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Betrüger-Clickbait mit Fake-News auf Facebook: Nein, Helge Schneider ist kein Bitcoin-Millionär

Bei Facebook sind aktuell wieder verstärkt Kampagnen in Umlauf, mit denen über gefälschte Medienberichte Nutzer auf Betrugswebseiten mit Bitcoin-Bezug gelockt werden sollen. Dies berichtete der Blog Mimikama am 13. Februar.

Bezahlte Facebook-Werbung als Köder

Die Masche ist denkbar simpel und gleichzeitig dreist. Die Betrüger schalten Facebook-Werbeanzeigen, die dem Anschein nach geteilte Nachrichtenbeiträge von bekannten Medienseiten sind. Klickt der Nutzer darauf, landet dieser auf einer der bis ins Detail nachempfundenen Seite mit einem Nachrichtenbeitrag.

In diesem wird berichtet, wie ein Prominenter durch angebliche Bitcoin-Investments reich geworden sei. Ein darin platzierter Link führt dann zu einer angeblichen Handelsplattform für Kryptowährungen. Über diese wollen die Betrüger dann an die Gelder ihrer Opfer gelangen.

Wie Mimikama meldet, setzt eine neue Facebook-Kampagne nach diesem Phishing-Prinzip auf Helge Schneider als Zugpferd und einen gefälschten ZDF-Nachrichtenbeitrag als Köder. Helge Schneider habe durch eine Investition bei der “Crypto Bank” Millionen verdient. Hinter der fabrizierten Geschichte steckt allerdings kein Funken Wahrheit.

Mimikama beobachtet das Phänomen schon länger und hat bereits über ähnliche Fake-Kampagnen auf Facebook berichtet, die unter anderem auf Finanzminister Olaf Scholz, Thomas Gottschalk, Dieter Bohlen, Herbert Grönemeyer und Lena Meyer-Landrut als Köder setzten. Das SWR-Magazin Marktcheck widmete der Betrugsmasche in 2019 einen Beitrag, der die Vorgehensweise detailliert beschreibt.

Beliebtes Betrugsschema

Die in Deutschland zur Zeit wieder umgreifende Clickbait-Betrugsmasche über angebliche Bitcoin-Investments von Prominenten wird in ähnlicher Weise auch im Ausland genutzt. Anfang 2019 erstatteten ein maltesischer Schauspieler und zwei Moderatoren einer Fernsehsendung Anzeige bei der Polizei. Fake-News-Beiträge hatten mit ihren Namen potentielle Investoren angelockt. In den gefälschten Berichten hieß es, die Promis hätten sich an einem Bitcoin-Investitionsprogramm namens „Bitcoin Revolution“ beteiligt und damit große Gewinne erzielt.

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Game of Coins? – OneCoin Schneeballsystem wird als Serie verfilmt

Während sich die Gründer des betrügerischen Schneeballsystems OneCoin weiterhin auf der Flucht befindet, soll die „Krypto-Königin“ in ihrer Abwesenheit zum Gegenstand einer TV-Serie werden.

Wie das Hollywood-Nachrichtenportal Deadline am 4. Februar berichtet, hat eine amerikanische Produktionsfirma die Rechte an einem mehrteiligen Podcast des britischen Fernsehsenders BBC gewonnen, der die Geschichte von Ruja Ignatova nacherzählt hat.

OneCoin Serie soll für Aufmerksamkeit sorgen

Die Podcast-Serie namens „The Missing Cryptoqueen” beschäftigt sich mit dem Aufstieg, Fall und Verschwinden von Frau Ignatova und erfreute sich dabei großer Beliebtheit. So verzeichnet der Podcast bereits knapp 3,5 Mio. Downloads, obwohl dieser erst vor vier Monaten online gestellt wurde.

Das große Interesse an der Geschichte der „Cryptoqueen“ hat dafür gesorgt, dass sich die bekannte TV-Produktionsfirma New Regency Television die dazugehörigen Rechte gesichert hat, um daraus eine Fernsehserie im Stile eines mehrteiligen Dramas zu machen.

