Universität Malta bietet Master-Studiengang für Blockchain und DLT an

Die Universität Malta bietet ab sofort einen Master-Studiengang in Blockchain und Distributed-Ledger-Technologie (DLT) an.

Wie das Fintech-Nachrichtenportal CrowdfundInsider am 21. Oktober berichtet, hat die auf Malta ansässige Universität den neuen Studiengang zum Anfang des neuen Semesters in den Lehrplan aufgenommen, wobei bereits 35 Studenten dafür eingeschrieben sein sollen. 

Joshua Ellul, der Direktor des neuen Master-Studiengangs und Vorsitzender der maltesischen Innovationsbehörde, gibt an, dass 15 Unternehmen im Rahmen der DELTA Konferenz vom 3. Oktober schon ersten Kontakt mit den betreffenden Studenten aufgenommen haben, um diese ggf. anwerben zu können. Die Gründung des neuen Studiengangs erklärt er dabei wie folgt:

„Wir haben festgestellt, dass es einen großen Unterschied bei den Blockchain-Anforderungen für Informatiker, Rechtswissenschaftler und Betriebswirtschaftler gibt. […] Deshalb haben wir uns überlegt, einen Master-Studiengang einzurichten, der die unterschiedlichen Anforderungsbereiche der verschiedenen Disziplinen abdeckt.“

Dementsprechend soll der Studiengang gleich mehrere verschiedene Bereiche der Kryptobranche abdecken. Ziel sei es, ein „breitgefächertes, aber tiefgreifendes Lehrangebot zu schaffen“.

Zum neuen Master-Studiengang heißt es auf der universitären Webseite:

„Der multidisziplinäre Master-Studiengang in Blockchain- und Distributed-Ledger-Technologie richtet sich an Studenten, die ihren Bachelor in Informatik, Wirtschaftswissenschaften oder Rechtswissenschaften abgeschlossen haben. […] Der Studiengang bietet sowohl einen interdisziplinären Blick auf Blockchain und DLT als auch eine Spezialisierung auf eines der entsprechenden Felder.“

Im Sommer 2018 hatte sich die Universität Malta bereits mit der maltesischen Behörde für Informationstechnologie (MITA) zusammengetan, um ein Blockchain-Förderprogramm in Höhe von 300.000 Euro einzurichten.

Malta hat sich in Europa mittlerweile den Beinamen „Blockchain-Insel“ verdient, da das Land einen Blockchain und Krypto freundlichen Gesetzesrahmen aufgestellt hat. Cointelegraph hat zu Anfang des Jahres eine Kurzdokumentation dazu veröffentlicht.

auf cointelegraph lesen

Binance führt Krypto-Handel mit russischem Rubel ein

Binance, eine der weltgrößten Kryptobörsen, wird bald auch den Handel mit russischen Rubel ermöglichen.

Rubel wird in ca. 2 Wochen eingeführt

Die entsprechende Ankündigung hat Binance Geschäftsführer Changpeng Zhao am 21. Oktober im Rahmen des Open Innovations Forums gemacht, das von der russischen Regierung veranstaltet wird. Durch die Hinzufügung des Rubels werden russische Kunden in der Lage sein, Kryptowährungen auf Binance kaufen zu können, ohne ihre Währung vorher konvertieren zu müssen.

In einem zugehörigen Video erklärt Zhao auf Twitter:

„In ungefähr zwei Wochen werden wir Krypto-Handel mit dem russischen Rubel einführen. Ab diesem Zeitpunkt können auf Binance.com also Kryptowährungen mit dem Rubel gekauft werden.“

In Russland gibt es momentan noch keine klare Gesetzeslage bezüglich der Kryptobranche, da das Parlament wiederholt den dafür vorgesehenen Gesetzentwurf verschoben hat, wie zuletzt Mitte Oktober berichtet wurde.

Binance baut Service-Angebot aus

Im Januar 2019 hatte die Binance erstmals angekündigt, in acht weitere Länder expandieren zu wollen, darunter Malta, Singapur, Südkorea, Liechtenstein, Argentinien, Russland, die Türkei und die Bermudas.

Momentan betreibt Binance vier große Handelsplattformen, dies sind Binance Uganda, Binance Singapur, Binance USA und die für den europäischen Markt zuständige Binance Jersey.

Am 18. Oktober hatte Binance USA bekanntgegeben, dass die auf der Kryptobörse deponierten Vermögen in US-Dollar durch die Federal Deposit Insurance Corporation versichert sind.

