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Nasdaq nimmt KI-gestützten Krypto-Kursindex in ihre Notierung auf

Die Nasdaq, die zweitgrößte Aktienbörse der Welt, hat den KI-basierten Kryptowährungs-Kursindex CIX100 in ihre Notierung aufgenommen. Dies geht aus einer entsprechenden Pressemitteilung hervor, die Cointelegraph am 15. Oktober zugespielt wurde.

Keine menschliche Einflussnahme

Der CIX100 ist ein Krypto-Kursindex, der von dem Unternehmen Cryptoindex herausgegeben wird. Der Kursindex basiert auf einem speziellen Algorithmus, der die Top-100 Kryptowährungen betrachtet und mehr als 200 verschiedene Einflussfaktoren berücksichtigt.

Dabei zielt der Kursindex auch darauf ab, Kryptowährungen mit manipulierten Handelsvolumen rauszurechnen. Außerdem sind die Berechnungen von Künstlicher Intelligenz gestützt und frei von „menschlicher Einflussnahme“. Der Kursindex richtet sich sowohl an Privatanleger als auch an professionelle Investoren.

Wie es in der Pressemitteilung heißt, werden die verwendeten Marktdaten direkt von den neun größten Kryptobörsen ausgelesen. Hinzu kommen mehrere Millionen einzelne Trades, die berücksichtigt werden, sowie verschiedene Daten aus den Sozialen Medien.

Es werden nur solche Kryptowährungen in die Betrachtung genommen, die für mindestens drei Monate unter den Top-200 waren. Um dies zu garantieren, wird der Kursindex jeden Monat neu zusammengestellt.

Der „Cryptoindex CIX100“ ist bereits bei Retuers, Bloomberg und TradingView in der Notierung. Seit seiner Einführung im Mai 2017 soll der Krypto-Kursindex um mehr als 1100% gewachsen sein. Die computergestützten Kursberechnungen sollen eine tägliche Genauigkeit von 82% haben.

Krypto-Kursindizes gewinnen an Beliebtheit

Wie zuvor berichtet, hatte sich die Nasdaq im Juni mit dem Krypto-Unternehmen CryptoCompare zusammengetan, um einen ähnlichen Kursindex auf den Markt zu bringen, der sich allerdings speziell an institutionelle Investoren richtet.

Im Februar 2019 hatte die Nasdaq wiederum zwei Krypto-Kursindizes der amerikanischen Blockchain-Firma Brave New Coin in ihre Notierung genommen.

CryptoCompare hat in Zusammenarbeit mit der Krypto-Handelsplattform BitMEX eine Datenbank zur Bewertung von Krypto-Futures erstellt, die über den Dienstleister Refinitiv herausgegeben wird.

Im Sommer hat die Sina Finance, ein Finanzdienstleister, der dem großen chinesischen Tech-Konzern Sina angehört, einen Krypto-Kursindex in die firmeneigene Smartphone-App eingebaut, ohne dies zuvor angekündigt zu haben.

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WWF lanciert Blockchain-Plattform zur effizienteren Verteilung von Spendengeldern

Das Blockchain-Startup ConsenSys hat sich mit der Naturschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) zusammengetan, um gemeinsam eine Blockchain-Plattform zu lancieren, die die Allokation von Spendengeldern verbessern soll.

Wie es in einer entsprechenden Mitteilung vom 24. September heißt, hat die Partnerschaft zwischen ConsenSys und dem WWF eine Blockchain-Plattform namens Impactio hervorgebracht, die auf Ethereum basiert und darauf ausgelegt ist, die Verteilung von Spendengeldern an gemeinnützige Projekte aller Art zu optimieren.

Welches Problem löst Impactio?

Laut der Projektbeschreibung wächst die Spendenbereitschaft sowohl bei Unternehmen als auch bei Einzelpersonen zunehmend, besonders was die jüngeren Generationen betrifft. Allerdings ergibt sich bei der Verteilung von Spendengeldern oftmals das Problem, die „richtigen“ Projekte zu finden und fördern zu können. Die Impactio Plattform schickt sich an, diese Problemstellung zu lösen.

