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Tokenisierung – ConsenSys kauft Brokerfirma mit SEC-Lizenz auf

ConsenSys, das große Blockchain-Unternehmen, das vom Ethereum Mitgründer Joseph Lubin ins Leben gerufen wurde, hat die amerikanische Brokerfirma Heritage Financial Systems übernommen.

Die Heritage ist eine Brokerfirma, die über eine Zulassung durch die amerikanische Börsenaufsicht SEC verfügt. Nun wurde sie von der ConsenSys Digital Securities, der eigenen Brokerfirma von ConsenSys, eingegliedert. Dies hat ConsenSys Codefi, die Handelsabteilung des Blockchain-Unternehmens, wiederum am heutigen 4. Februar bekanntgegeben.

Heritage soll Broker-Kapazitäten verstärken

Durch den Aufkauf will sich ConsenSys einerseits die Expertise und andererseits den Broker-Status von Heritage sichern, um Wertpapiere per Blockchain „tokenisieren“ und anbieten zu dürfen.

Emma Channing, eine Sprecherin von ConsenSys Digital Securities, die für die Koordination der Broker-Dienstleistungen über Heritage verantwortlich ist, erklärt in einer E-Mail an Cointelegraph:

„Die Übernahme wird die Broker-Kapazitäten von ConsenSys erweitern, indem unsere Sparte für Privatplatzierungen bei ConsenSys Digital Securities um die Kommunalfinanzierung ausgebaut wird.“

Konkret will ConsenSys die Blockchain-Technologie nutzen, um automatische Anleihezahlungen per Smart Contract abzuwickeln. Damit sollen die Herausgeber der Anleihen zum Beispiel in der Lage sein, nachvollziehen zu können, wer die Käufer sind. Zudem will ConsenSys nun tokenisierte Kommunalanleihen über die Codefi Blockchain-Plattform anbieten, die den Herausgebern ermöglichen sollen, ihre Wertpapiere in kleineren Größenordnungen veräußern zu können.

ConsenSys Digital Securities wurde 2018 in Brooklyn gegründet und ist die Broker-Abteilung von ConsenSys. Die Abteilung ermöglicht es Blockchain-Unternehmen, ihre eigenen Wertpapier-Tokens (STO) zu verkaufen oder Krypto-Tokens zu erstellen, die an andere Vermögenswerte angebunden sind, wie zum Beispiel Aktien oder Anleihen.

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MetaMask-Mitarbeiter: Projekt erhält nicht genug Unterstützung von ConsenSys

Ein Mitarbeiter der großen Ethereum Browser-Erweiterung Metamask hat erklärt, dass das MetaMask-Team „völlig überfordert“ sei und von seiner Muttergesellschaft ConsenSys nicht bevorzugt werde.

In einem Reddit-Post vom 25. Dezember behauptet der Reddit-Nutzer lazaridiscom3, dass das MetaMask-Team von ConsenSys nicht die Unterstützung erhalte, die es brauche. Das gesamte 24-köpfige Team sei überfordert.

„Wichtiger, wertschöpfender Teil“ von Ethereum nicht dezentralisiert

Im Post mit dem Titel „Helfen Sie MetaMask aus der Aktivitätsfalle“ heißt es weiter, dass beim MetaMask-Team eine Reihe von Problemen noch ungelöst seien und die innere Workflow-Struktur weder transparent noch dezentralisiert sei. Im Post heißt es:

„Man kann die Entwicklung nicht über den öffentlichen Problem-Tracker verfolgen, weil das Team lediglich einen internen Tracker verwendet und interne ‚Meetings‘ abhält. Das ist nicht transparent. Das ist nicht dezentralisiert. Die MetaMask ist ein kritischer, wertschöpfender Bestandteil von Ethereum. Es ist in JavaScript geschrieben, fast vollständig untypisiert. Die Programmierung ist qualitativ minderwertig und voller technischer Schuld (sowohl im Hinblick auf die Programmierung als auch auf die Architektur)“.

Der Benutzer Lazardiscom sagte gegenüber Cointelegraph, dass er an dem Projekt mitwirke und berief sich auf sein Lazardiscom-Konto auf GitHub. Um die bestehenden Probleme zu lösen, rief der Nutzer dazu auf, dass das MetaMask-Team sofort vollständig auf TypeScript umsteigen müsse.

