Cryptopia-Liquidator bestimmt Bestände der Krypto-Wallets

Die professionelle Dienstleistungsfirma Grant Thornton behauptet, dass es bei der Sicherung und Erhaltung der Kryptowährungen der gehackten Kryptowährungsbörse Cryptopia Fortschritte gebe.

In einer Pressemitteilung vom 21. August behauptet der Liquidator von Cryptopia, es gebe „gute Fortschritte bei der Sicherung und Erhaltung der Krypto-Vermögenswertbestände von Cryptopia zum Wohle derjenigen, denen diese zustehen“. Der Pressemitteilung zufolge gebe es zwei Gründe, warum die Bestimmung der Bestände der Börsenkunden so lange dauert.

Das Unternehmen erklärt, dass die Kunden keine individuellen Wallets gehabt hätten und ihre Gelder zusammengeführt wurden, da die Börse Details über die Kundenbestände in ihrer Datenbank aufbewahrt habe. Infolge dieser Vorgehensweise sei es unmöglich, die individuellen Bestände nur mit den Wallet-Schlüsseln zu bestimmen.

Außerdem sei laut Grant Thornton noch nie ein ausführlicher Abgleichungsprozess zwischen der Kundenbestandsdatenbank und den in den Wallets enthaltenen Krypto-Vermögenswerten vollständig durchgeführt worden. Von einem solchen erhofft sich das Unternehmen, einzelne Bestände der Nutzer identifizieren zu können. Das Unternehmen behauptet auch, dass der Prozess bereits weit fortgeschritten sei. Dazu heißt es:

„Wir arbeiten daran, die Konten von über 900.000 Kunden abzugleichen. In vielen von diesen werden mehrere Krypto-Vermögenswerte, Millionen von Transaktionen und über 400 verschiedene Krypto-Vermögenswerte aufbewahrt. Diese müssen einzeln abgeglichen werden. ”

Gehackte Vermögenswerte zurückholen

Schließlich erklärte das Unternehmen, dass es immer noch dabei sei, herauszufinden, ob es die Krypto-Vermögenswerte wiederherstellen kann, die während des Hackangriffs auf die Börse im Januar 2019 verloren gingen. In der Ankündigung heißt es weiter, dass die komplexe Situation die Zusammenarbeit mit Dritten erfordere. 

Wie Cointelegraph Ende Mai berichtete, hatte Grant Thornton eine Schätzungserklärung über die finanzielle Lage des Unternehmens veröffentlicht. In dieser legte er offen, dass die gehackte Börse seinen Gläubigern insgesamt 4,22 Mio. US-Dollar schulde.

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Kopplung an chinesischen Yuan: Tether will CNHT-Token herausbringen

Der Stablecoin-Betreiber Tether plant, einen Stablecoin herauszugeben, der am chinesischen Yuan gekoppelt ist, wie die lokale Branchenmedienplattform ChainNews am 21. August berichtete.

Tether will an Renminbi gekoppelten Stablecoin herausbringen

Der Bitfinex-Aktionär Zhao Dong teilte der Plattform mit, dass Tether – der Stablecoin-Betreiber hinter dem führenden Stablecoin USDT – plane, in naher Zukunft einen neuen Stablecoin herauszugeben. Der geplante Stablecoin soll an den chinesischen Yuan gekoppelt sein, die auf Offshore-Konten unter dem Ticker CNHT aufbewahrt werden.

Dong sagte auch, dass seine digitale Vermögensverwaltungsplattform RenrenBit die erste Organisation sein werde, die in das Projekt investiert. Der Plattform zufolge habe er auch erklärt, dass Tether und die Kryptowährungsbörse Bitfinex zusammenarbeiten würden und dass sie das gleiche Managementteam haben.

Tether hat auf die Anfrage von Cointelegraph nach einer offiziellen Bestätigung bis Redaktionsschluss nicht reagiert. 