Um dem Abhilfe zu schaffen, können gemeinnützige Organisationen ihre Projekte auf der Plattform einreichen. Diese sollten sich grob an den „17 Zielen für nachhaltige Entwicklung“ der UN orientieren, um zugelassen zu werden. Sogenannte „Kuratoren“, also Experten auf verschiedenen Sachgebieten, setzen sich daraufhin mit den Inhalten der einzelnen Projekte auseinander. Jeder Kurator bekommt dafür Blockchain-Tokens gutgeschrieben und „unterstützt” Projekte, die er für empfehlenswert hält, mit einer gewissen Summe dieser Tokens. Nachdem andere Experten das Projekt dann ebenfalls geprüft haben, wird es in der Community zur Wahl gestellt und falls es von einer Mehrheit angenommen wird, werden die Spendengelder freigegeben und der Kurator erhält für seine Unterstützung eine Belohnung.

„Jeder Kurator kann ein Projekt mit einem beliebigen Betrag an Tokens unterstützen, während Kuratoren, die diese Empfehlung anfechten möchten, den gleichen Betrag an Tokens einsetzen müssen. Wenn es für ein Projekt keinen Einspruch gibt, wird es in der Community zur Wahl gestellt.“

Dieser Mechanismus soll bewirken, dass die Experten keine willkürlichen Empfehlungen bzw. Einsprüche abgeben können, sondern in gewisser Weise für ihre Meinung bürgen müssen. Dadurch sollen nur noch solche Projekte in der Spenden-Community zur Wahl gestellt werden, die mit ihren Konzepten überzeugen können.

Robby Greenfield, der Mitgründer von ConesenSys Social Impact, meint dahingehend:

„Viele wohltätige Organisationen haben das Problem, dass sie ihren potenziellen Geldgebern nicht beweisen können, dass deren Spendengelder bei ihnen gut aufgehoben sind.“

Die Zweifel der Spender sind allerdings berechtigt, da eine Studie der Kanzlei Nolo ergeben hat, dass 75 – 85% der wohltätigen Organisationen die ihnen zur Verfügung gestellten Gelder nicht zielführend nutzen. Impactio will mit dem Mechanismus der Vorauswahl (Peer-Review) dafür sorgen, dass Spendengelder ihrem tatsächlichen Zweck zu Gute kommen.

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Daimler führt Test-Transaktion auf Blockchain-Zahlungsnetzwerk Marco Polo durch

Der Automobilhersteller Daimler AG und der Maschinenbauer Dürr AG haben gemeinsam eine Pilottransaktion über das Marco Polo Blockchain-Zahlungsnetzwerk von R3 abgewickelt.

Laut der Pressemitteilung, die am 25. September veröffentlicht wurde, war die Lieferung einer technischen Anlage von Schenk, einem Tochterunternehmen der Dürr AG, an Daimler Gegenstand der Transaktion. Die entsprechende Vereinbarung wurde zuvor über die Blockchain-Plattform kommuniziert, woraufhin bei Lieferung die Daten automatisch in das Marco Polo Netzwerk hochgeladen und damit die entsprechende Zahlung vom Käufer an den Verkäufer ausgelöst wurde.

Die Zahlungsvereinbarung und -abwicklung wurde dabei von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) durchgeführt, die ihrerseits wiederum Gründungsmitglied des auf Blockchain-basierenden Trade-Finance-Networks ist.

Schnell und effizient

Wie es in der Pressemitteilung heißt, konnte die Transaktion in nur wenigen Minuten abgewickelt werden, ein Prozess, der in der gängigen Praxis bedeutend mehr Aufwand erfordert. Die Corda-Blockchain, die dem Marco Polo Netzwerk als Fundament dient, konnte den Informationsfluss dabei „effizient und nachvollziehbar abbilden“.