Des Weiteren hat Binance Mitte Oktober den Direkthandel von Bitcoin (BTC), Ether (ETH) und Tether (USDT) mit dem chinesischen Yuan eingeführt.

auf cointelegraph lesen

Bitcoin: „Dramatischste“ Halbierung 2020

Bitcoin (BTC)-Enthusiasten warten immer noch gespannt auf die Halbierung der Blockprämie im Mai 2020. Die Auswirkungen auf den Kurs werden dabei immer deutlicher.

Experten gespannt auf die Halbierung

In einer Twitter-Diskussion am 18. Oktober hieß es in Kommentaren, dass das Ereignis im nächsten Jahr die Umlaufmenge an neuem Bitcoins um bis zu 63 Mio. US-Dollar (aktueller Kurs) pro Woche reduzieren werde.

Die Blockbelohnung ist die Summe der neuen Bitcoin, die Miner für das Mining eines neuen Blocks erhalten. Derzeit beträgt diese 12,5 BTC. Nach der Halbierung reduziert sich die Belohnung auf 6,25 BTC.

Bei den vorhergehenden Halbierungen gab es Kursanstiege. Das gibt Grund zur Annahme, dass es im Jahr 2020 nicht anders sein wird. Zusätzliche Studien, insbesondere das beliebte Stock-to-Flow-Modell, haben die Theorie bestätigt, dass der Bitcoin-Kurs bei einer abnehmenden Mining-Belohnung steigen müsse.

Beim Vergleich historischer Daten stellte Crypto Rand fest, dass die Halbierungen in den Jahren 2012 und 2016 jeweils 302.400 und 8,19 Mio. US-Dollar pro Woche aus dem Umlauf genommen haben. Die „dramatischste“ Halbierung im Jahr 2020, so die Prognose der Experten, wird 63 Mio. US-Dollar aus dem Umlauf nehmen.

Der Investor Alistair Milne stimmte weitestgehend zu. Außerdem erklärte er, dass es bei einem aktuellen Kurs von 8.200 US-Dollar pro Woche 51,7 Mio. US-Dollar in neuen Bitcoin weniger geben würde.

„Für diejenigen, die denken, dass Bitcoins Inflationszeitplan mit der Zeit ineffektiver wird… Beim aktuellen Wert (etwa 8200 US-Dollar) wird die Halbierung im Jahr 2020 51,7 Mio. US-Dollar/Woche neuer geminter Bitcoins auf Seiten der Verkäufer herausnehmen“, fasste Milne am Montag zusammen.

Auf Gewinnkurs

Wie Cointelegraph berichtete, lag Bitcoin mit seinem Rückgang auf 8.200 US-Dollar genau da, wie es das Stock-to-Flow-Modell erwarten lies. Als der Kurs noch höher lag, war er der in der Vergangenheit immer genauen Messung praktisch „voraus“. 

Dennoch teilen nicht alle diesen positiven Ausblick. In einem Interview Anfang des Monats warnte Dschihan Wu, der Mitbegründer des Mining-Riesen Bitmain, dass die Halbierung nicht unbedingt zu einer bullischen Stimmung zurück führen muss.

„Es gibt viel Unsicherheit, aber jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um in Krypto-Mining zu investieren“, so Wu. Bitmain hat die „weltweit größte“ Bitcoin-Mining-Farm in Texas eröffnet, wie das Unternehmen am Montag in einer Pressemitteilung bekannt gab.

auf cointelegraph lesen

„Lightnite“ – Spielehersteller entwickelt Fortnite-Klon mit Bitcoin-Belohnungen

Der Videospielentwickler Satoshi Games hat angekündigt, an einem Titel namens Lightnite zu arbeiten, das in seiner Art dem erfolgreichen Spiel Fortnite ähneln soll und Mikrotransaktionen über das Bitcoin Lightning Network abwickelt.

„Spielend leicht“ Bitcoin verdienen

Laut der entsprechenden Mitteilung vom 19. Oktober können die Spieler innerhalb des Spiels Bitcoin verdienen oder verlieren. Dies erklärt Satoshi Games wie folgt:

„Vereinfacht gesagt, können Spieler Bitcoin verdienen, indem sie andere Spieler abschießen und können wiederum Bitcoin verlieren, wenn sie abgeschossen werden.“

Des Weiteren können die Spieler auch bestimmte Gegenstände aufsammeln, die von abgeschossenen Spielern fallen gelassen werden und einen Gegenwert in Bitcoin haben. Im spielinternen Shop können die Bitcoin-Guthaben eingelöst werden, um weitere Gegenstände zu kaufen.

