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STO made in Germany: Reederei Vogemann emittiert renditestarken Security Token

Die Hamburger Reederei will emissionsarme Schiffe mit der Ausgabe eines Blockchain-Tokens finanzieren. Anlegern winkt mindestens acht Prozent Rendite.

Die Hamburger Reederei Vogemann beschreitet neue Wege. Mit einem Security Token Offering (STO) will das deutsche Unternehmen den Bau von zukunftsweisenden Schiffen finanzieren.

Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, die BTC-ECHO vorliegt, können Investoren bereits ab einem Betrag von 1.000 Euro an der digitalen Wertpapieremission teilnehmen. So richtet sich das STO sowohl an institutionelle Investoren als auch Privatanleger. Wer an dem STO teilnimmt, erwirbt mit dem Green Ship Token sogenannte Genussrechte bei der Reederei.

Anleger dürfte allen voran die Rendite interessieren – und die ist mit jährlich acht Prozent stattlich. Sollte Vogemann grüne Zahlen schreiben, winken zudem Gewinnanteile von 50 Prozent.

Digitale Wertpapiere für grüne Frachtschiffe

Wie das Unternehmen schreibt, soll das eingenommene Kapital in moderne sogenannte Bulker fließen. Dabei handelt es sich um Schüttgutfrachter, die zum Transport von Getreide, Düngemittel, Stahlprodukte, Erz und Kohle verwendet werden. Diese sollen demnach modernsten Umweltauflagen entsprechen und bis zu 40 Prozent an Treibstoff einsparen können.

Wir peilen insbesondere sogenannte Green Ships an. Sie bieten die ideale Kombination aus gesteigerter Energieeffizienz mit reduzierten Emissionswerten. Dadurch sind sie nicht nur schonender für die Umwelt, sondern sorgen auch für geringere Treibstoffkosten und höhere Charterraten,

gibt Jens-Michael Arndt, seines Zeichens geschäftsführender Gesellschafter der Reederei, zu Protokoll.

Emission auf Ethereum

Auf der technischen Seite setzt Vogemann auf die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, Ethereum. In Kooperation mit dem Token-Portal und Agora-Ableger Ive.one hat das Unternehmen eine maßangefertigte Blockchain-Lösung entwickelt, die den STO verwaltet. Die regulatorische Absegnung kommt indes aus Liechtenstein. Die FMA Finanzaufsicht Liechtenstein hat den Wertpapierprospekt bereits am dritten Juli dieses Jahres gebilligt und so den Weg für frisches Kapital freigemacht.

Security Token Offerings haben hierzulande immer noch ein schweren Stand. Zunächst gelobt als reguliertes Pendant zu Initial Coin Offerings (ICO), wollen sie ihr Nischendasein nicht so recht verlassen. Zuletzt berichteten wir über das Gießener Unternehmen Palmtrip, dass mit dem Security Token PALM Fremdkapital für den Erwerb von Ferienwohnung auf Mallorca einsammeln will. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat den entsprechenden Wertpapierprospekt ferner am 30. April gebilligt.

Dass so mancher STO trotz geringer Verbreitung zum Kassenschlager werden kann, zeigte Bitbond. Das Start-up verkaufte bereits am ersten Tag Token im Wert von einer Million Euro.

Wer mehr über Security Token Offerings, seine Fallstricke sowie die Unterschiede zum umregulierten Pendant, den ICOs, erfahren möchte, darf gerne einen Blick in die BTC-ECHO Academy werfen.

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Ethereum – ein letztes Aufbäumen oder ready for Mondreise?

Die Zahl der aktiven Ethereum-Wallets hat ein Zweijahreshoch erreicht. Das steckt hinter dem regen Treiben.

Wenn man einen Blick auf die Aktivität im Ethereum-Netzwerk wirft, könnte man meinen, der nächste Bull Run sei nur eine Frage der Zeit. Die Zahl der Wallet-Adressen, die aktiv an Transaktionen beteiligt sind, ist seit Jahresbeginn rasant angestiegen. Wie aus Daten des Blockchain-Analyseportals Glassnode hervorgeht, bewegt sich die Zahl der aktiven Ethereum Wallets auf einem Niveau, wie es das Netzwerk zuletzt vor zwei Jahren gesehen hat.

