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BTC-Schmelze an Börsen: Bitcoin-Kurs vor Ausbruch?

Fallende BTC-Reserven an den Börsen, steigende Handelsaktivitäten bei den Termingeschäften und profitable UTXO-Verteilungen: Bitcoin steht erst am Anfang eines Aufwärtstrends.

Von der langersehnten 12.000-US-Dollar-Marke muss der Bitcoin-Kurs (BTC) vorübergehend Abschied nehmen. Mit einem Minus von 3,7 Prozent in den letzten 24 Stunden rutscht die Kryptowährung Nr. 1 auf aktuell 11.800 US-Dollar. Im 30-Tage-Vergleich verbucht der Bitcoin-Kurs dennoch ein ansehnliches Plus von über 28 Prozent.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Der Kursabschlag ist Ausdruck einer gesunden Konsolidierung am Krypto-Markt. Nachdem sich der Markt in den letzten Tagen wieder aufgeheizt hat, steigen manche Anleger beim Zwischenhalt aus und bringen ihre Bitcoin-Schäfchen ins Trockene. Eine Fülle an Indikatoren belegt aber, dass der Markt weiter im Aufbruch ist und erst am Anfang einer längeren Wachstumsperiode stehen könnte.

Hodler ziehen ihre BTC ab

Mit der jüngsten Bitcoin-Rallye sind die BTC-Reserven an den Börsen geschmolzen. Am Montag fielen die Bestände auf 2.610.278 BTC. Das ist der niedrigste Stand seit 24. November 2018. Anleger ziehen demnach ihre eingelagerten Coins von den Exchanges ab, um sie zur sicheren Verwahrung in Wallets zu deponieren.

Wie aus der Grafik von Glassnode hervorgeht, besteht eine indirekte Korrelation zwischen Kursentwicklung und den an Börsen hinterlegten Bitcoin. Je höher der Kurs, umso höher auch der Bitcoin-Abzug. Gleiches gilt in umgekehrte Richtung. Wandert der Kurs in den Keller, steigen wiederum die Reserven.

Der Grund ist banal. Investoren transferieren Bitcoin an Börsen, um schnell auf die Dynamiken am Markt reagieren und diese ohne Zeit- und Wertverlust bei Abverkaufswellen veräußern zu können. Dies veranschaulichte sich inmitten des Corona-Marktcrashs Mitte März. Wenige Tage bevor der Bitcoin-Kurs am Schwarzen Donnerstag um 40 Prozent einbrechen sollte, stiegen die Reserven um 2 Prozent auf den Höchststand von 2.947.555 BTC.

Folglich untermauert ein niedriger Wert der BTC-Bestände ein grundsätzliches Vertrauen in die Marktentwicklung. Niedrige BTC-Salden an den Börsen deuten darauf hin, dass Investoren langfristige Anlagestrategien verfolgen. Der derzeitige BTC-Schwund an den Börsen ist somit ein durchaus bullisher Indikator für Bitcoin.

UTXO-Verteilung

Bitcoins Flirt mit der 12.000-USD-Marke hat einen weiteren Nebeneffekt ausgelöst: Über 97 Prozent aller UTXOs sind profitabel. UTXO ist der Unspent Transaction Output und umfasst die Gesamtmenge aller verfügbaren, aber noch nicht ausgegebenen Bitcoin. Das UTXO Set ist somit die Anzahl aller nicht transferierten Bitcoin.

Überschreitet die UTXO-Gewinnmarge die Schwelle von 95 Prozent verzeichnet BTC dem aktuellen Week-On-Chain-Bericht von Glassnode zufolge „signifikante Gewinne innerhalb eines kurzen Zeitraums – normalerweise etwa 2-3 Monate, manchmal auch kürzer“.

Dass 97 Prozent aller UTXOs Gewinne verbuchen bedeutet folgerecht, dass nur 3 Prozent aller UTXOs zu einem Zeitpunkt generiert wurden, als der Kurs höher war als jetzt. Eine über einen längeren Zeitraum anhaltende Entwicklung der UTXO-Gewinnverteilung ist dem Bericht nach „charakteristisch für einen Bull Run“. Steuert Bitcoin auf ein Allzeithoch zu, liegen folglich 100 Prozent aller UTXOs in der Gewinnzone.

Open Interest bei Bitcoin Futures auf Allzeithoch

Mit 948 Millionen US-Dollar erreichte das Open Interest am Montag an der CME ein neues Allzeithoch. Das Open Interest umfasst die Menge aller ausstehenden, noch nicht abgewickelten Terminkontrakte. Seit Ende Juli zeigt sich ein deutlicher Anstieg beim Open Interest, zeitgleich mit dem Anstieg des Bitcoin-Kurs von unter 10.000 auf über 11.000 US-Dollar.

Krypto-Derivate sind eine Domäne institutioneller Investoren, die über den Umweg von Anlagevehikeln wie Futures und Optionen den meist verwehrten Zugang zum Krypto-Markt finden. Steigende Futures-Absätze belegen somit vor allem ein steigendes Interesse aufseiten der Großinvestoren.

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Bullishes Signal für Bitcoin-Kurs (BTC): UTXO-Verteilung

Die deutliche Mehrheit der UTXOs verbucht Gewinne, während Termingeschäfte auf den Bitcoin-Kurs boomen.

Mit einem Plus von 0,8 Prozent in den letzten 24 Stunden klettert der Bitcoin-Kurs (BTC) auf aktuell 11.309 US-Dollar und schielt somit auf die nächste wichtige Marke von 12.500 US-Dollar. Schaffen es die Bullen den Bitcoin-Kurs über den Widerstand bei 11.488 zu lotsen, ist der Weg bis zum nächsten Kursziel frei. Halt würde dann die Unterstützungszone bei 10.661 US-Dollar bieten.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Im Wochenvergleich sichert sich die Krypto-Leitwährung ein Plus von 3,1 Prozent und unterstreicht damit den derzeitigen Aufwärtstrend im Krypto-Markt. Wie sich der Gesamtmarktvisualisierung von Coin360 entnehmen lässt, drehen die meisten Coins unter der Marktdominanz des Krypto-Zugpferds Bitcoin aktuell ins Plus.

