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Englischer Zentralbank-Chef verteidigt Facebook Libra

Mark Carney, der Gouverneur der englischen Zentralbank Bank of England, verteidigt die geplante Einführung der Facebook Kryptowährung Libra.

Wie das kanadische Nachrichtenportal TheStar am 15. Oktober berichtet, sieht Carney Unzulänglichkeiten im aktuellen Finanzsystem, weshalb er die Einführung einer solchen Kryptowährung für sinnvoll hält. Dabei bemängelt er allen voran Ineffizienzen bei der Abwicklung von internationalen Zahlungen, die durch Projekte wie Libra aufgelöst werden könnten.

Finanzsystem hat Unzulänglichkeiten

Laut Carney ist der Transfer von Geld weiterhin viel zu teuer, was besonders für kleine Unternehmen problematisch sein kann, da Transaktionen für einige Firmen bis zu 200 Basispunkte kosten können. Außerdem wäre die Abwicklung immer noch zu kompliziert und zeitaufwendig. Dahingehend zitiert ihn TheStar:  

„Das ist im heutigen Zeitalter inakzeptabel. Zahlungen sollten sofort abgewickelt werden können. Im Idealfall verhält es sich so, als ob man sich online direkt Geld übergibt. Dadurch sollten nahezu keine Kosten entstehen.“

Regulierung ist trotzdem ein Muss

Carney sieht besonders seine englische Heimat noch im Hintertreffen, was die Abwicklung von Zahlungen angeht, weshalb es zunächst gelte, zumindest auf den Standard einiger anderer Länder zu kommen. Obwohl er Projekten wie Facebook Libra bei der Lösung dieses Problems eine entscheidende Rolle zuspricht, warnt er jedoch zugleich, dass es im Vorfeld eine minutiöse behördliche Prüfung geben muss, da der Finanzbereich von besonderer Sensibilität ist:

„Hier wird es nicht so sein wie beim Aufkommen von Social-Media. Hier kann man den Dingen nicht einfach seinen Lauf lassen und dann nebenher herausfinden, wie man am besten gesetzlich damit umgeht. Entweder schafft man von Anfang an eine entsprechende gesetzliche Regelung oder solche Projekte bekommen erst gar kein grünes Licht.“

Wie Cointelegraph im August berichtet hatte, hatte sich Carney damals schon für Facebook Libra ausgesprochen, als er meinte, dass die Kryptowährung dafür sorgen könnte, dass der US-Dollar als globale Leitwährung abgelöst wird.

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eToro bietet Krypto-Anlagestrategie auf Basis von Twitter Stimmungsbild an

eToro, eine Investitionsplattform für sogenanntes Social-Trading, hat sich mit dem Krypto-Marktanalysten von The Tie zusammengetan, um eine Anlagestrategie zu veröffentlichen, die auf einer Sentimentanalyse von Twitter basiert.

Die entsprechende Anlagestrategie hat eToro am 15. Oktober in einem Blogeintrag vorgestellt. Als Grundlage der Strategie namens „TheTIE-LongOnlyCopyPortfolio“ dient das firmeneigene Analysetool von The Tie, das pro Tag mehr als 850 Mio. Twitter-Nachrichten auf ihren Bezug zu Kryptowährungen untersucht und daraus ein Stimmungsbild ableitet.

Krypto-Trading auf der Basis von Sentimentanalyse

Das Tool wertet dabei jede Twitter-Nachricht einzeln aus, wobei Maschinelles Lernen und Sprachverarbeitung genutzt werden, um die positive oder negative Meinung zu einer jeweiligen Kryptowährung herauszufiltern.

Wie eToro betont ist ein solches Stimmungsbild ein wichtiger Indikator für die künftige Kursentwicklungen, da es auf den Kryptomärkten noch keine zuverlässigen Kennzahlen gibt, nach denen sich die Allgemeinheit der Anleger richtet.  

Die Anlagestrategie von The Tie, die sich eben nun auf das Twitter Stimmungsbild stützt, eröffnet Trades erst sobald die Stimmung ausreichend positiv ist. Laut Pressemitteilung fährt die Anlagestrategie dadurch einen durchschnittlichen Gewinn von 123% ein. Nutzer von eToro können die Strategie kopieren, um von der Stimmungsanalyse zu profitieren, wie The Tie Geschäftsführer Joshua Frank erklärt:

„Mit nur einem Knopfdruck kann unsere Anlagestrategie kopiert werden, auf die bereits auch Hedgefonds und institutionelle Investoren vertrauen.“

Krypto-Informationsdienste auf dem Vormarsch

Wie heute bereits berichtet, hat die Nasdaq den Krypto-Kursindex CIX100 in ihre Notierung aufgenommen, der seinerseits auf Künstlicher Intelligenz beruht und damit versucht möglichst „frei von menschlichen Einflüssen“ zu seiner Bewertung von 100 verschiedenen Kryptowährungen zu kommen. Zudem werden mehr als 200 verschiedene Einflussfaktoren bei der Berechnung berücksichtigt.

