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Blockchain-Plattform für Wertpapierleihe HQLAx gewinnt Großbanken als Investoren

Die auf die Verleihung von Wertpapieren zwischen Finanzinstituten spezialisierte Blockchain-Plattform HQLAx hat erfolgreich eine strategische Investitionsrunde in Höhe von 14,4 Mio. Euro abgeschlossen. Dies gab das Unternehmen am 11. Januar per Pressemitteilung bekannt.

Branchengrößen als Partner

Die Investitionsrunde wurde unter der Leitung von BNY Mellon, Goldman Sachs, BNP Paribas Securities Services und Citigroup sowie mit Beteiligung der Gruppe Deutsche Börse als langjährigem strategischen Partner durchgeführt.

Mit dem zusätzlichen Kapital will HQLAx ihrem langjährigen Ziel näherkommen und nach eigener Aussage die Finanzbranche “beim Überwinden fragmentierter Sicherheitenpools in Europa” unterstützen.

Um dies zu erreichen, will HQLAx den Bereich Wertpapierleihe und Sicherheitsmanagement mit Hilfe von Blockchain-Technologie effizienter gestalten. Die HQLAx-Plattform erlaubt es Finanzmarktteilnehmern, “das Eigentum an Wertpapieren reibungslos über verschiedene Sicherheitenpools hinweg zu exakten Zeitpunkten zu übertragen”.

Wie HQLAx ebenfalls bekannt gab, werden sich BNY Mellon, BNP Paribas Securities Services, Citigroup und Goldman Sachs “im Jahr 2021 an die HQLAx-Plattform anschließen, um die Mobilität von Sicherheiten für ihre Kunden in der gesamten Wertpapierbranche zu verbessern”.

BNY Mellon werde sich “sowohl als Triparty-Agent als auch als Agent Lender anschließen, Goldman Sachs als Principal, BNP Paribas Securities Services als Triparty-Agent und Citibank als Verwahrer”, so das Unternehmen weiter.

Stephan Leithner, Mitglied des Vorstands der Deutschen Börse und Chairman von Clearstream, beschreibt die Vorteile der HQLAx-Plattform mit folgenden Worten:

“Der Beitritt solch gewichtiger Branchenakteure als Aktionäre und Kunden ist ein tolles Signal. Innovative und zukunftsorientierte Marktinfrastrukturen sind für flexible und effiziente Finanzmärkte unerlässlich”.

Langjährige Kooperation mit der Deutschen Börse

Die Deutsche Börse und HQLAx arbeiten bereits seit 2018 zusammen. Die gemeinsam entwickelte Blockchain-Lösung für den Wertpapierleihemarkt ist bereits seit Ende 2019 in Betrieb.

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T-Systems startet Partnerschaft mit Flow Blockchain von Dapper Labs

Die Technik-Tochter der Telekom T-Systems ist eine Partnerschaft mit der von Dapper Labs entwickelten Flow Blockchain eingegangen, gab das Unternehmen am 12. Januar per Pressemitteilung bekannt.

Rechenleistung für die Flow Blockchain

T-Systems Multimedia Solutions (MMS) werde die notwendige Recheninfrastruktur für eine weitere Skalierung der Flow Blockchain zur Verfügung stellen. T-Systems MMS wird im Rahmen der Partnerschaft einen Excecution Node für Flow betreiben.

Der Excecution Node wird mit der Verarbeitung neuer Blöcke und deren anschließenden Speicherung die rechenintensivste Aktivität der Flow Blockchain stützen, was sich positiv auf deren Transaktionsgeschwindigkeit und damit auch auf eine weitere Skalierung auswirken wird.

Bei Flow handelt es sich um eine sogenannte Layer One Blockchain für den Mainstream-Einsatz von Blockchain-Anwendungen, die auf die Einbindung von Fan-Communities von Token-Herausgebern wie Sportvereinen abzielen.

Flow Blockchain soll Fan-Communities über Token stärken

Dapper Labs hat sich in diesem Bereich bereits einen Namen durch tokenbasierte Sammelspiele wie Cryptokitties und NBA Topshot einen Namen gemacht. Auch beliebte Bands wie etwa die englischen Musiker von Muse wollen mit Cryptokitties ihre Fans über Blockchain-gesicherte Krypto-Sammlerstücke erreichen.

