auf die Geschäftsentwicklung konzentrieren können und eine Gewinnbeteiligung an den Handelsgebühren erhalten. Bislang haben sich mehr als 100 Institutionen als Finanzmakler beworben, rund 50 sind bereits an Bord.

Der andere Ansatz, den wir gewählt haben, ist die Einführung von Binance Cloud. Binance KR, die erste vollständig auf Binance Cloud basierende digitale Vermögenswertbörse, wurde heute lanciert. Binance Cloud ist eine Infrastrukturlösung für Partner, die Vermögenswertbörsen eröffnen wollen. Wir ermöglichen das, indem wir die Technologie, Sicherheit und Liquidität von Binance bieten. In fünf Jahren werden die Binance-Cloud-Börsen Binance.com überholen und den Großteil des Handelsvolumens erbringen.

In Zukunft könnte die Initiative Open Platform auch die Binance P2P-Plattform und Binance Chain umfassen. Die P2P-Plattform von Binance dient als offener Marktplatz, der den direkten Handel zwischen Nutzern und Händlern ermöglicht. Die Binance Chain ist eine öffentliche Blockchain, die von Binance initiiert und durch die gemeinsame Arbeit der Community daran aufgebaut wurde. Bislang sind viele Projekte auf Binance Chain migriert. Die Qualität der Projekte ist ziemlich hoch. Wir hoffen, dass weitere Projekte und Entwickler Dinge auf Binance Chain entwickeln werden.

CT: In der Vergangenheit sagten Sie, Blitzscaling, das Buch von Reid Hoffman, habe Sie sehr inspiriert. Gibt es irgendwelche Managementstrategien für die Unternehmensexpansion, die Sie daraus entnommen und bei Binance angewendet haben?

CZ: Ich bin ein großer Fan von Blitzscaling und rate allen Binance-Nutzern, das Buch zu lesen. Es ist ein großartiger Leitfaden für Unternehmer. Wenn man zurückblickt, wie sich Binance in weniger als drei Jahren entwickelt hat, könnte man sagen, dass die Börse ein typisches Beispiel für Blitzscaling ist. Als Startup haben wir den Druck, neue Produkte schnell auf den Markt zu bringen, um den Anforderungen der Community gerecht zu werden.

„Das Binance-Team ist es gewohnt, neue Produkte innerhalb eines engen Zeitrahmens einzuführen. Damit sind wir wesentlich schneller als die Konkurrenz. Es ist gut, wenn ein Produkt auf den Markt passt. Wenn nicht, machen wir schnell eine Kehrtwende und konzentrieren die Ressourcen auf Produkte, die wirklich wichtig sind.“

Die Geschäftsentwicklung ist für uns zwar lebenswichtig, aber sie ist nur ein Teil dessen, was Binance ausmacht. Bei Binance widmen stecken wir eine Menge Ressourcen in den Aufbau und die Förderung der Branche. Gemeinsam mit der Community haben wir etwa ein Jahr lang Binance Chain entwickelt und im April 2019 gestartet. Wir haben auch einige Projekte übernommen oder in solche investiert. Wir unterstützen die Entwicklung von transformativen Projekten über Binance Launchpad. Damit wollen wir das Blockchain-Ökosystem und die Kryptobranche ausbauen.

CT: Die Transformation von einer zentralisierten Börse zu einer dezentralisierten Plattform ist die Gesamtstrategie von Binance. Die Dezentralisierung von Binance DEX wurde zunächst allerdings in Frage gestellt. Wie geht Binance an solche Probleme heran und was sind die größten Herausforderungen in dieser Phase?

CZ: Es ist sehr interessant, über Zentralisierung im Vergleich zu Dezentralisierung zu sprechen. Zunächst möchte ich sagen, die Dezentralisierung ist unser Ziel. Aber auf kurze Sicht werden zentrale und dezentrale Börsen nebeneinander bestehen.

