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Tokenisierung: Chancen für den Energiemarkt | BTC-ECHO

In seinem Gastbeitrag widmet sich Prof. Dr. Christof Weinhardt vom Karlsruher Institut für Technologie dem Themenspektrum der Tokenisierung und klärt die Frage, welche Chancen das Feld für den Energiemarkt biete.

Energienetze im Wandel

Um die durch Klimawandel verursachte Erderwärmung zu begrenzen, ist eine Dekarbonisierung unserer Energieversorgung unerlässlich. Die damit verbundenen weltweiten Anstrengungen zur Erzeugung erneuerbarer Energien führen zu einem Wandel der Energiesysteme. Große Kohle- und Atomkraftwerke werden zunehmend durch Wind- und Solarparks, aber auch in immer größerem Maße durch dezentrale Energieerzeugungsanlagen ersetzt. Mithilfe von Biomasse oder privaten Solaranlagen kann Strom lokal produziert und durch eine Elektrifizierung des Energiebedarfs insgesamt z.B. durch Elektrofahrzeuge auch lokal flexibel verbraucht werden. Setzt man beide Systeme richtig ein, können dezentrale Energiesysteme dabei helfen, Lastspitzen im Netz zu senken und Kosten für den Netzausbau zu verringern. Denn aktuell wird erneuerbarer Strom in Deutschland hauptsächlich von großen Windparks im Norden erzeugt, aber vor allem im industrieschweren Süden benötigt. Dies erfordert den Bau großer Nord-Süd-Stromtrassen, die zum einen viel Geld Kosten, zum anderen insbesondere bei der Bevölkerung unbeliebt sind. Hier besteht also ein großes Potenzial für den Einsatz dezentraler Flexibilitäten. Einsatzmöglichkeiten für Tokenisierung bestehen im Energienetz insbesondere in der Abwicklung solcher dezentralen Märkte und in der Koordination von Nachfrageflexibilitäten und Erzeugungsspitzen.

Tokenisierung ist die digitale Abbildung von Vermögenswerten

Tokenisierung ist ein Prozess, bei dem Vermögenswerte durch digitale Token abgebildet werden. Diese Token können auf einer Blockchain transferiert, gespeichert oder verändert werden und stellen die Eigentumsverhältnisse des Vermögenswerts dar. Damit ist der Begriff der Tokenisierung nicht auf einen einzelnen Markt, wie beispielsweise den Energiemarkt, beschränkt. Es können sowohl physische, als auch nicht-physische Vermögenswerte tokenisiert werden. Bekannte Anwendungsfälle für Tokenisierung sind die digitalen Abbildungen von Immobilien und Rohstoffen, Patent- und Lizenzrechten, Schuldverschreibungen, sowie Kunstgegenständen und anderen Luxusgütern.

Tokenisierung ermöglicht neue Märkte, erhöht Markteffizienz und schafft klare Eigentumsververhältnisse

Es gibt zahlreiche Vorteile von Tokenisierung. Sie erleichtert den Handel mit Vermögenswerten, die zuvor nur schwer oder gar nicht gehandelt werden konnten, wie z.B. digitaler Kunst oder von Echtzeitzertifikaten erneuerbarer Erzeugung. Tokenisierung schafft damit nicht nur neue Märkte, sondern erhöht auch die Liquidität in zuvor illiquiden Märkten. Investoren haben zudem die Möglichkeit, einen Teil eines unteilbaren Vermögenswertes unkompliziert zu erwerben. Durch den direkten Transfer auf der Blockchain fallen Intermediäre weg, was die Markteffizienz erhöht. Außerdem wird der Handel mit Vermögenswerten sicherer. Die Blockchain ist ein öffentliches und unveränderliches Register, in dem die Eigentumsverhältnisse von Vermögenswerten eindeutig geklärt sind und jederzeit eingesehen werden können.