Für die Flow Blockchain veröffentlichte Dapper Labs im November 2020 ein Verwaltungs- und Staking-Tool für Token, das mit bekannten Kryptoverwahrern wie Kraken und Coinlist funktionieren wird. Unterstützt werden ebenfalls die beliebten Krypto-Wallets Ledger und Blocto.

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Deutscher Immobilienkonzern gibt Anleihe über Stellar-Blockchain aus

Vonovia, ein großer europäischer Immobilienkonzern, hat eine Anleihe in Höhe von 20 Mio. Euro über die Stellar-Blockchain ausgegeben.

Laut einer Ankündigung vom 13. Januar hat Vonovia die Stellar-Blockchain genutzt, um Wertpapier-Token für die Übertragung von Immobilienrechten auszugeben. Die Token wurden über einen Online-Marktplatz namens firstwire ausgegeben. Vonovia sagte, die Blockchain-Anleihe habe eine Gesamtlaufzeit von drei Jahren.

Helene von Roeder, die Leiterin der Finanzabteilung bei Vonovia, sagte, dass die Blockchain-gestützte Digitalisierung von Anleihen es dem Unternehmen ermögliche, sich „schneller, einfacher und günstiger zu finanzieren“. 

„Die Ausgaben sind transparent und in Echtzeit nachvollziehbar, was einen professionellen Transaktionsstandard garantiert. Außerdem können wir so weltweit neue Investoren erreichen“, so Roeder. 

 Vonovia hat bereits im September 2019 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 50 Mio. Euro auf der Plattform firstwire platziert.

Kurz vor Vonovias Einstieg in die Digitalisierung von Anleihen haben deutsche Aufsichtsbehörden die Ausgabe digitalisierter Wertpapiere Ende 2020 offiziell legalisiert. Mitte Dezember verabschiedete die deutsche Regierung ein Gesetz, das die Notwendigkeit eines Papierzertifikats für den Verkauf eines Wertpapiers aufhebt und den Weg für digitale Wertpapiere auf Basis von Blockchain-Technologie ebnet.

Das Stellar-Netzwerk hat in den letzten Monaten an Popularität gewonnen. Anfang Januar 2021 schloss die Ukrainische Regierung eine Partnerschaft mit der Stellar Development Foundation. Dabei wollen beide gemeinsam an einem neuen digitalen Vermögenswertökosystem und einer digitalen Zentralbankwährung arbeiten.

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Reuters über Gary Gensler: SEC-Führung unter Biden

Der designierte Präsident Biden hat seinen Kandidaten für die Leitung der US-Wertpapieraufsicht SEC bekanntgegeben.

Gary Gensler soll Bidens Kandidat für den Vorsitz der SEC sein. Reuters beruft sich dabei auf eine anonyme Quelle in einem Bericht vom Dienstag. In Obamas Regierung war Gensler Vorsitzender der Regulierungsbehörde CFTC. Er war für die Durchsetzung der vielen neuen Bestimmungen des Dodd-Frank Acts verantwortlich, der eine Reaktion auf die Finanzkrise von 2008 war.

Gensler hat während der Präsidentschaft von Trump am MIT Kurse über digitale Vermögenswerte und Blockchain unterrichtet. Wenn er nominiert wird, wird der von Demokraten kontrollierte Senat wohl sicher bereit, ihn auch zu nehmen. Gensler wäre wahrscheinlich der SEC-Leiter, der am meisten über Krypto informiert ist.

Der ehemalige SEC-Vorsitzende Jay Clayton, der im Dezember zurücktrat, war dafür bekannt, dass er während seiner Amtszeit Initial Coin Offerings verfolgte. Zu Beginn seiner Amtszeit veröffentlichte die Kommission ihren DAO Report. Der Bericht war die erste Erklärung in der es hieß, dass digitale Vermögenswerte Wertpapiere sein könnten und daher der Zuständigkeit der SEC unterliegen würden. 

Gensler ist seit kurz nach Bidens Wahlsieg Anfang November einer der Führungspersönlichkeiten in der Finanzpolitik in Bidens Übergangsteam. Es gab damals viel Spekulation darüber, welche Rolle Gensler zukünftig in der kommenden Regierung übernehmen würde. Viele glaubten bereits da, dass er für die SEC zuständig gemacht wird. 

