PayPal bringt neue App heraus: Krypto, Sparkonto und direkte Einlagen

Der Zahlungsriese PayPal hat angekündigt, eine neue App herausbringen zu wollen, die digitale Zahlungsfunktionen für seine Kunden aus einer Hand bieten soll.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, erklärte der PayPal-Chef Dan Schulman im Juni, dass die Super-App des Unternehmens für die Vereinigten Staaten bereits fertiggestellt sei.

In einer Erklärung vom Dienstag hieß es, die neue PayPal-App werde Nutzern Zugang zu allen digitalen Finanzprodukten des Unternehmens bieten.

Die neue App bietet Dienstleistungen im und außerhalb des Kryptobereiches an. Dabei kann man zwischen der Wallet für die Kryptowährungszahlungen und Sparkonten mit hohen Erträgen hin und her wechseln.

In der Ankündigung von PayPal wurde auch eine Partnerschaft mit der Synchrony Bank bekannt gegeben, in deren Rahmen ein Sparkonto mit hohen Erträgen über die App angeboten wird.

In der Ankündigung hat der digitale Zahlungsriese auch bekannt gegeben, dass Kunden bis zu 0,40 Prozent Zinsen auf ihre Ersparnisse mit der App bekommen würden.

Kunden können ihre Ersparnisse auch vom Sparkonto abheben und auf ihr PayPal-Guthaben übertragen, um damit online einzukaufen.

Weitere neue Funktionen sind etwa die Möglichkeit, Rechnungen zu bezahlen, Cashback, Rabatte sowie direkte Einzahlungen. Mit der letzteren Funktion sollen Kunden Zahlungen zwei Tage früher erhalten können.

In diesem Zusammenhang: PayPal-Nutzer können bald Krypto auf externe Wallets übertragen

PayPal erklärte ebenfalls, in den kommenden Monaten seien weitere Funktionen für die App geplant. Darunter etwa Offline-Zahlungen mit einem QR-Code und Investitionsmöglichkeiten. Im August berichtete Cointelegraph, dass PayPal erwägt, auch Aktienhandel anzubieten.

Erst vor einigen Tagen hat das Unternehmen den Kryptohandel für Nutzer in Großbritannien eingeführt.

Schulman hatte zuvor erklärt, dass digitale Zahlungen immer wichtiger werden. Im Dezember 2020 hat er gesagt, es sei Zeit für eine Massenakzeptanz von Kryptowährungen.

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Präsident Erdoğan: „Wir befinden uns im Krieg mit Kryptowährungen“

Die türkische Bevölkerung gilt als Krypto-affin. Präsident Erdoğan teilt diese Affinität nicht und erklärt dem Space den Krieg.

Im Zuge eines Q&A-Events äußerte sich Präsident Recep Tayyip Erdoğan unter anderem zu den Themen Kernenergie, Social Media und auch zum Thema Krypto. Auf letzteres Thema scheint der türkische Präsident nicht ganz so gut zu sprechen zu sein, wie sich im Laufe des Frage-Antwort-Panels herausstellte.

Der türkische Präsident sagte gegenüber den Anwesenden, dass die Türkei “kein Problem habe, sich für digitale Vermögenswerte zu öffnen”. Weiter wolle die Türkei ihre eigene Währung verbreiten – ein Hinweis auf den digitalen Lira. So berichtete auch die Nachrichtenseite Daily Sabah kürzlich, dass die türkische Zentralbank eine eigene Plattform für digitale Währungen aufgesetzt habe.

Gegen Kryptowährungen im Ganzen äußerte sich der türkische Präsident jedoch weiterhin sehr kritisch:

Wir haben einen separaten Krieg und einen eigenen Kampf [gegen Kryptowährungen]. Wir würden niemals Kryptowährungen unterstützen. Denn wir werden unsere eigene Währung mit eigener Identität weiterführen.

