Beiträge

Japan: politische Spendengelder in Bitcoin & Co. legal?

Das technikaffine Japan gilt in vielerlei Hinsicht als Leuchtturm des Fortschritts. Das trifft in gewisser Weise auch auf Kryptowährungen zu. So ist Bitcoin bereits seit mehr als zwei Jahren legales Zahlungsmittel. Wer nun denkt, dass die japanische Regierung die Augen vor den Problemen verschließt, täuscht sich. So berichtete BTC-ECHO im Juli von Japans Plänen über ein SWIFT-ähnliches Netzwerk für Bitcoin & Co., um den immer wieder erhobenen Vorwurf der Geldwäsche in den Griff zu bekommen. Auch die jüngste Innovation im Kryptoversum, die Security Token Offerings (STO), wurden unlängst adressiert. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, äußerte sich Außenministerin Sanae Takaichi zum Thema Spenden mit Bitcoin & Co.

Ein besonderes Augenmerk legte sie auf politische Spendengelder. Sie unterscheidet dabei Gelder, die an einzelne PolitikerInnen gehen, von denen, die an Parteien gehen. Sie beruft sich hierbei auf den Political Funds Control Law, Artikel 21-3.2:

Unternehmen, Gewerkschaften, Arbeitnehmerverbände und andere Organisationen dürfen nicht juristischen Personen spenden, außer es handelt sich dabei um Parteien oder Geldmittelorganisationen. Zudem ist die Obergrenze […] der Spende, je nach Kapital des Spenders, zwischen 7,5 und 30 Millionen Yen [ca. 60.000 – 240.000 Euro] angesetzt.

Anonyme Spenden 

Auch anonyme Spenden werden darin berücksichtigt. Wie es in Artikel 22-6 heißt, sind „anonyme Spenden oder Spenden von derselben Person unter verschiedenen Namen verboten.“ Mit Ausnahme von auf der Straße oder bei Veranstaltungen eingesammelten Geldern – das Limit für Parteien beträgt hier 1.000 Yen (ca. 8,50 Euro) – trifft dies sowohl auf Parteien als auch auf Einzelpersonen zu. An dieser Stelle, wo Kryptowährungen aufgrund ihres anonymen Charakters mit dem Gesetz in Konflikt kommen könnten. Doch auf einer Pressekonferenz am 8. Oktober stellte Takaichi klar:

Kryptographische Vermögenswerte fallen nicht in die [im Political Funds Control Law] klassifizierten Geldmittel. Spenden [in Bitcoin & Co.] sind davon folglich nicht betroffen.

Aktualisierungen sind nötig

Damit wären Spenden sowohl an Parteien als auch an PolitikerInnen in Kryptowährungen gestattet. Hier muss Japan an einer Aktualisierung der Gesetze arbeiten, meint Takaichi. Man könnte also sagen, dass sich Spenden an PolitikerInnen in einer rechtlichen Grauzone bewegen. Solange das so geregelt ist, werden sich die angesprochenen Personen um Verschleierung bemühen. Zur aktuellen Lage meinte Takaichi weiter:

Gerade, weil das den Handlungsspielraum von Politikern einschränkt, wird das ein Problem sein, das von jeder Partei und jeder Gruppe debattiert werden muss.

Die Debatte in Japan zeigt: Das Schritthalten mit dem technischen Fortschritt stellt nicht nur Unternehmen, sondern auch Regierungen vor Herausforderungen.

Mehr zum Thema:

auf btc-echo lesen

Japan: Politische Spenden „nur“ in Form von Kryptowährungen erlaubt

Sanae Takaichi, die japanische Ministerin für Allgemeine Angelegenheiten, hat offiziell bekanntgegeben, dass politische Spenden in Form von Kryptowährungen legal sind, während Spenden in Bargeld oder Wertpapieren nicht zulässig sind.

Laut einem Reuters Bericht vom 8. Oktober hat Takaichi die entsprechenden Äußerungen im Rahmen einer Pressekonferenz gemacht. Dabei gab sie an, dass politische Spenden, die in Kryptowährungen getätigt werden, nicht unter das japanische Gesetz zur Offenlegung von politischen Geldern fallen.

