Kursanalyse, 5. Juli: Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Ripple (XRP)

Die Kryptomärkte blieben über das Wochenende und am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag der USA, relativ stabil. Obwohl Arthur Hayes, der ehemalige CEO der Derivateplattform BitMEX, um den 4. Juli herum einen „Mega-Krypto-Dump“ erwartete, ist ein solcher nicht eingetreten.

Der Rückgang der Volatilität bei Bitcoin (BTC) in den letzten Tagen hat dazu geführt, dass die Bollinger Bands immer enger werden. Das deutet auf einen möglichen Anstieg der Volatilität in den nächsten Tagen hin, so der bekannte Analyst Matthew Hyland.

Kryptowährungsmarkt Tagesentwicklung. Quelle: Coin360

Unterdessen warten Krypto-Investoren auf einen Wegweiser von den US-Aktienmärkten und dem US-Dollar.

Der Korrelationskoeffizient von Bitcoin zum Dollar ist in der Woche zum 3. Juli auf 0,77 unter Null gesunken. Das ist der niedrigste Stand seit siebzehn Monaten. Der Großteil der von JP Morgan befragten Analysten geht davon aus, dass der Dollar auf oder unter dem aktuellen Kursniveau, also bei etwa 105, schließen wird. Jegliche Schwäche des Dollars könnte für Bitcoin von Vorteil sein.

Könnten die Bullen kurzfristig eine Erholung erreichen? Sehen wir uns die Charts dazu an.

BTC/USDT

Die Bären haben es nicht geschafft, Bitcoin unter 19.637 US-Dollar sinken zu lassen. Das deutet auf einen Mangel an Verkäufern auf niedrigeren Niveaus hin. Die Bullen werden nun versuchen, den Kurs zurück über den Widerstand bei 19.637 US-Dollar steigen zu lassen.

BTC/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Wenn das passiert, könnte BTC/USDT bis an den 20-Tage-EMA bei 21.255 US-Dollar klettern. Diese Marke könnte sich erneut als harter Widerstand erweisen, doch wenn die Bullen diese Hürde überwinden, könnte das Paar in die Zone zwischen 22.000 US-Dollar und 23.362 US-Dollar klettern.

Ein Ausbruch über diese Zone könnte eine Rallye bis zum 50-Tage-SMA bei 25.710 US-Dollar ermöglichen. Die Bullen müssen diese Barriere überwinden, um einen möglichen Trendwechsel zu signalisieren.

Wenn der Kurs allerdings vom 20-Tage-EMA nach unten dreht, deutet das darauf hin, dass die Stimmung bärisch ist und Trader bei Rallyes verkaufen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die kritische Unterstützung bei 17.622 US-Dollar erneut getestet wird. Sollte diese Unterstützung durchbrochen werden, könnte der Rückgang sich bis auf 15.000 US-Dollar erstrecken.

ETH/USDT

Ether (ETH) ist am 30. Juni unter die psychologisch wichtige Marke von 1.000 US-Dollar gerutscht, aber die Bären konnten sich diese Schwäche nicht weiter zu nutze machen. Das deutet darauf hin, dass die Bullen auch bei kleineren Rückgängen kaufen.

ETH/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Die Bullen werden nun versuchen, den Kurs über den 20-Tage-EMA bei 1.192 US-Dollar steigen zu lassen und die Oberhand zu gewinnen. Wenn ihnen das gelingt, könnte ETH/USDT auf 1.280 US-Dollar und dann auf den 50-Tage-SMA bei 1.535 US-Dollar klettern. Dieses Niveau könnte erneut als starker Widerstand fungieren. Die Bullen müssen den Kurs über 1.700 US-Dollar steigen lassen, um einen neuen Aufwärtstrend zu signalisieren.

Wenn der Kurs allerdings vom 20-Tage-EMA aus nach unten dreht, deutet das darauf hin, dass die Stimmung weiter negativ ist und die Bären bei Rallyes verkaufen. Die Bären werden dann versuchen, den Kurs unter 998 US-Dollar sinken zu lassen und dann die kritische Unterstützung bei 881 US-Dollar anzugreifen.

