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Telegram: Schreiben an Investoren wegen SEC-Verhandlung

Die Entwickler von Telegram Open Network (TON) wandten sich an ihre Investoren, nachdem amerikanische Regulierungsbehörden abrupt bekanntgegeben hatten, dass ihr Token-Verkauf, der bisher 1,7 Mrd. US-Dollar aufbrachte, illegal sei.

18 Monate ohne klares Feedback von SEC

Laut einem TON-Schreiben an die Investoren, das Cointelegraph vorlag, versuche das Unternehmen seit 18 Monaten bereits, ein Feedback von der US-Regulierungsbehörde SEC bezüglich der TON-Blockchain einzuholen. Es hieß darin:

„Wir waren überrascht und enttäuscht, dass die SEC unter derartigen Umständen Klage eingereicht hat. Wir sind mit der rechtlichen Argumentation der SEC nicht einverstanden.“

Gerichtsverhandlung am 24. Oktober

In dem Schreiben erklärte Telegram, dass man weiterhin die besten Lösungen für diese Situation im Sinne aller Parteien prüfe. Es werde unter anderem auch erwogen, den Termin für die Ausgabe zu verschieben.

Nachdem die SEC das Initial Coin Offering (ICO) von Telegram für illegal befunden hatte, beantragte die SEC zusätzlich auch eine vorübergehende einstweilige Verfügung. Zu diesem Antrag wurde eine Gerichtsverhandlung in New York für den 24. Oktober angesetzt.

Als das öffentlich wurde, wies der New York Times-Reporter Nathaniel Popper am 12. Oktober über Twitter auf die Beteiligung hochkarätiger Investoren am Telegram-ICO hin, das bisher 1,7 Mrd. US-Dollar aufbrachte. Unter diesen sind etwa Benchmark, Sequoia und Lightspeed. Er schrieb:

„Der Schritt der SEC, das Kryptoprojekt von Telegram auf Eis zu legen, wirft Fragen im Zusammenhang mit den großen Risikokapitalgesellschaften auf, die 1,7 Mrd. US-Dollar investiert haben selbst davon überzeugt waren, dass es die behördlichen Auflagen erfüllen würde. Das sind zum Beispiel Benchmark, Sequoia und Lightspeed.“

Gestern hat ein privater Telegram-Kanal für TON-Investoren alle vorhergehenden Posts entfernt und angekündigt, dass er angesichts der hohen Regulierungsunsicherheit eine Pause einlegen würde.

Kritik an SEC: Wenig Klarheit im Hinblick auf Krypto

Die SEC wurde insbesondere wegen der fehlenden klaren Richtlinien im Hinblick auf Kryptowährungen und ICOs kritisiert. Ende September schickte eine Gruppe von Gesetzgebern aus dem US-Kongress einen Brief an Jay Clayton, den Vorsitzenden der Behörde. Darin wurde die Kommission aufgerufen, klare Richtlinien für Kryptowährungen herauszugeben. Zuvor hatte der Abgeordnete Warren Davidson eine Krypto-Diskussionsrunde veranstaltet, bei der die Teilnehmer ihre Bedenken über die bestehende Rechtslage bei ICOs und Krypto äußerten.

Anfang des Jahres kritisierte John Berlau, ein Mitglied des libertären Think-Tanks Competitive Enterprise Institute, die Vorgehensweise der SEC bei der Regulierung von Kryptowährungen. Er erklärte, dass die „belastende Regulierung“ eine transformative Innovation ersticke. Er argumentierte auch, dass die SEC die Funktionalität der Blockchain-Technologie gefährden könnte, wenn die Behörde Kryptowährungen als Wertpapiere behandelt. Anfang April wurde in den USA der Token Taxonomy Act wieder eingeführt. In diesem ist vorgesehen, Krypto von den Wertpapiergesetzen auszunehmen.

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Die Betreiber des Telegram Channels TON legen „Zwangspause“ ein

Nach dem kürzlichen Warnsignal der US-Aufsichtsbehörden legt ein privater Telegramm-Kanal für Investoren von Telegram Open Network (TON) eine Pause ein.

