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Kursanalyse, 5. Juli: Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Ripple (XRP)

Die Kryptomärkte blieben über das Wochenende und am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag der USA, relativ stabil. Obwohl Arthur Hayes, der ehemalige CEO der Derivateplattform BitMEX, um den 4. Juli herum einen „Mega-Krypto-Dump“ erwartete, ist ein solcher nicht eingetreten.

Der Rückgang der Volatilität bei Bitcoin (BTC) in den letzten Tagen hat dazu geführt, dass die Bollinger Bands immer enger werden. Das deutet auf einen möglichen Anstieg der Volatilität in den nächsten Tagen hin, so der bekannte Analyst Matthew Hyland.

Kryptowährungsmarkt Tagesentwicklung. Quelle: Coin360

Unterdessen warten Krypto-Investoren auf einen Wegweiser von den US-Aktienmärkten und dem US-Dollar.

Der Korrelationskoeffizient von Bitcoin zum Dollar ist in der Woche zum 3. Juli auf 0,77 unter Null gesunken. Das ist der niedrigste Stand seit siebzehn Monaten. Der Großteil der von JP Morgan befragten Analysten geht davon aus, dass der Dollar auf oder unter dem aktuellen Kursniveau, also bei etwa 105, schließen wird. Jegliche Schwäche des Dollars könnte für Bitcoin von Vorteil sein.

Könnten die Bullen kurzfristig eine Erholung erreichen? Sehen wir uns die Charts dazu an.

BTC/USDT

Die Bären haben es nicht geschafft, Bitcoin unter 19.637 US-Dollar sinken zu lassen. Das deutet auf einen Mangel an Verkäufern auf niedrigeren Niveaus hin. Die Bullen werden nun versuchen, den Kurs zurück über den Widerstand bei 19.637 US-Dollar steigen zu lassen.

BTC/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Wenn das passiert, könnte BTC/USDT bis an den 20-Tage-EMA bei 21.255 US-Dollar klettern. Diese Marke könnte sich erneut als harter Widerstand erweisen, doch wenn die Bullen diese Hürde überwinden, könnte das Paar in die Zone zwischen 22.000 US-Dollar und 23.362 US-Dollar klettern.

Ein Ausbruch über diese Zone könnte eine Rallye bis zum 50-Tage-SMA bei 25.710 US-Dollar ermöglichen. Die Bullen müssen diese Barriere überwinden, um einen möglichen Trendwechsel zu signalisieren.

Wenn der Kurs allerdings vom 20-Tage-EMA nach unten dreht, deutet das darauf hin, dass die Stimmung bärisch ist und Trader bei Rallyes verkaufen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die kritische Unterstützung bei 17.622 US-Dollar erneut getestet wird. Sollte diese Unterstützung durchbrochen werden, könnte der Rückgang sich bis auf 15.000 US-Dollar erstrecken.

ETH/USDT

Ether (ETH) ist am 30. Juni unter die psychologisch wichtige Marke von 1.000 US-Dollar gerutscht, aber die Bären konnten sich diese Schwäche nicht weiter zu nutze machen. Das deutet darauf hin, dass die Bullen auch bei kleineren Rückgängen kaufen.

ETH/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Die Bullen werden nun versuchen, den Kurs über den 20-Tage-EMA bei 1.192 US-Dollar steigen zu lassen und die Oberhand zu gewinnen. Wenn ihnen das gelingt, könnte ETH/USDT auf 1.280 US-Dollar und dann auf den 50-Tage-SMA bei 1.535 US-Dollar klettern. Dieses Niveau könnte erneut als starker Widerstand fungieren. Die Bullen müssen den Kurs über 1.700 US-Dollar steigen lassen, um einen neuen Aufwärtstrend zu signalisieren.

Wenn der Kurs allerdings vom 20-Tage-EMA aus nach unten dreht, deutet das darauf hin, dass die Stimmung weiter negativ ist und die Bären bei Rallyes verkaufen. Die Bären werden dann versuchen, den Kurs unter 998 US-Dollar sinken zu lassen und dann die kritische Unterstützung bei 881 US-Dollar anzugreifen.

XRP/USDT

XRP liegt in einem symmetrischen Dreiecksmuster, was auf Unentschlossenheit unter den Bullen und den Bären hindeutet. Das symmetrische Dreieck fungiert in der Regel als Fortsetzungsmuster, in einigen Fällen kann es aber auch als Umkehrmuster fungieren.

XRP/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Der Kurs hat sich von der Unterstützung des Dreiecks erholt und die Bullen werden versuchen, XRP/USDT über den 20-Tage-EMA bei 0,33 US-Dollar steigen zu lassen. Wenn ihnen das gelingt, könnte das Paar bis an den Widerstand des Dreiecks klettern.

Ein Ausbruch und Schluss über diesem Niveau könnte den Beginn eines neuen Aufwärtstrends signalisieren. Das Paar könnte dann eine Rallye bis auf 0,48 US-Dollar hinlegen.

Es ist auch möglich, dass der Kurs vom 20-Tage-EMA aus einbricht und unter die Unterstützung des Dreiecks fällt. Dadurch könnte das Paar auf die kritische Unterstützung bei 0,28 US-Dollar fallen. Wenn dieses Niveau durchbrochen wird, liegt der nächste Halt bei 0,23 US-Dollar.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph.com wieder. Jedes Investment und jeder Handel gehen mit Risiken einher und Sie sollten gut recherchieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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Bitcoin (BTC) klettert am „Independence Day“ zurück auf 20.000 US-Dollar

Bitcoin (BTC) ist am heutigen 4. Juli erstmals seit fünf Tagen wieder auf 20.000 US-Dollar geklettert, nachdem der amerikanische Nationalfeiertag Independence Day für unerwarteten Auftrieb gesorgt hat.

