Facebook begräbt Krypto-Projekt endgültig – Schließung von Novi im September

Das erste große Krypto-Projekt des ehemaligen Facebook-Konzerns, inzwischen Meta, nimmt im September sein unrühmliches Ende, denn dann wird das Pilotprojekt der zugehörigen Novi-Wallet beendet.

Die Novi-Webseite wurde entsprechend überarbeitet, um die Teilnehmer des Pilotprojkets darüber zu informieren, dass die Plattform am 1. September abgeschaltet wird. Damit geht ein acht Monate langes Pilotprojekt zu Ende, an dem sich Nutzer aus der ganzen Welt beteiligt haben.

Die bestehenden Nutzer werden angewiesen, ihre verbleibenden Gelder bis dahin aus ihren Novi-Wallets zurück auf die jeweils verknüpften Bankkonten auszuzahlen. Nutzer aus Guatemala können sich ihre Guthaben alternativ auch an bestimmten Einrichtungen in Guatemala-Stadt in bar auszahlen lassen.

Zudem wird den Novi-Nutzern geraten, auch ihre Kontoinformationen bis zur Schließung herunterzuladen, darunter zum Beispiel Transaktionsdaten und Daten über Handelsaktivitäten, denn ab dem 1. September wird kein Zugriff mehr möglich sein. Ab dem 21. Juli werden deshalb auch alle Einzahlungen in die Krypto-Wallets von Meta abgeschaltet.

Cointelegraph hat Novi um Stellungnahme gebeten, ob das Wallet-Projekt zu einem späteren Zeitpunkt doch noch auf den Markt kommt. Bei Redaktionsschluss lag noch keine Rückmeldung vor.

Die Schließung von Novi kommt fünf Monate nachdem das Facebook-Krypto-Projekt Diem an die Silvergate Capital Corporation verkauft wurde. Das ehemals als Libra bekannte Projekt sollte einen Stablecoin innerhalb des Meta-Ökosystems etablieren, der hauptsächlich über die firmeneigene Novi-Wallet läuft.

Der große Druck von Politik und Behörden auf der ganzen Welt hat letztendlich dazu geführt, dass Meta die Marke Diem an Silvergate veräußert und das Krypto-Projekt begraben hat. Mit Novi fällt nun der letzte verbleibende Service der ambitionierten Pläne.

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„Wichtiger Schritt in die richtige Richtung“ – Experten loben europäische MiCA-Regulierung

Die Europäische Union (EU) hat nun in letzter Instanz den viel diskutierten Gesetzesrahmen zur Regulierung von Kryptowährungen verabschiedet. Die sogenannten „Markets in Crypto-Assets“ (MiCa), die für die Zukunft klare Richtlinien für europäische Krypto-Dienstleister vorgeben. Die ersten Reaktionen der Experten auf die neue Regelung fallen überwiegend positiv aus, doch auch kritische Stimmen werden laut.

So bekräftigt Richard Gardner, der CEO der Trading-Techfirma Modulus, stellvertretend, dass die neuen Vorgaben einen klareren Weg für die sogenannten „Crypto Asset Service Providers“ (CASPs) aufzeigen:

„Nicht alles, was festgelegt wurde, wird jedem Player in der Branche gefallen, aber zum jetzigen Zeitpunkt muss die Branche erst mal nur vermittelt bekommen, was überhaupt von ihr erwartet wird. Ein solches Regelbuch, durch das die Marktteilnehmer wissen, in welche Richtung sie arbeiten können, ist schon lange überfällig.“

Gardner ist sogar derartig optimistisch, dass er in den neuen Richtlinien eine Chance sieht, die anhaltende Krise der Kryptomärkte zu kippen, indem nun neue Innovationen vorgebracht werden können. Der Experte ist der Ansicht, dass die Gesetze in erster Linie darauf abzielen, einen „Schutz gegen Missbrauch und Manipulation“ zu schaffen.