Auch die Anlegerstimmung hat sich nach krisengezeichneten Vormonaten wieder aufgehellt. So schlägt der Fear and Greed Index mit 72 Zählern wieder deutlich im Bereich der Kauflust aus.

Latest Crypto Fear & Greed Index

95 Prozent der Bitcoin UTXOs machen Reibach

Der Aufwärtstrend beim Bitcoin-Kurs schlägt sich auch in der Gewinnmarge der UTXOs wieder. Mit UTXO ist der Unspent Transaction Output gemeint, also alle potenziell verfügbaren, aber noch nicht ausgegeben Bitcoin in der Blockchain. Oder anders: Das UTXO Set ist die Gesamtmenge aller nicht transferierten Bitcoin.

Wie dem aktuellen Week-on-Chain-Bericht von Glassnode zu entnehmen ist, sind rund 95 Prozent der Bitcoin-UTXOs aktuell „in der Gewinnzone“, da der Bitcoin-Kurs seit Zuführung der meisten UTXOs gestiegen ist.

Wie sich Gewinne und Verluste aufwiegen, zeigt sich anhand der UTXO Realized Price Distribution von Bitcoin. Die nachfolgende Grafik zeigt demnach die Verteilung der über oder unter dem aktuellen Bitcoin-Kurs generierten UTXOs. Daraus wird deutlich, dass die meisten UTXOs Gewinne verzeichnen, während ein geringer Anteil in der „Verlustzone“ notiert.

UTXO-Gewinne in Relation zum Bitcoin-Kurs

Setzt man das Brennglas weiter auf die Verteilung, zeigt sich, dass jene UTXOs, die bei einer Handelsspanne zwischen 10.000 US-Dollar und dem aktuellen Kurs generiert wurden, nur „grenzwertig im Gewinn sind“. Hingegen verbuchen jene UTXOs folglich deutlichen Gewinn, die bei einem Wechselkurs zwischen 6.000 und 10.000 US-Dollar erzeugt wurden.

Laut Glassnode ist die Verteilung der Mehrheit der UTXOs in der Gewinnzone ein bullisher Indikator:

Dies ist optimistisch, denn es bedeutet, dass ein großer Teil der BTC-Inhaber bequem in der Gewinnzone sitzt, aber sich entschieden hat, noch nicht zu verkaufen, was darauf hindeutet, dass der Kurs weiter steigen wird.

Open Interest bei Bitcoin Futures

Am Wochenende kam es zu einer massenhaften Liquidierung von Long-Kontrakten bei Bitcoin Futures. Der Bitcoin-Kurs fiel infolge zeitweise von 12.000 auf 11.000 US-Dollar. Der Anstieg der Handelsaktivitäten zeigte sich am Open Interest, das am Samstag, den 1. Juli, ein Allzeithoch erreichte. Wie Daten von Skew zeigen, erreichte das aggregierte Open Interest, also das an allen Börsen zusammengerechnete Open Interest, 5,575 Milliarden US-Dollar und verdrängt somit knapp das vorherige Allzeithoch vom 14. Februar bei 5,369 Milliarden US-Dollar.

Open Interest der Futures auf Bitcoin-Kurs

Das Open Interest stellt den Gesamtwert der ausstehenden Bitcoin–Futures dar, die noch nicht abgewickelt sind. Die Daten zeigen, dass OKEx, BitMEX, , CME und Huobi der Reihenfolge nach die größten Marktanteile für die Termingeschäfte ausmachen.

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Bitcoin-Kurs (BTC) legt nach „Long Squeeze“ wieder zu

Allzeithoch der Hash Rate und Long Squeeze am Terminmarkt: Bitcoin hatte ein rasantes Wochenende.

Der Bitcoin-Kurs (BTC) startet die neue Woche unter leicht roten Vorzeichen. Mit einem 24-stündigen Minus von 0,8 Prozent rutscht die Kryptowährung Nr. 1 auf aktuell 11.225 US-Dollar. Auf Wochensicht verteidigt der Bitcoin-Kurs aber ein nach wie vor ansehnliches Plus von über 13 Prozent.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Die Rallye seit Beginn der letzten Woche fand ihren vorläufigen Höhe- und Wendepunkt am Sonntag bei 12.000 US-Dollar. Innerhalb einer Woche hat die Krypto-Leitwährung somit um über 2.000 US-Dollar zulegen können. Die zuletzt vor knapp einem Jahr erreichte Marke konnte der Bitcoin-Kurs aber nicht lange halten. Bei den Termingeschäften waren noch einige Rechnungen offen.

Schleudertrauma bei Bitcoin und Ether

Nach Tagen des steten Kursanstiegs mussten Bitcoin als auch Ether (ETH) am Wochenende einige Abschläge verkraften. So ist der Bitcoin-Kurs während des gestrigen Handelsverlaufs um zeitweise 1.000 US-Dollar eingeknickt. Binnen weniger Minuten ist die Krypto-Leitwährung dabei zunächst von knapp 12.000 auf 11.200 US-Dollar gefallen und im Weiteren auf 11.000 US-Dollar durchgerutscht. Bei Ether zeigt sich ein ähnliches Chartbild. Auch die zweitgrößte Kryptowährung ist im gleichen Zeitraum um über 11 Prozent von 406 auf 360 US-Dollar eingeknickt.

Was beiden Coins den Boden weggezogen hat, war eine ungleiche Verteilung von Long- und Short-Kontrakten an den Terminbörsen. Das Gros der Händler hielt in Erwartung eines Kursanstiegs Long Positionen. Hingegen wurden deutlich weniger Short-Positionen am Markt gehalten. In der Konsequenz kam es zu einem Long Squeeze, also einer massenhaften Liquidierung von Long-Kontrakten im Wert von mehreren hundert Millionen US-Dollar.