Jürgen Vogt, der Director Treasury Controlling, Analytics & Standards der Daimler AG, sieht in dem Pilotprojekt einen wichtigen Schritt, um auf Grundlage der Blockchain-Technologie die Digitalisierung der eigenen Geschäftsprozesse voranzutreiben. Susanne Schlegel, die Finanzdirektorin der Schenk AG, ordnet den Test wiederum folgendermaßen ein:

„Das erfolgreiche Pilotprojekt mit Daimler und der LBBW zeigt, welche Effizienzpotenziale in digitalen Trade-Finance- Prozessen stecken. Mithilfe innovativer Plattformen und Technologien wie Marco Polo und Corda können wir die Komplexität in der Auftragsabwicklung reduzieren. Davon profitieren alle Beteiligten.“

Blockchain-Transaktionen auf dem Vormarsch

Die Blockchain-Technologie ist für Daimler kein Neuland. So hatte der Automobilhersteller im August bereits Blockchain-Zahlungen in Zusammenarbeit mit der Commerzbank erprobt. Dazu hat die Bank wiederum Euros in tokenisierter Form auf die Blockchain gebracht, um über diese die Zahlungen abzuwickeln.

Das Zahlungsnetzwerk Marco Polo konnte im März seine erste richtige Transaktion verbuchen, die wiederum zwischen zwei Unternehmen aus Deutschland und China getätigt wurde.

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KPMG Studie: Kundebindungsprogramme sind guter Einstiegspunkt für Blockchain

Kundenbindungsprogramme sind ein guter Einstiegspunkt für die Blockchain-Technologie, wie eine neue Studie von KPMG ergeben hat.

Dies berichtet VentureBeat am 25. September unter Berufung auf eine Studie der großen Wirtschaftsberatung KPMG. Wie Arun Gosh, der leitende Blockchain-Forscher von KPMG, meint, könnte die Annahmebereitschaft der amerikanischen Verbraucher Tür und Tor für die Blockchain-Technologie öffnen, die zunehmend zur „Tokenisierung“ von Vermögenswerten eingesetzt wird:

„Die Tokenisierung bietet völlig neue Wege, um Mehrwert zu verpacken, egal ob es sich dabei um die Schaffung völlig neuer Vermögenswerte handelt oder ob alte Vermögenswerte neu gedacht werden […] Unternehmen können die Chance der Tokenisierung nutzen, um damit ihre Prozessabläufe zu verbessern, neue Kapitalströme zu erschließen und die Kundenbindung zu stärken.“  

82% wären bereit Tokens in Treueprogrammen zu nutzen

Laut der Studie von KPMG kann die Blockchain-Technologie besonders im Einzelhandel einen bedeutsamen Mehrwert schaffen. Besonders im Hinblick auf Kundenbindungsprogramme, in denen oftmals Treuepunkte gesammelt werden, könnten die digitalen Münzen eine wichtige Rolle spielen und dabei helfen, die Bindung zwischen Unternehmen und Kunden zu erhöhen.

Wie die Wirtschaftsberatung herausgefunden haben will, wären die Kunden in diesem Kontext bereit, die Blockchain-Technologie zu nutzen, auch wenn das bisherige Verständnis noch gering ist.

Lediglich 33% der befragten amerikanischen Verbraucher geben an, Kenntnisse über Blockchain-Tokens zu haben. Nichtsdestotrotz darf daraus nicht auf Ablehnung geschlossen werden, den 63% der Befragten finden, dass digitale Tokens ein unkompliziertes Zahlungsmittel sind. 55% der antwortenden Personen sehen Tokens auch als gutes Mittel, um Kundenbindungsprogramme besser umzusetzen.

Dies ist wiederum der Ansatzpunkt für die Blockchain-Technologie, da 82% bereit wären, Tokens im Rahmen eines bestehenden Treueprogramms zu nutzen. 81% der Befragten wären dementsprechend auch offen dafür, Tokens zu nutzen, wenn diese in ein bereits bestehendes Kundenbindungsprogramm eingebaut werden. Für 79% ist es dabei allerdings wichtig, dass die Tokens einfach und intuitiv in ihrer Anwendung sind.

