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Kryptobranche reagiert auf Regulierungsvorschläge der EU-Kommission

Die Kryptobranche hat auf den jüngsten Vorschlag der Europäischen Kommission zur Regulierung von Kryptowährungen und Blockchain reagiert. Dementsprechend hat die International Association for Trusted Blockchain Applications (INATBA), also der internationale Verband der Blockchain-Projekte, eine offizielle Stellungnahme zu den „Markets in Crypto-Assets“ (MiCA) genannten Regulierungsvorschlägen der Kommission veröffentlicht. In dem Verband sind namhafte Unternehmen der Kryptobranche vertreten, darunter Ripple, ConsenSys und Iota.

So ist aus der offiziellen Stellungnahme zu lesen, dass die Mitglieder der INATBA große Bedenken hinsichtlich den MiCA-Vorschlägen der EU-Kommission haben. Deshalb fordert der Verband das höchste europäische Exekutivorgan dazu auf, alle weiteren Bemühungen im Bezug auf die Regulierung von Kryptowährungen gemeinsam abzustimmen. Obwohl die INATBA die MiCA-Vorschläge zwar insgesamt als Schritt in die richtige Richtung bewertet, der für mehr rechtliche Klarheit in der Branche sorgt, bleiben bei einigen Mitgliedern deutliche Vorbehalte bestehen.

Einer der Kritikpunkte ist zum Beispiel, dass die MiCA „eine junge und innovative Branche mit der kostspieligen und komplexen Einhaltung von rechtlichen Vorschriften überfordern könnte“, zudem stünde dies in keinen Verhältnis zu den Zielen, die die etwaige Gesetzgebung verfolgt. Der Verband ist jedoch zuversichtlich, dass die Kommission entsprechende Maßnahmen ergreifen wird, um sicherzustellen, dass die MiCA Innovation nicht behindern und verhindert werden kann, dass Krypto-Unternehmen aus Ländern der Europäischen Union abwandern.

Dahingehend führt die INATBA an, dass die vorgeschlagene Regulierung negative Auswirkungen auf aufstrebende Felder der Kryptobranche wie das Dezentralisierte Finanzwesen (DeFi) haben könnte. So heißt es: „Untersuchungen legen nahe, dass unter der vorgeschlagenen Regulierung neue und aufstrebende Märkte wie das Dezentralisierte Finanzwesen nicht mehr in Europa existieren könnten bzw. die EU-Bürger diese nicht mehr nutzen könnten,“

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EU-Kommission legt Vorschläge zur Regulierung von Kryptowährungen vor

Die Europäische Kommission will in ihren Mitgliedstaaten für mehr rechtliche Klarheit und Sicherheit in der Kryptobranche sorgen.

Um dies zu erreichen, hat die EU-Kommission am 24. September ein neues Paket für die Digitalisierung des Finanzwesen und Zahlungssystems verabschiedet, das unter anderem rechtliche Vorschläge für die Regulierung von Kryptowährungen beinhaltet.

Wie die EU-Kommission angibt, ist dies das erste Mal, dass sich das ranghöchste Exekutivorgan der Europäischen Union (EU) an die Regulierung von Kryptowährungen herantraut.

Im Rahmen der neuen Gesetzentwürfe hat die Kommission ganz besonders die sogenannten Stablecoins in den Blick genommen. Zur Erinnerung: Stablecoins sind Kryptowährungen, die ihre namensgebende (Wert-)Stabilität durch Anbindung an einen externen Vermögenswert wie zum Beispiel den US-Dollar oder Gold erhalten.

Konkret sieht der Entwurf dahin vor, dass die Herausgeber von Stablecoins strengeren Auflagen unterliegen, was das benötigte Grundkapital, Anlegerschutz und Beaufsichtigung angeht.

Dementsprechend soll es für Stablecoin-Herausgeber zukünftig verpflichtend sein, über eine behördliche Genehmigung des jeweiligen Mitgliedstaates zu verfügen, sobald sie mehr als 5 Mio. Euro an Stablecoins herausgegeben haben.

Zudem will die EU-Kommission den Herausgebern von Kryptowährungen auferlegen, dass diese ein Whitepaper vorbringen müssen, das bestimmte Informationen offenlegt. Kleine und mittlere Krypto-Unternehmen sollen von dieser Verpflichtung ausgenommen werden, sofern der Gesamtwert der von ihnen angebotenen Kryptowährung nicht mehr als 1 Mio. Euro innerhalb der ersten 12 Monate entspricht.