Präsident Recep Tayyip Erdoğan

Was genau der türkische Präsident an Kryptowährungen auszusetzen hat, ließ er vorerst offen. Neu ist die Ablehnung jedoch nicht. Denn bereits im April dieses Jahres berichtete auch BTC-ECHO über den harten Kurs der türkischen Zentralbank gegen den Krypto-Space – die Notenbank hatte mit einer Verordnung alle Krypto-Zahlungen verboten. Damit fährt die Türkei einen ähnlichen Regulierungs-Weg wie etwa Russland. Denn türkische Staatsbürgerinnen und -Bürger dürfen zwar Bitcoin und Co. halten, doch für Zahlungen von Dienstleistungen darf man Kryptowährungen in dem Land nicht verwenden.

Krypto-Affinität der türkischen Bevölkerung

Konträr zur Krypto-kritischen Haltung der Notenbank und des türkischen Präsidenten gehören die türkischen Staatsbürger:innen derweil zu den Krypto-affinsten Menschen der Welt. Wie die Ergebnisse einer Umfrage aus dem Jahr 2018 zeigen, hielten bereits damals ungefähr 18 Prozent der Türken Kryptowährungen. Dabei lockt gerade diese Krypto-Affinität der Bevölkerung viele Betrüger auf den Plan. So berichtete BTC-ECHO jüngst über einen Dogecoin-Mining-Scam. Bei diesem Betrug entstand bei den – hauptsächlich türkischen – Anlegern ein Schaden in Höhe von 120 Millionen US-Dollar.

Jüngste Betrugsfälle

Auch Binali Yildirim, stellvertretender Vorsitzender der AKP, äußerte sich bei dem Event in Mersin:

Leider öffnet der Handel mit Kryptowährungen auch die Tür für Betrugsfälle. Es ist also ein Thema, das einer ernsthaften Überwachung bedarf. Es gibt eine Art imaginären zukünftigen Verkauf. Und dann haben wir einige schlechte Beispiele dafür gesehen, wo es Opfer solcher Betrugsfälle gab. Aber in der Zukunft kann es natürlich als Staat, als Regierung notwendig sein, einige Vorkehrungen zu treffen, um solche Betrugsfälle und Fehler zu verhindern. Die Arbeit an solchen Vorkehrungen wurde bereits begonnen.

Binali Yildirim, stellvertretender Vorsitzender der AKP

Und Binali Yildirim dürfte mit seiner Aussage einen wunden Punkt treffen. Denn in der jüngsten Krypto-Historie der Türkei gab es mehrere Betrugsfälle. Solche Betrugsfälle tragen sicher zu dem skeptischen und defensiven Kurs der Notenbank gegenüber Kryptowährungen bei. Erdogans jüngste Äußerung dürfte derweilen keine freundlichere Einstellung der Regierung gegenüber Kryptowährungen nach sich ziehen. Im Gegenteil: Eine härtere Regulierung des Marktes könnte folgen, um den “Krieg gegen Kryptowährungen” nicht zu verlieren.

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Türkischer Präsident Erdoğan: „Wir führen einen Krieg“ mit Krypto

Die Türkei will ein Blockchain-Zentrum werden, da das Land sowohl in Europa als auch in Asien liegt. Doch für Kryptowährungen hat das Land nichts übrig, wie der türkische Präsident Recep Tayyib Erdoğan kürzlich erneut bekräftigte.

Erdoğan veranstaltete eine Fragerunde in der türkischen Stadt Mersin, an der Jugendliche aus dem ganzen Land teilnehmen konnten. Einer der Teilnehmer sprach die digitale Kollaborationsplattform für die türkische Lira an, die letzte Woche angekündigt wurde. Er fragte, ob die Zentralbank Kryptowährungen begrüßen würde. Er fragte Erdoğan auch, was er von Krypto halte.

„Wir wollen Kryptowährungen absolut nicht begrüßen“, wie der Präsident antwortete. Er fügte hinzu:

„Ganz im Gegenteil, wir führen einen Krieg, einen Kampf gegen sie. Wir würden Kryptowährungen niemals unterstützen. Denn wir werden mit unserer eigenen Währung Fortschritte machen, ihre eigene Identität hat.“

Die ehemalige türkische Premierminister Binali Yıldırım ergänzte dazu, dass Kryptowährungen aufgrund ihres potentiellen Risikos eine strenge Aufsicht bräuchten. „Es ist wie der Verkauf eines fiktiven Termingeschäfts“, wie er erklärte.