Die Zahl der aktiven Ethereum-Adressen. Quelle: Glassnodes.com

Auffallend ist dabei, dass sich die Zahl der aktiven Wallets zunehmend vom Ether-Kurs zu entkoppeln scheint. Beide hatten ihr Allzeithoch Ende 2017, am Höhepunkt des ICO-Hypes. Der Ether-Kurs betrug seinerzeit knapp 1.400 US-Dollar, die Zahl der aktiven Wallets belief sich auf über 600.000.

Ethereum boomt: DeFi sei Dank?

Der rapide Anstieg, den die Zahl der aktiven ETH-Wallets seit dem Frühjahr verbucht, korreliert zeitlich mit dem kometenhaften Aufstieg von DeFi-Projekten wie Compound und Synthetix. So konnte Compound praktisch aus dem Stand MakerDAO als die DeFi-Plattform mit dem größten Lending Pool ablösen. Was alle DeFi-Projekte (mit Ausnahme des Bitcoin Lightning Network) vereint, ist, dass sie auf Ethereum aufbauen.

DeFi-Ranking von defipulse.com (Screenshot): Ethereum, wohin das Auge blickt

Es wäre jedoch voreilig, DeFi alleine für den Wachstumsschub des ETH-Netzwerks verantwortlich zu machen. Denn selbst Compound (COMP), der neue Branchenprimus, hat mit mit einem Allzeithoch von 3.000 aktiven Wallets vergleichsweise wenig zum starken Gesamtbild beigetragen.

Tatsächlich scheint ein gewisser Anteil an der neuen Netzwerk-Aktivität auf einen wohlbekannten Stable Coin zurück zu gehen: Tether. Seit einem knappen Jahr finden die meisten Tether-Transaktionen auf Ethereum statt. Daten von Coinmetrics zeigen die wachsende Kluft zwischen E-Tether und der „originalen“ Omnilayer-Version von USDT.

Zahl der aktiven Wallets für den Stable Coin Tether. Oben/hellggrün: Ethereum-Tether, unten: Omnilayer. Quelle: coinmetrics.io

Da für das Überweisen von USDT Gebühren in ETH anfallen, ist davon auszugehen, dass der Stable Coin seinen Teil zur vermehrten Aktivität auf der Ethereum Blockchain beigetragen hat und weiterhin beiträgt.

Der Trubel vor dem Sturm

Ein weiterer Faktor, der dem Ethereum-Netzwerk Zulauf verschafft, ist die Aussicht auf das nächste bedeutende Netzwerkupdate. Mit der Hard Fork Serenity Phase 0 soll das Netzwerk noch in diesem Jahr der Weg zum Proof-of-Stake-Mechanismus geebnet werden. Durch die Abwendung vom energiehungrigen und vergleichsweise langsamen Proof-of-Work-Verfahren soll Ethereum vor allem skalierbarer werden – ein entscheidender Punkt, wenn Ethereum langfristig als DeFi- und Smart-Contract-Plattform relevant bleiben will.

Die Uhr tickt jedenfalls: Mittlerweile nimmt die Konkurrenz deutlich an Fahrt auf. Vor allem Cardano, die Smart-Contract-Plattform von Ethereum-Mitgründer Charles Hoskinson, befindet sich derzeit im Aufwind. Während bei Ethereum der Umstieg auf Proof of Stake nun nachträglich und vergleichsweise mühsam per Hard Fork vollzogen werden muss, setzt Cardano schon von Beginn an auf das Staking. Seit die US-amerikanische Bitcoin-Börse Coinbase angekündigt hat, ADA-Staking ab Q4 zu unterstützen, befindet sich der Cardano-Kurs im Höhenflug.

Fest steht: DeFi steht erst am Anfang. Und Ethereum muss sich sputen, wenn es Rankings wie DeFi-Pulse weiterhin dominieren will. Richtig spannend wird es, wenn das Staking sowohl bei Cardano als auch bei Ethereum im Mainnet ermöglicht wird. Bei Cardano soll es bereits Ende Juli soweit sein.

