Beiträge

CoinGecko-CEO: Neutralität für CoinMarketCap schwierig

Nur eine Woche nachdem die Börse Binance ihre Übernahme von CoinMarketCap (CMC), eine Kryptodaten-Webseite, die sehr häufig als Referenz verwendet wird, bekanntgegeben hat, kommentieren einige prominente Persönlichkeiten aus der Krypto-Community dieses Ereignis.

Bobby Ong, der Mitbegründer und CEO von CoinGecko, gab am 6. April ein Interview mit My Two Gwei. Unter den Themen war auch die 400-Mio.-US-Dollar-Übernahme der Kryptodaten-Webseite und die Rolle, die das in Zukunft spielen könnte.

Ong betonte, dass sein Unternehmen die „Datenintegrität aufrechterhalten“ müsse, angesichts „vieler neuer Börsen, die bei ihrem Volumen mogeln“. Der CEO sprach in dem Interviews auch über CMC, ein Konkurrent von CoinGecko:

„Nach dieser Übernahme wird es für CoinMarketCap meiner Meinung nach schwierig sein, neutral und unabhängig zu bleiben. Damit sind wir jetzt der größte, unabhängige Kryptodaten-Aggregator auf dem Markt.“

CMC hat seine eigenen Methoden für die Bewahrung der Datenintegrität. CoinGecko verwendet einen „Trust Score“, um den Kunden ein besseres Verständnis zu geben, ob „das gemeldete Volumen realistisch“ ist. Die Kryptodaten-Webseite hat kürzlich ein Buch über das dezentralisierte Finanzwesen (DeFi) veröffentlicht, das in der Welt der Kryptowährungen derzeit beliebt ist. 

Leute in der Krypto-Community heißen die Übernahme von CMC gut

CMC wird von einigen Leuten schlecht geredet, während andere Leute in der Krypto-Community die Übernahme der Daten-Webseite durch Binance weitgehend unterstützen

Im Gespräch mit Cointelegraph sagte Eric Benz, der CEO der Kryptobörse Changelly, er sei zuversichtlich, dass dieser Deal beiden Parteien zugute kommen werde, und der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können. Eine ähnliche Ansicht teilt Mike Alfred, der CEO und Mitbegründer der Fintech-Firma Digital Assets Data. Er sagte, Binance gehöre zu den stärksten und angesehensten Unternehmen, die derzeit im Krypto-Ökosystem tätig seien.

auf cointelegraph lesen

Strategin der Deutschen Bank: Coronavirus fördert CBDC-Entwicklung

Die anhaltende Coronavirus-Pandemie beschleunigt die Entwicklung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC), so die Makrostrategin der Deutschen Bank Marion Laboure.

In einem Tweet am 3. April behauptete Laboures laut der Deutschen Bank, dass das Risiko einer weiteren Verbreitung des Coronavirus durch Bargeld die Behörden dazu bewegen werde, digitale Alternativen in Betracht zu ziehen.

CBDCs: Notwendige Reaktion auf den Coronavirus

Wie Cointelegraph Mitte Februar berichtete, hat China seine gebrauchten Banknoten unter Quarantäne gestellt, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Studien aus dem Jahr 2008 zeigten, dass der Grippevirus auf Banknoten bis zu 17 Tage überleben kann. 

Laboure behauptet, dass Regierungen den Umgang mit Bargeld zunehmend als einen potenziellen Risikofaktor für Infektionen betrachten würden. Das werde wahrscheinlich ein weiterer Grund dafür sein, digitale Währungen stark in Betracht zu ziehen. Die Deutsche Bank twitterte in einem weiteren Post:

„Ein einzigartiger Krankheitserreger erfordert einzigartige Lösungen. Ein naheliegender Ansatz ist die Beschleunigung einer Verlagerung hin zu digitalem Bargeld, die ohnehin unvermeidlich ist.“

Andere Länder, anderer Bargeldumgang

In einem Artikel vom 19. März, den die Nachrichtenplattform Project Syndicate veröffentlichte, wurde der selbe Vorschlag gemacht. An dem Artikel haben Laboure, Jürgen Braunstein von der Harvard-Universität, sowie der Doktorand Sachin Silva zusammengearbeitet. Im Artikel heißt es:

„Während die chinesischen Behörden Banknoten, die möglicherweise mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen sind, vernichtet haben, sind die westlichen Länder nicht nur bei der Reaktion auf die Pandemie, sondern auch bei der Einführung des digitalen Zahlungsverkehrs bedauerlicherweise im Rückstand. Eine positive Sache, die man der COVID-19-Krise abgewinnen kann, ist, dass sich das bald ändern könnte.“

Cointelegraph bat Laboure um einen Kommentar, erhielt aber bis Redaktionsschluss keine Antwort.

Interessanterweise widersprechen Laboures Kommentare einer Studie, die Ende Januar von der Deutschen Bank veröffentlicht wurde. Dem Bericht zufolge werde Bargeld trotz des Rückgangs als verwendetes Zahlungsmittel noch lange Zeit im Umlauf bleiben und in absehbarer Zeit nicht durch digitale Währungen ersetzt werden.

auf cointelegraph lesen

Kursanalse, 30. März: BTC, ETH, XRP, BCH, BSV, LTC, EOS, BNB, XTZ, LEO

BitMEX Research wies kürzlich auf die Korrelation zwischen dem S&P 500 und Bitcoin (BTC) hin. Diese habe einen neuen Höchststand erreicht. Im März 2018 gab es ebenfalls einen Höchststand, der allerdings von dem jetzigen in den Schatten gestellt wird. Das zeigt, dass bei all dem Geld, das derzeit zur Unterstützung der Wirtschaft gedruckt wird, vielleicht ein kleines Stückchen in den Krypto-Raum fließt. Das ist etwas sehr positives.