Temporärer Stopp für mehr Klarheit

Am 12. Oktober kündigten die Betreiber des TON Channels aufgrund der zunehmenden regulatorischen Unsicherheit eine vorübergehende Aussetzung ihrer Arbeit an.

Außerdem wurden alle auch alle vorherigen Beiträge des Channels gelöscht, sodass die letzte Ankündigung der einzige Beitrag im Kanal ist.

Wie in der Kanalbeschreibung angegeben, ist TON Board ein privater Kanal, der von Investoren für Investoren in der TON sowie für zukünftige Großinhaber von Grams erstellt wurde. Der Channel hatte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels 2.400 Abonnenten.

In der Ankündigung erklärte das TON Board, dass sie eine Pause einlegen werden, um neue Informationen zu analysieren und sich an die Richtlinien anzupassen. Der Channel stellte fest, dass sie planen, zurückzukehren, sobald sie mehr Klarheit über den rechtlichen Status von TON und Gram sowie eine zulässige Art von Analyse haben, die sie veröffentlichen können.

SEC stoppt Gram noch Wochen vor dem Start

Der Schritt erfolgte, nachdem die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC bekannt gab, dass der Token-Verkauf von Telegram im Wert von 1,7 Mrd. US-Dollar im Jahr 2018 illegal war. Am 11. Oktober reichte die Regulierungsbehörde eine Dringlichkeitsklage und eine einstweilige Verfügung gegen Telegram und die TON ein, um zu verhindern, dass die ersten Investoren Grams erwerben können.

Die behördliche Bekanntgabe erfolgte nur wenige Wochen vor dem mit Spannung erwarteten TON-Start Ende Oktober, wie von der Firma offiziell geplant. Zur Vorbereitung des Starts hat Telegram am 8. Oktober die Nutzungsbedingungen für die native Krypto-Wallet Grams Wallet veröffentlicht. Dabei wird darauf hingewiesen, dass Telegram nicht in Ländern verwendet werden darf, in denen seine Dienste durch geltende Gesetze, Bestimmungen oder Vorschriften verboten sind.

Einen Tag vor der Notfall-Erlassung gab die US-amerikanische Krypto-Börse Coinbase bekannt, dass er plant, Gram seine Unterstützung für die digitale Aufbewahrung zukommen zu lassen, sobald diese online geht. Zuvor erklärte ein Digital Asset Custodian des Softwareunternehmens Anchor Labs, dass es das erste Unternehmen sein werde, das für die Unterstützung der institutionellen Verwahrung von Gram qualifiziert ist, und dass der Token am 31. Oktober auf den Markt kommen wird.

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Coinbase erhält irische E-Money Lizenz, setzt verstärkt auf europäischen Markt

Die große Kryptobörse Coinbase konnte sich für ihren britischen Ableger nun eine sogenannte E-Money Lizenz von der irischen Zentralbank sichern.

Europa bietet riesige Chancen

Wie Zeeshan Feroz, der Geschäftsführer von Coinbase Großbritannien am 11. Oktober erklärt, ist die Kryptobörse damit „eines der wenigen Unternehmen“, die über eine E-Money Lizenz von der irischen Zentralbank verfügen.

Coinbase hatte im Oktober 2018 einen Standort in der irischen Hauptstadt Dublin eingerichtet, um einerseits die Reichweite auf dem europäischen Markt zu erhöhen und andererseits einen Notfallplan zu haben, falls Großbritannien die EU verlassen sollte. Dahingehend erklärt Feroz:

„Europa bietet für Coinbase riesige Chancen und mit der neuen Lizenz machen wir einen weiteren Schritt, um uns in der Region zu etablieren. Die Zulassung durch die irische Zentralbank ermöglicht uns, unseren irischen Standort auszubauen und eine breitere Palette an Produkten für die Kunden im schnell wachsenden europäischen Markt anzubieten.“

