Beiträge

WEF: Wie Blockchain das globale Lieferketten-Chaos lindern könnte

Die COVID-19-Pandemie macht großen Wirtschaftsmächten Schwierigkeiten. Die Besorgnis, dass das globale Handels- und Lieferkettensystem innerhalb weniger Wochen zusammenbrechen könnte, wächst immer weiter. 

Der Zusammenbruch von Angebot und Nachfrage, Transportschwierigkeiten, Arbeitskräftemangel und in einigen Fällen frühe Anzeichen von Protektionismus machen es Anbietern immer schwerer, den Fluss von Waren und Dienstleistungen über die globalen Wertschöpfungsketten aufrechtzuerhalten.

Die Heftigkeit der Krise ist beispiellos. Dennoch argumentieren die Autoren eines Berichts für das Weltwirtschaftsforum vom 6. April, dass die Blockchain-Technologie der Schlüssel zur Milderung der Auswirkungen solcher Störungen sei.  

Ziyang Fan, der Leiter des digitalen Handels beim WEF, und Rebecca Liao, die Mitbegründerin und geschäftsführende Vizepräsidentin des Blockchain-Projekts SKUChain, behaupten, dass die Technologie Lieferkettentransparenz bieten könne. Diese sei sowohl in Zeiten der normalen Produktion als auch in Krisenzeiten entscheidend.

Warum Blockchain so wichtig ist

Bis jetzt, so die Autoren, hätten viele globale Firmen vor einer Digitalisierung der papierbasierten Prozesse im Handel zurückgeschreckt, weil sie befürchten würden, dass die Kosten der Digitalisierung den Nutzen nicht rechtfertigen würden. 

Logistiknetzwerke sind daher nach wie vor stark von physischen Unterschriften und ausgedrucktem Papier abhängig. Das erfordert eine persönliche Anwesenheit des Personals an verschiedenen Standorten, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Ein Beispiel dafür ist ein Schifffrachtbrief. Das ist eine detaillierte Liste der Ladung eines Schiffes, bei der eine Papierkopie noch immer gesetzlich vorgeschrieben ist.

Solche papierbasierten Operationen verringern die Sichtbarkeit und steigern das Risiko bei Störungen. Damit kann das Unternehmen nur eingeschränkt auf veränderte Umstände reagieren. Bereits jetzt schon überstehen Regierungen und Unternehmen mit einer starken digitalen Infrastruktur, wie etwa e-Signaturen und e-Transaktionen, die aktuelle Krise deutlich besser als diejenigen ohne eine solche, so die Autoren.

Der Widerstand gegen die Digitalisierung ist jedoch nicht nur auf die Kosten zurückzuführen. Die Unternehmen haben Bedenken, dass eine Sichtbarkeit ohne guten Datenschutz ihren kommerziellen Vorteil gefährde. Sie befürchten, die Kontrolle darüber zu verlieren, wer Zugang zu sensiblen Informationen über ihre internen Abläufe, die Preisgestaltung und die Beschaffung hat. Die Autoren erklären, wie eine Blockchain diese Ängste ausräumen könnte:

„Wenn sie ordnungsgemäß erstellt wurde, können Lieferanten ihre Datenfreigabeberechtigungen direkt auf ihrem eigenen Blockchain-Knoten überprüfen. Gleichzeitig können ihre Daten sicher mit anderen im Blockchain-Netzwerk geteilt werden, ohne dass eine Punkt-zu-Punkt-Integration wie bei zentralisierten Systemen erforderlich ist.“

Da Informationen für eine reibungslose Funktion von Wertschöpfungsketten entscheidend sind, gibt es bereits Finanzierungsprogramme, um den Zugang von Parteien zu Daten über Leistung und Risiko zu monetarisieren, so der Bericht. Auch hier kann die Blockchain ein effizientes und sicheres Finanzierungssystem sicherstellen, wo „die gemeinsame Nutzung von Daten sich selbst bezahlen kann“:

„Käufer können etwa Zahlungsverpflichtungen auf der Blockchain als Alternative zu einem Akkreditiv nutzen, die Lieferanten später bezahlen, die Kosten der verkauften Waren reduzieren und sich vor einer Insolvenz des Zulieferers schützen. Zulieferer wiederum erkennen ihre Einnahmen früher und ersetzen ihre derzeitigen Finanzierungsvereinbarungen für die Lieferkette durch wesentlich niedrigere Finanzierungsbedingungen.“ 

Bekannte Vorteile

Im Dezember 2019 schätzte eine Studie, die gemeinsam von Cointelegraph Consulting und dem Schweizer Unternehmen Insolar durchgeführt wurde, dass Unternehmen in Westeuropa mit der Implementierung von Blockchain in Lieferketten 450 Mrd. US-Dollar im Hinblick auf Logistikkosten einsparen könnten.

auf cointelegraph lesen

Südkorea und digitale Währungen: Zentralbank startet Pilotprogramm

Die Bank von Korea gab am 6. April bekannt, dass sie ein Pilotprogramm gestartet habe, um die Logistik der Ausgabe einer digitalen Zentralbankwährung  oder CBDC zu bewerten.

Zwar plant die südkoreanische Zentralbank nicht unmittelbar, eine solche Währung einzuführen, doch das Pilotprojekt wird sicherstellen, dass sie angesichts der wechselnden Marktbedingungen auf eine Einführung vorbereitet ist.

