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Tesla-Vermieter akzeptiert nun Kryptowährungen: Bezahlt Elon Musk bald Miete in Bitcoin?

Als unternehmerischer Pionier bei der Einführung von Kryptowährungen, könnte Elon Musk nun den nächsten Schritt machen und seine Miete in Bitcoin (BTC) zu bezahlen.

Vom „Technoking“ selbst gab es zwar keine Ankündigung, aber am Mittwoch wurde eine Partnerschaft zwischen der Immobilienfirma Caruso Properties aus Los Angeles und der Kryptowährungsbörse Gemini von den Winklevoss-Zwillingen bekannt.

Im Rahmen der Partnerschaft will Caruso Bitcoin-Zahlungen für Mieten bei seinen verschiedenen Privat- und Wohnimmobilien akzeptieren. Die Partnerschaft der Firma mit Gemini sieht auch vor, dass Caruso etwa 1 Prozent seines Vermögens in Bitcoin umwandelt, wie die L.A. Times berichtete.

Caruso besitzt das Grundstück, auf dem sich der Tesla-Händler im Americana, im Brand Center im kalifornischen Glendale befindet. Der Tesla-Chef Musk hat sich bisher als Pionier im Bereich der Kryptowährungen gezeigt, zumindest unter den exzentrischen Milliardären.

Nachdem das Unternehmen Bitcoin im Wert von 1,5 Mrd. US-Dollar gekauft und BTC als Zahlungsmittel für seine Tesla-Elektrofahrzeuge akzeptiert hat, wäre es zu viel erwartet, dass Musk seine Miete in digitaler Währung bezahlt?

Der Besitzer Rick Caruso sagte, es habe noch keinen Ansturm auf das Bezahlen von Miete mit Bitcoin gegeben. Aber er merkte an, dass die Investition, die das Unternehmen getätigt hat, sich bereits gelohnt habe.

„Ich glaube, das ist eine gute Absicherung und hat sich bereits als gute Investition für uns erwiesen“, sagte Caruso.

Caruso scheint für die Zukunft zu planen, indem die Firma seine Immobilien für potenzielle Bitcoin-Käufer öffnet. Er verglich den aktuellen Stand bei Bitcoin mit Kreditkarten vor 50 Jahren: Ein seltsames und oft nicht vertrauenswürdiges Stück Technologie, das heute in der modernen Gesellschaft alltäglich ist.

„Ich glaube, dass Bitcoin und Blockchain sich in Zukunft auch so entwickeln werden. Wir wollen der Zeit voraus sein“, so Caruso weiter.

Der CEO und Mitbegründer von Gemini Tyler Winklevoss sagte, seine Firma sei „begeistert“ zu sehen, wie sich die Nutzung von Kryptowährungen auf den Immobilienmarkt ausweite. Er sagte außerdem, dass dieser Schritt Caruso und seinen Kunden zugutekommen würde.

„Wir freuen uns sehr, mit Caruso zusammenzuarbeiten, da sie den Immobiliensektor weiter auf neue Höhen bringen, weil sie Kryptowährungen zum Wohle ihrer Kunden und auch ihrer eigenen Geschäftsabläufe begrüßen“, so Winklevoss.

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Football-Star Tom Brady will eigene NFT-Plattform eröffnen

Der sechsfache Super-Bowl-Champion Tom Brady unterstützt die NFT-Branche und eröffnet seine eigene NFT-Plattform.

Die neue NFT-Plattform namens Autograph soll sich an einige der größten Persönlichkeiten aus Sport, Unterhaltung, Mode und Popkultur richten und als Werkzeug für einzigartige digitale Sammlerstücke fungieren, so ein Brady-Vertreter am Dienstag gegenüber CNN. Die Plattform soll voraussichtlich in diesem Frühjahr lanciert werden.

Dillon Rosenblatt, der CEO von Autograph, sagte, die Plattform werde „einige der weltweit bekanntesten Namen und Marken mit den besten digitalen Künstlern“ zusammenbringen. Dabei sollen NFT-Sammlerstücke erschaffen und einer Community aus Fans und Sammlern präsentiert werden. Autograph soll auch interaktive Angebote wie Live-Auktionen und physische Produktabgaben sowie persönliche Treffen bieten.

