Mozilla begräbt Krypto-Spenden nach Twitter-Bruchlandung | BTC-ECHO

Die Organisation, die hinter dem Firefox-Browser steckt, erfuhr über die letzte Woche starken Gegenwind. Daraufhin entschied sich die Stiftung, die Möglichkeit der Krypto-Spenden vorerst zu pausieren.

In einem Statement auf Twitter erklärt Mozilla, dass die Organisation von nun an überprüfe, inwiefern Krypto-Spenden mit den Klimazielen vereinbar seien. Daher setze die Stiftung die Möglichkeit, Krypto zu spenden, vorerst aus. “Wir freuen uns auf dieses Gespräch und danken unserer Gemeinschaft dafür, dass sie uns auf dieses Problem aufmerksam gemacht hat”, so Mozilla.

“Planetenverbrennende Abzocker”

Vor allem ein Beitrag scheint für die Stiftung ins Gewicht gefallen zu sein. Denn Mozillas Co-Founder Jamie Zawinsky höchstselbst kommentierte den Tweet der Organisation und erntete damit über 20.000 Likes. Darin warf er mit Schimpfwörtern um sich und gab seine Enttäuschung in die Mozilla Foundation für ihre Krypto-Akzeptanz preis. Im selben Zuge ließ er verlauten, dass “jeder, der an dem Projekt beteiligt ist, sich zutiefst für diese Entscheidung schämen sollte, sich mit Planetenverbrennenden Abzockern zusammenzutun”.

Zawinsky war dabei, als Mozilla im Jahre 1998 als Open-Source-Projekt ins Leben gerufen wurde, verließ das Vorhaben jedoch ein Jahr später. Der Co-Founder spielt mit seiner Kritik auf die regelmäßig aufkommenden Umweltbedenken im Krypto-Space an.

Wir haben uns mit der Diskussion rund um die Krypto-Szene und ihrer Auswirkung auf das Klima in der Juli-Ausgabe unseres Monats-Magazins Kryptokompass auseinandergesetzt.

Kritik über Kritik

Doch damit nicht genug. Nachdem die Mozilla Foundation auf die Kritik ihrer Follower und Nutzer mit einer Pausierung der Krypto-Spenden reagiert hatte, hagelt es nun aus anderen Ecken Kritik.

Dogecoin-Gründer Billy Markus kommentierte den Mozilla-Tweet ebenfalls und schrieb:

Wartet, bis die Leute von den Umweltkosten des Papierdollars und der gesamten Bankeninfrastruktur erfahren. Ich bin sicher, dass sie über ihre eigenen ständigen Umweltauswirkungen genauso erschüttert sein werden.

Billy Markus, Dogecoin Co-Founder, auf Twitter

Ein anderer Twitter-User schreibtzudem, dass es “schade” sei, dass Mozilla “der Hysterie und dem Hass auf Kryptowährungen zum Opfer [fällt], der in letzter Zeit zu beobachten ist”.

Mit dem Gegenwind von Krypto-Kritikern steht Mozilla nämlich nicht alleine da. Jüngst erlebte Ubisoft einen herben Rückschlag vonseiten der Gaming Community. Nachdem das französische Unternehmen Waffen-, Outfit- und Fahrzeug-Skins als NFTs auf der Tezos-Blockchain ankündigte, geriet es in heftige Kritik.

Es scheint so, als könne die Mozilla Foundation es gerade niemandem so richtig recht machen. Welches Argument letztendlich greift und ob die Mozilla Foundation bald wieder Krypto-Spenden akzeptiert, bleibt abzuwarten.

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Metaverse, Twitter und Krypto-Gesetze: Das steckt im neuen Kryptokompass

Der neue Kryptokompass ist da. Vom Metaverse und Twitter über die Frage, was die Ampel-Koalition bezüglich Krypto plant: Das steckt drin.

Facebook prophezeit es als Nachfolger des mobilen Internets: Im Metaverse könnten sich viele Lebensbereiche in 10 bis 15 Jahren komplett in die Virtualität verlagert haben. Ob Grundstücksbesitz, Shoppingtouren durch Malls, neue Jobs, Ausstellungen oder Konzerte – es gibt keine Grenzen. Oder doch?

In der Titelstory der Januarausgabe des Kryptokompass widmen sich unsere Autoren Moritz Draht und Daniel Hoppmann der Frage, wie das Metaverse unser aller Leben verändern wird – und welche Rolle die Blockchain-Technologie dabei spielt.

Gleichzeitig dreht sich auch im aktuellen Coin des Monats alles um das Metaverse, denn der hört im Januar auf den Namen Decentraland (MANA).

Führt der Schlussstrich Jack Dorseys zum Twitter-Armageddon?

Für die einen eine Hiobsbotschaft, für andere ein kalkulierter Schritt: Jack Dorsey verabschiedete sich von der Spitzenposition des Microblogging-Dienstes Twitter. Wie sich die Plattform mit dem blauen Vogel nun unter dem Führungswechsel schlägt, bleibt abzuwarten. Hat das soziale Netzwerk mit Jack Dorsey den Schlüssel hinter dem Twitter-Erfolg verzwitschert?