Pilotprojekt über 22 Monate

Nach der theoretischen Untersuchung im Februar 2020 umfasst das Pilotprojekt eine technologische und rechtliche Überprüfung im Zusammenhang mit einer CBDC-Ausgabe. Es beginnt im März und ist soll 22 Monate bis Dezember 2021 laufen.

Die erste Phase soll die Anforderungen und das Konzept im Hinblick auf die CBDC definieren. Diese wird sich über fünf Monate bis Juli 2020 erstrecken. Das wird sich mit einer Überprüfung der erforderlichen Technologie, die für die Einführung der Währung benötigt wird, überschneiden. Diese Überprüfung ist von April bis August geplant.

Daraufhin werden die Geschäftsprozesse analysiert. Das soll bis Ende 2020 dauern. Dann soll das CBDC-System über das Jahr 2021 für 12 Monate aufgebaut und getestet werden.

Bisher keine Ausgabe geplant

In der Ankündigung wird deutlich, dass die Bank es nicht für unmittelbar notwendig hält, eine digitale Währung in Südkorea auszugeben. Das Land will viel mehr auf einen solchen Schritt vorbereitet sein, wenn es nötig werden sollte, da viele andere Länder Forschung in dieser Richtung betreiben.

„Die Notwendigkeit, in naher Zukunft eine CBDC herauszugeben, ist in Anbetracht der noch bestehenden Nachfrage nach Bargeld, des wettbewerbsorientierten Markt für Zahlungsdienstleistungen und der hochgradigen finanziellen Inklusion immer noch gering. Aber es ist nötig, schnell Maßnahmen ergreifen zu können, falls sich die Marktbedingungen im In- und Ausland drastisch ändern.

Wie Cointelegraph kürzlich berichtete, hat die chinesische Zentralbank betont, dass die Entwicklung ihrer CBDC ihre oberste Priorität sei. Die Bank von Frankreich hat vorgeschlagen, die Integration von CBDCs in Interbank-Zahlungssystemen zu testen. Unterdessen hat der Chef der philippinischen UnionBank das vollständige Ende des physischen Bargelds vorhergesagt.

auf cointelegraph lesen

BMW: Blockchain-Lösung für Lieferketten kommt 2020 heraus

Der bayerische Autohersteller BMW Group will seine Blockchain-Lieferkettenlösung dieses Jahr auf 10 Zulieferer ausweiten.

Die Plattform namens „PartChain“ wurde bereits im Jahr 2019 erfolgreich von BMW getestet, wie es in einer offiziellen Ankündigung am 31. März heißt. 

PartChain sollte die Rückverfolgbarkeit und sofortige Datentransparenz für Autoteile über komplexe Lieferketten hinweg sicherstellen, an denen mehrere Parteien auf der ganzen Welt beteiligt sind. 

Im Rahmen des Pilotprojekts im Jahr 2019 wurde die Lösung beim Einkauf und der Nachverfolgung von Frontscheinwerfern implementiert. Daran haben sich zwei der insgesamt 31 Werke der BMW Group sowie drei Standorte des Zulieferers Automotive Lighting beteiligt.

Andreas Wendt, Vorstandsmitglied der BMW AG und für das Einkaufs- und Lieferantennetzwerk des Konzerns verantwortlich, sagte, dass BMW das Projekt nun auf viele weitere Lieferanten ausdehnen wolle. Im Jahr 2020 sollen 10 weitere dazu kommen.

Kombination von Blockchain- und Cloud-Technologie

Langfristig, so Wendt, sei das Ziel von BMW „eine offene Plattform, mittels der Daten innerhalb von Lieferketten industrieübergreifend sicher und anonymisiert ausgetauscht und geteilt werden können“. Das soll mittels Blockchain erreicht werden. 

Das Pilotprojekt hat sich lediglich auf die Nachverfolgung von Komponenten beschränkt. BMW will mit der Plattform in Zukunft wichtige Rohstoffe für die Herstellung „von der Mine bis zur Schmelze“ nachverfolgen.

Neben der Blockchain, die eine manipulationssichere und überprüfbare Erfassung und Transaktion von Daten ermöglicht, nutzt PartChain Cloud-Technologien von Amazon Web Services und Microsoft Azure. 

Entwicklung innerhalb der Branche

Wendt erklärte, dass BMW die Lösung von PartChain nun auch mit anderen Mitgliedern der Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI), die BMW im Jahr 2018 mitbegründete, zu teilen. 

Wie Cointelegraph damals berichtete entstand MOBI aus einer Zusammenarbeit zwischen BMW, GM, Ford und Renault. Außerdem beteiligten sich auch bekannte Blockchain-, Technologie- und Ingenieurfirmen wie Bosch, Hyperledger, IBM und IOTA daran.

Aus dem Projekt ging der MOBI Vehicle Identity Standard hervor. Damit soll eine Blockchain-basierte Datenbank für Fahrzeug-Identifikationsnummern aufgebaut werden. diese umfasst eindeutige digitale Zertifikate für Informationen, wie etwa die Fahrzeugidentität, Besitz, Garantien und aktuelle Kilometerstände, die sicher in einer elektronischen Wallet gespeichert werden können.

auf cointelegraph lesen

Opera: Erster großer Browser mit .Crypto-Domain

Opera gibt seinen Benutzern nun die Möglichkeit, auf dezentralisierte Webseiten zuzugreifen. Das wird durch eine Partnerschaft mit Unstoppable Domains ermöglicht. Das ist eine Technologiefirma, die von dem prominenten Bitcoin (BTC)-Anhänger Tim Draper unterstützt wird.