Bitcoin-Kurs. Quelle: Tradingview.com

Zurück auf 20.000 US-Dollar

Wie die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, ist BTC/USD auf ein zwischenzeitliches Tageshoch von 20.085 US-Dollar gesprungen, also der beste Wert seit dem 30. Juni.

Über das Wochenende hat sich die marktführende Kryptowährung noch um 19.000 US-Dollar bewegt, wobei die fehlende Aktivität auf dem amerikanischen Aktienmarkt wegen dem heutigen Feiertag scheinbar kein Hindernis war, um den Bitcoin-Kurs am Montag über die psychologisch wichtige Marke zu hieven.

Ganz im Gegenteil haben die ausgedünnten Orderbücher wohl eher die Volatilität begünstigt, die Bitcoin in diesem Fall ein deutliches Plus von 3 % beschert haben.

„Bitcoin hat im Tagesdiagramm erstmals wieder eine positive Divergenz geschafft seit der Kurs unter 20.000 US-Dollar gefallen ist“, wie Krypto-Analyst Matthew Hyland feststellt.

Der Analysedienst Whalemap bestätigt unterdessen, dass die Großinvestoren bzw. Wale bei 19.200 US-Dollar verstärkt gekauft und damit wohl für den nötigen Auftrieb gesorgt haben.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, haben die Wale zuletzt ein Interesse daran signalisiert, die niedrigen Kurse von Bitcoin als Kaufgelegenheit wahrzunehmen. Dabei wollen sie scheinbar nicht mehr länger warten, bis BTC auch noch auf den viel zitierten Tiefpunkt bei 16.000 US-Dollar abrutscht.

„Die 19.500 US-Dollar-Marke zu überspringen ist ein wichtiger Trigger für Bitcoin“, wie Cointelegraph-Experte Michael van de Poppe unterdessen resümiert.

Die Altcoins haben ihrerseits den Aufwind des Marktführers genutzt, um sich im Windschatten aufzuschwingen. So konnte Ethereum (ETH) knapp 6 % zulegen und damit auf 1.100 US-Dollar vorrücken.

Ethereum-Kursdiagramm. Quelle: Tradingview.com

Auch einige andere Top-10 Kryptowährungen konnten am Montag dadurch im Schnitt 5 % hinzugewinnen.

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Bitcoin: Sind die Versprechen von Dezentralität und Sicherheit eine Lüge?

Seit seiner Geburt im Jahr 2009 gründet sich Bitcoins Erfolg auf zwei Kernversprechen: Dezentralität und absolute Sicherheit. Die erste und mächtigste Kryptowährung der Welt wird von ihren Befürwortern als digitales, unabhängiges und faires Geldsystem gepriesen, eine Antwort auf die Hegemonie der zentralisierten Wall Street und eine Alternative zu nationalen Währungen wie dem US-Dollar. Offen für alle mit Internetzugang, dezentral verteilt und lückenlos abgesichert über tausende von Netzwerke, ohne zentralen Herrscher. Das ist der Mythos von Bitcoin. Eine der Top-Blockchain-Sicherheitsfirmen rüttelt nun an den Grundfesten dieser verführerischen Erzählung.

“Are Blockchains Decentralized?” ist der Name des 26-seitigen Reports der Experten von Trail of Bits. Die 2013 gegründete Firma sichert einige der größten Kryptoprojekte ab, darunter Ethereum, Polygon, Polkadot und Chainlink. Sie berät Web2-Giganten wie Microsoft, Google und Zoom. Sie erstellte die Studie im Auftrag von DARPA, dem Forschungsministerium des US-Pentagons, unter anderem bekannt für die Erfindung des Internets.

Das Fazit des Reports zu Bitcoin? Ernüchternd. Die üblichen Verteidiger von Bitcoin im Space (Anthony Pompliano, Michael Saylor, Jack Dorsey und Co.) halten sich bisher dazu bedeckt. BTC-ECHO holt in den nächsten Tagen Einordnungen von Experten ein. Hier vorerst die wichtigsten Ergebnisse.

So gefährdet sind Bitcoin und Co.

  • 1. Beim sogenannten Proof-of-Work-Konsensalgorithmus halten Miner das Bitcoin-Netzwerk am Leben. Sie generieren neue Blocks, garantieren die Echtheit der Datenbank und die Sicherheit des Systems. Laut Trail of Bits geht 51 Prozent dieser Aktivität auf vier der größten Minerkollektive zurück. Das heißt 0.004 Prozent der Miner kontrollieren über die Hälfte der Hashrate, der Computerleistung des Netzwerks.
  • 2. 60 Prozent des Traffics von Bitcoin wird über nur drei Internetanbieter abgewickelt, die wiederum selbst hochgradig zentralisiert und fehleranfällig sind, unter anderem Amazon Web Services. Sie könnten den einzelnen Knotenpunkten im Netzwerk (Nodes) auch einfach den Zugang verwehren oder ihre Geschwindigkeit drosseln, wenn sie wollten.
  • 3. Fast 55 Prozent der Bitcoin-Nodes laufen zudem über einen Browser des Dark Webs, Tor. Ein Ausfall oder Angriff auf dieses Ökosystem könnte ebenfalls weitreichende Folgen für Bitcoin haben. Tor wurde letztes Jahr beispielsweise von einem russischen Hacker attackiert, der kurzzeitig 40 Prozent der Knotenpunkte im Netzwerk übernahm.
  • 4. 85 Prozent der Umlaufmenge an Bitcoins konzentriert sich im Besitz von weniger als fünf Prozent der Holder.
  • 5. Der weltweit führende Mining-Pool ViaBTC benutzt laut Trail of Bits für seine Konten das Passwort 123. Die Mining-Organisation Pooling überprüft Anmeldedaten gar nicht. Slushpool weist seine Nutzer sogar an, das Passwortfeld zu ignorieren. Diese drei Minerkollektive machen etwa 25 Prozent der gesamten Bitcoin-Hash-Rate aus.
  • 21 Prozent der Bitcoin-Nodes laufen noch auf einer alten Software, die seit Juni 2021 für ihre Sicherheitslücken bekannt ist.

