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Japan: STO-Verband veröffentlicht neue Richtlinien für Krypto-Regulierung

Der japanische Verband für Wertpapier-Token-Offerings JSTOA hat kürzlich selbstregulierende Richtlinien zur Trennung von Kundenvermögen und elektronischen Datenübertragungsrechten veröffentlicht.

Die Richtlinien sind seit dem 20. April auf der JSTOA-Webseite einzusehen. Diese seien der Webseite zufolge auf die Überarbeitung des Gesetzes über Finanzinstrumente und Börsen des Landes zurückzuführen, das vom japanischen Repräsentantenhaus verabschiedet wurde und ab 1. Mai in Kraft treten soll.

Bei einem Treffen der Mitarbeiter und des Vorstands legte die Vereinigung unter anderem die Regeln für die Rechte zur elektronischen Übertragung von Daten und die Verwaltung von Kundenvermögen fest. Der JSTOA wird die Verwaltung des getrennt aufbewahrten Kundenvermögens einmal im Monat durch Wirtschaftsprüfer und mittels Audits überprüfen lassen. 

Darüber hinaus fordert der Verband im Rahmen seiner Präventionsmaßnahmen gegen Investitionsberatung eine klarere Definition des Verkaufs von digitalen Vermögenswerten an ältere und somit betrugsgefährdetere Kunden. Der Verband bemüht sich um die Erstellung von Richtlinien für die Kundenberatung.

Krypto-Regulierung bald in Kraft

Die neuen Gesetze zur Regulierung von Kryptowährungen in Japan treten allmählich in Kraft. Das Gesetz über Finanzinstrumente und Börsen und das Zahlungsdienstleistungsgesetz, die beide Überarbeitungen der bestehenden Finanzgesetze darstellen, treten ab Mai in Kraft.

Der JSTOA in Tokio wurde im Oktober 2019 gegründet, um die Entwicklung von Kapitalbeschaffungen durch Wertpapier-Token-Offerings zu unterstützen. Sie bündelt zu diesem Zweck das Fachwissen aus der Branche, gewährleistet die Einhaltung von Gesetzen und schützt Investoren. Die Vereinigung wird von großen japanischen Finanzunternehmen, wie etwa Nomura Securities, Rakuten Securities, SBI Securities, Monex und weiteren, unterstützt.

Hisashi Oki und Yoshihisa Takahashi von Cointelegraph Japan haben diesen Artikel mitverfasst.

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Krypto-Experte: „Weil Bitcoin keine Korrelation aufweist, sollte sie jeder Anleger besitzen“

Obwohl sich der Kryptomarkt und der Aktienmarkt seit dem „Schwarzen Donnerstag“ scheinbar im Gleichschritt bewegen, gibt es keine Korrelation zwischen den beiden Anlageklassen, wie der Krypto-Trader Scott Melker meint.

In einer Reihe von Twitter-Einträgen legt der „Wolf Of All Streets“ seinen 84.000 Followern dar, warum er davon überzeugt ist, dass Bitcoin (BTC) ein unabhängiges Anlageprodukt ist.

Wie Melker vorab erklärt, kann die Korrelation zwischen zwei Finanzprodukten mathematisch berechnet werden, wobei diese auf einer Skala von -1 bis 1 erfasst wird. Der Wert 1 gibt dabei eine perfekte Korrelation an, während bei 0 keine Korrelation besteht und -1 eine umgekehrte Korrelation beschreibt.

Beim Blick auf eine etwaige Korrelation zwischen den Aktienmärkten und Bitcoin seit dessen Einführung im Jahr 2009 stellt Melker fest, dass es in der 11-jährigen Geschichte der Kryptowährung keine nennenswerte Korrelation gibt, da lediglich ein Wert von 0,15 erreicht wird. Damit ist die Korrelation zu den Aktienmärkten bei Bitcoin sogar geringer als bei jedem anderen Finanzprodukt.

Daten aus dem jüngsten Quartalsbericht der Handelsplattform eToro zeigen, dass die Korrelation zwischen Bitcoin und dem SPX (also dem Aktienindex S&P 500) im Februar 2020 einen zwischenzeitlichen Höchstwert von 0,59 verzeichnet hat, was allerdings auch nur einer mittleren Korrelation entspricht. So war die Korrelation mit Gold in diesem Zeitraum vergleichsweise höher (0,72).