Liquidierung war absehbar

Ein Indikator, der ein Ungleichgewicht an den Terminmärkten und damit die Liquidierung bereits im Vorfeld andeutete, war die Funding Rate, also der Zinssatz. Dieser Wert passt sich der Verteilung von Short– und Long-Positionen an und reguliert somit ein Gleichgewicht zwischen den Postionen am Markt.

Inhaber von Long-Kontrakten oder Short-Kontrakten müssen ihren „Wett-Kontrahenten“ eine Gebühr zahlen. Steigen der Bitcoin-Kurs und die Funding Rate, müssen Händler von Long-Positionen alle acht Stunden Gebühren entsprechend des Zinssatzes an den Inhaber des Short-Kontraktes zahlen. Dieser Mechanismus soll verhindern, dass der Markt ungleich zugunsten von Long– oder Short-Positionen ausschwankt.

Dass die durchschnittliche Funding Rate von Bitcoin bei etwa 0,01 Prozent lag, zeigte bereits an, dass der Markt von Long-Positionen übersättigt war.

Fund Rate des Bitcoin-Kurs

Dies hat allein bei BitMEX zu einer Liquidierung von Kontrakten im Wert von 219 Millionen US-Dollar geführt.

Liquidierung von Kontrakten an der Bitcoin-Börse BitMEX

Allzeithoch der Hash Rate

Am Samstag war es mal wieder so weit. Die Bitcoin Hash Rate erreichte mit 126,941m TH/s ein neues Allzeithoch und hat damit den erst drei Wochen zuvor am 8. Juli aufgestellten Spitzenwert von 125,99m TH/s knapp übertrumpfen können.

Die Hash Rate zeigt es an: Der Wettstreit um das digitale Gold ist so hart umkämpft wie selten zuvor. Nach den Halving-Nachwehen, in denen die Hash Rate dramatisch eingebrochen ist, erlebt das Mining derzeitig eine Renaissance.

Der Anstieg ist einerseits der jüngsten Bitcoin Rallye geschuldet. Bei einem aktuellen Wechselkurs von knapp 11.200 US-Dollar wirft der „Krypto-Bergbau“ schließlich wieder erheblich mehr Ertrag ab als in den Vormonaten.

Zum Anderen rüsten sich Mining Pools mit der neuen Antminer-Generation von Hardware-Hersteller Bitmain aus, die mit höherer Hashing Power und besserer Einergieeffizienz ausgestattet ist. Darüber hinaus drückt die Regenzeit in China die Strompreise vor Ort massiv, worunter die ohnehin marktdominierenden Mining-Pools aus dem Reich der Mitte einen wettbewerbsvorteil beim energiehungrigen Mining erhalten.

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Bitcoin steigt erstmals seit einem Jahr auf 11.600 US-Dollar: Traders hoffen auf 15.000 US-Dollar

Der Bitcoin (BTC)-Kurs ist zum ersten Mal seit 12 Monaten über die Marke von 11.600 US-Dollar geklettert. Die steigende Marktstimmung hat zu diesem Anstieg beigetragen. Da das BTC/USD-Paar eine starke Dynamik aufweist, glauben Anleger, dass es bis auf 15.000 US-Dollar nur wenig Widerstand gibt.

Kryptowährungsmarkt Tagesübersicht

Kryptowährungsmarkt Tagesübersicht. Quelle: Coin360

Bitcoin kletterte am Wochenende plötzlich auf bis zu 11.763 US-Dollar auf BitMEX. Er „füllte“ auch die CME-Futures-Lücke bei etwa 11.630 US-Dollar, was in der Regel nie am Wochenende geschieht.

Wenig Widerstand zwischen 12.000 US-Dollar und 15.000 US-Dollar

Unterdessen erklärte Kyle Davis, der Mitbegründer von Three Arrows Capital, dass die Kursentwicklung am Wochenende noch nicht einmal begonnen habe. Er sagte, es gebe zwischen 12.000 US-Dollar und 15.000 US-Dollar weniger Widerstand. Davis sagte konkret:

„Es ist verrückt, dass die Wochenendentwicklung noch nicht einmal begonnen hat.  Wie viel Widerstand gibt es zwischen 12.000 US-Dollar und 15.000 US-Dollar?“

Der Wochenchart von Bitcoin zeigt, dass es in der Vergangenheit keine große Kursentwicklung zwischen 12.000 US-Dollar und 15.000 US-Dollar gibt. Das letzte Mal, als BTC über 11.600 US-Dollar kletterte, war Mitte 2009, als er mit 14.000 US-Dollar auf ein Mehrjahreshoch stieg und daraufhin wieder fiel.

Tageschart von Bitcoin mit wichtigem Widerstandsniveau

Tageschart von Bitcoin mit wichtigem Widerstandsniveau. Quelle: TradingView.com

Erwähnenswert ist auch, dass der Bitcoin-Kurs innerhalb von zwei Wochen, nachdem er 11.600 US-Dollar erreicht hatte, im Jahr 2017 auf ein Allzeithoch kletterte.

Laut Michael van de Poppe ist die Marktstruktur von Bitcoin überzeugend, wenn er 11.400 US-Dollar halten könnte. Eine Stabilität über der Marke von 11.400Tageschart von Bitcoin mit wichtigem Widerstandsniveau würde zeigen, dass diese zu einer Unterstützung geworden ist. Van de Poppe sagte dazu:

„Ja, 11.200 US-Dollar sind durchbrochen und zur Unterstützung geworden -> 11.500 US-Dollar und 11.700 US-Dollar werden getestet und die CME-Lücke geschlossen. Eine Randbemerkung: EUR/USD-Paar korrigiert. Ich glaube, dass Gold, Silber und $BTC es ihnen gleichtun werden. Entscheidende Schwelle? 11.400 US-Dollar.“

Was steckt hinter der Bitcoin-Rallye?

Gleichzeitig zeigen die Daten von Skew, dass Futures-Kontrakte im Wert von weniger als 20 Mio. US-Dollar bei diesem Aufwärtstrend von Bitcoin liquidiert wurden. Wenn die BTC-Kursentwicklung durch den Futures-Markt getrieben wird, führt das häufig zu stärkeren Liquidationen.