Auch Wirtschaft zeigt sich offen

Wie die KPMG Studie des Weiteren ergeben hat, sind besonders Branchen, in denen schon eine enge Kundenbindung herrscht, vom Potenzial der Tokenisierung angetan.

Zu diesen Branchen, die ohnehin eine große Kundebindung aufweisen und die Interesse an Blockchain-Tokens hätten, gehören unter anderem Gastronomie (86%), Elektronikhandel (81%), Banken (87%) und Telekommunikationsunternehmen (79%).

Wie Cointelegraph jüngst berichtet hatte, setzt wird das Konzept der Tokenisierung mittlerweile auch in völlig anderen Branchen eingesetzt. So wagen sich mittlerweile zum Beispiel Filmproduktionsfirmen und Medienunternehmen zunehmend an diese Idee.

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Frankreich: 25.000 Geschäfte wollen ab 2020 Bitcoin-Zahlungen anbieten

Bis Anfang 2020 wollen 30 große französische Einzelhändler in mehr als 25.000 Filialen Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren, darunter auch der Sportartikelhandel Decathlon und die Kosmetikkette Sephora.

Dies berichtet das französische Krypto-Nachrichtenportal Cryptoglobe am 24. September unter Berufung auf eine entsprechende Ankündigung während der laufenden Pariser Einzelhandelswoche.

25.000 Geschäfte wollen Bitcoin akzeptieren

Für die Abwicklung der Bitcoin-Zahlungen sind dabei drei Unternehmen zuständig, dies sind der Kassensystemhersteller Global POS, der Wallet-Service EasyWallet und die Zahlungsplattform Easy2Pay.

Die Zahlungen der Kunden werden zwar zunächst in Bitcoin (BTC) getätigt, werden dann aber während der Transaktion automatisch in Euro konvertiert.  

Für diese Konvertierung sind wiederum zwei weitere Dienstleister verantwortlich, und zwar die Firmen Deskoin und Savitar, die bereits eine Akkreditierung nach dem neuen französischen „Blockchain-Gesetz“ PACTE beantragt haben.

Neben Decathlon und Sephora beteiligen sich weitere namhafte Einzelhändler an dem Programm, darunter Boulanger, Foot Locker, World House, Intersport, Cultura, Maisons du Monde und Norauto.

Stéphane Djiane, der Geschäftsführer und Gründer von Global POS, meint, dass die gemeinsame Initiative der Einzelhändler ein regelrechter Meilenstein ist:

„Dies ist ein wichtiger symbolischer Schritt für die Entwicklung von Zahlungssystemen in Frankreich. Allerdings ist es gleichsam auch mehr als nur ein Symbol, da wir es für mehr als 25.000 Filialen ermöglichen, an der Economy 3.0 teilzuhaben.“

Altcoins könnten folgen

Indem man den Verbrauchern eine Möglichkeit bietet, ihre Krypto-Vermögen in örtlichen Geschäften auszugeben, zielt die Initiative letztendlich auch darauf ab, die Massentauglichkeit von Kryptowährungen zu erhöhen. In Frankreich gibt es bisher schätzungsweise 4 Mio. Krypto-Anleger.

Obwohl Marktführer Bitcoin momentan noch die Kryptowährung der Wahl ist, hat Global POS Geschäftsführer Dijane schon angedeutet, dass zukünftig womöglich auch einige Altcoins den Weg in das Zahlungssystem finden könnten.  

Im Januar hatte vereinzelte Tabakgeschäfte in Paris damit begonnen, Bitcoin zu verkaufen, was jedoch gemischte Reaktionen unter den Aufsichtsbehörden hervorrief.