Eine umstrittene Partnerschaft

Die Beziehung zwischen Bitfinex und Tether wurde mit Argwohn beäugt, als die New Yorker Staatsanwaltschaft im April eine Beschwerde gegen iFinex, Bitfinex und Tether eingereicht hatte. Die Staatsanwaltschaft behauptete, dass die Unternehmen New Yorker Investoren betrogen hätten, indem sie einen Verlust von 850 Mio. US-Dollar, den die Handelsplattform Bitfinex erlitten hatte, ausglichen.

Wie Cointelegraph zuvor berichtete haben Bitfinex und Tether auf die jüngste Entscheidung von Richter Joel Cohen in der laufenden Klage der New Yorker Staatsanwaltschaft gegen die Unternehmen reagiert und behauptet, dass diese Behauptungen haltlos seien.

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Financial Times: Geldpolitik der Zentralbanken begünstigt Bitcoin

Henny Sender, die Chef-Korrespondentin für internationales Finanzwesen bei der Financial Times, vermutet, dass Zentralbanken ironischerweise für den jüngsten Kursanstieg von Bitcoin verantwortlich sind.

In einer Gastkolumne für die Nikkei Asian Review argumentiert Sender am 21. August, dass die lockere Geldpolitik der Zentralbanken dazu führt, dass Kryptowährungen zunehmend als Absicherungsinstrument angenommen werden.

Bitcoin wird zur Absicherung gegen weltwirtschaftliche Risiken

Einige Analysten vermuten, dass die US-Zentralbank die Quantitative Lockerung diese Woche sogar noch vorantreiben könnte, da in Wyoming ein Treffen der amerikanischen Zentralbanken bevorsteht.

Im Juli hatte Jerome Powell, der Vorsitzende der US-Zentralbank, seit 10 Jahren erstmals wieder den Leitzins gesenkt, womit er der bisherigen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank folgt, die sich zuvor ähnlich verhalten hatte.

In China ist der Wechselkurs der Landeswährung Yuan am 5. August derweil unter die wichtige 7 US-Dollar Marke abgerutscht, wobei einige Stimmen von einer absichtliche Manipulation Pekings ausgehen. Die Staatsanleihen mehrerer Länder sind unterdessen von starker Volatilität betroffen, was ebenfalls zur Misere beiträgt.

 All diese Entwicklungen sieht Sender als Begünstigung für Bitcoin an. Demnach würden die Zentralbanken geradezu dabei helfen, die marktführende Kryptowährung von einem Spekulationsobjekt in ein Wertaufbewahrungsmittel zu transformieren, das zur Absicherung gegen weltwirtschaftliches Risiko dienen kann.

In diesem Zusammenhang verweist die Financial Times Chef-Korrespondentin auf eine Studie von Grayscale Investments, die zuvor zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen ist:

„Bitcoin hat das Potenzial, sowohl in Zeiten weltwirtschaftlicher Ruhe als auch in Krisenzeiten gut zu performen, besonders wenn die Abwertung von Landeswährungen droht […]. Bitcoin hat eine ähnliche wertbewahrende Eigenschaft wie Gold und gleichsam einige der Kerneigenschaften von Geld.“

In der Tat scheint die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold zuletzt zuzunehmen, was die These vom „digitalen Gold“ weiter bekräftigt. Allein in den letzten drei Monaten hat sich die Korrelation fast verdoppelt.

Die „perfekte Welle“

Die chinesische Regierung befürchtet, dass Kryptowährungen, nicht zuletzt wegen der Krise in Hongkong, Kapitalflucht begünstigen könnten. Diese Angst ist einer der Hauptgründe, weshalb sich Peking schleunigst darum bemüht, eine eigene Zentralbank gesteuerte Digitalwährung auf den Markt zu bringen.

Laut einem Sprecher des inoffiziellen Bitcoin Verbandes in China sind die Krypto-Käufe in dem asiatischen Land jüngst um 50% nach oben geschossen. Sender sieht sich hierin bestätigt, räumt allerdings auch ein, dass diese Zahlen nicht endgültig verifiziert sind.

Die Marktforscher von Delphi Digital haben diesen Monat wiederum eine Studie veröffentlicht, in der sie ebenfalls zu dem Schluss kommen, dass die Quantitative Lockerung der Zentralbanken und die drohende Abwertung einiger Landeswährungen die Preise von Bitcoin und Gold ankurbeln werden. Demnach würden makroökonomische Faktoren eine „perfekte Welle“ auslösen, die den Bitcoin-Kurs immer weiter nach oben spülen könnte.