In der Vergangenheit stellten Studien immer wieder fest, dass bestimmte Bereiche in der Blockchain nicht so dezentral sind, wie sie vermarktet werden. So kam Chainalysis zum Ergebnis, dass rund ein Prozent der Mitglieder in dezentralen Organisationen rund 90 Prozent der Abstimmungsrechte auf sich vereinen.

Im Bereich NFTs befinden sich laut einer anderen Studie von Chainalysis rund 80 Prozent der digitalen Kunstwerke im Besitz von zehn Prozent der Menschen, zumindest auf der Ethereum-Blockchain.

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Ethereum: Transaktionsgebühren sinken deutlich

  • Die Durchschnittsgebühren für Transaktionen auf dem Ethereum-Netzwerk sind zuletzt stark gesunken.
  • So kostet eine Überweisung auf der Smart-Contract-Plattform nach Angabe von Bitinfocharts zuletzt im Durchschnitt 1,67 USD. Zum Vergleich: Noch im Mai dieses Jahres lag der Wert bei über 30 USD je Transaktion.
  • Ethereums Gebührenniveau ist immer wieder Anlass für Grundsatzkritik an dem Netzwerk. Grund für die teils immensen Gebühren sind die Vielzahl an Smart Contracts sowie jüngst auch der Hype um NFTs. Die Vielzahl an dadurch entstehenden Transaktionen treibt das Gebührenniveau.
  • Der NFT-Hype ist in letzter Zeit aber etwas abgeflacht, was sich auch positiv auf das Gebührenniveau ausgewirkt hat.
  • Wie ist es um den ETH-Kurs bestellt? In unserer jüngsten Kursanalyse fühlen wir dem Coin auf den Zahn.
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Ethereum (ETH) Gebühren fallen auf 1,57 US-Dollar – Niedrigster Stand seit 2020

Der große Stolperstein für Ethereum (ETH) auf dem Weg zur Massentauglichkeit sind bekanntermaßen die extrem hohen Transaktionsgebühren bzw. „Gas Fees“ des Blockchain-Netzwerks. Da die durchschnittlichen Transaktionskosten inzwischen jedoch auf ein Tief von nur noch 0,0015 ETH gefallen sind, ist dieses Narrativ aktuell nur noch schwer haltbar.

Mit dem Abschwung der durchschnittlichen Transaktionsgebühren auf der Ethereum-Blockchain auf nur noch 0,0015 ETH bzw. 1,57 US-Dollar steht zurzeit der niedrigste Wert seit Dezember 2020 zu Buche. Dabei waren die Gas Fees seit Januar 2021 im stetigen Aufschwung, der allen voran durch den anhaltenden Hype um die Non-Fungible Tokens (NFT) und Dezentralisierten Finanzen (DeFi) ausgelöst wurde, denn diese sind überwiegend auf der Ethereum-Blockchain angesiedelt.

Entwicklung der durchschnittlichen Ethereum-Transaktionsgebühren. Quelle: BitInfoCharts

Von Januar 2021 bis Mai 2022 belief sich die durchschnittliche „Gas-Gebühr“ zur Abwicklung einer Transaktion auf der Smart-Contract-Plattform entsprechend auf knapp 40 US-Dollar. Am 1. Mai 2022 stand dabei sogar erst kürzlich das unrühmliche Hoch von 196,638 US-Dollar auf dem Tableau, wie die Daten von BitInfoCharts zeigen.

Ein Beleg dafür, dass der momentane Abschwung organisch ist, lässt sich indirekt auch daraus ziehen, dass die NFT-Verkäufe zuletzt auf ein zweijähriges Tief gesunken sind. Das NFT-Ökosystem hat im Juni den bisher schwächsten Monat des Jahres hingelegt, als die Anzahl der täglichen Verkäufe auf 19.000 Stück und 13,8 Mio. US-Dollar abgerutscht ist.

Anzahl der NFT-Verkäufe von Juli 2021 – Juni 2022. Quelle: NonFungible

Im November 2021, als die Ethereum-Nutzer noch über massive Gebühren klagen mussten, sah sich Gründer und Galionsfigur Vitalik Buterin veranlasst, einen Vorschlag zur grundsätzlichen Verringerung der Transaktionsgebühren vorzubringen. In seiner kurzfristigen Lösung hatte Buterin angeregt, bestimmte Limitierungen pro Block einzuführen, um die Transaktionsgebühren zu minimieren.

Der Ethereum-Liquidity-Provider XCarnival konnte derweil 1.467 ETH zurückholen, die durch eine Sicherheitslücke gestohlen wurden. Im Zuge des Angriffes wurden insgesamt 3.087 ETH zu einem momentanen Gegenwert von 3,8 Mio. US-Dollar geklaut.