Lazardiscom schlug außerdem vor, dass ConsenSys eine strengere Evaluierung seiner ‚Speichen‘ einführen müsse. Speichen sind ein strenges und verbindliches Regelwerk für öffentliche Projekte. Der Entwickler argumentierte auch, das Softwareprojekt von ConsenSys namens Gitcoin müsse „weitaus kontrollfreier sein attraktiv werden“.

MetaMask-Team hierarchisch aufgebaut

In dem Beitrag kritisierte Lazardiscom insbesondere die strukturellen Probleme im MetaMask-Team. MetaMask habe dem Beitrag zufolge tatsächlich die Teamführungen, obwohl Joe Lubin, der ConsenSys-Gründer und Mitbegründer von Ethereum, versucht hatte, „alle davon zu überzeugen“, dass ConsenSys ein nicht-hierarchisches Unternehmen sei.

Konkret wird im Post der MetaMask-Mitarbeiter Daniel Finlay als einer der Führungskräfte genannt, die „völlig überfordert“ sei. Laut Finlays LinkedIn-Seite ist er derzeit als leitender Entwickler für MetaMask bei ConsenSys tätig. Er ist hauptsächlich für die Browser-Erweiterung zuständig. Cointelegraph bat Finlay in dieser Angelegenheit um einen Kommentar, aber bis Redaktionsschluss lag noch keine Antwort vor.

Im Post heißt es auch, dass es „sehr niedrige Kopfgelder“ gebe. Einige dieser Kopfgelder betragen weniger als 1 US-Dollar pro Stunde, wenn man die Zeit pro Aufgabe berücksichtigt.

Im Oktober gab Lubin bekannt, die Zahl der Entwickler auf der Ethereum-Blockchain bis 2020 auf bis zu eine Million erhöhen zu wollen. Die Initiative namens OneMillionDevs.com wurde von Lubin auf der großen Ethereum-Konferenz Devcon im Oktober 2019 angekündigt. Laut Lubin gebe es weltweit 30 Millionen Softwareentwickler, aber nur einige Zehntausend seien Blockchain-Entwickler. Die meisten arbeiten an Ethereum mit.

Unterdessen hat der Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin kürzlich eine Diskussion über die Dezentralisierung im Kryptobereich auf Twitter ausgelöst. Zuvor hatte Buterin erklärt, dass zentralisierte Kryptobörse „in der Hölle schmoren“ würden.

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ConsenSys Manager gründet neuen Blockchain-Investmentfonds

Ein leitender Mitarbeiter des Ethereum-Inkubators ConsenSys hat seine eigene Blockchain-Investmentfirma namens Aligned Capital gegründet. Sam Cassatt, der eigentlich Chef-Stratege von ConsenSys ist, hat am 15. November angekündigt, dass sein neues Unternehmen im Vorfeld der Betriebsaufnahme 50 Mio. US-Dollar Startkapital einsammeln will.

Cassatt, der seit fünf Jahren bei ConsenSys arbeitet, wird der Ethereum-Firma zwar weiterhin beratend zur Seite stehen, will sich aber in Vollzeit bei Aligned Capital engagieren.

Drei große Investitionsbereiche

Laut Mitteilung wird Aligned Capital hauptsächlich in drei große Bereiche investieren, diese sind Blockchain und Kryptowährungen, Künstliche Intelligenz und Innovationen im Gesundheitswesen. Zu diesem Zwecke will Cassatt von ConsenSys entwickelte Software nutzen, außerdem will er mit dem Startup-Inkubator eng zusammenarbeiten.

Zu den Investoren von Aligned Capital gehören bekannte Gesichter der Kryptobranche, wie zum Beispiel ConsenSys Gründer und Ethereum Mitgründer Joseph Lubin, der zusätzlich als Berater für das neue Investmentunternehmen fungieren wird. Andrew Keys, der ebenfalls zur Führungsriege von ConsenSys gehört, ist auch bei Aligned Capital als Investor eingestiegen.

Weitere namhafte Investoren der Firma sind die Stanford Dozentin Nichol Bradford und Nicholas Paul Brysiewicz, der als Chef-Entwickler bei der Long Now Foundation tätig ist. Der Unternehmer und Risikokapitalgeber Seth Goldstein beteiligt sich ebenfalls.

Blockchain-Investitionen nehmen stetig zu

Der neue Blockchain-Investmentfonds von Sam Cassatt zeigt, dass die Branche langsam, aber sicher wächst. Laut einer neuen Studie investieren mittlerweile 61% aller großen Digitalunternehmen in die Blockchain-Technologie.