Petr Kozyakov, der CEO vom Zahlungsdienstleister Mercuryo, ist ebenfalls voll des Lobes und bewertet die endgültige Verabschiedung der MiCA als „wichtigen Schritt in die richtige Richtung“. Allen voran die schwarzen Schafe der Branche könnten so aus dem Markt gedrängt werden:

„Es gibt einen großen Bedarf an klaren Regeln, die Privatpersonen und Unternehmen auf dem Kryptomarkt schützen, die schwarzen Schafe verdrängen und dadurch noch weitere Menschen dazu bringen können, sich an Kryptowährungen auszuprobieren.“

Kozyakov ist der festen Überzeugung, dass die EU-Vorgaben endlich „das volle Potenzial freisetzen“ können, das in der Branche schlummert. Vielleicht kann so endlich die lang ersehnte Massentauglichkeit erreicht werden.

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die in den MiCA nicht nur Positives sehen. So meint Seth Hertlein, der Global Head of Policy beim Wallet-Hersteller Ledger, in einem ausführlichen Twitter-Thread, dass die EU unter anderem eine große Chance verpasst hat, die Verfehlungen, die Europa in der Vergangenheit beim Web2 gemacht hat, im Web3 nicht zu wiederholen. Zudem sieht Hertlein in den Bestimmungen für Stablecoins und der umstrittenen Transfer of Funds Regulation (TFR) Verstöße gegen grundlegende Rechte der europäischen Bevölkerung.

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Trotz Krypto-Winter: Coinbase will stärker nach Europa expandieren

Coinbase expandiert inmitten des „Krypto-Winters“ in mehrere europäische Länder. Obwohl das Unternehmen viele Mitarbeiter entlassen und Stellenangebote zurückgenommen hat, gab die Vizepräsidentin von Coinbase Nana Murugesan bekannt, die Plattform wolle sich in Italien, Spanien, Frankreich und den Niederlanden registrieren.

In der Schweiz hat die US-Kryptowährungsbörse bereits die ersten Mitarbeiter eingestellt und hat Lizenzen für den Handel mit Kryptowährungen in Großbritannien, Irland und Deutschland.

In einem Interview am 29. Juni erklärte Murugesan, das Unternehmen wolle nun nach Europa expandieren. Außerdem ist das Unternehmen angesichts des Einbruchs auf dem Kryptowährungsmarkt auch offen für Übernahmen in der Region.

Er glaubt, das ist der ideale Zeitpunkt, um in andere Länder zu expandieren, da viele auf Kryptowährungen spezialisierte Unternehmen mit mangelnder Liquidität und drohenden Insolvenzen zu kämpfen haben. Der Einbruch auf dem Kryptomarkt hat die Marktkapitalisierung um fast 2 Billionen US-Dollar reduziert. Derzeit liegt die Marktkapitalisierung bei etwa 900 Milliarden US-Dollar. Die Liquiditätskrise hat Three Arrows Capital und Celsius Network dabei fast zur Schließung gezwungen. Er erklärte dazu:

„Als wir in Großbritannien und Europa in den Markt eintraten, war das während des letzten großen Bärenmarktes zwischen 2015 und 2016.“

Cointelegraph hat Coinbase um einen Kommentar gebeten, aber bis Redaktionsschluss noch keine Antwort erhalten.

Coinbase ist die bekannteste Kryptowährungsbörse in den Vereinigten Staaten und hat mit anderen Anbietern, wie etwa Binance, FTX und Crypto.com, harte Konkurrenz. Als die US-amerikanische Tochtergesellschaft von Binance ankündigte, sie würde keine Gebühren mehr für den Bitcoin-Handel erheben, fielen die Aktien von Coinbase.

Coinbase will mit seinen Konkurrenten Schritt halten, da diese in anderen Regionen der Welt immer beliebter werden. Binance und FTX haben Lizenzen im Nahen Osten erhalten. Außerdem hat sich Binance Lizenzen in Frankreich und Italien gesichert und bemüht sich um Registrierungen in weiteren europäischen Ländern.

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In der Technologiebranche kommt es weltweit zu Entlassungen und auch Coinbase kann sich diesem Trend nicht verschließen. Aufgrund der Krise musste das Unternehmen im Juni weltweit fast 18 Prozent seiner Belegschaft entlassen.

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Europäischer Rat einigt sich: Neue Anti-Geldwäschebehörde soll Krypto-Firmen beaufsichtigen

Der Europäische Rat hat sich über die Einrichtung einer Stelle zur Bekämpfung von Geldwäsche geeinigt, die dann bestimmte Krypto-Vermögenswertdienstleister beaufsichtigen soll.