Die Blockchain-Sicherheitsfirma Peckshield erklärt in diesem Zusammenhang:

„Der Hackerangriff konnte dadurch gelingen, dass ausgebuchte NFTs noch immer als Besicherung genutzt werden konnten, was die Hacker wiederum missbraucht haben, um Vermögen aus dem Pool abzuziehen.“

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Bärenmarkt? „Na und!“ – Schachweltmeister Garry Kasparov glaubt weiter an Bitcoin (BTC)

Der russische Schachgroßmeister Garry Kasparov, der zugleich Vorsitzender der Menschenrechtsorganisation Human Rights Foundation (HRF) ist, zeigt sich vom derzeitigen Bärenmarkt gänzlich unbeeindruckt. Kasparov, der sich schon seit längerem als Supporter von Bitcoin geoutet hat, kommentiert die momentane Krise auf dem Kryptomarkt im exklusiven Cointelegraph-Interview auf der Consensus 2022 ganz lapidar mit den Worten „na und“. Ohnehin befindet der ehemalige Schachweltmeister, dass 99 % aller anderen Kryptowährungen „Schrott“ sind. Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) sieht er allerdings schon fest mit dem globalen Finanzsystem verankert:

„Sie werden vielleicht ein wenig mehr verlieren, aber sie werden auch wieder mehr hinzugewinnen, was ganz klar belegt, dass diese beiden bereits fest in das Finanzsystem integriert sind. Das ist die ganze Geschichte des Aktienmarktes. Erst verdienen viele Menschen eine Menge Geld, danach verlieren sie eine Menge Geld. Ohne, dass es jemals anerkannt wurde, ist jetzt klar, dass das Finanzsystem Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen verinnerlicht hat.“

NFT-Markt wird sich wieder erholen

Zudem ist Kasparov zuversichtlich, dass auch der Markt der Non-Fungible Tokens (NFTs) schon bald wieder ein Comeback hinlegen wird. Obwohl die gehypte Anlageklasse in den letzten Wochen und Monaten im Vergleich zu ihren Spitzenzeiten wieder massiv an Boden verloren hat, ist Kasparov der festen Überzeugung, dass die zunehmende Digitalisierung der Welt auch dieser einflussreichen Nische der Kryptobranche zukünftig wieder auf die Beine helfen wird.

In diesem Zusammenhang kommt der Schachgroßmeister auch auf seine eigene NFT-Kollektion zu sprechen, die er im vergangenen Dezember auf dem Marktplatz 1Kind veröffentlicht hat. Demnach wollte er mit diesem Projekt zunächst verstehen lernen, wie der NFT-Markt funktioniert, außerdem wollte Kasparov gerne sein Leben in digitaler Form festhalten:

„Ich finde die Kollektion ziemlich einzigartig. Das ist wahrscheinlich der erste Versuch, mein ganzes Leben in vollem Umfang darzustellen, von meiner frühen Kindheit über meine Erfolge als professioneller Schachspieler bis hin zu meinem Engagement als Menschenrechtsaktivist.“

Wie Kasparov angibt, wurde zum Beispiel das Partieformular seines berühmt-berüchtigten Spiels gegen den sowjetischen Großmeister Anatoly Karpov bereits für satte 51 ETH versteigert: „Das wichtigste Item in meiner Kollektion war dieses Partieformular vom 9. November 1985 als ich Schachweltmeister geworden bin.“

Das ganze Interview mit Garry Kasparov könnt ihr auf dem YouTube-Kanal von Cointelegraph sehen. Like und Abo nicht vergessen!

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Kursanalyse, 2. Juli: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Ripple (XRP)

Bitcoin hat allein im zweiten Quartal 2022 massive 56,2 % verloren, wie die Daten von Coinglass belegen. Damit steht für die marktführende Kryptowährung zugleich das schwächste Quartal seit 2011 zu Buche, als BTC sogar um satte 67 % eingebrochen war. Im aktuellen Jahresviertel war es allen voran der Juni, der einen beträchtlichen Abschwung von 37 % mit sich gebracht hat und damit den schlechtesten Monat seit September 2011 markiert.

Nichtsdestotrotz gibt es für die Krypto-Anleger kleine Hoffnungsschimmer, denn wie der JPMorgan-Analyst Nikolaos Panigirtzoglou am 29. Juni geschrieben hat, lässt die Kennzahl „Net Leverage Metric“ darauf schließen, dass der Dominoeffekt in der Branche womöglich schon bald vorbei ist, denn Krypto-Unternehmen, die finanziell stärker aufgestellt sind, schicken sich bereits an, wankenden Projekten unter die Arme zu greifen, um einen weiteren Zusammenbruch des Ökosystems zu verhindern.

Marktvisualisierung von Coin360

Eine andere frohe Kunde für BTC kommt derweil von zwei Analystinnen der Deutschen Bank, die in einer aktuellen Studie zu dem Schluss kommen, dass der amerikanische Aktienmarkt schon bald wieder im Aufwind sein könnte. Dank der engen Korrelation zum Kryptomarkt könnte es demnach auch für den Bitcoin-Kurs bald wieder nach oben gehen.

Wie sieht es auf kurze Sicht aus? Setzt sich der Abwärtstrend fort oder können die großen Kryptowährungen schon die Trendwende einleiten? Werfen wir einen Blick auf die Kurse!

BTC/USDT

Bitcoin ist am 30. Juni unter den naheliegenden Support bei 19.637 US-Dollar abgerutscht, aber die lange Lunte an der Unterseite der Tageskerze lässt darauf schließen, dass es in den niedrigen Bereichen hohes Kaufinteresse gibt. Die Bullen haben dann am 1. Juli versucht, diesen Schwung mitzunehmen und über die 22.000 US-Dollar-Marke zu springen, aber der Docht an der Oberseite der Tageskerze legt nahe, dass die Bären im oberen Bereich weiter verkaufen.

Bitcoin-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

Sofern der Bitcoin-Kurs unter 19.637 US-Dollar verbleibt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass bei 17.622 US-Dollar ein wichtiger Support erneut getestet wird. Die abfallenden Moving Averages (MAs) und der Relative Stärkeindex (RSI) im überverkauften Bereich deuten an, dass die Bären noch immer am Drücker sind.

