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Grayscale Studie: 43% aller an Bitcoin interessierten Anleger sind Frauen

Der Bitcoin-Fonds Betreiber Grayscale hat am 4. Dezember eine neue Studie veröffentlicht, die zu dem Ergebnis kommt, dass 43% aller an Bitcoin (BTC) interessierten Anleger Frauen sind.

Im Rahmen der entsprechenden Studie wurden vom 28. März bis zum 3. April 2019 insgesamt 1.100 amerikanische Anleger zwischen 25 – 64 Jahren befragt. Alle Befragten investieren bereits privat, verfügen über mindestens 10.000 US-Dollar an investierbarem Vermögen und haben ein Mindesteinkommen von 50.000 US-Dollar.

Bitcoin doch keine Männerdomäne?

Wie die Studie zunächst erklärt, ist die gängige Meinung, dass Kryptowährungen eine reine Männerdomäne sind. Diese Annahme scheint auch GoogleAnalytics zu bestätigen, da mehr als 90% der Online-Community von Bitcoin männlich sind. Die Ergebnisse der Grayscale Studie stellen diese Schlussfolgerung jedoch in Frage, so heißt es hier:

„In der öffentlichen Wahrnehmung scheint Bitcoin, ein überwiegend männliches Publikum anzusprechen, allerdings zeigen die nackten Zahlen, dass Frauen ebenfalls ein beachtliches Interesse an Bitcoin haben.“

So sehen sowohl 56,2% der befragten Frauen als auch 56,4% der befragten Männer großes Potenzial in Digitalwährungen. Auch bei der begrenzten Umlaufmenge sind die Geschlechter gleichermaßen überzeugt, denn sowohl 49,8% der Frauen als auch 49,9% der Männer gehen davon aus, dass die begrenzte Umlaufmenge von Bitcoin den Preis letztendlich nach oben schrauben wird.

Frauen sind sogar überzeugter von der marktführenden Kryptowährung als Männer, denn 47% der Frauen gehen davon aus, dass der Bitcoin-Kurs stetig steigen wird, während nur 39% der Männer dieser Annahme zustimmen. Des Weiteren finden 63% der Frauen es vorteilhaft, dass bereits mit sehr kleinen Beträgen in Bitcoin investiert werden kann, während bei den Männern nur 56% dies als gutes Argument für eine Investition sehen.

43% aller an Bitcoin interessierten Anleger sind laut Studie Frauen. 80% aller befragten Frauen bewerteten das Potenzial von Bitcoin zumindest positiv, während 93% angaben, dass sie der Kryptowährung offener gegenüberstehen würden, wenn sie diese besser verstehen würden.

Frauen setzen auf Sicherheit

Abschließend stellt die Studie noch fest, dass Frauen Investitionen generell eher als Absicherung für sich und ihre Familie sehen und nicht als Weg um reich zu werden. Dementsprechend finden 60% der Frauen finanzielle Sicherheit wichtiger als Vermögensaufbau, wohingegen nur 48% der Männer diese Ansicht teilen.

Diese Risikoaversion steht in Einklang mit den Vermutungen von Rosa-Maria Ryyti, der Miss Universe Finnland Gewinnerin von 2015. Im September meinte Ryyti, dass Bitcoin unter Frauen momentan noch weniger beliebt ist, weil es sich dabei um ein riskantes Investment handelt.

Diese Risikovermeidung belegt Grayscale auch noch mit einer anderen Zahl, denn laut Studie geben 42% der Frauen an, dass sie bei ihrer Investition eine sichere Strategie bevorzugen würden, während nur 35% der Männer sich ähnlich verhalten würden.

Männer generell optimistischer

Hieraus ergibt sich womöglich auch ein vergleichsweise geringeres Zutrauen in die eigene Kompetenz, denn 44% der Frauen sehen sich, was ihre Investitionsfähigkeiten angeht, als weniger kompetent als das andere Geschlecht an, während dies nur auf 22% der Männer zutrifft.

Insgesamt haben die befragten Frauen zudem einen pessimistischeren Ausblick auf die amerikanische Wirtschaft als Männer. Nur 46% der Frauen gehen von einer positiven Entwicklung in der Zukunft aus, während immerhin 57% der Männer optimistisch sind. Dieser Kontrast wird auch beim Blick auf die Weltwirtschaft bestätigt, hier sehen nur 36% der Frauen eine positive Zukunftsentwicklung, wohingegen 43% der Männer positiv gestimmt sind.

