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XRP Ledger Foundation bekommt 6,5 Mio. US-Dollar Investitionskapital

Die neu ins Leben gerufene XRP Ledger Foundation hat 6,5 Mio. US-Dollar Investitionskapital von Ripple, Coil und GateHub zur Verfügung gestellt bekommen. Die Non-Profit-Organisation wurde mit dem Ziel gegründet, die Entwicklung des XRP Ledgers voranzutreiben, wobei es sich um die Blockchain handelt, auf der die zugehörige Kryptowährung XRP basiert.

Alle drei Geldgeber haben ihre Projekte auf der XRP-Blockchain gebaut. Wie es in Medienberichten dazu heißt, soll die neu geschaffene Foundation die Weiterentwicklung und Optimierung der XRP-Infrastruktur fördern, weshalb besonders skalierbare und nachhaltige Projekte unterstützt werden sollen.

Die Foundation will dazu eine Checkliste erstellen, auf der die Performance der Netzwerk-Validatoren ausgewertet wird. Zudem soll die Entwicklung von Tools unterstützt werden, die die Zugänglichkeit sowohl für Entwickler als auch für Nutzer verbessert. Laut Ripple CTO David Schwartz setzt sich der Vorstand der XRP Ledger Foundation aus vielen bekannten Gesichtern des XRP-Ökosystems zusammen, darunter zum Beispiel XRPL Entwickler Wietse Wind.

Bharath Chari, ein Wirtschaftsberater von XRP Ledger, gibt in diesem Zusammenhang an: „Die Foundation freut sich, gemeinsam mit den Stakeholdern des Ökosystems die Innovation und Nutzung des XRP Ledgers voranzutreiben. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Weiterentwicklung so gut wie möglich zu unterstützen.“

Des Weiteren soll ein „XRP Community Fund“ eingerichtet werden, also ein Topf, der unabhängig von der Foundation ist und Fördergelder für bestimmte Projekte und die Adoption der XRP-Blockchain bereitstellt. Die Foundation erhofft sich in Zukunft weitere Gelder, um auch mit der breiteren Community zusammenarbeiten zu können, darunter akademische Einrichtungen und andere Non-Profit-Organisationen, um die Herausforderungen der Zukunft anzugehen.

Obwohl die Performance der Kryptowährung XRP in diesem Jahr bisher relativ verhalten war, hat Betreiber Ripple große Fortschritte bei der Erschließung von neuen Partnerschaften mit Banken auf der ganzen Welt gemacht. Erst vor wenigen Tagen hatte Ripple vermeldet, dass eine Partnerschaft mit der HDFC, der größten Privatbank Indiens, eingetütet worden ist.

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„Krypto-Mutti“ Hester Peirce fordert Zulassung für Bitcoin-ETFs

Im Rahmen einer virtuellen Podiumsdiskussion mit der Anwaltskammer von Washington (D.C.) hat die SEC-Kommissarin Hester Peirce die ablehnende Haltung ihrer amerikanischen Börsenaufsicht gegenüber einem Bitcoin-Indexfonds (ETF) kritisiert.

Moderatorin Ashley Ebersole fragte Peirce, die in der Branche auch als „Krypto-Mutti“ bekannt ist, nach den wiederholten Ablehnungen von beantragten Bitcoin-ETFs durch die SEC, woraufhin diese antwortete: „Ich habe meine Unzufriedenheit mit den Entscheidungen meiner Kollegen, was die Ablehnung von börsennotierten Bitcoin-Finanzprodukten angeht, wiederholt betont.“

Die hohe Volatilität der marktführenden Kryptowährung, die als einer der Hauptgründe für die Ablehnungen angeführt wird, ist dabei ein Problem, das bei Zulassungen für andere ETFs durchaus schon gelöst werden konnte, so meint Peirce: „Ich schlage vor, dass wir schauen, wie wir ähnliche Finanzprodukte in der Vergangenheit behandelt haben. Viele Produkte, die wir zugelassen haben, hatten ihre Probleme, aber man kann nichtsdestotrotz ein ordentliches Derivat (wie einen ETF) darauf aufbauen.“

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Umfrage: Fast die Hälfte aller Krypto-Trader hat langfristige Absichten

Laut einer neuen Umfrage von Huobi wollen 45 % aller Anleger ihre Krypto-Vermögen für mehr als ein Jahr halten, wobei 12,5 % sogar mehr als vier Jahre warten wollen, ehe sie einen Gewinn aus ihrer Investition abschöpfen. Dies ist ein klares Gegenargument für die weit verbreitete These, dass die meisten Krypto-Trader nur auf die „schnelle Markt“ aus sind.