In diesem Zusammenhang: Türkische Zentralbank: Zusammenarbeitet mit lokalen Tech-Firmen an Forschung und Entwicklung einer digitalen Währung

Türkei hat im Jahr 2019 erstmals Pläne angekündigt, an einer nationalen Blockchain-Infrastruktur arbeiten zu wollen. Seitdem haben sich die Regierung und die lokalen Behörden positiv über Blockchain geäußert. Die Regierung kündigte für Ende 2021 auch Tests für eine digitale Zentralbankwährung an.

Die türkische Zentralbank hat einen großen Schritt in Richtung einer digitalen Zentralbankwährung gemacht und die digitale Kollaborationsplattform für die türkische Lira eingerichtet, an der auch drei lokale Technologieunternehmen beteiligt sind.

Doch diese jüngsten Kommentare von Präsident Erdoğan über Kryptowährungen könnten das Ende der Krypto-Freundlichkeit der Türkei einläuten. Dort haben sich mehrere globale Kryptobörsen, wie etwa Binance und Huobi, Büros eingerichtet.

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Nach El Salvador: Schwappt die Bitcoin-Welle jetzt nach Afrika?

MicroStrategy kauft den Dip. Gleich mehrere tausend BTC führt das Unternehmen seinen Beständen zu.

Als hätten sie nicht ohnehin genug: Wie Michael Saylor, CEO und Gründer von MicroStrategy, am Mittag des 13. September via Twitter bekannt gab, hat das Unternehmen abermals Bitcoin gekauft. Laut Saylor waren es diesmal 5.050 BTC, die das Unternehmen zum Durchschnittspreis von 48.099 US-Dollar je BTC erstanden hatte. Die Neubeschaffung der Coins kostete das Unternehmen demnach 242,9 Millionen US-Dollar.

Insgesamt hält MicroStrategy nun 114.042 BTC im Gesamtwert von sage und schreibe 5,131 Milliarden US-Dollar. Damit ist das US-Unternehmen einer größten BTC-Hodler der Welt und hält rund 0,5 Prozent aller umlaufenden Bitcoin.

Die Aktionärinnen und Aktionäre des Unternehmens dürfte es freuen. Schließlich hat MSTR “lediglich” 3,16 Milliarden US-Dollar für seinen BTC-Bestand ausgegeben, liegt also rund 2 Milliarden US-Dollar im Plus. Der Durchschnittspreis aller Einkäufe beläuft sich dabei auf 27.713 US-Dollar pro Bitcoin – “inklusive Gebühren”. Das geht aus einem Dokument an die US-Börsenaufsicht SEC hervor, die das Unternehmen heute eingereicht hat.

Zuvor hatte Saylor noch einen seiner berühmten Aphorismen auf Twitter gepostet und damit wohl auf seine Akkumulationsstratgie in Sachen digitales Gold verwiesen.

Michael Saylor gilt freilich als einer der bullishsten Bitcoin-Investoren überhaupt. Seit sein Unternehmen im Sommer 2020 erstmals in die Kryptowährung investiert hatte, vergeht kaum ein Monat, in dem wir nicht über neue Zukäufe zum möglicherweise bald größten digitalen Goldschatz der Erde berichten. Vor Markteröffnung in den USA liegt der Stückpreis der MicroStrategy-Aktie rund 1 Prozent im Plus und notiert zur Stunde bei 615 US-Dollar.

Bitcoin selbst nimmt von dem Einkauf indes kaum Notiz und steht zur Stunde lediglich 0,1 Prozent im Plus.

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Große Aufgabe: Coinbase will 1,5 Milliarden US-Dollar aufbringen

Coinbase, die größte Kryptowährungsbörse in den Vereinigten Staaten, will über eine Anleiheemission 1,5 Milliarden US-Dollar aufbringen, wie das Unternehmen am Montag offiziell bekannt gab.

