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US-Außenminister warnt vor der Anonymität von Kryptowährungen

Der US-Außenminister Mike Pompeo hat davor gewarnt, dass Kryptowährungen indirekt Terrorismus und andere illegale Aktivitäten begünstigen könnten.

Anonymität birgt Risiken

In einem Interview mit CNBC verwies Pompeo am 20. August speziell auf die Risiken, die mit anonymen Transaktionen einhergehen, wobei er Kryptowährungen als Vehikel für die Anonymität sieht:

„Die Risiken, die mit anonymen Transaktionen einhergehen, sind uns wohlbekannt. Wir kennen das noch vom 11. September oder von den terroristischen Aktivitäten in den 15 Jahren zuvor, in denen wir noch keine guten Observierungsmöglichkeiten für Geldströme hatten.“

CNBC-Moderator Joe Kernen hatte in dem Gespräch einen möglichen Zusammenhang zwischen Bitcoin (BTC) und Terrorismus hergestellt, da zuvor die Spannungen im Mittleren Osten diskutiert wurden. In diesem Zusammenhang verwies Kernen auch auf ein vorheriges Interview mit US-Finanzminister Steve Mnuchin, der mit seiner Behauptung, dass Bitcoin mehr für illegale Aktivitäten genutzt wird als Bargeld, zuletzt für Verwunderung gesorgt hatte.

Pompeo wollte diese Behauptung zwar nicht bestätigen, teilte allerdings die Bedenken seines Regierungskollegen, dass Kryptowährungen und anonyme Transaktionen „die Sicherheitslage der Welt verschlechtern könnten“.

Gleiches Recht für alle

Aus dieser Angst zog Pompeo jedoch nicht die gleichen Schlussfolgerungen wie Mnuchin, der eine strenge Regulierung der Kryptobranche fordert. Stattdessen schlägt der Außenminister vor, dass für Kryptowährungen die selben Vorschriften wie für alle anderen elektronischen Transaktionen gelten sollten.

Ein ehemaliger Top-Manager der Deutschen Bank hatte kürzlich einen Artikel veröffentlicht, in dem er die These aufstellt, dass Kryptowährungen ein wichtiger Indikator für weltpolitische Spannungen ist.

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China: Shenzhens spezielle Wirtschaftszone wird an digitalen Währungen forschen

Am 18. August skizzierte das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas die Pläne für die künftige Entwicklung der Sonderwirtschaftszone von Shenzhen. Darin enthalten waren die Erforschung und Förderung digitaler Fonds und der auf dem Renminbi-basierenden nationalen Kryptwährung.

Laut der chinesischen Nachrichtenagentur STCN:

„Gegenseitige Anerkennung von Fondsprodukten. Förderung der Interoperabilität mit den Finanzmärkten in Hongkong und Macau und der gegenseitigen Anerkennung von Finanzprodukten (Fonds). Bei der Förderung der Internationalisierung des Renminbi werden wir zunächst versuchen, eine innovative grenzüberschreitende Finanzaufsicht zu erlangen. Dies soll innovative Anwendungen wie der Suche nach digitalem Geld und mobilem Bezahlen in Shenzhen unterstützen.“

Nicht jede digitale Währung ist dezentralisiert

Wie Cointelegraph kürzlich berichtete, hat die People’s Bank of China bereits behauptet, dass ihre digitale Währung „jetzt als bereit“ bezeichnet werden kann.

Wie in dem dedizierten Artikel erläutert, wird es jedoch von einem zweistufigen Betriebssystem angetrieben, das nicht vollständig dezentralisiert sein wird. Verschiedene Analysen gehen davon aus, dass es sich nicht um eine wirkliche Kryptowährung handelt.

Während die politischen Konflikte in China andauern, zahlt Hongkong in der Zwischenzeit höhere Preise für Bitcoin (BTC).

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Bakkt: Start der Depot- und Futures-Plattform für 24. September angekündigt

Bakkt hat den geplanten Start seiner mit Spannung erwarteten Plattform für tägliche und monatliche Futures in den USA in einem Blog-Post am 16. August angekündigt. Die Genehmigungen der zuständigen Aufsichtsbehörden liegen vor und der Start ist nun für den 23. September geplant.  .