Langfristig würde nur ein Bruchteil der weltweit angekündigten Konjunkturpakete ausreichen, um die Krypto-Marktkapitalisierung zu erhöhen.

Langfristig sind viele Leute zwar bullisch, aber einige Anleger wollen den Boden erwischen. Zu Beginn des Jahres prognostizierte der bekannte Händler Tone Vays, dass Bitcoin seinen Boden bei 2.800 US-Dollar erreichen könnte. Nun glaubt er aber, dass der Boden sich bei 3.700 US-Dollar gebildet haben könnte. Vays erwarte nicht, dass Bitcoin unter die jüngsten Tiefststände fällt.

Kryptowährungsmarkt Tagesentwicklung Quelle: Coin360

Kryptowährungsmarkt Tagesentwicklung. Quelle: Coin360

Als Händler konzentrieren wir uns auf die Kursentwicklung. In diesen schwierigen Zeiten ist es jedoch ermutigend zu sehen, dass verschiedene Behörden und Länder die Blockchain-Technologie nutzen, um die Coronavirus-Pandemie zu bekämpfen. Neben der Hilfe im technologischen Bereich können wir nun beobachten, dass die globale Krypto-Community auch in dieser Krisenzeit ihren Beitrag leistet.

Die derzeitige Krypto-Erholung wird von Bitcoin angeführt. Sein Marktanteil steigt allmählich auf 66 Prozent. Das wirft die Frage auf, ob die Kryptowährungen die aktuelle Erholungsrallye aufrechterhalten und einen nachhaltigen Aufwärtstrend beginnen können? Sehen wir uns die Charts dazu an.

BTC/USD

Die Bullen haben es nicht geschafft, Bitcoin (BTC) über den Überkopfwiderstand bei 7.000 US-Dollar steigen zu lassen. Das hat Verkäufer angezogen. Das wiederum hat den Kurs unter die unmittelbare Unterstützung bei 6.435 US-Dollar sinken lassen, aber die Bären konnten die nächste Unterstützung bei 5.660,47 US-Dollar nicht durchbrechen. Das ist ein positives Zeichen, da das auf eine Nachfrage auf den niedrigeren Niveaus hindeutet.

BTC/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

BTC/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Derzeit versuchen die Bullen erneut, den Kurs über 6.435 US-Dollar und den 20-Tages-EMA bei 6.520 US-Dollar zu halten. Wenn das gelingt, ist ein erneuter Anstieg auf 7.000 US-Dollar möglich. Darüber kann er dann auf den 50-Tages-SMA bei 7.985 US-Dollar und darüber wiederum auf 9.000 US-Dollar steigen.

Wenn das BTC/USD-Paar allerdings vom 20-Tages-EMA aus nach unten abknickt und unter die Unterstützung bei 5.660,47 US-Dollar rutscht, ist ein Rückgang auf die langfristige Unterstützungslinie bei 5.000 US-Dollar möglich. Fürs erste können Trader ihre Long-Positionen mit Stops bei 5.600 US-Dollar schützen.

ETH/USD

Ether (ETH) liegt weiterhin zwischen 117,090 US-Dollar und 155,612 US-Dollar. Der 20-Tages-EMA tendiert allmählich nach unten und der RSI befindet sich im negativen Bereich, was zeigt, dass die Bären die Oberhand haben.

ETH/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

ETH/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Ein Fall unter diese Spanne kann das ETH/USD-Paar auf 100 US-Dollar und darunter auf 84,250 US-Dollar sinken lassen. Sollte das Paar sich jedoch von der Unterstützung der Spanne aus erholen, ist für einige Tage mit einer weiteren Konsolidierung zu rechnen.

Das Paar wird bei einem Ausbruch und Schluss über 155,612 US-Dollar an Schwung gewinnen. Darüber kann es auf den 50-Tages-SMA bei 198 US-Dollar klettern. Daher behalten wir unsere Kaufempfehlung aus unserer vorhergehenden Analyse bei.

XRP/USD

Die Bullen haben es nicht geschafft, den XRP über 0,17468 US-Dollar zu halten. Das hat Verkäufer angezogen. Die Bären versuchten ihn am 29. März weiter sinken zu lassen, aber die Bullen boten bei 0,16 US-Dollar Unterstützung.

XRP/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

XRP/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Wenn die Bullen den Kurs wieder über 0,17468 US-Dollar steigen lassen und das Niveau halten können, wird das XRP/USD-Paar wahrscheinlich an Schwung gewinnen. Die Ziele, die man weiter oben im Auge behalten sollte, liegen bei 0,22 US-Dollar und darüber bei 0,25 US-Dollar.

Wenn der Kurs allerdings von 0,17468 US-Dollar noch einmal nach unten abknickt, werden die Bären versuchen, ihn auf 0,1275 US-Dollar sinken zu lassen. Daher kann der Stop-Loss bei den Long-Positionen vorerst bei 0,143 US-Dollar gesetzt werden. Wir schlagen vor, die Stopps bis auf 0,16 US-Dollar hoch zu ziehen, wenn das Paar über 0,19 US-Dollar steigt.

BCH/USD

Bitcoin Cash (BCH) knickte am 27. März vom 20-Tages-EMA aus nach unten ab, aber die Käufer schritten knapp über der unmittelbaren Unterstützung bei 197,43 US-Dollar ein. Das ist ein positives Zeichen, da das auf eine Nachfrage bei Rückgängen hindeutet.

BCH/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

BCH/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Die Bullen werden nun versuchen, den Kurs über den 20-Tages-EMA bei 227 US-Dollar und den horizontalen Widerstand bei 247,95 US-Dollar klettern zu lassen. Wenn das gelingt, wird das BCH/USD-Paar an Schwung gewinnen und eine Rallye in Richtung 50-Tages-SMA bei 304 US-Dollar und darüber auf 350 US-Dollar hinlegen.

