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Blockchain, Kryptos & Co

Krisengewinner – Top-Firmen im Schweizer „Crypto Valley“ wachsen um 680 Prozent

Die Top-50 Unternehmen der Zuger Kryptobranche können seit Beginn der Coronakrise 250 Mrd. US-Dollar hinzugewinnen.

Ein neuer Bericht einer Schweizer Investmentfirma kommt zu dem Ergebnis, dass die fünfzig größten Unternehmen im „Crypto Valley“ seit Juli 2020 eine Wertsteigerung von 680 % erzielt haben.

Wie der „Top 50 Report“ der in Zug ansässigen Crypto Valley Venture Capital (CV VC) aufzeigt, ist der Firmenwert der Top-50 Krypto-Unternehmen im „Valley“ von 37,5 Mrd. US-Dollar im Juli 2020 bis auf 254,9 Mrd. US-Dollar im Februar 2021 angestiegen.

Der Bericht beleuchtet explizit Krypto-Unternehmen, die im Schweizer Kanton Zug, der als „Crypto Valley“ bekannt ist, angesiedelt sind. Die Anzahl der Unternehmen in dieser Region hat sich seit Juli ebenfalls erhöht, wobei ein Zuwachs von 4,4 % bzw. 960 neuen Firmen festgestellt wurde. Auch die Anzahl der Arbeitnehmer in der Zuger Kryptobranche hat zugenommen, so sind 5.184 weitere Arbeitsplätze hinzugekommen (8,5 %).

Das Crypto Valley beheimatet durch diese Entwicklungen nun elf sogenannte „Unicorns“ (Einhörner), also Unternehmen mit einem Firmenwert von über 1 Mrd. US-Dollar, allesamt namhafte Projekte: Ethereum, Cardano, Polkadot, Aave, Cosmos, Solana, Tezos, Dfinity, Near, Nexo und das Facebook Krypto-Projekt Diem (ehemals Libra).

Obwohl Beobachter zu Beginn der Coronakrise noch vermutet hatten, dass die Zuger Kryptobranche zu den Verlierern gehören wird, hat sich das Valley stattdessen zum Gewinner der Krise gemausert. Mathias Ruch, Gründer und Geschäftsführer von CV VC, erklärt in diesem Zusammenhang:

„Nachdem wir im März 2020 mit großen Ängsten in die Krise gegangen waren, sind wir jetzt wieder zuversichtlich, was die Zukunft angeht. Die positive Entwicklung war bereits im September klar erkennbar. Inzwischen werden wieder mehr Krypto-Startups gegründet, die sich das Crypto Valley als Standort aussuchen.“

Die Schweiz ist schon seit längerem ein regelrechtes Mekka für Krypto-Startups, da die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Branche in die Karten spielen. In diese Kerbe schlägt auch Ralf Kubli, der Autor des neuen Reports: „Die Schweiz hat mit die fortschrittlichste Gesetzeslage in Sachen Blockchain, was eine starke und solide Grundlage für den nachhaltigen Erfolg des Crypto Valley schafft.“

Im September 2020 hatte die Regierung des Kantons bekanntgegeben, dass Bevölkerung und Unternehmen der Region Steuern in Höhe von bis zu 100.000 Schweizer Franken (CHF) in Bitcoin oder Ethereum bezahlen können.

 

Deadmau5 veröffentlicht ‘Slickmau5’ NFT Kollektion

Der kanadische EDM-Künstler Joel Thomas Zimmerman, besser bekannt als deadmau5, veröffentlicht am 9. März eine NFT-Kollektion mit dem Namen “Slickmau5”. Es gab eine Menge Hype im Bereich der digitalen Kunst, als Künstler aus der Tanzmusikszene weiterhin NFT und Blockchain-Technologie annehmen. In den letzten Wochen haben wichtige Akteure der Szene wie Space Yacht, 3LAU und Gramatik […]

Reinen Tisch machen – BitMEX-Geschäftsführung verhandelt Prozessteilnahme

Die Geschäftsführer der Krypto-Handelsplattform stellen den US-Behörden Bedingungen für eine freiwillige Auslieferung.