Investmentexperte Anthony Pompliano hatte die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank kürzlich als „Treibstoff“ für Bitcoin bezeichnet, auch andere Experten haben bereits in diesen Tenor miteingestimmt.

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Bitcoin-Kurs erneut unter 10.000 US-Dollar: Ideale Kaufzone in greifbarer Nähe

Nachdem Bitcoin es gestern nicht geschafft hat, die Marke von 11.000 US-Dollar erneut zu erreichen, ist der Kurs von Bitcoin (BTC) wieder in den vierstelligen Bereich gefallen.

Die größte Kryptowährung ist heute in wenigen Minuten rapide um 700 US-Dollar gefallen. Die rückläufige Entwicklung geht damit weiter. Bitcoin ist infolgedessen auch unter die Marke von 10.000 US-Dollar gefallen.

Marktvisualisierung

Marktvisualisierung | Quelle: Coin360

Bei Redaktionsschluss liegt Bitcoin bei 9.983 US-Dollar, was einem Rückgang von 6,5 Prozent in den letzten 24 Stunden entspricht. Über die Woche betrachtet ist Bitcoin rund 4,3 Prozent im Minus. Am 19. August hatte er mit 10.929 US-Dollar noch ein Wochenhoch erreicht.

Bitcoin 7-Tage-Kurschart

Bitcoin 7-Tage-Kurschart: Coin360

Der jüngste Rückgang unter die Marke von 10.000 US-Dollar war in den letzten 30 Tagen nicht der einzige. Bitcoin pendelte seit Mitte August um diese Schwelle. Tatsächlich könnte das das fünfte Mal werden, dass BTC das kritische Unterstützungsniveau bei etwa 9.300 US-Dollar testet, das sich seit Mitte Juni als sehr widerstandsfähig erwiesen hat. 

Bitcoin fiel zunächst am 15. August auf rund 9.700 US-Dollar, kletterte am selben Tag wieder auf 10.000 US-Dollar und rutschte dann erneut auf etwa 9.800 US-Dollar ab. Der Bitcoin-Trader Jacob Canfield nennt den jüngsten Rückgang unter 10.000 US-Dollar einen „ziemlich klassischen aufsteigenden Keil, der auf Widerstand getroffen ist“.

Canfield glaubt jedoch nicht, dass BTC unter 8.900 US-Dollar fallen wird. 

„Die erste Unterstützungszone hat überhaupt nicht gehalten“, schrieb er auf Twitter. „Die ideale Kaufzone liegt zwischen 8.900 US-Dollar und 9100 US-Dollar, wenn wir es dahin schaffen.“

Aber trotz der Schwierigkeiten, den Kurs über der Marke von 10.000 US-Dollar zu halten, haben sich die Fundamentaldaten von Bitcoin kontinuierlich verbessert. Am 19. August hat die Bitcoin-Netzwerk-Hash-Rate mit 82,5 TH/s einen weiteren Rekordwert erreicht. Außerdem ist der Marktanteil von Bitcoin in den letzten Monaten von 65,2 Prozent auf 69 Prozent (bei Redaktionsschluss) gestiegen, wie aus Daten von CoinMarketCap hervorgeht.

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Pompliano: „Bitcoin wird bald in den Portfolios aller institutioneller Investoren zu finden sein“

Anthony Pompliano, ein Mitgründer der Vermögensverwaltung Morgan Creek Digital Assets, ist der Überzeugung, dass Bitcoin (BTC) früher oder später in den Portfolios aller professionellen Investoren vertreten sein wird.

Diese These stellte der Investmentexperte am 20. August in einem Interview mit CNBC auf, wobei er als Grund dafür angibt, dass die Infrastruktur der Kryptomärkte zunehmend ausgebaut wird.  