Laut CNN werden Brady und der Unternehmer Richard Rosenblatt die Co-Vorsitzenden von Autograph. Laut der Webseite des Unternehmens sitzen im Gremium der Berater und Vorsitzenden auch Jon Feltheimer, der CEO von Lionsgate, Michael Rapino, der CEO von Live Nation, und die Mitbegründer von DraftKings Jason Robins und Paul Liberman sowie Dawn Ostroff, der Werbechef bei Spotify. 

NFTs sind einzigartige digitale Inhalte, die über die Blockchain online gestellt werden. Die Blockchain ist die zugrunde liegende Technologie von Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) und Ether (ETH). Die neuen digitalen Vermögenswerte werden von vielen als eine Möglichkeit betrachtet, die digitale Knappheit zu wahren.

Es gibt viele NFT-Plattformen und -Marktplätze, auf denen Urheber und Fans NFTs verkaufen und kaufen können. Darunter ist etwa auch die Plattform Nifty der Winklevoss-Brüder. Da NFTs immer beliebter werden (ein Einzelstück wurde kürzlich für fast 70 Mio. US-Dollar verkauft), haben globale Krypto-Firmen ihre eigenen NFT-Plattformen und -Abteilungen eingerichtet, um die steigende Nachfrage zu befriedigen.

In den NFT-Bereich sind auch Indiens größte Kryptobörse WazirX, der französische Krypto-Hardware-Wallet-Anbieter Ledger und die Kryptowährungsbörse Crypto.com eingestiegen.

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Schiener-Exklusiv: Siegeszug der Smart-Contracts wird durch „Ghettoisierung“ verhindert

Der aktuelle Hype um die Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi) mischt das Internet auf, und im Zuge dessen sind Smart-Contracts gefragter als je zuvor. „Hab ich da was verpasst“, werden sie sich jetzt fragen, doch keine Sorge, denn Smart-Contracts sind weiterhin nur eine Randerscheinung der Kryptobranche, eine Randerscheinung, die allerdings potenziell Milliarden von Dollar schwer ist. Die Krux an der Sache, das vielversprechende Konzept wird in der breiten Wirtschaft noch nicht wirklich genutzt.

Trotz all der Schlagzeilen um Bitcoin und Co. hält sich das Interesse an Smart-Contracts bisher in Grenzen. Das ist wenig verständlich, denn die Fähigkeit sichere und komplexe Geschäftstransaktionen abwickeln zu können, ist eine Zugangshürde, die viele Menschen von einem erfolgreichen Eintritt in die Geschäftswelt abhält. Besonders große Unternehmen sollten händeringend jede sich bietende Chance ergreifen, um die immensen Kosten zu reduzieren, die bei der Abwicklung von Transaktionen durch das rechtliche Prozedere entstehen. Wenn zwei Parteien einen Vertrag schließen, kostet es oftmals Zeit und Geld, damit gegenseitiges Vertrauen entsteht und die vereinbarte Arbeit bzw. Gegenleistung erfüllt wird. Smart-Contracts können diesen Vorgang auf vielen Ebenen vereinfachen und damit für alle Beteiligten drastisch Kosten senken.

Obwohl es sich dabei definitiv nicht um leere Versprechungen handelt, wird diese spannende Entwicklung bisher nur in der Welt der Kryptowährungen eingesetzt. Hier fließen bereits Milliarden an Dollar durch Smart-Contracts, allerdings bleiben diese bisher auf den Rahmen des spekulativen Krypto-Handels reduziert. Was sind Smart-Contracts, und was braucht es, damit diese transformative Kraft allgegenwärtig den digitalen Wandel antreiben kann?

Was macht einen Contract smart?

Zunächst gilt es festzustellen, dass die „schlauen Verträge“ nicht von sich aus smart sind. Dafür, dass sie so schlau sind, haben Smart-Contracts eigentlich sogar einen ziemlich dämlichen Namen, der sich mit SpaceX und Chumbawamba die Hand reichen kann. Der einfachste Weg, um Smart-Contracts zu verstehen, ist sie sich als eine Art Computerprogramme vorzustellen. Wie bei ganz normalen Verträgen, sorgen diese Computerprogramme dafür, dass zwei oder mehr Parteien eine bindende Vereinbarung eingehen. Während normale Verträge (selbst in digitaler Form) verdammt viel Papierarbeit machen, in schwer verständlichem Juristendeutsch formuliert sind und nur im Schneckentempo von den langsamen Mühlen der Bürokratie gemahlen werden, sind Smart-Contracts kurz und bündig, schnell und flexibel.

