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eCash-Legende David Chaum will mit „Praxxis“ Satoshi Nakamotos Vision Realität werden lassen

Der US-amerikanische Programmierer und Krypto-Legende David Chaum hat sich mit einem neuen Projekt zurückgemeldet. Der Erfinder von eCash, einer ersten Version von digitalem Bargeld, hat anlässlich der Berlin Blockchain Week eine neue Kryptowährung mit dem Namen „Praxxis“ vorgestellt.

Praxxis soll – anders als etwa die Bitcoin Blockchain – auch vor Angriffen durch Quantencomputer gefeit sein. Während die meisten Blockchains auf Elliptische-Kurven-Kryptografie setzen, die theoretisch von Quantencomputern entschlüsselt werden kann, soll der Verschüsselung bei Praxxis ein ausgefeilter, quantenresistenter Verschlüsselungs-Algorithmus zugrunde liegen.

Praxxis: Die eierlegende Wollmilchsau?

In einer Pressemitteilung verspricht Chaum nicht weniger als die Lösung des Blockchain-Dilemmas: Praxxis soll Sicherheit, Skalierbarkeit und Dezentralität auf sich vereinen. Und das, ohne bei einem der drei Problemfelder Abstriche machen zu müssen. Einen besonderen Fokus legt die Krypto-Legende dabei auf das Thema Privatsphäre. Chaum glaubt, damit ganz im Geiste Satoshi Nakomotos, dem anonymen Bitcoin-Erfinder, zu handeln:

Das Konsensprotokoll von Praxxis überwindet gleichzeitig die Herausforderungen an Skalierbarkeit, Datenschutz und Sicherheit, mit denen ältere Blockchains konfrontiert sind, um die „reine Peer-to-Peer-Version von elektronischem Bargeld“ zu liefern, die Satoshi in den ersten Worten seines White Papers gefordert hat.

Wie genau dieser Konsensmechanismus aussieht, ist der am 20. August veröffentlichten Pressemitteilung indes nicht zu entnehmen. Auf der Homepage des Projekts findet sich folgende Beschreibung zum Konsensmechanismus von Praxxis:

Ein geografisch geordnetes, weltweites Netzwerk von Nodes [Netzwerkknoten] sorgt für effiziente Transaktionen und schnelle Kommunikation. Und ein fraktionierter Endorsementansatz ermöglicht es einer Transaktion, Finalität zu erreichen, ohne dass alle Nodes im Netzwerk diese zeichnen müssen. Ein unmanipulierbarer Zufallsgenerator und eine transparente Community-Governance ermöglichen eine intelligente Blockteamplanung, die nicht auf ineffiziente Proof-of-Work-Algorithmen oder nicht-egalitäre Proof-of-Stake-Algorithmen angewiesen ist.

Technische Details sollen im White Paper zu Praxxis folgen, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. An der Entwicklung von Praxxis ist auch das IT-Start-up WBM Corp. beteiligt. Dessen COO, Wiliam Carter, hält das Design von Praxis für einen Durchbruch:

Die technischen Anforderungen an die Geschwindigkeit und die Anforderungen an die Privatsphäre und Sicherheit stehen in der Regel im Widerspruch. Das Praxxis-Design bricht diesen Kompromiss, was eine unglaubliche Leistung mit wirklich wichtigen, praktischen Auswirkungen auf die Leistung ist,

so Carter.

Elixxir für private Transaktionen

Die Privatsphäre der Praxxis-Nutzer soll unter anderem dadurch gewahrt werden, dass der zu überweisende Betrag automatisch in kleine, nicht unterscheidbare Einheiten zerstückelt wird. Ferner sollen keine auswertbaren Metadaten zu Transaktionen entstehen

Mit der Scheck-ähnlichen Struktur anderer Blockchains ist es von Natur aus schwierig, bestimmte Transaktionsinformationen privat zu halten. Zum Beispiel kann eine Kreditkartentransaktion von 9,32 US-Dollar jeden zweiten Morgen in Kombination mit Metadaten einem Beobachter sagen, wo sich Ihr Lieblings-Frühstücksort befindet und was Sie im Allgemeinen bestellen,

heißt es dazu auf der Homepage von Praxxis.

Praxxis soll kompatibel mit Elixxir sein, einem von Chaum entwickelten Bezahl- und Messaging-Netzwerk, das sich derzeit noch im Alpha-Stadium befindet. Elixxir soll in der Lage sein, Metadaten zu Transaktionen zu „schreddern“.

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EU-Kartellbehörden prüfen Facebooks „Kryptowährungs“-Projekt

Facebooks Libra-Projekt wird von den Kartellbehörden der Europäischen Union in Frage gestellt. Sie sind besorgt über das Projekt, das im Volksmund als Kryptowährung bezeichnet wird und den Wettbewerb einschränkt.

