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Bitcoin erreicht bisheriges Jahreshoch bei knapp 9.500 US-Dollar

Bitcoin (BTC) hat sich vorübergehend bis auf 9.439 US-Dollar aufgeschwungen, woraufhin es zuletzt jedoch wieder zurück unter die 9.000 US-Dollar Marke ging.

Marktvisualisierung von Coin360

Im Laufe des Tages ist Bitcoin allerdings wieder auf 8.879 US-Dollar abgerutscht, was einige Experten zu der Annahme verleitet, dass sich der Kurs jetzt zwischen 8.300 – 8.500 US-Dollar einpendeln wird.

Obwohl die Anleger dies zwar weniger begrüßen würden, ist es nicht ganz unwahrscheinlich, da Bitcoin zu Beginn der Woche noch bei 8.200 US-Dollar stand.

Wie Cointelegraph Experte Michaël van de Poppe erklärt, fällt ein Kurs oftmals zurück auf seinen Support, sobald eine wichtige Hürde geknackt werden konnte, ehe es mit einem neuen Aufwärtstrend weitergeht. In diesem Wissen sorgte der Rücklauf unter die 9.000 US-Dollar Marke für wenig Panik bei den Anlegern, wie auch das Stimmungsbarometer namens „Fear-And-Greed Index“ belegt.

Bitcoin Stimmungsbarometer Fear und Greed Index. Quelle: alternative.me

Im 1-Stunden Diagramm wird ersichtlich, dass die Kletterpartie auf 9.439 US-Dollar mit einem beträchtlichen Anstieg des Handelsvolumens einhergegangen ist. Am Verkaufsvolumen wird ersichtlich, dass der Aufschwung von 3,4% letztendlich neuen Verkaufsdruck ausgelöst hat, da die Anleger bei 9.500 US-Dollar wahrscheinlich eine neue große Hürde vermuten.

Bitcoin 1-Stunden Diagramm. Quelle: TradingView

Seit Bitcoin am 18. Dezember 2019 den momentanen Aufstieg bei damaligen 6.400 US-Dollar gestartet hat, war die marktführende Kryptowährung wiederholt in der Lage, starke Widerstände in Supports umzuwandeln. So wurde jüngst erst die 8.600 US-Dollar Marke in einen Support gedreht, weshalb davon auszugehen ist, dass der heutige Aufschwung die 9.200 US-Dollar Marke ebenfalls zur neuen Unterstützung gemacht hat.

Mit diesem Aufschwung wurde für 2020 ein neues bisheriges Jahreshoch erreicht. Die Anleger werden jetzt genau beobachten, ob die Bullen in der Lage sind, auch die 9.400 US-Dollar Marke zum Support zu machen. Dies würde Bitcoin ein solides Fundament für einen weiteren Vorstoß bis auf 9.600 oder sogar 9.948 US-Dollar bieten.

Bitcoin 6-Stunden Diagrmm. Quelle: TradingView

Bei Redaktionsschluss zeigt der Kurs sowohl im 4-Stunden als auch im 6-Stunden Diagramm eine sogenannte „Tweezer Top“ Formation. Der Relative Stärke Index (RSI) ist derweil zurück in den überverkauften Bereich abgerutscht.

Für den Fall, dass die Anleger ihre Gewinne ausbuchen sollten und der Kurs wieder abfällt, gilt es, die Supports bei 9.100, 8.900 und 8.650 US-Dollar zu beachten.

Bitcoin 6-Stunden Diagramm. Quelle: TradingView

Der Bitcoin-Kurs liegt momentan über dem rechten Bollinger-Band nahe der Tweezer-Top. Nach starken Aufschwüngen ist es oftmals nicht ungewöhnlich, dass es zurück auf den Gleitenden Durchschnitt der Bollinger-Bänder geht.

Sollten die 9.100 und 8.900 US-Dollar Marken einem solchen Abschwung nicht standhalten, dann wird spätestens dieser Gleitende Durchschnitt bei 8.650 US-Dollar eine starke Unterstützung bieten.

Bitcoin Tagesdiagramm. Quelle: Coin360

Die Gesamt-Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen beläuft sich momentan auf 256,2 Mrd. US-Dollar, wovon 66,3% Marktanteil auf Bitcoin entfallen. Zu den Tagesgewinnern zählen Cardano (ADA) mit 9,70% Zugewinn, Ethereum Classic (ETC) mit einem satten 10,18% Plus und IOTA (MIOTA) mit einem Bestwert von 15,92% Zuwachs.

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Bullishe Stimmung: Bitcoin-Kurs mit Aufwind, IOTA explodiert – Rallye am Krypto-Markt

Am 28. Januar hat der Bitcoin-Kurs die 9.000 US-Dollar-Marke überschritten. Seitdem geht es bergauf – der Kursverlauf der größten Kryptowährung nach Marktkapitaliserung hat um 3,5 Prozent an Stärke gewonnen und liegt derzeit bei 9.333 US-Dollar. Auch ansonsten sieht es gut aus: Bis auf Bitcoin SV schreiben derzeit alle Altcoins der Top 30 grüne Zahlen. Der IOTA-Kurs und der Ethereum-Classic-Kurs hängen in dieser Mini-Rallye ihre Mitstreiter ab.

Bitcoin-Kurs erreicht Kursziele

Das Jahr hätte für den Bitcoin-Kurs nicht besser starten können. Seit Anfang des Jahres konnte die digitale Währung um knapp 30 Prozent steigen. Wie wir bereits gestern berichteten, konnte der Bitcoin-Kurs aus dem Falling Wedge ausbrechen und den gleitenden Mittelwert der letzten 200 Tage überschritten. Seitdem ging es weiter bergauf; auch das folgende Kursziel (9.270 US-Dollar konnte das digitale Asset hinter sich lassen. So hat sich auch der gleitende Mittelwert der letzten 20 Wochen als Support bewiesen. Bei diesem handelt es sich letztlich um eine Metrik, die den Bärenmarkt vom Bullenmarkt trennt. Kurzum: Es riecht nach Bulle beim Bitcoin-Kurs.