Im Rahmen der Zusammenarbeit wurde die Domainerweiterung .crypto von Unstoppable Domain bei Opera integriert, wie aus einer Ankündigung vom 26. März hervorgeht. Damit können Benutzer des Browsers auf dezentralisierte Webseiten zuzugreifen und auch Zahlungen in Kryptowährungen zu machen.

Keine Mittelsmänner mehr

In der Ankündigung heißt es weiter, dass Blockchain-Domains vom Eigentümer und nicht von Registrierungsfirmen gespeichert werden. Dezentrale Webseiten werden in Peer-to-Peer-Netzwerken und nicht in Cloud-Diensten gespeichert. Dadurch kann man Transaktionen ohne Zwischenhändler durchführen und Zensur vermeiden.

Unstoppable Domains erklärte gegenüber Cointelegraph, dass sich das auf die Geschwindigkeit der Internetverbindung auswirken werde, da ein verteiltes Netzwerk langfristig gesehen robuster sei, weitaus weniger Ausfallzeiten habe und das Risiko von Vorfällen wie DDoS-Angriffen geringer sei.

Was ist mit Ländern mit Internetzensur?

Unstoppable Domains merkte auch an, dass dezentralisierte Domains zwar dazu beitragen könnten, Zensur im Hinblick auf die Veröffentlichung von Dingen zu vermeiden, aber wenig dazu beitragen, Zuschauern in Regionen zu helfen, die von Zensur, Überwachung und Deanonymisierung betroffen sind:

„Genau wie beim aktuellen Web müssen Benutzer mit derartigen Problemen VPNs oder ein ähnliches Tool verwenden. Dezentralisierte Webseiten lösen das Problem, dass Benutzer ohne Zensur etwas veröffentlichen dürfen. Aber das gilt nur für denjenigen, der etwas veröffentlicht und nicht für diejenigen, die darauf zugreifen wollen. Im Moment können Sie über einen herkömmlichen Domainregister keine Dinge veröffentlichen, wenn Sie sich in einer Region befinden, in der die Redefreiheit eingeschränkt ist. Mit dezentralisierten Webseiten-Tools hingegen schon. Es geht also nur um die Veröffentlichung und nicht um den Zugriff darauf.“

Blockchain-basierte Browser immer beliebter

Das soll auch das erste Mal sein, dass ein Mainstream-Browser eine Domain integriert hat, die nicht Teil des traditionellen Domain-Namen-Systems ist. Letzten Oktober hat Opera auch als erster großer Browser Zahlungen mit Bitcoin (BTC) direkt im Browser ermöglicht.

Unterdessen hat Unstoppable Domains auch einen eigenen Blockchain-Browser auf den Markt gebracht, um den Zugriff auf das dezentralisierte Web zu vereinfachen. Die Webseiten von Unstoppable Domains werden in der Wallet des Benutzers gespeichert. Der Inhalt wird hingegen auf dem InterPlanetary File System oder anderen dezentralen Speichernetzwerken gespeichert.

auf cointelegraph lesen

Europäische Kommission: Aufruf an Blockchain-Entwickler

Die Europäische Kommission bietet Blockchain-Entwicklern und anderen Spezialisten Zuschüsse für Technologielösungen im zivilen bis hin zum Militärbereich.

Am 24. März veröffentlichte die Europäische Kommission eine Ausschreibung im Rahmen des Europäischen Programms für industrielle Entwicklung im Verteidigungsbereich. Dabei werden kleine und mittlere Unternehmen aufgerufen, schnelle und kostengünstige Lösungen vorzuschlagen. Der Schwerpunkt soll dabei auf neuen Ansätzen und Vorschlägen für Technologien oder Konzepte liegen, die bisher nicht auf den Verteidigungssektor angewandt wurden.

Blockchain-Kombinationen mit „digitalen Zwillingen“ für logistische Zwecke

In Bezug auf Blockchain bietet die Europäische Kommission eine Übersicht, die als Leitfaden für Bewerbungen für das Programm dient. Ausgewählte Projekte erhalten Zuschüsse aus dem Budget für 2019/2020, das 254 Mio. Euro umfasst. Konkret sucht die Europäische Kommission:

Lösungen, die „auf einer Echtzeit-Cloud und dem digitalen Zwilling vor Ort basieren. Sie sollen von der Robustheit der Blockchain-Technologie profitieren und alle derzeit optimierten logistischen Anforderungen kanalisieren. Dazu gehört etwa die Ersatzteilkette, Wartung und Energieverbrauchsmaterial.“

Ein digitaler Zwilling ist die virtuelle Repräsentation oder der Spiegel einer physischen Einheit, eines Vermögenswerts oder eines Prozesses. Das kann eine Maschine sein, ein Objekt, ein Teil der Infrastruktur oder ein Mensch. Der Blockchain-Bereich kann die Integrität von digitalen Zwillingen stärken, indem beispielsweise die Verwendung von manipulationssicheren kryptografischen Tags ermöglicht wird. Diese validieren die Herkunft, den Zustand und den Besitz von Produkten oder Objekten. 

Wie Deloitte in einem Bericht von 2018 erklärte, kann die Kombination von digitalen Zwillingen mit einer Blockchain besonders Vorteile im Bereich des Internets der Dinge bieten. Dabei können diese für die vorausschauende Wartung in Produktionsumgebungen genutzt werden. 