Kryptowährungen haben einen Sonderstatus

Dahingehend betonte Takaichi wiederum, dass das Gesetz allerdings Spenden in Form von Fiatwährungen oder Wertpapieren verbietet, während Kryptowährungen „in keine dieser beiden Kategorien fallen und deshalb nicht verboten sind“. Auf kritische Nachfrage zu den möglichen Nebenwirkungen dieser Gesetzeslage antwortete die Ministerin:

„Da die Auseinandersetzung mit diesem Thema für Politiker momentan zu zeitaufwendig ist, sollte dieses Problem in den jeweiligen Parteien besprochen werden.“

Wie Cointelegraph am 2. Oktober berichtet hatte, nimmt ein amerikanischer Politiker, der um den Einzug in das US-Parlament kämpft, bereits Spenden in Kryptowährungen entgegen.

auf cointelegraph lesen

Japans Giganten Line und Nomura bilden Blockchain-Allianz

Der große japanische Messenger-Dienst Line hat sich mit dem japanischen Finanzkonzern Nomura Holdings zusammengetan, um gemeinsam in der Blockchain-Branche tätig zu werden.

Japanische Giganten bilden Blockchain-Allianz

Wie es in einer entsprechenden Pressemitteilung vom 4. Oktober heißt, haben sich Line, die auf Blockchain spezialisierte Line Tochter LVC Corporation und die Nomura Holdings zusammengeschlossen, um gemeinsam an Geschäftsmöglichkeiten im Bereich Blockchain zu arbeiten.

Cointelegraph hatte zuvor berichtet, dass die drei Unternehmen Ende Januar 2019 bereits eine Absichtserklärung vereinbart hatten, die auf eine solche Zusammenarbeit abgezielt hat. Erst Ende März kam es dann allerdings zum eigentlichen Vertragsabschluss.

Laut der jüngsten Pressemitteilung hat die Nomura Holdings nun im Sinne der Absichtserklärung ihre Investitionen in die LVC abgeschlossen, um die gemeinsame Blockchain-Allianz mit den vorgesehen finanziellen Mitteln auszustatten und die Kooperation damit vollends auf den Weg zu bringen.

Hierbei handelt es sich nicht um die erste Zusammenarbeit zwischen Nomura und Line, so hatten sich die beiden Großunternehmen schon 2018 verbunden, um einen Service für Aktienhandel und Investmentberatung ins Leben zu rufen. Während Nomura 49% an den genannten Dienst hält, besitzt Line die rechtlichen 51%.

Der Messenger-Dienst Line hat allein in Japan mehr als 81 Mio. aktive Nutzer pro Monat.

Nomura investiert zunehmend in Blockchain

Wie Cointelegraph wiederum am 24. September berichtet hatte, hat die Nomura Holdings zuletzt zusammen mit der spanischen Bank Santander und der japanischen Bank MUFG in die Blockchain-Plattform Securitize investiert, die speziell die „Tokenisierung“ von Wertpapieren vorantreiben will.

auf cointelegraph lesen

Japan: Finanzunternehmen gründen STO-Vereinigung

Sechs große japanische Brokerfirmen haben die Gründung der Japan Security Token Offering Assciation (Japan STO Association) bekannt gegeben. Die Vereinigung tritt als eingetragener Verein auf. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Richtlinien für die Selbstregulierung bei Security Token Offerings (STO) zu entwickeln.

Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem die etablierten japanischen Broker Nomura Securities und Rakuten Securities. Hinzu kommen die Online-Trading-Anbieter SBI Securities, kabu.com Securities, Daiwa Securities sowie Monex, die Betreiber der Bitcoin-Börse Coincheck. Monex gab die Gründung der Vereinigung Anfang Oktober in einer Pressemeldung bekannt. Hier heißt es:

Die Japan STO Association engagiert sich für die Entwicklung von STOs in Japan, von denen sie glaubt, dass sie zu einem aktiveren Kapitalmarkt und der Entwicklung der Realwirtschaft beitragen werden.

