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Binance: Deutsche Kunden müssen Krypto-Derivate bis Weihnachten liquidieren

Deutsche Kunden der Kryptobörse Binance müssen bis 23. Dezember alle Positionen in Krypto-Derivaten auflösen, so eine in sozialen Netzwerken geteilte und noch unbestätigte Mail des Unternehmens.

Freiwilliger Verkauf oder Zwangs-Liquidation

Die durch Binance bislang nicht offiziell bestätigte E-Mail weist deutsche Kunden offenbar an, jegliche Positionen in Krypto-Derivaten innerhalb von 90 Tagen aufzulösen:

Deutsch: 

„Sehr geehrte Benutzer,
 
Wichtiger Hinweis – Schließung Ihrer Derivatepositionen bis zum 23. Dezember 2021
 
Wir haben bereits angekündigt, dass wir das Derivateangebot für bestehende Nutzer aus Deutschland.
 
Mit sofortiger Wirkung haben Sie 90 Tage Zeit, um Ihre Positionen in den folgenden Produkten zu reduzieren und zu schließen:
– Termingeschäfte
– Optionen
– Marge
– Gehebelte Token
 
Sie können Ihr Margenguthaben aufstocken, um Nachschussforderungen und Liquidationen zu verhindern, aber Sie können Ihre Positionen nicht erhöhen oder neue Positionen eröffnen.
Bitte überwachen Sie alle offenen Positionen und schließen Sie diese vor dem 23. Dezember 2021, 23:59 Uhr UTC. Danach werden Sie nicht mehr in der Lage sein, die Positionen manuell zu schließen und Binance wird alle verbleibenden offenen Positionen schließen.
 
Wir bemühen uns, diesen Übergang so einfach wie möglich zu gestalten. Sollten Sie Fragen haben, können Sie sich gerne an unser Customer Support Team wenden, um Hilfe zu erhalten.
 
Vielen Dank,
Binance”

Maßnahme bereits vorab angekündigt

Auch wenn Binance die E-Mail und das darin angekündigte Vorgehen bislang nicht offiziell bestätigt hat, besteht an deren Echtheit nur wenig Zweifel. Als Binance den Handel mit Futures und Derivaten auf Kryptowährungen im Juli einstellte, war bereits von einer geplanten 90-Tage-Frist zur Auflösung von Restpositioinen die Rede gewesen.

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Privatbank Hauck & Aufhäuser übernimmt Krypto-Verwahrer mit Bafin-Lizenz

Die deutsche Privatbank Hauck & Aufhäuser übernimmt den Krypto-Verwahrer Kapilendo, so das Institut in einer Pressemitteilung

Kapilendo hat Bafin-Erlaubnis

Wie Hauck & Aufhäuser betont, verfügt Kapilendo seit dem 14. September über die für Krypto-Verwahrgeschäfte in Deutschland benötigte Lizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Damit übernehme die Privatbank “der ersten Kryptoverwahrer mit der Erlaubnis zur Verwahrung von Kryptowerten in Deutschland”. Neben Kapilendo verfügt auch die Kryptohandelsplattform Coinbase über eine entsprechende Bafin-Lizenz.

Hauck & Aufhäuser wolle in der Folge sein Servicespektrum im Bereich Digital Assets ausbauen. Die geplante Übernahme muss durch die Aufsichtsbehörden noch genehmigt werden. Danach soll Kapilendo Namen Hauck & Aufhäuser Digital Custody AG firmieren und der Bank ermöglichen, “die gesamte Wertschöpfungskette von digitalen Assets hausintern abzudecken”.

“Wir gehen davon aus, dass die Tokenisierung von Vermögenswerten zu einem elementaren Bestandteil der Fondsbranche wird. Diesen Wandel werden wir bei Hauck & Aufhäuser für und mit unseren Fondskunden aktiv vorantreiben und mitgestalten”, erklärt Dr. Holger Sepp, Mitglied des Vorstands bei Hauck & Aufhäuser.

Nach der Ausgliederung von Kapilendo will die bisherige Unternehmensmutter Bloxxon die Zusammenarbeit mit Hauck & Aufhäuser weiter ausbauen.

Bislang auch als Tokenisierungsplattform aktiv

Bloxxon betreibt unter dem Namen Kapilendo neben Verwahrdiensten auch eine Tokenisierungs-Plattform, welche etwa bereits durch die Restaurantkette L’Osteria zur Ausgabe einer tokenbasierten Anleihe genutzt wurde.

