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Enkeltrick 2.0? – Betrüger drängen per Anruf zu Bitcoin-Zahlungen

Ein neues betrügerisches Krypto-Projekt soll es auf die Bürger der kanadischen Stadt Winnipeg abgesehen haben. Ein lokaler Ladenbesitzer hat gemeldet, dass einige seiner Kunden bereits Opfer der Betrugsmasche geworden sind, die Ähnlichkeiten zum berüchtigten Enkeltrick aufweist.

Laut dem Nachrichtenportal Global News hat Husni Zeid auf einen Bitcoin-Geldautomaten, der in seinem Laden aufgestellt ist, einen entsprechenden Warnhinweis bezüglich des betrügerischen Projekts geklebt, das Bürger per Telefonanruf zu Zahlungen in Bitcoin (BTC) überredet.

Zeid erklärt in diesem Zusammenhang:

„Viele Leute bekommen diese Telefonanrufe, in denen sie dazu aufgefordert werden, ihr Geld in Bitcoin zu wechseln und diese dann für angebliche Zahlungen an das kanadische Finanzamt oder die Wasserwerke von Manitoba zu überweisen.“

Fälle häufen sich

Dabei betont er, dass er diese Betrugsmasche mehrmals die Woche beobachtet und immer wieder Beschwerden von geschädigten Personen erhält.

Aura Morissette, eine Mitarbeiterin des Lebensmittelladens, berichtet von einer Frau, die von dem Betrugsprojekt hart getroffen wurde:

„Gestern war eine Mutter hier, die ihre ganzen Ersparnisse an die Betrüger überwiesen hat und sie hat bitterlich geweint. Es war herzzerreißend, dass sie darauf reingefallen ist, es war so traurig. Sie wiederholte immer wieder, ‚Ich habe doch Kinder‘, das war schrecklich.“

Die Mitarbeiterin sieht es inzwischen als deutliches Warnzeichen, wenn ein Kunde während der Bedienung des Bitcoin-Geldautomaten telefoniert. Ein wahrscheinlicher Indikator, dass die Betrugsmasche in vollem Gange ist.   

Das Vorgehen der Betrüger erinnert an den berüchtigten Enkeltrick, bei dem gutgläubige Menschen am Telefon unter Druck gesetzt und zu sofortigen Zahlungen in beträchtlicher Höhe gedrängt werden. Es ist zu befürchten, dass die neueste Masche von Betrügern auf der ganzen Welt kopiert werden könnte.

Der aktuelle Vorfall in Winnipeg weist Ähnlichkeiten zu einem weiteren Bitcoin-Betrug auf, gegen den die kanadische Polizei am 19. Juni Ermittlungen eingeleitet hat. Hier haben sich die Betrüger ebenfalls als Behörde ausgegeben, um Opfer zu Bitcoin-Zahlungen zu drängen.

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QuadrigaCX: Chef der Bitcoin-Börse hat Kundengelder verzockt

Die kanadische Wertpapieraufsicht OSC hat einen detaillierten Bericht über die Trading-Aktivitäten von Gerry Cotten veröffentlicht. Dieser hat Millionen verzockt – jedoch nicht die eigenen.

In ihrem Untersuchungsberichtist die Ontario Securities Commission (OSC) zu dem Ergebnis gekommen, dass die bereits geschlossene Krypto-Börse QuadrigaCX ein betrügerisches Geschäftsmodell verfolgte.

Verantwortlich ist der mittlerweile verstorbene Gründer und CEO Gerald „Gerry“ Cotten. Dieser hat unter Verwendung von Fake Accounts mit seinen Kunden gehandelt. Die Fiat- und Krypto-Kontostände der gefälschten Accounts konnte Cotten nach Belieben manipulieren. Cotten führte auf diese Weise hunderttausende Transaktionen mit gefälschten Assets durch.

20.000 gefälschte Bitcoin: Fake Assets bei QuadrigaCX

Im Wesentlichen ging es dabei um zwei Sorten von Transaktionen. Zum einen kaufte Cotten Krypto-Assets mit vermeintlichem Fiatgeld; diese verkaufte er wiederum gegen echtes Fiatgeld. Das verwendete er sodann dazu, um Auszahlungen von QuadrigaCX-Kunden zu decken. Solange Cottens Krypto-Assets im Wert steigen, konnte das funktionieren. Problematisch für die Bilanz wurde es, sobald die Krypto-Assets in Cottens Besitz an Wert verloren. In diesem Fall bediente er sich kurzerhand bei den Einlagen anderer Kunden, um Auszahlungsaufträge auszuführen.

Das wiederholte Cotten solange, bis die Rücklagen der Bitcoin-Börse (= die Kundengelder) aufgebraucht waren. wischen 2015 und 2018 führte Cotten laut dem Report über 250.000 derartige Trades aus.