„Sind am entscheidenden Punkt angekommen“

Als ersten Beleg sieht Pompliano die Tatsache, dass Bitcoin in diesem Sommer wiederholt neue Höchstwerte in Sachen Hashrate aufstellen konnte, was darauf hindeutet, dass sich das Netzwerk des Marktführers immer mehr an Zulauf bekommt, wodurch gleichsam auch die Sicherheit gestärkt wird. Krypto-Fürsprecher Max Keiser hatte zuletzt sogar behauptet, dass sich hieran bereits ein neuer Rekordkurs abzeichnet.

Anschließend verweist Pompliano auf den baldigen Start der Handelsplattform Bakkt, die dem Betreiber der New Yorker Börse angehört und deren Start in der Kryptobranche schon seit einiger Zeit heiß ersehnt wird. Die Bitcoin-Futures von Bakkt könnten als wichtiger Katalysator für das Interesse institutioneller Investoren dienen.

 Diese Entwicklungen sieht der Experte als die entscheidenden Wegbereiter, die Bitcoin nun endgültig als Anlageinstrument etabliert haben:

„Je mehr Infrastruktur aufgebaut wird, desto wahrscheinlicher wird es, dass Kryptowährungen nicht wieder verschwinden werden […]. Wir sind jetzt am entscheidenden Punkt angekommen, an dem Bitcoin nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Früher oder später wird Bitcoin in den Portfolios aller institutionellen Investoren zu finden sein.“

Mögliche Stolpersteine auf dem Weg nach oben

Kürzlich hatte Pompliano erst prognostiziert, dass der Bitcoin-Kurs bis 2021 auf 100.000 US-Dollar hochschießen wird.

CNBC-Moderator Joe Kernen sprach Pompliano auf diese wagemutige Prognose an und entgegnete, dass das die schleppende Kursentwicklung momentan nicht sehr überzeugend ist, woraufhin der Investmentexperte erklärte, was die derzeitigen Stolpersteine sind.

So meint Pompliano, dass übereifrige Regulierung abschreckend auf Investoren wirkt, außerdem seien die Anleger noch nicht ganz mit der Funktionsweise von Bitcoin vertraut, was diese bisher ebenfalls vom Markteintritt abhält. Des Weiteren sei es momentan noch schwierig, tatsächlich in Bitcoin zu investieren, da der Zugang zu den Kryptomärkten noch längst nicht reibungslos ist.

Seine wagemutige Prognose hatte Pompliano damals damit begründet, dass im Mai 2020 eine Halbierung der sogenannten „Block-Belohnung“ von Bitcoin ansteht, wodurch das künftige Wachstum der Umlaufmenge reduziert werden soll. Hierdurch könnte die Nachfrage wiederum stärker als das vorhandene Angebot wachsen, was den Kurs höchstwahrscheinlich in die Höhe treiben wird.

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Experte: „Bitcoins Entwicklung zum Absicherungsmittel ist noch nicht abgeschlossen“

Spencer Bogart, ein Teilhaber der Investmentfirma Blockchain Capital, ist davon überzeugt, dass Bitcoin (BTC) langfristig ein sicheres Wertaufbewahrungsmittel werden wird, allerdings sieht er diesen Status noch nicht vollends als erreicht an.

Die entsprechenden Äußerungen machte Bogart am 20. August in einem Interview mit Bloomberg, in dem er bestätigte, dass das drohende Risiko der Abwertung einiger Währungen Bitcoin bereits zugutegekommen ist:

„Ich denke langfristig wird Bitcoin ein Absicherungsinstrument sein […] besonders, wenn das Risiko besteht, dass Währungen abgewertet werden, dann ist Bitcoin sehr attraktiv. Dies war auch einer der treibenden Faktoren hinter dem jüngsten Aufschwung.“

Eine Flucht in die marktführende Kryptowährung bestätigt der Experte also, was die These, dass Bitcoin für Anleger eine Art Absicherung ist, untermauert. Nichtsdestotrotz betont Bogart, dass Bitcoin sich momentan noch in einer Entwicklungsphase befindet, weshalb in tatsächlichen Krisenzeiten diese Funktion noch nicht erfüllt werden könnte:

„Wenn es zu einer wirklich schwerwiegenden Krise kommen sollte, wie zum Beispiel einer neuen Finanzkrise, dann wird auch der Bitcoin-Kurs darunter leiden.“

Allerdings gibt der Experte gleichsam Entwarnung, da er in naher Zukunft keine große Wirtschaftskrise befürchtet, weshalb Bitcoin genug Zeit habe, sich in den nächsten 2 – 3 Jahren weiterzuentwickeln.

