Beiträge

Winklevoss-Brüder in Gesprächen mit Libra Association

Tyler und Cameron Winklevoss, beide bekannte Bitcoin (BTC)-Bullen und Gründer der Kryptobörse Gemini, sagen, sie wären offen für eine Partnerschaft mit dem Erzrivalen Mark Zuckerberg im Hinblick auf Libra.

CNN Business berichtete am 19. August, dass die berüchtigte und langwierige Einigung zwischen den Zwillingsbrüdern und Zuckerberg einer möglichen Zusammenarbeit nicht im Wege stehen solle.

Gespräche über Beitritt in die Libra Association

Cameron erklärte gegenüber CNN, dass Libra – unabhängig davon, ob eine Partnerschaft zustande kommt oder nicht – einen Schritt in Richtung Massenakzeptanz für Kryptowährungen darstelle. Er betonte:

„Ich denke, es wird der Tag kommen, an dem wir nicht ohne Krypto leben oder uns eine Welt vor Krypto vorstellen können.“ 

Wie CNN erklärte, könnte die proaktive Förderung einer Kryptoregulierung durch die Zwillinge die beiden zu einem attraktiven Partner für Facebook machen. Denn weltweit hat das Libra-Projekt von Facebook bei Regierungen und Regulierungsbehörden bereits Bedenken aufgeworfen.

Die Zwillinge gaben bekannt, dass sie Gespräche über einen Beitritt zur Libra Association geführt hätten. Die Libra Association ist ein neu gegründetes, unabhängiges Governance-Konsortium für das geplante Token von Facebook – , das derzeit 28 Gründungsmitglieder zählt. Diese Zahl soll bis zum Start von Libra auf 100 ausgeweitet werden.

Tyler und Cameron erklärten jedoch, dass sie noch mehr Details über das Projekts in Erfahrung bringen müssen, bevor sie sich entscheiden, ob sie der Vereinigung beitreten oder nicht. Auch die Frage, ob sie Libra an der Börse Gemini notieren wollen soll in diesem Zusammenhang geklärt werden.

Die Libra Association wollte sich zu laufenden Verhandlungen mit Partnern nicht äußern.

Internet-Riesen werden Krypto begrüßen

Laut Cameron ist Facebook vielleicht der erste Tech-Riese, der eine firmeneigene Kryptowährung einführen möchte – aber er wird nicht der letzte sein:

„Ich denke, dass Internetunternehmen eine Krypto-Strategie haben müssen, und ich glaube, viele von ihnen denken über eigene Coin-Projekte nach. Sie beobachten Libra und Facebook wahrscheinlich, um zu sehen, wie das läuft, bevor sie eine eigene Währung entwickeln.“ 

Er prognostizierte, dass Amazon, Apple, Netflix und Google folgen werden und hob vor allem Amazon als soliden Konkurrenten hervor:

„Amazon kann wahrscheinlich Pakete an buchstäblich jeden Ort der Welt bringen, auch wenn die letzte Meile auf einem Geländefahrrad oder etwas in der Art gefahren werden muss […] sehr ironisch, dass wir physische Sachen überall auf der Welt hinliefern können, aber wir Geld an viele Orte auf der Welt nicht hin überweisen können.“

Heute früh berichtete Cointelegraph, dass die Entwicklung der geplanten staatlichen Kryptowährung der chinesischen Zentralbank von der Bekanntgabe des Libra beeinflusst wurde.

auf cointelegraph lesen

Santander weitet Ripple-Zahlungslösung aus

Der spanische Bankenriese Santander plant, seine von Ripple betriebene globale Zahlungslösung nach Lateinamerika auszuweiten, so ein Sprecher von Santander gegenüber Cointelegraph am 19. August.

Aufgrund des steigenden Transaktionsvolumens will Santander die xCurrent Technologie von Ripple auf eine Reihe von lateinamerikanischen Ländern ausweiten, nachdem sie im April 2018 erstmals die Technologie in Spanien, Brasilien, Polen und Großbritannien eingeführt hatte. 

US-Zahlungskorridor 

Insbesondere will die Bank gebührenfreie Transaktionen aus nicht näher genannten lateinamerikanischen Ländern in die Vereinigten Staaten über die mobile App One Pay FX ermöglichen. Bislang können nur Kunden in Großbritannien und Spanien über One Pay FX Geld in die USA senden. 