Cash in Briefumschlägen, Bargeldkoffer und Privatjets

Ein kanadischer Betreiber von Bitcoin-Automaten gehörte zu den Großkunden von QuadrigaCX und war gleichzeitig eine wichtige Quelle für Bargeld.

Das Foto zeigt stapelweise kanadische Dollarnoten in der Küche von Gerry Cottens Haus in Kelowna, British Columbia. Das Geld soll von der kanadischen Bitcoin-ATM-Firma stammen. Foto, das die OSC von einem Quadriga-Auftragnehmer erhalten hat. Quelle: OSC

Bargeldkoffer, die eilig per Privatjet herbeigeschafft wurden waren dabei ebenso üblich wie die Ausführung von Auszahungsaufträgen auf dem Postweg:

Der Präsident des Unternehmens übergab Cotten persönlich Koffer mit Bargeld, um sein Quadriga-Konto zu finanzieren, wobei er manchmal Privatjets benutzte, um sich schnell zu treffen. Letztendlich erhielt Quadriga über 20 Millionen Dollar in bar von dieser Geldautomatenfirma, von der Cotten wusste, dass [QuadrigaCX] mit dieser Herkunft des Geldes von keiner Bank in Kanada akzeptiert werden würde. Er verwendete Bargeld, um Abhebungsanträge von Kunden zu finanzieren, indem er Umschläge mit Bargeld durch das ganze Land schickte.

Danach wickelte QuadrigaCX Abhebungsaufträge in Höhe von 14 Millionen US-Dollar ab.

OSC: QuadrigaCX ein De-facto-Ponzi-System

Man kann Gerry Cotten nicht mehr fragen, ob sein Handeln von Beginn an in betrügerischer Absicht erfolgte, oder ob er sich schlichtweg „verzockt“ hat. Für die OSC ist die Sache klar:

Tatsächlich betrieb er die Quadriga wie ein Ponzi-System, indem ein Teil der Kundenabhebungen mit den Einlagen anderer Kunden finanziert wurde. Nach unserer Einschätzung hat Cotten durch dieses Verhalten seine Kunden betrogen.

Für die Anlegerinnen und Anlegern, die um ihre Ersparnisse gebracht wurden, dürfte das indes keinen Unterschied machen. Zum Zeitpunkt ihrer Schließung stand QuadrigaCX mit 215 Millionen-US-Dollar bei ihren Kunden in der Kreide. Ermittler konnten von diesen bislang lediglich 45 Millionen US-Dollar ausfindig machen.

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Kanadische Börsenaufsicht: Ehemalige Kryptobörse Quadriga war Betrug

Die Börsenaufsicht der kanadischen Provinz Ontario (OSC) hat offiziell festgestellt, dass die ehemalige Kryptobörse Quadriga durch Betrug ihres Gründers Gerald Cotten, der während seiner Flitterwochen überraschend in Indien verstorben war, zu Fall gekommen ist.

So heißt es im entsprechenden Bericht, der am 11. Juni veröffentlicht wurde, dass Cotten eine Vielzahl an Konten unter verschiedenen falschen Namen geführt hat, auf denen er sich dann eine „fiktive Währung“ gutgeschrieben hat. Diese fiktiven Gelder handelte er wiederum mit nichts ahnenden Kunden der in Vancouver ansässigen Kryptobörse.

Als der Kurs besagter Kryptowährung begann, zu fallen, und die Kunden anfingen, ihre Vermögen abzuziehen, war Cotten zahlungsunfähig, weshalb er eine Art Pyramidensystem aufbaute, indem er die Auszahlungswünsche einiger Kunden mit den Einzahlungen anderer ausglich.

Die Aufsichtsbehörde kommt dabei zu dem Ergebnis, dass 115 Mio. US-Dollar, der insgesamt 169 Mio. US-Dollar, die verlorengegangen sind, durch Betrug von Cotten vernichtet wurden. Dieser finanzierte damit seinen großspurigen Lebensstil.

Auf Grund des Todes des Beschuldigten, sieht die OSC von einer Strafverfolgung gegen die Quadriga ab.

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USA erreichen neues Rekordhoch für P2P-Handel von Bitcoin

Das Volumen für den Peer-To-Peer (P2P) Direkthandel von Bitcoin (BTC) hat in den USA in der Woche vom 7. Juni ein neues Rekordhoch verzeichnet, wie Daten des Krypto-Informationsdienstes UsefulTulips zeigen.

So wurden innerhalb der letzten sieben Tage knapp 29 Mrd. US-Dollar an Bitcoin über die P2P-Handelsplattformen Localbitcoins und Paxful bewegt.

Nur in den Regionen Nordamerika und Naher Osten/Nordafrika wurde in den letzten Wochen ein Zuwachs des Bitcoin-Direkthandels festgestellt, alle anderen Regionen weisen leichte Rückgänge auf.

Über Paxful wurden in den USA Bitcoin im Wert von 24 Mio. US-Dollar gehandelt, während über Localbitcoins 4,6 Mio. US-Dollar getradet wurden.