Die Ausnahmeregelung soll sicherstellen, dass „die rechtlichen Vorgaben, denen Krypto-Dienstleister unterliegen, proportional zum Risiko sind, das mit ihren Dienstleistungen einhergeht“.

Wie das Exekutivorgan weiter schreibt, sollen die neuen Maßnahmen dabei helfen, die Wirtschaft der Europäischen Union wieder anzukurbeln, indem neue Kanäle zur Kapitalbeschaffung für Unternehmen eröffnet werden. „Indem die rechtlichen Vorgaben für mehr Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit sorgen, will die Kommission Innovation im Finanzwesen der Union fördern, besonders durch innovative digitale Startups“, so der Entwurf.

Das Paket wird nun dem Europaparlament und dem Europarat vorgelegt, die über eine etwaige Umsetzung der Vorschläge entscheiden müssen.

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Reuters: EU will bis 2024 Kryptowährungen und Blockchain etablieren

Die Europäische Union will Krypto und Blockchain bis 2024 zu einem wichtigen Baustein der Zukunft machen.

Dementsprechend will die Union in den nächsten vier Jahren ihre Richtlinien so anpassen, dass der Einsatz von Blockchain und Digitalwährungen für internationale Zahlungen gefördert wird. Dies geht aus internen Dokumenten hervor, über die Reuters am Freitag berichtet hat.

So heißt es in den Dokumenten:

„Bis 2024 soll die EU einen umfassenden Rahmen erstellen, der die Einführung von Distributed-Ledger-Technologien (DLT) und Kryptowährungen im Finanzwesen fördert. […] Gleichsam soll sie die Risiken dieser Technologien angemessen berücksichtigen.“

Da immer noch knapp 80 % aller EU-Bürger in Papierform bezahlen, will die Europäische Kommission, das oberste Exekutivorgan der EU, digitale Zahlungen verstärkt etablieren, wodurch unter anderem die Transaktionszeiten drastisch verringert werden könnten, wie Reuters erklärt.

Zudem will die Kommission neben einer Effizienzsteigerung auch erreichen, dass die Verfügbarkeit von Finanzdaten erhöht wird. „Bis 2024 soll das Prinzip der Allgemeingültigkeit für Genehmigungen in allen Bereichen gelten, die großes Potenzial für ein digitales Finanzwesen bergen“, wie es dahingehend in dem Dokument heißt.

Obwohl die Corona-Krise den Bedarf an digitalen Zahlungsmöglichkeiten auf der ganzen Welt deutlich gemacht hat, sind Kryptowährungen und Blockchain verstärkt in den Fokus gerückt, da viele Länder inzwischen ernsthaft über eigene Zentralbank-Digitalwährungen nachdenken, um ihre jeweiligen Zahlungssysteme zu optimieren.

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Regulierungsgebot: Stable Coins: Fünf EU-Mitglieder drohen mit Verbot

Ältere Menschen bevorzugen Gold, während die jüngere Generation auf Bitcoin zurückgreift? Dies behauptet jedenfalls ein Banker der Investmentbank Morgan Stanley.

In einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender CNN äußerte der Head of Emerging Markets and Chief Global Strategist von Morgan Stanley, Ruchir Sharma, dass die Wahl der Vermögenswerte von dem Alter der Personen abhänge. Da die Angst vor einer Geldentwertung immer weiter zunimmt, stehen viele Anleger vor der Frage, wie sie ihr Vermögen in Sicherheit bringen können. So erwartet der Morgan Stanley Manager bereits für 2021 eine erhöhte Inflation in den USA. Als sichere Häfen kommen dabei vor allem zwei anti-zyklische Werte in Betracht: Bitcoin und Gold.

Wenig verwunderlich kommt Sharma zu der Aussage, dass junge Menschen eher dazu tendieren Bitcoin zu kaufen und ältere Menschen eher Gold. Schließlich sind Millennials in der Tendenz digital-affiner als ihre Großeltern, was sich auch auf deren Investmententscheidungen niederschlägt.

Die richtige Portfoliomischung

„Es ist keine schlechte Idee, etwa 5 Prozent seines Portfolios in Gold zu halten”, bemerkt Sharma. „Wenn Sie etwas abenteuerlustiger sind – und ich vermute, es hat mehr mit der Demographie zu tun – dann suchen Sie offensichtlich nach Bitcoin und anderen Kryptowährungen.”, äußert er im CNN-Interview.