Die an der Nasdaq gelistete Kryptobörse möchte dieses Kapital nutzen, um die Bilanz des Unternehmens für allgemeine Unternehmenszwecke und mögliche Investitionen und Übernahmen anderer Unternehmen, Produkte oder Technologien auszubauen. Der Abschluss dieser Anleiheemission hängt vom Markt und anderen Umständen ab, wie die Firma erklärte.

Im Rahmen dieser neuen Kapitalerhöhung will das Unternehmen vorrangige Anleihen ausgeben, die in den Jahren 2028 und 2031 fällig sind. Diese haben einen Gesamtwert von 1,5 Milliarden US-Dollar und werden vollständig von der Coinbase Inc. garantiert. Das ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Coinbase, die als Holdinggesellschaft fungiert. Der Zinssatz, die Rückzahlungsbedingungen und andere Konditionen der Anleihe werden zwischen Unternehmen und den Erstkäufern verhandelt.

Coinbase wies darauf hin, dass die Anleihen und die damit verbundene Garantie nur im Rahmen eines privaten Angebotsmemorandums an Personen angeboten und verkauft werden, bei denen man davon ausgehen kann, dass es sich um „qualifizierte institutionelle Käufer“ nach den geltenden Wertpapiergesetzen handelt.

„Weder die Anleihen noch die zugehörige Garantie wurden oder werden nach Wertpapiergesetzen registriert und dürfen, sofern sie nicht registriert sind, in den Vereinigten Staaten weder angeboten noch verkauft werden, es sei denn, es liegt eine Ausnahme von dieser Registrierungspflicht vor“, fügte Coinbase hinzu.

In diesem Zusammenhang: Regulierungs- und Datenschutzbedenken nach SEC-Drohung gegen Coinbase

Coinbase ist in letzter Zeit ins Visier von Wertpapierbehörden geraten. Die US-Wertpapieraufsicht SEC drohte, die Börse wegen ihres Krypto-Kreditprogramms verklagen zu wollen. Der Coinbase-Chef Brian Armstrong machte darauf aufmerksam, dass viele andere Krypto Firmen auf dem Markt derzeit ähnliche Kreditprodukte anbieten würden.

Mit einem täglichen Handelsvolumen von über 5,6 Milliarden Dollar ist Coinbase eine der größten Kryptowährungsbörsen der Welt. Das Unternehmen wollte im Mai 2021 über eine private Emission von Schuldverschreibungen 1,25 Milliarden US-Dollar aufbringen. Mitte April ist es mit einer direkten Notierung an der Nasdaq an die Börse gegangen.

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Western Union und Co.: Millionenverluste wegen Bitcoin-Gesetz?

Mit der Bitcoin-Einführung ist El Salvador einen historischen Schritt gegangen. Die Legalisierung könnte zukünftig Überweisungsanbieter wie MoneyGram oder Western Union obsolet werden lassen.

Am 7. September trat in El Salvador offiziell das Gesetz in Kraft, das Bitcoin im lateinamerikanischen Land offiziell als Zahlungsmittel einführte. Seitdem können Bürger die Kryptoleitwährung für ihre Geschäftsaktivitäten verwenden – egal, ob beim Einkauf von Lebensmitteln, dem Bezahlen der Stromrechnung oder der Entrichtung von Steuern. Die Regierung um Präsident Nayib Bukele erhofft sich mit dem Schritt mehr Wirtschaftswachstum und vor allem mehr Unabhängigkeit von der bisherigen Nationalwährung – dem US-Dollar. In zwei Etappen deckte sich El Salvador am Montag mit 400 BTC ein.

