Beiträge

IBM erfindet „selbständigen“ Krypto-Token für Offline-Transaktionen

Der Technologiekonzern IBM hat das Patent für einen „selbständigen Token“ zugesprochen bekommen, der Offline-Transaktionen durchführen und später wieder in seine Blockchain eingebunden werden kann.

In dem entsprechenden Dokument des amerikanischen Patentamts ist ein System zur Abwicklung von finanziellen Daten auf einer Plattform für digitale Währungen beschrieben. In diesem Zusammenhang wird auch die Abwicklung von Krypto-Tokens erwähnt, die in der Lage sein sollen, Offline-Transaktionen zu tätigen. Für die Abwicklung von Transaktionen im „offline“ Zustand, also außerhalb der zugehörigen Blockchain, wird das Konzept der „selbständigen Tokens“ vorgestellt.

Offline-Transaktionen

Das Patent zieht dafür Parallelen zwischen dem vorgeschlagenen System und einer anderen Plattform zur Validierung von Krypto-Tokens, für die IBM bereits im Juli 2012 ein Patent eingereicht hatte. Die damalige Plattform sollte in der Lage sein, einen Token über seine gesamte Lebensdauer nachverfolgen zu können und Transaktionen in Echtzeit abwickeln zu können.

In Bezug auf den neuen „selbständigen Token“ heißt es wiederum in dem jüngsten Patent:

„Für den Fall, dass ein Nutzer eine Offline-Transaktion mit einem Token von unserer Plattform tätigt, dann muss es ein System geben, das dem Token erlaubt, zu einem späteren Zeitpunkt wieder online zu gehen und wieder in die Blockchain eingebunden werden zu können. Ein solches System würde eine deutliche Verbesserung für die Verarbeitung von Finanzdaten darstellen.“

Der Gedanke hinter dem neuen Patent ist wahrscheinlich, dass die breite Annahme von Digitalwährungen wahrscheinlich neue Fragen hinsichtlich der Validierung von Tokens aufwerfen werden. Dies ist umso wichtiger im Hinblick auf Zahlungssysteme, die in der Vergangenheit wenig Überschneidungspunkte hatte, aber zukünftig zur Zusammenarbeit gezwungen sein könnten. Damit dies klappt wird es zukünftig gemeinsame Standards brauchen, um eine gemeinsame Grundlage zu schaffen.

Neue Standards braucht die Branche

Die sogenannte Token Taxonomy Initiative (TTI) hat deshalb im vergangenen November Richtlinien zur Standardisierung von Tokens vorgestellt. Zur TTI gehören auch einige große Namen der Tech-Branche, darunter IBM, Microsoft, Intel, ConsenSys, EY, R3 und JPMorgan.

Der Blockchain-basierte Cloud-Service Microsoft Azure hat seinerseits jüngst einen neuen Service für Blockchain-Datenmanagement und Tokenisierung angekündigt. Damit soll die Erstellung und Verwaltung von Tokens vereinfacht werden, die nach einem bestimmten Standard konzipiert sind.

auf cointelegraph lesen

Kursanalyse, 27. Januar: BTC, ETH, XRP, BCH, BSV, LTC, EOS, BNB, ETC, XLM

Die Anleger weichen zunehmend auf sichere Finanzprodukte aus, während das Coronavirus weiter in China wütet und sich mittlerweile auch in andere asiatische Länder, die USA und sogar nach Europa und Australien ausbreitet. Normalerweise ziehen sich Anleger in Krisenzeiten aus allen Anlageklassen zurück, aber langsam scheint es so, als ob sie Unterscheidungen zwischen einzelnen Anlageklassen und deren Beeinflussungen durch eine jeweilige Krise treffen.

Nachdem auch Bitcoin zunächst unter der vom Coronavirus ausgelösten Panik leiden musste, haben sich die Kryptomärkte gefangen und befinden sich nun wieder im Aufschwung. Die Gesamt-Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen ist dementsprechend von einem zwischenzeitlichen Tief von 227 Mrd. US-Dollar am 24. Januar zurück bis auf 243 Mrd. US-Dollar geklettert. Daran erkennen wir, dass die Anleger ganz klar wieder Kryptowährungen kaufen.

Die Auswirkungen einer Krise sind in der Regel nur von kurzer Dauer. Sobald die Verbreitung des Virus eingedämmt werden kann, werden die Kryptomärkte ihre neuen Gewinne zum Teil wahrscheinlich wieder verlieren, da dann wieder die Fundamentaldaten in den Vordergrund treten.

Daily cryptocurrency market performance. Source: Coin360

Marktvisualisierung von Coin360

Die große Schweizer Bank Julius Bär bietet ab sofort auch Krypto-Dienstleistungen an, was einen weiteren kleinen Schritt in Richtung Adoption darstellt. Aufgrund entsprechender Nachfrage durch die Kunden hat sich die Bank dazu entschieden, zukünftig Handel und Verwahrung von Kryptowährungen zu ermöglichen.

Können die Bullen den neuerlichen Schwung der Kryptomärkte nutzen, um die Kurse über ihre letzten Hochs zu heben? Werfen wir einen Blick auf die Kurse, um es herauszufinden!

BTC/USD

Die Bullen konnten den Support des 20-Tage-EMA bei 8.731 US-Dollar verteidigen, was ein positives Zeichen ist. Bitcoin (BTC) wird nun versuchen, diesen Schwung mitzunehmen, um den Widerstand von 9.198,61 US-Dollar zu überspringen und falls dies gelingen sollte, könnte die Kletterpartie womöglich sogar bis auf 10.360,89 US-Dollar weitergeführt werden.

BTC USD daily chart. Source: Tradingview

Bitcoin-Kursverlauf. Quelle: Tradingview

Beide Gleitenden Mittel (MAs) klettern langsam nach oben und der RSI liegt ebenfalls im positiven Bereich, was klar anzeigt, dass die Bullen am Drücker sind.

Diese positive Prognose ist jedoch hinfällig, falls die Bären den Kurs zurück unter das 20-Tage-EMA drücken können. Sollte dies gelingen, könnte das BTC/USD-Paar bis auf den Support von 7.856,76 US-Dollar heruntergezogen werden. Das 50-Tage-SMA liegt bei 7.752 US-Dollar, also nur knapp unterhalb dieser Marke, weshalb wir davon ausgehen, dass die Bullen hier mit aller Macht dagegenhalten.

Sollte das 50-Tage-SMA dennoch einknicken, wäre dies ein sehr schlechtes Zeichen. Dementsprechend raten wir, die Stopps für Long-Positionen bei 7.600 US-Dollar zu setzen.

ETH/USD

Ether (ETH) konnte sich ebenfalls am 20-Tage-EMA fangen und neuen Schwung holen. Damit kann der Kurs wahrscheinlich wieder bis an den oberseitigen Widerstand von 173,841 US-Dollar klettern, der allerdings eine große Hürde darstellt. Da das 20-Tage-EMA nach oben zeigt und der RSI im positiven Bereich liegt, sind die Bullen trotzdem klar am Drücker.

ETH USD daily chart. Source: Tradingview​​​​​​​

Ether-Kursverlauf. Quelle: Tradingview

Falls die Bullen es deshalb doch schaffen, den Kurs über 173,841 US-Dollar zu heben, dann ist ein weiterer Aufschwung bis auf 197,75 US-Dollar möglich, aber spätestens hier erwarten wir noch größeren Widerstand, weshalb Anleger in einem solchen Fall erste Teilgewinne ausbuchen sollten.

Unsere positive Prognose ist jedoch hinfällig, sobald der Kurs unter den Support-Bereich von 157,5 – 151,829 US-Dollar abrutscht. Dementsprechend sollten Anleger die Stopps für ihre Long-Positionen bei 150 US-Dollar setzen. Oberhalb von 173,841 US-Dollar werden wir die Stopps für das ETH/USD-Paar anheben.