Was sagt uns der „Schwarze Donnerstag?“

Selbst diese mittlere Korrelation widerlegt also nicht die Annahme von Melker. Der unterstreicht seine These wiederum mit dem Hinweis darauf, dass Bitcoin am „Schwarzen Donnerstag“ Mitte März heftig abgestürzt war, wobei ein mehrwöchiges Tief eingefahren wurde. Die Aktienmärkte wurden im Anschluss zwar ähnlich hart von der Corona-Krise getroffen, jedoch erreichten sie erst neun Tage später ihren Tiefpunkt. Dabei sei nicht nur diese zeitverzögerte Entwicklung der wichtige Unterschied, sondern vielmehr die gegenläufige Bewegung in dieser Periode:

„In diesen 9 Tagen ist Bitcoin nach oben geklettert, während der SPX gefallen ist. Und zwar ist Bitcoin richtig stark geklettert, denn es ging 84 % aufwärts.“

Eine Korrelation wäre unter diesen Umständen also nur denkbar, falls Bitcoin der Kursentwicklung der Aktienmärkte vorauseilt, was er für unrealistisch hält.

Quelle: Twitter

Was bedeutet die nicht vorhandene Korrelation?

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert, dass die Corona-Krise die größte Wirtschaftskrise seit der Großen Depression auslösen könnte. Dies bedeutet unweigerlich, dass die Aktienmärkte aktuell mit großem Risiko behaftet sind. Wenn Bitcoin nun wie besprochen keine Korrelation zu den Aktienmärkten aufweist, stellt die Kryptowährung für Anleger eine gute Möglichkeit zur Diversifizierung dar. Selbst wenn Bitcoin noch nicht das Wertaufbewahrungsmittel ist, für das es viele halten, ist das Risikoprofil der Kryptowährung nichtsdestotrotz attraktiv, wie Melker meint:

„Genau aus diesem Grund sollten alle Anleger Bitcoin besitzen. Im Gegensatz zu anderen Anlageprodukten bietet die Kryptowährung ein unabhängiges Risiko. Selbst wenn sie risikoreicher ist, ist es ratsam, sie in einem Portfolio zu haben, da sie wegen ihrer nicht vorhandenen Korrelation das insgesamte Risiko eines Portfolios verringert.“

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CoinGecko-CEO: Neutralität für CoinMarketCap schwierig

Nur eine Woche nachdem die Börse Binance ihre Übernahme von CoinMarketCap (CMC), eine Kryptodaten-Webseite, die sehr häufig als Referenz verwendet wird, bekanntgegeben hat, kommentieren einige prominente Persönlichkeiten aus der Krypto-Community dieses Ereignis.

Bobby Ong, der Mitbegründer und CEO von CoinGecko, gab am 6. April ein Interview mit My Two Gwei. Unter den Themen war auch die 400-Mio.-US-Dollar-Übernahme der Kryptodaten-Webseite und die Rolle, die das in Zukunft spielen könnte.

Ong betonte, dass sein Unternehmen die „Datenintegrität aufrechterhalten“ müsse, angesichts „vieler neuer Börsen, die bei ihrem Volumen mogeln“. Der CEO sprach in dem Interviews auch über CMC, ein Konkurrent von CoinGecko:

„Nach dieser Übernahme wird es für CoinMarketCap meiner Meinung nach schwierig sein, neutral und unabhängig zu bleiben. Damit sind wir jetzt der größte, unabhängige Kryptodaten-Aggregator auf dem Markt.“

CMC hat seine eigenen Methoden für die Bewahrung der Datenintegrität. CoinGecko verwendet einen „Trust Score“, um den Kunden ein besseres Verständnis zu geben, ob „das gemeldete Volumen realistisch“ ist. Die Kryptodaten-Webseite hat kürzlich ein Buch über das dezentralisierte Finanzwesen (DeFi) veröffentlicht, das in der Welt der Kryptowährungen derzeit beliebt ist. 

Leute in der Krypto-Community heißen die Übernahme von CMC gut

CMC wird von einigen Leuten schlecht geredet, während andere Leute in der Krypto-Community die Übernahme der Daten-Webseite durch Binance weitgehend unterstützen

Im Gespräch mit Cointelegraph sagte Eric Benz, der CEO der Kryptobörse Changelly, er sei zuversichtlich, dass dieser Deal beiden Parteien zugute kommen werde, und der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können. Eine ähnliche Ansicht teilt Mike Alfred, der CEO und Mitbegründer der Fintech-Firma Digital Assets Data. Er sagte, Binance gehöre zu den stärksten und angesehensten Unternehmen, die derzeit im Krypto-Ökosystem tätig seien.