Deloitte sagte, dass eine Blockchain ein sicheres Identitätsmanagement, transparente Eigentumsmodelle und effiziente Datenanalysen bieten könne, was die Flexibilität und Belastbarkeit verschiedener Systeme verbessern könne.

Den Leitlinien zufolge sagt die Europäische Kommission, eine Kombination von Blockchains mit digitalen Zwillingen berge ein Potenzial für verschiedene Verteidigungsbereiche, wie etwa Lieferketten, Gerätewartung und Energie.

Für das Programm kann man sich ab dem 15. April bewerben. Die vorläufige Frist läuft bis zum 1. Dezember 2020. Dies kann sich, je nach Entwicklung der COVID-19-Pandemie, noch verschieben. 

Blockchain im Verteidigungssektor

Wie kürzlich berichtet, hat das US-Unternehmen für Support- und Servicelösungen für Verteidigungs-, Aufklärungs- und zivile Systeme BAE Systems im vergangenen Monat ein Stellenangebot veröffentlicht. Dabei wurde ein sogenannter „Cryptocurrency Exploiter“ zur Unterstützung des Betriebs gesucht.

Im Juli 2019 hat das US-Verteidigungsministerium eigene Pläne für die Blockchain-Technologie in seinem Vierjahresplan für die digitale Modernisierung veröffentlicht.

auf cointelegraph lesen

Opera Browser: Krypto-Käufe mit Apple Pay und Debikarten in den USA möglich

Opera bietet in seinen mobilen und Desktop-Browsern nun auch Käufe von Kryptowährungen für US-Nutzer an. Das norwegische Unternehmen will sein Web 3.0-Angebot weiter ausbauen.

Über eine Partnerschaft mit Wyre, einem US-Geldübermittler im Bereich Kryptowährung, wird Opera seinen US-Kunden Bitcoin (BTC)- und Ether (ETH)-Käufe direkt aus der Krypto-Wallet des Browsers anbieten. Android-Nutzer können Debitkarten verwenden und Benutzer von Apple iOS-Geräten können Käufe über Apple Pay tätigen.

Über die mobilen Browser Opera for Android oder Opera Touch im Apple App Store wird in Schweden, Dänemark und Norwegen bereits seit über einem Jahr eine Kaufoption angeboten. Ein Sprecher von Opera bemerkte, dass das Unternehmen beabsichtige, „sehr bald“ nahtlose Krypto-Aufladungen in anderen Ländern einzuführen.

Opera ist laut Statcounter in den Vereinigten Staaten mit einem Marktanteil von 0,48 Prozent ein relativ kleiner Browser. In Europa hat er hingegen einen bedeutenderen Marktanteil von 2,12 Prozent. Laut Opera gibt es 320 Millionen Nutzer, die den Browser und die KI-Content-Delivery-Lösungen verwenden.

Überwindung von Akzeptanzhürden

Das Unternehmen behauptet auch, dass Nutzer mit seiner Apple Pay-Lösung „in weniger als 30 Sekunden von Null auf Krypto“ wechseln können.

„In der Vergangenheit war der Kauf von Kryptowährungen ein mühseliger Prozess, der Stunden oder sogar Tage dauerte. Wenn man das mit dieser nahtlosen Lösung vergleicht, die weniger als 30 Sekunden dauert, ist es wirklich ein Wendepunkt“, so Charles Hamel, der Leiter der Kryptoabteilung von Opera.

Das Unternehmen ist an der NASDAQ notiert. Es erklärte, dass es weiterhin an der Überwindung von Hürden bei der Einführung von Kryptowährungen arbeiten wolle.

Obwohl Opera seit 24 Jahren in verschiedenen Erscheinungsformen auf dem Markt ist, versucht das Unternehmen, sein Angebot durch zusätzliche Web 3.0-Funktionen, wie etwa die Krypto-Wallet und einen DApp-Explorer auszuweiten. Auch durch Sicherheits- und Datenschutz-Tools will es sich von den Marktführern Chrome, Safari und Firefox abheben.

Der kryptofähige Browser Brave hat seit seiner Einführung und mit einem ähnlichen Funktionsumfang ebenfalls eine beachtliche Nutzung verzeichnet. Im Dezember 2019 konnte er 10 Millionen monatlich aktive Nutzer verzeichnen.

auf cointelegraph lesen

MakerDAO lanciert Bounty-Program: Eintrittsversuch ins Blockchain-Gaming

MakerDAO, die Organisation hinter dem Stablecoin Dai (DAI), bemüht sich, den Dai als „realen Parameter“ eines an den US-Dollar gebundenen Wertes für den Videospielbereich zu etablieren.

Blockchain und Krypto gewinnen in der Spielbranche an Bedeutung. MakerDAO argumentierte, „weiche Währungen“ in Spielen „fühlen sich nicht immer authentisch an“. In einem Blog-Post vom 11. März schrieb die Organisation:

„Genau, wie bei Flugmeilen oder Kreditkartenpunkte ist die Rechnungseinheit einer weichen Währung nicht immer relativ zum Wert einer tatsächlichen Währung. Mit dem Dai wissen Spieler genau, wie viel ihre Spielfähigkeiten wert sind.“

Appell an Entwickler

MakerDAO schlägt vor, dass Dai als Schlüsselintegration zwischen dem dezentralisierten Finanzwesen (DeFi), Fiat-Gateways und Videospielen dienen könne. Deshalb lanciert die Organisation das Dai Gaming Initiative Bounty Program, um Entwicklern Anreize zu geben, mit Dai zu arbeiten und Belohnungen zu erhalten.