Im aktuellen Unternehmen des Monats geht Autorin Marlen Kremer für den Kryptokompass der Frage nach, ob Twitter auch ohne seinen Gründer ein solides Investment darstellen kann.

Die Ampel-Koalition und der Krypto-Space

Anlässlich der neuen Bundesregierung haben wir im aktuellen Kryptokompass einen besonderen Fokus auf Rot-Grün-Gelb gelegt und widmen uns der Frage, inwiefern der Krypto-Space neue Gesetze fürchten muss – oder ob es gar Grund zur Hoffnung gibt.

In seinem Artikel “5 Forderungen an die neue Bundesregierung!” schreibt BTC-ECHO-Chefredakteur Sven Wagenknecht, welche Krypto-Themen die neue Bundesregierung wie angehen muss, damit Deutschland im internationalen Wettbewerb nicht abgehängt wird.

Gleichzeitig steht uns FDP-Bundestagsabgeordneter und Blockchain-Experte Frank Schäffler im Interview Rede und Antwort bezüglich der Frage, was das neue Kabinett für den Krypto-Space bereithält. BTC-ECHO Redakteur Daniel Hoppmann berichtet.

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Bitcoin, Metaverse, Ethereum in 2022: Was bringt das neue Jahr?

Wenn im Bitcoin-Space 2022 nur halb so viel passiert wie im vergangenen Jahr, dürfen sich Krypto-Fans auf einiges gefasst machen. Wir haben fünf Bereiche unter die Lupe genommen, die 2022 wichtig werden.

Schafft Ethereum den Sprung auf Proof of Stake? Werden andere Länder El Salvador folgen und Bitcoin zum Zahlungsmittel machen? Wie sieht die Zukunft im Metaverse aus? Wir wagen einen Blick in die Kristallkugel.

Ethereum: Gelingt der Sprung zu Proof of Stake?

Für Ethereum-Fans nichts Neues: Das Entwicklerteam rund um die zweitgrößte Kryptowährung nach Bitcoin plant, vom energiehungrigen (und Klima-schädlichen) Proof-of-Work-Verfahren auf Proof of Stake umzustellen. Das soll nicht nur Transaktionen günstiger machen, sondern auch ermöglichen, die Kryptowährung zu staken. Außerdem wird der Energieverbrauch drastisch gesenkt. Doch der Weg dorthin scheint nicht der einfachste zu sein.

Mit drei großen Upgrades im vergangenen Jahr hat das Entwickler-Team die Weichen bereits alle gestellt. Mit der Verschiebung der Difficulty Bomb im Dezember wurde dann auch der Übergang zu Ethereum 2.0. um einige Monate verschoben. Doch wer bereits jetzt weiß, dass er von Beginn an unter den Netzwerk-Validatoren als Staker:in dabei sein möchte, kann sich schon einreihen: Die Beacon Chain erlaubt es jetzt schon, Ether zum Staking zu hinterlegen.

Sollte es dem Netzwerk gelingen, den Übergang zu Proof of Stake zu bewerkstelligen, könnte das einen großen Sprung bedeuten. Denn damit stünden die Chancen gut, dass sich Ethereum von der immer näher rückenden Konkurrenz wieder entfernt. Für Investor:innen jedenfalls einen ganz genauen Blick wert.

Bitcoin to the rescue: Krypto als Rettungsanker für Krisenstaaten?

El Salvador hat 2021 den großen Sprung gewagt. Als erstes Land der Welt wagte es das Land in Zentralamerika, Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel zu akzeptieren. Fortan sollte sich die Kryptowährung den Status als Landeswährung mit dem US-Dollar teilen. Der nicht unumstrittene Präsident Nayib Bukele geht damit eine riskante Wette ein. Schließlich hat er die (ziemlich leere) Staatskasse mit einer Kryptowährung gefüllt, die für ihre hohe Volatilität bekannt ist. Im kommenden Jahr wird sich zeigen, ob seine Wette aufgeht. Sollte der Bitcoin-Kurs weiterhin mit den Bullen um die Wette galoppieren und Bukele seine Coins wieder verkaufen, würde das der Staatskasse sicher guttun.

Dann stehen auch die Chancen gut, dass weitere Staaten dem Beispiel von El Salvador folgen. Gerade in wirtschaftlich angeschlagenen Ländern wie Argentinien oder auch Venezuela werden Bitcoin und andere Kryptowährungen bereits als inoffizielle Zahlungsmittel verwendet. Sollte El Salvador zeigen, dass es auch für die Staaten selbst gut sein kann, Bitcoin zu akzeptieren und zu besitzen, stehen die Chancen gut, dass andere Staaten nachziehen. Das wiederum würde ein enorm positives Signal an Investor:innen weltweit senden und könnte einen Bullenlauf nach sich ziehen, der sich immer weiter hochschaukelt.

