Krisengewinner – Top-Firmen im Schweizer „Crypto Valley“ wachsen um 680 Prozent

Ein neuer Bericht einer Schweizer Investmentfirma kommt zu dem Ergebnis, dass die fünfzig größten Unternehmen im „Crypto Valley“ seit Juli 2020 eine Wertsteigerung von 680 % erzielt haben.

Wie der „Top 50 Report“ der in Zug ansässigen Crypto Valley Venture Capital (CV VC) aufzeigt, ist der Firmenwert der Top-50 Krypto-Unternehmen im „Valley“ von 37,5 Mrd. US-Dollar im Juli 2020 bis auf 254,9 Mrd. US-Dollar im Februar 2021 angestiegen.

Der Bericht beleuchtet explizit Krypto-Unternehmen, die im Schweizer Kanton Zug, der als „Crypto Valley“ bekannt ist, angesiedelt sind. Die Anzahl der Unternehmen in dieser Region hat sich seit Juli ebenfalls erhöht, wobei ein Zuwachs von 4,4 % bzw. 960 neuen Firmen festgestellt wurde. Auch die Anzahl der Arbeitnehmer in der Zuger Kryptobranche hat zugenommen, so sind 5.184 weitere Arbeitsplätze hinzugekommen (8,5 %).

Das Crypto Valley beheimatet durch diese Entwicklungen nun elf sogenannte „Unicorns“ (Einhörner), also Unternehmen mit einem Firmenwert von über 1 Mrd. US-Dollar, allesamt namhafte Projekte: Ethereum, Cardano, Polkadot, Aave, Cosmos, Solana, Tezos, Dfinity, Near, Nexo unddas Facebook Krypto-Projekt Diem (ehemals Libra).

Obwohl Beobachter zu Beginn der Coronakrise noch vermutet hatten, dass die Zuger Kryptobranche zu den Verlierern gehören wird, hat sich das Valley stattdessen zum Gewinner der Krise gemausert. Mathias Ruch, Gründer und Geschäftsführer von CV VC, erklärt in diesem Zusammenhang:

„Nachdem wir im März 2020 mit großen Ängsten in die Krise gegangen waren, sind wir jetzt wieder zuversichtlich, was die Zukunft angeht. Die positive Entwicklung war bereits im September klar erkennbar. Inzwischen werden wieder mehr Krypto-Startups gegründet, die sich das Crypto Valley als Standort aussuchen.“

Die Schweiz ist schon seit längerem ein regelrechtes Mekka für Krypto-Startups, da die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Branche in die Karten spielen. In diese Kerbe schlägt auch Ralf Kubli, der Autor des neuen Reports: „Die Schweiz hat mit die fortschrittlichste Gesetzeslage in Sachen Blockchain, was eine starke und solide Grundlage für den nachhaltigen Erfolg des Crypto Valley schafft.“

Im September 2020 hatte die Regierung des Kantons bekanntgegeben, dass Bevölkerung und Unternehmen der Region Steuern in Höhe von bis zu 100.000 Schweizer Franken (CHF) in Bitcoin oder Ethereum bezahlen können.

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Reinen Tisch machen – BitMEX-Geschäftsführung verhandelt Prozessteilnahme

Arthur Hayes, der ehemalige Geschäftsführer (CEO) der Krypto-Handelsplattform BitMEX, verhandelt mit den amerikanischen Justizbehörden über seine Rückkehr in die USA im Rahmen der Anklage gegen ihn und die übrige Geschäftsführung.

Wie aus dem Transkript einer Telefonkonferenz vom 16. Februar zwischen der Staatsanwaltschaft und dem vorsitzenden Richter hervorgeht, will sich dieser am 6. April auf Hawaii stellen. Dem CEO der Handelsplattform für Krypto-Derivate wird vom US-Justizministerium und der Aufsichtsbehörde für Derivatehandel (CFTC) vorgeworfen, gemeinsam mit seinen Kollegen gegen das amerikanische Geldwäschegesetz verstoßen zu haben.

Demnach befindet sich Staatsanwältin Jessica Greendwood schon länger mit Hayes im Gespräch über eine freiwillige Auslieferung. Dieser befindet sich zurzeit noch in Singapur und will hier auch weiterhin wohnhaft bleiben, lediglich für die Vorverhandlung und etwaige Prozesstermine erklärt sich Hayes zur Einreise in die USA bereit.