Des Weiteren hat die Cybersicherheitsfirma Cipher Trace heute den Umfang ihrer Krypto-Beobachtungsplattform auf mittlerweile 700 Kryptowährungen ausgebaut. Auf der Plattform können nahezu die vollständigen Transaktionsdaten vieler großer Kryptowährungen eingesehen werden, darunter auch Ether (ETH), Tether (USDT), Bitcoin Cash (BCH) und Litecoin (LTC).

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Schwedischer Zentralbankchef: Libra ein „wichtiges katalytisches Ereignis“

Der Chef der schwedischen Riksbank hat das Projekt Libra von Facebook als „ein unglaublich wichtiges katalytisches Ereignis“ bezeichnet, das die Zentralbanken der Welt dazu bewege, sich auf die digitale Transformation einzustellen.

In einem Interview in der CNBC-Sendung Squawk Box Europe am 15. Oktober sagte der Riksbank-Gouverneur Stefan Ingves:

„Das war ein unglaublich wichtiges katalytisches Ereignis, das uns aufrüttelte, als der Libra aus heiterem Himmel auftauchte. Das zwang uns, genau darüber nachzudenken, was wir tun.“ 

Privat gegen öffentlich und nicht digital gegen physisch

Als Chef der Zentralbank in einem Land, in dem die bargeldlose Revolution schnell voranschreitet – Barzahlungen machen hier nur 2 Prozent der Transaktionen aus und weniger als 20 Prozent der schwedischen Geschäfte akzeptieren diese – findet Ingves die Ausgabe von digitalen gegen physischen Währungen dennoch weniger wichtig als die grundlegenderen Fragen des Eigentums, der Ausgabe und der Autorität.

„Zu meiner Arbeit gehört auch, eine Ware/Dienstleistung namens Schwedische Krone zu produzieren, die für schwedische Bürger bequem verwendbar ist. Und wenn ich in technischer Hinsicht darin gut bin, dann habe ich kein Problem“, erklärte er zunächst. „Aber wenn ich so wie im Jahr 1668 20-Kilo-Kupfer-Münzen ausgeben würde, dann wären wir bald aus dem Geschäft draußen.“

Ingves betonte, dass alles „in der einen oder anderen Form digital“ sein würde. Dazu erklärte er:

„Diese alten Themen – Privates Geld oder öffentliches Geld – sind im Grunde genommen genau das gleiche. Wenn uns die Geschichte überhaupt eines gelehrt hat, dann ist es die Tatsache, dass fast alle Initiativen aus dem Privatsektor früher oder später zusammengebrochen sind.“

Die Riksbank hat auch den Teststart ihrer digitalen Zentralbank-Währung (CBDC), der so genannten e-krona, bereits im November 2018 angekündigt

Im Gegensatz zu einer Kryptowährung oder einem Projekt aus dem privaten Sektor, wie Libra, ist eine CBDC eine digitale Währung, die von einer Zentralbank ausgegeben wird. Diese hat den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels und andere Eigenschaften, die zentralisierte Fiatwährungen haben.

China

Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass Zentralbanken auf der ganzen Welt sich mit der digitalen Transformation auseinandersetzen

China forscht seit 2014 an einem eigenen CBDC-Projekt. Die Volksbank von China, auch bekannt als PBoC, hat dabei angedeutet, dass die Währung bald herauskommen könnte. Offiziell wurde dazu aber kein Zeitplan angegeben. 

Chinesische Wissenschaftler haben auch behauptet, dass die Ankündigung von Facebooks Libra eine Debatte unter den lokalen Regulierungsbehörden ausgelöst und die Designer des Projekts motiviert habe, mehr nichtstaatliche Institutionen in den Entwicklungs- und Ausgabeprozess der Währung einzubeziehen.

Angesichts der bestehenden beträchtlichen regulatorischen Hürden haben einige renommierte Partner des Projekts, wie etwa Visa, eBay, Stripe und Mastercard, sich inzwischen aus der Initiative zurückgezogen.

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Nasdaq nimmt KI-gestützten Krypto-Kursindex in ihre Notierung auf

Die Nasdaq, die zweitgrößte Aktienbörse der Welt, hat den KI-basierten Kryptowährungs-Kursindex CIX100 in ihre Notierung aufgenommen. Dies geht aus einer entsprechenden Pressemitteilung hervor, die Cointelegraph am 15. Oktober zugespielt wurde.

Keine menschliche Einflussnahme

Der CIX100 ist ein Krypto-Kursindex, der von dem Unternehmen Cryptoindex herausgegeben wird. Der Kursindex basiert auf einem speziellen Algorithmus, der die Top-100 Kryptowährungen betrachtet und mehr als 200 verschiedene Einflussfaktoren berücksichtigt.

Dabei zielt der Kursindex auch darauf ab, Kryptowährungen mit manipulierten Handelsvolumen rauszurechnen. Außerdem sind die Berechnungen von Künstlicher Intelligenz gestützt und frei von „menschlicher Einflussnahme“. Der Kursindex richtet sich sowohl an Privatanleger als auch an professionelle Investoren.