MakerDAO erklärte auch, dass es Dai-Integrationen sowohl in traditionellen Spielen als auch in Blockchain-Spielen geben könne. Beide Branchen entwickeln in ihren Spielen eine zunehmende wirtschaftliche Komplexität, um das Engagement und Verhalten der Spieler freier zu gestalten.

Mit dem Aufkommen von Blockchain-Spielen ist eine neue Kategorie von Krypto-Vermögenswerten entstanden. Diese werden als nicht fungible Token (NFTs) bezeichnet. Ihr Hauptmerkmal, das sich gut für Spiele eignet, ist, dass sie einzigartig und sammelbar sind. Sie fungieren dabei nicht als Währungen.  

MakerDAO versucht, die Verwendung von Dai in Marktplätzen für Online-Glücksspiele auszuweiten und eine Reihe von Partnerschaften mit den Schöpfern von NFTs aufzubauen. Dabei sollen In-Game-Blockchain-Vermögenswerte mit dem unter der Marke Dai entwickelt werden.

Das Bounty-Programm ist in vier Kategorien gestaffelt. Die erste davon ist ein Preis im Wert von 5.000 DAI für die beste DSR-Integration in einem Spiel. DSR ist eine Abkürzung für Dai Savings Rate. Das ist eine DeFi-Funktion, die es Dai-Inhabern ermöglicht, ihre Token in einen Smart Contract zu sperren und zusätzliche Dai als Dividende zu erhalten.

Zwei weitere Preise jeweils im Wert von 2.500 DAI sind für die beste Erfahrung im Modus Spieler-gegen-Spieler und im Modus Spieler-gegen-Böse ausgeschrieben. Für den letzteren Modus wird der „Einfallsreichtum“ besonders belohnt.

Schließlich werden noch zwei Preise im Wert von 1.500 DAI für die kreativste Integration von Dai in ein Spiel vergeben. 

Schnelles Wachstum der Branche

Erst diese Woche berichtete Cointelegraph über die Lancierung eines Blockchain-Spielnetzwerks vom Schöpfer des beliebten Facebook-Spiels FarmVille. Es gab auch eine Finanzierungsrunde für Horizon Blockchain Games. Diese von einer Investmentfirma geleitet, die der Reddit-Mitbegründer Alexis Ohanian zusammen mit anderen gründete.

auf cointelegraph lesen

Tezos startet mit neuer Hoffnung in das Jahr 2020: Gelingt das Comeback?

Wir wollen heute über Tezos (XTZ) sprechen. Der gemeinsame Altcoin der Vereinigten Staaten und der Schweiz hat seit langem einen guten Ruf, aber auch eine turbulente Vergangenheit. Erst seit kurzem zeigt auch der Kurs allmählich, dass viele Leute an das Protokoll glauben. Ist der rasche Anstieg von Tezos jedoch gerechtfertigt oder ist das ein weiterer Fall von Krypto-„FOMO“? 

Sehen wir uns den Markt an

Tezos erreichte im Februar dieses Jahres mit 3,90 US-Dollar einen Höchststand. Der Kurs ist infolgedessen zurückgegangen, aber insgesamt entwickelt sich XTZ immer noch besser als die Mehrheit der Altcoins. Dieser Rückgang bedeutet nicht, dass es mangelndes Interesse auf dem Markt gibt.

Tezos-Kurschart von Oktober 2019 bis März 2020

Tezos-Kurschart von Oktober 2019 bis März 2020  Quelle: Coin360.com

Weiteres über Tezos

Tezos wurde 2014 von Arthur und Kathleen Breitman entwickelt. Im Juli 2017 gab es ein überaus erfolgreiches Initial Coin Offering. Dieses hat 232 Mio. US-Dollar eingebracht. Damit war das für kurze Zeit der größte ICO, bis es einige Monate später von Filecoin übertrumpft wurde. Die Organisationsstruktur im Jahr 2017 wurde klar festgelegt: Die gemeinnützige Tezos Foundation aus der Schweiz hielt das Geld, während die US-Firma Dynamic Ledger Solutions Inc die Arbeit macht und von der Stiftung bezahlt wurde. In den friedlichen Tagen des Jahres 2017 dachten viele Firmen, sie könnten mit dieser Struktur die Steuern minimieren oder sogar umgehen. Das hat sich allerdings weitgehend als falsch erwiesen.

Im Laufe des Jahres 2017 und Anfang 2018 galt das gemeinnützige Schweizer Modell für die ICOs damals als „Vanille“. Man hoffte, dass solche Strukturen den Anschein von Seriosität erwecken würden. Aber an diesem Punktlief das allmählich schief.

Wie das Wired Magazine im Jahr 2019 berichtete, geriet der damalige Leiter der gemeinnützigen Schweizer Organisation Johann Gevers in einen Streit mit den Breitmans. Das hat sowohl das Projekt als auch den Zeitplan aufgehalten. Vor allem wegen dieser öffentlichen und sehr chaotischen Auseinandersetzung verloren das Schweizer Crypto Valley und das gemeinnützige Schweizer Modell ihren Glanz. Durch den öffentlichen Streit verblieb Tezos in einer Entwicklungshölle.