In June 2019, billionaire investor Henry Kravis reportedly made his first crypto investment in blockchain-focused investment firm ParaFi Capital.

Laut neuen Berechnungen des Marktforschungsinstitutes Research and Markets, werden sich die Ausgaben für Blockchain allein in den USA bis 2025 von 3,12 Mrd. US-Dollar auf 41 Mrd. US-Dollar steigern.

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Ethereum Mitbegründer: Hoffentlich ermöglicht China die Interoperabilität mit ihrer Krypto

Joseph Lubin, Mitbegründer von Ethereum und Gründer von Consensys, hofft, dass die digitale Währung der chinesischen Zentralbank die Interoperabilität mit öffentlichen Blockchains, einschließlich Ethereum, zulässt.

Ethereum ist „ein sehr positives Virus“

Lubin machte seine Anmerkungen während eines Interviews mit Forbes, das am 9. November veröffentlicht wurde. Er erklärte:

„Ich gehe davon aus, dass es genau das sein wird, was die chinesische Führung für am vorteilhaftesten hält. Hoffentlich ist sie öffentlich und wir können damit zusammenarbeiten, aber wissen tue ich es nicht.“

Lubin fügte hinzu, dass er sich eine stärkere Beteiligung Chinas am Ökosystem von Ethereum wünscht. Er führte den Fall der Blockchain-basierten Handelsplattform Belt and Road an und stellte fest, dass sie eine der „schwächeren Technologien“ im Vergleich zu öffentlichen Blockchains wie Ethereum verwendet. Er sagte:

„Ich würde China gerne dabei helfen, Experten für Ethereum-Technologie zu werden. […] Die Hauptidee ist, dass Ethereum die stärkste der Blockchain-Technologien ist und dass es ein sehr positives Virus ist, das in die Köpfe der Menschen eingepflanzt werden kann.“

Lubin stellte auch fest, dass er erwartet, dass China weiterhin den Status des US-Dollars als Weltreservewährung untergräbt. Er glaubt aber auch, dass Chinas CBCD diesbezüglich nur einen geringen Einfluss haben wird. Er wies darauf hin, dass Russland und China Anstrengungen unternehmen, um Geschäfte ohne Verwendung des US-Dollars zu tätigen, und folgerte:

„Es gibt viele Gründe, warum der amerikanische Einfluss abnimmt und wahrscheinlich auch weiterhin abnehmen wird. Das ist vielleicht in mancher Hinsicht keine schlechte Sache, aber im großen und ganzen kann daraus schnell eine schlechte Sache werden. . Chinas besondere Kryptowährung ist meines Erachtens kein wesentlicher Faktor.“

China kann Krypto zensieren „wann immer sie wollen“

Lubin ging auch auf Chinas Bereitschaft ein, den Zugang zu digitalen Währungen zu behindern, die mit den eigenen konkurrieren. Darunter fällt auch Ether (ETH). Er erklärte, dass die Fähigkeit der Regierung, den Zugang zu Ethereum in China zu behindern, von den Fortschritten bei der eingehenden Inspektion abhänge und davon, wie motiviert die Nation zu diesem Zweck sei.

Am Ende räumt er ein, dass die chinesische Regierung „es tun kann, wenn immer sie will“. Dennoch könnten neue Technologien wie Satelliten-Blockchain-Streaming und Mesh-Networking eine Möglichkeit bieten, die Zensur zu umgehen.

Auf die Frage, ob er der Meinung ist, dass Chinas CBDC-Implementierung die Vorteile der Blockchain untergraben oder die Transparenz der Blockchain missbrauchen könnte, um die Transaktionen aller Bürger zu überwachen und zu kontrollieren, sagte Lubin:

„China ist ein Unternehmen, das seine eigenen Regeln schreibt und eine enorme Kundenbasis hat – 1,4 Milliarden Menschen. Es ist schwer mit so einer wirtschaftliche Kraft zu konkurrieren. Ich glaube, es gibt eine Instabilität. Ich denke, die Führer haben ständig Angst vor der Revolution, deshalb müssen sie die Menschen auf einem bestimmten Niveau relativ glücklich machen.

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Joe Lubin: China wird dezentrale Blockchain-Aspekte nicht nutzen

Chinas geplanter digitaler Renminbi wird wahrscheinlich keine Blockchain verwenden, wie der Ethereum (ETH)-Mitbegründer und ConsenSys-CEO Joe Lubin glaubt.