Die geringfügigen Liquidationen auf dem Futures-Markt lassen vermuten, dass der Spot- und Optionsmarkt wahrscheinlich eher diese Rallye begünstigen. Wenn es auf dem Bitcoin-Futures-Markt weniger hitzig zugeht, führt das zu einem stabileren und fundamental starken Bullenzyklus. Dieser würde, laut einigen prominenten Analysten, nun beginnen.

Wenn man längere Zeitrahmen betrachtet, so ein Trader namens „Rookie“, sieht man, dass die monatlichen Kerzen von Bitcoin und Ethereum einen Aufwärtstrend aufweisen. Die Kombination aus einer günstigen Makromarktstruktur und einem neutralen Futures-Markt könnte den Schwung bei BTC aufrechterhalten. Der Trader sagte:

„Sowohl die BTC- als auch die ETH-Monatskerzen haben im Wesentlichen mit monatlichen Höchstwerten geschlossen. KEIN oberer Docht. Das ist bullisch.“

Kurzfristig ist das größte Hindernis für Bitcoin die Frage, ob er die wichtige Marke von 11.400 US-Dollar als Unterstützung verteidigen kann. Trader sind im Allgemeinen optimistisch, da BTC allmählich ausbricht und andere Kryptowährungen übertrifft.

Behalten Sie hier die wichtigsten Kryptomärkte in Echtzeit im Auge.

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Bitcoin-Kurs (BTC) am Höchststand? Noch lange nicht

Rekordzuwächse beim Futures-Handel, Tether im Aufwind und Grayscale im Krypto-Kaufrausch: Bitcoin ist aus dem Sommerloch zurück.

Seit Wochenbeginn klettert der Bitcoin-Kurs wieder steil gen Norden. Mit einem 24-stündigen Plus von 2,1 Prozent steigt die Krypto-Leitwährung auf aktuell 11.044 US-Dollar und kann somit die 11.000-US-Dollar-Marke vorerst halten. Im Wochenvergleich verbucht der Bitcoin-Kurs ein sattes Plus von knapp 18 Prozent.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Lange Zeit musste sich die größte Kryptowährung von der 10.000-USD-Marke geschlagen geben. Mitte Februar konnte der Bitcoin-Kurs letztmals über der wichtigen Schwelle notieren. Nach den größten Verwerfungen zu Beginn der Corona-Krise hat sich der Bitcoin-Kurs in den letzten zwei Monaten stabil zwischen 9.000 und 10.000 US-Dollar eingependelt.

Dies führte, wie aus obiger Grafik hervorgeht, zu einer unüblich geringen Volatilität des Assets. Doch der kleine Knick am Ende der Kurve macht es deutlich. Es kommt allmählich wieder Schwung in den Krypto-Markt.

Futures florieren

Dies zeigt sich am deutlichen Zuwachs gehandelter Bitcoin Futures. Der Anstieg des Bitcoin-Kurs hat die zuletzt eingeschlafenen Termingeschäfte wieder angekurbelt. Bei Bakkt hat die Nachfrage nach Bitcoin Futures zwei Tage in Folge Rekordzuwächse verursacht.

Am Dienstag, den 28 Juli, vermeldete die Tochter der Intercontinental Exchange (ICE) mit 11.506 Terminkontrakten einen neues Allzeithoch, das den vorherigen Rekord bereits um 85 Prozent übertraf.

Der Stein ist offenbar ins Rollen gekommen. Wie die Bitcoin-Börse nun einen Tag später mitteilte, konnte dieses Hoch nochmal um rund 200 Kontrakte übertroffen werden. Über 125 Millionen Bitcoin wurden somit in 11.706 Bitcoin Futures gehandelt.

Auch bei der Konkurrenz floriert das „Bitcoin-Wettgeschäft“. Wie Daten von Skew zeigen, stieg das tägliche Volumen bei CME am 27. Juli auf über 1,3 Milliarden US-Dollar, während das Open Interest, also die Gesamtzahl der noch ausstehenden Derivate, ebenfalls auf 724 Millionen US-Dollar anstieg.

Die gefragtesten Handelsplätze für die Bitcoin–Termingeschäfte sind aber Huobi, OKEx und Binance. Das tägliche Volumen stieg am Montag bei Huobi auf 10,4 Milliarden US-Dollar, während das Volumen bei OKEx und Binance jeweils auf 8,8 Milliarden US-Dollar hochging.

Grayscale im Bitcoin-Wahn

Vermögensverwalter Grayscale Investments hat das in Krypto-Hedgefonds verwaltete Vermögen in weniger als zwei Wochen um weitere 1 Milliarde US-Dollar aufgestockt. Laut eines Tweets vom 28. Juli verfügt die Investmentfirma aktuell über 5,1 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen (Assets under management, AUM). Der Löwenanteil entfällt mit über 4,3 Milliarden US-Dollar auf den Bitcoin Trust, gefolgt vom Ethereum Trust mit knapp 581 Millionen US-Dollar.

Vergleicht man die Zahlen mit der letzten Aktualisierung vom 17. Juli, zeigt sich, dass der Fondsmanager das AUM-Volumen in nur 11 Tagen um knapp eine Milliarde US-Dollar aufgestockt hat. Die meisten Mittel, fast 800 Millionen US-Dollar flossen indes in den Bitcoin Trust. Knapp 180 Millionen US-Dollar gingen zudem in den Ethereum Trust.

Tether heiß begehrt

Den Blockchain-Analysten von Glassnode zufolge verzeichnet der Tether-Handel den größten Zufluss seit über acht Monaten. Das 24-stündige Handelsvolumen von Tether lag bei über 31 Milliarden US-Dollar. Der Anstieg steht in Wechselwirkung zum Bitcoin-Kurs: Tether fungiert als Stable Coin für viele Trader als Brückenwährung, um bei großen Kursbewegungen am Markt ohne „teuren“ Zeitverlust handeln zu können.

