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Alyze Sam über Stablecoins: „Brücke zur Dezentralisierung“

Im Gespräch mit Teilnehmern der Virtual Blockchain Week von ihrem Haus in Kansas aus sagte Alyze Sam, die Co-Autorin eines wichtigen Leitfadens für Stablecoins, dass Stablecoins der Schlüssel für große Unternehmen wie Facebook und JP Morgan sein könnten, die dezentralisierte Vermögenswerte als Zahlungsmittel akzeptieren. 

Sie hat ein sehr fundiertes Wissen über Stablecoins und sieht für diese digitalen Vermögenswerte langfristig einen Platz in der Krypto-Welt.

„Sie sind nicht so dezentralisiert. Sie geben uns nicht die Freiheit, die wir alle haben wollen. Aber Stablecoins bieten die Vorteile einer Kryptowährung, wie etwa die kryptographische Sicherheit und die Möglichkeit, Vermögenswerte digital über schnelle Transaktionen zu übertragen.“

Screenshot von der Virtual Blockchain Week

Obwohl einige Stablecoins wie Tether im Mittelpunkt von Kontroversen stehen (Tether war zeitweise nur zu 74 Prozent durch eine Fiatwährung abgesichert), erklärte Sam, dass die Akzeptanz steigen werde, da größere Unternehmen Stablecoins verwenden. Sie sagte, das wäre ein Mittel, um „ihnen beizubringen, was es in einer dezentralisierten Wirtschaft gibt“. 

Die größte Bank in den USA JPMorgan Chase gibt ihren eigenen Stablecoin namens JPM Coin heraus. Das Projekt Libra von Facebook will seinen Token ebenfalls an einen Korb von Stablecoins koppeln.

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Bitcoin-Kurs stagniert: Tezos (XTZ) klettert um 200 Prozent

Seitdem Tezos (XTZ) am 12. März mit 0,93 US-Dollar auf seinen Tiefstwert für das Jahr 2020 gefallen ist, ist er unglaublich stark gestiegen. Er schoss um 207 Prozent in die Höhe und lag nah an seinem Allzeithoch bei 3,96 US-Dollar. Für Investoren stellt sich jetzt nur noch die Frage, wie lange und wie weit diese Rallye gehen wird. 

Kryptowährungsmarkt Tagesübersicht

Kryptowährungsmarkt Tagesübersicht. Quelle: Coin360

In der Regel weisen solche großen Bewegungen Anzeichen einer Überdehnung auf, wenn der Vermögenswert überkauft wird und die Trader sich schließlich ihre Gewinne auszahlen lassen. Im Moment macht Tezos eine kleine Korrektur, da der Kurs seit seinem Monatshoch bei 2,90 US-Dollar um 5,69 Prozent zurückgegangen ist. Aber ist der Aufwärtstrend vorbei oder gibt es eine Konsolidierung? 

Sehen wir uns Tezos genauer an und halten Ausschau nach Anzeichen dafür, dass sich der aktuelle Aufwärtstrend fortsetzen kann.

BTC/USDT Tageschart

BTC/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Obwohl XTZ im Paar mit BTC und USDT stark gestiegen ist, stieß der Altcoin am 61,8-prozentigen Fibonacci-Retracement-Niveau auf Widerstand. Das ist auch bei Bitcoin (BTC) und viele andere Altcoins derzeit der Fall.

Wie man auf dem Tageschart erkennen kann, bildete XTZ fast eine Pinzettenspitze bei 2,85 US-Dollar und fiel dann unter das 61,8-prozentige Fibonacci-Niveau zurück. Mit dem kürzlichen Anstieg über 2,58 US-Dollar konnte der XTZ-Kurs über den steigenden Kanal klettern. Zuvor gab es bei jedem Anstieg um mehr als 25 Prozent nach einen erneuten Test der darunter liegenden Unterstützung. Der aktuelle Pullback könnte also schlichtweg eine Wiederholung der vorhergehenden Kursentwicklung beim XTZ sein. 

Derzeit wird der Kurs durch den volumenstarken VPVR-Knotenpunkt bei 2,72 US-Dollar hoch gehalten. Ein Rückgang unter dieses Niveau würde den Kurs wahrscheinlich auf das obere Ende des aufsteigenden Kanals bringen, wo es eine Unterstützung bei 2,59 US-Dollar gibt. Darunter sollte man nach einer Erholung vom 50-prozentigen Fibonacci-Niveau bei 2,44 US-Dollar aus Ausschau halten. Unter dem 50-prozentigen Fibonacci-Niveau liegt die nächste Unterstützung bei 2,35 US-Dollar. Der RSI ist leicht gesunken, liegt aber weiterhin über der aufsteigenden Trendlinie und im bullischen Bereich. 