Abwertung von Fiatwährungen spielt Bitcoin in die Hände

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, ist Jeremy Allaire, der Geschäftsführer des Krypto-Zahlungsdienstleister Circle, ebenfalls der Meinung, dass die Abwertung von Fiatwährungen den Bitcoin-Kurs nach oben treibt. So hatte Allaire Anfang August bereits bestätigt, dass ein Zusammenhang zwischen der Rekordabwertung des chinesischen Yuans und dem Aufschwung der marktführenden Kryptowährung besteht.

Diese Einschätzung hat er gestern bekräftigt, als er gegenüber CNBC erklärte, weshalb Bitcoin trotz der momentanen Volatilität ein sicheres Wertaufbewahrungsmittel ist.

Eine Analyse von Cointelegraph hatte den scheinbaren Währungskrieg zwischen den USA und China zuletzt auch als einen möglichen Grund für den Aufwärtstrend von Bitcoin ausgemacht.

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Bitcoin scheitert an 11.000 US-Dollar Marke und stürzt ab

Mittwoch, 21. August: Die Stimmungslage auf den Kryptomärkten hat sich wieder ins Negative gedreht, nachdem Bitcoin (BTC) an der 11.000 US-Dollar Marke gescheitert und anschließend nach unten abgestürzt ist.

Market visualization

Marktvisualisierung von Coin360

Geht es zurück auf 9.000 US-Dollar?

Wie die Daten von Coin360 zeigen, hatte der Bitcoin-Kurs heute zunächst einen Höchstwert von 10.900 US-Dollar erreicht, ehe es wenige Stunden später rapide bergab ging. Zwischenzeitlich fiel der Kurs dadurch sogar unter 10.100 US-Dollar.

Bitcoin 7-day price chart

Bitcoin 7-Tage-Kursverlauf. Quelle: Coin360

Damit ist die Prognose, dass Bitcoin bald wieder über die 11.000 US-Dollar Hürde klettern kann, zunächst hinfällig. Cointelegraph hatte am Dienstag berichtet, dass die Marke am Vortag ebenfalls nicht geknackt werden konnte.

Die 10.200 US-Dollar Marke ist derweil von besonderer Bedeutung, da dies am Sonntag der letzte Kursstand bei Wochenschluss war.

Analyst Josh Rager vermutet, dass sich hierdurch auf dem Weg nach oben ein neues Tief herausbilden könnte, vorausgesetzt Bitcoin kann sich nun festigen:

„Der Kurs hat sich von der Aufwärtstrendlinie abgestoßen und versucht nun, sich oberhalb von 10.200 US-Dollar zu halten.“

Obwohl der Kurs seit Mitte Juni mindestens über 9.300 US-Dollar liegt, scheint die Stimmung, nicht überall so positiv zu sein, sondern vielmehr langsam ins Negative umzuschlagen.

Dies ist auch anhand des sogenannten „Fear & Greed Index“ abzulesen, der anzeigt, ob Anleger zu einem bestimmten Zeitpunkt eher kaufen oder verkaufen wollen.

Auf einer Skala von 1 bis 100 steht der Index momentan bei 11, was darauf hindeutet, dass die Stimmungslage von Angst geprägt ist bzw. dass der Markt überverkauft ist.

Bitcoin droht also, demnächst wieder in den vierstelligen Bereich abzurutschen, nichtsdestotrotz scheint der langfristige Optimismus davon ungebrochen. Wie eine neue Prognose der Krypto-Marktforscher von Digital Asset Research nun berechnet hat, wird der Bitcoin-Kurs bis zu seiner Halbierung im Mai 2020 auf einen Wert von 60.000 US-Dollar anwachsen wird.

