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Samsung stellt neuen Chip für Krypto-Transaktionen auf Smartphones vor

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung hat in einer heutigen Pressemitteilung bekanntgegeben, dass in zukünftige Smartphones und Tablets ein neuer gesonderter Chip eingebaut werden soll, der unter anderem zur Aufgabe hat, Krypto-Transaktionen abzusichern.

Die entsprechende Lösung ist ein sogenannter Secure Element (SE) Chip mit der Bezeichnung S3FV9RR und eine dazugehörige Software. Damit sollen der Bootprozess des Betriebssystems, die isolierte Datenspeicherung und mobile Zahlungen größtmögliche Sicherheit erfahren.

Der SE-Chip ist nach dem Common Criteria (CC) EAL 6+ Sicherheitsstandard zertifiziert, der für die höchsten Sicherheitsanforderungen Anwendung findet, darunter zum Beispiel in Krypto-Wallets. Der Chip arbeitet unabhängig vom Hauptprozessor des jeweiligen Gerätes.

In der Pressemitteilung wird die Absicherung von Krypto-Transaktionen explizit als eines der Aufgabengebiete für den S3FV9RR-Chip genannt, der ab dem Q3 2020 in neue Samsung-Geräte verbaut werden soll. Dongho Shin, der Vize-Präsident für System LSI Marketing bei Samsung, meint in diesem Zusammenhang:

„Im heutigen Zeitalter der mobilen und kontaktlosen Zahlungen erwarten die Menschen, dass unsere Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets ein Höchstmaß an Sicherheit bieten, um persönliche Daten zu schützen, Online-Banking, Aktienhandel und Krypto-Transaktionen zu ermöglichen.“

Samsung setzt weiter auf Krypto und Blockchain

Das Interesse von Samsung an Krypto und Blockchain ist wohlbekannt, da der Konzern bereits in mehrere Blockchain-Startups investiert und die Technologie in die eigenen Produkte integriert hat.

Die Firmenabteilung Samsung Pay hatte sich diesen Monat zudem mit der Krypto-Zahlungsplattform Swipe zusammengetan, um Krypto-Transaktionen für Geräte mit Samsung Pay abzuwickeln.

Im Februar hatte Samsung das Galaxy S20 vorgestellt, das die Blockchain-Funktionalitäten des Vorgängermodells Galaxy S10 noch weiter verbessert hat.

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Amber-CEO über Bitcoin: „Die Revolution des Geldes braucht Zeit“

Was braucht es, damit Bitcoin (BTC) sich in den Augen der breiten Öffentlichkeit als ernstzunehmendes Investitionsprodukt etablieren kann?

Wenn es nach Aleks Svetski, dem Geschäftsführer der Investment-App Amber, geht, dann ist der entscheidende Faktor „Zeit“. Dies erklärt er in einer Mail an Cointelegraph wie folgt: „Es handelt sich hier NICHT um eine technologische Revolution.“

Sondern:

„Das hier ist eine Revolution des Geldes, was naturgemäß Jahrhunderte dauert, aber im digitalen Zeitalter kann Bitcoin dies in ein paar Jahrzehnten schaffen.“ 

Bitcoin kann sich in Corona-Krise beweisen

Im Zuge der Corona-Krise ist Bitcoin trotz eines vorübergehenden Crashes zurück ins Rampenlicht des Mainstreams gerückt. So mausert sich die marktführende Kryptowährung in Zeiten der Unsicherheit immer mehr zum Absicherungsmittel gegen das traditionelle Finanzsystem, was sich daran bestätigt, dass Bitcoin seit dem Crash einen Zuwachs von mehr als 130 % erzielt hat.

Diese Entwicklung ist in der durch Corona ausgelösten Wirtschaftskrise umso bemerkenswerter, da die Aktienmärkte zuletzt die schlechtesten Werte seit 1987 hinnehmen mussten. Obwohl sich die Aktienmärkte durch Finanzspritzen und Lockerungen der Vorsichtsmaßnahmen mittlerweile wieder erholen können, hängen die steigenden Arbeitslosenzahlen wie ein Damoklesschwert über der Wirtschaft und drohen diese wieder in den Abgrund zu stürzen.