Diejenigen, die ein solides technologisches Wissen und ein starkes Sicherheitsgefühl haben und die auch eine hundertprozentige Kontrolle über ihre Vermögenswerte haben wollen, können eine dezentrale Börse und eine dezentrale Wallet wählen. Aber wenn Sie das Vermögen nicht verwalten wollen und lieber die Verwahrungsdienste eines vertrauenswürdigen Anbieters in Anspruch nehmen und hoffen, praktische Hilfe zu erhalten, wenn Sie auf ein Problem stoßen, ist eine zentrale Börse eine bessere Wahl.

Es stimmt, dass die zentralisierten Börsen Hauptziele der Cyberkriminellen sind. Insbesondere die großen Kryptobörsen, die eine große Anzahl von digitalen Vermögenswerten besitzen. Die Cyberangriffe werden immer ausgefeilter und organisierter. Eine zentralisierte Börse muss also immerzu seine technische Infrastruktur verbessern und sein Sicherheitssystem verstärken, um die Benutzer besser zu schützen.

Die steigenden Anforderungen haben sowohl zentralisierte als auch dezentralisierte Börsen vor einige Herausforderungen gestellt. Wenn man etwa Binance DEX als Beispiel nimmt, so hat sie sich in sehr kurzer Zeit zur führenden dezentralen Börse entwickelt. Aber es gibt dort noch viel Raum für Verbesserungen in Bezug auf Tiefe und Liquidität.

CT: Wenn Sie in der Zeit zurückreisen könnten, wohin würden Sie gerne gehen?

CZ: Wenn es eine Zeitmaschine gäbe, würde ich wohl in die Zukunft reisen und sehen, wie sich die Blockchain auf die Menschheit ausgewirkt hat. Und ob Krypto so weitreichend akzeptiert wird, wie Fiatgeld heute. Und ich würde gerne sehen, wie diese die Art der Wertübertragung verbessert haben.

In Zukunft werden die Menschen mehr über den Ursprung, die Rückschläge und die Entwicklungen von Blockchains wissen und die Blockchain-Technologie in jedem Aspekt ihres Lebens einsetzen. Wir müssen nicht aussprechen, wie sehr wir an Krypto glauben. Wir sollten einfach so handeln.

Cointelegraph Spanien: Die Halbierung der Blockbelohnung bei Bitcoin rückt näher und alle reden darüber. Was erwarten Sie?

CZ: Das Tempo des neuen Angebots wird abnehmen und die Nachfrage steigt. Also, denke ich, ist die Antwort ganz logisch.

„Ich sage nichts zum Kurs. Jeder sollte das selbst beurteilen. Besonders jetzt, wo die US-Zentralbank so viel Geld druckt, wird der Effekt sehr spürbar sein. Manche Leute sagen, ich sei das Gegensignal, haha. Sie sollten also immer verkaufen, wenn ich optimistisch bin. Wahrscheinlich wird das nicht allzu gut funktionieren.“

Das Interview wurde der Klarheit wegen gekürzt und leicht überarbeitet.

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Ökonom Jeffrey Tucker: Zusammenhang zwischen BTC-Kurs und Skalierung

Der Redaktionsleiter des US-Wirtschaftsforschungsinstituts American Institute for Economic Research Jeffrey Tucker hat die seit langem andauernde Debatte über die Skalierung von Bitcoin heute mit einem Tweet neu entfacht.

Der Wirtschaftswissenschaftler ist seit langem schon ein Befürworter von Bitcoin (BTC). Er erklärte, der aktuelle Kurs sei viel niedriger, als er sein sollte, weil die zugrunde liegende Technologie nicht „richtig skaliert“ wurde.

Am 31. März twitterte Tucker:

Der Tweet führt die Kommentare weiter, die Tucker Anfang des Monats während einer Podiumsdiskussion mit dem bekannten Bitcoin-Skeptiker Peter Schiff bei RT gemacht hat. Bei der Diskussion sagte er, es sei zu viel Zeit auf dieses „lächerliche Skalierungsproblem“ verschwendet worden. Das habe letztlich eine Annahme durch den Mainstream verhindert:

„Die Annahme ist nicht weit genug gegangen. Daher wird er nicht so von den Leuten verwendet, wie es hätte sein können und sein sollen, wenn er skalierbar gewesen wäre. Jetzt sehen wir, was passiert, weil Bitcoin nicht richtig skaliert wurde.“ 

Tucker sagte, Bitcoin sei dafür konzipiert worden, in Zeiten wie der aktuellen Finanzkrise zu gedeihen. Er erklärte, der Grund dafür, dass dem nicht so ist, sei das Skalierungsproblem:

„Bitcoin wurde erfunden, um in Zeiten wie diesen als sicherer Hafen zu fungieren. Warum ist Bitcoin also nicht ein solcher sicherer Hafen? Schließlich wurde er dafür entwickelt und diente auch jahrelang als ein solcher.