Die Guthaben der Spieler werden in Echtzeit berechnet, sobald ein Spieler einen Treffer erzielt, selbst Schaden nimmt oder einen wertvollen Gegenstand aufnimmt. Die Bitcoin-Guthaben können aber nicht nur genutzt werden, um damit weitere „Items“ zu kaufen, sondern können auch auf eine auf dem Lightning Network befindliche Wallet ausgebucht werden, wodurch die Spieler im wahrsten Sinne des Wortes echtes Geld verdienen können.

Kreative Wege führen zur Bitcoin-Massentauglichkeit

Das Spiel soll allerdings die Wahl lassen, den Bitcoin-Modus wahlweise an- oder ausschalten zu können, um eine möglichst breite Nutzerschaft zu erreichen. Erklärtes Ziel ist es, auch Spielern, die bisher noch keine Berührungspunkte mit Kryptowährungen hatten, den Zugang zu Bitcoin zu erleichtern:

„Spieler, die bisher noch kein Bitcoin nutzen, können das Spiel auch ohne Bitcoin-Funktion spielen. Vermutlich werden sie die erhöhte Interaktivität des Bitcoin-Modus aber irgendwann ausprobieren wollen und können dann anfangen, damit zu experimentieren. Damit helfen wir, die Akzeptanz von Bitcoin voranzutreiben.“

Wie Cointelegraph Ende September berichtet hatte, ist das Blockchain-Unternehmen Animoca Brands jüngst eine Partnerschaft mit Dorna Sports eingegangen, um ein auf Blockchain basiertes Motorradrennspiel zu entwickeln.

auf cointelegraph lesen

US-Notenbank: Neugeld im Wert von Bitcoins Gesamtmarktkapitalisierung gedruckt

Bitcoin (BTC)-Befürworter schlagen erneut Alarm, nachdem die US-Notenbank Federal Reserve in diesem Monat mehr neues Geld gedruckt hatte, als die gesamte Marktkapitalisierung Bitcoin wert ist.

Bilanz der US-Notenbank bald bei 4 Bio. US-Dollar

Wie von der Kryptowährungsexperte Dennis Parker am 21. Oktober erklärte, habe die US-Notenbank seit Mitte September 210 Mrd. US-Dollar in Umlauf gebracht.

Dazu kam es im Rahmen der wieder aufgenommenen quantitativen Lockerungsstrategie (QE-Strategie). Damit wird die Gesamtmarktkapitalisierung von Bitcoin, die sich auf 148 Mrd. US-Dollar beläuft, in den Schatten gestellt.

QE bedeutet, dass Staatsanleihen angekauft werden, um die Konjunktur anzukurbeln. Die Bilanz der Fed, so Parker, sei von 3,77 Bio. US-Dollar im vergangenen Monat auf 3,97 Bio. US-Dollar gestiegen. Diese war zuvor höher und die Fed erwartet in ihren eigenen Prognosen bis 2025 eine Bilanz in Höhe von 4,7 Bio. US-Dollar

Welt „schlafwandelt“ in die nächste Finanzkrise

Für Besitzer von Vermögenswerten, wie Gold und Bitcoin, die nicht inflationieren können, war der Gelddruck immer wieder ein Grund dafür, sich weniger von Fiatwährung abhängig zu machen. 

Parkers Aussage, dass Investoren jetzt BTC kaufen sollten, kommt zu einer Zeit, in der sogar die staatlichen Institutionen selbst Alarm im Hinblick auf die schwache Gesundheit des Bankensystems schlagen. 

In einer Rede auf der Haupttagung des Internationalen Währungsfonds letzte Woche sagte der ehemalige Gouverneur der Bank von England Mervyn King, dass die Welt in eine Finanzkrise „schlafwandelt“. Diese Krise sei noch schlimmer als die des Jahres 2008.

„Wenn wir an der neuen Orthodoxie der Geldpolitik festhalten und so tun, als hätten wir das Bankensystem sicher gemacht, schlafwandeln wir auf diese Krise zu“, fasste er zusammen.

Das Konzept, dass interventionistische Wirtschaftspraktiken von Regierungen und Zentralbanken zu finanzieller Zerstörung führen, ist einer der zentralen Grundsätze in Saifedean Ammous Buch „The Bitcoin Standard“. 

