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Analyst: Deflationäre Auswirkungen von Krypto werden massiv unterschätzt

Laut Anlagestratege William Peets werden die deflationären Auswirkungen von Kryptowährungen und Blockchain für die globalen Finanzmärkte stark unterschätzt.

Peets ist derzeit CIO und Portfoliomanager für Digital Asset Strategien bei Passport Capital.

In einem Interview mit Real Vision Finance vom 30. Oktober sagte er, Blockchain stelle einen Technologiewechsel mit tiefgreifenden Auswirkungen auf das bestehende Finanzsystem dar. Die meisten Beobachter würden dies nur langsam erkennen.

Abbau von makroökonomischen Ungleichgewichten

Peters sagt, die Finanzmärkte seien reif für Disruption durch Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Das Monopol klassischer Finanzdienstleister werde zunehmend durch damit verbundene Anwendungsfälle aufgebrochen:

“ Die Ausgabe von Wertpapieren, die Tokenisierung von Sachwerten, der Handel mit diesen Vermögenswerten, die Verwahrung – all diese Dinge können mit Digital Ledger-Technologie effizienter erledigt werden. Und das schmälert die Margen von Leuten wie State Street oder Northern Trust oder diesen traditionellen Banken und etablierten Unternehmen, was wiederum einen deflationären Effekt hat.“

Er betonte mehrfach, ein „großer Teil des Marktes“ bleibe blind für die möglichen Folgen eines so tiefgreifenden Wandels und wie schnell dieser stattfinden könne.

Vor 2008 hatte Peets bereits argumentiert, die potenziell deflationären Auswirkungen der Blockchain könnten bei der Milderung einiger der gravierendsten Mängel eines schuldengetriebenen Systems von entscheidender Bedeutung sein. Damals sagte er:

„Was im Makro-Umfeld in Bezug auf Verschuldung und die Höhe der ausgehandelten Schulden und negativen Zinssätze vor sich geht, lässt einen über das aktuelle Währungssystem und dessen Nachhaltigkeit nachdenken.“

Weckruf

Wie bereits von uns berichtet, sind Analysten der Ansicht, privater dezentrale Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) hätten bereits heute einen positiven Einfluss auf den globalen Finanzsektor, trotz der bislang fehlenden weitreichenden globale Verbreitung.

Im Sommer argumentierte ein Bericht, Private Digitalwährungen führten zu einem Wettbewerb um lokale Investitionen und behinderten damit die Geldpolitik, was wiederum zu niedrigerer Inflation führe.

In einer Rede auf der Hauptversammlung des Internationalen Währungsfonds Anfang des Monats sagte der ehemalige Gouverneur der Bank of England, Mervyn King, die Welt würde in eine Finanzkrise hinein „schlafwandeln“, die noch schlimmer wäre als die von 2008.

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Britische Mining-Firma baut Kapazitäten um mehr als 240% aus

Das große britische Mining-Unternehmen Argo Blockchain hat die Anzahl seiner georderten Mining-Geräte mehr als verdoppelt, um einen „signifikanten Ausbau“ der eigenen Kapazitäten zu schaffen.

Am 30. Oktober berichtet Proactive Investors, dass das an der Londoner Börse notierte Unternehmen seine „Hash-Power“, also die für das Mining von Kryptowährungen benötigte Leistung, um bis zu 240% ausbauen will.

17.000 Mining-Geräte insgesamt

Dabei bezieht sich der Bericht auf eine Bestellung des Unternehmens, die ursprünglich einen Umfang von 5.000 Mining-Geräten des Modells Antminer S17s und damit einen Gesamtwert von ca. 13,09 Mio. US-Dollar hatte. Argo Blockchain soll diese Order nun jedoch auf 10.000 Antminer T17s geändert haben, was den Gesamtwert der Bestellung auf 9,51 Mio. US-Dollar reduziert, aber gleichsam für einen bedeutsamen Ausbau der eigenen Kapazitäten sorgt.

Die bereits von Argo Blockchain bezahlten 6,5 Mio. US-Dollar werden auf die neue Bestellung verrechnet und die verbleibenden 3 Mio. US-Dollar werden aus den Bargeldreserven des Unternehmens getilgt.

Die Lieferung der neuen Geräte ist für Anfang Dezember geplant und würde die Anzahl der vorhandenen Bitcoin-Miner (BTC) von Argo Blockchain auf 17.000 Stück ausbauen.