Doch ebenso besteht die Möglichkeit, dass Bukeles Schuss nach hinten losgeht. Sollte der Bitcoin-Kurs größere Einbrüche erleiden, könnte das der Staatskasse von El Salvador erheblich schaden. Vorausgesetzt, das Land verkauft in so einem Moment die Bitcoin-Bestände, etwa weil die US-Dollar-Bestände zur Neige gehen und man unter Zugzwang steht. Das wiederum könnte dem Image von Bitcoin-Investments schaden.

Wie es auch ausgeht: Das kommende Jahr wird für El Salvador spannend werden.

Wer wissen möchte, welche Neuerungen uns im Bereich Metaverse und NFTs erwarten, welche Regulierungsvorstöße möglich sind und warum digitale Wertpapiere an Fahrt aufnehmen werden, dem sei unsere aktuelle brandneue Ausgabe des Kryptokompasses ans Herz gelegt.

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BTC-ECHO blickt zurück auf das Jahr 2021

2021 war auch für uns bei BTC-ECHO ein aufregendes Jahr. Diese Momente bleiben uns besonders in Erinnerung.

Wir haben gelernt, geschrieben, gefiebert, gelacht und hätten teilweise vielleicht sogar am liebsten geweint – ihr kennt es, im Krypto-Space wird es nie langweilig. Und auch BTC-ECHO selbst hat sich im vergangenen Jahr weiterentwickelt wie noch nie. Das waren unsere Lieblingsmomente.

Hallo Berlin-Mitte!

Seit einigen Jahren sitzt die BTC-ECHO-Redaktion in der deutschen Hauptstadt. Doch so langsam wurde es etwas eng in dem kleinen Büro eines Berliner Co-Working-Spaces. Obwohl der Kaffee – der wahre Krypto-Motor unserer Redaktion – dort nichts zu wünschen übrig ließ, sind wir dann im Sommer in unser eigenes Büro in Berlin-Mitte gezogen.

Nahe am Geschehen und mit Blick auf den Fernsehturm lässt es sich sehr gut arbeiten. Und unser neuer Team-Raum bietet die ein oder andere Möglichkeit, sich zu entspannen – vor allem, wenn uns der Kryptomarkt mal wieder auf eine emotionale Achterbahn schickt. Unser neues Hobby: Kaffee-Verkostungen, um die perfekte BTC-ECHO-Mischung zu finden.

Alle guten Dinge sind … sieben?

Doch nicht nur in unseren Büroräumen ging es heiß her. Im Jahr 2021 erzielten wir auch einen großen Erfolg mit unserem monatlich erscheinenden Printmagazin Kryptokompass. So hat sich die Auflage nicht nur verdoppelt und auch nicht nur verdreifacht. Nein, sie hat sich versiebenfacht.

Ja, ihr habt richtig gelesen. Es freut uns ungemein, dass unser Krypto-Herzblut, welches wir alle vier Wochen mit Hochdruck in die Seiten des Heftes pumpen, in unserer Leserschaft Anklang findet. Für alle Informationen zum Kryptokompass geht es hier entlang.

Nayib Bukele, aber live

Als Teil einer Delegation deutscher Bitcoiner und Journalisten sind unser Social-Media-Experte Stefan Lanser und Redakteur David Scheider für euch nach El Salvador geflogen, um sich die Lage im neuen Krypto-Mekka vor Ort genauer anzusehen. Neben einer Exkursion zum “Bitcoin-spuckenden-Vulkan” und dem dortigen Geothermiekraftwerk waren wir auch live dabei, als Präsident Nayib Bukele die Pläne für Bitcoin-City verkündete.

Die Eindrücke waren unglaublich. Die Reise war demnach natürlich auch eines unserer absoluten Highlights des Jahres. Wir könnten uns definitiv daran gewöhnen, unser Bier zu zapfen, nachdem wir ein paar Satoshis über Lightning bezahlt haben

Und somit freuen wir uns alle über ein gelungenes Jahr 2021, trotz aller Schwierigkeiten, und sind voller Vorfreude darauf, was 2022 uns, euch und dem Krypto-Space bescheren wird. Wir sind uns sicher: Langweilig wird es nie!

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Krypto-Jahresrückblick 2021: Metaverse und Blockchain-Gaming

Unser Krypto-Jahresrückblick. Teil 3: Metaverse und Blockchain-Gaming.

Eine Neuheit, die NFTs der Welt bescherten, ist das Blockchain-Gaming. Das Besondere: Wer gerne auf der Blockchain zockt, kann damit nun Geld verdienen. Mit NFT Games haben Zocker:innen die Möglichkeit, Spiel-interne Features wie Skins, Charaktere, Waffen, virtuelle Grundstücke und andere Dinge tatsächlich zu besitzen.

Die NFTs beziehungsweise Blockchain sorgt dabei dafür, dass man das jeweilige Feature den Spieler:innen zuordnen kann. Daraus ist längst eine NFT-basierte Ingame-Wirtschaft entstanden, die es möglich macht, NFT-Gegenstände zu verkaufen. Abgesehen davon kann man sich für seine Zeit beziehungsweise Aufmerksamkeit durch Token-Belohnungen für das Zocken bezahlen lassen. Die wichtigsten fünf dieser NFT-Games findest du hier.