Das Buch, das im März 2018 veröffentlicht wurde, betrachtet Bitcoin im Vergleich zu Fiatwährungen und Handelsgütern, wie etwa Gold. 

Wie Cointelegraph berichtete, hat Bitcoin mit seinen bisher zehn Jahren nun 40 Prozent der Lebensdauer einer durchschnittlichen Fiatwährung hinter sich.

auf cointelegraph lesen

Bitmain: „Welweit größte“ Bitcoin-Mining-Anlage eröffnet

Der chinesische Kryptowährungs-Hardware-Hersteller Bitmain hat die laut eigener Aussage „weltweit größte“ Anlage für das Bitcoin (BTC)-Mining in der texanischen US-Stadt Rockdale eröffnet. 

In einer Pressemitteilung am 21. Oktober gab Bitmain bekannt, dass das Projekt zusammen mit dem Rockdale Municipal Development District und dem kanadischen Technologieunternehmen DMG Blockchain Solutions fertiggestellt worden sei.

Lokale Wirtschaft ankurbeln

In der Pressemitteilung wird insbesondere die Zusammenarbeit mit der lokalen Wirtschaft von Rockdale betont. Die Stadt befindet sich in Milam County, östlich von Austin.

Die Anlage, die derzeit auf eine Kapazität von 25 MW ausgelegt ist – und bei der eine 50 MW-Anlage sich noch im Bau befindet – befindet sich auf einem 133,5 Quadratkilometer großen Gelände. In Zukunft kann diese auf eine Kapazität von über 300 MW erweitert werden. 

Das Werk gehört der Aluminum Company of America – oder kurz: Alcoa – und diente früher als Schmelzanlage.

DMG, die Hosting- und Managementdienstleistungen für den Standort in Texas erbringt, wird mit Bitmain zusammenarbeiten, um die Kapazität des Standorts auszubauen und die Effizienz des Mining-Betriebs sicherzustellen.

Beide Unternehmen werden eng zusammenarbeiten, um vor Ort zusammen mit der lokalen Arbeitskommission, der Rockdale MDD, ein Team einzurichten.

Bitmain erklärt, dass das Unternehmen lokale Firmen aus Rockdale beauftragen wolle, um die laufenden Bauarbeiten voranzubringen. Auch der Strom soll direkt vom Stromnetzbetreiber in Rockdale, dem Electric Reliability Council of Texas, bezogen werden.

Neben der Unterstützung der lokalen Wirtschaft will Bitmain zusammen mit dem Schulbezirk Rockdale auch Bildungsprogramme und Schulungen zu den Themen Blockchain-Technologie und Rechenzentren im Mining anbieten.

„Bedeutend“ für Bitmains globale Expansion

Wie bereits berichtet, hat Bitmain seine Pläne für den Standort Texas erstmals im August 2018 bekannt gegeben.

Damals sagte Bitmain, dass das Unternehmen in den ersten zwei Jahren 400 Arbeitsplätze vor Ort schaffen werde. Insgesamt 500 Mio. US-Dollar sollen über einen Zeitraum von zunächst sieben Jahren in die Wirtschaft fließen.

Im Januar wurde berichtet, dass das Projekt kleiner wurde. Dabei war von Entlassungen und der vorübergehenden Einstellung des Betriebs die Rede. Diese Abkühlung wurde auf die ungünstigen Marktbedingungen zurückgeführt.

Clinton Brown, der führende Projektmanager in Rockdale für Bitmain, hat heute erklärt, dass die Inbetriebnahme der Anlage „für die globalen Expansionspläne von Bitmain bedeutend“ sei. Die stabilen und effizienten Energieressourcen des Bundesstaates seien von grundlegender Bedeutung, um das unvermeidliche, starke Wachstum der Mining-Branche zu unterstützen.

auf cointelegraph lesen

Lykke und Altcoin Fantasy starten Trading-Wettbewerb für Krypto-Einsteiger

Der Krypto-Trading-Simulator Altcoin Fantasy und die Schweizer Kryptobörse Lykke führen zum Start einer künftigen Zusammenarbeit ein Gewinnspiel mit Geldpreisen durch, so eine Mitteilung von Lykke vom 14. Oktober.

Lerninhalte für Krypto-Einsteiger

Im Rahmen der Partnerschaft werden beide Unternehmen gemeinsam auf Anfänger ausgerichtete Lerninhalte zu Krypto-Assets erarbeiten. Zum Auftakt veranstaltet Altcoin Fantasy bis zum 26. Oktober einen Trading-Wettbewerb auf seiner Simulationsplattform, bei dem die Teilnehmer in die Grundlagen des Handels mit Kryptowährungen eingeführt werden.