Ein Abschwung unter 17.622 US-Dollar könnte den vorherigen Abwärtstrend fortsetzen. Der nächste Support würde dann erst bei 15.000 US-Dollar liegen.

Dieses negative Szenario kann verhindert werden, wenn sich der Bitcoin-Kurs über den 20-Day Exponential Moving Average (EMA) bei 21.907 US-Dollar hievt. Damit würde BTC/USDT zugleich beste Voraussetzungen schaffen, um zurück bis an den 50-Day Simple Moving Average (SMA) bei 26.361 US-Dollar zu klettern.

ETH/USDT

Ethereum (ETH) ist am 30. Juni unter den Support bei 1.050 US-Dollar gefallen, doch die Bullen haben den Abschwung sofort wieder aufgekauft. Die Käufer wollten diesen Rückenwind dann bis zum 1. Juli retten, aber der lange Docht an der Tageskerze belegt, dass die Bären selbst kleine Aufschwünge sofort wieder abverkaufen.

Ethereum-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

Die Bären werden nun versuchen, denn Ethereum-Kurs auch noch unter die psychologisch wichtige 1.000 US-Dollar-Marke zu drücken, und falls dies gelingt, könnte ETH/USDT womöglich sogar bis auf nur noch 881 US-Dollar schlittern. Wenn auch diese Marke einbricht, setzt sich der vorherige Abwärtstrend fort und der nächste Support befindet sich dann bei 681 US-Dollar.

Falls sich der führende Altcoin jedoch von der 1.000 US-Dollar-Marke abstoßen kann, dann werden die Bullen probieren, den Kurs über das 20-Day EMA zu heben. Sollte dies gelingen, dann verlieren die Bären so langsam ihre Vormachtstellung und der resultierende Aufwind könnte Ethereum womöglich bis auf 1.280 US-Dollar tragen.

XRP/USDT

Ripple (XRP) wollte am 30. Juni eine Erholung hinlegen, aber die Bullen konnten den Kurs nicht über den Widerstand bei 0,35 US-Dollar wuppen. Daran lässt sich ablesen, dass die Bären ihren Vorsprung noch nicht so leicht aufgeben.

Ripple-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

XRP/USDT könnten nun bis auf den starken Support bei 0,28 US-Dollar abrutschen, doch spätestens hier werden sich die Bullen mit aller Macht zur Wehr setzen. Falls der XRP-Kurs von 0,28 US-Dollar wieder nach oben klettern kann, kaufen die Bullen in den unteren Bereichen weiter fleißig an. Mit diesem Schwung wird dann wahrscheinlich ein neuer Anlauf auf das 50-Day SMA bei 0,37 US-Dollar gestartet.

Falls die Bären den Kurs jedoch unter 0,28 US-Dollar drücken können, wird sich der vorherige Abwärtstrend fortsetzen. Dann ist für die Ripple-Kryptowährung ein Abschwung auf nur noch 0,23 US-Dollar denkbar.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jedes Investment – und Handelsschritt birgt ein Risiko. Recherchieren Sie gut, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Die Marktdaten stammen von der HitBTC-Börse.

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Ethereum (ETH) kann sich nicht nachhaltig von seinem Jahrestief lösen

  • Kurs (ETH): 1.051 USD (Vorwoche: 1.212 USD)
  • Kurzfristige Widerstände/Ziele: 1.241/1.267 USD, 1.425/1.480 USD, 1.571 USD, 1.713 USD, 1.829 USD, 1.909 USD, 2.050 USD, 2.164 USD, 2.305 USD, 2.448/2.485 USD, 2.733 USD
  • Kurzfristige Unterstützungen: 1.053 USD, 992 USD, 935 USD, 882 USD, 720 USD, 663/634 USD, 531/489 USD

Ethereum Recap

  • Nachdem es dem Ether-Kurs in der letzten Handelswoche nicht gelungen war, die wichtige Widerstandsmarke bei 1.267 USD zurückzuerobern, korrigierte Ethereum am gestrigen Donnerstag abermals deutlicher gen Süden.
  • Zwar konsolidierte der Ether-Kurs seit vergangenem Sonntag gut 20 Prozent, stabilisierte sich, wie in der Vorwochenanalyse angesprochen, wie erwartet am wichtigen Support bei 992 USD.
  • Ethereum folgte mit der neuerlichen Kurskorrektur abermals der Krypto-Leitwährung Bitcoin (BTC), die Bullen verhinderten jedoch vorerst einen nachhaltigen Rückfall unter die psychologisch wichtige Unterstützungsmarke von 1.000 USD.
  • Nun gilt es für die Anleger den Ether-Kurs auch in den kommenden Handelstagen weiter oberhalb der Marke von 1.000 USD zu stabilisieren, um die Chance auf einen Kursanstieg zurück in Richtung des Vorwochenhochs zu wahren.

Wichtige Kursmarken für die kommenden Handelstage

  • Mit Blick auf den Ether-Chart fungiert das Verlaufshoch bei 1.267 USD unverändert als erster relevanter Widerstand. Erst eine dynamische Rückeroberung dieses relevanten Kursniveaus aktiviert das nächste Kursziel in Form des Supertrends bei 1.359 USD.
  • Sollte die Kurserholung sich ausweiten, könnte der Ether-Kurs den grauen Widerstandsbereich zwischen 1.425 USD und 1.480 USD in den kommenden Handelstagen anvisieren.
  • Gelingt es Käuferseite nicht, Ethereum zeitnaher zurück über die 1.267 USD zu hieven, und Ethereum gibt die Unterstützung bei 992 USD nachhaltig auf, rücken die Tiefstkurse aus der Vorwoche bei 935 USD und 882 USD als kurzfristige bearishe Zielmarken in den Blick.
  • Die Indikatoren RSI und MACD weisen aktuell ein uneinheitliches Bild auf. Während der MACD im Tageschart unverändert ein Kaufsignal aktiv hat, tendiert der RSI-Indikator mit einem Wert von 32 weiterhin im bearishen Terrain. Vorerst schaffte es der RSI damit nicht zurück in die neutrale Zone zwischen 45 und 55 anzusteigen.