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SEC-regulierter ArCoin setzt auf Ethereum-Standard ERC-1404

Die Blockchain-Technologie hält weiter Einzug in den traditionellen Finanzsektor: Der US Treasury Fonds von Arca wohnt auf Ethereum.

Das US-amerikanische Blockchain-Unternehmen Arca hat den Start seines Arca U.S. Treasury Fund verkündet. Der geschlossene Fonds ist vollständig auf der Ethereum Blockchain abgebildet. Der Fonds ist aktiv gemanagt und investiert die Investorengelder zu 80 Prozent in wenig volatile Assets wie US-Staatsanleihen.

Anteile an dem Fonds kommen in Form der für die „ArCoin“-Blockchain typischen Form daher. Bei dem ArCoin handelt es sich um einen Ethereum Token, der auf dem ERC-1404-Standard basiert. Dieser wurde spezielle für die Erstellung von sogenannten Security Token – digital verbriefte Wertpapiere – entwickelt. Beispielsweise erlaubt es ERC-1404, bestimmte Teilnehmer von Transaktionen auszuschließen.

ERC-1404: Ein Standard für Security Token

Auf seiner Homepage erklärt Arca, warum man sich für Ethereum entschieden hat:

Arca glaubt, dass Ethereum eine der stabilsten und sichersten Blockchains ist. Es ist auch das am meisten angenommene und unterstützte. Durch die Verwendung des ERC-1404-Standards kann der Fonds die geltenden nationalen und internationalen regulatorischen Anforderungen erfüllen.

Arca CEO Rayne Steinberg gibt in der Pressemitteilung zum ArCoin Release derweil den Brückenbauer zwischen alter und neuer Finanzwelt:

Unsere heutige Ankündigung ist ein bahnbrechender und transformierender Schritt hin zur Vereinheitlichung des traditionellen Finanzwesens mit der Investition in digitale Vermögenswerte, da diese neue Kategorie regulierter, digitaler Anlageprodukte den Anlegern zur Verfügung gestellt wird. Es ist wirklich aufregend, durch unsere Arca Labs-Abteilung Pionierarbeit für neue digitale Anlageprodukte zu leisten, die bewährte Verfahren aus dem traditionellen Finanzwesen mit den vielen potenziellen Vorteilen der Digital- und Blockchain-Technologie verbinden – dies ist die nächste Entwicklungsstufe für das digitale Ökosystem.

Die Corona-Pandemie hätte der Digitalisierung – auch von Vermögenswerten – einen Schub verliehen, ergänzt indessen Jerald David, Präsident der Arca Capital Management LLC:

Wir haben in den letzten Jahren eine dramatische Verschiebung in unserer Welt von der physischen zur digitalen Welt erlebt und in den letzten vier Monaten inmitten der COVID-19-Pandemie einen beschleunigten Übergang zur digitalen Welt. Das Ökosystem digitaler Vermögenswerte ist eine schnell wachsende und sich entwickelnde Branche.

Auch wenn Steinberg anderes suggeriert, handelt es sich bei ArCoin nicht um den ersten ERC-1404-Token im Praxis-Einsatz. Die Jungfernfahrt bestritt der Token-Standard mit seinem Mit-Erschaffer, dem Tokenisierungs-Dienstleister Tokensoft. Tokensoft nutze den ERC-1404-Standard dazu, sein Eigenkapital zu tokenisieren.

Der ArCoin kann nur direkt bei Arca erworben werden. Das Mindestinvestment liegt bei 1.000 US-Dollar und ist US-amerikanischen Staatsbürgern vorbehalten.

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Österreich: Bezahlen mit Kryptowährungen in zahlreichen Geschäften möglich

Geschäfte in Österreich können ab diesem Sommer Kryptowährungen statt Bargeld oder Kreditkarte akzeptieren. Ermöglicht wird das durch einen Service des niederösterreichischen Fintech-Unternehmens Salamantex, das nun in das Angebot von A1 Payment integriert wurde, wie es in einer Pressemitteilung von Salamantex vom 2. Juli heißt.