Kommentare von Vitalik Buterin und Blockstream

Das Problem der BTC-Skalierung ist eines der meistdiskutierten Themen im Bereich Kryptowährung. Das Basisschicht-Netzwerk ist nicht in der Lage, Transaktionen schnell genug zu verarbeiten, um eine weitläufige Masseneinführung als Währung zu ermöglichen. Die Debatte über die Steigerung der Blockgröße als Lösung führte schließlich zu den Forks von Bitcoin Cash (BCH) und Bitcoin SV (BSV). Bitcoin selbst übernahm die Zweitschicht-Lösung Lightning Network, um die Skalierung zu verbessern. 

Tuckers Tweet vom 31. März löste eine Debatte unter prominenten Krypto-Leuten auf Twitter aus. Der Ethereum (ETH)-Mitbegründer Vitalik Buterin rief den Ökonomen dazu auf, sich Ethereum 2.0 anzusehen, das noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Er erklärte, das Netzwerk werde „eine hohe Skalierbarkeit haben, aber ohne die Zentralisierung, die lediglich auf der Steigerung der Blockgröße beruht“.

Adam Back, der CEO des Bitcoin-Entwicklungsunternehmens Blockstream, und der CSO Samson Mow witzelten über diesen Kommentar. Sie lachten darüber und posteten einen Emoji, der vor Lachen weint.

Skalierung hat nichts mit dem Kurs zu tun

Der Chain-Analytiker Willy Woo erklärte, dass die Skalierung nichts mit dem Kurs oder der Marktkapitalisierung zu tun habe. Er nannte dabei Gold als Beispiel:

„Gold liegt bei 9 Bio. US.Dollar. Wie viele Transaktionen pro Sekunde macht Gold? Ich meine den Transport des Basiswerts zwischen den Tresoren. Das ist die BTC-Main-Chain. Die Swaps, die wir bei ETFs und Derivaten durchführen, sind die zweite Schicht bei Gold. Das lässt sich skalieren. Und so wird das auch bei der zweiten Schicht bei BTC funktionieren.“

Der Gründer von Bitcoin Advisory Pierre Rochard sagte, der Kurs würde auf demselben Niveau liegen. Die Skalierung sei nicht der Grund, warum es mit der Akzeptanz klappe.

Der Bitcoin-Befürworter Vijay Boyapati argumentierte, es sei nicht notwendig, sich einen „richtig skalierten“ Bitcoin vorzustellen, da das Bitcoin Cash sei: „Der Kurs würde bei 200 US-Dollar liegen; also wie der Kurs von BCash. Der Markt ignoriert eine „richtige Skalierung“ und schätzt die Unveränderlichkeit sehr.“

Der Investor und Autor Tuur Demeester sagte, Tuckers Tweet habe ihn verärgert: „Wenn Sie sich schon so lange mit Bitcoin beschäftigen, sollten Sie es, finde ich, besser wissen. Bitcoin ist sehr gut skaliert.“

Tucker forderte die Leute daraufhin heraus: „Dann diskutieren wir nicht Twitter auf Twitter und reden irgendwann wie Gentlemen darüber.“

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Trotz COVID-19-Einschränkungen: Krypto-Konferenz findet in virtuellem Raum statt

Die COVID-19-Krise hat Millionen von Sportveranstaltungen, Arbeitskonferenzen und Treffen auf der ganzen Welt zum Stillstand gebracht. Der Kryptowährungsraum lässt sich jedoch nicht von dieser aufhalten.

