Beiträge

Kehrtwende in Simbabwe: Zentralbank will Kryptowährungen regulieren

Hyperinflation, Arbeitslosigkeit, Hungersnot – der Druck auf die Regierung des afrikanischen Binnenstaates Simbabwe ist dieser Tage so hoch wie nie. Im Kampf gegen die wirtschaftliche Misere greifen die Behörden zu jedem erdenklichen Mittel, um den ökonomischen Niedergang des Landes in den Griff zu bekommen. In diesem Zuge setzt dabei nun die Zentralbank RBZ zu einer überraschenden Kehrtwende an.

Während die Behörde zuletzt noch vor Digitalwährungen warnte und den Banken und Börsen des Landes erst 2018 ein striktes Krypto-Verbot auferlegte, will die RBZ Kryptowährungen künftig offiziell per Gesetz regulieren. Dies berichtet die ortsansässige Zeitung Chronicle an diesem Montag, dem 16. März.

Dem Bericht zufolge habe der stellvertretende Zentralbankdirektor Josephat Mutepfa bereits am vergangenen Freitag entsprechende Schritte angekündet. Demnach bereite sich die RBZ zur Stunde darauf vor, gesetzliche Vorgaben sowie eine regulatorische Sandbox für heimische Krypto-Unternehmen auf den Weg zu bringen.

Wir haben bereits begonnen, ein FinTech-Framework zu entwickeln, da in der Regulierung alles gut strukturiert sein sollte. Der Gesetzesrahmen, bei dem es sich um eine regulatorische Sandbox handelt, wird die Arbeitsweise von Krypto-Unternehmen bewerten [und somit unterstützen],

so Mutepfa über die Kehrtwende seiner Behörde. Diese wolle laut Chronicle mit dem Schritt vor allem auf den Boom von FinTech–Unternehmen im Land antworten.

Eine solche regulatorische Sandbox könnte es Unternehmen künftig ermöglichen, ihre Produkte bereits vor offiziellem Markteintritt in einer Art Experimentierraum zu testen. Unter Anleitung und Aufsicht der Behörden können so Probleme und gesetzliche Fallstricke ausgelotet und behoben werden.

Eine transparenter Gesetzesrahmen wiederum soll dem Finanzsektor des Landes darüber hinaus weitere Sicherheit geben und diesen so „zum Blühen bringen“, beschreibt Mutepfa.

Simbabwe in der Abwärtsspirale: IWF warnt vor humanitärer Krise

Ob die neuen Regelungen die ortsansässige FinTech-Branche tatsächlich beflügeln werden, bleibt angesichts der desaströsen Wirtschaftslage Simbabwes abzuwarten. So drohen dem Land in diesem Jahr erneut Dürre, Hungersnot und damit wirtschaftlicher Stillstand. Erst im Februar hatte der internationale Währungsfonds (IWF) vor einer humanitären Krise gewarnt und zu Spenden aufgerufen. Den drohenden Kollaps werden dann auch Krypto-Unternehmen nicht aufhalten können.

Gleichzeitig ist es ungleich des krisengebeutelten Venezuela in Simbabwe wenig denkbar, dass die Bevölkerung auf die Potentiale von Kryptowährungen als Alternative zum Simbabwe-Dollar zurückgreift. Zwar erfreuten sich Bitcoin & Co. zuletzt vor allem aufgrund des offiziellen Verbots gegenüber dem Devisenhandel großer Beliebtheit im Land. Dass die Menschen künftig flächendeckend zu Kryptowährungen greifen, kann jedoch als unwahrscheinlich betrachtet werden. Nur ein Bruchteil der teils bitterarmen Bevölkerung hat Zugang zum Internet.

Mehr zum Thema:

auf btc-echo lesen

Binance führt Direkthandel in südafrikanischer Landeswährung ein

Binance Geschäftsführer Changpeng Zhao hat angekündigt, dass seine Kryptobörse ihren südafrikanischen Nutzern ermöglichen will, zukünftig Direkteinzahlungen in Rand zu tätigen. Dies wurde im Rahmen der Blockchain Afrika Konferenz bekanntgegeben, die diese Woche in Johannesburg stattgefunden hat.

