Beiträge

Bitcoin (BTC), China und Blockchain – eine Bestandsaufnahme

Bitcoin (BTC) und China: Kein einfaches Paar. Doch die Blockchain-Technologie ist im Reich der Mitte auf dem Vormarsch.

China kämpft sich im internationalen digitalen Wettrüsten weiter an die Spitze, während Bitcoin dort indessen keinen leichten Stand hat. Im vergangenen Monat ist das Reich der Mitte bereits mit einer staatseigenen digitalen Zentralbankwährung in die Testphase gegangen. Die Central Bank Digital Currency (CBDC) wird seitdem teilweise an ausgesuchte Regierungsbeamte als Gehalt ausgezahlt. Die digitale Währung verspricht dabei nicht nur ein Zugewinn an Effizienz im Zahlungsverkehr. Sie ermöglicht darüber hinaus auch die bessere Überwachung der Geldströme.

Wie nun bekannt wurde, will Chinas Zentralbank auch die Blockchain-Adaption im Land vorantreiben. In der ersten Tagung des FinTech-Komittees der Peoples Bank of China wurde deutlich, dass der Vorsitzende der Zentralbank Fan Yifei auf eine schnelle Adaption der Blockchain-Technologie pocht. Laut einem Bericht von Sina News vom 13. Mai will Fan sicherstellen, dass bis zum kommenden Jahr ein entsprechender Plan aufgestellt und durchgeführt werde. Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, seien bereits Studien in Auftrag gegeben worden, die die weitere Digitalisierung des Staates fördern sollen.

Bitcoin in China

Kryptowährungen haben in China derweil einen unsicheren Stand. So hatte die chinesische Regierung bereits mehrfach erklärt, dass sie die Blockchain-Technologie zwar für sinnvoll halte. BTC sei demgegenüber aber hochspekulativ und daher mit Risiken verbunden. Vergangenes Jahr löste der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Xi Jinping mit seinen Aussagen in diesem Zusammenhang sogar Kursturbulenzen aus.

In diesem Zusammenhang hat ein Gericht in der Provinz Fujian jüngst entschieden, dass BTC als digitales Gut keinen Schutz durch das chinesische Recht genießt. Ein verprellter Investor hatte versucht, die Einzahlungen, die er in ein Bitcoin-basiertes Investment-Schema getätigt hatte, zurückzuerlangen und den Betreiber des „Bitcoin Clubs“ verklagt. Das Gericht hatte seine Forderung jedoch abgewiesen.

Demgegenüber steht eine Gerichtsentscheidung aus dem vergangenen Jahr, in der ein Gericht im Bezirk Hangzhou erklärt hatte, dass Bitcoin als „legaler Besitz“ zähle. Laut dem Urteil handele es sich bei Bitcoin um einen knapp bemessenen Wertgegenstand und damit um eine mögliche Handelsware. Den Status einer legalen Währung erreichte Bitcoin dadurch jedoch nicht. Seitdem scheint sich die Bitcoin-Regulatorik in China von Urteil zu Urteil zu hangeln.

Die Krypto-Industrie ist davon unmittelbar betroffen. Gerade die in China ansässigen zahlreichen Bitcoin Miner dürften vom ständigen Auf und Ab der Bitcoin–Regulierung in China wenig begeistert sein.

auf btc-echo lesen

Japan: STO-Verband veröffentlicht neue Richtlinien für Krypto-Regulierung

Der japanische Verband für Wertpapier-Token-Offerings JSTOA hat kürzlich selbstregulierende Richtlinien zur Trennung von Kundenvermögen und elektronischen Datenübertragungsrechten veröffentlicht.

Die Richtlinien sind seit dem 20. April auf der JSTOA-Webseite einzusehen. Diese seien der Webseite zufolge auf die Überarbeitung des Gesetzes über Finanzinstrumente und Börsen des Landes zurückzuführen, das vom japanischen Repräsentantenhaus verabschiedet wurde und ab 1. Mai in Kraft treten soll.

Bei einem Treffen der Mitarbeiter und des Vorstands legte die Vereinigung unter anderem die Regeln für die Rechte zur elektronischen Übertragung von Daten und die Verwaltung von Kundenvermögen fest. Der JSTOA wird die Verwaltung des getrennt aufbewahrten Kundenvermögens einmal im Monat durch Wirtschaftsprüfer und mittels Audits überprüfen lassen. 