Der Argo Vorsitzende Mike Edwards gibt an, dass die Bestellung der neuen Maschinen einen „signifikanten Ausbau“ der eigenen Mining-Kapazitäten bedeutet. Allen voran die Umstellung auf das Modell T17s soll dafür sorgen, dass die Leistungsfähigkeit erhöht wird.

In diesem Zusammenhang zeigt sich Edwards des Weiteren zuversichtlich, was die Zukunft seines Unternehmens angeht:

„Unsere starken Zahlen und unser guter Cash-Flow bestätigen, dass wir weiter investieren können, damit wir uns die vorteilhafte Marktlage zu Nutze machen zu können, um Argo langfristig gut aufzustellen.“

Expansion mit Ansage

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, hat Argo Blockchain erst im September 1.000 neue Mining-Geräte angekauft. Zur gleichen Zeit kamen Meldungen auf, dass das Unternehmen bereits einen Vertrag abgeschlossen hat, um seine Stromversorgung um 350% zu steigern.

Schon damals hatte Cointelegraph gemutmaßt, dass das Unternehmen schon bald zum größten an einer Börse notierten Miner werden könnte.

Die Aktie von Argo Blockchain ist derweil um 137% gestiegen. So konnte sie seit ihrer Einführung von 4,06 US-Dollar bis auf 11,85 US-Dollar anwachsen, wie die Daten von Google Finance zeigen.

Bitmain, ein Hersteller von Mining-Geräten, hatte Anfang des Monats auf einer Mining-Konferenz seine neuen Geräte vom Typ ASIC T17+ vorgestellt, die eine verbesserte Leistung und mehr Effizienz bieten sollen.

Bitmain bemüht sich derweil seinerseits, ein börsennotiertes Unternehmen zu werden. So soll der Mining-Konzern jüngst erneut einen entsprechenden Antrag bei der amerikanischen Börsenaufsicht eingereicht haben.

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Mehr als nur digitales Gold – Winklevoss-Bruder bezeichnet Bitcoin als „Quelle der Wahrheit“

Cameron Winklevoss, eine Hälfte der bekannten Winklevoss-Zwillinge und Mitgründer der Kryptobörse Gemini, findet, dass Bitcoin (BTC) mehr als nur digitales Gold ist.

So schreibt Cameron am 23. Oktober auf Twitter:

„Da Bitcoin eine Open-Source Software ist, hat sie unbegrenzte Möglichkeiten. Ich sage zwar immer, dass das Ziel eine Marktkapitalisierung ähnlich wie Gold ist, aber das wäre eigentlich erst der Anfang, denn [Bitcoin] ist digitales Gold, eine Quelle der Wahrheit, usw.“

Quelle der Wahrheit?

Damit geht Winklevoss über die gängige These, das Bitcoin eine Art digitales Gold ist, hinaus. Seinen Status als Wertaufbewahrungsmittel im Stil von Gold hatte die marktführende Kryptowährung zuletzt unterstrichen, aber Winklevoss sieht noch weitere Kerneigenschaften von Bitcoin, die deren Nutzen sogar noch größer machen könnten.

In diesem Kontext nennt Winklevoss Bitcoin eine „Quelle der Wahrheit“, was darauf zurückzuführen ist, dass alle auf der Blockchain gespeicherten Daten frei einsehbar, glaubwürdig und unabänderbar sind, was Bitcoin wortwörtlich zu einer „Source of Truth“ macht.

Der Ausdruck „Source of Truth“ (Deutsch: Quelle der Wahrheit) entstammt dem IT-Jargon und meint eine Datenquelle, die ein objektives, wahrheitsgemäßes Bild eines gesamten Datensatzes abgibt.

Diese Vertrauenswürdigkeit ist laut Winklevoss ein entscheidendes Charakteristikum, das den Vermögenswert Bitcoin einzigartig macht.

Eingebauter Fälschungsdetektor

Krypto-Experten machen die beiden oben genannten Charakteristika von Bitcoin, also Wertaufbewahrungsfunktion und Vertrauenswürdigkeit, besonders in Kombination als echten Mehrwert für die Kryptowährung aus und verweisen dazu auf die Fälschungskrise, die die Goldbranche in diesem Jahr befallen hatte.

So wurden im August knapp 1.000 Kg an gefälschten Goldbarren in den Tresoren großer Banken wie JPMorgan Chase gefunden, wobei die Dunkelziffer vermutlich sogar weitaus höher ist.