Die Coinfest Conference, die noch bis zum 4. April stattfindet, hat einen Weg gefunden, der Coronavirus-Sperre zu trotzen. Sie hat als Veranstaltungsort das digitale Blockchain-Land von Decentraland gewählt. 

Der erste Tag der virtuellen Konferenz fand am 30. März statt. In einer Spielerunde konnten Nutzer MANA-Token gewinne. MANA heißt die eigene Währung von Decentraland.

Nahegelegene Museen und Kunstgalerien (siehe unten) bieten Besuchern die Möglichkeit, einzigartige Kunstausstellungen zu sehen, die im virtuellen Raum vorzufinden sind. 

Screenshot des Museumsbezirks

Screenshot des Museumsbezirks

Am 1. April ziehen die Teilnehmer zu den Koordinaten (61,-27). Das ist die MetaZone von Decentraland, die als „virtueller Festplatz mit Feuerwerk, Essensständen, Pavillons und Gärten“ gilt. Die Hauptattraktion wird ein vierstöckiger Turm mit Blockchain-Spielen, bei denen die Spieler weitere MANA-Token gewinnen können. 

Der dritte Tag der Konferenz findet an mehreren Koordinatenpunkten statt, unter anderem in einem Nachtclub namens Sugar Club. Besucher haben auch freien Eintritt zum Ross Tower, eine digitale Hommage an den inhaftierten Silk-Road-Gründer Ross Ulbricht. Die Landschaft umfasst insgesamt fünf Veranstaltungsorte für eine Schatzsuche, wobei die Gewinner mit Ether (ETH) belohnt werden.

Der letzte Tag der Veranstaltung findet am 4. April im Decentraland Conference Center statt. Dort werden die Präsentationen über einen virtuellen Projektor gezeigt. Zu den nahe gelegenen Attraktionen gehören ein Meditationsgarten, ein Tempel und ein Theaterviertel. Für 17.00 Uhr UTC ist auch eine Tanzparty in einem nahegelegenen Café geplant. 

Screenshot des Konferenzzentrums

Screenshot des Konferenzzentrums

Digitales Land von Decentraland als Veranstaltungsort

Die Coinfest Conference ist eine kostenlose jährliche Veranstaltung, die normalerweise an mehreren Orten auf der ganzen Welt gleichzeitig stattfindet. Am 17. März informierten die Macher der Veranstaltung die Follower auf Twitter, dass alle Veranstaltungen in Europa und Nordamerika aufgrund der Coronavirus-Einschränkungen abgesagt seien. 

Die Gastgeber hofften zunächst, dass die Veranstaltungen in Afrika dennoch stattfinden würden. Aber am 21. März wurde bekanntgegeben, dass auch diese abgesagt worden seien. 

Decentraland (MANA) wurde im Jahr 2017 gegründet und umfasst über 90.000 „Parzellen“ digitalen Landes. Diese werden durch LAND-Token dargestellt. Die Abmessungen dieser Parzellen betragen 10 Quadratmeter. Das entspricht einer virtuellen Landschaft mit 9 Quadratkilometern (die Höhe ist dabei nicht miteinbezogen).

Im Mai 2019 wurde ein 64-Block großes Grundstück namens „Das Geheimnis von Satoshis Teegarten“ für 80.663 US-Dollar oder 1.299.999 MANA verkauft.

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Kursanalse, 30. März: BTC, ETH, XRP, BCH, BSV, LTC, EOS, BNB, XTZ, LEO

BitMEX Research wies kürzlich auf die Korrelation zwischen dem S&P 500 und Bitcoin (BTC) hin. Diese habe einen neuen Höchststand erreicht. Im März 2018 gab es ebenfalls einen Höchststand, der allerdings von dem jetzigen in den Schatten gestellt wird. Das zeigt, dass bei all dem Geld, das derzeit zur Unterstützung der Wirtschaft gedruckt wird, vielleicht ein kleines Stückchen in den Krypto-Raum fließt. Das ist etwas sehr positives.

Langfristig würde nur ein Bruchteil der weltweit angekündigten Konjunkturpakete ausreichen, um die Krypto-Marktkapitalisierung zu erhöhen.