Die physisch gelieferten Futures von Bakkt werden mit Freude erwartet. Das Unternehmen hat zunächst im August 2018 seinen Start angekündigt. Daraufhin gab es allerdings wiederholt Verzögerungen aufgrund von Schwierigkeiten mit der Konformität. Die Anforderungen der Regulierungsbehörde CFTC zu erfüllen, hat sich als besonders schwierig erwiesen. Das Unternehmen hat am 22. Juli mit ernsthaften Tests begonnen, wie Cointelegraph damals berichtete

Laut der Ankündigung hat Bakkt zahlreiche Veranstaltungen in New York und Chicago abgehalten. Beides sind Städte, die für den US-Futuresmarkt von entscheidender Bedeutung sind. Sie haben sich auch mit den Aufsichtsbeamten der CFTC sowie der Wertpapier- und Börsenkommission SEC zusammengesetzt. 

Bakkt wird mit Intercontinental Exchange Futures U.S. und Intercontinental Exchange Clear U.S. zusammenarbeiten, um seine Futures-Kontrakte anzubieten.

Institutionelle Dienstleistungen und Depotdienstleistungen sind ein wachsender Markt im Kryptobereich. Die große US-Börse Coinbase hat gestern bekanntgegeben, dass sie die Institute von Xapo in ihren Depotbetrieb mitaufnehmen würden. Der Coinbase-CEO Brian Armstrong hat das starke Wachstum der Anzahl an institutionellen Kunden für Krypto-Dienstleistungen kommentiert: 

„Ob Institutionen Krypto einführen würden oder nicht, war vor etwa 12 Monaten noch eine offene Frage. Ich denke, jetzt können wir diese mit Sicherheit beantworten. Wir verzeichnen 200-400 Mio. US-Dollar pro Woche an neuen Kryptoeinlagen von institutionellen Kunden.“

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CEO von Bitwise: Bitcoin ETF kommt, SEC Bedenken weitgehend ausgeräumt

Der CEO des Krypto-Indexfondsanbieters Bitwise Asset Management erwartet nach wie vor die Zulassung für einen börsengehandelten Bitcoin-Fonds (ETF) durch die US-Regulierungsbehörden.

Dies sagte Hunter Horsley in einem Interview zusammen mit dem Bitwise Global Head of Research Matt Hougan mit Bloomberg UK am 15. August.

Lange Verzögerung

Wie berichtet, hat Bitwise im Januar dieses Jahres bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC) zuletzt einen ETF-Antrag eingereicht.

In dieser Woche hat die Regulierungsbehörde ihre Entscheidung über den Antrag zusammen mit der für zwei weiteren Anträge zu Krypto-ETFs verschoben, mit einer Entscheidungsfrist bis zum 13. Oktober.

Ungeachtet dieser Entwicklungen gibt sich Horsley weiterhin positiv. Nach seiner Aussage war die SEC relativ bezüglich der Gründe für die Verzögerung und hat ihre Bedenken offen dargelegt.

Obwohl Bitwise bereits mehrere Runden mit verschiedenen ETF-Anträgen absolvierte, wurden laut Horsley in den letzten zwölf Monaten enorme Fortschritte erzielt.

Hougan stimmte Horsleys Einschätzung, welcher auf wichtige aktuelle Entwicklungen im Krypto-Sektor hinwies, wie den Eintritt der Handelsfirma Susquehanna, verbesserte Arbitrage und neue Spreads.

Er stellte außerdem fest, dass Krypto-Verwahrer inzwischen Zugang zu umfangreichen Versicherungen bei der Firma Llyods of London erhalten und dass der Markt inzwischen deutlich breiter aufgestellt ist. Der Großteil der Bedenken der SEC sei damit ausgeräumt.