Japan STO Association will Rahmenbedingungen schaffen

Laut eigener Angabe möchte die Vereinigung Richtlinien entwickeln, die eine „gesunde“ Entwicklung von STO-Modellen in Japan befördern sollen. Hierzu sollen die Erfahrungen aus der Wertpapierbranche in einer Organisation konsolidiert werden. Um ihre Aufgabe als Selbstregulierungsinstanz im vollen Umfang erfüllen zu können, strebt die STO Association die rechtliche Anerkennung als eine Unternehmensvereinigung für Finanzinstrumente an.

Die Verfasser der Monex-Pressemeldung betonen zusätzlich den Unterschied zwischen Initial Coin Offerings (ICOs) und STOs. Während erstere in der Vergangenheit auch immer wieder für Betrugsfälle verantwortlich waren, seien letztere rechtlich anerkannt und folglich abgesichert. Tatsächlich öffnet sich Japan erst langsam für krypto-basierte Finanzprodukte. Im Mai 2019 kam es jedoch zu einer Gesetzesänderung, die den Handel mit STOs auf ein legales Fundament stellte.

Die Japan STO Association möchte folglich Richtlinien erarbeiten, um eine Compliance mit den rechtlichen Vorgaben zu gewährleisten. Zudem arbeitet sie an Maßnahmen für den Schutz von Investoren und zur Verhinderung von Geldwäsche und unfairem Trading.

Auch japanische Bitcoin-Börsen regulieren sich selbst

Das Prinzip der Selbstregulierung ist indessen nicht neu für den japanischen Krypto-Sektor. Bereits im Jahr 2018 erteilte die örtliche Regulierungsbehörde der Japan Virtual Exchange Association die Macht, selbst über die interne Regulierung von Bitcoin-Börsen zu verfügen. Zu den Gründungsmitgliedern zählten alle 16, damals in Japan aktiven Krypto-Umschlagplätze. Die Selbstregulierung muss freilich auch im Fall der Krypto-Börsen mit den Vorgaben der Finanzaufsichtsbehörde übereinstimmen.

Mehr zum Thema:

auf btc-echo lesen

Japanische Zentralbank: Regulierung von Libra braucht internationale Kooperation

Der Direktor der japanischen Zentralbank (Bank of Japan) ist der Überzeugung, dass internationale Zusammenarbeit bei der Regulierung von Facebook Libra oberste Priorität hat.

Wie Reuters am 23. September berichtet, machte Direktor Haruhiko Kuroda die entsprechenden Äußerungen im Rahmen einer Rede im japanischen Osaka. Hierin forderte er die Aufsichtsbehörden auf, die höchsten Maßstäbe für das Facebook Krypto-Projekt anzulegen, da er dem Stablecoin große Wirkungskraft zuspricht:

„Falls Libra eingeführt wird, könnte das weitreichende Konsequenzen für die Gesellschaft haben.“

Libra eine Bedrohung für die Geldpolitik?

Im Juli hatten die japanischen Aufsichtsbehörden bereits eine Konferenz einberufen, an der die Zentralbank, das Finanzministerium und die Finanzdienstleistungsaufsicht beteiligt waren, um gemeinsam über den möglichen Einfluss von Libra auf Geldpolitik und Finanzstabilität zu beratschlagen.

Die Konferenz wurde im Vorlauf zum Treffen der G-7 Finanzminister abgehalten, das wiederum am 17. und 18. Juli stattgefunden hatte, um eine einheitliche Marschrichtung Japans abzustimmen.

Kritik nimmt zu

Die europäischen Finanzminister haben diesen Monat ihrerseits die Kritik an Libra erhöht, wobei Bundesfinanzminister Olaf Scholz zuletzt betonte, dass die Bundesregierung jegliche Art von „Parallelwährung“ ablehnt, was wiederum deutlich auf Facebook Libra gemünzt war.

