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MetaMask-Mitarbeiter: Projekt erhält nicht genug Unterstützung von ConsenSys

Ein Mitarbeiter der großen Ethereum Browser-Erweiterung Metamask hat erklärt, dass das MetaMask-Team „völlig überfordert“ sei und von seiner Muttergesellschaft ConsenSys nicht bevorzugt werde.

In einem Reddit-Post vom 25. Dezember behauptet der Reddit-Nutzer lazaridiscom3, dass das MetaMask-Team von ConsenSys nicht die Unterstützung erhalte, die es brauche. Das gesamte 24-köpfige Team sei überfordert.

„Wichtiger, wertschöpfender Teil“ von Ethereum nicht dezentralisiert

Im Post mit dem Titel „Helfen Sie MetaMask aus der Aktivitätsfalle“ heißt es weiter, dass beim MetaMask-Team eine Reihe von Problemen noch ungelöst seien und die innere Workflow-Struktur weder transparent noch dezentralisiert sei. Im Post heißt es:

„Man kann die Entwicklung nicht über den öffentlichen Problem-Tracker verfolgen, weil das Team lediglich einen internen Tracker verwendet und interne ‚Meetings‘ abhält. Das ist nicht transparent. Das ist nicht dezentralisiert. Die MetaMask ist ein kritischer, wertschöpfender Bestandteil von Ethereum. Es ist in JavaScript geschrieben, fast vollständig untypisiert. Die Programmierung ist qualitativ minderwertig und voller technischer Schuld (sowohl im Hinblick auf die Programmierung als auch auf die Architektur)“.

Der Benutzer Lazardiscom sagte gegenüber Cointelegraph, dass er an dem Projekt mitwirke und berief sich auf sein Lazardiscom-Konto auf GitHub. Um die bestehenden Probleme zu lösen, rief der Nutzer dazu auf, dass das MetaMask-Team sofort vollständig auf TypeScript umsteigen müsse.

Lazardiscom schlug außerdem vor, dass ConsenSys eine strengere Evaluierung seiner ‚Speichen‘ einführen müsse. Speichen sind ein strenges und verbindliches Regelwerk für öffentliche Projekte. Der Entwickler argumentierte auch, das Softwareprojekt von ConsenSys namens Gitcoin müsse „weitaus kontrollfreier sein attraktiv werden“.

MetaMask-Team hierarchisch aufgebaut

In dem Beitrag kritisierte Lazardiscom insbesondere die strukturellen Probleme im MetaMask-Team. MetaMask habe dem Beitrag zufolge tatsächlich die Teamführungen, obwohl Joe Lubin, der ConsenSys-Gründer und Mitbegründer von Ethereum, versucht hatte, „alle davon zu überzeugen“, dass ConsenSys ein nicht-hierarchisches Unternehmen sei.

Konkret wird im Post der MetaMask-Mitarbeiter Daniel Finlay als einer der Führungskräfte genannt, die „völlig überfordert“ sei. Laut Finlays LinkedIn-Seite ist er derzeit als leitender Entwickler für MetaMask bei ConsenSys tätig. Er ist hauptsächlich für die Browser-Erweiterung zuständig. Cointelegraph bat Finlay in dieser Angelegenheit um einen Kommentar, aber bis Redaktionsschluss lag noch keine Antwort vor.

Im Post heißt es auch, dass es „sehr niedrige Kopfgelder“ gebe. Einige dieser Kopfgelder betragen weniger als 1 US-Dollar pro Stunde, wenn man die Zeit pro Aufgabe berücksichtigt.

Im Oktober gab Lubin bekannt, die Zahl der Entwickler auf der Ethereum-Blockchain bis 2020 auf bis zu eine Million erhöhen zu wollen. Die Initiative namens OneMillionDevs.com wurde von Lubin auf der großen Ethereum-Konferenz Devcon im Oktober 2019 angekündigt. Laut Lubin gebe es weltweit 30 Millionen Softwareentwickler, aber nur einige Zehntausend seien Blockchain-Entwickler. Die meisten arbeiten an Ethereum mit.