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Rettungsboot Bitcoin – Wie die Kryptowährung zum sicheren Hafen werden kann

Chamath Palihapitiya, seines Zeichens Milliardär und Geschäftsführer der Investmentfirma Social Capital, meint im Interview mit dem Morgan Creek Digital Gründer Anthony Pompliano, dass die Corona-Krise für Bitcoin von richtungsweisender Bedeutung sein könnte.

„Ich denke Bitcoin hat einen Moment wie diesen gebraucht, um relevant zu werden“, wie Palihapitiya in diesem Zusammenhang erklärt. Und weiter: „Es ist aber weiterhin ein spekulatives Finanzinstrument, das viel zu spekulativ ist, um wirklich zuverlässig zu sein.“

Bitcoin schwankt noch zu sehr

Im Interview mit Pompliano ging Palihapitiya auch auf eine Reihe von Themen ein, die die Weltwirtschaft betreffen. Dabei stufte er die Chancen, dass Bitcoin den US-Dollar oder andere Landeswährungen ablösen könnte als eher gering ein, da die Kryptowährung schlichtweg noch zu volatil ist.

„Der einzige Markt, der wichtiger ist als der Anleihenmarkt, ist der Währungsmarkt“, wie er zunächst feststellt.

Allerdings ist das charakteristische Merkmal von Währungen deren geringe Volatilität (Wertschwankung). „Dies hat einen eigenen Mehrwert, da es den Marktteilnehmern ermöglicht, Währungen zu nutzen, um zu wirtschaften“, so der Investmentexperte.

Raus aus dem „Ghetto“

Im Gegensatz zu den klassischen Währungen schwankt Bitcoin jedoch stark im Wert, was laut Palihapitiya bedeutet, dass „sie nicht wirklich genutzt werden kann“. Diese Tatsache befördert die marktführende Kryptowährung wiederum „in ein Ghetto aus Tradern und Spekulanten“, wo er Bitcoin auch aktuell verortet.

Diesem Ghetto könnte die Kryptowährung nur entkommen, wenn sie die Day-Trader und Spekulanten vertreiben kann und im Gegenzug Anleger mit langfristigen Absichten anzieht.

„Zusätzlich muss dann noch der Fall eintreten, dass das traditionelle Finanzsystem in eine Bedrohungslage gerät“, was wiederum begünstigen würde, dass Bitcoin von den Anlegern als „Rettungsboot“ wahrgenommen wird, wenn zum Schutz des Systems Landeswährungen von den Zentralbanken abgewertet werden. Die Corona-Krise zeigt, dass ein solches Szenario durchaus realistisch ist.

„Diese Entwicklung wird in den nächsten 10 Jahren stattfinden – und ja, es wird wirklich 10 Jahre brauchen – weshalb wir jetzt alle genug Zeit haben, um uns [mit Bitcoin] zu schützen und abzusichern“, wie Palihapitiya prognostiziert.

„Das heißt für Bitcoin Hopp oder Top, weil wir dadurch quasi eine Art Goldstandard schaffen. Sie wird zu einem neuen Maßstab, nur anstatt Gold zu kaufen, das den Zentralbanken gehört, kauft man ein Finanzinstrument dessen Wert von den Marktteilnehmern bestimmt wird und das uns allen gehört.“

Die These, dass Bitcoin ein sicherer Hafen und Wertaufbewahrungsmittel sein kann, wird von der Krypto-Community immer wieder beschworen. Auch Pompliano betont immer wieder, dass die Kryptowährung unabhängig von den Aktienmärkten ist und deshalb eine attraktive Alternative darstellt.

Cointelegraph hat Chamath Palihapitiya um weitere Stellungnahme gebeten, aber bis Redaktionsschluss noch keine Antwort erhalten. Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald eine entsprechende Rückmeldung vorliegt.