Georgia Catt, die Produzentin und Co-Autorin des Podcasts, hofft, dass „sich die Geschichte von OneCoin dadurch in der ganzen Welt verbreitet“.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, befindet sich Ignatova momentan auf der Flucht, da ihr und ihrem Bruder Konstantin Ignatov Geldwäsche und schwerer Betrug in mehreren Fällen vorgeworfen werden. Konstantin Ignatov hat sich zu den Vorwürfen bereits schuldig bekannt und muss nun mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 90 Jahren rechnen. 

Das Krypto-Projekt OneCoin hat Anleger mit einem Schneeballsystem um fast Mrd. US-Dollar betrogen. Wobei Cointelegraph schon 2015 Bedenken über das Projekt geäußert hatte.

Das Mahnmal der Kryptobranche

Der „Erfolg“ von OneCoin steht wie ein Mahnmal über der Kryptobranche. So geraten auch andere fragwürdige Krypto-Projekte immer schneller ins Fadenkreuz der Kritik. Der Krypto-Token Hex (HEX) ist ein solches Beispiel, da den Anlegern hier ebenfalls hohe Renditen versprochen wurden, während der Coin mittlerweile nahezu wertlos ist.

Im Januar hatte Cointelegraph darauf hingewiesen, dass ein HEX-Token inzwischen weniger Wert ist als ein Satoshi (die kleinste Währungseinheit von Bitcoin).

Richard Heart, der Erfinder von Hex, hält jedoch weiter daran fest, dass sein Projekt in keinster Weise betrügerisch sei.

Im Gegensatz zu Hex war OneCoin jedoch zu keinem Zeitpunkt eine wahrhafte Kryptowährung, da die Betreiber des Schneeballsystems den Coin zu jeder Zeit vollständig unter ihrer Kontrolle haben und es keinen freien Handel von diesem gab.

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Durchgriff gegen Schneeballsysteme: Uganda nimmt Kryptowährungen ins Visier

Ugandische Gesetzgeber untersuchen die Rolle von Kryptowährungen im Zusammenhang mit Schneeballsystemen, die im Land häufig vorkommen, wie die Lokalzeitung PML Daily am 4. Februar berichtete.

Der Gesetzgeber will weiterhin die Kriminalisierung von Schneeballsystemen erreichen. In diesem Rahmen könnten auch Kryptowährungen ins Kreuzfeuer geraten.

In einer Rede vor dem Parlament gab der Finanzminister David Bahati bekannt, dass die Regierung eine Taskforce eingerichtet habe, um Kryptowährungen und ihre potenzielle Nutzung in Uganda zu untersuchen. Die Taskforce soll auch globale Trends in der Industrie 4.0 untersuchen, die zu wichtigen Entwicklungen für das Land und die Region führen könnten.

Obwohl Uganda Kryptowährungen im Vergleich zur übrigen Region eher begrüßt, sind die Bürger mehreren Betrügereien zum Opfer gefallen.

Die Regierung hat sich kürzlich bemüht, die Bürger aufzuklären und sie davon abzubringen, in solche Schneeballsysteme zu investieren. Auch ein allgemeines Verbot wird vorgeschlagen, wie Bahati erklärte:

„Wir diskutieren mit dem Innenministerium auch über ein Verbot solcher Systeme. Die Herausforderung besteht darin, dass sich die Betreiber solcher Systeme als Finanzinstitute registrieren lassen, aber wenn sie vor Ort sind, sieht der Betrieb ganz anders aus.“

Kryptowährungen werden von den Betrügern oft benutzt, um Geld zu sammeln. Dadurch werden sie von der Regierung nicht sofort bemerkt.

„Wir haben der Öffentlichkeit erneut geraten, nicht in Kryptowährungen zu investieren, da diese in Uganda noch nicht beaufsichtigt und reguliert worden sind. Wir haben daher die Öffentlichkeit nachdrücklich dazu aufgerufen, ihre Geschäfte nur mit lizenzierten Finanzinstituten abzuwickeln.“

Bahati gab auch bekannt, dass das Justizministerium derzeit das Strafgesetzbuchgesetz ändere, um Schneeballsysteme unter Strafe zu stellen. Gleichzeitig werden klare Richtlinien zur korrekten Identifizierung der Eigentümer eines neu registrierten Unternehmens erarbeitet.

Darüber hinaus wird das Anti-Geldwäschegesetz des Landes so geändert, dass auch Anbieter virtueller Vermögenswerte in den Geltungsbereich dieser Regulierung fallen.