Martin Shanahan, der Geschäftsführer der irischen Wirtschaftsförderungsagentur IDA, beglückwünschte Coinbase zum Erhalt der E-Money Lizenz. Die IDA ist als Behörde dafür zuständig, ausländische Investoren anzuziehen. So meint Shanahan:

„Die Tatsache, dass Coinbase sich für Dublin entschieden hat, stärkt Irland als Anlaufpunkt für Finanzdienstleister, das sich durch klare, beständige und wirtschaftsfreundliche Gesetze zum Nährboden für junge Unternehmen gemausert hat.“

Coinbase gehört zu den Branchenführern

Wie Cointelegraph zuletzt berichtet hat, ist das kanadische Blockchain Transparency Institute (BTI) zu dem Ergebnis gekommen, dass Coinbase eine der vertrauenswürdigsten Kryptobörsen der gesamten Branche ist.

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SEC stoppt Telegram-Offering: Verstoß gegen Wertpapiergesetz

Die US-Regulierungsbehörde SEC hat bekanntgegeben, dass Telegram und der geplante GRM-Token ein nicht registriertes digitales Token-Offering darstellen würden.

Einer Pressemitteilung vom 11. Oktober zufolge hat die SEC einen Antrag auf eine Notmaßnahme und einstweilige Verfügung gegen Telegram und das Telegram Open Network (TON) beim Gericht in Manhattan eingereicht.

Vorwürfe

In dem Antrag wird behauptet, dass Telegram und TON den Verkauf der GRM-Token nicht registriert habe. Die SEC betrachte diese Token als Wertpapiere und daher hätten diese unter dem Wertpapiergesetz von 1933 bei der SEC registriert werden müssen.

Stephanie Avakian kommentierte dazu:

„Unsere Notmaßnahme von heute soll verhindern, dass Telegram die US-Märkte mit digitalen Token überschwemmt, die in unseren Augen rechtswidrig verkauft wurden.“

Weitere SEC-Maßnahmen

Am 11. Oktober berichtete Cointelegraph, dass die SEC Krypto-Nutzer gemeinsam mit den US-Regulierungsbehörden CFTC und FinCEN vor Verstößen gegen das Bankgeheimnisgesetz, insbesondere im Zusammenhang mit der Verwendung von Krypto bei Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, warnte.

Vor zwei Wochen berichtete Cointelegraph über eine SEC-Anhörung vor dem Finanzdienstleistungsausschuss. Dabei blieben viele Fragen offen. Zum Beispiel die Frage, ob Regulierungsbehörden oder Gesetzgeber die entscheidende Stimme bei der Bestimmung des Status von Kryptowährungen hat. Damals sagte der SEC-Kommissar Robert J. Jackson Jr. gegenüber Cointelegraph: 

„Wird das eher eine legislative oder eine SEC-Angelegenheit? […] Im Moment weiß ich das nicht.“

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US-SEC, FinCEN, CFTC: Gemeinsame Warnung vor illegaler Krypto-Nutzung

Die Vorsitzenden der drei wichtigsten Finanzaufsichtsbehörden der Vereinigten Staaten haben eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie Krypto-Nutzer zu Maßnahmen gegen Geldwäsche (AML) und gegen Terrorismusfinanzierung (CFT) ermahnen.

Alle für einen, einer für alle

Die Erklärung vom 11. Oktober ist ein seltenes Beispiel für eine gemeinsame Aktion der Regulierungsbehörden für Futures und Optionen (CFTC), für Finanzkriminalität (FinCEN) und Wertpapiere (SEC).