Libra wurde bereits von der globalen Politik und Gesetzgebern einer intensiven Prüfung unterzogen. Tatsächlich hat das Unternehmen kürzlich zugegeben, dass der regulatorische Druck es zwingen könnte, das Projekt zu verschieben oder sogar ganz abzusagen.

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Facebooks „Kryptowährung“-Ambitionen ziehen noch mehr regulatorische Aufmerksamkeit auf sich

Kaum hatte der Social-Networking-Gigant angekündigt, mit Libra in den Kryptowährungsraum vorzustoßen, stieß die Idee bei den globalen Regulierungsbehörden auf Ablehnung.

Politiker aus Frankreich, der EU, den USA und anderen Ländern zitierten eine umfangreiche Liste von Bedenken bezüglich des kryptowährungsähnlichen Projekts. Selbst US-Präsident Donald Trump erklärte, dass das Unternehmen Lizenzen beantragen müsse, wenn es Bankdienstleistungen anbieten wolle – genau wie jedes andere Finanzinstitut. Er sagte auch, dass Libra nie eine Herausforderung für die Macht des US-Dollars darstellen würde:

Laut einem heute in Bloomberg Law veröffentlichten Bericht wächst die Anzahl der Regulierungsbehörden, die Zweifel an den Kryptowährungsambitionen der Firma haben. Darin heißt es, dass die Kartellbehörden der EU befürchten, die digitale Währung könne den Wettbewerb unterdrücken. Der Bericht zitiert ein „Dokument, das von Bloomberg eingesehen wurde“ als Beweis.

Das Dokument scheint ein Fragebogen zu sein, der an Gruppen geschickt wurde, die in diesem frühen Stadium der Entwicklung mit Libra in Verbindung stehen. Ein solches Dokument ist auch in Anfragen der Europäischen Kommission Standard.

Der Fragebogen soll messen, wie der kryptowährungsähnliche Libra Konkurrenten ausschließen kann. Die Kartellbehörden der Europäischen Kommission sind der Ansicht, dass die Integration der digitalen Währung mit Anwendungen wie WhatsApp und Messenger es für konkurrierende Systeme fast unmöglich machen könnte, Traktion auf dem Markt zu finden.

Die ständig wachsende Liste der regulatorischen Bedenken gegen Libra könnte den avisierten Starttermin des Projekts 2020 gefährden. In einem bei der US Securities and Exchange Commission eingereichten Dokument räumte das Unternehmen ein, dass das in Kalifornien ansässige Social Media-Unternehmen gezwungen sein könnte, das kryptowährungsähnliche Projekt ganz aufzugeben.

Trotz der Tatsache, dass Libra als Kryptowährung verkauft wird, sehen die meisten Bitcoin-Anhänger es nicht als Konkurrenz. Denn: Libra wird nicht wie Bitcoin vom Markt bewertet werden. Vielmehr wird Libra durch nationale Währungen unterstützt. Die Währung verfügt daher nicht über die gleiche robuste Geldpolitik, die BTC zu einem Favoriten von Ökonomen der österreichischen Denkschule gemacht hat.

Tatsächlich scheinen die meisten Analysten der Meinung zu sein, dass Libra massenhaft User zu Bitcoin und anderen dezentralen digitalen Assets bringen kann. Theoretisch kommt man einfacher an Bitcoin, wenn man zuerst Libra kauft und dann tauscht – so ist man mit dem Vorgang und der Materie an sich vertraut und hat womöglich weniger Berührungsängste.

Textnachweis: newsbtc

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Twitter-Handle @Bitcoin löscht Dutzende von Bitcoin Cash-Tweets

Das @Bitcoin Twitter-Konto hat Dutzende älterer Tweets gelöscht, in denen Bitcoin Cash erwähnt wurde. Viele glauben, dass dies darauf abzielt, das Unternehmen zu modernisieren, das gerade angekündigt hat, dass es eine neue Peer-to-Peer-Krypto-Börse einführen werde.

Bitcoin Cash – alle Spuren gelöscht

Die 2008 offiziell eingeführte Domain Bitcoin.com steht seit mehr als 10 Jahren an der Spitze der Bitcoin-Entwicklung. Im Jahr 2014 übernahm Roger Ver die Kontrolle über die Website, relaunchte sie 2015. Seitdem steht sie im Mittelpunkt vieler Kontroversen, da sie sich langsam dahin verlagerte, Bitcoin Cash (BCH) zu promoten anstelle des ursprünglichen Bitcoin.

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Der Twitter-Account @Bitcoin ist dem Drama nicht fremd. Viele haben das Profil kritisiert, sagen, der Support für Bitcoin Cash sei eine falsche Werbung und verstoße zudem gegen die Nutzungsbedingungen von Twitter.

Und selbst jetzt scheint das Drama um @Bitcoin nicht weniger zu werden. Alistair Milne, ein Kryptowährungsinvestor, weist aktuell darauf hin, dass das Bitcoin-Konto viele seiner Tweets von Anfang des Jahres „bereinigt“ hat.