Wie es in der Pressemitteilung heißt, werden die verwendeten Marktdaten direkt von den neun größten Kryptobörsen ausgelesen. Hinzu kommen mehrere Millionen einzelne Trades, die berücksichtigt werden, sowie verschiedene Daten aus den Sozialen Medien.

Es werden nur solche Kryptowährungen in die Betrachtung genommen, die für mindestens drei Monate unter den Top-200 waren. Um dies zu garantieren, wird der Kursindex jeden Monat neu zusammengestellt.

Der „Cryptoindex CIX100“ ist bereits bei Retuers, Bloomberg und TradingView in der Notierung. Seit seiner Einführung im Mai 2017 soll der Krypto-Kursindex um mehr als 1100% gewachsen sein. Die computergestützten Kursberechnungen sollen eine tägliche Genauigkeit von 82% haben.

Krypto-Kursindizes gewinnen an Beliebtheit

Wie zuvor berichtet, hatte sich die Nasdaq im Juni mit dem Krypto-Unternehmen CryptoCompare zusammengetan, um einen ähnlichen Kursindex auf den Markt zu bringen, der sich allerdings speziell an institutionelle Investoren richtet.

Im Februar 2019 hatte die Nasdaq wiederum zwei Krypto-Kursindizes der amerikanischen Blockchain-Firma Brave New Coin in ihre Notierung genommen.

CryptoCompare hat in Zusammenarbeit mit der Krypto-Handelsplattform BitMEX eine Datenbank zur Bewertung von Krypto-Futures erstellt, die über den Dienstleister Refinitiv herausgegeben wird.

Im Sommer hat die Sina Finance, ein Finanzdienstleister, der dem großen chinesischen Tech-Konzern Sina angehört, einen Krypto-Kursindex in die firmeneigene Smartphone-App eingebaut, ohne dies zuvor angekündigt zu haben.

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Bitcoin klammert sich an 8.300 US-Dollar, Indikatoren deuten auf Abschwung

Dienstag, 15. Oktober: Der Bitcoin-Kurs (BTC) bewegt sich am Nachmittag weiterhin seitwärts, wobei einige Analysten mittlerweile vor vorübergehender Volatilität warnen.

Cryptocurrency market daily overview

Marktvisualisierung von Coin360

Bitcoin klammert sich an 8.000 US-Dollar Support

Wie die Daten von Coin360 zeigen, hat Bitcoin sich zuletzt an der 8.300 US-Dollar Marke gefestigt, wobei der Kurs in den letzten 24 Stunden jeweils etwas darüber oder darunter lag.

So lag das entsprechende Hoch in diesem Zeitraum bei 8.390 US-Dollar, wodurch kurzfristig das vorherige Tief von 8.240 US-Dollar ausgeglichen werden konnte.

Bitcoin seven-day price chart

Bitcoin 7-Tage-Kursverlauf. Quelle: Coin360

Nachdem es am Sonntag einen plötzlichen Abschwung gegeben hatte, hat sich die marktführende Kryptowährung nun wieder gefangen und liegt in einer engen Preisspanne knapp über dem Support von 8.000 US-Dollar.

Wie der Cointelegraph Analyst Michaël van der Poppe meint, zeigt die momentane Preisspanne, in welcher schwierigen Lage Bitcoin sich befindet.

Demnach ist die führende Kryptowährung zurzeit stark an ihre Gleitenden Mittel (Moving Averages) gebunden, genauer gesagt „steckt sie zwischen dem 20-Tage-MA, dem EMA und dem 100-Wochen-MA fest“.

Der Krypto-Analyst filbfilb prognostiziert, dass es für Bitcoin dementsprechend etwas tiefer gehen wird, wodurch der Support von 8.000 US-Dollar einem erneuten Härtetest unterzogen wird. So schreibt der Experte auf Telegram:

„Die Gleitenden Mittel haben momentan in fast jedem wichtigen Betrachtungszeitraum eine negative Überschneidung vollzogen.“

Obwohl dies ein schlechtes Zeichen ist, gibt Van der Poppe sich zuversichtlich, dass es den Kryptomärkten insgesamt weiterhin gut geht. Vielmehr geht er davon aus, dass es sich bei der momentanen Lage um eine sogenannte „Bärenfalle“ handelt.

Diese Annahme wird durch die Tatsache gestützt, dass Bitcoin im bisherigen Jahr immer noch 120% höher liegt als noch im Vorjahr.

Altcoin Aufschwung lässt nach

Die Altcoins klettern derweil nur noch langsamer nach oben. Am Montag lagen die alternativen Kryptowährungen noch überwiegend im Plus, während heute nur noch gemischte Signale zu vernehmen sind, wobei die Kurse jeweils bis zu 2% im Plus oder Minus liegen.

Die positive Ausnahme ist der Binance Coin (BNB), der durch die Einführung eines eigenen Indexfonds (ETF) auf der Schweizer Börse SIX ordentlich hinzugewinnen konnte.

Ether (ETH), die zweitgrößte Kryptowährung, konnte immerhin 0,5% nach oben klettern, was deren Kurs nun auf 184 US-Dollar anhebt.