Der Hauptgewinner des Wettbewerbs wird mit einem Geldpreis von 300 US-Dollar belohnt, die vier nächsten Plätze mit 125 US-Dollar und die nächsten 20 mit jeweils 20 US-Dollar. Für Tagesgewinner gibt es zusätzlich einen Mini-Preis in Form von 10 US-Dollar. Alle Teilnehmer haben zudem die Möglichkeit eines Gewinns von Lykkes LyCl-Token.

Lykke-Token als klassisches Wertpapier 

Lykkes im Januar gestartete LyCI-Token bildet als sogenannter “Open-End-Index-Tracker” die Wertentwicklung von 25 Kryptowährungen gewichtet nach ihrer Marktkapitalisierung ab.  Dazu gehören neben dem Schwergewicht Bitcoin mit einem Anteil von 57,8 Prozent auch Ether, Ripple, Bitcoin Cash, EOS, Stellar, Litecoin und Cardano.

Mit Lykkes Short LyCI-Token können Anleger seit Anfang Oktober zudem in ähnlicher Art und Weise auf fallende Krypto-Märkte setzen.

auf cointelegraph lesen

CoinShares-Strategin über Krypto-Depots: „Ist das noch Bitcoin?“

Bitcoin (BTC) profitiert möglicherweise nicht von institutionellen Händlern, wie ein ein leitender Angestellter bei einem der bekanntesten Unternehmen der Branche warnte.

Wall Street und Bitcoins

In einem Interview mit dem Finanznachrichtennetzwerk RealVision am 18. Oktober, erklärte Meltem Demirors, die Strategieleiterin der Vermögensverwaltungsfirma CoinShares, dass es nicht unbedingt eine Win-Win-Situation für alle wäre, wenn die Wall Street mit Bitcoin zu tun hätte.

Einige Kommentatoren aus der Branche erwarten, dass ein stärkeres Interesse seitens der Finanzriesen das Image von Bitcoin weltweit verändern würden. Die Markteinführung von Produkten wie die regulierten Bitcoin-Futures von Bakkt im September zeigen, dass es eine institutionelle Nachfrage gibt und man dieser nachkommen möchte.

Grayscale, der weltweit größte Krypto-Vermögensverwalter, erklärte, dass die Nachfrage das gesamte Jahr 2019 über durchgehend stark gewesen sei.

Demirors zeigte sich jedoch skeptisch. Sie fragte:

„Angenommen, wir würden 50 Prozent der Bitcoins auf der Welt nehmen und diese bei einer regulierten Depotbank deponieren. Wir legen diese Bitcoins irgendwo in einen Tresor. Und dann geben wir Bitcoin-Hinterlegungsscheine aus – also Papiere, die es uns erlauben, mit den zugehörigen Bitcoins, die irgendwo in einem Tresor liegen, zu handeln. Aber wir tauschen die Bitcoins nie tatsächlich auf dem Bitcoin-Netzwerk aus. Ist das dann immer noch Bitcoin?“

„Wir sind Teil des Problems“

Wie Cointelegraph berichtete, hat insbesondere Bakkt einen schleppenden Start hingelegt. Die Bitcoin-Märkte sind sogar wenige Tage nach der Eröffnung der Plattform eingebrochen. Gleichzeitig wurde ein ähnliches Angebot der Börse Binance viel besser aufgenommen.

Demirors glaubt nicht daran, dass professionelle Geldgeber wirklich an Bitcoin interessiert seien und bezeichnete dieses Interesse als „Rollenspiel“.

Auch CoinShares trage potenziell zu diesem Verhalten bei.

„…Wir als Vermögensverwalter sind ein Teil des Problems“, fügte sie hinzu. 

Dennoch räumte sie ein, dass Bitcoin neben Gold für diejenigen, die sich für Handelsgüter und sichere Investitionen interessieren, die beste Option sei. 

„Ich glaube, Bitcoin ist digitales Gold“, wie sie abschließend erklärte. „Er ist das digitale Analog zu Gold.“

auf cointelegraph lesen

Facebook Libra: Deutsche Bundesregierung hält Erlaubnis unter Vorbehalt für möglich

Die deutsche Bundesregierung hält die Anwendbarkeit eines sogenannten Erlaubnisvorbehalts für Facebooks geplante LibraStablecoin für möglich. Dies teilte die Bundesregierung in einer am 17. Oktober veröffentlichten Antwort auf eine kleine Anfrage der Fraktion Die Linke mit.