Tokenisierung ermöglicht eine sichere Abwicklung dezentraler Energiemärkte

Auf lokalen Energiemärkten können Haushalte untereinander lokal generierten Strom handeln. Dadurch werden die Teilnehmenden stärker in ihre eigene Erzeugung involviert und lokale Wertschöpfung rückt in den Fokus. Mit der Tokenisierung solcher Energiesysteme durch die Blockchain-Technologie lässt sich zum einen der Energiehandel, zum anderen die Steuerung lokaler Energieressourcen dezentral nachvollziehen. Hier gilt dem Schutz der Privatsphäre im Hinblick auf Energieverbrauchsdaten höchste Priorität. Gerade die soziale Nähe in lokalen Energiegemeinschaften sorgt dafür, dass die meisten Teilnehmenden sich persönlich kennen. Aus technischer Sicht sind lokale Energieinitiativen in Deutschland, wie etwa das Landau Microgrid Project (LAMP) des KIT, in der Lage, Blockchain-Technologie bei sich umzusetzen.  Ein grundlegendes Verständnis über die Funktionalität und Architektur einer Blockchain-Anwendung existiert und wurde in Modellversuchen auch bereits umgesetzt. Auch aus der Perspektive des lokalen Marktes, in dem die Koordination von Energieangebot und Nachfrage vermittelt wird, ist eine Tokenisierung möglich. 

Auch in anderen Peer-to-Peer-Energiemarktprojekten wird Tokenisierung mithilfe der Blockchain-Technologie genutzt, um ein hohes Maß an Prozesssicherheit und Transparenz zu gewährleisten. Dazu gehören zum Beispiel das Projekt Pebbles der Allgäuer Überlandwerke oder das im Jahr 2020 abgeschlossene Quartierstrom-Projekt im schweizerischen Kanton St. Gallen.

Tokenisierung als Herkunftsnachweis für erneuerbaren Strom

Durch den Bezug von Ökostrom mit einem Ökostromtarif kann man in seinem Haushalt mit gutem Gewissen ein Elektrofahrzeug anschaffen, schließlich wird der benötigte Strom ja nachhaltig, also klimafreundlich produziert. Aber stimmt das überhaupt? Können Kund:innen nachvollziehen, woher ihr Strom stammt? Zwar lässt sich über den Herkunftsnachweis prinzipiell zeigen, dass ein Stromanbieter sein Angebot aus regenerativen Quellen bezieht, letztlich speisen aber alle Anlagen in dasselbe Netz ein, unabhängig davon, ob der produzierte Strom nachhaltig ist. Eine exakte Zuordnung der geflossenen Strommenge ist somit nicht möglich. Ein Herkunftsnachweis auf Blockchain-Basis könnte hier Abhilfe schaffen. In verschiedenen Pilotprojekten untersucht beispielsweise die EnBW, wie mit solchen Nachweisen der tatsächliche Stromfluss transparent und fälschungssicher nachverfolgt werden kann. Durch den Einsatz intelligenter Stromzähler können Kund:innen damit in Echtzeit sehen, aus welcher Anlage ihr Strom tatsächlich stammt.

Das Potenzial zur Tokenisierung im Energiemarkt ist noch nicht ausgeschöpft

Neben den bereits genannten Einsatzmöglichkeiten von Tokenisierung im Energiesektor sind noch weitere Anwendungsfelder denkbar. Eine Möglichkeit ist die Dokumentation von Bezugsrechten bei gemeinsamer Nutzung einer Solaranlage oder eines Batteriespeichers. Außerdem ermöglicht Tokenisierung eine flexiblere Aufteilung des Stromverbrauchs zwischen mehreren Parteien. Statt wie bisher nur einen Energieversorger zu haben, könnten Haushalte oder die Industrie so Verträge über anteilige Versorgung oder feste Bezugsmengen mit mehreren Energieversorgern schließen. Eine genauere Beschreibung dieser Möglichkeiten liefert ein Whitepaper der EnBW. Eine weitere Einsatzmöglichkeit von Tokenisierung im Energiemarkt ist eine Erweiterung des Blockchain-Herkunftsnachweises über die Sektorengrenzen hinaus. Bei der Erzeugung von Wasserstoff durch Elektrolyse oder den Betrieb von Wärmepumpen ermöglicht Tokenisierung eine ganzheitliche Nachverfolgung des Weges von der Stromquelle bis hin zum Endverbrauch. 

Prof. Dr. Christof Weinhardt ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH.

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Elon Musk: Bitcoin-Mining könnte nun bereits nachhaltig genug sein

Der Tesla-CEO Elon Musk hat angedeutet, dass die Kryptobranche auf bestem Weg ein eine grünere Zukunft sei. Tesla werde aber vorerst keine Bitcoin-Zahlungen akzeptieren.