Changpeng Zhao hat bestätigt, dass die südafrikanischen Nutzer bald direkt über die Binance Webseite Einzahlungen auf der Kryptobörse in Rand machen können. Damit soll die Expansion der Krypto-Handelsplattform in Afrika ausgeweitet werden, nachdem sie 2018 damit zunächst in Uganda begonnen hatte. So sagte Zhao in diesem Zusammenhang:

„Afrika ist eine der Regionen mit der größten Nachfrage und zudem ein ganz besonderes Anwendungsgebiet für Kryptowährungen, was den Ausbau von Finanzdienstleistungen angeht. Laut Schätzungen der Weltbank sind knapp 66 % der zentralafrikanischen Bevölkerung bankenlos. Aber anstatt den Bankenlosen Banken zu geben, sollten wir den Bitcoin-losen lieber Bitcoin geben.“

Binance hat das eigene Dienstleistungsangebot deshalb bereits auf 35 afrikanische Länder ausgebaut, wobei Südafrika eines der wichtigsten Länder ist:

„Wenn wir nach Südafrika gucken, dann werden Kryptowährungen hier immer mehr angenommen, weshalb Südafrika mittlerweile unter den Top-5 Ländern in Sachen Krypto-Anlegern ist. Ich freue mich deshalb umso mehr, heute ankündigen zu dürfen, dass Binance für südafrikanische Kunden bald Direkteinzahlungen in der eigenen Landeswährung möglich macht. Dadurch können Südafrikaner bald direkt über ihre Bankkonten Kryptowährungen kaufen.“

Tanya Knowles, die Binance Leiterin für Südafrika, erklärte am Mittwoch in einer eigenen Rede, was die Kryptobörse in dem Land vorhat. So weist sie in diesem Zusammenhang darauf hin, dass viele Südafrikaner mittlerweile verschiedenste Freiheiten besitzen würden, allerdings noch nicht völlig frei in Sachen Geld wären. Die Kryptobörse will dementsprechend einen Beitrag leisten, dies zu ändern.

Im Hinblick auf das Handelsvolumen ist die Binance aktuell die weltgrößte Kryptobörse. Sie bietet ihre Dienstleistungen in knapp 180 Ländern an und wickelt 1,4 Mio. Transaktionen pro Sekunde ab. Laut Coin360 beträgt der Gesamtwert der weltweiten Transaktionen pro Tag 4 Mrd. US-Dollar.

Die Südafrikaner können bald mit ihrer Landeswährung Rand direkt auf der Binance handeln. Dabei haben sie zunächst speziell die Währungspaare BTC/ZAR, BNB/ZAR, ETH/ZAR, USDT/ZAR und BUSD/ZAR zur Auswahl.

Ergänzender Artikel: Blockchain Afrika Konferenz

auf cointelegraph lesen

US-Unternehmen will über Kryptowährung Elektromotorräder für Afrika herstellen

Alternet Systems Inc (ALYI), ein amerikanischer Hersteller von Elektrofahrzeugen, ist eine neue Partnerschaft eingegangen, um über den Verkauf einer eigenen Kryptowährung ein Projekt in Afrika zu finanzieren. Dies geht am 11. März aus einer entsprechenden Pressemitteilung hervor.

Obwohl Alternet nicht offenlegt, mit welchem Unternehmen die Partnerschaft konkret eingegangen wird, hat Alternet Systems bestätigt, dass die gemeinsame Kryptowährung bereits erfolgreich auf der Ethereum-Blockchain erstellt wurde.

Alternet Systems will 100 Mio. US-Dollar einsammeln

Über ein sogenanntes Initial Coin Offering (ICO), also einen einführenden Verkauf der Kryptowährung, will ALYI 100 Mio. US-Dollar Investitionskapital einsammeln. Es soll zudem schon einen interessierten Investor geben, der sich an dem Token-Verkauf beteiligen will.

Alternet weist darauf hin, dass es derzeit das einzige Unternehmen ist, das eine Partnerschaft mit derjenigen Krypto-Firma eingegangen ist, die für die Ausgestaltung der gemeinsamen Kryptowährung verantwortlich ist.

Momentan prüft ALYI noch die rechtlichen Voraussetzungen und die Vermarktung des ICOs. Sobald diese Schritte abgeschlossen sind, soll ein konkreter Termin für den Token-Verkauf bekanntgegeben werden.

Token-Verkauf soll Herstellung finanzieren

Alternet Systems, ein Tochterunternehmen der ALYI, hat ein Elektromotorradmit Beiwagen entwickelt, das speziell für den afrikanischen Markt konzipiert sein soll.

