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Schweizer Joint-Venture lanciert Blockchain-Verrechnungsplattform für Eigenstrom

Die Schweizer Unternehmen PostFinance und Energie Wasser Bern (EWB) stellen mit der von ihnen gegründeten Ormera AG eine Plattform für die Blockchain-gesteuerte Verrechnung selbstproduzierter Energie bereit. Dies gab EWB am 14. Oktober per Pressemitteilung bekannt.

Blockchain-Plattform für Energieversorger und Hausverwalter

Die von Ormera betriebene Blockchain-Plattform richtet sich primär an Energieversorgungsunternehmen, Energie- und Immobiliendienstleister sowie Liegenschaftsverwaltungen, die durch selbsterzeugten Strom ihre Kosten senken wollen. 

Möglich werde dies aufgrund des bereits in 2018 in Kraft getretenen Energiegesetzes der Schweiz, welches Hauseigentümern den “Zusammenschluss zum Eigenverbrauch” (ZEV) erlaube. Auf dem Dach von Liegenschaften erzeugter Solarstrom kann seitdem direkt an Bewohnerinnen und Bewohner einer Liegenschaft verkauft werden.

Die Ormera-Plattform soll dafür eine intelligente Verrechnungsplattform bereitstellen, welche automatisch einen Abgleich zwischen aus dem Netz abgerufenen Strom und selbst erzeugter Energie ermöglicht. Zu den technischen Details der auf dem Internet der Dinge (IoT) basierenden Blockchain-Plattform schreibt EWB:

“Sie verknüpft intelligente Stromzähler – sogenannte Smart Meter – als Komponenten des Internet-of-Things mit der Blockchain. Dort werden die Stromproduktions- und Verbrauchsdaten gespeichert, für die automatische Abrechnung aufbereitet sowie zur Verrechnung genutzt. Die hierfür verwendete Blockchain-Technologie bietet die ideale Basis, um Daten transparent, vertrauenswürdig und sicher zu speichern und weiterzuverarbeiten.”

Ähnliche Projekte in Deutschland

Die dezentrale Verrechnung von Eigenstrom gilt als klassischer Anwendungsfall der Blockchain-Technologie und wird auch in Deutschland bereits erforscht und getestet. Der von Stromdao entwickelte Grünstromindex bietet in mehreren Pilottests Anbietern und Nachfragern bereits jetzt ein Blockchain-Verfahren zur Optimierung der Einspeisung und Entnahme von Ökostrom. Der Freistaat Bayern erwägt die Einrichtung einer regionalen Stromhandelsplattform auf Basis von Blockchain-Technologie, welche ähnlich funktionieren könnte.

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Freistaat Bayern fördert Erforschung einer regionalen Blockchain-Strombörse

Ein durch den Freistaat Bayern gefördertes Forschungsprojekt mehrerer Projektpartner soll die Umsetzbarkeit einer regionalen Stromhandelsplattform (RegHEE) auf Basis von Blockchain-Technologie untersuchen. Dies gab die beteiligte Thüga-Gruppe am 8. Oktober per Pressemitteilung bekannt.

Breit aufgestelltes Forschungsprojekt

Neben der Thüga-Gruppe sind an dem Forschungsprojekt auch die Technische Universität München, die regionalen Energieversorger erdgas schwaben und Energie Südbayern sowie das Unternehmen Syneco beteiligt. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie fördert das Projekt über das Zentrum Digitalisierung.Bayern.

Auf einer Veranstaltung zum Projektstart hob der bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Hubert Aiwanger die Bedeutung des Projekts hervor:

“Wichtig für die Akzeptanz erneuerbarer Energien ist die Bürgernähe. Wenn wir den Bürgerinnen und Bürgern ihren persönlichen Nutzen deutlich aufzeigen, gelingt es uns, mehr erneuerbare Energien in das System zu bringen. Ich sehe neue Technologien wie Blockchain als wichtiges Mittel, die Energiewirtschaft zu modernisieren. Die Kunden möchten, dass ‚ihr‘ Strom auch wirklich vor Ort erzeugt wird.”