Bitcoin-Kurs 29.01

IOTA-Kurs (MIOTA) und Ethereum-Classic-Kurs (ETC) heben ab

Noch bullisher sieht es – zumindest auf kurze Sicht – bei den Altcoins IOTA und Ethereum Classic aus. In den letzten 24 Stunden konnte der IOTA-Kurs um 17 Prozent nach oben klettern, womit er wieder die 0,28 US-Dollar erreicht hat. Seit Jahresbeginn ist der IOTA-Kurs damit um 75 Prozent gestiegen. Erst kürzlich drangen im IOTA-Umfeld positive Nachrichten in die Krypto-News-Sparten. So verbraucht das Projekt, das auf das Internet der Dinge ausgerichtet ist, im Vergleich zu Bitcoin sehr viel weniger Energie. Mit der selben Energie, die man für eine Bitcoin-Transaktion benötigt, könne man demnach 5,6 Millionen IOTA-Transaktionen durchführen.

IOTA-Kurs 29.01

Ähnlich gut performt der Ethereum-Classic-Kurs. Dieser legte in den letzten 24 Stunden um knapp 18 Prozent zu. Damit notiert der ETC-Kurs bei aktuell 12,31 US-Dollar. Das enspricht einem Zuwachs von über 173 Prozent seit Jahresbeginn. Damit lassen die beiden Altcoins die Performance des Bitcoin-Kurs weit hinter sich. Doch auch bei anderen Altcoins sieht es aktuell gut aus.

Ethereum-Kurs (ETH), Cardano-Kurs (ADA) und Ripple-Kurs (XRP) ziehen an

Auch auf Platz Zwei der Kryptowährungen stehen die Zeichen auf grün. Der Ethereum-Kurs (ETH) gewann innerhalb des letzten Tages 3,8 Prozent und steht derzeit bei 177 US-Dollar. Seit Anfang 2020 entspricht das einem Anstieg von 38 Prozent.

Innerhalb des letzten Tages schaffte es auch der Ripple-Kurs (XRP), wieder anzusteigen. Mit knapp 3 Prozent notiert XRP bei aktuell 0,23 Prozent. Seit Jahresbeginn stieg der Ripple-Coin also um 21 Prozent an.

Besonders gut sieht es indes auch bei Cardano aus. Der Cardano-Kurs (ADA) kletterte somit um 11 Prozent nach oben. Damit notiert er zu Redaktionsschluss bei 0,06 US-Dollar. Seit Beginn des Jahres ist das ein Anstieg von 100 Prozent. Das Projekt mit Hauptsitz in Zug (Schweiz) verkündete jüngst eine Partnerschaft mit PwC, die dem Kurs zum Anstieg verholfen haben dürfte. Außerdem steht das Projekt kurz vor dem Goguen Update, das unter anderem die Implementierung von Smart Contracts bringen soll.

Bitcoin-Kurs steigt, Halving im Anmarsch

Die positive Lage am Krypto-Markt insgesamt, von der nicht nur der Bitcoin-Kurs profitiert, ist vor allem dem anstehenden Halving zuzurechnen. Bei diesem Event, das im Mai diesen Jahres ansteht, wird die Belohnung für BTC Miner auf 6,25 BTC-Einheiten pro Block verknappt. Das bedeutet letztlich, dass bei einer steigenden Nachfrage auch der Kurs steigen dürfte. In den vergangenen Jahren stieg der Bitcoin-Kurs im Nachgang des Halvings jedenfalls nach einiger Zeit stark an – in Antizipation dessen darf man davon ausgehen, dass sich erfahrene Krypto-Trader mit Kryptowährungen eindecken.

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BTC-Kurs wieder bei 9.000 US-Dollar: Coronavirus dennoch nicht „Gut für Bitcoin“

Bitcoin (BTC) mag dank der „Wirtschaftsangst“ vor dem Coronavirus Zuwächse verzeichnen. Das gehe aber nur bis zu einem gewissen Punkt, so Analysten. 

Die Kryptowährung pendelte am Dienstag bei etwa 9.000 US-Dollar. Das ist ein Plus von 4 Prozent über die Woche betrachtet. Das Coronavirus hat in China unterdessen eine teilweise Blockade ausgelöst. 

Coronavirus: Unsicherheit schleicht sich in die Märkte ein

Derzeit kommen Befürchtungen über die Auswirkungen auf das chinesische Wirtschaftswachstum auf. Auch die Signale deuten global betrachtet darauf hin, dass Investoren kurzfristig vorsichtiger sind.[nsbp]

Für den Cointelegraph Markets-Analysten Mati Greenspan ist die Stimmung bereits greifbar geworden. Er lud ein Diagramm zu den US-Anleiherenditen hoch, aus dem hervorgeht, dass die Entwicklung innerhalb eines Monats bereits höhere Renditen erbrachte als die Siebenjahres-Optionen.

„Das bedeutet, dass die Investoren kurzfristig mit Schwierigkeiten rechnen“, erklärte er in einem Kommentar.

Diese wirtschaftliche Unsicherheit und das Unbehagen auf den Märkten haben oft zu einem verstärkten Anstiegsverhalten bei Bitcoin geführt. Wie Cointelegraph erklärte, war die Iran-Krise Anfang des Monats nur eines von vielen geopolitischen Ereignissen, die den Bitcoin-Kurs zu beflügeln schienen.

Greenspan merkte zwar an, dass Bitcoin weiterhin ein äußerst unkorrelierter Vermögenswert sei, doch in Mainstream-Medien heißt es, Bitcoin würde sich den traditionellen Märkten widersetzen und nur aufgrund des Coronavirus Zuwächse erzielen. 