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Studie: Blockchain-Markt wird im Jahr 2024 ein Volumen von mehr als 16 Mrd. US-Dollar haben

Der weltweite Blockchain-Markt wird im Jahr 2024 ein Volumen von mehr als 16 Mrd. US-Dollar betragen, wie eine neue Studie von Global Market Insights ergeben hat.

Die Studie

Das Marktforschungsinstitut Global Market Insights hat die entsprechenden Berechnungen am 20. September in einer neuen Studie vorgestellt. Die Studie namens „Der Blockchain-Markt und seine Anbieter, Anwendungen, Nutzungsbereiche, regionalen Unterschiede, Marktanteile und Prognosen bis zum Jahr 2024“ versucht, einen umfangreichen Überblick über die Gesamtheit des Blockchain-Marktes zu geben.  

Laut Studie ist die hauptsächliche treibende Kraft für das Wachstum des Blockchain-Marktes weiterhin die Annahme durch das Finanzwesen. So setzen Finanzdienstleister zunehmend auf die Technologie, um damit interne Prozesse zu optimieren und Betriebskosten zu minimieren, was besonders für Trading, Verwaltung und Bonitätsprüfungen von Vorteil ist.

Segmentierung des Blockchain-Marktes

Die Segmentierung des Blockchain-Marktes zeigt, dass App-Anbieter, also Dienstleister, die sogenannte dezentralisierte Apps (DApps) für verschiedenste Zwecke anbieten, von 2018 bis 2024 ein jährliches Wachstum von 85% feststellen werden. Der Bereich „Digitale Identität“ wird dabei wohl am stärksten wachsen, da für diesen eine jährliche Wachstumsrate von 90% prognostiziert wird. Dies liegt darin begründet, dass Anwendungen zur digitalen Identifizierung das Risiko von Cyberangriffen minimieren können, wie es in der Studie heißt.

Des Weiteren wird vermutet, dass auch die Blockchain-Nutzung durch die Öffentliche Hand eine jährliche Steigerung von 85% erfahren wird, ähnlich wie das Gesundheitswesen, das bis 2024 ebenfalls den Blockchain-Anteil um 85% pro Jahr erhöhen wird.

Weitere Prognosen

Anfang September hatte die Global Market Insights bereits eine Studie vorgelegt, in der der Einsatz von Blockchain im Gesundheitswesen näher beleuchtet wird. Hier wurde wiederum prognostiziert, dass Blockchain im Gesundheitsbereich bis 2025 ein Volumen von 1,6 Mrd. US-Dollar ausmachen wird. Dabei soll die Technologie dem Sektor helfen, Verwaltungskosten zu senken, die Interoperabilität und den Austausch von Patientendaten zu verbessern sowie zu Untersuchungszwecken Anwendung finden.

Das Marktforschungsunternehmen ABI Research hat im August seinerseits eine Studie veröffentlicht, in der es voraussagt, dass der Umsatz der gesamten Blockchain-Branche im Jahr 2023 10 Mrd. US-Dollar betragen wird.

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Blockchain soll zur Digitalisierung der europäischen Reedereibranche genutzt werden

Vakt, eine Blockchain-Plattform für die Abwicklung von Seefracht, eine Absichtserklärung mit dem Unternehmen essDOCS getroffen, das seinerseits administrative Prozesse digitalisiert, um gemeinsam eine Blockchain-Lösung für die europäische Reedereibranche zu entwickeln.

Wie das Nachrichtenportal Benzinga am 20. September berichtet, wollen Vakt und essDOCS mit ihrer Blockchain-Lösung dazu beitragen, die Abwicklung von Schifftransporten in Europa weitestgehend zu digitalisieren.