Obwohl die ALYI in Kenia bereits einen Vertrag für die Herstellung ihrer Motorräder unterschrieben hat, sollen die durch die Kryptowährung generierten Investitionsgelder genutzt werden, um auf den ganzen afrikanischen Markt expandieren zu können.

Blockchain-Firmen drängen auf afrikanischen Markt

Alternate Systems ist damit das nächste Unternehmen, das im weiteren Sinne mit Krypto und Blockchain zu tun hat und auf den afrikanischen Markt drängt.

So hat die Bill und Melinda Gates Stiftung am 9. März zum Beispiel 1,4 Mio. US-Dollar an Fördergeldern an das Blockchain-Unternehmen Crest vergeben, um diesem dabei zu helfen, Finanzdienstleistungen für die „bankenlosen“ Bevölkerungsteile in Afrika und Asien anbieten zu können.

Derweil hat Binance am 4. März die nigerianische Landeswährung Naira auf ihrer Direkthandelsplattform ins Angebot genommen, womit diese nun die erste afrikanische Fiatwährung ist, die auf der Kryptobörse gehandelt werden kann.

Mpho Dagada, der Kommissar für die vierte industrielle Revolution in Südafrika, hat unterdessen am 13. März betont, dass das Land die Blockchain-Technologie stärker fördern müsse, um damit zum Abbau der Arbeitslosigkeit beizutragen.

auf cointelegraph lesen

Studie: Die Blockchain-Investments im Nahen Osten und Afrika sollen bis 2023 um 400% steigen

Mit zunehmender Akzeptanz von Blockchain-Technologie weltweit werden Länder des Nahen Ostens und Afrikas (MEA) ihre diesbezüglichen Ausgaben in den nächsten Jahren voraussichtlich massiv erhöhen.

Einem neuen Bericht des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens International Data Corporation (IDC) zufolge werden die Regierungen in den MEAs in vier Jahren einen 400%igen Anstieg ihrer Investitionen in Blockchain-basierte Lösungen erleben.

Massiver Anstieg bei Investitionen erwartet

Laut dem am 12. Februar veröffentlichten IDC-Bericht wächst der Anteil von Blockchain-Technologie an den Initiativen zur digitalen Transformation in der MEA-Region kontinuierlich. Konkret wird den MEA-Ländern eine Steigerung der Ausgaben für Blockchain-Technologie von 21 Millionen Dollar im Jahr 2019 auf bis zu 105 Millionen Dollar im Jahr 2023 vorausgesagt, mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von fast 50%.

Dem Bericht zufolge entwickeln die Behörden in der MEA-Region aktiv Blockchain-fähige Lösungen, zur Betrugsvermeidung und zur Verbesserung von Sicherheit und der öffentlichen Verwaltung.

Wie Jyoti Lalchandani, Vizepräsident und regionaler Geschäftsführer der IDC-Abteilung für den Nahen Osten, die Türkei und Afrika, betonte, müssen Regierungen in der MEA-Region eine ganze Reihe neuer Technologien wie Blockchain erlernen, was eine große Herausforderung darstellt. Lalchandani merkte auch an, dass viele Regierungsstrukturen nicht auf die digitale Transformation vorbereitet seien:

„Die Regierungen in der gesamten Region stehen unter wachsendem Druck, sowohl effizienter als auch effektiver zu werden. Dies erweist sich jedoch als eine schwierige Aufgabe, da viele Regierungsorganisationen einfach nicht auf eine digitale Neugestaltung vorbereitet sind. Ob es nun darum geht, Wege zur Integration von 5G, KI und Blockchain zu finden oder sich gegen Eingriffe in das digitale Vertrauen zu schützen, Regierungsbehörden müssen eine ganze Reihe neuer IT-Fähigkeiten erlernen.“

Blockchain-Anteil bei digitaler Transformation bislang gering

Obwohl die Blockchain-Technologie in den MEA-Ländern zunehmend erforscht wird, machen die Ausgaben dafür immer noch einen kleinen Teil der gesamten Initiativen zur digitalen Transformation aus. Laut IDC gaben die MEA-Länder im Jahr 2019 insgesamt 12,8 Milliarden Dollar für die digitale Transformation aus, und es wird erwartet, dass sie bis 2023 die 15-Milliarden-Dollar-Marke überschreiten werden.