Kehrt XTZ um?

Anfang 2019 änderten die Dinge sich jedoch und die Stiftung kam im Stillen wieder in Gang. Was war der Grund für diese Entwicklung? Die grundlegenden Anreize bei Tezos sind dieselben: Die dreischichtige Plattform umfasst ein Netzwerk, Transaktionen und Konsens, ein „Proof-of-Stake“-Protokoll statt „Proof-of-Work“ und erhält Unterstützung von prominenten Namen aus dem Markt, wie etwa Tim Draper.

Aber was hat sich geändert? Ein wichtiger Aspekt, der das Interesse fördert, ist die Möglichkeit, die Coins an großen Börsen wie Coinbase zu staken. Das ist eine praktische Einnahmequelle für Inhaber und fördert die Nachfrage.

Eine Reihe von Leuten, die mit Cointelegraph sprachen, erklärten, dass das Interesse vor allem auf drei Schlüsselaspekte zurückzuführen sei. Einer dieser Aspekte ist die „STO Pipeline“ von Projekten. Diese wollen bald ihre Entwicklung auf der Tezos-Plattform ankündigen. Das wird die Nachfrage nach XTZ in gewisser Weise steigern. Sei es in Hinblick auf Transaktionen oder auf den direkten Kauf der neuen Token aus den Wertpapier-Token-Offerings. Der zweite Treiber ist die finanzielle Kraft der Stiftung. Der dritte ist die Technologie von Tezos, aber dazu später mehr.

Aufstieg der STOs

Viele Leute in der Krypto-Community glauben, dass Tezos die nächste Generation von STOs hervorbringen werde. Derzeit werden STOs im Wert von über 2,6 Mrd. US-Dollar mit Hilfe des Tezos-Protokolls vorbereitet. Die drei Gründe, warum eine Masseneinführung von Tezos für STOs als aussichtsreich gilt, sind die Sicherheit von Smart Contracts, die Verwahrung und die Aufrüstbarkeit. 

Vor kurzem hat die Seite Tezos Commons eine vergleichende Studie darüber veröffentlicht, warum Tezos Ethereum in Sachen STOs übertreffen wird. Mason Borda, der CEO von TokenSoft, ging sogar so weit und erklärte, dass innerhalb eines Jahres 25 Prozent bis 35 Prozent aller STO-Ausgaben über TokenSoft auf Tezos erfolgen würden. 

Einige Berechnungen deuten darauf hin, dass der Markt bei einem Wert der oben genannten Projekte von 2,6 Mrd. US-Dollar einen Umsatz von 500 Mio. US-Dollar erwarten könnte. Das könnte nach bereits vier Monaten realisiert werden.

Alison Mangiero, die Präsidentin und Mitbegründerin der New Yorker Blockchain-Firma Tocqueville Group, die unter dem Namen TQTezos tätig ist und die Tezos-Plattform vorantreibt, sagte:

„In den vergangenen sechs Monaten war es klar, dass Tezos ein wichtiges Ziel für verbriefte Vermögenswerte ist. Unternehmen wie Vertalo, BTG Pactual und tZERO haben alle in den letzten zwei Monaten Angebote auf Tezos angekündigt. Außerdem stimmte die Tezos-Community kürzlich für die Annahme der Änderung des Protokolls namens Karthago. Das ist das dritte On-Chain-Upgrade seit der Einführung von Tezos.“

Geld regiert die Welt

Der zweite Treiber sind die 600 Mio. US-Dollar, die die Stiftung haben soll. Da XTZ fast sechsmal so viel wert ist wie noch bei seinem ICO, als der Kurs bei 0,47 US-Dollar lag, ist die Kasse der Stiftung bis zum Rand gefüllt.

Neben der finanziell gut gestellten Stiftung war ein wichtiger Faktor für das Interesse an XTZ die Einführung von verschiedenen Möglichkeiten für Inhaber. Etwa das „Staking“ von XTZ auf Coinbase oder andere Optionen, die es den Nutzern ermöglichen, Geld zu verdienen, und dabei an ihrem Vermögen festhalten können. Da sich das Interesse derzeit in „Coins, die etwas einbringen“ ausdrückt, hat diese Art von Staking- oder Verleihoptionen zugenommen. Cointelegraph sprach mit Ryan Rabaglia, einem Haupt-Trader bei OS Limited aus Hongkong, Asiens größtem außerbörslichen Kryptowährungsplatz. Er erklärte:

„Ich glaube, Tezos hat eine gute Position für das Jahr 2020. Als wir 2019 ausgestiegen sind, erlebte der Markt eine große Verschiebung. Die Nachfrage nach renditegenerierenden Produkten, wie etwa dem Verleihen von ungenutzten Vermögenswerten und Staking-as-a-Service-Angeboten, ist gestiegen. Aufgrund des Interesses, das wir verzeichnet haben, und der Verschiebung der Nachfrage glaube ich, dass sich der derzeitige Trend das ganze Jahr über fortsetzen wird. Das Volumen wird die Top 10 oder Top 20 übertreffen.

Schlüsselaspekt Technologie

Der dritte und vielleicht umstrittenste Treiber ist die Programmiersprache selbst. Tezos verwendet eine äußerst obskure Programmiersprache namens Michelson, die sowohl Befürworter als auch Gegner hat. Viele XTZ-Befürworter in der Krypto-Community sind der Meinung, dass dieser Nischenansatz sowohl den Code als auch die Plattform schütze. Weniger Programmierer würden dabei bedeuten, dass die Wahrscheinlichkeit für bösartige Codes oder Angriffe geringer sei. 