In der Erklärung ermahnen die Regulierungsbehörden Kryptohändler an ihre Meldepflicht nach dem Bankgeheimnisgesetz, insbesondere in Bezug auf die illegale Nutzung von Krypto. Diese sei in letzter Zeit für die Regulierungsbehörden eine Priorität gewesen. Im Hinblick auf die Gesetze zu AML und CFT heißt es in der Erklärung: 

„Unter diese AML/CFT-Verpflichtungen fallen die Verpflichtung zur Einrichtung und Umsetzung eines wirksamen Maßnahmenkatalogs zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML-Programm) sowie die Anforderungen hinsichtlich der Buchführung und Meldung. Das schließt auch die Anforderungen hinsichtlich der Meldung verdächtiger Aktivitäten mit ein.“

Die Erklärung wurde vom CFTC-Vorsitzenden Heath Tarbert, dem FinCEN-Direktor Kenneth A. Blanco und dem SEC-Vorsitzenden Jay Clayton unterzeichnet.

Kürzliche Maßnahmen der US-Regulierungsbehörden

Am 10. Oktober sagte Heath Tarbert auf einer Konferenz, dass er Ether (ETH) als Wertpapier betrachte und prognostizierte, dass der Handel mit ETH-Futures bald möglich werde.

Am 10. Oktober lehnte die SEC auch den von Bitwise vorgeschlagenen börsengehandelten Bitcoin-Fonds (BTC-ETF) ab. Im Konkurrenzkampf um den ersten BTC-ETF, der von der US-Regulierungsbehörde zugelassen ist, gibt es noch keinen Gewinner.

Am 11. Oktober wurde ein Entwurf des IRS-Formulars 1040 für dieses Geschäftsjahr mit neuen Fragen öffentlich. Darin ist auch eine neue Meldepflicht für Krypto-Vermögenswerte vorgesehen: 

„Haben Sie im Jahr 2019 zu irgendeinem Zeitpunkt finanzielle Anteile an einer virtuellen Währung erhalten, verkauft, gesendet, getauscht oder anderweitig erworben?“

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Vorsitzender der US-CFTC: Ether ein Handelsgut und ETH-Futures geplant

Der Vorsitzende der US-Regulierungsbehörde CFTC glaubt, dass Ether (ETH) ein Handelsgut ist . Außerdem soll der Handel mit ETH-Futures Realität werden.

Heath Tarbert, der das Amt im Juli von J. Christopher Giancarlo übernommen hatte, äußerte seine Haltung gegenüber Kryptowährungen und geforkten Coins auf dem All Markets Summit am 10. Oktober, wie Yahoo Finance berichtete.

Erste CFTC-Richtlinie zu Ether

Die CFTC hat zwar ganz klar gesagt, dass Bitcoin ein Handelsgut sei, aber das ist das erste Mal, dass die Behörde sich nun zum Ether, der zweitgrößten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, äußert. Tarbert sagte dazu:

„Wir haben über Bitcoin ganz klar gesagt: Bitcoin ist ein Handelsgut. Wir haben aber nichts über Ether gesagt – bis jetzt. Als Vorsitzender der CFTC bin ich der Meinung, dass Äther eine Ware ist.“

„Ähnliche digitale Vermögenswerte sollten ähnlich behandelt werden.“

Dem Bericht zufolge räumte Tarbert ein, dass eine Unsicherheit über den Status von Altcoins bestehe. Er behauptete jedoch, dass ähnliche digitale Vermögenswerte auch ähnlich behandelt werden sollten.

Tarbert meinte, dass geforkte Kryptowährungen, wie etwa Bitcoin Cash (BCH) oder Ethereum Classic (ETC), genauso behandelt werden sollten, wie der ursprüngliche Vermögenswert, von dem sie abstammen. Gleichzeitig erklärte der Vorsitzende, dass sich der Status eines geforkten Coin ändern könne, wenn der „Fork nach einem üblichen Howey-Test Fragen im Zusammenhang mit den Wertpapiergesetzen aufwirft“.

Tarbert behauptete:

„Es liegt nahe, dass ähnliche Vermögenswerte auch ähnlich behandelt werden sollten. Wenn der zugrunde liegende Vermögenswert, der ursprüngliche digitale Vermögenswert, nicht als Wertpapier gilt und daher ein Handelsgut ist, wird das sehr wahrscheinlich auch beim geforkten Vermögenswert der Fall sein.“

CFTC in den Nachrichten

Im Dezember 2018 kündigte die CFTC an, eine Informationsanfrage veröffentlichen zu wollen, um öffentliche Meinungen und Richtlinien zur Ethereum-Blockchain einzuholen. Damals wollte die Behörde die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Ether und Bitcoin (BTC) besser verstehen.