„Crypto Deleted Tweets“ teilte Screengrabs einiger der Tweets, die durch das Konto gelöscht wurden. Dabei wird deutlich: Die meisten von ihnen erwähnen entweder das Lightning Network, kritisieren Twitter und seinen CEO Jack Dorsey oder loben Bitcoin Cash.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung handelt es sich beim angepinnten Tweet, der noch gelöscht werden muss, um Bitcoin Cash.

Neuer CEO könnte an der Online-Präsenz arbeiten

Seit dem Schritt spekulieren viele über Absicht, so viele Tweets zu löschen. Einige Twitter-Nutzer glauben, dass die Tweets entfernt wurden, um rechtliche Probleme zu vermeiden. Andere sind radikaler mit ihren Ideen und sagen, die Säuberung sei ein Zeichen dafür, dass Roger Ver endlich „kapituliere“.

Die Wahrheit scheint jedoch irgendwo dazwischen zu liegen. Bereits im August hatte das Unternehmen angekündigt, dass Ver als CEO des Unternehmens zurücktreten und die Position des Executive Chairman übernehmen werde.

Bitcoin.coms neu ernannter CEO Stefan Rust war zuvor als Director of Corporate and Business Development bei Bitcoin.com tätig. Während die Pressemitteilung des Unternehmens nicht ganz deutlich machte, was Vers neue Aufgaben sind, werde sich Rust Berichten zufolge auf die Entwicklung der „neuen Produkte und Dienstleistungen“ des Unternehmens konzentrieren.

Die „neuen Produkte und Dienstleistungen“”, auf die das Unternehmen in seiner Pressemitteilung verweist, sind eine Peer-to-Peer-Kryptobörse. Die Trading-Plattform wird so konzipiert sein, dass sie den Krypto-Wallet, das Casino und die Nachrichtenzentrale des Unternehmens ergänzt.

Allerdings wäre es nicht allzu weit hergeholt anzunehmen, dass Rust die Tweet-Spülung durchgeführt hat, um vor dem Start einer so hochkarätigen Plattform ordentlich reinegemacht zu haben.

Textnachweis: cryptoslate

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Litecoin könnte trotz des Verkaufsdrucks und der Dusting-Attacken bald steigen

Litecoin umgab jüngst eine eher negative Stimmung, die vor allem auf seine glanzlose Preisaktion nach dem jüngsten Halving-Event und die Dusting-Attacken zurückzuführen ist, von der fast 300.000 LTC-Adressen auf Binance betroffen waren.

Trotz des schwindenden Optimismus in Litecoins Umfeld stellen Analysten nun fest: Die Kryptowährung könnte sich einem „Grundgesteins-Unterstützungsniveau“ nähern, auf das eine Verschiebung des jüngsten Abwärtstrends folgen dürfte. Die heutige Kursentwicklung könnte diese Vorstellung stützen.

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Litecoin-Preis sinkt um 25% seit dem Halving-Event

Zum Zeitpunkt des Schreibens tradet Litecoin zu einem Kurs von 76,40 $, was eine leichte Erholung von seinen jüngsten Tiefstständen von 71 $ bedeutet.

Seit Litecoins Halbierung Anfang August – die gemeinhin als bullischer Katalysator angesehen wurde – ist der Preis der Kryptowährung um fast 25% gesunken. Eine überaus enttäuschende Reaktion auf ein Ereignis, von dem viele Analysten behauptet hatten, dass es LTC nach oben treiben würde.

Wichtig ist jedoch: Die schlechte Kursentwicklung stammt aus einer Zeit großer Unsicherheit auf den Krypto-Märkten, und Litecoins jüngste Preisaktion war weitgehend synchron mit jener vieler anderer großer Altcoins.

Die beliebte Kryptoanalytikerin Loma erklärte gestern auf Twitter, dass der Coin derzeit knapp über einem „Grundgesteins-Unterstützungsniveau“ tradet – und das trotz der widersprüchlichen Meinungen, die über Litecoin kursieren. Der heutige Preisanstieg könnte diesen Gedanken bestätigen.

Hört mich an, wenn ihr wollt. Lasst uns für einen Moment annehmen, dass $LTC in Wirklichkeit kein Betrug ist. Nehmen wir an, dass irgendwie, unvorstellbar, Krypto-Twitter zum ersten Mal falsch liegt. Ein objektives Diagramm zeigt LTC auf dem Untergrund in einem fallenden Keil. Maximaler Punkt der Gelegenheit, schreibt Loma.

Wirken sich die Dusting-Attacken auf den Litecoin-Preis aus?

Vor kurzem erlebten Litecoin-Wallets an der beliebten Kryptowährungsbörse Binance eine groß angelegte Dusting-Attacke, bei der Betrüger eine winzige Menge LTC (auch „Dust“ genannt) an Hunderttausende von Wallet-Adressen schickten, um auf diese Weise Infos über den Nutzer zu erhalten.