Eng mit dem NFT-Hype verknüpft ist die Entstehung und Etablierung von Metaversen. Sie bilden parallele Realitäten im Bereich des Digitalen. Und vermischen auf spannende Weise Wirtschaft, Gamification und Krypto. In Form von NFTs kann man in Metaversen wie Decentraland oder The Sandbox Avatare erstellen, Grundstücke verkaufen, NFT-Kunst bestaunen und sich darüber wundern, wohin die Reise geht.

Dass Silicon-Valley-Größen wie Mark Zuckerberg im Metaverse eine große Zukunft sehen, zeigte sich nicht zuletzt, als der Facebook-CEO seinen Konzern in “Meta” umbenannte. Mit dem zugehörigen Metaverse Horizon setzte das Zuckerberg-Unternehmen eine neue Priorität. Und dafür greift der Konzern tief in die Tasche. Bis zu 10.000 Stellen sollen für die Erschaffung und Instandhaltung des Metaversums entstehen. Mit einer Investition von 10 Milliarden US-Dollar soll darin all das möglich werden, was wir auch im echten Leben tun. Damit streckt Facebook Meta die Fühler weit über die Welt der sozialen Netzwerke aus. So will der Konzern mit seinem Metaversum auch die digitalen Straßen und Grundstücke bereitstellen, auf denen wir uns in Zukunft bewegen sollen.

Auf dem Weg zur digitalen Volkswirtschaft

Durch Social Token, so die nicht allzu ferne Zukunftsmusik, wird es hier auch möglich werden, Accounts zu monetarisieren. Die Rechnung dabei ist einfach: Wer eine hohe Reichweite hat, wird dafür mit Token belohnt. Dadurch wiederum entstehen neue Anreize und eine Wertschöpfung, um in Dienstleistungsangebote zu investieren. Beteiligte Unternehmen ebnen den Weg für eine digitale Volkswirtschaft.

Doch auch Unternehmen wie Nike oder Microsoft haben den Braten längst gerochen. So entschloss sich der Sportartikelhersteller Ende Oktober dazu, einen Antrag beim Patentamt für die Anmeldung von Marken für virtuelle Güter zu stellen. Die Idee dahinter: digitale Objekte wie Schuhe, Mützen, Sportausrüstung und ähnliches als NFT verkaufen zu können.

Auch der Tech-Riese Microsoft verkündete im November, ins Metaverse aufzubrechen. Mit Mesh for Teams soll das Microsoft-Kommunikationstool Teams eine neue Komponente erhalten. Aufmerksame Leser:innen mögen es erahnen: Es geht ins Digitale. Anstatt sich klassisch per Videokonferenz zu treffen, sollen Mesh-Nutzer:innen sich auch in virtuellen Metaverse-Räumen treffen können. Schon im ersten Halbjahr 2022 darf man mit der Beta-Version rechnen.

Selbst in geopolitische Sphären dringt das Metaverse bereits vor. So wurde im November bekannt, dass Barbados mit mehreren Metaverse-Unternehmen zusammenarbeitet, um sich im Reich des Digitalen anzusiedeln. Mit einer eigenen Botschaft im Decentraland plant der Karibikstaat ab Januar 2022 laut eigenen Angaben, “bilaterale Beziehungen mit Regierungen weltweit” zu fördern. Wie das konkret aussehen wird, ist bisher nicht bekannt.

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Der Kryptojahresrückblick 2021: Ethereum und NFT-Explosion

Zeit, zurückzublicken: Was hat den Krypto-Markt im vergangenen Jahr bewegt? Heute: Ethereum und die große NFT-Explosion.

Ethereum: Der steinige Weg zu Proof of Stake

Ethereum hat ein wildes Jahr hinter sich. Und das liegt nicht nur am Allzeithoch des Ether-Kurses von 4.878 US-Dollar am 10. November. Mit den ersten Ethereum-ETFs aus Kanada, die den Markt im Mai erreichten, wurden bereits wichtige Grundsteine in Bezug auf Ether-Investments gelegt. Doch auch technisch ging es voran.

Am 15. April führte das Netzwerk mit “Berlin” die erste von drei Hard Forks durch. Damit senkte das Netzwerk die Gas-Gebühren und führte einen neuen Transaktionstypen ein. Die sogenannten “Envelope Transactions” erlaubten es Nutzern fortan, zukünftige, komplexe Transaktionen zu erstellen, um die Gas-Gebühren zu senken.

Danach war es vor allem die Ethereum Hard Fork “London” vom 5. August, die dem Projekt neuen Anschub geben konnte. Das Update brachte vor allem eine Anpassung der Gebührenpolitik sowie eine Drosselung der Umlaufmenge an verfügbaren Ether mit sich. Mit dem Verbesserungsvorschlag EIP-1559 führten die Entwickler eine algorithmisch festgelegte Grundgebühr ein. Die Grundgebühren sollten im Zuge des Updates außerdem verbrannt werden. Das führte auch dazu, dass am 6. September an einem Tag erstmals mehr Ether verbrannt als produziert wurden.