Darüber hinaus fordert der Verband im Rahmen seiner Präventionsmaßnahmen gegen Investitionsberatung eine klarere Definition des Verkaufs von digitalen Vermögenswerten an ältere und somit betrugsgefährdetere Kunden. Der Verband bemüht sich um die Erstellung von Richtlinien für die Kundenberatung.

Krypto-Regulierung bald in Kraft

Die neuen Gesetze zur Regulierung von Kryptowährungen in Japan treten allmählich in Kraft. Das Gesetz über Finanzinstrumente und Börsen und das Zahlungsdienstleistungsgesetz, die beide Überarbeitungen der bestehenden Finanzgesetze darstellen, treten ab Mai in Kraft.

Der JSTOA in Tokio wurde im Oktober 2019 gegründet, um die Entwicklung von Kapitalbeschaffungen durch Wertpapier-Token-Offerings zu unterstützen. Sie bündelt zu diesem Zweck das Fachwissen aus der Branche, gewährleistet die Einhaltung von Gesetzen und schützt Investoren. Die Vereinigung wird von großen japanischen Finanzunternehmen, wie etwa Nomura Securities, Rakuten Securities, SBI Securities, Monex und weiteren, unterstützt.

Hisashi Oki und Yoshihisa Takahashi von Cointelegraph Japan haben diesen Artikel mitverfasst.

auf cointelegraph lesen

Kommender Zentralbankchef von Großbritannien: Bitcoin-Investoren werden alles verileren

Investitionen in Kryptowährungen werden von Offiziellen, die auf traditionellen Märkten begonnen haben, immer eine gewisse Skepsis erhalten. Andrew Bailey drückte stellte dies heute in London unter Beweis, als er sagte, Bitcoin-Investoren sollten sich auf einen Totalverlust gefasst machen.

Bailey teilte seine Gedanken über die Kryptowährung Mitgliedern des britischen Parlaments bei einer Anhörung des Sonderausschusses des Finanzministeriums am 4. März mit. In einem auf Twitter geteilten Video wiederholte Bailey frühere Warnungen über Bitcoin und Kryptowährungen insgesamt, bevor er schließlich erklärte:

„Wenn Sie Bitcoin kaufen wollen, sollten Sie bereit sein, Ihr ganzes Geld zu verlieren… [Bitcoin] hat keinen inneren Wert.“

Zumindest einen extrinsischen Wert wolle Bailey Bitcoin zubilligen. Er sagte jedoch, dass „es sich nicht so stark durchgesetzt hat, wie es die Leute vorhergesagt hatten“.

Baileys Meinung gleicht der des Milliardärs Warren Buffetts, welcher in einem letzten Monat veröffentlichten Interview Bitcoin ebenfalls einen inneren Wert absprach. Während Buffett jedoch selten mit Reportern über das Thema spricht, äußert sich Bailey konsequent kritisch über Kryptowährungen.

In einem BBC-Interview im Dezember 2017, mitten im Bitcoin-Boom, nannte Bailey den digitalen Vermögenswert „volatil“ und ein „merkwürdiges Gut“, und warnte ebenfalls davor:

„Wenn Sie in Bitcoin investieren wollen, seien Sie darauf vorbereitet, Ihr ganzes Geld zu verlieren“, mahnt der Leiter der Financial Conduct Authority. 

Als ehemaliger Leiter der britischen Finanzaufsichtsbehörde soll Bailey am 17. März der nächste Gouverneur der Bank of England (BoE) werden. Der scheidende Gouverneur, Mark Carney, hatte Facebooks noch für dieses Jahr geplante Stablecoin Libra befürwortet.

Bank of England bezüglich CBDCs weiter unschlüssig

Während sich der scheidende Gouverneur Carney offen für eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) in Großbritannien zeigte, deuten Baileys Bemerkungen darauf hin, dass die BoE unter ihm eine andere Richtung einschlagen wird. Ungeachtet dessen werden sich im April dieses Jahres Vertreter aus England mit denen aus fünf anderen Ländern zu einer Beratung über CBDCs zusammenfinden.

auf cointelegraph lesen

Schutz von Benutzerdaten: Kryptobörse Digitex stellt KYC-Maßnahmen ein

Einige globale Kryptowährungsbörsen weiten ihre Identitätsprüfungsmaßnahmen aus. Andere wiederum behaupten, dass Krypto-Plattformen überhaupt keine Identitätsprüfungen (KYC) benötigen würden.

Digitex, eine Börse für Krypto-Derivate auf den Seychellen, will diese Woche ihre KYC-Maßnahmen einstellen. Das ist eine Reaktion auf einen großen Benutzerdatenverlust, zu dem es letzten Monat kam.