Auf Basis von Ripples xCurrent Technologie ist One Pay FX unabhängig von XRP und benötigt die digitale Währung nicht, um zu funktionieren, so der Santander-Sprecher gegenüber Cointelegraph.

Außerdem hieß es:

„XCurrent verlangt Gebühren für den Service. Santander verlangt bei ihrer Lösung keine Gebühren. Santander hat schon immer xCurrent für One Pay FX verwendet. Dabei werden keine kein XRP benötigt, damit die Lösung funktioniert.“

Zukunftspläne

Die Transaktionsvolumen bei der Santander-Lösung One Pay FX hat sich von Januar 2019 bis Juni verdreifacht, während das Volumen in Spanien im April gegenüber dem Vorjahr um 120 Prozent gestiegen ist, so ein Bericht von Coindesk. 

Aber obwohl Santander nicht öffentlich bekannt gab, wann sie mit der Einführung der Technologie in Lateinamerika beginnen würde, will die Bank eine One Pay FX-Lösung in die USA einführen, damit amerikanische Kunden Geld ins Ausland schicken können.

Neben One Pay FX entwickelt Santander auch einen weiteren internationalen Zahlungsdienst namens Pago FX, der für globale Kunden außerhalb von Santander verfügbar sein wird.

Vor kurzem sagte eine Führungskraft der britischen Pensions- und Sozialbehörde, dass die Santander-Lösung One Pay FX eines der Beispiele für erfolgreiche Blockchain-Anwendungen sei, die die Zahlungsbranche potenziell stören könnten.

auf cointelegraph lesen

Bitcoin: Bloße Existenz beeinflusst Finanzwelt positiv

Die Existenz privater dezentraler Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) hat einen gesunden Einfluss auf die Steuer- und Regulierungspolitik der Regierungen, so eine neue Analyse.

Das Argument wurde in einem Papier am 16. August von Max Raskin (NYU School of Law), Fahad Saleh (McGill University) und David Yermack (NYU Stern) vorgestellt und hat den Titel „Wie beeinflussen digitale Währungen die Regierungspolitik?

3 positive Auswirkungen der bloßen Existienz von Kryptos

In der Analyse heißt es, dass sich die Frage nach dem Einfluss von Kryptowährungen im Hinblick auf das globale Finanzsystem nicht darauf beschränke, ob sich die Mehrheit der Bevölkerung dafür entscheidet, sie zu nutzen. 

Die Autoren sagen, dass die bloße Existenz von Kryptowährungen selbst eine kontrafaktische Wirkung habe. Diese würde die Fiskal- und die Regulierungspolitik auf die Probe stellen. 

Während Kryptowährungen den Dollar vielleicht nicht ersetzt haben, haben sie drei wichtige positive Auswirkungen auf das bestehende Währungssystem, so die Autoren.

Erstens erhalten Bürger durch die Existenz von Kryptowährungen soziale Vorteile, weil sie eine Diversifizierung bieten; Außerdem fungieren private digitale Währungen als Konkurrenz für lokale Investitionen und behindern so die Geldpolitik, was zu einer niedrigeren Inflation führt.

Zweitens argumentieren die Autoren, dass Kryptowährungen lokale Investitionen fördern und als Ergänzung – nicht als Ersatz – zu dieser Investition dienen würden. Sie bieten eine Alternative zum lokalen Fiat an und disziplinieren damit die Geldpolitik. Auch die Inflation wird dadurch reduziert, was zu höheren Renditen bei Investitionen und damit insgesamt zu mehr Investitionen führt.

Drittens profitiert die Regierung selbst davon, wenn sie die Verwendung von Kryptowährungen innerhalb der lokalen Wirtschaft zulässt, da sie Einnahmen durch Steuern erzielt und somit von den höheren lokalen Investitionen profitiert.

Währungskrisen

Die Autoren untersuchen zwei große nationale Fiatwährungskrisen, die seit der Finanzkrise ausgebrochen sind – nämlich die bei der türkischen Lira und beim argentinischen Peso. Sie erklärten dazu:

„Eine private digitale Währung hat erhebliche Auswirkungen auf einen korrupten Schwellenmarkt. Wir definieren einen korrupten Schwellenmarkt als eine Wirtschaft mit hoher Volatilität und eine Regierung, die ihre Politik auf egoistische Interessen und nicht auf das Wohlergehen der Bürger ausrichtet“. 