Krypto öffnet sich für US-Vermögen 

Während in Europa bereits mehrere Krypto-ETFs und ähnliche Anlagevehikel existieren, liegen vor allem auf den USA große Erwartungen in Bezug auf die Zulassung solcher Produkte. Zu der Bedeutung einer möglichen Zulassung sagte Hougan:

„Ein Schlüsselaspekt eines Bitcoin ETF in den USA ist die Erschließung des Marktplatzes für Finanzberater. Bisher hat sich Krypto vor allem auf Kleinanleger [….] oder institutionelle Investoren konzentriert [….] Die Hälfte des Geldes in den USA wird von Finanzberatern verwaltet, und im Moment ist es für sie sehr schwierig, diesen Markt zu erreichen.“

Hougan verglich die voraussichtliche Marktöffnung für neue Vermögensbereiche mit der Einführung von ETFs für Gold- und Privatbanken.

Angesichts der anhaltenden Verzögerung mehrerer ETF-Vorschläge durch die SEC sehen viele in der Community einen voraussichtlichen Start als potenziellen „heiligen Gral“ an, der die flächendeckende Einführung von Kryptowährungen als reguliertes und passives Anlageinstrument einläuten könnte.

Der Bitwise-Antrag bei der SEC sieht einen Krypto-ETF vor, der den Bitwise HOLD 10 Private Index Fund nachzeichnet. Dabei handelt es sich um einen Korb von zehn Kryptowährungen.

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SimplyVital einigt sich mit SEC über mutmaßlich unregistriertem ICO

Ein Unternehmen aus New England hat sich mit der US-Wertpapier- und Börsenkommission (SEC) wegen eines mutmaßlich nicht registrierten Initial Coin Offering (ICO) im Umfang von 6,3 Mio. US-Dollar geeinigt.

Laut einer SEC-Mitteilung vom 12. August kündigte SimplyVital Health, Inc. im Jahr 2017 ein ICO an, um Kapital für ein gesundheitsbezogenes Blockchain-Ökosystem namens Health Nexus aufzubringen. Das Unternehmen bot einen firmeneigene Token für den Health Nexus namens Health Cash (HLTH) an.

Das Unternehmen soll einen Vorverkauf von HLTH-Token im Rahmen der Simple Agreements for Future Tokens (SAFTs) angekündigt haben, die nach ihrer Generierung durch SimplyVital an Investoren gehen sollten.

In der Erklärung heißt es jedoch: „SimplyVital hat im Vorfeld des Angebots und Verkaufs des HLTH auf Grundlage der SAFT bei der Kommission keine Registrierungserklärung eingereicht und ist auch nicht von der Registrierung ausgenommen.“

SimplyVital soll durch den Token-Verkauf zwischen September 2017 und April 2018 6,3 Mio. US-Dollar aufgebracht haben. In der Erklärung heißt es außerdem:

„Nach Abschluss des Vorverkaufs im April 2018 entschied sich SimplyVital schließlich, HLTH nicht im Rahmen des geplanten ICO anzubieten und zu verkaufen. Im Jahr 2019 hat SimplyVital im Wesentlichen freiwillig alle im Rahmen des Vorverkaufs aufgebrachten Gelder an die Investoren zurückgegeben“.

Ohne die Behauptungen zu bestätigen oder zu dementieren, dass gegen bestimmte Aspekte des Wertpapiergesetzes von 1933 verstoßen wurde, stimmte SimplyVital einer von der SEC erwirkten Unterlassungsanordnung zu.

Erst gestern berichtete Cointelegraph, dass ein US-Bezirksgericht eine Noteinfrierung verhängte und 8 Mio. US-Dollar sperrte, die von einem New Yorker und zwei seiner Organisationen in einem ICO aufgebracht wurden. Die SEC hat am 12. August einen ersten Antrag auf Einfrierung gestellt und behauptet, dass Reginald Middleton, Veritaseum Inc. und Veritaseum LLC das Geld mittels eines ICO aufgebracht haben soll, das ein betrügerisches, nicht registriertes Wertpapierangebot war. 

Gestern berichtete Cointelegraph auch, dass der XRP-Investor Bradley Sostack eine Sammelklage gegen Ripple abänderte. In dieser behauptete er, dass das Unternehmen Investoren irregeführt und XRP als nicht registriertes Wertpapier verkauft und damit gegen Bundesgesetze verstoßen habe.