In einem Interview mit der CNBC-Sendung Squawk Box Asia am 5. November erklärte Lubin, dass die Volksbank von China (PBoC) den dezentralen Aspekten der Technologie für ihre Zwecke nur wenig abgewinnen könne.

„Kein wirklicher Grund“ für Nutzung der Dezentralisierung

Wie bereits berichtet, soll Chinas digitales gesetzliches Zahlungsmittel – oder digitale Zentralbankwährung (CBDC) – von der PBoC kontrolliert werden. Ranghohe Mitarbeiter haben erklärt, der Vermögenswert werde „viele positive Auswirkungen haben. Der Geldfluss in wirtschaftlichen Aktivitäten kann damit nachverfolgt und die Geldpolitik unterstützt werden“.

Lubin sagte gegenüber CNBC, dass das Prinzip der Dezentralisierung in der Blockchain-Technologie verwendet werde, um Vertrauen zu schaffen.

„China ist aber wahrscheinlich nicht an diesem Aspekt der Blockchain interessiert. Sie werden, glaube ich, einen digitalen RMB nach China bringen, der einige der kryptographischen Grundfunktionen der Blockchain-Technologie nutzt, aber es gibt keinen wirklichen Grund für China, die dezentralen Aspekte zu nutzen“.

Lubin erklärte, wenn das System so konzipiert sein sollte, dass es von mehreren Parteien und nicht nur von der Zentralbank betrieben wird, wäre es möglich, dass es für seine Entwickler durchaus von Vorteil sein könnte, die „umfassenderen Aspekte der Blockchain“ zu implementieren. Allerdings gehe es „wahrscheinlich nur um den digitalen, nicht um den dezentralen Aspekt“, so Lubin.

CBDC zur Aufrechterhaltung der bestehenden Kontrolle

Auf die Frage, ob die geplante CBDC die Überwachung und zentralisierte Aufsicht über die Kapitalströme durch die Behörden stärken werde, winkte Lubin ab und antwortete:

„Ich denke, die Zentralbank und die Regierung haben bereits eine sehr starke Kontrolle. Ich schätze, dass das System verwendet wird, um die Kontrolle aufrecht zu erhalten, die sie haben. Aber möglicherweise auch dazu, um eine breitere Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und globalen Systemen zu ermöglichen.“

Yang Dong, der Direktor des Forschungszentrums für Finanztechnologie und Cybersicherheit an der Renmin Universität in China, sprach mit Reportern über die geplante Währung. Auf dem englischsprachigen Nachrichtenportal China Daily, das der kommunistischen Partei CPC gehört, erklärte er, dass die CBDC im Hinblick auf nichtstaatliche und grenzüberschreitende Anwendungen getestet wurde.

Der stellvertretende Direktor der PBoC Mu Changchun gab im August bekannt, dass die CBDC als zentralisiertes, zweistufiges System konzipiert sein wird. Die PBoC hat dabei auf der obersten und inländische Geschäftsbanken auf der zweiten Stufe die Kontrolle.

Ende letzten Monats sagte der stellvertretende Vorsitzende des chinesischen Wirtschaft-Thinktanks „China Center for International Economic Exchanges“, er sei zuversichtlich, dass die PBoC den globalen Wettlauf gewinnen und die erste Zentralbank sein würde, die eine CBDC einführt.

Der Ständige Ausschuss des 13. Nationalen Volkskongresses in China verabschiedete am 26. Oktober ein neues Gesetz zur Regulierung von Kryptographie. Es soll am 1. Januar 2020 in Kraft treten. In Gerüchten zu diesem Thema heißt es, dass diese neue Regulierung Teil der Vorbereitungen für die geplante Währung sei.

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ConsenSys übernimmt Infrastrukturanbieter Infura

Das Ethereum (ETH) Unternehmen ConsenSys gab die vollständige Übernahme des Blockchain-Infrastrukturanbieters Infura bekannt.

Laut dem am 4. Oktober veröffentlichten Blogbeitrag wird Infura seine Geschäftstätigkeit innerhalb des Studios fortsetzen. Infura wies auch darauf hin, dass der Gründer von ConsenSys, Joseph Lubin, einer der ersten Investoren des Start-ups war.