Digitex: Ab April 2020 keine Identitätsprüfungen mehr

Adam Todd, der CEO von Digitex Futures Exchange, gab das in einer öffentlichen Videoerklärung am 4. März bekannt. In dieser erklärte er, dass Digitex ab April 2020 alle KYC-Identitätsprüfungsmaßnahmen auf seiner Plattform einstellen werde.

Der CEO von Digitex erläuterte, dass die Börse bereits diese Woche mit der Abschaffung von KYC-Maßnahmen beginnen werde:

„Ab Ende dieser Woche werden wir alle KYC-Identitätsprüfungen auf unserer Börse einstellen. Um Digitex-Token aus unserer Kasse zu kaufen, müssen Sie keine KYC-Maßnahmen durchführen. Und wenn wir im April das Mainnet lancieren, wird es keinerlei KYC-Anforderungen geben, um unsere Börse nutzen zu können.“

Digitex läuft derzeit in der Beta-Version, so dass Benutzer nur den firmeneigenen Token DGTX kaufen können. Am 27. April wird das Mainnet lanciert. Digitex will den Benutzern dann den freien Handel mit DGTX und Ether (ETH) sowie anderen Kryptowährungen ermöglichen, wie Todd gegenüber Cointelegraph erklärte. Er merkte an, dass die Börse Fiatwährungen nicht unterstützen werde.

Laut Todd sei die Einstellung der KYC-Maßnahmen die einzige Möglichkeit, um zu garantieren, dass Digitex keine persönlichen Dokumente mehr durchsickern lässt. Denn auf diese Weise habe die Plattform diese persönlichen Dokumente überhaupt nicht mehr.

Persönliche Daten von 8.000 Digitex-Benutzern gestohlen

Der Einstellung der KYC-Maßnahmen auf Digitex ging ein Diebstahl von Benutzerdaten bei der Börse voran. Dabei sickerten einige sensible Daten durch. Wie Cointelegraph am 29. Februar berichtete, wurde die undichte Stelle von einem Ex-Mitarbeiter von Digitex ausgenutzt. Dieser soll KYC-Dokumente, wie etwa Pass- und Führerschein-Scans von über 8.000 Digitex-Kunden gestohlen haben.

Es wurde berichtet, dass der sogenannte „Digileaker“ behauptete, er sei „kein Ex-Angestellter oder Auftragnehmer oder jemand aus der Vergangenheit von Adam oder Digitex“.

In einer öffentlichen Erklärung vom 2. März sagte Digitex, dass die Börse zunächst nur von einem Durchsickern von E-Mail-Daten gewusst habe. Es habe jedoch einen zweiten Angriff gegeben, bei dem schließlich sensible Daten durchgesickert seien, wie die Börse einräumte.

Ein Digitex-Sprecher erläuterte gegenüber Cointelegraph, dass persönliche Dokumente, wie etwa Passfotos und Identitätskarten, von mindestens fünf Personen durchgesickert seien. Der Täter behauptet, 8.000 Dokumente zu haben. Das konnte Digitex allerdings noch nicht feststellen, untersucht dies aber derzeit.

CEO von Digitex: Überwachung der einzig wahre Grund für KYC

Digitex deutete zuvor bereits eine mögliche Abschaffung der KYC-Maßnahmen an. Der CEO der Firma kritisierte in seiner neuen Erklärung das Konzept von KYC im Allgemeinen.

Laut Todd seien die Hauptargumente für KYC-Regeln, wie etwa Geldwäsche, „dumm“ und „lächerlich“. Der einzig wahre Grund für KYC-Maßnahmen sei, der „Große Bruder will wissen, was jeder ständig tut“. Er sagte:

„Wir alle kennen den wahren Grund für KYC. Der wahre Grund für KYC ist: Der Große Bruder will wissen, was jeder ständig tut. Er möchte wissen, wie viel Sie haben und was Sie damit machen. Ich glaube nicht, dass sie das Recht haben, das mit jedem Menschen auf der Welt zu machen.“

Digitex hatte aus zwei Gründen versucht, KYC-Maßnahmen zu implementieren. Zum einen, um Geldwäsche zu bekämpfen und zum anderen um Kunden aus den USA auf der Plattform haben zu können, wie der Digitex-CEO erklärte. Laut Todd sei jedoch keiner dieser Gründe für Digitex es wert, wenn Benutzerdaten dadurch durchsickern.