Wie Cointelegraph bereits berichtete, hieß es, dass 20 Prozent der türkischen Bevölkerung Kryptowährungen besitzen (Stand: Sommer 2019).

Letzte Woche – als der Peso um 30 Prozent fiel – wurde Bitcoin (BTC) in Argentinien mit einer Prämie von 4 Prozent gehandelt. 

Kryptowährungen beeinflussen nicht nur das etablierte System, sondern auch makroökonomische Faktoren, die in den Kryptosektor zurückfließen: Vor Kurzem hat der Leiter der globalen Fundamental-Kreditstrategie bei der Deutschen Bank angemerkt, dass sich die friedliche Politik der Zentralbanken positiv auf alternative Währungen wie Bitcoin auswirken. Diese Ansicht wird von vielen geteilt.

auf cointelegraph lesen

Box-Legende Mike Tyson fördert Blockchain-Projekt

Der prominente amerikanische Boxer Mike Tyson unterstützt eine neue Blockchain-Unterhaltungsplattform für eine neue Generation von Kämpfern.

Am 13. August berichtete VentureBeat, dass das neue Unternehmen namens „Fight to Fame“ mit Hilfe von Blockchain-Technologie eine neue, vielschichtige Plattform einrichten wird. Das Ziel dabei ist es, angehende Kämpfer über Social Media, Reality-TV, Film, Spiele, Live-Spiele und Wetten erfolgreich zu machen.

„Vermögensbildung aus der Masse“.

Tyson fungiert als Gründer und Vorsitzender des Sport- und Wettkampfkomitees bei Fight to Fame. Farzam Kamalabadi ist dabei der CEO, der zweimalige Emmy-Preisträger Tim Smithe ist Fernsehproduzent und Stan Larimer der Kryptowährungs- und Blockchain-Experte. 

Tyson sagte in einer Erklärung:

„Als erfahrener Kämpfer möchte ich zukünftige Generationen, insbesondere zukünftige Action-Stars, betreuen und sicherstellen, dass sie beruflichen Erfolg und eine faire Vergütung erhalten. Diese globale Plattform für sie aufzubauen, ist meine Leidenschaft.“

Laut Kamalabadi funktioniert die faire Vergütung über ein Blockchain-Ökosystem, das „den Stärkungsprozess löst, den es im Internetzeitalter nicht gab“:

„Es geht um die Generierung von Reichtum aus der Masse, aber zurück an die Massen durch alle Teilnehmer und Interessengruppen. Es ist also nicht nur eine Win-Win-Situation. Das sind mehrere Vorteile für alle Beteiligten.“

Eine Fan-Token-Wirtschaft wird eingerichtet, um das Engagement voranzutreiben und den Kämpfern, Fans und dem Unternehmen Vorteile durch das Projekt zu bringen.

Kamalbadi und Smithe erklärten, dass Kämpfer bei Branchenriesen, wie der Ultimate Fighting Championship (UFC), oft nur 15 Prozent ihrer Einnahmen nach Abzug der Gebühren erhalten.

Blockchain-Förderung

Weitere Details über das geplante Fan-Token-Angebot von Fight to Fame sollen in Zukunft öffentlich gemacht werden; Die Token sollen ihren Inhabern Wett- und Stimmrechte verleihen und Teil einer transparenten, auf Blockchain basierenden Wirtschaft für das gesamte Ökosystem sein.

Wie bereits berichtet, hat sich die Litecoin Foundation in diesem Winter mit der führenden Kickbox-Liga Glory zusammengeschlossen. Der Coin soll die offizielle Kryptowährung für ihre Online-Merchandising-Plattform und internationale Veranstaltungen werden. 