Arthur Hayes, der ehemalige Geschäftsführer (CEO) der Krypto-Handelsplattform BitMEX, verhandelt mit den amerikanischen Justizbehörden über seine Rückkehr in die USA im Rahmen der Anklage gegen ihn und die übrige Geschäftsführung.

Wie aus dem Transkript einer Telefonkonferenz vom 16. Februar zwischen der Staatsanwaltschaft und dem vorsitzenden Richter hervorgeht, will sich dieser am 6. April auf Hawaii stellen. Dem CEO der Handelsplattform für Krypto-Derivate wird vom US-Justizministerium und der Aufsichtsbehörde für Derivatehandel (CFTC) vorgeworfen, gemeinsam mit seinen Kollegen gegen das amerikanische Geldwäschegesetz verstoßen zu haben.

Demnach befindet sich Staatsanwältin Jessica Greendwood schon länger mit Hayes im Gespräch über eine freiwillige Auslieferung. Dieser befindet sich zurzeit noch in Singapur und will hier auch weiterhin wohnhaft bleiben, lediglich für die Vorverhandlung und etwaige Prozesstermine erklärt sich Hayes zur Einreise in die USA bereit.

„Wir haben mit seinen Anwälten die Bedingungen einer freiwilligen Auslieferung verhandelt, wobei er vorgeschlagen hat, zunächst auf Hawaii in die USA einzureisen und sich hier zu stellen“, so Greenwood. Und weiter:

„Er würde sich auf Hawaii stellen, dann per Videoschaltung für die Vorverhandlung vor Gericht erscheinen und dann wieder zurück nach Singapur reisen. Bei Bedarf würde er zurück in die USA kommen, falls es in New York zum Prozess kommt.“

Des Weiteren legte Greenwood in der Telefonkonferenz offen, dass sich Miteigentümer Ben Delo Ende des Monats in New York stellen will. Die Staatsanwaltschaft arbeitet im Zuge dessen bereits mit dem Bundeskriminalamt (FBI) und dem Zoll (Border Patrol) zusammen, um für Delo eine Einreisegenehmigung zu erhalten, denn dieser befindet sich noch in Großbritannien und unterliegt einem Corona-bedingten Einreiseverbot.

Mitgründer Greg Dwyer lehnt eine freiwillige Auslieferung weiterhin ab, weshalb die amerikanische Staatsanwaltschaft nun mit den ansässigen Behörden in Verhandlung tritt.

„Was die weiteren drei Beklagten [neben Hayes] betrifft, stehen wir mit ihren Anwälten über ein Erscheinen in den USA in Kontakt. Sie alle haben verschiedene Bedingungen und Termine für ihre Einreise genannt“, wie Greenwood erklärt. Dem fügt sie an:

„Momentan haben wir allerdings keine Zusicherungen, dass sie auch wirklich erscheinen werden.“

Der BitMEX-CTO Samuel Reed wurde bereits im US-Bundesstaat Massachusetts festgenommen, kurz nachdem die Anklagepunkte gegen die Krypto-Handelsplattform im Oktober 2020 bekanntgeworden waren. Reed wurde daraufhin für eine Kaution von 5 Mio. US-Dollar entlassen, muss jedoch zur Vorverhandlung und etwaigen Gerichtsverhandlungen anwesend sein.

Angesichts den Angaben der Staatsanwaltschaft hat der vorsitzende Richter entschieden, dass ein Prozess wegen der unsicheren Lage noch nicht aufgenommen werden kann, weshalb zunächst eine weitere Vorverhandlung für Mai angesetzt wurde.

Vergangenen Monat hatte Hayes sein Schweigen nach Bekanntwerden der Vorwürfe erstmals gebrochen, wobei er direkt wieder für Unruhe sorgte, indem er Kleinanlegern zur Abkehr vom traditionellen Finanzwesen riet, was eine Anspielung auf die jüngste Affäre um GameStop, Robinhood und das Reddit-Forum r/WallStreetBets war.

