Projekt “Venus”: Binance will Stable-Coins mit Regierungen entwickeln

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Das Ende von Horizon State (HST)

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Binance kündigt Stable-Coin-Projekt Venus an

Die maltesische Bitcoin-Börse Binance hat ein neues, globales Blockchain-Projekt angekündigt. Das unter dem Arbeitstitel „Venus“ laufende Projekt soll den Fokus auf die Erschaffung von lokalen Stable Coins abzielen. Wie aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervorgeht, will die Krypto-Börse dazu unter anderem mit Regierungen kooperieren. Binance will nach eigenen Angaben

eine Initiative zur weltweiten Entwicklung lokaler Stable Coins und digitaler Assets, die an Fiat-Währungen gekoppelt sind [starten]. Binance strebt neue Allianzen und Partnerschaften mit Regierungen, Unternehmen, Technologieunternehmen und anderen Kryptowährungsunternehmen und Projekten an […].

Mit weiteren Informationen geizt die Pressemitteilung indes. Die Bitcoin-Börse verweist auf die hauseigenene Blockchain Binance Chain als Beispiel für ihre globalen Blockchain-Aktivitäten. Danach haben mit BTCB und BGBP bereits erste Stable Coins von der „Sicherheit und Robustheit“ der Binance Chain profitieren können.

Aus der chinesischen Variante der Pressemitteilung geht deutlicher hervor, dass sich Binance bei Venus vom umstrittenen Facebook Coin Libra hat inspirieren lassen. Es ist von einer „regionalen Version“ Libras die Rede.

Binance ruft zur Venus-Kooperation auf

Zu etwaigen Kooperationspartnern hat sich Binance bislang ebensowenig geäußert wie zu der genauen Beschaffenheit von Venus. Am Ende der Pressemitteilung ruft die Bitcoin-Börse potenzielle Partner aus Industrie und Politik dazu auf, sich per E-Mail mit ihr in Verbindung zu setzen.

Binance freut sich über weitere Regierungspartner, Unternehmen und Organisationen mit einem starken Interesse und Einfluss auf globaler Ebene, die mit uns zusammenarbeiten, um eine neue offene Allianz und eine nachhaltige Gemeinschaft aufzubauen. Wir ermutigen Gleichgesinnte und Organisationen, sich mit uns in Verbindung zu setzen und gemeinsam die unendlichen Möglichkeiten der digitalen Welt zu diskutieren.

Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass sich Venus noch ganz am Anfang befindet. Auf der anderen Seite hat das Vorbild Libra gezeigt, wie schnell aus einem Gerücht eine handfeste Bedrohung für das staatliche Geldmonopol erwachsen kann. Die Bitcoin-Börse täte also gut daran, etwaige regulatorische Bedenken hinsichtlich Venus frühzeitig zu zerstreuen. Ob der Aufruf zur Kontaktaufnahme per E-Mail der richtige Weg dazu ist, darf allerdings bezweifelt werden.

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Wegen Libra: US-Delegation besucht Schweiz

Die USA entsenden demnächst eine sechsköpfige Experten-Gruppe in die Schweiz. Bei der Reise der Delegation geht es vor allem um Informationsaustausch hinsichtlich Facebooks Libra. Dies meldete die große Schweizer Print-Zeitung NZZ am Sonntag am 18. August im Rahmen eines Reports.

Demnach treffen sich die sechs Delegierten des „United States House Committee on Financial Services“ am Freitag, dem 23. August, mit dem eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten Adrian Lobsiger.

Bei einem weiteren Meeting im Bundeshaus in Bern wird es laut der Schweizer Politikerin Christa Markwalder „die Gelegenheit für einen Austausch mit unseren amerikanischen Kollegen zu Kryptowährungen geben“. Dies sei ein kompliziertes Thema, zu dem man zweifellos voneinander lernen könne. Unterdessen postete Adrian Lobsinger vor Kurzem selbst ein Statement, in dem er kritische Fragen bezüglich Libra aufwirft. Konkret geht es dabei insbesondere darum, wie Facebook zukünftig die Datensicherheit seiner Nutzer gewährleisten will. Das Statement war unter anderem von Datenschutzbeauftragten der USA, EU, Australien und Kanada unterzeichnet worden. Trotz dieser gemeinsamen Stellungnahme unterzeichnete Lobsinger das Statement nicht selber, sondern verwies auf ungeklärte juristische Rahmenbedingungen des Schweizer Rechts. Lobsinger ist außerdem für die Beaufsichtigung der Libra-Aktivitäten im Land zuständig.