Auf „The ₿ Word“, einer virtuellen Bitcoin (BTC)-Veranstaltung mit Twitter-CEO Jack Dorsey, Cathie Wood von Ark Invest und Moderator Steve Lee von Square Crypto, sagte Musk, Tesla werde „höchstwahrscheinlich“ wieder Krypto-Zahlungen für seine Fahrzeuge in Betracht ziehen. Der CEO erklärte im Mai, das Unternehmen werde keine solchen mehr annehmen. Aber nun hieß es, er werde sorgfältig alles prüfen, bevor er eine Entscheidung trifft.

„Es scheint einen positiven Trend bei der Energienutzung von Bitcoin zu geben“, so Musk. Er äußerte sich auch skeptisch im Hinblick auf die Geschwindigkeit, mit der sich das Netzwerk in Richtung grüner Energie bewegt hat. „Es ist einfach nicht möglich, die Strommenge in so kurzer Zeit mit erneuerbaren Energien zu verdoppeln oder zu verdreifachen. Die Mission von Tesla ist es, den Wechsel zu nachhaltigem Strom zu beschleunigen. Wir können kein Unternehmen sein, das sich genau das zum Ziel gesetzt hat, aber nicht sorgfältig genug die Energienutzung von Bitcoin prüft.“

Er fügte hinzu:

„Es sieht so aus, als ob sich Bitcoin viel stärker in Richtung erneuerbare Energien verlagert und viele der schweren Kohlekraftwerke, die definitiv genutzt wurden, abgeschaltet worden sind, besonders in China. Ich möchte das alles ein wenig sorgfältiger prüfen, um zu sehen, ob die Nutzung der erneuerbaren Energien bei oder über 50 Prozent liegt und ob es einen steigenden Trend gibt. Wenn das der Fall ist, wird Tesla wieder Bitcoin akzeptieren.“

In diesem Zusammenhang: Elon Musk will mit Twitter-CEO Jack Dorsey auf Bitcoin-Veranstaltung sprechen

Screenshot aus The ₿ Word

Im Mai twitterte Musk, Tesla würde keine Bitcoin-Zahlungen mehr akzeptieren, weil das Netzwerk „immer mehr fossile Brennstoffe verbraucht“. Der Kurs fiel daraufhin zum ersten Mal seit Februar auf unter 40.000 US-Dollar. Der Tesla-CEO stellte später klar, die Firma würde BTC-Transaktionen wieder annehmen, wenn bestätigt werden könne, dass die Miner mehr als 50 Prozent saubere Energie verwenden und es einen positiven Zukunftstrend gibt.

Musk sprach auch über die Vorwürfe von Experten. Diese warfen ihm aufgrund seiner Social-Media-Posts über Kryptowährungen wie BTC und Dogecoin (DOGE) vor, ein Pump-and-Dump-System inszeniert zu haben. Er sagte, die einzigen drei „bedeuten“ Vermögenswerte, die er abgesehen von SpaceX und Tesla-Aktien besitze, seien BTC, DOGE und Ether (ETH). Weder er noch Tesla hätten seit der Ankündigung zu den Krypto-Zahlungen Bitcoin verkauft.

„Wenn der Bitcoin-Kurs sinkt, verliere ich Geld“, so Musk:

„Ich pumpe vielleicht, aber ich dumpe nicht. Ich habe definitiv kein Interesse daran, den Kurs nach oben zu treiben und zu verkaufen oder so etwas.“

In diesem Zusammenhang: Mitteilung an Mr. Musk: Bitcoin ist nicht Schuld an der schmutzigen Energie

Wie Cointelegraph berichtete, sagte Musk im April, Tesla habe einen Teil seiner Bitcoin-Bestände verkauft und damals etwa 272 Mio. US-Dollar bekommen. Das sollte dem Zweck dienen, die Liquidität des Vermögenswertes als Alternative zu Bargeld zu beweisen. Er hat nicht verraten, wie viel Krypto er persönlich besitzt. Er erklärte aber, dass sogar sein einjähriger Sohn ein paar Dogecoin besitze.

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Kryptoverband will chinesische Mininig-Unternehmen nach Russland holen

Ein einflussreicher russischer Kryptoverband bemüht sich darum, aus China fliehende Mining-Unternehmen nach Russland abzuwerben.