Mitte September ernannte die CFTC die ehemalige Vizepräsidentin von Coinbase Dorothy D. DeWitt zur neuen Marktaufsichtsdirektorin.

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Zuckerberg soll sich vor Kongress zu Stablecoin Libra äußern

Der Facebook-CEO Mark Zuckerberg wird sich am 23. Oktober vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des US-Repräsentantenhauses über das vom Unternehmen geplante Stablecoin-Projekt Libra äußern.

Am 9. Oktober gab die Kongressabgeordnete Maxine Waters offiziell bekannt, dass Zuckerberg bei einer Kongressanhörung mit dem Titel „Eine Untersuchung zu Facebook und seinem Einfluss auf den Finanzdienstleistungssektor“ erscheinen würde.

Entwicklungsstopp für Libra und Calibra

In der Ankündigung wird erklärt, dass Waters und andere Demokraten im Ausschuss im Juli einen Brief an Facebook geschickt hätten, in dem sie einen sofortigen Entwicklungsstopp für die Kryptowährung Libra und die digitale Wallet Calibra forderten.

In der Erklärung wird auch auf den Gesetzesentwurf mit dem Titel „Gesetz für die Heraushaltung von Tech-Riesen aus dem Finanzwesen“ hingewiesen. Dieser hatte das Ziel, großen Technologieunternehmen die Lizenzierung als Finanzinstitut in den Vereinigten Staaten zu verbieten. In der Ankündigung heißt es:

„Der Gesetzesentwurf verbietet es großen Plattformen, wie etwa Facebook, als US-Finanzinstitut gechartert, lizenziert oder registriert zu werden (wie etwa von Steuerzahlern unterstützte Banken, Investmentfonds und Börsen) oder anderweitig mit solchen Finanzinstituten zusammenzuarbeiten.“

Zuvor hatte sich der Calibra-CEO David Marcus im Juli 2019 in Anhörungen vor dem Finanzdienstleistungsausschuss und dem Ausschuss für Bankendienstleistungen des Senats über die potenziellen Vorteile von Libra geäußert. Ende September veröffentlichte Marcus eine Erklärung, in der er die Mängel bei Zahlungssystemen, wie etwa SWIFT und RT1, kritisierte.

Am 26. September behauptete Zuckerberg, dass die Firma beim Libra viel sorgfältiger vorgehe als bei ihren früheren Projekten.

In einer durchgesickerten Audio-Aufnahme aus einer Fragerunde zwischen Facebook-Mitarbeitern und Zuckerberg betonte der CEO, das man für den Libra einen konsultativen Ansatz wolle. Dabei erklärte er auch, dass eine private Zusammenarbeit mit den Regulierungsbehörden substanzieller und weniger dramatisch sei als öffentliche Verfahren, wie etwa Anhörungen im Kongress.

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Grams Wallet veröffentlicht Nutzungsbedingungen: Fünf wichtige Dinge

Der Cloud-basierte Instant Messaging-Dienst Telegram hat die Nutzungsbedingungen für seine firmeneigene Kryptowährungs-Wallet Grams Wallet veröffentlicht.

Am 8. Oktober veröffentlichte Telegram die Nutzungsbedingungen für die Grams Wallet, die für die firmeneigene Kryptowährung Gram (GRM) entwickelt wurde. Das Unternehmen erklärte, die Regeln würden sowohl für eine eigenständige Anwendung als für eine integrierte Anwendung im Telegram Messenger gelten.