Daher können Trader über 250 US-Dollar kaufen und den Stop-Loss unter 197 US-Dollar setzen. Unsere Einschätzung ist hinfällig, wenn das Paar unter 197,43 US-Dollar fällt. In einem solchen Fall ist ein Rückgang auf 166 US-Dollar möglich.

BSV/USD

Bitcoin SV (BSV) ist am 27. März vom 20-Tages-EMA nach unten abgeknickt. Die Bullen konnten jedoch die starke Unterstützung bei 146,96 US-Dollar halten. Das zeigt, dass es bei Rückgängen eine Nachfrage gibt. Der 20-Tages-EMA ist flach und der RSI liegt knapp unter 50, was auf eine Spanne für die nächsten Tage hindeutet.

BSV/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

BSV/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Wir gehen nun davon aus, dass die Bullen das BSV/USD-Paar bis auf den Überkopfwiderstand bei 185,87 US-Dollar steigen lassen werden. Sollte der Kurs von diesem Niveau aus nach unten abknicken, wird das Paar noch ein paar Tage in einer Spanne verbleiben.

Ein Ausbruch über 185,87 US-Dollar würde auf Stärke hindeuten. Über diesem Niveau ist ein Anstieg auf den 50-Tages-SMA bei 223 US-Dollar und darüber auf 260 US-Dollar möglich.

Wenn die Bären den Kurs allerdings unter 146,96 US-Dollar sinken lassen, ist ein Rückgang auf 120 US-Dollar wahrscheinlich. Fürs erste kann das Stop-Loss-Limit bei den verbleibenden Long-Positionen bei 146 US-Dollar gesetzt werden.

LTC/USD

Litecoin (LTC) knickte am 27. März vom 20-Tages-EMA bei 42,14 US-Dollar aus nach unten ab. Da der 20-Tages-EMA nach unten tendiert und der RSI in der negativen Zone liegt, haben die Bären die Oberhand. Ein Fall unter 35,8582 US-Dollar kann den Kurs auf 30 US-Dollar sinken lassen.

LTC/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

LTC/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Derzeit versucht das LTC/USD-Paar, sich von der Unterstützung bei 35,8582 US-Dollar aus zu erholen. Wenn die Bullen den Kurs über den 20-Tages-EMA bei 41,12 US-Dollar und den horizontalen Widerstand bei 43,67 US-Dollar klettern lassen können, wird das Paar wahrscheinlich an Schwung gewinnen.

Das erste Ziel, das man weiter oben im Auge behalten sollte, ist der 50-Tages-SMA bei 55,63 US-Dollar. Wenn dieses Niveau überwunden ist, kann der Anstieg sich bis auf 63,8769 US-Dollar erstrecken. Daher können Trader Long-Positionen eröffnen, wie wir es in einer unserer vorhergehenden Analysen vorgeschlagen hatten.

EOS/USD

EOS liegt seit dem 21. März in einer engen Spanne zwischen 2,0632 US-Dollar und 2,4001 US-Dollar. Das zeigt, dass sowohl die Bullen als auch die Bären auf Nummer sicher gehen und keine großen Bewegungen wagen. Der 20-Tages-EMA tendiert weiter nach unten und der RSI befindet sich im negativen Bereich, was zeigt, dass die Bären die Oberhand haben.

EOS/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

EOS/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Die Bären waren jedoch nicht in der Lage, das EOS/USD-Paar unter 2,0632 US-Dollar sinken zu lassen. Das deutet auf einen Mangel an Verkäufern auf niedrigeren Niveaus hin.

Wenn die Bullen das Paar über den Überkopfwiderstand bei 2,4001 US-Dollar steigen lassen können, ist eine Rallye in Richtung 50-Tages-SMA bei 3,32 US-Dollar und darüber auf 3,86 US-Dollar möglich. Da das Risiko-Ertrags-Verhältnis attraktiv ist, behalten wir die Kaufempfehlung aus unserer früheren Analyse bei.

BNB/USD

Binance Coin (BNB) ist am 27. März vom 20-Tages-EMA bei 13,27 US-Dollar aus nach unten abgeknickt. Obwohl die Bären den Kurs unter die unmittelbare Unterstützung bei 12,1111 US-Dollar sinken lassen konnten, haben sie es nicht geschafft, unter die nächste Unterstützung bei 10,8428 US-Dollar zu kommen.

BNB/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

BNB/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Das zeigt, dass die Käufer auf den niedrigeren Niveaus aktiv werden. Derzeit versuchen die Bullen erneut, das BNB/USD-Paar über 12,1111 US-Dollar steigen zu lassen. Wenn das gelingt, werden die Bullen erneut versuchen, über den 20-Tages-EMA bei 12,91 US-Dollar zu kommen. Wenn das ebenfalls gelingt, ist ein Anstieg auf die Abwärtstrendlinie bei 15 US-Dollar möglich.

Wenn das Paar allerdings vom 20-Tages-EMA aus erneut nach unten abknickt, steigt die Möglichkeit eines Rückgangs unter 10,8428 US-Dollar. Darunter ist ein Rückgang auf 8,4422 US-Dollar wahrscheinlich. Derzeit sehen wir keine zuverlässige Kaufkonstellation, so dass wir hier neutral bleiben.

XTZ/USD

Tezos (XTZ) fiel unter die Trendlinie des aufsteigenden Dreiecks. Damit wurde das Muster entkräftigt. Wenn die Vollendung eines bullischen Musters nicht gelingt, ist das ein negatives Zeichen. Derzeit versucht der Altcoin, sich von der unmittelbaren Unterstützung bei 1,4453 US-Dollar aus zu erholen.