Arthur Hayes gilt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Kryptobranche. Der ehemalige Wall Street Trader hat der Hochfinanz 2013 den Rücken gekehrt und anschließend gemeinsam mit Delo, Reed und Dwyer die umstrittene Krypto-Handelsplattform BitMEX aufgebaut. Hier konnten Trader Krypto-Derivate mit bis zu 100-fachem Hebel handeln, was für heftige Kritik sorgte, da die Kurse von Kryptowährungen ohnehin schon stark schwanken. Die durch die Plattform gewonnene Liquidität war allerdings auch ein wichtiger Entwicklungsschritt für den Markt. Die Vanity Fair hat die Geschichte von Hayes und der BitMEX Anfang Februar in einem ausführlichen Artikel nachgezeichnet.

 

Ripple und die SEC: CEO Garlinghouse mit neuem Schachzug

Der CEO von Ripple Brad Garlinghouse strahlte stets Gelassenheit aus, wenn es um die Klage der US-Börsenaufsicht SEC ging. Nun haben seine Anwälte einen Antrag auf Abweisung der Klage gestellt. Schon seit geraumer Zeit schaut die Krypto-Szene auf den schwelenden Streit zwischen der US-Börsenaufsicht SEC und Ripple. Der Vorwurf der Behörde lautet, dass das von […]

IOTA veröffentlicht Smart Contracts Protokoll Alpha

Das Iota-Protokoll (MIOTA) setzt seinen Schwenk in Richtung der Implementierung von Smart Contracts mit einer Alpha-Version des IOTA Smart Contracts Protocol, oder ISCP, fort. IOTA hat einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung des ISCP markiert, da es kurz vor der Veröffentlichung seiner Alpha-Version steht. Im Gegensatz zur vorherigen “Pre-Alpha”-Version des Protokolls für Smart Contracts hat […]

Klage gegen BitMEX: Gründer Arthur Hayes will sich selbst ausliefern

Arthur Hayes hat offenbar keine Lust, sich von der Polizei aus Singapur begleiten zu lassen. Der Ex-CEO der Krypto-Börse BitMEX will in die USA kommen, um im Rechtstreit mit der US-Finanzbehörde CFTC auszusagen. Wenn die US-amerikanischen Marktwächter der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) eines nicht mögen, dann ist es der Betrieb einer nicht lizenzierten Handelsplattform, […]

It’s Showtime – Magic Johnson steigt in „boomenden“ Markt der Krypto-Fanartikel ein

Der Markt für NFT-Sammelgegenstände auf Basis der Blockchain-Technologie ist im vergangenen Jahr auf über 250 Mio. US-Dollar gewachsen.

Die Basketballlegende Earvin „Magic“ Johnson hat ein neues Team. Der ehemalige Star des Los Angeles Lakers kehrt allerdings nicht wieder aufs Spielfeld zurück, sondern steigt bei einem Sportunternehmen ein, das auf die Entwicklung von digitalen Krypto-Sammelkarten spezialisiert ist.

Michael Rubin, der Vorstandsvorsitzende des entsprechenden Fanartikelherstellers Fanatics, erklärte gestern in diesem Zusammenhang gegenüber CNBC, dass der Markt für digitale und physische Sammelgegenstände zurzeit förmlich „explodiert“, da die Bevölkerung aufgrund der Coronakrise deutlich mehr Zeit zuhause verbringt als sonst.

„Aktuell sehen wir einen richtigen Boom“, wie Rubin feststellt. Dahingehend ergänzt er: „Ich bin überzeugt davon, dass in diesem Bereich eine massive Wertschöpfung stattfinden wird. Viele Leute werden versuchen, ein Stück vom Kuchen abzubekommen, aber nicht allen wird das gelingen. Letztendlich wird es darum gehen, tollen Content und tolle Produkte zu liefern, nur das wird zu langfristigem Erfolg führen.“

Magic Johnson, der als unabhängiger Direktor dem Vorstand von Fanatics beigetreten ist, teilt diesen Optimismus. So sieht er in den digitalen NFT-Sammelkarten eine Weiterentwicklung zu physischen Sammelkarten, die während seiner aktiven Laufbahn in den 80ern und 90ern besondere Popularität erlangten. „Die Branche wurde revolutioniert“, so der charismatische Leader der „Showtime Lakers“ deshalb überschwänglich.