„Dadurch fallen Dienstleister für virtuelle Vermögenswerte, einschließlich Anbieter von Kryptowährungen, in den Zuständigkeitsbereich der Finanzinformationsbehörde“, so Bahati.

Der Abgeordnete Mwine Mpaka warf der Regierung jedoch vor, die Schöpfer von Schneeballsystemen zu schützen:

„Die Finanzinformationsbehörde hat eine Liste aller Unternehmen vorgelegt, die an solchen betrügerischen Geschäften beteiligt sind. Das Finanzministerium kennt diese, aber es schweigt.“

Mpaka erklärte dann, dass er einen Bischof kenne, der in diesem Geschäft involviert sei. Er merkte an, dass dieser „schwer bewacht“ werde.

Die Parlamentssprecherin Rebecca Kadaga erklärte dann, dass das Problem mit den Schneeballsystemen oft angesprochen, aber nichts unternommen worden sei. Vor kurzem gab es eine Petition der Opfer von Dunamiscoin im Januar.

Das System soll etwa 2,7 Mio. US-Dollar von Investoren und Mitarbeitern gestohlen haben. Das Unternehmen versprach eine Rendite in Höhe von 40 Prozent pro Investition.

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Ermittler decken Betrugsschema auf: 6 Mio. Euro in Bitcoin und Gold erbeutet

Französische, belgische und israelische Ermittler haben ein Betrugssystem aufgedeckt, bei dem französische und belgische Bürger um 6 Mio. Euro betrogen wurden, wie es in einer Pressemitteilung von Europol vom 29. Januar heißt.

Die Betrüger versprachen den Opfern eine beträchtliche Rendite für Investitionen. Dieses System entpuppte sich offenbar als Schnellballsystem.

Das internationale Betrügernetzwerk soll von einem französisch-israelischen Bürger lanciert worden sein. Die Behörden verhafteten im Jahr 2019 neun Verdächtige, die mit dem Betrug in Zusammenhang stehen.

Die Ermittlung begann im Jahr 2018 und wurde von Europol und Eurojust koordiniert.

Die Kriminellen sollen ein System eingerichtet haben, das große Renditen für Investitionen in Bitcoin, Diamanten und Gold versprach. Sie boten ihre „Dienste“ auf ungenannten Online-Plattformen an.

Das betrügerische System weist klare Anzeichen eines Schneeballsystems auf. Die Organisatoren versprachen Renditen zwischen 5 und 35 Prozent und gaben dann vor, die Wallets der Nutzer zu verwalten. Sie forderten diese dann dazu auf, mehr Geld zu investieren. Einige der Opfer haben tatsächlich Renditen erhalten, um das Vertrauen in die Plattform zu stärken.

Auch Organisationen wurden ins Visier genommen. Ein „großes französisches Privatunternehmen“ und eine lokale französische Behörde sollen dem Betrugssystem zum Opfer gefallen sein.

Die Betrüger konnten so mindestens 6 Mio. Euro erbeuten. Es stehen sogar noch Rechnungen aus, durch die sie weitere Millionen erhalten hätten. Die Behörden konnten über eine Million Euro zurückholen. Der Rest soll aus der Europäischen Union heraus überwiesen worden sein.

Die französischen Regulierungsbehörden erklärten zuvor, dass es einen beträchtlichen Anstieg an Krypto-Betrugsrisiken im Land gebe.

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Schneeballsystem OneCoin hat Image systematisch mit gefälschten Bewertungen aufpoliert

Ein neuer Forschungsbericht des Digital Forensic Research Lab (DFRLab), das wiederum der Denkfabrik Atlantic Council angehört, kommt zu dem Ergebnis, dass das berüchtigte Krypto-Betrugsprojekt OneCoin massenweise gefälschte Kundenbewertungen auf TrustPilot und Quora veröffentlicht hatte, um den eigenen Ruf zu schönen.

Laut dem Bericht vom 29. Januar hatte OneCoin plötzlich eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Fünf-Sterne Bewertungen auf TrustPilot erhalten, nachdem es im Oktober 2019 negative Berichterstattungen über das Krypto-Projekt gegeben hatte.