Am 28. Oktober erreichte uns dann die Meldung, dass auch das dritte Ethereum-Update im Jahr 2021 erfolgreich war. “Altair” führte einerseits einen Light Client Support ein. Die Light Clients können sich mit Validatoren im Netzwerk synchronisieren. Zudem kann man sie auch auf mobilen Geräten laufen lassen. Als zweite Neuerung brachte Altair die Slashing-Funktion, die es erlaubt, gegen inaktive oder missbräuchlich agierende Validatoren vorzugehen.

Diese drei Updates ließen zunächst darauf hoffen, dass es mit Ethereum 2.0. tatsächlich voranging. Doch am 11. Dezember – in Ethereum-Zeitrechnung bei Block Nummer 13.773.000 – schaltete die Entwickler-Community dann einen Gang zurück. Das “Arrow Glacier”-Upgrade verschob das Zünden der Difficulty Bomb um einige Monate nach hinten. Das bedeutet Stand jetzt, dass Ethereum 2.0. bis Mitte des nächsten Jahres auf festen Beinen stehen wird.

NFT-Hype: Als die Krypto-Pixel explodierten

Der Hype um Non-fungible Token (NFT) erreichte im Jahr 2021 seinen bisherigen Höhepunkt. Die einzigartigen, nicht untereinander austauschbaren Sammlerstücke waren mit Spaßprojekten gestartet, die heute Millionen wert sind. Die Menschen hinter Projekten wie Cryptokitties oder auch Cryptopunks konnten noch vor ein paar Jahren kaum ahnen, welchen irrsinnigen Hype sie mit ihren Blockchain-basierten Pixelbildern lostreten würden.

Als die Cryptopunks im Juni ’17 auf die Blokchain kamen, lag der Ether-Kurs bei rund 300 US-Dollar

Als Larvalabs mit den zufällig generierten 10.000 Cryptopunks im Juni 2017 an den Start gingen, war der Krypto-Markt noch hauptsächlich mit den ICOs beschäftigt. Der Bitcoin-Kurs hatte gerade die 2.000 US-Dollar-Marke durchbrochen, während Ether am 19. Juni sein Allzeithoch von 363 US-Dollar erreichte. Knapp vier Jahre später, am 23. Januar 2021, ging der bis dato teuerste Cryptopunk über die digitale Ladentheke. Für schlappe 605 Ether (zum damaligen Zeitpunkt 761.888,57 US-Dollar) wechselte der Alien die Besitzer.

Im Laufe des Jahres sprangen immer mehr Prominente, Künstler:Innen und Trittbrettfahrende auf den Hype-Zug auf. Im April startete Eminem mit dem “Shady Coin” eine eigene NFT-Serie. Doch es sollte nicht bei Pixelart á la Cryptopunks bleiben. Im November versteigerte das Auktionshaus Christies einen 3D-animierten Astronauten des NFT-Künstlers Beeple. Dass man dieses Kunstwerk auch nach seiner Erschaffung verändern und an das Weltgeschehen anpassen kann, macht ihn offenbar wertvoll. Risikokapitalgeber Ryan Zurrer ließ für das Beeple-Werk 28,9 Millionen US-Dollar springen – damit ist es jedoch nur das zweitwertvollste NFT-Kunstwerk Beeples, denn dessen “Everydays: The first 5.000 Days” brachte in einer Auktion 69 Millionen US-Dollar ein.

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Der Krypto-Jahresrückblick 2021 – Teil 1: Memecoins und Ripple

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir blicken zurück. Teil 1: Wie die Gamestop-Bewegung ins Krypto-Versum schwappte und Ripple gegen die SEC kämpfte.

Can’t stop, won’t stop, Gamestop: Vom Aktien-Hype in den Krypto-Space

Während sich der Bitcoin-Kurs zu Jahresbeginn zu neuen Höhen aufmachte, braute sich anderswo ein (An)Sturm zusammen, der die Investmentwelt ein kleines bisschen ins Wanken bringen sollte. Die Rede ist von dem Reddit-Forum /r/wallstreetbets und seinen selbsternannten Investmentaffen (Apes), die sich nichts Geringeres zur Aufgabe gemacht hatten, als die Wallstreet zu Fall zu bringen. Oder zumindest ein bisschen zu erschüttern – und sich dabei die Taschen zu füllen.

Durch konzertiertes Aufkaufen der GME-Aktien trieben sie den Kurs dermaßen in die Höhe, dass sie bei Hedgefonds Leerverkäufe triggerten. Im Anschluss kam es dann zu einem Short Squeeze, der in letzter Konsequenz dazu führte, dass Melvin Capital, einer der Hedgefonds, der gegen die Gamestop-Aktie gewettet hatte, pleite ging. Innerhalb eines Jahres war der GME-Kurs durch diese Aktion von knapp 3 US-Dollar auf 428,85 am 28.01.2021 gestiegen. Eine Steigerung von über 15.000 Prozent.

Much wow: Memecoins wie der Doge-Coin erlebten im Jahr 2021 eine überhitzte Rallye.

