Bakkt Bitcoin-Optionen einen Monat nach dem Start weiterhin schwach

Etwas mehr als einen Monat nach der Einführung von Bitcoin-Optionskontrakten auf der Krypto-Handelsplattform Bakkt verzeichnen diese weiterhin nur eine geringe Nachfrage.

Wie die jüngsten Zahlen der Intercontinental Exchange, dem Betreiber der Bakkt und auch der New Yorker Börse (NYSE), vom 24. und 27. Januar zeigen, sind seit dem letzten Handelsgeschäft bereits 11 Tage vergangen.

Anleger lassen sich Zeit

Wie berichtet, hatte die Bakkt ihre Bitcoin-Optionen Anfang Dezember auf den Markt gebracht. Im vorherigen November hatte die Handelsplattform zuvor eine abgewandelte Version ihrer Bitcoin-Futures eingeführt, die in Bargeld abgewickelt wird.

Optionen sind Derivate, die Anlegern eine Möglichkeit zur Absicherung gegen Kursschwankungen bieten sollen. Ein Optionskontrakt gibt ihnen wortwörtlich die Option, ein Finanzprodukt zu einem vorher bestimmten Preis bis zu einem vorher bestimmten Zeitpunkt entweder zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put).

Als Grundlage für die Optionskontrakte dienen die Bakkt Bitcoin-Futures, die im Gegensatz zur abgewandelten Version in Bitcoin (BTC) ausbezahlt werden. Dieses Charakteristikum ist von entscheidender Bedeutung und stellt ein Novum in der Kryptobranche dar, da besonders institutionelle Investoren somit direkt in Bitcoin investieren.

Wie bereits berichtet, kamen die Bakkt Bitcoin-Futures zu Anfang jedoch ähnlich schwer in Schwung. Besonders im Vergleich zu den (in Bargeld abgewickelten) Bitcoin-Futures der Optionsbörse CME, die schon 2017 eingeführt wurden, sahen die Bakkt Futures schlecht aus.

Allerdings hat die Nachfrage im Laufe der Zeit immer weiter zugenommen, was wohl auch mit dem insgesamten Aufschwung des Bitcoin-Kurses im entsprechenden Zeitraum zusammenhängt.

Neben der Bakkt planen mittlerweile auch die in Malta ansässige Kryptobörse OKEx und die CME noch in diesem Jahr ihre eigenen Bitcoin-Optionen herauszubringen.

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Krypto-Mine in Montana nimmt Betrieb nach Verurteilung des Ex-Chefs wieder auf

Eine Krypto-Mine im US-Bundesstaat Montana hat ihren Betrieb wieder aufgenommen, nachdem ihr ehemaliger Eigentümer, der nun nicht mehr Teil des Geschäfts ist, zuvor des etwaigen Betrugs verurteilt wurde.

Nachdem Teilhaber Kevin Washington und Geschäftsführer Rick Tabish erwirken konnten, dass die Firma namens CryptoWatt trotzdem weitergeführt werden darf, wurde der Betrieb laut einer Pressemitteilung vom 27. Januar bereits wieder aufgenommen.

Die Behörden hatten die Pforten von CryptoWatt zuvor geschlossen, da Eigentümer Matthew Goettsche in einem anderen Fall wegen Betrug in Höhe von insgesamt 722 Mio. US-Dollar verurteilt wurde, wie der Montana Standard im Dezember 2019 gemeldet hatte.

Obwohl Goettsche mit mehr als 50% Anteilen der Mehrheitseigentümer von CryptoWatt war, wurden in Bezug auf das Mining-Unternehmen keinerlei Vorwürfe gegen ihn erhoben. Die Betrugsvorwürfe stammten vielmehr aus einem „Krypto-Investment Club“ namens BitClub Network, durch den er sich mit weiteren Personen die beträchtliche Summe erschwindelt haben soll.

Rick Tabish hatte CryptoWatt derweil im Auftrag von Goettsche betrieben, wobei er wohl keine Kenntnisse über das betrügerische Nebenprojekt seines Arbeitgebers hatte. Zudem soll Goettsche Tabish auch noch beträchtliche Lohnzahlungen schulden.