Smart-Contracts sind ein organisches Produkt der Blockchain-Technologie bzw. der verwandten Distributed-Ledger-Technologien (DLT). Weil DLTs von Natur aus transparent und unveränderlich sind, sind Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit inhärente Eigenschaften von Smart-Contracts. Während es vor der Blockchain-Technologie noch nahezu undenkbar war, einen digitalen Vertrag umzusetzen, da es fast unmöglich war, für beide Seiten Vertrauen und Sicherheit herzustellen, ist dies mit Smart-Contracts problemlos möglich.

Es braucht auch keine rechtlichen Fachkenntnisse und schwurbeligen Formulierungen mehr um einen Vertrag aufzusetzen, denn all dies wird automatisch durch den Programmiercode der smarten Contracts ersetzt. Sobald zwei Parteien einen Smart-Contract eingehen, wird dieser automatisch unter den besten und sichersten Bedingungen für beide Seiten abgeschlossen. Dies spart besonders Unternehmen Zeit und Geld, während sich dadurch zugleich noch eine Fülle an weiteren Geschäftsmöglichkeiten ergibt. Also worauf wartet die Wirtschaftswelt noch? Wieso sind Smart-Contracts noch nicht im Mainstream angekommen?

Ohne Moos nix los

Da die meisten Smart-Contracts auf einem Blockchain-Netzwerk angesiedelt sind, wird für jede Transaktion eine Transaktionsgebühr fällig, um den zugehörigen Block validieren und in der Chain verewigen zu können. Der Grund, weshalb diese Gebühr zwangsläufig anfällt und nicht optional ist, ist dass sie zugleich als Anreiz für die Miner des Netzwerks dient, die Arbeit bzw. Rechenleistung verrichten, um einen neuen Block zu schöpfen. Ohne Gebühr kein monetärer Anreiz für Miner, ohne Miner keine neuen Transaktionen. Doch damit nicht genug, denn die Höhe dieser Gebühren ist zudem stark schwankend, da sie abhängig vom Traffic im jeweiligen Netzwerk und dem Kurswert der zugehörigen Kryptowährung ist.

Wenn man als Unternehmer also Teile seines Geschäfts über Blockchain-basierte Smart-Contracts abwickeln will, sorgen die Transaktionsgebühren wohl eher früher als später für Kopfschmerzen. Wenn man als Verbraucher die Macht der Blockchain nutzen will, um sich bei einer Vertragsschließung zu schützen, dann sind die Transaktionsgebühren von Smart-Contracts ggf. viel zu hoch, um eine tatsächliche Option darzustellen. Die Ideallösung wäre also ein Netzwerk, das keinerlei Gebühren erhebt, doch solange diese zumindest transparent und wertstabil sind, haben Unternehmer und Verbraucher immerhin schon mal Planungssicherheit für ihr Budget.

Das beliebteste Smart-Contract-Netzwerk ist zurzeit Ethereum. Doch der Marktführer befindet sich in einer selbst geschaffenen Zwickmühle, denn je beliebter er wird, desto teurer wird seine Nutzung. Dies ist das genaue Gegenteil eines erfolgreichen Geschäftsmodells, und vielmehr ein alarmierendes Zeichen dafür, dass das Design von Smart-Contracts einen grundlegenden Denkfehler hat.

Gefangen im Ghetto

Zum Vergleich: Die E-Mail hat die Geschäftswelt revolutioniert, doch stellen wir uns vor, lediglich die Nutzer ein und desselben Anbieters könnten untereinander E-Mails schreiben. Wenn das der Fall wäre, würden E-Mails wohl nur in vereinzelten Unternehmen genutzt, aber nicht im breiten Mainstream.

Analog diesem Beispiel verhält es sich derzeit bei Smart-Contracts, denn diese weisen aktuell auch keine solche Interoperabilität auf. Wenn ein Unternehmen also einen „smarten Contract“ mit einem anderen Unternehmen eingehen will, müssen beide Seiten die gleiche Kryptowährung dafür nutzen. Derartige Verträge werden zurzeit also überwiegend nur unter Unternehmen abgeschlossen, die ohnehin eng in einem ähnlichen Geschäftsfeld zusammenarbeiten, doch im Mainstream wird sich diese „Ghettoisierung“ niemals wirklich durchsetzen.