Die David-gegen-Goliath-Mentalität fand auch im Krypto-Space Anklang. So bildete sich die Anleger:innen-Community /r/satoshistreetbets heraus, die sich dem Kryptomarkt widmete. Der Hype um Memecoins startete im Nachklang der Gamestop-Aktionen richtig durch. So erlebte nicht nur der Dogecoin eine imposante Rallye, sondern ermunterte auch den Krypto-Space dazu, neue Memecoin-Projekte aus der Blockchain zu heben. So kam Mitte des Jahres allen voran der Shiba-Inu-Coin zu größerer Aufmerksamkeit.

Doch ob nun Shiba Inu, Doge oder einer der zahlreichen anderen Memecoins: Letztlich sind sie alle rein spekulativ und schaden dem Image des Krypto-Spaces. BTC-ECHO-Redakteur David Scheider erklärt im Podcast, warum das so ist. Einfach mal reinhören.

Die unendliche Geschichte: Ripple gegen die SEC

Es war ein hartes Jahr für Ripple. Denn die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hatte Ende 2020 einen Rechtsstreit entfacht, der sich durch das gesamte Jahr 2021 ziehen sollte. Die Börsenaufsicht unterstellte dem Fintech-Unternehmen den Handel mit nicht-registrierten Wertpapieren. Die beunruhigende Aussicht auf Strafzahlungen in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar schickten den XRP-Kurs im Zuge dessen auf eine gehörige Talfahrt. Auch anderweitig zog die Klage Konsequenzen mit sich. Etwa, indem Binance den XRP-Handel kurzerhand einstellte. Spätestens, nachdem der Vermögensverwalter Grayscale den XRP-Fonds ebenso eingestellt hatte, war klar: Das wird ein schwieriges Jahr für das kalifornische Fintech.

Ripple wollte sich jedoch nicht so schnell die Butter vom Brot nehmen lassen. Vielmehr ging das Unternehmen im März in die Offensive. In einem Brief an die US-Bundesrichterin hieß es, dass Ripple das Vorgehen der Börsenaufsicht für eine “regulatorische Übergriffigkeit” halten würde. Die SEC schmetterte das Aufbegehren Ripples kurzerhand ab.

Ende November holte Ripple erneut aus, dieses Mal jedoch deutlich gemäßigter. In einem Dokument zu einer möglichen Regulierung heißt es wohlwollend:

Die US-Finanzmärkte gelten als erstklassig. Das ist zum Teil auf den bestehenden Regulierungsrahmen zurückzuführen, unter dem sie arbeiten. Wir glauben, dass dieser Rahmen, wenn es gelingt, ihn an einige der einzigartigen Eigenschaften von Kryptowährungen anzupassen, die Klarheit schaffen kann, die Innovatoren suchen. Und Verbraucher erhalten den Marktschutz, den sie verdienen.

In diesem Sinne forderte Ripple eine Förderung von “Innovations-Sandboxen”, um die Entwicklungen im Krypto-Bereich nicht unnötig auszubremsen. Eine endgültige Entscheidung steht derzeit noch aus.

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Weihnachten 2021: Fünf Krypto- und Bitcoin-Geschenkideen | BTC-ECHO

Bald ist Weihnachten. Falls ihr noch keine Geschenke für eure Liebsten habt, geben wir euch in diesem Artikel ein paar Ideen.

Wenn die Luft nach frisch gebrannten Mandeln duftet und im Radio Last Christmas rauf und runter läuft, weiß man welche Festivität wieder ansteht. Mit dem Feiertag stellt sich jedoch immer wieder dieselbe Frage: Was soll ich meinen Liebsten schenken? Falls der ein oder andere Krypto-Enthusiast zu eurem Familien- oder Freundeskreis zählt, ihr euch vielleicht auch einfach selbst beschenken wollt oder ihr jemandem mit dem Krypto-Space vertraut machen möchtet, kommen hier fünf passende Geschenkideen.

NFTs

Non-fungible Token erlebten dieses Jahr einen echten Hype – auch über den Krypto-Space hinaus. Ob es nun Kunstwerke, Sammelkarten oder die CryptoKitties waren, die einzigartigen Token schossen durch die Decke. Warum also nicht auch seine Liebsten an dem Trend teilhaben lassen? Über die Handelsplattform OpenSea steht euch eine Fülle an Optionen für jeden Geldbeutel zum Kauf bereit.

Darüber hinaus könnt ihr auch eigene NFTs minten, um eurem Geschenk eine persönliche Note zu geben. Wählt dafür einfach ein Bild aus, was euch gefällt und ladet es hoch. Kreiert ihr den NFT über Polygon, spart ihr euch sogar die Gebühren. Schickt euer Geschenk im Anschluss einfach auf die entsprechende Wallet, und schon habt ihr euren Liebsten sicherlich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

“Bitcoingeld”

Bitcoin ist nach wie vor auf dem Vormarsch. Weltweit nimmt die Adoption der Mutter aller Kryptowährungen zu. Ihr habt die Krypto-Vision hinter dem digitalen Wertspeicher verstanden und wollt eure Liebsten von den Vorteilen überzeugen, wisst aber nicht wie? Dann bietet sich das neue Buch von Michael Caras als Geschenkidee zu Weihnachten an. In “Bitcoingeld: Eine Geschichte über die Entdeckung von gutem Geld in Bitdorf beschreibt der Autor anhand einer Kurzgeschichte die Vorteile der Kryptowährung. Durch die einfache Lesart eignet sich das Buch für alle Altersklassen.