„Wir haben mit seinen Anwälten die Bedingungen einer freiwilligen Auslieferung verhandelt, wobei er vorgeschlagen hat, zunächst auf Hawaii in die USA einzureisen und sich hier zu stellen“, so Greenwood. Und weiter:

„Er würde sich auf Hawaii stellen, dann per Videoschaltung für die Vorverhandlung vor Gericht erscheinen und dann wieder zurück nach Singapur reisen. Bei Bedarf würde er zurück in die USA kommen, falls es in New York zum Prozess kommt.“

Des Weiteren legte Greenwood in der Telefonkonferenz offen, dass sich Miteigentümer Ben Delo Ende des Monats in New York stellen will. Die Staatsanwaltschaft arbeitet im Zuge dessen bereits mit dem Bundeskriminalamt (FBI) und dem Zoll (Border Patrol) zusammen, um für Delo eine Einreisegenehmigung zu erhalten, denn dieser befindet sich noch in Großbritannien und unterliegt einem Corona-bedingten Einreiseverbot.

Mitgründer Greg Dwyer lehnt eine freiwillige Auslieferung weiterhin ab, weshalb die amerikanische Staatsanwaltschaft nun mit den ansässigen Behörden in Verhandlung tritt.

„Was die weiteren drei Beklagten [neben Hayes] betrifft, stehen wir mit ihren Anwälten über ein Erscheinen in den USA in Kontakt. Sie alle haben verschiedene Bedingungen und Termine für ihre Einreise genannt“, wie Greenwood erklärt. Dem fügt sie an:

„Momentan haben wir allerdings keine Zusicherungen, dass sie auch wirklich erscheinen werden.“

Der BitMEX-CTO Samuel Reed wurde bereits im US-Bundesstaat Massachusetts festgenommen, kurz nachdem die Anklagepunkte gegen die Krypto-Handelsplattform im Oktober 2020 bekanntgeworden waren. Reed wurde daraufhin für eine Kaution von 5 Mio. US-Dollar entlassen, muss jedoch zur Vorverhandlung und etwaigen Gerichtsverhandlungen anwesend sein.

Angesichts den Angaben der Staatsanwaltschaft hat der vorsitzende Richter entschieden, dass ein Prozess wegen der unsicheren Lage noch nicht aufgenommen werden kann, weshalb zunächst eine weitere Vorverhandlung für Mai angesetzt wurde.

Vergangenen Monat hatte Hayes sein Schweigen nach Bekanntwerden der Vorwürfe erstmals gebrochen, wobei er direkt wieder für Unruhe sorgte, indem er Kleinanlegern zur Abkehr vom traditionellen Finanzwesen riet, was eine Anspielung auf die jüngste Affäre um GameStop, Robinhood und das Reddit-Forum r/WallStreetBets war.

Arthur Hayes gilt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Kryptobranche. Der ehemalige Wall Street Trader hat der Hochfinanz 2013 den Rücken gekehrt und anschließend gemeinsam mit Delo, Reed und Dwyer die umstrittene Krypto-Handelsplattform BitMEX aufgebaut. Hier konnten Trader Krypto-Derivate mit bis zu 100-fachem Hebel handeln, was für heftige Kritik sorgte, da die Kurse von Kryptowährungen ohnehin schon stark schwanken. Die durch die Plattform gewonnene Liquidität war allerdings auch ein wichtiger Entwicklungsschritt für den Markt. Die Vanity Fair hat die Geschichte von Hayes und der BitMEX Anfang Februar in einem ausführlichen Artikel nachgezeichnet.

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It’s Showtime – Magic Johnson steigt in „boomenden“ Markt der Krypto-Fanartikel ein

Die Basketballlegende Earvin „Magic“ Johnson hat ein neues Team. Der ehemalige Star des Los Angeles Lakers kehrt allerdings nicht wieder aufs Spielfeld zurück, sondern steigt bei einem Sportunternehmen ein, das auf die Entwicklung von digitalen Krypto-Sammelkarten spezialisiert ist.