Die „Russian Association of Cryptoeconomics, Artificial Intelligence and Blockchain“ (RACIB) hat dementsprechend eine Initiative ins Leben gerufen, durch die Mining-Power in die Russische Föderation gelotst werden soll. Genauere Informationen zu den Bemühungen will der RACIB zu einem späteren Zeitpunkt offenlegen, wie ein Sprecher gegenüber Cointelegraph bestätigt.

Immerhin ist bekannt, dass das Projekt des RACIB in enger Zusammenarbeit mit den russischen Regierungsbehörden und staatlich geführten Unternehmen durchgeführt wird. So werden dafür unter anderem regionale und themenspezifische Arbeitsgruppen gegründet.

Eine dieser Arbeitsgruppen ist zum Beispiel auf „ökologisches Mining“ ausgerichtet, und soll sich allen voran um den Aufbau umweltfreundlicher Mining-Farmen kümmern, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Während Wasserkraft und Kernkraft in Russland reichlich vorhanden sind, soll hier auch ganz besonders die Nutzung von „grünen Energien“ wie Windkraft in den Vordergrund gerückt werden.

Das Projekt hat bereits namhafte Partner in China, darunter ein Konsortium der größten Mining-Unternehmen des Landes. Wie es in der Ankündigung der RACIB heißt, verfügen die Mitglieder des Konsortiums über „mehr als 25 % der weltweiten Hashrate aller großen Kryptowährungen“.

Laut den Daten von NS Energy ist Russland mit mehr als 1.100 Terawattstunden hinter China, den USA und Indien der viertgrößte Stromproduzent der Welt. Allein im Jahr 2021 soll Russland mehr als 1.100 Megawatt zusätzlich erschlossen haben, wofür unter anderem Windkraftanlagen in den Regionen Rostov, Kalmykia, Adygea und Stavropol zum Einsatz kommen.

Die Bemühungen aus Russland öffnen für chinesische Mining-Unternehmen eine weitere Tür für eine mögliche Abwanderung. Ausgelöst durch das verstärkte Vorgehen der chinesischen Regierung gegen die heimische Miningbranche wollen immer mehr Firmen die Heimat verlassen. Eine große Gelegenheit für den Rest der Welt, denn China ist mit Abstand der Dreh- und Angelpunkt des globalen Krypto-Minings.

Wie das Cambridge Centre for Alternative Finance angibt, war die chinesische Bitcoin-Hashrate, also die aus China zur Verfügung gestellte Rechenleistung, jedoch schon vor den Schlägen durch die Regierung rückläufig. Während diese im September 2019 noch bei 75,5 % lag, wurden im April 2021 nur noch 46 % verzeichnet. In den USA ist die Hashrate im gleichen Zeitraum von 4 % auf fast 17 % angestiegen, während in Russland und Kasachstan eine Steigerung auf 8 % festgestellt wurde.

Russland ist nicht das einzige Land, das sich um die chinesischen Mining-Unternehmen bemüht. So wirbt zum Beispiel auch der Bürgermeister von Miami aktiv um eine Ansiedlung in seiner Stadt.

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China schließt Krypto-Mining-Betriebe in Anhui

Die chinesische Regierung geht weiterhin hart gegen die Kryptowährungs-Mining-Branche vor und setzte den Krypto-Mining-Betrieb in einer weiteren Provinz aus.

Die Behörden der kleinen ostchinesischen Provinz Anhui haben eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, um dem wachsenden Strombedarf und dem damit verbundenen Stromversorgungsengpass in den nächsten drei Jahren zu begegnen, wie die lokale Nachrichtenagentur Hefei Online am Mittwoch berichtete.

Anhui will den Energieverbrauch eindämmen. Daher plant die Provinz, Krypto-Mining-Projekte einzustellen und neue Initiativen, die große Mengen an Strom verbrauchen, zu überprüfen. Die lokalen Behörden planen auch, neue Richtlinien für den Bau von Rechenzentren einzuführen und eine Reform der Strompreise zu fördern, um die Energienutzung in der Provinz zu optimieren.