XRP/USDT

XRP liegt in einem symmetrischen Dreiecksmuster, was auf Unentschlossenheit unter den Bullen und den Bären hindeutet. Das symmetrische Dreieck fungiert in der Regel als Fortsetzungsmuster, in einigen Fällen kann es aber auch als Umkehrmuster fungieren.

XRP/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Der Kurs hat sich von der Unterstützung des Dreiecks erholt und die Bullen werden versuchen, XRP/USDT über den 20-Tage-EMA bei 0,33 US-Dollar steigen zu lassen. Wenn ihnen das gelingt, könnte das Paar bis an den Widerstand des Dreiecks klettern.

Ein Ausbruch und Schluss über diesem Niveau könnte den Beginn eines neuen Aufwärtstrends signalisieren. Das Paar könnte dann eine Rallye bis auf 0,48 US-Dollar hinlegen.

Es ist auch möglich, dass der Kurs vom 20-Tage-EMA aus einbricht und unter die Unterstützung des Dreiecks fällt. Dadurch könnte das Paar auf die kritische Unterstützung bei 0,28 US-Dollar fallen. Wenn dieses Niveau durchbrochen wird, liegt der nächste Halt bei 0,23 US-Dollar.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph.com wieder. Jedes Investment und jeder Handel gehen mit Risiken einher und Sie sollten gut recherchieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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Bitcoin (BTC) klettert am „Independence Day“ zurück auf 20.000 US-Dollar

Bitcoin (BTC) ist am heutigen 4. Juli erstmals seit fünf Tagen wieder auf 20.000 US-Dollar geklettert, nachdem der amerikanische Nationalfeiertag Independence Day für unerwarteten Auftrieb gesorgt hat.

Bitcoin-Kurs. Quelle: Tradingview.com

Zurück auf 20.000 US-Dollar

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, ist BTC/USD auf ein zwischenzeitliches Tageshoch von 20.085 US-Dollar gesprungen, also der beste Wert seit dem 30. Juni.

Über das Wochenende hat sich die marktführende Kryptowährung noch um 19.000 US-Dollar bewegt, wobei die fehlende Aktivität auf dem amerikanischen Aktienmarkt wegen dem heutigen Feiertag scheinbar kein Hindernis war, um den Bitcoin-Kurs am Montag über die psychologisch wichtige Marke zu hieven.

Ganz im Gegenteil haben die ausgedünnten Orderbücher wohl eher die Volatilität begünstigt, die Bitcoin in diesem Fall ein deutliches Plus von 3 % beschert haben.

„Bitcoin hat im Tagesdiagramm erstmals wieder eine positive Divergenz geschafft seit der Kurs unter 20.000 US-Dollar gefallen ist“, wie Krypto-Analyst Matthew Hyland feststellt.

Der Analysedienst Whalemap bestätigt unterdessen, dass die Großinvestoren bzw. Wale bei 19.200 US-Dollar verstärkt gekauft und damit wohl für den nötigen Auftrieb gesorgt haben.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, haben die Wale zuletzt ein Interesse daran signalisiert, die niedrigen Kurse von Bitcoin als Kaufgelegenheit wahrzunehmen. Dabei wollen sie scheinbar nicht mehr länger warten, bis BTC auch noch auf den viel zitierten Tiefpunkt bei 16.000 US-Dollar abrutscht.

„Die 19.500 US-Dollar-Marke zu überspringen ist ein wichtiger Trigger für Bitcoin“, wie Cointelegraph-Experte Michael van de Poppe unterdessen resümiert.

Die Altcoins haben ihrerseits den Aufwind des Marktführers genutzt, um sich im Windschatten aufzuschwingen. So konnte Ethereum (ETH) knapp 6 % zulegen und damit auf 1.100 US-Dollar vorrücken.

Ethereum-Kursdiagramm. Quelle: Tradingview.com

Auch einige andere Top-10 Kryptowährungen konnten am Montag dadurch im Schnitt 5 % hinzugewinnen.

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Finanzmarktaufsicht von Singapur erwägt weitere Restriktionen für Krypto-Handel

Die Finanzmarktaufsicht von Singapur (MAS) „erwägt vorsichtig“ Maßnahmen zur Einschränkung des Krypto-Handels durch Privatanleger, wie die Behörde nun verraten hat.