Dementsprechend kann von großen Unternehmen nicht erwartet werden, dass sie sich ausschließlich auf eine Kryptowährung und das dazugehörige Blockchain-Netzwerk spezialisieren, besonders weil die betreffende Kryptowährung massiven Kursschwankungen ausgesetzt sein kann. Die traurige Wahrheit ist jedoch, dass fast jedes Smart-Contract-Netzwerk fest mit seiner originären Blockchain verwoben ist. Eine Situation ohne Ausweg, denn die Schaffung von Kompatibilität zwischen den einzelnen Netzwerken ist eine regelrechte Mammutaufgabe.

Wer ist hier der Boss?

Die oben genannten Probleme können letztendlich nur von der Krypto-Community als Ganzes gelöst werden, indem deren Entwickler auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Allerdings gibt es noch weitere Stolpersteine, denn auch Umweltbelastung durch Mining, Verzögerungen bei der Abwicklung von Transaktionen, das Einrichten privater Netzwerke auf öffentlichen Blockchains und Oracles, die erst die Einbindung von externen Daten auf Blockchains möglich machen, sind allesamt Problemstellungen, die ebenfalls gelöst werden müssen.

Eine weitere große Aufgabe, aus einer völlig anderen Kategorie, ist die rechtliche Zuständigkeit. Dies kann die Krypto-Community nicht allein lösen. Das Vertragsrecht sieht in all seinen Ausführungen immer vor, dass in einem Vertrag die rechtliche Zuständigkeit geklärt sein muss. Dementsprechend gibt es ganze Branchen, die sich damit befassen, wer in welchem Fall haftet und welche Konsequenzen gezogen werden.

Smart-Contracts sind auch in dieser Hinsicht eine völlig neue Evolutionsstufe für das Konzept der rechtlichen Zuständigkeit. Juristisch gesehen bewegen sich Kryptowährungen in einem völlig neuen, unbekannten Hoheitsgebiet. Eine Vereinbarung, die auf eine dezentralisierten, globalen Netzwerk aus Computern besteht, die auf einer Währung basiert, die keiner zentralen Regierung unterliegt und die von einem Open-Source Programmiercode ausgeführt wird, ist juristisch schwer zu fassen, geschweige denn einem festen „Ort“ zuzuordnen. Es hat schließlich einen Grund, weshalb Kryptowährungen bisher noch kaum reguliert sind. Nicht umsonst wird die Kryptobranche oftmals als „Wilder Westen“ tituliert. Wenn man einen Smart-Contract eingeht und die andere Seite ihre Vereinbarung bricht, an welches Gericht wendet man sich dann?

Die Lösungen für all diese Probleme werden sich mit voranschreitender Entwicklung der Distributed-Ledger-Technologien ergeben. Dabei obliegt es Regierungen und Aufsichtsbehörden der Welt, einen gemeinsamen rechtlichen Rahmen zu schaffen, der Smart-Contracts und Blockchain-Transaktionen ordnungsgemäß regulieren kann. Zugleich werden diese neuen Technologien jedoch nie die nötige Akzeptanz bekommen, solange sich die Entwicklerteams der Kryptobranche wie die gierigen Goldgräber im Kalifornien des 19. Jahrhunderts verhalten. Es ist jetzt wichtiger denn je, dass die Community wahrhaft gemeinschaftlich denkt und auf die Massentauglichkeit hinarbeitet, anstatt in einer Ellenbogengesellschaft zu verharren, in der jeder sich selbst der Nächste ist.

Der vorliegende Artikel ist eine redaktionelle Übersetzung des englischen Originaltextes, den der deutsche IOTA-Chef Dominik Schiener exklusiv für Cointelegraph verfasst hat. Obwohl sich Wortlaut und Intention nah an das Original halten, handelt es sich nicht um die eigenen Worte von Schiener.

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Dominik Schiener ist einer der Mitgründer und Geschäftsführer der IOTA Foundation, der federführenden Organisation hinter IOTA, die in Berlin ihren Sitz hat. In seiner Funktion ist Schiener allen voran für die Bildung neuer Partnerschaften und für die strategische Gesamtumsetzung des Projekts verantwortlich. IOTA ist ein DLT-Netzwerk, das Kryptowährungen mit dem Internet of Things verbindet. Das ambitionierte Ziel des deutschen Projekts ist nichts Geringeres als der Aufbau der „Machine Economy“.

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EZB-Präsidentin Christine Lagarde: Digital Euro könnte vier Jahre dauern

Es könnte eine Weile dauern, bis die Europäische Union eine digitale Zentralbankwährung bekommt, wenn sie überhaupt eine bekommt.