Einem Bericht der Financial Times zufolge, der den Titel „Coronavirus ist gut für Bitcoin“ trägt, wurde besonders kritisiert. Der Bericht berief sich auf zwei zufällige Twitter-Konten, die dem Altcoin XRP zugerechnet werden, als Quellen.

Wie Cointelegraph berichtete, hat Bitcoin im Vorfeld der jüngsten Kursentwicklungen seit Langem immer bessere technische Fundamentaldaten aufgewiesen.

Vays: Virus würde BTC im Falle einer Epidemie „verletzen“

Bei der Diskussion über die Auswirkungen des Coronavirus hat der Trader Tone Vays dennoch dagegen argumentiert, dass die Krankheit fortwährend zu weiteren Gewinnen führen könnte.

Wenn es sich beispielsweise international ausbreiten würde, würden Investoren in Panik geraten und wahrscheinlich weniger spekulieren. Das heißt, dass sie auch weniger Interesse an nicht-traditionellen Vermögenswerten wie Bitcoin hätten. 

In der letzten Folge seiner YouTube-Serie Trading Bitcoin sagte Vays:

„Das Coronavirus bringt eine gewisse Wirtschatsangst mit sich. Daher ist es so, dass die Furcht vor einer Ausbreitung des Coronavirus sicherlich den Aufstieg von Bitcoin eher begünstigt als dem Aufstieg von Bitcoin schadet

Vays erklärte auch, dass Bitcoin sich mehrere Tage über 9.000 US-Dollar halten müsste, um einen Bullenmarkt zu bestätigen.

Google-Suchanfragen zu

Google-Suchanfragen zu „Coronavirus“ und „Bitcoin“. Quelle: Google Trends

Unterdessen unterstreichen die Daten von Google Trends die fehlende Korrelation zwischen der Krise und Bitcoin. Die Anzahl der Suchanfragen nach Bitcoin blieben den letzten Monat über vergleichsweise gering.

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Tone Vays über Bullenmarkt: Bitcoin muss 9.000 US-Dollar 2-3 Tage halten

Bitcoin (BTC) ist über 9.000 Dollar gestiegen. Damit hat er inmitten einer erneuten Unsicherheit in China sehr stark überrascht. Einer der bekanntesten Händler ist jedoch noch nicht ganz überzeugt.

In der letzten Episode seiner YouTube-Serie Trading Bitcoin am 28. Januar hat Tone Vays erklärt, dass er trotz des Kursanstiegs in der letzten Woche noch nicht von Optimismus bei Bitcoin sprechen könne. 

Vays: BTC hat Bullenmarkt nicht bestätigt 

„Bin ich bereit, einen Bullenmarkt auszurufen? Nein“, fasste er zusammen.

Vays ist bekannt dafür, dass er vorsichtig gegenüber allzu enthusiastischen Kursprognosen ist und warnte, dass die Märkte gemischte Signale aussenden würden und dass das BTC/USD-Paar tiefer fallen könnte. Mitte Januar lag das Paar noch bei etwa 8.100 US-Dollar. 

Damals hat die BitMEX-Finanzierungsrate signalisiert, dass es bergab geht. Das ist ein Indikator, der laut Vays im Allgemeinen im Gegensatz zu anderen steht, aber einen hohen Grad an Genauigkeit aufweist.

Heute wie damals gibt die Finanzierungsrate „den Bären die Oberhand“, fuhr er fort. Das sei aber nicht in dem Maße der Fall, wie früher.

Nichtsdestotrotz kam Vays zu dem Schluss, dass Niveaus über 9.000 US-Dollar und dem 200-Tages-Durchschnitt sich mehrere Tage lang halten müssten, um ihn von einem Aufwärtstrend zu überzeugen. 

„Wenn wir wieder unter den gleitenden 200-Tages-Durchschnitt fallen, dann hält die Doppelspitze“, sagte er. Dabei bezog er sich auf den vorhergehenden Anstieg von Bitcoin über 9.000 US-Dollar um den 17. Januar herum.

Bitcoin 7-Tage-Kurschart

Bitcoin 7-Tage-Kurschart Quelle: Coin360

Binance-Chef fordert Vertreibung der Bären

Nicht alle betrachten die Situation als wacklig. In einem Tweet am Dienstag forderte Changpeng Zhao, der CEO der Kryptobörse Binance, Anhänger sogar dazu auf, Kursprognosen außer Acht zu lassen, die für das BTC/USD-Paar niedrigere Niveaus als derzeit vorhersagen.

Zhao schrieb: 

„Jetzt ist es an der Zeit, diejenigen, die in den letzten Monaten gesagt haben, dass BTC auf 5000 US-Dollar fallen würde, und diejenigen, die vor einem Jahr noch gesagt haben, dass BTC auf 1000 US-Dollar zurückgehen würde, zu entfolgen.“ 

Obwohl auch Vays unter diesen Leuten wäre, deckt sich seine Ansicht mit denen von Händlern und Analysten, die Cointelegraph gegenüber ebenfalls sagten, dass diejenigen, die darauf warteten, sich auf niedrigeren Niveaus einzukaufen, ihre Chance bereits verpasst hätten.

Das haben unter anderem der bekannte Trader Peter Brandt und der EzeeTrader-Partner Charlie Burton erklärt. .

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Bitcoin-Kurs durchbricht wichtige Widerstände: 9.200 US-Dollar angepeilt

Bitcoin Wochen-Kurschart. Quelle: Coin360

Die Bitcoin (BTC)-Bullen haben es geschafft, den Kurs über 9.000 US-Dollar auf ein Tageshoch von 9.150 US-Dollar klettern zu lassen.  Wie in einer vorhergehenden Analyse bereits erklärt, hatten die Bullen den ganzen Tag darum gerungen, den Kurs über 8.800 US-Dollar zu halten. Mehrmals versuchten sie, über 9.000 US-Dollar auszubrechen. Die Widerstände 8.963 US-Dollar und 8.985 US-Dollar waren sehr stark. 