Wie Tharman Shanmugaratnam, der singapurische Finanzminister und gleichzeitig Vorsitzende der MAS, am heutigen Montag bekanntgegeben hat, könnte die Finanzmarktaufsicht zukünftig „Beschränkungen für die Teilnahme von Privatanlegern“ am Kryptomarkt einführen. In diesem Zusammenhang fordert Shanmugaratnam auch mehr Klarheit und Zusammenarbeit bei der weltweiten Regulierung der Kryptomärkte, denn diese sind „von Natur aus ohne Grenzen“.

Im Januar hatte die MAS Krypto-Dienstleistern bereits das Werben im öffentlichen Raum untersagt und den Betrieb von Krypto-Geldautomaten in Singapur verboten, denn letztere würden „den Umgang mit Kryptowährungen und die damit einhergehenden Risiken trivialisieren“. Wie die Behörde angibt, ermöglicht ihr das Gesetz für Zahlungsdienstleistungen weitreichende Handhabe, um „den Anlegerschutz, die Finanzstabilität und die Wirksamkeit der Geldpolitik sicherzustellen“.

Wie die Finanzmarktaufsicht erklärt, haben allen voran „die jüngsten Entwicklungen“ auf dem Kryptomarkt dafür gesorgt, dass sich die Behörde nun wieder berufen fühlt, die Risiken der Anlageklasse hervorzuheben. Nicht ohne Grund, denn der in Singapur ansässige Krypto-Hedgefonds Three Arrows Capital (3AC) der zuletzt in Schieflage geraten ist und als wichtiger Dominostein der Kryptobranche gilt, soll gegenüber der MAS „Falschangaben“ gemacht haben, durch die das tatsächliche Risiko der inzwischen drohenden Insolvenz verschleiert wurde.

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Kritik hat Konjunktur – Erste Anti-Krypto-Konferenz für Herbst geplant

Der Bärenmarkt bedeutet für Krypto-Kritiker Hochkonjunktur, so ist es kaum verwunderlich, dass sich die „Hater“ nun zusammentun, um ihre eigene Anti-Krypto-Konferenz ins Leben zu rufen.

Während die meisten Krypto-Konferenzveranstaltungen eigentlich den Sinn und Zweck haben, die neusten Entwicklungen der Kryptobranche zu präsentieren, berichtet die Krypto-Kritikerin und freie Journalistin Amy Castor auf ihrem Blog, dass mit dem Crypto Policy Symposium zum Herbstanfang die erste rein kritische Krypto-Konferenz auf dem Plan steht.

Wie Organisator Stephen Diehl im Gespräch mit Castor erklärt, hat die erste große Anti-Krypto-Konferenz zum Ziel, einen Ort der Zusammenkunft für Kritiker und Politik zu schaffen, damit kritische Stimmen mehr Einfluss auf die Regulierung der Kryptobranche nehmen können:

„Das Hauptziel der Konferenz ist es, so wie Diehl es mir erklärt hat, dass die Politik Zugang zu den Informationen und Materialien bekommt, die sie braucht, um gut informierte Entscheidungen im Hinblick auf die Krypto-Regulierung treffen zu können.“

Wie die Journalistin – die jüngst auch im Interview mit dem Freitag den Niedergang der Kryptobranche kommentiert hat – dahingehend ausführt, wären Politiker oftmals „erschreckend uniformiert“, was die Kryptomärkte angeht, weshalb die Bereitstellung entsprechender Informationen umso wichtiger ist. Um das Feld dabei nicht nur der Branche und den Krypto-Fürsprechern zu überlassen, wollen sich nun die Kritiker bündeln, um ihre Sicht der Dinge vortragen zu können. So soll zum Beispiel auf negative Entwicklungen wie den „DeFi-Dominoeffekt“ hingewiesen werden, wie Castor angibt.

Des Weiteren gibt sie zu bedenken, dass Politiker zumeist nur von „Krypto-Unternehmen mit dank Risikokapitalgebern prall gefüllten Taschen“ hören, die dann entsprechenden Einfluss auf die Regulierungsentscheidungen nehmen könnten. Allerdings sollte angemerkt werden, dass diese scheinbare Einflussnahme längst nicht überbordend ist, denn selbst im US-Bundesstaat New York droht inzwischen ein Verbot für das Mining von Bitcoin (BTC).