In einer Mitteilung vom Mittwoch erklärte der Rat, er habe sich auf einen Teil des Vorschlags zur Einrichtung einer speziellen Anti-Geldwäsche-Behörde geeinigt. Dem Europäischen Rat zufolge soll die AML-Behörde „risikoreiche und grenzüberschreitende Finanzunternehmen“ beaufsichtigen, darunter auch Kryptounternehmen, „wenn sie als riskant angesehen werden“.

Ondrej Kovarik, ein Mitglied des Europäischen Parlaments, sagte, der Rat habe auch eine „vorläufige politische Einigung“ über die Geldtransferverordnung erzielt. Bei Redaktionsschluss sind noch nicht alle Details der Überarbeitung bekannt. Cointelegraph berichtete bereits, dass ein Entwurf der Verordnung vom März Kryptodienstleister dazu verpflichten könnte, personenbezogene Daten bei Überweisungen jeglicher Größe zu und von nicht gehosteten Wallets zu erheben und möglicherweise auch deren Richtigkeit zu überprüfen.

„Wir setzen dem wilden Westen der unregulierten Kryptowährungen ein Ende und schließen wichtige Schlupflöcher in den europäischen Anti-Geldwäsche-Vorschriften“, so der Europaabgeordnete Ernest Urtasun. „Die Verordnung gilt nicht für P2P-Überweisungen, an denen kein Verpflichteter beteiligt ist. Krypto-Vermögenswertdienstleister werden verpflichtet, Informationen zu sammeln und verstärkt ihrer Sorgfaltspflicht in Bezug auf alle Überweisungen, die nicht gehostete Wallets betreffen, nachzukommen. Das wird je nach Risiko beurteilt.“

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Das Anti-Geldwäschegesetz wurde erstmals im Juli 2021 vorgeschlagen und sollte im Jahr 2024 in Kraft treten. „Die Arbeit der direkten Aufsicht wird etwas später beginnen“, wie es von der Europäische Kommission hieß. Die Finanzaufsichtsbehörde wird eine der ersten Regulierungsorgane sein, das Geldwäsche in großen Regionen Europas überwachen, sich mit den Finanzermittlungsstellen der jeweiligen Länder absprechen und mit lokalen Regulierungsbehörden zusammenarbeiten soll.

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Krypto-Markteinbruch bringt Nordkorea Verlust ein: Wert der gestohlenen Kryptowährungen sinkt heftig

Nordkorea ist weltweit führend im Bereich Krypto-Kriminalität. Es gibt über 15 dokumentierte Fälle von Cyber-Angriffen, bei denen 1,59 Milliarden US-Dollar gestohlen wurden. Die aktuellen Turbulenzen auf dem Kryptomarkt haben dem Land jedoch Verluste in Höhe von Millionen von Dollar in ihrem Krypto-Portfolio eingebracht.

Der Einbruch auf dem Kryptomarkt hat in der Krypto-Branche Verluste in Höhe von Hunderten von Milliarden Dollar verursacht. Der Großteil der Krypto-Vermögenswerte ist dabei um mehr als 70 Prozent von ihrem Höchststand gefallen. Infolgedessen verzeichnete der Großteil der gestohlenen Kryptowährungen, die Nordkorea gestohlen hat, ebenfalls einen deutlichen Einbruch.

Einem Bericht von Coinclub.com zufolge hat Nordkorea 7.000 Vollzeit-Hacker eingesetzt, um sich durch Cyberangriffe, Ransomware und Hackangriffe auf Kryptoprotokolle Geld zu beschaffen.

Der Hackangriff auf die Ronin Bridge im April, bei dem 600 Millionen US-Dollar gestohlen wurden, wurde ebenfalls mit der bekannten Ransomware-Gruppe Lazarus aus Nordkorea in Verbindung gebracht. Ether (ETH) ist stark gesunken, daher ist auch der Wert der gestohlenen Coins um 230 Millionen US-Dollar gefallen. Das entspricht einem Rückgang um über 60 Prozent.

Laut einem Chainalysis-Bericht besitzt Nordkorea rund 170 Millionen US-Dollar an gestohlenen und ungewaschenen Kryptowährungen aus 49 Hacks innerhalb von vier Jahren. Der Wert dieser gestohlenen Coins ist inzwischen auf 63 Millionen US-Dollar gesunken.