Auf die Frage, welche Kryptowährung sie bisher am längsten halten, haben 69 % der Anleger Bitcoin (BTC) geantwortet. Obwohl der Großteil der Befragten in einer Altersgruppe zwischen 26 bis 50 Jahre ist, hat der Großteil dieser Anleger insgesamt weniger als drei Jahre Erfahrung mit Investitionsprodukten.

Es ist wichtig zu erwähnen, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmer ein Jahreseinkommen von 10.000 US-Dollar oder niedriger hat, was dadurch bedingt ist, dass die Umfrage in Entwicklungs- und Schwellenländern durchgeführt wurde. Vor diesem Hintergrund ist ein solches Jahreseinkommen also nicht zwangsläufig als niedrig einzuschätzen. Darüber hinaus wurden lediglich 491 Personen befragt, die Stichprobe könnte gegebenenfalls also zu klein sein, um zuverlässige Rückschlüsse zuzulassen.

Nichtsdestotrotz scheint sich die Wahrnehmung der Kryptowährungen langsam von einer kurzfristigen Anlageklasse für Spekulanten zu einem legitimen Finanzprodukt für langfristige Anleger zu wandeln.

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MicroStrategy CEO: „Bitcoin kann problemlos als Wertaufbewahrungsmittel skalieren“

Bitcoin (BTC) kann „problemlos als Wertaufbewahrungsmittel skalieren“, wie der CEO eines Softwareherstellers, der zuletzt 38.250 BTC gekauft hat, meint.

In einem entsprechenden Tweet vom 17. September verriet Michael Saylor nähere Details zur Investition seiner Firma MicroStrategy in die marktführende Kryptowährung.

Saylor lobt Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel

Seit das Unternehmen im August erstmals Bitcoin gekauft hatte, hat es inzwischen mehr als 400 Mio. US-Dollar an Kapital in BTC angelegt.

In einem Interview mit Morgan Creek Digital Mitgründer Anthony Pompliano unterstrich Saylor in dieser Woche, wie überzeugt er mittlerweile von der Kryptowährung ist und warum er diese ursprünglich skeptisch sah.

Seine Überzeugung von Bitcoin ist nun umso gefestigter. Das große Problem der Skalierbarkeit, das immer wieder als größte Hürde für die Massentauglichkeit genannt wird, sieht Saylor als geringes Problem, was die Funktion der Kryptowährung als Wertaufbewahrungsmittel angeht. Hier könnten Off-Chain-Transaktionen Abhilfe schaffen, denn über diese Methode kann der Ankauf in großen Mengen außerhalb der Blockchain, also auf einem ausgelagerten Netzwerk wie dem Lightning Network stattfinden, wodurch die eigentliche Bitcoin-Blockchain nicht „verstopft“ wird. So bliebe die marktführende Kryptowährung jederzeit voll funktionsfähig.

Und genau nach diesem Verfahren hat MicroStrategy die eigenen Bitcoin-Investitionen bisher gehandhabt.

„Wir haben 21.454 BTC über 78.388 Off-Chain-Transaktionen angekauft und diese dann über 18 On-Chain-Transaktionen in die Cold-Storage übertragen“, so Saylor. Und weiter:

„#Bitcoin kann problemlos als Wertaufbewahrungsmittel skalieren.“

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Pompliano gründet auf seine Person bezogenen Investmentfonds

Anthony Pompliano, der Mitgründer der Krypto-Vermögensverwaltung Morgan Creek Digital, hat angekündigt, dass er einen neuen Investmentfonds gründen wird, der auf seiner Person bzw. seiner persönlichen Marke basiert.