Hinsichtlich der Neueröffnung erklärte Tabish gegenüber dem Montana Standard:

„Wenn das Unternehmen geschlossen bleibt, hat keiner was davon […] Ich möchte die Integrität der Firma bewahren und die Interessen unserer Mitarbeiter, Geschäftspartner und aller anderen Beteiligten schützen.“

Dabei zeigt sich Tabish angriffslustig, da er die Sache notfalls sogar vor Gericht bringen würde. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass das Unternehmen wohl schließen müsste, wenn der Betrieb für längere Zeit untersagt würde.

Wie der Montana Standard am 26. Januar in einem zweiten Artikel berichtet, konnte CryptoWatt den Betrieb mittlerweile wieder aufnehmen und das sogar noch zu verbesserten Konditionen, da in der Zwischenzeit günstigere Strompreise vereinbart werden konnten.

Cointelegraph hatte jünsgt darüber berichtet, dass die Anzahl der Lizenzen für Krypto-Mining im Iran beträchtlich zugenommen hat.

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Bitcoin erreicht bisheriges Jahreshoch bei knapp 9.500 US-Dollar

Bitcoin (BTC) hat sich vorübergehend bis auf 9.439 US-Dollar aufgeschwungen, woraufhin es zuletzt jedoch wieder zurück unter die 9.000 US-Dollar Marke ging.

Marktvisualisierung von Coin360

Im Laufe des Tages ist Bitcoin allerdings wieder auf 8.879 US-Dollar abgerutscht, was einige Experten zu der Annahme verleitet, dass sich der Kurs jetzt zwischen 8.300 – 8.500 US-Dollar einpendeln wird.

Obwohl die Anleger dies zwar weniger begrüßen würden, ist es nicht ganz unwahrscheinlich, da Bitcoin zu Beginn der Woche noch bei 8.200 US-Dollar stand.

Wie Cointelegraph Experte Michaël van de Poppe erklärt, fällt ein Kurs oftmals zurück auf seinen Support, sobald eine wichtige Hürde geknackt werden konnte, ehe es mit einem neuen Aufwärtstrend weitergeht. In diesem Wissen sorgte der Rücklauf unter die 9.000 US-Dollar Marke für wenig Panik bei den Anlegern, wie auch das Stimmungsbarometer namens „Fear-And-Greed Index“ belegt.

Bitcoin Stimmungsbarometer Fear und Greed Index. Quelle: alternative.me

Im 1-Stunden Diagramm wird ersichtlich, dass die Kletterpartie auf 9.439 US-Dollar mit einem beträchtlichen Anstieg des Handelsvolumens einhergegangen ist. Am Verkaufsvolumen wird ersichtlich, dass der Aufschwung von 3,4% letztendlich neuen Verkaufsdruck ausgelöst hat, da die Anleger bei 9.500 US-Dollar wahrscheinlich eine neue große Hürde vermuten.

Bitcoin 1-Stunden Diagramm. Quelle: TradingView

Seit Bitcoin am 18. Dezember 2019 den momentanen Aufstieg bei damaligen 6.400 US-Dollar gestartet hat, war die marktführende Kryptowährung wiederholt in der Lage, starke Widerstände in Supports umzuwandeln. So wurde jüngst erst die 8.600 US-Dollar Marke in einen Support gedreht, weshalb davon auszugehen ist, dass der heutige Aufschwung die 9.200 US-Dollar Marke ebenfalls zur neuen Unterstützung gemacht hat.

Mit diesem Aufschwung wurde für 2020 ein neues bisheriges Jahreshoch erreicht. Die Anleger werden jetzt genau beobachten, ob die Bullen in der Lage sind, auch die 9.400 US-Dollar Marke zum Support zu machen. Dies würde Bitcoin ein solides Fundament für einen weiteren Vorstoß bis auf 9.600 oder sogar 9.948 US-Dollar bieten.

Bitcoin 6-Stunden Diagrmm. Quelle: TradingView

Bei Redaktionsschluss zeigt der Kurs sowohl im 4-Stunden als auch im 6-Stunden Diagramm eine sogenannte „Tweezer Top“ Formation. Der Relative Stärke Index (RSI) ist derweil zurück in den überverkauften Bereich abgerutscht.

Für den Fall, dass die Anleger ihre Gewinne ausbuchen sollten und der Kurs wieder abfällt, gilt es, die Supports bei 9.100, 8.900 und 8.650 US-Dollar zu beachten.

Bitcoin 6-Stunden Diagramm. Quelle: TradingView

Der Bitcoin-Kurs liegt momentan über dem rechten Bollinger-Band nahe der Tweezer-Top. Nach starken Aufschwüngen ist es oftmals nicht ungewöhnlich, dass es zurück auf den Gleitenden Durchschnitt der Bollinger-Bänder geht.