Obwohl die neue Studie von Grayscale nahelegt, dass das Interesse an Bitcoin unter den beiden Geschlechtern nahezu gleich ist, gibt es wiederum andere Studien, die darauf hindeuten, dass deutlich mehr Männer an der Kryptowährung interessiert sind. Wie Cointelegraph Ende Juli berichtet hatte, hat eine andere Studie zum Beispiel ergeben, dass lediglich 20% der europäischen Krypto-Anleger Frauen sind.

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IDEG bringt die ersten asiatischen Bitcoin-Treuhandfonds auf den Markt

Die Vermögensverwaltung IDEG hat nach eigener Aussage den ersten asiatischen Bitcoin-Treuhandfonds auf den Markt gebracht.

Die beiden neuen Fonds namens Asia Bitcoin Trust I und Atlas Mining Trust I wurden am 8. Dezember in einer entsprechenden Pressemitteilung offiziell vorgestellt, nachdem sie bereits Ende November angekündigt wurden.

Der Depotservice Coinbase Custody wird für die beiden Treuhandfonds die Verwahrung übernehmen, wobei die in Asien ansässige Profound Trust Company als Treuhänder agieren wird. Der Umfang der beiden Fonds beläuft sich zusammen auf 200 Mio. US-Dollar.

Bewusste Differenzierung

Der Asia Bitcoin Trust I wird, im Gegensatz zum großen Bitcoin Trust von Grayscale, aktiv gemanagt. Diesen Vergleich setzt IDEG scheinbar bewusst, da es sich bei dem Bitcoin-Treuhandfonds von Grayscale um den bisher wohl erfolgreichsten Krypto-Investmentfonds handelt, der bisher am Markt ist.

Die aktive Verwaltung betont IDEG deshalb ganz bewusst, denn Geschäftsführer Kevin Yang sieht hierin einen entscheidenden Vorteil:

„IDEG agiert als Investmentmanager des Treuhandfonds, wodurch wir verschiedene Trading-Strategien fahren können, um mehr Bitcoin für unsere Anleger zu erwirtschaften und gleichzeitig die möglichen Risiken zu minimieren.“

Der zweite Treuhandfonds beinhaltet Mining-Projekte, in die IDEG involviert ist, was den Anlegern eine alternative Möglichkeit geben soll, in die Kryptobranche zu investieren.

IDEG Gründer Raymond Yuan betont in diesem Zusammenhang, dass seine Vermögensverwaltung bisher gutes Geschäft mit Mining-Investitionen macht, da sie sich streng nach betriebswirtschaftlichen Kennzahlen richtet und mit ihren Geldern hauptsächlich in Hardware und Infrastruktur investiert.

So erklärt Yuan vollmundig:

„Individuelle Miner geben mittlerweile auf, da institutionelle Mining-Investoren wie wir in fast jeder Hinsicht besser sind.“

Grayscale macht es vor

Wie berichtet, hat der Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) zuletzt einen Antrag nach dem Formular 10 bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereicht, um damit zum ersten behördlich zugelassenen Krypto-Fonds in den USA zu werden.

Sollte dies gelingen, würde der Treuhandfonds automatisch unter der Beaufsichtigung der SEC stehen und müsste seine Anteile dementsprechend nach geltendem Börsenrecht eintragen lassen. Hieraus würde sich jedoch ein wichtiger Vorteil ergeben, denn viele institutionelle Investoren verlassen sich nur auf Finanzprodukte, die eine Genehmigung durch die SEC haben. Der Kundenkreis von Grayscale könnte sich durch diesen Schritt also beträchtlich erweitern.

Wie Cointelegraph im September berichtet hatte, hat die Vermögensverwaltung VanEck mittlerweile ihren eigenen Bitcoin-Fonds auf den Markt gebracht, der bisher jedoch nur geringe Nachfrage erfahren hat.

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US-SEC: BTC-Futures-Fonds darf institutionellen Investoren Aktien anbieten

Der NYDIG Bitcoin Strategy Fund, der sich auf Bitcoin-Futures konzentriert, hat eine Genehmigung der US-Wertpapieraufsicht SEC erhalten und darf seine Aktien nun institutionellen Investoren anbieten.