Michael Rubin, der Vorstandsvorsitzende des entsprechenden Fanartikelherstellers Fanatics, erklärte gestern in diesem Zusammenhang gegenüber CNBC, dass der Markt für digitale und physische Sammelgegenstände zurzeit förmlich „explodiert“, da die Bevölkerung aufgrund der Coronakrise deutlich mehr Zeit zuhause verbringt als sonst.

„Aktuell sehen wir einen richtigen Boom“, wie Rubin feststellt. Dahingehend ergänzt er: „Ich bin überzeugt davon, dass in diesem Bereich eine massive Wertschöpfung stattfinden wird. Viele Leute werden versuchen, ein Stück vom Kuchen abzubekommen, aber nicht allen wird das gelingen. Letztendlich wird es darum gehen, tollen Content und tolle Produkte zu liefern, nur das wird zu langfristigem Erfolg führen.“

Magic Johnson, der als unabhängiger Direktor dem Vorstand von Fanatics beigetreten ist, teilt diesen Optimismus. So sieht er in den digitalen NFT-Sammelkarten eine Weiterentwicklung zu physischen Sammelkarten, die während seiner aktiven Laufbahn in den 80ern und 90ern besondere Popularität erlangten. „Die Branche wurde revolutioniert“, so der charismatische Leader der „Showtime Lakers“ deshalb überschwänglich.

Zur Erinnerung: NF-Tokens (NFTs) sind Krypto-Münzen, die so konzipiert sind, dass sie wortwörtlich keine Fungibilität aufweisen. Jeder Krypto-Token kann also nicht dupliziert werden und ist einmalig, weshalb sich diese Form der Kryptowährung besonders als Vehikel für digitale Sammelgegenstände anbietet.

Der NFT-Markt, der besonders für Kunst, Sammelkarten und Musik Anwendung findet, ist im vergangenen Jahr auf 250 Mio. US-Dollar gewachsen, was eine Vervierfachung bedeutet. Ein Beispiel für das Potenzial des Marktes hat jüngst der ehemalige Baseballspieler Micah Johnson, der sich inzwischen künstlerisch betätigt, erbracht, indem er ein NFT-Kunstwerk für 2 Mio. US-Dollar verkauft hat.

Auch große Sportkonzerne wie die amerikanische Basketballliga NBA beteiligen sich mittlerweile erfolgreich am Markt. Das NFT-Projekt NBA Top Shot hat durch den Verkauf von Krypto-Sammelkarten schon mehr als 230 Mio. US-Dollar umgesetzt und ist dadurch einer der Marktführer.

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Älteste Bank Kolumbiens testet Umgang mit Kryptowährungen

Die Banco de Bogotá, die älteste Bank Kolumbiens, testet Bankdienstleistungen auf Basis von Kryptowährungen.

Wie die kolumbianische Nachrichtenagentur Portafolio berichtet, hat die Banco de Bogotá am Montag bekanntgegeben, dass sie an einem entsprechenden Pilotprojekt teilnehmen wird, das unter der Ägide der Financiera de Colombia, also der obersten Finanzaufsichtsbehörde des Landes, steht. Das Projekt wird innerhalb der regulatorischen Sandkiste „La Arenera“ stattfinden.

Die Banco de Bogotá will im Zuge dessen die Chancen und Risiken des Umgangs mit Kryptowährungen untersuchen, indem sie ausgewählten Kunden den Kauf und Verkauf dieser über die Landeswährung Peso Colombiano ermöglicht.

Oscar Bernal Quintero, der Vize-Präsident für technische Entwicklung bei der Bank, erklärt in diesem Zusammenhang:

„Ein großer Teil unserer Motivation ist, dass wir eine tragende Rolle beim digitalen Wandel unseres Landes spielen wollen. Deshalb ist es uns wichtig, an der Ausgestaltung der etwaigen Regulierung von Kryptowährungen innerhalb des kolumbianischen Gesetzesrahmens mitzuwirken.“

Das Finanzministerium hat die regulatorische Sandkiste „La Arenera“ im März 2020 ins Leben gerufen, damit Unternehmen des Landes auf legalem Weg die Arbeit mit Kryptowährungen erproben können.

Die Kryptobranche boomt in Kolumbien dank Bitcoin (BTC) geradezu. Stand Oktober 2020 wurden in dem südamerikanischen Land bisher die meisten Bitcoin-Geldautomaten in ganz Lateinamerika aufgestellt.