Sollten die 9.100 und 8.900 US-Dollar Marken einem solchen Abschwung nicht standhalten, dann wird spätestens dieser Gleitende Durchschnitt bei 8.650 US-Dollar eine starke Unterstützung bieten.

Bitcoin Tagesdiagramm. Quelle: Coin360

Die Gesamt-Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen beläuft sich momentan auf 256,2 Mrd. US-Dollar, wovon 66,3% Marktanteil auf Bitcoin entfallen. Zu den Tagesgewinnern zählen Cardano (ADA) mit 9,70% Zugewinn, Ethereum Classic (ETC) mit einem satten 10,18% Plus und IOTA (MIOTA) mit einem Bestwert von 15,92% Zuwachs.

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Roger Ver und Bitcoin.com rücken von Plänen für Bitcoin Cash „Mining-Steuer“ ab

Laut einem neuen Statement vom 28. Januar rückt Roger Vers Unternehmen Bitcoin.com von seinen Plänen einer 12,5%igen „Mining-Steuer“ auf Bitcoin Cash ab. Grund dafür ist der heftige Gegenwind der Bitcoin Cash Community.

Bitcoin.com will Einigkeit der Community bewahren

Vergangene Woche hatte Bitcoin.com gemeinsam mit anderen großen Mining-Pools für Bitcoin Cash eine 12,5% hohe „Steuer“ auf alle Block-Belohnungen vorgeschlagen, um damit die Entwicklungsarbeiten an der Kryptowährung bzw. der dazugehörigen Blockchain zu finanzieren. Allerdings rückt Bitcoin.com nun von diesem Vorschlag ab:

„Beim momentanen Stand der Dinge wird Bitcoin.com sich nicht am vorgeschlagenen Plan beteiligen, solange in der Community keine überwiegende Einigkeit herrscht, um einen Split der Blockchain zu verhindern. Unserer Meinung nach ist ganz klar, dass der momentane Vorschlag keine ausreichende Unterstützung findet.“

Im weiteren Verlauf der Mitteilung fordert Bitcoin.com Transparenz, Flexibilität und Einigkeit ein.

Das Unternehmen befürchtet, dass fehlender Konsens dazu führen könnte, dass die Community auseinanderdriftet, was im schlimmsten Fall sogar eine Aufspaltung der Blockchain zur Folge haben könnte. Nichtsdestotrotz will Bitcoin.com alternative Wege zur Finanzierung der Entwicklungsarbeiten finden:

„Wir werden uns bemühen, einen anderen Plan zu finden, der für alle beteiligten Parteien zufriedenstellend ist und das grundlegende Geschäftsmodell von Bitcoin Cash beibehält.“

Abschließend fordert die Mitteilung nochmals Flexibilität ein:

„Eine dauerhafte Lösung wäre in der Tat ein Freibrief für die Entwickler und würde „Entwicklung, um der Entwicklung willen“ belohnen, was den Sinn von Spenden […] zur Förderung einer schnellen, zuverlässigen, digitalen Währung, die auf einem konstantem, wirtschaftlichem Bitcoin-Protokoll basiert ad absurdum führen würde.“

Vorschlag bekommt viel Gegenwind

Wie Cointelegraph vergangene Woche berichtet hatte, wurde die vorgeschlagene „Mining-Steuer“ zunächst vom Btc.top Geschäftsführer Jiang Zhuoer ins Spiel gebracht. Der Plan „zur Finanzierung der Infrastruktur“ von Bitcoin Cash sieht vor, dass alle Miner 12,5% ihrer Block-Belohnungen automatisch an ein Entwicklerteam in Hongkong spenden. Die Mining-Pools, die diesen Vorschlag ursprünglich unterstützten, machten zusammen insgesamt 27% der Hashrate von Bitcoin Cash aus, was zeigt, dass unter den großen Minern bereits eine gewisse Einigkeit herrschte.

Einer der Kritikpunkte des Vorschlags war allerdings, dass Miner, die sich nicht nach dem Plan verhalten würden, vom Mining ausgeschlossen werden sollten, indem ihre Transaktionen vom Rest der Community ungültig gemacht werden. Ein solches Vorgehen würde jedoch schon fast einer sogenannten 51%-Attacke gleichkommen, weshalb es für Widerstand sorgte.