XRP/USD

Obwohl XRP unter den Halsbereich (gelbe Linie) des umgedrehten Kopf-und-Schultern Musters abgerutscht ist, konnten die Bullen das 50-Tage-SMA bei 0,21 US-Dollar verteidigen. Anschließend haben sie den Kurs am 26. Januar wieder zurück über den Halsbereich gehoben, was darauf hindeutet, dass es in den niedrigeren Bereichen auf jeden Fall Kaufinteresse gibt.

XRP USD daily chart. Source: Tradingview​​​​​​​

XRP-Kursverlauf. Quelle: Tradingview

Dieser Aufschwung sieht sich allerdings bei 0,2326 US-Dollar einem Widerstand gegenüber und falls der Kurs an dieser Marke scheitert, werden die Bären versuchen, eine Talfahrt unter das 50-Tage-SMA und den Support-Bereich bei 0,20041 US-Dollar einzuleiten.

Falls der Support-Bereich hält, wird sich das XRP/USD-Paar zunächst in einer Seitwärtsbewegung festigen. Die abgeflachten Gleitenden Mittel und der RSI nahe 50 deuten darauf hin, dass sich der Kurs auf dem momentanen Stand einpendeln wird.

Sollten die Bullen jedoch in der Lage sein, das Paar über die 0,2326 US-Dollar Marke zu hieven, dann ist ein weiterer Aufschwung bis auf 0,25401 US-Dollar möglich. Wenn dann auch noch diese Hürde geknackt wird, könnte sich die Kletterpartie sogar bis auf 0,315063 US-Dollar ziehen. Anleger sollten die Stopps für ihre Long-Positionen in jedem Fall bei 0,1995 US-Dollar setzen.

BCH/USD

Bitcoin Cash (BCH) hat in den letzten zwei Tagen einen starken Aufschwung hingelegt und konnte dadurch über den Widerstand bei 360 US-Dollar klettern. Dies ist ein positives Zeichen, da wir daran sehen, dass die Bullen den jüngsten Abschwung unter 306,78 US-Dollar dazu genutzt haben, um neue Long-Positionen anzukaufen.

BCH USD daily chart. Source: Tradingview​​​​​​​

Bitcoin Cash Kursverlauf. Quelle: Tradingview

Beide Gleitenden Mittel zeigen nach oben und der RSI liegt fast im überverkauften Bereich, was anzeigt, dass die Bullen die Oberhand zurückgewonnen haben.

Die nächste wichtige Hürde liegt bei 403,88 US-Dollar und falls die Bullen diese nehmen können, ist der Weg für das BHC/USD-Paar frei, um bis auf 480 US-Dollar zu klettern. Unsere positive Prognose ist jedoch hinfällig, falls der Kurs unter die 296,13 US-Dollar Marke abrutscht.

BSV/USD

Die Bullen versuchen momentan, Bitcoin SV (BSV) mit viel Schwung über den Widerstand bei 337,80 US-Dollar zu heben. Da momentan beide Gleitenden Mittel nach oben zeigen und der RSI im positiven Bereich liegt, gehen wir davon aus, dass die Bullen am Drücker sind.

BSV USD daily chart. Source: Tradingview​​​​​​​

Bitcoin SV Kursverlauf. Quelle: Tradingview

Falls die 337,80 US-Dollar Hürde tatsächlich geknackt werden kann, wäre dies ein sehr positives Zeichen. Oberhalb dieser Marke könnte das BSV/USD-Paar dann wohl sogar bis auf sein bisheriges Rekordhoch von 458,74 US-Dollar klettern.

Sollten die Bullen allerdings nicht in der Lage sein, das Paar über 337,80 US-Dollar zu heben, dann wird es sich weiterhin in einer Seitwärtsbewegung einpendeln. Bei einem Absturz unter 236 US-Dollar würde es jedoch wieder ins Negative umschlagen.

LTC/USD

Litecoin (LTC) hat in den letzten beiden Tagen wieder an Fahrt gewonnen und wird dadurch wahrscheinlich bis auf 66,1486 US-Dollar gehoben. Das 20-Tage-EMA dreht sich auch langsam wieder nach oben und der RSI schraubt sich ebenfalls wieder in den positiven Bereich, woran wir sehen, dass die Bullen die Oberhand zurückgewinnen.

Falls die Bullen den Kurs über 66,1486 US-Dollar heben können, würde sich damit ein positives Tasse-und-Henkel Muster komplettieren, das ein Kursziel von 96,439 US-Dollar zur Folge hätte.

LTC USD daily chart. Source: Tradingview​​​​​​​

Litecoin-Kursverlauf. Quelle: Tradingview

Unsere positive Prognose ist jedoch hinfällig, falls der Kurs es doch nicht über die 66,1486 US-Dollar Marke schafft. Sollte dies passieren, wird das LTC/USD-Paar wahrscheinlich in eine Seitwärtsbewegung übergehen. Sobald das Paar unter 50 US-Dollar abrutscht, schlägt es wieder gänzlich ins Negative um.

EOS/USD

EOS konnte in den letzten beiden Tagen deutlich nach oben klettern, was klar belegt, dass es nahe dem 20-Tage-EMA bei 3,47 US-Dollar großes Kaufinteresse gibt. Das 20-Tage-EMA zeigt wieder aufwärts und der RSI befindet sich im überverkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass die Bullen wieder fest im Sattel sitzen.

EOS USD daily chart. Source: Tradingview​​​​​​​

EOS-Kursverlauf. Quelle: Tradingview

Sie werden nun versuchen, den Kurs über den Widerstand bei 4,24 US-Dollar zu heben und falls dies gelingt ist eine Kletterpartie bis auf 4,8719 US-Dollar möglich.

Sollten die Bullen es jedoch nicht über die 4,24 US-Dollar Marke schaffen, dann wird sich der Kurs zunächst in einer Seitwärtsbewegung einpendeln. Sobald das EOS/USD-Paar unter das jüngste Tief von 3,3555 US-Dollar abrutscht, schlägt es wieder ins Negative um.

BNB/USD

Der Binance Coin (BNB) bewegt sich momentan seitwärts zwischen 16,50 – 18,50 US-Dollar. Die Bullen haben zuvor den Abschwung auf 16,50 US-Dollar aufgekauft und versuchen jetzt, den Kurs über den oberseitigen Widerstand von 18,50 US-Dollar zu heben.

BNB USD daily chart. Source: Tradingview​​​​​​​

Binance Coin Kursverlauf. Quelle: Tradingview

Falls den Bullen dies gelingen sollte, ist eine Kletterpartie bis auf 21,80 US-Dollar möglich. Sollte der Kurs jedoch an der 18,50 US-Dollar Marke scheitern, dann wird das BNB/USD-Paar weiter in seiner aktuellen Preisspanne verbleiben.

Das Paar schlägt ins Negative um, sobald es unter den Support von 16,50 US-Dollar abrutscht. Deshalb sollten Long-Positionen mit einem Stopp von 15,90 US-Dollar versehen werden.

ETC/USD

Der starke Aufschwung von Ethereum Classic (ETC) hat die Kryptowährung zurück in unsere Top-10 katapultiert. Die Bullen haben es geschafft, den Kurs über die wichtige 10 US-Dollar Hürde zu heben. Falls sich die Kryptowährung hier festigen kann, könnte ein neuer Aufwärtstrend bevorstehen.

ETC USD daily chart. Source: Tradingview​​​​​​​

ETC-Kursverlauf. Quelle: Tradingview

Die nächste wichtige Hürde liegt bei 12,04 US-Dollar und sobald auch diese Marke geknackt wurde, ist ein Aufschwung bis auf 16,60 US-Dollar möglich. Da die Gleitenden Mittel nach oben zeigen und der RSI im überverkauften Bereich liegt, ist klar ersichtlich, dass die Bullen am Drücker sind.