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Umfrage: 20 % der institutionellen Anleger wollen zukünftig in Bitcoin investieren

Eine neue Umfrage von JPMorgan hat ergeben, dass mehr als 20 % der institutionellen Anleger, die aktuell noch nicht in Kryptowährungen investiert haben, dies in Zukunft höchstwahrscheinlich tun werden.

An der Umfrage der Großbank haben über 3.400 Investmentbänker teilgenommen, die 1.500 Institute repräsentieren. Während 89 % davon bei Firmen arbeiten, die noch nicht in Kryptowährungen investieren, haben immerhin schon 11 % diesen Sprung gewagt.

Ein positives Signal ist allerdings, dass doppelt so viele Unternehmen dies beabsichtigen, was darauf hinweist, dass in naher Zukunft weiteres Geld der institutionellen Investoren in den Kryptomarkt fließen wird.

So geben 22 % der Investoren, deren Firmen noch nicht in den Markt eingestiegen sind, an, dass sie davon ausgehen, dass ihre Unternehmen zukünftig in Kryptowährungen investieren werden.

Obwohl viele Beobachter argumentieren, dass das gesteigerte Interesse institutioneller Investoren den Bitcoin-Kurs langfristig oberhalb der 50.000 US-Dollar Marke etablieren wird, geht aus der Umfrage nichtsdestotrotz hervor, dass die überwiegende Mehrheit davon noch kein Interesse hat.

Dementsprechend geben 14 % der Befragten an, dass sie Kryptowährungen als „Rattengift“ sehen, eine Formulierung, die auf den Investmentguru Warren Buffett zurückgeht. Weitere 21 % sehen in diesen nur eine vorübergehende Modeerscheinung und lediglich 7 % sind davon überzeugt, dass sich Kryptowährungen zu „einer der wichtigsten Anlageklassen“ aufschwingen werden.

Dabei äußern die Umfrageteilnehmer allen voran Sicherheitsbedenken, denn 98 % sind der Überzeugung, dass Betrug in der Kryptobranche „teilweise“ oder sogar „sehr stark“ vorherrscht.

Damien Vanderwilt, der Co-Präsident der Krypto-Investmentbank Galaxy Digital, bestätigte jüngst gegenüber Bloomberg, dass Sicherheit weiterhin das übergeordnete Thema ist:

„Wenn ich an die Gespräche denke, die wir mit Konzernen und institutionellen Investoren führen, die an Investitionen in Kryptowährungen interessiert sind, dann nennen diese Kunden als erstes großes Problemfeld die Sicherheit. Sie fragen sich, ob die Vermögenswerte, die sie kaufen, sicher sind und sicher aufbewahrt werden können.“

Einige namhafte Player wie Tesla und MicroStrategy scheinen, sich davon jedoch nicht abhalten zu lassen, denn die beiden großen Unternehmen haben in den vergangenen Monaten mehrere Milliarden in Bitcoin investiert. Allein im Februar hat MicroStrategy das eigene Bitcoin-Vermögen um 27 % erhöht, wodurch der Softwarehersteller nun insgesamt 90.531 BTC hält.

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Kanadischer Investmentverwalter will Bitcoin-Trust in ETF umwandeln

Zwei Monate nach dem Start des Aktienhandels seines Bitcoin-Trusts plant der kanadische Investmentverwalter Ninepoint Partners, sein Angebot in einen börsengehandelten Fonds umzuwandeln.

In einer Ankündigung vom 3. März sagte Ninepoint, das Unternehmen werde eine Abstimmung für die Aktionäre abhalten, um darüber zu entscheiden, ob es seinen bestehenden Bitcoin (BTC)-Trust in einen börsengehandelten Fonds oder ETF an der Toronto Stock Exchange umwandeln soll. Die Firma sagte, dieser Schritt solle einen besseren Handelskurs und eine erhöhte Handelsliquidität bieten. Die Anleger können am 19. April über diese Frage abstimmen.