1. Steuern, Regulierung

In der Erklärung betonte Telegram, dass die Grams Wallet nicht in Ländern verwendet werden sollte, in denen dessen Dienstleistungen durch Gesetze, Vorschriften oder gerichtliche Entscheidungen verboten sind. Darunter würden auch Embargos, sanktionierte Länder und sanktionierte Personen fallen. Telegram betonte auch, dass es in der Verantwortung der Kunden liege, herauszufinden, welche Steuern für die Nutzung von Gram-Diensten anfallen. Vom Unternehmen heißt es dazu:

„Es liegt nicht in unserer Verantwortung, herauszufinden, ob Steuern auf Transaktionen anfallen, die Sie über die Dienste tätigen. Auch für die Erhebung, Erklärung, Einbehaltung oder Überweisung von Steuern, die sich aus virtuellen Währungstransaktionen ergeben, sind wir nicht verantwortlich.“

2. Transaktionen

Laut den Bedingungen habe die Grams Wallet keine Kontrolle über die Telegram Open Network (TON)-Blockchain. Das heißt, diese hat mit der Validierung und Bestätigung aller über die Dienste übermittelten Transaktionsdetails auf der TON Blockchain nichts zu tun. Die Firma erklärte, dass für Transaktionen eine Gebühr in nicht näher genannter Höhe anfallen könnten. Telegram habe auch keine Kontrolle über den Umfang oder die Art dieser Gebühren.

Das Unternehmen erklärte dazu:

„Die Transaktionen, die Sie über die Dienste übermitteln, werden möglicherweise nicht abgeschlossen oder durch die TON Blockchain erheblich verzögert. Wir haben keine Kontrolle über die TON Blockchain und können Stornierungs- oder Änderungswünsche für von Ihnen übermittelte Transaktionen nicht erfüllen.“

3. Private Schlüssel

Grams Wallet wird nicht auf öffentliche oder private Schlüssel, Backup-Phrasen oder Passwörter oder andere Identifikationsdaten seiner Kunden zugreifen oder diese speichern. Das Unternehmen betonte, dass seine Kunden allein für die Verwaltung und Sicherheit ihrer Anmeldeinformationen verantwortlich seien. Im Falle eines Verlustes der Anmeldeinformationen habe das Unternehmen nicht die Möglichkeit, die Anmeldeinformationen wiederherzustellen oder diese zurückzusetzen. In einem solchen Fall könnten Kunden dann nicht mehr auf ihre Grams zugreifen.

4. Kündigung

In den Nutzungsbedingungen von Grams Wallet heißt es, dass sich das Unternehmen das Recht vorbehält, einen oder alle Gram-Dienste, Konten oder den Zugang zu den Diensten „jederzeit und ohne Angabe von Gründen“ zu schließen, zu beenden oder zu deaktivieren.

5. Änderung der Nutzungsbedingungen

Darüber hinaus behält sich Telegram das Recht vor, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen jederzeit und nach eigenem Ermessen zu ändern. Das Unternehmen fügte hinzu, dass die überarbeiteten Bedingungen auf der Seite veröffentlicht werden. Außerdem sollten Kunden die Bedingungen bei der Nutzung der Dienste regelmäßig überprüfen, da Änderungen unmittelbar nach der Veröffentlichung in Kraft treten würden.

In nur wenigen Wochen wird die mit Spannung erwartete TON-Blockchain gestartet. Der Start ist für Ende Oktober geplant, wie Telegram letzte Woche offiziell ankündigte. Gestern erklärte die digitale Vermögenswertdepotbank des Softwareunternehmens Anchor Labs, dass sie die erste Einrichtung sei, die nun eine institutionelle Verwahrung für Gram-Token anbieten darf.

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Japan: Politische Spenden „nur“ in Form von Kryptowährungen erlaubt

Sanae Takaichi, die japanische Ministerin für Allgemeine Angelegenheiten, hat offiziell bekanntgegeben, dass politische Spenden in Form von Kryptowährungen legal sind, während Spenden in Bargeld oder Wertpapieren nicht zulässig sind.