Auf der von dem Forschungsprojekt geplanten Handelsplattform sollen alle Teilnehmer sowohl Erzeuger als auch Abnehmer sein können. Vom Ansatz her soll das System für alle Erzeuger offen sein, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzender der Thüga Aktiengesellschaft Dr. Matthias Cord:

“Neben Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) von Hausbesitzern könnten dies auch Blockheizkraftwerke oder sogar Windenergieanlagen von Bürgerenergiegenossenschaften sein.”

Erste Pilotversuche für dezentralen Stromhandel laufen bereits

Wie eine solche regionale Stromhandelsplattform funktionieren kann, zeigt bereits der von Stromdao entwickelte Grünstromindex. Dahinter steht ein Blockchain-Verfahren, mit dem Anbieter und Nachfrager von Ökostrom ihre Einspeisung und Entnahme auch zeitlich optimieren können. Erste Pilotversuche laufen bereits in den Gemeinden Tübingen und Eberbach in Baden-Württemberg.

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EY Stadtwerkestudie 2019: Interesse an Blockchain in österreichischer Energiewirtschaft rückläufig

Die Erwartungen an Blockchain-Technologie hat sich im österreichischen Energiesektor gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert. Dies ermittelte die Wirtschaftsberatung EY in ihrer am 6. September veröffentlichten Stadtwerkestudie 2019.

Blockchain-Begeisterung geht zurück

Mit einem großflächige Einsatz von Blockchain-Technologie im österreichischen Energiesektor ist aufgrund der Erhebung in absehbarer Zeit offenbar nicht zu rechnen. EY schreibt dazu:

“Inwieweit die Blockchain-Technologie zukünftig im energiewirtschaftlichen Umfeld eingesetzt wird, bleibt abzuwarten, denn nach dem anfänglichen Hype messen nur noch 24 Prozent der Energieversorger (2018: 32 Prozent) dieser Technologie eine entscheidende Bedeutung bei.”

Hinsichtlich des Stands der digitalen Transformation und der Implementierung neuer Technologien zeigt sich laut EY allerdings ein gemischtes Bild. Das Internet der Dinge (IoT), künstliche Intelligenz (KI) wie auch Robotics haben laut EY gegenüber der letzten Befragung signifikant an Bedeutung gewonnen.

Blockchain im deutschen Energiesektor

In Deutschland zeichnet sich in Bezug auf Blockchain-Technologie im Energiesektor ein positiveres Bild ab. Was die technischen Anforderungen betrifft, attestierte die Deutsche Energie-Agentur (dena) der Blockchain-Technologie in 10 von 11 Anwendungsfällen schon heute einen mittleren bis hohen Erfüllungsgrad und bei mehreren wirtschaftlichen Einsatzgebieten einen auch ökonomisch hohen Nutzen.

Die deutsche Bundesregierung will den Einsatz von Blockchain-Technologie in der Energiewirtschaft darüber hinaus laut ihrer jüngst vorgestellten Blockchain-Strategie fördern. Prüfen will man etwa den möglichen Nutzen einer Blockchain-basierten Erfassung und Steuerung von Energieanlagen mithilfe von Smart-Meter-Gateways.

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Stadtwerke Tübingen testen Blockchain-Grünstromtarif von Stromdao

Die Stadtwerke der deutschen Gemeinde Tübingen bieten ausgewählten Kunden in einem Pilottest regionalen Ökostrom auf Basis des durch das Startup Stromdao angebotenen Grünstromindex-Tarifs. Dies teilte Stromdao am 12. September in einer Pressemitteilung mit.

Klimafreundlicher Strom dank Blockchain-Technologie

Der neue Blockchain-Grünstromindex der Stadtwerke zeigt postleitzahlengenau die aktuelle Verfügbarkeit von Ökostrom im lokalen Stromnetz an. Die Kunden können ihren Verbrauch damit klimafreundlich optimieren.

Stromdao-Gründer und Geschäftsführer Thorsten Zoerner beschreibt die Funktionsweise des Blockchain-Systems für den Stromvertrieb wie folgt:

“Die meisten Ökostromtarife arbeiten mit dem Index der Strombörse. Sinkt der Börsenstrompreis, weil viel Ökostrom im Netz ist, wird zum Kauf geraten. Für effektiven Klimaschutz ist es aber wichtig, dass Kunden wissen, wann in ihrer Region viel Ökostrom produziert wird. Nur dann sind Lieferstrecken kurz, es wird viel und echter Ökostrom aus der Region verbraucht.”