So stellte ein Krypto-Nutzer damals fest:

„Würden Sie von jemandem Gold annehmen, dem Sie nicht vertrauen, ohne es vorher zu wiegen und die Reinheit des Goldes zu bestimmen? Bitcoin hat einen eingebauten „Fälschungsdetektor“, alles was Sie brauchen, um die Reinheit von Bitcoin bestimmen zu können, ist ein Computer.“

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Ex-Google Produktmanager schließt sich Krypto-Investitionsunternehmen Multicoin Capital an

Das Krypto-Investitionsunternehmen Multicoin Capital hat einen ehemaligen Produktmanager von Goolge zu einem ihrer Investitionsleiter ernannt.

Wie Kyle Samani, einer der Eigentümer des Unternehmens, in einem Blogeintrag vom 1. Oktober bestätigt, wird Tony Sheng mit sofortiger Wirkung dafür zuständig sein, neue Investitionsprojekte zu finden und bestehende Kunden zu betreuen.

Kryptobranche bietet große Chancen

Zur etwaigen Erklärung für die Einstellung des ehemaligen Google Mitarbeiters erklärt Samani eher allgemein, dass die Kryptobranche noch ein sehr junges Feld sei, in dem es große Chancen auf Rentabilität gibt, was die Arbeit in diesem Bereich umso interessanter macht. Dem fügt er an:

„Wir sind im Begriff die richtigen Investitionsgelegenheiten, Mitarbeiter und Dienstleister zu finden, um als Unternehmen weiter zu wachsen. Wir haben es von 0 auf 1 geschafft und wollen jetzt noch höher kommen.“

Fokus der Geldgeber dreht sich

Multicoin hat in den vergangenen Monaten in mehrere Krypto-Projekte investiert. Zuletzt beteiligte sich das Investitionsunternehmen am Ethereum-basierten Skale Network, das diese Woche insgesamt 17,1 Mio. US-Dollar Investitionskapital einsammeln konnte. An diesem Projekt haben sich ebenfalls namhafte Größen der Branche wie Winklevoss Capital und ConsenSys beteiligt.

Bereits im Oktober 2018 war Multicoin einer der Investoren in das Projekt, als Skale 9,65 Mio. US-Dollar Kapital in einer Finanzierungsrunde einnehmen konnte.

Wie Cointelegraph zuletzt berichtet hatte, könnte der Investitionsumfang in Blockchain-Projekte dieses Jahr um 60% zurückgehen, da sich der Fokus zunehmend auf Bitcoin (BTC) richtet.

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Hohes Mining-Interesse treibt Bitcoin-Schwierigkeitsgrad weiter steil nach oben

Der Schwierigkeitsgrad für das Mining von Bitcoin (BTC) wird im dritten Quartal 2019 um ca. 60% steigen, obwohl diese zuletzt bereits nach oben gegangen ist.

Hohe Schwierigkeit lässt auf großes Interesse schließen

Wie Daten des Krypto-Analysten Kevin Rooke am 19. September zeigen, ist die sogenannte „Mining-Difficulty“ seit 2016 in jedem Quartal durchschnittlich um 42% gestiegen.

Einzige Ausnahme ist dabei das Q4 2018, das gleichsam den Tiefpunkt des damaligen Abwärtstrends darstellt. Seitdem geht es für den Schwierigkeitsgrad jedoch wieder stetig nach oben. 2019 ging es dabei steil bergauf im Vergleich zum letzten Jahr.

Rooke kommentiert die Zahlen für das laufende Quartal wie folgt:

„Der Schwierigkeitsgrad wird im Q3 voraussichtlich um 60% steigen, obwohl es zum Ende des Q2 bereits einen neuen Rekordwert erreicht hatte.“

Bitcoin difficulty all-time chart

Bitcoin Mining-Schwierigkeitsgrad. Quelle: Blockchain

Die Mining-Difficulty zeigt an, wieviel Aufwand betrieben werden muss, um komplexe Rechenleistungen durchzuführen und damit den nächsten Block der Bitcoin-Blockchain freizuschalten, wofür wiederum eine Belohnung ausgezahlt wird.

Je mehr Wettbewerb es auf der Bitcoin-Blockchain gibt, desto höher der Schwierigkeitsgrad. Ein hoher Schwierigkeitsgrad bedeutet also im Umkehrschluss, dass das Interesse am Mining derzeich auch hoch ist.

Bitcoin-Fundamentaldaten stärker als je zuvor

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, ist die Mining-Difficulty nur eine der Fundamentaldaten von Bitcoin, die sich in diesem Jahr bisher stark präsentieren.