Die Aussage von dem Morgan Stanley Manager passt damit sehr gut zu einer Twitterumfrage des Ökonomen Peter Schiff (Alter 57). Dieser hat auf Twitter gepostet, dass sein 18-jähriger Sohn verstärkt in Bitcoin investiert, während er von Bitcoin nichts hält und ganz klar Gold bevorzugt.

Überzeugt von seiner Reputation stellte er dem Twitter-Publikum die Frage, wem sie eher in Anlagentscheidungen vertrauen. Ihm, dem renommierten Ökonomen, oder einem Schulabgänger. Das Ergebnis war eindeutig. Über 80 Prozent der Befragten, es haben immerhin über 80.000 Nutzer teilgenommen, haben sich für den Sohn und damit für Bitcoin entschieden.

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EZB-Chefin: „Corona-Krise hat Annahme von Digitalwährungen beschleunigt“

The pandemic has seen consumers adopt digital payments in increasing numbers and the trend was accelerating, said the President of the European Central Bank (ECB) Christine Lagarde.

Durch die Corona-Krise werden digitale Zahlungen von den Verbrauchern immer mehr angenommen, wobei der Trend weiter zunimmt, wie EZB-Chefin Christine Lagarde bestätigt.

Im Rahmen einer Onlinekonferenz der Deutschen Bundesbank vom 10. September erklärte Lagarde, dass die EU-Bürger die Digitalisierung bisher mit offenen Armen angenommen hätten. So wären die Onlineverkäufe zwischen Februar und Juni um knapp 20 % gestiegen, während die Verkäufe insgesamt um 1,2 % zurückgegangen sind. Seit dem Beginn der Corona-Krise wäre das Volumen der digitalen Zahlungen deshalb „im zweistelligen Bereich gewachsen“.

„Die Pandemie hat als ein Katalysator gewirkt, der den Wandel zur neuen digitalen Normalität beschleunigt hat“, so Lagarde. Und weiter: „Der Großteil der Verbraucher will digitale Dienstleistungen zukünftig genau so viel oder sogar mehr als aktuell nutzen.“

Andere Institute kommen zu einem ähnlichen Ergebnis, was die Entwicklung während der Corona-Krise angeht. So hat die DSB Bank aus Singapur zuletzt festgestellt, dass „die anhaltende Pandemie den Wandel zur bargeldlosen Gesellschaft vorangetrieben hat“.

Lagarde befürwortet die Entwicklung einer CBDC durch die EZB, um damit die Digitalisierung zu befeuern, und um schnellere und kostengünstigere grenzübergreifende Zahlungen zu ermöglichen. Vergangenen September, als sie noch Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) war, hatte die heutige EZB-Chefin bereits dazu geraten, dass die EU auf den Wandel im Finanzwesen reagieren müsse, indem sie sich unter anderem auch für Digitalwährungen öffnet.

„Das Eurosystem hat bisher noch keine Entscheidung über einen digitalen Euro getroffen“, wie Lagarde nun angibt. Dahingehend ergänzt sie:

„Aber wie viele andere Zentralbanken auf der Welt untersuchen wir die Chancen und Risiken, die sich daraus ergeben.“

Wie die EZB-Präsidentin bestätigt, sollen die Ergebnisse einer entsprechenden Forschungsgruppe hinsichtlich einer Zentralbank-Digitalwährung in Europa „in den kommenden Wochen“ vorgestellt werden.

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MIOTA-Kurs im Aufwind: Version 2.0 rückt näher, EU lobt IOTA Foundation

Die Umzugskisten stehen bereit: IOTA steht kurz vor dem Übergang zu 2.0 und staubt auf dem Weg dorthin noch eine Auszeichnung der EU ab. Der MIOTA-Kurs dreht entsprechend auf.

IOTA befindet sich im Wandel. Auf dem Weg zum Coordicide, also der Ausschaltung des Koordinators im Netzwerk, befindet sich das Netzwerk aktuell in der ersten von drei Testnet-Phasen: Pollen. Diese Protoversion eines Coo-freien Netzwerks leimt die Protokoll-Upgrades 1.5 und 2.0 aneinander und fungiert dem IOTA-Lexikon nach als „Forschungsprüfstand, auf dem die Community, Forscher und Entwickler die Konzepte von IOTA 2.0 testen und validieren können“.