Laut Sebastian Rudischer von den Stadtwerken Tübingen plant der Energieversorger in Zukunft den Grünstromtarif als “dynamisches Angebot” parallel zu seinen bestehenden Tarifen anzubieten.

Zweiter Testpartner von Stromdao

Mit Tübingen konnte Stromdao nur einen Monat nach einem in der Gemeinde Eberbach begonnenen Pilotversuch die erste Großstadt in Baden-Württemberg von seinem Angebot überzeugen.

Stromdao hatte sein Blockchain-Verfahren zur variablen Stromabrechnung im vergangenen Juni vorgestellt. Damit lässt sich Angebot und Nachfrage von grünem Strom 36 Stunden im Voraus prognostizieren. Auf Basis der Daten sind zeitabhängige Stromtarife realisierbar, welche sich an der gegenwärtigen Marktlage orientieren.

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Australien: Power Ledger testet Blockchain-Stromaustausch für ländliche Gebiete

Das australische Blockchain-Startup Power Ledger testet ihr System zur direkten Peer-to-Peer Übertragung (P2P) von Strom erstmals in ländlichen Gebieten.

Stromnutzung in ländlichen Gebieten könnte deutlich effizienter werden

Laut einem Blogeintrag vom 9. September hat Power Ledger mit ersten Tests in ländlichen Gebieten von Westaustralien begonnen. Hierdurch soll besonders abgelegenen Siedlungen und Bauernhöfen geholfen werden, ihre Energieeffizienz steigern und Kosten reduzieren zu können.

Konkret ermöglicht die Blockchain-Plattform von Power Ledger den Teilnehmern der Tests, aus ihrer überschüssigen Solarenergie wortwörtlich Kapital zu schlagen. Da es keinerlei gesetzliche Zuschüsse gibt, wenn Nutzer ihren überschüssigen Solarstrom zurück ins Netz einspeisen, bleibt diese Energie oftmals ungenutzt. Durch die Blockchain-Plattform von Power Ledger kann der direkte Energieaustausch zwischen zwei Parteien vollautomatisch verhandelt und abgewickelt werden. Dies bedeutet einerseits eine mögliche Einnahmequelle für die Stromproduzenten und andererseits günstigere Preise für die Stromverbraucher.

David Martin, der Leitende Direktor von Power Ledger, erklärt in diesem Zusammenhang, dass das momentane australische Stromnetz nur unter großem Aufwand Energie bis in ländliche Gebiete wie Wongan Hills oder Moora transferieren kann, was den direkten Austausch von Solarstrom nicht nur kosteneffizienter, sondern auch umweltfreundlicher macht als die gängige Methode.

Kostenersparnis könnte bedeutsam sein

Die Tests werden unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Verband Innovations Central Midlands und den Unternehmen BSC Solar, Sonnen und CleanTech Energy durchgeführt. Steve Mason, der Geschäftsführer der Innovations Central Midlands, gibt sich zuversichtlich, dass die Blockchain-Plattform das Potenzial hat Energie effizienter zu verteilen und damit für deutlich niedrigere Stromkosten zu sorgen.

Mitte August hatte Power Ledger bereits ein gemeinsames Testprojekt mit dem japanischen Stromanbieter Kansai Electric Power angeschoben, das ebenfalls die Blockchain-Plattform für den Austausch von Strom zum Einsatz bringt.

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Deutsche Firma enthüllt umweltfreundliche Bitcoin-Mining-Container

Die Bitcoin (BTC)-Mining-Infrastrukturfirma Northern Bitcoin AG hat bekannt gegeben, dass die Tests für ihren neuen luftgekühlten Mining-Container, in dem 144 ASIC-Mine untergebracht sind, beendet habe.

In einer Pressemitteilung vom 9. September hieß es, dass die hochmobile Containerlösung im Rahmen einer flexiblen und effizienten Infrastruktur konzipiert wurde. Damit will das Unternehmen Mining-Pools in Ländern einrichten, in denen es ganzjährig kühl ist. 

Standorte mit billiger und nachhaltiger Energie 

Die Northern AG aus Frankfurt am Main entwickelt und betreibt Bitcoin-Mining Hardware, die erneuerbare Energiequellen nutzt und auf optimale Effizienz und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist.