Todd argumentierte, dass Benutzer keine Kryptowährungen, wie den ETH auf Digitex waschen würden, um den internationalen Terrorismus zu finanzieren. Er erklärte, dass solche Behauptungen „offensichtlicher Schwachsinn“ seien. Im Gespräch mit Cointelegraph betonte Todd, dass die Geldwäsche mit Krypto einem „winzigen Bruchteil eines Prozents im Vergleich zu Fiat“ entspreche. Er erläuterte dazu:

„Jedes Jahr werden Fiatwährungen im Wert von zwei Billionen US-Dollar gewaschen. Das entspricht dem 10-fachen der Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptowährungen zusammen. Geldwäsche mit Krypto entspricht nur einem winzigen Bruchteil eines Prozents im Vergleich zu Fiat. Nach dieser Logik würde jedes Unternehmen, das Geld annimmt, ohne die Identität seiner Kunden zu prüfen, Terrorismus finanzieren. Wenn diese Person ein Konto bei einer anderen Kryptobörse, wie etwa Binance, hätte, würde es 5 Tage dauern, um etwa 100.000 US-Dollar abzuheben. Das heißt, wenn ein Terrorist noch mehr waschen wollte, kann er einfach ein neues Konto eröffnen.

„Alle unsere Kunden auf der ganzen Welt zu zwingen, zu beweisen, dass sie keine Amerikaner sind, ist unsinnig.“

Da die US-Regierung nicht wolle, dass US-Bürger mit Krypto über Digitex handeln, blockiere die Plattform bereits US-amerikanische IPs. Sie fordere die Nutzer auf, zu bestätigen, dass sie gemäß den Nutzungsbedingungen von Digitex nicht in den USA wohnen, so der CEO.

Die US-amerikanische IP-Sperre in Verbindung mit den Nutzungsbedingungen würde ausreichen, um US-Benutzer fern zu halten. Strenge KYC-Regeln gingen weiter, als sie sollten, so der CEO von Digitex. Er sagte:

„Ich glaube, das ist ein vernünftiger Weg, um sie fern zu halten. Ich glaube nicht, dass die US-Behörden das Recht haben, mir zu sagen, dass ich eine Identitätsprüfung bei jeder einzelnen Person auf der Welt, die meine Plattform nutzen will, durchführen muss, nur damit wir keine US-Bürger darauf bekommen. Das ist unsinnig. Ich glaube nicht, dass sie einen rechtmäßigen Präsidenten haben, der mich dazu zwingen könnte. Und ich werde das nicht tun.“

Im Gespräch mit Cointelegraph sagte Todd, wenn ein US-Nutzer entdeckt werde, der gegen diese Bedingungen verstößt, sperre die Börse sofort dessen Zugang zur Plattform und gebe diesem sieben Tage Zeit, sein Geld abzuheben.

Die Frage, ob Digitex erwarte, dass die Börse nach der Entfernung der KYC-Maßnahmen mehr Nutzer haben werde, bejahte Todd. Er erklärte, dass KYC-Maßnahmen für viele Menschen ein massives Hindernis für die Registrierung auf Kryptobörsen seien. Viele Menschen auf der ganzen Welt hätten nämlich überhaupt keine von der Regierung ausgestellten Ausweise. Er fuhr fort:

„KYC-Maßnahmen sind für viele Menschen eine riesige Barriere. Wir erwarten, dass Digitex durch die Beseitigung dieser Barriere viel mehr Nutzer anziehen wird. Wir stehen auch dazu, dass wir an das Recht auf Privatsphäre glauben. Wir öffnen unsere Börse allen Leuten auf der Welt. Damit hoffen wir, ein Produkt zu schaffen, das das Leben von Menschen verändern kann.“

Dass Digitex gegen Überwachung kämpft, deckt sich mit der zunehmenden Besorgnis über die Privatsphäre der Benutzer weltweit. Viele wichtige Leute aus der Branche drängen auf den Schutz der Privatsphäre der Nutzer im Internet. Ein leitender Angestellter der großen Blockchain- und Kryptoanalysefirma Chainalysis, die mit großen Bundesbehörden, wie der US-Steuerbehörde und dem FBI zusammenarbeitet, ist überzeugt, dass volle Transparenz nicht ideal für Krypto sei.

auf cointelegraph lesen

Steuerregulierung erschwert Betrieb brasilianischer Kryptobörsen

Die Gesetzgeber in Brasilien haben nach Betrugsvorwürfen bei Atlas Quantum, Zero10 und der Trader Group im vergangenen Jahr nun Unterstützung für die Regulierung des Kryptomarktes erhalten. Im Februar wurden einige Ergebnisse dieser Maßnahmen deutlich. Bitcoin.com berichtete, dass zwei große, südamerikanische Kryptowährungsbörsen nach der Androhung hoher Geldstrafen und den unmittelbaren Auswirkungen der Vorschriften ihren Betrieb eingestellt hatten. 