Unterdessen hat der Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin kürzlich eine Diskussion über die Dezentralisierung im Kryptobereich auf Twitter ausgelöst. Zuvor hatte Buterin erklärt, dass zentralisierte Kryptobörse „in der Hölle schmoren“ würden.

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ConsenSys Manager gründet neuen Blockchain-Investmentfonds

Ein leitender Mitarbeiter des Ethereum-Inkubators ConsenSys hat seine eigene Blockchain-Investmentfirma namens Aligned Capital gegründet. Sam Cassatt, der eigentlich Chef-Stratege von ConsenSys ist, hat am 15. November angekündigt, dass sein neues Unternehmen im Vorfeld der Betriebsaufnahme 50 Mio. US-Dollar Startkapital einsammeln will.

Cassatt, der seit fünf Jahren bei ConsenSys arbeitet, wird der Ethereum-Firma zwar weiterhin beratend zur Seite stehen, will sich aber in Vollzeit bei Aligned Capital engagieren.

Drei große Investitionsbereiche

Laut Mitteilung wird Aligned Capital hauptsächlich in drei große Bereiche investieren, diese sind Blockchain und Kryptowährungen, Künstliche Intelligenz und Innovationen im Gesundheitswesen. Zu diesem Zwecke will Cassatt von ConsenSys entwickelte Software nutzen, außerdem will er mit dem Startup-Inkubator eng zusammenarbeiten.

Zu den Investoren von Aligned Capital gehören bekannte Gesichter der Kryptobranche, wie zum Beispiel ConsenSys Gründer und Ethereum Mitgründer Joseph Lubin, der zusätzlich als Berater für das neue Investmentunternehmen fungieren wird. Andrew Keys, der ebenfalls zur Führungsriege von ConsenSys gehört, ist auch bei Aligned Capital als Investor eingestiegen.

Weitere namhafte Investoren der Firma sind die Stanford Dozentin Nichol Bradford und Nicholas Paul Brysiewicz, der als Chef-Entwickler bei der Long Now Foundation tätig ist. Der Unternehmer und Risikokapitalgeber Seth Goldstein beteiligt sich ebenfalls.

Blockchain-Investitionen nehmen stetig zu

Der neue Blockchain-Investmentfonds von Sam Cassatt zeigt, dass die Branche langsam, aber sicher wächst. Laut einer neuen Studie investieren mittlerweile 61% aller großen Digitalunternehmen in die Blockchain-Technologie.

In June 2019, billionaire investor Henry Kravis reportedly made his first crypto investment in blockchain-focused investment firm ParaFi Capital.

Laut neuen Berechnungen des Marktforschungsinstitutes Research and Markets, werden sich die Ausgaben für Blockchain allein in den USA bis 2025 von 3,12 Mrd. US-Dollar auf 41 Mrd. US-Dollar steigern.

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Ethereum in der Finanzwelt: ConsenSys investiert in ACTUS-Protokoll

Atpar erhält vom Software-Unternehmen ConsenSys finanzielle Unterstützung bei der Entwicklung einer Infrastruktur für interoperable Finanzanlagen. Das Unternehmen entwickelt dafür das ACTUS-Protokoll, das einen Standard zur Schaffung von bankenübergreifender Finanzanlagen in Ethereum herstellen soll. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die BTC-ECHO vorliegt.

Mit dem ACTUS-Protokoll soll die Ausgabe und Tokenisierung von Finanzinstrumenten auf wirtschaftlich und technologisch interoperable Weise gelingen. Joseph Lubin, Gründer von ConsenSys und Mitbegründer von Ethereum, teilte mit:

Gemeinsam haben die ACTUS Technical Specification und das ACTUS Financial Protocol das Potenzial, das HTML und HTTP der Finanzebene des dezentralen World Wide Web zu sein, sodass Unternehmen die Ineffizienzen unseres derzeitigen Finanzsystems überwinden können, die Unternehmen und Märkte auf proprietäre Silosysteme beschränken. In Zukunft zielt das ACTUS-Protokoll darauf ab, jeden Finanzkontrakt auf der Welt mit genau definierten Inputs, Outputs und Algorithmen zur Kodifizierung der Wertströme zu definieren, die jeweils in einem blockchainbasierten, rechtsverbindlichen Smart Agreement zusammengefasst sind.