In der Pressemitteilung heißt es, dass die Northern AG seit über einem Jahr in Norwegen einen Mining-Pool mit 21 wassergekühlten Containern – mit je 210 ASIC-Minern – entwickelt und betrieben habe. 

Der neue wassergekühlte Container wurde gemeinsam mit Partnern in Deutschland entwickelt. Damit soll das Unternehmen sein Geschäft flexibel und kurzfristig auf neue Standorte in ganz Skandinavien ausdehnen können. 

Die Cointainer mit Platz für 144 ASIC-Miner hat eine deutlich höhere Minerdichte als die vorherigen wassergekühlten Container. Das Unternehmen sagt, dass es sich darauf konzentriere, seine mobilen Mining-Lösungen an Orten einzusetzen, die ganzjährig kühl sind und an denen nachhaltige Energiequellen, wie etwa Wasserkraft, billig und reichlich vorhanden sind.

Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, ist eine effiziente Temperaturregelung entscheidend für rechenintensives Bitcoin-Mining, bei dem die Hardware typischerweise erhebliche Wärme erzeugt.

Bitcoin-Mining wird energieeffizienter

Wie kürzlich berichtet, haben neue Daten des Dienstes Statista gezeigt, dass der Energieverbrauch von Bitcoin (BTC) zunehmend effizienter wird. Die Hash-Rate des globalen Netzwerks erreicht dabei weiter neue Rekordwerte.

Der Energieverbrauch betrug im Juli 2019 69,79 Terawattstunden pro Jahr. Im Juli 2018 waren es noch 71,12 Terawatt, die Hash-Rate war hingegen fast 60 Prozent niedriger als heute.

Eine Studie im Juni ergab, dass drei Viertel der Bitcoin-Mining-Aktivitäten mit erneuerbaren Energiequellen betrieben werden.

Hersteller von Mining-Hardware, wie Bitmain, sind ebenfalls auf der Suche nach neuen Lösungen mit höherer Rechenleistung und geringerem Energiebedarf.

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Bericht: Shell und Sinochem besprechen Blockchain-Plattform für Rohöl

Berichten zufolge befindet sich eine Tochtergesellschaft des chinesischen Öl– und Chemiekonzerns Sinochem Group in Gesprächen über eine Blockchain-Plattform mit Royal Dutch Shell und dem australischen Finanzdienstleistungsunternehmen Macquarie Group.

Wie Reuters am 5. September berichtete, soll Sinochem Energy Technology mit den beiden Unternehmen Verhandlungen aufgenommen haben, um die Entwicklung einer Blockchain-Plattform für Rohöl im Juli zu untersuchen.

Blockchain-Plattform im Wert von 14 Millionen US-Dollar

Die geplante blockchain-basierte Plattform wird Berichten zufolge als Gateway bezeichnet und hat einen Wert von 100 Millionen Yuan (ca. 14 Millionen US-Dollar). Aus Quellen ging auch hervor, dass Shell und Macquarie beschlossen haben, direkt in Sinochem Energy Technology zu investieren.

„Die Sinochem-Gruppe hat der Technologiefirma eine interne Frist gesetzt, um strategische Investoren bis Ende September oder spätestens Oktober anzuwerben, da die Firma rote Zahlen schreibt.“

Berichten zufolge wird Gateway die Blockchain-Technologie einsetzen, um Handels- und Abwicklungsineffizienzen zu verringern, die Transparenz zu verbessern und das Betrugsrisiko in der Ölindustrie zu verringern. 

Im vergangenen Monat wurden Shell, BP und andere Ölfirmen aufgrund von juristischen Problemen von einer in den USA ansässigen Betrugsklage befreit. In der Klage behauptete eine Gruppe von Ölfutures- und Derivathändlern, die Firmen hätten die Auslandsmärkte für Brent-Rohöl manipuliert. 

Vorteile von Blockchain für den Energiesektor

Im Juli investierte Shell in das Blockchain-basierte Energie-Startup LO3, das eine Plattform zur Energieverfolgung mit Blockchain-Technologie entwickelte. Shell plant die Umwandlung seiner Investition in LO3s native XRG-Token, die als Anreiz für die Plattform dienen und für den Zugang zum dezentralen Energienetz erforderlich sind.