Des Weiteren zeigten sich die Kritiker verärgert darüber, dass die Gelder an ein Unternehmen gespendet werden sollten und nicht an eine Non-Profit-Organisation, die frei von wirtschaftlichen Interessen agieren würde. Zudem würde dem Vorschlag ein demokratisches Wahlverfahren fehlen, was bedeuten würde, dass das entsprechende Unternehmen allein über die Zukunft von Bitcoin Cash entscheiden könnte.

Zusätzliche Kritikpunkte sind die Gefahr einer Einflussnahme durch die chinesische Regierung und mangelnde Rentabilität, da die „Mining-Steuer“ für kleinere Miner vergleichsweise teuer werden könnte.  

Litecoin hat jüngst ein ähnliches Modell vorgeschlagen. So warf Charlie Lee am 24. Januar in den Raum, dass alle Miner 1% ihrer Block-Belohnungen für die Weiterentwicklung von Litecoin spenden sollten.

Cointelegraph hat Roger Ver um Stellungnahme gebeten, bis zum Redaktionsschluss allerdings keine Antwort erhalten.

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Entwurf für indische Blockchain-Strategie fordert „Digitale Rupie“

Ein neuer Entwurf für eine nationale indische Blockchain-Strategie sieht vor, dass das Land eine eigene Zentralbank-Digitalwährung, die digitale Rupie, und eine nationale Blockchain einführt.

Das “National Institute for Smart Governance” (NISG), eine Non-Profit-Organisation, die der indischen Regierung angehört, hat am 30. Dezember 2019 einen Entwurf für eine nationale Blockchain-Strategie vorgelegt. Allerdings wurde das Dokument scheinbar erst zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich einsehbar, da die Economic Times of India erstmals am heutigen 28. Januar darüber berichtet hat.

Digitale Rupie und nationale Blockchain

In dem Entwurf schlägt die NISG eine „Zentralbank Digital-Rupie“ (CBDR) vor, wobei es sich um eine Digitalwährung handeln würde, die auf einer regierungseigenen Blockchain betrieben werden würde. Die NISG „empfiehlt mit Nachdruck“, dass die indische Regierung und die Zentralbank des Landes gemeinsam eine solche CBDR herausgeben. So heißt es in dem Dokument:

„Als Alternative zu öffentlichen Blockchains, die ihre eigenen Kryptowährungen betreiben, wie zum Beispiel Ethereum, empfehlen wir der indischen Regierung und Zentralbank mit Nachdruck, eine Zentralbank Digital-Rupie (CBDR) einzuführen, die über eine öffentliche, aber zentral gesteuerte, Blockchain betrieben wird, die Transaktionen über eine virtuelle Turingmaschine abwickeln kann, damit auch dezentralisierte Apps auf dieser Plattform laufen.“

Indische Kryptobranche braucht rechtliche Klarheit

In diesem Zusammenhang weist die NISG auch auf die rechtlichen Hürden hin, denen sich die indische Blockchain- und Kryptobranche gegenübersehen, da es bisher noch keine gesetzliche Klarheit gibt. Dementsprechend fordert die Organisation Regierung und Aufsichtsbehörden dazu auf, zukünftig für mehr rechtliche Klarheit zu sorgen, indem offizielle Stellungnahmen zu den betreffenden Themen herausgegeben werden und nicht nur unverbindliche öffentliche Aussagen.

„Öffentliche Äußerungen, ob durch die Presse oder in Form von Reden, sind zwar hilfreich, aber haben längst nicht die Verbindlichkeit von offiziellen Statements. Wenn eine Aufsichtsbehörde ihre Gesetze auf eine neue Art und Weise anwenden will, dann muss sie die Branche zunächst auch darüber informieren, wie dies geschehen soll.“

Zudem empfiehlt die Organisation eine „Regulierung mit Samthandschuhen“, da sich die Blockchain-Branche in Indien derzeit noch in der Frühphase befindet. Laut NISG ist die bisherige Regulierung „zu restriktiv“ und nimmt keine Rücksicht auf das etwaige Potenzial der Technologie.

Zentralbank macht bei Krypto-Verbot einen Rückzieher

Die heutige Nachricht kommt nur wenige Tage nachdem die indische Zentralbank betont hat, dass es kein offizielles Krypto-Verbot gibt. Es wäre lediglich Finanzinstituten mit einer Zulassung durch die Zentralbank untersagt, selbst Krypto-Dienstleistungen anzubieten. Wie zuvor berichtet, hatte die indische Zentralbank den Finanzinstituten 2018 verboten, Dienstleistungen für Krypto-Unternehmen anzubieten, was einem Krypto-Verbot gleichkam. Inwiefern die neue „Richtigstellung“ dies aufhebt, ist unklar.