Die chinesische Provinz Anhui ist dafür bekannt, dass sie einst zu den ärmsten Provinzen Chinas gehörte und erst im Jahr 2020 von der offiziellen Liste der verarmten Gebiete gestrichen wurde. Anhui ist die achtgrößte Provinz des Landes nach der Einwohnerzahl. Das Stromnetz der Provinz wird von mehreren Wasserkraftwerken sowie Wind- und Solarkraftwerken und überwiegend von Kohlekraftwerken betrieben.

In diesem Zusammenhang: Chinesische Wasserkraftwerke verkauft: Krypto-Miner wandern ins Ausland ab

Es wurde berichtet, dass der kürzliche harte Durchgriff in Anhui im Rahmen einer breiter angelegten Initiative zur Schließung aller Krypto-Mining-Betriebe in ganz China durchgeführt worden sei.

Der chinesische Krypto-Journalist Colin Wu berichtete am Mittwoch, dass Chinas staatlicher Stromanbieter eine Mitteilung an das ganze Land herausgegeben habe, in der es hieß, dass Mining virtueller Währungen gestoppt werden sollte. „Derzeit haben auch einige Provinzen mit unzureichendem Strom in China, wie etwa Henan und Anhui, das allmählich implementiert“, fügte er hinzu.

Bereits zuvor gab es starke, regulatorische Durchgriffe gegen das Krypto-Mining in China. Es kam dabei zu Verboten in anderen chinesischen Provinzen, darunter Yunnan und Sichuan, einer der größten Wasserkraft-Mining-Zentren des Landes. Die Behörden in Xinjiang, der Inneren Mongolei und Qinghai haben ebenfalls die Schließung von Mining-Betrieben angeordnet.

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Greenidge will „grünes“ Miningzentrum in South Carolina eröffnen

Das Mining-Unternehmen Greenidge Generation hat angekündigt, dass es noch in diesem Jahr den Betrieb im amerikanischen Bundesstaat South Carolina aufnehmen will.

Wie Greenidge in einer entsprechenden Pressemitteilung vom Freitag angibt, soll das Miningzentrum in der Stadt Spartanburg überwiegend klimaneutral sein. Dazu hat das Mining-Unternehmen einen 10-jährigen Mietvertrag mit der Druckerei LSC Communications abgeschlossen, um in den Hallen der Firma „Ende 2021 oder Anfang 2022“ mit dem Mining von Bitcoin loszulegen.

Laut Greenidge kann das Werk bis zu 80 Megawattstunden ziehen, wovon zwei Drittel aus klimaneutralen Quellen wie Kernenergie stammen. Greenidge-CEO Jeff Kirt betont, dass damit ein weiterer Schritt gemacht werden soll, um „umweltfreundliches Bitcoin-Mining“ in den USA zu ermöglichen.

Das Unternehmen betreibt in New York bereits ein eigenes Kraftwerk zur Stromerzeugung für ein weiteres Miningzentrum, das bis 2022 auf eine Leistung von 85 Megawattstudnen ausgebaut werden soll. Obwohl Greenidge sich als Marktführer für „grünes Krypto-Mining“ positionieren will, halten Kritiker der Umweltschutzorganisation Seneca Lake Guardian entgegen, dass Greenidge hier lediglich von Braunkohle auf Erdgas umgestiegen ist, das wiederum aus umweltschädlichem Fracking gewonnen wird.

Während Greenidge sich als nächstes in South Carolina ansiedelt, haben chinesische Mining-Unternehmen, die in die USA auswandern, inzwischen Texas als neuen Geschäftssitz ausgemacht. Das Mining-Unternehmen Blockware hat am Donnerstag wiederum bekanntgegeben, dass es nach Kentucky ziehen wird. Der Bundesstaat hat mit die niedrigsten Stromkosten in der ganzen USA.

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Vourity will Kryptozahlungen für 50.000 E-Ladesäulen ermöglichen

Das schwedische Softwareunternehmen Vourity will für 50.000 E-Ladesäulen Kryptowährungen als Zahlungsmittel aktivieren. Gemeinsam mit HIPS beginnt die Umsetzung im November.