Im selben Monat sagte Andrew Bruce, CEO des amerikanischen Blockchain-Startups Data Gumbo, dass die Ölindustrie durch die Implementierung von Blockchain-Anwendungen wie der blockchain-basierten Vertragsausführung, im Gegensatz zu herkömmlichen Papierverträgen, mindestens 30% der Kosten einsparen könne.

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Jaguar verwendet IOTA-Technologie in einer Proof-of-Concept Demo

Das DLT-Unternehmen IOTA kooperiert mit dem Autohersteller Jaguar Land Rover bei einer PoC-Demonstration (Proof-of-Concept) zur Verfolgung der Autoenergie mit DLT.

Verfolgung von Energiequelle und -verbrauch

IOTA kündigte die Neuigkeiten in einem offiziellen Beitrag am 30. August an. Laut Ankündigung arbeitet IOTA für die Demonstration mit Jaguar Land Rover und dem französischen Energie-Forschungs- und Entwicklungszentrum Engie Lab Crigen zusammen. Die Demonstration zielt darauf ab, der Öffentlichkeit sowohl die Quelle als auch die Verwendung der Energie eines Jaguar I-Pace im Trondheim Powerhouse zu zeigen, dessen Einweihung den Hintergrund für den Proof-of-Concept bildet.

Russell Vickers, der Manager des Vehicle-as-a-Service-Engineering-Konzerns von Jaguar Land Rover, äußerte sich zu den Vorschlägen dieses PoC für die Zukunft energiebewusster Smart Cities. Er merkte an:

„Diese agile Initiative zeigt auf anschauliche Weise, wie Städte sowohl Infrastruktur als auch Verkehr in ein nachhaltiges und für beide Seiten vorteilhaftes Ökosystem verwandeln können. Wir sind gespannt darauf, wie energieeffiziente Gebäude und Fahrzeuge wie das I-Pace in dieser Demonstration positive Nachhaltigkeitsinnovationen im Einklang mit Jaguar Land Rovers Destination Zero-Strategie hervorbringen können.“

IOTAs Smart-Wallet des Jaguar I-Pace

Dem Bericht zufolge enthält der Jaguar I-Pace eine intelligente Wallet mit IOTA-Unterstützung, die zum Aufladen von Energie verwendet werden kann – eine so genannte „Green Charging“ -Funktion – die ebenfalls von IOTAs DLT verfolgt wird. Dies würde I-Pace-Besitzern die Möglichkeit geben, ihre Autos ausschließlich mit erneuerbarer Energie zu laden.

Darüber hinaus können Benutzer mit der intelligenten Wallet des I-Pace derzeit IOTA verdienen, indem das Auto automatisch Daten zu Straßenzuständen, einschließlich Informationen zu Schlaglöchern, Wetter und Verkehr, meldet. Diese Währung kann dann zum Bezahlen von Dienstleistungen wie Maut, Parken und Gebühren verwendet werden. 

IOTAs Trinity Wallet

Anfang Juni hat die IOTA Foundation ein neues intelligentes Wallet für ihre IOTA-Token vorgestellt. Diese Wallet, die sogenannte Trinity Wallet, soll unter anderem eine biometrische Authentifizierung und Keepass-konforme Sicherheit enthalten.

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Japan: Blockchain-Plattform verkauft vollautomatisch überschüssige Energie

Das australische Blockchain-Unternehmen Power Ledger und der japanische Stromanbieter Kansai Electric Power Co. (KEPCO) haben in Osaka erfolgreich einen Test für den vollautomatisierten Verkauf von überschüssiger Energie abgeschlossen.

Blockchain ermöglicht Energieaustausch

So heißt es in einer Pressemitteilung vom 12. August, dass Power Ledger über die firmeneigene Blockchain-Plattform den Verkauf von überschüssiger Energie abgewickelt hat.  

Stromanbieter KEPCO konnte über das Blockchain-System einen direkten Energieaustausch (Peer-to-Peer) zwischen den beteiligten Verbrauchern bewerkstelligen, wobei das Verfahren autonom und vollautomatisch agiert. Die entsprechende Vergütung wurde in Form einer Kryptowährung ebenfalls über die Blockchain-Plattform getätigt.