BTC/USD 6-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Trader sollten nun darauf achten, dass Bitcoin über 9.118,85 US-Dollar bleibt. Damit könnte die Zone zwischen 9.100 US-Dollar und 9.200 US-Dollar von einem Widerstand zu einer Unterstützung werden und ein höheres Tageshoch erreicht werden. Über 9.200 US-Dollar liegen die nächsten Ziele für Bitcoin nun bei 9.500 US-Dollar, 9.600 US-Dollar, 9.963 US-Dollar und 10.538 US-Dollar. 

Seit dem 24. Januar ist Bitcoin um 11,31 Prozent gewachsen. Das bedeutet, dass bei einem letztendlichen Pullback der Kurs wieder auf 8.900 US-Dollar und 8.700 US-Dollar zurückfallen könnte. Bei Redaktionsschluss ist der MACD kurz davor, die Signallinie im Tageszeitraum zu überschreiten. Das Histogramm ist kurz davor, sich von negativ auf positiv zu verschieben, da es sich der 0 nähert. 

BTC/USD Tageschart. Quelle: TradingView

Der RSI ist mit einem Wert von 66 ebenfalls bullisch, aber noch nicht überkauft. Das deutet darauf hin, dass die Bullen den Kurs nach oben treiben könnten. Wie bereits erwähnt, kann der Bitcoin-Kurs bei starken Rallyes unabhängig davon, ob mehrere Indikatoren auf überkauft zeigen, weiter nach oben steigen. Daher sollten Händler das Handelsvolumen und den Chaikin-Geldflussoszillator genau im Auge behalten. Es ist auch Vorsicht geboten, wenn sich ein doppelspitziges Kerzenleuchtermuster bildet, da das ein frühes Anzeichen für eine kurzfristige Umkehr wäre. 

Bitcoin Tages-Kurschart. Quelle: Coin360

Die Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptowährungen liegt derzeit bei 250,3 Mrd. US-Dollar und der Marktanteil von Bitcoin liegt bei 66,1 Prozent. Mehrere Altcoins haben ebenfalls, wie Bitcoin, Zuwächse verzeichnet. Cardano (ADA) stieg um 8,05 Prozent, Bitcoin SV (BSV) konnte ein Plus von 8,54 Prozent halten und Litecoin (LTC) ein Plus von 7,49 Prozent erzielen.

Behalten Sie hier die wichtigsten Kryptomärkte in Echtzeit im Auge.

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Bestseller-Autor Marc Friedrich: Zur Rolle von Kryptowährungen in Krisenzeiten

Das Interview erschien zuerst in der Kryptokompass-Ausgabe Januar 2020.

BTC-ECHO: Du bist in den letzten Monaten als soge­nannter Krisenprophet, nicht zuletzt durch dein Buch, bekannt geworden. Was sind für dich die drei Haupt­faktoren, warum du einen Crash für unausweichlich hältst?

Marc Friedrich: Erstens ist die weltweite Ver­schuldung auf einem absoluten Rekordniveau – sie hat sich seit der letzten Finanzkrise 2008 verdoppelt und beträgt aktuell 255 Billionen US-Dollar.

Zweitens haben wir in den letzten zehn Jahren die längste Wachstumsphase in der westlichen Welt gesehen. In den USA sind das mittlerweile 126 Mo­nate. Rein wirtschaftshistorisch betrachtet: Nach einer Boomphase ist bisher immer eine Phase der Rezession gekommen. Eine weitere Rezession wird der Euro nicht überleben. Schließlich haben wir jetzt bereits eine Nullzinsphase. Um den letzten Abschwung abzufangen, mussten die Zinsen im Schnitt um fünf Prozent gesenkt wer­den – zum jetzigen Zeitpunkt hätten wir also Zin­sen von minus fünf Prozent. Das würde entweder Bankruns provozieren oder der Abschaffung von Bargeld Vorschub leisten.

Drittens sehen wir jetzt schon wieder, dass die Notenbanken, obwohl es ja angeblich so gut läuft, die Zinsen weiter senken. Trotz steigender Bör­senkurse am S&P 500 und einem Präsidenten, der twittert, wie grandios es der amerikanischen Wirtschaft geht. Allein dass die US-Notenbank erst kürzlich 300 Milliarden US-Dollar in den Repo- Markt gepumpt hat, stimmt mich ziemlich kri­tisch. Aber auch die EZB injiziert seit November wieder 20 Milliarden Euro pro Monat – läuft also.

Und viertens muss ich erwähnen, dass Wäh­rungsunionen in der Vergangenheit immer ge­scheitert sind; dieses Schicksal wird auch dem Euro nicht erspart bleiben. Es ist wirtschaftlicher Unsinn, starke Volkswirtschaften wie Deutsch­land und Österreich in dasselbe Währungskor­sett zu zwingen wie schwache Wirtschaften wie etwa Griechenland. Das Einzige, was wir erleben, ist eine Art gigantische Insolvenzverschleppung und Schadensmaximierung – nicht nur monetär, sondern auch politisch und gesellschaftlich.

Ich bin jetzt noch lange nicht am Ende, da es noch viele weitere Gründe für einen Crash gibt. Es auf drei Hauptfaktoren zu beschränken, hat ja auch nicht so ganz geklappt [lacht].

BTC-ECHO: Für wie wahrscheinlich bewertest du ein Bitcoin-Verbot, wenn eine krisenbedingte Kapital­flucht gen Krypto eintreten sollte? Auch wurde erst kürzlich Unternehmen in Dänemark erlaubt, ihren Mitarbeitern Investitionen in Kryptowährungen zu untersagen. Ist das erst der Anfang?