In einem Interview mit Bloomberg Television erklärte die Europäische Zentralbank-Präsidentin Christine Lagarde am Mittwoch den komplexen Entscheidungsprozess, mit dem die Bank über die Zukunft eines digitalen Euros bestimmt.

Die EZB will in Kürze ihre Analyse der über 8000 eingegangenen Antworten aus ihrer Konsultation zum digitalen Euro veröffentlichen. „Das wird dem Europäischen Parlament als einem der Hauptakteure sowie der Kommission und dem Rat, mit denen wir zusammenarbeiten, mitgeteilt“, so Lagarde.

Auf der Grundlage dieser Konsultation sowie der parlamentarischen Arbeit wird der EZB-Rat entscheiden, ob bis Mitte 2021 mit einem CBDC experimentiert werde.

Nach einer anfänglichen Experimentierphase würde der Rat dann in einem Zeitraum von sechs Monaten oder einem Jahr prüfen, ob der digitale Euro eingeführt werden soll, so Lagarde.

„Der ganze Prozess, lassen Sie uns da realistisch sein, wird meiner Meinung nach noch vier Jahre dauern, vielleicht auch etwas länger. Aber ich hoffe, dass wir das innerhalb von vier Jahren schaffen können“, wie sie erklärte. Weiter hieß es:

„Denn das ist ein technisches Unterfangen und auch eine grundlegende Veränderung, weil wir sicherstellen müssen, dass wir es richtig machen. Wir sind es den Europäern schuldig, sie müssen sich sicher und geborgen fühlen. Sie müssen wissen, dass sie ein von der Zentralbank ausgegebenes Äquivalent einer digitalen Banknote haben. […] Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Systeme kaputt machen, sondern das System verbessern.“

Lagarde erwähnte auch, dass einige Finanzintermediäre Bedenken gegen die Einführung einer CBDC durch die EZB geäußert hätten. Sie sagte, dass diese Intermediäre weiterhin mit dem neuen Ökosystem koexistieren werden, ebenso wie Bargeld, das „auch weiterhin verfügbar“ sein werde. 

Wie Cointelegraph bereits berichtete, hat die EZB im Oktober 2020 eine öffentliche Konsultation zu einem möglichen digitalen Euro gestartet. 

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PayPal: US-Kunden können mit Bitcoin einkaufen

Der Online-Zahlungsriese PayPal will nun Kryptowährungen als Tauschmittel bei seinen Händlern weltweit akzeptieren, wie der Präsident und CEO des Unternehmens am Dienstag im Vorfeld einer offiziellen Ankündigung verriet.

Die Nachricht über die noch als Gerücht geltende Entscheidung von PayPal, Kryptowährungen zu akzeptieren, wurde am 30. März öffentlich. Der CEO des Unternehmens Dan Schulman bestätigte gegenüber Reuters, dass die Gerüchte wahr seien und dass eine offizielle Erklärung in Kürze veröffentlicht werde.

Das neue System wird voraussichtlich einen Krypto-Kassenservice bieten, bei dem Benutzer mit ihren Coins für Waren und Dienstleistungen bei teilnehmenden Anbietern bezahlen können. Mit dem System können Händlern gleichwertige Mittel direkt in Fiat-Währung erhalten, da die Coins nur kurz für die schnelle Übertragung beim Verkauf verwendet werden.

Der Kassenservice soll beim Start für alle vier von PayPal unterstützten Kryptowährungen verfügbar sein. Diese vier sind Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Litecoin (LTC) und Bitcoin Cash (BCH). Für Kunden, die mit Kryptowährungen bezahlen, fallen keine Transaktionsgebühren für Einkäufe an. Es kann auch nur ein Coin pro Einkauf verwendet werden.

„Wir denken, dass das ein Übergangspunkt ist, an dem sich Kryptowährungen von einer Anlageklasse, die man kauft, hält und oder verkauft, zu einer legitimen Finanzierungsquelle entwickeln. Mit diesen kann man nämlich nun Transaktionen in der realen Welt bei Millionen von Händlern durchführen“, so Schulman zum Start.

Im Oktober 2020 gab PayPal zum ersten Mal bekannt, in den Kryptobereich einsteigen zu wollen. Mike Novogratz, der CEO von Galaxy Digital bezeichnete das als „den Schuss, der um die Welt ging“. Damit bezog er sich darauf, wie die Wall Street die Nachricht aufnehmen würde. PayPal hat Anfang März ernst gemacht mit seinem Vorhaben. Das Unternehmen hat nun auch die Sicherheitsfirma für digitale Vermögenswerte Curv für 200 Mio. US-Dollar übernommen.