Laut einem Dokument der SEC, das am 2. Dezember in Kraft getreten ist, darf die New York Digital Investment Group LLC (NYDIG) institutionellen Anlegern, wie etwa registrierten Anlageberatern, ihren Kunden und anderen Anlegern, nun ihre Aktien anbieten. Für Investitionen in die Aktien sieht der Fonds keinen Mindestanlagebetrag vor.

BTC-Futures mit Barausgleich

Der Fonds beschreibt sich selbst als „eine nicht diversifizierte, geschlossene Investmentgesellschaft, die ihre Aktien durchgehend anbietet“. Er hat sich das Ziel gesetzt, durch Investitionen in BTC-Futures-Kontrakte einen Kapitalzuwachs zu erzielen. Der vorgeschlagene maximale Angebotspreis pro Aktie beträgt 10 US-Dollar. Das Anfangskapital beläuft sich auf 25 Mio. US-Dollar.

Das Unternehmen sagt über seine Anlagestrategie, dass der Fonds nur in BTC-Futures mit Barausgleich investieren werde, die an Warenbörsen gehandelt werden, die bei der US-Regulierungsbehörde CFTC registriert sind.

Weitere Lizenzen von New Yorker Regulierungsbehörden

Mitte November hat die New Yorker Finanzdienstleistungsaufsicht NYDFS der NYDIG Execution, einer Tochtergesellschaft der NYDIG, eine BitLicense erteilt. Mit der Lizenz darf das Unternehmen Krypto-Depots und Handelsausführungen im US-Bundesstaat New York anbieten.

NYDIG darf als Krypto-Depotbank für fünf Kryptowährungen tätig sein; Bitcoin, Bitcoin Cash (BCH), Ethereum (ETH), XRP und Litecoin (LTC).

Anfang Dezember wurde dem kalifornischen Finanzunternehmen SoFi eine BitLicense von der NYDFS erteilt. Das Unternehmen darf nun insgesamt sechs digitale Vermögenswerte zu unterstützen, nämlich BTC, ETH, BCH, Ethereum Classic (ETC), LTC und Stellar (XLM).

Damals sprach die NYDFS-Superintendentin Linda Lacewell über die Absicht der Behörde, Innovationen im New Yorker Krypto-Ökosystem zu förden. Sie erklärte dazu: „Die Erteilung der virtuellen Währungs- und Geldtransferlizenzen an SoFi durch die Behörde bietet Verbrauchern nun eine breitere Auswahl auf einem sich ständig weiterentwickelnden globalen Finanzdienstleistungsmarkt“.

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China: Freihandelszone Hainan verspricht 140 Mio. US-Dollar Blockchain-Unterstützung

Die Freihandelszone in der chinesischen Provinz Hainan will weiterhin stark in Blockchain investieren. Lokale Unternehmen erhalten dabei erneut Finanzierungen, damit diese gefördert werden.

Wie die lokale englischsprachige Nachrichtenplattform Xinhua Net am 5. Dezember berichtete, hat Hainans spezielle Wirtschaftstestzone versprochen, die Blockchain-Technologie in der lokalen Wirtschaft zu fördern. 

Blockchain-„Unterstützung“ von der Freihandelszone

Zu den neuen Maßnahmen, die die Testzone auf einer Pressekonferenz in dieser Woche angekündigt hat, gehört auch ein Fonds im Wert von umgerechnet 142 Mio. US-Dollar. 

Laut Xinhua will die Freihandelszone „die Blockchain-Industrie durch Talentförderung, technologische Anwendung, soziale Investitionen und andere Aspekte unterstützen“.

In der Ankündigung heißt es, dass Hainan damit dem Beispiel verschiedener anderer chinesischer Provinzen folge. In den letzten Wochen und Monaten haben diese ebenfalls eine finanzielle Unterstützung für Blockchain versprochen. 

Die Hainan-Blockchain-Testzone war die erste in China, als sie im Oktober letzten Jahres eröffnet wurde. 

Die Freihandelszone Hainan ist ein Wirtschaftstestraum, der im Jahr 2018 von Präsident Xi Jinping eingerichtet wurde. Es ist geplant, die Insel bis 2020 zu einer Freihandelszone zu machen und bis 2025 schließlich zu einem Freihafen zu machen. Seitdem haben sich über 100 Blockchain-Unternehmen der dortigen Hainan Resort Software Community angeschlossen. 