Die Testphase liegt dem jüngsten IOTA-Blogeintrag zufolge voll im Fahrplan. So schreitet die Implementierung der Node-Software GoShimmer kontinuierlich voran. GoShimmer beinhaltet verschiedene Module, die die Entwickler nacheinander integrieren und den Weg zum Coordicide ebnen.

Zu den jüngsten Errungenschaften zählen ein verbesserter Worker-Pool, die Verwaltung von Nachrichtenanfragen sowie ein neues Beacon-Plugin, das das Bootstrap-Plugin ersetzt. Oder im Klartext: Synchronisationsprozesse laufen im Testnet nun geschmeidiger.

Durch Anpassung der maximalen Transaktionsaufträge und Nachrichtengröße sowie „durch Hinzufügen der Signaturprüfung vor der Ausgabe“ wurde zudem der Validierungsprozess von Nachrichten und Transaktionen verbessert. Dafür wurden neue Programmierschnittstellen (APIs) geschaffen, die die Ausgabe von Transaktionen erleichtern sollen. Darüber hinaus wurde der Spam-Schutz und die Mana-Spezifikationen weiterentwickelt. Mana übernimmt mehrere Funktionen im Tangle, fungiert aber in erster Linie als Belohnungs- beziehungsweise Reputationssystem. Nodes mit einem hohen Mana-Stack erhalten mehr Gewichtung bei der Konsensfindung. Im Gegenzug lassen sich die Stimmrechte von Nodes mit Spam-Verdacht durch Mana-Entzug abwerten.

So zeigt sich: Das IOTA-Testnet bahnt sich peu à peu seinen Weg zum nächsten Upgrade. Doch nicht nur auf technischer Ebene vermeldet IOTA Erfolge.

EU adelt IOTA

So wurde IOTA für die Beteiligung des CityxChange-Projekts von der EU als „Key Innovator“ gekürt. Bei dem von „EU Horizon 2020“ geförderten Projekt geht es um die Entwicklung von Konzepten für E-Mobilität und dezentrale Energienetze in urbanen Räumen.

IOTA steuert dafür die Tangle-Technologie bei, die durch M2M-Werteaustausch mit Mikrotransaktionen ein wesentlicher Baustein bei der Städte- und Raumplanung von morgen spielen könnte. Das CityxChange-Projekt befindet sich noch in der Testphase und wird in sieben europäischen Städten modelliert.

MIOTA-Kurs dreht auf

Der IOTA-Kurs (MIOTA) reagiert entsprechend auf die jüngsten Erfolgsmeldungen und steigt in den letzten 24 Stunden um 7,5 Prozent auf aktuell 0,326 US-Dollar.

IOTA-Kurs (MIOTA)

MIOTA kann damit an die steile Wachstumskurve der letzten Wochen anknüpfen. Im Monatsvergleich legt die IoT-Währung um über 32 Prozent zu und nimmt so den Schwung der Altcoin Rallye mit.

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PayPal fordert einheitliche Bitcoin-Regulierung von der EU

Der Zahlungsdienstleister PayPal zeigt sich gegenüber der Europäischen Kommission Krypto-affin. Im Rahmen einer Konsultation fordert Paypal klare Vorgaben vom Gesetzgeber – womöglich auch, um Rechtssicherheit für eigene Bitcoin-Vorstöße zu erlangen.

Die Indizien, dass der US-amerikanische Zahlungsdienstleister PayPal mit einer Bitcoin-Integration liebäugelt, häufen sich. So sorgte zunächst eine Stellenausschreibung Ende Juni für gespitzte Hodler-Ohren: Das FinTech-Unternehmen ist offenbar auf der Suche nach Fachpersonal für ein eigenes „Crypto Engineering Team“. Insider berichteten zudem von Plänen, dass PayPal noch in diesem Jahr damit beginnen werde, den Kauf von Kryptowährungen anzubieten.

Wie nun aus der Stellungnahme von PayPal im Rahmen der EU-Konsultation zur Regulierung von Kryptowerten hervorgeht, stellt das Unternehmen drei Kernforderungen an die Krypto-Regulierung in der Europäischen Union.