Langfristig sind viele Leute zwar bullisch, aber einige Anleger wollen den Boden erwischen. Zu Beginn des Jahres prognostizierte der bekannte Händler Tone Vays, dass Bitcoin seinen Boden bei 2.800 US-Dollar erreichen könnte. Nun glaubt er aber, dass der Boden sich bei 3.700 US-Dollar gebildet haben könnte. Vays erwarte nicht, dass Bitcoin unter die jüngsten Tiefststände fällt.

Kryptowährungsmarkt Tagesentwicklung Quelle: Coin360

Kryptowährungsmarkt Tagesentwicklung. Quelle: Coin360

Als Händler konzentrieren wir uns auf die Kursentwicklung. In diesen schwierigen Zeiten ist es jedoch ermutigend zu sehen, dass verschiedene Behörden und Länder die Blockchain-Technologie nutzen, um die Coronavirus-Pandemie zu bekämpfen. Neben der Hilfe im technologischen Bereich können wir nun beobachten, dass die globale Krypto-Community auch in dieser Krisenzeit ihren Beitrag leistet.

Die derzeitige Krypto-Erholung wird von Bitcoin angeführt. Sein Marktanteil steigt allmählich auf 66 Prozent. Das wirft die Frage auf, ob die Kryptowährungen die aktuelle Erholungsrallye aufrechterhalten und einen nachhaltigen Aufwärtstrend beginnen können? Sehen wir uns die Charts dazu an.

BTC/USD

Die Bullen haben es nicht geschafft, Bitcoin (BTC) über den Überkopfwiderstand bei 7.000 US-Dollar steigen zu lassen. Das hat Verkäufer angezogen. Das wiederum hat den Kurs unter die unmittelbare Unterstützung bei 6.435 US-Dollar sinken lassen, aber die Bären konnten die nächste Unterstützung bei 5.660,47 US-Dollar nicht durchbrechen. Das ist ein positives Zeichen, da das auf eine Nachfrage auf den niedrigeren Niveaus hindeutet.

BTC/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

BTC/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Derzeit versuchen die Bullen erneut, den Kurs über 6.435 US-Dollar und den 20-Tages-EMA bei 6.520 US-Dollar zu halten. Wenn das gelingt, ist ein erneuter Anstieg auf 7.000 US-Dollar möglich. Darüber kann er dann auf den 50-Tages-SMA bei 7.985 US-Dollar und darüber wiederum auf 9.000 US-Dollar steigen.

Wenn das BTC/USD-Paar allerdings vom 20-Tages-EMA aus nach unten abknickt und unter die Unterstützung bei 5.660,47 US-Dollar rutscht, ist ein Rückgang auf die langfristige Unterstützungslinie bei 5.000 US-Dollar möglich. Fürs erste können Trader ihre Long-Positionen mit Stops bei 5.600 US-Dollar schützen.

ETH/USD

Ether (ETH) liegt weiterhin zwischen 117,090 US-Dollar und 155,612 US-Dollar. Der 20-Tages-EMA tendiert allmählich nach unten und der RSI befindet sich im negativen Bereich, was zeigt, dass die Bären die Oberhand haben.

ETH/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

ETH/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Ein Fall unter diese Spanne kann das ETH/USD-Paar auf 100 US-Dollar und darunter auf 84,250 US-Dollar sinken lassen. Sollte das Paar sich jedoch von der Unterstützung der Spanne aus erholen, ist für einige Tage mit einer weiteren Konsolidierung zu rechnen.

Das Paar wird bei einem Ausbruch und Schluss über 155,612 US-Dollar an Schwung gewinnen. Darüber kann es auf den 50-Tages-SMA bei 198 US-Dollar klettern. Daher behalten wir unsere Kaufempfehlung aus unserer vorhergehenden Analyse bei.

XRP/USD

Die Bullen haben es nicht geschafft, den XRP über 0,17468 US-Dollar zu halten. Das hat Verkäufer angezogen. Die Bären versuchten ihn am 29. März weiter sinken zu lassen, aber die Bullen boten bei 0,16 US-Dollar Unterstützung.