China: Immer mehr Investitionen

Wie Cointelegraph berichtete, ist Blockchain nach der offiziellen Unterstützung der Technologie durch die Regierung weiterhin ein wichtiges Thema in China.

Gleichzeitig variieren die Zahlen in Bezug auf das finanzielle Engagement des Landes; neue Finanzspritzen gibt es zwar regelmäßig, aber die langfristigen Investitionsprognosen sind vergleichsweise insgesamt noch konservativ. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2023 etwa 2 Mrd. US-Dollar in Blockchain investiert werden sollen. 

Die OK Group, die Muttergesellschaft der Kryptowährungsbörse OKCoin soll ebenfalls 140 Mio. US-Dollar investiert haben, wie die Kryptowährungs-Nachrichtenplattform The Block am 2. Dezember berichtete. Zuvor sagte die Regierung von Guangzhou auch, dass sie 1 Mrd. Yuan in die Branche investieren wolle.

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Fintech-Tochter von chinesischem Versicherer plant 500 Mio. Dollar-Börsengang in den USA

OneConnect, die Finanztechnologie-Tochter des chinesischen Versicherungsriesen Ping An, hat ihre Unterlagen für einen Börsengang (IPO) bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC) aktualisiert.

Laut einer F-1-Anmeldung vom 2. Dezember plant das Unternehmen, Aktien im Wert von 500 Millionen US-Dollar im Rahmen seines Börsengangs zu verkaufen. In der jüngsten Einreichung heißt es:

„Wir gehen davon aus, dass wir aus diesem Angebot einen Nettoerlös von ca. 438,2 Mio. USD erhalten werden, bzw. ca. 504,6 Mio. USD, wenn die Emissionsbanken ihre Mehrzuteilungsoption vollständig ausüben.“

Laut im November zirkulierenden Berichten hatte OneConnect zunächst die Genehmigung für einen Börsengang in Höhe von 100 Millionen US-Dollar beantragt.

In der Einreichung erklärt das Unternehmen, dass seine Plattform „Cloud-native Technologielösungen“ und seine Lösungen „Technologieanwendungen und technologiegestützte Geschäftsdienstleistungen für Finanzinstitute bereitstellen“.

OneConnect behauptet, seine Dienstleistungen würden es Kunden ermöglichen, ihren Umsatz zu steigern, Risiken zu managen, die Effizienz und die Servicequalität zu verbessern sowie die Kosten zu senken.

Das Unternehmen gibt auch an, Ende September über 3.700 Kunden bedient zu haben, darunter „alle großen chinesischen Banken, 99% der städtischen Geschäftsbanken und 46% der Versicherungsgesellschaften, die zusammen Hunderte von Millionen Endkunden erreichen“. Die von dem Unternehmen eingesetzten Technologien umfassen künstliche Intelligenz, Big Data und Blockchain.

Das aktuelle Ziel ist viel niedriger als die 1 Milliarde Dollar, die OneConnect bei einem Börsengang in Hongkong Anfang dieses Jahres angestrebt hatte.

Mutige Behauptungen über die Leistung der Blockchain

Das Unternehmen behauptet, seine Blockchain-Technologie bis zu 50.000 Transaktionen pro Sekunde mit einer Latenzzeit von weniger als 0,5 Sekunden managen zu können, bei gleichzeitiger Implementierung von Datenschutz durch „Zero-Knowledge-Proofs“. Die Technologie von OneConnect wird zur Entwicklung der großen Blockchain-basierten Handelsfinanzierungsplattform eTradeConnect in Zusammenarbeit mit der Hong Kong Monetary Authority eingesetzt.

Die Dokumente legen auch nahe, dass die Muttergesellschaft von OneConnect, die Ping An Group, nach Marktkapitalisierung das zweitgrößte Finanzinstitut Chinas und das sechstgrößte der Welt ist. Laut der Unternehmensdaten-Website Crunchbase hat OneConnect bisher in einer einzigen Runde unter der Führung des japanischen Telekommunikationsriesen SoftBank 650 Millionen US-Dollar.