Die Marktkapitalisierung von Tether ist im Tagesvergleich um knapp 300 Millionen US-Dollar gestiegen, konkurriert aber wieder mit XRP um Platz drei der größten Kryptowährungen. Mitte Mai konnte Tether den Ripple-Coin vom Sockel stoßen. Mit einer Marktkapitalisierung von 10.773 Milliarden US-Dollar liegt XRP aber aktuell wieder knapp vor Tether mit einer Marktkapitalisierung von rund 10.446 Milliarden US-Dollar.

Fear and Greed

Die Anlegerstimmung am Krypto-Markt hat sich dem Fear and Greed Index zufolge deutlich gebessert. Steckte dieser noch bis letzte Woche in der neutralen Zone fest, konnte er zu Wochenbeginn zwischenzeitlich auf 76 Zähler aufholen. Nach Corona-bedingten Wochen der Angst und Unsicherheit spiegelt der aktuelle Wert von 71 Punkten ein optimistisches Stimmungsbild wieder.

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Open-Interest der Bitcoin-Futures endlich wieder im Aufschwung

Die Bitcoin-Derivate sind diese Woche zurück in den Vordergrund getreten, da sich seit dem Halving erstmals wieder ein klarer Anstieg des Open-Interests verzeichnet werden konnte.

Wie die Daten der Blockchain-Analysten von Skew zeigen, nähert sich das in US-Dollar gemessene Open-Interest für die Bitcoin-Futures der Optionsbörse CME sogar dem bisherigen Rekordhoch.

Open-Interest steigt erstmals wieder

Seit Mai, als die Anstiegsrate der Umlaufmenge von Bitcoin (BTC) wortwörtlich halbiert wurde, lag das Open-Interest im stetigen Abwärtstrend. In den letzten sieben Tagen scheint die Trendwende nun allerdings geschafft, denn es geht wieder deutlich nach oben.

So konnte das tägliche Handelsvolumen unter der Woche problemlos die 300 Mio. US-Dollar Marke knacken, während das Open-Interest über 450 Mio. US-Dollar gestiegen ist und bei Redaktionsschluss sogar auf dem Weg zum bisherigen Rekordhoch von 532 Mio. US-Dollar ist.

Das Open-Interest ist eine Kennzahl, die die Gesamtheit aller offenstehenden Kontrakte für Bitcoin-Derivate abbildet. Ein hohes Open-Interest deutet in Verbindung mit einem niedrigen Handelsvolumen normalerweise auf Spekulation durch die Trader hin, das Handelsvolumen zog zuletzt jedoch wieder an, was wiederum vermuten lässt, dass nach dem Aufschwung kein plötzlicher Abverkauf droht.

Allein in dieser Woche hat das Open-Interest um mehr als 30 % zugelegt, wobei Bitcoin gleichsam zurück über die 9.500 US-Dollar Marke geklettert ist.

CME Bitcoin futures 6-month chart. Source: Skew

Monatsdiagramm der CME Bitcoin-Futures. Quelle: Skew

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„Es sieht schlecht aus“ – Bitcoin-Futures könnten auf baldigen Crash hindeuten

Die jüngsten Entwicklungen der Bitcoin-Futures lassen die Krypto-Experten aufhorchen, denn laut den Daten vom 10. Juli könnte ein heftiger Abschwung für Bitcoin (BTC) die Folge sein.

Der Cointelegraph Markets Analyst filbfilb hat auf Twitter ein entsprechendes Kursdiagramm der Bitcoin-Futures von CME gepostet und kommt dabei zu einem besorgniserregenden Schluss.

Wiederholt sich der Crash vom März?

„Es sieht schlecht aus“, wie der Experte bei Betrachtung eines Volumen-Indikators feststellt. So weist er darauf hin, dass die Konstellation der Kennzahl aktuell ähnlich ist wie in der Woche vor dem großen Crash im März, als Bitcoin bis auf 3.600 US-Dollar abgestürzt war.

„Fast dasselbe Bild wie vor dem letzten großen Crash und ein klares absteigendes Dreieck mit heftigen Widerständen.“

Insbesondere die Kennzahl „Commitment Of Traders“ (COT), die sowohl Privatanleger als auch professionelle Investoren betrachtet, befindet sich in der gleichen Stellung wie einige Tage vor dem Crash im März. Die COT wird immer freitags ausgewertet und bezieht sich auf die Daten bis zum vorherigen Dienstag, was bedeutet, dass die Kennzahl den Status Quo der letzten paar Tage abbildet.

prior to the crash. COT is updated on Fridays using data from the previous Tuesday; as such, the metric gives a snapshot of the status quo several days previously.

„Ich bezweifle, dass sich daran viel geändert hat“, wie filbfilb gegenüber Cointelegraph mahnt. Ein heftiger Abschwung könnte also kurz bevorstehen.

CME Bitcoin futures chart with March similarities highlighted

Kursdiagramm der CME Bitcoin-Futures, Vergleich zwischen März und Juli markiert. Quelle: filbfilb/ Twitter

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Sind Derivate die Zukunft des Bitcoin-Marktes (BTC)?

Ende 2019 lag das Handelsvolumen des Bitcoin-Derivate-Marktes erstmals über dem des Spot-Marktes. Liegt die Zukunft des Bitcoin-Marktes im Handel mit Optionsscheinen, Futures, Swaps und Co.?

Nach Angaben der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIS) betrug der globale OTC-Handel (OTC: over-the-counter, außerbörslicher Handel) mit Derivaten im Jahr 2019 640 Billionen US-Dollar. Zum Vergleich: das weltweite Bruttoinlandsprodukt war im gleichen Jahr mit 140 Billionen US-Dollar etwa fünf mal kleiner. Derivate sind Finanzinstrumente, dessen Wert von einem ihm zugrundeliegenden Anlageobjekt oder einer Gruppe von Anlageobjekten abhängt. Klassische Derivate sind etwa Optionen, Swaps, Futures oder Forwards. Aufgrund ihrer mitunter komplizierten Struktur entfällt ein Großteil des Derivate-Handels auf institutionelle Finanzdienstleister wie Banken oder Hedgefonds – das gilt insebesondere für den OTC-Markt.