Acesso Bitcoin war eine der Börsen, die ihren Betrieb freiwillig eingestellt haben. Mitbegründer Pedro Nunes erklärte laut der Kryptonachrichtenplattform Portal do Bitcoin:

„Nachdem die Bundessteuerbehörde diese Regelungen eingeführt hatte, beobachteten wir einen deutlichen Rückgang des Handelsvolumens. Wir glauben auch, dass sich der Markt für kleinere Börsen abgekühlt hat.“

Latoex, eine weitere Kryptobörse in Brasilien, steht vor ähnlichen Problemen. Dem Unternehmen droht eine Strafe in Höhe von 100.000 brasilianischen Real (BRD), wenn es einer Anordnung der brasilianischen Wertpapier- und Börsenaufsicht nicht nachkommt.

Aktuelle Kryptoregulierung in Brasilien

Da es in Brasilien derzeit kein spezielles Gesetz für den Umgang mit Krypto gibt, fallen alle Börsen unter die Normativen Anweisung Nr. 1888 des Bundesfinanzministeriums. Alle Unternehmen, die Krypto-Transaktionen in Brasilien durchführen, müssen diese melden oder mit Bußgeldern in Höhe zwischen 120 US-Dollar und 360 US-Dollar rechnen.

Beide Häuser des brasilianischen Nationalkongresses befassen sich mit Vorschlägen zur Regulierung der Kryptobranche des Landes. Eine Sonderkommission analysiert und überarbeitet gerader einen solchen Antrag, nämlich den Gesetzesentwurf 2303/2015. Unterdessen prüft der Senat zwei weitere Gesetzesvorschläge: PL 3825/2019 und PL 3949/2019. Im Februar 2020 gibt es keine spezifische Gesetzgebung, die den Markt für Kryptowährungen in Brasilien regelt.

auf cointelegraph lesen

Krypto-freundlicher US-Präsidentschaftskandidat Andrew Yang: Bürgermeister in New York City?

„Wir sehen uns in New York“, so Andrew Yang, als er seine US-Präsidentschaftskampagne beendete.  

Kryptowährungsnutzer haben im Jahr 2020 im Präsidentschaftskandidaten Andrew Yang einen Verbündeten gefunden. Die Nachricht, dass er am 11. Februar seinen Wahlkampf beendete, war daher eine große Enttäuschung. Yang hat sich unter den Kandidaten sehr stark für Blockchain und Krypto eingesetzt. Er erklärte seine Pläne für die Kryptowährungsbranche und sprach über eine Einführung von mobilen Blockchain-Abstimmungen für die bevorstehende Wahl. Eines der politischen Aktionskomitees (PAC), das Yang unterstützt, erlaubte sogar Spenden in Bitcoin.

Yang hatte progressive Vorstellungen in Sachen bedingungsloses Grundeinkommen. Damit konnte er mit seiner Kampagne im Jahr 2019 national Aufmerksamkeit erregen. Dennoch konnte er nicht soviel Unterstützung, wie die Senatoren Elizabeth Warren und Bernie Sanders in den Vorwahlen in Iowa und New Hampshire erreichen, um seine Präsidentschaftskandidatur fortzusetzen. Trotz dieser Rückschläge deutete der Unternehmer an, sich nach seiner Rückkehr nach New York City an den Kommunalwahlen beteiligen zu wollen:

„Ich würde eine erneute Kandidatur sicher nicht ausschließen.“

Wer von den übrigen Kandidaten würde Krypto noch auf nationaler Ebene unterstützen?  

Cointelegraph hat bereits berichtet, dass Bernie Sanders als Präsident „wunderbar für Bitcoin“ wäre. Aber der Kandidat hat sich selten (wenn überhaupt) zu diesem Thema geäußert. Senatorin Elizabeth Warren hat gesagt, dass Kryptowährungen leicht zu stehlen seien. Sie würde sich zusätzliche Regelungen wünschen, um Betrug zu verhindern.