Anschließend verwenden die Betrüger diese Informationen dann, um die Wallet-Besitzer zu erpressen. Obwohl unklar ist, ob diese Dusting-Attacken Litecoins Preisdruck nach unten erhöht hat oder nicht, sind sie sicherlich ein weiterer Faktor, der LTC-Investoren womöglich erschreckt hat. Und das wiederum verstärkt die negative Stimmung, die derzeit rund um Litecoin herrscht, zusätzlich.

Textnachweis: newsbtc

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Ripple (XRP) blickt trotz des heutigen Aufschwungs einer düsteren Zukunft entgegen

Anfang der vergangenen Woche erlebte Ripple (XRP) gemeinsam mit den aggregierten Krypto-Märkten einen unglaublich starken Ausverkauf, der XRP auf Tiefststände von 0,25 $ absinken ließ. Das markierte einen signifikanten Rückzug aus der Region um 0,30 $, in der der Coin zuvor Stabilität gefunden hatte.

Obwohl die Kryptowährung heute einen kleinen Aufschwung verzeichnen konnte, stellen Analysten immer noch fest: XRP ist unter sein Unterstützungsniveau von 2018 gefallen – und das könnte weitere Verluste bedeuten.

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Ripple (XRP) findet Unterstützung bei 0,25 $

Zum Zeitpunkt des Schreibens tradet Ripple etwas über 1% zu seinem aktuellen Kurs von 0,265 $. Das entspricht einer leichten Erholung von den täglichen Tiefstständen von knapp unter 0,26 $.

Am vergangenen Mittwoch verzeichnete XRP einen signifikanten Zunahme des Verkaufsdrucks, der den Preis von über 0,30 $ auf Tiefststände von etwa 0,25 $ sinken ließ. Dort wiederum fand der Coin starke Unterstützung, die ihn etwas höher klettern ließ.

Es scheint nun, dass die Region um $0,25 ein starkes Maß an Unterstützung darstellt. Denn: Jedes Mal, wenn XRP diese Region besucht, steigt der Coin wieder.

Im Gegensatz zu vielen anderen großen Altcoins tradet XRP derzeit unter seinen Tiefstständen von 2018 und hat nun ein neues Tief erreicht, seit es seinen Abwärtstrend von Höchstständen von fast 4,00 $ Anfang Januar 2018 begonnen hat.

Wird XRP in naher Zukunft weiter sinken?

Obwohl sich die Analysten nicht sicher sind, was die Ursache für Ripples schwache Kursentwicklung 2019 ist, sehen einige Investoren regulatorische Bedenken bezüglich seines potenziellen Status’ als Wertpapierprodukt als mögliche Ursache.

Unabhängig von der Ursache bemerkte nun jedoch die beliebte Krypto-Analystin The Cryptomist auf Twitter: Der jüngste Rückgang markiert einen Bruch unter das Unterstützungsniveau von 2018 – und das könnte bedeuten, dass weitere Verluste unmittelbar bevorstehen.

$XRP: Bin erleichtert, dass ich letzte Woche verkauft habe! 🙂 Der Support vom August 2018 ist inzwischen gebrochen. Ich hole hier jedoch einige hinzu, da wir möglicherweise einen fallenden Keil haben. Ein Ausbruch würde den vorherigen Support testen, erklärte sie mit Verweis auf das folgende Diagramm.

Die Woche neigt sich dem Ende zu, und es ist immer noch unklar, ob Bitcoins Preisaktion die von Ripple leiten wird oder nicht – oder ob der Krypto-Papa seinen eigenen Weg geht, da er weiterhin intensivem Verkaufsdruck ausgesetzt ist.

Textnachweis: newsbtc

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Tezos: Eine Gefahr für Ethereum?

Ein Großteil der Altcoins – vor allem der Token –  hat seinen Ursrpung als ERC-20 Token auf der Ethereum Blockchain genommen. Ethereum hat den Krypto-Space um eine Turing-vollständige Programmiersprache erweitert.

„Solidity“ ermöglicht die Verwendung sogenannter Smart Contracts. Dabei handelt es sich um programmierte Verträge zwischen zwei oder mehreren Parteien, die nach Eintreten vorher festgelegter Bedingungen erfüllt werden – und das ohne dass es dazu einer zentralen Kontrollinstanz bedarf. Die (Nicht-)Ausführung eines Smart Contracts wird stattdessen dezentral durch das gesamte Ethereum-Netzwerk sichergestellt.