Doch auch für die salvadorianische Diaspora bringt die Einführung von Bitcoin einen massiven Vorteil, der gleichzeitig zum massiven Problem für Überweisungsdienstleister à la Western Union oder MoneyGram werden könnte. Denn die Legalisierung ist ein Gamechanger für den lateinamerikanischen Staat, bedenkt man, dass knapp 70 Prozent der Einwohner auf finanzielle Hilfsleistungen von Verwandten aus dem Ausland angewiesen sind. Laut aktuellen Zahlen der Weltbank machen diese Überweisungen knapp 24 Prozent des gesamten Bruttoinlandsproduktes aus. Gegenwärtig nutzt ein Großteil dafür noch die Dienste besagter Unternehmen. Doch damit könnte bald Schluss sein, denn die teils hohen Transaktionsgebühren, die Western Union und Co. erheben, lassen Kunden nach kostengünstigeren Alternativen suchen. Darüber hinaus berichtet der in Kanada lebende Exil-Salvadorianer Jaime García gegenüber CNBC:

Wenn ich Geld überweise, müssen die Menschen mit dem Bus zur nächsten Filiale fahren, um die Sendung abzuholen. Um die Standorte herum tummeln sich jedoch oftmals Gangs, die genau wissen, warum die Bürger zu den Abholstellen kommen. Überfälle sind keine Seltenheit.

Jaime García gegenüber CNBC

Heilsbringer hört in El Salvador auf den Namen “Chivo”

In El Salvador könnte die Lösung auf den Namen “Chivo” hören. Die Staats-Wallet bietet ihren Nutzern die Möglichkeit grenzüberschreitende Überweisungen gebührenfrei durchzuführen. Zugegeben, Startschwierigkeiten bremsten die Euphorie der Bürger etwas, nachdem einige die App entweder nicht herunterladen oder aufgrund von Serverüberlastungen nicht verwenden konnten. Doch alles in allem ist die Resonanz auf “Chivo” bisher positiv.

Sobald die “Chivo”-Wallet sich im täglichen Zahlungsverkehr in El Salvador etabliert, könnte es eng werden für MoneyGram und Western Union. Der CNBCBericht beruft sich auf Aussagen von Präsident Bukele, der einen jährlichen Verlust von etwa 400 Millionen US-Dollar für Überweisungsdienstleister prognostizierte.

Dass immer mehr Menschen aus Schwellenländern den bisherigen Platzhirschen den Rücken kehren, zeigt sich zuvor schon auf dem afrikanischen Kontinent. Um Verwandte zu unterstützen, setzen immer mehr Afrikaner auf Überweisungen via Krypto-Börsen. So sind nicht nur die Transaktionsgebühren wesentlich geringer, auch lassen sich damit Defizite der Fiat-Volatilität zwischen verschiedenen afrikanischen Währungen umgehen.

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Immutable Insight: Ein neues Ökosystem mit Null-Emissionen

Immutable Insight stellt zwei neue börsengehandelte Wertpapiere auf Blockchain Basis vor: “Substainliquid” und “Kryptobest”.

Von wegen Klimakiller, die “Infrastruktur der Zukunft ist die Blockchain-Technologie”. Diese Vision hat das Start-up Immutable Insight, über das wir bereits in der Vergangenheit berichteten. Die Gründerin Katharina Gehra verfolgt zusammen mit dem Mitbegründer Dr. Volker-Henning Winterer die Vision eines Ökosystems mit genau Null-Emission. Das 2019 gegründete Unternehmen hat das Ziel, das “volle Potenzial der Blockchain-Technologie durch datengesteuerte Ansätze und Krypto-Asset-Analysen zu nutzen”. Auf Basis dieser Instrumente wurden nun zwei neue börsengehandelte Wertpapiere (ETI) vorgestellt: “Substainliquid” und “Kryptobest”. Diese seien aus der Motivation raus entstanden, “auch kleinen Investoren die Möglichkeit an[zu]bieten, von unserer Expertise profitieren zu können”, erklärt Gehra gegenüber BTC-ECHO.

Substainliquid

Bei Substainliquid handelt es sich der Website nach um ein ETI, dass das Ziel verfolgt, positive Renditen bei geringem Risiko ESG-Konform auszuschütten.
Dazu werde ausschließlich in Proof-of-Stake (Staking-) Blockchains und dezentralisierte Finanzsysteme (deFi) investiert. Dabei sei nur investmentwürdig, was sich dem Unternehmen nach sowohl bewiesen, als auch ein großes Wachstumspotential hat.