Mit zunehmender Bedeutung der Blockchain- und Kryptowährungsbranche hat auch die Häufigkeit von IPO-Meldungen zugenommen. Im vergangenen Monat führte der Bitcoin-Minenriese Canaan Creative ebenfalls einen Börsengang im Umfang von 90 Millionen US-Dollar durch – mehr als 75% weniger als erwartet.

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Open Interest der Bakkt Bitcoin-Futures stellt neuen Rekordwert auf

Der Open Interest für Bitcoin-Futures der Krypto-Handelsplattform Bakkt hat einen neuen Rekordwert erreicht.

Wie am 3. Dezember aus einer Meldung des Statistikdienstes Bakkt Volume Bot, der jedoch nicht offiziell der Handelsplattform angehört, ersichtlich wird, hat der Open Interest für Bakkt Bitcoin-Futures einen neuen bisherigen Rekord von 6,5 Mio. US-Dollar aufgestellt.

Open Interest ist eine Kennzahl, die bei Options- und Terminkontrakten (Futures) Anwendung findet. Die Kennzahl bildet die Gesamtsumme aller offenen Positionen auf einem jeweiligen Markt ab, also zum Beispiel Futures, die angekauft wurden, aber noch nicht ausgelaufen sind bzw. beglichen wurden. Dementsprechend zeigt der Open Interest an, wieviel Geld sich in einem Markt befindet, es lässt sich also ablesen, ob Kapital zufließt oder abfließt.

Bakkt im Höhenflug

Der neue Rekord belegt also, dass das Interesse an den Bakkt Bitcoin-Futures weiter zunimmt. Erst am Vortag wurde der „alte“ Rekordwert aufgestellt, der nun um deutliche 42% verbessert werden konnte. Vergangenen Freitag und Samstag lag der Open Interest wiederum jeweils bei 4,2 Mio. bzw. 4,3 Mio. US-Dollar.

Auch das Handelsvolumen der Bakkt stellt, seit der Inbetriebnahme der Plattform im September 2019, immer neue Rekorde auf. Ende November hat das tägliche Handelsvolumen seinen bisherigen Rekord von 4.443 BTC erreicht, was einem damaligen Gegenwert von mehr als 42,5 Mio. US-Dollar entsprach.

Im November hatte Adam White, der operative Geschäftsführer der Bakkt, zudem angekündigt, dass die Handelsplattform bald auch Bitcoin-Optionskontrakte in ihr Angebot aufnehmen will, um den institutionellen Kunden eine größere Bandbreite an Krypto-Finanzprodukten zur Verfügung zu stellen. Die Intercontinental Exchange, der Betreiber der Bakkt, der auch die New Yorker Börse betreibt, hat die Einführung von Bitcoin-Optionen offiziell für den 9. Dezember geplant.

Die Geschäftsführung der Bakkt könnte außerdem bald auch Einfluss auf die Krypto-Gesetzgebung der USA haben. Wie Cointelegraph am 1. Dezember berichtet hatte, hat der Gouverneur Brian Kemp Bakkt Geschäftsführer Kelly Loeffler für einen Sitz im amerikanischen Senat vorgeschlagen.

Die Bakkt Bitcoin-Futures gelten aufgrund ihrer Ausgestaltung als wichtiger Gradmesser für das Interesse institutioneller Investoren an der Kryptobranche. Grob gesagt: Je besser es der Bakkt geht, desto mehr Kapital fließt in die gesamte Branche.

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Schweizer Börse nimmt physisch unterlegtes Bitcoin-ETP in die Notierung

Das auf der großen amerikanischen Börse Nasdaq geführte Unternehmen Wisdom Tree hat auf der führenden Schweizer Börse SIX ein Bitcoin-ETP herausgebracht, das durch tatsächliche Einheiten der Kryptowährung abgedeckt ist.

Wie es in der entsprechenden Pressemitteilung vom 3. Dezember heißt, soll die Schweizer Bank Swissquote die Verwahrung des Produktes übernehmen. Die relativen Betriebskosten des Bitcoin-ETP belaufen sich auf 0,95%.

„Bitcoin ist keine Modeerscheinung“

Das auf Bitcoin basierende „Exchange-Traded Product“ (ETP) agiert ähnlich einem Indexfonds und ermöglicht es Anlegern, in die marktführende Kryptowährung zu investieren, ohne diese direkt selbst ankaufen zu müssen. Das neue ETP von Wisdom Tree zielt dabei vorrangig auf institutionelle Investoren ab.