Bitcoin hat dabei eine wichtige Eigenschaft, die die Kryptowährung in Zeiten der Unsicherheit umso attraktiver macht, und zwar, dass sie nicht von außen manipuliert werden kann. Dahingehend betont Svetski:

„Je mehr Risse das Konstrukt Gesellschaft bekommt, egal, ob es finanziell, politisch oder sozial ist, je mehr werden die Menschen auf ein Absicherungsmittel ausweichen, das nicht vom Staat beeinflusst werden kann.“

Bitcoin kommt langsam im Mainstream an

Mit seiner Einschätzung ist der Geschäftsführer von Amber nicht allein, denn auch der einflussreiche Hedgefonds-Manager Paul Tudor Jones sprach sich zuletzt für Bitcoin als alternatives Investitionsprodukt aus.

Abschließend sieht Svetski zwei hauptsächliche Faktoren, die die breite Öffentlichkeit auf die Kryptomärkte locken werden:

„Ich habe folgendes Motto: ‚Die Menschen werden aus Neugier oder aus Schmerz zu Bitcoin kommen. Man könnte ‚Gier‘ hinzufügen, aber das verbuche ich in der Kategorie Neugier.‘“ 

Selbst die große amerikanische Bank JPMorgan Chase hat inzwischen ihre Einstellung gegenüber der Kryptobranche gewandelt. Während CEO Jamie Dimon Bitcoin 2017 noch als „Betrug“ bezeichnet hatte, arbeitet die Bank inzwischen mit den Kryptobörsen Coinbase und Gemini zusammen.

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Südkorea: Universität Suseong gründet neuen Blockchain-Campus

Die südkoreanische Universität Suseong ist am 22. Mai eine Kooperation mit KORAIA, dem südkoreanischen Verband für Künstliche Intelligenz, eingegangen, um gemeinsamen einen universitären Blockchain und K.I. Campus in Daegu aufzubauen.

Laut der entsprechenden Pressemitteilung, die über Money Today veröffentlicht wurde, soll die in Daegu ansässige Universität im Zuge dessen eine neue Fakultät für Künstliche Intelligenz, Big Data, Cloud-Technologien und Blockchain gründen. Ab 2021 können sich dann erstmals Studenten für das neue Lehrangebot einschreiben.

Corona-Krise beschleunigt den Wandel

Kim Kun-woo, der Planungsdirektor der Universität, zeigt sich höchst erfreut über die Ankündigung, da er, ausgelöst durch die Corona-Krise, einen „rasanten“ gesellschaftlichen Wandel zu Künstlicher Intelligenz und Blockchain-Technologie wahrnimmt.

Des Weiteren heißt es in der Mitteilung, dass mehrere in Daegu ansässige Blockchain-Unternehmen bereits ihre Unterstützung zugesagt haben, um Lehrveranstaltungen abzuhalten und Praktikumsplätze für die Studenten anzubieten.

Südkorea will „große Chance“ wahrnehmen

Südkorea öffnet sich also weiter für Blockchain, wobei die Regierung mit ihrer fördernden Haltung gegenüber der Technologie die treibende Kraft ist.

Wie Cointelegraph am 17. April berichtet hatte, meinte Koo Yun-cheol, der stellvertretende Finanzminister, zuletzt, dass der Blockchain-Markt eine „große Chance“ für Südkorea darstellt, weshalb er die Wirtschaft des Landes auffordert, zunehmend in diese Richtung zu arbeiten.

Zudem haben zwei südkoreanische Ministerien am 17. März angekündigt, bis zu 3,2 Mio. US-Dollar an Investitionsgeldern für heimische Blockchain-Startups zur Verfügung zu stellen.

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Albanien verabschiedet umfangreichstes europäisches Krypto-Gesetz

Das Parlament von Albanien hat am 21. Mai ein neues Gesetz für Kryptowährungen verabschiedet.

Das entsprechende Krypto-Gesetz wurde erstmals im Oktober 2019 beim parlamentarischen Wirtschaftsausschuss eingereicht und wurde nun mit 88 Dafür-Stimmen, 16 Dagegen-Stimmen und 3 Enthaltungen angenommen.

Das Gesetz wird vom albanischen Wirtschafts- und Finanzministerium eingeführt und soll den rechtlichen Rahmen für alle Krypto-bezogenen Aktivitäten des Landes schaffen.

Neben Kryptowährungen soll das Gesetzt auch für jegliche Plattformen, die auf der Blockchain-Technologie basieren, Anwendung finden.