Unsere positive Prognose ist allerdings hinfällig, falls der Kurs zurück unter die 10 US-Dollar Marke abrutscht. In diesem Fall wäre ein Abschwung bis auf 7,7853 US-Dollar die wahrscheinliche Folge. Das ETC/USD-Paar schlägt ins Negative um, sobald die Bären den Kurs dann auch noch unter diesen Wert drücken können.

XLM/USD

Stellar (XLM) konnte sich vom 20-Tage-EMA abstoßen und neuen Schwung generieren. Die Bullen werden jetzt versuchen, den Kurs über das jüngste Hoch von 0,066261 US-Dollar zu heben. Sollte dies gelingen, dann könnte der Altcoin weiter bis auf 0,088708 US-Dollar klettern.

XLM USD daily chart. Source: Tradingview​​​​​​​

XLM-Kursverlauf. Quelle: Tradingview

Falls der Kurs jedoch erneut an de 0,066261 US-Dollar Marke scheitert, dann wird das XLM/USD-Paar weiter in seiner momentanen Preisspanne verhaftet bleiben.

Das Paar schlägt ins Negative um, sobald es unter 0,054954 US-Dollar abrutscht. Unterhalb dieser Marke könnte es dann sogar bis auf 0,051014 US-Dollar abstürzen.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment – und Handelsschritt birgt ein Risiko. Recherchieren Sie gut, bevor eine Entscheidung treffen.

Die Marktdaten stammen von der HitBTC-Börse.

auf cointelegraph lesen

Altcoin-Marktanalyse: Mehrheit der Top-100-Altcoins folgt Bitcoin-Korrektur, Ripple-Kurs (XRP) schwächelt

Die bullishen Kurssprünge unter den Top-10-Altcoins in den vergangenen Wochen pausieren vorerst. Zwar weist die Mehrheit der zehn großen Kryptowährungen auf Wochensicht einen geringen Kursaufschlag von durchschnittlich rund 3 Prozentpunkten auf, die Rallye hat sich jedoch verlangsamt. Positive Ausnahmen stellen diese Woche der Altcoin Cardano (ADA) mit einem Kursaufschlag von 7,3 Prozentpunkten sowie Bitcoin SV mit 5,3 Prozent und Bitcoin Cash mit 4,9 Prozent dar. Auch der Eos Coin (EOS) sowie der Binance Coin (BNB) halten sich verhältnismäßig gut und können ihre Vorwochenkurse verteidigen. Der Underperformer der Woche ist der Überflieger der letzten Wochen. Das Schlusslicht Ripple (XRP) verliert 2,94 Prozent an Wert.

Beste Kursentwicklung unter den Top-10-Altcoins: Cardano (ADA)

Altcoin, Mehrheit der Top-100-Altcoins folgt Bitcoin-Korrektur, Ripple-Kurs (XRP) schwächelt

Kursanalyse auf Basis des Wertepaares ADA/USDT auf Bittrex

Cardano kann diese Woche, entgegen der übergeordneten bearishen Tendenz vieler Altcoins, um mehr als vier Prozent an Wert hinzugewinnen. Damit sichert sich der Ada Coin den Wochensieg unter den Top-10-Altcoins. Nachdem Cardano am Dienstag, den 14. Januar, aus dem roten Abwärtstrendkanal ausgebrochen war, stieg der Kurs bis an den exponentiell gleitenden Mittelwert der letzten 200 Tage (EMA200) (blau) bei 0,046 US-Dollar. Wie bei den meisten anderen Altcoins auch prallte der Kurs an dem EMA200 nach unten ab und notiert aktuell bei 0,044 US-Dollar. Damit handelt der Ada-Kurs weiterhin oberhalb des exponentiell gleitenden Mittelwerts der letzten 20 Tage (EMA20) (rot) bei 0,041 US-Dollar. Ausgehend von dieser Unterstützungsmarke bestehen erneute Anstiegschancen in Richtung des 23er-Fibonacci-Retracement bei 0,0485 US-Dollar. Fällt Cardano hingegen zurück in Richtung Oberkante des gebrochenen Trendkanals, ist ein Retest des Bereichs zwischen 0,037 US-Dollar und 0,035 US-Dollar wahrscheinlich. Von diesem Kursniveau aus sollten die Bullen spätestens einen erneuten Angriff auf der Long-Seite in Richtung EMA200 initiieren. Optimalerweise ist auch hier mit einem Anlaufen des 23er-Fibonacci-Retracements zu planen.

Fällt der Kurs von Cardano im Zuge eines schwachen Gesamtmarkts hingegen per Tagesschlusskurs zurück in den roten Abwärtstrendkanal, ist dieses als Fehlausbruch auf der Oberseite zu werten. Gibt der Ada-Kurs die Unterstützung bei 0,035 US-Dollar auf, droht ein Kursrutsch in Richtung des Verlaufstiefs aus dem Dezember 2019 bei 0,030 US-Dollar. Ein Bruch dieses Kursniveaus würde als Ziel das Allzeittief aus dem Dezember 2018 bei 0,027 US-Dollar aktivieren. Solange der Kurs von Cardano sich jedoch oberhalb des gebrochenen Abwärtstrendkanals stabilisieren kann, überwiegt das bullishe Szenario eines weiter steigenden Kurses.

Indikatoren: RSI baut überkauften Zustand ab, MACD-Indikator im Tageschart kurz vor Verkaufssignal  

Auf Tagessicht notiert der RSI weiter oberhalb des Schwellenwerts von 55. Solange der RSI sich oberhalb der neutralen Zone bewegt, überwiegen die Chancen für einen weiteren Kursanstieg bei Cardano. Der MACD zeigt hingegen erste bearishe Tendenzen und droht bei einem weiteren Kursabfall in den kommenden Tagen, ein Verkaufssignal auszubilden. Auf Wochensicht zeigt sich hingegen ein positives Gesamtbild. Der RSI steigt weiter an, notiert mit einem Wert von 49 aber noch in der neutralen Zone. Auch der MACD zeigt sich weiter freundlich und bestätigt vorerst das in der Vorwoche generierte Kaufsignal.

Schlechteste Kursentwicklung unter den Top-10-Altcoins: Ripple (XRP)

Altcoin, Mehrheit der Top-100-Altcoins folgt Bitcoin-Korrektur, Ripple-Kurs (XRP) schwächelt

Kursanalyse auf Basis des Wertepaares XRP/USD auf Bitfinex

Nachdem der Kurs von Ripple in den Vorwochen ebenfalls bedeutend zulegen konnte, schwächelt er diese Woche und markiert das Schlusslicht unter den Top-10-Altcoins. Ripple kämpft weiterhin mit dem zentralen Widerstand bei 0,235 US-Dollar. Solange diese Marke nicht nachhaltig überwunden werden kann, bestehen für den XRP-Kurs weiterhin potentielle Abwärtsrisiken. Der Kurs von Ripple schaffte es im Gegensatz zu vielen anderen Altcoins nicht, den exponentiell gleitenden Mittelwert der letzten 200 Tage (EMA200) (blau) anzulaufen. Somit ist XRP aktuell ein Underperformer. Erst bei einem Bruch des orangen Widerstandsbereichs bestehen Anstiegschancen in Richtung des 23er-Fibonacci-Retracements bei 0,254 US-Dollar. Spätestens an dem EMA200 bei 0,267 US-Dollar wird sich entscheiden, ob der Kurs von Ripple die Kraft hat, auch die Oberkante des Trendkanals bei 0,299 US-Dollar zu attackieren. Als zentrale Kursunterstützung fungiert weiterhin die grüne Aufwärtstrendlinie bei 0,202 US-Dollar.

Fällt der Kurs von Ripple hingegen per Tagesschluss zurück unter diese Marke, werden Ziele bei 0,185 US-Dollar sowie 0,175 US-Dollar aktiviert. Vorerst sind die Bullen aber noch im Vorteil und die Bären liegen lediglich auf der Lauer.