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Schweizer Unternehmen Wisekey startet digitalen Blockchain-Impfausweis

Das Schweizer Unternehmen für Blockchain- und Cybersicherheit Wisekey hat seine Blockchain-App um eine digitale Gesundheitskarte ergänzt, die auch als Impfausweis in der Corona-Krise genutzt werden kann. Dies gab Wisekey am 6. Januar per Pressemitteilung bekannt.

Pandemiebekämpfung via Blockchain

Die Gesundheitskarte gebe Behörden und anderen Organisationen des öffentlichen Dienstes die notwendigen Werkzeuge an die Hand, “um die Gesundheitsrisiken während der Deeskalationsphase der Pandemie zu kontrollieren und zu minimieren und als offizieller Nachweis für diejenigen zu dienen, die sich gegen das Coronavirus haben impfen lassen”, schreibt Wisekey.

Zum Schutz der vertraulichen Benutzerdaten und zur Einhaltung geltender Datenschutzanforderungen wie der 

Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) werden die Gesundheitsdaten auf der App verschlüsselt und mit einem digitalen Zertifikat für eine mögliche Identifikation dezentral auf einer Blockchain gespeichert.

Wie Wisekey zudem schreibt, arbete man bezüglich der App mit offiziellen Stellen eng zusammen. In der Mitteilung heißt es dazu:

“Wisekey arbeitet derzeit mit mehreren Regierungen und Gesundheitsorganisationen zusammen, um die WIShelter-App um weitere Funktionen zu erweitern, wie z. B. die Möglichkeit für Benutzer, die Ergebnisse ihres COVID-19-Tests hochzuladen und digital zu zertifizieren. Diese Funktionalitäten werden es den lokalen Regierungen ermöglichen, gesunden/immunen Personen eine sichere Rückkehr an ihren Arbeitsplatz zu ermöglichen und so die wirtschaftlichen Auswirkungen der Epidemie zu reduzieren und gleichzeitig die Hochrisikobevölkerung zu schützen, indem die Verbreitung dieser Infektionskrankheit kontrolliert wird.“

Anbieter von Sicherheitslösungen

Wisekey ist im Blockchain-Bereich besonders mit Sicherheitslösungen aktiv. Im Mai 2018 hatten die Schweizer etwa ein Blockchain-Smartphone namens Wisephone angekündigt. Dieses ist mehr als ein Jahr später immer noch nicht verfügbar. Andere Projekte wie etwa der Start einer Blockchain-betriebenen ID-Lösung für IoT-Geräte im März dieses Jahres oder eine Beteiligung am amerikanischen Dateninfrastrukturunternehmen Tarmin zeigen jedoch, dass Wisekey in anderen Bereichen sein Geschäft weiter ausbaut.

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Deutschland: Wie die Bundesregierung bei der Blockchain vorangeht

Deutschland hat momentan ein sehr vielfältiges und aktives Blockchain-Ökosystem von Unternehmen und Enthusiasten, vor allem in der Stadt Berlin. Und den wichtigen Schritt in der Entwicklung des Ökosystems hat die Bundesregierung selbst gemacht.  Sie will das lebendige Blockchain-Ökosystem erhalten und fördern, um sein Wachstum fortzusetzen und Deutschland zu einer attraktiven Chance für Investitionen in diesem Bereich zu machen. 

Umfangreiche und gesunde Regulierung

Um dieses Ziel zu fördern, verabschiedete die deutsche Regierung bereits im September 2019 eine nationale Blockchain-Strategie, um das Engagement für den Einsatz der Technologie zu unterstützen. Die darin enthaltenen 44 einzelnen Maßnahmen sollen bis Ende 2021 von insgesamt zehn Bundesministerien verwirklicht werden. Genau ein Jahr später, wie aus der veröffentlichten Auswertung des Digitalverbands Bitkom hervorgeht, war die Realisierung von 17 Maßnahmen bereits sehr weit fortgeschritten, 20 waren noch in Arbeit und bei 7 Maßnahmen ist bisher nichts passiert. 

Die Umsetzung dieser Blockchain-Strategie sowie der 4. EU-Geldwäscherichtlinie durch den deutschen Gesetzgeber hat weitreichende Folgen für Blockchain-Startups, Fintechs, Banken, Kryptobörsen und Industrieunternehmen. Die Verwahrung von Krypto-Assets – und damit auch deren Handel – bedarf seit 1. Januar 2020 einer Lizenz der Finanzaufsicht BaFin. Diese Lizenz gilt für alle Unternehmen, die Krypto-Assets wie Bitcoin und Ether verwahren oder handeln, vom Krypto-Verwahrungs-Anbieter bis hin zu Kryptobörsen. Somit unterliegt der Umgang mit Krypto-Assets in Deutschland ab 2020 hohen regulatorischen Anforderungen und Standards, die bereits seit Jahrzehnten auf den traditionellen Kapitalmärkten gelten. 