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KryptoFAV: Bund plant Kryptofondsanteileverordnung

Die Bundesministerien für Finanzen und Justiz haben einen Entwurf für eine Kryptofondsanteileverordnung (KryptoFAV) veröffentlicht.

Erweiterte Regelung für Kryptofondsanteile

Der mit nur vier Seiten sehr knappe Entwurf umfasst eine rechtlichen Definition von Kryptofondsanteilen und sieht für diese die Anwendbarkeit des Gesetzes zur Einführung von elektronischen Wertpapiere (eWPG) vor.

Kryptofondsanteilen sind demnach “Anteile an Sondervermögen” in form “elektronischer Anteilscheine, die in ein Kryptowertpapierregister eingetragen sind”.

Die KryptoFAV nennt darüber eine Reihe von Vorschriften des eWPG, welche auch für solche Kryptofondsanteile anwendbar wären, sollte die Verordnung in der vorgeschlagenen Form verabschiedet werden.

Abweichend von den Regeln für elektronische Wertpapiere sieht die KryptoFAV als “registerführende Stelle” die jeweilige Verwahrstelle vor. 

Die KryptoFAV wird den Weg zur Begebung von Anteilen an Investmentvermögen in Form von Token ebnen, die wie verbriefte Anteilsscheine von Anlegern erworben werden können. Auch ein Zweitmarkthandel der Kryptofondsanteile wäre damit möglich.

eWPG schafft Wertpapierurkunden ab

Das im Juni in Kraft getretene Gesetz zur Einführung elektronischer Wertpapiere umfasst gesonderte Regelungen im Vergleich zu klassischen Wertpapieren. Die Pflicht von Wertpapierurkunden entfällt für elektronische Wertpapiere und wurde durch eine Pflicht zur Eintragung in ein Wertpapierregister ersetzt.

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Binance setzt Frist für Derivate-Stopp in Deutschland | BTC-ECHO

Schock am Krypto-Markt: Die chinesische Zentralbank kündigt ein allumfassendes Verbot von Krypto-Transaktionen an. Wie ernst ist die Lage?

Am heutigen Freitag, dem 24. September, erreichte uns die Nachricht, dass die chinesische Zentralbank (PBOC) zum Rundumschlag gegen Bitcoin und Co. ausholt. Wie Bloomberg zuerst berichtete, sollen künftig alle Transaktionen mit Krypto-Bezug illegal werden. Ferner will die Zentralbank auch inländische Exchanges dichtmachen sowie ausländischen Börsen den Zugang zum chinesischen Binnenmarkt verbieten. Generell sollen Finanzinstitute künftig nicht mehr in der Lage sein, mit dem Krypto-Sektor zu interagieren. Damit stelle sich die Zentralbank hinter die Regierung des Landes, die bereits seit geraumer Zeit gegen private Kryptowährungen schießt.

Als Quelle nennt Bloomberg eine Fragestunde, die die Notenbank des Landes heute abgehalten hat. Im Zuge der News rutschten die bis dato eigentlich im Aufwärtstrend befindlichen Märkte südwärts. Bitcoin etwa verlor binnen einer Stunde rund 4,6 Prozent seines Wertes und notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei 43.351 US-Dollar. Ether (ETH), Cardano (ADA) und Binance Coin (BNB) wurden noch stärker abgewatscht und stürzen 7,1, 5,3 und 6,8 Prozent ab.

In regelmäßigen Abständen verunsichert das Reich der Mitte die Krypto-Märkte. Zuletzt verbot die chinesische Regierung quasi über Nacht das Mining – und sorgte so für die größte geopolitische Hashrate-Neuordnung in der Geschichte des digitalen Goldes.

Wie ernst ist die Lage?

Klar: Eine Meldung wie diese sorgt nicht eben für Beruhigung am Krypto-Markt. Dass BTC bei einer Hiobsbotschaft wie dieser aber bislang “nur” 4,6 Prozent seines Wertes verliert, lässt sich nur bullish interpretieren. Wenn der Markt ein Signal sendet, dann doch dieses: Selbst China vermag Bitcoin nicht den Garaus zu machen. Ähnlich wie beim Mining, das nach einer temporären Talsohle nun wieder obenauf ist, schadet China mit derlei drastischen Maßnahmen vor allem sich selbst.