Zentralisierungskritik

Infura bietet eine Ethereum-Infrastruktur für den Aufbau dezentraler Anwendungen, mit der Entwickler ihre Lösungen bereitstellen können, ohne ihren eigenen vollständigen Knoten zu hosten. Im Juli 2019 startete das Unternehmen Infura + und führte drei neue Abonnementstufen ein.

Im März 2019 veröffentlichte das Forschungsunternehmen Delphi Digital einen Bericht, der auf die angebliche Zentralisierung des Start-ups hinweist. Dem Bericht zufolge verlassen sich Entwickler bei der Verwendung von Infura auf die Infrastruktur, die vollständig von ConsenSys betrieben und von Amazon Web Services gehostet wird. Dies führt zu einer einzigen Fehlerquelle, die durch die Dezentralisierung vermieden werden soll.

Ende September startete ConsenSys die Impactio-Plattform, um gemeinsam mit dem World Wildlife Fund Transparenz in die Philanthropie zu bringen.

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ConsenSys-Gründer Joseph Lubin auf 13 Millionen US-Dollar verklagt

Ein Ex-Mitarbeiter erhebt gegen den Ethereum-Mitründer Joseph Lubin Vorwürfe des Vertragsbruchs und der ungerechtfertigten Bereicherung. Das geht aus meheren Gerichtsdokumenten hervor. Darin fordert der Kläger Schadensersatz in Höhe von über 13 Millionen US-Dollar. Neben Lubin selbst gehören auch die Unternehmen Consensys und Consensys Token Foundry zu den Angeklagten. Bei dem Kläger handelt es sich um Harrison Hines, Gründer und ehemaliger Chef des Blockchain-Unternehmens Token Foundry.

Dies ist eine Klage auf Vertragsbruch […], ungerechtfertigte Bereicherung, Betrug und unbezahlte Gewinne, die sich aus den Handlungen der Beklagten im Zusammenhang mit dem als Token Foundry bezeichneten Geschäft ergeben, und zwar Schadenersatz in Höhe von 12.827.000 US-Dollar […] sowie 404.783 US-Dollar unbezahlte Gewinne,

heißt es dazu in einem Scheiben der Klägerseite vom 5. Juni 2019. Danach hatte die Rechtsvertretung Lubins 30 Tage Zeit, um auf die Vorwürfe zu reagieren. Die Reaktion von Lubins Anwälten erfolgte fristgerecht am 20. Juni. Darin forderten sie formal den Erhalt der Beschwerde, welche Harrison zuvor einer anderen Kanzlei zukommen gelassen hatte.

Vorwürfe gegen Lubin, ConsenSys und Token Foundry

ConsenSys fungiert in seiner Rolle als Blockchain-Inkubator unter anderem als Investor für Blockchain- und Krypto-Start-ups. Zu den geförderten Projekten gehört auch das ehemalige Unternehmen Harrisons, Token Foundry. Token Foundry ist eine Plattform für den Kauf und Verkauf von neuen Krypto-Token. Zu den bekannteren über Token Foundry abgewickelten Projekten gehört das Initial Coin Offering (ICO) der blockchainbasierten „Journalismus-Plattform“ Civil, das mit Einnahmen von knapp über einer Million US-Dollar sein Finanzierungsziel von acht Millionen US-Dollar indessen nicht erreichen konnte. Civil verkauft weiterhin seine CVL Token, jedoch lediglich als Mittel zum Zweck der Finanzierung und nicht mehr als integralen Bestandteil eines Ökosystems auf Blockchain-Basis.

Details zu den Vorwürfen gegen Lubin, ConsenSys und Token Foundry sind bislang nicht bekannt. Denkbar ist, dass die Schadensersatzforderung mit der im Dezember 2018 angekündigten Umstrukturierung von ConsenSys in Zusammenhang stehen. Das Blockchain-Unternehmen musste dem Bärenjahr 2018 unter anderem durch zahlreiche Entlassungen und Kürzungen für projektbezogene Mitteln Tribut zollen, wie Lubin in einem Blog-Post erklärte.

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Ethereum-Mitbegründer kritisiert Facebooks Libra wegen Zentralisierung

Der Ethereum-Mitbegründer Joseph Lubin sagte, dass Facebooks Libra-Token wie „ein zentralisierter Wolf im dezentralen Schafspelz“ sei, wie es in einem Artikel der Tech-Nachrichtenplattform Quartz vom 21. Juni heißt.