Im Herbst 2018 hatte der französische Fußballverein Paris Saint-Germain, der als „beliebteste“ Mannschaft des Landes gilt – eine Partnerschaft mit der Blockchain-Plattform Socios.com geschlossen, um ein Fan-Engagement über ein Tokensystem zu fördern und zu monetarisieren.

auf cointelegraph lesen

US-Energieministerium vergibt Zuschüsse in Höhe von 1,05 Mio US-Dollar an Blockchain-Unternehmen

Das US-Energieministerium (DOE) hat Organisationen, die an der Kommerzialisierung einer Blockchain-basierten Energietransaktionsplattform arbeiten, einen Zuschuss in Höhe von 1,05 Mio. US-Dollar gewährt.

Vom Energiemanagement zum Energieaustausch

Die Nachricht stammt aus einer Pressemitteilung des Energieunternehmens ComEd, einer der vier gemeldeten Empfängerorganisationen des Zuschusses. Die anderen sind die University of Denver, Virginia Tech und BEM Controls, ein auf Energiemanagement-Software spezialisiertes Unternehmen. 

Das neue Projekt ist Berichten zufolge eine Fortsetzung der von BEM Controls bereits durch DOE finanzierten Arbeiten an Software zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden. Mit diesem neuen Zuschuss soll ein neuer Blockchain-basierter Energiemarkt erweitert und gefördert werden. ComEd nutzt das Grid of the Future Lab, um die Funktionalität des neuen Systems zu demonstrieren.

Die neue Initiative wird voraussichtlich noch drei Jahre in der Entwicklung sein.

Blockchain für ein neues Energienetz

Dr. Amin Khodaei, Vorsitzender des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik an der Universität von Denver sagte:

„Die zunehmende Verbreitung verteilter Energieressourcen erfordert fortschrittliche Management-Frameworks, die Peer-to-Peer-Kommunikation unterstützen und gleichzeitig schnell, skalierbar und sicher sind.“ Jetzt ist es an der Zeit, die Technologien zu entwickeln und zu demonstrieren, die eine nachhaltigere und belastbarere Zukunft ermöglichen.“

In der Pressemitteilung nannte BEM Controls die Sicherheit einer Vielzahl von Transaktionen als Hauptgrund für die Implementierung von Blockchain auf ihren Plattformen.

Das DOE hat wachsendes Interesse an der Verwendung von Blockchain in Energienetzanwendungen gezeigt. Wie bereits berichtet, kündigte die Abteilung im Januar eine Finanzierung von 4,8 Mio. USD für Technologieforschung einschließlich Blockchain an, um beispielsweise Daten von fossilen Stromerzeugungssensoren zu sichern.

Im April kündigte das DOE eine Partnerschaft mit dem in Colorado ansässigen Sicherheitsunternehmen Taekion an, um Blockchain für die Sicherheit von Kraftwerken einzusetzen.

auf cointelegraph lesen

Ripple CEO: Deal mit MoneyGram größer als Facebooks Libra

Laut Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, prüft das Unternehmen nach der 30-Millionen-Dollar-Partnerschaft mit MoneyGram im Juni mehrere Investitionen und Akquisitionen.

Wie Yahoo! Finance am 9. August berichtete, sieht Ripples Vertrag mit MoneyGram – dem zweitgrößten Geldüberweisungsunternehmen der Welt – den Kauf von 10% des Unternehmens mit der Option zur Erhöhung seiner Investition um weitere 20 Mio. US-Dollar innerhalb von zwei Jahren vor. 

MoneyGram verwendet xRapid

MoneyGram begann am 3. August mit der Verwendung des Liquiditätsprodukts xRapid von Ripple – eine zentrale Bedingung des 30-Millionen-Dollar-Deals – wie MoneyGram-CEO Alex Holmes im Rahmen der Gewinnprognose für das zweite Quartal dieses Monats bekannt gab

XRapid – das den XRP-Token verwendet, um die sofortige Abwicklung von Geldbeträgen, die in einer Währung gesendet wurden, in eine Zielwährung zu erleichtern – wird von vielen anderen Kunden von Ripple, wie Santander, Standard Chartered und American Express, nicht verwendet. 