Einen Tag zuvor hat Visa angekündigt, dass es ein neues Zahlungssystem mit Stablecoins auf der Ethereum-Blockchain testen werde. Im Rahmen des Pilotprojekts erklärten sich die teilnehmenden Händler bereit, die Fiat-Transaktionen ihrer Kunden mit dem USDC-Stablecoin abzuwickeln.

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Ehemaliger SEC-Vorsitzender Jay Clayton jetzt Berater bei Krypto-Unternehmen

Drei Monate nach seinem Rücktritt bei der US-Wertpapieraufsicht SEC ist Jay Clayton nun dem Beraterstab des Krypto-Investmentmanagers One River Asset Management beigetreten und signalisiert damit einen Sinneswandel. 

Clayton bildet zusammen mit Kevin Hassett von der Lindsey Group und Jon Orszag von Compass Lexecon den neuen akademischen und regulatorischen Beirat von One River Asset Management, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Claytons genaue Rolle innerhalb des Beraterstabs wurde zwar nicht konkret erläutert, aber der One River CEO Eric Peters erklärte, sein Ziel sei es, angesehene Persönlichkeiten mit „unterschiedlichen regulatorischen und politischen Erfahrungen“ zusammenzubringen.

„Wir waren beeindruckt, dass Erics bereit war, unsere unterschiedlichen Ansichten über die Digitalisierung unseres Geld-, Banken- und Kapitalmarkt-Ökosystems zu hören und wir waren auch von One Rivers Engagement für Transparenz beeindruckt“, so Clayton.

Clayton war dreieinhalb Jahre lang bei der SEC tätig und ist am 23. Dezember 2020 zurückgetreten. In seiner Amtszeit gab es mehr Geldentschädigungen in Höhe von über 14 Mrd. US-Dollar. Und Milliarden wurden an geschädigte Investoren zurückgezahlt.

Er war auch während des letzten Kryptowährungs-Bullenmarktes dabei, als die Bitcoin (BTC)-Manie den Mainstream erreichte. Im Jahr 2019 warnte Clayton Investoren, sie würden sich „gewaltig irren“, wenn sie erwarten, dass die Kryptowährung ohne strengere Regulierungen an großen Börsen gehandelt werden kann.

One River Asset Management wurde Ende 2020 zu einem wichtigen Bitcoin-Akteur und hält nun 600 Mio. US-Dollar an Krypto-Vermögenswerten. Damals sagte das Unternehmen, es wolle bis zur ersten Hälfte des Jahres 2021 BTC und Ether (ETH) im Wert von etwa 1 Mrd. US-Dollar besitzen. Dieses Ziel könnte angesichts der rasanten Wertsteigerung von Krypto-Vermögenswerten in diesen Jahr bisher bereits erreicht worden sein.

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Vermögensverwalter Fidelity beantragt Bitcoin-ETF

Der bekannte Vermögensverwalter Fidelity Investments hat bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC einen Antrag auf einen neuen börsengehandelten Bitcoin-Fonds (BTC) eingereicht. 

Der Wise Origin Bitcoin Trust wurde am Mittwoch bei der SEC beantragt, wie aus einem zugehörigen Formular hervorgeht, das auf der Webseite der Aufsichtsbehörde öffentlich gemacht wurde. Der ETF bildet die tägliche Entwicklung der digitalen Währung mit Hilfe des Fidelity Bitcoin Index PR. Der Index wird aus verschiedenen Kursdaten gebildet.

Im Verkaufsprospekt heißt es:

„Der Trust bietet ein direktes Engagement in Bitcoin. Die Anteile des Trusts werden täglich mit derselben Methode bewertet, die zur Berechnung des Index verwendet wird.“

Der Fonds ist in Delaware eingetragen und Fidelity Digital Asset Services ist als Depotbank aufgeführt.

Fidelity sagt, dass Anleger über ein traditionelles Maklerkonto auf den Fonds zugreifen können, ohne die „potenziellen Einstiegshürden oder Risiken, die mit dem direkten Halten oder Übertragen von Bitcoin verbunden sind“. Wie andere vorgeschlagene Bitcoin-ETFs soll der Fidelity Trust einen besseren institutionellen Zugang zu Kryptowährungen bieten.