Krypto-Bezahlung “einfach und selbstverständlich”

Um diesen Service zu installieren, ist lediglich eine Bitcoin-Wallet nötig, in der man seine Kryptowährungen speichert und verwaltet. Der Händler gibt den Euro-Betrag in sein Bezahl-Terminal ein und man wählt eine von derzeit 6 unterstützten Kryptowährungen aus (Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Dash, Ripple (XRP), Stellar). Anschließend wird der derzeitige Wechselkurs angezeigt, der innerhalb von 30 Sekunden bestätigt werden muss. 

Dann wird der QR-Code auf dem Terminal des Händlers angezeigt. Diesen scannt der Kunde mit der Wallet-App auf dem Smartphone ein und die Transaktion wird eingeleitet. Der Kunde zahlt dabei in Kryptowährung, aber der Händler erhält Euro, „und geht somit kein Kurs- oder Währungsrisiko ein“, so die Pressemitteilung. 

Markus Pejacsevich, COO von Salamantex, ist überzeugt, die Akzeptanz digitaler Währungen sei für Geschäfte genauso einfach und sicher wie Kreditkartenzahlungen: 

„Unser Ziel ist es, dass das Bezahlen mit digitalen Währungen an der Kasse genauso einfach und selbstverständlich wird, wie wir das mit Kreditkarte seit Jahrzehnten gewohnt sind. <…> Den Händlern erschließt die Akzeptanz von Kryptowährungen neue kaufkräftige Kundengruppen und sie können sich in ihrer Branche als Vorreiter positionieren.“</…>

Die Händler können die neue Bezahlmethode ab sofort bei A1 Payment bestellen und ohne Aktivierungskosten testen. 

Bargeld verliert an Einfluss

Die Österreicher gehören zu den größten Krypto-Skeptikern und zeigen traditionell hohe Affinität zum Bargeld.  Laut einer Umfrage der Online-Bank ING aus dem Jahr 2019 bewerten lediglich 13 Prozent der Österreicher Kryptowährungen als positiv, was unter den 15 befragten Ländern der niedrigste Wert ist. Beim Nachbarland Deutschland sind es immerhin 20 Prozent.

Allerdings hat die Corona-Pandemie zu einem sprunghaften Anstieg bargeldloser Zahlungen geführt. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen in Bitcoin und andere Kryptowährungen investieren, diese jedoch nicht in Geschäften für einen Einkauf ausgeben können. 

Diesen Trend macht Salamantex sich mit A1 Payment jetzt zunutze. Langfristig will man so erreichen, dass Kunden alle Möglichkeiten haben, bargeldlos zu bezahlen – ob mit Smartphone, Debitkarte oder eben Kryptowährungen. Salamantex bietet zudem ein eigenes Krypto-Terminal mit Bezahlsystem an und betreibt über 100 Bezahlstellen in Österreich. Darunter sind KFZ-Händler, Juweliere, Gastronomie und Hotellerie.

Expansion nach Deutschland geplant

Salamantex’ Partnerschaften ermöglichen eine Expansion des Krypto-Bezahl-Services nicht nur in Österreich, sondern auch in benachbarten Ländern. 

Erst vor wenigen Monaten stellte Ingenico bei der Euro Shop Messe in Deutschland das erste Kassenterminal mit integrierter Krypto-Bezahlsoftware von Salamantex vor. Im Oktober 2019 kündigte Salamantex auch die Zusammenarbeit mit der WEG-Bank an, um künftig seine Krypto-Bezahldienste auch deutschen Einzelhändlern anzubieten. 

Weitere Kooperationen mit Zahlungsdiensteanbietern sind laut Salamantex bereits geplant.

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Blockchain: Europa holt auf, Ethereum, R3 und Hyperledger dominieren

Noch immer führen die USA bei Investitionen in Blockchain-Unternehmen. Doch Europa holt auf: Zumindest, wenn es nach den Ergebnissen einer Studie des Blockchain-VC LeadBlock Partners geht, die das europäische Blockchain-Ökosystem unter die Lupe genommen hat.