Zu den wichtigsten regulatorischen Maßnahmen dieses Jahres gehört auch das im Dezember von dem Bundeskabinett beschlossene Gesetz zur zur Ausgabe von elektronischen Wertpapieren. Wertpapiere können demnach in Deutschland künftig auch rein elektronisch ausgeben werden. 

Noch ein wichtiger Schritt in Richtung Regulierung: die EU-Kommission legte im September Gesetzesvorschläge zu Krypto-Werten vor. Die „Verordnung über Märkte für Krypto-Werte“ (Regulation on Markets in Crypto Assets – MiCA) soll 2022 in Kraft treten sowie europaweit Rechtsklarheit und -sicherheit für Emittenten und Anbieter von Krypto-Werten schaffen.

Momentan und bis zum Inkrafttreten der MiCA-Regulierung müssen Unternehmen ihr internationales Geschäftsmodell häufig für jeden EU-Mitgliedstaat einzeln anpassen, was zu hohen Kosten führen kann. Eine einheitliche, europaweite Verordnung wie die MiCA-Regulierung verringert die Komplexität und Unsicherheit für Krypto-Dienstleister und verbessert die Chancengleichheit der Marktteilnehmer. 

Solche umfangreichen Regulierungen kann für Startups eine große Herausforderung sein, bietet aber auch Chancen hinsichtlich der Professionalisierung des gesamten Krypto-Ökosystems. Wer glaubt, die Regulierung sei eine Art “Stopp-Schild” für Kryptowährungen, Stablecoins und Kryptobörsen, irrt sich. Stattdessen wird die regulatorische Grundlage in Deutschland so konzipiert, dass Kryptowerte gleichberechtigt neben den bestehenden Finanzprodukten eingeordnet sind. Unprofessionelle Startups und unseriöse Anbieter werden hierdurch aus dem deutschen Markt verdrängt. Gut aufgestellte Startups werden Lösungen finden und sich weiterentwickeln.

Anstieg der Finanzdienstleistungen im Krypto-Bereich

Vor allem erleichtern die neuen Regeln die Investition in Krypto-Assets, was zu einem Boom der Finanzdienstleistungen führte. Mehrere Unternehmen und Banken haben die entsprechende technische Infrastruktur für den professionellen Handel mit Bitcoin und anderen Krypto-Assets aufgebaut.

Das führte im Jahr 2020 zu einem verstärkten und differenzierteren Angebot rund um digitale Vermögenswerte. Zu den Finanzdienstleistungen im Krypto-Segment gehören zum Beispiel Instrumente, die den Bitcoin-Kurs abbilden, oder Marktplätze für Kleinanleger. Nun entstehen voll regulierte Handelsplätze für professionelle Anleger wie Börse Stuttgart Digital Exchange BSDEX und das Bankhaus Scheich. Auch einige Banken etablieren sich als Backend as a Service-Plattformen (BaaS). Die Solarisbank und das Bankhaus von der Heydt zum Beispiel stellen anderen Finanzinstituten die regulatorische und technologische Infrastruktur zur Verfügung, um ihren Kunden den Zugang zu Krypto-Assets zu ermöglichen. 

Die TEN31 Bank, ein Unternehmen der voll regulierten deutschen WEG Bank, arbeitet seit Mai 2020 an der Zahlungsabwicklung zwischen digitalen Währungen und dem Euro. 

Ende 2020 hat auch die Bank Hauck & Aufhäuser ihren Service als Verwahrer für Krypto-Assets und digitale Vermögenswerte gestartet. 

Einige Fintech-Startups wie Bison App und Bitwala richten sich an Privatanleger und ermöglichen den Handel mit Kryptowährungen rund um die Uhr. 

Alle diese Unternehmen bieten einen guten Einstieg für professionelle und private Investoren, die möglicherweise in Bitcoin und andere Krypto-Assets investieren wollen. Mit einer soliden regulatorischen Grundlage und mehr Akteuren können wir erwarten, dass 2021 ein interessantes Jahr für die junge Krypto-Branche sein wird. 