Laut Pressemitteilung stellen finanzielle Vermögenswerte das zentrale Element jeder Finanzdienstleistung dar. Daher sei „die transparente und interoperable Darstellung dieser Vermögenswerte auf Ethereum ein zentrales Versprechen eines offenen Finanzsystems“.

Das ACTUS-Protokoll

Das ACTUS-Protokoll ist ein Open-Source-Netzwerk für die Emission von Finanzinstrumenten. Der Smart-Contract-Rahmen des ACTUS-Protokolls bildet Finanzanlagen auf Ethereum als modulare Bausteine ab. Dadurch ließen sich sämtliche Finanzinstrumente darstellen, von Hypotheken und Anleihen bis hin zu Derivaten.

Darüber hinaus behandelt das ACTUS-Protokoll Serviceaspekte wie die Erfassung von Zustandsänderungen sowie die Fragmentierung und Bündelung von Vermögenswerten. Zudem stellt das Protokoll die Verteilung von Fonds dar und vereinfacht die Analyse von Vermögenswerten. Die Infrastruktur von Atpar bietet somit Finanzinstituten die Möglichkeit, Finanzanlagen effizient zu betreiben und zu warten.

Michael Svoboda, CEO von Atpar, teilte mit:

Intermodale Container haben die Schifffahrtsbranche revolutioniert, Atpar will diese Effizienzvorteile für die Finanzindustrie nachahmen. Das ACTUS-Protokoll bietet die Infrastruktur, um alle wichtigen Finanzanlagen mit einheitlichen, maschinenlesbaren „Frachtpapieren“ zu beschreiben. Sie wird es den Finanzinstituten ermöglichen, die Produktionskosten durch die Automatisierung der Verwaltung und des Berichtswesens von Finanzanlagen über den gesamten Lebenszyklus gegen Null zu senken.

Atpar wurde 2019 gegründet und entwickelt das ACTUS-Protokoll, um die Tokenisierung von Cashflows auf Ethereum zu ermöglichen. Klassische Finanzdienstleistungen können dadurch auf eine offene und interoperable Infrastruktur umgestellt werden.

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Joe Lubin: China wird dezentrale Blockchain-Aspekte nicht nutzen

Chinas geplanter digitaler Renminbi wird wahrscheinlich keine Blockchain verwenden, wie der Ethereum (ETH)-Mitbegründer und ConsenSys-CEO Joe Lubin glaubt.

In einem Interview mit der CNBC-Sendung Squawk Box Asia am 5. November erklärte Lubin, dass die Volksbank von China (PBoC) den dezentralen Aspekten der Technologie für ihre Zwecke nur wenig abgewinnen könne.

„Kein wirklicher Grund“ für Nutzung der Dezentralisierung

Wie bereits berichtet, soll Chinas digitales gesetzliches Zahlungsmittel – oder digitale Zentralbankwährung (CBDC) – von der PBoC kontrolliert werden. Ranghohe Mitarbeiter haben erklärt, der Vermögenswert werde „viele positive Auswirkungen haben. Der Geldfluss in wirtschaftlichen Aktivitäten kann damit nachverfolgt und die Geldpolitik unterstützt werden“.

Lubin sagte gegenüber CNBC, dass das Prinzip der Dezentralisierung in der Blockchain-Technologie verwendet werde, um Vertrauen zu schaffen.

„China ist aber wahrscheinlich nicht an diesem Aspekt der Blockchain interessiert. Sie werden, glaube ich, einen digitalen RMB nach China bringen, der einige der kryptographischen Grundfunktionen der Blockchain-Technologie nutzt, aber es gibt keinen wirklichen Grund für China, die dezentralen Aspekte zu nutzen“.

Lubin erklärte, wenn das System so konzipiert sein sollte, dass es von mehreren Parteien und nicht nur von der Zentralbank betrieben wird, wäre es möglich, dass es für seine Entwickler durchaus von Vorteil sein könnte, die „umfassenderen Aspekte der Blockchain“ zu implementieren. Allerdings gehe es „wahrscheinlich nur um den digitalen, nicht um den dezentralen Aspekt“, so Lubin.