Ferner ist die Nachrichtenlage zur Stunde noch recht dünn. So bleibt etwa abzuwarten, ob nur Finanzinstitute von dem Verbot betroffen sind, oder auch Peer-to-Peer-Transaktionen zwischen Krypto-Nutzer:innen künftig unter Strafe stehen werden. Denn die wären deutlich schwerer zu kontrollieren.

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Bitcoin und Bundestagswahlen: Das planen CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke und AFD

Diesen Sonntag, am 26. September, ist es so weit: Deutschland wählt einen neuen Kanzler beziehungsweise eine neue Kanzlerin. Was von den einzelnen Parteien hinsichtlich ihrer Krypto-Ambitionen zu erwarten ist und welche Partei Bitcoin und Co. am aufgeschlossensten gegenüber steht.

Disclaimer: Im vorliegenden Artikel handelt es sich um die persönliche Meinung des Autors. Eine Mitgliedschaft in einer Partei liegt nicht vor.

Auch wenn man seine Wahlentscheidung nicht ausschließlich von der Krypto-Affinität einer Partei abhängig machen sollte, kann diese dennoch dazu beitragen, bestehende Tendenzen zu verstärken. Schließlich ist davon auszugehen, dass die Krypto-Ökonomie in Zukunft einen großen Einfluss auf unsere Wirtschaft und Gesellschaft ausüben wird. Bei der Frage nach der Krypto-Aufgeschlossenheit geht es also auch um den zukünftigen Wohlstand Deutschlands.

Mehr Kontrolle bitte

Ganz gleich welche Partei, ist man sich in einem Punkt bei Kryptowährungen einig: Die Sorge vor Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierung sowie die Angst, dass private Kryptowährungen das staatliche Geldmonopol unterwandern könnten. Lediglich die FDP gibt sich hier gemäßigt und verzichtet auf Verbotsrhetorik, wie sie beispielsweise von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz gegenüber Stablecoins hinlänglich bekannt ist.

Losgelöst davon, welche Regierungsbildung am Sonntag herauskommt, ist davon auszugehen, dass Deutschland die Krypto-Ökonomie eher stärker als weniger stark regulieren wird. Die weltweite Regulierungswelle, wie wir sie seit Frühjahr dieses Jahres erleben, geht auch an Deutschland nicht spurlos vorbei.

CDU – Blockchain ja, Kryptowährungen jein

Als aktuelle Regierungspartei hat die CDU 2019 die Blockchain-Strategie auf den Weg gebracht. Man spricht der Blockchain-Technologie ein großes Potenzial zu und möchte dieses auch fördern. Von den aufgeführten Punkten im Strategiepapier sind allerdings erst wenige zufriedenstellend umgesetzt. Die CDU zeigt sich grundlegend aufgeschlossen, hat allerdings bislang jegliches Tempo bei der Umsetzung vermissen lassen.

Der bislang größte Teilerfolg ist das Gesetz zu elektronischen Wertpapieren (eWPG), das einen (eingeschränkten) Rahmen für tokenisierte Schuldverschreibungen bietet. Besser als nichts, aber eben auch kein großer Wurf. Zu Kryptowährungen lässt sich im Wahlprogramm allerdings recht wenig finden, außer, dass man strengere KYC-Regeln für Krypto-Geschäfte fordert (S.112 Wahlprogramm). Tokenisierte Wertpapiere und ein tokenisierter E-Euro (S.23 Wahlprogramm) scheinen hingegen vielmehr im Mittelpunkt der CDU zu stehen und werden befürwortet.

SPD – Hauptsache keine Privatisierung des Geldes

Das Wahlprogramm der SPD lässt konkrete Aussagen zu Blockchain und Kryptowährungen vermissen. So heißt es lediglich:

Wir lehnen eine Privatisierung von Währungen ab. Dies gilt auch für private digitale Währungen, die in ihrem Wert künstlich stabil gehalten werden (Stablecoins).

S. 24 Wahlprogramm

Die Angst vor Kontrollverlust scheint hier den Innovationswillen aufzuwiegen. Sollte, wie laut bisherigen Umfragen gut möglich, Olaf Scholz Kanzler werden, dann wäre der Nachholbedarf in puncto Blockchain und Kryptowährungen enorm.