PayPal auf Bitcoin-Kurs? Drei Forderungen an die EU

Zunächst stimmt der Zahlungsdienstleister in den Chor jener Unternehmen (und Branchenverbände) ein, die eine fehlende regulatorische Klarheit in Krypto-Fragen beklagen. Nachholbedarf gebe es demnach vor allem bei der rechtlichen Einordnung von Geschäftsmodellen mit Krypto-Bezug. Die Fehlende Rechtssicherheit schrecke Unternehmen ab und stellten letztlich auch ein Risiko für den Verbraucher dar.

Erstens sollte ein klarer Satz von Definitionen zu verschiedenen Krypto-Aktivitäten eingeführt werden, um sicherzustellen, dass Unternehmen, die solche Aktivitäten ausüben, ordnungsgemäß lizenziert und reguliert werden. Mangelnde Klarheit über die regulatorischen Erwartungen an solche Aktivitäten schafft Unsicherheit, die Unternehmen von einer aktiven Teilnahme abhalten könnte. Sie schafft auch Schlupflöcher und Grauzonen, die von Teilnehmern ausgenutzt werden können, die der Einhaltung der Vorschriften keine Priorität einräumen. Klare Definitionen würden auch dazu beitragen, einen angemessenen Verbraucher- und Investorenschutz zu gewährleisten.

Ferner – und auch hier dürfte PayPal in Brüssel die ein oder andere offene Tür eingerannt haben – wünscht man sich eine Regulierung im Einklang mit den geltenden Vorgaben zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und Terrorismusfinanzierung (CFT), die jedoch nicht blind für die Eigenheiten von Geschäftsmodellen mit Krypto-Bezug ist.

Zweitens sollte […] die Kryptoaktivität unter Berücksichtigung der Besonderheiten der betreffenden Tätigkeit in den Geltungsbereich der anwendbaren AML/CFT-Anforderungen einbezogen werden. In diesem Zusammenhang fordern wir die ordnungsgemäße Anwendung eines risikobasierten Ansatzes im Einklang mit den Grundsätzen, die den bestehenden EU-Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche und den globalen Standards zugrunde liegen.

Grundbedingung: Technologieneutralität

Abschließend appelliert PayPal an die EU, den Grundsatz der Technologieneutralität zu berücksichtigen. Der Markt soll darüber entscheiden, welche Kryptowährungen beziehungsweise Blockchain-Netzwerke sich langfristig durchsetzen. Auch hier postuliert PayPal eine Win-Win-Situation für Händler und Konsumenten.

Schließlich sollte angesichts der kontinuierlichen Fortschritte in Bereichen wie dezentralisierte Netzwerke, Konsensprotokolle und Kryptographie jeder ordnungspolitische Rahmen in Europa danach streben, technologieneutral zu sein, um Innovation und Wettbewerb in diesem sich schnell entwickelnden Raum zu unterstützen. Ein solcher Ansatz würde auch neue Möglichkeiten für Händler und Verbraucher fördern.

Eine Frage der Zeit

Angesichts solcher Töne scheint eine Bitcoin-Integration durch PayPal tatsächlich nur eine Frage der Zeit zu sein. Die Konkurrenz, namentlich Square ist mit seiner Cash App hier indes schon deutlich weiter – wenn auch noch nicht in Europa. Der Impact einer Integration von Bitcoin in PayPal dürfte jedoch, gemessen an den Nutzerzahlen, um eine Größenordnung höher ausfallen.

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Digitales Europa – Abkehr vom Bargeld rückt näher

Seit Frühjahr 2020 ist klar, dass uns eine rasante Zukunft bevorsteht. Der viel beschworene digitale Wandel wurde durch das Coronavirus massiv befeuert, da technologische Lösungen in vielen Feldern von jetzt auf gleich an Wichtigkeit gewonnen haben. Das Finanzwesen ist dabei eine der ersten Branchen, die sich darauf einlässt. So gewinnt die Umstellung von Bargeld auf kontaktloses Zahlen mittlerweile selbst in konservativen europäischen Ländern immer mehr an Boden, wodurch auch Kryptowährungen, allen voran die sogenannten Stablecoins, vermehrt in den Fokus rücken. Nicht nur Bargeld als möglicher Übertragungsweg für das Virus, sondern auch die inflationäre Geldpolitik im Zuge der Wirtschaftskrise wirken unweigerlich als Katalysator für die Marktreife von Kryptowährungen.