Noch wenig Akzeptanz unter Bevölkerung und Investoren

Obwohl die aktuelle Regulierung für mehr Rechtssicherheit sorgt, ein vielfältiges Angebot seitens der Finanzdienstleister entsteht und der Bitcoin-Kurs rasant steigt, interessiert sich immer noch nur ein Bruchteil der Deutschen für die Kryptowährung. Dies zeigt eine Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom vom Dezember 2020. Lediglich zwei Prozent der über 16-Jährigen in Deutschland haben bisher in Bitcoin oder andere Kryptowährungen investiert. Fast jeder fünfte Befragte (18 Prozent) kann sich allerdings vorstellen, ein solches Investment in der Zukunft zu tun. 

Die Mehrheit der Befragten ist skeptisch gegenüber Bitcoin und anderen Kryptowährungen eingestellt. Für zwei Drittel (66 Prozent) klingen Kryptowährungen immer noch zu technisch und kompliziert. Fast ebenso viele (65 Prozent) halten Kryptowährungen für zu spekulativ. Allerdings sagen auch 3 von 10 (30 Prozent), dass Kryptowährungen eine sichere Alternative zum etablierten Geldsystem sein können. Unter den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren sind es sogar 43 Prozent. Und rund jeder vierte Befragte (28 Prozent) ist der Meinung, Kryptowährungen lohnen sich als langfristige Investition. 

Nicht nur Privatanleger, sondern auch Investmentspezialisten sind vorsichtig, wenn es um Kryptowährungen geht. Sicherheitsbedenken, mangelnde Kontrolle durch die Zentralbanken sowie die hohe Volatilität sind die Hauptgründe dafür, dass professionelle Anleger in Deutschland Kryptowährungen eher skeptisch gegenüberstehen. Zu dieser Erkenntnis kommt der Verband der Investment Professionals in Deutschland (DVFA), der dazu 1.400 Mitglieder im Oktober 2020 befragt hat. 

Offenbar gibt es bei der Akzeptanz von digitalen Vermögenswerten große Unterschiede zwischen den Generationen – junge Deutsche sind offener gegenüber Bitcoin & Co. Genau diese Zielgruppe bildet noch ein großes Potenzial für den deutschen Krypto-Markt. Die wachsende Regulierung und Professionalisierung der lokalen Krypto-Szene sowie die Unterstützung großer Unternehmen wie Paypal und (Staats-)banken weltweit werden auch die Akzeptanz von Kryptowährungen unter der deutschen Bevölkerung und Anlegern vorantreiben. 

Energie und Digitale Identität – Bereiche von nationaler Bedeutung

Blockchain-Startups in Deutschland erstrecken sich über ein Spektrum an unterschiedlichen Anwendungsfällen und Branchen. Die Mehrheit der Startups konzentrieren sich allerdings auf den Finanzbereich (die wurden schon oben erwähnt), gefolgt von Branchen wie Unterhaltung, Digitale Identität, das Internet der Dinge (IoT) und Energie.

Der Energiesektor ist besonders innerhalb des deutschen Blockchain-Ökosystems im Jahr 2020 von großem Interesse. Dort werden die praxisorientierte Forschung und Entwicklung der Blockchain-Technologie vorangetrieben, unter anderem mit einem eigens dafür eingerichteten Pilotierungslabor, auch “Future Energy Lab” genannt. Die Anwendungsfälle reichen von einem Blockchain-basierten virtuellen Großspeicher für die Betreiber von Photovoltaik-Anlagen (Projekt Smart Service Welt II) bis zum Energiehandel über Blockchain-Technologie. 

Ende August wurde die Webseite des “Future Energie Lab”, das von der Deutschen Energie-Agentur Dena betrieben wird, freigeschaltet. Das Projekt ist das virtuelle Dach für alle Energieprojekte in der Blockchain-Strategie sowie Anlaufstelle, Informations- und Vernetzungszentrum. Startups und Konzerne können sich über eine Mitgliedschaft aktiv am Lab und den diversen Pilotprojekten beteiligen. 