BTC/USDT 4-Stunden-Chart

BTC/USDT 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Auf dem 4-Stunden-Chart ist zu sehen, dass der MACD unter die Signallinie gefallen ist und die hohen Volumensprünge, die den Kurs auf neue Tageshöchststände klettern ließen, so gut wie verschwunden sind. Derzeit liegt XTZ unterhalb des gleitenden Bollinger Band-Durchschnitts. Wie bereits erwähnt, zeigt der VPVR erneut, dass unter 2,72 US-Dollar keine große Nachfrage bis 2,35 US-Dollar besteht. Dieses Niveau liegt gleichzeitig auch knapp unter dem 50-prozentigen Fibonacci-Niveau. 

Kurzfristige Trader sollte die kürzeren Zeitrahmen beobachten, um zu sehen, ob der XTZ ein Muster aus höheren Tiefständen bilden kann und dann einen 4-Stunden-Schluss über 2,79 US-Dollar und 2,85 US-Dollar schafft. Alternativ können Trader auf einen Ausbruch über 2,92 US-Dollar warten, da der VPVR auf dem Tages- und 4-Stunden-Chart über diesem Niveau nur einen minimalen Widerstand aufweist. 

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren  und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment – und Handelsschritt birgt ein Risiko. Recherchieren Sie gut, bevor eine Entscheidung treffen.

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Bitcoin-Kurs durchbricht 7.000 US-Dollar: US-Aktien steigen leicht

Mittwoch, 22. April — Der Großteil der Top-20-Kryptowährungen verzeichnen bei Redaktionsschluss moderate Gewinne über den Tag. Bitcoin (BTC) hat kurz vor diesem Anstieg zum dritten Mal die Marke von 7.000 US-Dollar durchbrochen.

Marktvisualisierung von Coin360

Marktvisualisierung von Coin360

Bitcoin ist über den Tag um 3,72 Prozent gestiegen und lag laut Coin360 bei Redaktionsschluss bei 7.079 US-Dollar. Über die Woche betrachtet ist der Coin um fast 5 Prozent im Plus.

Bitcoin 7-Tage-Kurschart

Bitcoin 7-Tage-Kurschart. Quelle: Coin360

Die Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptowährungen beläuft sich bei Redaktionsschluss bei 203,1 Mrd. US-Dollar. Das sind etwa 5,12 Prozent mehr als noch vor einer Woche.

Der traditionelle US-Aktienmarkt verzeichnete heute ebenfalls kleine Zuwächse. Dabei ist der S&P 500 bei Redaktionsschluss um 1,61 Prozent und Nasdaq um 1,85 Prozent gestiegen. Der CBOE-Volatilitätsindex (VIX) hingegen ist im gleichen Zeitraum um 4,25 Prozent gefallen.

Die großen Öl-Futures und -Indizes verzeichneten heute geringfügige Zuwächse. Der WTI Crude hat dabei bis Redaktionsschluss ein Plus von 27 Prozent, Brent Crude ein Plus von 12,11 Prozent und Mars US ein Plus von 52 Prozent verzeichnet. Der OPEC Basket ist laut OilPrice um 22 Prozent gefallen und der Canadian Crude Index ist innerhalb von 24 Stunden bis Redaktionsschluss um 35 Prozent gestiegen.

Wie Cointelegraph berichtete, hat ein Analyst kürzlich behauptet, dass der Markt eine Rallye bis zur Halbierung der Blockbelohnung hinlegen würde, wenn es Bitcoin gelingt, 7.200 US-Dollar zurückzuerobern und zu halten.

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Huobi prägt 4,2 Mio. US-Dollar in Stablecoins — Werbeaktion oder Zufall?

Am 20. April soll Huobi etwa 4.200.000 HUSD im Wert von 4,2 Mio. US-Dollar geprägt haben.

Daten von Whale Alert zufolge, sei diese Prägung gegen 7:30 Uhr GMT erfolgt. Social-Media-Nutzer wiesen darauf hin, dass diese Zahlt mit dem Datum übereinstimmte.