350 Millionen Euro für die nächsten 18 Monate – so groß ist der Finanzierungsbedarf bei den eurpäischen Blockchain-Unternehmen, die an der Umfrage des Wagniskapitalgebers LeadBlock Partners teilgenommen haben. Und das, obwohl 60 Prozent der Unternehmen bereits Umsatz macht, mitunter (20 Prozent davon) mehr als eine viertel Million Euro im Jahr. Dass sich die europäischen Geldgeber zieren, in Protokolle wie Ethereum, Corda oder Hyperledger zu investieren, sehen die Verfasser der Studie unter anderem in mangelndem Blockchain Know-how begründet:

Der durchschnittliche Investor ist mit der Blockchain-Technologie, ihren Anwendungen und Vorteilen nicht vertraut. Die Wissenslücke ist auch deshalb offensichtlich, weil viele Investoren nicht zwischen Blockchain und Kryptowährungen und den damit verbundenen negativen Wahrnehmungen unterscheiden. In dem Maße, wie die Investoren mehr über Blockchain lernen, erwarten wir steigende Investitionen.

Welche „negativen Wahrnehmungen“ mit Kryptowährungen verbunden seien, erwähnen die die Autoren der Studie nicht explizit. Dafür aber, welche Blockchain- und anderen Distributed-Ledger-Technologien bei Unternehmen mit DLT-Ambitionen am höchsten im Kurs stehen.

Ethereum, Corda, Hyperledger

Demnach dominieren im Bereich der Enterprise-Blockchain-Lösungen vor allem drei Plattformen. Darunter die Smart Contract Plattform Ethereum, die mit ihrer Gründung 2015 den Stein für Blockchain-basierte Anwendungen ins Rollen gebracht hat. Ebenfalls beliebt bei Blockchain-Gründern ist Hyperledger, eine Sammlung von Enterprise-Blockchain-Protokollen unter Schirmherrschaft der Linux Foundation.

Last – und in Bezug auf den Aspekt Dezentralität auch least – ist schließlich das Corda-Protokoll des Bankenkonsortiums R3. Knapp zwei von drei neuegründeten Blockchain-Unternehmen setzen laut der Studie auf eine dieser drei Technologien.

Die Blockchain-Protokolle haben jetzt drei dominierende Akteure: Ethereum, Hyperledger und Corda machen ca. 65 Prozent der Protokolle aus, die von neu gegründeten Blockchain-Unternehmen verwendet werden. Diese Protokolle werden auch von Unternehmen bevorzugt, die Blockchains zunehmend in die Produktion einführen. Dies zeigt, dass Standards im Entstehen begriffen sind und die Technologie reif genug ist, um eingesetzt zu werden. Dennoch bleibt der Protokollmarkt wettbewerbsfähig.

Freilich: Das Gütesiegel „Blockchain“ darf sich von diesen drei Protokollen strenggenommen nur Ethereum auf die Fahne schreiben. Sowohl bei den verschiedenen Ausformungen von Hyperledger als auch bei Corda handelt es sich um erlaubnispflichtige („permissioned“) Protokolle, die – bei aller betriebswirtschaftlicher Sinnhaftigkeit – einen krassen Gegensatz zur offenen Ethereum Blockchain bilden.

Europas Blockchain-Szene: 500 neue Start-ups pro Jahr

Das Fazit der Studie fällt durchaus optimistisch aus: Europas Blockchain Space ist ein Wachstumsmarkt. Mit mehr als 500 neugegründeten Blockchain Start-ups pro Jahr kann sich das europäische Blockchain-Ökosystem nicht über mangelnden Zulauf beklagen. Das gleiche gilt, wenn man die Zahlen von LeadBlock zugrunde legt, auch für die Qualität des Personals. Danach haben 70 Prozent der befragten Gründer bereits über 20 Jahre Erfahrung an der Spitze von Unternehmen gesammelt; 60 Prozent davon finden sich auf der Liste Fortune Global 500 mit den umsatzstärksten Unternehmen weltweit.

Initiativen wie der von der EU Ende 2019 beschlossenen Europäische Investment Fonds für Blockchain-Technologie und Künstliche Intelligenz können ihren Teil dazu beitragen, die Finanzierungslücke für europäische Blockchain-Start-ups zu schließen.