Bullishes Szenario (Ethereum)

  • Noch zu Wochenbeginn probten die Bullen den Ausbruch über die erste relevante Widerstandsmarke bei 1.267 USD, scheiterten jedoch kläglich.
  • In der Folge nahmen Anleger erneut vermehrt Gewinne, was den Ether-Kurs zurück bis an die Schlüsselunterstützung bei 992 USD drückte.
  • Am gestrigen Donnerstag, den 30. Juni, verhinderte die Käuferseite in letzter Minute einen bearishen Ausbruch auf der Unterseite.
  • Das Käuferlager muss nun alles daran setzen, den Ether-Kurs zeitnah über das erste relevante Resist-Level bei 1.267 USD zu hieven.
  • Erst ein Tagesschlusskurs oberhalb dieser starken Widerstandsmarke dürfte weiteres Kurspotential in Richtung 1.359 USD bieten. Die Rückeroberung der EMA200 im Wochenchart wäre ein wichtiges Signal für eine erste Kursstabilisierung.
  • Springt der Ether-Kurs sodann auch zurück über den Supertrend bei 1.359 USD weiter gen Norden, wird ein Durchmarsch bis in die graue Widerstandszone zunehmend wahrscheinlich.

Technische Erholung nimmt Fahrt auf

  • Können die Bullen den Kurs von Ethereum sodann über die Oberkante der grauen Resistzone bei 1.473 USD manövrieren, dürfte Ethereum bis an die 1.571 USD durchmarschieren. Knapp oberhalb verläuft aktuell der EMA50 (orange).
  • Bleibt eine erneute Kurskonsolidierung aus, und der Kryptomarkt gewinnt weiter an Fahrt, werden die Bullen alles daran setzen, die Abrisskante bei 1.713 USD anzulaufen. Neben dem starken horizontalen Widerstand verläuft an dieser Kursmarke die rote kurzfristige Abwärtstrendlinie ausgehend vom Hoch bei 2.164 USD. Im ersten Anlauf ist mit einem Kursrücksetzer zu planen.
  • Gelingt es den Bullen den Ether-Kurs in den kommenden Wochen oberhalb der 1.713 USD zu stabilisieren, rückt die nächste Widerstandsmarke in Form des 23er Fibonacci-Retracements bei 1.909 USD in den Fokus.  
  • Ein Ausbruch über diesen Widerstand aktiviert die nächsten potenziellen Erholungsziele bei 2.050 USD sowie 2.164 USD. Spätestens an der 2.164 USD dürfte Ethereum deutlicher gen Süden abprallen.
  • Solange die Käuferseite den Ether-Kurs oberhalb der 1.713 USD stabilisieren kann, ist perspektivisch eine Kurserholung bis in den gelben Resistbereich zwischen 2.305 USD und 2.485 USD vorstellbar. Weiterhin ist diese Widerstandszone als maximales bullishes Kursziel anzusehen.
  • Erst wenn es den Bullen gelingt, diesen Bereich per Wochenschluss zurückzuerobern, kommt mittelfristig das übergeordnete Kursziel bei 2.733 USD wieder als Zielmarke in Betracht.

Bearishes Szenario (Ethereum)

  • Die Bären lassen weiterhin nicht locker. Abermals gelang es dem Verkäuferlager den Ether-Kurs bereits am ersten relevanten Widerstand zu deckeln.
  • Zwar verhinderte die Käuferseite am gestrigen Donnerstag einen erneuten Absturz unter den Support bei 992 USD, aktuell scheint die Erholung jedoch bereits am 78er Fibonacci-Retracement bei 1.115 USD ins Straucheln zu geraten.
  • Bricht Ethereum zeitnah erneut unter die lila Unterstützungszone weg, ist ein erneutes Anlaufen der Unterstützungsmarken bei 935 USD und 882 USD wahrscheinlich.
  • Gelingt es den Bullen nicht, den Ether-Kurs hier erneut zu stabilisieren, ist eine Korrekturausweitung bis an die 720 USD einzuplanen.

Tiefere Kursziele sind einzuplanen

  • Tendiert der Kryptomarkt ebenfalls weiter gen Süden, ist mittelfristig auch ein Retest der Zone zwischen 663 USD und 634 USD vorstellbar. Neben dem übergeordneten 50er Fibonacci-Retracement findet sich hier auch das Ausbruchslevel vom Dezember 2020.
  • Abermals muss die Käuferseite alles daran setzen, den Kurs der zweitgrößten Kryptowährung hier wieder gen Norden umzudrehen.
  • Eine andauernde Underperformance bei Ethereum könnte den Kurs in den kommenden Handelsmonaten sogar bis in den maximalen bearishen Zielbereich zwischen 531 USD und 489 USD korrigieren lassen.  

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Die Chartbilder wurden mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,95 Euro.

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Kursanalyse, 30. Juni: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Ripple (XRP)

Die US-Aktienmärkte sind nach den Zuwächsen letzte Woche wieder etwas zurückgegangen. Bitcoin ist im Zuge dessen auf die psychologisch wichtige Unterstützung bei 20.000 US-Dollar gefallen. Das deutet darauf hin, dass die Anleger risikoreiche Vermögenswerte bei höheren Kursen eher meiden.