Im Vorfeld der parlamentarischen Abstimmung kommentierte Ministerin Denaj den Gesetzentwurf wie folgt:

„Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb und die Beaufsichtigung von Krypto-Handelsplattformen zu schaffen, zudem sollen dadurch unlautere Methoden auf dem Kryptomarkt verhindert werden, weshalb für entsprechende Verstöße beträchtliche Strafen vorgesehen sind.“

Chancen und Risiken der Krypto-Technologie nutzen

Laut der Wirtschafts- und Finanzministerin sollen durch das Gesetz „die Vorteile der Technologie bestmöglich genutzt werden“, während etwaige Risiken minimiert werden. Zu diesen Risiken gehören betrügerische Krypto-Projekte, die Nutzung von Kryptowährungen für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung sowie Marktmanipulation.

Durch die Verabschiedung des Gesetzes ist Albanien neben Malta und Frankreich nun das dritte europäische Land, das über einen gesetzlichen Rahmen für Kryptowährungen verfügt.  

Albanien öffnet sich für Krypto

2017 war das kleine Land noch vorsichtiger, als die albanische Zentralbank die Bürger des Landes davor gewarnt hatte, dass Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) nicht unter behördlicher Beaufsichtigung stehen und deshalb ein Risiko für Anleger darstellen.

Nach und nach öffnete sich Albanien allerdings für die Kryptobranche, weshalb hier inzwischen sogar vereinzelte Bitcoin-Geldautomaten aufgestellt sind.

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Krypto-Sparkasse Celsius: „Können jetzt mehr für die kleinen Anleger machen“

Anfang des Monats hat die „Krypto-Sparkasse“ Celsius, die einer der Vorreiter im Bereich der Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi) ist, den Meilenstein von 50.000 Bitcoin (BTC) in Verwaltung erreicht.

Im Interview mit Cointelegraph erklärt Celsius-Gründer Alex Mashinsky, der auch maßgeblich an der Entwicklung der Voice-over-IP Technologie beteiligt war, wie diese Zielerreichung einzuordnen ist.

Celsius ist erfolgreich und unzufrieden

Die Durchbrechung der Schallmauer von 50.000 BTC, die sich auf die Gesamtheit der von den Celsius-Nutzern eingelagerten Krypto-Sparvermögen bezieht, bewertet Mashinsky „zugleich gut und schlecht“.

So führt er in diesem Zusammenhang aus: „Bei unserem gesteckten Ziel für die Nutzerzahl liegen wir noch zurück, aber dafür haben wir die angestrebte Menge der eingelagerten Sparvermögen bereits übertroffen.“

Und weiter:

„Die gute Nachricht ist, dass wir genug Geld haben, um rentabel zu wirtschaften, weshalb wir jetzt auch mehr für diejenigen machen können, die nicht so viel Geld haben […], die vielleicht nur fünf oder zehn Dollar haben. Aber die schlechte Nachricht ist, dass wir den reichen 1 % in die Karten gespielt haben.“

„Unser durchschnittliches Sparvermögen liegt bei knapp 18.000 US-Dollar, aber das war nicht der Plan“, wie Mashinsky dahingehend ergänzt.

„Uns ist völlig klar, dass wir trotz unseres Erfolges unser eigentliches Ziel verfehlt haben, und zwar 100 Mio. neue Nutzer in die Kryptobranche zu holen.“

Anreize für kleine Anleger

Wie Mashinsky erklärt hat Celsius zuletzt besondere Konditionen eingeführt, die höhere Zinserträge an Kunden ausschütten, die ihre erste Einzahlung tätigen und nur wenig Sparvermögen auf ihrem Celsius-Konto haben. Dies soll allen voran Krypto-Nutzer, die weniger wohlhabend sind, dazu anregen, bei der Krypto-Sparkasse einzusteigen:   

„Die ganze Grundidee ist, dass die großen Jungs mit den dicken Geldbeuteln die Gewinne der kleinen Leute subventionieren, damit wir 100 Mio. neue Nutzer für die Community gewinnen.“

„Die großen Jungs verdienen aber trotzdem ein Vielfaches dessen, was sie woanders kriegen, also ist es eine Win-win-Situation“, wie der Gründer das Wirkungsprinzip seiner Plattform verdeutlicht.

Krypto braucht mehr Überzeugungskraft

Mashinsky, der in den 90er-Jahre einer der einflussreichsten Entwickler und Förderer der Voice-over-IP Technologie war, gesteht ein, dass es schwieriger ist als er gedacht hatte, Menschen für Krypto und Blockchain zu begeistern.