Wer braucht schon Bitcoin Futures?

Privatinvestoren beäugen den Derivate-Markt mitunter argwöhnisch – zu undurchsichtig, zu riskant. Und überhaupt, ist hodln bei hochvolatilen Assets wie Kryptowährungen nicht ohnehin die Strategie der Wahl? Dabei übersieht man jedoch oft, dass Derivaten in liquiden Märkten wie dem Krypto-Markt eine wichtige Rolle zukommt. So ermöglichen sie Short-Positionen, also etwa die Wette auf fallende Kurse, reduzieren Volatilität und sorgen für eine effizientere Preisfindung. Gerade bei neuen Assetklassen wie BTC ist letzteres ein notwendiger Schritt, damit die Kryptowährung ihren Weg in traditionelle Portfolios finden kann.

Und das tut sie. Denn nach Angaben von bitcointradevolume.com überholte das Derivate-Volumen Ende 2019 erstmals das Bitcoin-Spot-Volumen. Dieser Tage hält es sich indes die Waage.

Beim Handel mit Bitcoin-Derivaten spielt Platzhirsch BitMEX eine besondere Rolle. Schließlich beträgt das tägliche Handelsvolumen aktuell etwa 1,8 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Binance erzielte 2019 eigenen Angaben zufolge im Durchschnitt 2,8 Milliarden US-Dollar an täglichem Handelsvolumen.

Immer beliebter werden soggenante Optionsscheine. Dabei handelt es sich um eine bestimmte Art Termingeschäft, bei dem man der Gegenpartei das Recht, aber nicht die Pflicht, einräumt, ein bestimmtes Asset zu einem genau festgelegten Termin zu einem vorher beschlossenen Kurs zu handeln. Erst im Januar vermeldete die Chicago Mercantile Exchange (CME), Bitcoin-Optionsscheine anzubieten. Selbige gibt es bei LedgerX übrigens bereits seit 2017.

Derivate-Handel will gelernt sein

Bei aller (nicht immer berechtigten) Kritik an Derivaten, gilt es doch festzuhalten, dass das Trading mit Optionen, Futures und Co. hochriskant ist. Zwar ermöglicht Bitcoins Volatilität gepaart mit Hebeln bis zum Faktor 100 (BitMEX) wahre Traumgewinne. Handeln mit Fremdkapital, also Hebeln, können mitunter aber auch den Totalverlust des eingesetzten Kapitals zur Folge haben.

Und so ist es am Ende Fluch und Segen, dass Bitcoin-Derivate nicht nur der kapitalstarken Finanzelite vorbehalten sind, sondern auch Privatinvestoren zugänglich sind. Denn mit klugem Hedging können Trader das Risiko am Bitcoin-Markt durchaus minimieren. Doch das will gelernt sein.

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Uneinheitliche Woche vor der Abrechnung der Bitcoin Futures

Bitcoin handelt seitwärts, die Altcoin-Kurse zeichnen ein unheinheitliches Bild. Unterdessen rückt der Hexensabbat immer näher – auch für die Bitcoin Futures.

Der Krypto-Markt blickt auf eine umsatzschwache Handelswoche zurück. Die Anleger scheinen sich vor dem, am kommenden Freitag den 26. Juni stattfindenden Verfall von Wetten auf Bitcoin Futures bereits positioniert zu haben. Die Leitwährung konnte einen weiteren Abverkauf unter 9.000 US-Dollar vorerst abwenden und handelt aktuell in einer engen Handelsrange um 9.400 US-Dollar. Ähnlich zeigt sich das Bild bei den meisten Top-100 Altcoins. Positiv hervorzuheben ist die aktuelle Entwicklung bei verschiedenen Altcoins wie beispielsweise der Kryptowährung Aave (LEND), ein Lending-Protokoll, das Altcoin-Kredite ermöglicht. Die Gewinnerliste unter den Top-10 Altcoins wird nach einer Kurskorrektur in der Vorwoche wieder von Cardano (ADA) angeführt.

Die Liste der Wochenverlierer führt diese Woche der börseneigene Binance-Coin (BNB) mit einem Kursabschlag von rund 4 Prozentpunkten an. Auch Litecoin (LTC), Bitcoin Cash (BCH) und Ripple (XRP) geben rund zwei Prozent nach. Inwiefern sich die bearishe Tendenz auch diese Woche fortsetzen wird, dürfte auch von der Stimmung am klassischen Finanzmarkt sowie der Abrechnung der BTC-Futures abhängig sein.

Beste Kursentwicklung unter den Top-10 Altcoins: Cardano (ADA)

Kursanalyse Cardano (ADA) KW25

Kursanalyse auf Basis des Wertepaares ADA/USD auf Bittrex

Bereits in der vorletzten Ausgabe wurde der beachtliche Kursanstieg von mehr als 400 Prozentpunkten bei Cardano genauer analysiert. Nach dieser kometenhaften bullishen Bewegung nahmen die Anleger letzte Woche erste Gewinne mit. Auch zu Beginn der aktuellen Handelswoche rutschte der ADA-Kurs kurzfristig unter den gleitenden Mittelwert der letzten 20 Tage (EMA20) (rot) und testete die erste wichtige Kursunterstützung bei 0,069 US-Dollar. An dieser Chartmarke wirkte der Supertrend haltgebend. Der Kurs von Cardano erholte sich prompt und notiert kurz vor Wochenschluss wieder oberhalb des EMA20 bei aktuell 0,081 US-Dollar. Damit bildet sich nun eine bullishe Flagge aus. Springt der Kurs per Tagesschluss über die 0,084 US-Dollar, dürfte ein erneuter Anlauf in Richtung des 78er Fibonacci-Retracements bei 0,087 US-Dollar folgen. Schaffen es die Bullen auch das Jahreshoch bei 0,090 US dynamisch zu durchstoßen, lauten die ersten Kursziele auf der Oberseite weiterhin 0,106 US-Dollar sowie 0,123 US-Dollar