Heute kündige ich die Gründung eines neuen Investmentfonds an, der von mehreren erfolgreichen Investoren aus Silicon Valley und Wall Street unterstützt wird, wie Pompliano am 11. September in einem zugehörigen Blogeintrag ankündigte. Und weiter: „Die Struktur des Fonds bietet mir größtmögliche Flexibilität, was meiner Meinung nach ein bedeutender Vorteil für Investitionen in Technologie-Startups in der Frühphase ist.“

Pompliano will den Fonds als Einzelunternehmer betreiben und wäre damit allein verantwortlich für die entsprechenden Investitionen. Damit macht sich der Krypto-Unternehmer zunehmend zur eigenen Marke und nutzt diese, um junge Tech-Startups zu finanzieren. In den Fonds sollen später auch weitere Anleger investieren können. Abschließend erklärt Pompliano: „Einer meiner Leitsprüche ist: ‚Man bereut es nie, auf sich selbst zu wetten.’“

In diesem Zusammenhang bezeichnet der Experte sogenannte „Solo GP-Fonds“ als neue Geschäftsmöglichkeit für Personen, die ihre eigene Marke sind. Große YouTuber und Influencer sind ein entsprechendes Beispiel. Diese haben oftmals große Fangemeinden, Sponsoren und Inhalte, die auf sie als Person ausgerichtet sind.

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Morgan-Stanley-Mitarbeiter: Jüngere bevorzugen eher Bitcoin als Gold

Einem leitenden Angestellten von Morgan Stanley zufolge bevorzugen junge und abenteuerlustige Anleger in der Regel Krypto, während ältere Investoren an traditionelleren Anlagen festhalten.

In einem Interview am 8. September mit CNN-Moderatorin Julia Chatterley erklärte der Leiter für Schwellenmärkte und für globale Strategie bei Morgan Stanley Ruchir Sharma, dass aufgrund des Generationsunterschiedes unter den Anlegern viele Millenials Bitcoin (BTC) statt Gold bevorzugen würden.

„Ich denke, einige der älteren Investoren kaufen immer noch Gold und die Millennials kaufen eher Bitcoins und Kryptowährungen“, so Sharma.

Sharma prognostizierte zuvor bereits, dass die Inflation in den Vereinigten Staaten bereits im Jahr 2021 kommen könnte. Das könnte ein Grund dafür sein, dass sich die jüngere Generation eher auf Krypto konzentriert. Er nannte eine Reihe von monetären und fiskalischen Maßnahmen, die ergriffen wurden, um mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie umzugehen.

„Angesichts der Maßnahmen der Zentralbanken und dem massiven Gelddruck, suchen Leute nach alternativen Anlagen.“

„Etwa 5 Prozent des Portfolios in Gold zu halten, ist keine schlechte Idee“, so der Morgan-Stanley-Mitarbeiter. „Wenn Sie etwas abenteuerlustiger sind, und ich vermute, das hängt eher mit der Demografie zusammen, dann sollten Sie natürlich zu Bitcoin und anderen Kryptowährungen sehen.“

Auf Twitter hat sich das gestern gezeigt, als der berühmte Gold-Anhänger Peter Schiff eine Umfrage startete. Er fragte, wer in Sachen Finanzberatung vertrauenswürdiger sei: Ein 57-jähriger Goldanhänger mit 30 Jahren Erfahrung als Anlageexperte oder ein 18-jähriger, arbeitsloser Studienanfänger, der Bitcoin bevorzugte. Von den 82.906 befragten Personen sagten 81,3 Prozent: „Das Kind.“

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Buffett steigt bei weiterer Bank aus – Aussicht für Gold und Bitcoin wird immer besser

Warren Buffett und dessen Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway hat ihre Position an der amerikanischen Großbank Wells Fargo drastisch reduziert, indem sie 100 Millionen Aktienanteile verkauft hat. Der als „Oracle of Omaha“ bekannte Investmentguru hat sich in den vergangenen Wochen zunehmend aus dem Bankenwesen zurückgezogen, was einige Experten als positives Vorzeichen für Gold und Bitcoin (BTC) sehen.

Berkshire soll zwischenzeitlich 32 Mrd. US-Dollar in Wells Fargo investiert gehabt haben, wie Fox Business am 5. September berichtet. Durch die jüngste Verkäufe ist die Position nun auf 3,3 % geschrumpft, was immerhin noch einem Gegenwert von 3,36 Mrd. US-Dollar entspricht.

Wie kann Bitcoin vom Buffett-Ausstieg profitieren?

Im Laufe seiner Karriere hat Buffett immer wieder die Wichtigkeit von wertorientiertem Anlegen („Value Investing“) und Cash-Flow-Orientierung betont. Anleger sollten demnach bevorzugt in Geschäftsmodelle investieren, die berechenbar und stabil sind, und konstanten Gewinn abwerfen.

Im Juli hat Wells Fargo einen Verlust von 2,4 Mrd. US-Dollar eingefahren, der erste Verlust seit der Finanzkrise von 2008. Auf Grund des enttäuschenden Quartals hat sich die Großbank entschieden, die auszuschüttende Dividende um 10 Cent pro Aktie zu reduzieren.