Gehra erklärt BTC-ECHO, dass der Energieverbrauch somit automatisch gesenkt werden würde:

Andere Konsensmechanismen [zum Proof-of-work] wie Proof-of-Stake ersetzen Strom durch Kapital in der Gestaltung als Anreizsystem. Dies führt automatisch dazu, dass der Energieverbrauch von solchen Systemen um mehr als drei Größenordnungen verringert wird, wodurch auch der CO₂-Fußabdruck von solchen Blockchains im selben Ausmaß reduziert wird.

Katharina Gehra

Wie funktioniert Substainliquid?

Das angelegte Kapital wird zunächst in ein Token einer Staking-Blockchain umgewandelt, bevor es dann in Smart Contracts hinterlegt wird.
Durch die Smart Contracts würden Transaktionsgebühren und Inflationsgebühren eingenommen werden, die dann an die Anleger:innen ausgezahlt werden. Dabei peilt Immutable Insight eine Rendite von circa drei Prozent an. Um einen sozialen Beitrag zu leisten, sollen ungefähr 30 Prozent des Stalking-Rewards an Givewell gehen. Das Unternehmen möchte mit Substainliquid besonders Privatanleger:innen ansprechen.

Gehra nach bekäme man durch Substainliquid alle Vorteile des Stakings, kann seine CO₂-Emissionen verwalten und etwas Geld kassieren. Dabei ist sie der Meinung, dass die “Blockchain-Technologie … der einzige systemische Hebel für echte ESG” (Environmental Social Governance) ist.

ESG: Umwelt, Soziale und Unternehmensführungskriterien

Die ESG_Anlagekriterien gehen aus den EU-Vorschriften mit dem Namen Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) hervor, die darauf abzielen, die EU bis 2050 kohlenstoffneutral zu gestalten.

[Wir] fokussieren … uns auf Proof-of-Stake-Blockchains, um die energieärmeren Konsensmechanismen zum einen und die Transparenz und Verbindlichkeit der Blockchain-Daten auf der anderen Seite für einen besseren ESG Ansatz zu nutzen.

Katharina Gehra

Kryptobest

Wie bei Substainliquid soll auch für Kryptobest die Grundlage eine “mathematische und physikalische Modellierung auf Basis von Echtzeitdaten” sein. Im ETI Kryptobest sollen führende Kryptowährungen mit Investitionen in verschiedene Token kombiniert werden. Das Ziel sei eine angemessene Diversifikation des Anlagedepots. Dadurch möchte das Unternehmen die Preisschwankungen so gut es geht reduzieren. Dabei kann der Website zufolge jede:r investieren, der oder die bereit ist, mindestens 1.000 Euro anzulegen.

Gehra erklärte, dass der Fokus auf dem Token selbst liegt. Denn:

Wir glauben an die Tokenökonomie und wollen das neue Internet investierbar machen. Wer also schon mal Bitcoin und/oder Ether
gekauft hat, aber wem die Vielzahl und Dynamik der Token privat zu viel Aufwand ist, der bekommt hier den one-stop-shop für ein breites, aktiv gemanagtes Kryptoportfolio.

Katharina Gehra, 9. September 2021

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Ukraine verabschiedet Gesetz zur Anerkennung und Regulierung von Krypto

Das ukrainische Parlament hat ein Gesetz zur Regulierung ausländischer und inländischer Kryptowährungsbörsen verabschiedet, die im Land tätig sind.

Am 8. September verabschiedete das ukrainische Parlament den Gesetzesentwurf mit dem Titel „Über virtuelle Vermögenswerte“. Damit werden Kryptowährungen im Land zum ersten Mal rechtlich anerkannt. Die Gesetzgebung baut auf den bestehenden Standards der staatenübergreifenden Anti-Geldwäscheorganisation FATF auf.

Das ukrainische Ministerium für digitalen Wandel durch die Implementierung der neuen Regulierung von virtuellen Vermögenswerten überwachen und das Wachstum der Branche unter Einhaltung von „internationalen Standards“ steuern.

Anastasia Bratko vom Ministerium für digitalen Wandel sagte, mit dem Gesetz können Unternehmen, Märkte für virtuelle Vermögenswerte in der Ukraine eröffnen. Und Banken können damit „Konten für Krypto-Unternehmen eröffnen“.