In diesem Zusammenhang: Krypto-Mixer aus Hackerangriff auf Axie Infinity wird unter Sanktion gestellt

Der Chainalysis-Bericht geht davon aus, dass Nordkorea bereits 2016 über Kryptowährungen besaß. Das deute darauf hin, dass die Hacker das gestohlene Geld nur langsam gewaschen haben. Das könnte zum Teil auf die Transparenz der Blockchain-Technologie zurückzuführen sein, bei der das Protokoll, sobald es einen Hackangriff gab, oft mit Kryptobörsen und Stablecoin-Emittenten koordiniert, um das gestohlene Geld einzufrieren. Selbst die kleinsten Bewegungen werden oft aufgespürt.

In einem weiteren Krypto-Analysebericht von CNAS wurde hervorgehoben, dass der Diebstahl nur der erste Teil sei. Da Nordkorea Broker für den Umtausch in Fiat oder Bitcoin (BTC) suchen muss, bleibt oft nur ein Drittel des Wertes des gestohlenen Geldes übrig.

Nordkorea wurde mit zahlreichen Sanktionen aus der ganzen Welt belegt. Das erschwert den Handel und Transaktionen auf dem internationalen Markt und Experten glauben, das habe das Land dazu bewegt, Kryptowährungen als Alternative in Erwägung zu ziehen. Kryptowährungen machen jedoch nur einen winzigen Teil der Finanzmittel Nordkoreas aus. Der Großteil des Kapitals stammt aus dem Kohleschmuggel und zwielichtigen Geschäften mit China, wie Reuters berichtete.

Angesichts der immensen Summe an gestohlenem Geld und den immer besser werdenden Analyseinstrumenten und staatlichen Maßnahmen ist es für Nordkorea immer schwieriger, das gestohlene Geld zu waschen.

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Aus und vorbei? – Amtsgericht ordnet Liquidation von Three Arrows Capital an

Der in Schieflage geratene Krypto-Hedgefonds Three Arrows Capital (3AC) steht Medienberichten zufolge wohl vor dem endgültigen Aus.

Wie die britische Nachrichtenagentur Sky News dementsprechend am heutigen Mittwoch berichtet, soll ein Amtsgericht auf den Britischen Jungferninseln die Liquidation von 3AC angeordnet haben.

Der Medienbericht bezieht sich dabei auf eine anonyme Quelle mit Insiderwissen. Bei Redaktionsschluss hat Three Arrows Capital noch nicht auf Anfrage von Cointelegraph reagiert.

Three Arrows Capital bzw. 3AC ist einer der wohl einflussreichsten Krypto-Hedgefonds überhaupt, was einen endgültigen Zusammenbruch der Investmentfirma umso folgenschwerer machen würde. Der 2012 von Kyle Davies und Su Zhu, zwei bekannten Köpfen der Kryptobranche, gegründete Investmentfonds ist durch den Crash von Bitcoin (BTC) auf nur noch 20.000 US-Dollar massiv in Bedrängnis geraten, denn durch die damit einhergehenden Verluste konnte die Firma erste Verbindlichkeiten nicht mehr erfüllen, und als dann gleich mehrere Kreditgeber Rückzahlungen eingefordert haben, verschlimmerte sich die Lage bis zur scheinbaren Zahlungsunfähigkeit.

Insgesamt soll der Hedgefonds in kürzester Zeit 400 Mio. US-Dollar verloren haben und nun insolvent sein.

Die Gründer von 3AC waren bisher bemüht, ihre Kunden zu beschwichtigen, zudem wurden mehrere Finanzberater ins Boot geholt, um adäquate Lösungen für die Zahlungsprobleme zu finden, indem Schulden umstrukturiert und neue finanzielle Mittel von anderen Geldgebern eingeholt werden. Sollte sich die Insolvenz mit der Entscheidung des Gerichtes nun bestätigen, würde eine wichtige Säule in Kryptobranche wegbrechen, die womöglich noch viele weitere Unternehmen mit nach unten zieht, die mit 3AC in Verbindung stehen.