In seinem Interview mit Yahoo! Finance wies Garlinghouse die Vorstellung zurück, dass Ripple eine Prämie auf MoneyGram-Aktien ausgegeben hatte, um sicherzustellen, dass das Unternehmen die Technologie übernehmen würde:

„Ich würde es nicht als Anreiz bezeichnen[…] immer mehr Kunden melden sich an und wir sehen unseren Wert. Wenn wir das beschleunigen wollen, haben wir die Möglichkeit, Dinge zu tun, die von manchen als Anreiz wahrgenommen und charakterisiert werden könnten.“

Garlinghouse gab bekannt, dass Ripple einen hohen Preis für das Geschäft gezahlt hat, da die Private-Equity-Firma Thomas H. Lee Partners nicht bereit war, zu Marktwerten zu verkaufen: Moneygram-Aktien waren in den zwölf Monaten vor der Partnerschaft um fast 80% gefallen, stiegen danach jedoch um 168%

„Das ist eine große Sache“

Die Moneygram-Partnerschaft, so Garlinghouse, ist einer der ersten Anwendungsfälle eines Krypto-Assets in der Massenproduktion:

„Das ist eine große Sache. Wenn ich jetzt wetten würde, hätte der MoneyGram-Deal in einem Jahr mehr Konsequenzen für die Kryptomärkte als das Libra-Whitepaper.“

Mit einem Anstieg des xRapid-Volumens von 170% zwischen dem 1. und 2. Quartal 2019 – noch vor der MoneyGram-Entwicklung – prognostizierte der CEO, dass xRapid bis 2020 ein Volumen von über 1 Milliarde US-Dollar erreichen würde. 

Derzeit soll Ripple zwei neue Finanzinstitute pro Woche unter Vertrag nehmen – mit mehr als 200 bereits bestehenden Verträgen. Garlinhouse geht davon aus, dass in diesem Jahr rund 100 neue Verträge unterzeichnet werden, von denen 20% xRapid und XRP betreffen werden.

Wie bereits berichtet, steigerte Ripple seinen vierteljährlichen XRP-Umsatz im zweiten Quartal 2019 um rund 48% und verkaufte Token im Wert von 251,51 Mio. US-Dollar.

auf cointelegraph lesen

Versicherungsgigant Allianz arbeit an einem Token-basierten Blockchain-Ökosystem

Der deutsche Versicherungskonzern Allianz Global Corporate & Specialty SE entwickelt ein Blockchain-basiertes Ökosystem, um seinen Unternehmenskunden grenzüberschreitende Versicherungszahlungen zu ermöglichen.

Experimente mit der Blockchain-Technologie

Das Unternehmen arbeitet an einem tokenbasierten Blockchain-System, das die internationalen Versicherungszahlungen für ihre Unternehmenskunden rationalisieren soll, berichtete Forbes am 8. August. Ein Sprecher von Allianz sagte Forbes, dass sich das Unternehmen noch in der Erprobungsphase befinde, obwohl es sich um die grundlegende Kerninfrastruktur handele, dessen Ökosystems bereits gebaut und getestet wurde.

Der Sprecher erklärte weiter, dass das Unternehmen als nächstes Geldtransfers in begrenztem Umfang und für einen kurzen Zeitraum prüfen werde, um die Hypothese zu beweisen. Der Sprecher sagte:

„AGCS erforscht weiterhin die Blockchain-Technologie, um grenzüberschreitende Versicherungszahlungen für seine Unternehmenskunden zu vereinfachen und zu beschleunigen. Ein Projektteam befindet sich in der fortgeschrittenen Entwicklungsphase für ein tokenbasiertes elektronisches Zahlungssystem, das reibungslose, transparente und sofortige Geldüberweisungen in verschiedenen Zahlungsarten ermöglicht.“

Kontroverse Haltung zu Krypto-Assets

Bemerkenswert ist, dass der Vorstandsvorsitzende von Allianz Global Investors, Andreas Utermann, im vergangenen Dezember ein Verbot von Krypto-Assets gefordert hatte und sagte, dass er verwundert sei, dass Behörden noch nicht strenger eingegriffen hätten.

Umgekehrt sagte Christian Weishuber im vergangenen Sommer, das Unternehmen habe sich mit dem Bereich der Kryptoversicherung befasst. „Die Versicherung für Kryptowährungsspeicher wird eine große Chance sein. […] Digitale Assets werden relevanter, wichtiger und häufiger.“

In der Zwischenzeit testeten der US-Versicherungsriese State Farm und die mit dem Militär verbundene Bank United Services Automobile Association eine Blockchain-basierte Übermittlungslösung mit realen Schadensdaten, um bis Ende Mai den Übermittlungsprozess bei Versicherungsschäden zu automatisieren und zu rationalisieren.