In China sind Kryptowährungen derweil gänzlich verboten, während die Anlageklasse in Australien ebenfalls unter einem schlechten Stern steht.

Zur Anti-Krypto-Konferenz sind hauptsächlich Regulierungsbehörden und Politiker aus den USA und Europa geladen, allerdings ist unklar, ob auch Regierungsvertreter bei der Veranstaltung erscheinen werden. Bisher sind zunächst nur Journalisten, Entwickler und Akademiker als Redner angemeldet.

Die Konferenzveranstaltung wird am 5. und 6. September in London stattfinden bzw. online als Live-Stream einsehbar sein.

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Facebook begräbt Krypto-Projekt endgültig – Schließung von Novi im September

Das erste große Krypto-Projekt des ehemaligen Facebook-Konzerns, inzwischen Meta, nimmt im September sein unrühmliches Ende, denn dann wird das Pilotprojekt der zugehörigen Novi-Wallet beendet.

Die Novi-Webseite wurde entsprechend überarbeitet, um die Teilnehmer des Pilotprojkets darüber zu informieren, dass die Plattform am 1. September abgeschaltet wird. Damit geht ein acht Monate langes Pilotprojekt zu Ende, an dem sich Nutzer aus der ganzen Welt beteiligt haben.

Die bestehenden Nutzer werden angewiesen, ihre verbleibenden Gelder bis dahin aus ihren Novi-Wallets zurück auf die jeweils verknüpften Bankkonten auszuzahlen. Nutzer aus Guatemala können sich ihre Guthaben alternativ auch an bestimmten Einrichtungen in Guatemala-Stadt in bar auszahlen lassen.

Zudem wird den Novi-Nutzern geraten, auch ihre Kontoinformationen bis zur Schließung herunterzuladen, darunter zum Beispiel Transaktionsdaten und Daten über Handelsaktivitäten, denn ab dem 1. September wird kein Zugriff mehr möglich sein. Ab dem 21. Juli werden deshalb auch alle Einzahlungen in die Krypto-Wallets von Meta abgeschaltet.

Cointelegraph hat Novi um Stellungnahme gebeten, ob das Wallet-Projekt zu einem späteren Zeitpunkt doch noch auf den Markt kommt. Bei Redaktionsschluss lag noch keine Rückmeldung vor.

Die Schließung von Novi kommt fünf Monate nachdem das Facebook-Krypto-Projekt Diem an die Silvergate Capital Corporation verkauft wurde. Das ehemals als Libra bekannte Projekt sollte einen Stablecoin innerhalb des Meta-Ökosystems etablieren, der hauptsächlich über die firmeneigene Novi-Wallet läuft.

Der große Druck von Politik und Behörden auf der ganzen Welt hat letztendlich dazu geführt, dass Meta die Marke Diem an Silvergate veräußert und das Krypto-Projekt begraben hat. Mit Novi fällt nun der letzte verbleibende Service der ambitionierten Pläne.

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Nach überraschendem Wirtschaftsminister-Rücktritt: Aufschläge bei USD-Stablecoins in Argentinien

Argentinien ist unter den Ländern mit der höchsten Krypto-Akzeptanzrate der Welt und verzeichnete am Samstag nach dem plötzlichen Rücktritt des argentinischen Wirtschaftsministers Martin Guzman einen sprunghaften Anstieg bei den an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins an den Börsen. 

Der überraschende Rücktritt des Ministers, der am Sonntag in einem siebenseitigen Brief auf seinem Twitter-Account bestätigt wurde, könnte die angeschlagene Wirtschaft, die mit einer hohen Inflation zu kämpfen hat, weiter destabilisiert werden.

Laut Daten von Criptoya kostet ein Tether (USDT) derzeit 271,4 argentinische Pesos auf Binance. Das sind etwa 12 Prozent mehr im Vergleich zu der Zeit vor der Bekanntgabe des Rücktritts und 116,25 Prozent mehr im Vergleich zum aktuellen Fiat-Wechselkurs von USD/ARS.

Die lokale Krypto-Tracking-Webseite hat einen ähnlichen Sprung auch bei anderen an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins beobachtet, darunter Dai (DAI), Binance USD (BUSD), Pax Dollar (USDP) und Dollar on Chain (DOC).