Die E-Mobilität hält weiter Einzug in Europa. Peu à peu entwickelt sich auch die dafür relevante Ladeinfrastruktur mit. Eine neue Kooperation zwischen dem irischen Zahlungsdienstleister HIPS Payment und dem schwedischen Softwareunternehmen Vourity möchte diese Entwicklung beschleunigen. Gemeinsam plant man, eine Zahlungsfunktion mit Kryptowährungen bei 50.000 Ladestationen einzuführen. Das gab Vourity in einer Pressemitteilung bekannt. Die Beweggründe erklärte Hans Nottehed CEO bei Vourity folgendermaßen:

Bei Vourity dreht sich alles um Innovation. Das beginnt damit, dass wir den E-Fahrern zuhören, um ihre Bedürfnisse zu verstehen und zu erfüllen. Wir wollen es Fahrern leicht machen, ihr Auto aufzuladen. Eine offene Plattform anzubieten, die Kryptozahlungen ermöglicht, ist die daher die logische Wahl für unsere Welt der nächsten Generation.

Hans Nottehed CEO bei Vourity.

Vourity gibt starken Hinweis auf Ethereum

Um welche digitale Währung es sich dabei handelt, ist zwar noch nicht bekannt, jedoch ist stark davon auszugehen, dass die Wahl auf Ethereum fallen wird. Diese Vermutung ergibt sich aus einem Bild auf Homepage von Vourity, dass ein Zahlungsterminal zeigt. Dort findet sich neben gängigen Diensten wie Apple- oder Google Pay auch die Kategorie “Crypto”. Darunter ist das ETH-Symbol zu sehen.

Die Krypto-Integration in die Ladestationen des schwedischen Unternehmens erfolgt dabei über das HIPS Merchant Protocol (HMP), das auf Ethereum und Solana gebaut wurde. Kryptowährungen sollen so über das HMP mit den Ladestationen verbunden werden. Das Vorhaben soll noch in diesem Jahr im November starten. Verläuft alles planmäßig, ist mit der Abschluss der Integration in ungefähr drei Jahren zu rechnen.

Derweilen bemüht man sich auch in Deutschland um eine Vereinfachung der Zahlungsvorgänge bei E-Ladesäulen. Derzeit ist der Markt stark fragmentiert, weshalb Kunden zumeist Accounts bei verschiedenen Anbietern eröffnen müssen. Dieser Problematik will sich unter anderen das Berliner Start-up peaq Technology annehmen. Bereits seit zwei Jahren arbeitet man dort mit mehreren deutschen Automobilgruppen an einer dezentralen Plattform, die Lade- und Bezahlvorgänge von E-Autos um ein Vielfaches vereinfachen soll. Mittels der DLT bekommt jedes registrierte Auto oder Ladesäule eine eigene, souveräne Identität. Mit dieser kann sich das Elektroauto an der Ladesäule authentifizieren. Ist diese erfolgreich, beginnt der Ladeprozess. Zudem ist man vor Kurzem als erstes Krypto-Unternehmen dem Verband der Automobilindustrie (VDA) beigetreten.

Wie die Blockchain unsere Mobilität allgemein beeinflusst, könnt ihr indes in der aktuellen Ausgabe des Kryptokompass nachlesen.

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Gemini will mit CO2-Zertifikaten Umweltschäden von Bitcoin ausgleichen

Die große Kryptobörse Gemini, die von den prominenten Winklevoss-Zwillingen Cameron und Tyler gegründet wurde, will ihren CO2-Fußabdruck durch den Handel mit Bitcoin (BTC) mindern, indem sie Emissionsrechte erwirbt.

Den entsprechenden Schritt hat die Krypto-Handelsplattformen am heutigen Donnerstag im Rahmen einer langfristigen Kooperation mit der Non-Profit-Organisation Climate Vault, die von der Universität Chicago ins Leben gerufen wurde, bekanntgegeben.

Im Zuge dessen will die Gemini Emissionsrechte im Umfang von 350.000 Tonnen CO2 aufkaufen, um die Umweltschädigung durch das Mining von Bitcoin wenigstens etwas aufzufangen.

Wie aus der zugehörigen Mitteilung hervorgeht, kauft Gemini die Zertifikate direkt aus dem staatlich regulierten Emissionshandel, der auf eine bestimmte Menge beschränkt ist. Dies bedeutet wiederum, dass andere Unternehmen die entsprechenden Zertifikate nicht zur Verfügung haben, und stattdessen ihren CO2-Ausstoß reduzieren müssen. Die Umweltbelastung von Bitcoin würde so also indirekt sinken. Laut den Rechnungen von Gemini ist der Wert der erworbenen Zertifikate vergleichbar mit dem Ausstoß eines Autos nach 1 Mrd. Meilen.