Indikatoren: RSI stabilisiert sich vorerst in der neutralen Zone. MACD-Indikator im Tageschart droht, neues Verkaufssignal auszubilden

Der RSI ist in den letzten Tagen weiterhin auf dem Rückzug, konnte sich aber in der neutralen Zone zwischen 45 und 55 vorerst stabilisieren. Solange der RSI nicht zurück unter die 45 fällt, bestehen für die Bullen somit weiterhin Anstiegschancen. Der MACD im Tageschart ist hingegen uneinheitlich. In den letzten Tagen bildete er mehrere Fehlsignale aus und tendiert aktuell richtungslos seitwärts. Erst ein erneuter Kursanstieg würde hier auch ein neues Kaufsignal generieren.

Stabilität der Top 10

Nach drei starken Wochen kommt es bei den Top-10-Altcoins mehrheitlich zu Kurskorrekturen. Einzig Cardano weist auf Wochensicht ein Kursplus auf. Die teils starken Kursbewegungen einzelner Top-10-Kryptowährungen wirbeln die Rangliste hingegen weiter durcheinander. Bitcoin SV kann auch diese Woche um zwei Positionen nach oben klettern und belegt nun den fünften Platz. Litecoin (LTC) wie auch Eos (EOS) verlieren hingegen erneut einen Ranglistenplatz und rutschen auf den sechsten respektive siebten Platz ab.

Gewinner und Verlierer der Woche

Die aktuelle Korrektur der Leitwährung Bitcoin lässt auch die Kurse bei den Top-100-Altoins in der Woche fallen. Lediglich 20 Prozent der Altcoins kann auf Wochensicht ein Kursplus aufweisen. Der stärkste Altcoin, MaidSafeCoin (MAID), kann nach einer schwachen Vorwoche in dieser Woche um 31 Prozent zulegen. Auch die Kryptowährung Swipe (SXP) steigt entgegen des Gesamtmarkts um mehr als 17 Prozent und sichert sich den zweiten Platz. Ebenfalls bullish zu werten ist der Kursanstieg beim Enjin Coin (ENJ) um 14 Prozent. Einen deutlichen Ausreißer nach oben mit überproportional starkem Kursplus gibt es diese Woche indes nicht zu vermelden.

Unter den knapp achtzig Top-100-Altcoin, die in dieser Woche einen Kursabschlag aufweisen, ist der Altcoin Horizen (ZEN) mit einem Minus von 18 Prozentpunkten das Schlusslicht. Auch Bitcoin Diamond (BCD), in der Vorwoche noch mit einer positiven Kursentwicklung, tendiert mit einem Kursabfall um 15 Prozent aktuell schwach. Eine ebenfalls schwache Kursentwicklung, mit einem Kursabschlag von 13 Prozent weist der Altcoin Holo (HOT) auf. Die positive Kursentwicklung bei vielen Top-100-Altcoins in den Vorwochen erfährt aktuell eine Pause. Die anhaltende Kursschwäche von Bitcoin wirkt sich somit aktuell auch negativ auf die Kursentwicklungen vieler Top-100-Altcoins aus. Solange sich Bitcoin jedoch über der 7.650-US-Dollar-, optimalerweise auch über der 8.000-US-Dollar-Marke stabilisiert, bestehen in den kommenden Wochen weiterhin gute Chance für weitere Kursanstiege am Gesamtmarkt.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Die Chartbilder wurden mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,90 Euro.

Mehr zum Thema:

auf btc-echo lesen

Eine Wallet hält 27% des Ether-Bestands der MakerDAO-Stablecoin Sai

Von allen Ether (ETH), die in den Collateralized Debt Positions (CDPs) des alten MakerDAO-Systems festgehalten sind, gehören 27% zu einer einzelnen Ethereum-Adresse. Digital Assets Data, ein Datenunternehmen für Finanztechnologie, teilte diese Erkenntnisse am 26. Januar mit Cointelegraph.

Mit Dai, das von MakerDAO erstellt wurde, können Benutzer die Stablecoin ausleihen oder generieren, indem sie ihre Bestände an Kryptowährungen als Sicherheit ablegen. Dai wurde nicht mit Bankkonten von Reservewährungen unterstützt, sondern wird durch das Eingehen von Ether in einen CDP-Smart-Vertrag generiert.

Im November 2019 erreichte der Dai Stablecoin seine 100-Millionen-Token-Schuldenobergrenze und führte Multi-Collateral-Dai (MCD) ein, das durch mehrere Vermögenswerte abgesichert werden kann.

Der alte Dai – Dai, der nur mit Ether generiert wurde – wurde als „Sai“ bekannt, während der neue MCD jetzt als „Dai“ bezeichnet wird. CDPs für verschiedene Assets wurden als „Tresore“ umbenannt, das heißt Ether wird in gespeichert ein Ether-Tresor, während Basic Attention Tokens (BAT) in einem BAT-Tresor gespeichert sind.

Wachstum des MakerDAO-Ökosystems

Digital Assets Data zufolge wurden mit der alten Version des Maker-Protokolls ungefähr 155.000 CDPs initiiert, und 77% davon befanden sich unter 0.05 ETH. Brandon Anderson, ein Data Science Lead bei Digital Assets Data, erklärte gegenüber Cointelegraph:

„Es gibt eine Adresse, die 27% des in CDPs gesperrten Werts beibehält. Ebenso hat das neue Vaults-System eine ähnliche Verteilung, wobei eine Adresse 15% des gesperrten Werts enthält. Wenn Maker weiter wächst, werden wir sehen, wie sich diese Distributionen auswirken und ob es mehr Akzeptanz in den unteren Klassen gibt.“

Anderson fügte hinzu, dass diese Adressen nicht unbedingt eine einzige Entität sind:

„Es ist möglich, dass eine oder mehrere dieser Adressen intelligente Verträge sind, die die ETH als Teil von MakerDAO enthalten und nicht nur eine einzige Einheit darstellen. Ohne umfangreiche Nachforschungen können wir uns nicht dazu verpflichten, diese Adressen herauszusuchen bzw. zu identifizieren. “

Er kam zu dem Schluss, dass es zwar große Akteure gibt, die wahrscheinlich eine unverhältnismäßig große Menge an gesperrtem Ether im Ökosystem kontrollieren, die Gesamtmenge der gesperrten Vermögenswerte jedoch im Laufe der Zeit zugenommen hat und „diese Protokolle in der Tat für alle offen sind, die teilnehmen möchten“.

Mit dem neuen System wurden über 3.500 Tresore erstellt, von denen die meisten laut Digital Assets Data über 1 ETH verfügen.

Gesperrte Ether in DeFi-Anwendungen erreicht Allzeithoch

Wie Cointelegraph Ende November 2019 mitteilte, erreichte die Zahl der Ether Locked In Decentralized Finance (DeFi)-Anwendungen laut DeFiPulse ein Allzeithoch von 2,7 Millionen ETH und ist seit Ende Juni stetig gewachsen.

Laut DeFiPulse beträgt der Gesamtwert der in DeFi-Anträgen gesperrten Mittel 793,1 Mio. USD (ein Allzeithoch von 3,2 Mio. ETH), davon befinden sich über 57% (453,5 Mio. USD, ein Allzeithoch von 2,5 Mio. ETH) im MakerDAO-System.

auf cointelegraph lesen

Litecoin Gründer schlägt 1%ige Spende aller Miner zur Weiterentwicklung von LTC vor

Der Litecoin (LTC) Gründer Charlie Lee hat vorgeschlagen, dass Mining-Pools freiwillige Spenden einrichten sollten, um damit die Weiterentwicklung von Kryptowährungen zu fördern.