Dementsprechend hat die Ratingagentur Moody’s ihre Bewertung der Bank diesen Monat von stabil auf negativ geändert, was sie allen voran damit begründet, dass diese ihre Governance nicht schnell genug anpasst. Moody’s Analyst Allen Tischler erklärt dahingehend:

„Die veränderte Bewertung spiegelt die Langsamkeit von Wells Fargo wieder, was die Anpassung von Governance, Compliance und Risk-Management angeht. Die langsame Geschwindigkeit mit der sie vorangeht, wirkt sich auf die anfallenden Kosten aus und untergräbt potenzielle Gewinne vor dem Hintergrund sich ändernder Marktbedingungen.“

Die Zusammenkunft aus schlechtem Quartal, reduzierter Dividende und Abstufung durch die Ratingagentur scheinen Buffett dazu bewegt zu haben, seine Position zurückzufahren.

Der Rückzug von Berkshire aus dem Bankenwesen wird umso interessanter, da die Holdinggesellschaft zuletzt erstmals in ein Goldunternehmen investiert hat. Statt Investitionen in amerikanische Banken fließt das Geld von Buffett nun in Gold und japanische Unternehmen.

Daran ist zu erkennen, dass Buffett im Hinblick auf seinen zu erwartenden Cash-Flow auf Nummer Sicher geht und sich vermutlich zudem gegen drohende Inflation absichern will. Das Investment in den Goldproduzenten Barrick Gold ist dabei auch für Bitcoin ein starkes Vorzeichen, da die marktführende Kryptowährung immer mehr als legitimes Wertaufbewahrungsmittel gesehen wird. Die starke Korrelation mit Gold seit März 2020 stützt diese These.

Bitcoin vs gold price

Bitcoin und Gold im Vergleich. Quelle: Skew

Kann Bitcoin Gold bald das Wasser abgraben?

Andere namhafte Investoren wie die Winklevoss-Zwillinge sind ebenfalls der Ansicht, dass Bitcoin inzwischen eine Art „digitales Gold“ ist und langfristig sogar den Zweikampf mit dem Edelmetall Gewinnen könnte. Besonders die potenziell riesigen Ertragschancen machen die Kryptowährung zur attraktiven Investition, denn die Marktkapitalisierung von BTC beläuft sich aktuell nur auf knapp 1,5 % des Marktwertes von Gold.

Cameron Winklevoss, der neben seinem Zwillingsbruder für die Gründung der Kryptobörse Gemini verantwortlich ist, ist der Überzeugung, dass Bitcoin mit großen Schritten aufholt. So meint er:

„Bitcoin holt Gold mit großen Schritten auf. Angefangen bei einem bloßen Whitepaper bis hin zu einer Marktkapitalisierung von 200 Mrd. US-Dollar in nur zehn Jahren. Sie wird Gold weiter das Wasser abgraben und in den nächsten zehn Jahren einen deutlichen Sieg davon tragen.“

Wie Cointelegraph am Montag berichtet hatte, sieht der ehemalige Wall Street Trader und heutige TV-Moderator Max Keiser es ebenfalls als gutes Zeichen für Bitcoin an, dass Buffett sich aus dem amerikanischen Markt zurückzieht.

„Buffetts Schritt in Richtung Japan ist zusammen mit seiner Investition in Gold ein starker Beleg dafür, dass er sich aus dem US-Dollar verabschiedet“, so Keiser. Und weiter: „Bitcoin, Gold und Silber werden schon bald neue Rekordwerte erreichen.“

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Krypto-Experte Lopp warnt vor Überinterpretation der sozialen Medien

Jameson Lopp, der Technische Leiter und Mitgründer des Krypto-Projekts Casa, bezeichnet sich in einem neuen Blogeintrag vom 30. August selbst als Bitcoin-Maximalisten, der Interesse an Altcoins hat. In diesem Kontext rät er der Krypto-Community dazu, Aussagen in den sozialen Netzwerken nicht zu sehr auf die Goldwaage zu legen.

Obwohl Lopp keine Kryptowährung sieht, die Bitcoin in der Funktion als Geld das Wasser reichen kann, ist er der Ansicht, dass andere Coins wiederum Funktionen übernehmen können, die Bitcoin nicht erfüllt., wie zum Beispiel die Tokenisierung von Vermögenswerten.