XTZ/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

XTZ/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Wenn das XTZ/USD-Paar wieder in das Dreieck steigt, wäre das ein bullisches Zeichen. Das würde auf Käufe auf den niedrigeren Niveaus hindeuten. Das Paar wird wahrscheinlich nach einem Ausbruch über den 20-Tages-EMA bei 1,77 US-Dollar und dem Überkopfwiderstand bei 1,955 US-Dollar an Schwung gewinnen.

Daher behalten wir unsere Kaufempfehlung aus unserer vorhergehenden Analyse bei. Das Paar wird negativ, wenn der Kurs von der Trendlinie aus nach unten abknickt und unter 1,4453 US-Dollar fällt.

LEO/USD

Nach einer Konsolidierung in der Spanne zwischen 1 US-Dollar und 1,04 US-Dollar in den letzten Tagen ist UNUS SED LEO (LEO) über 1,04 US-Dollar ausgebrochen. Das ist ein positives Zeichen. Da sowohl die gleitenden Durchschnitte nach oben tendieren und auch der RSI im positiven Bereich liegt, haben die Bullen den Vorteil.

LEO/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

LEO/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Wenn das LEO/USD-Paar über 1,04 US-Dollar schließt (UTC), vervollständigt es ein bullisches umgekehrtes Kopf- und Schultermuster. Bei dieser Konstellation liegt das Ziel bei 1,27488 US-Dollar und darüber bei 1,36 US-Dollar. Daher können Trader der Kaufempfehlung aus unserer vorhergehenden Analyse folgen.

Unsere optimistische Einschätzung ist hinfällig, wenn sich der Kurs nicht über 1,04 US-Dollar halten kann und stark einbricht. Wenn die Unterstützung bei 1 US-Dollar nicht standhält, liegt das nächste wichtige Niveau bei 0,95 US-Dollar.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment – und Handelsschritt birgt ein Risiko. Recherchieren Sie gut, bevor eine Entscheidung treffen.

Die Marktdaten stammen von der HitBTC-Börse.

auf cointelegraph lesen

Roger Ver: Keine Sorge wegen Coronavirus

Der prominente Bitcoin Cash (BCH)-Anhänger und ehemalige CEO von Bitcoin.com Roger Ver glaubt, die globale Reaktion auf die COVID-19-Pandemie ist unverhältnismäßig.

In einem Tweet am 29. März postete Ver einen Screenshot von Statistiken, bei der die weltweite COVID-19-Todesrate mit der von anderen Krankheiten zwischen dem 1. Januar und dem 25. März 2020 verglichen werden. Darunter sind etwa die saisonale Grippe, Malaria und Verkehrstote. 

Ver kommentierte den Screenshot und schrieb, „Wenn SIE sich Sorgen um das Coronavirus machen, sollten SIE selber in Isolation gehen. Lassen Sie den Rest von uns in Ruhe.“

Ver hat die Quelle der Statistiken interessanterweise nicht angegeben. Diese deuten darauf hin, dass es bis zum 25. März mehr Todesfälle durch Verkehrstote (313.903), Malaria (228.095) und Selbstmorde (249.904) gab, als durch COVID-19 (21.297). Diese anderen übertreffen die Coronavirus-Todesrate um mehr als das Zehnfache. Es gibt auch 5 Mal mehr Todesfälle durch die saisonale Grippe (113.034) als durch den Corona-Virus. 

HIV/AIDS war die tödlichste Krankheit laut dem Screenshot von Ver. Im gleichen Zeitraum soll die Autoimmunkrankheit 390.908 Todesfälle mit sich gebracht haben.

Bei Redaktionsschluss am 30. März heißt es offiziell, dass es fast 34.000 Tote durch COVID-19 gab. 

Während sich einige Länder weiterhin gegen den Trend stellen, waren am Mittwoch letzter Woche schätzungsweise ein Drittel der Weltbevölkerung unter staatlich angeordneter Ausgangssperre. Die Regierungen bemühen sich stark darum, die Verbreitung des Virus zu verhindern und die Belastung der öffentlichen Gesundheitssysteme zu verringern. 

In Friedenszeiten gab es nie eine solche Diskussion über die Wirksamkeit und Umsetzung dieser interventionistischen Maßnahmen. Diese ist derzeit jedoch ein zentrales Thema unter Wissenschaftlern und Politikern. 

Ver, der sich selbst als Liberaler bezeichnet, erklärte seine Einwände gegen die Isolierungsmaßnahmen nicht. Diese würden einigen Leuten zufolge, die bürgerlichen Freiheiten beschneiden oder der Wirtschaft schaden.  

Die offiziellen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie umfassen weitläufige Tests, Quarantäne von bestätigten Fällen, Ermittlung von Kontaktpersonen und Maßnahmen zur sozialen Distanzierung. Länder wie Südkorea konnten durch die Einführung von Massentests, die Rückverfolgung von Kontakten und gezielte Quarantäne zu Beginn des Ausbruchs Ausgangsbeschränkungen vermeiden.

Anmerkung zu den Daten 

Die Integrität aller Statistiken, die derzeit zur Verfolgung der Pandemie verwendet werden, ist nach wie vor ein Thema, über das diskutiert wird. Analysten betonen immer wieder ihre Unvollständigkeit aufgrund unzureichender Tests und die verweigerte Annahme der anfänglich leichten Fälle an Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens.

Es hieß in Medien weltweit, dass viele Opfer zum Zeitpunkt ihres Todes wahrscheinlich nicht diagnostiziert wurden oder dass die Regierungen aus politischen Gründen die Sterblichkeitsraten heruntergespielt haben. Die Inkonsistenz zwischen den Ansätzen der verschiedenen Länder hinsichtlich der Bestimmung der direkten Kausalität in Bezug auf die Sterberate führt ebenfalls zu einem verschwommenen Bild.