Die Konsensfindung erfolgt bei Ethereum bislang noch, wie bei Bitcoin, mittels Proof of Work. Zahlreiche Bitcoin-Epigonen wurden dabei erst durch die Erschaffung von Ethereum, dem zweitgrößten Blockchain-Ökosystem, realisierbar. Doch auch Ethereum steht nicht konkurrenzlos da. Jüngere Ethereum-Konkurrenten setzen von Anfang an auf Proof of Stake. Zu den Projekten, die Ethereum vom Sockel stoßen wollen, gehört unter anderem das Tezos-Netzwerk.

Tezos wurde von Dynamic Ledger Solutions als Alternative zu Ethereum entwickelt. Das Projekt konnte im Jahr 2017 mit einem rekordverdächtigen ICO 223 Millionen US-Dollar sammeln. Tezos verfügt dabei über eine Reihe von Alleinstellungsmerkmalen, die es von der Konkurrenz abheben sollen.

Tezos: Keine Gefahr durch Hard Forks

Eine Besonderheit des Tezos-Protokolls besteht in der Art und Weise seiner Weiterentwicklung. Diese soll, anders als bei anderen öffentlichen Blockchains, ganz ohne Hard Forks auskommen. Hard Forks entstehen zum Beispiel, wenn in einem dezentralen Netzwerk keine Einigung hinsichtlich eines Updates des zugrunde liegenden Protokolls gelingt. Es kommt zu einer dauerhaften Spaltung der Blockchain, teils mit schwerwiegenden Folgen für das jeweilige Krypto-Ökosystem, die häufig auch auf den Rest des Krypto-Versums ausstrahlen.

Tezos versucht indes, böswillige beziehungsweise unplanmäßige Hard Forks zu verunmöglichen:

Tezos kann sich durch einen protokollinternen Änderungsprozess selbst aktualisieren, ohne dass eine Hard Fork erforderlich ist. Dies geschieht, um Innovationen zu beschleunigen, die Wahrscheinlichkeit umstrittener Spaltungen zu verringern und Interessengruppen innerhalb eines Netzwerks über einen langen Zeitraum zu koordinieren,

heißt es dazu auf der Homepage des Projekts. Wie bei Bitcoin und Ethereum haben Entwickler die Möglichkeit, das Netzwerk über Verbesserungsvorschläge abstimmen zu lassen. Während bei Proof-of-Work-basierten Blockchains indes letztlich die Rechenpower der Miner über die Übernahme einer Änderung entscheidet, übernehmen das bei Tezos die sogenannten „Baker“.

Governance System von Tezos

„Baker“ ist die Bezeichnung für Block-Produzenten im Tezos-Netzwerk. Um als Baker infrage zu kommen, muss ein Netzwerkteilnehmer bzw. -knoten (Node) über einen Stake von mindestens 10.000 Einheiten der in Tezos verwendeten Kryptowährung XTZ verfügen. Je größer der Stake, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, als Baker einen Block produzieren und die damit verbundene Belohnung einstreichen zu dürfen.

Netzwerkteilnehmer mit weniger als 10.000 XTZ können ihre XTZ an Baker verleihen, um mittelbar an der Verifizierung von Blöcken beteiligt zu sein. Entwickler können Verbesserungsvorschläge einreichen und mit einem Preis versehen. Bevor eine Änderung in das Mainnet Einzug hält, erfolgt ein 48-stündiger Test auf einer „Test Fork“. Danach entscheiden die Baker in einer weiteren Abstimmung über die Übernahme des Updates. Prinzipiell muss eine Entscheidung von mindestens 80 Prozent der abstimmenden Baker getragen werden.

Mathematische Verifikation von Smart Contracts

Smart Contracts auf der Tezos Blockchain sollen durch einen mathematischen Prozess der formalen Überprüfung besonders sicher sein.

Um zum Beispiel zu testen, ob ein Programm eine Liste von Zahlen korrekt in aufsteigende Werte sortiert, wird es mit einer Eingabe von [2, 3, 1] getestet. Die Ausgabe des Tests sollte [1, 2, 3] ergeben, sonst ist das Programm ungültig.

[Dieser] Ansatz kann jedoch möglicherweise nicht alle möglichen Eingaben (oder Edge Cases) abdecken, und diese können ein Programm zum Scheitern bringen.

Bei der formalen Überprüfung werden mathematische Definitionen des Programms geschrieben. Um das gleiche Beispiel wie oben zu verwenden, kann man eine Definition schreiben: „Stellen Sie für jedes Element j in einer Liste sicher, dass Element j ≤ j+1“.

heißt es dazu auf dem Informationsportal von Tezos. Diese universelle Gültigkeit der Tezos-Smart-Contracts soll gerade für Anwendungen im Finanzsektor ein zusätzliches Maß an Sicherheit herstellen.

Das hat nicht zuletzt den Hintergrund, dass Tezos auch bei Security Token Offerings – bislang noch dominiert von Ethereum – mitmischen will. Bei der größten Bank Südamerikas, BTG Pactual, gelang es Tezos im Juli, Ethereum als STO-Plattform zu verdrängen. Ob Tezos dem bisherigen Branchenprimus langfristig den Rang ablaufen kann, bleibt freilich abzuwarten. Im Idealfall wird das gesamte Krypto-Ökosystem von dem Kampf um die STO-Vorherrschaft profitieren – denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.