Delegationsleiterin Waters warb für Libra-Moratorium

Im Gegensatz zur ambivalenten Haltung Lobsingers sind die Ansichten der Delegationsleiterin Maxine Waters in Bezug auf Libra eindeutig. Waters ist nämlich Vorsitzende des Bankenausschusses und eine scharfe Kritikerin von Facebooks Kryptowährung.

Erst im Juni 2019 sprach sie sich demnach für ein Moratorium von Libra aus, solange der Kongress keine einheitliche Strategie im Umgang mit dem Produkt ausgearbeitet hat. Auch kritisierte Waters in einem TV-Interview die Schweiz als Libra-Standort, da es in dem Land in der Vergangenheit häufiger zu Geldwäsche-Skandalen kam.

Facebook betont indes regelmäßig die Vereinbarkeit von Libra mit dem US-Recht. Laut Libra-Chef David Marcus bestehen keine Bedenken zu Privatsphäre und Sicherheit von Nutzerdaten. Auch hierzulande wirft das Krypto-Projekt des Sozial-Media-Giganten jedoch Fragen auf. Politiker und Wirtschaftsexperten sorgen sich vornehmlich um die Regulierbarkeit der Währung und den Erhalt von Geld als soziopolitischer Infrastruktur.

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NEO und GAS: Eine Blockchain, zwei Assets

Bei Bitcoin verhält sich die Sache einfach: Ein Protokoll, ein natives Krytpo-Asset: BTC. Allein, andere Blockchains, andere Sitten. Bei NEO dem „Ethereum“ Chinas, dreht sich das Ökosystem um zwei Coins: NEO und GAS. Doch was ist der Unterschied zwischen NEO GAS?

Es gibt einen Grund, warum NEO als das Ethereum Chinas bezeichnet wird: Mit ihrem Fokus auf der Entwicklung einer auf Smart Contracts  basierenden Krypto-Ökonomie verfügen beide Projekte über einen ähnlichen Use Case. Allerdings spielt bei NEO das Problemfeld der digitalen Identität eine herausragendere Rolle als bei Ethereum. Eine weitere Parallele besteht in der Realisierung von Smart Contracts: Sowohl bei Ethereum als auch bei NEO fallen für Transaktionsgebühren die einzelnen Rechenoperationen bei Smart Contracts Gebühren an. Diese Gebühren heißen in beiden Ökosystemen „Gas“. Doch während es sich bei Ethereums Gas lediglich um einen Namen handelt (die eigentlichen Kosten werden in ETH beglichen), steckt bei NEO hinter GAS ein eigener Token – mit zentraler Funktion für das NEO-Ökosystem.

Was ist der Unterschied zwischen NEO und GAS?

Um den Unterschied zwischen NEO und GAS zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf ihre „Vorgänger“. Bevor NEO 2017 seinen neuen Namen erhielt, lief das 2014 gegründete Projekt unter dem Namen AntShares. Bereits damals hat das Ökosystems über zwei zentrale Assets verfügt: Antshares (ANS) und Antcoin (ANC). Die Namensgebung lässt die Funktion der beiden Assets bereits erahnen. So repräsentierten Antshares Besitzanteile am Antshares-Netzwerk. Damit verbunden waren Stimmrechte für netzwerkrelevante Entscheidungen wie etwa Protokolländerungen. Dagegen diente der Antcoin als plattformeigene Währung für die Bezahlung von Diensten bzw. Smart-Contract-Operationen im Antshares-Netzwerk. Gleichzeitig konnte durch das Halten von ANS zusätzlich ANC verdient werden.