Der Social-Media-Riese hat das Whitepaper für seine Kryptowährung namens Libra Anfang dieses Monats veröffentlicht. Auf dieses gab es gemischte Reaktionen von Experten aus der Kryptowährungs- und Blockchain-Branche und auch Regierungsbehörden haben Bedenken in diesem Zusammenhang geäußert.

In seinem Artikel erklärte Lubin, dass das Libra-Whitepaper Gefühle beschreibe, die in der Kryptowährungs-Community verbreitet sind. Darin heißt es, dass „das weltweite Versenden von Geld so einfach und kostengünstig sein sollte, wie das Senden einer Nachricht über Ihr Handy“ und „die Finanzinfrastruktur sollte weltweit integrierbar sein und als öffentliches Gut verwaltet werden“.

Lubin zitierte weitere Aussagen aus dem Whitepaper. Laut diesem würden „die Leute zunehmend dezentralen Verwaltungsformen vertrauen“. Lubin sagte dazu, dass die Nutzer den Fiatwährungen und den Staatsanleihen, durch die Libra gestützt wird, vertrauen müssen. Händler hingegen müssten darauf vertrauen, dass das Netzwerk verantwortungsbewusst betrieben wird. Darüber hinaus erklärte Lubin auch die zentralisierte Infrastruktur:

„Das vielleicht wichtigste ist, dass wir darauf vertrauen müssen, dass Libra irgendwann zu einem „erlaubnislosen“, dezentralen System übergeht. Bei einem solchen könnte nämlich jeder das Netzwerk validieren und nicht nur die Mitglieder, die die strengen Kriterien erfüllen. Denn dadurch bleibt die Kontrolle in den Händen der ursprünglichen 28 Unternehmen.“

Dennoch gibt Lubin zu, dass er dem Projekt auch etwas Positives abgewinnen könne. Er sagt, dass es in ein paar Jahren zwei Milliarden Libra-Nutzer geben könnte, und die Benutzerfreundlichkeit der Kryptowährung könnte dabei erheblich verbessert werden:

„Auf einen Schlag könnten talentierte Designer im Bereich Benutzerfreundlichkeit die aktuelle Reibung bei der Verwendung von Kryptowährungen reduzieren. Die Verwaltung privater Schlüssel, das Verständnis von „Gaszahlungen“ und die Installation von Krypto-Browser-Plugins könnte so einfach werden, wie wenn man man „Senden“ bei WhatsApp drückt, das ein weiteres Facebook-Unternehmen ist.“

Lubin behauptet auch, dass die Entwickler der auf Ethereum spezialisierten Entwicklerfirma ConsenSys den Code bereits analysiert hätten und bemerkten, dass das Projekt viele Ideen von Ethereum übernommen habe. Abschließend erklärte er, er erwarte, dass Libra aus technischer Sicht gut ausgeführt werde.

Wie Cointelegraph gestern berichtete, warnte Philip Lowe, der Gouverneur der Zentralbank von Australien, davor, dass die angekündigte Libra-Währung von Facebook nicht allzu bald in den Mainstream gelangen könnte.

Außerdem wurde Anfang dieser Woche eine G7-Task Force eingerichtet, um zu untersuchen, wie Zentralbanken Kryptowährungen regulieren können.

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Duell der Prediger: Bitcoin-Verfechter Jimmy Song und Ethereum-Mitbegründer Jos Lubin klären Wettdetails

Haben dApps eine Zukunft? Schon bei der Consensus 2018 schlossen zwei der prominentesten Figuren im Krypto-Space hierauf eine Wette ab. Ein Jahr später klärten Joe Lubin und Jimmy Song endlich die Feinheiten dieser Wette. Der Einsatz beläuft sich momentan auf etwa 500.000 US-Dollar in Bitcoin.

Die Ursache für die Wette bildete eine Meinungsverschiedenheit über die zukünftige Entwicklung der Krypto-Ökonomie. Jimmy Song, seines Zeichens Partner bei Blockchain Capital, äußerte ein grundlegendes Misstrauen gegenüber blockchainbasierten Anwendungen. Der ConsenSys-Gründer Joe Lubin sah das naturgemäß etwas anders. Bei der diesjährigen Consensus-Messe spezifizierte er den Meinungszwist folgendermaßen:

Jimmys These war, dass es keine signifikanten Anwendungen auf der Blockchain geben würde, und das einzige, was an Blockchain relevant sei, sei Bitcoin. Meine These ist, dass Bitcoin fantastisch ist, und es gibt eine Reihe von Anwendungsfällen, die auf Bitcoin basieren, und das ist wunderbar. Das gefällt uns, aber auch dezentrale Anwendungen sind sehr nützlich.