„Der Bitcoin-Trust-Börsengang von Ninepoint war der größte in der kanadischen Geschichte und hat 180 Mio. US-Dollar eingebracht. Also hatten wir bereits viel Erfolg mit dieser Anlageklasse“, so James Fox, der Co-CEO von Ninepoint. „Wir verfügen wir nicht nur über umfassende Erfahrung mit ETFs, sondern auch über eine führende Expertise im Bereich digitale Vermögenswerte. Wir wollen in den kommenden Jahren eine führende Rolle in dieser Branche spielen.“

Die Firma sagte, dass der Ninepoint Bitcoin-ETF bei Erfolg an der Toronto Stock Exchange unter dem Ticker-Symbol für seinen Bitcoin-Trust handeln werde: BITC.U für US-Dollar. Ninepoint würde jedoch den Ticker BITC.UN für kanadische Dollar in BITC ändern.

Ninepoint will seinen bestehenden BTC-Trust umwandeln weil derzeit auch andere Investmentfirmen aus dem bisher unerschlossenen ETF-Markt für Kryptowährungen in Kanada Kapital schlagen. Nachdem Purpose Investments am 18. Februar einen eigenen Bitcoin-ETF aufgelegt hatte, erreichte der Fonds ein Volumen von mehr als 529 Mio. US-Dollar. Gestern gab die Evolve Funds Group außerdem bekannt, dass sie einen Prospekt bei den kanadischen Aufsichtsbehörden eingereicht habe, um eine Genehmigung für den Handel mit einem Ether-ETF zu erhalten.

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Er nannte ETH Handelsware: Ex-Vorsitzender Tarbert verlässt CFTC

Ohne einen großen Abschied hat Heath Tarbert seinen Rücktritt von der Regulierungsbehörde CFTC zum Ende dieser Woche bekannt gegeben.

In einem Tweet am Mittwoch sagte der ehemalige CFTC-Vorsitzende, dass er bis Freitag vollständig zurücktreten werde. Im Dezember verließ er seinen Posten als Vorsitzender, was die CFTC offiziell auf ihrer Webseite bekannt gab. Aber er gab an, er wolle auf unbestimmte Zeit bei der Kommission bleiben.

Heute wurden in der Ankündigung die zukünftigen Pläne nicht erläutert. 

Seit 2019 war er Vorsitzender und ein klarer Befürworter von Kryptowährungen. Er sprach sich zum Beispiel öffentlich für eine Regulierung von Ether als Handelsware aus. 

Die Biden-Regierung will derzeit unter anderem den Vorsitz der CFTC neu zu besetzen. Obwohl es keine formelle Ernennung gab, hat sich der Rechtsprofessor und gelegentliche Cointelegraph-Mitarbeiter Chris Brummer aus Georgetown als wahrscheinlicher Kandidat herauskristallisiert. 

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Brave übernimmt Suchmaschine: Alternative zu Google Suche geplant

Der auf Privatsphäre fokussierte Browser Brave kommt seinem Ziel, eine datengeschützte Suchmaschine anzubieten, immer näher. 

Brave gab am Mittwoch bekannt, der Browser-Anbieter habe das Unternehmen Tailcat übernommen. Das ist eine offene Suchmaschine, die von einer Gruppe entwickelt wurde, die früher bei Cliqz an datengeschützter Suche und an Browserprodukten gearbeitet hat. Das Unternehmen Cliqz, das mehrheitlich Hubert Burda Media gehörte, beendete im Mai 2020 seine Arbeit an Browser- und Suchtechnologien.

Laut der Ankündigung wird Tailcat als Grundlage für den geplanten Dienst namens Brave Search fungieren. Dieser wird eine eingebaute Suchmaschine, die privates und transparentes Surfen im Web ermöglichen soll.

Der CEO und Mitbegründer von Brave Brendan Eich sagte gegenüber Cointelegraph, dass das Unternehmen die Einführung von Brave Search bis zum Sommer 2021 erwartet. „Brave arbeitet jetzt daran, diese Technologie zu integrieren und sie als Brave Search für alle anzubieten. Zunächst über einen frühen Zugang für Tester und dann bis zum Sommer für die Allgemeinheit“, so Eich.