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Coinbase: Händler können Zahlungen mit USDC akzeptieren

Coinbase Commerce existiert seit Anfang 2018. Online-Händler nutzen die Plattform, um Zahlungen in Kryptowährungen zu akzeptieren. Zudem kann die App diese Transaktionen in bestehende Geschäftsabläufe integrieren. In einer Pressemitteilung aus dem Mai heißt es, dass 2.000 Händler Coinbase Commerce nutzen und ein Transaktionsvolumen von über 50 Millionen US-Dollar abgewickelt wurde. Auch der E-Commerce-Riese Shopify gehörte zu dem genannten Händlerkreis.

Shopify ist börsennotiert und bietet E-Commerce-Lösungen zum Erstellen von Online-Shops und Bezahlfunktionen.

Erst vor Kurzem hat Coinbase die Anwendung CREATE2, der Ethereum-Plattform, integriert.

Ethereum Update und USDC Stable Coin gegen die Volatilität von Kryptowährungen

Bojan Joveski, ein Coinbase-Softwareentwickler, schreibt in einem Blogbeitrag vom 14. August über die neue Funktion.

Seit Februar 2018 bietet Coinbase Commerce ihren Händlerkunden die Möglichkeit, Kryptowährungen zu akzeptieren. Bislang war es nur möglich Bitcoin, Ether, Litecoin und Bitcoin Cash zu verwenden. Viele Händler sorgen sich jedoch über die Volatilität der Kryptowährungen. Die neue Funktion CREATE2 kann dieses Problem lösen. Zudem sagt Joveski:

Wir haben vor einigen Monaten den USDC-Support veröffentlicht, der unseren Händlern einen volatilitätsfreien Weg bietet, Kryptowährungen zu akzeptieren. Der US-Dollar stützt den USDC Stablecoin eins zu eins. Das verleiht dem USDC einen stabilen Preis und macht diesen zu einer guten Option für den Handel.

Ferner ermöglicht CREATE2 einen neuen Workflow mit enormen Kosteneinsparungen.

Ohne CREATE2 müssten wir uns an die Blockchain wenden, um Ihnen die Adresse zu zeigen, an die Sie bezahlen können. Mit CREATE2 kann ich Ihnen eine Adresse zeigen, die nicht in der Blockchain existiert, aber an die Sie bezahlen können.

Dadurch spart Coinbase die Gaskosten und verhindert die Einleitung von gefälschten Zahlungen. CREATE2 ermöglicht Entwicklern, eine Interaktion mit der Blockchain zu simulieren. Dies geschieht jedoch, ohne die Smart Contracts direkt einzusetzen.

Chain-Security-CTO: Ein „deterministischer Ansatz“

Hubert Ritzdorf, CTO von Chain Security, bezeichnet es als „deterministischen Einsatz” und sagte in einem Interview im Februar:

Wenn ein neuer Smart Contract auf der Ethereum-Plattform bereitgestellt wird, berechnet das Netzwerk die Adresse, an die der Vertrag verteilt wird. CREATE2 macht es einfacher und sagt: „Wir werden in Zukunft einen Vertrag an diese Adresse verteilen.“

BTC-ECHO hatte bereits im Januar über das bevorstehende Ethereum Update Constantinople berichtet. Mit Constantinople wurde unter anderem CREATE2 aktiviert. Der Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin entwickelte CREATE 2 (oder auch EIP 1014) selbst. Ziel war es, Off-Chain-Transaktionen zur Effizienzsteigerung, möglich zu machen.

CREATE 2 ermöglicht die Nutzung des USDC. Beim USDC handelt es sich um einen Stable Coin, der als ERC20-Token auf der Ethereum Blockchain implementiert ist. Ein Stable Coin ist preisstabil, da der Krypto-Asset eins zu eins den traditionellen Asset (US-Dollar, Euro, Yen etc.) abbildet. BTC-ECHO liefert unter der Rubrik Tutorials, weitere Informationen zum Thema Stable Coin.

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Mysteriöser Monero Miner „Norman“ gibt Rätsel auf

Eine US-amerikanische IT-Sicherheitsfirma hat eine neue Schadsoftware entdeckt, die auf betroffenen Geräten heimlich die Kryptowährung Monero (XMR) „schürft“. Der Malware Miner – von seinen Entdeckern auf den Namen „Norman“ getauft – soll dabei besonders geschickt darin sein, sich zu verstecken.

Norman wurde von der US-amerikanischen Cybersecurity-Firma Varonis entdeckt. In einem Blog-Eintrag veröffentlichte das Unternehmen am 14. August seine Ergebnisse. Die IT-Experten haben den Virus im Netzwerk eines Unternehmenskunden gefunden, in dem es anscheinend vor Mining Malware nur so gewimmelt hat.