BitBox Christmas Special

Vielleicht sind eure Liebsten bereits mit dem Krypto-Space vertraut oder ihr wollt euch auch selbst beschenken? Dann sei euch das BitBox Christmas Special ans Herz gelegt. Das Paket gibt es im Shop des Schweizer Wallet-Herstellers Shift Crypto und umfasst eine BitBox02 Hardware Wallet, eine Geschenkkarte, wo ihr eure individuellen Weihnachtsgrüße entsenden könnt sowie ein Einsteigerbuch über Bitcoin (auf Englisch).

Bevor ihr euch also für das Christmas Special entscheidet, solltet ihr euch vergewissern, dass der oder die Adressat:in Englisch sprechen kann – oder ihr behaltet das Buch einfach.

BTC-ECHO Geschenkgutschein

In Zeiten, in denen der Krypto-Space immer weiter prosperiert, hörst du als Krypto-Experte wahrscheinlich immer wieder Fragen aus deinem Familien- und Bekanntenkreis, ob sich ein Einstieg lohnt. Nun steht Weihnachten kurz vor der Tür, womit sich dir die Möglichkeit eröffnet, deine Liebsten in der Hinsicht weiterzubilden. Schenk ihnen doch einfach einen BTC-ECHO Geschenkgutschein für den Kryptokompass.

Die Grußkarte kannst du entweder aus vorgefertigten Designs festlegen oder du gestaltest den Gutschein einfach ganz individuell nach deinen Wünschen. Wähle im Anschluss den Betrag aus, den du verschenken möchtest. Soll es lieber eine Einzelausgabe sein, ein Jahresabo für die Digitalversion oder doch ein jährliches Abonnement für Digital und Print? Du hast die freie Wahl. Bei den letzten beiden Optionen packen wir eine 24 Karat vergoldete Bitcoin-Münze obendrauf.

Multicolor LED Krypto Lampen

Sind eure Liebsten bereits voll im Krypto-Fieber? Vielleicht lohnt sich dann eine kleine Aufmerksamkeit – beispielsweise in Form einer Multicolor LED Lampe im Krypto-Design. Ob Bitcoin, Ethereum, Litecoin oder auch IOTA, die Auswahl ist riesig. Bestimmt ist auch der Lieblings-Coin eurer Liebsten dabei. Die Preisrange liegt dabei zwischen 15 und 24 Euro.

An der Stelle wünschen wir euch viel Spaß beim Aussuchen der Geschenke. Habt eine besinnliche Weihnachtszeit und startet gut ins neue Jahr – es wird sicherlich wieder aufregend im Krypto-Space!

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Regulierung auf dem Prüfstand: US-Kongress lädt Krypto-CEOs vor

In einer Anhörung vor dem US-Kongress haben mehrere Krypto-CEOS zum Thema Regulierung und Stablecoins ausgesagt. Auch wenn die Meinungen auseinander gingen, war das Fazit positiv.

Jüngst fand auf dem Capitol Hill in Washington eine große Anhörung mit dem Titel “Digital Assets and the Future of Finance” statt. An der Veranstaltung, bei der es um eine innovative Regulierung der Branche ging, nahmen führende CEOs der Kryptoindustrie teil. Dazu zählten beispielsweise Jeremy Allaire, Sam Bankman-Fried, Brian Brooks und andere. Zu Beginn stellte der republikanische Abgeordnete Patrick McHenry klar, dass die Kryptoindustrie in den USA und nicht in Übersee wachsen sollte. Dafür müsse die Regierung die gesetzliche Grundlage schaffen. Die CEOs der einzelnen Krypto-Unternehmen gaben daraufhin Erklärungen zu ihren Angeboten ab und erläuterten, was sie von der aktuellen Gesetzeslage hielten.

Eine zentrale Rolle spielte der im letzten Monat veröffentlichte US-Stablecoin-Bericht. Darin schlug SEC-Chef Gary Gensler vor, dass nur versicherte Einlageninstitute Stablecoins ausgeben dürfen. Der CEO von BitFury, Brian Brooks, erklärte sich damit nicht einverstanden. Eher sollte die Regierung umgekehrt den großen Stablecoin-Emittenten eine Banklizenz erteilen. Zum Thema Stablecoins meinte Charles Cascarilla, der CEO von Paxos, der US-Dollar drohe seinen Status als Weltwährung Nr. 1 zu verlieren, wenn weder regulierte USD-gestützte Stablecoins noch ein US-CBDC erfolgreich wären. Paxos ist eine Partnerschaft mit Meta (Facebook) eingegangen. Der Stablecoin PAX-Dollar kommt bei über drei Milliarden monatlich aktiven Nutzern in der Novi-Wallet zum Einsatz. 