Bündnis 90/Die Grünen – viel Innovation bei wenig Freiraum  

Zwar bestärken die Grünen in ihrem Wahlprogramm das Innovationspotential der Blockchain-Technologie, doch zeigt sich deutlich, dass die vorgegebene Offenheit nur schwer mit dem dezentralen Potenzial zu vereinbaren ist. So betont man die Notwendigkeit zur Erfassung möglichst vieler Daten (S. 87 Wahlprogramm), was sich gerade im DeFi-Bereich als schwierig herausstellen dürfte.

Besonders schwerwiegend dürfte Krypto-Investoren allerdings die Aussage auf Seite 92 des Wahlprogrammes treffen. Dort steht, dass man die Steuerfreiheit nach der Haltefrist bei Kryptowährungen abschaffen möchte. Wie die Besteuerung stattdessen aussehen soll, lässt die Partei noch offen.

Hinsichtlich CBDC und Stablecoins findet sich eine große Nähe zur SPD. So lehnt man auch bei den Grünen Stablecoins – hier wird vor allem auf Facebooks Diem angespielt – ab:

Eine Aushöhlung des Geld- und Währungsmonopols durch private Währungen mächtiger Großkonzerne lehnen wie strikt ab.

S. 86 Wahlprogramm

Wenig verwunderlich ist hingegen, dass man sich als klarer Befürworter des E-Euro zeigt (S. 86 f. Wahlprogramm). Es drängt sich der Eindruck auf, dass man zwar die Bedeutung von technologischer Innovation – auch konkret Blockchain – versteht, allerdings diese Innovation unter staatlicher Obhut behalten möchte. Wie so eine wettbewerbsfähige Krypto-Industrie in Deutschland entstehen soll, bleibt ungeklärt.

Zumal Blockchain-Technologie nur dann zum Einsatz kommen soll, wenn sie nicht auf dem Proof-of-Work-Mechanismus, wie beim Bitcoin, beruht. Konkret zu Ende gedacht kommt das einem Bitcoin-Verbot durch die Hintertür gleich. Das steht zwar nicht explizit im Wahlprogramm, dennoch positionieren sich einige Grünen-Vertreter klar gegen BTC. So heißt es auf der Seite des Grünen Politikers Sven Giegold:

Von großen Krypto-Assets, die auf nicht nachhaltiges Mining setzen, müssten Krypto-Dienstleister*innen dann nach einer Übergangsfrist ihre Finger lassen. Das setzt Anreize, etwa für große Projekte wie Ethereum, mit dem Umstieg auf ein nachhaltiges Mining ernst zu machen.

Blogbeitrag Sven Giegold, Mitglied des Europäischen Parlaments

Würde dieser Vorschlag tatsächlich umgesetzt werden, dann wäre es den deutschen Krypto-Dienstleistern nicht mehr erlaubt, Bitcoin anzubieten – eine Politik, die mit den anderen Zentralisierungstendenzen doch stark an das chinesische Modell erinnert.

FDP – der Ausreißer

Die FPD unterscheidet sich am stärksten von den anderen Parteien hinsichtlich ihrer Krypto-Aufgeschlossenheit. Als einzige Partei betont man die Chancen der DLT. Nicht nur von CBDC, sondern auch von privaten Kryptowährungen (S. 36 Wahlprogramm). Anstatt Verbote und weiteren Einschränkungen spricht man sich für “Freiheitszonen” aus, die IT-Schlüsseltechnologien wie Blockchain fördern sollen.

Auch auf Anfrage von BTC-ECHO, wie man hinsichtlich der “Klima-Thematik” zu unter anderem Bitcoin Mining steht, gibt man sich konstruktiv:

Das sogenannte “Mining” ist zwar energieintensiv, aber um unsere nationalen und internationalen Klimaschutzziele zu erreichen, werden wir unsere Stromerzeugung bis 2050 ohnehin vollständig dekarbonisieren müssen. Der Energieverbrauch einzelner Technologien oder Sektoren fällt dann für den Klimaschutz nicht mehr ins Gewicht […] .