Die sogenannte Hashrate, ein Maß für die insgesamt verfügbare Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerkes, hat erst diese Woche einen neuen Rekordwert aufgestellt.

Experten vermuten, dass die positiven Fundamentaldaten früher oder später einen weiteren Anstieg des Bitcoin-Kurses zur Folge haben werden, allerdings hat die positive Stimmungslage bisher noch keine Früchte getragen.

Der Krypto-Aktivist Hodlonaut unterstrich den Optimismus der Community am Donnerstag stellvertretend in einem Tweet.

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Bitcoin Hashrate erreicht neuen Höchstwert, Rekordkurs in greifbarer Nähe?

Die Hashrate von Bitcoin (BTC) hat am 19. August ein neues Rekordhoch erreicht, wie die Daten von Blockchain.com zeigen.

Im Laufe des Sommers hat die marktführende Kryptowährung wiederholt ihre vorherigen Rekorde egalisiert, wobei heute erstmals ein neuer Bestwert von 82,5 TH/s (Tera Hashes pro Sekunde) zu Buche steht.

Bitcoin network hash rate, 1-year chart

Jahresdiagramm der Bitcoin Hashrate. Quelle: blockchain.com

Krypto-Experte Max Keiser hatte Anfang des Monats bereits einen positiven Zusammenhang zwischen Hashrate und Kurswert vermutet, was der heutigen Meldung umso mehr Brisanz gibt:

„Die Kursentwicklung folgt der Hashrate und die Hashrate klettert seit 9 Jahren unaufhörlich nach oben.“

Die innere Logik dieser Argumentation ist, dass eine höhere Hashrate gleichbedeutend mit einer sichereren Blockchain ist, was wiederum das Vertrauten der Anleger erhöht und damit auch den Kurs in die Höhe treibt. Keiser ist also der Überzeugung, dass sich der Bitcoin-Kurs gemäß den Fundamentaldaten, also den grundlegenden Rahmenbedingungen, der Bitcoin-Blockchain entwickeln wird.

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Ethereum knackt erstmals seit Mai 2018 die Schallmauer von 1 Mio. Transaktionen

Die Anzahl der pro Tag auf der Ethereum (ETH) Blockchain getätigten Transaktionen hat gestern, das erste Mal seit Mai 2018, wieder die Schallmauer von 1 Million durchbrochen. Dies geht am 28. Juni aus Daten von Etherscan hervor.

Laut Etherscan wurden demnach gestern 1.004.170 Transaktionen auf dem Ethereum-Netzwerk abgewickelt. Diese wichtige Marke konnte zuletzt im Mai 2018 geknackt werden, allerdings ist der jetzige Wert immer noch bedeutend tiefer als der Rekord vom 4. Januar 2018, damals konnten insgesamt 1.349.890 Transaktionen pro Tag verzeichnet werden.

Das Transaktionsvolumen hatte im Dezember 2018 wiederum ein Monatshoch erzielt. So wurden in diesem Monat 115 Mio. Transaktionen getätigt, was ebenfalls einen Rekordwert darstellt.

Wie die Krypto-Marktforscher von Diar letzten Monat herausgefunden haben, hat das Transaktionsvolumen für dezentralisierte Apps (DApps) im April 2019 einen neuen Höchststand von 776.000 erreicht. Diar hatte im April zuvor berichtet, dass das Bitcoin (BTC) Netzwerk seinerseits einen Höchstwert verzeichnen konnte, der das letzte Mal im Jahr 2017 zu Buche stand.

Der erfahrene Investor Peter Brandt behauptet unterdessen, dass Bitcoin (BTC) weiter im Aufwind bleiben wird, während die Altcoins wohl nicht in dessen Windschatten mitziehen können.

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Studie: Nur 30% aller Stablecoins sind tatsächlich auf dem Markt

Lediglich 66 Stablecoins, das sind nur 30% aller geplanten entsprechenden Tokens, befinden sich tatsächlich im Betrieb. Dies geht am 26. Juni aus einer Studie des Blockchain-Marktforschungsinstituts Blockdata hervor.

Demnach befinden sich die restlichen 70% entweder noch in der Entwicklung oder wurden schon wieder eingestampft.

Als logische Konsequenz erwartet Blockdata, dass zwischen 2019 – 2020 so viele Stablecoins herausgebracht werden, wie nie zuvor. Demnach könnten allein 2019 insgesamt 119 neue Coins an den Start gehen.