Die Krypto-Community mag ihren Präsidentschaftskandidaten verloren haben. Dennoch hat Andrew Yang als Bürgermeister von New York City immer noch die Möglichkeit, seinen progressiven Ansatz in Bezug auf Kryptowährungen und Blockchain-Technologie einzubringen:

„Ich verschwinde nicht. Die Yang Gang verschwindet nicht. Wir wollen die Ideen dieser Kampagne immer noch umsetzen. Also werden wir auch weiter da sein.“

auf cointelegraph lesen

FinCEN: Krypto-Projekte sozialer Netzwerke dürfen Geldwäsche nicht zulassen

Der stellvertretende Direktor der US-Finanzaufsichtsbehörde FinCEN sagt, der Kryptowährungssektor dürfe keinen „Rückschritt“ in der Geldwäschebekämpfung zulassen.

Der stellvertretende Direktor der FinCEN Jamal El-Hindi sprach dieses Thema bei einer Rede auf der 20. Konferenz zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und Finanzkriminalität der Securities Industry and Financial Markets Association am 6. Februar in New York City an.

FinCEN lässt „Rückschritt“ in Sachen AML nicht zu

El-Hindi verwies zur Eröffnung seiner Rede auf die besondere Komplexität der Wertpapier- und Futures-Industrie. Dieses bestehe aus einem dichten Netz aus Transaktionen und Interaktionen zwischen miteinander verbundenen Parteien. 

Dieses „erstaunlich komplexe“ Gebiet umfasse etwa Primär-Brokergeschäfte, Futures-Kommissionshändler, ausführende Händler, Übertragungsagenten, Clearingfirmen und Investmentfonds, so El-Hindi.

Diese Komplexität stelle eine Herausforderung für die Transparenz, die Informationssammlung und die Sorgfaltspflicht dar, die zur Bekämpfung der Geldwäsche und zur Verhinderung von Finanzkriminalität erforderlich sei. 

In vielen Fällen können der Informationsaustausch und die Identitätsprüfungen aufgrund des starken Wettbewerbs in der Branche abnehmen. Nur 14 Prozent aller Unternehmen im Wertpapiersektor, die einen der wichtigsten Mechanismen für den Informationsaustausch zwischen Unternehmen nutzen können, tun dies auch, stellte er fest.

In diesem äußerst schwierigen Klima, so El-Hindi, könnten neue Technologien die Situation weiter verschlimmern.

Soziale Netzwerk- und Messaging-Plattformen, zeigen immer häufiger an Kryptowährungen interessiert. Das bekannteste Projekt eines sozialen Netzwerks dieser Art ist das Libra-Projekt von Facebook. Diese Netzwerke müssen die Vorschriften gleichermaßen einhalten, wie traditionelle Akteure des Finanzsektors, wie El-Hindi erklärte.

„Soziale Netzwerk- und Messaging-Plattformen sowie andere, die sich jetzt auf die Entwicklung von Kryptowährungen konzentrieren, können bei illegalen Transaktionen, die sie möglicherweise fördern, einfach wegsehen.“

Der Einfluss dieser Unternehmen aus dem privaten Sektor und die neue Technologie, die durch die Kryptowährungen aufkommt, bringt die selbe Verantwortung mit sich. Darauf muss auch die traditionelle Finanzwelt reagieren:

„Wenn der Finanzsektor sich dafür entscheidet, diese aufstrebenden Systeme weiterzuentwickeln, werden wir nicht zulassen, dass es im Hinblick auf die Schutzmaßnahmen und Transparenz, die wir gemeinsam so hart erarbeitet haben, um sie in das Finanzsystem zu integrieren, einen Rückschritt gibt.“

Fortschritte

Anfang Dezember erklärte der FinCEN-Direktor Kenneth A. Blanco, dass die Kryptowährungsbranche zunehmend die Vorschriften der Behörde für Dienstleistungen im Zusammenhang mit Geldüberweisungen einhalte.

Er verwies insbesondere auf die Leitlinien der FinCEN vom Mai 2019. Diese sollen einen deutlichen und positiven Einfluss auf die Aufsicht der Behörde über den Krypto-Raum gehabt haben.

auf cointelegraph lesen

Krypto-Derivatebörse startet Handel mit ‚BERNIE‘- und ‚TRUMP‘-Futures

Nach dem Start ihrer TRUMP-Futures Handels in der vergangenen Woche plant die Kryptobörse FTX fünf weitere auf Präsidentschaftswahlen basierende Futures-Produkte auf den Markt bringen.

„Wir stehen kurz davor, ähnliche Kontrakte für die fünf besten Kandidaten der Demokraten herauszugeben“, sagte ein FTX-Vertreter gegenüber Cointelegraph in einem Interview.