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US-Regulierungsbehörde OFAC nimmt sich Bitcoin an

Die US-Regulierungsbehörde OFAC (U.S. Department of the Treasury‘s Office of Foreign Assets Control) will Krypto-Themen mehr Aufmerksamkeit schenken. Dies geht aus einem Dokument hervor, welches am 13. August auf der Newsseite Mondaq erschien. Darin legen Experten das Interesse der Behörde an der Regulierung und der rechtlichen Einordnung der Kryptowährungen in den Vereinigten Staaten dar.

Das OFAC ist eine Kontrollbehörde der USA, welche im Auftrag des Finanzministeriums Ziele für mögliche Sanktionen recherchiert und diese dann umsetzt. Sie ist beispielsweise dafür verantwortlich, sanktionierte Länder vom internationalen Bankenverkehr zu isolieren. 2017 überwachte die OFAC etwa 5.800 Personen und Organisationen.

Woher kommt OFACs Kurswechsel?

Tatsächlich signalisierte die OFAC erst relativ spät, nämlich im Januar 2018, Interesse an einer Krypto-Regulierung. In dem Dokument heißt es:

Während das U.S. Department of Justice (DOJ) und die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) aggressive Ansätze zur Regulierung verfolgen, die in hochdotierten Einigungen resultierten, war die OFAC da bislang langsamer.

Dies soll sich nun allerdings endgültig ändern. Als Grund für die zunehmende Priorisierung von Bitcoin & Co. nennen die Autoren unter anderem die zunehmende Verbreitung von ICOs (Initial Coin Offerings) in den letzten Jahren.

Damals war es zunächst die Nachricht von Venezuelas Veröffentlichung einer eigenen Kryptowährung namens Petro, welche die Behörde erstmals auf den Plan rief. Anschließend publizierte sie auf ihrer Webseite ein FAQ, welches US-Bürger vor rechtlichen Konsequenzen warnte, sollten sie Transaktionen mit dem Petro durchführen. Später weitete sie diese Drohungen auf die gesamte Krypto-Industrie aus.

Nun geht das OFAC noch einen Schritt weiter und ernennt Bitcoin & Co. zu seiner Schlüsselpriorität. Offenbar sammelt die Behörde Informationen von einem Dutzend Krypto-Börsen. Mindestens eine davon erhielt hat sogar eine Vorladung. Unklar bleibt, welche Regulierungsmaßnahmen die Behörde konkret anstrebt und was sie mit den gesammelten Informationen langfristig vorhat. Denkbar wäre, dass sie die gesammelten Daten mit der SEC und anderen Behörden teilt, um interne Untersuchungen voranzubringen.

Die neuen Richtlinien der OFAC führen unter Umständen dazu, dass Krypto-Börsen mehr Wert auf AML (Anti-Geldwäsche-Richtlinien) und KYC-Prozesse (Know-Your-Customer) legen. So entgehen sie einer möglichen Verfolgung durch US-Regulierungsbehörden.

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#682 Goldman Sachs Geldwäsche & FATF Aufbau Krypto Überwachung

Hey Krypto Fans,

willkommen zur Bitcoin-Informant Show Nr. 682. Heute geht’s um folgende Themen: Bitcoin-Hater von Goldman Sachs der Geldwäsche angeklagt & FATF Aufbau eines Krypto Überwachungssystems.

1.) Bitcoin-Hater von Goldman Sachs der Geldwäsche angeklagt
https://coincierge.de/2019/bitcoin-hater-von-goldman-sachs-der-geldwaesche-angeklagt/

2.) FATF Aufbau eines Krypto Überwachungssystems
https://blockchain-hero.com/neue-krypto-vorschriften-zur-einhaltung-der-fatf-standards/

4.) Bitcoin Informant bei iTunes als Podcast
http://ppq6xp.podcaster.de/bitcoin-informant.rss

5.) Der Bitcoin Informant Inside Telegram Kanal
https://t.me/bitcoininformant

Top 10 Kryptowährungen am 13.08.19 um 09:00Uhr
FATF

Sonnige Grüsse

Dennis “Bitcoin-Informant” Koray

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Tschechien plant strenge Bitcoin-Regulierung

Die Tschechische Republik wird aller Voraussicht nach besonders strenge Regulierungen für den Krypto-Sektor einführen. Die neuen Regeln kommen im Zuge der nationalen Übertragung der fünften EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche. Laut einem Bericht der Zeitung Hospodářské Noviny werden in Tschechien allerdings in Zukunft Forderungen an Krypto-Unternehmen erhoben, die von der Europäischen Union in dieser Form nicht vorgesehen sind.