Das Produkt ist in diesem Fall physisch durch Bitcoin unterlegt, was bedeutet, dass die Anleger durch den Kauf des ETPs ein Anrecht auf eine bestimmte Menge der Kryptowährung haben und nicht nur deren Gegenwert in einer Fiatwährung kaufen, wie es oft bei ähnlichen ETPs der Fall ist. Die tatsächliche Verwahrung wird allerdings von einer dritten Partei übernommen.

Wie es in der Pressemitteilung heißt, bildet das ETP den Bitcoin-Kurs nach. Zu diesem Zweck kauf Wisdom Tree die Kryptowährung an und bricht diese in kleinere Anteile herunter, um sie so als Finanzprodukt zu verkaufen und handelbar zu machen.

Alexis Marinof, der europäische Regionalleiter von Wisdom Tree, gibt an, dass sein Unternehmen „davon überzeugt ist, dass digitale Vermögenswerte wie Bitcoin keine Modeerscheinung sind, sondern eine legitime Rolle in den Portfolios der Anleger einnehmen können“.

Wisdom Tree will durch die Übertragung der Kryptowährung in ein börsengehandeltes Finanzprodukt erreichen, dass die Anlageklasse die nötige Zentralisierung und Liquidität erhält.

Schweizer Börse zeigt sich offen für Blockchain und Krypto

Wie zuvor berichtet, hat die Schweizer SIX Exchange schon mehrere Krypto-ETPs in ihre Notierung genommen. So bietet sie seit November 2018 zum Beispiel das weltweit erste ETP an, das gleich auf fünf großen Kryptowährungen basiert.

Außerdem hat die Amun AG diesen Herbst auf der SIX zwei neue Krypto-ETPs auf den Markt gebracht, die jeweils auf Bitcoin und Ether (ETH) gestützt sind.

Des Weiteren erprobt die SIX die Nutzung der Blockchain-Technologie, um diese ggf. in ihre bevorstehende digitale Handelsplattform „SDX“ einzubinden, die allerdings erst im Q4 2020 das Licht der Welt erblicken soll.

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Schweizer Bank Seba startet Index und Tracker-Zertifikat für Kryptowährungen

Die Schweizer Bank Seba hat einen eigenen Index für Kryptowährungen sowie ein darauf basierendes Tracker-Zertifikat für ihre Kunden aufgelegt, so das Unternehmen in einer Mitteilung vom 26. November.

Index für die wichtigsten Kryptowährungen

Der nach Aussage von Seba “dynamische und risikooptimierte Index” mit dem Namen SEBAX bildet laut Prospekt zunächst die Wertentwicklung der Kryptowährungen BTC, LTC, XLM, ETH und ETC mit unterschiedlichen Gewichtungen ab.

Basierend auf der jeweiligen Marktkapitalisierung der einzelnen Kryptowährungen werden die Anteile der einzelnen Kryptowährungen jeden Monat nachjustiert. Insgesamt werde der SEBAX zwischen fünf und acht Kryptowährungen berücksichtigen.

Das von der Seba-Bank auf dem SEBAX-Index basierende Tracker-Zertifikat wird ab dem 9. Dezember in Schweizer Franken erhältlich sein und bildet die Index-Wertentwicklung 1:1 ab. Ein Börsenlisting ist laut Prospekt offenbar nicht vorhergesehen, womit das Zertifikat nur für Seba-Kunden verfügbar ist.

Anfang November hatte die Seba-Bank nach dem Erhalt ihrer Schweizer Banklizenz mit dem Geschäftsbetrieb für professionelle Investoren und Firmenkunden begonnen.

Andere Zertifikate und Börsenprodukte

Über Kryptowährungs-Zertifikate und sogenannte börsengelistete Investmentprodukte (ETP) anderer Anbieter können Schweizer Investoren bereits ohne einen direkten Kauf von Token in den Krypto-Sektor investieren. Bitcoin Suisse und Amun haben im Oktober ein an der Schweizer Börse SIX gelistetes Investmentprodukt (ETP) für Bitcoin und Ether auf den Markt gebracht. Ein von Bitcoin Suisse und der Bank Frick angebotenes Tracker-Zertifikat für Bitcoin und Ether ist bereits seit April 2019 verfügbar.