Der französische Finanzminister Bruno Le Maire, der sich bisher als einer der stärksten Kritiker hervorgetan hat, forderte sogar, dass die Einführung von Libra gänzlich blockiert werden müsse, da sonst „die Währungshoheit der Nationen“ in Gefahr geraten würde.

David Marcus, der Leiter des Facebook Krypto-Projekts, versucht derweil, die Wogen zu glätten. Speziell die Sorge, dass Libra eine Bedrohung für die verschiedenen Landeswährungen sei, will er mit dem Gegenargument ausräumen, dass es sich bei der Kryptowährung lediglich um „ein besseres Zahlungssystem handelt, das auf der Grundlage von bestehenden Landeswährungen basiert“. Dementsprechend sei die Währungshoheit der Nationen auch nicht in Gefahr.

Facebook Geschäftsführer Mark Zuckerberg bemüht sich unterdessen ebenfalls, die Vorbehalte gegen Libra abzubauen, weshalb er sich in der vergangenen Woche in Washington D.C. mit mehreren wichtigen US-Politikern getroffen hat.

auf cointelegraph lesen

Messaging-Gigant LINE erhält Betriebsgenehmigung für Krypto-Börse

Die LVC Corporation, der auf digitale Assets und Blockchain fokussierte Zweig des japanischen Messaging-Giganten LINE, hat von der japanischen Finanzaufsichtsbehörde eine Betriebsgenehmigung für eine Krypto-Börse erhalten.

Dies meldete Cointelegraph am 6. September.

Handelsoptionen für fünf große Kryptowährungen

Wie bereits berichtet, wird die Handelsplattform von LVC Corp., die als BITMAX bezeichnet wird, es den 80 Millionen japanischen Nutzern von Line ermöglichen, mehrere wichtige Kryptowährungen zu handeln. Laut CT Japan hat die FSA den Handel mit Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Bitcoin Cash (BCH), Litecoin (LTC) und XRP auf der Plattform genehmigt.

Laut einer Pressemitteilung, die kürzlich mit Cointelegraph geteilt wurde, zählt LINE monatlich 187 Millionen Benutzer weltweit, wobei sich geschätzte 50 Millionen Benutzer für den mobilen Zahlungsdienst LINE Pay registriert haben.

Im Juli 2018 hatte LINE die weltweite benutzerorientierte Krypto-Börse BITBOX mit Sitz in Singapur gestartet. Berichten zufolge wird LINE die Back-End-Infrastruktur der Plattform für die von der japanischen FSA genehmigte Plattform BITMAX umbenennen.

Aufgrund der japanischen Anforderungen an Krypto-Börsen , die seit der Änderung des Zahlungsdienstegesetzes im April 2017 in Kraft sind, ist BITBOX für japanische Händler nicht zugänglich.

Das native Token und Mainnet von LINE

LINE  startete seine native Link-Kryptowährung im Spätsommer 2018 und hat seitdem ein Token-Ökosystem basierend auf seiner serviceorientierten Blockchain Link Chain weiterentwickelt.

Über das Blockchain-Netzwerk können auch dezentrale Anwendungen direkt auf die Messaging-Plattform von Line angewendet werden.

LINK wurde im Oktober 2018 an der BITBOX gelistet. Während frühere Berichte darauf hinwiesen, dass auch BITMAX LINK-Trades unterstützen wird, hat CT Japan nicht angegeben, dass die FSA das Token in ihrer Liste der genehmigten Kryptowährungen für die kommende Plattform offiziell autorisiert hat. 

Diesen Juni hat LINE eine Partnerschaft mit dem amerikanischen Zahlungsdienstleister Visa geschlossen, um neue Blockchain- und digitale Zahlungslösungen zu entwickeln.

auf cointelegraph lesen

Japan: Kryptobörse Coincheck plant IEO

Die große japanische Kryptobörse Coincheck erwägt, eine IEO-Plattform (Initial Exchange Offering) zu eröffnen. Diese könnte dann zur Kapitalbeschaffung durch Utility-Token genutzt werden.