Der Brave-Browser setzt derzeit auf große externe Suchmaschinen und bietet dem Benutzer die Wahl zwischen den datenschutzfreundlichen Suchmaschinen DuckDuckGo und Startpage sowie anderen Mainstream-Tools wie Google Suche. Laut Brave werden „fast alle heutigen Suchmaschinen entweder von Big-Tech-Unternehmen gebaut oder greifen auf deren Ergebnisse zurück.“

Im Gegensatz dazu baut Tailcat auf einem völlig unabhängigen Index auf und sammelt weder IP-Adressen noch persönliche Daten, um die Suchergebnisse zu verbessern. Eich gab an, dass die Tailcat-Entwickler „die letzten sieben Jahre an einer datenschutzfreundlichen Suche gearbeitet haben, während sie bei Cliqz waren und dann nach der Schließung von Cliqz an dem Tailcat-Projekt“.

Kurz zuvor hatte Brave einen wichtigen Meilenstein in seiner Browser-Akzeptanz verzeichnet und konnte seine aktive Nutzerzahl von 11 Millionen auf über 26 Millionen monatliche Nutzer verdoppeln. Ende Februar veröffentlichte Brave seine „BAT-Roadmap 2.0“. Darin kündigte das Unternehmen an, den Nutzen seines Basic Attention Token (BAT) für Suchmaschinen zu untersuchen. Im Rahmen der Roadmap arbeitet das Unternehmen auch an einem DEX-Aggregator und einer NFT-Funktion.

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Tim Draper: Netflix „könnte“ als nächstes großes Unternehmen Bitcoin kaufen

Netflix könnte das nächste große Unternehmen sein, das Bitcoin (BTC) kauft und Amazon wird es akzeptieren müssen, so der Milliardär Tim Draper.

Im Unstoppable Podcast am 28. Februar prognostizierte der bekannte Investor und Hodler, dass von allen möglichen Kandidaten Netflix seiner Meinung nach am ehesten in BTC investieren würde.

Draper: Netflix „könnte das nächste große Unternehmen sein, das nachzieht“

„Weißt du, wer es sein könnte? Netflix“, so Draper. 

„Ich denke, Reed Hastings ist ein sehr innovativer Kerl und kann sehr kreativ denken. Ich glaube, dass er immer noch die Zügel bei Netflix in der Hand hat und deshalb glaube ich, dass das Unternehmen als nächstes nachziehen.“

Dieser Prognose gingen klare Anzeichen von institutionellen Käufen bei den aktuellen Kursen voraus. Bei 48.000 US-Dollar wurden mehrere große Transaktionen bei Coinbase Pro in der vergangenen Woche verzeichnet. Klassische Käufer wie MicroStrategy und Square stockten ihre Positionen auf.

Coinbase Pro Abflüsse Chart. Quelle: Ki Young Ju/ Twitter

Der optimistische Draper vermutet auch, dass Amazon in Zukunft eine direkte Bitcoin-Zahlungsoption anbieten werde.

„Amazon wird wahrscheinlich ziemlich bald Bitcoin akzeptieren“, so Draper. Dazu er merkte an, dass Verbraucher schon seit vielen Jahren Produkte indirekt mit Kryptowährung kaufen können.

Amazon hat diese Woche Ethereum zu seiner Managed Blockchain hinzugefügt.

BTC-Kurs überholt Wochenhochs

Bitcoin verzeichnete unterdessen am Mittwoch eine Wendung und kletterte auf über 51.800 US-Dollar. Das ist der höchste Stand seit dem 25. Februar. 

Zur Überraschung der Händler hielten sich die höheren Niveaus bis Redaktionsschluss sogar. Das BTC/USD-Paar pendelte um 51.500 US-Dollar.

BTC/USD 1-Stunden-Kerzenchart (Bitstamp). Quelle: Tradingview

„Das ist gut gelaufen“, fasste der bekannte Trader Scott Melker die Aktivität über Nacht zusammen.

„Der Kurs ist aus beiden Mustern, der lokalen Bullenflagge und dem fallenden Kanal, ausgebrochen. Er liegt auch derzeit über dem 50-Prozent-Retracement-Niveau der gesamten Bewegung. Hält er sich also über 50.600 US-Dollar, wäre das sehr bullisch. Lassen Sie uns diesen Schwung beibehalten.“

Zuvor hatte Cointelegraph hervorgehoben, dass die Stagnation des US-Dollars ein Katalysator für kurzfristige Gewinne bei Bitcoin sein könnte.