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#918 Ethereum Durchbruch, Brock Pierce will Präsident werden & Travala Krypto Zahlungen Expedia

Hey Informanten,

willkommen zur Bitcoin-Informant Show Nr. 918. Heute sprechen wir über folgende Themen: Ethereum Durchbruch durch enorme Skalierbarkeit, Brock Pierce will Präsident werden & Travala bring Krypto Zahlungen zu Expedia.

1.) Ethereum Durchbruch durch enorme Skalierbarkeit? Vitalik Buterin stellt 100.000 Transaktionen pro Sekunde in Aussicht
https://cryptomonday.de/ethereum-durchbruch-durch-enorme-skalierbarkeit-vitalik-buterin-stellt-100-000-transaktionen-pro-sekunde-in-aussicht/

2.) Brock Pierce Jumps Into 2020 US Presidential Election Last Minute
https://cointelegraph.com/news/brock-pierce-jumps-into-2020-presidential-elections-last-minute

3.) Expedia Partners With Crypto Service Travala.com for Crypto Bookings
https://cointelegraph.com/news/expedia-partners-with-crypto-service-travalacom-for-crypto-bookings

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Top 10 Kryptowährungen am 06.07.20 um 08:00Uhr

Sonnige Grüsse

Dennis „Bitcoin Informant“ Koray

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Vitalik Buterin: „Wir haben einige falsche Entscheidungen getroffen und Zeit verschwendet“

Im Hashing It Out Podcast hat Ethereum-Mitgründer erklärt, was er anders machen würde, wenn er Ethereum nochmal völlig neu aufbauen könnte.

Dabei führte Buterin im Podcast-Interview vom 2. Juli eine Reihe von kleinen und größeren Änderungen an, wie zum Beispiel eine genauere Ausbalancierung der Transaktionskosten. Wir haben es am Anfang nicht wirklich gut hinbekommen, diese festzulegen, wie er dahingehend eingesteht.

Auch Proof-Of-Stake wäre anders gelaufen

Nachdem er die Transaktionskosten und einige weitere Punkte angesprochen hatte, ging Vitalik noch auf größere Problemstellungen ein, die er gern von Beginn an angegangen wäre.

„Wir haben auf jeden Fall die Fertigstellungsdauer einiger Dinge unterschätzt, die wir 2015 nicht sofort angefangen haben, so Buterin, wobei er explizit die Entwicklung des Proof-Of-Stake Konsensverfahrens (PoS) und Sharding nennt.“

Dem fügt er hinzu:

„Wenn wir gewusst hätten, dass es noch mehrere Jahre braucht, dann hätten wir den Fahrplan von Anfang an wahrscheinlich ganz anders gestaltet und die Einteilung der Arbeitskraft ganz anders durchdacht. Wir hätten viele Entscheidungen ganz anders getroffen als es gelaufen ist. Also ja, ich bereue definitiv einige Dinge und die verschwendete Zeit.“

Der Blockchain-Entwickler führt in dem langen Interview noch weitere technische Aspekte an, bei denen er es bereut, Zeit verschwendet zu haben. Außerdem äußerte er sich noch zu einer Reihe weiterer Themen rund um Ethereum.

ETH 2.0 ist auf dem Weg

Das Upgrade auf Ethereum 2.0 ist schon länger in Arbeit. Ursprünglich war der Umstieg auf ETH 2.0 schon für Januar 2020 geplant, wurde jedoch wiederholt verschoben. In einem firmeneigenen Blogeintrag vom 23. Juni legte das Entwicklerteam offen, dass es vor der Fertigstellung noch einige Baustellen gibt.

Anfang der Woche hatte Buterin bereits über die Skalierbarkeit der Ethereum-Blockchain gesprochen.

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Vitalik Buterin zieht Nazi-Vergleich zwischen Bitcoin und TRON

Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin sieht die Sympathie von Bitcoin-Anhängern für das Krypto-Projekt TRON (TRX) als perfektes Beispiel für die Allianz zwischen Deutschland und Japan während des Zweiten Weltkriegs.

Den schockierenden Nazi-Vergleich zog Buterin als Antwort auf den Tweet des Bitcoin-Aktivisten und Entwicklers Udi Wertheimer, der zuvor getwittert hatte „#Tron > #Ethereum“.