„Die ukrainischen Bürger können ihr Einkommen auch in virtuellen Vermögenswerten angeben“, wie sie erklärte. Sie fügte hinzu, dass das Gesetz „den gerichtlichen Schutz der Rechte von Besitzern virtueller Vermögenswerte garantiert“.

In einer Ankündigung des Ministeriums hieß es, „das Land wird zusätzliche Steuereinnahmen für den Haushalt erzielen, die von Kryptounternehmen gezahlt werden“. Außerdem hieß es:

„Die verwendeten Normen legen Regeln für die Anbieter von Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Umlauf virtueller Vermögenswerte fest und tragen dazu bei, den Markt zu entschatten.“

Virtuelle Vermögensdienstleister „müssen einen tadellosen geschäftlichen Ruf haben“ und müssen ihre Besitzstruktur offenlegen, um die letztendlichen wirtschaftlichen Eigentümer zu identifizieren. Interne Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche müssen auch von den virtuellen Vermögensdienstleistern eingehalten werden.

Der stellvertretende Minister für digitalen Wandel der Ukraine Oleksander Bornjakow betonte Bestimmungen in der Gesetzgebung, laut denen „Devisen auf den ukrainischen Markt“ gebracht werden sollen. Dazu sagte er:

„Das wird ein starker Anreiz für die weitere Entwicklung der Krypto-Sphäre in der Ukraine sein. Die Banken werden für sie Konten eröffnen und Transaktionen mit einer neuen Klasse von Vermögenswerten durchführen. Ich bin sicher, dass die Gesellschaft, die Wirtschaft und der Staat von der Legalisierung des neuen Wirtschaftszweigs profitieren werden.“

In diesem Zusammenhang: Mitarbeitergehälter in Krypto: Ukrainisches Ministerium erwägt Pilotprojekt mit digitaler Währung

Letzten Monat gab Mikhail Fedorow, der stellvertretende Premierminister der Ukraine und Leiter des Ministeriums für digitalen Wandel, bekannt, sein Ministerium prüfe die Verwendung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) für Gehaltszahlungen im Rahmen eines Pilotprojektes.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unterzeichnete im Juli ein Gesetz, dass es der Zentralbank des Landes erlaubt, eine digitale Zentralbankwährung auszugeben.

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Leute in Senegal ratlos: Akon City macht keine Fortschritte

Ursprünglich wurde Akon City als futuristische, vom Marvel-Film Black Panther inspirierte Stadt angepriesen. Sie sollte ein „Leuchtturm der Innovation und der menschlichen Entwicklung“ sein und die westafrikanische und senegalesische Wirtschaft stärken. Doch seit dem Jahr 2018 ist nicht viel passiert und man sieht nicht wie von der Entwicklung, abgesehen von einem Stein, der vor zwölf Monaten auf einem Feld in der Nähe von Mbodiene gelegt wurde.

Einem Bericht der Agence France-Press zufolge ist das Projekt bisher nicht weitergekommen und ein kleines Plakat, das für Akon City geworben hat, ist inzwischen von seinem Platz auf dem Block gefallen.

Akon hatte vorausgesagt, die Stadt werde bis 2024 eine Polizeistation, ein Abfallzentrum, ein Solarkraftwerk, ein Einkaufszentrum, ein Krankenhaus und eine Schule haben. Er prognostizierte, dass das Projekt bis zum Jahr 2030 vollständig fertiggestellt sein würde .

Die Bürger von Senegal werden immer skeptischer im Hinblick auf Akon City. Für 6 Milliarden US-Dollar soll eine panafrikanische „Smart City“ entstehen, deren Wirtschaft mit Krypto arbeitet und die in der Nähe des senegalesischen Dorfes Mbodiene liegt, wie der berühmte Musiker und Produzent Akon es darlegte.