Bargeld verliert an Einfluss

Münzen und Geldscheine könnten dementsprechend schon bald ein Relikt vergangener Tage werden. Nicht nur, dass sie in der Post-Corona-Welt technologisch überholt und altbacken scheinen würden, zudem wären sie weiterhin eine Gefahrenquelle, da nicht klar ist, wann die Corona-Pandemie wirklich vorüber ist. Dementsprechend ist durchaus realistisch, dass Social-Distancing und andere Vorsichtsmaßnahmen auch auf längere Zeit noch Gültigkeit haben werden.

Im Gegensatz zu den USA und Asien, die Innovationen und neuen Entwicklungen generell offener gegenüberstehen, ist Europa eher traditionell und konservativ eingestellt. Durch die Krise drängt sich der Wandel nun aber geradezu auf, also wenn nicht jetzt, wann dann?

Selbst hier in Deutschland, wo Bargeld essentieller Bestandteil des alltäglichen Lebens ist, haben die Kartenzahlungen im Zuge der Corona-Krise erstmals Bargeldzahlungen übertroffen. Treibende Kraft für diesen Sinneswandel sind allen voran gesundheitliche Bedenken, bei der Nutzung von Bargeld. Diese Annahme wird zusätzlich dadurch unterstrichen, dass mehr als die Hälfte aller Kartenzahlungen in Deutschland inzwischen kontaktlos getätigt werden. Vor der Krise waren es nur knapp 35 % aller Kartenzahlungen. Mittelfristig wird das Bargeld bei uns zwar nicht so schnell verschwinden, jedoch ist mehr und mehr erkennbar, wo die Reise hingeht.    

Unabhängig von der Krise hatte sich in den letzten fünf Jahren ohnehin schon der Wert der Kartenzahlungen stetig gesteigert. Während 2013 in Deutschland noch 4,5 Mrd. Euro mit Karte gezahlt wurden, waren es 2018 immerhin schon 7,8 Mrd. Euro.

Die Technologie-affine jüngere Generation treibt diesen Wandel umso stärker voran, da sie ohne Vorbehalte auch Zahlungen per Smartphone oder Kryptowährung tätigt.

Kryptowährungen und Digitalwährungen als Alternative

Trotz des erfolgreichen deutschen Weges bei der Verlangsamung der Ausbreitung ist die Zahl der Corona-Infektionen inzwischen auf über 170.000 Personen angestiegen, wodurch die Notwendigkeit alternativer Lösungsansätze immer größer wird. Dies gilt aber nicht nur für Deutschland, sondern auch für andere Länder, weshalb Regierungen auf der ganzen Welt vermehrt auf Blockchain-Projekte und die Entwicklung eigener Zentralbank-Digitalwährungen setzen.

Bereits Ende 2019 war deutlich geworden, dass es einen Bedarf für Digitalwährungen gibt, weshalb Regierungen ihre Haltung zu Krypto und Blockchain inzwischen merkbar geändert haben. So sind Digitalwährungen nicht mehr nur eine scheinbare Spielerei für Nerds, sondern eine ernstzunehmende Technologie, die das bestehende Finanzsystem in vielerlei Hinsicht besser machen kann.

Zu dieser Einsicht kommt inzwischen auch die deutsche Politik, die im Dezember 2019 ein Gesetz verabschiedet hat, das vorsieht, dass jedes Unternehmen, das mit Kryptowährungen arbeitet, bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine entsprechende Genehmigung als Krypto-Verwahrer beantragen muss.

Die Welt öffnet sich für den Wandel

In Sachen eigener Zentralbank-Digitalwährung eilt China derweil voraus. So werden im Reich der Mitte bereits erste Testläufe mit einem digitalen Yuan absolviert, an denen sich auch die dortigen Ableger namhafter Firmen wie McDonald’s, KFC und Starbucks beteiligen.

Allerdings ist die Nutzung von Digitalwährungen keine reine Zukunftsmusik, denn vereinzelt kann bereits mit Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) gezahlt werden. Die Fastfoodkette Burger King ist bekannt dafür, als einer der ersten Konzerne Zahlungen in Form von Bitcoin angenommen zu haben. So konnten in den Niederlanden schon im Jahr 2016 die ersten hungrigen Kunden ihre Burger mit der Kryptowährung bezahlen. Wenig später waren auch in Deutschland Bitcoin-Zahlungen über die Webseite und Smartphone-App von Burger King möglich.