FDP-Pressereferent Johannes Mellein

Die FDP sieht ferner davon ab, durch restriktive Besteuerung die Attraktivität von Kryptowährungen in Deutschland zu benachteiligen. Angesichts der immer stärkeren Ansiedlung von Blockchain-Unternehmen in der Schweiz, insbesondere Zug, ein nicht gerade unkritischer Faktor, um eine weitere Abwanderung von Innovation in andere Jurisdiktionen zu vermeiden.

Sollte der FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner nach den Wahlen zum Finanzminister ernannt werden, dann wäre dies für den Krypto-Standard Deutschland als sicherlich beste Option zu werten.

Die Linke – verbieten, statt fördern

Lediglich zwei Punkte mit Krypto-Bezug lassen sich im Wahlprogramm finden: Stärkere Überwachung von Krypto-Unternehmen (S.91 Wahlprogramm) sowie ein Verbot für Krypto-Mining (S. 101). Dass es sich bei dem geforderten Verbot nicht um ein Missverständnis handelt, beweist die Partei in ihrer Antwort zu unserer gesonderten Anfrage. So erklärt Die Linke gegenüber BTC-ECHO ihre Haltung:

Gerade der Bitcoin ist als Stromfresser bekannt und mit dem Ziel des Klimaschutzes nicht vereinbar.

Redaktion Wahlprüfsteine – Die Linke

Weitere Erläuterungen zur Mining-Thematik wurden uns nicht zugesendet – konstruktiv und differenziert sieht anders aus.

AFD – Bargeld über alles

Ein noch geringeres Innovationsverständnis als die Linkspartei, schafft nur noch die AFD hervorzubringen. Während man bei der Linkspartei wenigstens die Notwendigkeit eines digitalen Euro sieht und diesen unterstützt, spricht man sich bei der AFD auch gegen die Einführung von CBDC aus (S. 56 f. Wahlprogramm). Zu Blockchain und Kryptowährungen verliert man kein einziges Wort. Sicher ist man sich nur in einem Punkt: Das Bargeld muss unbedingt erhalten bleiben. Die Angst vor dem Neuen respektive Digitalen scheint hier besonders gefestigt zu sein.

Wer mehr über die einzelnen “Krypto-Passagen” in den Wahlprogrammen der aufgeführten Parteien erfahren möchte, dem sei unsere aktuelle Kryptokompass-Ausgabe empfohlen. Dort haben wir alle relevanten Aspekte zusammengetragen.

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Immutable Insight lanciert Börsen-Zertifikat für Token-Staking

Das Münchner Blockchain-Startup Immutable Insight ermöglicht mit einem Wertpapier Investments in Token, welche für Staking genutzt werden, berichtete Finance Forward.

Token-Staking statt Tagesgeldkonto

Das von Immutable Insight lancierte Zertifikat (Exchange Traded Instrument) mit dem Namen Sustainliquid soll Anlegern ohne den dafür sonst nötigen technischen Aufwand die Partizipation am Staking von Krypto-Token ermöglichen. Das an der Wertpapierbörse Stuttgart ab einem Betrag von 1.000 Euro erhältliche Wertpapier investiert in Staking-Token und soll pro Jahr eine feste Rendite erwirtschaften und damit einen “Ersatz zum Tagesgeld darstellen – wir sichern die Schwankungen ab und peilen eine Rendite von rund drei Prozent an“, sagt Katharina Gehra von Immutable Insights. 

Das Blockchain-Startup verlangt dafür keine Managementgebühren und erwirtschaftet aus der Hälfte der einbehaltenen Gewinne seinen eigenen Profit. 

Das Portfolio werde aus Token wie Solana, Polkadot, Cardano und Cosmos bestehen. Da man in “fast klimaneutrale” investieren wolle, sei Bitcoin nicht dabei. Einen Teil der Erträge will Immutable Insights zudem an die Spendenplattform Givewell abtreten. 

Mit einem weiteren Wertpapier namens Kryptobest will das Startup Anlagen in besonder schnellwachsende Kryptowährungen ermöglichen. Diese sollen durch “Blockchain-Analysen” identifiziert werden.

Finanzierungsrunde ermöglicht neue Produkte

Bei einer Finanzierungsrunde Anfang des Jahres konnte Immutable Insight einen einstelligen Millionenbetrag einnehmen, der nun für die neuen Produkte genutzt wird. Der Sohn von SAP-Gründer Dietmar Hopp, Daniel Hopp, ist einer der Geldgeber des Münchner Blockchain-Startups.