CBDC zur Aufrechterhaltung der bestehenden Kontrolle

Auf die Frage, ob die geplante CBDC die Überwachung und zentralisierte Aufsicht über die Kapitalströme durch die Behörden stärken werde, winkte Lubin ab und antwortete:

„Ich denke, die Zentralbank und die Regierung haben bereits eine sehr starke Kontrolle. Ich schätze, dass das System verwendet wird, um die Kontrolle aufrecht zu erhalten, die sie haben. Aber möglicherweise auch dazu, um eine breitere Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und globalen Systemen zu ermöglichen.“

Yang Dong, der Direktor des Forschungszentrums für Finanztechnologie und Cybersicherheit an der Renmin Universität in China, sprach mit Reportern über die geplante Währung. Auf dem englischsprachigen Nachrichtenportal China Daily, das der kommunistischen Partei CPC gehört, erklärte er, dass die CBDC im Hinblick auf nichtstaatliche und grenzüberschreitende Anwendungen getestet wurde.

Der stellvertretende Direktor der PBoC Mu Changchun gab im August bekannt, dass die CBDC als zentralisiertes, zweistufiges System konzipiert sein wird. Die PBoC hat dabei auf der obersten und inländische Geschäftsbanken auf der zweiten Stufe die Kontrolle.

Ende letzten Monats sagte der stellvertretende Vorsitzende des chinesischen Wirtschaft-Thinktanks „China Center for International Economic Exchanges“, er sei zuversichtlich, dass die PBoC den globalen Wettlauf gewinnen und die erste Zentralbank sein würde, die eine CBDC einführt.

Der Ständige Ausschuss des 13. Nationalen Volkskongresses in China verabschiedete am 26. Oktober ein neues Gesetz zur Regulierung von Kryptographie. Es soll am 1. Januar 2020 in Kraft treten. In Gerüchten zu diesem Thema heißt es, dass diese neue Regulierung Teil der Vorbereitungen für die geplante Währung sei.

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Ethereum im Orbit: ConsenSys Space startet TruSat

ConsensSys, das Blockchain-Unternehmen des Ethereum-Mitbegründers Joseph Lubin, nimmt weiter Kurs auf den Weltraum. Erst Ende 2018 hat ConsenSys das Unternehmen „Planetary Ressources“ übernommen, das Rohstoffe von Asteroiden gewinnen möchte. Anlässlich des 70. Internationalen Raumfahrt-Kongresses (IAC) hat Lubin nun die Gründung von ConsenSys Space verkündet. Das geht aus einer Pressemitteilung vor, die BTC-ECHO vorliegt. ConsenSys Space will Kooperationsplattformen aufbauen, um Raumfahrt und Bürgerwissenschaft (Citizen Science) miteinander zu verbinden.

Bürgerwissenschaft beschreibt eine offene Form der Wissenschaft, die auf der Unterstützung von Laien basiert. Häufig geht es dabei darum, dass Bürgerforscher beim Sammeln von Daten helfen. Ein Beispiel aus der Biologie sind Vogelkartierungsprojekte, bei denen auf die Vogelbeobachtungen von Hobbyforschern zurückgegriffen wird.

TruSat: Proof of Concept für blockchainbasierte Bürgerforschung

Das erste Projekt von ConsenSys Space, „TruSat“, ist indes etwas oberhalb der Vögel angesiedelt. Trotzdem geht es auch hier um die Beobachtung – und zwar von Satelliten. Hintergrund ist die ungebremst wachsende Menge an Satelliten und Weltraumschrott, die den Orbit der Erde vermüllen.

TruSat ist ein experimentelles Open-Source- und Open-Sensor-System zur Erstellung einer weltweit zugänglichen, zuverlässigen Aufzeichnung von Satellitenorbitalpositionen. TruSat wurde in erster Linie entwickelt, um die Bewertung des Satellitenbetriebs im Kontext von Nachhaltigkeitsstandards für den Weltraum zu ermöglichen,

beschreibt Consensys Space das Projekt in der Pressemitteilung.