HUSD seit Start weitgehend inaktiv

Der Stablecoin hat seit seiner Einführung im Jahr 2018 kein großes Handelsvolumen verzeichnet, wurde aber am 7. Februar dieses Jahres reaktiviert. Seitdem gab es einige Prägungen seitens von Huobi.

Huobi hat an diesem Tag rund 2.013.945 HUSD geprägt. Bereits am nächsten Tag, dem 8. Februar, wurden rund 1.950.000 HUSD von der Börse geprägt. Am 14. Februar gab es dann eine weitere Prägung im Umfang von 1.090.075 HUSD.

Bei Redaktionsschluss hatte der Stablecoin von Huobi eine Marktkapitalisierung von 148 Mio. US-Dollar. Das tägliche Handelsvolumen beläuft sich auf etwa 20 Mio. US-Dollar. Das liegt weit unter der Marktkapitalisierung des BUSD von Binance. Diese liegt bei 203 Mio. USD und der BUSD weist zudem das doppelte Handelsvolumen im Vergleich zum HUSD auf.

Prägung zu Werbezwecken oder Zufall?

Das HUSD-Projekt wurde Ende 2018 bekanntgegeben. Damit versucht Huobi, vom Stablecoin-Markt zu profitieren. Doch irgendwann im Jahr 2019 hörte Huobi auf, den Stablecoin zu prägen.

Diese kürzliche Prägung könnte eine Werbeaktion sein. Diese Vermutung kann allerdings nicht offiziell bestätigt werden. Cointelegraph bat einen Vertreter von Huobi um nähere Einzelheiten. Der Artikel wird aktualisiert, sobald neue Informationen vorliegen.

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Krisenhilfe für Bitcoin? – Amerikaner nutzen Corona-Zuschüsse zum Kauf von Kryptowährungen

Der Coinbase Geschäftsführer Brian Armstrong hat eine neue Grafik veröffentlicht, aus der ersichtlich wird, dass ein kleiner Teil der amerikanischen Bevölkerung ihre Corona-Zuschüsse vermutlich für den Kauf von Kryptowährungen genutzt hat.

Wie der entsprechende Twitter-Eintrag von 17. April zeigt, hat sich die Anzahl der Einzahlungen und Krypto-Käufe, die einen exakten Wert von 1.200 US-Dollar haben, ungefähr vervierfacht. Obwohl Armstrong nicht explizit angibt, dass die Daten von Coinbase stammen, ist davon auszugehen, dass der Geschäftsführer der Kryptobörse hier die eigenen Daten präsentiert.

Percentage of buys and deposits worth $1,200 each day

Relative Anzahl an Krypto-Käufen und Einzahlungen, die einem Wert von 1.200 US-Dollar entsprechen. Quelle: Twitter

Bei Redaktionsschluss hat Coinbase noch nicht auf Bitte von Cointelegraph reagiert, die Herkunft und Einordnung der neuen Informationen zu kommentieren.

Kommen die Zuschüsse Bitcoin zugute?

Die Betrachtung der Käufe bzw. Einzahlungen, die genau 1.200 US-Dollar entsprechen, ist deshalb so interessant, weil die amerikanische Bevölkerung inzwischen erste Corona-Zuschüsse ausgezahlt bekommen haben, die sich auf diesen Wert belaufen. Es kann also geschlussfolgert werden, dass einige Amerikaner ihre Einmalzahlungen für den Ankauf von Kryptowährungen nutzen.

Die Zuschüsse werden an amerikanische Bürger ausgezahlt, die im Zuge der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind oder gar ihre Arbeit verloren haben.

Einige Branchen sind durch die Vorsichtsmaßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus besonders hart getroffen worden, darunter zum Beispiel die Gastronomie. Viele Einzelunternehmer und Angestellte haben deshalb aktuell kein bzw. nur sehr wenig Einkommen.

Wie die Washington Post berichtet, haben in den USA selbst Geringverdiener, die keine Einkommensteuererklärung machen, Anspruch auf die Zuschüsse. Zudem können Eltern 500 US-Dollar Zuschuss pro Kind beantragen.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, ist die Nachfrage nach den Zuschüssen inzwischen so groß, dass einige Banken Probleme haben, die Zahlungen abzuwickeln. Knapp 80 Mio. US-Bürger dürfen die Gelder einfordern.

Wayne Chen, der Geschäftsführer von Interlapse und Gründer der Krypto-Plattform Coincurve, hatte gegenüber Cointelegraph bereits prognostiziert, dass die Corona-Zuschüsse den Kurs von Bitcoin (BTC) nach oben treiben könnten.