XRP/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

XRP/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Wenn die Bullen den Kurs wieder über 0,17468 US-Dollar steigen lassen und das Niveau halten können, wird das XRP/USD-Paar wahrscheinlich an Schwung gewinnen. Die Ziele, die man weiter oben im Auge behalten sollte, liegen bei 0,22 US-Dollar und darüber bei 0,25 US-Dollar.

Wenn der Kurs allerdings von 0,17468 US-Dollar noch einmal nach unten abknickt, werden die Bären versuchen, ihn auf 0,1275 US-Dollar sinken zu lassen. Daher kann der Stop-Loss bei den Long-Positionen vorerst bei 0,143 US-Dollar gesetzt werden. Wir schlagen vor, die Stopps bis auf 0,16 US-Dollar hoch zu ziehen, wenn das Paar über 0,19 US-Dollar steigt.

BCH/USD

Bitcoin Cash (BCH) knickte am 27. März vom 20-Tages-EMA aus nach unten ab, aber die Käufer schritten knapp über der unmittelbaren Unterstützung bei 197,43 US-Dollar ein. Das ist ein positives Zeichen, da das auf eine Nachfrage bei Rückgängen hindeutet.

BCH/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

BCH/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Die Bullen werden nun versuchen, den Kurs über den 20-Tages-EMA bei 227 US-Dollar und den horizontalen Widerstand bei 247,95 US-Dollar klettern zu lassen. Wenn das gelingt, wird das BCH/USD-Paar an Schwung gewinnen und eine Rallye in Richtung 50-Tages-SMA bei 304 US-Dollar und darüber auf 350 US-Dollar hinlegen.

Daher können Trader über 250 US-Dollar kaufen und den Stop-Loss unter 197 US-Dollar setzen. Unsere Einschätzung ist hinfällig, wenn das Paar unter 197,43 US-Dollar fällt. In einem solchen Fall ist ein Rückgang auf 166 US-Dollar möglich.

BSV/USD

Bitcoin SV (BSV) ist am 27. März vom 20-Tages-EMA nach unten abgeknickt. Die Bullen konnten jedoch die starke Unterstützung bei 146,96 US-Dollar halten. Das zeigt, dass es bei Rückgängen eine Nachfrage gibt. Der 20-Tages-EMA ist flach und der RSI liegt knapp unter 50, was auf eine Spanne für die nächsten Tage hindeutet.

BSV/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

BSV/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Wir gehen nun davon aus, dass die Bullen das BSV/USD-Paar bis auf den Überkopfwiderstand bei 185,87 US-Dollar steigen lassen werden. Sollte der Kurs von diesem Niveau aus nach unten abknicken, wird das Paar noch ein paar Tage in einer Spanne verbleiben.

Ein Ausbruch über 185,87 US-Dollar würde auf Stärke hindeuten. Über diesem Niveau ist ein Anstieg auf den 50-Tages-SMA bei 223 US-Dollar und darüber auf 260 US-Dollar möglich.

Wenn die Bären den Kurs allerdings unter 146,96 US-Dollar sinken lassen, ist ein Rückgang auf 120 US-Dollar wahrscheinlich. Fürs erste kann das Stop-Loss-Limit bei den verbleibenden Long-Positionen bei 146 US-Dollar gesetzt werden.

LTC/USD

Litecoin (LTC) knickte am 27. März vom 20-Tages-EMA bei 42,14 US-Dollar aus nach unten ab. Da der 20-Tages-EMA nach unten tendiert und der RSI in der negativen Zone liegt, haben die Bären die Oberhand. Ein Fall unter 35,8582 US-Dollar kann den Kurs auf 30 US-Dollar sinken lassen.

LTC/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

LTC/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Derzeit versucht das LTC/USD-Paar, sich von der Unterstützung bei 35,8582 US-Dollar aus zu erholen. Wenn die Bullen den Kurs über den 20-Tages-EMA bei 41,12 US-Dollar und den horizontalen Widerstand bei 43,67 US-Dollar klettern lassen können, wird das Paar wahrscheinlich an Schwung gewinnen.