Die Plattform

Coincheck wurde im April 2018 vom japanischen Finanzdienstleister Monex Group übernommen und deutete in einer kürzlichen öffentlichen Bekanntmachung darauf an, eine IEO-Plattform eröffnen zu wollen, wie Cointelegraph Japan am 22. August berichtete

Dem Bericht zufolge hat Coincheck damit begonnen, Möglichkeiten für Kapitalbeschaffungen mittels Utility-Token zu untersuchen. Die Börse behauptete, dass IEOs weltweit immer beliebter werden und als Methode zur Kapitalbeschaffung zuverlässiger sei. 

In einer öffentlichen Erklärung sagte Coincheck, dass die Börse dieses Angebot an Unternehmen und Projekte richte, die kein Kapital durch Token aufbringen und bereits Inhalte haben und ihr Geschäft ausbauen. Coincheck fügte hinzu, dass die Möglichkeiten im Rahmen der Regeln und Richtlinien der japanischen Finanzdienstleistungsbehörde FSA abgewägt würden.

IEO vs ICO

Die große globale Börse Binance erklärt, dass ein IEO eine Kapitalbeschaffungsmethode sei, die von einer etablierten und bewährten Börse verwaltet wird. Im Gegensatz zu einem Initial Coin Offering (ICO), bei dem die Kapitalbeschaffung von einem Projektteam selbst durchgeführt wird, wird ein IEO auf der Plattform einer bekannten Börse durchgeführt, um Kapital zu beschaffen. Ein Beispiel dafür ist etwa der Token-Service von Binance, namens Binance Launchpad.

Der ICO-Boom im Jahr 2017 hat sich als hochriskantes Feld für diejenigen erwiesen, die an neuen Blockchain-Token-Projekten teilnehmen wollen. Nun haben IEOs an Fahrt gewonnen zu haben. Laut einem Bericht von The Block haben bis zu 12 große globale Kryptobörsen im Jahr 2019 IEO-Plattformen angekündigt, darunter OKEx, Huobi und Bittrex.

Darüber hinaus haben Krypto-Startups trotz des Rückgangs im ICO-Bereich seit Mitte 2018 Millionen an Kapital aufgebracht, wie Cointelegraph kürzlich berichtete.

auf cointelegraph lesen

Bitpoint Taiwan verklagt Muttergesellschaft nach Hackerangriff im Juli

Die in Taiwan ansässige Tochtergesellschaft der gehackten Krypto-Börse Bitpoint Japan wird eine Schadenersatzklage in Höhe von 9,4 Millionen US-Dollar wegen überhöhten Rechnunngen gegen die Muttergesellschaft einreichen. 

Fehlerhafte Buchungen

Bitpoint Taiwan hat Berichten zufolge festgestellt, dass von lokalen Kunden gesammelte Gelder im Umfang von 500 Millionen Yen (4,7 Millionen Dollar) aufgrund von Überabrechnungen durch die Muttergesellschaft Bitpoint Japan fehlen. Dies berichtete die englischsprachige Publikation The Mainichi am 22. August.

The Mainichi berichtete unter Berufung auf eine vorbereitete Klage, die taiwanesische Tochtergesellschaft habe den Engpass bei der Überprüfung vergangener Rechnungen von Bitpoint Japan nach einem großen Hack des Unternehmens im Juli 2019 entdeckt. Dem neuen Bericht zufolge verlor Bitpoint Japan 3,02 Milliarden Yen (28 Millionen Dollar) plus weitere 250 Millionen Yen (2,3 Millionen Dollar) an ausländischen Börsen, die ihr Handelssystem nutzen, einschließlich Bitpoint Taiwan.

Bitpoint Taiwan überträgt Gelder, die von seinen lokalen Kunden gesammelt wurden, an Bitpoint Japan auf der Grundlage von Rechnungen der Muttergesellschaft, heißt es im Bericht.