Die Argentinier haben sind in Kryptowährungen geflüchtet, um sich gegen die steigende Inflation in dem Land und den anhaltenden Wertverfall des argentinischen Pesos gegenüber dem US-Dollar abzusichern.

Im Jahr 2016, bevor die Inflation stärker an Fahrt gewann, konnte man für einen USD nur etwa 14,72 argentinische Pesos kaufen. Sechs Jahre später ist ein USD nun bis zu 125,5 ARS wert.

Dieser Aufschlag bei an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins ist auf ein Gesetz zurückzuführen, dass am 1. September 2019 verabschiedet wurde und als Dekret Nr. 609/2019 bezeichnet wird. Damit ist es Argentiniern praktisch unmöglich geworden, mehr als 200 US-Dollar pro Monat zum offiziellen Wechselkurs umzutauschen.

Im Mai beschleunigte sich die argentinische Jahresinflationsrate den vierten Monat in Folge und erreichte laut Trading Economics 60,7 Prozent.

In Sachen Akzeptanzrate liegt das südamerikanische Land weltweit auf Platz sechs. Laut Statista haben im Jahr 2021 schätzungsweise 21 Prozent der Argentinier Kryptowährungen verwendet oder besessen.

Im Mai berichtete Cointelegraph, dass die „Krypto-Durchdringung“ in Argentinien auf 12 Prozent gestiegen ist. Damit liegt sie doppelt so hoch wie in Peru, Mexiko und anderen Ländern in der Region. Das ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die Bürger eine Absicherung gegen die steigende Inflation suchen.

Neben Bitcoin verwenden Argentinier zunehmend auch Stablecoins, um ihr Vermögen in US-Dollar aufzubewahren.

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CoinShares übernimmt französische Krypto-Investmentfirma Napoleon AM

Die große europäische Krypto-Vermögensverwaltung CoinShares hat trotz der branchenweiten Krise die Übernahme des französische Krypto-Finanzdienstleisters Napoleon Group finalisiert.

Wie CoinShares am heutigen 4. Juli entsprechend bekanntgegeben hat, wurde mit der Übernahme von Napoleon Asset Management nun der letzte Schritt zur vollständigen Akquise der Napoleon Group gemacht.

CoinShares hatte bereits im November 2021 ein Kaufangebot im Wert von 13,9 Mio. Euro für die Gesamtheit der Gruppe und aller zugehörigen Töchter unter dem Banner Napoleon Crypto SAS vorgelegt.

Nachdem die französische Finanzmarktaufsicht Autorité des Marchés Financiers (AMF) am 28. Juni endlich auch die Übernahme der Napoleon Asset Management genehmigt hat, konnte CoinShares nun den Kauf nach den zuvor festgelegten Konditionen endgültig abschließen.

Die in Paris ansässige Krypto-Vermögensverwaltung Napoleon AM wurde Ende 2018 durch ein sogenanntes Initial Coin Offering (ICO) ins Leben gerufen. Durch den einführenden Token-Verkauf der firmeneigenen Kryptowährung NPX konnten damals mehr als 10 Mio. US-Dollar Investitionskapital eingesammelt werden. Anschließend konnte sich Napoleon in Frankreich eine Lizenz als „Alternativer Investmentfonds-Manager“ (AIFM) sichern, wodurch das Unternehmen zum ersten durch ein ICO finanzierten Vermögensverwalter, der eine Zulassung nach französischem Recht hat, geworden ist.

Ende 2019 lancierte Napoleon AM dann einen regulierten Bitcoin-Investmentfonds unter dem Namen Napoleon Bitcoin Fund.

Bei der Übernahme der Napoleon AM ist für CoinShares allen voran deren rechtlicher Status als AIFM von Interesse, denn dadurch kann die Krypto-Vermögensverwaltung zukünftig Krypto-Investitionsprodukte in der ganzen Europäischen Union (EU) unter der zugehörigen Lizenz auf den Markt bringen. Zudem kann sich CoinShares Tools aus den Bereichen Algorithmisches Trading und Künstliche Intelligenz zunutze machen, die Napoleon entwickelt hat.