Ether seven-day price chart

Ether 7-Tage-Kursverlauf. Quelle: Coin360

Die Gesamt-Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen ist derweil auf 226 Mrd. US-Dollar abgerutscht, wobei Bitcoin einen Marktanteil von 66,3% hält.

alle live-updates zu den kryptomärkten hier

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Binance Coin: ETP auf Schweizer Börse herausgebracht

Die Kryptowährungsbörse Binance hat ein spezielles börsengehandeltes Produkt (ETP) für Binance Coin (BNB) an einer Schweizer Börse herausgebracht.

Binance Coin will professionelle Investoren gewinnen

In einer Pressemitteilung vom 15. Oktober, die Cointelegraph vorlag, bestätigte Binance, dass das BNB-ETP ab Dienstag an der SIX Exchange gehandelt würde.

Das ETP ist das Ergebnis einer Partnerschaft mit Amun, einem lokalen Schweizer Startup, das bereits verschiedene ETPs auf den Markt gebracht hat.

Ein solches Anlageinstrument mit physisch besicherten Kontrakten hat für den BNB, der firmeneigenen Binance-Kryptowährung noch nie gegeben. In Zukunft könnten für Trader weitere Optionen angeboten werden.

Der Binance-CEO Changpeng Zhao, auch bekannt als CZ, kommentierte das in der Pressemitteilung:

„Unsere Partnerschaft mit Amun an dem BNB-ETP wird Anlegern eine neue und regulierte Anlageklasse mit einer einzigartigen Dimension für Nutzungs-Token bieten. Über die traditionelle Finanzinfrastruktur ist dieses zugänglicher und zuverlässiger.“

Der BNB, die derzeit siebtgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, stieg aufgrund dieser Nachricht um rund 4,5 Prozent. 

SIX baut Krypto-Integration aus

Wie Cointelegraph berichtete, hat SIX Ende 2018 das weltweit erste ETP mit mehreren Kryptowährungen angeboten. Die Organisatoren, darunter auch Amun, sind im Hinblick auf ihre Attraktivität für Investoren weiter optimistisch, trotz des mittlerweile eher gemischten Entwicklung auf den Kryptomärkten.

Anfang des Monats hat sich Amun mit Bitcoin Suisse zusammengetan, um ein ETP mit den beiden größten Kryptowährungen Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) herauszubringen.

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BitGo baut Service aus: Institutionelle Depots und Wallets für Tron

Das Finanzdienstleistungsunternehmen für digitale Vermögenswerte BitGo hat angekündigt, dass es ab dem 8. November institutionelle Depots und Wallets für Tron (TRX) anbieten werde.

Der offiziellen Ankündigung vom 14. Oktober zufolge arbeite BitGo eng mit Tron zusammen, um „die ersten Wallet- und Depotangebote für TRX auf institutioneller Ebene zu entwickeln, die On-Chain- und Multi-Sig-Sicherheit bieten“. Im Post heißt es:

„TRON ist wegen unseres Rufs, sichere und konforme Lösungen für institutionelle Anleger zu liefern, zu uns gekommen. […] Multi-Sig wurde von der Community in Sachen Sicherheit öffentlich überprüft und getestet. Das System funktioniert mit vielen Open-Source-Tools und wir freuen uns sehr, es ab dem 8. November auch für TRX anzubieten.“

Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Multisignatur-Adressen von BitGo erfordern, dass zwei oder mehr Nutzer ihre Schlüssel verwenden, um Zugang zum Geld zu erhalten.

Versicherung über 100 Mio. US-Dollar und Staking-Angebot

Wie Cointelegraph am 10. Oktober berichtete, hat BitStamp – eine Kryptobörse aus Luxemburg – angekündigt, dass BitGo Depots für seine digitalen Vermögenswerte anbieten werde. Bei BitGo Custody werden die Vermögenswerte von Bitstamp vollständig in einem Cold-Depot in Tresoren auf Bankenniveau gesichert und zusätzlich durch eine Versicherung über 100 Mio. US-Dollar, die BitGo abgeschlossen hat, geschützt.

Zuvor hat BitGo auch ein neues Staking-Angebot für Kunden herausgebracht, die ihr Geld bei der Depotbank BitGo Trust lagern. Zunächst wurde dieser Service nur für Dash (DASH) und Algorand (ALGO) angeboten.

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OneCoin-Anhänger: Morddrohungen gegen Opfer

Jen McAdam aus Glasgow behauptet, dass Anhänger des mutmaßlichen Pyramidensystens OneCoin ihr Morddrohungen insbesondere über Facebook schicken würden.