Es könnte schmerzhaft werden

Die beiden Kontrahenten gaben nun die Details ihrer Wette bei einer Liveübertragung von Coindesk bekannt. Für einen Sieg von Lubin müssen mindestens 15 dApps über eine bestimmte Anzahl von Nutzern verfügen. Die Rede ist von 10.000 täglichen und 100.000 monatlichen Nutzern in einem Zeitraum von mindestens sechs Monaten. Als Stichtag einigten sich die beiden auf den 23. Mai 2023. Eine bis jetzt noch unbekannte, unabhängige Drittpartei wird über die Einhaltung der Wettbedingungen wachen.

Falls diese Bedingungen erfüllt werden, muss Song 810,8 ETH an Lubin zahlen. Anderenfalls wird Lubin Song mit 69,74 BTC beglücken müssen. Da die Wette im Jahr 2018 abgeschlossen wurde, entsprechen auch die Einsätze den damaligen Kursständen. Während Lubins damaliger Einsatz sich auf 598.190 US-Dollar belief, beträgt er auch nach heutigem Kurs noch 553.114 US-Dollar. Bei Songs Einsatz fällt diese Differenz deutlich größer aus. Waren die von ihm aufgebrachten ETH im Mai 2018 noch 586.095 US-Dollar Wert, entspricht ihr Wert heute lediglich 187.845 US-Dollar. Dies muss jedoch nichts heißen. Schließlich geht die Wette noch bis 2023. Je nach Kursentwicklung laufen beide Wettpartner Gefahr, am Ende mit einem Verlust in Millionenhöhe dazustehen. Eine Aufzeichnung des gesamten Gesprächs zwischen Song und Lubin findet sich hier.

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Joseph Lubin über Ethereum 2.0: ETH bald 1.000 Mal skalierbarer

Der Ethereum (ETH)-Mitbegründer Joseph Lubin sagte, dass die Ethereum-Blockchain in 18 bis 24 Monaten etwa 1.000 mal skalierbarer sein werde. Das merkte Lubin während eines Interviews mit Cointelegraph am 11. Mai an.

Lubin erläuterte, dass diese drastische Steigerung der Skalierbarkeit des Ökosystems durch Ethereum 2.0, auch Serenity genannt, ermöglicht werde. Er erklärte, dass die Entwicklung in vier Phasen unterteilt sei und dass acht Gruppen bereits an der Entwicklung von Clients für die neue Chain arbeiten würden. Lubin versprach ebenfalls:

„In wenigen Monaten sollten wir ein voll funktionsfähiges Testnet haben. Möglicherweise werden wir bis Ende dieses Jahres sogar ein voll funktionsfähiges Ethereum 2.0-Netzwerk der Phase 0 haben.“

Lubin erklärte, dass es mehrere Möglichkeiten gebe, die neue Chain mit der alten zu verbinden. Er erklärte, dass Ether-Token von der alten zur neuen Chain übergehen können würden und es dazu noch „Mechanismen, die in beide Richtungen funktionieren“, geben könne.

Lubin ging auch auf Bedenken im Zusammenhang mit dem Proof-of-Stake (PoS)-Algorithmus ein und erklärte, dass dieser gründlich erforscht wurde. Damit sei sichergestellt gestellt worden, dass dieser auch nachhaltig funktioniere, bevor die Teams an der Umsetzung von diesem begonnen hätten. Er sagte, dass die Chain mit neuen Funktionen ausgestattet werde, damit sie in mehr Fällen angewendet werden könne. Er nannte dabei private Transaktionen als Beispiel für einen solchen Anwendungsfall.

Wie Cointelegraph Anfang letzter Woche berichtete, hatte der CEO des Kryptoanalyse-Unternehmens Messari prognostiziert, dass der Übergang von Ethereum 2.0 erst um das Jahr 2021 stattfinden würde.

Preston Van Loon, der Mitbegründer der Sharding-Entwicklungsfirma Prysmatic Labs, hat letzte Woche ebenfalls angekündigt, dass nun eine Ethereum 2.0-Testnet-Blockchain eingerichtet worden sei.

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