Immer mehr Europäer sind überzeugt, dass Digitalwährungen nicht nur eine bloße Modeerscheinung sind. Diese Einschätzung ist durchaus berechtigt, denn Blockchain und Krypto haben das Potenzial, das Finanzsystem grundlegend zu ändern. So können sie nicht nur dafür sorgen, dass Zahlungen für Einzelpersonen und Unternehmen kostengünstiger und effizienter werden, sondern sie können auch Finanzintermediäre in vielen Bereichen überflüssig machen und für einen direkteren Zugang zu Geld sorgen.  

Auch in der Europäischen Union wächst deshalb das Interesse an Zentralbank-Digitalwährungen und Stablecoins, wobei Malta eine Führungsrolle in Sachen Krypto-Gesetzgebung übernommen hat.

Selbst die Europäische Zentralbank (EZB) spielt inzwischen offen mit dem Gedanken eines digitalen Euros. Anfang des Jahres hatte EZB-Chefin Christine Lagarde dementsprechend gesagt, dass ihr Institut eine tragende Rolle bei der Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Digitalwährung spielen will, da eine CBDC umso wichtiger ist, wenn „die Nutzung von Bargeld nachlässt“.

Vom Trend zur Realität

Laut einer Umfrage der Kryptobörse BitFlyer sind unter 10.000 Europäern aus 10 verschiedenen Ländern knapp zwei Drittel der Meinung, dass Kryptowährungen nicht wieder von der Bildfläche verschwinden werden.  

Darüber hinaus liegt es ohnehin immer mehr im Trend, Kryptowährungen zu kaufen, weshalb sich viele Krypto-Unternehmen bemühen, den Zugang so leicht wie möglich zu gestalten. So können Kryptowährungen inzwischen auch über Kreditkarten erworben werden.

Die Vorbehalte gegenüber Kryptowährungen werden immer geringer, was durch die momentane Lage nur noch beschleunigt wird. Digitale und kontaktlose Zahlungen gehören schon jetzt zum Alltag und das Potenzial der Blockchain-Technologie, unser Finanzsystem nachhaltig zu revolutionieren, wird zunehmend offensichtlich. 

Die Ansichten und Meinungen in diesem Artikel stammen allein vom Autor und decken sich nicht zwangsläufig mit den Ansichten von Cointelegraph.

Alex Axelrod ist Geschäftsführer und Gründer von Aximetria und Pay Reverse. Alex ist ein erfahrener Unternehmer, der mehr als zehn Jahre lang bei einem der führenden Finanzdienstleister gearbeitet hat.

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Europäische Kommission: Aufruf an Blockchain-Entwickler

Die Europäische Kommission bietet Blockchain-Entwicklern und anderen Spezialisten Zuschüsse für Technologielösungen im zivilen bis hin zum Militärbereich.

Am 24. März veröffentlichte die Europäische Kommission eine Ausschreibung im Rahmen des Europäischen Programms für industrielle Entwicklung im Verteidigungsbereich. Dabei werden kleine und mittlere Unternehmen aufgerufen, schnelle und kostengünstige Lösungen vorzuschlagen. Der Schwerpunkt soll dabei auf neuen Ansätzen und Vorschlägen für Technologien oder Konzepte liegen, die bisher nicht auf den Verteidigungssektor angewandt wurden.

Blockchain-Kombinationen mit „digitalen Zwillingen“ für logistische Zwecke

In Bezug auf Blockchain bietet die Europäische Kommission eine Übersicht, die als Leitfaden für Bewerbungen für das Programm dient. Ausgewählte Projekte erhalten Zuschüsse aus dem Budget für 2019/2020, das 254 Mio. Euro umfasst. Konkret sucht die Europäische Kommission:

Lösungen, die „auf einer Echtzeit-Cloud und dem digitalen Zwilling vor Ort basieren. Sie sollen von der Robustheit der Blockchain-Technologie profitieren und alle derzeit optimierten logistischen Anforderungen kanalisieren. Dazu gehört etwa die Ersatzteilkette, Wartung und Energieverbrauchsmaterial.“

Ein digitaler Zwilling ist die virtuelle Repräsentation oder der Spiegel einer physischen Einheit, eines Vermögenswerts oder eines Prozesses. Das kann eine Maschine sein, ein Objekt, ein Teil der Infrastruktur oder ein Mensch. Der Blockchain-Bereich kann die Integrität von digitalen Zwillingen stärken, indem beispielsweise die Verwendung von manipulationssicheren kryptografischen Tags ermöglicht wird. Diese validieren die Herkunft, den Zustand und den Besitz von Produkten oder Objekten. 