Wie Hospodářské Noviny hervorhebt, planen die tschechischen Behörden saftige Bußgelder von bis zu einer halben Million Euro für jene Krypto-Unternehmen, die sich nicht beim nationalen Gewerbeamt registriert haben. Die Verfasser des Berichts betonen weiterhin, dass die Gesetzesänderung einen größeren Kreis an Firmen treffen wird als von der EU verlangt. Sie befürchten, dass die geplanten Regelungen die Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Krypto-Sektors gefährden könnten. Ein Datum für die Einführung der Gesetzesänderung nennen sie nicht. Sämtliche EU-Staaten müssen die Regelungen allerdings bis zum 20. Januar 2020 umsetzen.

Nicht nur in Tschechien: Neue Regelungen gegen Geldwäsche

Besagte EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche war bereits am 9. Juli 2018 beschlossen worden. Kryptowährungen werden in der fünften Version der Regulierungsempfehlung erstmals explizit berücksichtigt. Die Richtlinie fordert somit die striktere Kontrolle von Krypto-Börsen und Wallet-Anbietern. Zudem verlangt sie strengere Anforderungen an die Transparenz bei anonymen Zahlungen. Behörden erhalten dadurch mehr Instrumente, um die Identitäten der Zahlenden festzustellen.  Neben Bitcoin-Börsen betrifft diese Neuerung vor allem die Nutzer von Prepaid-Karten. Die Mitgliedstaaten hatten 18 Monate Zeit, um die Regelungen umzusetzen. Eine Befolgung ist für alle EU-Länder verpflichtend.

Härtere Bitcoin-Regulierungen auch in Deutschland

Folglich ist auch hierzulande ab dem kommenden Jahr mit schärferen Regelungen zu rechnen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf der Bundesregierung sieht vor, dass sämtliche Krypto-Unternehmen der Kontrolle durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterstellt werden. Ähnlich wie in Tschechien sollen hierbei auch Wallet-Anbieter von der Überwachung betroffen sein. Zudem werden auch Bitcoin-Automaten künftig der Verfügungsgewalt der BaFin unterstellt. Falls das geplante Gesetz in Kraft tritt, kann die Behörde somit entscheiden, ob die Automaten erlaubt sind oder eben nicht.

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Crypto-Trading-App Robinhood geht mit britischer Broker-Lizenz an den Start

Eine Tochtergesellschaft der in den Vereinigten Staaten ansässigen Aktien- und Krypto-Handelsapplikation Robinhood ist in Großbritannien als Broker zugelassen worden.

Robinhood bekommt Broker-Lizenz für Großbritannien

Robinhood International, eine Tochtergesellschaft von Robinhood, hat von der großen britischen Finanzregulierungsbehörde FCA eine Brokerlizenz erhalten, so ein Blogbeitrag vom 7. August.

Mit der EZV-Zulassung kann das Unternehmen seine Investitionsplattform britischen Kunden anbieten, erklärte Robinhood in dem Bericht und fügte hinzu, dass der Schritt ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Demokratisierung der Finanzen für alle sei. Das Robinhood-Team in London wächst indes weiter. Das Unternehmen stellt in den Bereichen Operations, Compliance, User Research und Marketing neue Mitarbeiter ein.

Ex-TransferWise-Manger wird Präsident

Robinhood hat zudem den ehemaligen Leiter des Finanzministeriums beim Geldtransferdienst TransferWise Wander Rutgers zum Präsidenten von Robinhood International ernannt. Rutgers, der zuletzt bei Plum Fintech tätig war, einem Anbieter von Lösungen für persönliche Sparassistenten , wird das britische Geschäft leiten und Robinhoods neues Londoner Büro betreuen.