Ein weiterer Bereich von nationaler Bedeutung ist die Digitale Identität. Sogenannte Self-Sovereign Identities (SSI), welche auch als dezentrale Identitäten auf Blockchain-Basis bezeichnet werden, versprechen eine Alternative, die eine größere Kontrolle für die Nutzer über ihre Daten und eine größere Datensparsamkeit im digitalen Zeitalter mit sich bringt. Zahlreiche deutsche Unternehmen wie Spherity (mit Swisscom Blockchain) und Initiativen wie Lissi arbeiten aktiv an dem Konzept. Auch die Bundesregierung fördert einzelne Pilotprojekte mit Millionensummen im Rahmen des Förderprojektes “Schaufenster Digitale Identitäten”, auch eine von vielen Maßnahmen der Blockchain-Strategie.

Bildung und Networking – auch in Corona-Zeiten 

Doch nicht nur die Regierung, sondern auch die lokale Blockchain-Community bahnt den Weg für die Blockchain-Entwicklung in Deutschland. Die heimische Community besteht sowohl aus Fachleuten und Enthusiasten als auch aus Verbänden, wie etwa dem Blockchain Bundesverband Bundesblock, die European Blockchain Association oder BerChain. Alle haben das Ziel, Blockchain-Lösungen und Projekte in einer organisierten und systematischen Weise zu fördern. 

Die deutsche Blockchain-Community ist mit etwa 150.000 Beobachtern groß (erhoben auf Basis der erweiterten Reichweitendaten von Facebook Audiences). Davon engagieren sich ca. 132.000 Mitglieder in Communities of Practice mit Blockchain-Bezug und sind in über 360 regelmäßigen Meetup-Gruppen aktiv. Es gibt mehr als 180 Blockchain-Startups, die in Deutschland gegründet wurden oder hier eine Niederlassung haben, wobei die meisten in Berlin ansässig sind.

Die Community fördert zusammen mit der Bundesregierung die anwendungsbezogene Forschung im Bereich Blockchain. Dazu gehören Anwendungen in der Wissenschaft (internationale bloxberg-Kooperation der Max-Planck-Gesellschaft) oder zum Teil in Kooperationen mit Unternehmen (wie im Rahmen des Fraunhofer Blockchain Labs). Die Privatuniversität Frankfurt School of Finance & Management hat ein Blockchain Center, wo eine akademische Ausbildung angeboten wird. Diese ist eines der wichtigsten Forschungszentren Deutschlands. Neben der Bildung und Forschung bietet das Blockchain Center eine Art Plattform  für Manager, Startups, Technologie- und Branchenexperten zum Austausch von Wissen und Best Practices. 

Master im Bereich Blockchain kann man am „Blockchain Competence Center“ der Hochschule Mittweida (BCCM) studieren. Außerdem bietet das BCCM regelmäßig Blockchain-Kurse an.

Neben der akademischen Ausbildung werden auch Konferenzen, Hackathons und Meetups veranstaltet (offline und online), wie die Blockchain Week Berlin, Crypto Assets Conference in Frankfurt (organisiert von Frankfurt School Blockchain Center); vielfältige Online-Meetups auf Eventbrite, zum Beispiel von Disrupt Network oder CryptoMonday. 

Fazit: Gute Chancen für Deutschland als Blockchain-Hotspot 

Insgesamt kann man sagen, dass die aktuelle krypto-freundliche Politik, umfangreiche Regulierung und die langsam aber stets steigende Akzeptanz der Blockchain-Technologie und Kryptowährungen Deutschland zu einem der wichtigsten Blockchain-Hotspots in Europa und weltweit machen werden. 

Das deutsche Ökosystem von Startups wird vor allem von der aktuellen Blockchain-Strategie profitieren, da sie darauf abzielt, Innovationen zu fördern, Blockchain-Wissen zu verbreiten und zum Ziel des Landes beizutragen, eine in diesem Bereich weltweit führend zu werden. Auf dem Weg zu diesem Ziel werden dieses Jahr mehrere staatlich geförderte Projekte umgesetzt, wie zum Beispiel eine Blockchain-basierte Energiedatenbank zur Verfolgung des Stromverbrauchs, ein System zur Verifizierung von Bildungsabschlüssen und ein Smart-Contract-Register mit der Deutschen Energie-Agentur. Die auch wichtigste Initiative im Land ist ein landesweites digitales Identitätssystem, bei dem der Fokus darauf liegt, persönliche Daten sicher zu halten und Datenintegrität zu gewährleisten.

2021 wird spannend: neue Blockchain-Projekte von der Regierung und Großunternehmen sind geplant, zuverlässige Finanzdienstleister und Banken werden die Krypto-Lizenz der Bafin und somit Zugang zum deutschen Krypto-Markt bekommen und infolgedessen werden mehr deutsche Klein- und Großanleger den Krypto-Markt endlich ernst nehmen.