Die entsprechenden Äußerungen hatte die indische Zentralbank im Rahmen einer gerichtlichen Anhörung vor dem obersten indischen Gerichtshof gemacht, da ein Konsortium aus Krypto-Unternehmen für die Aufhebung des „Verbots“ geklagt hatte.

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IBM erfindet „selbständigen“ Krypto-Token für Offline-Transaktionen

Der Technologiekonzern IBM hat das Patent für einen „selbständigen Token“ zugesprochen bekommen, der Offline-Transaktionen durchführen und später wieder in seine Blockchain eingebunden werden kann.

In dem entsprechenden Dokument des amerikanischen Patentamts ist ein System zur Abwicklung von finanziellen Daten auf einer Plattform für digitale Währungen beschrieben. In diesem Zusammenhang wird auch die Abwicklung von Krypto-Tokens erwähnt, die in der Lage sein sollen, Offline-Transaktionen zu tätigen. Für die Abwicklung von Transaktionen im „offline“ Zustand, also außerhalb der zugehörigen Blockchain, wird das Konzept der „selbständigen Tokens“ vorgestellt.

Offline-Transaktionen

Das Patent zieht dafür Parallelen zwischen dem vorgeschlagenen System und einer anderen Plattform zur Validierung von Krypto-Tokens, für die IBM bereits im Juli 2012 ein Patent eingereicht hatte. Die damalige Plattform sollte in der Lage sein, einen Token über seine gesamte Lebensdauer nachverfolgen zu können und Transaktionen in Echtzeit abwickeln zu können.

In Bezug auf den neuen „selbständigen Token“ heißt es wiederum in dem jüngsten Patent:

„Für den Fall, dass ein Nutzer eine Offline-Transaktion mit einem Token von unserer Plattform tätigt, dann muss es ein System geben, das dem Token erlaubt, zu einem späteren Zeitpunkt wieder online zu gehen und wieder in die Blockchain eingebunden werden zu können. Ein solches System würde eine deutliche Verbesserung für die Verarbeitung von Finanzdaten darstellen.“

Der Gedanke hinter dem neuen Patent ist wahrscheinlich, dass die breite Annahme von Digitalwährungen wahrscheinlich neue Fragen hinsichtlich der Validierung von Tokens aufwerfen werden. Dies ist umso wichtiger im Hinblick auf Zahlungssysteme, die in der Vergangenheit wenig Überschneidungspunkte hatte, aber zukünftig zur Zusammenarbeit gezwungen sein könnten. Damit dies klappt wird es zukünftig gemeinsame Standards brauchen, um eine gemeinsame Grundlage zu schaffen.

Neue Standards braucht die Branche

Die sogenannte Token Taxonomy Initiative (TTI) hat deshalb im vergangenen November Richtlinien zur Standardisierung von Tokens vorgestellt. Zur TTI gehören auch einige große Namen der Tech-Branche, darunter IBM, Microsoft, Intel, ConsenSys, EY, R3 und JPMorgan.

Der Blockchain-basierte Cloud-Service Microsoft Azure hat seinerseits jüngst einen neuen Service für Blockchain-Datenmanagement und Tokenisierung angekündigt. Damit soll die Erstellung und Verwaltung von Tokens vereinfacht werden, die nach einem bestimmten Standard konzipiert sind.

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Britisches Gericht friert 1 Mio. US-Dollar an erpressten Bitcoin ein

Ein britischer High Court, die zweithöchste gerichtliche Instanz in Großbritannien, hat eine Notverordnung gegen Bitcoin-Vermögen verhängt, das durch einen Erpressungstrojaner von einer kanadischen Versicherungsanstalt entwendet wurde.

Am 17. Januar hat das Gericht Dokumente veröffentlicht, die aufzeigen, dass im Rahmen des „Ransomware“ Hackerangriffs mehr als 1.000 Computer des Versicherers infiziert und lahmgelegt wurden. Der Trojaner hatte die Dateien auf den befallenen Computern verschlüsselt, um die Versicherungsanstalt mit der entsprechenden Entschlüsselung erpressen zu können. Die Angreifer hatten dafür Gelder in Höhe von 1,2 Mio. US-Dollar in Bitcoin (BTC) gefordert.