Diejenigen, die gegen XTZ sind, glauben hingegen, weniger Anwender würden bedeuten, dass eine kleine Anzahl von Entwicklern Tezos in eine Situation bringen, die die Innovation erschwere. Außerdem würde das die Chance verringern, dass die Community eine größere Masse erreiche.

Die Sprache, mit der Tezos kompiliert, wurde gewählt, weil sie die formale Verifikation unterstützt. Es gibt mehrere übergeordnete Smart-Contract-Sprachen, die bis zur Basissprache kompilieren, so dass Entwickler diese nicht lernen müssen. In einem kürzlichen Thread auf Twitter sagte der Benutzer djangobits über Tezos:

„Sie müssen keine Tezos-Smart-Contracts in Michelson schreiben. Es gibt andere Sprachen wie SmartPy (Python), LIGO, Liquidity, Morley (Haskell), Fi (JavaScript / Solidity), Archetype (Ocaml). Diese kann man auf Michelson kompilieren.“

Jose Perez, der Gründer der Krypto-Chat-App Whalechat, sprach mit Cointelegraph über die technischen Aspekte von Tezos:

„Als Blockchain-Entwickler ist für mich einer der wichtigsten Faktoren bei der Auswahl einer Smart-Contract-Plattform für ein Projekt die Fülle und Qualität der Entwicklungswerkzeuge, die Dokumentation und die Community. Andere Plattformen, wie etwa Ethereum und EOS, übertreffen Tezos derzeit in diesen Bereichen. Wenn wir den Erfolg einer Smart-Contract-Plattform nach der Anzahl der Personen beurteilen, die sie benutzen, dann ist der Aufbau des Knotenpunkt-Clients und der Smart-Contract-Referenzimplementierungen in ungewöhnlichen Sprachen wohl nicht der beste Weg.“

Die Frage, ob die Verwendung einer obskuren Sprache etwas Gutes oder Schlechtes ist, ist noch ungeklärt. Tezos war in dieser Hinsicht sehr aktiv und hat Entwicklerschulungen angeboten und eine Reihe von Zuschüssen für Teams, die Anwendungen auf Tezos erstellen, gewährt. Diese waren auch für diejenigen zugänglich, die viele Codes für die Smart-Contract-Datenbank beisteuern. Obwohl die Entwickler-Community für Tezos im Vergleich zu anderen Protokollen relativ klein sein mag, ist sie sehr aktiv.

Ist Tezos die Zukunft oder ist es nur FOMO?

Ein Wort, das bei der Diskussion über Tezos häufig vorkam, ist der Begriff „Fomonomics“: Das bedeutet, dass die impliziten Vorteile des Projekts, die gut finanzierte Grundlage, die vielen bevorstehenden, möglichen STOs auf der Plattform und der Hype auf Twitter und Reddit die Angst, etwas zu verpassen, in einem solchen Maße erhöht haben, dass der Markt diese Befürchtungen wie eine Tatsache behandelt. 

Doch bei Tezos scheint ein Großteil des Interesses tatsächlich auf die kontinuierlichen Fortschritte des Projektteams und die konkreten Meilensteine zurückzuführen zu sein, die im Entwicklungsplan angegeben sind. Im Gespräch mit Cointelegraph sagte Ryan Lackey, der Sicherheitschef der Tezos Foundation:

„Tezos und die Tezos Foundation haben für das Jahr 2020 große Ziele. Darunter etwa die STO-Strategie, Zahlungen und Aktualisierungen des Kernprotokolls für den Datenschutz, Verbesserungen der Speicher-Engine und andere technische Aspekte, verstärkte Akzeptanz an verschiedenen Orten auf der Welt, Einstellung von mehr als 30 Mitarbeitern im gesamten Ökosystem, Entwickler-Tools und Erfahrung der Entwickler, Verbesserungen bei Tests und Qualitätsprüfungen und viel mehr.“

Was bedeutet das für Tezos?

Das Interesse an Tezos war im letzten Quartal anhaltend und stark. Der leichte Rückzug des Marktes im März hat den Kurs von seinem Allzeithoch vor einem Monat entfernt. Aber es gibt es immer noch viel guten Willen im Zusammenhang mit dem Projekt und Unterstützung aus der gesamten Community.

Die an dem Projekt beteiligten Leute wollen offenbar sagen, dass sie glauben, sie hätten diese Anerkennung auch verdient. Die unmittelbaren Vorteile des Staking auf Coinbase und des aktiven Handels wirken sich jedoch auch erheblich auf den Kurs von XTZ aus. Es ist derzeit unklar, welcher treibende Aspekt den Löwenanteil dieses Interesses ausgelöst hat.

auf cointelegraph lesen

PayPal-CTO: Krypto muss sich noch beweisen

Krypto-Entwickler müssen Verbraucher genau beobachten, wenn sie wollen, dass die Branche an Bedeutung gewinnt, so der technische Leiter von Paypal.

Sri Shivananda, ein eBay-Veteran, der seit 2016 bei PayPal tätig ist, sprach am 9. März auf dem Global Business Summit der Economic Times (ET) über dieses Thema, wie ET berichtete.