„Ich dachte, dass es viel leichter sein würde“, wie der Tech-Pionier angibt. Besonders im Vergleich zu damals merkt er einen deutlichen Unterschied: „Ich habe Voice-over-IP 1994 mitbegründet und auf den Markt gebracht, von da an ging es schnell über die ganze Welt.“

In diesem Kontext führt er aus:

„Es war leicht neue Kunden zu gewinnen, weil man nur sagen musste: ‚Hey, du bezahlst zwei Dollar pro Minute, um in den USA anzurufen? Dieser Service kostet dich nur 50 Cents.‘ Das war glasklar und ganz, ganz schnell sind Hunderte Millionen Leute auf der ganzen Welt auf VoIP umgestiegen.

Da habe ich mir dann natürlich gedacht: ‚Hey, kann doch nicht so schwer sein, Menschen zu überzeugen, dass sie 10-Mal so viel verdienen können wie bei ihrer Bank.“

Allerdings musste Mashinsky daraufhin schnell einsehen, dass „die psychologische Hürde bei VoIP sehr niedrig war, denn im Zweifel konnten die Leute einfach zurück zu ihrem Telefonanbieter und alle waren glücklich.“

Wenn es um Geld geht ist diese psychologische Barriere hingegen deutlich höher, weshalb es umso mehr Überzeugungskraft braucht.

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Computerhersteller kündigt wegen „Shitstorm“ Partnerschaft mit BitPay auf

Dem Krypto-Zahlungsdienstleister BitPay ist nach einem Shitstorm in den sozialen Medien ein großer Kunde abgesprungen, noch bevor die erste Bitcoin-Zahlung abgewickelt werden konnte.  

Der Computerhersteller Pine64 hat dementsprechend am gestrigen 15. Mai bekanntgegeben, dass die geplante Partnerschaft mit BitPay aufgekündigt ist, und man sich nach einem neuen Partner für Krypto-Zahlungen umsehen wolle.

Pine64 schmeißt BitPay raus

Als Grund dafür wurde angegeben, dass es seitens der Twitter-Nutzer heftigen „Gegenwind“ gab, was die Einbindung von BitPay betrifft.

So hieß es in einem nachfolgenden Tweet:

„Wir haben die Kritik an @BitPay zur Kenntnis genommen und sehen deshalb von einer Zusammenarbeit ab. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir nach anderen Möglichkeiten suchen, die für uns und unsere Kunden sinnvoll sind.“

Unter den BitPay Kritikern befanden sich mehrere einflussreiche Krypto-Twitterer wie zum Beispiel der User Hodlonaut, der den Lightning Torch „Fackellauf“ ins Leben gerufen hatte. 

Nicholas Dorier, der Gründer des Open-Source Krypto-Zahlungsdienstes BTCPay, nutzte die Gunst der Stunde, um die Vorteile seines Produktes gegenüber der gescholtenen Konkurrenz hervorzuheben.

„Ich rate euch DRINGEND davon ab, Bitpay zu nutzen. Stattdessen solltet ihr den kostenlosen BTCpayServer nutzen, wodurch ihr zudem die volle Kontrolle über euer Onlinegeschäft behaltet“, wie der User Vortex in diesem Zusammenhang ergänzt.

Ist Bitcoin Cash das falsche Pferd?

Die Ablehnung von BitPay hat in der Krypto-Community schon fast Tradition. Wie Cointelegraph berichtet hatte, wird allen voran bemängelt, dass viele Wallets nicht unterstützt werden und dass der Zahlungsdienstleister scheinbar Bitcoin Cash (BCH) bevorzugt behandelt. Die Tatsache, dass die fünftgrößte Kryptowährung dem großen Bruder Bitcoin (BTC) vorgezogen wird, stößt der Community dabei besonders sauer auf.

Trotz der heftigen Kritik hält BitPay weiterhin daran fest, dass für Bitcoin Zahlungen eine sogenannte „Netzwerkgebühr“ anfällt, während bei Zahlungen in Bitcoin Cash oftmals keine entsprechende Gebühr erhoben wird.

Im Jahr 2019 war BitPay im Zuge der großen Waldbrände in den USA ebenfalls in die Kritik geraten, da automatisch Bitcoin-Zahlungen geblockt wurden, die als Spendengelder vorgesehen waren. 