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Bison-App für Krypto-Handel sponsert Basketballer von Ratiopharm Ulm

Die Börse Stuttgart hat mit dem Basketball-Bundesligisten Ratiopharm Ulm einen Sponsoring-Vertrag für seine Kryptotrading-App Bison vereinbart, so eine Pressemitteilung des Unternehmens.

Werbung im Mittelkreis

Als sogenannter Premium Partner wird die Börse Stuttgart künftig die Basketballer von Rationpharm Ulm finanziell mit einem nicht genannten Betrag unterstützen. Im Gegenzug wird das Team auf dem Mittelkreis in der Ratiopharm Arena in Ulm mit einer “prominenten Platzierung” für die Bison-App des Börsenbetreibers bei nationalen wie internationalen Spielen werben.

Zusätzlich werde die Bison-App in der kommenden Saison auf “weiteren digitalen TV-Flächen” und auf den Social-Media-Kanälen von Ratiopharm Ulm beworben, so die Mitteilung weiter.

Eingefädelt hat den Werbevertrag Andreas Oettel, Geschäftsführer von Ratiopharm Ulm, der unter anderem für die Finanzen des Clubs verantwortlich ist. Dieser beschäftigt sich bereits seit acht Jahren mit Anlagemöglichkeiten in Kryptowährungen und hebt die Seriosität des Anbieters Börse Stuttgart in einem Markt voller “dubioser Angebote” hervor:

“Kein Anbieter ist für mich annähernd so vertrauenswürdig wie Bison, denn hinter der App steht mit der Börse Stuttgart eine klassische Wertpapierbörse. Deshalb gibt es bei Ratiopharm Ulm ein großes Interesse an Bison.”

Krypto-Trading auch über App der BSDEX

Seit Juni ermöglicht die Börse Stuttgart den Handel an seiner Digitalbörse BSDEX mit einer eigenen Smartphone-App. Wie bei der Bison-App können dort Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Litecoin (LTC) und Ripple (XRP) gehandelt werden. Die Bison-App verdient an einem Spread von 0,75 Prozent, also an der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Die BSDEX verlangt hingegen Ordergebühren.

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BaFin genehmigt Security Token Offering auf der Basis von Bitcoin

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat grünes Licht für ein Security Token Offering (STO) auf einer Sidechain von Bitcoin (BTC) gegeben.

Zur Erinnerung: Security Tokens sind Krypto-Tokens, die wortwörtlich ein Wertpapier (Security) verbriefen, und von Unternehmen explizit zum Zweck der Kapitalbeschaffung herausgegeben werden.

Bei dem betreffenden Projekt handelt es sich um den EXOeu-Token des Spieleherstellers Exordium. Dementsprechend können deutsche Anleger nun über die Plattform Stokr am völlig zulässigen Verkauf des Tokens teilnehmen.

Bei einer Investition in EXOeu wird auf Stokr allerdings ein Mindestbetrag von 100 US-Dollar fällig. EXOeu ist erst das zweite STO, das überhaupt auf dem deutschen Markt zugelassen wurde, nachdem die BaFin dem Parking-Netzwerk ParkinGO im vergangenen Jahr die Ehre erteilt hat, als erstes an den Start gehen zu dürfen.

Der im Januar 2021 gegründete Security-Token EXOeu soll die Entwicklung des Videospiels Infinite Fleet finanzieren. In anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Luxemburg, Spanien und Portugal ist die Investition in das Projekt bereits erlaubt, wodurch bisher schon mehr als 7 Mio. US-Dollar eingenommen werden konnten.

Während viele STOs auf der Ethereum-Blockchain beheimatet sind, ist EXOeu auf Blockstream Amp angesiedelt, einer Plattform, die auf tokenisierte Wertpapiere spezialisiert ist, und die wiederum auf Liquid, einer Sidechain von Bitcoin, basiert.

„Bitcoin mischt bereits den Zahlungsmarkt auf, und es wird Zeit, dass sie auch den Aktienmarkt aufmischt. Dies ist über Layer-Two-Lösungen problemlos möglich“, wie Stokr-Mitgründer Arnab Naskar voller Zuversicht meint. Dem fügt er an, dass Ethereum „an Attraktivität“ als STO-Plattform verliert, was allen voran an hohen Transaktionsgebühren und der Unsicherheit um Ethereum 2.0 liegt.