OneCoin’s TrustPilot reviews over time

Zeitlicher Verlauf der Bewertungen von OneCoin auf TrustPilot. Quelle: DFRLab

Wie der Forschungsbericht des Weiteren zeigt, sind auf TrustPilot von den 579 Kundenbewertungen über OneCoin insgesamt 90% positiv. Rund 400 der dort veröffentlichten Fünf-Sterne Bewertungen wurden zudem nur in einem einzigen Monat geschrieben. Das DFRLab weist darauf hin, dass OneCoin zwar auch ein paar Ein-Stern Bewertungen erhalten hat, allerdings wären diese ganz klar in der Minderheit.

Verdächtiges Verhalten

Aufgrund des Designs von TrustPilot konnten die Forscher zwar nicht zweifelsfrei feststellen, ob die betroffenen Kundenbewertungen gefälscht sind, nichtsdestotrotz wären sie jedoch zumindest verdächtig:

„Die Spitze an Fünf-Sterne Bewertungen im Oktober 2019 zeigt einen unnormalen Anstieg an positiven Bewertungen genau in dem Zeitraum, als negative Berichterstattung und die rechtlichen Schwierigkeiten des Unternehmens ihren Höhepunkt erreichten. Es ist zwar möglich, dass der Anstieg an positiven Bewertungen und Kommentaren echt ist, aber der Zeitpunkt und die extreme positive Darstellung sind sehr verdächtig.“

Auch auf der Frage-Plattform OneCoin hat das DFRLab mehrere Profile gefunden, die OneCoin loben und dabei „einen unglaubwürdigen Eindruck erwecken“. So fehlten diesen Profilen oftmals Profilbilder und Nutzerinformationen, zudem passten die Veröffentlichungszeitpunkte der geschriebenen Beiträge nicht zusammen und obendrein beteiligten sich die betreffenden Profile ausschließlich an Diskussionen über OneCoin.

So führen die Forscher beispielhaft ein Profil an, das dessen Nutzer als „Krypto-Experten und Investoren“ beschreibt, allerdings nur Fragen zum Thema OneCoin beantwortet. Das Konto war lediglich von Januar bis März 2018 aktiv, als das betrügerische Krypto-Projekt seinen Höhepunkt erreicht hatte.

„Als OneCoin immer mehr in rechtliche Schwierigkeiten geraten ist, rückte allen voran das Schneeballsystem des Unternehmens in den Fokus. Die digitalen Marketingstrategien blieben derweil größtenteils unbeachtet.“

OneCoin ist einer der berüchtigsten Betrugsfälle der Kryptobranche. Die offizielle Webseite des Unternehmens wurde trotz erster rechtskräftiger Urteile gegen das Projekt allerdings erst im Dezember 2019 vom Netz genommen. Im gleichen Monat hatte ein amerikanisches Gericht das laufende Verfahren gegen David Pike, den Leiter eines zugehörigen Fonds, verlängert.

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Thailändische Behörden ermitteln gegen vermutetes Krypto-Schneeballsystem

Ein Menschenrechtsanwalt, der die Opfer eines angeblichen Krypto-Pyramidensystems in Thailand vertritt, hat den Fall an das thailändische Department of Special Investigations (DSI) übermittelt.

Wie die Bangkok Post am 16. Januar berichtete, streben rund 20 Opfer, deren Verluste sich auf insgesamt 75 Millionen Baht (~2,5 Millionen US-Dollar) belaufen sollen, ein über die normalen polizeilichen Ermittlungen hinausgehendes Verfahren an.

Das DSI, eine Abteilung des thailändischen Justizministeriums, arbeitet unabhängig von der thailändischen Königlichen Polizei und ist mit der Untersuchung von „Sonderfällen“ beauftragt, wie z.B. solche, die organisierte kriminelle Netzwerke betreffen oder Fälle, die mit Bedrohungen der nationalen Sicherheit zusammenhängen.

Acht Prozent Gewinn pro Woche

Dem Bericht zufolge wurde das angebliche Pyramidensystem mit dem Namen „Khung Nong Cryptocurrency Trading“ im Jahr 2018 in der Provinz Krabi betrieben. Mit vielversprechenden Renditen von bis zu 8% pro Woche sollen Einheimische in den Städten Krabi, Trang, Yala, Pattani und Narathiwat Vermögenswerte wie private Grundstücke, Autos und Motorräder verkauft haben, um das Geld für ihre Investments aufzubringen.