Die Partnerschaft mit Climate Vault hat langfristig zum Ziel, dass die Umweltbelastung der von Gemini gehaltenen Bitcoin stetig reduziert und irgendwann auf null gesenkt wird. Doch dabei soll es nicht bleiben, denn die Kryptobörse spendet zudem über ihren Gemini Opportunity Fund 1 Mio. US-Dollar Fördergeld an Unternehmen, die vorrangig auf Nachhaltigkeit setzen, was zugleich Teil der eigenen Umweltschutzkampagne Gemini Green ist.

„Je mehr Bitcoin sich als marktführendes Wertaufbewahrungsmittel durchsetzt, desto mehr sind wir dazu verpflichtet, die Nachhaltigkeit für zukünftige Generationen zu berücksichtigen. Wir freuen uns, gemeinsam mit Climate Vault, unsere Belastung durch Mining, das nicht mit erneuerbaren Energien betrieben wird, reduzieren zu können und die Umweltverträglichkeit von Bitcoin steigern zu können“, wie Gemini-CEO Tyler Winklevoss erklärt.

Dass auch die Anleger ein erhöhtes Interesse an Klimaneutralität zeigen, ist am Beispiel von One River Digital zu erkennen. Der Bitcoin-Investmentfonds der Firma, der sich überwiegend aus „grünen“ Bitcoin zusammensetzt, wurde im Juni besonders stark nachgefragt.

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Miami will chinesische Mining-Firmen mit günstigem und „sauberem“ Strom locken

Immer mehr Mining-Power von Bitcoin (BTC) verteilt sich auf Nordamerika, weshalb sich der Bürgermeister der US-Metropole Miami nun darum bemüht, dass seine Stadt zum Anlaufpunkt für die Mining-Branche wird.

So warb Bürgermeister Francis Suarez am Donnerstag offen bei CNBC um ausländische Mining-Unternehmen, die sich in seiner Stadt niederlassen sollen.

Laut Suarez verfügt Miami über reichhaltigen Strom aus Atomkraftwerken, was besonders für Mining-Unternehmen attraktiv sei, die angesichts der aktuellen Kritik am CO2-Ausstoß durch Bitcoin-Mining verstärkt auf „saubere“ Energien setzen wollen. Zur Erklärung: In China, dem Marktführer der Branche, wird zum großen Teil Strom aus Kohlekraftwerken für die Gewinnung von Bitcoin verbraucht.

Suarzen hatte sich zuletzt selbst in die Diskussion eingeschaltet und behauptet, dass 90 % des Mining-Stroms für Bitcoin aus „dreckigen Energiequellen“ stammt.

Damals argumentierte der Bürgermeister von Miami, dass ein Umzug der Mining-Branche in die USA maßgeblich zu deren Umweltverträglichkeit beitragen könne.

Um die ausländischen Mining-Unternehmen dabei ganz besonders von Miami zu begeistern, will verspricht Suarez, dass die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit den regionalen Energieanbietern dafür sorgen will, dass die Stromkosten möglichst gering sind. Minimale Regulierung und steuerliche Begünstigung stellt er ebenfalls in Aussicht.

Billiger und sauberer Strom in Verbindung mit einer förderlichen Regulierung könnte Miami also zum interessanten Ansiedlungspunkt für die Mining-Branche machen. Bisher hatten sich die amerikanischen Bundesstaaten Texas und Wyoming als wichtigste Standorte in den USA herauskristallisiert.

Dabei ist dieses Vorhaben wohl nur Teil eines größeren Plans, denn Suarez hatte schon vor einigen Monaten angekündigt, dass er Miami zur „Bitcoin-Hauptstadt der Welt“ machen wolle.

Die Einladung von Suarez kommt für chinesische Mining-Unternehmen zu einem günstigen Zeitpunkt, da die Regierungsbehörden des Landes wieder verstärkt gegen die heimische Branche vorgehen. So mussten in dieser Woche mehrere Miner aus der Provinz Sichuan ihren Betrieb auf Druck der Behörden einstellen.