Ein 2017 umgesetztes Rebranding machte aus Antshares und dem gleichnamigen Asset NEO, aus AntCoin wurde NeoGas(GAS). An der Funktion der beiden Assets hat sich durch das Rebranding nichts geändert. Noch immer gilt: NEO repräsentiert Besitzanteile am Netzwerk; je mehr NEO ein Netzwerkteilnehmer hält (je größer der „Stake“), desto größer das Stimmgewicht bei. Auch das „passive Einkommen“  durch das Halten von NEO ist nach wie vor Bestandteil des NEO-Ökosystem.

GAS verdienen mit NEO

Sowohl NEO als auch GAS haben eine maximale Umlaufversorgung von jeweils 100 Millionen Einheiten. Während bereits alle NEO-Einheiten erschaffen sind, ist die Entstehung von GAS an die Produktion von Blöcken gekoppelt. Pro produziertem Block wird ein festgelegter Betrag von GAS auf das gesamte Netzwerk verteilt. Es wird geschätzt, dass in c.a. 22 Jahren die Maxmimalversorgung von 100 Millionen GAS erreicht wird. Dabei erfolgt alle zwei Millionen Blöcke eine Verringerung der GAS-Ausschüttung um jeweils ein GAS:

  • 0 – 2,000,000: 8 GAS pro Block
  • 2,000,001 – 4,000,000: 7 GAS pro Block
  • 4,000,001 – 6,000,000: 6 GAS/block (Current distribution rate is 6 GAS per block)
  • 6,000,001 – 8,000,000: 5 GAS pro Block
  • 8,000,001 – 10,000,000: 4 GAS pro Block
  • 10,000,001 – 12,000,000: 3 GAS pro Block
  • 12,000,001 – 14,000,000: 2 GAS pro Block
  • 14,000,001 – 42,000,000 1 GAS pro Block

Je höher die NEO-Einlagen eines Netzwerkteilnehmers sind, desto größer fällt die GAS-Dividende aus. Ein Beispiel: Derzeit erhält ein Hodler von 1.000 NEO (zu Redaktionsschluss umgerechnet c.a 10.040 US-Dollar) eine tägliche Dividende von 0,3625 GAS (umgerechnet etwa 60 Cent). Das entspricht einer jährlichen Ausschüttung von 147,2 GAS  (rund 222 US-Dollar) bzw. einem ROI von 2,21 Prozent.

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Alibaba reicht Patent für Blockchain-Domains ein

Der chinesische Online-Händler Alibaba hat am 15. August einen Patentantrag mit dem Titel „Domain Name Management Scheme for Cross-Chain Interactions in Blockchain Systems“ eingereicht. Alibaba plant demnach ein Blockchain-System zu pantentieren, dass einen „Unified Blockchain Domain Name“ (UBCDN) nutzt, um Informationen zu kennzeichnen und zu teilen.

Alibaba plant Medium zur Verwaltung von Blockchain-Domains

Das System soll eine UBCDN-Nachricht erzeugen, die einen Blockchain-Domainnamen und eine Kettenkennung enthält. Der Domainname sowie die Kettenkennung sind miteinander gekoppelt. Zudem soll die UBCDN-Nachricht eine UBCDN der Blockchain-Instanz, eine digitale Signatur des UBCDN-Eigentümers der Blockchain-Instanz sowie ein UBCDN-Zertifikat enthalten.

Ferner heißt es in der Patentanmeldung von Alibaba, dass das System als Medium zur Verwaltung von Domainnamen bei der Interaktion verschiedener Blockchain-Systeme dient. Zudem beinhaltet das System einen Identifikator bzw. ein Label, das den Benutzern hilft, die entsprechende Blockchain-Instanz zu erreichen. So können Betreiber von Blockchains den Blockchain-Domainnamen entsprechend ihres Firmennamens auswählen. Dies ermöglicht es den Nutzern, auf die entsprechenden Identifikatoren zu schließen und fördert die Verwendung der Blockchain.

Darüber hinaus kann das UBCDN einen menschenlesbaren Identifikator oder ein Label beinhalten, das den Benutzern hilft, sich eine Blockchain-Instanz leicht zu merken und zu erreichen und so die Übernahme oder Verwendung der Blockchain-Instanz fördert.