Mike Fields, Leiter Abteilung für Innovationen bei State Farm, äußerte sich zu den zahlreichen Anträgen auf Erteilung von Rechtsverletzungen und wies darauf hin, warum eine Straffung des Prozesses wünschenswert wäre:

„Alleine im Jahr 2018 belief sich der Gesamtbetrag der im Rahmen des Antragsverfahrens verlangten und ausgegebenen Dollars auf über 9,6 Milliarden US-Dollar für alle Versicherungsträger. Sie können sich vorstellen, wie viel Zeit und Ressourcen erforderlich sind, um diese Transaktionen abzuschließen.“

auf cointelegraph lesen

Südkorea: Seoul plant stadtinterne Digitalwährung als Anreiz für die Bevölkerung

Um die Transformation zu einer sogenannten „Smart City“ voranzutreiben, will die südkoreanische Hauptstadt Seoul ab November 2019 eine stadteigene Digitalwährung auf der Basis von Blockchain einführen.

Anreizsystem für die Bevölkerung

Wie das australische Nachrichtenportal Finder am 7. August berichtet, will Seoul eine Digitalwährung namens „S-coin“ einführen, die für die Bürger der Stadt als Anreiz dienen soll, um das Zusammenleben zu fördern, die Kooperation mit den Behörden zu stärken und Daten zu erheben.

Dementsprechend bekommen die Bürger S-coin gutgeschrieben, wenn sie zum Beispiel ihre Steuern rechtzeitig bezahlen oder an Umfragen teilnehmen. Da die Digitalwährung von der Stadtverwaltung entwickelt wird, kann diese darüber entscheiden, wann und wo der Coin jeweils genutzt werden kann.

Ein möglicher Verwendungszweck könnte demnach sein, dass Eltern die verdienten S-coins als Belohnung an ihre Kinder weiterreichen, die diese dann wiederum in bestimmten Läden und für bestimmte Produkte einlösen könnten, die nur für Kinder zugänglich sind. Damit will die Stadt ein Anreizsystem schaffen, das das Verhalten der Bevölkerung positiv beeinflusst. Außerdem soll damit ein weiterer Schritt in Richtung „Smart City“ getan werden.

Busan, die zweitgrößte Stadt Südkoreas, hat kürzlich angekündigt, eine eigene Kryptowährung entwickeln zu wollen, die einerseits die regionale Wirtschaft ankurbeln soll und andererseits die Stadt als Blockchain-Standort stärken soll.

Südkorea erkennt Wichtigkeit der Blockchain

Das Thema Blockchain gewinnt in Südkorea zunehmend an Bedeutung, so hatte Präsident Moon Jae-In zuletzt sogar davon gesprochen, dass eine angemessene Regulierung der Branche „überlebenswichtig“ sei:

„Während regulatorische Innovation im Zeitalter der Industrialisierung noch freiwillig geschah, ist sie jetzt überlebenswichtig geworden, da uns die vierte industrielle Revolution bevorsteht, die die Verschmelzung vieler Branchen mit sich bringen wird.“

Dahingehend hofft der Präsident, dass Südkorea eine Vorreiterrolle im internationalen Wettbewerb einnehmen kann. Dazu soll das Land am Einsatz von Blockchain zum Datenschutz forschen, während die Technologie im heimischen Finanzwesen dazu beitragen soll, die südkoreanische Wirtschaft zu stärken.

auf cointelegraph lesen

Britische Standard Chartered-Bank nutzt Blockchain-Technologie für Logistik-Finanzierung

Das Londoner Bank- und Finanzdienstleistungsunternehmen Standard Chartered hat erstmals eine Blockchain-basierte Lieferkettenfinanzierung abgeschlossen.

Wie Standard Chartered am 5. August bekanntgab, hat das Institut in Partnerschaft mit dem chinesischen Supply-Chain-Finanzierungsdienstleister Linklogis erstmals eine gemeinsame Deep-Tier-Supply-Chain-Finanzierungstransaktion erfolgreich durchgeführt.