Zwischen Oktober 2018 und Februar 2018 zog das System weitere Opfer an, bis der Betreiber plötzlich die Auszahlung von Gewinnbeteiligungen einstellte. Ein Investor, Noopad Wachedi, sagte, dass sie ihr Land verkauft habe, um das für die Investition benötigte Geld aufzubringen, und dass der Scheck, den ihr die Betreiber von Khung Nong Cryptocurrency Trading gegeben hatten, anschließend geplatzt sei.

Frau Noopad berichtet, ihr Anwerber habe behauptet, ihre Anlage werde von staatlichen Beamten überwacht; ein anderes Opfer, ihr Verwandter, nannte eine Reihe weiterer Tricks, die zur Täuschung von Investoren verwendet wurden.

Lokale Raubüberfälle

Im Herbst 2019 berichtete Cointelegraph über die Verhaftung eines 48-jährigen Mannes durch die Polizei in Bangkok, der aufgrund seiner mutmaßlichen Beteiligung bei einem 500 Millionen Baht (16,3 Millionen US-Dollar) schweren Krypto-Wechselbetrug als „Krypto-Zauberer“ bezeichnet wurde.

Im Vorjahr war eine weitere illustre lokale Figur – der thailändische Seifenopernstar Jiratpisit Jaravijit – wegen seiner angeblichen Beteiligung an einem 797 Millionen Baht (24,6 Millionen Dollar) schweren Bitcoin (BTC)-Anlagebetrug, verhaftet worden, dem dieser gemeinsam mit seinen Geschwistern nachzugehen schien.

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Wertpapieraufsicht: Krypto-Investments größte Anlegerbedrohung im Jahr 2020

Kryptowährungsinvestitionen gehören laut der North American Securities Administrators Association (NASAA) zu den fünf größten Bedrohungen für Investoren im Jahr 2020.

Die NASAA ist die älteste internationale Anlegerschutzorganisation und hat offiziell fünf Produkte oder Systeme aufgelistet, bei denen im kommenden Jahr mit Investorenbetrug zu rechnen sei. Für den Bericht hat die Behörde die Wertpapieraufsichten der US-Bundesstaaten und Provinzen in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko befragt.

NASAA warnt vor Krypto- und Ponzi-Systemen

Der Bericht wurde am 23. Dezember veröffentlicht und enthält die fünf größten Systeme, bei denen Investoren im Jahr 2020 betrogen am wahrscheinlichsten betrogen werden könnten. Die Grundlage für diesen Bericht sind unter anderem auch Investorenklagen, laufenden Untersuchungen sowie aktuellen Trends im Hinblick auf die strafrechtliche Verfolgung.

Zu den Bereichen für das Jahr 2020, die Besorgnis erregend sind, gehören neben Krypto-Investitionen auch Schuldscheine, Immobilieninvestitionen, Ponzi-Systeme sowie Online- und Social-Media-Investitionssysteme, so die NASAA.

NASAA-Präsident: „Niemand kann eine Investitionsrendite garantieren“

Christopher Gerold, der NASAA-Präsident und Chef der Wertpapierbehörde in New Jersey, sagte, dass es keine Investition gebe, bei der eine Investitionsrendite garantiert werden könne. „Wer sagt, sein Anlageangebot sei risikolos, der lügt“, so Gerold. Er mahnte die Anleger zu mehr Vorsicht und warnte, nicht auf Versprechungen von garantierten, hohen Renditen hereinzufallen.

„Für Investoren ist es wichtig, zu verstehen, in was sie investieren und bei wem sie investieren. Fallen Sie nicht auf Versprechungen von garantierten, hohen Renditen mit wenig bis gar keinem Risiko herein oder auf Geschäfte, die mit einer vorgetäuschten Dringlichkeit oder begrenzter Verfügbarkeit angeboten werden“.

Da der Verbraucherschutz beim Kauf von Wertpapieren oder bei der Anlageberatung ihre grundlegende Mission ist, hat die NASAA die Aktivitäten auf den Kryptowährungsmärkten aktiv beobachtet. Bis Mitte 2018 hat die Behörde im Rahmen ihrer laufenden Initiative „Operation Cryptosweep“ über 200 Untersuchungen zu Krypto-Anlageprodukten und Initial Coin Offerings (ICO) durchgeführt. Zuvor hatte die NASAA eine offizielle Warnung für Main-Street-Investoren vor den Risiken im Zusammenhang mit Kryptowährungen und ICOs herausgegeben.