Fast jeder Server und jede Workstation war mit Malware infiziert. Die meisten waren generische Varianten von Krypto-Minern. Einige waren Passwort-Dumping-Tools, andere versteckte PHP Shells und wieder andere waren seit einigen Jahren präsent. Wir haben unsere Erkenntnisse an den Kunden weitergegeben, die Malware aus seiner Umgebung entfernt und die Infektion gestoppt.

Von all den Krypto-Miner-Proben, die wir gefunden haben, fiel eine auf. Wir nannten sie „Norman“,

heißt es dazu auf dem Unternehmensblog. Was Norman von seiner kriminellen Konkurrenz abhebt, ist seine Fähigkeit, unentdeckt zu bleiben. Die auf dem quelloffenen Monero Miner XMRig basierende Schadsoftware erstellt zunächst eine infizierte Kopie des Windows-Systemprozess svchost.exe. Bei deren Ausführung injiziert sich Norman in die Datei explorer.exe des Windows-Nutzers. Danach injiziert diese die Schadsoftware in den Prozess wuapp.exe, der normalerweise für Windows-Updates zuständig ist.

Besonders perfide: Beim Öffnen des Taskmanagers schließt sich wuapp.exe automatisch. Damit gelingt es Norman, sich einem ersten, oberflächlichen Screening durch den Benutzer zu entziehen. Die Forscher konnten den Ursprung von Norman bislang nicht ermitteln – es gibt lediglich Hinweise dafür, dass der Täter oder die Täterin eine französischsprachige Version des Kompressionsprogramms WinRar verwendet hat.

Malware Mining bei Monero weit verbreitet

Es gibt einen Grund, warum der Privacy Coin Monero sich schlechterdings hervorragend für Malware-Mining-Angriffe eignet. So lassen sich XMR-Transaktionen beispielsweise nur schwer zurückverfolgen – dank Ringsignaturen und Decoy-Transaktionen. Dazu kommt der Umstand, dass XMR Token fungibel sind. Das hat zur unter anderem zur Folge, dass einzelne Monero-Einheiten (und/oder -Adressen) nicht gebrandmarkt werden können, weil sie beispielsweise mit illegalen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden. Gerade Letzteres lässt sich indes immer häufiger im Zusammenhang mit Bitcoin-Börsen-Hacks beobachten. Blockchain-Analysefirmen können gestohlene BTC folglich tracken, indem sie Bitcoin-Adressen der mutmaßlichen Täter im Auge behalten. Anders als bei Monero haben so auch Exchanges die Möglichkeit, dem Verkauf von BTC-Hehlerware auf ihren Plattformen zu unterbinden. Ob sie das immer tun, sei freilich dahingestellt.

Die Krypto-Journalistin Dovey Wan hat beispielsweise vor Kurzem Bitcoin-Adressen der mutmaßlichen Drahtzieher hinter dem Projekt Plus Token veröffentlicht. Offenbar sind derzeit größere Mengen der Schätzungsweise 200.000 erbeuteten BTC in Bewegung.

Dabei ist eine Verbindung mit dem jüngsten Einknicken des Bitcoin-Kurses nicht auszuschließen. Bitcoin Exchanges täten demnach gut daran, das mutmaßliche Diebesgut genauestens im Auge zu behalten. Die Transparenz der Bitcoin Blockchain gestattet dies prinzipiell. Schwierig wird es jedoch, wenn Bitcoin Mixer eingesetzt werden – allerdings eignen sich diese nur bedingt für größere Summen BTC.

Die Stealth-Adressen bei Monero machen den Privacy Coin indes zu einer anonymen Kryptowährung – auch deshalb ist XMR bei Malware Minern besonders beliebt. Unterdessen zieht mit dem sogenannten Access Mining eine neue Gefahr für Windows-Nutzer auf.

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Bringt der kontinuierliche Rückgang Ethereums gegen Bitcoin das Ende für Altcoins?

Bitcoin und die aggregierten Krypto-Märkte gerieten in letzter Zeit in das Mahlwerk der Volatilität – und obwohl sich diese Volatilität für Bitcoin meist als bullisch erwiesen hat, war sie für Altcoins wie Ethereum weitgehend verheerend.

Nun stellt ein Analyst fest: Der Rückgang Ethereums gegenüber Bitcoin könnte darauf hindeuten, dass weitere Schwächen in den Altcoin-Märkten unmittelbar bevorstehen. Und das bedeutet: Anleger könnten in naher Zukunft noch weitere Verluste erleiden.

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Ethereum steht vor einem kontinuierlichen Rückgang gegen Bitcoin, da BTC die Märkte dominiert

Im Laufe von Bitcoins jüngstem Bullenlauf hat sich die Dominanz über die aggregierten Krypto-Märkte deutlich erhöht. Das ist darauf zurückzuführen, dass Investoren sich von großen Altcoins verabschieden – und zwar zugunsten von BTC.