IDC hat seine Vorhersagen für Ausgaben mit Blockchain-Bezug im Laufe der Entwicklung des Sektors ständig aktualisiert. Das Marktforschungsunternehmen hatte zuvor vorausgesagt, dass sich die globalen Ausgaben für die Blockkette im Jahr 2019 auf fast 3 Milliarden Dollar belaufen werden, mit einem Anstieg von 89% ab 2018. Das IDC prognostizierte auch, dass diese Zahl im Jahr 2023 fast 16 Milliarden Dollar erreichen würde.

Während in der MEA-Region ein deutlicher Anstieg der Ausgaben erwartet wird, wird für andere Regionen wie Asien/Pazifik ohne Japan (APEJ) in den kommenden Jahren mit Ausgaben von weit über 105 Millionen Dollar gerechnet. Laut einer anderen IDC-Prognose wird die APEJ bis 2022 bis zu 2,4 Milliarden Dollar für Blockchains ausgeben.

auf cointelegraph lesen

Partnerschaft zwischen Quras und BNUG soll Blockchain-Communities in Asien und Afrika zusammenbringen

Quras, eine Smart-Contract-Plattform für anonyme und geschützte Transaktionen, ist eine Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Verein Blockchain Nigeria User Group (BNUG) eingegangen.

Laut einer Pressemitteilung von Quras vom 5. Februar wird die neue Partnerschaft es dem Unternehmen ermöglichen, seine Community und Entwicklerbasis über Asien hinaus und auf den afrikanischen Kontinent auszuweiten, bevor es Anfang April 2020 sein Mainnet startet.

BNUG mit Sitz in Nigerias Hauptstadt Lagos wurde 2016 als Non-Profit-Organisation gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, die Ausbildung, Entwicklung und Adoption in Nigeria und in ganz Afrika zu verbessern. BNUG ist auch Mitglied der Organisation der Blockchain-Anwender, einer bei der nigerianischen Kommission für Unternehmensangelegenheiten eingetragenen Stiftung.

Ein BNUG-Sprecher sagte zu Cointelegraph, dass seine Programme und Initiativen darauf abzielen, die Menschen in Afrika in die Lage zu versetzen, Blockchain-Programmierung und Infrastrukturfähigkeiten zu entwickeln. Das grundlegende Wissen über die Entwicklung von Blockchainanwendungen und die Exposition gegenüber mehreren Plattformen wird den Teilnehmern die Schaffung intelligenter Verträge ermöglichen. 

BNUG sieht die Blockchaintechnologie als eine Möglichkeit, um die Entwicklung Afrikas zu verändern. Der Vorsitzende der BNUG, Chimezie Chuta, erklärte in der Pressemitteilung, dass eine Partnerschaft mit Quras eine Win-Win-Situation für beide Seiten darstellen würde.

„Die Partnerschaft wird Quras eine massive Markenpräsenz in Afrika verschaffen. Zweitens werden unsere lokalen Entwickler mit der auf den Schutz der Privatsphäre ausgerichteten Blockchain-Plattform von Quras in Berührung kommen und lernen, wie man Lösungen auf der Plattform entwickelt.“

Quras baut seine Präsenz auf dem afrikanischen Markt aus

Durch die neue Partnerschaft will Quras Zugang zum nigerianischen Markt erhalten und die größeren aufstrebenden Marktwirtschaften in Subsahara-Afrika erkunden.

Quras-CEO Shigeki Kakutani wird in der Pressemitteilung mit den Worten zitiert, dass der Aufbau einer starken Entwicklergemeinschaft mit BUNG für das Unternehmen wichtig sei:

„Derzeit gibt es mehr als 500 Blockchain-Ingenieure in der BNUG, und wir erwarten, dass der Verband sein Ziel von 1.000 Ingenieuren erreicht. Eine starke und wachsende Entwicklergemeinde ist für Quras sehr wichtig, da diese Ingenieure die zukünftige Entwicklung von Anwendungen auf unserer Plattform anführen werden“.

Blockchain-Technologie in Afrika

Während Blockchain-Technologie in Afrika in zahlreichen Industriezweigen Einzug hält, bemüht sich die Community um die Entwicklung ihres Talentpools auf dem Kontinent. Cointelegraph berichtete vor einigen Monaten, dass das Africa Blockchain Institute im Jahr 2020 die erste Blockchain-Schule in Ruanda eröffnen wird. 2020 werden neue Kurse wie Blockchain Essentials Certification; Blockchain Coding, Blockchain Enterprise und Blockchain for Lawyers für lokale Entwickler, Fachleute und Führungskräfte angeboten werden.

auf cointelegraph lesen

Ruanda will 2020 Blockchain-Schule für Entwickler eröffnen

Das Africa Blockchain Institute (ABI) wird im Jahr 2020 Ruandas angeblich erste Blockchain-Schule eröffnen und fünf neue Kurse für lokale Entwickler, Fachleute und politische Entscheidungsträger anbieten.