Dabei gehe es auch darum, eine öffentliche Kontrollinstanz für den Orbit zu schaffen:

Man bedenke, wie die Einhaltung der Straßenregeln variiert, wenn niemand mitten in der Nacht auf einer verlassenen Autobahn zuschaut, im Gegensatz zu einer auffälligen Radarkamera oder einem Polizeiauto. Die abschreckende Wirkung von Weltraumgesetzen und -normen wird durch eine globale öffentliche Augenzeugenschaft erheblich verstärkt. Unser Ziel? Nihil arcanum est (nichts verbirgt sich),

sagt der mitwirkende Astronom Moriba Jah von der University of Texas in Austin.

Ethereum soll Datensicherheit gewährleisten

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Datenerhebung in der Bürgerforschung dezentral erfolgt. Damit bei dem global angelegten TruSat-Projekt niemand Schindluder mit den gesammelten Daten treiben kann, setzt das Projekt – wie alle Produkte von ConsenSys – auf die Ethereum-Blockchain:

Die Entwicklung eines Systems, das gleichzeitig offen, autonom und resistent gegen böswillige und fehlerhafte Eingaben ist, bringt erhebliche technische Herausforderungen mit sich,

kommentiert ConsenSys-Space-Mitbegründer Chris Lewicki, ein Luft- und Raumfahrtsystemingenieur.

Ein großer Teil dessen, was dies möglich macht – was den Anwendern die Gewissheit gibt, dass weder die Algorithmen noch die Ausgabe manipuliert wurden – ist die in unsere Roadmap integrierte Ethereum-Blockchain-Technologie.

Für Joseph Lubin bietet das Unterfangen vor allem die Möglichkeit, das Potenzial von Ethereum auszuloten:

ConsenSys ist davon überzeugt, dass die Ermöglichung groß angelegter, globaler kollektiver Aktionen zu den transformativsten Einsatzmöglichkeiten der Ethereum-Blockchain-Technologie gehört.

Deshalb widme sich ConsenSys Space der Forschung und Entwicklung in diesem Bereich, erklärt der Lubin – und fügt zum Abschluss noch eine Prise Pathos hinzu:

Was könnten wir erreichen, wenn wir die Ideen und Talente jeder Person nutzen könnten, die zu den Weltraumaktivitäten beitragen möchte? Wir wollen es herausfinden. Deshalb gibt es ConsenSys Space.

Erst im September hatte ConsenSys mit „Impactio“ gemeinsam mit der Umweltorganisation WWF ein weiteres Nachhaltigkeitsprojekt lanciert; im Gegensatz zu TruSat widmet sich die Plattform jedoch der Vermüllung der Erde selbst.

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ConsenSys übernimmt Infrastrukturanbieter Infura

Das Ethereum (ETH) Unternehmen ConsenSys gab die vollständige Übernahme des Blockchain-Infrastrukturanbieters Infura bekannt.

Laut dem am 4. Oktober veröffentlichten Blogbeitrag wird Infura seine Geschäftstätigkeit innerhalb des Studios fortsetzen. Infura wies auch darauf hin, dass der Gründer von ConsenSys, Joseph Lubin, einer der ersten Investoren des Start-ups war.

Zentralisierungskritik

Infura bietet eine Ethereum-Infrastruktur für den Aufbau dezentraler Anwendungen, mit der Entwickler ihre Lösungen bereitstellen können, ohne ihren eigenen vollständigen Knoten zu hosten. Im Juli 2019 startete das Unternehmen Infura + und führte drei neue Abonnementstufen ein.

Im März 2019 veröffentlichte das Forschungsunternehmen Delphi Digital einen Bericht, der auf die angebliche Zentralisierung des Start-ups hinweist. Dem Bericht zufolge verlassen sich Entwickler bei der Verwendung von Infura auf die Infrastruktur, die vollständig von ConsenSys betrieben und von Amazon Web Services gehostet wird. Dies führt zu einer einzigen Fehlerquelle, die durch die Dezentralisierung vermieden werden soll.

Ende September startete ConsenSys die Impactio-Plattform, um gemeinsam mit dem World Wildlife Fund Transparenz in die Philanthropie zu bringen.