Die Versicherungsanstalt verfügte wiederum über eine eigene Versicherung zum Schutz gegen Hackerangriffe, wodurch den Hackern 950.000 US-Dollar gezahlt wurden. Im Gegenzug wurde dem Unternehmen ein Entschlüsselungsprogramm zugespielt, das alle befallenen Dateien 24 Stunden nach Zahlungseingang wieder freischalten sollte.

Allerdings brauchte der Versicherer insgesamt 10 Tage, um alle Systeme wieder voll funktionsfähig zu machen. Neben den 1.000 infizierten Computern, waren auch 20 Server befallen.

Bitfinex soll Daten offenlegen

Der Versicherer hatte daraufhin die Blockchain-Forscher von Chainalysis damit beauftragt, die erbeuteten Bitcoin nachzuverfolgen. Die Analyse hat dabei ergeben, dass 96 BTC direkt über die Kryptobörse Bitfinex gewaschen wurden. Aus diesem Grund hat das Gericht Bitfinex nun dazu aufgefordert, Informationen über den Besitzer des Kontos offenzulegen, der am 12. Dezember 2019 die erpressten Gelder empfangen hatte.

Auf Nachfrage von Cointelegraph wollte Bitfinex keine konkreten Angaben zur Sache machen, jedoch betonte die Kryptobörse ihre Kooperationsbereitschaft mit dem Gericht:

„Bitfinex verfügt über ein robustes System, das es uns problemlos ermöglicht, mit Strafverfolgungsbehörden und Streitparteien zu kooperieren. In diesem Fall haben wir mit dem Geschädigten zusammengearbeitet, um die gestohlenen Bitcoin zurückzuverfolgen und nach unserem Kenntnisstand liegt der Fokus des Geschädigten nun nicht länger auf Bitfinex. Es sieht so aus, als ob Bitfinex nicht länger in diesen Vorfall verwickelt ist.“

Laut einem Bericht der New Money Review vom 25. Januar ist der Gerichtsprozess allerdings noch nicht abgeschlossen. Darragh Connell, der Anwalt des Versicherungsunternehmens, erklärt in diesem Zusammenhang: „Es wird bald weitere Anhörungen zur vorläufigen Gerichtsentscheidung von Mr. Justice Bryan geben, der Fall allein übernimmt […] Da es sich hierbei nur vorläufige Rechtsprechung handelt, muss die Forderung meines Klienten auch noch gesondert vor dem Londoner Handelsgericht gehört werden.“

Ransomware-Angriffe bzw. Erpressungstrojaner erfreuen sich zunehmender Beliebtheit unter Hackern, wobei sie auch immer besser werden. Wie Cointelegraph im Dezember 2019 berichtet hatte, hat das texanische Rechenzentrum CyrusOne 600.000 US-Dollar in Bitcoin gezahlt, um ihre eigenen Geräte nach einem solchen Angriff wieder freischalten zu können.

Im Juni 2019 war es Hackern wiederum gelungen, die Systeme des Stadtrats von Riviera Beach zu infizieren, wodurch sie Regierungsdokumente verschlüsseln konnten. Der US-Bundesstaat Florida hat daraufhin ebenfalls 600.000 US-Dollar in BTC an die Angreifer gezahlt, um die Dateien zurück zu erlangen.

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Deutsche Bank Research: Kryptowährungen werden Bargeld „nicht so schnell“ verdrängen

Bargeld wird nicht so schnell von der Bildfläche verschwinden und dass obwohl es immer weniger als Zahlungsmittel genutzt wird und auch trotz des Aufstiegs der Digitalwährungen. Zu diesem Schluss kommen neue Forschungsarbeiten der größten deutschen Bank.

Die Deutsche Bank, das größte deutsche Finanzinstitut, das zuvor noch prognostiziert hatte, dass Kryptowährungen den Fiatwährungen bis 2030 den Rang ablaufen werden, kommt in mehreren neuen Studien zu der Erkenntnis, dass Bargeld „noch lange“ als primäres Zahlungsmittel fungieren wird.  