Morddrohungen bei Polizei angezeigt

Am 14. Oktober berichtete BBC, dass Jen McAdam, eine Investorin, die von OneCoin betrogen wurde, bei der Polizei in Schottland eine Reihe von Nachrichten anzeigte, in denen sie Morddrohungen erhielt. McAdam behauptet, dass es zu den Drohungen im Rahmen eines koordinierten Angriffs von OneCoin-Anhängern gekommen sei. Sie erklärte:

„Es ist schrecklich, dieser Missbrauch ist abscheulich und die Drohungen fühlen sich für mich sehr real an. Ich drehe mich nun ständig um. Das geht an meine Gesundheit, aber ich werde nicht aufgeben, bis ich und die Tausenden anderer OneCoin-Opfer in irgendeiner Form der Gerechtigkeit haben.“

McAdam spricht beim Podcast Cryptoqueen BBC Sounds, der das mutmaßliche Pyramidensystem untersucht, und hatte Tausende von Dollar in das Programm investiert. Später überredete sie ihre Familie und Freunde, dasselbe zu tun. Sie legten so etwa 277.000 US-Dollar zusammen. Sie erklärte:

„Ich weiß durch die verschiedenen Opfergruppen auf der ganzen Welt, dass Menschen, wie ich, betroffen sind. Sie haben ihre Ersparnisse investiert, sie haben ihre Häuser erneut mit Schulden belastet und sie haben ihre Freunde und Familie davon überzeugt, mitzumachen. Sie fühlen sich genau so schrecklich wie ich, weil wir alle betrogen wurden.“

McAdams fügte hinzu, dass es in Großbritannien rund 70.000 OneCoin-Opfer gebe. „Aber es fühlt sich an, als würden sie im Stich gelassen werden, niemand hier scheint sich dafür zu interessieren.“

Urheber des Pyramidensystems OneCoin verhaftet

Cointelegraph berichtete im März 2019, dass ein US-Staatsanwalt die Gründer dieses international tätigen Krypto-Ponzi-Systems angeklagt habe. Bei diesem System ging es um die Vermarktung der mutmaßlich betrügerischen digitalen Währung OneCoin. Die Geschwister und Gründer von OneCoin Konstantin Ignatov und Ruja Ignatova, sollen am 6. März 2019 in Los Angeles verhaftet worden sein. Den Geschwistern wurden Überweisungsbetrug, Wertpapierbetrug und Geldwäsche vorgeworfen.

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Kursanalyse, 14.Oktober: BTC, ETH, XRP, BCH, LTC, EOS, BNB, BSV, XLM, TRX

Die G7-Staaten haben in einem neuen Berichtsentwurf formuliert, dass „globale Stablecoins“ ein potenzielles Risiko für die weltweite Finanzstabilität darstellen. Daraus schlussfolgert der etwaige Bericht, dass „kein Stablecoin-Projekt in Betrieb gehen sollte, bis bei den rechtlichen, regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Herausforderungen und Risiken angemessene Lösungen gefunden wurden“. Der Bericht wird den Druck auf Facebook Libra also vermutlich weiter erhöhen.

Christopher Giancarlo, der ehemalige Vorsitzende der amerikanischen Aufsichtsbehörde für Futures- und Optionsmärkte, ist der Ansicht, dass sowohl Facebook Libra als auch Zentralbank-Digitalwährungen zunehmend dafür sorgen werden, dass sich Politik und Aufsichtsbehörden für die Kryptobranche interessieren.

Dieses Interesse ist jedoch ein zweischneidiges Schwert. Einerseits können Behörden und Politik für mehr rechtliche Klarheit sorgen, was wiederum den Weg für den Markteintritt institutioneller Investoren ebnen könnte, andererseits läuft die Branche Gefahr, dass dadurch Innovation unterbunden wird, wenn rechtliche Hürden die Weiterentwicklung des Kryptomarktes erschweren.

Der Großinvestor und Krypto-Fürsprecher Tim Draper ist derweil überzeugt davon, dass die grenzübergreifende und dezentralisierte Natur von Bitcoin (BTC) dafür sorgen könnte, dass die Welt besser zusammenwächst. Laut Draper wird sich dadurch auch die Art und Weise verändern, wie Regierungen zusammenarbeiten. So schlussfolgert er: „Mit Bitcoin gehen ein paar grundlegende technologische Neuerungen einher, die unseren Planeten von einer Aufteilung in Stämme zur Weltgemeinschaft transformieren können“.  

Kurzfristig wird der politische Druck dafür sorgen, dass der Marktwert von Kryptowährungen gedeckelt ist. Gibt es momentan trotzdem gute Kaufgelegenheiten? Werfen wir einen Blick auf die Kurse, um dies herauszufinden!

BTC/USD

Bitcoin hat sich in den letzten paar Tagen in einer Preisspanne zwischen 7.700 – 8.700 US-Dollar eingependelt. Daran können wir erkennen, dass es ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage gibt. Auf Seitwärtsbewegungen folgt normalerweise eine starke Kursbewegung nach unten oder oben.

Sollte der Kurs nach oben ausbrechen, dann würde dies darauf hindeuten, dass die Bullen die Gleichgewichtsphase dazu genutzt hätten, um Bitcoin anzukaufen. Sollte der Kurs jedoch nach unten abfallen, dann wäre die Seitwärtsbewegung lediglich eine Phase der Umverteilung gewesen. Es ist schwierig, vorherzusagen, in welche Richtung der Kurs nun ausbrechen wird, weshalb wir eher dazu raten, erst neue Positionen einzugehen, sobald Bitcoin eine entscheidende Richtungsbewegung macht.