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WWF lanciert Blockchain-Plattform zur effizienteren Verteilung von Spendengeldern

Das Blockchain-Startup ConsenSys hat sich mit der Naturschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) zusammengetan, um gemeinsam eine Blockchain-Plattform zu lancieren, die die Allokation von Spendengeldern verbessern soll.

Wie es in einer entsprechenden Mitteilung vom 24. September heißt, hat die Partnerschaft zwischen ConsenSys und dem WWF eine Blockchain-Plattform namens Impactio hervorgebracht, die auf Ethereum basiert und darauf ausgelegt ist, die Verteilung von Spendengeldern an gemeinnützige Projekte aller Art zu optimieren.

Welches Problem löst Impactio?

Laut der Projektbeschreibung wächst die Spendenbereitschaft sowohl bei Unternehmen als auch bei Einzelpersonen zunehmend, besonders was die jüngeren Generationen betrifft. Allerdings ergibt sich bei der Verteilung von Spendengeldern oftmals das Problem, die „richtigen“ Projekte zu finden und fördern zu können. Die Impactio Plattform schickt sich an, diese Problemstellung zu lösen.

Um dem Abhilfe zu schaffen, können gemeinnützige Organisationen ihre Projekte auf der Plattform einreichen. Diese sollten sich grob an den „17 Zielen für nachhaltige Entwicklung“ der UN orientieren, um zugelassen zu werden. Sogenannte „Kuratoren“, also Experten auf verschiedenen Sachgebieten, setzen sich daraufhin mit den Inhalten der einzelnen Projekte auseinander. Jeder Kurator bekommt dafür Blockchain-Tokens gutgeschrieben und „unterstützt” Projekte, die er für empfehlenswert hält, mit einer gewissen Summe dieser Tokens. Nachdem andere Experten das Projekt dann ebenfalls geprüft haben, wird es in der Community zur Wahl gestellt und falls es von einer Mehrheit angenommen wird, werden die Spendengelder freigegeben und der Kurator erhält für seine Unterstützung eine Belohnung.

„Jeder Kurator kann ein Projekt mit einem beliebigen Betrag an Tokens unterstützen, während Kuratoren, die diese Empfehlung anfechten möchten, den gleichen Betrag an Tokens einsetzen müssen. Wenn es für ein Projekt keinen Einspruch gibt, wird es in der Community zur Wahl gestellt.“

Dieser Mechanismus soll bewirken, dass die Experten keine willkürlichen Empfehlungen bzw. Einsprüche abgeben können, sondern in gewisser Weise für ihre Meinung bürgen müssen. Dadurch sollen nur noch solche Projekte in der Spenden-Community zur Wahl gestellt werden, die mit ihren Konzepten überzeugen können.

Robby Greenfield, der Mitgründer von ConesenSys Social Impact, meint dahingehend:

„Viele wohltätige Organisationen haben das Problem, dass sie ihren potenziellen Geldgebern nicht beweisen können, dass deren Spendengelder bei ihnen gut aufgehoben sind.“

Die Zweifel der Spender sind allerdings berechtigt, da eine Studie der Kanzlei Nolo ergeben hat, dass 75 – 85% der wohltätigen Organisationen die ihnen zur Verfügung gestellten Gelder nicht zielführend nutzen. Impactio will mit dem Mechanismus der Vorauswahl (Peer-Review) dafür sorgen, dass Spendengelder ihrem tatsächlichen Zweck zu Gute kommen.

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ConsenSys: Ethereum-Entwickler treten Hyperledger bei

Der Hyperledger-Zusammenschluss wächst. Denn mit ConsenSys gewinnt der Blockchain-Branchenverbund ein weiteres prominentes Mitglied. Das auf Ethereum fokussierte ConsenSys sieht die Kooperation als weiteren Ausdruck ihres Bekenntnisses zu Open Source. Die Informationen entstammen einer Pressemitteilung vom 11. September.