Die Verluste durch Betrug und Diebstahl im Zusammenhang mit Krypto sind in den letzten Jahren massiv angestiegen und beliefen sich im Jahr 2018 auf geschätzt 1,7 Mrd. US-Dollar. Im Jahr 2019 ist diese Summe auf bis zu 4,4 Mrd. US-Dollar gestiegen, wie von Cointelegraph berichtete.

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Griechisches Gericht setzt Entscheidung über Auslieferung von Krypto-Kriminellen aus

Griechenlands oberstes Verwaltungsgericht hat eine Entscheidung zur Auslieferung von Alexander Vinnik ausgesetzt, der wegen Geldwäsche über eine Kryptowährungsbörse in Milliardenhöhe verdächtigt wird.

Laut Reuters sagte Vinniks Anwalt am 23. Dezember, dass die Entscheidung über die Auslieferung ausgesetzt werde, bis das Gericht eine noch ausstehende Berufung angehört hat.

Wie Cointelegraph berichtete, hatte das griechische Ministerium für Justiz, Transparenz und Menschenrechte Anfang des Monats beschlossen, Vinnik an Frankreich auszuliefern. Die russische Botschaft zeigte damals ihr Bedauern darüber, dass die griechische Regierung die Bitte Russlands, Vinnik wegen seines sich verschlechternden Gesundheitszustandes an das Land sein Heimatland auszuliefern, „ignoriert“ habe. 

Die Entscheidung des Ministeriums, Vinnik auszuliefern, habe diesen dazu veranlasst, einen weiteren Hungerstreik zu beginnen. Seine Anwältin Zoe Costantopoulou bezeichnete die Entscheidung infolge dessen als Todesurteil. 

Noch eine Auslieferung in Sicht?

Vinnik soll der Drahtzieher hinter einem internationalen Geldwäschesystem gewesen sein, das 4 Mrd. US-Dollar über die Kryptowährungsbörse BTC-e abgewickelt hat. Im Jahr 2017 erklärte Vinnik öffentlich seine Unschuld und bot sogar an, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin als Spezialist für digitale Technologie zu helfen. 

Wie Cointelegraph berichtete, reichten amerikanische Staatsanwälte im Juli eine Klage gegen Vinnik ein. Im Laufe der Zeit wurden mehrere Auslieferungsersuchen von Frankreich, Russland und den Vereinigten Staaten gestellt. Das machte den Fall zu einem Tauziehen um eine strategisch wichtige Person zwischen den USA und Russland.

Das Justizministerium stellte in seiner Entscheidung fest, dass das zweite Auslieferungsziel die USA sein sollten, und dann erst kommt Russland. Das bedeutet, wenn das Verfahren gegen ihn in Frankreich abgeschlossen ist, wird er anschließend in die USA versetzt.

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Zyperns Börsenaufsicht erweitert „Schwarze Liste“ um weitere verdächtige Krypto-Plattformen

Zyperns Börsenaufsicht (CySEC) hat vor knapp 200 nicht registrierten Investmentplattformen gewarnt, von denen drei eine bemerkenswerte Ähnlichkeit aufweisen und fälschlicherweise eine Verbindung zum behördlich zugelassenen Unternehmen BDSwiss bewerben.

Die CySEC hat am 10. Dezember zuletzt ihre „Schwarze Liste“ verdächtiger Investmentplattformen aktualisiert, wodurch diese nun auf insgesamt 187 Webseiten angewachsen ist.

Dazu schreibt die CySEC in der Einleitung zur Liste:

„Die in der folgenden Liste aufgeführten Webseiten haben keinerlei Zulassung der zypriotischen Börsenaufsicht CySEC, um Investmentdienstleistungen anbieten zu dürfen.“

Am 23. Dezember hatte die Finance Magnates berichtet, dass die Liste der CySEC vier nicht zugelassene Investmentunternehmen beinhaltet, dies sind die Nervic Fx Trade, Crypt Fx Tm, Urban Fx Trade und Intense Fx Trade, die fälschlicherweise angeben, der BDSwiss Holding Plc anzugehören, die wiederum eine von der zypriotischen Börsenaufsicht zugelassene Handelsplattform betreibt.