Mit der Übernahme signalisiert CoinShares, dass das Unternehmen trotz der momentanen Krise weiterhin in der Lage ist, zu expandieren. Dahingehend erklärt Geschäftsführer Jean-Marie Mognetti gegenüber Cointelegraph:

„CoinShares kann trotz der momentanen Marktlage weiter wachsen. Der Bärenmarkt ist für uns eine Chance, unsere Position zu stärken sowie neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.“

Besonders die Integration einer AIFM-Investmentfirma spielt CoinShares dabei in die Karten, denn dabei handelt es sich „um eine der anspruchsvollsten Lizenzen“.

„CoinShares ist in Sachen Regulierung immer auf der Höhe der Zeit, spricht sich für eine klare Regulierung der Kryptobranche aus und verfügt über ein umfangreiches Angebot an regulierten Produkten und Dienstleistungen“, wie Mognetti ergänzt.

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Zentralafrikanische Republik lanciert Krypto-Zentrum Sango

Die Zentralafrikanische Republik (ZAR) hat ihr Krypto-Zentrum Sango lanciert. Diese Initiative wird von der Regierung unterstützt und soll die Entwicklung der lokalen Branche für digitale Vermögenswerte fördern.

Dem Projekt Sango ging die Annahme von Bitcoin (BTC) als gesetzliches Zahlungsmittel durch Zentralafrikanische Republik im April voraus. Mit dieser Initiative sollen Unternehmen und Krypto-Fachkräfte und -Enthusiasten auf der ganzen Welt angezogen, die lokale BTC-Akzeptanz erhöht und die Einführung von Krypto-Regulierungsrahmen und -Infrastruktur überwacht werden. Eine Metaverse-Plattform namens The Crypto Island und auch ein Sango Coin sind ebenfalls in Arbeit.

Auf der Eröffnungsveranstaltung am Sonntag sprach Präsident Faustin-Archange Touadéra über die Vision von Sango: „Eine gemeinsame Kryptowährung und ein integrierter Kapitalmarkt, der den Handel ankurbeln und das Wachstum fördern kann.“

Die wichtigsten Punkte, die Präsident Touadéra hervorhob, waren die finanzielle Inklusion und die Notwendigkeit, Bürgerinnen und Bürgern über ein Smartphone einen leichten Zugang zu Kryptowährungen zu bieten. Er verglich die Initiative mit dem zu wenig genutzten Bankensektor in der Zentralafrikanischen Republik, in dem es mehrere Eintrittsbarrieren gebe:

„Die Bürger werden auf allen Ebenen profitieren, sie werden in einem Land leben, das wirtschaftlich voll entwickelt sein wird. Das bedeutet Beschäftigung und Wohlstand. Außerdem werden sie virtuelle Transaktionen nutzen können, die im Gegensatz zum traditionellen Bankwesen den Vorteil haben, dass sie schnell zugänglich sind, schnell ausgeführt werden, unbürokratisch sind und wenig kosten.“

„Diese Technologie wird dem Kontinent eine Identität geben, indem sie die Kosten senkt. Diese Vision ist perfekt und wir haben keine Zeit, abzuwarten. […] Für uns ist die formelle Wirtschaft keine Option mehr“, fügte er hinzu.

Trotz der optimistischen Aussagen des Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik über das Projekt erklärte die Weltbank im Mai, sie werde „Sango“ wegen Bedenken im Hinblick auf die Transparen und „möglichen Auswirkungen auf die finanzielle Inklusion“ nicht unterstützen.

Sango wird von der Nationalversammlung der ZAR unterstützt und vor allem von Präsident Touadéra vorangetrieben. Noch sind nicht viele Einzelheiten bekannt, aber ein wesentlicher Schwerpunkt des Projekts wird die Tokenisierung der reichhaltigen natürlichen Ressourcen des Landes sein, um einen besseren Investitionszugang zu ermöglichen.

Die Identität der Bürger und das Eigentum an Vermögenswerten werden ebenfalls in Form eines Non-fungible Token (NFT) gespeichert. Darüber hinaus wird Crypto Island eine entscheidende Rolle bei der Förderung dieses Ökosystems spielen und verifizierten Nutzern einen Zugang zu tokenisierten Vermögenswerten bieten.

In diesem Zusammenhang: Kleinanleger bluten – Bitcoin (BTC) als nächstes in Richtung 18.000 US-Dollar

Die Region arbeitet bereits auch an einer lokalen Wallet für Bitcoin und das Lighting Network.