„Ein besserer Weg, um die Weiterentwicklung zu fördern, wäre es, wenn Mining-Pools freiwillig einen Teil ihrer Block-Belohnung spenden würden“, wie Lee am 24. Januar in einem entsprechenden Tweet erklärt. Dem fügte er an:

„Wie wäre es, wenn die Litecoin Mining-Pools 1% (0,125 LTC) ihrer Block-Belohnungen an @LTCFoundation spenden? Wenn alle sich beteiligen, wären das 1,5 Mio. US-Dollar pro Jahr!“

Wenn tatsächlich alle Litecoin Miner 1% ihrer Block-Belohnungen spenden würden, hätte die Stiftung keinerlei Probleme, das Fortbestehen der Kryptowährung zu sichern, wie Lee gegenüber Cointelegraph bestätigt.

So erklärt er:

„Bei aktuellem Kursstand von LTC entspricht 1% aller Block-Belohnungen ungefähr dem 7-Fachen der Jahresausgaben der Litecoin Foundation. Selbst wenn nur ein kleiner Teil der Miner bereit ist, zu spenden, könnte die Litecoin Stiftung diese Gelder schon sehr gut gebrauchen, um ihre Arbeit an Litecoin Core, Mimble Wimble, LiteWallet und der LN Wallet zu finanzieren und um den jährlichen Litecoin Summit auf die Beine zu stellen sowie die Verbreitung bei Einzelhändlern und Nutzern voranzutreiben.“

Lee betont allerdings, das solche Spenden auf jeden Fall auf freiwilliger Basis getätigt werden sollten: „Es wäre nicht richtig, wenn es nicht freiwillig wäre.“

Geldsorgen

Für Unternehmen ist es in der Regel ohnehin schon eine große Hürde, das nötige Kapital einzusammeln, um Geschäftsbetrieb und Geschäftsentwicklung aufrechtzuerhalten. Für dezentralisierte Unternehmen bzw. Blockchain-Unternehmen gestaltet sich die Lage noch weitaus schwieriger.

So kamen Ende 2019 bereits Gerüchte auf, dass die Litecoin Foundation womöglich Insolvenz beantragen müsse, allerdings dementierte Lee diese Behauptungen am 13. Oktober in einer Twitter-Mitteilung. So schrieb er: „Bitte beachtet diese dummen Falschmeldungen und Lügen nicht. […] Wir haben genug Geld, um noch mindestens 2 Jahre weiterzumachen.”

Der neue Vorschlag von Lee kommt nur kurz nachdem die Bitcoin Cash (BCH) Fürsprecher Roger Ver und Jihan Wu ihrerseits einen Plan vorgestellt hatten, nachdem Miner 12,5% ihrer Block-Belohnungen an eine Organisation in Hongkong spenden müssten, um die Kryptowährung am Leben zu halten und weiterzuentwickeln.

auf cointelegraph lesen

Alles auf eine Karte – Ist die Tron-Blockchain abhängig von Glücksspiel-DApps?

Die Tron-Blockchain hat sich mittlerweile einen Namen in der Kryptobranche und in der Welt der dezentralisierten Apps (DApps) gemacht, obwohl große Teile der auf der Blockchain genutzten DApps aus dem Bereich des Glücksspiels stammen.

So weisen alleine 17 der Top-25 Tron-DApps einen Bezug zu Glücksspiel auf, wenn man der Liste von DappRadar folgt.

Top-25

Die restlichen acht Tron-DApps aus den Top-25 fallen in andere Kategorien, darunter Hochrisiko-Trading, Kryptobörsen und Spiele.

Allerdings ist das Transaktionsvolumen, das in den DApps ohne Glücksspielbezug verzeichnet wird, deutlich geringer als bei den Glücksspiel-DApps, einzige Ausnahme sind die zwei in der List enthaltenen Kryptobörsen.

Im Vergleich dazu befinden sich unter den Top-25 DApps auf der Ethereum-Blockchain lediglich drei, die aus dem Glücksspiel stammen.

Blockchain Las Vegas?

Im April 2019 hatte Tron die am schnellsten wachsende DApp-Nutzerschaft unter allen Blockchains ausgewiesen.

Ethereum, Tron und EOS haben sich den DApp-Markt 2019 fast allein geteilt, da sie zusammen insgesamt 98,65% aller DApp-Transaktionen ausgeführt haben. Cointelegraph hatte im Januar bereits darüber berichtet.

Das Transaktionsvolumen von Tron belief sich im 2019 auf eine Anzahl von 4,4 Mrd., wovon 89% des Umsatzes auf Glücksspiel-DApps entfällt. Die DappReview nennt Tron in ihrem Jahresrückblick deshalb auch „Las Vegas auf der Blockchain“.

Tron-Gründer Justin Sun hat sich derweil mit dem ehemaligen Apple Mitgründer Steve Wozniak zu einem Geschäftsessen getroffen, was er am 24. Januar auf Twitter mitgeteilt hatte.

Cointelegraph hat Justin Sun um Stellungnahme gebeten, aber bei Redaktionsschluss noch keine Antwort erhalten. Sobald eine Rückmeldung von Sun eingeht, wird dieser Artikel entsprechend aktualisiert.

auf cointelegraph lesen

Kursanalyse, 24. Januar: BTC, ETH, XRP, BCH, BSV, LTC, EOS, BNB, XLM, ADA

Der Chef des Internationalen Währungsfonds Wirtschaftswissenschaftler Gita Gopinath sagte in einer Podiumsdiskussion auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, dass der Libra von Facebook ein wichtiger Auslöser sei. Er bringe die Menschen dazu, den Status des US-Dollars als Reservewährung der Welt zu überdenken. Der brasilianische Wirtschaftsminister Paulo Guedes, der ebenfalls an der Diskussionsrunde teilnahm, sagte, dass „der Libra nur eine zukünftige digitale Währung“ hervorrufe.

Um den politischen Entscheidungsträgern zu helfen, digitale Zentralbankwährungen (CBDC) besser zu verstehen, hat das WEF in Zusammenarbeit mit einigen der wichtigsten Zentralbanken der Welt und Experten aus über 40 Institutionen das CBDC Policy Maker Toolkit entwickelt. Das wird den Zentralbanken helfen, die Vor- und Nachteile einer CBDC zu verstehen und sie durch die Gestaltung zu führen. 

Das WEF kündigte auch die Einrichtung eines globalen Konsortiums für die Verwaltung digitaler Währungen an. Das würde einen Rahmen für die Regulierung digitaler Währungen, einschließlich Stablecoins, bieten. Das zeigt, wie sich Zentralbanken und Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt allmählich auf die neue Technologie einstellen.

Kryptowährungsmarkt Tagesentwicklung

Kryptowährungsmarkt Tagesentwicklung. Quelle: Coin360

Der Ripple-CEO Brad Garlinghouse deutete unterdessen einen Börsengang innerhalb der nächsten 12 Monate an. Er glaubt, dass viele andere Krypto- und Blockchain-Firmen im Jahr 2020 wahrscheinlich einen Börsengang machen werden. Einige Firmen sind der Meinung, dass Notierungen an traditionellen Börsen institutionelle Anleger anziehen könnten, die aufgrund verschiedener regulatorischer Bedenken nur allmählich in die aufkommende Anlageklasse einsteigen.

Obwohl es im Kryptoraum viele Entwicklungen in Sachen Fundamentaldaten gibt, ist der Kurs noch nicht so hoch, wie die Begeisterung. Sehen wir mal nach, ob wir trotzdem eine Kaufgelegenheit finden.

BTC/USD

Bitcoin (BTC) fiel heute unter den 20-Tages-EMA bei 8.350 US-Dollar, kehrte aber schnell wieder um. Das zeigt, dass die Bullen die Rückgänge kaufen und nicht in Panik geraten und ihre Positionen schließen, was ein positives Zeichen ist.

BTC/USD Tageschart

BTC/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Sollte der Aufschwung anhalten, kann das BTC/USD-Paar bis auf den 200-Tages-SMA bei 8.966 US-Dollar klettern, was wahrscheinlich wieder als starrer Widerstand wirken wird. Wenn die Bullen den Kurs über die Widerstandszone zwischen dem 200-Tages-SMA und 9.200 US-Dollar steigen lassen, ist eine Rallye auf 10.360,89 US-Dollar möglich. 