BCH/BTC chart since inception

Bitcoin Cash und Bitcoin im  Vergleich. Quelle: CoinMarketCap

Für Bitcoin Cash ist die Lage derzeit ähnlich ernüchternd, da der Bitcoin-Ableger aktuell fast auf einem Rekordtief liegt, was den direkten Vergleich zwischen den beiden Kryptowährungen angeht.

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„Billions“: Neue Staffel beginnt mit Verhaftung von Bitcoin-Minern

Showtime strahlte die erste Episode der fünften Staffel der Finanzdramaserie „Billions“ aus. Die Staffel beginnt mit einer Verhaftung von Bitcoin-Minern.

Die neue Staffel basiert auf dem Leben des ehemaligen New Yorker Bezirksstaatsanwalts Preet Bharara. Die erste Folge wurde am 3. Mai ausgestrahlt und handelt von einer Gruppe von Kryptowährungs-Minern, die eine illegale Bitcoin (BTC)-Farm betreiben.

In den vorhergehenden Staffeln ging es um die Welt der Aktienmärkte und um Rechtsstreitigkeiten mit Hedgefondsmanagern an der Wall Street. Die neue Folge ist für Krypto-Enthusiasten sehr interessant.

Diskussion über inneren Wert von Bitcoin

Chuck Rhoades, der New Yorker Generalstaatsanwalt in der Dramaserie, befragt nach der Zerschlagung der Organisation den Anführer der illegalen Bitcoin-Mining-Farm.

Chuck fragt ihn dabei:

„Ihre vielen Computer und Server können also irgendwelche abstrakten mathematischen Gleichungen lösen und damit Bitcoin minen? Die Bitcoins sind im Moment Millionen wert, juhu! Aber wovon werden sie gestützt? Nada.“

Der Miner antwortet mit einer Gegenfrage: „Wovon wird der Dollar gestützt, seit wir nicht mehr den Goldstandard nutzen?“

Reaktionen der Krypto-Community

Über die erste Episode der neuen Staffel von „Billions“ wurde in der Krypto-Community auf den sozialen Netzwerken viel diskutiert. Viele Leute teilten den Videoclip der erwähnten Verhörszene tausende Male.

Auch Changpeng Zhao, der CEO von Binance, hat die Szene auf seinem offiziellen Twitter-Account mit dem Hashtag #Adoption retweetet.

Auch die Simpsons haben in einer Folge im Februar Kryptowährungen und Blockchain-Technologie zum Thema gehabt.

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Frauenpower – Anzahl der Krypto-Nutzerinnen im Q1 2020 deutlich gestiegen

Der Krypto-Informationsdienst CoinMarketCap hat festgestellt, dass die Anzahl der weiblichen Krypto-Nutzer im ersten Quartal 2020 um 43,24 % gestiegen ist.

Dies leitet CoinMarketCap im Quartalsbericht für das Q1 2020 aus den eigenen Nutzerzahlen ab. Die Ranking-Webseite gilt als zentrale Anlaufstelle für Informationen zu Kryptowährungen und Kryptobörsen, weshalb die neuen Daten durchaus als repräsentativ für die Branche zu sehen sind.

Während die Zahl der Krypto-Nutzerinnen im Vergleich zum Q4 2019 also um 43,24 % angestiegen ist, belief sich dieser Zuwachs im vorherigen Quartal lediglich auf 15,5 %.

Im Q1 2020 war ein Zuwachs von 65 % unter den Nutzerinnen zwischen 18 – 24 Jahren festzustellen. Die amerikanischen Kontinente und Europa verzeichnen wiederum einen Anstieg von jeweils mehr als 50 % an weiblichen Nutzern. In einigen Ländern liegt das Plus an Krypto-Nutzerinnen dabei sogar oberhalb von 80 %.

Heureka! – Griechinnen sind Spitze

Argentinien liegt in Lateinamerika in Führung, da hier 98,23 % neue Nutzerinnen hinzugekommen sind, Kolumbien (82,03 %) und Venezuela (80,23 %) belegen die Plätze 2 und 3.

In Europa sticht wiederum Griechenland hervor, denn die Anzahl der an Krypto interessierten Griechinnen hat sich um satte 163,67 % gesteigert. Auch die rumänischen Nutzerinnen schaffen es mit einem Plus von 125,09 % in den dreistelligen Bereich, während in Portugal (89,95 %), der Ukraine (86,68 %) und Tschechien (85,6 %) ebenfalls ein deutlich gesteigertes Interesse zu sehen ist.