Die Marktforscher haben in diesem Zusammenhang auch untersucht, woran die eingestampften Stablecoins gescheitert sind. Als gemeinsamer Nenner stellate sich dabei heraus, dass der Großteil der gescheiterten Stablecoins an einen Rohstoff angebunden war, wie zum Beispiel Gold. Demnach sind Coins die mit Gold abgesichert waren, fast zu zwei Dritteln gescheitert.

Im Hinblick auf diejenigen Stablecoins, die mit Fiat-Währungen abgesichert waren, haben die Marktforscher mehrere Gründe für deren Scheitern ausgemacht, darunter Volatilität (Kursschwankungen), Probleme bei der Verwahrung und Betrugsfälle.

Des Weiteren weist die Studie darauf hin, dass die meisten Stablecoins auf Ethereum basieren. Insgesamt konnten 15 verschiedene Blockchains als jeweiliges Grundgerüst ausgemacht werden, wobei Ethereum mit 50% aller Stablecoins der klare Vorreiter ist. Danach folgen Bitshares und Stellar auf Platz 2 und 3.

Außerdem machen Stablecoins, die durch einen externen Vermögenswert abgesichert sind (z.B.: Gold oder Währungen), fast die Gesamtheit aller Stablecoins aus, so fallen 95% in diese Kategorie. Damit sind alternative Methoden, wie zum Beispiel die rechnerische Stabilisierung, klar im Hintertreffen.

Wie zuvor berichtet, hat Steve Forbes, der Namensgeber der amerikanischen Business-Zeitung Forbes, Mark Zuckerberg zuletzt dazu geraten, den geplanten Facebook Stablecoin Libra mit Gold abzudecken.

Forbes vermutet, dass Gold die höchste Wertstabilität geben würde, da das Edelmetall gemeinhin als marktführendes Wertaufbewahrungsmittel bekannt ist, so sagt er:

„Aus verschiedenen Gründen ist der intrinsische Wert von Gold besser als alles andere. Es ist wortwörtlich das Maß der Dinge. Es ist Quatsch anzunehmen, dass die mögliche Umlaufmenge dadurch begrenzt ist. Allerdings kann es für Libra erreichen, was momentan keine andere Währung der Welt von sich behaupten kann, und zwar, einen festen Wert zu haben.“

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Krypto-Experte: „Bitcoin ist der Musterschüler, nicht Blockchain“

Die Blockchain-Technologie wird grundsätzlich falsch verstanden, stattdessen sollte das Netzwerk von Bitcoin (BTC) als Musterbeispiel genommen werden. Dies meint zumindest der Geschäftsführer des Krypto-Startups Amber in einem Blog-Eintrag vom 25. Juni.

In besagtem Artikel argumentiert Aleksandar Svetski, dass die meisten Unternehmen lediglich auf Blockchain setzen, um „hip“ zu wirken, allerdings würde die Technologie meist so eingesetzt, dass ihre großen Stärken gar nicht erst zum Tragen kommen. Diese Stärken sieht Svetski hauptsächlich in der Dezentralisierung, Sicherheit und Unveränderlichkeit.

Da Unternehmen jedoch auf abgewandelte Versionen der Blockchain-Technologie setzen, handelt es sich bei deren Systemen oft nur um glorifizierte Datenbanken, wie Svetski meint. Außerdem würden die wenigen tatsächlichen Innovationen, die aus den Firmen-Blockchains hervorgehen, letztendlich „nur zum Nutzen der großen Konzerne sein“.

Vor diesem Hintergrund ordnet Svetski die Blockchain-Technologie als „gebrochenes Versprechen“ ein. Er erachtet es als geradezu absurd, dass Unternehmen viel Geld für die Entwicklung neuer Blockchains aufwenden, obwohl das Bitcoin-Netzwerk „das widerstandsfähigste Netzwerk ist, das die Welt jemals gesehen hat.“ Dem fügt er an:

„Neben einer einzigartigen Architektur der Datenbank (die als Aneinanderreihung von Datenblöcken beschrieben werden kann) bietet Bitcoin Sicherheit und Unveränderbarkeit, was darauf zurückzuführen ist, dass eine Währung in das Protokoll eingebunden ist.“  

In diesem Zusammenhang erklärt er, dass der Kurswert der Währung direkt mit der Sicherheit des Netzwerkes in Verbindung steht, da sie für Teilnehmer ein Anreizsystem darstellt, um im Sinne des gesamten Netzwerks zu agieren.