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Mark Cuban zu Peter Schiff: Bitcoin ist Technologie und Gold ist „tot“

Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) sind ermächtigend, aber Gold sei „tot“, wie der Milliardär Mark Cuban einem der größten Kryptowährungskritikern gesagt hat.

In einer Twitter-Diskussion am 2. März warnte Cuban, der sich zunehmend für Krypto einsetzt, Peter Schiff, dass Gold als Wertaufbewahrungsmittel (SOV) „sterben“ werde.

Cuban sagte zu Schiff: „Gold ist tot, lass es hinter dich“

Schiff ist ein Gold-Anhänger, der sich seit langem schon einen Namen als überzeugter Bitcoin-Skeptiker gemacht hat, twittert weiterhin abfällige Kommentare über Kryptowährungen. Und das, obwohl das BTC/USD-Paar regelmäßig neue Allzeithochs erreicht.

Auf Schiffs Kommentare, das Wall-Street-Firmen, die Bitcoin kaufen, „dumm“ seien, reagierte Cuban mit überraschend Bitcoin-freundlichen Aussagen.

„Lasst mich Peter hier mal helfen. Gold ist genauso ein Hype wie Krypto. Brauchen wir wirklich Goldschmuck? Aus Gold kann man einen Ring machen“, heißt es in einem Tweet.

„BTC/Eth sind Technologien, die Sie zum Banker machen können, die einen reibungslosen Austausch von Werten ermöglichen und die man in unzählige geschäftliche und persönliche Anwendungen erweitern kann.“

Im weiteren Verlauf gab er ein klares Urteil über die Zukunft von Gold ab.

„Was heute mit Krypto aufgebaut wird, ist nur ein Konzeptnachweis. Die Technik wird immer besser/billiger/schneller und es kommen neue Anwendungen geben und vielleicht sogar etwas, das die heutigen Kryptowährungen ersetzt“, heißt es in einem weiteren Post.

„Aber Gold wird sich nie ändern. Deshalb wird es als Wertspeicher sterben.“

Cuban hatte dem Bitcoin oder der Kryptowährungstechnologie generell wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Daher haben sich einige Befürworter zusammengetan, um ihn zum Umdenken zu bewegen. Im Januar gab er bekannt, dass er noch Bestände von vor Jahren habe, die er „nie verkauft“ habe.

„Vergiss nicht, dass Gold ein Wertspeicher war, der auf Technologie aufgebaut wurde. Von Haken und Schaufeln bis hin zu Bergbaubetrieben, die sich immer weiterentwickeln wollen. Wer modernste Technik am effizientesten nutzen konnte, um Gold zu finden und abzubauen, wurde am meisten belohnt. Ähnlich wie bei Krypto heute“, heißt es abschließend in einer Nachricht an Schiff.

„Gold ist tot Peter. Lass es hinter dich.“

Schiff hatte diesen Worten wenig entgegenzusetzen und nannte Kryptowährungen eine „Fehlinvestition“. er argumentierte, dass Gold in Zukunft an die digitale Währung gekoppelt sein könnte. 

XAU/BTC 1-Tages-Kerzenchart. Quelle: Tradingview

Wenn du sie nicht schlagen kannst, handele sie einfach

Unterdessen wurden die Jahre der Verachtung von Schiff zu einem neuen, produktiveren Zweck eingesetzt.

Von Peter Schiff inspirierter BTC-Handelsalgorithmus. Quelle: Sam Baker/ Twitter

Da viele im Spaß sagen, dass seine Twitter-Posts als Hinweis auf Bitcoin-Kurstiefs dienen, enthüllte ein Händler ein selbstgebasteltes Trading-Tool, das ein Jahr lang Transaktionen durchgeführt hat, die ausschließlich auf Schiffs Social-Media-Aktivität basierten.

„Seit Mai hätte der Algorithmus 203 Trades ausgeführt und dabei eine annualisierte Rendite von etwa 1000 Prozent erzielt“, so Sam Baker, ein Student am Boston College. Dazu lud ein Beispiel für seine Gewinne hoch.

„65 Prozent der Trades sind profitabel mit einer durchschnittlichen Rendite von 3 Prozent.“

„Ich denke, der Grund ist genauso gut, wie alle anderen, um Bitcoin zu kaufen. Viel Glück“, antwortete Schiff.

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