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Chainalysis Marktforscher bestätigen Stabilisierung des Bitcoin-Kurses

Die Krypto-Marktforscher von Chainalysis haben ihren Bitcoin-Monatsbericht für März 2020 veröffentlicht und darin festgestellt, dass seit dem 9. März große Mengen der führenden Kryptowährung auf Kryptobörsen geflossen sind, um liquidiert werden zu können. So wurden allein am 13. März 319.000 BTC auf diese bewegt.

In Folge dessen wurde am 12. und 13. März das Neunfache der üblichen Tagesmenge über Kryptobörsen verkauft, was den Kurs zwischenzeitlich bis auf 3.000 US-Dollar heruntergezogen hatte. Dabei handelte es sich um den heftigsten Tagesverlust von Bitcoin in den letzten sieben Jahren.

Hat sich der Kurs stabilisiert?

Obwohl die zufließende Menge der marktführenden Kryptowährung momentan doppelt so hoch ist wie der Tagesdurchschnitt, scheint sich der Bitcoin-Kurs mittlerweile stabilisiert zu haben.

„Der Großteil der überschüssigen Bitcoin auf den Kryptobörsen wurde bereits verkauft und der schlimmste Teil der Überangebotsphase scheint vorbei.“  

Die Marktforscher von Chainalysis liefern zudem eine mögliche Erklärung, weshalb sich der Kurs nach dieser Talfahrt langsam wieder stabilisiert, denn obwohl 70% der über die Kryptobörsen verkauften Bitcoin im Wert von 10 – 1.000 BTC lagen, war der insgesamte Wert nicht hoch genug, um nachhaltigen Schaden anzurichten:  

„Der Großteil der verfügbaren Bitcoin wurde nicht verkauft, was bedeutet, dass die meisten Anleger weiter halten wollen. Mit 712.000 BTC über dem Durchschnitt wurden in den letzten acht Tagen mehr Bitcoin auf Kryptobörsen verschoben als je zuvor, aber diese 712.000 BTC stellen lediglich 5 % aller insgesamt verfügbaren Bitcoin dar.“

Zukunft bleibt ungewiss

Da auch amerikanische Unternehmen ihre Pforten schließen müssen und ihre Mitarbeiter mehr und mehr in Home-Office schicken, ist unklar, wie es auf den Finanzmärkten weitergeht. Die wegen dem Coronavirus verhängten Reiseverbote haben zudem schon dafür gesorgt, dass auch Krypto- und Blockchain-Konferenzen abgesagt werden mussten.

Trotz all dieser Unsicherheit will Chainalysis zunächst an gängigen Kennzahlen festhalten, um die Entwicklung von Bitcoin abzubilden:

„Es ist schwierig, vorherzusehen, wohin die Reise für Bitcoin geht. Große Zuflüsse auf Kryptobörsen haben sich jedoch als gute Indikatoren für erhöhte Volatilität (Kursschwankungen) erwiesen, weshalb wir raten, die auf Kryptobörsen eingezahlte Menge weiterhin zu berücksichtigen. Wir gehen deshalb auch davon aus, dass professionelle Trader den Markt am stärksten beeinflussen werden, da sie im Gegensatz zu Privatanlagern größere Mengen bewegen können.“

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Wilshire Phoenix CEO sieht in Finanzspritzen der „Fed“ indirekten Vorteil für Bitcoin

Die amerikanische Zentralbank hat vor wenigen Tagen weitere 168 Mrd. US-Dollar ins Finanzsystem gepumpt, um die durch das Coronavirus entstandene Panik auf den Märkten abzufedern. Ein Krypto-Experte sieht darin jedoch eine unzureichende Strategie, denn auch Bitcoin ist mittlerweile in diesen Abwärtssog geraten.

„Solange der breite Markt fällt, wird auch Bitcoin fallen“, wie Bill Herrmann, der Geschäftsführer des Investmentunternehmens Wilshire Phoenix, gegenüber Cointelegraph im Bezug auf das Vorgehen der US-Notenbank erklärt.

Zentralbank will Markt auffangen

Die traditionellen Märkte sind zuletzt durch die Panik um das Coronavirus und einen Preiskampf auf dem Ölmarkt in einen Negativstrudel geraten. So musste der wichtige amerikanische Aktienindex Dow Jones Industrial Average (DJI) gleich mehrere schlechte Tage verkraften, ehe es am 12. März dann sogar um 10 % nach unten ging. Für den gesamten amerikanischen Aktienmarkt war dies der schlimmste Tag seit dem „Black Monday“ von 1987, wie aus einem CNBC Bericht hervorgeht.