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Akon, seine Kryptowährung Akoin und der „Kampf“ für ein besseres Afrika

Akon wird heute die virtuelle Bühne der Blockdown Blockchain-Konferenz betreten. Der Musiker ist einer der prominentesten Fürsprecher der jungen Technologie, wobei er sich auf deren Anwendung für Digitalwährungen spezialisiert hat. Der Gründer des Akoins bespricht im Interview mit Cointelegraph, was ihn zu seiner neuen Karriere in der Kryptobranche bewegt hat.

„Von Mandel über Bob Marley bis hin zu Martin Luther King und Malcolm X, es gibt so viele Leute, die für uns gekämpft haben.“

Diesen „Kampf“ will Akon jetzt eine Stufe weitertreiben.

Obwohl er sich schon seit 2010 mit dem Thema Kryptowährungen beschäftigt, nachdem er damals Brock Pierce getroffen hatte, sei ihm erst später klar geworden, dass er damit den Kampf gegen die korrupten Regierungen Afrikas unterstützen kann.

Kleines Geld, große Wirkung

Auf einem Flug von Senegal nach Frankreich kam dem Musiker diese Erkenntnis, als er sich auf dem Rückweg seines wohltätigen Projekts Akon Lightning Africa befand. Das Projekt sorgt in afrikanischen Ländern für Stromerzeugung durch Solarenergie.

„Meine Taschen waren voll mit CFA-Franc, unserer senegalesischen Landeswährung. Ich musste schnell zum Flughafen und hatte deshalb keine Möglichkeit, sie vorher noch umzutauschen. Deshalb dachte ich mir, dass ich sie einfach wechsele, sobald ich in Frankreich bin.“

Obwohl Frankreich die Währung damals in dem afrikanischen Land installiert hatte, konnte Akon damit nichts anfangen, als er zurück war.

„Sie sagten mir: ‚Tut mir leid, wir können das nicht umtauschen.‘“ Und als ich diese Aussage dann für mich selbst hinterfragt hatte, kam ich auf die Idee der Akon City, einer nachhaltigen Smart City in Senegal.

Auslöser dafür war die Antwort auf seinen Wunsch, die senegalesische Währung umtauschen zu können. Als ihm dann entgegnet wurde, dass diese „keinen Wert hat“, fiel es dem Sänger wie Schuppen von den Augen.

„In diesem Moment habe ich gedacht, dass ich was machen muss. Das ist doch einfach Mist. Das kann ich nicht gutheißen. Wir müssen doch unsere eigene Währung haben.“

„Ab diesem Moment war ich mit Haut und Haaren dabei.“

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Berliner Immobilien: 12 Mio. US-Dollar für Privatanleger tokenisiert

Das deutsche Unternehmen Black Manta Capital Partners hat für Berliner Immobilien im Wert von mehr als 12 Mio. US-Dollar ein Wertpapier-Token-Offering (STO) lanciert.

Das Projekt ist eine Zusammenarbeit mit dem deutschen Immobilienunternehmen Tigris Immobilien und umfasst Immobilien mit eine Gesamtfläche von rund 2000 Quadratmetern. Dabei handelt es sich zumeist um Einzelwohnungen mit einer Größe von 40 bis 60 Quadratmetern. Der Bau wird voraussichtlich bis 2022 abgeschlossen sein und die Einheiten werden an Investoren und Eigennutzer verkauft.

Die Token-Inhaber erhalten über eine verbriefte Beteiligung 20 Prozent der Verkaufsgewinne. Das Unternehmen sagte, gewöhnliche Investoren könnten sich mit den Token, „an einem rentablen Immobilienprojekt beteiligen, das normalerweise professionellen Investoren vorbehalten ist“.