Shivananda erklärte, dass die Kryptowährung in vielen Fällen eher einem „Vermögenswert-Spiel“ als einer Währung ähnele. Er sagte:

„Das Wichtigste, was man in diesem Geschäft beachten muss, ist es, den Verbrauchern zu folgen. Wenn die Verbraucher allmählich das Gefühl haben, dass sie durch Kryptowährungen einen gewissen Einfluss haben, wird sich alles andere automatisch anpassen.“

Digitalisierung von Währungen lediglich eine Frage der Zeit

Shivananda, der leitende Angestellte eines der ältesten Unternehmen der digitalen Zahlungsbranche, glaubt, die Digitalisierung der Währungen sei unvermeidlich. Das sei lediglich eine Frage der Zeit. In Zukunft wird der Bereich das Engagement von Verbrauchern, Händlern, Regulierungsbehörden und Regierungen widerspiegeln, wie er erklärte.

Alternativen zu Kryptowährungen haben, wie er bemerkte, bereits bedeutende Erfolge erzielt. Die National Payments Corp in Indien betreibt eine einheitliche Zahlungsschnittstelle (UPI) für E-Commerce-Transaktionen, die Micropayments und individuelle Zahlungen ermöglicht:

„Was die UPI macht, ist wirklich inspirierend. Und das ist ein Modell, das nicht nur implementiert wurde, sondern auch funktioniert. Jedes Land und jedes Unternehmen auf der ganzen Welt sollte es sich anschauen und sich daran ein Beispiel nehmen. Vielleicht kann etwas davon auf der ganzen Welt nachgebildet werden.“

Paypal: Grund für Ausstieg aus Libra

Shivananda nutzte die Gelegenheit auf dem Gipfel, um die Entscheidung für den Libra-Ausstieg von Paypal zu kommentieren. Im Oktober 2019, etwa fünf Monate nach dem Beitritt zum Projekt, ist das Unternehmen wieder aus der Libra Association ausgetreten

Das Unternehmen verwies damals auf regulatorische Bedenken. Shivananda nannte hingegen einen anderen Grund für den Ausstieg von PayPal. Das Unternehmen habe zunächst geglaubt, dass Libra den „unterversorgten Menschen, die heute nicht vom System unterstützt werden“, helfen sollte. Er sagte, PayPal habe später das Gefühl bekommen, dass dies „kurz- bis mittelfristig nicht der Fall“ sein würde.

Situation in der Region

In Indien überschlagen sich im Kryptowährungssektor die Ereignisse zurzeit. 

In der vergangenen Woche erzielte die Branche einen historischen Sieg. Der Oberste Gerichtshof des Landes hat das Verbot der indischen Zentralbank (RBI), dass Banken keine Krypto-Unternehmen bedienen dürfen, aufgehoben.

Es herrscht jedoch Unsicherheit darüber, ob die RBI gegen die Entscheidung Rechtsmittel einlegt. Außerdem wird noch auf die Entscheidung über einen Gesetzesvorschlag gewartet. Dieser umfasst eine strenge Regulierung und könnte sogar ein potenzielles Verbot der Anlageklasse durchsetzen.

auf cointelegraph lesen

Schweizer Fußballclub St. Gallen setzt für Fanartikel auf Blockchain

Der Schweizer Fußballclub St. Gallen startet einen eigenen Blockchain-Token für Fanartikel. Dies meldete die Nachrichtenseite Der Bund am 5. März.

FC St. Gallen setzt auf Schweizer Blockchain-System

Bereits im Frühling plant der FC St. Gallen mit dem Verkauf erster limitierter Spielertrikots, welche zur Überprüfbarkeit ihrer Echtheit mit einem NFC-Chip ausgestattet sind. 

Fans werden mit Hilfe einer Smartphone-App auf einer unveränderbaren Blockchain Informationen über die Fan-Artikel abrufen und damit die Echtheit des Einzelstücks nachprüfen können.

Zum Einsatz kommt dabei eine Blockchain-Anwendung des Schweizer Startups CollectID. Das Unternehmen baut aktuell ein Blockchain-basiertes Ecosystem für limitierte Produkte und Sammlerstücke für deren Besitzer und dazugehörige Marken auf.

Mit der Nachweistechnologie will der FC St. Gallen in Zukunft auch Probleme aus der Vergangenheit vermeiden. Als der Fußballclub 2019 sein 140. Jubiläum feierte und zu diesem Anlass eine limitierte Zahl von Trikots verkaufte, war es zu Protesten unter Fans gekommen. Die zunächst nur auf die Zahl von 500 Stück limitierten Trikots hatte der FC St. Gallen kurzerhand aufgrund hoher Nachfrage auf 900 ausgedehnt und den symbolischen Wert pro Einzelstück damit geschmälert.

Blockchain-Nachweis für Merchandise

Blockchain-Nachweise für Trikots und andere Sport-Fanartikel kommen gerade in Mode. Der französische Fußball-Erstligist Paris Saint-Germain bringt aktuell zu diesem Zweck einen eigenen Fan-Token auf der Blockchain-Plattform Socios heraus. Auch der italienische Fußballclub Juventus setzt auch auf die durch das Unternehmen Chiliz entwickelte Blockchain-Plattform. 

Das vom FC St. Gallen für Echtheitsnachweise gewählte Blockchain-Startup CollectID hatte bereits Mitte 2019 eine zu diesem Zweck nutzbare Smartphone-App für Android und iOS vorgestellt.

auf cointelegraph lesen