Darunter zum Beispiel die Kryptobörse Voyager Digital, die in dieser Woche angekündigt hat, „rechtliche Schritte“ gegen Three Arrows zu prüfen, denn der Investmentfonds schuldet der Handelsplattform 15.250 BTC und 350 Mio. USD Coin (USDC).

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Studie: Millenials investieren eher in Kryptowährungen als in Investmentfonds

Laut einer Studie der Investmentfirma Alto unter erwachsenen US-Amerikanern investieren unter den Millenials, also Menschen in der Altersgruppe zwischen 25 – 40 Jahren, mehr Anleger in Kryptowährungen als in Investmentfonds.

Demnach haben bereits 40 % der Umfrageteilnehmer aus der Gruppe der Millenials in Kryptowährungen investiert. Entsprechend stellt die Studie fest, dass dieser relative Anteil „größer ist als der Prozentsatz unter den Millenials, die Investmentfonds gekauft haben“. Die Investitionsbereitschaft im Hinblick auf Aktien hält sich wiederum ungefähr mit Kryptowährungen die Waage.

Die Studie unter dem Motto „Wie Millenials ihre finanzielle Zukunft sehen“, stellt in diesem Zusammenhang weiter fest, dass die meisten Millenials entweder bereits Kryptowährungen besitzen oder zukünftig in diese investieren wollen. Alto-CEO Eric Satz weist allerdings darauf hin, dass die momentane Weltwirtschaftslage besonders für die junge Altersgruppe schwierige Voraussetzungen für Investitionen schafft. Dahingehend führt er aus:

„In einer Welt des ständigen Konsums, steigender Lebenshaltungskosten und hohen Studiengebühren ist es für Millenials schwer, mit Blick auf die Zukunft zu investieren, wenn sie sich schon kaum die Gegenwart leisten können.“

Diejenigen Umfrageteilnehmer, die angeben, dass sie bereits Kryptowährungen besitzen, würden die Anlageklasse auch für ihre Rentensparpläne nutzen. So sollen 70 % der Millenials, die Krypto besitzen und einen IRA-Rentensparplan fahren, Kryptowährungen schon in diesen eingebaut haben.

Eine andere Umfrage aus dem Juni hatte zuvor gezeigt, dass auch immer mehr wohlhabende Personen Gefallen an Krypto finden. Laut dem „World Wealth Report“ haben bereits 71 % aller wohlhabenden Teilnehmer schon in Kryptowährungen investiert. Die gewählten Finanzprodukte reichen dabei von Kryptowährungen über Non-Fungible Tokens (NFT) bis hin zu Krypto-ETFs.

Die Marktforscher von Blockware Intelligence unterstreichen diesen Trend, indem diese jüngst zu dem Ergebnis gekommen sind, dass die Adoptionsraten von Bitcoin (BTC) inzwischen sogar schneller voranschreitet als bei wichtigen technologischen Fortschritten wie Smartphone, Internet oder Social-Media.

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Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert: Zentralafrikanische Republik lanciert Krypto-Initiative

Faustin-Archange Touadéra, der Präsident der Zentralafrikanischen Republik, hat angekündigt, die Regierung werde eine Initiative zur Entwicklung der Blockchain-Infrastruktur des Landes finanzieren.

In einer Ankündigung auf Twitter am Montag sagte Touadéra, die Regierung der Zentralafrikanischen Republik eine Krypto-Initiative namens Sango lancieren, die vorschlagen wurde, nachdem das Land im April Bitcoin (BTC) als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt hatte. Laut der Webseite von Sango will die Regierung das Programm im Rahmen einer Veranstaltung am 3. Juli offiziell starten. Bei der Veranstaltung wollen der Präsident, Mitglieder seines Kabinetts und Branchenexperten über die physische und digitale Infrastruktur, die die ZAR für den Eintritt in den Krypto-Raum benötigt, sowie den rechtlichen Rahmen für das Land sprechen.

Das Projekt Sango sieht den Aufbau eines „legalen Krypto-Zentrums“ vor, das Unternehmen und Krypto-Enthusiasten aus aller Welt anziehen soll. Außerdem soll im Rahmen des Projekts die Akzeptanz von Bitcoin im Land gefördert und eine virtuelle „Krypto-Insel“ eingerichtet werden. Diese dient als Sonderwirtschaftszone im Metaversum, die wohl auch ein Gegenstück in der realen Welt haben wird. Die Zentralafrikanische Republik plant, bis Ende 2022 einen eigenen Rechtsrahmen für Krypto zu erarbeiten.