Kann der ADA-Kurs hingegen nicht über die Flaggenoberkante ausbrechen und fällt erneut in Richtung des Supertrends bei 0,069 US-Dollar, ist dieses als ein erstes Warnzeichen zu werten. Fällt der Kurs dynamisch durch diesen Support ist mit einer Konsolidierung in Richtung der Supportarea zwischen 0,065 US-Dollar – 0,062 US-Dollar zu rechnen. Hier verlaufen die grüne Aufwärtstrendlinie, die Unterkante der bullishen Flagge sowie das 50er Fibonacci-Retracement. Kommt es zu einer Verstärkung der Kurskorrektur bei Cardano, ist ein Retest der roten Abwärtstrendlinie bei 0,057 US-Dollar sowie des EMA200 (blau) bei 0,053 US-Dollar wahrscheinlich. Gibt der Bereich um 0,05 US-Dollar keinen Halt, trübt sich das Chartbild spürbar ein und könnte den ADA-Kurs in Richtung des 23er Fibonacci-Retracements korrigieren lassen. Diesem bearishen Kursverlauf ist aber aktuell nur eine geringe Wahrscheinlichkeit zuzurechnen.           

Indikatoren: RSI droht in neutrale Zone zu rutschen, MACD mit aktivem Shortsignal

Der RSI kann den Fall in die neutrale Zone zwischen 55 und 45 zwar vorerst abwenden, richtige Stärke ist aber nicht feststellbar. Sollte der RSI-Indikator in der kommenden Handelswoche weiter konsolidieren dürfte ein bullisher Ausbruch des ADA-Kurses zunehmend schwerer werden. Diese Tendenz wird auch vom MACD-Indikator untermauert, der bereits seit letzter Woche ein Shortsignal aktiviert hat. Auf Wochensicht zeigen sich beide Indikatoren hingegen weiter bullish und weisen stabile Kaufsignale auf.

Schlechteste Kursentwicklung unter den Top-10 Altcoins: Binance-Coin (BNB)

Kursanalyse Binance Coin (BNB) KW25

Kursanalyse auf Basis des Wertepaares BNB/USD auf Binance

Der Kurs vom Binance-Coin BNB tendiert seit Anfang April 2020 zunehmend seitwärts. Es hat sich eine Range zwischen 15,50 US-Dollar und 18 US-Dollar ausgebildet. Der Kurs schwankt zudem um den EMA200 (blau), konnte sich zuletzt nicht deutlich von diesem absetzen und handelt seit dem Kursrücksetzer am 11. Juni wieder darunter. Zudem mussten auch der EMA10 (gelb) sowie EMA20 (rot) aufgegeben werden, was den bearishen Tenor noch verstärkt. Die Unterkante des Seitwärtskanals wird vorerst durch den Supertrend gestützt. Schaffen es die Bullen, den Kurs abermals über die 16,60 US-Dollar zu manövrieren und in Richtung der 17 US-Dollar Marke steigen zu lassen kommt es abermals zum Showdown am EMA200. Erst oberhalb dieses gleitenden Widerstands rücken das Resistlevel bei 17,53 US-Dollar sowie die Kanaloberkante bei 18,16 US-Dollar wieder in den Fokus. Ein dynamischer Ausbruch aus der roten Box aktiviert Kursziele bei 19,08 US-Dollar (38er Fibonacci-Retracement) sowie maximal 21,60 US-Dollar (orange Widerstandszone).

Aktuell hat das Chartbild vom Binance-Coin einen bearishen Touch. EMA10 und EMA20 drücken aktuell den Kurs nach unten. Schaffen es die Bullen nicht, den BNB-Kurs im Bereich des Supertrends bei 15,48 US-Dollar zu stabilisieren, droht ein stärkerer bearisher Abverkauf in Richtung der grünen Unterstützungszone zwischen 14,45 US-Dollar und 13,91 US-Dollar. In diesem Bereich verläuft zudem das 23er Fibonacci-Retracement bei 14,22 US-Dollar. Sollte dieser Supportbereich ebenfalls per Tagesschlusskurs fallen, aktiviert dieses Kursziele im Bereich 12,33 US-Dollar sowiei 11,23 US-Dollar. Sollte auch der Bitcoin und damit der Gesamtmarkt deutlicher korrigieren, muss auch ein Kursrutsch in Richtung des blauen Unterstützungsbereichs bei 9,40 US-Dollar eingeplant werden. Solange der Kurs von BNB jedoch weiter in seiner Seitwärtsrange handelt sollten die Anleger auf einen Ausbruch warten.

Indikatoren: RSI und MACD-Indikator mit frischen Verkaufssignalen

Die aktuelle Kursschwäche bei BNB hat den RSI-Indikator diese unter den Schwellenwert von 45 gedrückt. Das hat ein frisches Verkaufssignal aktiviert. Auch der MACD tendiert weiter schwach und weist ein Verkaufssignal auf. rutschte diese Woche in den negativen Bereich und generierte damit ein bearishes Verkaufssignal. Im Wochenchart zeigt sich derweil noch ein positiveres Bild. Der RSI handelt mit einem Wert von 48 innerhalb der neutralen Zone, zeigt aber aktuell leicht gen Süden. Der MACD-Indikator weit hingegen noch ein Ende April generiertes Kaufsignal auf, droht bei anhaltender Kursschwäche aber in den kommenden Wochen ein Verkaufssignal zu generieren.

Stabilität der Top 10

Die Top-10 Altcoins blicken auf eine ruhigere Woche zurück. Zwar beenden 7 von 10 Altcoins die Woche mit einem leichten Kursabschlag von durchschnittlich 2 Prozent, Bitcoin und Ethereum (ETH) handeln im Wochenvergleich hingegen leicht positiv. Somit konnte die bearishe Tendenz der Vorwoche vorerst reduziert werden. Der eindeutige Wochengewinner lautet nach Gewinnmitnahmen in der Vorwoche erneut Cardano (ADA) mit einem Kursaufschlag von knapp fünf Prozentpunkten. Durch diesen überdurchschnittlichen Kursanstieg überflügelt Cardano den Binance-Coin (BNB), der selbst knapp 4 Prozent verliert. BNB steigt auf den siebten Platz auf. Erstaunlich gut hält sich diese Woche der Neuling crypto.com Coin (CRO), der seinen zehnten Rang gegen Tezos (XTZ) verteidigen kann und unverändert aus der Woche geht.