Robinhood bietet provisionsfreien Kryptowährungshandel an. Im Februar 2018 startete die Robinhood für eine erste Gruppe von Nutzern in den USA gebührenfreien Handel mit Bitcoin und Ether. Anfang des Jahres erhielt Robinhood vom New York State Department of Financial Services eine sogenanne BitLicense für die Vermarktung kryptobezogener Dienste in New York.

Robinhood Financial ist bei der U.S. Securities and Exchange Commission registriert, Mitglied der Financial Industry Regulatory Authority sowie der Securities Investor Protection Corporation.

Im vergangenen Monat gab die FCA eine Grundsatzerklärung über Kryptowährungen heraus, gemäß der die Agentur Bitcoin nicht entsprechend ihrer Leitlinien für Kryptoanlagen regulieren wird.

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Tschechien plant strengere Krypto-Regulierung als in der EU vorgeschrieben

Die Tschechische Republik wird voraussichtlich eine strengere Kontrolle von Kryptowährungen durchsetzen, als vom Anti-Money-Laundering (AML)-Regulierungssystem der Europäischen Union gefordert.

Laut einem Bericht der lokalen Zeitung Hospodářské Noviny vom 8. August wird die Umsetzung der Fünften AML-Richtlinie (AMLD5) der Europäischen Union (EU) durch die Tschechische Republik Kryptowährungsfirmen noch strengere Anforderungen auferlegen als die von Brüssel.

Strenger als die EU-Regeln

Als Indikator für die bevorstehenden strengen Maßnahmen verweist Hospodářské Noviny darauf, dass die tschechischen Regulierungsbehörden gegen Kryptowährungsfirmen, die ihre Geschäfte nicht beim nationalen Gewerbeamt registrieren Geldbußen von bis zu einer halben Million Euro planen.

Eine solche Maßnahme würde weit über das hinausgehen, was in der seit Juli 2018 geltenden Fünften Geldwäscherichtlinie der EU gefordert wird. Diese schuf einen neuen Rechtsrahmen für die Finanzaufsicht der EU zur Regulierung von Kryptowährungen und zur Eindämmung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (CFT).

AMLD5 erweitert insbesondere den Umfang der Regulierungsaufsicht auf Kryptobörsen und Wallet-Anbieter und erzwingt strengere Transparenzanforderungen für anonyme Zahlungen, unabhängig davon, ob diese über Börsen oder Prepaid-Karten erfolgen.

Hospodářské Noviny nennt zwar keinen Zeitplan für die Formalisierung der AMLD5 und ihrer zusätzlichen Regeln durch die tschechische Regierung. Die EU-Mitgliedstaaten sind jedoch verpflichtet, die Richtlinie bis zum 20. Januar 2020 in ihr jeweiliges nationales Recht umzusetzen.

Der Bericht stellt ferner fest, dass die AML-Vorschriften des tschechischen Gesetzgebers sich auf Unternehmen auswirken werden, für welche die EU-Vorschriften keine derart umfassende Aufsicht vorsehen. Hospodářské Noviny argumentiert, dass solche Auflagen die Wettbewerbsfähigkeit des Krypto-Sektors des Landes gefährden könnten.

Nicht der erste Fall

Es ist nicht das erste Mal, dass die Umsetzung der AMLD5 durch verschiedene Länder den ursprünglichen Anwendungsbereich der Richtlinie übertreffen.

Im Juni dieses Jahres forderte das Coin Center – ein gemeinnütziges Forschungs- und Interessenvertretungszentrum für kryptobezogene Fragen der öffentlichen Ordnung – das britische Finanzministerium auf, den Geltungsbereich der AML/CFT-Regeln des Vereinigten Königreichs bei der Umsetzung der EU-Richtlinie nicht zu stark auszudehnen.

Im Februar schlug die Zypriotische Börsenaufsicht vor, mehrere zusätzliche Bereiche kryptobezogener Aktivitäten unter AML/CFT-Verpflichtungen zu stellen, die insbesondere nicht in den Bestimmungen der AMLD5 enthalten sind.

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