Standard Chartered und Linklogis unterzeichneten im Februar 2019 eine Absichtserklärung, in der die Unternehmen vereinbarten, bei der Erweiterung der Sichtbarkeit der Lieferkette der Bank zusammenzuarbeiten und ein nachhaltiges Wachstum der chinesischen Wirtschaft zu unterstützen.

Linklogis-Plattform setzt auf Blockchain-Technologie von Tencent

Konkret ging es bei der neuen Transaktion um die Plattform WeQChain von Linklogis, die auf Blockchain-Technologie des chinesischen Internetriesen Tencent basiert. Mit der Nutzung der Plattform wollten die Parteien die Transparenz erhöhen und die Kosten für den Zugang zu Krediten für Vorlieferanten im Rahmen des in China ansässigen Projekts Digital Guangdong optimieren.

Digital Guangdong ist ein Joint Venture zwischen Tencent, China Unicom, China Telecom und China Mobile, das über 700 digitale Regierungsdienste und -anwendungen entwickelt und über 200 Millionen Transaktionen für die Einwohner der Provinz Guangdong verarbeitet hat.

Laut Xie Wen, dem Leiter des Commercial Banking in China bei Standard Chartered, wird die Zusammenarbeit mit Linklogis und die Einführung der Blockchain-Technologie es ihren Kunden ermöglichen, wettbewerbsfähig zu bleiben.

Standard Chartered mit Hauptsitz in London ist eine internationale Bank, die sich auf Geschäfte in Asien, Afrika und dem Mittleren Osten konzentriert. Anfang des Jahres wurde Ed Bowles, der ehemalige Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Standard Chartered Bank für das Kryptowährungsprojekt Libra von Facebook angeheuert.

auf cointelegraph lesen

IBM präsentiert Blockchain-Plattform für Zulieferer-Datenmanagement

Der Technologiekonzern IBM und das Blockchainunternehmen Chainyard haben gemeinsam ein neues Blockchain-Netzwerk für das Lieferketten-Management entwickelt. IBM kündigte die Plattform in einer am 5. August mit Cointelegraph geteilten Pressemitteilung an.

Gründungsmitglieder des Trust Your Supplier Netzwerks sind neben IBM auch das amerikanische Brauunternehmen Anheuser-Busch InBev, die Technologieunternehmen Cisco, Lenovo, Nokia, Schneider Electric, das britische Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline und das Telekommunikationsunternehmen Vodafone. Das Produkt basiert auf der IBM Blockchain Platform und zielt darauf ab, manuelle zeitaufwändige Prozesse zu eliminieren und das Risiko von Betrug und Fehlern zu reduzieren.

Trust Your Supplier erstellt im Blockchain-Netzwerk eine digitale Identitätskarte für Lieferanten, die es ihnen ermöglicht, Informationen mit ausgewählten Käufern im Netzwerk auszutauschen. Durch die Plattform sollen Anwender den Zeit- und Kostenaufwand für die Qualifizierung, Validierung und Verwaltung neuer Lieferanten reduzieren können. Renee Ure, Chief Supply Chain Officer für die Lenovo Rechenzentrumsgruppe, sagte:

„Blockchain hat die Fähigkeit, die Art und Weise, wie Unternehmen onboarden und ihr Lieferantennetzwerk für die Zukunft verwalten, vollständig zu verändern. Durch Trust Your Supplier werden sowohl Einkäufer als auch Lieferanten bei der Beschaffung die Vorteile der Blockchain durch Kostensenkungen, Komplexitätssteigerungen und Schnelligkeit erkennen.“

IBM baut Blockchain-Engagement aus

Das Trust Your Supplier-Netzwerk reiht sich in eine Reihe anderer Blockchain-basierter Projekte von IBM ein. Mitte Juli verdreifachte das Unternehmen die Zahl der seit 2018 in den USA geschützten Blockchain-Patente mit über 100 aktiven Patentfamilien.

Im vergangenen Monat begann zudem der amerikanische Technologiekonzern Seagate in Zusammenarbeit mit IBM die Pilotphase eines Blockchain-Projekts zur Bekämpfung gefälschter Festplatten (HDD) ein. Es soll Herstellern, Systemintegratoren und anderen Geschäftspartnern helfen, durch den Einsatz der Blockchain-Plattform von IBM die Herkunft von Festplatten besser zu ermitteln.

auf cointelegraph lesen