Bitcoin hat am gleichen Tag ein ähnliches Schicksal erlitten und ist innerhalb kürzester Zeit von 6.000 US-Dollar auf nur noch 3.850 US-Dollar abgestürzt.

Um die bröckelnde Wirtschaft aufzufangen, hatte die amerikanische Zentralbank bereits am 10. März 168 Mrd. US-Dollar in das Finanzsystem gepumpt. Diese Summe ist knapp 82 % höher als das gesamte Geld, das in Bitcoin investiert ist. Derzeit kommt die Kryptowährung nämlich „nur noch“ auf eine Marktkapitalisierung von 98 Mrd. US-Dollar.

Am Tag als die „Federal Reserve“ das neue Geld in Umlauf gebracht hatte, lag die Marktkapitalisierung von Bitcoin allerdings noch bei 145 Mrd. US-Dollar.

Welche Maßnahmen hat die Fed getroffen?

Dabei sind die jüngsten geldpolitischen Maßnahmen der US-Zentralbank Teil eines größeren Plans, der schon im September 2019 seinen Anfang genommen hat, wie Herrmann erklärt. „Die Fed hat schon vergangenen September mit ihren Rückkaufvereinbarungen begonnen, da Probleme auf den Geldmärkten dazu geführt hatten, dass sie ihr geplantes Ziel für den Leitzins verfehlt“, so der Experte. Und weiter:

„Bei Rückkaufvereinbarungen kauft die Zentralbank Staatsanleihen, Hypotheken und staatliche Wertpapiere auf und gibt den jeweiligen Banken Bargeld im Austausch. Im Prinzip ist das eine Art Kredit von der Zentralbank an die Banken, wobei diese Kredite durch die genannten Anleihen besichert sind. Die Fed hatte gehofft, dass diese Maßnahmen nur kurzzeitig benötigt werden, aber das Prinzip Hoffnung ist keine wirklich gute Strategie.“

Herrmann sieht die jetzt getätigten Rückkaufvereinbarungen der US-Zentralbank nur als Tropfen auf den heißen Stein, da sie allein schon in ihrer Größe unzureichend wären. „Die jüngsten reingepumpten Gelder sind ungefähr so wirkungsvoll, als wenn man mit Papierkügelchen auf einen Schnellzug schmeißt. Es ist einfach nicht genug“, wie der Wilshire Phoenix Geschäftsführer warnt. „Ich gehe davon aus, dass die Zentralbank ein Zeichen setzen wollte, um neues Vertrauen in das System aufzubauen, aber sie muss jetzt aufhören wie Akademiker zu denken und wirkliche Maßnahmen ergreifen“.

So schlussfolgert Herrmann:

„Das klingt vielleicht verrückt, aber ich denke, es braucht mindestens 700 Mrd. bis über 1 Bio. US-Dollar, um den Markt wirklich zu stabilisieren. Die letzten Wochen haben perfekt illustriert, wieso es digitale Vermögenswerte, wie allen voran Bitcoin, braucht.“

Mit letzterer Aussage spielt der Krypto-Experte auf die These an, dass das traditionelle Finanzsystem einen Denkfehler hat, durch den immer neues Geld „gedruckt“ werden muss, um es am Leben zu erhalten. Damit geht allerdings unweigerlich eine Entwertung des bestehenden Geldes einher, was zu einer Art Teufelskreis wird. Bitcoin wird besonders dank seiner begrenzten Umlaufmenge als alternativer Gegenentwurf gesehen, der den Wert von Vermögen erhöht und nicht verringert.

Wenn man darüber hinaus der Einschätzung von Herrmann folgt, dass eine Finanzspritze von 168 Mrd. US-Dollar klein ist, dann ist Bitcoin allerdings noch ein sehr kleines Anlageprodukt, obwohl die Kryptowährung klar der Platzhirsch in der eigenen Anlageklasse ist.

Die Europäische Zentralbank hatte zuletzt ebenfalls 135 Mrd. US-Dollar in Umlauf gebracht, um die heimische Wirtschaft zu stabilisieren.