ConsenSys übergibt Ethereum Client

PegaSys, ein für Unternehmenslösungen zuständiges Entwickler-Team bei ConsenSys, übermittelte ihren als Pantheon bekannten Ethereum Client an Hyperledger. Der Client ist somit das erste Projekt von Hyperledger, das über eine öffentliche Blockchain funktioniert. Er wird zudem in Hyperledger Besu umbenannt. Der Client basiert auf Java und verfügt über einen modularen Aufbau. Mit seiner Hilfe können Benutzer verschiedene Anwendungen zur Unterstützung von Geschäftsvorgängen erstellen.

Im Angesicht dieser Geste des guten Willens lobte Brian Behlendorf, Executive Director von Hyperledger, in seinem Statement das von ConsenSys bereits gezeigte Engagement:

Mit der Einreichung des Codes für Hyperledger Besu gleich zu Anfang zeigt ConsenSys seine Unterstützung für unsere Mission, eine breite Koalition zur Förderung von betrieblichen Blockchains aufzubauen. Je mehr Technologien und Mitglieder wir haben, desto stärker ist die Grundlage, auf der wir gemeinsam an blockchainbasierten Lösungen arbeiten können.

Weiterhin wird Joseph Lubin, Mitbegründer von Ethereum und Gründer von ConsenSys, dem Aufsichtsrat von Hyperledger beitreten. Lubin nutzte seine Stellungnahme, um einen ungebrochenen Glauben an Open Source zum Ausdruck zu bringen:

PegaSys und ConsenSys setzen auf Open Source Software, und die Übermittlung von Hyperledger Besu an Hyperledger zeigt dieses Engagement. Öffentliche Netzwerke mit Zehntausenden von Nodes eignen sich am besten in einer Welt, in der wir die Tokenisierung vieler Arten von Assets und Ressourcen sehen werden.

Mehr zu Hyperledger

Bei Hyperledger handelt es sich um ein Kooperationsprojekt verschiedener Entwickler-Firmen, die sich der Förderung der Adaption der Blockchain-Technologie verschrieben haben. Der Verbund steht unter der Schirmherrschaft der Linux-Stiftung, zu den Mitgliedern zählen nicht zuletzt auch Branchengrößen wie Microsoft oder IBM. Hyperledger versucht, branchenübergreifende Standards für den Blockchain-Bereich zu entwickeln. ConsenSys besiegelte die eigene Mitgliedschaft indessen mit der Übermittlung eines hauseigenen Ethereum Clients.

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Coinbase und Ripple nicht mehr in der Top-10 der „hipsten Startups 2019“

Die Kryptobörse Coinbase und das Krypto-Unternehmen Ripple, das die Kryptowährung XRP herausgibt, sind laut dem Karrierenetzwerk LinkedIn aus der Top-10 der „50 hipsten Arbeitgeber der USA“ ausgeschieden.

Laut dem neuen Ranking, das am 4. September auf LinkedIn veröffentlicht wurde, ist Ripple auf Platz 28 abgerutscht (2018 noch auf Platz 7), während Coinbase sogar auf Platz 29 abgestürzt ist (2018 noch auf Platz 3). Die Krypto-Handelsplattform Robinhood konnte ihren Platz hingegen nahezu beibehalten, da es für die Trading-Plattform von Platz 6 auf Platz 7 ging.

Krypto-Unternehmen fallen ab

Andere Krypto-Unternehmen haben sich derweil vollständig aus der Liste verabschiedet, so ist sowohl die Gemini Trust Company, die Kryptobörse der Winklevoss-Brüder, als auch der Ethereum (ETH) Inkubator ConsenSys gänzlich aus der diesjährigen Liste verschwunden, nachdem die Firmen im Vorjahr noch auf den Plätzen 25 und 26 zu finden waren.

Des Weiteren ist auch Softwarehersteller Plaid auf der Liste vertreten, das Unternehmen stammt aus der Fintech-Branche und stellt ihre Software-Lösungen für Firmen wie Coinbase, Robinhood, American Express oder Venmo zur Verfügung.  

Meinung von LinkedIn hat Gewicht

LinkedIn ist eines der weltweit größten Karrierenetzwerke und in seiner Funktionsweise ähnlich wie Xing. Laut einem Bericht von Kinsta hat LinkedIn insgesamt mehr als 575 Mio. registrierte Nutzer. Die Suchergebnisse für LinkedIn haben sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt.