Ein Sonderfall?

Ver, hat für seine Haltung eine in den sozialen Netzwerken viel Kritik geerntet. Er hat aber im Kryptoraum mindestens eine Person, die ihm dabei zustimmt. Am 26. März hat John McAfee ebenfalls einen Vergleich von Todesfallstatistiken gepostet. Damit wollte er seine Behauptung untermauern, dass Menschen „manipuliert“ werden und „aufwachen“ sollten. 

Andere führende Persönlichkeiten aus der Community haben ihre Energie auf wohltätige Initiativen zur Bekämpfung der Pandemie verwendet. Darunter etwa Binance Charity, Ripple Labs und das Bündnis #cryptoCOVID19.

auf cointelegraph lesen

TON-Community: „Niemand kann die Lancierung von TON verhindern“

Die Entwickler der TON-Blockchain erwägen, diese trotz einer einstweiligen Verfügung durch ein US-Gericht in Betrieb zu nehmen.

Fedor Skuratov, ein Sprecher der Organisation hinter der TON-Blockchain TON Labs, sagte gegenüber Cointelegraph, dass die jüngsten Entscheidungen des US-Gerichts, die der Gegenseite Recht gaben, nicht überraschend gewesen seien:

„Die Community hat dieses (oder ein anderes) Szenario erwartet. Wir haben mehrere Optionen. Darunter auch die Lancierung von TON durch die TCF [TON Community Foundation]. Ich will dazu auch sagen, niemand (niemand) kann die Lancierung von TON durch eine andere Organisation, Person oder Community verhindern, denn TON ist eine dezentralisierte Open-Source-Lösung. Es gibt bereits zwei verschiedene Testnetzwerke und innerhalb der Community gibt es mindestens eine Gruppe, die eine Lancierung plant.“

„Niemand kann die Lancierung von TON verhindern“

TON Labs glaubt, dass sie die Entscheidungen der SEC und der US-Gerichte umgehen können, indem sie das Hauptnetz von TON forken. Auf diese Weise würde die Blockchain rechtlich vom ursprünglichen Projekt abgekoppelt werden. In diesem Fall müssen sich die ursprünglichen Anleger unter Umständen stattdessen auf die Vermögenswerte umsteigen, die über das geforkte Netzwerk ausgegeben werden:

„Die Frage, welches Netzwerk als Kernnetzwerk (Mainnet) anerkannt werden soll, ist ausschließlich eine Frage, die durch die Community entschieden wird. Wir erwägen unter anderem, mit TON-Investoren darüber zu verhandeln, ihre Rechte an den Grams im ursprünglichen TON von Telegram in Rechte für andere Grams umzuwandeln.“

Noch ist unklar, ob die vorgeschlagene Lösung vom Telegram-Gründer Pavel Durov gebilligt wurde. Wenn man bedenkt, dass die TON-Blockchain ein Open-Source-Projekt ist, spielt seine Meinung aber vielleicht nicht einmal eine Rolle.

Das Interview mit Fedor Skuratov hat der Cointelegraph-Mitarbeiter Stephen O’Neal geführt.

auf cointelegraph lesen

Tezos Foundation erzielt Einigung in 25 Mio. US-Dollar Sammelklage

Die Tezos Foundation hat am 20. März eingewilligt, im Rahmen einer 25 Mio. US-Dollar schweren Sammelklage gegen das Krypto-Unternehmen einer Einigung zuzustimmen.

Wie es auf der firmeneigenen Webseite heißt, hat sich das Unternehmen wegen des beträchtlichen Zeit- und Kostenaufwands, der aus einer Fortführung des Verfahrens entstehen würde, zu diesem Schritt entschlossen.

„Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass ein einmaliger Kostenaufwand aus einer Einigung dem Ärger und Aufwand aus einer Fortführung vorzuziehen ist“, wie Tezos dementsprechend schreibt.

Der getroffenen Einigung muss allerdings noch vom Gericht zugestimmt werden.

Einigung soll kein Eingeständnis sein

Tezos hatte im Juli 2017 einen Token-Verkauf (ICO) durchgeführt, der eine damalige Rekordsumme von 232 Mio. US-Dollar in die Kasse gespült hatte. Jedoch kam es daraufhin zu einigen rechtlichen Streitfragen, unter anderem wurde im Zuge dessen auch ein Verfahren zwischen den eigentlichen Entwicklern der betreffenden Kryptowährung und dem für die eingesammelten Investitionsgelder verantwortlichen Manager eingeleitet.

Im Januar 2018 hatten dann gleich mehrere Kläger Tezos vorgeworfen, durch den Verkauf der Kryptowährung unrechtmäßigen Wertpapierhandel betrieben zu haben. Am 3. April 2018 wurden diese Klagen dann in einer Sammelklage gebündelt.

Die Rechtsanwälte von Tezos pochen trotz der Einigung weiterhin darauf, dass es sich bei dem Token-Verkauf nicht um die unrechtmäßige Herausgabe eines Wertpapiers handelt. Damit geht also kein Schuldeingeständnis einher:

„Die Tezos Foundation hat sich zur Einigung entschieden, da für das Tezos-Projekts und die Tezos-Community das Beste ist. Die Tezos Foundation ist weiterhin davon überzeugt, dass die Sammelklage haltlos ist und lehnt deshalb jegliche Schuldzuweisungen ab.“

Durch die Einigung spart sich Tezos allerdings nicht nur Zeit und Ärger, sondern vermeidet auch, dass ein Gericht doch noch entscheiden könnte, dass es sich bei dem Token-Verkauf um einen unrechtmäßigen Wertpapierverkauf handelt.