Digitalisierung der Reedereibranche

Obwohl das gemeinsame Vorhaben zunächst in Nordwesteuropa anlaufen soll, zielen die beiden Partner zukünftig auch auf den globalen Markt ab. Der besondere Nutzen der Blockchain-Technologie geht dabei aus der offiziellen Mitteilung des Projekts hervor:

„Die an einem Handelsgeschäft beteiligten Parteien senden ihre Informationen an das jeweilige Terminal, das dann wiederum seine eigenen Informationen hinzufügt, ehe diese an den Schiffskapitän weitergeleitet werden, der dann das beförderte Produkt und die Menge bestätigen muss. Dieser komplizierte Prozess erfordert eine Vielzahl an Dokumenten in Papierform, darunter auch der Lieferschein, der nötig ist, damit der Verkäufer dem Käufer überhaupt eine Rechnung stellen kann.“

Die Blockchain-Lösung der beiden Unternehmen schickt sich an, diese Problematik aufzulösen, indem der gesamte Prozess vollständig digitalisiert wird. Dabei ist nicht nur die digitale Form entscheidend, um den bürokratischen Aufwand zu verringern, sondern auch der Einsatz der Blockchain, da diese dafür sorgen kann, dass Dokumente automatisch beglaubigt und verifiziert werden können.

Wie Cointelegraph Ende Februar berichtet hatte, konnte die Vakt bereits vier große neue Klienten gewinnen, wodurch die Plattform nun sehr stark im Ölhandel in der Nordsee involviert ist. Etienne Amic, der Geschäftsführer der Vakt, meinte damals, dass eine erfolgreiche Nutzung durch die Reedereibranche dazu führen könnte, dass sich bald auch andere Bereiche an den Einsatz der Blockchain-Technologie wagen.

Blockchain findet zunehmend Annahme in der Logistik

Anfang des Jahres hat Russland wiederum eine Vereinbarung mit der großen internationalen Reederei Maersk getroffen, um die Blockchain-Plattform TradeLens auf den Weg zu bringen, die ebenfalls dafür sorgen soll, dass der bürokratische Aufwand in der Schifffahrt minimiert wird.

Das Schweizer Logistikunternehmen Panalpina hat unterdessen ein eigenes Blockchain-Pilotprojekt ins Leben gerufen, um die Nutzung der Technologie in den eigenen Lieferketten zu erproben.

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NASA sucht Informatiker mit Kenntnissen in Blockchain und Krypto

Die amerikanische Behörde für Aeronautik und Raumfahrt (NASA) sucht nach einem Informatiker, der unter anderem Kenntnisse in Blockchain und Kryptowährungen hat.

Kenntnisse in Krypto und Blockchain von Vorteil

Laut einer entsprechenden Stellenanzeige, die die NASA am 20. September auf dem Karriereportal LinkedIn veröffentlicht hat, bezieht sich das Jobangebot auf die Abteilung zur Forschung am Jetantrieb in Kalifornien, die in erster Linie an Raumsonden arbeitet, die Missionen im Orbit der Erde durchführen.

Zu den erforderlichen Qualifikationen, die die NASA in der Stellenanzeige auflistet, gehören zum Beispiel Bereiche wie Big Data, Maschinelles Lernen, Internet of Things, Statistik und Cloud-Computing. In einem gesonderten Abschnitt heißt es dann, dass Erfahrungen zum Thema Kryptowährungen und Blockchain als Plus betrachtet werden.

Das Anforderungsprofil des Informatikers zielt darauf ab, dass dieser an der Entwicklung eines Programmes mitarbeiten soll, das komplexe, große Datensätze verarbeiten kann, um diese für Forschungszwecke, Prognosen und Data-Mining nutzbar zu machen, so die NASA.

NASA zeigt sich interessiert an Blockchain

Die amerikanische Raumfahrtbehörde hatte zuvor schon Berührungspunkte mit der Blockchain-Technologie. Erst im Januar 2019 hatte die NASA ein Blockchain-System zur Abwicklung von Flugverkehr vorgeschlagen, das speziellen Fokus auf Sicherheit und Datensicherheit bei der Kommunikation von Flugkontrollzentren setzt.

Im April 2018 hatte die NASA wiederum Fördergelder für die Entwicklung eines autonomen Raumschiffes vergeben, das die Blockchain-Technologie einsetzt, um damit selbständige Entscheidungen treffen zu können, ohne auf menschliche Hilfe angewiesen zu sein.