Darüber, ob Stablecoins US-amerikanischer Firmen die Bedeutung des US-Dollar untergraben können, ist man unterschiedlicher Ansicht. Jeremy Allaire, CEO von Circle, sagte, dass Stablecoins der globalen Dominanz des US-Dollars nicht schaden, sondern eher helfen könnten. Er argumentierte, dass unabhängige US-Stablecoins den Kryptomarkt weiterhin dominieren werden. Die Regulierung in den USA müsse für konkurrierende Alternativen wie Chinas digitaler Yuan gerüstet sein. 

Gary Genslers Meinung wird nicht von allen Abgeordneten geteilt

Ann Wagner – Abgeordnete des Bundesstaates Missouri – spricht den Tatbestand an, dass die Meinung des SEC-Chefs Gensler nicht von allen Regierungsmitgliedern und Kongressabgeordneten geteilt wird und die Gesetzgebung deswegen nicht so richtig vorankomme. Alesia Haas, CFO von Coinbase, ist wie viele andere auch der Meinung, dass Blockchain-Token keine Wertpapiere seien. Entsprechend griffen die Wertpapiergesetze auch nicht. Dies sieht Gary Gensler wiederum anders

Auch wenn die Meinungen teilweise auseinander gingen, schlossen die Teilnehmer laut Medienberichten doch ein positives Fazit aus der Veranstaltung. Was die Regulierungsbehörden konkret unternehmen, um den Schutz der Anleger sicherzustellen, ist zwar weiterhin offen. Es herrschte jedoch Einigkeit darin, die Innovation im Kryptosektor voranzutreiben. 

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Thailand plant eigenen Utility Token für Touristen

Northern Data nimmt mit der Übernahme von Bitfield Kurs auf größere Marktanteile im Mining-Sektor.

Das in Frankfurt am Main ansässige Blockchain- und Computing-Unternehmen hat in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, das Unternehmen Miner Bitfield NV aus Amsterdam zu übernehmen. Mit sofortiger Wirkung gehen damit 6.600 einsetzbare Miner in die Hände der deutschen Firma. Bis 2022 sollen 26.000 weitere neue Miner, größtenteils in Nordamerika, in Betrieb genommen werden. Damit gelingt es Northern Data nach eigener Aussage, seine Dienste von Bitcoin Hosting, Altcoin Mining und Cloud Computing nun auf Bitcoin Mining auszudehnen.

Bitcoin-Mining Weltspitze in Aussicht

Ziel der Übernahme sei “ein führendes globales Bitcoin-Mining-Unternehmen mit rund 33.000 ASIC-Minern der neuesten Generation zu werden” zu werden. Northern Data möchte in diesem Jahr “eine kombinierte globale Hashrate von mehr als 6 Prozent verwalten”. Dabei soll der Fokus auch auf einem ESG-konformen Ausbau (Environment, Social, Governance) liegen. Das Unternehmen verweist auf die “selbst entwickelte Soft- und Hardware mit intelligenten Konzepten und einer besonders nachhaltigen Kühltechnologie”.

Bitfield N.V. könnte in diesem Bereich auch etwas Expertise bieten. Das Unternehmen macht es sich zur Aufgabe, die Infrastruktur des Bitcoin-Netzwerkes bei “gleichzeitiger Förderung der Weiterentwicklung erneuerbarer Energiequellen” zu stärken. Für Bitcoin sehen sie deshalb die Notwendigkeit der Entwicklung einer “CO2-neutralen und nachhaltigen Hash-Rate”.

Northern Data nimmt Fahrt auf

Dass das Unternehmen im Angriffsmodus ist, zeigen die aktuellen Pool-Hashrates. Northern Data ist seit 2018 Mitglied bei Rawpool. Dieser hat innerhalb der letzten 24 Stunden 27,56 Prozent zugelegt (Stand 28.09.21). Somit scheinen die 3.000 PH/s (Petahashes pro Sekunde) (oder zumindest ein Teil dessen), die das Unternehmen mit der Übernahme von Bitfield dazugewonnen hat, bereits Wirkung zu zeigen. Denn neuerdings positioniert sich Rawpool auf Platz 10 der Hash-Pools – mit guten Aussichten in Zukunft noch weitere Positionen nach oben zu klettern.

Übersicht über die größten Hashpools, Stand 29.09.2021, btc.com.

Die drei größten Mining Pools, AntPool, F2Pool und ViaBTC waren in der Vergangenheit zu großen Teilen in China ansässig. Diese mussten im Zuge der Verbote im letzten Jahr ihren Standort wechseln, wodurch jeweils zunächst ein Einbruch der Hashrate zu sehen war. Beliebte Ziele zum Wiederaufbau waren für die Miner vor allem die USA, Südamerika, Iran und Kasachstan. Allerdings sind chinesische Mining-Unternehmen noch nicht gänzlich von der Bildfläche verschwunden. Im Gegenteil: Wie Leon Waidmann zeigt, sind die derzeitigen Top-Pools allesamt chinesische Unternehmen. Mehr dazu hier.

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