Das erste Ziel, das man weiter oben im Auge behalten sollte, ist der 50-Tages-SMA bei 55,63 US-Dollar. Wenn dieses Niveau überwunden ist, kann der Anstieg sich bis auf 63,8769 US-Dollar erstrecken. Daher können Trader Long-Positionen eröffnen, wie wir es in einer unserer vorhergehenden Analysen vorgeschlagen hatten.

EOS/USD

EOS liegt seit dem 21. März in einer engen Spanne zwischen 2,0632 US-Dollar und 2,4001 US-Dollar. Das zeigt, dass sowohl die Bullen als auch die Bären auf Nummer sicher gehen und keine großen Bewegungen wagen. Der 20-Tages-EMA tendiert weiter nach unten und der RSI befindet sich im negativen Bereich, was zeigt, dass die Bären die Oberhand haben.

EOS/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

EOS/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Die Bären waren jedoch nicht in der Lage, das EOS/USD-Paar unter 2,0632 US-Dollar sinken zu lassen. Das deutet auf einen Mangel an Verkäufern auf niedrigeren Niveaus hin.

Wenn die Bullen das Paar über den Überkopfwiderstand bei 2,4001 US-Dollar steigen lassen können, ist eine Rallye in Richtung 50-Tages-SMA bei 3,32 US-Dollar und darüber auf 3,86 US-Dollar möglich. Da das Risiko-Ertrags-Verhältnis attraktiv ist, behalten wir die Kaufempfehlung aus unserer früheren Analyse bei.

BNB/USD

Binance Coin (BNB) ist am 27. März vom 20-Tages-EMA bei 13,27 US-Dollar aus nach unten abgeknickt. Obwohl die Bären den Kurs unter die unmittelbare Unterstützung bei 12,1111 US-Dollar sinken lassen konnten, haben sie es nicht geschafft, unter die nächste Unterstützung bei 10,8428 US-Dollar zu kommen.

BNB/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

BNB/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Das zeigt, dass die Käufer auf den niedrigeren Niveaus aktiv werden. Derzeit versuchen die Bullen erneut, das BNB/USD-Paar über 12,1111 US-Dollar steigen zu lassen. Wenn das gelingt, werden die Bullen erneut versuchen, über den 20-Tages-EMA bei 12,91 US-Dollar zu kommen. Wenn das ebenfalls gelingt, ist ein Anstieg auf die Abwärtstrendlinie bei 15 US-Dollar möglich.

Wenn das Paar allerdings vom 20-Tages-EMA aus erneut nach unten abknickt, steigt die Möglichkeit eines Rückgangs unter 10,8428 US-Dollar. Darunter ist ein Rückgang auf 8,4422 US-Dollar wahrscheinlich. Derzeit sehen wir keine zuverlässige Kaufkonstellation, so dass wir hier neutral bleiben.

XTZ/USD

Tezos (XTZ) fiel unter die Trendlinie des aufsteigenden Dreiecks. Damit wurde das Muster entkräftigt. Wenn die Vollendung eines bullischen Musters nicht gelingt, ist das ein negatives Zeichen. Derzeit versucht der Altcoin, sich von der unmittelbaren Unterstützung bei 1,4453 US-Dollar aus zu erholen.

XTZ/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

XTZ/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Wenn das XTZ/USD-Paar wieder in das Dreieck steigt, wäre das ein bullisches Zeichen. Das würde auf Käufe auf den niedrigeren Niveaus hindeuten. Das Paar wird wahrscheinlich nach einem Ausbruch über den 20-Tages-EMA bei 1,77 US-Dollar und dem Überkopfwiderstand bei 1,955 US-Dollar an Schwung gewinnen.

Daher behalten wir unsere Kaufempfehlung aus unserer vorhergehenden Analyse bei. Das Paar wird negativ, wenn der Kurs von der Trendlinie aus nach unten abknickt und unter 1,4453 US-Dollar fällt.

LEO/USD

Nach einer Konsolidierung in der Spanne zwischen 1 US-Dollar und 1,04 US-Dollar in den letzten Tagen ist UNUS SED LEO (LEO) über 1,04 US-Dollar ausgebrochen. Das ist ein positives Zeichen. Da sowohl die gleitenden Durchschnitte nach oben tendieren und auch der RSI im positiven Bereich liegt, haben die Bullen den Vorteil.