In der Klageschrift schreibt Bitpoint Taiwan dazu:

„Es ist klar, dass (Bitpoint Japan) uns die Rechnung aufgrund falscher Zahlen gestellt hat.“

Eskalation im Unternehmensverbund

Hirotaro Kato, ein Anwalt von Bitpoint Taiwan, behauptete, die Börse bezwecke mit der Einleitung der Klage den Schutz der Gelder lokaler Kunden und äußerte die Sorge, dass der Fall zu einem internationalen Problem werden könnte.

Daher werde die taiwanesische Kryptobörse Klage vor dem Bezirksgericht Tokio einreichen, um einen Gesamtschaden, einschließlich eines Verlustes infolge des Hacks, geltend zu machen.

Bitpoint Japan selbst ist die Klage laut dem Bericht nicht bekannt. Der Konzern erklärte, dass Vertreter beider Unternehmen über die Angelegenheit aktuell verhandeln.

Am 12. Juli hatte Bitpoint Japan offiziell die Aussetzung aller Dienste bekannt gegeben, nachdem durch einen Hack Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) und XRP im Umfang von 32 Millionen US-Dollar verloren gegangen waren. Laut The Mainichi machten die von Kunden in Japan gestohlenen Gelder 13% der gesamten digitalen Währung auf Bitpoint aus und betrafen fast 50.000 – oder 50% aller Kunden. Berichten zufolge hat die Börse einen Teil ihrer Dienste Anfang August wieder aufgenommen.

auf cointelegraph lesen

Rakuten: Japanischer E-Commerce-Gigant startet Bitcoin-Börse

In einer offiziellen Pressemitteilung vom 19. August verkündet die Rakuten Group, den Start ihrer Krypto-Börse. Die Nutzer können über eine spezielle App ihre Krypto-Assets handeln und verwalten. Handelbar sind die Kryptowährungen Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Bitcoin Cash (BCH). Die App wird zunächst für Android veröffentlicht. Eine iOS-Version soll Anfang September folgen.

Rakuten gehört weltweit zu den zehn größten Internetunternehmen der Welt und bietet ähnlich wie Amazon Produkte aus vielen verschiedenen Shops zum Kauf an. Rakuten Wallet ist eine Tochtergesellschaft der Rakuten Group und betreibt die Krypto-Börse.

Hohe Sicherheit für die Kunden im Bitcoin-Handel

Rakuten Wallet möchte seinen Kunden einen möglichst sicheren Handel mit Krypto-Assets ermöglichen. Hierfür wird das von den Kunden eingezahlte Vermögen getrennt von dem Firmenkapital verwaltet. Rakuten sichert das Vermögen über Treuhandkonten der Rakuten Trust Co. Ltd. Diese ist eine Treuhandgesellschaft und gehört zur Rakuten Group. Zudem nutzt Rakuten Wallet verschiedene Sicherheitsmethoden zur sicheren Verwendung der Bitcoin-Börse. Denn die Aufbewahrung der Krypto-Assets erfolgt in Cold Wallets. Diese sind von dem Internet isoliert und sollen einen höheren Sicherheitsstandard bieten. Ein Multisignatursystem verwaltet die Private Keys. Hinzu kommt ein zweistufiges Authentifizierungsverfahren. Sobald sich die Kunden anmelden, Geld abheben oder Vermögenswerte bewegen möchten, fragt das System die Authentifizierung des Nutzers ab.

Dazu bietet die App den Nutzern rund um die Uhr die Möglichkeit, Ein- und Auszahlungen in Fiatwährungen und Krypto-Assets vorzunehmen. Zudem können die Nutzer auf Funktionen für die effektive Verwaltung ihrer Krypto-Assets zugreifen. Es handelt sich hierbei um die Bestätigung von hinterlegten Krypto-Assets, den Handel mit Krypto-Assets sowie Echtzeit-Chart-Diagramme.

Im März hatte BTC-ECHO bereits über die Bitcoin-Börse berichtet. Denn damals musste Rakuten einen Plan zur Geschäftsverbesserung entwickeln und die internen Sicherheitssysteme überarbeiten. Bereits zu dieser Zeit lag der Fokus auf dem Thema Sicherheit.