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Krypto-Experte befürchtet Bitcoin-Abschwung auf weniger als 1.000 US-Dollar

Bitcoin ist heute erstmals seit dem Krypto-Winter vor knapp 2 Jahren unter die 4.000 US-Dollar Marke abgerutscht und ein Experte befürchtet, dass es sogar noch viel schlimmer kommen wird.

Das durch das Coronavirus bedingte Einreiseverbot zwischen den USA und Europa hat in Zusammenwirkung mit neuen Verlusten auf den Aktienmärkten gestern dafür gesorgt, dass es auch auf den Kryptomärkten weiter abwärts geht.

Der erfahrene Trader Peter Brandt, der bekannt dafür ist, den auf das Rekordhoch von Bitcoin folgenden Abschwung korrekt prognostiziert zu haben, hat auf Twitter die Frage nach einem neuen Boden für die marktführende Kryptowährung beantwortet, wobei sein Ausblick alles andere als rosig ist.

So meint Brandt, dass wenn er den Bitcoin-Kurs „völlig unvoreingenommen“ betrachtet, der neue Boden „unterhalb von 1.000 US-Dollar“ liegen könnte. Da sich der momentane Kurs knapp unter 5.000 US-Dollar befindet, würde dies einem weiteren Wertverlust von satten 80 % entsprechen.

Wenn ich den Kurs völlig unvoreingenommen bewerte, dann sehe ich ihn unterhalb von 1.000 US-Dollar.

— Peter Brandt (@PeterLBrandt) 12. März 2020

Brandt ist eigentlich als Optimist bekannt

Die Worte von Brandt tragen umso mehr Gewicht, da er nicht als Krypto-Kritiker bekannt ist, sondern sich zuletzt vielmehr durch optimistische Prognosen hervorgetan hatte, die einen Aufschwung auf bis zu 140.000 US-Dollar zum Ziel hatten.

Während des sogenannten Krypto-Winters hatte Brandt ebenfalls korrekt einen Aufschwung vorhergesagt, der sich dann bis Mitte Juli durch eine Verdoppelung des Bitcoin-Kurses auch tatsächlich einstellte. Die Einschätzungen des Experten sind also bisher durchaus zutreffend.

Coronavirus stürzt Altcoins ins Bodenlose

Zuletzt ist Bitcoin unter die Supports von 5.500 und 5.200 US-Dollar abgerutscht, wodurch der Kurs heute vorübergehend bis unter die 4.000 US-Dollar Marke gefallen ist, was diesen sogar beinahe zurück auf ein 2-jähriges Tief geführt hat. Anschließend konnte die marktführende Kryptowährung jedoch schnell wieder nach oben korrigieren.

Auch die Altcoins mussten heftige Verluste hinnehmen, so stehen für Ether (ETH) und Bitcoin Cash (BCH) jeweils heftige Abschwünge von 43,06 % und 42,85 % auf dem Tableau, während XRP auf ein mehrjähriges Tief von 0,13 US-Dollar geschlittert ist.

Aber nicht nur die Kurse, sondern auch Blockchain-Konferenzen auf der ganzen Welt sind vom Coronavirus betroffen. So wurden unter anderem die EDCON in Italien und der Nitron Summit 2020 in Südkorea vorläufig abgesagt.

Die Optionsbörse CME Group, das zweite Unternehmen, das eigene Bitcoin-Futures auf den Markt gebracht hat, hat zudem angekündigt, ihren Parketthandel am heutigen 13. März auszusetzen, der Onlinehandel soll jedoch wie gewohnt weiterlaufen.

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Coronavirus-Panik: CME Group stellt Handel vorläufig ein

Jetzt, wo der Coronavirus offiziell als globale Pandemie anerkannt wurde, ändern Unternehmen und Organisationen, die mit Krypto zu tun haben, ihre Geschäftspraktiken.

Laut einem CNBC-Bericht vom Mittwoch wird die Chicagoer Börse CME Group den Handel in Chicago ab dem 13. März aussetzen. Die Börse war die zweite Firma, die Bitcoin Futures in den Vereinigten Staaten eingeführt hat.

Die CME gab an, diese Entscheidung sei eine Vorsichtsmaßnahme aufgrund der Verbreitung des Coronavirus. Die Finanzmärkte in den USA haben durch den Ausbruch stark gelitten. Der Dow Jones Industrial Average ist bei Redaktionsschluss innerhalb von 24 Stunden um 1500 Punkte gefallen.