Deutsche Bank Research mit drei neuen Studien

Unter dem Titel „Die Zukunft von Zahlungen“ hat die Deutsche Bank Research, die internationale Forschungsabteilung der Deutschen Bank, drei neue Studien veröffentlicht, die sich mit der Gegenwart und Zukunft von Bargeld und alternativen Zahlungsmethoden beschäftigen. Die erste Studie namens „Bargeld: Der Dinosaurier stirbt noch nicht aus“, die am 21. Januar herausgegeben wurde, stellt den Auftakt der Serie dar. Am 23. Januar folgte mit „Der Umzug in Digitale Geldbörsen und das Aussterben der Plastikkarten“ der zweite Teil, woraufhin am 27. Januar das abschließende dritte Kapitel unter dem Namen „Digitalwährungen: Das ultimative Machtwerkzeug“ veröffentlicht wurde.

Obwohl sich die Deutsche Bank in der dreiteiligen Studie größtenteils überzeugt davon gibt, dass Bargeld in der nahen Zukunft weiterhin das Zahlungsmittel der Wahl bleiben wird, betonen die Forscher an, dass digitale Zahlungsmethoden eine zunehmend wichtigere Rolle spielen werden. So schreibt die Bank in ihrer „Bargeld“ Studie:

„In dieser Studie erklären wir, weshalb Bargeld nicht so schnell von der Bildfläche verschwinden wird. Nichtsdestotrotz wurde in den letzten zehn Jahren eine digitale Zahlungsrevolution auf den Weg gebracht und Bargeld verliert dadurch zunehmend an Einfluss als Zahlungsmittel. Einige Länder haben bereits große Banknoten, die einen Wert von 100 US-Dollar oder mehr haben, aus dem Umlauf genommen und haben erste Schritte eingeleitet, um traditionelle Zahlungsmethoden durch digitale Alternativen zu ersetzen. Inmitten dieses Umbruchs sind unabhängige Kryptowährungen auf den Markt gekommen, die eine Bedrohung für politische und finanzielle Stabilität darstellen.“

Umfrage stärkt Bargeld den Rücken

Im Rahmen der Studien hat die Deutsche Bank Research eine große eigene Umfrage durchgeführt, aus der hervorgeht, dass ein Drittel der Menschen in Industrieländern Bargeld weiterhin als ihr favorisiertes Zahlungsmittel sehen. Zudem sind 50% der Meinung, dass Bargeld nie ganz verschwinden wird. Die Bank hat im Zuge dessen auch herausgefunden, dass die Deutschen unter den Industrienationen durchschnittlich am meisten Bargeld besitzen. Laut Studie wird sich die Bargeldnutzung in Deutschland in den nächsten sechs Monaten sogar noch intensivieren.

China und Indien haben zentrale Rolle

Über die Zukunft des Bargelds werden jedoch andere Länder entscheiden. So schreibt die Deutsche Bank China und Indien hierbei eine zentrale Rolle zu, da es sich hierbei um die bevölkerungsreichsten Länder handelt, was von entscheidender Bedeutung sein könnte, da beide Länder in jüngster Vergangenheit die Nutzung von Digitalwährungen und Blockchain vorangetrieben haben. So hatte sich Chinas Präsident Ende 2019 dafür stark gemacht, dass sein Land die Adoption der Blockchain-Technologie beschleunigt, während die indische Börsenaufsicht am 23. Januar angekündigt hat, ihrerseits den Einsatz der Technologie zu untersuchen.

China hat in den vergangenen Monaten außerdem immer wieder neue Wasserstandsmeldungen zur Entwicklung der eigenen Zentralbank-Digitalwährung abgegeben, womit das Land auf dem Weg ist, zum Pionier zu werden. Die Deutsche Bank warnt, dass dies jedoch eine beträchtliche Bedrohung für die Dominanz des US-Dollars darstellen könnte:

„China arbeitet momentan an einer Digitalwährung, die von der heimischen Zentralbank gestützt wird. Diese könnte zu einem wahrhaften Machtinstrument werden, denn falls Unternehmen, die Handelsbeziehungen nach China unterhalten, dazu gezwungen werden, den digitalen Yuan zu nutzen, wird das die Vormachtstellung des US-Dollars aufweichen.“

Die Deutsche Bank macht derweil selbst am Trend um Krypto und Blockchain mit, so hat sie in diesen Bereichen bereits eigene Projekte angeschoben. Im September 2019 hatte sich das Finanzinstitut zum Beispiel dem Blockchain-Netzwerk von JPMorgan angeschlossen, um Kosten bei der Abwicklung von größeren Zahlungen zu reduzieren.