Lopp hat zuletzt ein Blockchain-Projekt beraten, das auf Ethereum basiert. Das betreffende Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt, Kryptowährungen und Wertpapier-Tokens sowohl für institutionelle als auch für private Investoren zugänglich zu machen. Auch wenn Lopp großes Potenzial in diesem Vorhaben sieht, warnt er dennoch, dass es keine Erfolgsgarantie gibt:

„INX-Anleger haben zwar eine Garantie, dass sie einen Teil des Cash Flows ausgeschüttet bekommen (also Profit machen), aber nichtsdestotrotz gibt es keine Garantie, dass die INX Limited profitabel sein wird. Die Leute in den sozialen Medien versuchen Unruhe zu stiften, um sich selbst zu profilieren. Jeder, der über eine Investition nachdenkt, sollte sich zuvor selbst informieren!“

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Neue Krypto-Analyse-App will mehr Reife in den Handel bringen

Eine neue Cloud-basierte Plattform namens altFins bringt eine Krypto-Analyse-App auf den Markt, mit der Investoren und aktive Krypto-Händler auf vielen Börsen Altcoins screenen, analysieren und mit diesen handeln können.

Laut Daten des On-Chain-Analyseunternehmens Glassnode ist die tägliche Nachfrage nach Bitcoin heute höher als je zuvor seit 2017. Traditionelle und Blockchain-Risikokapitalinvestoren, wie etwa Valar Ventures, Andreessen Horowitz, Union Square Ventures, Lightspeed Venture Partners, Morgan Creek, ConsenSys, Polychain Capital und Galaxy Digital haben in den letzten 12 Monaten Millionen von Dollar in die Modernisierung der Krypto-Infrastruktur investiert.

Bitcoin: Anzahl der aktiven Adressen

Laut Grayscale Investments habe die Kryptowährung im zweiten Quartal 2020 mit 906 Mio. US-Dollar den größten vierteljährlichen, institutionellen Zufluss im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres verzeichnet.

Aus einer kürzlichen, gemeinsamen Umfrage von Acuiti und der CME Group geht hervor, dass 97 Prozent der traditionellen Handelsunternehmen, die sich gegen den Handel mit Kryptowährung entschieden haben, sich bis 2022 erneut darüber Gedanken machen würden.

altFINS konnte im Juli dieses Jahres außerdem eine Startfinanzierung in Höhe von mehr als 1 Mio. US-Dollar erzielen. Es hieß, dass das dieses Geld für die Entwicklung von Analysenl für Krypto-Investoren vor und nach dem Handel verwenden werden sollen. Richard Fetyko, der CEO und Gründer von altFINS, erklärte:

„Krypto-Händler können nun ganz einfach Handelsideen finden, über 1.000 Coins und 4.000 Paare screenen, um wichtige Trends und Chartmuster zu ersehen, und ihre Portfolios und Entwicklung über mehrere Börsen hinweg überwachen.

Wie Cointelegraph bereits berichtete, spielt die Reife des Marktes für Krypto-Derivate eine wichtige Rolle, um mehr institutionelle Investoren anzuziehen.

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„Buffett Indikator“ deutet Börsencrash an – Wird Bitcoin der große Gewinner?

Wie Yahoo Finance am 20. August berichtet, deutet der sogenannte „Buffett Indikator“ zurzeit darauf hin, dass der Aktienmarkt aktuell ähnlich spekulativ ist wie zu Zeiten der Dotcom-Blase. Der Indikator betrachtet den Aktienindex Wilshire 5000 und teilt diesen durch das amerikanische Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Die einflussreiche Holding-Gesellschaft Berkshire Hathaway, die unter der Führung von Investmentguru Warren Buffett steht, hat am 14. August derweil ihre Aktien an mehreren Großbanken vollständig verkauft und ist stattdessen beim Goldförderer Barrick Gold eingestiegen. Dies ist ein Novum für das Investmentunternehmen. Einige Analysten sind der Ansicht, dass dieser Schritt langfristig auch für Bitcoin (BTC) von Vorteil ist, wobei ein etwaiger Börsencrash zur treibenden Kraft werden könnte.

Der Durchschnittswert des Buffett Indikators liegt eigentlich bei 1. Während der Dotcom-Blase stand er auf 1,71 und auch aktuell wird ein Wert von 1,7 ausgewiesen. Dies lässt vermuten, dass der Aktienmarkt stark überbewertet ist bzw. sich in einer Spekulationsblase befindet.