Die Politik von Peking könnte nicht ohne Folge bleiben, denn Chinas Mining-Unternehmen registrieren die Angebote aus anderen Ländern. So bestätigt ein Sprecher von BTC.top gegenüber Cointelegraph, dass seine Firma in der Tat bereits konkret über eine Umsiedlung nach Übersee nachdenkt.

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Wien Energie und Riddle & Code starten Tokenisierungs-Plattform für Photovoltaikanlagen

Der österreichische Stromversorger Wien Energie und die Wiener Blockchain-Firma Riddle & Code haben eine Tokenisierungs-Plattform für Photovoltaikanlagen gestartet, so eine gemeinsam veröffentlichte Pressemitteilung der Partner vom 7. Juni.

Kapitalbeschaffung und Stromverkauf via Token

Die Blockchain-gestützte Plattform mit dem Namen MeiPower ermöglicht durch den Erwerb von Token Mikro-Investments in große Energieprojekte. Über MeiPower können sich Verbraucher sowohl am Energieverbrauch als auch an der Energieerzeugung von Photovoltaikanlagen in Österreich beteiligen.

Für ihre Beteiligung erhalten die Investoren abhängig von der jeweiligen Anlage produzierten Strommenge eine bestimmte Zahl von Token, welche wiederum für die Bezahlung der Stromrechnung verwendet werden können.

Die genaue Funktionsweise von MeiPower aus Sicht der Investoren erläutert Wien Energie folgendem Werbevideo anhand einer ersten Implementierung für ein BürgerInnen-Solarkraftwerk in der Schafflerhofstraße.

Über www.klimaschützen.at können Verbraucher 5.000 “Sonnenpakete” zu je 250 Euro erwerben, die Wien Energie über jährlich ausgestellte Energiegutscheine in Form von jeweils 50 Euro zurückerstattet. Hinter diesen “Enegie-Gutscheinen” stecken über MeiPower erzeugte Token, welche wiederum an dem System angebunde Photovoltaikanlage abbilden.

Stromhandel auf der Blockchain

Projekte für den Blockchain-Energiehandel gewinnen an Popularität. In Deutschland ermöglicht das Startup Stromdao beispielsweise ein Blockchain-Verfahren zur variablen Stromabrechnung.

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Trotz Marktcrash – Bitcoin-Mining in Argentinien weiterhin profitabel

Während der Kryptomarkt weiterhin schwächelt, haben immerhin die Bitcoin-Miner in Argentinien wieder Grund zur Freude, da ihnen die heimische Wirtschaftslage und Energiepolitik in die Karten spielt.

Wie ein in der Buenos Aires Times abgedruckter Artikel von Bloomberg berichtet, arbeiten argentinische Miner aktuell so profitabel wie selten, was auf einen Mix aus Devisenverkehrsbeschränkungen, Energiesubventionen und massive Inflation zurückzuführen ist.

Die vorteilhaften Voraussetzungen locken inzwischen sogar ausländische Investoren an, so plant das kanadische Mining-Unternehmen Bitfarms Ltd. nun angeblich das größte Mining-Rechenzentrum Südamerikas in Argentinien. Die Mining-Branche ist eine der wenigen Branchen des Landes, die in einer gebeutelten Wirtschaft aufblüht. Bitfams schätzt, dass in dem Rechenzentrum ein BTC für lediglich 4.000 US-Dollar gemint werden könnte.

„Obwohl der Bitcoin-Kurs auf dem niedrigstem Stand seit mehreren Monaten ist, ist das Mining in Argentinien durch die niedrigen Energiekosten in US-Dollar weiterhin profitabel“, wie Agustin Beltramo für Cointelegraph erklärt.

Allerdings warnt Beltramo davor, dass Privathaushalte sich Mining-Equipment anschaffen, denn die hohen Anschaffungskosten könnten schnellen Profiten einen Strich durch die Rechnung machen.

„Die Wahrheit ist, dass obwohl Mining in Argentinien aktuell billig ist, nicht jeder sofort davon profitieren kann. Die Mining-Power ist die wichtigste Variable, was die Rentabilität von Mining in Argentinien angeht“, so der Experte. Dem fügt er an:

„Diejenigen, die schon lange minen, werden die wahren Gewinner sein, denn sie haben ihr Equipment schon lange und haben es bereits abbezahlt. Diejenigen, die jetzt erst damit anfangen, können frühestens mittel- bis langfristig mit Profit rechnen.“

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