Zeremonienstein der Stadt Akon: AFP

In dem Bericht sprechen Einwohner von Mbodiene über die großen Hoffnungen auf mehr Arbeitsplätze und Wirtschaftstätigkeit. Und sie erzählen auch, sie wüssten nicht, warum die Entwicklung von Akon City ins Stocken geraten ist. Der 35-jährige Jules Thiamane sagte dazu:

„Sie haben den Grundstein gelegt und große Reden geschwungen und Versprechungen gemacht. Von diesen Ankündigungen haben wir, glaube ich, noch nicht viel gesehen.

Doch nicht alle haben Akon City aufgegeben. Der Vorsitzende der Jugendvereinigung des Dorfes Mbodiene David Seck Sene erklärte: „Ich habe noch Hoffnung. Ich wüsste nicht, wie man ein solches Projekt von heute auf morgen stoppen könnte.“

Philomene Bamimba, die Leiterin der Vereinigung der Frauen, hob hervor, was für wirtschaftliche Vorteile der Bau der Stadt für Mbodiene mit sich bringen könnte. „Das ist eine große Sache für uns“, sagte sie.

Paul Martin vom US-amerikanischen Ingenieurbüro KE International, dem Unternehmen, das den Zuschlag für den Bau von Akon City erhalten hat, erklärte, dass für das Projekt bereits mehr als 4 Milliarden Dollar aufgebracht worden seien.

Martin gab bekannt, dass der kenianische Unternehmer Julius Mwale der Hauptinvestor des Projekts ist, und sagte voraus, dass die Bauarbeiten im Oktober beginnen würden, wenn die Entwicklung einer anderen von Mwale finanzierten Stadt in Kenia abgeschlossen ist.

In diesem Zusammenhang: Akon baut zweite afrikanische Krypto-Stadt in Uganda

Martin fügte hinzu, dass man sich für die Arbeit an Akon City in den ersten zwölf Monaten um „Planung, Genehmigungen, Beschaffung und Einstellung von Baufirmen“ gekümmert habe.

Nach Angaben der Weltbank leben von 16 Millionen Einwohnern in Senegal über ein Drittel unterhalb der Armutsgrenze.

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Shop.com bindet Kryptowährungen über BitPay als Zahlungsweg ein

Der amerikanische Onlinehändler Shop.com führt nun auch Kryptowährungen als Zahlungsmittel ein.

Wie das Unternehmen, das dem Konzern Market America angehört, bekanntgegeben hat, geht es eine Kooperation mit dem Krypto-Zahlungsdienstleister BitPay ein, um zukünftig Zahlungen über Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) zu ermöglichen.

Durch die neue Zusammenarbeit können die Nutzer von Shop.com während des Zahlungsvorgangs auf ihre Krypto-Wallets zugreifen, und mit diesen zahlen. Dabei stehen ihnen neben Bitcoin auch Bitcoin Cash (BCH), Ether (ETH), Wrapped Bitcoin (WBTC), Dogecoin (DOGE), Litecoin (LTC) und fünf an den US-Dollar angebundene Stablecoins zur Verfügung.

Steve Ashley, der Präsident und Operative Geschäftsführer (COO) von Shop.com, sieht in der Einbindung von Krypto ein völlig neues Kapitel für seine Firma. Zudem erklärt er, dass der neue Zahlungsweg in allen Ländern nutzbar ist, in denen Market America agiert, darunter fallen neben den USA noch Kanada, Hongkong, Australien, Taiwan, Großbritannien, Singapur und Malaysia.

Der Zahlungsdienst BitPay wird inzwischen von vielen Unternehmen genutzt, die Kryptowährungen als Zahlungsmittel einführen wollen. So haben zuletzt auch die Las Vegas Auto Gallery und die Luxushotelkette The Kessler Collection den Service eingebunden.

Eine aktuelle Studie des Krypto-Zahlungsdienstleisters zeigt, dass sowohl Krypto-Anleger als auch Verbraucher, die noch keine Kryptowährungen besitzen, ein verstärktes Interesse daran haben, diese als Zahlungsmittel nutzen zu können.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, geben bis zu 93 % der Krypto-Anleger an, dass sie in der Zukunft mit Kryptowährungen zahlen wollen, während immerhin 59 % der Verbraucher ohne Kryptowährungen diese potenziell nutzen wollen würden.

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