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David Marcus bestätigt geplanten Start von Facebook Libra für 2020

David Marcus, der Leiter des Facebook Krypto-Projekts, hat bestätigt, dass der Social-Media Konzern trotz der harschen Kritik für den Stablecoin namens Libra weiterhin einen Start im Jahr 2020 anpeilt.

Die entsprechenden Äußerungen machte Marcus am 20. September im Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung. Allerdings betonte er in diesem Zusammenhang auch, dass sich das Libra-Team bis dahin bemühen müsse, alle Bedenken seitens Aufsichtsbehörden und Politik auszuräumen.

„Ich sehe zunächst Akzeptanzprobleme statt regulatorischer Probleme“

Marcus ging im Interview unter anderem auf den Vorwurf ein, dass die geplante Facebook Kryptowährung womöglich den Wirkungsgrad der Geldpolitik der Zentralbanken verringern könnte und dass durch den Stablecoin das globale Finanzsystem destabilisiert werden könne.

Diese Bedenken scheinen angesichts der potenziellen 2,7 Milliarden Nutzer, denen der Social-Media Konzern seine Kryptowährung zur Verfügung stellen könnte, berechtigt, denn womöglich wird Facebook den Service in die drei großen firmeneigenen Dienste WhatsApp, Messenger und Instagram einbinden.

Allerdings sieht Marcus in Libra keine Bedrohung für Zentralbanken und deren Geldpolitik, was er wie folgt erklärt:

„Tatsächlich wird jede Libra eins zu eins mit traditionellen Währungen hinterlegt und keinerlei neues Geld geschaffen. Es gibt keinen Einfluss auf die Zinsen und Renditen. So gesehen kann die Reserve auch die Geldpolitik nicht stören. Ohnehin ist unwahrscheinlich, dass man einen Espresso in der Schweiz, Deutschland oder Frankreich künftig mit Libra bezahlen wird. Stattdessen wird man diese dort verwenden, wo sie Vorteile bietet – etwa im internationalen Zahlungsverkehr oder zum Begleichen von Kleinstbeträgen.“

Vielmehr geht der Libra-Chef nicht davon aus, dass es nicht von jetzt auf gleich zu einer massenhaften Annahme durch die Verbraucher kommen wird, da er „statt regulatorischer Probleme zunächst eher Akzeptanzprobleme“ für die eigene Kryptowährung erwartet. So bräuchte es Zeit, bis die Nutzer verstehen, wofür sie den Stablecoin tatsächlich gebrauchen könnten. Außerdem sei die anfängliche Nutzung nicht ganz ohne Hürden, da eine Ausweispflicht besteht, die zu Beginn für „beachtliche Friktionen“ führen könnte.

Daten von Facebook und Libra werden nicht vermischt

Einer der größten Kritikpunkte an dem Projekt ist das Thema Datenschutz, da Facebook nicht nur bei Nutzern, sondern auch in weiten Teilen der Politik mit seinen wiederholten Verstößen in Ungnade gefallen ist.

Marcus entkräftigt jedoch auch die Bedenken in diese Richtung, da er im Interview angibt, dass der Social-Media Konzern keinerlei direkten Zugriff auf die Daten habe, beide Netzwerke würden strikt getrennt werden.

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hat, bemühte sich auch Facebook Chef Mark Zuckerberg in der vergangenen Woche um Glättung der Wogen, weshalb er sich mit amerikanischen Politikern traf, um mit diesen einige der dringenden Themen zu besprechen. Im Rahmen dieser Treffen soll Zuckerberg auch Fragen zum Thema Libra beantwortet haben, 

Der Abgeordnete Josh Hawley berichtete auf Twitter von einem seiner Treffen mit Zuckerberg, in dem der Facebook Geschäftsführer sich geweigert haben soll, einer unabhängigen Prüfung seines Sozialen Netzwerkes zuzustimmen.