Laut Stokr-Mitgründer Tobias Seidl ist die Zulassung des Exordium-STOs durch die BaFin ein wahrer Meilenstein für grenzübergreifende Blockchain-STOs. Dahingehend führt er aus: „Wir sehen Bitcoin als Grundpfeiler der Kapitalmärkte der Zukunft, die auf Blockchains basieren werden.“

Die Zulassung der BaFin kommt nur wenige Tage nachdem die Kryptobörse Bitfinex vergangene Woche bekanntgegeben hat, dass sie eine eigene STO-Plattform an den Start bringen wird, auf der auch Exordium (EXO) gehandelt werden kann.

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BREAKING: BaFin vergibt zweite Krypto-Lizenz überhaupt an Kapilendo

Der Kryptoverwahrer Kapilendo erhält nach Coinbase als zweites Unternehmen die Freigabe der BaFin, Kryptowerte zu verwahren.

Die Kapilendo Custodian AG kann einen großen Erfolg verbuchen. Wie aus einem LinkedIn-Beitrag hervorgeht, erhält das Berliner Unternehmen nun nach Coinbase als zweiter Verwahrer von Krypto-Werten in Deutschland eine Lizenz von der BaFin. Damit darf der Finanzdienstleister ganz offiziell seine Geschäftsaktivitäten in den hiesigen Gefilden betreiben und auch bewerben – alles unter den wachsamen Augen der deutschen Finanzaufsichtsbehörde.

Für Kapilendo Managing Director Didier Goepfert ergeben sich dabei neue Möglichkeiten. Ein klarer Rechtsrahmen und lizenzierte Anbieter würden Finanzinstitutionen helfen, an der Entwicklung und dem Wachstum des jungen Marktes für digitale Vermögenswerte teilzuhaben, sagt er. Zudem prognostiziert Goepfert:

Meiner Meinung nach wird der Zustrom neuer Anleger das Marktwachstum im nächsten Jahr ankurbeln und zu weniger volatilen Märkten führen, die wiederum neue Anleger anziehen, was zu einer positiven Rückkopplungsschleife führen dürfte.

Kapilendo Managing Director Didier Goepfert, LinkedIn-Beitrag

Darüber hinaus ist die Freude über die frühzeitige Zulassung riesig bei Kapilendo. Dazu meint Goepfert gegenüber BTC-ECHO:

Es ist ein unglaublicher Erfolg für uns. Wir wollten immer unter den drei ersten Firmen sein, die diese Lizenz bekommen. Dass wir nun als Zweiter hinter Coinbase diese Freigabe bekommen haben, ist einfach wunderbar. Das Ziel muss nun sein, zu zeigen, dass die Digital-Asset-Industrie und ihre Teilnehmer “erwachsen” und zunehmend professioneller und verlässlicher wird, damit wir allen Investorentypen einen sicheren Zugang zu dieser Anlageklasse bieten können.

Kapilendo Managing Director Didier Goepfert gegenüber BTC-ECHO

Hauck & Aufhäuser übernimmt Kapilendo

Darüber hinaus gibt es bei Kapilendo einen Eigentümerwechsel. In einer Pressemitteilung verkündete die Privatbank Hauck & Aufhäuser die Übernahme des Kryptoverwahrers. Demnach konnte man sich mit der Bloxxon AG auf den Erwerb des Berliner Unternehmens einigen. Dabei wird Kapilendo seine Tätigkeiten zukünftig unter dem neuen Namen Hauck & Aufhäuser Digital Custody AG fortsetzen.

Der ausschlaggebende Punkt für die Übernahme war dabei die Lizenz der BaFin. In der Mitteilung erklärt Dr. Holger Sepp, Mitglied des Vorstands bei Hauck & Aufhäuser:

Nach der Lancierung des deutschlandweit ersten Digital Assets Fonds (HAIC Digital Assets Fund I) eines etablierten Finanzdienstleisters freuen wir uns, mit der neuen Hauck & Aufhäuser Digital Custody AG auch beim Thema Verwahrung von digitalen Assets voranzugehen.