Futures für die US-Wahlen von 2020

FTX plant die Einführung einesFutures-Handelsprodukts für  Bernie Sanders (BERNIE)  sowie von Futures auf Joe Biden (BIDEN), Elizabeth Warren (WARREN), Pete Buttigieg (PETE) und Michael Bloomberg (BLOOMBERG). 

Bislang hat FTX noch kein Herausgabedatum für die Futures festgelegt. Der FTC-Mitarbeiter erklärte jedoch, die Produkte sollten in den nächsten Tagen, möglicherweise schon heute, in den Handel gehen.

TRUMP-Futures bislang erfolgreich

Am 5. Februar stellte FTX mit TRUMP ein Terminhandelsprodukt vor, mit der Anleger auf die Wiederwahl von Präsident Donald Trump im Jahr 2020 wetten können. TRUMP-Kontrakte handeln zwischen 0 und 1 US-Dollar. Sollte Trump die Wiederwahl gewinnen, werden alle Kotrakte 1 US-Dollar wert. Verliert er die Wahl, werden die TRUMP-Kontrakte wertlos.

„Die ersten Rückmeldungen waren äußerst positiv“, sagte der FTX-Vertreter über die TRUMP-Futures. „Die Leute waren wirklich begeistert“, bemerkte er und fügte hinzu, dass der FTX mit der Einführung des TRUMP-Handels einen neuen Höchststand an täglich aktiven Nutzern erreicht hat.

Die fünf zusätzlichen Futures-Produkte von FTX sollen auf dem gleichen Prinzip wie die TRUMP-Futures basieren.

TRUMP futures’ first hours of trading

Die ersten Handelsstunden der TRUMP-Futures. Quelle: ftx.com

Die derzeit laufenden Vorwahlen für die Präsidentschaftswahlen 2020 bestimmen am Ende einen einzigen Kandidaten, der dann gegen Donald Trump antreten wird. Vier der fünf FTX-Terminhandelsprodukte für demokratische Kandidaten werden deshalb noch vor den Präsidentschaftswahlen in diesem Jahr wertlos werden.

„Wir haben keine Kontrakte darüber, wer die Vorwahlen letzlich gewinnen wird“, sagte der Vertreter. „Nur einer dieser Verträge wird 1 Dollar erreichen.“

Trading data

Handelsdaten. Bildquelle: ftx.com

FTX beschränkt internationalen Handel

FTX untersagt Anlegern aus vielen Regionen den Handel mit TRUMP, darunter Kanada, die Europäische Union, das Vereinigte Königreich und sogar die Vereinigten Staaten – das Land, in dem die Wahlen letzlich stattfinden werden.

Wie FTX erklärte, geht die Börse mit großer Vorsicht vor. „Der Grund dafür ist Regulierung“, sagte er, wobei er darauf hinwies, dass die Gesetze und Richtlinien einzelner Länder in Bezug auf verschiedene Finanzprodukte unterschiedlich sind. „In vielen Ländern gibt es verschiedene Lizenzbedingungen für Kontrakte wie diese.“

Der FTX-Vertreter sagte dazu:

„Wir wollen praktisch nicht über das hinausgehen, was wir dort tun können, und so mussten wir uns leider auf die Rechtsordnungen beschränken, unter denen wir dies anbieten konnten. Ich denke, je mehr die Leute sich aufregen, desto motivierter werden wir sein, es an immer mehr Orten anzubieten. Das kann bedeuten, dass wir die Lizenzen, die an verschiedenen Orten dafür relevant sind, tatsächlich erhalten oder zumindest prüfen werden.“

FTX wollte diese Produkte rechtzeitig auf den Markt bringen, was dazu führte, dass bestimmte Länder derzeit ausgeschlossen sind.

Zahlreiche andere Handelsplattformen haben Nutzer aus den USA und anderen Ländern aufgrund von regulatorischen Bedenken verboten. Im Juni 2019 tat dies sogar die Kryptobörse Binance, die US-Bürger vor Einführung des Terminhandels komplett von ihrer Plattform ausschloss.

auf cointelegraph lesen

Schweiz: Kryptobörsen-Transaktionen über 1.000 US-Dollar erfordern künftig Identitätsnachweis

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) hat am 7. Februar eine Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche verabschiedet. Unter Hinweis auf ein zusätzliches Risiko wird der Schwellenwert für nicht identifizierte Krypto-Tauschgeschäfte von 5.000 CHF auf 1.000 CHF (ca. 1.020 USD) gesenkt.