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Kritik an Schauspielerin Sophia Thomalla wegen Werbung für Blockchain-Projekt G999

Die deutsche Schauspielerin Sophia Thomalla ist wegen eines Werbeauftritts für das umstrittene Blockchain-Projekt G999 des ehemaligen Karatbars-Chairman Josip Heit in die Kritik geraten, so ein Bericht im Handelsblatt vom 3. Januar.

Thomalla wirbt für G999

Die Schauspielerin und Instagram-Influencerin posiert in einem aufwändig produzierten Werbespot für das Blockchain-Projekt G999 von Josip Heits Hamburger Firma Gold Standard Banking Cooperation AG (GSB). Dessen Glaubwürdigkeit steht wegen Heits früherem Engagement beim Startup Karatbars als “Chairman of the Board” in der Kritik, mit dessen angeblich mit Gold gedeckter virtueller Währung Karatgold Coin Anleger Millionen verloren.

G999 wird auf der Projektwebseite als ein “Peer-to-Peer-Electronic-Cash-System” beschrieben, welches zu einer “soliden globalen Währung mit schnellen Zahlungen, Mikrogebühren, einer neuen Generation von Kommunikation und hoher Transaktionskapazität” werden soll. Was sich genau hinter dem Projekt verbirgt, ist laut Handelsblatt “unklar”.

Heit bezeichne seine Firma GSB als „ein internationales Konglomerat mit Sitz im Hamburger Hafen.“ Dabei sei die GSB erst vor zwei Jahren von Düsseldorf nach Hamburg gezogen. Bis 2018 hieß das Unternehmen GCC Gazella Corporate Capital GmbH, dessen wichtigstes Asset lange Zeit ein Steinbruch in Kroatien gewesen sein soll.

Zwischen dem Karatbars-Firmengründer Harald Seiz und Josip Heit läuft laut Handelsblatt zudem noch ein Rechtsstreit und Seiz plane mit dem sehr ähnlich klingenden Blockchain-Projekt V999 eine direkte Konkurrenz zu G999. Heit sei Seiz mit dem Start von G999 allerdings zuvor gekommen.

Heits soll laut Handelsblatt auch intensiven Kontakt zu dem wegen mutmaßlicher Mafia-Aktivitäten und Zwangsprostitution in seiner Heimat inzwischen verhafteten Rumänen Alex Bodi gehabt haben. Auf Nachfragen habe er dem Handelsblatt mit Klagen in den USA gedroht.

Sophia Thomalla gibt sich unterdessen ahnungslos. Sie kenne diese Seite ihres neuen Geschäftspartners nicht, sagte sie auf Anfrage. Ihr Anwalt schrieb, sie werde sich nicht zu Sachverhalten äußern, „von denen sie keine Kenntnis hat und an denen sie weder beteiligt war noch ist.“

Prominente als Zugpferde für Betrugsmaschen

Krypto-Betrüger spannen immer wieder Prominente als Zugpferde ein, um ihrem Projekt den Anschein von Seriosität zu verpassen. Für Aufsehen hatte 2017 etwa Werbung mit dem Box-Star Floyd Mayweather und Musiker DJ Khaled für das ICO der betrügerischen Krypto-Investmentfirma Centra Techdurch gesorgt.

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#1047 XRP Coinbase Sammelklage, US-Banken Stablecoins Zulassung, Binance Tradingvolumen Rekord

Hey Informanten,

willkommen zur Bitcoin-Informant Show Nr. 1047. Im heutigen Video geht’s um folgende Themen: XRP-Investor startet Sammelklage gegen Coinbase, US-Banken können Stablecoins zur Zahlungsabwicklung nutzen, Binance Trading Rekord.