Sollten die Bären jedoch den Überkopfwiderstand verteidigen, könnte das Paar noch einige Tage lang in einer engen Spanne verbleiben. Der abflachende 20-Tages-EMA und der RSI, der in der neutralen Zone liegt, deuten auf eine kurzfristige Konsolidierung hin.

Das Paar wird negativ, wenn die Bären den Kurs unter die Unterstützungszone zwischen dem 20-Tages-EMA und 7.856,76 US-Dollar sinken lassen. Daher können Trader ihre Stop-Loss-Limits bei ihren Long-Positionen bei 7.600 US-Dollar belassen.

ETH/USD

Ether (ETH) hat sich von der starken Unterstützung bei 157,50 US-Dollar aus erholt. Der 20-Tages-EMA liegt knapp unter diesem Niveau. Wir erwarten, dass die Bullen diese Unterstützung aggressiv verteidigen werden. Der größte Altcoin wird nun wahrscheinlich auf 173,841 US-Dollar steigen.

ETH/USD Tageschart

ETH/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Der 20-Tages-EMA flacht ab und der RSI fällt langsam in Richtung 50, was auf eine Spanne für einige Tage hindeutet. Das ETH/USD-Paar wird an Schwung gewinnen, wenn es aus der Widerstandszone zwischen 173,841 US-Dollar und 180 US-Dollar ausbricht.

Wenn die Bären den Kurs allerdings unter den 20-Tages-EMA sinken lassen, gibt es eine geringe Unterstützung bei 151,829 US-Dollar. Wenn auch diese Unterstützung durchbrochen wird, wird das ETH/USD-Paar negativ. Daher können Trader die Stops bei ihren Long-Positionen bei 150 US-Dollar belassen.

XRP/USD

XRP ist heute unter den Halsausschnitt des umgekehrten Kopf-Schulter-Musters (H&S) gefallen, was ein negatives Signal ist. Die Tatsache, dass die Bullen es nicht geschafft haben, die kritische Unterstützung am Halsausschnitt zu verteidigen, zeigt einen Mangel an Käufern auf diesen Niveaus.

XRP/USD Tageschart

XRP/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Die Bullen versuchen derzeit, den Kurs wieder über den Halsausschnitt zu heben. Wenn das gelingt, deutet das darauf hin, dass der aktuelle Fall unter den Halsausschnitt eine Bärenfalle war. Das XRP/USD-Paar wird nach einem Ausbruch über den 200-Tages-SMA an Schwung gewinnen.

Allerdings ist auch ein Rückgang auf 0,20041 US-Dollar möglich, wenn der Kurs nicht über dem Ausschnitt bleibt. Wenn diese Unterstützung durchbrochen wird, kann das Paar bis auf 0,18339 US-Dollar fallen. Händler können das Stop-Loss-Limit bei ihren Long-Positionen bei 0,1995 US-Dollar belassen.

BCH/USD

Bitcoin Cash (BCH) ist am 23. Januar stark zurückgegangen und fiel heute unter den 20-Tages-EMA bei 303 US-Dollar. Die Käufer stiegen jedoch bei 296,13 US-Dollar ein, was knapp über dem 50-prozentigen Fibonacci-Retracement-Niveau der jüngsten Rallye liegt.

BCH/USD Tageschart

BCH/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Die starke Erholung von den Tagestiefs deutet auf eine starke Nachfrage auf den niedrigeren Niveaus hin. Die Bullen werden nun versuchen, den Kurs auf 360 US-Dollar zu heben. Dieses Niveau wird wahrscheinlich wieder als starrer Widerstand wirken. Der 20-Tages-EMA flacht allmählich ab und der RSI liegt knapp über der Mitte, was auf eine Konsolidierung für einige Tage hindeutet.

Weiter unten gibt es einige wenige Unterstützungsniveaus zwischen 306,78 US-Dollar und 270,15 US-Dollar. Wenn diese jedoch durchbrochen werden und die Bären das BCH/USD-Paar unter 270,15 US-Dollar sinken lassen, ist das ein enormes Minus. Wir warten noch ab, ob der derzeitige Aufschwung anhält, bevor wir einen Handel empfehlen. 

BSV/USD

Bitcoin SV (BSV) knickte am 22. Januar vom Überkopfwiderstand bei 337,80 US-Dollar nach unten ab, erholte sich aber von der Unterstützung bei 236 US-Dollar aus. Das zeigt, dass die Bullen weiterhin bei Rückgängen auf 236 US-Dollar kaufen.

BSV/USD Tageschart

BSV/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Die Bullen werden nun versuchen, den Kurs auf 337,80 US-Dollar klettern zu lassen. Dieses Niveau wird wahrscheinlich wieder als starrer Widerstand wirken. Wenn der Kurs von 337,80 US-Dollar aus nach unten abknickt, wird er ein paar Tage lang in einer Spanne verbleiben.

Wenn die Bären das Paar unter 236 US-Dollar sinken lassen, ist ein Rückgang auf 200 US-Dollar und darunter auf 173,66 US-Dollar möglich. Daher warten wir lieber noch ab, bis sich eine zuverlässige Kaufkonstellation herausbildet, bevor wir einen Handel empfehlen.

LTC/USD

Als er es nicht über 66,1486 US-Dollar schaffte, fiel Litecoin (LTC) auf die kritische Unterstützung bei 50 US-Dollar. Der lange Docht an der Kerze zeigt, dass die Bullen auf den niedrigeren Niveaus kaufen. Das ist ein positives Zeichen, denn das zeigt, dass die Käufer auf den niedrigeren Niveaus einsteigen wollen.

LTC/USD Tageschart

LTC/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Wir sehen ein sich entwickelndes Tassen- und Henkelmuster, das bei einem Ausbruch über den Überkopfwiderstand bei 66,1486 US-Dollar vervollständigt wird. Das Ziel dieses Musters liegt bei 96,439 US-Dollar.

Sollten die Bullen den Kurs nicht über 66,1486 US-Dollar halten können, könnte das LTC/USD-Paar für einige Tage in einer Spanne verbleiben. Das Paar wird bei einem Fall unter 50 US-Dollar negativ. Wir warten noch ab, bis der Kurs sich über dem 20-Tages-EMA hält, bevor wir hier einen Trade vorschlagen.

EOS/USD

Die Erholung vom 200-Tages-SMA am 19. Januar war nur von kurzer Dauer, was ein negatives Zeichen ist. Das deutet auf eine mangelnde Nachfrage auf den höheren Niveaus hin. EOS fiel erneut auf den 200-Tages-SMA, was unseren Stop-Loss auf die verbleibenden Long-Positionen auslöste, den wir bei 3,4 US-Dollar gesetzt haben.

EOS/USD Tageschart

EOS/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Die Bullen haben jedoch erneut den 200-Tages-SMA verteidigt und versuchen, sich zu erholen. Wenn das gelingt, werden die Käufer versuchen, den Kurs auf 4,24 US-Dollar klettern zu lassen.

Das EOS/USD-Paar kann allerdings auf 3 US-Dollar fallen, wenn die Bären den Kurs unter die gleitenden Durchschnitte sinken lassen. Daher warten wir lieber noch ab, bis sich eine Kaufkonstellation herausbildet, bevor wir hier einen Handel empfehlen. 

BNB/USD

Binance Coin (BNB) liegt weiterhin in der Spanne zwischen 16,50 US-Dollar und 18,50 US-Dollar. Die Bullen kauften heute erneut den Rückgang auf 16,50 US-Dollar, was auf eine Nachfrage auf den niedrigeren Niveaus signalisiert. Das ist ein positives Zeichen. Der Kurs könnte wieder auf 18,50 US-Dollar steigen. Dieses Niveau wird wahrscheinlich als starrer Widerstand wirken.