Als virtueller Dienstleister für Devisenhandel wird Rakuten Wallet eine solide Entwicklung der Branche unterstützen und eine sichere und vertrauenswürdige Benutzererfahrung bieten, indem das Sicherheits- und Serviceangebot weiter verbessert wird.

Rakuten änderte zudem den bestehenden Namen der Bitcoin-Börse von „Everbody’s Bitcoin” in „Rakuten Wallet“. Ursprünglich sollte Rakuten Wallet im April 2019 online gehen.

Japan: Bitcoin-Börsen und die Adaption von digitalen Assets

Neben der voranschreitenden Adaption von Kryptowährungen in Japan ist auch der Markt für Bitcoin-Börsen umkämpft. Demnach sind in Japan mehr als ein Dutzend Bitcoin-Börsen registriert. Im Juli hatte BTC-ECHO berichtet, dass die japanische Regierung ein SWIFT-ähnliches Zahlungsnetzwerk entwickeln möchte. Denn ein solches System soll vor allem die Geldwäsche durch Kryptowährungen vermeiden.

Rakuten mischt schon länger im Bereich Kryptowährungen mit. Bereits im Jahr 2015 hatte der E-Commerce-Gigant begonnen, Zahlungen mit Bitcoin zu akzeptieren.

Jetzt in Kryptowährungen investieren: Kryptowährungen kaufen, verkaufen oder traden – wir haben die besten Broker, Börsen und Zertifikate zusammengestellt: Bitcoin kaufen | Ether kaufen | Ripple kaufen | IOTA kaufen | Broker-Vergleich

Mehr zum Thema:

auf btc-echo lesen

Rakuten: „Japanisches Amazon” eröffnet eigene Kryptobörse

Der japanische Onlinehändler Rakuten hat nun seine eigene Kryptobörse an den Start gebracht, nachdem er im Vorjahr die Handelsplattform Everybody’s Bitcoin aufgekauft hatte.

Rakuten Wallet geht mit Verzögerung an den Start

Wie aus einer Pressemitteilung vom 19. August hervorgeht, trägt die neue Kryptobörse den Namen Rakuten Wallet. Zunächst sind auf dieser die Kryptowährungen Bitcoin (BTC), Ether (ETH) und Bitcoin Cash (BCH) zum Handel freigegeben.

In naher Zukunft soll eine zugehörige App für iOS und Android herausgebracht werden, die für Einzahlungen und Auszahlungen verpflichtend sein wird.

Des Weiteren heißt es in der Pressemitteilung:

„Kunden, die bereits ein Konto bei der Rakuten Bank haben, können problemlos auch ein Konto bei Rakuten Wallet eröffnen, indem sie die benötigten Informationen in das Antragsformular eingeben.“

Der Onlinehändler Rakuten, der als das „japanische Amazon“ bekannt ist, hatte die Kryptobörse Everybody’s Bitcoin im August 2018 für 2,4 Mio. US-Dollar aufgekauft. Daraufhin wurde angekündigt, dass der Start der eigenen Kryptobörse im April 2019 folgen sollte, durch verschiedene Verzögerungen wurde dieser allerdings bis zum heutigen Tag aufgeschoben.

Japans Interesse an Kryptowährungen nimmt zu

Der japanische Kryptomarkt wächst derweil rasant und mit Rakuten versucht nun der nächste große Player, ein Stück vom Kuchen abzuhaben.

Selbst Tokio mischt mittlerweile in der Kryptobranche mit, so hat die japanische Hauptstadt kürzlich angekündigt, eine Krypto-basierte Alternative zum großen internationalen Zahlungsnetzwerk SWIFT aufbauen zu wollen. Dieser Schritt wurde bereits von den G7-Staaten bewilligt.

Die Monex Group, ein Onlinebroker, der im vergangenen Jahr die japanische Kryptobörse Coincheck aufgekauft hatte, hat unterdessen signalisiert, dem Netzwerk von Facebook Libra beitreten zu wollen.

auf cointelegraph lesen