In einem Interview mit Cointelegraph am 26. Dezember gab ABI-Exekutivdirektor Kayode Babarinde bekannt, dass an der neuen Schule fünf Schlüsselkurse geplant sind: ein Blockchain-Essentials-Zertifizierungskurs, ein Blockchain-Entwicklerkurs, ein Enterprise-Blockchain-Kurs und eine Blockchain für Anwälte und Blockchain-Auswirkungen.

Grundsteinlegung in Ghana

Babarinde teilte Cointelegraph mit, dass das ABI den Grundstein für seine Arbeit in Ruanda gelegt habe, indem es eine Pilotphase für die Schule in Ghana durchführte, in der es die Eröffnungsklasse für einen Blockchain Essentials-Zertifizierungskurs startete. 

Während die fünf Kursbereiche bereits vor dem Pilotprojekt in Ghana ausführlich skizziert wurden, hat man den Lehrplan der Schule jetzt auf der Grundlage der Antworten und Erfahrungen der Kursteilnehmer überarbeitet und aktualisiert.

Babarinde sagte, dass die Unterstützung und Kooperation der Blockchain DLT Rwanda Association und ihres Vorsitzenden Norbert Haguma ein Schlüsselfaktor für die Entscheidung war, die Schule zu eröffnen. 

Im weiteren Sinne charakterisierte er den lokalen Kontext als äußerst förderlich für Investitionen in neue Technologien:

„Jedes Technologieunternehmen sucht nach einem Umfeld, das es ermöglicht, den Kontinent zu bedienen. Dies bedeutet unterstützende Richtlinien, Ressourcenverwaltung und Sichtbarkeit für den Markt. All dies zeichnet Ruanda in Afrika aus.“

Babarinde betonte die Notwendigkeit, die Entwicklung von Blockchain-Implementierungen vor Ort voranzutreiben, sagte jedoch, dies dürfe keine Abneigung gegen die Zusammenarbeit mit ausländischen Initiativen in diesem Sektor bedeuten.  

Als aufstrebende Technologie mit einer immer noch wachsenden Community bleiben internationale Zusammenarbeit und Partnerschaften der Schlüssel, um die Einführung von Blockchain auf dem gesamten Kontinent aufrechtzuerhalten, sagte er.

Regulatorische Zusammenarbeit

Neben der Ausbildung gehört es zu den Kernaktivitäten des ABI, in enger Zusammenarbeit mit der Blockchain DLT Rwanda Association Empfehlungen zur Stärkung des afrikanischen Rechtsrahmens für Blockchain- und Kryptowährungen zu entwickeln.

Babarinde wies darauf hin, dass ein solider regulatorischer Rahmen der Schlüssel zur Verringerung der Verbreitung von Betrügereien im Zusammenhang mit Kryptowährung sein wird, was auf die jüngsten „unerbetenen Aktivitäten“ in Ostafrika anspielt. Anfang dieses Monats veröffentlichten die Blockchain-Verbände von Uganda, Ruanda, Tansania und Kenia eine gemeinsame Erklärung, in der die Öffentlichkeit vor diesen Risiken gewarnt wurde.

In diesem Sommer leitete der Präsident Ugandas die Afrika-Blockchain-Konferenz 2019, auf der er die Sektoren Landwirtschaft, Produktion und Verarbeitung, Dienstleistungen und IKT als wichtige Wirtschaftsbereiche identifizierte, die von der Implementierung der Technologie profitieren können.

auf cointelegraph lesen

Bruder des ehemaligen Präsidenten George W. Bush in OneCoin Krypto-Betrug verwickelt

Neil Bush, ein Bruder des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush, soll 300.000 US-Dollar bekommen haben, um an einem Treffen mit der OneCoin-Gründerin Ruja Ignatova teilzunehmen. Die auch als „Krypto-Queen“ bekannte Ignatova befindet sich derzeit auf der Flucht, da ihr massiver Krypto-Betrug vorgeworfen wird.

Wie Law360 am 15. November berichtet hat, haben Zeugenaussagen vor dem Bezirksgericht von Süd-New York ergeben, dass Neil Bush, der Sohn des ehemaligen US-Präsidenten George Bush und Bruder von George W. Bush, womöglich in den Skandal um OneCoin verwickelt ist.