Die Bestimmung folgt auf die Verabschiedung des neuen Finanzdienstleistungsgesetzes und des Gesetzes über Finanzinstitutionen, welches am 1. Januar in Kraft getreten ist. Die FINMA hat die revidierte Verordnung als Antwort auf diese Gesetze eingeführt und führt bis zum 9. April eine Vernehmlassung der Nachfolgeregelung durch.

Eine der wichtigsten Änderungen gegenüber der neuen Bestimmung ist die Normalisierung der nationalen Vorschriften der Schweiz mit der Financial Action Task Force oder den Richtlinien der FATF ab Juni 2019. Das internationale Gremium hat eine maximale Transaktionsgrenze von 1.000 Dollar für nicht identifizierte Kryptobörsen-Operationen festgelegt.

Alle Finanzanbieter, die an Transaktionen mit Kryptowährungen beteiligt sind, müssen Daten über jeden sammeln, der Geschäfte im Wert von mehr als 1.000 Dollar initiiert. Die Informationen müssen den Behörden regelmäßig zur Überprüfung vorgelegt werden.

Die Initiative ist Teil eines globalen Trends zur strengeren Regulierung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche. Mit der Umsetzung der Richtlinie „trägt die FINMA den erhöhten Geldwäscherei-Risiken“ bei Kryptogeld-Transaktionen „Rechnung“, so die FINMA in ihrer Medienmitteilung.

Die Europäische Union hat zudem ihre Fünfte Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche (5AMLD) umgesetzt, welche dieses Jahr in Kraft getreten ist. Die neue Verordnung betrifft speziell einige Arten von Transaktionen in Kryptowährung, und schreibt insbesondere eine strenge Berichterstattung über Kundeninformationen vor.

auf cointelegraph lesen

Japan: USA sollen digitale Währungen auf G7-Agenda setzen

Japan spürt den Druck von Chinas Initiative durch für einen digitalen Yuan.

Laut einem Reuters-Bericht vom 7. Februar fordern führende Abgeordnete des Landes ihre Regierung auf, darauf zu drängen, dass die digitalen Währungen in diesem Jahr auf die Tagesordnung der G7 gesetzt werden.

Akira Amari – ehemaliger Wirtschaftsminister und ein prominentes Mitglied der regierenden Liberaldemokratischen Partei – sagte einer Gruppe von Abgeordneten, die sich zu einer Diskussion über die Angelegenheit traf:

„Japan sollte in enger Abstimmung mit den Vereinigten Staaten arbeiten. Als Teil dieser Bemühungen sollten wir die Vereinigten Staaten als Vorsitz bitten, (digitale Währungen) auf die Tagesordnung der G7 zu setzen.

Mögliches Ende der Weltwährung US-Dollar 

Die USA, die 2020 die G7-Treffen leiten werden, stehen im Fokus von Akaris Anliegen. Er ist der Ansicht, die Aussicht auf einen digitalen Yuan könnte die Hegemonie des Dollars in Frage stellen und damit das darauf aufbauende globale Netzwerk finanzieller und geopolitischer Beziehungen umstoßen:

„Wir leben in einer beständigen Welt, angeführt durch die Abwicklung in Dollar. Wie sollten wir reagieren, sollte ein solches Fundament zusammenbrechen und  (Chinas Schritt) einen Kampf um die Währungshoheit auslösen?“

In einem Land, das stark von der Abwicklung in Dollar abhängig ist, teilen auch andere Abgeordnete Akaris Bedenken. Sie sind der Ansicht, dass der digitale Yuan vor allem in den Schwellenländern eine hohe Akzeptanz finden könnte.

Währungswettbewerb

Akari ist nicht als einziger der Ansicht, Chinas Projekt einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) könne sich zu einem mächtigen Machtinstrument entwickeln. Ein amerikanischer Journalist sagte dazu vor kurzem:

„China könnte andere Länder dazu zwingen, ebenfalls digital zu arbeiten. China könnte verlangen, dass Zahlungen von Nationen mit chinesischen Kraftwerken oder anderen Infrastrukturverbesserungen, die im Rahmen der „Belt and Road“-Initiative gebaut wurden, in der chinesischen digitalen Währung erfolgen. Große Unternehmen, die in China geschäftlich tätig sind, könnten in ähnlicher Weise zur Einführung gezwungen werden“.

Auch wenn das Streben nach einem digitalen Dollar nach wie vor in der Theoriephase ist, signalisierte diese Woche ein Mitglied des Gouverneursrates der Federal Reserve, dass die Institution der Idee des CBDC gegenüber offener sei als zuvor.

auf cointelegraph lesen