1.) XRP-Investor startet Sammelklage gegen Coinbase
https://www.btc-echo.de/xrp-investor-startet-sammelklage-gegen-coinbase/

2.) US-Banken können Stablecoins zur Zahlungsabwicklung nutzen
https://bitcoin-kurier.de/us-banken-koennen-stablecoins-zur-zahlungsabwicklung-nutzen/

3.) Binance hits record high of $80B in daily volume as crypto markets surge
https://cointelegraph.com/news/binance-hits-record-high-of-80b-in-daily-volume-as-crypto-markets-surge

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Top 10 Kryptowährungen am 05.01.20 um 15:00Uhr

Sonnige Grüsse

Dennis „Bitcoin Informant“ Koray

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#1046 Bitcoin (BTC) ist 12 Jahre alt, Ethereum 1100 Dollar & Wirtschaftskrise Gefahr für Krypto

Hey Informanten,

willkommen zur Bitcoin-Informant Show Nr. 1046. Im heutigen Video geht’s um folgende Themen: Am 3. Januar wurde Bitcoin (BTC) 12 Jahre alt, Ethereum durchbricht 1000 US Dollar & Globale Wirtschaftskrise Gefahr für Bitcoin.

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1.) Bitcoin (BTC) wird 12 Jahre alt und feiert mit Kursfeuerwerk
https://www.btc-echo.de/bitcoin-btc-wird-12-jahre-alt-und-feiert-mit-kursfeuerwerk/

2.) Ether-Kurs zieht nach und durchbricht 1000 US-Dollar
https://bitcoin-kurier.de/ether-kurs-zieht-nach-und-durchbricht-1000-us-dollar/

3.) Bitcoin-Guru warnt vor globaler Wirtschaftskatastrophe – und teilt BTC-Prognose
https://coincierge.de/2021/bitcoin-guru-warnt-vor-globaler-wirtschaftskatastrophe-und-teilt-btc-prognose/

T-Shirt Gewinner: Micha H.

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Top 10 Kryptowährungen am 04.01.20 um 9:00Uhr

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Dennis „Bitcoin Informant“ Koray

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US-Abgeordneter Soto will behördliche Nutzung der Blockchain-Technologie koordinieren

Ein neuer Gesetzentwurf, der am Donnerstag unter dem Kürzel H.R.9067 eingereicht wurde, will den Einsatz der Blockchain-Technologie innerhalb des amerikanischen Bundes „koordinieren“.

Der Gesetzentwurf, der vom Abgeordneten Darren Soto, ein Repräsentant der Demokratischen Partei für den US-Bundesstaat Florida, eingereicht wurde, sieht vor, dass „die Wirtschaftsbehörde eine Abteilung gründet, die jegliche Nutzung der Blockchain-Technologie innerhalb der Bundesregierung koordiniert, sofern es sich dabei nicht um Verteidigung handelt“.

Am 31. Dezember wurde der Gesetzentwurf bereits beim parlamentarischen Komitee für Energie und Wirtschaft vorgelegt.

Obwohl der genaue Inhalt des Entwurfs bisher noch unbekannt ist, könnte dessen Verfasser womöglich Rückschlüsse auf die angestrebten Einsatzbereiche für die Blockchain-Technologie zulassen.

Soto hatte sich in den vergangenen Monaten immer mehr als Fürsprecher für Kryptowährungen, die er inzwischen auch für an ihn gerichtete politische Spenden zulässt, und Blockchain-Technologie gezeigt.

Der Politiker, der Co-Vorsitzender des parlamentarischen Blockchain-Rates ist, bestätigte in einem vorherigen Interview mit Cointelegraph, dass er die Technologie schon bald als alternativen Weg für die Übermittlung von Briefwahlen einbinden will. Das amerikanische Postamt hatte zuvor ein entsprechendes Patent angemeldet. Daraufhin meinte Soto im Interview:

„Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas schon sehr bald eingesetzt wird, womöglich schon bei den nächsten Wahlen.“

Vergangenen September hatte Soto dann wiederum angekündigt, dass sich seine „fast zweijährigen Bemühungen“ im parlamentarischen Komitee für Energie und Wirtschaft bezahlt gemacht haben, indem endlich der „Digital Taxonomy Act“ verabschiedet wurde, der unter anderem auch die Nutzung der Blockchain-Technologie durch die Regierungsbehörden erforschen soll. Der Gesetzentwurf H.R.9067 soll hieran anknüpfen und für eine schnellere Anwendung der Technologie sorgen.

Die Fürsprache für Kryptowährungen war dabei zuletzt ganz besonders stark im Fokus von Soto, denn er ist einer der neun Parlamentarier, die das amerikanische Finanzministerium für die überhastete Eingabe eines neuen Krypto-Gesetzentwurfs kritisiert haben. In der Kryptobranche hatte dieser für heftigen Gegenwind gesorgt, sogar eine mögliche Klage gegen das Ministerium steht im Rau.

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