BTC/USD

Falls die Bullen in der Lage sein sollten, den Kurs über die momentane Preisspanne zu heben, dann ist ein Aufschwung bis zur Abwärtstrendlinie dies symmetrischen Dreiecks möglich. Kann die Abwärtstrendlinie dann auch noch geknackt werden, würde sich daraus sogar ein neuer Aufwärtstrend ergeben.

Falls es die Bären entgegen unserer Annahme jedoch schaffen, das BTC/USD-Paar unter 7.700 US-Dollar abzusenken und in die Nähe des Supports bei 7.337 US-Dollar zu drücken, dann wäre dies ein sehr schlechtes Zeichen. Der Kurs könnte dadurch weiter bis auf 5.533 US-Dollar heruntergezogen werden, hier liegt das 78,6% Retracement-Level des vorherigen Aufwärtstrends. Dementsprechend sollten Anleger die Stopps für ihre Long-Positionen bei 7.700 US-Dollar setzen.

ETH/USD

Obwohl Ether (ETH) unter den Support von 185 US-Dollar abgerutscht ist, konnten die Bären daraus kein Kapital schlagen. Der Kurs hat sich in den letzten drei Tagen knapp unter der 185 US-Dollar Marke gefestigt. Daran sehen wir, dass die Bullen kleinere Abschwünge aufkaufen und nicht erst darauf warten, bis der Kurs weiter nach unten abfällt.

ETH/USD

Die Bullen werden jetzt versuchen, erneut den oberseitigen Widerstand von 185 – 196 US-Dollar zu überwinden und falls dies gelingt, ist ein Aufschwung bis 224 oder sogar 235 US-Dollar möglich.

Falls es die Bullen jedoch nicht schaffen, über diesen Widerstandsbereich zu klettern, dann werden sich die Bären ihrerseits darum bemühen, das ETH/USD-Paar bis auf 164 US-Dollar abzusenken. Sollte der Kurs dann auch noch unter diesen Support abrutschen, könnte sich der etwaige Absturz bis auf 152 US-Dollar ziehen. Dementsprechend raten wir aggressiven Anlegern, die Stopps für ihre Long-Positionen bei 160 US-Dollar zu setzen. Sollte der Kurs über 200 US-Dollar klettern, heben wir die Stopps auf 175 US-Dollar an.

XRP/USD

XRP konnte sich am 12. Oktober von den Gleitenden Mitteln abstoßen und versucht nun, den oberseitigen Widerstand von 0,29227 US-Dollar zu überspringen. Das 20-Tage-EMA klettert langsam nach oben und der RSI befindet sich bereits im positiven Bereich, was darauf hindeutet, dass die Bullen wieder da sind.

Falls die Bullen es jetzt schaffen, den Kurs über 0,29227 US-Dollar zu heben, dann ist eine Kletterpartie bis auf 0,34229 US-Dollar wahrscheinlich. Anleger sollten die Stopps für ihre Long-Positionen bei 0,215 US-Dollar setzen und sobald der Kurs höher klettert, werden wir auch die Stopps anheben.

XRP/USD

Sollten es die Bullen entgegen unserer Annahme jedoch nicht schaffen, den Kurs über 0,29227 US-Dollar zu katapultieren, dann wird das XRP/USD-Paar zunächst in der Preisspanne von 0,220 – 0,29227 US-Dollar gefangen bleiben. Der vorherige Abwärtstrend wird sich fortsetzen, sobald der Kurs unter den wichtigen Support bei 0,22 US-Dollar abrutscht.

BCH/USD

Bitcoin Cash (BCH) verharrt weiterhin in der Preisspanne von 203,36 – 236,07 US-Dollar. Die Tatsache, dass der Altcoin es nicht schafft, zurück bis an den Halsbereich des Kopf-und-Schultern Musters zu klettern (gelbe Linie), ist ein schlechtes Zeichen. Hieran erkennen wir, dass die Bullen momentan keinen Grund zum Kaufen sehen.

BCH/USD

Die Bären werden jetzt versuchen, das BCH/USD-Paar unter das vorherige Tief von 203,36 US-Dollar abzusenken und falls dies gelingt, ist ein Absturz bis auf 166,98 US-Dollar das wahrscheinliche Resultat. Falls die Bullen jedoch in der Lage sind, den Kurs über 241,85 US-Dollar zu heben, dann könnte es wieder einen Aufschwung bis zum oben genannten Halsbereich geben.

Sollte der Kurs tatsächlich über 242 US-Dollar klettern, ergibt sich womöglich eine Kaufgelegenheit für aggressive Trader, bis dahin bleiben wir aber zunächst inaktiv.

LTC/USD

Litecoin (LTC) konnte sich festigen, seit der Kurs unter das 20-Tage-EMA abgerutscht ist. Daran sehen wir, dass es bei Abschwüngen Kaufinteresse gibt. Die Bullen werden versuchen, den Kurs wieder über das 20-Tage-EMA zu heben und falls dies gelingt, ist ein Aufschwung bis zur Abwärtstrendlinie der Keilformation möglich.

Falls dann auch noch die Abwärtstrendlinie geknackt werden kann, wäre dies ein positives Zeichen, das auf eine Trendwende zum Positiven hindeutet. Das Kursziel würde dann bei 80,2731 US-Dollar liegen.