Risikoeinschätzung zu Facebook Libra

In der kleinen Anfrage hatte die Fraktion Die Linke um eine Risikoeinschätzung bezüglich einer Einführung von Libra gemäß des veröffentlichten White Papers gebeten.

Die Bundesregierung argumentiert in ihrer Antwort, “die mit der Einführung von Libra verbundenen Risiken” hingen “von der konkreten Ausgestaltung und vom zu erwartenden Verbreitungsgrad der Libra und des Libra-Ökosystems ab”. Auf Basis des von der Libra Association veröffentlichten White Papers sei keine belastbare Bewertung der Risiken möglich. Für eine Zulassung unter Vorbehalt sehe die Bundesregierung allerdings eine Möglichkeit. Sie schreibt dazu:

“Die Bundesregierung und ihre zuständigen nachgeordneten Behörden prüfen derzeit den Sachverhalt. Libra könnte – je nach konkreter Ausgestaltung – unter ein bestehendes Verbot mit Erlaubnisvorbehalt fallen, das dazu führt, dass sich Libra nicht als echte Alternative zur staatlichen Währung etablieren kann.”

Wie die Antwort auf die Anfrage weiter ausführt, sieht die Bundesregierung in Bezug auf Facebook Libra nicht unbedingt einen Bedarf für neue rechtliche Regelungen. “Die bestehenden aufsichtsrechtlichen Regelungen sind somit grundsätzlich auch zur Anwendung auf Libra geeignet“, schreibt die Regierung. Es werde aber derzeit geprüft, “inwieweit bestimmte gesetzliche Regelungen im Kontext Libra besonders bedeutsam, nicht ausreichend oder zwingend zu ergänzen sein könnten”.

FDP fordert mehr Offenheit

Auch wenn sich die Bundesregierung zum gegenwärtigen Zeitpunkt gegenüber Facebook Libra offiziell zurückhaltend zeigt, hat Finanzminister Olaf Scholz bereits mehrfach seine ablehnende Haltung gegenüber dem Projekt deutlich gemacht. Unter den Bundestagsparteien gehen die Meinungen bezüglich des Stablecoin-Projekts stark auseinander. Am offensten gegenüber Libra zeigt sich die FDP, welche in einem Antrag jüngst von der Bundesregierung eine deutlich offenere Haltung gegenüber Kryptowährungen und Facebook Libra einforderte.

auf cointelegraph lesen

Kryptobörse Bitpanda startet IBAN-Direktüberweisungen im Euro-Raum

Die österreichische Kryptobörse Bitpanda bietet ihren Kunden ab sofort auch die Abbuchung ihrer Gelder per IBAN-Direktüberweisung an Bankkonten in der Euro-Zone an. Dies teilte Bitpanda am 16. Oktober in einem Blogbeitrag mit.

Neue Bezahloption für alle Kunden

Der Bitpanda Pay genannte Dienst steht allen Nutzern mit einem verifizierten Bitpanda-Konto zur Verfügung. Neben Guthaben in Euro und US-Dollar können mit Bitpanda Pay auch die Kryptowährungen BTC, ETH, DASH und BCH für Überweisungen genutzt werden. Diese werden bei Auftragserteilung dann automatisch von Bitpanda zu aktuellen Preisen in Euro umgetauscht. 

Die Liste der für Überweisungen nutzbaren Krypto-Assets will Bitpanda nach eigenen Angaben nach und nach ausbauen. Wie viele Onlinebanken nutzt Bitpanda SMS-TANs für zusätzliche Sicherheit.

Bitpanda betont, Bitpanda Pay ermögliche Nutzern dank IBAN-Überweisungen die Bezahlung von Rechnungen ohne Umweg über ein externes Bankkonto. Entgegen anderen Kryptobörsen bietet Bitpanda damit einen Zeitvorteil und Komfortgewinn, wenn es darum geht, Krypto-Guthaben im Alltag zu nutzen.

Konzession als Zahlungsinstitut

Die Lizenz als Zahlungsinstitut hatte Bitpanda von der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) bereits im April erhalten. Bitpanda hat damit die Erlaubnis nach europäischem Recht gemäß der Payment Services Directive 2 (PSD2) als Zahlungsinstitut zu agieren. Mit der Richtlinie reguliert die Europäischen Union (EU) Zahlungsdienstleistern in der gesamten EU und im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR).

auf cointelegraph lesen