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SBF stellt klar: FTX will keine Krypto-Mining-Unternehmen übernehmen

Sam Bankman-Fried, der Gründer der Kryptobörse FTX, hat mit Spekulationen aufgeräumt, dass das Unternehmen Krypto-Mining-Unternehmen aufkaufen wolle, die in Schwierigkeiten geraten sind. Am Samstag stellte er auf Twitter klar, das Unternehmen sehe sich „nicht wirklich in diesen Bereich um“.

„Ich bin mir wirklich nicht sicher, warum sich das Meme über FTX und Mining-Unternehmen so verbreitet. Das eigentliche Zitat lautete, dass wir uns *nicht* wirklich in diesen Bereich umsehen“, wie Bankman-Fried am Samstag auf Twitter erklärte.

In einem Interview mit Bloomberg kam das Gerücht auf, dass das Unternehmen nach Mining-Unternehmen Ausschau halte. Dort sagte der FTX-Gründer, er wolle die Möglichkeit einer „verlockenden Gelegenheit“ in der Mining-Branche nicht ausschließen:

„Es könnte sich eine wirklich verlockende Gelegenheit für uns ergeben, diese Möglichkeit möchte ich auf keinen Fall ausschließen.“

Das Zitat scheint jedoch aus dem Zusammenhang gerissen worden zu sein. Daher sah sich SBF dazu gedrängt, klarzustellen, dass das Unternehmen „nicht explizit nach Mining-Unternehmen“ suche, aber „gerne Gespräche“ mit diesen führen würde.

Bankman-Fried erklärte in dem Interview auch, Krypto-Miner würden nicht in die Kernstrategie des Unternehmens passen und er sehe keine Synergieeffekte bei einer Übernahme:

„Ich sehe keinen besonderen Grund, warum wir einen Krypto-Miner übernehmen sollten.“

„Aus strategischer Sicht gibt es keine besonderen Synergieeffekte bei einer Übernahme“, wie er hinzufügte.

Mining-Kredite unter Druck

Bankman-Fried wurde gefragt, ob er sich angesichts des rückläufigen Kryptomarktes, bei dem die Bitcoin-Mining-Einnahmen stark zurückgegangen sind, nach Mining-Firmen umsehe.

Gleichzeitig hat der russische Einmarsch in die Ukraine die Energiekosten in die Höhe schnellen lassen, was sich auf kleine und große Mining-Unternehmen deutlich auswirkt.

Die Mining-Rentabilität misst die Summe an Dollar pro Terahashes pro Sekunde und hat laut Bitinfocharts einen Tiefstand erreicht, den sie seit Oktober 2020 nicht mehr verzeichnet hat. Bei Redaktionsschluss liegt die Bitcoin-Mining-Rentabilität bei 0,0956 US-Dollar pro Tag für 1Th/s, was einem Rückgang von 80 Prozent gegenüber dem Höchststand von 0,464 US-Dollar im Jahr 2021 entspricht.

Bloomberg hat am 24. Juni berichtet, dass bis zu 4 Milliarden US-Dollar an Bitcoin-Mining-Krediten ausgegeben wurden, von denen eine immer mehr nun ins Minus geraten sind, da die Preise für Bitcoin und Mining-Geräte gefallen sind.

In diesem Zusammenhang: Vorerst keine großen Investitionen mehr: Bitcoin-Miner Mawson wartet auf Normalisierung des Krypto-Marktes

Letzte Woche berichtete Cointelegraph, dass die Bitcoin (BTC)-Mining-Einnahmen ein Jahrestief erreicht haben, das seit Mitte 2021 nicht mehr verzeichnet wurde. Die Bitcoin-Mining-Einnahmen sind am 17. Juni auf 14,40 Millionen US-Dollar gefallen.

Daten von Arcane Research vom Juni zeigen, dass die sinkende Mining-Rentabilität große Mining-Unternehmen dazu gezwungen hat, ihre Bestände zu liquidieren. Mehrere dieser Unternehmen haben im Mai 100 Prozent ihrer BTC-Produktion verkauft, wohl um die Betriebskosten und die Rückzahlung von Darlehen zu decken.

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