In Asien konnte lediglich Indonesien einen Zuwachs von mehr als 88,92 % bei den neuen Krypto-Nutzerinnen einfahren.

Besonders in Europa scheinen sich immer mehr Frauen für Kryptowährungen zu begeistern, denn auf dem „alten Kontinent“ konnte insgesamt ein Wachstum von 58,55 % festgestellt werden. Die amerikanischen Kontinente sind mit einem Zuwachs von 50,59 % jedoch fast ähnlich stark.

Afrika hinkt hinterher, hier sind lediglich 17,99 % an neuen Krypto-Nutzerinnen hinzugekommen.

China lässt nach

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, ist in China derweil ein deutlicher Rückgang an Krypto-Nutzern zu beobachten, denn im Ranking ist das Land inzwischen von Platz 13 auf Platz 24 abgerutscht.

Es wird spekuliert, dass dies auf die verstärkte Zensur im Reich der Mitte zurückzuführen ist.

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„Krypto-Sparkasse“ Celsius erreicht erstmals Einlagen in Höhe von 50.000 BTC

Die Krypto-Kreditvergabe- und -Sparplattform Celsius Network hat seit ihrer Gründung im August 2018 erstmals Einlagen in Höhe von 50.000 Bitcoin (BTC) erreicht, was einem aktuellen Gegenwert von mehr als 380 Mio. US-Dollar entspricht.

Mit inzwischen mehr als 100.000 aktiven Nutzern der eigenen Smartphone-App, zeigt sich die Plattform im Vergleich zum Jahr 2019 um 60 % verbessert.

Alex Mashinsky, der Geschäftsführer von Celsius, meint im Gespräch mit Cointelegraph, dass die steigende Zahl an Nutzern und Einlagen „eine allgemeine Unzufriedenheit der Anleger widerspiegelt, die aus der Geldpolitik der Wirtschaftskrisen von 2008 und 2020 resultiert“. Dahingehend erklärt er:  

„Die Hilfszahlungen sind damals wie heute überwiegend an die ‚systemrelevanten‘ Großkonzerne gegangen, die enge Verbindungen in die Politik haben. Celsius ist der genaue Gegenentwurf dazu. Bei uns sind alle gleich, egal, ob der Kontostand 10 US-Dollar oder 10 Mio. US-Dollar beträgt. Und wir handeln immer im besten Interesse unserer Community.“

Obwohl die Aktienmärkte gestern ihren größten Aufschwung seit 1987 hingelegt haben, ist Mashinsky wenig überzeugt, dass sich die Wirtschaft so schnell wieder von der Corona-Krise erholt:

„Unsere Wirtschaft wird nach der Corona-Krise eine L-förmige Entwicklung machen, aber die Aktienmärkte schwören darauf, dass es im Sinne einer V-Form wieder nach oben geht. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass die Zentralbank den Markt für Anleihen und Kredite unterfüttert haben, was die Spekulanten wieder auf den Plan gerufen hat.“

In diesem Zusammenhang sieht der Celsius Geschäftsführer eine steigende Nachfrage nach Krypto-Krediten und -Spardienstleistungen aus einem Teil der Bevölkerung, der „nicht an dieses Märchen glaubt und weiß, dass schwierige Zeiten auf uns zukommen“.

Diese Anleger entscheiden sich laut Mashinsky vermehrt, ihre Bitcoin-Vermögen bei Celsius einzulagern, um auf diesem alternativen Weg Zinserträge zu erwirtschaften und/oder um Kredite zu günstigen Konditionen aufzunehmen.

„Krypto-Sparkassen“ immer beliebter

Wie im August 2019 berichtet, ist das Celsius Network der am schnellsten gewachsene Krypto-Kreditgeber, der bereits 2,2 Mrd. US-Dollar an Kreditzahlungen vergeben hat. Im November 2019 hatte sich dieser Wert bereits auf 4,25 Mrd. US-Dollar verdoppelt.

Die Sparplattform bietet unterschiedliche Zinserträge für Einlagen in Form von mehreren großen Kryptowährungen an, darunter Bitcoin, Ether (ETH) und Litecoin (LTC). Zudem werden bekannte Altcoins wie Bitcoin Gold (BTG), Dash (DASH), Zcash (ZEC) und EOS untersützt.