Familienbande

Der Fall OneCoin ist einer der wohl bekanntesten Fälle von Krypto-Betrug, der in der Vergangenheit bereits hohe Wellen geschlagen hat. Das in Bulgarien ansässige Krypto-Projekt wurde 2014 gegründet und ist trotz laufender Gerichtsverfahren weiterhin in Betrieb. Laut Strafverfolgungsbehörden soll das Schneeballsystem seine Anleger um knapp 4 Mrd. Euro betrogen haben.

„Krypto-Queen“ Ignatova ist die Schwester des OneCoin Mitgründers Konstantin Ignatov, der sich am 4. Oktober in dem Fall schuldig bekannt hat. Ihn erwartet eine Strafe von bis zu 90 Jahren Gefängnis.

Ignatova werden ebenfalls Betrug und Geldwäsche vorgeworfen, allerdings befindet sie sich momentan noch auf der Flucht.

OneCoin zieht weite Kreise

Wie Law360 berichtet, ist auch der Anwalt Mark Scott in dem Fall angeklagt, da er gemeinsam mit Ignatova und deren Bruder zu den Drahtziehern des OneCoin Betrugs gehören soll. Allerdings beteuert Scott, dass er davon ausgegangen sei, dass das Projekt legal war.

Neil Bush wurde im Rahmen der Untersuchungen vom FBI verhört, da er im Aufsichtsrat der Firma Hoifu Energy sitzt, die wiederum dem wohlhabenden chinesischen Unternehmer Dr. Hui Chi Ming gehört. 

Eines der Unternehmen von Ming soll sich um einen Kredit von 60 Mio. US-Dollar bemüht haben, um ein afrikanisches Ölfeld zu kaufen. Die Anwälte von Mark Scott argumentieren, dass die indirekte Verbindung zu Neil Bush einer der Gründe für Scott war, um den Deal abzuschließen und an dessen Rechtmäßigkeit zu glauben.

Das Ölfeld sollte in Bargeld gekauft werden, wovon „ein Großteil des Kaufpreises“ mit OneCoin bezahlt werden sollte. Im Rahmen der Verhandlung vor dem New Yorker Bericht wurden nun auch Auszüge aus dem FBI Verhör von Neil Bush offengelegt. So heißt es demnach:

„Bush konnte sich daran erinnern, dass der Besitzer von Hoifu Energy, Dr. Hui Chi Ming, eine Große Summe an Kryptowährungen für den Kauf eines Ölfeldes in Madagaskar bekommen hatte. Bush stand eine Zinszahlung in Form der Kryptowährung für den Deal zu. Bush hat Ruja Ignatova, die Mitgründerin des Unternehmens, das die betreffende Kryptowährung herausgibt, zusammen mit Dr. Hui in Hongkong getroffen.“

Der vorsitzende Richter Ramos soll den Anwalt von Scott daraufhin explizit gefragt haben:

„Gab es ein tatsächliches Treffen zwischen Frau Ignatova, Herrn Bush und Herrn Hui?“

Dies bestätigte der Anwalt und fügte an, dass Bush für dieses Treffen 300.000 US-Dollar erhalten haben soll.

Wie des Weiteren in den FBI Unterlagen vermerkt ist, soll Hui Bush 10% des Erlöses versprochen haben, falls Hui die Kryptowährungen vollständig hätte veräußern können, allerdings kam das entsprechende Geschäft nicht zustande.

Einen Antrag, dass Neil Bush selbst in den Zeugenstand berufen werden müsse, lehnte der Richter ab, da seine Aussagen wohl nur von geringer Relevanz für den Fall wären, schließlich sei er nicht direkt an dem Unternehmen beteiligt gewesen, das den Kauf angestrebt hatte. Außerdem würden durch seine Aussagen wohl keine neuen Erkenntnisse zu Tage gefördert, die nicht bereits aus seinem FBI Verhör hervorgehen.