Wie LinkedIn beschreibt, wird die Liste der „50 hipsten Arbeitgeber“ nach vier hauptsächlichen Kriterien erstellt, darunter Wachstum der Mitarbeiteranzahl, Interesse der Arbeitnehmer, Interesse der LinkedIn-Nutzer und Fähigkeit Arbeitnehmer von großen Konzernen abzuwerben. In der diesjährigen Liste sind das Cloud-Data Unternehmen Snowflake, das Cannabis-Startup Dosist und die Internet-of-Things Plattform Samsara auf den Plätzen 1 bis 3 gelandet.

Wie Cointelegraph bereits im Februar berichtet hatte, sind auf der Forbes-Liste der „Top-50 Fintech-Unternehmen“ in diesem Jahr nur noch sechs Blockchain-Unternehmen vertreten, nachdem im Vorjahr fast die doppelte Anzahl auf der Liste zu finden war.

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ConsenSys-Gründer Joseph Lubin auf 13 Millionen US-Dollar verklagt

Ein Ex-Mitarbeiter erhebt gegen den Ethereum-Mitründer Joseph Lubin Vorwürfe des Vertragsbruchs und der ungerechtfertigten Bereicherung. Das geht aus meheren Gerichtsdokumenten hervor. Darin fordert der Kläger Schadensersatz in Höhe von über 13 Millionen US-Dollar. Neben Lubin selbst gehören auch die Unternehmen Consensys und Consensys Token Foundry zu den Angeklagten. Bei dem Kläger handelt es sich um Harrison Hines, Gründer und ehemaliger Chef des Blockchain-Unternehmens Token Foundry.

Dies ist eine Klage auf Vertragsbruch […], ungerechtfertigte Bereicherung, Betrug und unbezahlte Gewinne, die sich aus den Handlungen der Beklagten im Zusammenhang mit dem als Token Foundry bezeichneten Geschäft ergeben, und zwar Schadenersatz in Höhe von 12.827.000 US-Dollar […] sowie 404.783 US-Dollar unbezahlte Gewinne,

heißt es dazu in einem Scheiben der Klägerseite vom 5. Juni 2019. Danach hatte die Rechtsvertretung Lubins 30 Tage Zeit, um auf die Vorwürfe zu reagieren. Die Reaktion von Lubins Anwälten erfolgte fristgerecht am 20. Juni. Darin forderten sie formal den Erhalt der Beschwerde, welche Harrison zuvor einer anderen Kanzlei zukommen gelassen hatte.

Vorwürfe gegen Lubin, ConsenSys und Token Foundry

ConsenSys fungiert in seiner Rolle als Blockchain-Inkubator unter anderem als Investor für Blockchain- und Krypto-Start-ups. Zu den geförderten Projekten gehört auch das ehemalige Unternehmen Harrisons, Token Foundry. Token Foundry ist eine Plattform für den Kauf und Verkauf von neuen Krypto-Token. Zu den bekannteren über Token Foundry abgewickelten Projekten gehört das Initial Coin Offering (ICO) der blockchainbasierten „Journalismus-Plattform“ Civil, das mit Einnahmen von knapp über einer Million US-Dollar sein Finanzierungsziel von acht Millionen US-Dollar indessen nicht erreichen konnte. Civil verkauft weiterhin seine CVL Token, jedoch lediglich als Mittel zum Zweck der Finanzierung und nicht mehr als integralen Bestandteil eines Ökosystems auf Blockchain-Basis.

Details zu den Vorwürfen gegen Lubin, ConsenSys und Token Foundry sind bislang nicht bekannt. Denkbar ist, dass die Schadensersatzforderung mit der im Dezember 2018 angekündigten Umstrukturierung von ConsenSys in Zusammenhang stehen. Das Blockchain-Unternehmen musste dem Bärenjahr 2018 unter anderem durch zahlreiche Entlassungen und Kürzungen für projektbezogene Mitteln Tribut zollen, wie Lubin in einem Blog-Post erklärte.

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