Sichtlich genervt von dieser und ähnlichen Sticheleien der Bitcoin-Fans, antwortete der Ethereum-Mitgründer:

„Ich finde, diese pseudo-witzige Tron-Fürsprache aus der Bitcoin-Community ist das perfekte Beispiel für das, was @slatestarcodex beschreibt.“

An seinen Tweet angehängt sind wiederum Auszüge eines Artikels aus dem Jahr 2014, der auf dem ehemaligen Blog Slate Star Codex gepostet wurde. Der betreffende Artikel wurde vom in San Francisco ansässigen Psychiater Scott Alexander geschrieben.

Hierin beschreibt Alexander, warum Deutsche und Japaner im Zweiten Weltkrieg trotz ihrer äußerlichen, kulturellen und sprachlichen Differenzen eine Allianz eingegangen sind. Eine Verbindung, zu der Buterin eine Parallele zwischen Tron- und Bitcoin-Community sieht.

Gegenüber Cointelegraph betont Vitalik allerdings, dass er damit keinen Vergleich zum Holocaust ziehen wollte.

Dahingehend führt er aus:

„Den Vergleich hat slatestarcodex hergestellt und nicht. Außerdem bezieht er sich ganz klar auf die kulturellen Aspekte dieser historischen Situation und nicht auf den Holocaust. Seine Überlegungen sind so scharfsinnig, dass ich bisher noch nichts Besseres gefunden habe, um den Gedanken dahinter zu verdeutlichen.“

Abschließend meint der Ethereum-Mitgründer, dass es für jeden Fehler, den die Bitcoin-Community an Ethereum findet, 10-Mal so viele Fehler bei Tron zu finden sind.

Dahingehend ergänzt er: „Nichtsdestotrotz ist ETH oftmals der Erzfeind, während Tron nur der verrückte Onkel ist, mit dem man doch irgendwie befreundet sein kann.“

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COVID-19: UNICEF unterstützt Technologie-Startups mit Ethereum

Acht Unternehmen aus sieben Ländern erhalten Investitionen in ETH vom UNICEF Cryptocurrency Fund. UNICEF unterstützt damit vielversprechende Projekte zum Schutz und zur Förderung von Kindern und Jugendlichen.

Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie haben sich in der Entwicklungsarbeit und Flüchtlingshilfe bereits vielfach bewährt. So lassen sich etwa Hilfszahlungen schnell und kostengünstig transferieren, ohne der Gefahr in dunklen Kanälen zu verschwinden. Des weiteren können Blockchain-basierte Lösungen die gerechte Versorgung mit Medikamenten oder Lebensmitteln sicherstellen, beispielsweise in Flüchtlingslagern beim Einkauf per Iris-Scan.

Das Kinderhilfswerk UNICEF hat die Zeichen der Zeit erkannt und engagiert sich bereits seit 2016 mit seinem Office of Innovation an Blockchain-Lösungen zum Wohle der Kinder. Gemeinsam mit Investoren, Spendern und Partnern investiert UNICEF über seinen Venture Fund hier in vielversprechende Projekte.

Seit Oktober 2019 kann UNICEF auch Spenden in Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) annehmen und auszahlen. Dafür hat die Organisation den UNICEF Cryptocurrency Fund eingerichtet. Ein Ziel dieser Initiative ist die Finanzierung von Open-Source-Technologien, die Kindern und Jugendlichen auf der ganzen Welt zugute kommen. Die ersten Beiträge kamen damals von der Ethereum Foundation.

Nun gab der UNICEF Cryptocurrency Fund seine bisher größte Investition von Startups in Entwicklungs- und Schwellenländer bekannt. Einige dieser Unternehmen wollen aktuelle Probleme im Zusammenhang mit den Corona-Lockdowns lösen. So geht es etwa darum, über den Coronavirus aufzuklären oder Pandemie- und Isolationsängste bei Kindern zu behandeln.