Mark Cuban sagte in einem Gespräch im Podcast Bankless am 23. Juni, der Krypto-Bärenmarkt könnte enden, wenn der Kurs so billig geworden ist, dass Investoren anfangen zu kaufen oder eine Anwendung mit einem Nutzen auf den Markt gebracht wird, die Nutzer anzieht.

Kryptowährungsmarkt Tagesentwicklung. Quelle: Coin360

Mehrere Analysten erwarten, dass Bitcoin weiter fällt und schließlich einen Boden zwischen 10.000 US-Dollar und 12.000 US-Dollar erreicht. John Bollinger, der Schöpfer des beliebten Indikators Bollinger Bands, sagte jedoch, die monatlichen Charts würden darauf hindeuten, der Bitcoin-Kurs habe „einen logischen Ort erreicht, um einen Boden zu bilden“.

Können die Bären den Verkaufsdruck aufrechterhalten und die Kryptowährungskurse nach unten ziehen? Sehen wir uns die Charts dazu an.

BTC/USDT

Bitcoin fiel am 26. Juni von 22.000 US-Dollar auf die unmittelbare Unterstützung bei 19.637 US-Dollar. Das deutet darauf hin, dass die Bären weiterhin die Oberhand haben und bei jeder Rallye verkaufen.

BTC/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Sollte der Kurs unter 19,637 US-Dollar fallen, könnte BTC/USDT auf die wichtige Unterstützung bei 17,622 US-Dollar fallen. Dieses Niveau sollte man im Auge behalten, da ein Einbruch und Schluss darunter die nächste Phase des Abwärtstrends einleiten könnte. Das Paar könnte dann auf 15.000 US-Dollar fallen.

Wenn der Kurs sich jedoch von 19.637 US-Dollar aus erholt, deutet das auf eine Nachfrage auf den niedrigeren Niveaus hin. Die Käufer werden dann versuchen, den Kurs über den 20-Tage-EMA bei 22.393 US-Dollar steigen zu lassen. Wenn ihnen das gelingt, könnte das Paar bis auf den 50-Tage-SMA bei 26.735 US-Dollar klettern.

ETH/USDT

Ether (ETH) drehte am 26. Juni vom 20-Tage-EMA bei 1.268 US-Dollar aus nach unten, was darauf hindeutet, dass die Stimmung weiterhin negativ ist und Händler Rallyes verkaufen.

ETH/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Die gleitenden Durchschnitte tendieren nach unten und der RSI liegt im negativen Bereich. Das signalisiert, dass die Bären die Oberhand haben. Die Verkäufer werden versuchen, den Kurs unter die unmittelbare Unterstützung bei 1.050 US-Dollar sinken zu lassen. Wenn ihnen das gelingt, könnte ETH/USDT auf das Intraday-Tief vom 18. Juni bei 881 US-Dollar zurückfallen.

Ein Einbruch unter diese Unterstützung würde signalisieren, dass der Abwärtstrend weitergeht. Die nächste Unterstützung weiter unten liegt bei 681 US-Dollar.

Wenn der Kurs sich allerdings von 1.050 US-Dollar aus erholt, deutet das auf eine Nachfrage auf den niedrigeren Niveaus. Die Käufer werden dann erneut versuchen, den Kurs über den 20-Tage-EMA steigen zu lassen. Dann könnte der Kurs auf 1.500 US-Dollar und dann auf 1.700 US-Dollar klettern.

XRP/USDT

Ripple (XRP) ist am 28. Juni unter das Ausbruchsniveau bei 0,35 US-Dollar gerutscht, was darauf hindeutet, dass die Bären weiterhin aggressiv auf den höheren Niveaus verkaufen.

XRP/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Der 20-Tage-EMA bei 0,35 US-Dollar ist flach, aber der RSI ist auf unter 40 gefallen. Das deutet darauf hin, dass die Bären einen leichten Vorteil haben. Die Verkäufer werden versuchen, den Kurs unter die wichtige Unterstützung bei 0,28 US-Dollar sinken zu lassen. Dieses Niveau sollte man im Auge behalten, denn wenn der Kurs darunter fällt, könnte XRP/USDT die nächste Phase des Abwärtstrends einleiten.

Wenn der Kurs allerdings vom aktuellen Niveau oder von 0,28 US-Dollar aus wieder steigt, deutet das darauf hin, dass die Bullen auf den niedrigeren Niveaus kaufen. Dadurch könnte das Paar für ein paar Tage in einer Spanne zwischen 0,28 US-Dollar und dem 50-Tage-SMA bei 0,38 US-Dollar verbleiben.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jedes Investment und jeder Handel bringen Risiken mit sich. Recherchieren Sie gut, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Die Marktdaten stammen von der Kryptobörse HitBTC.

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Bitcoin-Dominanz fällt: Anleger strömen in Altcoins

Die Krypto-Leitwährung Bitcoin (BTC) kann sich vorerst oberhalb der psychologisch wichtigen 20.000-US-Dollar-Marke stabilisieren und handelt aktuell in einer 10-prozentigen Handelsspanne zwischen 19.884 USD und 21.892 USD. Viele Anleger nutzen die Verschnaufpause von Bitcoin und steigen zuletzt wieder vermehrt in Altcoin-Projekte ein. In der Folge rutschte die BTC-Dominanz zuletzt unter das wichtige Supportlevel bei 44,25 Prozent. In den letzten 14 Handelstagen verringerte sich die Marktmacht von Bitcoin um mehr als 10 Prozentpunkte auf aktuell 43,44 Prozent.

Kursanalyse Bitcoin-Dominanz (BTC-Dominanz) 28.06.22
Bitcoin-Dominanz auf Basis von Werten von Cryptocap dargestellt.