Marc Friedrich: Als ich die Nachricht gelesen hatte, musste ich erst mal lachen. Mitarbeitern eines Unternehmens, egal welcher Branche, vor­zuschreiben, worin sie privat investieren, ist ein­fach nur unsinnig. Kein Staat kann Bitcoin verbie­ten. China und die USA haben es bereits versucht – und sind damit gescheitert. Man mag den Han­del verbieten können, aber irgendwo auf der Welt wird es immer möglich sein, Bitcoin zu kaufen oder zu verkaufen.

Bei zentralisierten Systemen wie Libra ist das an­ders. Ich habe von Anfang an gesagt, dass Libra scheitern wird. Keine Regierung der Welt lässt sich ihr Privileg auf die Geldschöpfung leicht­fertig wegnehmen. Libra ist insofern das krasse Gegenteil von Bitcoin, da es eine zentralistische Kryptowährung ist. De facto ist es tokenisiertes Fiatgeld. Bitcoin hingegen ist dezentral, zensurre­sistent und nicht manipulierbar. In kurz: Bitcoin lässt sich nicht verbieten.

BTC-ECHO: Wie viel Prozent sollten Kryptowährungen in einem durchschnittlichen Portfolio ausmachen? Wie viel davon in Bitcoin?

Marc Friedrich: Mit unserer Vermögensbera­tung empfehlen wir bereits seit 2013, Bitcoin ins Portfolio aufzunehmen. Damals waren die Kurse noch bei 80 bis 90 Euro – so konnten wir doch dem ein oder anderen in die finanzielle Unabhängig­keit verhelfen. Damals waren es etwa drei Pro­zent des Portfolios, 2015 dann fünf, aktuell sieben Prozent des Gesamtportfolios, das man spekula­tiv in Kryptowährungen investieren könnte.

Das Kernfundament des Krypto-Portfolios bildet dabei Bitcoin. Wir sagen mindestens 80 Prozent BTC und max. 20 Prozent Altcoins. Einfach weil Bitcoin der erste Coin war, etabliert ist und funk­tioniert. Darüber hinaus gibt es noch eine Hand­voll anderer Coins, in die man investieren kann; die sollten aber immer einen Mehrwert – einen Use Case – haben. Da kann man vielleicht über Ethereum, Monero, Dash oder zCash reden. Aber der Rest vom Fest: weg damit!

BTC-ECHO: Du sprichst dich vor allem für Sachwerte zur Vermögensanlage aus. Wie stehst du zu tokeni­sierten Immobilien oder Gold?

Marc Friedrich: Das ist schon spannend. Bei ei­nigen Projekten bin ich selbst auch als Berater tä­tig. Das ist eine gigantische Chance und natürlich wird die Zukunft digital sein – sowohl das Geld­system als auch Investments werden zunehmend digitalisiert. Die meisten Menschen können sich als Diversifikation ihres Portfolios keine Immo­bilie leisten; durch Tokenisierung kann man zu­künftig aber einen Teil von Sachwerten wie Im­mobilien oder Kunstwerken besitzen. Das ist eine riesige Chance für Menschen mit einem geringen Vermögen, Diversifikation zu betreiben, den Fi­nanzmarkt zu demokratisieren und teure Zwi­schenhändler zu umgehen.

BTC-ECHO: Du thematisierst in deinem Buch ein mögliches Goldverbot. Wären nicht gerade hier gold­gedeckte Token ein sinnvolles Investment, da man Token auch in einer nicht regulierten Umgebung han­deln kann?

Marc Friedrich: Möglich ist es. Die Gretchen­frage ist nur: Wo liegt das Gold? Liegt das Gold in einem Land, in dem das Halten von Gold ver­boten ist, dann ist es keine gute Idee, Gold-Token zu halten. Und selbst wenn das fragliche Gold in einem sicheren Drittland liegt, ist man als Inves­tor abhängig. Die Grundregel für den Besitz von Sachwerten ist der physische Besitz des Gutes. Be­vor man also Token auf Gold kauft, sollte man erst einmal eine physische Goldmünze besitzen. So schaltet man das Drittparteienrisiko aus und hat direkten Zugriff auf den Wertgegenstand. Als Er­gänzung kann man natürlich über den Kauf von tokenisierten Assets nachdenken.

BTC-ECHO: Die deflationäre Beschaffenheit von Bit­coin wird vom bevorstehen Halving verstärkt. Wie schätzt du noch zukünftige Preiseffekte des Halvings auf den Bitcoin-Kurs ein, wie sehr ist dieses schon eingepreist?

Marc Friedrich: Ich war eigentlich immer – wie alle anderen auch – bullish. Wenn aber jeder bullish ist, ist das kein guter Indikator. Dann kommt es oftmals anders. Ich denke, dass sich das Halving zeitverzögert auf den Kurs aus­wirken wird. Eingepreist ist das Halving aber keinesfalls, das zeigen alle Modelle [hier wird unter anderem Bezug auf das Stock-to-Flow-Mo­dell und BEAM genommen, Anm. d. Red.]. Daher haben wir aktuell definitiv Kauf-Kurse. Aber wie es so ist bei Bitcoin, kann es auch nochmals nach unten sacken. Aus diesem Grund sollte man antizyklisch schrittweise in Bitcoin investieren, um einen guten Durchschnittspreis zu erhalten. Das Halving wird sich auf den Kurs auswirken – allerdings erst später: ein halbes Jahr, ein Jahr oder sogar erst Ende 2021. Ich würde aktuell eher zur Besonnenheit raten. Lieber einen Sparplan machen, etwas aufstocken und dann einfach mal abwarten. Nach spätestens 3,8 Jahren ist jedes Bit­coin-Investment im Plus. Man muss jetzt den Fuß in der Tür haben – das ist eine einmalige Chance.