Ignatova auf der Flucht

Wie zuvor berichtet, hatte Ignatov wiederum am 6. November vor Gericht ausgesagt, nachdem seine Schwester im Vorfeld der Verhandlungen geflohen war. Angeblich soll sie sich mit russischen Geschäftsleuten getroffen haben, was Journalisten zu der Annahme verleitet, dass sie einen „reichen und einflussreichen“ russischen Fürsprecher hat.

auf cointelegraph lesen

Burundi verbietet Bitcoin-Handel

Burundi verbannt Bitcoin. Wie die „Banque de la République du Burundi“ diese Woche auf ihrer Webseite mitteilte, ist der Handel mit Kryptowährungen dort ab sofort verboten. Nutzern, die sich trotzdem an Krypto-Geschäften beteiligen, verweigert das Finanzinstitut Hilfe bei Problemen. Der Grund für das Verbot liegt der Zentralbank zufolge in der Volatilität von Kryptowährungen.

Burundi begründet die Entscheidung insbesondere mit dem Schutz seiner Einwohner vor finanziellen Verlusten. Einige Bürger des ostafrikanischen Landes verloren in der Vergangenheit ihre Anlagen im Rahmen des Handels mit Kryptowährungen. Anschließend baten sie die Regierung um Hilfe. Laut Alfred Nyobewumusi vom Micro-Finance-Department der Zentralbank sind Bitcoin & Co. deshalb illegal im Land. Auch alle weiteren Kryptowährungen, wie beispielsweise Ether und Litecoin, sind ab sofort verboten.

Da virtuelle Währungen oder Kryptowährungen nicht durch eine Zentralbank oder Regierung kontrolliert werden, haben die Währungen auch keine legale Grundlage auf dem Territorium von Burundi,

heißt es in der Mitteilung.

Burundi droht mit Konsequenzen für Bitcoin-Trader

Bürgern, die den neuen gesetzlichen Regelungen zuwiderhandeln, droht die Zentralbank von Burundi derweil mit harten Konsequenzen. „Wir werden strenge Maßnahmen gegen diejenigen ergreifen, die diese Entscheidung nicht respektieren“, so Nyobewumusi in einem Interview in der Hauptstadt Bujumbura.

Von dem Verbot ebenfalls betroffen sind die Rücküberweisungen von Migranten aus anderen Ländern. Diese machen 1,2 Prozent des Bruttoinlandprodukts in Burundi aus. Da viele Bürger kaum oder keinen Zugang zu klassischen Finanzservices haben, stellen Rücküberweisungen von Verwandten, die im Ausland arbeiten, einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar.

Nicht selten tätigen diese die Zahlungen mangels Alternativen in Bitcoin & Co. Diese erfreuen sich im grenzüberschreitenden Finanztransfer wachsender Beliebtheit. Insbesondere ärmere Länder profitieren von den günstigen Überweisungsservices. Schließlich ist Burundi eines der ärmsten Länder der Erde. 2016 hatte das Land das drittniedrigste BIP/Kopf weltweit.

Will Burundi den Kapitalmarkt kontrollieren?

Beobachter vermuten unterdessen, dass die Regierung in Burundi in Wahrheit andere Gründe für das Verbot hat. Der kenianische User Kenya Coin glaubt beispielsweise, dass die Entscheidung dazu dient, die eigene Währung zu stabilisieren und Kontrolle auf den Kapitalmarkt auszuüben. Trotzdem, so spekuliert der Kommentator auf Twitter, werden die Freelancer in Burundi weiterhin Bitcoin-Handel betreiben. Im Übrigen ist das Land nicht nur eines der ärmsten, sondern auch der politisch unterdrücktesten Länder der Erde. Auf der Rangliste der Pressefreiheit landete es 2017 auf Platz 160 von 180.

Aufgepasst: Der Kryptokompass ist das erste digitale Magazin für digitale Währungen und Blockchain-Assets. Er liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen, spannende Insights und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Nur jetzt und nur solange der Vorrat reicht: Im Abo inkl. GRATIS Bitman-T-Shirt

Mehr zum Thema:

auf btc-echo lesen

Mangelhafte Schutzmaßnahmen: Burundi verbietet Kryptowährungshandel

Die zentralafrikanische Republik Burundi hat den Handel mit digitalen Währungen im Land wegen der damit verbundenen Risiken verboten.

Wie Bloomberg am 4. September berichtete, forderten einige Bürger Burundis die Regierung dazu auf, Maßnahmen in Bezug auf den Handel mit Kryptowährungen zu ergreifen. Diese hatten zuvor bei solchen Geschäften mit virtuellen Währungen Geld verloren. Die Regierung verbot daraufhin den Kryptohandel, da sie keinen angemessenen Benutzerschutz bieten könne.

Alfred Nyobewumusi, der Direktor der Mikrofinanzabteilung der Zentralbank, kommentierte dazu: „Es könnten strenge Maßnahmen gegen all diejenigen ergriffen werden, die diese Entscheidung nicht respektieren“.