Nachdem die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum (ETH) in den letzten Wochen ebenfalls deutlich unter Druck geraten war, kann sich auch der Ether-Kurs aktuell wieder deutlich erholen und Bitcoin zuletzt outperformen. Ob die Kurserholung bei den US-amerikanischen Aktienindizes in den kommenden Handelstagen weiter an Fahrt gewinnt, oder die Zwischenerholung nur temporärer Natur ist, dürfte auch von relevanten Wirtschaftsdaten in dieser Woche mitbestimmt werden. Insbesondere die Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts der USA am morgigen Mittwoch sowie die Entwicklung der Verbraucherpreise in der Europäischen Union (EU) am kommenden Freitag, dem 1. Juli, könnten zu einer kurzfristigen Richtungsentscheidung an den weltweiten Finanzmärkten führen.  

Kursentwicklungen der Top-10 Altcoins

  • Mit Ausnahme von Cardano (ADA) weisen sämtliche Top-10-Altcoins eine Kurssteigerung in den letzten sieben Handelstagen auf.
  • Die Liste der Wochengewinner wird angeführt von den Memecoins Shiba Inu (SHIB) mit 34 Prozent Kursaufschlag, gefolgt von Dogecoin (DOGE) mit 19 Prozent Wertzuwachs. Beide Kryptowährungen lösen sich damit zunehmend von ihren Jahrestiefs und haben nun Kaufsignale im Tageschart ausgebildet.
  • Ebenfalls zweistellig im Wert ansteigen können der Vorwochensieger Solana (SOL) sowie Tron (TRX) mit 11 Prozent Kursplus, sowie der Binance Coin (BNB) mit 10 Prozent Wertzuwachs. Insbesondere der Kurs von Solana kann sich nach zuletzt schwachen Handelsmonaten deutlich von seinem Jahrestief absetzen und notiert aktuell 51 Prozent höher.
  • Die Underperformer der Woche lauten Polkadot (DOT) mit lediglich einem Prozent Kursanstieg sowie Cardano, der im Wochenvergleich einen Prozentpunkt leichter notiert. Beide Kryptowährungen entwickelten sich damit schwächer als Bitcoin selbst, der auf Wochensicht knapp 2 Prozentpunkte zulegen kann. 

Stabilität der Top 10

  • Solange der BTC-Kurs sich weiterhin in einer Handelsrange oberhalb der 19.000 USD-Marke bewegt, dürfte das Anlegerinteresse an den zehn größten alternativen Kryptowährungen auch in den kommenden Wochen fortbestehen.
  • Gelingt es den bullishen Investoren, die Kurse der Top-10 Altcoins oberhalb der jüngst ausgebildeten Verlaufstiefs zu stabilisieren, ist mit einer anhaltenden Erholungsbewegung zu planen.
  • Dass der Altcoin-Sektor der Krypto-Leitwährung Bitcoin auch in den letzten sieben Handelstagen weiter Marktanteile abjagen konnten, ist als weiteres Indiz für das Anlegerinteresse an den Top-10-Kryptowährungen anzusehen.
  • Wie bereits im Übersichtsartikel der Vorwoche thematisiert, stehen die Chancen auf eine anhaltende technische Gegenbewegung statistisch gesehen weiter gut.
  • Mit Blick auf die Rangliste der Top-10-Altcoins gibt es eine Platzveränderung zu vermelden. Ripple nutzt die Underperformance bei Cardano und schiebt sich vorbei auf Platz vier.

Gewinner und Verlierer der Woche

  • Der Kurserholung am Kryptomarkt geht auch diese Woche weiter. Mehr als 70 Prozent der Top-100 Altcoins weisen im Wochenvergleich einen Kursanstieg auf.
  • Diese bullishe Entwicklung lässt auch die Gesamtmarktkapitalisierung zurück über die psychologische Marke von einer Billion USD ansteigen.
  • Rund 40 Altcoins der 100 größten Kryptowährungen weisen ein zweistelliges Kursplus auf.
  • Die Liste der Wochengewinner wird angeführt von DeFi-Projekt TitanSwap (TITAN) mit weiteren 49 Prozent Kurszuwachs. Bereits in der Vorwoche legte der TITAN-Kurs um 80 Prozent zu. Ebenfalls deutlich ansteigen kann ein Neuling unter den Top-100, Evmos (EVMOS) mit 39 Prozent Wertanstieg. Die auf Cosmos (ATOM) aufbauende Proof-of-Stake Blockchain bietet Nutzern interoperable Transaktionen mit der Ethereum-Blockchain. Ebenfalls deutlich im Wert zulegen konnten die Layer2-Skalierungslösung Polygon (MATIC) mit 38 Prozent Kursplus sowie das Metaverse-Projekt The Sandbox (SAND) mit 34 Prozent.

Nur wenige Verlierer in den letzten sieben Handelstagen

  • Die Liste der Underperformer wird mit deutlichem Abstand angeführt vom Synthetix Network Token (SNX). Nach einer starken Vorwoche scheinen die Anleger vermehrt Gewinne mitgenommen zu haben. Ebenfalls leichter notieren die beiden Bitcoin Forks Bitcoin SV (BSV) und Bitcoin Cash (BCH) mit moderaten Kurskorrekturen von sechs Prozent.
  • Anleger sollten in der aktuellen Marktlage neben dem Kurs von Bitcoin auch immer die Dominanz der Krypto-Leitwährung im Blick haben. Steigt die BTC-Dominanz in den kommenden Handelstagen zurück in Richtung der letzten Verlaufshochs, könnten Anleger vermehrt Gewinne aus ihren Altcoin-Positionen zurück in Bitcoin umwechseln.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Die Chartbilder wurden mithilfe von TradingView erstellt.

USD/EUR-Kurs zum Redaktionsschluss: 0,95 Euro.

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