Aussetzung des Handels als Vorsichtsmaßnahme

Die CME ist die weltweit größte Börse für Finanzderivate und handelt mit landwirtschaftlichen Produkten, Fiat- und Kryptowährungen, Zinssätzen, Metallen und Aktienindizes. Die Gruppe veröffentlichte eine Erklärung und erwähnte dabei das Vorsorgeprinzip:

„Es wurden keine Coronavirus-Fälle auf dem Börsenparkett oder im Gebäude des Chicago Board of Trade gemeldet. Über eine Wiedereröffnung des Börsenparketts wird entschieden, sobald mehr medizinische Informationen zum Coronavirus vorliegen.“

Schließungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus

Bis heute ist der weltweite Stopp der meisten Flüge von und nach China und Italien auf den Ausbruch des Coronavirus zurückzuführen. Zu Beginn des heutigen Tages wurden deshalb nun auch Reisebeschränkungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten verhängt.

Bisher ist offiziell jedoch nicht geplant, das Börsenparkett der New Yorker Börse zu schließen. Und das, obwohl über 200 bestätigte Fälle von COVID-19 in der Stadt vorliegen. Die Nasdaq ist ebenfalls in NYC ansässig und bereitet einen Back-up-Handelsplatz und eine Dateneinrichtung im Geschäftszentrum der Marinewerft von Philadelphia vor. Bisher ist die Börse aber weiterhin für Geschäfte geöffnet.

Home-Office für Mitarbeiter von Krypto-Firmen

Der Hauptsitz der CME in Chicago bleibt weiter geöffnet. Einige Kryptobörsen und Unternehmen haben hingegen in Vorbereitung auf COVID-19 neue Richtlinien eingeführt.

Die Kryptobörse Coinbase aus San Francisco und die Krypto-Analysefirma Messari aus New York City haben beide angekündigt, dass Mitarbeiter bis auf weiteres von zu Hause aus arbeiten sollen.
Auch Blockstack und die Winklevoss-Zwillinge haben ihren Mitarbeitern nahegelegt, von zu Hause aus zu arbeiten.

Bis heute gibt es in den Vereinigten Staaten 1.322 bestätigte Fälle von COVID-19. Dabei wurden 38 Todesfälle gemeldet.

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Risikokapitalfirma investiert 3 Mio. US-Dollar in Krypto-Startup First Digital Trust

Ein taiwanesisches Risikokapitalstudio wurde nach einer Investition in Höhe von mehreren Millionen US-Dollar in dieser Woche zum neuen Hauptinvestor für einen Hongkonger Krypto-Verwahrer.

Das Unternehmen Nogle gab gestern bekannt, dass es First Digital Trust (FDT), den digitale Vermögenswertezweig von Legacy Trust, 3 Mio. US-Dollar übergeben habe. Die Investition soll den Finanzverwahrer dabei unterstützen, eine eigene Krypto-Vermögenswert-Plattform für den asiatischen Markt zu entwickeln.

Die Abwicklungs- und Clearing-Plattform für digitale Vermögenswerte von FDT namens Rapid Settlement ans Clearing Network soll im Mai lanciert werden. Die Plattform könnte für die asiatischen Märkte eine Alternative zum Silvergate Exchange Network werden.

Zunächst liegt der Fokus auf Krypto-Vermögenswerten und traditionellen Fiatwährungen. FDT deutete jedoch an, dass auch tokenisierte Wertpapiere ins Angebot aufgenommen werden könnten. Die Nutzer können in ganz Asien digitale Inhalte nahtlos senden und empfangen.

Nogle investiert in neueste FinTech

Da das Startup nun den Krypto-Verwahrer für die Entwicklung dieser Handelsplattform finanziert, ist FDT nun das aktuellste finanzielle Ziel für Nogle. 

Vor dieser Investition hatte Nogle auch andere führende Technologieunternehmen finanziert. Das Unternehmen hat etwa 2,5 Mio. US-Dollar in die globale Messenger-App Telegram investiert. Der Verwahrer hat auch die Kryptowährungsbörse BTSE und die FinTech-Firma TNG finanziell unterstützt.