Alibaba sieht zudem eine Verbesserung gegenüber bestehenden interoperablen Blockchain-Netzwerken:

Im Gegensatz zu bestehenden Cross-Chain-Implementierungen wie COSMOS, bei der jeder Blockchain eine ID-Kennung innerhalb des Relais-Netzwerks zugewiesen wird, kann die ID-Kennung aber nur einen lokalen Umfang abdecken und nicht in anderen Relais-Netzwerken wiederverwendet werden. Die UBCDN kann im beschriebenen Domain-Namensschema verwendet werden und ist global durch alle Blockchain-Instanzen im „Unified Blockchain Network“ erkennbar.

Alibaba: Die Blockchain zum Schutz von geistigem Eigentum

Bereits im März hatte BTC-ECHO über die große Aktivität bei Patentanmeldungen speziell in China berichtet. China gilt als Blockchain-Patent-Weltmeister und führt die Liste mit 790 genehmigten Patenten vor den USA an. Alibaba steht zusammen mit Walmart und IBM an der Spitze, wenn es um die Anzahl von neuangemeldeten Patenten geht.

Zudem hatte BTC-ECHO im Mai über Alibaba im Zusammenhang mit der Blockchain-Technologie berichtet. Damals kündigte Alibaba ein Blockchain-System zum Schutz von geistigem Eigentum an, das den Prozess der Antragstellung erleichtern soll.

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Binance: Mutmaßlicher Bitcoin-Börsen-Hacker droht mit neuem Leak

Die weltweit größte Bitcoin-Börse Binance hatte in der Vergangenheit wiederholt mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen. So verlor der Handelsplatz für Kryptowährungen im Mai die stattliche Menge von 7.000 BTC bei einem Angriff durch Hacker. Vergangene Woche wurde dann bekannt, dass ein Angreifer es offenbar geschafft hat, sensible Kundendaten auszuspähen. In regelmäßigen Abständen veröffentlichte er in einer Gruppe des Messenger-Dienstes Telegram Fotos mit Kunden der Bitcoin-Börse. Nun meldet sich der Angreifer wieder zu Wort. Über den Nachrichtendienst Twitter droht er, noch mehr Daten zu veröffentlichen.

So verkündete Bnatov Platon am 14. August, dass es eine neue Telegram-Gruppe gebe, in der wieder Kundendaten veröffentlicht würden. Seit dem 17. August gibt es nun eine neue Welle an Veröffentlichungen:

In weiteren Tweets zeigt der mutmaßliche Hacker Screenshots von Unterhaltungen, die er mit einem Mitarbeiter der Bitcoin-Börse geführt haben will. Die Unterhaltung weist darauf hin, dass das Team von Binance versucht, hinter die Identität des angeblichen Hackers zu kommen. Dennoch kann man aktuell weder beweisen, ob die Screenshots echt sind, noch ob es überhaupt einen Hack gab.

Changpeng Zhao, Geschäftsführer von Binance, bestritt bis zuletzt die Echtheit der geposteten Dokumente. So hieß es von Binance-Seite am 7. August, dass es sich lediglich um Panikmache handle. Die Bitcoin-Börse sei jedoch dabei, den Fall aufzuklären.

Wie sich zeigt, ist die Beweislage bisher recht dünn. Weder wurden die Informationen von offizieller Seite bestätigt, noch haben sich eventuell verprellte Binance-Kunden zu Wort gemeldet.

Sicherheitsprobleme bei Bitcoin-Börsen

Unabhängig davon, ob es sich bei der aktuellen Meldung um valide Informationen handelt oder nicht, verweisen sie dennoch auf ein Problem, das die Krypto-Szene nach wie vor nicht ablegen kann. Zwar sind Kryptowährungen, die auf der Blockchain-Technologie basieren, sicher. Die technologische Infrastruktur der Handelsplätze – sei es nun Binance, Quadriga, BitMex oder der legendäre Fall Mt.Gox – lässt oft zu wünschen übrig. Hier liegt es an der Community selbst, in die Verantwortung zu gehen.

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