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‘Hodler sind wahnsinnig’ — 64 Prozent aller Bitcoin seit 2018 nicht bewegt

Über 60 Prozent aller im Umlauf befindlichen Bitcoins (BTC) wurden seit über einem Jahr nicht aus ihren Wallets bewegt. Das zeigt deutlich, dass es eine Nachfrage unter den Anlegern gibt.

So lautet das Fazit des Analytikers Rhythm, der am 2. Dezember Statistiken über die Bitcoin-Netzwerkaktivität hochgeladen hat.

BTC-Investoren meiden Risiko und kurzfristige Gewinne

Von den rund 18,08 Millionen Bitcoins, die gemint wurden, sind 11,58 Millionen beziehungsweise 64 Prozent der im Umlauf befindlichen Coins seit 2018 in der gleichen Wallet. 

Die Zahl ist deshalb so auffallend, da der Wert des BTC/USD-Paares in dieser Zeit von 3.100 US-Dollar im vergangenen Dezember nur sechs Monate später auf 13.800 US-Dollar gestiegen ist.

Anschließend machte der Markt eine Kehrtwende und fielen von ihren Hochs um 52 Prozent. Am 25. November erreichte er dann einen Tiefststand von 6.500 US-Dollar

„Hodlers bis zum Letzten sind wahnsinnig“, wie Rhythm zusammenfasste. 

Den Daten zufolge ist der Anteil der ruhenden BTC am gesamten im Umlauf befindlichen Angebot in den letzten Jahren stark gestiegen. Der Trend ist sowohl bei Bullen- als auch Bärenmärkten vorhanden und signalisiert, dass Anleger, unabhängig von der Rentabilität lieber sparen als ausgeben. 

Hartgeldmentalität

Das passt zu Bitcoin als Hartgeld: eine Währung mit einem festen Angebots- und Emissionsplan, die keine zentrale Behörde manipulieren kann. 

Wie Cointelegraph kürzlich anmerkte, unterscheiden die Befürworter der Kryptowährung seit langem zwischen ihr und „leichtem Geld“, wie etwa Fiatwährung

Eine Währung, dessen Angebot manipulierbar ist, passt zu einem Wirtschaftssystem, das Konsum und Kredite anregt und gleichzeitig das Sparen unattraktiv macht. Wie Saifedean Ammous in seinem beliebten Buch „The Bitcoin Standard“ zusammenfasste, verspüren die Verbraucher den Drang, früher Geld auszugeben, da es langfristig durch Eingriffe von Regierungen und Zentralbanken an Wert verliere.

Bitcoiner hingegen haben eine wirtschaftliche „geringe Zeitpräferenz“. Sie sparen für die Zukunft, da das profitabler ist, als so schnell wie möglich so viel wie möglich zu kaufen.

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Blockchain-Firma Figure Technologies sammelt 58 Mio. US-Dollar Investitionskapital ein

Das in San Francisco ansässige Fintech-Unternehmen Figure Technologies konnte in einer Finanzierungsrunde 58 Mio. US-Dollar Investitionskapital einsammeln und will diese Summe nun auf 103 Mio. US-Dollar erhöhen.

Laut Dokumenten, die bei der amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereicht wurden, konnte Figure durch zusätzliche Aktienverkäufe bereits eine Eigenkapitalerhöhung von 58 Mio. US-Dollar erzielen, geplant sind allerdings 103 Mio. US-Dollar. Figure Technologies steckt hinter der Blockchain-Plattform Provenance, die die Technologie zum Tracking von Lieferketten in der Lebensmittelindustrie einsetzt.  

Im Februar konnte Figure in einer vorherigen Finanzierungsrunde auch schon Investitionskapital einsammeln, wodurch das Eigenkapital auf insgesamt 120 Mio. US-Dollar erhöht wurde. Die Risikokapitalgeber RPM Ventures und DST Global taten sich damals als hauptsächliche Investoren hervor, wobei sich aber auch namhafte Investmentfirmen wie Morgan Creek, Ribbit Capital und Nimble Ventures beteiligten.

Laut TechCrunch wurde Figure von Mike Cagney und seiner Frau June Ou gegründet. Alana Ackerson, die ehemalige Geschäftsführerin der Thiel Foundation, komplettiert das Trio der Firmengründer.

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