LEO/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

LEO/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Wenn das LEO/USD-Paar über 1,04 US-Dollar schließt (UTC), vervollständigt es ein bullisches umgekehrtes Kopf- und Schultermuster. Bei dieser Konstellation liegt das Ziel bei 1,27488 US-Dollar und darüber bei 1,36 US-Dollar. Daher können Trader der Kaufempfehlung aus unserer vorhergehenden Analyse folgen.

Unsere optimistische Einschätzung ist hinfällig, wenn sich der Kurs nicht über 1,04 US-Dollar halten kann und stark einbricht. Wenn die Unterstützung bei 1 US-Dollar nicht standhält, liegt das nächste wichtige Niveau bei 0,95 US-Dollar.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment – und Handelsschritt birgt ein Risiko. Recherchieren Sie gut, bevor eine Entscheidung treffen.

Die Marktdaten stammen von der HitBTC-Börse.

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BMW: Blockchain-Lösung für Lieferketten kommt 2020 heraus

Der bayerische Autohersteller BMW Group will seine Blockchain-Lieferkettenlösung dieses Jahr auf 10 Zulieferer ausweiten.

Die Plattform namens „PartChain“ wurde bereits im Jahr 2019 erfolgreich von BMW getestet, wie es in einer offiziellen Ankündigung am 31. März heißt. 

PartChain sollte die Rückverfolgbarkeit und sofortige Datentransparenz für Autoteile über komplexe Lieferketten hinweg sicherstellen, an denen mehrere Parteien auf der ganzen Welt beteiligt sind. 

Im Rahmen des Pilotprojekts im Jahr 2019 wurde die Lösung beim Einkauf und der Nachverfolgung von Frontscheinwerfern implementiert. Daran haben sich zwei der insgesamt 31 Werke der BMW Group sowie drei Standorte des Zulieferers Automotive Lighting beteiligt.

Andreas Wendt, Vorstandsmitglied der BMW AG und für das Einkaufs- und Lieferantennetzwerk des Konzerns verantwortlich, sagte, dass BMW das Projekt nun auf viele weitere Lieferanten ausdehnen wolle. Im Jahr 2020 sollen 10 weitere dazu kommen.

Kombination von Blockchain- und Cloud-Technologie

Langfristig, so Wendt, sei das Ziel von BMW „eine offene Plattform, mittels der Daten innerhalb von Lieferketten industrieübergreifend sicher und anonymisiert ausgetauscht und geteilt werden können“. Das soll mittels Blockchain erreicht werden. 

Das Pilotprojekt hat sich lediglich auf die Nachverfolgung von Komponenten beschränkt. BMW will mit der Plattform in Zukunft wichtige Rohstoffe für die Herstellung „von der Mine bis zur Schmelze“ nachverfolgen.

Neben der Blockchain, die eine manipulationssichere und überprüfbare Erfassung und Transaktion von Daten ermöglicht, nutzt PartChain Cloud-Technologien von Amazon Web Services und Microsoft Azure. 

Entwicklung innerhalb der Branche

Wendt erklärte, dass BMW die Lösung von PartChain nun auch mit anderen Mitgliedern der Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI), die BMW im Jahr 2018 mitbegründete, zu teilen. 

Wie Cointelegraph damals berichtete entstand MOBI aus einer Zusammenarbeit zwischen BMW, GM, Ford und Renault. Außerdem beteiligten sich auch bekannte Blockchain-, Technologie- und Ingenieurfirmen wie Bosch, Hyperledger, IBM und IOTA daran.

Aus dem Projekt ging der MOBI Vehicle Identity Standard hervor. Damit soll eine Blockchain-basierte Datenbank für Fahrzeug-Identifikationsnummern aufgebaut werden. diese umfasst eindeutige digitale Zertifikate für Informationen, wie etwa die Fahrzeugidentität, Besitz, Garantien und aktuelle Kilometerstände, die sicher in einer elektronischen Wallet gespeichert werden können.

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