Fumiaki Ishida, der Geschäftsführer von KEPCO, kommentierte den erfolgreichen Test wie folgt:

„Obwohl es noch ein paar rechtliche Hürden gibt, zeigt das Produkt von Power Ledger bereits jetzt, dass es für Prosumenten eine tolle Gelegenheit bieten kann, ihre überschüssige Energie zu guten Preisen verkaufen zu können, während die Stromverbraucher gleichsam von fairen Preisen profitieren.“

Energiebranche setzt zunehmend auf Blockchain

Die Marubeni Corp, ein japanisches Handelsunternehmen, hatte im Juli angekündigt, eine eigene Blockchain-Plattform für den Stromhandel entwickeln zu wollen. Das Projekt zielt dabei hauptsächlich auf den australischen Markt ab, da es hier an Nachfrage von Unternehmen mangelt, die für längere Zeiträume große Mengen Strom abnehmen wollen. Die Blockchain-Plattform soll es ermöglichen diese Nachfrage auf viele kleine Firmen aufteilen zu können.  

Im gleichen Monat hat der Stromkonzern E.ON beim Europäischen Patentamt ein Patent für einen Blockchain-basierten Datensensor eingereicht, der dafür sorgen soll, dass der Verbrauch innerhalb eines Stromnetzes für Verbraucher effizienter, transparenter und flexibler wird.

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Energy Internet: USA vergibt 1 Million US-Dollar für Blockchain-Projekt

Das Energieministerium der USA ist vor allem für Energie- und Nuklearsicherheit verantwortlich. Neben Rüstungsfragen wie dem Kernwaffenprogramm, der Produktion von Kernreaktoren für die Marine und der Entsorgung radioaktiver Abfälle kümmert sich das Department auch um Fragen der Energiegewinnung und der Energieproduktion. Um die Entwicklung in letzteren Bereichen weiter voranzubringen – auch mithilfe der Blockchain-Technologie – vergibt das Ministerium Förderungen für vielversprechende Unternehmen.

Blockchain soll Energiehandel verbessern

Wie Ledger Insights berichtet, vergab das Ministerium in diesem Zusammenhang eine 1,05 Millionen US-Dollar starke Förderung an das IoT-Unternehmen BEM Controls. Dieses fließt in dessen Blockchain-Projekt mit dem Namen „Energy Internet“. Die Plattform des Unternehmens soll Inhabern von Gebäuden einen effizienteren Energiehandel ermöglichen. Nutzer der Plattform können Energie demnach von verschiedenen Quellen beziehen.

Das Energy-Internet-Projekt arbeitet mit ComEd zusammen. Diese wiederum ist Teil der Exelon Corporation, die über 10 Millionen Kunden mit Elektrizität und Gas versorgt. Darüber hinaus nehmen laut Ledger Insights die Universitäten von Denver und Virgina am Programm teil. Dazu Dr. Amin Khodaei, Vorsitzender des Electrical and Computer Egineering Department an der Universität zu Denver:

Die zunehmende Verbreitung dezentraler Energieressourcen erfordert fortschrittliche Management-Rahmenbedingungen, die die Peer-to-Peer-Kommunikation unterstützen und gleichzeitig schnell, skalierbar und sicher sind.

Mit der geplanten Plattform soll es ferner möglich sein, den Energie-Verbrauch einzelner Gebäude besser im Blick zu behalten. Denn das Energy-Internet-Projekt sieht eine Echtzeit-Abbildung des aktuellen Stromverbrauchs vor.

Dezentrale Energieversorgung durch Blockchain

Gerade die Eigenschaft der Blockchain, ohne zentrale Institution auszukommen, lässt die Technologie für den Energiesektor prädestiniert erscheinen. Denn die Technologie, die auch bei der Kryptowährung Bitcoin zum Einsatz kommt, verspricht ein großes Maß an Transparenz, Sicherheit und Effizienz. So wird der Stromhandel peer-to-peer, also direkt von Anbieter zum Kunden möglich. Der Strommarkt kann sich somit selbst organisieren.

Durch den zusätzlichen Einsatz von Smart Contracts ließe sich der Handel zudem automatisieren, was einen weiteren Effizienzgewinn im Blockchain-Energiehandel verspricht.

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