Dr. Holger Sepp, Mitglied des Vorstands bei Hauck & Aufhäuser

Ende im Juni schlug die Lizenzvergabe der BaFin zum Verwahren von Kryptowerten an Coinbase Germany hohe Wellen im Krypto-Space. Nun folgt Kapilendo. Perspektivisch dürften noch weitere Lizenzen hinzukommen. Aus einer Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion an das Bundesfinanzministerium geht hervor, dass neben den bereits erteilten Genehmigungen noch 25 weitere Anträge vorlägen. Einige von ihnen sollen “in den kommenden Wochen” eine Freigabe erhalten. Welche Unternehmen das genau sind, ist allerdings noch nicht bekannt. Dass die BaFin allerdings neue Freigaben für Unternehmen wie nun Kapilendo vergibt, ist durchaus als positiv einzuordnen. Nicht nur, weil man damit den Vorwürfen der Bevorzugung von Coinbase vorbeugt, sondern auch, weil der Krypto-Standort Deutschland mit dem Schritt weiter ausgebaut wird.

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Die Mischung macht’s: justTRADE baut Krypto-Angebot aus | BTC-ECHO

Der deutsche Online-Broker justTRADE verkündet, dass dieser sein Krypto-Angebot kräftig ausbaut.

In einer aktuellen Pressemitteilung verkündet der Online-Broker justTRADE, dass dieser sein Krypto-Angebot kräftig ausbaut. Ab sofort sind zwölf Kryptowährungen und auch 23 Krypto-ETPs (Exchange Traded Products) handelbar. Neu handelbare Kryptowährungen sind Cardano, Binance Coin, Solana und Tezos.

Exchange Traded Products können dabei zum Beispiel ETFs (Exchange Traded Funds), ETCs (Exchange Traded Commodities) oder ETNs (Exchange Traded Notes) sein. Die neue Produktpalette ist durch eine neu gewonnene Partnerschaft mit dem schweizerischen Unternehmen 21Shares möglich.

So erklärt Ralf Oetting, der Gründer von justTRADE:

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit, bauen wir doch dank 21Shares unser Produktspektrum signifikant aus – und können mit Fug und Recht behaupten, das größte Krypto-Angebot aller deutschen Online-Broker aufzuweisen.

Ralf Oetting, Gründer von justTRADE

Auch der Gründer von 21Shares, Marco A. Infuso, äußert sich positiv zu der neuen Partnerschaft:

Mit den richtigen Partnern in der DACH-Region zu wachsen ist meine oberste Priorität. Den physischen Coin-Erwerb von justTRADE mit unseren ETPs zu ergänzen war daher nur eine logische Folge. Ich freue mich auf die Kooperation und vor allem die Möglichkeit, zukünftig Retail- und professionelle Investoren gleichermaßen von unserer Qualität überzeugen zu dürfen.

Marco A. Infuso, Managing Director von 21Shares

Der Neo-Broker bietet so seinen Kunden an, über Indizes in den Kryptowährungs-Markt zu investieren. So äußerte sich Ralf Oetting:

Dabei wird das Krypto-Universum, auch Krypto-ETPs, stetig und rasant größer. Daher möchten wir unseren Kunden auch in diesem Bereich alle erdenklichen Möglichkeiten zum Trading eröffnen und ihnen zudem die Gelegenheit zur größtmöglichen Diversifikation geben, auch und gerade im Sinne der Risikostreuung.

Ralf Oetting, Gründer von justTRADE

Neben Bitcoin und Co. – weitere Möglichkeiten

Neben den angebotenen zwölf Kryptowährungen, bietet das Unternehmen seinen Kunden die Möglichkeit, in über 8.500 Aktien und ETPs zu investieren. Weiter ist es möglich, unter mehr als 500.000 Zertifikaten auszuwählen.

Mit den neu angebotenen ETPs haben Kunden des Online-Brokers justTRADE nun die Möglichkeit, auf fallende Kurse zu spekulieren. Und so ist es möglich, eine abwechslungsreichere Anlagestrategie zusammenzustellen.

Dazu äußert sich Michael B. Bußhaus:

Auch wenn Kryptowerte die Anlageklasse der Zukunft sind – hier gelten ähnliche Mechanismen und Regeln wie im Bereich klassischer Wertpapier-Anlageformen: Es kann mit den Kursen nicht nur hinauf, sondern auch hinuntergehen – und in einem solchen Marktumfeld sollen sich unsere Kunden optimal und flexibel bewegen können.

Michael B. Bußhaus, ebenfalls Gründer von justTRADE

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