Seit Februar 2020 bietet Celsius auch den Zinseszins für Krypto-Einlagen an.

Krypto-Sparplattformen werden zunehmend beliebter, was sich an der steigenden Zahl an Wettbewerbern bemerkbar macht. So hat Celsius inzwischen Konkurrenz von Firmen wie BlockFi, Nexo, YouHolder und SALT Lending bekommen.

Die Kryptobörse Huobi hat vergangenen Monat den Service der Krypto-Sparplattform Cred integriert, um Anlegern zu ermöglichen, für die bei Huobi eingelagerten Krypto-Gelder Zinserträge zu bekommen.

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Doch kein Wilder Westen – Laut Studie können Behörden spürbar auf Bitcoin einwirken

Forscher der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) haben herausgefunden, dass die Kurse von Kryptowährungen spürbar auf Nachrichten zur Regulierung der Branche reagieren.

Kryptomärkte sind doch kein Wilder Westen

Laut dem entsprechenden Forschungsbericht, der am 18. April über das Globalisierungsinstitut der Zentralbank von Dallas veröffentlicht wurde, wirkt sich sowohl die Ankündigung als auch die Umsetzung von Maßnahmen zur Regulierung der Kryptomärkte deutlich auf deren Kurse aus. So haben Meldungen über Krypto-Verbote, die Ablehnung der Einstufung als Währung oder eine Einstufung als Wertpapier jeweils dafür gesorgt, dass die Kurse fallen, während Nachrichten über klare gesetzliche Vorgaben einen Anstieg der Kurse ausgelöst haben.

Die bloße Wirkungsmacht der Ankündigungen ist umso erstaunlicher, da die Kryptomärkte bekanntermaßen dezentralisiert sind und es somit keinen übergeordneten Ansprechpartner gibt, auf den die Aufsichtsbehörden einwirken können. Deshalb wird der Branche immer wieder vorgeworfen, eine Art „Wilder Westen“ zu sein. Die neue Studie kommt nun allerdings zu dem Schluss, dass „die Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt durchaus über eine Handhabe verfügen, um die Krypomärkte regulieren zu können“.

Source: Auer and Claessens

Quelle: Auer and Claessens

Warum wirkt sich Regulierung auf die Kurse aus?

Bei ihrer Ergründung, warum Kryptowährungen trotz ihrer Dezentralität so spürbar auf die Regulierungsabsichten der Behörden reagieren, vermuten die Forscher, dass traditionelle Finanzinstitute (also Banken) noch immer die wichtigste Brücke zu den Kryptomärkten sind, da die Krypto-Anleger über diese ihre Gelder in die Kryptomärkten bringen bzw. aus diesen abziehen. Geplante Regulierungsmaßnahmen können diese Brücke stärken bzw. drohen, sie einzureißen, was wohl einer der Gründe für deren Einwirkung auf die Krypto-Kurse ist:

„Warum haben nationale Nachrichten über geplante Regulierungsabsichten einen deutlichen Einfluss auf die Kursentwicklung von Kryptowährungen, die überall und nirgendwo zuhause sind und international gehandelt werden? Wir vermuten, dass die Kryptomärkte immer noch auf regulierte Finanzinstitute angewiesen sind, die normale Landeswährungen in Kryptowährungen umwandeln können.“

BIZ beschäftigt sich intensiv mit Kryptowährungen

Raphael Auer und Stijn Claessens, die Autoren der Studie, sind Forscher der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und gehören dort der Abteilung für Geldpolitik und Wirtschaft an. Auer ist der Chef-Ökonom für Innovation und Digitalwirtschaft, während Claessens der Leiter für Untersuchungen zur Finanzstabilität ist.

Anfang April hatte die BIZ ihre Mitgliedstaaten dazu aufgefordert, die Einführung von Zentralbank-Digitalwährungen zu prüfen, da diese im Rahmen der Corona-Krise Abhilfe schaffen könnten. Im Februar hatte die Organisation wiederum eine neue Leitung für zwei ihrer Forschungsabteilungen für Finanztechnologie ernannt.

Cointelegraph hat die Autoren der Studie um Stellungnahme gebeten, bis Redaktionsschluss jedoch noch keine Antwort erhalten. Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald eine entsprechende Rückmeldung vorliegt.

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