Diese gegenseitige Abhängigkeit sieht er als ausschlaggebenden Faktor, der Bitcoin dabei geholfen habe, „trotz widriger Umstände 10 Jahre lang zu überleben. Dadurch sei es der marktführenden Kryptowährung gelungen, mittlerweile mehrere Billiarden Dollar wert zu sein, während die Blockchain-Technologie lediglich für das einsammeln von Investitionskapital missbraucht würde. Abschließend urteilt er:

„Die Blockchain-Technologie wird es schwer haben, sobald das Volk merkt, dass der Kaiser keine Kleider trägt.“

Der Blog-Eintrag bekräftigt die grundlegende Konzeptionierung von Bitcoin, wobei der momentane Kursstand die Thesen von Svetski scheinbar bestätigt. So konnte heute die Hürde von 12.000 US-Dollar geknackt werden.

Wie die Daten von CoinMarketCap zeigen, ist die Marktherrschaft von BTC auf 60% angestiegen. Dieser Wert konnte zuletzt im April 2017 erreicht werden.

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Studie: 64% aller Erpressungstrojaner waschen ihr Geld über Kryptowährungen

Die amerikanischen Blockchain-Marktforscher von Chainanalysis haben herausgefunden, dass 64% der Erpressungstrojaner ihre Gelder über Kryptobörsen schleusen. Dies geht aus Daten hervor, die Chainanalysis im Rahmen eines Web-Seminars offengelegt hat, an dem Cointelegraph am 30. Mai beteiligt war.

Die sogenannte „Ransomware” ist eine Schadsoftware, die die Computer der betroffenen Opfer lahmlegt und diese nur nach Zahlung eines Erpressungsgeldes wieder freigibt. Oftmals wird gefordert, dass die entsprechenden Gelder per Kryptowährung gezahlt werden.

Chainanalysis, eine Firma, die für Unternehmen und Regierungsbehörden Blockchain-Tools bereitstellt, um Transaktionen auszuwerten und illegale Aktivitäten zu erkennen, geht nach ihren eigenen Erhebungen davon aus, dass 64% der Erpressungstrojaner ihre illegalen Gelder über Kryptobörsen waschen.

Dahingehend will Chainanalysis 38 Kryptobörsen ausgemacht haben, deren Namen allerdings nicht offengelegt wurde, die Gelder von einer Adresse erhalten haben sollen, die mit den Erpressungsangriffen in Verbindung steht.

Allerdings greifen die Ransomware-Hacker auch auf andere Strategien zum Waschen ihrer Erpressungsgelder zurück, darunter sogenannte Mixing-Services (12%), Peer-To-Peer Netzwerke (6%), Onlinehändler und das Dark Web. Ungefähr 9% der Gelder werden gar nicht erst ausgezahlt.

Des Weiteren weisen die Analysten darauf hin, dass die durch Trojaner erpressten Gelder oft weniger komplex verschleiert werden als bei Hackerangriffen. Dies führt Chainanalysis darauf zurück, dass durch Hackerangriffe auf Kryptobörsen oft hohe Summen erbeutet werden, die dementsprechend große Aufmerksamkeit nach sich ziehen, weshalb die Hacker hier besonders vorsichtig sein müssen.

Die Ransomware-Attacken sind hingegen großflächig angelegt und zielen nur auf kleine Summen ab, weshalb es für diese Fälle weniger Öffentlichkeit gibt, was wiederum die Notwendigkeit einer aufwändigen Verschleierung minimiert.

Allerdings will Chainanalysis festgestellt haben, dass sich auch das Vorgehen der Erpressungstrojaner langsam ändert. Während zuvor möglichst viele Opfer ins Visier genommen wurden, von denen kleinere Beträge erpresst wurden, die sich aufsummiert haben, geraten nun zunehmend größere Unternehmen und Regierungseinrichtungen in den Fokus der Angreifer, da hier meist sehr sensible Daten zu finden sind, wodurch die Erpressungsforderungen dementsprechend steigen.

Wie Cointelegraph zuvor berichtet hat, ist eine Studie von Coverware im 1. Quartal 2019 zu dem Ergebnis gekommen, dass die entsprechenden Erpressungstrojaner zumeist auf Bitcoin (BTC) zurückgreifen. So sind 98% der Zahlungen, die mit Ransomware in Verbindung stehen über Bitcoin abgewickelt worden. Ähnlich wie nun von Chainanalysis vermutet, ist die durchschnittliche Höhe der Erpressungsforderungen um 89% gestiegen, was diese von 6.733 US-Dollar im Q4 2018 auf mittlerweile 12.762 US-Dollar im Q1 2019 erhöht hat.

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