Tezos Foundation besitzt 635 Mio. US-Dollar

Seit das Krypto-Unternehmen das ICO durchgeführt hat, hat sich das Vermögen von Tezos nahezu verdreifacht. Wie es im jüngsten Geschäftsbericht vom 9. März heißt, beläuft sich dieser Wert mittlerweile auf 635 Mio. US-Dollar.

Aus dem Geschäftsbericht geht zudem hervor, dass die Foundation seit August 2019 insgesamt 37,6 Mio. US-Dollar an Fördergeldern zur Weiterentwicklung von Tezos (XTZ) und der dazugehörigen Blockchain bereitgestellt hat.

auf cointelegraph lesen

Dezentrale NEO-Börse: Partnerschaft mit Zilliqa für Ethereum- und EOS-Unterstützung

Die dezentrale NEO-Börse (DEX) Switcheo hat eine Partnerschaft mit der Blockchain Zilliqa geschlossen. Damit soll der Handel mit Ethereum- und EOS-Vermögenswerten auf der Plattform ermöglicht werden.

Laut einer Ankündigung vom 16. März werden die Inhaber von Zilliqa-Token nach der Lancierung erstmals Zugang zu Ethereum-basierten Vermögenswerten haben. Ein Switcheo-Sprecher erklärte gegenüber Cointelegraph auch, dass auch eine Bitcoin (BTC)-Unterstützung geplant sei.

Die beiden Teams planen, bis Ende des 2. Quartals 2020 ein zukunftsfähiges Produkt auf den Markt zu bringen und bis zum dritten Quartal externe Tests zur Benutzerakzeptanz durchzuführen. Diese Entwicklung soll bis 2021 abgeschlossen werden.

Bemerkenswerte Inter-Blockchain-Plattform

Switcheo behauptet, die erste dezentrale Börsenplattform für mehrere Blockchains zu sein, die den Chain-übergreifenden Handel von Ethereum-, EOS- und NEO-basierten Token ermöglicht. Außerdem gibt es auf der Plattform fast 35.000 Händler und es werden 24 Kryptowährungen und 43 Handelspaare angeboten.

Ein Vertreter von Switcheo sagte gegenüber Cointelegraph, dass die DEX das bestehende Orderbuch von Switcheo verwenden werde und dass alle Smart Contracts interoperabel sein würden. Darüber hinaus können die Vermögenswerte anderer Blockchains gegen Zilliqa-Token getauscht werden.

Ein Zilliqa-Sprecher sagte, dass jeder ERC-20-Token von der DEX unterstützt werde. Die Firmen, die an dem Projekt beteiligt sind, planen den Aufbau eines Liquiditätspools, um den Handel zu erleichtern.

Aufstieg von dezentralisierten Börsen

Der Kryptowährungsraum wird immer reifer. Daher gewinnen Projekte, die ihre Marktinfrastruktur dezentralisieren wollen, an Bedeutung. Einer der Hauptvorteile einer gut aufgebauten DEX ist, dass es keinen zentralen Punkt gibt, an dem alles scheitern kann.

Ivan Poon, der CEO von Switcheo, erklärte den Vorteil von DEX-Plattformen gegenüber ihren zentralisierten Pendants:

„Dezentralisierte Börsen haben den Vorteil, dass sie keine zentralisierte Verwaltung haben. Das bietet eine größere Sicherheit für die Nutzer und ihre Vermögenswerte.“

Wie Cointelegraph berichtete, starteten die Entwickler der Inter-Chain-Architektur Komodo im Dezember 2019 AtomicDEX. Die Plattform funktioniert über einen vollständigen Peer-to-Peer-Knoten im Webbrowser seiner Benutzer. Im selben Monat wurde Waves DEX erneuert und bekam eine hybride Architektur. Damit bekam die Börse Funktionen, die typisch für zentralisierte Handelsplattformen sind.

auf cointelegraph lesen

Charles Hoskinson: Entwicklung von Cardano trotz Coronavirus weiterhin voll im Soll

Die Proof-of-Stake (PoS) Blockchain Cardano (ADA) ist bei der Implementierung ihrer kommerziellen Infrastruktur weiterhin voll im Soll. Dies hat zumindest einer der führenden Köpfe hinter dem Krypto-Projekt bestätigt.

Charles Hoskinson, der Geschäftsführer von IOHK, der Entwicklerfirma hinter Cardano, hat am 13. März in einem Live-Stream auf YouTube angekündigt, dass es in den kommenden Monaten große Neuigkeiten zum Ausbau der kommerziellen Infrastruktur geben wird. In diesem Zusammenhang betont er auch, dass momentan alles nach Plan läuft.

So erklärt Hoskinson, dass die Entwickler momentan bewusst Gelder zur Seite legen, um die kommerzielle Infrastruktur weiter ausbauen zu können, da dies von entscheidender Bedeutung sei:

„Die kommerzielle Infrastruktur ist unserer Meinung nach etwas, das Cardano dringend braucht, um gegenüber anderen Kryptowährungen wettbewerbsfähig zu sein.“

Die Infrastruktur müsste zudem sicherstellen, dass auf ihr dezentralisierte Apps laufen, damit zum Beispiel Protokolle aus dem Bereich der Dezentralisierten Finanzdienstleistungen genutzt werden können. Des Weiteren weist Hoskinson darauf hin, dass die Jormungandr Software bald ein Update erhalten wird.

Abschließend gibt Hoskinson an, dass das Entwicklerteam auch beim großen Shelley Update der Cardano-Blockchain große Fortschritte macht. So würden die Anzahl der bisher im Testnet festgestellten Bugs stetig kleiner werden, wodurch sich die Stabilität zunehmend verbessert.

Coronavirus hat Entwicklung nicht behindert

Mehrere Krypto-Nachrichtenportale hatten zuletzt berichtet, dass das Shelley Update wegen dem Coronavirus verschoben werden müsse. Dies hat Hoskinson auf Twitter jedoch vehement bestritten, weshalb er entsprechende Berichte als „Fake-News“ bezeichnet.