Mit Ethereum globale Probleme lösen

Wie aus einer Erklärung von UNICEF hervorgeht, sollen die acht Startups jeweils 125 ETH erhalten, aktuell etwa 25.000 Euro. Damit will die Organisation die Entwicklung von Prototypen unterstützen, die vor der Pilotphase oder der Skalierung stehen. Vier dieser Projekte widmen sich den Auswirkungen von COVID-19 auf Kinder und Jugendliche:

  • Ideasis (Türkei) stellt sein Expositionstherapie-Tool von VR auf WebVR um, um Ängste und Phobien in den eigenen vier Wänden zu bekämpfen. Das Team will neue Therapieansätze entwickeln, um COVID-19- und isolationsbedingte Störungen zu behandeln.
  • StaTwig (Indien) testet seine Blockchain-basierte App in Zusammenarbeit mit der indischen Regierung, um die Lieferung von Reis zu verfolgen und zu verbessern. Denn die Sicherung von Nahrungsmitteln für Millionen in Armut lebender Menschen ist seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie noch schwieriger geworden.
  • Somleng (Kambodscha) skaliert seine interaktive Sprachantwortplattform, indem es mit der kambodschanischen Regierung zusammenarbeitet, um wichtige Informationen über COVID-19 zu senden.
  • Utopic (Chile) stellt sein Lernspiel von VR auf WebVR um und befähigt Pädagogen, die Lesefähigkeiten von Kindern von zu Hause aus während der Lockdowns anlässlich COVID-19 und darüber hinaus zu verfolgen und zu verbessern.

Die Vorteile der ETH-Transaktionen fasste Chris Fabian, Senior Adviser und Co-Leiter von UNICEF Ventures zusammen:

Die Überweisungen dauerten keine 20 Minuten und kosteten weniger als 20 US-Dollar. Pluspunkte sind für Fabian jedoch nicht nur die schnellen Transaktionen und die geringen Gebühren – in diesem Fall nicht einmal 0,00009% des überwiesenen Gesamtbetrags. Auch die Transparenz spiele für die Spender und Unterstützer eine große Rolle.

©Bilder via UNICEF und Depositphotos 

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Blockchain-Dienstleister Bison Trails kündigt Unterstützung für ETH 2.0 an

Der Blockchain-Dienstleister Bison Trails hat angekündigt, auch das Upgrade auf Ethereum 2.0 zu untersützen, mit dem der Umstieg auf das Proof-Of-Stake Konsensverfahren einhergeht.

Bison Trails bietet eine Reihe von Dienstleistungen an, über die Firmenkunden direkt mit der Beacon-Chain von Ethereum interagieren, Ether (ETH) staken und automatisch Validatoren, deren Kunden und Beacon-Nodes managen können.

Umstieg auf ETH 2.0

Joe Lallouz, der Geschäftsführer von Bison Trails, erklärt gegenüber Cointelegraph, wie wichtig es für die Kryptobranche ist, den Wechsel auf ETH 2.0 mitzumachen und welche Vorteile daraus erwachsen könnten:

„Der Umstieg auf ETH 2.0 ist unheimlich wichtig für das gesamte Krypto-Ökosystem, weil er einer der wichtigsten und verbreitetsten Blockhain, die Millionen von Nutzern und Zehntausende von dApps hat, ermöglicht, zu skalieren und das ist eine ganz große Sache.“

In diesem Zusammenhang legt er offen, dass sein Unternehmen ein vollumfängliches Participation-Cluster für ETH 2.0 anbieten wird, das allen Kunden ermöglicht, ihre Beacon-Chain und die dazugehören Validatoren über die Bison Trails Plattform zu managen.

Dahingehend betont er auch, dass die firmeneigene Plattform für Validatoren Stake-Erträge von bis zu 23 % ihrer ETH bietet, was eine deutlich höhere Ertragschance ist als bei vielen anderen Angeboten:

„Weil gestakete ETH-Vermögen bei ETH 2.0 für mehrere Jahre fest angelegt sind, ist es wichtig, einen Dienstleistungsanbieter auszuwählen, dem man vertraut. Es ist ein Risiko, den Anbieter später zu wechseln, weil dann der Privatschlüssel offengelegt werden muss.“

Vor kurzem hatte Bison Trails bereits die Unterstützung des Blockchain-Protokolls NEAR angekündigt.

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