LTC/USD

Sollten die Bullen es jedoch nicht schaffen, das 20-Tage-EMA zu überwinden, dann wird sich der Kurs zunächst weiterhin seitwärts bewegen. Das LTC/USD-Paar wird ins Negative umschlagen, sobald der Kurs unter das jüngste Tief von 50 US-Dollar abrutscht. Wir wollen deshalb zunächst abwarten, ob der Kurs tatsächlich oberhalb der Abwärtstrendlinie schließen kann, ehe wir wieder anfangen zu kaufen.

EOS/USD

EOS hat sich die letzten sechs Tage am 20-Tage-EMA gefestigt. Beide Gleitenden Mittel sind abgeflacht und der RSI liegt nur knapp unterhalb der Mittelstellung, woran wir sehen, dass es momentan ein Gleichgewicht zwischen Bullen und Bären gibt.

EOS/USD

Falls die Bullen in der Lage sind, das EOS/USD-Paar über die Abwärtstrendlinie und das 50-Tage-SMA zu heben, dann können wir daran ablesen, dass der Markt einen Abschwung unter die 3,1534 US-Dollar Marke ablehnt. Sollte sich der Kurs oberhalb des 50-Tage-SMA festigen, dann ist ein Aufschwung bis 4,24 oder sogar 4,8719 US-Dollar möglich. Anleger können Long-Positionen gemäß unserer vorherigen Kursanalyse eingehen.

Sollten die Bullen es jedoch nicht schaffen, über das 50-Tage-SMA zu klettern, dann könnte das Paar für ein paar weitere Tage in der jetzigen Preisspanne verharren. Sobald es unter das jüngste Tief von 2,4001 US-Dollar abrutscht, schlägt es ins Negative um.

BNB/USD

Der Binance Coin (BNB) konnte sich am 12. Oktober vom neu ausgebildeten Support bei 16,4882 US-Dollar abstoßen. Hieran können wir erkennen, dass sich ein zuletzt ein höherliegendes Tief herauskristallisiert hat. Das 20-Tage-EMA flacht langsam ab und der RSI liegt knapp oberhalb seiner Mittelstellung, woran wir sehen, dass der Verkaufsdruck langsam nachlässt und die Bullen wieder an Oberhand gewinnen.

BNB/USD

Der jüngste Aufschwung wird aber spätestens am 50-Tage-SMA auf einen Widerstand treffen. Sollten die Bullen in der Lage sein, das BNB/USD-Paar über das 50-Tage-SMA und die Widerstandslinie des absteigenden Kanals zu heben, dann ist der vorherige Abwärtstrend damit beendet. Dementsprechend empfehlen wir, neue Long-Positionen zu kaufen, sobald der Kurs oberhalb des absteigenden Kanals schließen kann. Das Kursziel würde dann bei 32 US-Dollar liegen, die Stopps sollten bei 14 US-Dollar platziert werden.

Falls das Paar jedoch entgegen unserer Annahme am oberseitigen Widerstand scheitert und dadurch unter 16,4882 US-Dollar abrutscht, dann könnte daraus eine Talfahrt bis auf 14,2555 US-Dollar resultieren. Knickt diese Marke dann auch noch ein, setzt sich der Abwärtstrend wieder fort.

BSV/USD

Bitcoin SV (BSV) bewegt sich weiterhin in einer engen Preisspanne von 75,506 – 90,40 US-Dollar. Daran sehen wir, dass es momentan ein Gleichgewicht zwischen Käufern und Verkäufern gibt, allerdings ist sich keine der beiden Seiten sicher, in welche Richtung es als nächstes geht, weshalb es zum „Waffenstillstand“ gekommen ist.

BSV/USD

Je länger diese Gleichgewichtsphase anhält, je stärker wird die anschließende Kursbewegung. Falls die Bullen in der Lage sind, den Kurs aus der Preisspanne zu heben, dann ist ein Aufschwung bis an das 50-Tage-SMA möglich. Hier befindet sich ein starker Widerstand, der seit dem 11. Juli noch nicht wieder geknackt werden konnte. Dementsprechend würde es wieder zum Aufwärtstrend kommen, falls diese Hürde nun übersprungen werden kann.

Sollte der Kurs jedoch nach unten aus der Preisspanne abrutschten, dann ist ein Absturz bis auf das jüngste Tief von 66,666 US-Dollar wahrscheinlich. Wird diese Marke unterboten, könnte das BSV/USD-Paar zurück in den Abwärtstrend übergehen. Da das Paar zuvor in einem starken Abwärtstrend lag, warten wir zunächst ab, ob es zu einer Trendwende kommt, ehe wir zum Kaufen raten.

XLM/USD

Der jüngste Abschwung von Stellar (XLM) war keine Bedrohung für den Support bei 0,055901 US-Dollar, woran wir sehen, dass die Bullen kleinere Abschwünge sofort aufkaufen. Die Bullen werden jetzt versuchen, den Kurs über den oberseitigen Widerstand von 0,064886 US-Dollar zu heben.