BNB/USD Tageschart

BNB/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Ein Ausbruch über 18,50 US-Dollar dürfte den Kurs auf den 200-Tages-SMA bei 20,23 US-Dollar steigen lassen. Wenn dieser Widerstand überwunden ist, ist ein Aufstieg bis auf 21,80 US-Dollar möglich. Je länger der Kurs in der Spanne bleibt, desto stärker wird der Ausbruch am Ende sein.

Wenn die Bären das BNB/USD-Paar allerdings unter 16,50 US-Dollar sinken lassen, ist ein Rückgang auf die nächste Unterstützung bei 14,5201 US-Dollar möglich. Daher können Trader die Stops bei ihren Long-Positionen bei 15,90 US-Dollar belassen.

XLM/USD

Stellar Lumens (XLM) ist auf den 20-Tages-EMA gerutscht. Das löste unseren Stop-Loss für die Long-Positionen bei 0,056 US-Dollar aus. Wenn der Altcoin sich vom 20-Tages-EMA erholt, werden die Bullen versuchen, den Kurs über den 200-Tages-SMA zu heben.

XLM/USD Tageschart

XLM/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Ein Anstieg über 0,0665 US-Dollar wird wahrscheinlich weitere Käufer anziehen, die den Kurs auf 0,088708 US-Dollar steigen lassen können. Sollten die Bären hingegen den 200-Tages-SMA verteidigen, könnte das XLM/USD-Paar noch einige Tage lang in einer Spanne verbleiben.

Das Paar wird bei einem Fall unter den 20-Tages-EMA negativ. Darunter ist ein Rückgang auf 0,051014 US-Dollar möglich. Daher warten wir lieber noch ab, bis sich eine Kaufkonstellation herausbildet, bevor wir einen Handel empfehlen.

ADA/USD

Cardano (ADA) knickte am 23. Januar bei 0,0461161 US-Dollar vom Widerstand aus nach unten ab, was zeigt, dass die Bären dieses Niveau aggressiv verteidigen. Weiter unten versucht der Kurs jedoch, sich vom 20-Tages-EMA aus zu erholen, was auf Käufer auf den niedrigeren Niveaus hindeutet.

ADA/USD Tageschart

ADA/USD Tageschart. Quelle: Tradingview

Wenn die Käufer den Kurs über 0,0461161 US-Dollar steigen lassen können, wird das ADA/USD-Paar wahrscheinlich an Schwung gewinnen und eine Rallye auf 0,0560221 US-Dollar hinlegen. Daher schlagen wir Händlern vor, wie in unserer vorhergehenden Analyse vorgeschlagen, Long-Positionen zu eröffnen.

Der Kurs kann allerdings, wenn er wieder von 0,0461161 US-Dollar aus nach unten abknickt, auf 0,040 US-Dollar fallen und einige Tage lang in dieser Spanne verbleiben. Das Paar wird bei einem Fall unter 0,040 US-Dollar negativ. 

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment – und Handelsschritt birgt ein Risiko. Recherchieren Sie gut, bevor eine Entscheidung treffen.

Die Marktdaten stammen von der HitBTC-Börse.

auf cointelegraph lesen

WEF richtet Globaler Konsortium für digitale Währungen ein

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat ein globales Konsortium eingerichtet, das sich mit der Gestaltung eines Rahmens für die transnationale Verwaltung digitaler Währungen, einschließlich Stablecoins, widmet. Das soll das erste Konsortium seiner Art sein.

Einer Pressemitteilung vom 24. Januar zufolge konzentriert sich das neu gegründete Global Consortium for Digital Currency Governance auf die Entwicklung von interoperablen, transparenten und integrativen politischen Ansätzen zur Regulierung der digitalen Währungen und zur Förderung der öffentlich-privaten Zusammenarbeit in Industrie- und Schwellenländern.

Fragmentierung verhindern 

Das WEF sagte, die Motivation hinter der Einrichtung des Konsortiums sei es, zu zeigen, dass eine gut durchdachte globale Steuerung der Schlüssel zur Realisierung des vielversprechenden Potenzials digitaler Währungen ist. Damit soll die finanzielle Integration durch eine bessere Zugänglichkeit zu Finanzdienstleistungen für Leute weltweit ohne und mit nicht ausreichendem Zugang zu Bankendienstleistungen gefördert werden.

Das Konsortium wird internationale Unternehmen, traditionelle Finanzinstitutionen, Regierungsvertreter, technische Experten, Akademiker, internationale Organisationen, NGOs und Mitglieder der Communitys des WEF zusammenbringen.

Das WEF sprach über den derzeit fragmentierten Zustand der globalen Regulierung von digitalen Währungen. Es wolle sich darauf konzentrieren, Vertrauen zu schaffen und innovatives Denken in Bezug auf die Regulierungspolitik zu fördern, die öffentliche und private Akteure im globalen digitalen Währungsraum unterstützen könne.

Zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten haben die Initiative unterstützt. Darunter etwa der Gouverneur der Bank von England Mark Carney, der WEF-Gründer und geschäftsführende Vorsitzende Klaus Schwab, der leitende Minister und Vorsitzende der Zentralbank von Singapur Tharman Shanmugaratnam, sowie Mitarbeiter des Finanzministeriums und der Zentralbanken von Ägypten und Bahrain. 

Neha Narula, die Direktorin der Digital Currency Initiative am Massachusetts Institute of Technology (MIT), sagte: „Die Schaffung eines integrativen, integrierten globalen digitalen Währungssystems erfordert einen Dialog zwischen den Beteiligten, von den Finanzministern bis zu den Open-Source-Entwicklern.“

Prominente aus der Kryptowährungsbranche, darunter Joe Lubin von Consensys, David Marcus von Calibra und Elizabeth Rossiello von BitPesa, haben ebenfalls ihre Unterstützung für das WEF-Konsortium zugesagt. Rossiello sagte, sie hoffe, dass das gemeinsame Fachwissen dazu beitragen würde, den Weg für „tatsächlich globale Empfehlungen von Richtlinien“ zu ebnen.

Krypto auf dem Weltwirtschaftsforum

Auf der WEF-Tagung in Davos diese Woche wurde viel positives Engagement für die derzeitige und zukünftige Rolle der digitalen Währungen im globalen Finanzwesen gezeigt. 

Am 22. Januar haben das WEF und mehrere große Zentralbanken ein Toolkit für politische Entscheidungsträger herausgebracht, das auf die weitere Untersuchung von den drei Kategorien der CDBC-Entwicklung ausgerichtet ist: Einzelhandel, Großhandel und Hybride.

auf cointelegraph lesen

Ripples XRP-Verkäufe stehen im vierten Quartal 2019 vor historischem Tiefstand

Die XRP-Verkäufe von Ripple gingen in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 weiter zurück, wobei die Verkäufe des Tokens im vierten Quartal einen historischen Tiefstand erreichten.

Laut einem Blogbeitrag von Ripple, dem Unternehmen hinter dem drittgrößten Krypto-Asset nach Marktkapitalisierung, belief sich der XRP-Gesamtumsatz im vierten Quartal 2019 auf 13,08 Mio. US-Dollar, was einem Rückgang von mehr als 80% gegenüber 66,24 Mio. US-Dollar im dritten Quartal 2019 entspricht.

Ripple hat die programmatischen Verkäufe aufgegeben 

Der massive Rückgang der XRP-Verkäufe im Jahr 2019 scheint jedoch nicht unerwartet zu sein. Insbesondere die vierteljährlichen XRP-Verkäufe gingen 2019 nacheinander zurück, als Ripple Mitte 2019 die Pause für programmatische Verkäufe einleitete. Ripple gab die Pläne im Juni bekannt und erwartete, dass die XRP-Verkäufe deutlich sinken würden:

„Kurzfristig bedeutet dies, dass Ripples Umsatz mit XRP im zweiten Quartal 2019 erheblich niedriger sein wird (als Prozentsatz des berichteten Volumens) als im Vorquartal – mit unserem erklärten Ziel von 20 Basispunkten für den programmatischen Umsatz mit XRP-Volumen, wie von CoinMarketCap berichtet wahrscheinlich auf weniger als 10bps fallen. Langfristig hoffen wir, durch höhere Anforderungen an unsere erwarteten Standards für Marktstruktur und Berichterstattung die Messlatte branchenweit höher zu legen.“

Als Ripple im dritten Quartal damit begann, die programmatischen Umsätze zu reduzieren, musste das Unternehmen einen deutlichen Rückgang der gesamten XRP-Umsätze hinnehmen.