Wie Deloitte in einem Bericht von 2018 erklärte, kann die Kombination von digitalen Zwillingen mit einer Blockchain besonders Vorteile im Bereich des Internets der Dinge bieten. Dabei können diese für die vorausschauende Wartung in Produktionsumgebungen genutzt werden. 

Deloitte sagte, dass eine Blockchain ein sicheres Identitätsmanagement, transparente Eigentumsmodelle und effiziente Datenanalysen bieten könne, was die Flexibilität und Belastbarkeit verschiedener Systeme verbessern könne.

Den Leitlinien zufolge sagt die Europäische Kommission, eine Kombination von Blockchains mit digitalen Zwillingen berge ein Potenzial für verschiedene Verteidigungsbereiche, wie etwa Lieferketten, Gerätewartung und Energie.

Für das Programm kann man sich ab dem 15. April bewerben. Die vorläufige Frist läuft bis zum 1. Dezember 2020. Dies kann sich, je nach Entwicklung der COVID-19-Pandemie, noch verschieben. 

Blockchain im Verteidigungssektor

Wie kürzlich berichtet, hat das US-Unternehmen für Support- und Servicelösungen für Verteidigungs-, Aufklärungs- und zivile Systeme BAE Systems im vergangenen Monat ein Stellenangebot veröffentlicht. Dabei wurde ein sogenannter „Cryptocurrency Exploiter“ zur Unterstützung des Betriebs gesucht.

Im Juli 2019 hat das US-Verteidigungsministerium eigene Pläne für die Blockchain-Technologie in seinem Vierjahresplan für die digitale Modernisierung veröffentlicht.

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Wegen Coronavirus-Ausbruch: Paris Blockchain Week verschoben

Die Organisatoren in Paris haben aufgrund des Coronavirus eine große lokale Veranstaltung der Blockchain-Branche verschoben.

Laut einer Ankündigung vom 2. März wird die Veranstaltung Paris Blockchain Week Summit, die ursprünglich am 31. März und 1. April stattfinden sollte, nun voraussichtlich am 9. und 10. Dezember stattfinden. 

Die Organisatoren verschoben die Veranstaltung aufgrund der kürzlichen Richtlinien der französischen Regierung. Diese verbieten große Menschenansammlungen, die den Coronavirus-Ausbruch verschlimmern könnten.

Wichtige Veranstaltung für Branche

In der Ankündigung hieß es, die Konferenz werde wie erwartet ablaufen und „der Veranstaltungsort, der Zeitplan und der Aufbau bleiben gleich“. Außerdem haben die Organisatoren versprochen, dass weitere Redner auf der Veranstaltung auftreten würden.

An der Veranstaltung sollen einige Prominente Leute aus der Branche teilnehmen: Der CEO und Mitbegründer der Kryptowährungsbörse Binance Changpeng Zhao, der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire. die Gründerin und CEO von Parity Technologies Jutta Steiner, die Investmentleiterin von Coinshares Meltem Demirors, der Mitbegründer und CEO von Messari Ryan Selkis und der Chefwissenschaftler von Brave Browser Ben Livshits.

Auswirkungen des Coronavirus auf Kryptowährungsbranche

Der Ausbruch des Coronavirus hat große Auswirkungen auf das traditionelle Finanzwesen und auch auf die Kryptowährungsbranche. Wie Cointelegraph im letzten Monat berichtete, wurden eine Reihe von Kryptowährungskonferenzen in ganz Asien verschoben. Das war eine Reaktion auf die regionale Verbreitung des Virus. Außerdem sah sich eine chinesische Krypto-Mining-Farm aufgrund der Epidemie dazu gezwungen, ihren Betrieb einzustellen.

Diese Woche empfahl die US-Kryptowährungsbörse Coinbase und das Blockchain-Unternehmen Messari ihren Mitarbeitern, von zu Hause aus zu arbeiten. Coinbase hat auch einen Plan als Reaktion auf den Ausbruch des Coronavirus veröffentlicht

Ende Februar verzeichnete Gold seinen größten Verlust seit 2014. Aufgrund der anhaltenden Epidemie gab es starke Ausverkäufe auf den traditionellen Märkten.

Der Kryptoanalytiker Naeem Aslam und der CEO von Tokenmetrics Ian Balina sprachen kürzlich mit Cointelegraph über die Auswirkungen des Virus auf die Kryptowährungsbranche insgesamt.

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