Mindestinvestition: Nur 500 Euro 

Personen, die Token erwerben wollen, können von 500 Euro bis zu fast 2 Mio. Euro investieren. Christian Platzer, Mitbegründer und geschäftsführender Gesellschafter von Black Manta, sagte gegenüber Cointelegraph, dass STOs gegenüber traditionellen Immobilieninvestitionen mehrere Vorteile hätten:

„Niedrigere Transaktionskosten, Übertragbarkeit, Handelbarkeit. Sie können heute in Immobilien investieren, ohne zum Notar zu gehen.“

Ein Black-Manta-Sprecher sagte gegenüber Cointelegraph, dass das Angebot von der deutschen Aufsichtsbehörde BaFin, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, reguliert werde:

„Da hier bestimmte deutsche Kapitalmarktvorschriften für Privatkundenangebote gelten, mussten wir dieses Angebot auf deutsche und österreichische Anleger beschränken. Wir arbeiten auch an einer Reihe weiterer EU-Angebote in anderen Anlageklassen.“

Platzer sagte, Black Manta sei eine regulierte Finanzdienstleistungsinstitution, die unter der Aufsicht der BaFin und der deutschen Zentralbank stehe. Es sei einfach gewesen, die Genehmigung der Regulierungsbehörde für das Projekt zu erhalten, sagte er:

„Die BaFin wollte ein paar Fragen klären und das war’s dann auch schon.“

Zukunft von STOs

Black Manta sagte, dass in diesem Jahr weitere STOs auf der Plattform durchgeführt werden sollen. Die Firma plane bereits Wertpapier-Angebote für Startups, kleine und mittlere Unternehmen und Fonds.

In Zukunft erwartet Platzer eine neue Branche von „Tokenisierungsdienstleistern“ und ein Wachstum des Marktes für Kryptoverwahrer. Er erklärte, dass institutionelle Investoren regulierte Verwahrer benötigen würden:

„Vor allem institutionelle Anleger haben auf regulierte Dienste gewartet, die ihnen bei der Verwahrung von tokenisierten Vermögenswerten helfen. Langfristig wird eine regulierte Verwahrung die Liquidität der größeren Akteure auf diesen Markt bringen, der zwar jetzt noch eine Nische ist, aber weiter wächst.“

Die Blockchain-Technologie gewinnt auf dem Immobilienmarkt an Fahrt. Immobilien-Wertpapier-Token machen inzwischen die Hälfte der aktiven Wertpapier-Token-Märkte und 15 Prozent des Gesamtvolumens aus. Im März schloss eine japanische Firma eine Partnerschaft mit einer Tokenisierungsfirma. Dabei sollte eine Finanzierungsplattform geschaffen werden, die digitale Wertpapiere für Investitionen in Immobilien verwendet.

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Krypto-Betrüger erzielen im März trotz Corona 30 % weniger Gewinn

Neue Daten der Blockchain-Marktforscher von Chainalysis zeigen am 10. April, dass der durchschnittliche Transaktionsbetrag von Krypto-Wallets, die mit Betrug in Verbindung stehen, im März um 30 % abgenommen hat.

Obwohl Betrüger die Corona-Krise ausnutzen, um zu versuchen, mit verschiedenen bösartigen Maschen Kapital aus den Ängsten der Menschen zu schlagen, hat COVID-19 auch bei betrügerischen Krypto-Projekten zu einem deutlichen Umsatzrückgang geführt.

Der Absturz der Kryptomärkte im März hat zusätzlich dafür gesorgt, dass die „Gewinne“ der Betrüger geschmälert wurden.

Corona-Betrug fällt geringer aus als erwartet

Wie es in dem Bericht heißt, ist durchschnittliche Tageswert von Krypto-Transaktionen, die auf betrügerische Wallets getätigt wurden, innerhalb von zwei Wochen um 61 % gefallen, nachdem sich dieser vom 13. März bis zum 31. März noch auf knapp 10.000 US-Dollar pro Tag belaufen hatte. Zwischenzeitlich war dieser Wert auf ungefähr 5.000 US-Dollar geschrumpft, wobei er sich anschließend wieder auf 7.000 US-Dollar gesteigert hat.

7-day average value of crypto transactions to known scam wallets

Wert der Krypto-Transaktionen an betrügerische Wallets . Quelle: Chainalysis

Aus den Daten geht zudem hervor, dass die Befürchtungen hinsichtlich Corona-Betrugsmaschen etwas übertrieben waren. Wie Chainalysis aufdeckt, stammt der Großteil der betrügerischen Krypto-Projekte aus klassischen Schneeballsystemen. Diese machen insgesamt auch 95 % aller Gelder aus, die 2019 durch Krypto-Betrug eingenommen wurden.

E-Mail-Betrüger nutzen Corona aus

Nichtsdestotrotz haben die Marktforscher einen leichten Anstieg bei E-Mail-Betrug festgestellt, da die Corona-Krise einen neuen Ansatzpunkt bietet, um nichtsahnende Opfer unter falschem Vorwand zur Herausgabe von Daten und Geldern zu bewegen.