Laut einem Reuters Bericht vom 8. Oktober hat Takaichi die entsprechenden Äußerungen im Rahmen einer Pressekonferenz gemacht. Dabei gab sie an, dass politische Spenden, die in Kryptowährungen getätigt werden, nicht unter das japanische Gesetz zur Offenlegung von politischen Geldern fallen.

Kryptowährungen haben einen Sonderstatus

Dahingehend betonte Takaichi wiederum, dass das Gesetz allerdings Spenden in Form von Fiatwährungen oder Wertpapieren verbietet, während Kryptowährungen „in keine dieser beiden Kategorien fallen und deshalb nicht verboten sind“. Auf kritische Nachfrage zu den möglichen Nebenwirkungen dieser Gesetzeslage antwortete die Ministerin:

„Da die Auseinandersetzung mit diesem Thema für Politiker momentan zu zeitaufwendig ist, sollte dieses Problem in den jeweiligen Parteien besprochen werden.“

Wie Cointelegraph am 2. Oktober berichtet hatte, nimmt ein amerikanischer Politiker, der um den Einzug in das US-Parlament kämpft, bereits Spenden in Kryptowährungen entgegen.

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Börsenverband spricht sich gegen britisches Verbot von Krypto-Derivaten aus

Die World Federation of Exchanges (WFE), der weltweite Interessenverband der Börsen, bittet die britische Finanzmarktaufsicht FCA darum, von einem Generalverbot für Krypto-Derivate abzusehen.

Die entsprechende Bitte hat die WFE am 7. Oktober in einem offenen Brief an die britische Aufsichtsbehörde gerichtet, nachdem diese in einem Strategiepapier aus dem Juli laut über ein Verbot von Bitcoin-Futures und anderen Krypto-Derivaten nachgedacht hatte. Die WFE fordert die FCA gleichsam dazu auf, stattdessen strengere Vorschriften für Anlegerschutz zu etablieren.

Regulierungsvorschriften sind nötig

Im Zuge des Briefes spricht der Börsenverband gleich mehrere Empfehlungen zur Regulierung der entsprechenden Finanzprodukte aus, darunter die Implementierung von Standards, die Berücksichtigung von Marktstrukturen sowie die Aufhebung des etwaigen Verbots, falls es den schon verabschiedet sein sollte, um für Anleger einen freien Marktzugang zu gewährleisten.

Nandini Sukumar, die Geschäftsführerin des WFE, betont, dass sich die Aufsichtsbehörden dringlichst darum bemühen sollten, Regulierungsvorschriften zu formulieren, damit die Kryptobranche eine Chance hat, sich weiterentwickeln zu können:

„Obwohl Krypto-Vermögenswerte großes Potenzial bergen, leider der Markt bisher darunter, dass viele unregulierte Dienstleister ihre unzulässigen Produkte anbieten können. Börsen, die streng an behördliche Auflagen gebunden sind, sehen den Anlegerschutz als Teil ihrer Pflicht und verstehen, dass Integrität die Grundlage eines gut funktionierenden Marktes ist, weshalb sie die beste Ausgangslage haben, um diese Produkte anzubieten und der Kryptobranche bei ihrer Entwicklung zu helfen.“

Die WFE repräsentiert als Verband die führenden Aktienbörsen der Welt, darunter die Nasdaq, die CME Group, die Korea Exchange, die London Stock Exchange und die Deutsche Börse.

FCA mit ambivalenter Haltung zu Kryptowährungen

Obwohl die FCA ein Verbot für den Verkauf von Krypto-Derivaten an Privatanleger in Erwägung zieht, ist die Aufsichtsbehörde zuletzt noch zu der Schlussfolgerung gekommen, dass die führenden Kryptowährungen überwiegend als „Zahlungsmittel“ fungieren, weshalb sie sich für diese nicht als zuständig erachtet.

Ende September hatte die britische Kryptobörse Coinshares wiederum dazu aufgefordert, Widerstand gegen die FCA zu leisten, da die Aufsichtsbehörde vermeintlich keine ausreichenden Gründe hätte, um ein Verbot von Krypto-ETFs durchzusetzen.

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