„Die ehrgeizige Strategie für den raschen Aufbau einer erfolgreichen Wirtschaft kann sich nur auf neue Technologien stützen, die die Welt im Sturm erobert und das Geld auf eine neue Ebene gehoben haben, allen voran Bitcoin“, so Touadéra.

Die Pläne von Touadéra und der Zentralafrikanischen Republik in Bezug auf Kryptowährungen sind offenbar eng an den Plänen von El Salvador angelehnt. Dort ist im September 2021 das sogenannte Bitcoin-Gesetz in Kraft getreten, mit dem die digitale Währung zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt wurde. Das lateinamerikanische Land kündigte außerdem an, eine eigene Bitcoin-Stadt aufbauen zu wollen. Diese soll mit BTC-Anleihen im Wert von 1 Milliarde US-Dollar finanziert werden. Aufgrund des aktuellen Bären-Markts wurden diese Pläne allerdings aufgeschoben.

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Traditionelles Geschäftsmodell nicht auf Metaversum anwendbar: Innovationsleiter von EY

Magnus Jones, Innovationsleiter bei der großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY), glaubt, dass das Metaverse von der jüngeren Generation geführt werde und nicht auf denselben Grundsätzen des Unternehmensgeschäftsmodells aufgebaut werden könne.

Jones sprach in einem exklusiven Interview mit Cointelegraph-Chefredakteur Alex Cohen auf der European Blockchain Convention (EBC) 2022 über genau dieses Thema.

Der Innovationsleiter bei EY erläuterte die Investitionsstrategie des Unternehmens und erklärte, warum ein großer Teil davon in Unternehmen der jüngeren Generation und in Startups fließt. Jones zufolge hätten sich viele dieser jungen Unternehmen mit wertvollen Produkten und Umsätzen in Millionenhöhe bewiesen.

Er sagte, dass die jüngere Generation treibe die Branche derzeit voran. Außerdem hieß es von ihm:

„Wir konzentrieren uns ganz klar darauf, die jüngeren Generationen zu verstehen und haben auch gesehen, dass die jüngeren Generationen mehrere Schlüsselelemente dieses Bereichs aufbauen.“

Im Hinblick auf Innovation sagte Jones, das uralte Unternehmensgeschäftsmodell werde im Metaverse keinen Erfolg haben. Unternehmen und Tech-Riesen würden über den Tellerrand der bestehenden Denkweise hinaus schauen müssen.

„Es ist nicht unbedingt einfach, hier eine traditionelle Geschäftsmodellstruktur anzuwenden.“

Anschließend sprach er auch über den Hype um Non-fungible Token (NFT) und darüber, ob es für etablierte Marken notwendig ist, mit aufstrebenden Technologien zu experimentieren. Jones sagte, etablierte Marken würden sich nicht auf den Aufbau von Comunitys konzentrieren und einfach dem Trend folgen. Das sei in gewisser Weise nach hinten losgegangen. Er erklärte dazu:

„GAP zum Beispiel, das britische Bekleidungsunternehmen, hat plötzlich aus heiterem Himmel eine NFT-Kollektion mit goldenen Pullovern auf den Markt gebracht, aber keine Zeit in den Aufbau einer Community investiert. Soweit ich auf Twitter gesehen habe, haben sich die Leute gedacht, ob das nicht ein Betrug ist.“

Jones sagte auch, die jüngeren Generationen würden den Trend im Metaverse bestimmen und die älteren Generationen müssten zusehen und lernen.

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Glassnode über Bärenmarkt 2022: Schlimmster seit Bitcoin-Einführung

Mehrere Faktoren haben dazu beigetragen, dass der aktuelle Krypto-Bärenmarkt der schlimmste ist, den es jemals gab. Die meisten Bitcoin (BTC)-Händler liegen im Minus und verkaufen weiterhin mit Verlust, wie aus Daten von Glassnode hervorgeht.