Altcoins weiterhin im Abwärtstrend

Für Altcoins gibt es derweil wenig Grund zur Hoffnung, so geht die Abwärtsspirale am Mittwoch immer weiter nach unten. Unter den Top-20 Kryptowährungen haben fast alle Coins, bis auf eine Ausnahme, ähnlich starke Verluste wie Marktführer Bitcoin eingefahren.

Ether (ETH), der größte Altcoin, hat 6,2% verloren und liegt damit nur noch auf 187 US-Dollar, während Bitcoin SV (BSV) mit einem Minus von 7,2% der klare Verlierer des Tages ist.

Ether 7-day price chart

Ether 7-Tage-Kursverlauf. Quelle: Coin360

Der einzige Fels in der Brandung ist heute Ethereum Classic (ETC), der vorübergehend sogar einen Tagesgewinn von mehr als 12% generieren konnte.

Die Gesamt- Marktkapitalisierung beläuft sich bei Redaktionsschluss auf 266 Mrd. US-Dollar, wobei der Marktanteil von Bitcoin nur knapp unter 69% liegt.

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Europäische Kommission untersucht Monopolbildung durch Facebook Libra

Die Kartellaufsicht innerhalb der Europäischen Kommission hat einen Fragebogen verschickt, um herauszufinden, ob Facebooks Kryptowährung Libra gegen das Wettbewerbsrecht verstößt.

Laut einem Bericht vom 20. August will das Nachrichtenportal Bloomberg Einsicht in ein Dokument erhalten haben, das belegt, dass die EU-Kommission Anfang August einen Fragebogen an Facebook und die Mitglieder der Libra Association verschickt hat, durch den untersucht werden soll, ob die Kryptowährung des Social-Media-Konzerns überhaupt einen fairen Wettbewerb zulässt.

Die Kartellaufsicht befürchtet, dass Facebook und die beteiligten Unternehmen untereinander verschiedenste Kundendaten austauschen könnten, um sich einen gemeinsamen Vorteil zu verschaffen. In diesem Zusammenhang soll auch untersucht werden, inwiefern Libra in WhatsApp und den Facebook Messenger integriert werden soll.    

Des Weiteren bereiten die Mitgliederstruktur und die Machtverteilung innerhalb der Libra Association der Aufsichtsbehörde Sorge, da sich hier eine Art exklusiver Club herausbilden könnte, der nur ausgewählten großen Unternehmen eine Teilhabe ermöglicht und kleine Unternehmen vom Markt ausschließt.

Allerdings ist die Kartellaufsicht nicht die einzige Abteilung der EU-Kommission, die sich mit der Regulierung von Libra beschäftigt, so hat ein Sprecher der Abteilung für Finanzdienstleistungen bestätigt, dass diese „alle Entwicklungen im Bereich der Kryptowährungen und Zahlungsdienstleistungen verfolgt, darunter auch Libra“.

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, sind auch andere Regierungen besorgt, dass Facebook die Zahlungsbranche komplett an sich reißen könnte. So hatte der US-Senator Sherrod Brown, der ein ranghohes Mitglied des parlamentarischen Bankenausschusses ist, schon im Juni davor gewarnt, dass Facebook sowohl für kleine Unternehmen als auch für die Verbraucher zur Bedrohung werden könnte:

„Was passiert, wenn Facebook die Unternehmen dazu zwingt, keine Kreditkarten oder Bankkarten mehr anzunehmen? Dann werden die Kunden dazu gezwungen, Facebooks neue Monopolwährung zu nutzen. Oder was geschieht mit kleineren Unternehmen, die gezwungen sind, Libra zu nutzen, da sie ansonsten den Zugang zu Millionen von Facebook Nutzern verlieren, sich so aber von Facebook abhängig machen?“

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US-Außenminister warnt vor der Anonymität von Kryptowährungen

Der US-Außenminister Mike Pompeo hat davor gewarnt, dass Kryptowährungen indirekt Terrorismus und andere illegale Aktivitäten begünstigen könnten.