Vergangene Woche hatte Chainalysis bereits auf einen E-Mail-Betrug hingewiesen, der sich als Gesundheitsorganisation ausgibt, die Spendengelder für den Kampf gegen COVID-19 erbittet.

Erpresser drohen mit Infektion

Außerdem warnen die Forscher auch vor neuen Formen der Erpressung, die im Zuge der Pandemie entstanden sind.

Normalerweise drohen Kriminelle ihren Opfern bei Erpressungen mit der Veröffentlichung von sensiblen Informationen, die sie zuvor ergaunert haben. Nun drohen sie allerdings mit einer E-Mail, die von einem Corona-Infizierten ausgehen soll.

Dementsprechend fordern sie ihre Opfer, Lösegeld in Form von Kryptowährungen zu zahlen, da sie vorgeben, ansonsten Freunde und Familie des E-Mail-Empfängers mit dem Virus anzustecken.

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Interchain Data Hosting-Projekt Bluzelle kombiniert Edge-Computing mit DLT

Das Interchain-Projekt für dezentrales Datenhosting Bluzelle (BLZ) hat die Einführung seines Mainnets angekündigt, das die Vorteile von Edge-Computing mit Distributed-Ledger-Technologie (DLT) kombinieren soll.

Laut der am 9. April mit Cointelegraph geteilten Mitteilung wird Bluezelle einen Netzwerk-Stresstest mit dem Namen „Swarm of Duty“ durchführen, für den Entwickler, Token-Inhaber und Validatoren einen Anreiz im Wert von 30.000 US-Dollar erhalten.

Nach Angaben des Unternehmens ist dieser Test „der letzte Schritt vor dem Start des Bluzelle-Mainnets“ und soll sicherstellen, dass das Netz die spätere Auslastung bewältigen kann.

Laut Bluzelle ermöglicht seine Technologie es dezentralen Anwendungen (DApps) Daten sicher und verteilt auf jeder beliebigen Blockchain zu speichern und auf diese zuzugreifen. Dies verhindere eine Abhängigkeit der DApps von einer zentralisierten Datenspeicher-Infrastruktur, welche zu Komplettausfällen führen könne, heißt es in der Ankündigung:

„Der Übergang zur dezentralen Speicherung ermöglicht es den DApps, zensurresistente Inhalte bereitzustellen und sie gleichzeitig widerstandsfähiger gegen Angriffe zu machen.“

Kombination von DLT und Edge-Computing

Das Netzwerk teilt seine Knoten in Schwärme genannte Gruppen ein, basierend auf der geographischen Position, der Funktion oder sogar der jeweiligen Anwendung. Dadurch soll das Netzwerk in den Genuss einiger der für Edge-Computing-Systeme typischen Bandbreiten- und Latenzvorteile kommen.

Edge-Computing ist eine Variante des Cloud-Computing, bei der die Server über die ganze Welt verstreut sind, um die Benutzer mit Servern in ihrer Nähe anstelle eines zentralen Servers zu verbinden. Pavel Bains, CEO und Mitbegründer von Bluzelle sagte dazu:

„Ein Schwarm ist eine Ansammlung von Knotenpunkten, die alle für einen Konsens zusammenarbeiten. Das bedeutet], dass wir keinen systemweiten Konsens benötigen. Wir können also einen Schwarm haben, der eine Validierung für Asien vornimmt. Nehmen wir an, es gibt 30 Knoten in diesem Schwarm. Nehmen wir an, der Verkehr nimmt zu, und wir beschließen: „Lasst uns einen Schwarm nur für Japan haben“. So einfach können wir ihn starten. […] Der Vorteil, den wir erhalten, ist die Gewährleistung schneller Transaktionsgeschwindigkeiten und Skalierbarkeit.

Bains sagte gegenüber Cointelegraph, er glaube, dieser Ansatz könne Vorteile gegenüber Konkurrenten wie IPFS schaffen:

„Da die Öffentlichkeit in der Lage ist, Edge-Replica-Knoten zu betreiben, die die Service-Anfragen von Bluzelle bedienen können, können alle Vorteile des Edge-Computing genutzt werden. Tatsächlich wird Bluzelle mit dem Erfolg des kryptoökonomischen Bluzelle-Systems in der Lage sein, das Edge-Computing viel näher zum Verbraucher zu bringen, als dies mit jedem traditionellen Edge-Computing-System möglich war.