Die Blockchain-Analysefirma Glassnode hat am Samstag einen Bericht mit dem Titel „A Bear of Historic Proportions“ (Ein Bär von historischem Ausmaß) veröffentlicht. In diesem wird aufgezeigt, dass der derzeitige Bitcoin-Einbruch unter den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt, die negative Abweichung vom realisierten Kurs und die realisierten Nettoverluste dazu geführt haben, dass das Jahr 2022 zum schlimmsten in der Geschichte von Bitcoin wurde:

„Inmitten dieser Entwicklung lagen Bitcoin und Ethereum unter ihren Allzeithochs aus dem vorherigen Zyklus. Das hat es so noch nie gegeben.“

Das erste und deutlichste Anzeichen für einen Bärenmarkt ist, wenn der Spotkurs von Bitcoin (BTC) unter den 200-Tage-MA oder sogar unter den 200-Wochen-MA fällt, wenn man von einem noch extremeren Szenario ausgeht. Um zu verdeutlichen, welche Seltenheit die aktuellen Kursniveaus sind, zeigte Glassnode, dass Bitcoin während des Bärenmarktes 2022 unter die Hälfte des 200-Tage-MA-Niveaus gefallen ist.

Der Bitcoin-Kurs zum ersten Mal seit 2015 unter Hälfte des MM: Glassnode

Glassnode hat auch gezeigt, dass ein Fall unter die Hälfte des Mayer-Multiple (MM) ein äußerst seltenes Ereignis ist, das seit 2015 nicht mehr vorgekommen ist. Der MM berücksichtigt Kursänderungen über und unter dem 200-Tage-MA und zeigt so ein überkauftes oder überverkauftes Niveau an. In dem Bericht heißt es: „Nur an 84 von 4160 Handelstagen (2 Prozent) fiel der Kurs unter die Hälfte des MM.“

„Zum ersten Mal in der Geschichte hat der Zyklus 2021-22 einen niedrigeren MM-Wert (0,487) im Vergleich zum vorherigen Zyklustief (0,511) verzeichnet.“

Ein Beleg dafür, wie schwierig die aktuellen Marktbedingungen sind, ist der Rückgang des Spotkurses unter den realisierten Kurs. Das zwingt immer mehr Trader dazu, ihre Coins mit Verlust zu verkaufen. Glassnode stellte fest, dass ein solcher Kaskadeneffekt „typisch für Bärenmärkte und Marktkapitulationen“ ist.

Glassnode erklärte, es sei ungewöhnlich, dass der Spotkurs unter dem realisierten Kurs fällt. Das sei erst das dritte Mal in den letzten sechs Jahren und das fünfte Mal seit der Lancierung von Bitcoin im Jahr 2009:

„Die Spotkurse liegen derzeit 11,3 Prozent unter dem realisierten Kurs. Das signalisiert, dass durchschnittliche Anleger mit ihrer Position nun im Minus sind.“

Wie selten dieses Ereignis ist veranschaulicht Glassnode mit einem Modell, das zeigt, dass der Spotkurs nur an 13,9 Prozent aller Handelstage unter den realisierten Kurs gefallen ist.

Nur 13,9 Prozent aller Handelstage: Spotkurs unter dem realisierten Kurs: Glassnode

Diese Bedingungen werden noch dadurch verschärft, dass Anleger bei der nach Marktkapitalisierung größten Kryptowährung Verluste verzeichnet haben. Als Bitcoin im Juni 2022 unter die Marke von 20.000 US-Dollar gefallen ist, schrieb Glassnode, BTC-Investoren hätten „den größten realisierten Tagesverlust in USD in der Geschichte“ erlitten:“

„Die Anleger haben an einem einzigen Tag einen Verlust von 4,234 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Das ist ein Anstieg um 22,5 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekord von 3,457 Milliarden US-Dollar von Mitte 2021.“

Glassnode kommt zu dem Schluss, dass sich der Markt in einer Kapitulationsphase befindet. Cointelegraph bestätigte diese Einschätzung am Freitag und wies darauf hin, dass Miner ihren Bestand allmählich verkaufen. Das ist ein weiterer Indikator dafür, dass eine Kapitulation stattgefunden hat. Solche Ereignisse signalisieren oft den Boden eines Zyklus.

Laut CoinGecko liegt BTC derzeit 70 Prozent unter seinem Höchststand vom November 2021 und damit bei 21.207 US-Dollar.

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