Anonymität birgt Risiken

In einem Interview mit CNBC verwies Pompeo am 20. August speziell auf die Risiken, die mit anonymen Transaktionen einhergehen, wobei er Kryptowährungen als Vehikel für die Anonymität sieht:

„Die Risiken, die mit anonymen Transaktionen einhergehen, sind uns wohlbekannt. Wir kennen das noch vom 11. September oder von den terroristischen Aktivitäten in den 15 Jahren zuvor, in denen wir noch keine guten Observierungsmöglichkeiten für Geldströme hatten.“

CNBC-Moderator Joe Kernen hatte in dem Gespräch einen möglichen Zusammenhang zwischen Bitcoin (BTC) und Terrorismus hergestellt, da zuvor die Spannungen im Mittleren Osten diskutiert wurden. In diesem Zusammenhang verwies Kernen auch auf ein vorheriges Interview mit US-Finanzminister Steve Mnuchin, der mit seiner Behauptung, dass Bitcoin mehr für illegale Aktivitäten genutzt wird als Bargeld, zuletzt für Verwunderung gesorgt hatte.

Pompeo wollte diese Behauptung zwar nicht bestätigen, teilte allerdings die Bedenken seines Regierungskollegen, dass Kryptowährungen und anonyme Transaktionen „die Sicherheitslage der Welt verschlechtern könnten“.

Gleiches Recht für alle

Aus dieser Angst zog Pompeo jedoch nicht die gleichen Schlussfolgerungen wie Mnuchin, der eine strenge Regulierung der Kryptobranche fordert. Stattdessen schlägt der Außenminister vor, dass für Kryptowährungen die selben Vorschriften wie für alle anderen elektronischen Transaktionen gelten sollten.

Ein ehemaliger Top-Manager der Deutschen Bank hatte kürzlich einen Artikel veröffentlicht, in dem er die These aufstellt, dass Kryptowährungen ein wichtiger Indikator für weltpolitische Spannungen ist.

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Österreich: Größter Mobilfunkanbieter A1 testet Krypto-Zahlungen mit Salamantex-Terminals

Österreichs größter Mobilfunkanbieter A1 Telekom Austria erprobt in einem Pilottest den Nutzen von Krypto-Bezahlterminals des heimischen Startups Salamantex und der Projektpartner Ingenico und Concardis, so eine Pressemitteilung des Unternehmens vom 16. August.

Schrittweise Einführung nach Pilottest

In sieben ausgewählten A1-Shops können Kunden mit Hilfe der Bezahlterminals ihre Einkäufe statt mit Euro durch die Kryptowährungen Bitcoin, Litecoin, Dash, Ethereum, Ripple oder Stellar begleichen. Der jeweils aktuelle Preis in Kryptowährung wird dabei von Salamantex in Echtzeit berechnet. A1 muss auf diesem Weg keine zusätzlichen Preise in diversen Kryptowährungen angeben.

Um als Kunde bei dem Pilottest mitzumachen, wird lediglich eine Wallet benötigt, aus welcher der Krypto-Betrag dann direkt überwiesen werden kann.

Laut Markus Schreiber, dem Leiter von A1 Business Marketing, erwägt A1 die langfristige Einführung des neuen Bezahlangebots. Über den zunächst beschränkten Pilottest sagte er:

“A1 übernimmt hier als Vorreiter eine große Verantwortung in Bezug auf die Digitalisierung unserer Gesellschaft. […] Die Sicherheit der Konsumenten und des Handels sowie die Einhaltung aller gesetzlichen Auflagen und Bestimmungen haben oberste Priorität. Bevor das A1 Payment Portfolio um digitale Währungen erweitert und offiziell für Geschäftskunden verfügbar sein wird, erfolgt nun ein mehrstufiger Testbetrieb, beginnend mit ausgewählten A1 Shops.”

Salamantex setzt auf starke Partner

Angekündigt hatte A1 die geplante Einführung der Salamantex-Terminals bereits im Juni – aber ohne weitere Details. Salamantex hatte im Dezember 2018 mit der Auslieferung der ersten Krypto-Bezahlterminals begonnen. Um seinen Kundenkreis zu erweitern, kooperiert Salamantex inzwischen auch mit dem Anbieter digitaler Registrierkassen Fiskaly.

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