BTC-ECHO: Welche Motivation siehst du hinter den Bestrebungen, dass auf einmal alle Währungsräume eine eigene digitale Zentralbankwährung anstreben?

Marc Friedrich: Das wird kommen. Die Vorteile für die Notenbanken liegen auf der Hand. Meiner Ansicht nach geht es vor allem darum, Negativ­zinsen zu installieren, um eine Krise abzuwen­den. Negativzinsen werden allerdings nicht mit Bargeld funktionieren, da die Leute anfangen werden, ihr Geld von der Bank zu nehmen. Um das zu verhindern, wird man Bargeld abschaffen und durch digitales Geld ersetzen. Griechenland ist das beste Beispiel: Bürgerinnen und Bürger müssen ab dem nächsten Jahr 30 Prozent ihres Einkommens pro Monat digital bezahlen. An­dernfalls droht eine Strafsteuer von 22 Prozent. Vordergründig mag es um Geldwäsche und Steu­erhinterziehung gehen. In Wahrheit geht es aber um Kontrolle, Überwachung, Enteignung und Er­halt des ungerechten Fiatgeldsystems.

Kein Staat der Welt wird sich das Privileg der luk­rativen Geldschöpfung wegnehmen lassen. Libra ist zentralistisch und als Stable Coin nichts ande­res als die digitale Abbildung des ohnehin schon maroden Fiatgeld-Systems. Libra wird es weder in den USA noch in China hinbekommen, eine Genehmigung zu erhalten. In Afrika ist das et­was anderes. Dort könnten sogenannte Unbanked People von Libra & Co. durchaus profitieren.

BTC-ECHO: Zum Abschluss der geliebte Blick in die Glaskugel: Wo steht der Bitcoin-Kurs Ende 2020 bzw. zum Jahreswechsel 2021?

Marc Friedrich: Zwischen 30.000 und 40.000 US-Dollar.

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Bitcoin klettert über 8.800 US-Dollar, Bullen wittern ihre Chance

Nach einem erfreulichen Wochenende für Bitcoin (BTC) haben sich die Bullen am heutigen Montag direkt wieder ans Werk gemacht, um den Kurs über die 9.000 US-Dollar Marke zu heben. Die Krypto-Experten hatten schon am Wochenende vermutet, dass wenn Bitcoin sich oberhalb der 8.650 US-Dollar Marke festigen würde, ein weiterer Aufschwung bis auf 8.800 US-Dollar folgen würde, wodurch der Kurs letztendlich bis auf 9.200 US-Dollar katapultiert werden könnte.

Marktvisualisierung von Coin360

Während die ersten zwei Fälle bereits eingetreten sind, hat es die marktführende Kryptowährung bei Redaktionsschluss jedoch noch nicht geschafft, die 9.000 US-Dollar Marke zu knacken, da zuletzt bei 8.963 US-Dollar für die Kletterpartie Schluss war. Das Kaufvolumen nimmt nichtsdestotrotz weiterhin zu und im 6-Stunden Diagramm liegt der RSI bei 72. Diese positiven Indikatoren werden zusätzlich dadurch gestützt, dass sich auch im MACD-Histogramm ein weiterer Aufschwung abzeichnet.

Bitcoin 6-Stunden Diagramm. Quelle: TradingView

Keiner der genannten Indikatoren befindet sich bisher im überverkauften Bereich und auch der Chaikin Money Flow (CMF) Oszillator ist ins Positive umgeschlagen, was klar darauf hindeutet, dass die Bullen momentan mit viel Kraft in Bitcoin investieren.

Erfahrene Anleger werden sich vielleicht daran erinnern, dass hohes Kaufvolumen während eines starken Aufschwungs dazu führen kann, dass Indikatoren wie der Stoch, RSI und MACD in den überkauften Bereich rutschen können, aber nichtsdestotrotz sollte dann an bestehenden Long-Positionen festgehalten werden. Dementsprechend ist es wichtig, auch andere Indikatoren mit in die Betrachtung zu nehmen, wie zum Beispiel die Gleitenden Mittel, Kerzenmuster und Bollinger-Bänder.

Bitcoin-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

Das Tagesdiagramm deutet darauf hin, dass Bitcoin dabei ist ein etwas höheres Tageshoch von über 9.200 US-Dollar zu erzielen, was sich wiederum mit dem oberen Band der Bollinger-Bänder decken würde. Falls die Bullen in der Lage sein sollten, den Kurs über 9.230 US-Dollar zu heben, dann können sich die Anleger auf 9.500 US-Dollar als nächstes Kursziel einstellen.

Oberhalb dieser Marke werden die Bullen versuchen, den Kurs nach und nach weiter bis auf 9.600, 9.963 und 10.538 US-Dollar zu hieven. Bei Betrachtung der längerfristigen Marktstruktur im Tagesdiagramm wird klar, dass die 9.119,85 US-Dollar Marke eine wichtige Hürde sein wird. Seit dem 16. Juli 2019 fungiert diese Marke als starker Support und falls die Bullen tatsächlich in der Lage sein sollten, diese Hürde zu nehmen, dann bestätigt Bitcoin damit klar den eigenen Aufwärtstrend und die Wahrscheinlichkeit, dass es zurück auf 8.000 US-Dollar geht wäre umso geringer.

Des Weiteren liegt die 9.119 US-Dollar Marke nah am 38,2% Retracement-Level des Bitcoin-Aufschwungs bis auf 13.800 US-Dollar aus dem vergangenen Jahr. Einige Trader sehen diese Marke fast als genauso wichtig wie die 61,8% Marke und das Tagesdiagramm belegt, dass Bitcoin diese Marke für 6 Monate als starken Support nutzen konnte, ehe sie im September 2019 in einen Widerstand umgeschlagen ist.