Über einen US-Bitcoin-ETF wird schon seit dem Bullenmarkt 2017 spekuliert. Bisher haben die Gesetzgeber bei der SEC jeden Vorschlag, Bitcoin in einem ETF zu verwenden, wegen Bedenken im Hinblick auf die extreme Volatilität und Kursmanipulation abgelehnt. Befürworter glauben, dass sich das ändern könnte, da Bitcoin als Anlageklasse gereift ist.

Letzte Woche hat Goldman Sachs einen neuen ETF beantragt. Dieser umfasst die Option auch BTC mit einzubeziehen. Die so genannten Autocallable Contingent Coupon Coupon ETF-Linked Notes „bieten ein Engagement in Kryptowährungen, wie etwa Bitcoin, indirekt durch eine Anlage in einen Grantor Trust an“, wie es im Prospekt heißt.

Die kanadischen Regulierungsbehörden haben bisher zwei Bitcoin-ETFs genehmigt. Der Purpose Bitcoin ETF, der Mitte Februar aufgelegt wurde, erreichte in den ersten Handelsstunden ein Volumen von 100 Mio. US-Dollar.

Fidelity gehörte zu den ersten großen Institutionen, die Kryptowährungen begrüßt haben. Das Unternehmen begann im Jahr 2014 mit dem Mining von Bitcoin und Ethereum (ETH). Im selben Jahr wurde Abigail Johnson Präsidentin und CEO des Unternehmens.

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Elon Musk: Tesla akzeptiert nun Bitcoin von US-Kunden

Elon Musk hat bekanntgegeben, dass Tesla-Autos nun Bitcoin (BTC) als Zahlungsmittel für seine Fahrzeuge akzeptiert. Der CEO der Elektroauto-Firma und so genannte „Technoking“ sagte, die Firma würde Bitcoin-Knoten direkt betreiben und die Bitcoin, die sie empfängt, behalten, ohne sie in Fiat umzuwandeln.

Tesla signalisierte erstmals Anfang Februar, Bitcoin für Produkte akzeptieren zu wollen. Zuvor hatte das Unternehmen den Bitcoin im Wert von 1,5 Mrd. US-Dollar gekauft, wie aus einem SEC-Dokument hervorgeht. Vorerst können nun Kunden in den USA einen Tesla mit BTC kaufen.

Die Tatsache, dass Elon Musk explizit betonte, dass die Bitcoin, die durch den Verkauf von Fahrzeugen verdient werden, nicht in Fiat umgewandelt würden, deutet darauf hin, dass die Coins nicht nur als Transaktionsmedium genutzt werden, sondern auch als Investition.

Durch den Betrieb eigener spezieller Bitcoin-Knoten tritt Tesla einem globalen Netzwerk aus Peer-to-Peer-Betreibern bei, die die Bitcoin-Blockchain hosten und synchronisieren.

Besucher auf der Tesla-Webseite von den USA aus sehen nun ein neues Bitcoin-Zahlungs-Widget bei den Kassenoptionen der Webseite. Die Auswirkungen davon, dass Tesla nun Bitcoin akzeptiert, waren am Mittwoch früh auf dem Kryptowährungsmarkt zu spüren. Mit dem Bekanntwerden der Nachricht stieg der Bitcoin-Kurs um 2,9 Prozent von 54.056 US-Dollar auf 55.630 US-Dollar.

In den Bedingungen in Bezug auf Bitcoin bei Tesla heißt es, dass Bitcoin derzeit der einzige digitale Vermögenswert sei, den Tesla als Zahlungsmittel für seine Produkte akzeptiert. „Sie können bei uns keine Käufe mit anderen digitalen Vermögenswerten tätigen, auch nicht mit Bitcoin-Fork-Produkten, wie Bitcoin Cash und Bitcoin SV. Unsere digitale Bitcoin-Wallet ist nicht dafür konfiguriert, andere digitale Vermögenswerte als Bitcoin zu erkennen oder zu empfangen“, wie es in den Bedingungen heißt.

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NYDIG-Chef: Große Firmen wollen nächste Woche Bitcoin-„Meilensteine“ legen

Die Massenakzeptanz von Bitcoin steht unmittelbar bevor, so der CEO der Bitcoin-Investmentfirma NYDIG Robby Gutmann. 

Gutmann ist auch Mitbegründer des Vermögensverwalters Stone Ridge und sagte im „On the Brink“-Podcast am 15. März, dass einige der strategischen Partner des Unternehmens bald Ankündigungen machen würden, die die traditionelle Finanzwelt drastisch verändern würden.