Insgesamt ist Hoskinson sehr zuversichtlich, was das Potenzial von Blockchain, Kryptowährungen und dezentralisierten Finanzdienstleistungen angeht, die Welt nachhaltig zu verändern. Wie Cointelegraph jüngst berichtet hatte, ist er gar der Meinung, dass „die Wirtschaftsordnung des 20. Jahrhunderts“ tot ist. Dabei spielt er auf die zentralisierte Hierarchie der Wirtschaft ab, die durch die Machthabenden etabliert wurde.

Anfang März hatte Cardano Lob von einer Führungspersönlichkeit der großen Wirtschaftsberatung PwC erhalten. So sagte ein Top-Manager des Unternehmens, dass die Cardano Foundation und das Entwicklerteam von IOHK um dessen Geschäftsführer Charles Hoskinson ein großer Teil der dezentralisierten Zukunft sein würden.

auf cointelegraph lesen

Exklusiv: IOTA-Gründer bestätigt Entschädigung von Hack-Opfern im Umfang von 1,97 Millionen US-Dollar

Am 12. Februar erlebte IOTA (MIOTA) einen Angriff auf seine offizielle Desktop-Wallet. Das IOTA-Netzwerk ging noch am selben Tag offline und ist seitdem nicht mehr in Betrieb.

Am 6. März gab IOTA-Gründer David Sønstebø bekannt, persönlich allen 46 Opfern des Hacks des vergangenen Monats eine Entschädigung in Höhe von 8,52 Millionen MIOTA auszahlen zu wollen, mit einem umgerechneten Gegenwert von aktuell etwa 1,97 Millionen US-Dollar.

Cointelegraph hat direkt mit David gesprochen, der bestätigte, dass er alle betroffenen Nutzer aus seiner eigenen Tasche entschädigen und dass die IOTA-Foundation das Netzwerk wie geplant am 10. März wieder in Betrieb nehmen werde.

Er sprach auch über die Lehren, die er aus den Hackerangriffen gezogen hat, über den bisherigen Erfolg des OTA-Teams bei der Ergreifung eines IOTA-Diebes und gab angehenden Krypto-Entwicklern Ratschläge.

Cointelegraph: Wir hören in verschiedenen Artikeln, dass Sie erwägen, den Opfern des jüngsten IOTA-Hacks aus Ihren eigenen Mitteln eine Entschädigung zu zahlen. Könnten Sie bestätigen, dass diese Aussagen korrekt sind?

David Sønstebø: Die Aussagen auf IOTAs Discord treffen in der Tat zu.

CT: Können Sie einen kurzen Überblick über den Hack geben und die Ereignisse, die zu diesem geführt haben? z.B. Wie viele IOTA wurden ingesamt gestohlen?

DS: Der Hack selbst fand auf der Infrastruktur von MoonPay statt, aber aufgrund der Art und Weise, wie MoonPay in die IOTA-Wallet integriert war, gab es eine Schwachstelle, die von dem Hacker ausgenutzt wurde. Die Gesamtmenge der aus den Konten abgeschöpften IOTA-Token betrug 8,52 Ti.

CT: Wie viele IOTA-Nutzer sind durch den Hack betroffen? Wissen wir, aus wie vielen einzelnen Wallets Geld gestohlen wurde?

DS: 46 Personen waren unmittelbar durch den Angreifer betroffen. Dank des schnellen Handelns (einschließlich des Ausschaltens des Koordinators) der IOTA Foundation konnten wir verhindern, dass der Angreifer noch mehr Menschen bestohlen hat. Zwei der Nutzer hatten mehrere Seeds, also waren es etwa 50 individuelle Wallets.

CT: Was hat Sie dazu veranlasst, die Nutzer mit Ihren eigenen Mitteln zu entschädigen? Wurden andere Optionen in Betracht gezogen? Wie viel wird Sie das kosten?

DS:

Es ist ganz einfach: Ich habe nicht mit dem Ziel begonnen, mich oder meine Mitbegründer reich zu machen. Deshalb sind wir das einzige Projekt, bei dem es kein Vorab-Mineing oder spezielle Zuteilung von Token jeglicher Art gibt; IOTA ist wirklich bodenständig. Unser Ziel ist es, das erste wirklich dezentralisierte, skalierbare und gebührenfreie DLT der Welt aufzubauen, um eine sichere autonome Zukunft und genehmigungsfreie Innovationen in einer Vielzahl von Branchen zu fördern. Wir sind dem Ziel, das wir uns vor einigen Jahren gesetzt haben, näher denn je. Daher habe ich mich entschieden, meine persönlichen Bestände (die ich seit 2 Jahren nicht mehr angerührt habe) zu nutzen, um die Laufbahn der IOTA-Stiftung zu sichern. Auf diese Weise können wir dieses ehrgeizige Ziel unbeirrt weiter verfolgen. Ich möchte betonen, dass kein Einzelner innerhalb der Organisation daran schuld ist, und dass ich noch nie so stolz wie jetzt auf das Team war, das wir aufgebaut haben. Es wird etwa 2 Millionen US-Dollar kosten. Das ist definitiv eine Menge Geld, aber wenn mein Hauptmotiv Geld war, hatte ich in den letzten zwei Jahren reichlich Gelegenheit, meine Gewinne zu maximieren. Ich habe es nicht getan. Für mich besteht das Hauptziel darin, diese Zukunft auf der Grundlage unserer Vision aufzubauen. Hoffentlich wird der Schuldige eines Tages zur Rechenschaft gezogen und die Gelder werden zurückgewonnen. Die Chancen sind gering, aber wir haben das schon einmal geschaft.

CT:  Was würden Sie sagen, sind die Lehren, die Sie aus dieser Erfahrung gezogen haben?