 

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Ölkonzern Saudi Aramco investiert in Blockchain-Plattform Vakt

Der saudi-arabische Ölkonzern Saudi Aramco hat Anteile der Blockchain-basierten Ölhandelsplattform Vakt aufgekauft, wie Reuters am heutigen 28. Januar berichtet.

Laut einer entsprechenden Pressemitteilung hat die Saudi Aramco Energy Ventures, die Investmentabteilung des Ölkonzerns, Firmenanteile in Höhe von 5 Mio. US-Dollar an Vakt gekauft. Mit diesem neuen Kapital soll die Blockchain-Handelsplattform für Rohöl weiterentwickelt und allen voran auf dem asiatischen Markt ausgebaut werden.

Allerdings ist der Grund für die Beteiligung nicht nur die bloße Investitionsabsicht, sondern die Aramco Trading, die Handelsabteilung des Ölkonzerns, soll die Plattform zukünftig auch in ihrem Geschäftsbetrieb zum Einsatz bringen. Momentan wird die Vakt bereits für die Rohölsorten North Sea Brent, Forties, Oseberg, Ekofisk und Troll genutzt, wobei der eigene Marktanteil schon relativ hoch sein soll. Mit dem Einstieg der Aramco Trading wird das Handelsvolumen der Blockchain-Plattform deutlich erweitert werden, da es sich bei der Saudi Aramco um die größte Fördergesellschaft der Welt handelt.

Ein Paradigmenwechsel für den Rohölhandel?

Die Vakt ist spezialisiert auf die Abwicklung des Rohölhandels. So ermöglicht die Blockchain-Plattform eine effiziente, vollumfängliche Abwicklung von der Handelsfinanzierung bis hin zur Logistik. Durch die Digitalisierung dieser Vorgänge wird zudem ein hoher bürokratischer Aufwand vermieden, was eine beträchtliche Kostenersparnis bedeutet. Hans Middelthon, der leitende Direktor von SAEV Europe, meint dementsprechend: „VAKT hat unter Beweis gestellt, dass die firmeneigene Plattform das Potenzial hat, einen Prozess, der bisher noch auf viel Handarbeit basiert, vollständig zu digitalisieren.“

Der Einsatz der Blockchain-Technologie ist dabei nicht nur Selbstzweck, sondern sorgt dafür, dass es eine „Single Source of Truth“ für Käufer und Verkäufer gibt. Das bedeutet, dass die zur Abwicklung eines Handelsprozesses verwendeten Daten transparent und sicher vor Manipulation sind.

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Schweizer B2B-Bank Incore bietet Kunden erweiterte Krypto-Dienstleistungen

Die Schweizer B2B-Bank Incore ist eine Partnerschaft mit der auf Blockchain-Technologie basierenden Inacta AG eingegangen, um ihren Kunden erweiterte Dienstleistungen rund um digitale Vermögenswerte anzubieten. Dies gab Incore am 22. Januar in einer Pressemitteilung bekannt.

B2B-Anbieter für Krypto-Services

Incore-Kunden könnten künftig alle mit digitalen Währungen zusammenhängende Services in Anspruch nehmen, so das Unternehmen. Dazu gehören neben Brokerage und Verwahrung von Kryptowährungen und anderen digitalen Assets auch erweiterte Dienstleistungen wie Tokenisierung von klassischen Vermögenswerten und deren Distribution.

Banken und andere Incore-Kunden aus dem Finanzbereich sparen sich durch die von dem B2B-Anbieter bereitgestellten Angebote den kostspieligen Aufbau einer eigenen Infrastruktur.

Inacta: Krypto-Vorreiter aus der Schweiz

Inacta gilt in der Schweiz als Vorreiter im Krypto-Bereich. Bereits 2018 gründete Inacta zusammen mit dem Unternehmen Gentwo das Joint-Venture Gentwo Digital, um Krypto-Anlagen als bankfähige Finanzprodukte mit internationaler Wertpapierkennnummer (ISIN) auf den Markt zu bringen.

Inacta ist zudem Gründungsmitglied der Crypto Valley Association aus Zug und hat bereits verschiedene Softwareanwendungen mit Blockchain-Features sowie die ICO-Plattform Tokengate entwickelt.

Mit seinen durch Inacta erweiterten Krypto-Dienstleistungen tritt Incore in Konkurrenz zu den erst seit wenigen Monaten mit einer Banklizenz ausgestatteten Schweizer Krypto-Banken Seba und Sygnum.

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