„Ich weiß, dass Sie etwa ab nächster Woche einen absoluten Paukenschlag sehen werden, bei dem bahnbrechende Meilensteine von einigen dieser Firmen gelegt werden.“

Am 8. März brachte NYDIG 200 Mio. US-Dollar bei einer Finanzierungsrunde auf. Angeführt wurde diese von mehreren großen Finanzunternehmen, darunter Morgan Stanley, New York Life, MassMutual, Soros Fund Management und FS Investments. Weitere NYDIG-Partner sind die Fintech-Firmen Kasasa, Nymbys und Moven.

Gutmann sagte nicht konkret, welche Partner Ankündigungen machen würden. Er deutete aber an, dass es sich darum gehen werde, der breiteren Öffentlichkeit eine besseren Zugang zu Bitcoin zu bieten. Es soll sich dabei auch um weitere Produkte und Dienstleistungen handeln.

Eines der Produkte, die NYDIG den Partnerfirmen anbietet, heißt „Corporate Treasury“. Dabei geht es um eine Reihe von Lösungen für Finanzabteilungen, die speziell dafür entwickelt wurden, damit Unternehmen Bitcoin halten können.

„Die Ankündigungen werden schrittweise neue Meilensteine in Sachen Bitcoin-Akzeptanz, Bitcoin-Verfügbarkeit, Bitcoin-Produkten und -Dienstleistungen innerhalb der bestehenden traditionellen Finanzwelt legen.“

Letzten Monat reichte das Unternehmen NYDIG einen Antrag bei der US-Wertpapieraufsicht SEC ein, um einen neuen Bitcoin (BTC) börsengehandelten Fonds aufzulegen.

Derzeit verwaltet das Unternehmen über 3 Mrd. US-Dollar an digitalen Vermögenswerten.

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Bitcoin: Erster Preis bei Segelwettbewerb

Bitcoin wird als ein digitales Wertaufbewahrungsmittel mit knappem Angebot angepriesen und wurde im Laufe der Jahre oft mit Gold verglichen. Nun bietet auch der Segelwettbewerb Liberty Bitcoin Cup statt einer goldenen Trophäe Bitcoin (BTC) als Preis an.  

„Der Liberty Bitcoin Cup ist der wichtigste Cup für die nächste Generation von Weltklasseseglern, die auf der nächsten Generation von High-Tech-Foliensegelbooten antreten“, wie es auf der Webseite des Liberty Bitcoin Cup heißt. „In der Vergangenheit waren die Gold Cups die wichtigsten Cups im traditionellen Segeln. Diese nächste Generation wird nun durch die nächste Generation von Gold angetrieben, nämlich Bitcoin.“

Im Wesentlichen wird beim Foliensegeln eine neue Technologie und ein neues Design verwendet, wie es in einem Artikel des Wall Street Journal aus dem Jahr 2017 heißt. Foliensegelboote verwenden eine Konstruktion, bei der das Boot bis zu einem gewissen Grad über der Wasseroberfläche manövriert. Das reduziert die Reibung und holt mehr Geschwindigkeit heraus.

Mit dem Liberty Bitcoin Cup soll die Einstiegshürde für junge Leute, die sich für Foliensegelwettbewerbe interessieren, senken, so die Webseite. Die diesjährigen Teilnehmer müssen zwischen dem 1.1.1996 und 15.2.2003 geboren sein. „Die Teams bestehen aus 3 oder 4 Besatzungsmitgliedern gemischten Geschlechts und sollen gegen gemischtgeschlechtlichen Team oder Teams nur aus Frauen an Bord antreten“, wie es weiter auf der Webseite heißt.

Mit dem Finale besteht der Cup aus vier Veranstaltungen und zahlt dem Sieger 1 BTC aus.

Leute aus der Kryptobranche haben Gold und Bitcoin im Laufe der Jahre oft verglichen und gegenübergestellt. Gold überschneidet sich in einigen Anwendungsfällen mit Bitcoin, wie etwa als Wertaufbewahrungsmittel, und wird seit Jahrtausenden schon als wertvoll angesehen. Bitcoin kam im Jahr 2009 auf den Markt und hat demnach noch keine so lange Geschichte. Aber im letzten Jahr hat er sich eine bemerkenswerte Akzeptanz erarbeitet. Immer mehr große Unternehmen investieren in den Vermögenswert.

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