Eine auf Cosmos basierende Datenbank

Bluezelle gibt an, dass eine kürzlich erfolgte Aktualisierung der Konsensus-Engine diese zur ersten Datenbank gemacht hat, welche das Inter-Blockchain-System Cosmos (ATOM) und dessen Tendermint Konsensus-Protokoll verwendet. Laut Bains serschließt der Einsatz dieser Technologie Vorteile der Netzwerk-Skalierbarkeit, Proof-of-Stake (PoS)-Unterstützung und Interoperabilität mit anderen Blockchains.

Wie Bains erläuterte, stellen kryptoökonomische Anreize die Datenverfügbarkeit sicher; Kunden zahlen Transaktionsgebühren, wenn sie die Vorteile der Datenspeicherung nutzen und Änderungen an den Daten vornehmen, was die Validierer dazu motiviert, die Wartung des Netzwerks zu übernehmen:

„[Validierer] müssen Wertmarken abstecken, um teilnehmen zu können, und wenn sie die Standards nicht erfüllen, werden sie abgeschnitten und verlieren ihren Anteil. Das hält den Kreislauf in Gang. …] Prüfer können für gutes Verhalten BLZ verdienen, während ihnen für schlechtes Verhalten Token entzogen werden können. Außerdem können BLZ-Inhaber sich dafür entscheiden, Delegierte zu sein.

Blockchain und Datenspeicherung

Viele versuchen, die Zuverlässigkeit und Zensurresistenz von Blockchain auf andere Branchen zu übertragen. Wie Cointelegraph in einer Fallstudien-Analyse im Januar berichtete, ist eine dieser Branchen der Datenspeicherbereich. Einige Akteure arbeiten an Lösungen zur sicheren Datenspeicherung, bei denen die Vorteile der Blockchain-Technologie genutzt werden können.

Viele blockchainfähige Datenspeicherlösungen bieten zwar Sicherheit, lassen die Daten dabei jedoch transparent und für jedermann zugänglich.

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CoinGecko-CEO: Neutralität für CoinMarketCap schwierig

Nur eine Woche nachdem die Börse Binance ihre Übernahme von CoinMarketCap (CMC), eine Kryptodaten-Webseite, die sehr häufig als Referenz verwendet wird, bekanntgegeben hat, kommentieren einige prominente Persönlichkeiten aus der Krypto-Community dieses Ereignis.

Bobby Ong, der Mitbegründer und CEO von CoinGecko, gab am 6. April ein Interview mit My Two Gwei. Unter den Themen war auch die 400-Mio.-US-Dollar-Übernahme der Kryptodaten-Webseite und die Rolle, die das in Zukunft spielen könnte.

Ong betonte, dass sein Unternehmen die „Datenintegrität aufrechterhalten“ müsse, angesichts „vieler neuer Börsen, die bei ihrem Volumen mogeln“. Der CEO sprach in dem Interviews auch über CMC, ein Konkurrent von CoinGecko:

„Nach dieser Übernahme wird es für CoinMarketCap meiner Meinung nach schwierig sein, neutral und unabhängig zu bleiben. Damit sind wir jetzt der größte, unabhängige Kryptodaten-Aggregator auf dem Markt.“

CMC hat seine eigenen Methoden für die Bewahrung der Datenintegrität. CoinGecko verwendet einen „Trust Score“, um den Kunden ein besseres Verständnis zu geben, ob „das gemeldete Volumen realistisch“ ist. Die Kryptodaten-Webseite hat kürzlich ein Buch über das dezentralisierte Finanzwesen (DeFi) veröffentlicht, das in der Welt der Kryptowährungen derzeit beliebt ist. 

Leute in der Krypto-Community heißen die Übernahme von CMC gut

CMC wird von einigen Leuten schlecht geredet, während andere Leute in der Krypto-Community die Übernahme der Daten-Webseite durch Binance weitgehend unterstützen

Im Gespräch mit Cointelegraph sagte Eric Benz, der CEO der Kryptobörse Changelly, er sei zuversichtlich, dass dieser Deal beiden Parteien zugute kommen werde, und der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können. Eine ähnliche Ansicht teilt Mike Alfred, der CEO und Mitbegründer der Fintech-Firma Digital Assets Data. Er sagte, Binance gehöre zu den stärksten und angesehensten Unternehmen, die derzeit im Krypto-Ökosystem tätig seien.

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