In den kommenden Tagen werden sich die Bullen darum bemühen, Bitcoin über die 9.119,85 US-Dollar Marke zu heben, um dann auch noch das 38,2% Retracement-Level bei 9.250 US-Dollar zu knacken. Sollte dies ebenfalls gelingen, wäre die marktführende Kryptowährung damit auf dem besten Weg, um sich an die 10.000 US-Dollar Marke heranzutrauen.

Bitcoin-Tagesdiagramm. Quelle: Coin360

Die Gesamt-Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen liegt momentan bei 245,8 Mrd. US-Dollar, wobei sich der Marktanteil von Bitcoin auf 65,9% beläuft. Über den Tag konnte Bitcoin 4,26% zulegen, was auch die Top-20 Altcoins beflügelt hat. So konnte Bitcoin SV (BSV) starke 11,32% hinlegen, während EOS und Ethereum Classic (ETC) auf satte Zugewinne von 9,41% bzw, 15,3% kommen.

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Krypto-Experte: „Unwahrscheinlich, dass Bitcoin wieder auf 6.000 US-Dollar abrutscht“

Ein Krypto-Experte meint gegenüber Cointelegraph, dass es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass Bitcoin (BTC) wieder bis auf 6.000 US-Dollar abrutscht und sollte dieser Fall dennoch eintreten, wäre dies „besorgniserregend“.

In der jüngsten Cointelegraph Marktdiskussion gibt sich Charlie Burton, ein Teilhaber von EzeeTrader, optimistisch, dass der momentane Aufwärtstrend der marktführenden Kryptowährung weiterhin anhalten wird und dass Anleger, die auf einen Rücklauf auf 6.000 US-Dollar hoffen, wohl enttäuscht werden.

Burton: Anleger werden sich noch ärgern

„…Ich denke es wird immer wieder nach oben und nach unten gehen, bis viele Anleger irgendwann keine Lust mehr haben und aussteigen“, wie Burton zunächst erklärt. Woraufhin er ergänzt:

„Dann wird es plötzlichen einen großen Schritt nach oben geben und viele Anleger werden sich fragen ‚Warum war ich nicht dabei?‘“

Am heutigen Montag liegt Bitcoin bei 8.600 US-Dollar, nachdem am Wochenende ein Plus von knapp 4% erzielt werden konnte.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, stehen bereits einige wichtige Indikatoren für Bitcoin positiv, was darauf hindeutet, dass es für die marktführende auf kurze und lange Sicht wohl sehr wahrscheinlich weiterhin bergaufwärts gehen wird.

 „Der Bitcoin-Markt konnte sich in 2018 und 2019 schon einigen Anlegern entledigen, aber dieses Mal wird es noch ein Bisschen anders“, so der Experte.

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Bitcoin-Indikator prognostizierte 2019 einen Bullenlauf: Nun erneut im grünen Bereich

Bitcoin (BTC) soll kurzfristig höher klettern und die Bären weiter verdrängen. Darauf deuten mehrere Indikatoren hin.

Zu Beginn der Woche ist eine Gruppe von Messwerten, wovon einige sich in der Vergangenheit als überraschend genau entpuppten, ins Positive umgeschlagen. Händler zeigten sich daraufhin in Bezug auf BTC sehr optimistisch.

Wie im April 2019: Guppy gibt erneut Bullensignal

Die positiven Anzeichen werden von einem nützlichen, aber etwas in Vergessenheit geratenem Indikator angeführt, der als Guppy bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um eine Sammlung der exponentiellen, gleitenden Durchschnittswerte, die auf dem Tages-Chart zum ersten Mal seit etwa 300 Tagen im grünen Bereich lag.

Das Intervall ist sehr bedeutend. Den letzten Umschwung von Rot auf Grün beim Guppy gab es am 9. April 2019. Gleichzeitig ist Bitcoin rasch auf ein Hoch von 13.800 US-Dollar gestiegen. 

Zuvor war der Guppy am 14. Januar 2018 ebenfalls positiv. Damals ist Bitcoin im Fall von seinem Allzeithoch, das er einen Monat zuvor erreichte, kurzzeitig auf über 9.000 US-Dollar geklettert.

Bitcoin-Indikator Guppy: Bullen- und Bärenphasen

Bitcoin-Indikator Guppy: Bullen- und Bärenphasen. Quelle: Hsaka/ Twitter

Puell Multiple: Geminte Bitcoins kosten fast zu wenig

Ein zweites Anzeichen dafür, dass sich ein positiver Schwung bei Bitcoin entwickelt, ist der so genannte Puell Multiple

Das Tool wird verwendet, um die Kurszyklen der Kryptowährung erkennbar zu machen, und ermöglicht es Händlern, aus der Perspektive eines Miners zu erkennen, wann der Wert der neu geminten Bitcoins in der Regel zu hoch oder zu niedrig liegt.

Der Puell stieg während der Höchststände im Jahr 2017 stark an und erreichte ein Jahr später, im Januar 2019, seinen Tiefststand. Damals ist das BTC/USD-Paar auf unter 4.000 US-Dollar gefallen.

Aktuell deutet der Indikator darauf hin, dass Bitcoin deutlich näher am „zu niedrig“ Bereich liegt als bei seinem Allzeithoch. 

Bitcoin-Indikator Puell Multiple mit hervorgehobenen Hochs und Tiefs

Bitcoin-Indikator Puell Multiple mit hervorgehobenen Hochs und Tiefs. Quelle: Glassnode/ Twitter

8.000 US-Dollar wird von Widerstand zu Unterstützung

Ein stetiger Enthusiasmus schleicht sich bereits wieder in die Prognosen der Händler. Für den Cointelegraph-Mitarbeiter Michaël van de Poppe bedeutet die aktuelle Entwicklung, dass 8.000 US-Dollar nun als Unterstützungsniveau fungiert. 