Die BDSwiss erklärt in diesem Zusammenhang gegenüber Finance Magnates:

„Die BDSwiss hat ein internes Verfahren für den Umgang mit solchen Falschangaben entwickelt, dabei werden wir von professioneller Software sowie unseren Kunden darüber informiert, wenn andere Anbieter unseren Markennamen für Betrug missbrauchen. Unsere Compliance Abteilung steht deshalb im engen Kontakt mit den Aufsichtsbehörden und meldet solche betrügerischen Webseiten, sobald wir auf diese aufmerksam werden.“

Weitere Nachforschungen von Cointelegraph haben gezeigt, dass die vier genannten Plattformen (Nervic Fx Trade, Crypt Fx Tm und Intense FX Trade) eine hohe Ähnlichkeit aufweisen, obwohl jede Webseite sich mit einem anderen Firmennamen brüstet. Alle Seiten bieten jeweils den Handel mit Fremdwährungen und Kryptowährungen an.

Allerdings konnte Cointelegraph die Webseite der Urban Fx Trade nicht mehr aufrufen, was vermutlich daran liegt, dass diese bereits offline genommen wurde.

Die zypriotische Börsenaufsicht hat in der Vergangenheit wiederholt vor Investmentplattformen gewarnt, die angeben, in Zypern ansässig zu sein, in Wahrheit jedoch gar nicht auf dem Inselstaat gemeldet oder gar zugelassen sind.

Bei Redaktionsschluss hat weder die CySEC noch die BDSwiss eine Stellungnahme gegenüber Cointelegraph abgegeben, allerdings wird dieser Artikel aktualisiert, sobald sich dies ändert.Cointelegraph reached out to the CySEC and BDSwiss for comment but received no reply as of press time. This article will be updated with more information should it come in.

Anfang des Jahres hatte Cointelegraph darüber berichtet, dass Zyperns Finanzminister neue gesetzliche Bestimmungen für den Umgang mit der Blockchain-Technologie auf den Weg bringen will.

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Prozess gegen Beteiligten des betrügerischen Krypto-Projekts OneCoin wird verlängert

Das Bezirksgericht von Süd-New York hat einer Verlängerung des Gerichtsprozesses um David Pike, einem vermeintlichen Mitwisser des betrügerischen Krypto-Projekts OneCoin, zugestimmt.

Wie das Nachrichtenportal FinanceFeeds am 21. Dezember berichtet, wurde die Verhandlung des Falles dementsprechend bis auf den 12. Januar 2020 verlängert. Dies geht aus offiziellen Gerichtsdokumenten vom 20. Dezember hervor.

Mitwisser macht falsche Angaben

Wie Staatsanwalt Nicholas Folly erklärt, verhandeln beide Seiten derzeit noch über eine außergerichtliche Befragung von Pike, weshalb der Verlängerung des Verfahrens zugestimmt wurde.

David Pike soll der operative Geschäftsführer der sogenannten „Fenero Funds“ gewesen sein. Die privaten Fonds wurden dazu genutzt, um die illegalen Gelder des betrügerischen Schneeballsystems OneCoin zu waschen.

Was dies betrifft, soll Pike gegenüber Vertretern der amerikanischen Behörden Bundeskriminalamt (FBI), Finanzamt (IRS) und Staatsanwaltschaft von Süd-New York falsche Angaben gemacht haben.

OneCoin-Spuk neigt sich dem Ende zu

Demnach hatte Pike angegeben, nicht gewusst zu haben, dass die knapp 400 Mio. US-Dollar, die in die oben genannten Fonds geflossen waren, vom betrügerischen Krypto-Projekt OneCoin stammen bzw. deren Gründerin Ruja Ignatova gehörten.

Wie Cointelegraph Anfang des Monats berichtet hatte, ist die Webseite von OneCoin endlich offline genommen worden. Obwohl die amerikanischen Justizbehörden schon mehrere Monate gegen die Drahtzieher des Pyramidensystems prozessieren, bei dem Krypto-Anlegern ein Schaden von insgesamt 4 Mrd. US-Dollar entstanden ist, war die Webseite des Projekts lange Zeit weiterhin erreichbar.

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