Im zweiten Quartal 2019 machten die programmgesteuerten Umsätze von Ripple fast 60% der XRP-Umsätze in diesem Quartal aus und betrugen 144 Millionen US-Dollar von insgesamt 251 Millionen US-Dollar. Im dritten Quartal machte der programmatische Umsatz 25% des gesamten Token-Umsatzes aus und lag bei über 66 Millionen US-Dollar.

Schließlich scheint das vierte Quartal 2019 das erste Quartal zu sein, in dem Ripple die programmatischen Verkäufe endgültig eingestellt hat und sich ausschließlich auf außerbörsliche Verkäufe (OTC) konzentriert. Die gesamten XRP-Verkäufe im vierten Quartal 2019 enthielten daher nur OTC-Verkäufe oder institutionelle Direktverkäufe.

XRP-Verkäufe in Q3 und Q4 2019

XRP-Verkäufe in Q3 und Q4 2019. Quelle: Ripple

Was sind programmatische Verkäufe und warum hat Ripple beschlossen, sie zu stoppen?

Während Ripple den Begriff eines programmatischen Verkaufs auf seiner Website nicht ausdrücklich definiert, stellt das Unternehmen fest, dass solche Verkäufe mit der passiven Handelsausführung verbunden sind. Das Unternehmen hat angeblich beschlossen, seine programmatischen Verkäufe vorübergehend einzustellen, um das Problem der falsch gemeldeten Handelsvolumina auf den Märkten für Kryptowährungen zu lösen. Ripple schrieb im Juli 2019:

„Die programmatischen XRP-Verkäufe von Ripple wurden mit dem Ziel getätigt, die Auswirkungen auf den Markt zu minimieren. Das Unternehmen hat dies getan, indem es die programmgesteuerten XRP-Verkäufe auf einen kleinen Prozentsatz des Handelsvolumens beschränkte, der über mehrere Börsen abgewickelt wurde. Ripple ist auf programmatische Vertriebspartner angewiesen, die Geschäfte hauptsächlich passiv abwickeln. Ihre Handelsvolumina variieren nicht aufgrund von Änderungen des XRP-Preises, aber sie steigen, wenn die XRP-Handelsvolumina insgesamt steigen.“

Als Teil der Initiative wechselte Ripple zu einem „konservativeren Volumen-Benchmark“ für XRP-Verkäufe und wechselte von CoinMarketCap zu CryptoCompare Top Tier.

Cointelegraph hat sich an Ripple gewandt, um sich zu seiner Entscheidung zu äußern, programmatische Verkäufe zu streichen, hat jedoch bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Antwort bekommen. Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald eine Antwort eingegangen ist.

Ripple bezeichnete 2019 als das stärkste Wachstumsjahr 

Der XRP-Preis ging 2019 ebenfalls zurück und fiel von 0,364 US-Dollar am 1. Januar 2019 um 42% auf 0,183 US-Dollar im Dezember, was ein Zweijahrestief darstellt.

Die Situation wurde durch die wachsende Besorgnis über den unklaren regulatorischen Status von XRP verschärft, nachdem Ripple einer Sammelklage ausgesetzt war, der zufolge ein nicht registrierter Verkauf von Wertpapieren stattgefunden habe.

Am 13. Januar teilte der Vorsitzende der Commodity Futures Trading Commission mit, dass der Status von XRP noch unklar sei, und drückte gleichzeitig das Vertrauen aus, dass Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) Rohstoffe sind. Darüber hinaus ist der von Coinbase unterstützte Crypto Ratings Council, eine Gruppe von großen US-amerikanischen Kryptowährungsunternehmen, die nach regulatorischer Klarheit suchen, der Ansicht, dass XRP aufgrund seiner Rangfolge für digitale Assets wahrscheinlich eine Sicherheit darstellt.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert XRP bei 0,219 US-Dollar, was einem Rückgang von fast 4% in den letzten 24 Stunden entspricht, nachdem die Märkte einen starken Abwärtstrend verzeichneten.

auf cointelegraph lesen

David Marcus: Problem mit Unbankierten „inakzeptabel“

Bei einer Podiumsdiskussion auf dem Weltwirtschaftsforums über digitale Währungen wurde unter anderem über digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) gesprochen. David Marcus von Calibra betonte, dass diese Diskussionen der Schlüssel zur Innovation des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs und zur Lösung des Problems mit den Leuten, die keinen Zugang zu Bankendienstleistungen haben, seien. Dabei wäre die Art der digitalen Währung unwichtig.

Privat-CBDCs für Verbraucher

Benoît Coeuré, der Leiter des Innovationszentrums der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, erklärte, dass bis zu 80 Prozent der Zentralbanken weltweit an CBDCs interessiert seien, vor allem an einer Version für den Einzelhandel.

Marcus erklärte den Unterschied zwischen „Einzelhandels“- und „Großhandels“- CBDCs:

„Die Zentralbanken könnten CBDCs auf zwei mögliche Arten ausgeben. Zum einen als Großhandels-CBDC, also über bestehende Banken und das Bankensystem, oder als Einzelhandels-CBDC, die direkt an die Verbraucher geht“.

Marcus argumentierte jedoch, dass Großhandels-CBDCs im Hinblick auf das bestehende Ökosystem wenig Sinn machen würden, da die Bürger einen weiteren Schritt entfernt wären und die Zentralbanken selbst nicht von der Änderung profitieren würden. Er erläuterte:

„Die große Frage ist, wenn man sich tatsächlich den Großhandelsvertrieb an Banken als Ziel setzt, welches Problem wird damit gelöst? Man könnte wahrscheinlich einige Effizienzsteigerungen erzielen, aber die Banken haben derzeit Fenster. Die US-Zentralbank und die EZB funktionieren ganz gut.“

Er äußerte außerdem Bedenken, ob die Banken technologisch für den Umgang mit CBDCs im Privatkundengeschäft gerüstet seien und welche Probleme damit für Privatkundenbanken entstehen. Er erklärte abschließend, dass es „interessante Hybridmodelle“ gebe, deren Entwicklung einige der erwähnten, wichtigen Probleme lösen könnte.

Effiziente grenzüberschreitende Zahlungen

Als Befürworter einer globalen Währung, die nicht von bestimmten Staaten gestützt wird, erläuterte Marcus den letztendlichen Zweck von digitalen Währungen:

„Als wir vor fast sechs Monaten mit dieser Reise begannen, ging es nicht um eine bestimmte Art, Dinge zu tun. Es ging vielmehr darum, sich zusammenzusetzen und herauszufinden, wie wir ein Problem lösen können, das inakzeptabel ist. Es gibt nämlich 1,7 Milliarden Menschen, die derzeit ohne Bankkonto sind und eine weitere Milliarde Menschen sind unterversorgt.“

Er wies auf die Fortschritte im Telekommunikationsbereich hin, wo teure Auslandsgespräche durch Internet-Kommunikationsanwendungen ersetzt wurden. Marcus fuhr fort:

„Das Gleiche ist nicht in Sachen Geld geschehen. Einige der Netzwerke sind 50 Jahre alt, das Web ist 30 Jahre alt. Wir haben immer noch keinen einfachen, günstigen und effizienten Weg, um den Menschen einen Zugang zu digitalem Geld zu geben und die Möglichkeit, es zu bewegen. Ich persönlich bin wirklich begeistert, dass wir jetzt all diese Gespräche führen“.

auf cointelegraph lesen