DS: Sie war eine eindringliche Mahnung, unter keinen Umständen die Sicherheit zu gefährden. Diese MoonPay-Verwundbarkeit ist dadurch entstanden, dass die IOTA Foundation versucht hat, an allen Fronten etwas zu erreichen, einschließlich des Baus einer der besten Wallets im Markt. Im Nachhinein betrachtet, hätten wir viel mehr Sorgfalt und strengere Prüfungsverfahren anwenden und einfach mehr Geduld aufbringen sollen. Ich kann ihnen versichern, dass sich dieses Versäumnis nicht wiederholen wird, und die IF hat bereits weitere Verträge mit Wirtschaftsprüfungsgesellschaften von Drittanbietern abgeschlossen und mehr Sicherheitsspezialisten [für die IOTA-Stiftung] eingestellt.

CT:  Haben Sie einen Ratschlag für kleinere Entwickler bezüglich der Gewährleistung von Sicherheit?

DS: „Nur die Paranoiden überleben“ ist ein guter Satz, an den man sich bei der Entwicklung von Software halten sollte. Darüber hinaus wäre mein Rat auch, niemals aufzugeben; jeder verf***t hin und wieder etwas, es geht nur darum, wie man auf die Situation reagiert und welche Lektionen man mit sich trägt, wenn man weitermacht.

CT: Was können wir in den kommenden Monaten von IOTA erwarten?

DS: Das IOTA-Projekt und die IOTA Foundation florieren und bewegen sich an allen Fronten schneller als je zuvor. In Kürze stehen wichtige Aktualisierungen des Protokolls, das unter dem Namen Chrysalis bekannt ist, an. Wir arbeiten auch mit zahlreichen Einrichtungen zusammen, um den Weg des IOTA-Projekts zur Massenanwendung zu straffen. Tatsächlich haben wir am Tag des Angriffs Tangle EE gestartet, das durch diesen unglücklichen Vorfall etwas überschattet wurde. Jeder, der sich für DLT interessiert, sollte sich das ansehen.

CT: Wird IOTA wie geplant das Netzwerk am 10. März wieder in Betrieb nehmen?

DS: Ja

auf cointelegraph lesen

Indische „Crypto Bulls Roadshow“ bekommt zusätzliche Stopps: Krypto-Unterricht für die Bevölkerung

Die Crypto Bulls Roadshow will als gemeinnützige Initiative indische Bürger über die Blockchain- und Kryptowährungen aufklären.

Die Roadshow hatte ursprünglich den Besuch von acht indischen Großstädten in 20 Tagen vorgesehen – Neu-Delhi, Jaipur, Ahmedabad, Surat, Mumbai, Pune, Hyderabad und Bangalore.

Nachdem der Oberste Gerichtshof Indiens jedoch das Krypto-Verbot der Reserve Bank of India (RBI) für Banken für verfassungswidrig erklärte, nahm die Roadshow sieben weitere Städte als Veranstaltungsorte in ihr Programm auf – Chennai, Visakhapatnam, Bhubaneswar, Kalkutta, Patna und Kanpur.

Um die zusätzlichen Standorte zu berücksichtigen, wurde der Starttermin der Roadshow vom 12. März auf den 3. April verlegt. Die Veranstaltung wird sich nun über mehr als 7.000 Kilometer erstrecken. Laut den Organisatoren wird sie die bislang größte Krypto-Aufklärungsbewegung der Welt werden.

Roadshow-Sprecher werden Indien bei Consensus 2020 vertreten

Im Rahmen eines öffentlichen Auswahlverfahrens bei der Veranstaltung sollen indische Vertreter für die Teilnahme an Consensus 2020 in New York ausgewählt werden.

Laut der Website von Crypto Bulls werden vei der Roadshow mehr als 10.000 Teilnehmer erwartet, darunter mehr als 500 Vertreter von Startups.

Die Roadshow geht auf die indischen Krypto-Pioniere Kumar Gaurav von der britischen Zahlungsplattform Cashaa und Gaurav Dubey von dem in Dubai ansässigen Kryptowährungs-Hedgefonds 01ex zurück.

Krypto-Startups wollen sich Marktanteile in Indien sichern

Nur 24 Stunden nach Aufhebung des Krypto-Verbots der indischen Zentralbank haben lokale Kryptobörsen wie Unocoin Wazirx und Coindcx ihren Fiat-Einzahlungsdienst wieder reaktiviert.

Wazirx war im November 2019 von Binance übernommen worden. Okex brachte im vergangenen Monat in Partnerschaft mit Coindcx ein Futures-Produkt auf den Markt.

HashCash Consultants kündigte zudem an, im Jahr 2020 10 Millionen Dollar in den indischen Krypto-Sektor zu investieren.

Nach Angaben des Forschungsinstituts Crebaco Global hat Indiens Blockchain- und Kryptoindustrie eine potenzielle Marktgröße von über 12,9 Milliarden US-Dollar und könnte 20.000 neue Arbeitsplätze hervorbringen.

Herausforderungen für Krypto in Indien

Die Krypto-Community nahm die Aufhebung des RBI-Verbotes zwar mit Jubel auf. Über den Berg ist die indische Kryptowährungsindustrie damit allerdings nocht nicht.

Am 6. März berichtete die Economic Times, die indische Zentralbank sei nach wie vor besorgt, dass die weit verbreitete Annahme von Digitalwährungen das indische Bankensystem gefährden könnte. Sie will deshalb gegen die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Berufung einlegen.

Das indische Parlament muss zudem noch über einen seit 2019 vorliegenden Gesetzentwurf zu einem Verbot von Kryptowährungen und mit einer Regelung zu einer möglichen offiziellen Digitalwährung entscheiden.

auf cointelegraph lesen