Gewinner und Verlierer der Woche

Diese Woche zeichnet sich ein gemischtes Bild bei den Top-100 Altcoins. Rund die Hälfte der Altcoins können Kursgewinne verzeichnen. Nur zehn Top-100 Altcoins weisen einen zweistelligen Kurszuwachs auf. Der stärkste Altcoin diese Woche ist Aave (LEND) mit 60 Prozent Kursanstieg gefolgt von Swissborg (CHSB) mit 50 Prozentpunkten sowie NEXO (NEXO) mit 38 Prozent. Alle drei Kryptowährungen vereint, dass sie den Finanzsektor in Form von Lending-Plattformen bzw. einer Investment-Plattform mittels Blockchain realisieren. Die Liste der Verlierer führt der Altcoin Altcoin DigiByte (DGB) mit einem Kursabschlag von 18 Prozent an. Auch einer der Underperformer der Vorwoche, der Altcoin Quant (QNT), gehört mit einem Kursrückgang von 16 Prozent erneut zu den schwächsten Altcoins. Eine ebenfalls schwache Wochenperformance zeigen Komodo (KMD) (-15 Prozent) sowie Horizen (ZEN) (-12 Prozent). Auch der Aufsteiger des Monats Mai, Theta Network (THETA) handelt mit einer Korrektur um 12 Prozentpunkte ebenfalls bearish.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Die Chartbilder wurden mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,89 Euro.

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Bitcoin (BTC) Futures: Alles, was man wissen muss

Bitcoin Futures sind ein heikles Thema in der Krypto-Branche. Mal gelten die Terminkontrakte für die Kryptowährung als Heilsversprechen, ein anderes Mal erliegen sie dem Schicksal der Verdammnis. Man erinnere sich an jenen schicksalsschweren Dezember 2017. CBOE und CME führten die Produkte ein, der Bitcoin-Kurs schoss fast zeitgleich Richtung Mond. Auf einmal kostete eine Einheit der Kryptowährung von Satoshi Nakamoto knapp 20.000 US-Dollar. Doch ebenso schnell ging es kurze Zeit später wieder bergab: Innerhalb eines Monats nahmen sich die (Eis-)Bären dem Markt an und schleuderten den Bitcoin-Kurs wieder Richtung Antarktis.

Schuldzuweisungen gab es viele, unter anderem traf es auch Bitcoin Futures: Die Terminkontrakte, mit denen man mittels Hebelwirkung auf den Bitcoin-Kurs wetten kann, standen im Verdacht, am Kursverfall von Bitcoin Schuld gewesen zu sein. Wen es interessiert, wie sie funktionieren: Unser kleines Zukunftseinmaleins.

Vom Ursprung der Terminkontrakte

Der Ursprung der heutigen Futures reicht weit zurück und liegt in den Termingeschäften der Landwirtschaft des 17. Jahrhunderts. Der Deal war denkbar simpel: Bauern und ihre zukünftigen Käufer einigten sich über Preis und Menge eines bestimmten Rohstoffes und sicherten sich damit ab. Die Bauern konnten sich damit nicht nur gewiss sein, ihre Ware abzusetzen. Vielmehr konnten sie mit einem konkreten Preis kalkulieren. Die Käufer konnten sich andererseits gegen einen Kursanstieg absichern – eine Win-Win-Situation.

Im Lauf des 19. Jahrhunderts adaptierte das Finanzsystem das Termingeschäft. Über die Termingeschäfte schloss man Verträge ab, die man fortan Terminkontrakte – oder eben Futures – nannte. Sie bildeten letztlich unter anderem Kreditversicherungen gegenüber Banken und wurden damit in den Börsenkreislauf eingespeist. Zum heutigen Tage gibt es diese Futures für einen Großteil aller handelbaren Dinge. Orangensaft, Soja, Öl – oder eben Bitcoin.

Was sind Bitcoin Futures?

Ein Bitcoin-Future-Kontrakt ist ein Vertrag zwischen zwei Parteien, der es ihnen ermöglicht, Bitcoin zu einem festen Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen und zu verkaufen.

Nach Abschluss des Vertrages sind sowohl der Käufer als auch der Verkäufer verpflichtet, die Transaktion zu dem von ihnen vereinbarten, vorher festgelegten Preis und ohne Berücksichtigung der aktuellen Marktpreise, durchzuführen.

Über Kurz oder Lang: Short- und Longpositionen beim Bitcoin-Trading

Geht man nun einen solchen Vertrag ein, kann man short oder long gehen. Wer long geht, geht davon aus, dass der Bitcoin-Kurs auf lange Sicht steigt. Für die Shorties gilt das Gegenteil. Hier geht man von einem fallenden Bitcoin-Kurs aus.

Es sind folglich eher die Verkäufer, die long gehen – sie haben ein Interesse daran, die BTC in der Zukunft zu einem höheren Kurs zu verkaufen. Diesen setzen sie in Vereinbarung mit den Käufern fest.

Dementsprechen gehen sie short– sie wetten darauf, dass der Bitcoin-Kurs in der Zukunft sinkt. Von dem vereinbarten Kurs erhoffen sie sich, dass sie BTC günstiger „einkaufen“ können als der Kurs tatsächlich ist.

Margin Trading: Der Ausweg

Läuft eine Wette letztlich nicht so wie geplant, gibt es eine Art Zwischenlösung: die Marge. Wenn der Bitcoin-Kurs höher liegt als erwartet und der Verkäufer ein Verlustgeschäft machen würde, bieten die Börsen die Option des Margin Trading. Dadurch kann der Verkäufer dann doch noch zu einem niedrigeren Kurs verkaufen – der Vertragspartner erhält allerdings eine Entschädigung, die zuvor als Marge bei der jeweiligen Börse hinterlegt worden ist.

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