Förderung des digitalen Vermögenswertmarktes

Das Startup First Digital Trust erklärte auch, dass es mit Nogle zusammenarbeite, um seine Plattform RSCN in anderen Aspekten weiterzuentwickeln. Es will traditionelle Finanzdienstleistungen in den digitalen Vermögenswertmarkt bringen. Laut dem COO Gunnar Jaerv kann FDT mit dieser Partnerschaft zu einem der Branchenführer im Bereich Krypto-Verwahrung werden:

„Die einzigartigen Synergien zwischen unseren beiden Unternehmen tragen zu unserer Vision bei. Unsere Vision ist eine Welt, in der die Menschen frei mit digitalisierten Vermögenswerten handeln und Transaktionen durchführen können.“

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Uphold: Neue Debitkarte ermöglicht Zahlungen in Bitcoin, XRP und Gold

Die digitale Zahlungsplattform Uphold hat eine neue Debitkarte auf den Markt gebracht. Damit können Benutzer mit Kryptowährungen, Waren und Bargeld bezahlen. 

Die neue Debitkarte von Uphold unterstützt mehrere Vermögenswerte. Außerdem können Nutzer aus den USA Vermögenswerte auf ihren Uphold-Konten überall ausgeben, wo Mastercard akzeptiert wird, so eine Vertreterin von Uphold in einem Interview mit Cointelegraph. „Überall auf der Welt, wo Mastercard akzeptiert wird, kann man diese Debitkarte verwenden“, sagte sie. 

US-Kunden können die Karte jetzt vorbestellen. Dabei werden 24 Krypto-Vermögenswerte, 27 Fiatwährungen und vier Metalle angeboten. Unter den angebotenen Vermögenswerten sind etwa Bitcoin (BTC), Basic Attention Token (BAT), XRP von Ripple, Gold und US-Dollar.

Uphold ist eine Plattform für digitale Vermögenswerte, auf der Benutzer digitale Vermögenswerte, Fiatwährungen und Handelswaren kaufen, verkaufen, ausgeben und halten können.  

Uphold: Erste kombinierte Debitkarte

Die Debitkarte von Uphold ist die erste ihrer Art. Benutzern können damit verschiedene Handelswaren, Krypto-Vermögenswerte und Fiatwährungen an Verkaufsorten in Bargeld umwandeln. 

„Innerhalb der App, mit der die Debitkarte verbunden ist, können Sie sofort BAT, Gold, Palladium, Silber, US-Dollar zum Bezahlen verwenden. Alles, überall und jederzeit in Echtzeit“, so ein Vertreter von Uphold. „Damit kann man alle Vermögenswerte ganz einfach zum Bezahlen verwenden.“

Uphold behauptet auch, dass keine Tauschgebühren anfallen würden. „Wir versuchen wirklich, das wiederzugeben und zu ergänzen, was unsere Wallet den Nutzern bereits schon bietet. Nämlich einen Zugang zu allem, was in unserer Wallet enthalten ist. Und das zu jederzeit“, so die Vertreterin. „Grenzen oder Devisengebühren schränken uns nicht ein.“

Die Plattform unterstützt auch Handelswaren

Die Nutzung digitaler Vermögenswerte innerhalb eines solchen Systems erscheint logisch. Allerdings wirft das die Frage auf, wie das Halten und Ausgeben von Gold funktionieren soll, das dieses ein nicht-digitaler und etwas klobiger Vermögenswert ist. 

„Wir haben einen Partner, bei dem unsere Nutzer, die Gold haben, tatsächlich physisches Gold bestellen können, das zu ihnen nachhause geliefert wird“, erklärte die Vertreterin. Sie merkte an, dass jeder Vermögenswert auf einem Uphold-Konto seine eigene Wallet habe. Die Benutzer entscheiden, welchen Vermögenswert sie für einen bestimmten Kauf verwenden möchten.

„Es ist nicht so, dass man einen physischen Beutel mit Gold haben muss“, fügte sie hinzu. „Es gibt dem Benutzer einfach nur die Freiheit zu entscheiden, welchen Vermögenswert er ausgeben möchte. Das steht im Gegensatz zu den Einschränkungen, die die aktuellen Karten bieten.“ 

Diese Einfachheit und niedrige Eintrittsbarriere ist ein bedeutender Schritt nach vorne, um Krypto funktionaler und vielseitiger zu machen. 

Im Dezember 2019 kündigte das Unternehmen auch eine Zusammenarbeit mit Salt an. Dabei soll ein Zugang zu an Krypto-gekoppelten Krediten ermöglicht werden.

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