Zur Erinnerung: NF-Tokens (NFTs) sind Krypto-Münzen, die so konzipiert sind, dass sie wortwörtlich keine Fungibilität aufweisen. Jeder Krypto-Token kann also nicht dupliziert werden und ist einmalig, weshalb sich diese Form der Kryptowährung besonders als Vehikel für digitale Sammelgegenstände anbietet.

Der NFT-Markt, der besonders für Kunst, Sammelkarten und Musik Anwendung findet, ist im vergangenen Jahr auf 250 Mio. US-Dollar gewachsen, was eine Vervierfachung bedeutet. Ein Beispiel für das Potenzial des Marktes hat jüngst der ehemalige Baseballspieler Micah Johnson, der sich inzwischen künstlerisch betätigt, erbracht, indem er ein NFT-Kunstwerk für 2 Mio. US-Dollar verkauft hat.

Auch große Sportkonzerne wie die amerikanische Basketballliga NBA beteiligen sich mittlerweile erfolgreich am Markt. Das NFT-Projekt NBA Top Shot hat durch den Verkauf von Krypto-Sammelkarten schon mehr als 230 Mio. US-Dollar umgesetzt und ist dadurch einer der Marktführer.

Rockband Kings of Leon bringt Album als NFT heraus

Die Rockband “Kings of Leon” veröffentlicht ihr nächstes Album auch als NFT. Damit leistet die Band Pionierarbeit. Das kommende Album When You See Yourself der Rockband Kings of Leon wird nicht nur physisch und digital im Handel oder zum Streamen erhältlich sein. So wird es Fans auch möglich sein, mehrere Non-fungible-Token-Versionen (NFT) der neuen Platte […]

Das nächste Level: IOTA Smart Contracts erreichen Alpha-Stadium

Die IOTA Foundation vermeldet Fortschritte bei der Implementierung von Smart Contracts in IOTA. Mit dem heutigen Release der Pre-Alpha Version erhalten Entwickler die Möglichkeit, Anwendungen für den Bereich der dezentralen Finanzdienstleistungen auch mit IOTA zu erproben. Das Gedränge im Raum der Smart-Contract-Plattformen wird enger: Der bisherige Branchen-Primus Ethereum sieht sich einer wachsenden Zahl von Alternativen […]

Älteste Bank Kolumbiens testet Umgang mit Kryptowährungen

Im Rahmen einer „regulatory Sandbox“ erprobt die Banco de Bogotá den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen.

Die Banco de Bogotá, die älteste Bank Kolumbiens, testet Bankdienstleistungen auf Basis von Kryptowährungen.

Wie die kolumbianische Nachrichtenagentur Portafolio berichtet, hat die Banco de Bogotá am Montag bekanntgegeben, dass sie an einem entsprechenden Pilotprojekt teilnehmen wird, das unter der Ägide der Financiera de Colombia, also der obersten Finanzaufsichtsbehörde des Landes, steht. Das Projekt wird innerhalb der regulatorischen Sandkiste „La Arenera“ stattfinden.

Die Banco de Bogotá will im Zuge dessen die Chancen und Risiken des Umgangs mit Kryptowährungen untersuchen, indem sie ausgewählten Kunden den Kauf und Verkauf dieser über die Landeswährung Peso Colombiano ermöglicht.

Oscar Bernal Quintero, der Vize-Präsident für technische Entwicklung bei der Bank, erklärt in diesem Zusammenhang:

„Ein großer Teil unserer Motivation ist, dass wir eine tragende Rolle beim digitalen Wandel unseres Landes spielen wollen. Deshalb ist es uns wichtig, an der Ausgestaltung der etwaigen Regulierung von Kryptowährungen innerhalb des kolumbianischen Gesetzesrahmens mitzuwirken.“

Das Finanzministerium hat die regulatorische Sandkiste „La Arenera“ im März 2020 ins Leben gerufen, damit Unternehmen des Landes auf legalem Weg die Arbeit mit Kryptowährungen erproben können.

Die Kryptobranche boomt in Kolumbien dank Bitcoin (BTC) geradezu. Stand Oktober 2020 wurden in dem südamerikanischen Land bisher die meisten Bitcoin-Geldautomaten in ganz Lateinamerika aufgestellt.