Das BTC/USD-Paar hat seit Freitag um rund 3,8 Prozent zugelegt, nachdem es sich von den Tiefständen um 8.200 US-Dollar erholt hatte.

„Schöner Ausbruch über 8.600 US-Dollar und wir sind wieder in der Spanne. Das bedeutet, dass das Niveau zwischen 8.000 US-Dollar und 8.100 US-Dollar nun zu einer Unterstützung geworden ist“, fasste er in einem Twitter-Update vom 27. Januar zusammen.

Van de Poppe erklärte weiterhin:

„Erneuter Test von 8.500 US-Dollar möglich. Wenn wir das halten können, können wir 8.900 US-Dollar anpeilen.“

Mayer Multiple deutet auf starke Kaufgelegenheit hin

Ein klassisches Leitsignal für Bitcoin ist der Mayer Multiple. Dieser signalisierte diese Woche auch eine starke Kaufgelegenheit für Bitcoin.

Trace Mayer, der Organisator der Veranstaltung Proof of Keys hatte die Idee zum Mayer Multiple. Dieser Indikator prognostiziert, inwieweit es profitabel ist, Bitcoin zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen. 

Für diese Prognose wird der aktuelle Bitcoin-Kurs im Vergleich zum gleitenden 200-Tages-Durchschnitt verwendet. Wenn das Vielfache unter 2,4 liegt, so Mayer, haben Bitcoin-Käufe auf lange Sicht „die besten langfristigen Ergebnisse“ geliefert.

Das aktuelle Vielfache beträgt 0,97 und lag seit der Gründung von Bitcoin vor elf Jahren in 63 Prozent der Fälle höher. 

Bitcoin-Indikator Mayer Multiple mit hervorgehobener 2,4-Grenze

Bitcoin-Indikator Mayer Multiple mit hervorgehobener 2,4-Grenze. Quelle: Mayermultiple.info

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Bitcoin-Kurs erreicht 8.500 US-Dollar: Bullen peilen 8.800 US-Dollar an

Zum Wochenschluss hin stieg der Bitcoin-Kurs auf über 8.500 US-Dollar. Am Tag zuvor lag er noch zwischen 8.200 US-Dollar und 8.300 US-Dollar. Bei Redaktionsschluss versuchen die Bullen, die Widerstandszone zwischen 8.500 US-Dollar und 8.650 US-Dollar zu durchbrechen und wollen ein Tageshoch von 8.800 US-Dollar erzielen.

Bitcoin Tages-Kurschart. Quelle: Coin360

Bitcoin Tages-Kurschart. Quelle: Coin360

Der Cointelegraph-Mitarbeiter Scott Melker bemerkte die bullische Entwicklung auf dem stündlichen Chart. Er twitterte die folgende Grafik und sagte: „Lokaler Doppelbodenausbruch. Bodenumkehrmuster“.

BTC/USD 1-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

BTC/USD 1-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Kurz zuvor erklärte Melker, dass Trader den Widerstand bei 8.469 US-Dollar auf dem 6-Stunden-Chart beobachten sollten. Wenn der Kurs nämlich darüber klettere, sei das eine bedeutende Entwicklung.

BTC/USD 6-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

BTC/USD 6-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Der Marktanalyst Michaël van de Poppe twitterte auch, dass der Ausbruch von Bitcoin über 8.500 US-Dollar ein gutes Zeichen sei. Noch nötiger sei aber ein Ausbruch über den Widerstand zwischen 8.575 US-Dollar und 8.600 US-Dollar. Van de Poppe glaubt, dass die derzeitige Kursentwicklung ihren Gipfel bei „einem rückläufigen, erneuten Test und weiteren Spanne“ erreichen könnte.

BTC/USD 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

BTC/USD 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Van de Poppe erklärte weiter, dass Händler im Auge behalten sollten, ob der Kurs einen Pullback auf die Unterstützung bei 8.500 US-Dollar macht. Er ist gespannt, wie sich der Bitcoin-Kurs in der nächsten Woche entwickelt, wenn er sich über 8.500 US-Dollar und 8.600 US-Dollar hält.

Wie in der vorhergehenden Analyse erwähnt, musste der Bitcoin-Kurs über den gleitenden 50-Tages-Durchschnitt klettern. Nun, da der Kurs über dieses Niveau stieg, werden Trader auf einen Schluss über dem gleitenden Durchschnitt warten. Der Bitcoin-Kurs liegt nun auch über dem gleitenden Durchschnitt der Bollinger-Bands. Der RSI liegt mit 58 im positiven Bereich.

BTC/USD 6-Stunden-Chart. Quelle: Tradingview

BTC/USD 6-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Auf dem 6-Stunden-Chart hat der MACD eine bullische Überkreuzung gemacht. Das Histogramm hat sich ebenfalls ins Positive gedreht, was auf einen starken Schwungzuwachs hindeutet. Wenn der Bitcoin-Kurs über 8.650 US-Dollar ausbricht und 8.800 US-Dollar von einem Widerstand zu einer Unterstützung umwandeln kann, könnte sich der Kurs auf 9.100 US-Dollar erholen. Das deckt sich mit dem oberen Arm der Bollinger-Bands.

Bitcoin Wochen-Kurschart. Quelle: Coin360

Bitcoin Wochen-Kurschart. Quelle: Coin360

Die Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptowährungen liegt jetzt bei 237,1 Mrd. US-Dollar und der Marktanteil von Bitcoin liegt bei 65,8 Prozent. Ein paar der Top-10-Altcoins verzeichneten ebenfalls beeindruckende Zuwächse: Bitcoin Cash (BCH) legte um 10,67 Prozent zu, Bitcoin SV (BSV) um 5,32 Prozent und XRP um 4,30 Prozent.

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