Problematische Beziehung zwischen Krypto und Afrika

Wie Cointelegraph bereits berichtete hat der stellvertretende Gouverneur der Bank von Uganda Dr. Louis Kaskende die Öffentlichkeit vor den mangelhaften Schutzmaßnahmen bei Investitionen in unregulierte Kryptowährungen gewarnt.

Kaskende stellte dabei klar, dass die Zentralbank keine umfassende Übersicht über alle Finanzdienstleistungsunternehmen und -institute habe und dass ihre Aufsicht sich typischerweise auf Geschäftsbanken, Kreditinstitute, Wechselstuben und Geldtransferdienstleister beschränke.

Im Mai erklärte die Notenbank von Malawi (RBM), dass Kryptowährungen im Land kein gesetzliches Zahlungsmittel und kein Ersatz für den malawischen Wacha, der lokalen Fiatwährung, seien.

In einer Erklärung an die Öffentlichkeit sagte RBM-Gouverneur Dalitso Kabambe, dass die Regierung nicht plane, Investitionen in Kryptowährungen, wie etwa Bitcoin (BTC), anzuerkennen.

auf cointelegraph lesen

Afrika: Blockchain-Vereinigung beginnt Bitcoin-Kampagne

Eine Million Menschen sollen in Afrika erweiterte Kenntnisse über Distributed-Ledger-Technologien, Blockchain und Kryptowährungen wie Bitcoin unterrichtet werden. Dazu hat sich die United Africa Blockchain Association auf die Fahnen geschrieben, hauptsächlich Kinder und Frauen über die Eigenheiten der neuen Technologien zu unterrichten.

United Africa Blockchain Association will über DLT aufklären

Wie IT Web Africa berichtet, soll die Blockchain-Initiative ab September starten. Heath Muchena, Forschungsdirektor der Initiative, plant in diesem Sinne vielfältige Aktionen:

Wir werden Blockchain-Trainingsprogramme durchführen, Hackathons und Blockchain-Veranstaltungen moderieren und veranstalten. Außerdem beabsichtigen wir, Start-up-Bootcamps für Unternehmen zu initiieren, die blockchainbasierte Lösungen entwickeln, deren Anwendungsbeispiele sich auf Afrikas Schwellen- und Entwicklungsländer konzentrieren. Wir ermöglichen Partnerschaften und strategische Allianzen mit einheimischen Unternehmen, die ihre Angebote bereits auf die afrikanischen Verbraucher zugeschnitten haben.

Wie das Magazin weiter berichtet, gebe es bereits erste Initiativen in Mauritius, Kenya und den Seychellen. Die United Africa Blockchain Association will mit ihrer Aktion einem wachsenden Interesse an Distributed Ledger, Blockchain und Kryptowährungen entgegenkommen. Gerade in Nigeria, Südafrika und außerdem Ghana sei das Interesse an Bitcoin laut Google Trends besonders hoch. Die ersten Kurse sollen in der größten Stadt Südafrikas stattfinden. Muchena weiter:

Wir werden jeden Samstag in Johannesburg wöchentliche Sitzungen durchführen. Wir planen, uns bald in Kapstadt niederzulassen, und wir streben an, uns regelmäßig in verschiedene afrikanische Länder zu begeben, insbesondere in Malawi, Sambia, Simbabwe, Äthiopien, Kenia, Nigeria, Tansania und Ghana, wo wir Programmlieferpartner haben oder derzeit aufbauen. (Die) Roadmap wird davon beeinflusst, wie viel Unterstützung wir von Sponsoren etc. erhalten können.

Bitcoin in Simbabwe

Vor allem im Binnenland Simbabwe werden Kryptowährungen wie Bitcoin bereits eifrig genutzt. Ähnlich wie im südamerikanischen Venezuela dient Bitcoin hier als Alternativwährung zum Schutz vor der landesweiten Inflation und der schlechten wirtschaftlichen Lage. Ex-Diktator Robert Mugabe hatte das Land zunehmend in den Ruin gewirtschaftet.

Aufgepasst: Der Kryptokompass ist das erste digitale Magazin für digitale Währungen und Blockchain-Assets. Er liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen, spannende Insights und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Nur jetzt und nur solange der Vorrat reicht: Im Abo inkl. GRATIS Bitcoin-T-Shirt

Mehr zum Thema:

auf btc-echo lesen