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Blog des Internationalen Währungsfonds setzt sich mit Stablecoins auseinander

Der offizielle Blog des Internationalen Währungsfonds (IWF), der sich mit den Vorteilen und Nachteilen digitaler Zahlungsmethoden auseinandersetzt, behandelt in seinem jüngsten Eintrag das Thema Stablecoins.

Der Blogeintrag namens „Der Aufstieg des Digitalen Geldes“ kommt zu dem Ergebnis, dass Stablecoins für Verbraucher Vorteile mit sich bringen können, die allerdings auch mit gewissen Risiken einhergehen. Zur Erinnerung: Stablecoins sind Kryptowährungen, die an andere Vermögenswerte, wie zum Beispiel Landeswährungen oder Gold, angebunden sind, um ihre namensgebende Stabilität zu erhalten.

Vorteile und Nachteile von Stablecoins

Der IWF vermutet, dass Banken womöglich ihre Rolle als Mittelsmann verlieren könnten, wenn Verbraucher stattdessen die Dienste von Stablecoin Anbietern in Anspruch nehmen. Nichtsdestotrotz würde dies nicht zwangsläufig den Untergang des Bankenwesens bedeuten, da dies Finanzinstitute vielmehr dazu zwingen würde, eigene Innovationen auf den Markt zu bringen.  

Allerdings warnt der Blog, dass die Monopolstellung der Technologiekonzerne durch eine solche Entwicklung ausgebaut werden könnte, da diese in bester Position sind, um Stablecoins zur Verfügung zu stellen und zusätzlich Profit aus Nutzerdaten zu schlagen. Anmerkung: Dies könnte als Fingerzeig auf die Facebook Kryptowährung Libra verstanden werden.

Um die etwaigen Nachteile der Stablecoins abzufedern, müsse sich die Politik besonders darum bemühen, den Verbraucherschutz zu stärken und die Risiken für die Finanzstabilität zu minimieren. Gleichsam besteht für Regierungen auch die Gefahr, dass die sogenannte „Seigniorage“ verloren geht. Des Weiteren bestünde in Ländern mit hoher Inflation das Risiko, dass Stablecoins die heimische Landeswährung ersetzen, was wiederum die dortige Geldpolitik bedeutend schwächen könnte.

Außerdem befürchtet der Internationale Währungsfonds, dass Stablecoins kriminelle Aktivitäten begünstigen, allen voran Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

„Neue Technologien bieten verbesserte Möglichkeiten zur Überwachung, allerdings müssen sich die Aufsichtsbehörden dann an den fragmentierten und geografisch zerstreuten Kapitalfluss der Stablecoins anpassen“, so der IWF.

Als Vorteil der Stablecoins nennt der Blog, dass Blockchain-basierte Zahlungen reibungsloser, kostengünstiger und schneller abgewickelt werden könnten, sollten sich die wertstabilen Kryptowährungen als Zahlungsmittel durchsetzen:

„Der vielversprechendste Vorteil liegt in dem Versprechen, dass Stablecoins Zahlungen so leicht wie die Nutzung von Social-Media machen können. […] In der Tat könnten Stablecoins diesen Aspekt vereinfachen, da sie von Firmen entwickelt werden, die auf benutzerfreundliches Design wertlegen.“

IWF setzt sich verstärkt mit digitalem Geld auseinander

Im Juli hatte der Internationale Währungsfonds in einem vorherigen Blog prognostiziert, dass besonders die sogenannten Netzwerkeffekte dafür sorgen könnten, dass sich digitales Geld schnell im Mainstream durchsetzt. In diesem Zusammenhang legte der IWF offen, ein eigenes Rahmenwerk für die Einordnung der verschiedenen Arten digitaler Währungen zu erstellen.

Anfang September hatte IWF-Chefin Christine Lagarde wiederum gesagt, dass Zentralbanken und Aufsichtsbehörden weiterhin für den Schutz der Verbraucher sorgen sollten, sich allerdings nicht vor Innovationen wie Kryptowährungen verschließen dürften.

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