Ethereum war ein solch großer Altcoin, der seine Dominanz verloren hat und vor einem steilen Ausverkauf stand. Hierbei fiel der Preis gegen Bitcoin von seinen bisherigen Jahreshöchstständen von 0,041 BTC auf seinen aktuellen Preis von 0,01863 BTC.

Der beliebte Kryptoanalytiker David Martin schreibt auf Twitter hierüber und erklärt: Dieses Verhalten verdeutlicht sowohl Bitcoins Stärke als auch Ethereums gegenwärtige Schwäche.

#ETHEREUM entwickelt sich weiterhin schlechter als #bitcoin, und die Standardabweichung des Residualspreads zwischen dem Paar von Vermögenswerten nimmt weiter zu, was auf eine zusätzliche Verschiebung zwischen Bitcoins Stärke und Ethereums Kursschwäche in letzter Zeit hinweist, erklärt er.

Altcoins sinken den ganzen Juli über – trotz Bitcoins Stabilität

Die Schwäche der Altcoins gegenüber Bitcoin zeigt sich deutlich, wenn man auf ihre Juli-Preisaktion schaut, da der Monat für BTC sehr volatil war.

Obwohl BTC im Juli nur um 6,8% zurückgegangen ist, sanken viele Altcoins im Durchschnitt um 20% – einige sanken um mehr als 33%.

Für den Monat Juli sank #bitcoin um 6,8%, während die Top-Altcoins um rund 20% zurückgegangen sind. Die meisten Alts hatten im Juli einen Drawdown von > 33%, erklärt Martin weiter in einem späteren Tweet.

Obwohl derzeit unklar ist, ob Bitcoin in nächster Zeit weiter steigen kann – wichtig ist: Er muss einen Teil seiner Marktbeherrschung aufgeben, sonst könnten Altcoins wie Ethereum in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten noch weiter unter Verkaufsdruck geraten.

Textnachweis: newsbtc

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Kakao: Koreanischer Messenger gibt Startschuss für Klip

Wie das südkoreanische Nachrichtenmedium News1 am 12. August berichtet, führt der Messenger Kakao eine eigene Krypto-Wallet ein. Die Wallet mit dem Namen „Klip“ unterstützt des Weiteren den firmeneigenen Token „Klay“. Dem Report zufolge lancierte Kakao bereits eine Test-Version der Wallet auf der KakaoTalk-App. Die vollständige Version wird demnach in der zweiten Jahreshälfte 2019 veröffentlicht.

Der börsennotierte IT-Konzern Kakao Corp gilt indes als Internetgigant in Südkorea. Er betreibt neben dem gleichnamigen Messenger KakaoTalk ebenfalls die Suchmaschine Daum. In Zukunft werden etwa 50 Millionen Nutzer weltweit Zugang zu der Klip-Wallet haben.

Klip läuft auf der Klaytn-Blockchain

Entwickelt hat Klip unterdessen die Kakao-Tochtergesellschaft GroundX. Diese ist der Blockchain-Flügel von Kakao. GroundX-CEO Han Jae-Sun betonte, dass die Integration der Wallet in den beliebten Messenger vor allem der besseren Zugänglichkeit von Kryptowährungen für die Nutzer dient.

Zu den Funktionen von Klip zählen insbesondere Finance Apps, das Erstellen von Inhalten sowie blockchainbasierte Online-Games, für die User verdiente Token einsetzen können. Die Wallet unterstützt aber auch weitere Token, die mit dem Klaytn Mainnet verbunden sind, auf dem Klip läuft. Dieses gehört ebenfalls Kakao.

Klaytn wurde im Juni 2019 lanciert und erhielt Investorengelder in einer Höhe von 90 Millionen US-Dollar. Ursprünglich kündigte Kakao 2018 an, 300 Millionen US-Dollar für den Launch eines eigenen Token sammeln zu wollen. Neben der Entwicklung von Klip plant GroundX auch einen zweiten ICO für Klaytn, weswegen das Unternehmen seinen offiziellen Sitz auch in Japan hat. Südkorea verfolgt nämlich eine strickte Anti-ICO-Linie.

Laut Vertretern von Kakao ist Klaytn offenbar 15 mal schneller als die Ethereum-Blockchain. Statt alle 15 Sekunden – wie bei Ethereum – mint das Netzwerk jede Sekunde einen Block. Die Firmen, die das Klaytn-Netzwerk nutzen, kommen Medienberichten zufolge auf einen Marktwert von insgesamt ca. 64,8 Milliarden US-Dollar. Bis Oktober dieses Jahres will Kakao bis zu 34 dApps auf Klaytn laufen lassen. Das Klip-Projekt ist anscheinend also nur der Anfang von Kakaos Krypto-Engagement.

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