Sollte die Spekulationsblase des amerikanischen Aktienmarktes platzen, weil die Anleger sich aus Angst vor einer solchen Überbewertung zurückziehen, dann könnte dies einen Dominoeffekt auslösen, der für Bitcoin womöglich zum Katalysator wird.

Was bedeutet das für Bitcoin?

Tom Essaye, der Gründer von Sevens Report Research, weist darauf hin, dass der Aktienmarkt schon bei einem Buffett Indikator von 1,3 „fundamental überbewertet“ ist.

Ein Wert von 1,7 lässt also befürchten, dass ein regelrechter Crash des Aktienmarktes droht, sobald der Aufwärtstrend nicht weiter befeuert werden kann. Dahingehend erklärt Essaye:

„Was bedeutet das für uns? Das bedeutet, dass man auf langfristig ausgerichtete Wertpapiere setzen sollte und andere Vermögenswerte besitzen sollte (z.B.: Immobilien, etc.). Außerdem bedeutet es, dass diese künstliche Wachstumsphase besser nicht aufhört, denn wenn die Marktkapitalisierung 1,7-mal so hoch ist wie das BIP, dann gibt es einen heftigen Crash, sobald das Wachstum vorbei ist.“

In den vergangenen vier Monaten hat Bitcoin sowohl zum Aktienindex S&P 500 als auch zu Gold eine Korrelation aufgewiesen. Seit Juli orientiert sich die marktführende Kryptowährung jedoch näher am Edelmetall, was wohl durch die momentane Schwäche des US-Dollars bedingt ist.

Einige Experten argumentieren, dass ein Crash des Aktienmarktes den Höhenflug von Bitcoin dramatisch beschleunigen könnte. Diese These wird dadurch bekräftigt, dass inzwischen sogar institutionelle Investoren die Kryptowährung als legitimes Wertaufbewahrungsmittel sehen, weshalb sie zunehmend in Bitcoin investieren.

The correlation between Bitcoin and gold

Korrelation zwischen Bitcoin und Gold. Quelle: Skew.com

Die Korrelation zwischen Bitcoin und dem S&P 500 hat in der letzten Woche etwas nachgelassen, da sich der Aktienmarkt wieder aufschwingen konnte, während der Krypto-Marktführer nicht über die 12.400 US-Dollar Marke klettern konnte und in Folge dessen ein Minus von 8,6 % gemacht hat, wodurch es zwischenzeitlich zurück auf 11.370 US-Dollar ging.

Die abnehmende Korrelation zwischen Bitcoin und dem Aktienmarkt bei gleichzeitigem Abschwung von Bitcoin und Gold legt nahe, dass die Kryptowährung tatsächlich nach oben schießen könnte, wenn der Aktienmarkt crasht.

Wie sieht es auf kurze Sicht aus?

Auf kurze Sicht prognostizieren die Analysten allerdings zunächst eine Konsolidierung bzw. Seitwärtsbewegung von Bitcoin.

A potential short-term scenario for Bitcoin

Mögliches Szenario für die kurzfristige Kursentwicklung von Bitcoin. Quelle: Michael van de Poppe

Michael van de Poppe, ein Trader der Amsterdamer Börse und Experte für Cointelegraph, befürchtet, dass ein Abschwung unter 11.500 US-Dollar eine negative Divergenz auslösen könnte. So meint er:

„Bei der kurzfristigen Kursentwicklung sind wir an einen wichtigen Punkt gekommen, der verteidigt werden muss, um den insgesamten Aufwärtstrend aufrechtzuerhalten. Die negative Divergenz tritt erst ein, sobald wir unter den Support-Bereich von 11.500 US-Dollar abrutschen.“

Robert Kiyosaki, der Autor des Buches „Rich Dad, Poor Dad“, warnt ebenfalls, dass es schon bald zum Schreckensszenario kommen könnte. So warnt er vor einer bevorstehenden „großen Bankenkrise“, was er daran ablesen will, dass Warren Buffett bzw. Berkshire Hathaway ihre Aktienanteile an mehreren Großbanken verkauft hat. Aus diesem Grund mahnt er eindringlich zur Investition in Bitcoin, da auch er die Annahme stützt, dass die Kryptowährung von einer solchen Entwicklung profitieren würde.

Die zunehmende Korrelation zwischen Bitcoin und Gold sowie ein scheinbar überbewerteter Aktienmarkt könnte also schon bald zum Katapult für BTC werden, wenn die Spekulationsblase platzt.

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