XLM/USD

Sollte dies gelingen, dann ist ein Aufschwung bis zur Abwärtstrendlinie oder sogar bis auf 0,088708 US-Dollar möglich. Die Gleitenden Mittel sind abgeflacht und der RSI liegt über 50 Punkten, was darauf hindeutet, dass die Bären langsam ihren Zugriff verlieren. Dementsprechend können Anleger an ihren Long-Positionen festhalten und diese mit Stopps von 0,051 US-Dollar versehen.

Unsere positive Prognose ist hinfällig, falls das XLM/USD-Paar an der 0,064886 US-Dollar scheitert und dann unter die 0,051014 US-Dollar Marke abfällt. Allerdings gehen wir nicht davon aus, dass dieses Szenario eintritt.

TRX/USD

Tron (TRX) versucht momentan, sich von den Gleitenden Mitteln abzustoßen, was ein positives Zeichen ist. Daran erkennen wir, dass die Bullen ihren Support unbedingt verteidigen wollen. Der Kurs könnte jetzt langsam bis an den oberseitigen Widerstand von 0,018660 US-Dollar klettern. Diese Marke ist von besonderer Wichtigkeit, da der Kurs hier wiederholt gescheitert ist.

TRX/USD

Sollte das TRX/USD-Paar nun erneut an dieser Marke scheitern, dann ist ein Abschwung bis zur Aufwärtstrendlinie oder sogar zurück bis auf die Gleitenden Mittel möglich. Ein Absturz unter die Gleitenden Mittel könnte das Paar bis auf 0,011240 US-Dollar herunterziehen.

Falls das Paar allerdings in der Lage ist, über 0,018660 US-Dollar zu klettern, dann wird es neuen Rückenwind bekommen, der es bis auf 0,0256938 oder sogar 0,030 US-Dollar tragen könnte. Dementsprechend können Anleger Long-Positionen gemäß unserer vorherigen Kursanalyse kaufen.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment – und Handelsschritt birgt ein Risiko. Recherchieren Sie gut, bevor eine Entscheidung treffen.

Die Marktdaten stammen von der HitBTC-Börse.

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Mit Booking Holdings verlässt der nächste große Investor Facebook Libra

Die Booking Holdings, der führende Betreiber von Online-Reiseportalen, verlässt als nächster namhafter Investor das Facebook Krypto-Projekt Libra.

Wie Bloomberg am 14. Oktober berichtet, hat sich die Booking Holdings nun ebenfalls entschieden, Facebook Libra den Rücken zu kehren, was den Investoren-Exodus des Krypto-Projekts weiter verschlimmert. Von ursprünglich 28 geplanten Investoren sind mittlerweile nur noch 21 an Bord.

Eine gute Idee?

Die Booking Holdings, die für Portale wie Kayak, momondo, booking.com, priceline.com und agoda.com verantwortlich ist, hatte sich im Juni als eines der Gründungsmitglieder von Facebook Libra angekündigt. Der Booking Holdings Geschäftsführer Glenn Fogel meinte daraufhin im August, dass Blockchain-basierte Währungen zunehmend an Wichtigkeit gewinnen würden, was ein Indiz für das damalige Interesse an dem Facebook Projekt sein könnte.

Fogel prognostizierte in diesem Zusammenhang, dass Bargeld in der Zukunft eine immer geringere Rolle spielen wird, weshalb sich womöglich Platz für eine neue, sichere Währung ergibt. So sagte Fogel im Wortlaut:

„Als Bitcoin erstmals ins Rampenlicht gerückt ist, haben viele daran gezweifelt. Obwohl die Zukunft von Bitcoin noch ungewiss ist, bin ich davon überzeugt, dass Währungen mit Blockchain-Basis [Kryptowährungen} weltweit an Beliebtheit gewinnen werden, besonders außerhalb der USA.“

Mark Zuckerberg soll Stellung nehmen

Der jüngste Schritt der Booking Holdings kommt nur wenige Tage bevor Facebook Geschäftsführer Mark Zuckerberg im parlamentarischen Ausschuss für Finanzdienstleistungen aussagen soll. Die Anhörung von Zuckerberg steht im Zusammenhang mit einem Gesetzentwurf, der Tech-Konzerne vom Eintritt ins Finanzwesen abhalten soll.

David Marcus, der Geschäftsführer von Facebook Libra, hatte zuvor jeweils in den parlamentarischen Ausschüssen für Finanzdienstleistungen und Bankenwesen zum firmeneigenen Krypto-Projekt ausgesagt. Dabei gab er an, dass sich der Social-Media Konzern dringlichst darum bemüht, die Bedenken von Politik und Aufsichtsbehörden auszuräumen.

Nichtsdestotrotz zeigen sich viele Politiker weiterhin skeptisch. US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte heute gemutmaßt, dass der Investoren-Exodus von Libra auf die rechtlichen Bedenken der potenziellen Mitglieder zurückzuführen ist, da Facebook den hohen Standards zur Bekämpfung von Geldwäsche noch nicht gerecht wird. Allerdings vermuten einige Stimmen der Kryptobranche, dass der politische Druck auf die Investoren die tatsächliche Ursache für deren Ausstieg ist.

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