Auch der kanadische P2P-Markt befindet sich im Aufwind und steuert für Nordamerika in der vergangenen Woche 1 Mio. US-Dollar in Bitcoin bei. Damit kommt Nordamerika mit insgesamt 29,8 Mio. US-Dollar auf die bisher zweitstärkste Woche überhaupt. Nur in der Woche vom 20. Mai 2018 konnte mit 30,2 Mio. US-Dollar ein noch stärkeres Ergebnis erzielt werden.

Das Handelsvolumen von Nordamerika ist in den letzten sieben Tagen zudem doppelt so hoch wie in der zweitstärksten Region, wobei Subsahara-Afrika mit 13,6 Mio. US-Dollar diesen zweiten Platz beansprucht.

Nigeria weiterhin auf Platz 2

In Nigeria hat das P2P-Handels derweil eine vorläufige Obergrenze erreicht, denn nachdem in den vergangenen Wochen wiederholt neue Rekord aufgestellt werden konnten. In dieser Woche verzeichnet das zweitstärkste Land nichtsdestotrotz ein Bitcoin-Handelsvolumen von 8,76 Mio. US-Dollar.

In der letzten Woche im April ist das russische P2P-Handelsvolumen wiederum um 7,5 % abgefallen, was die Kluft zu Nigeria vergrößert hat. In dieser Woche kommt Russland trotzdem auf 7,81 Mio. US-Dollar an gehandelten Bitcoin und bleibt damit auf dem dritten Platz.

Venezuela kann mit leichtem Plus den vierten Platz weiter verteidigen, wobei hier seit Februar schon zum zweiten Mal die 5 Mio. US-Dollar Marke geknackt werden kann.

Der Bitcoin-Handel in Britischen Pfund schafft es in der letzten Woche knapp über die 4 Mio. US-Dollar Marke, während China (3,87 Mio. US-Dollar), Kolumbien (3,06 Mio. US-Dollar) und Indien (2,87 Mio. US-Dollar) die nachfolgenden Plätze belegen.

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Kanada: Regulatorischer Ritterschlag für Krypto-Börsen und -Dienstleister

Das Fürstentum Liechtenstein ist bekannt für seine progressive Krypto-Regulierung. Für besonderes Aufsehen hat letztes Jahr das Blockchain-Gesetz, konkret „Gesetz über Token und VT-Dienstleister“, gesorgt. Wer rechtlich einen tieferen Einblick bekommen möchte, der hat jetzt die Möglichkeit folgende Abhandlung zu erwerben: Token als Wertrechte & Token Offerings und dezentrale Handelsplätze: Eine wertpapierzivilrechtliche und wertpapieraufsichtsrechtliche Analyse aus der Perspektive Liechtensteins unter besonderer Berücksichtigung einschlägiger Unionsrechtsakte von Dr. Josef Bergt.

Das Werk behandelt (wertpapier-)rechtliche Aspekte von Token gemäß liechtensteinischem Zivil- und Aufsichtsrecht unter Berücksichtigung von relevanten Unionsrechtsakten.

Vor allem stehen entmaterialisierte Wertpapiere („Wertrechte“), mit denen die liechtensteinische Rechtsordnung seit annähernd 100 Jahren vertraut ist, im Fokus. Besonders berücksichtigt wurde in dem Werk auch das sogenannte liechtensteinische „Blockchain-Gesetzes“ (Gesetz über Token und VT-Dienstleister; TVTG). Zudem wurden die Unterschiede zwischen Wertrechten in Form von Token gemäß TVTG und Wertrechten nach dem Personen- und Gesellschaftsrecht (PGR) im Detail herausgearbeitet.

Der zivil-, wie gesellschaftsrechtliche Fokus der Publikation liegt auf Liechtenstein, während auch die gesellschaftsrechtliche Rezeptionsgrundlage der Schweiz und die allgemeine zivilrechtliche Rezeption des österreichischen Rechtes Berücksichtigung finden.

Auch für europäische und deutsche Rechtsakte relevant

Der aufsichtsrechtliche Teil der Arbeit steht klar im Fokus des Unionsrechtes, berücksichtigt neben den europäischen Rechtsakten aber auch nationale Besonderheiten Liechtensteins, Österreichs und Deutschlands. So werden Token und tokenbasierte Geschäftsmodelle auch unter Berücksichtigung der relevantesten Unionsrechtsakte wie bspw MiFIR, MiFID, CRR, CRD, E-Geld-RL und weiteren Verordnungen, Richtlinien, sowie Durchführungsverordnungen und delegierten Rechtsakten beleuchtet.

Ein besonderer Fokus wurde hierbei auf Krypto-Börsen sowie dezentrale Handelsplätze (DEX) gelegt. Zudem erfolgt in der Publikation eine Auseinandersetzung mit dem Verbraucherrecht in Zusammenhang mit Token, die in Folge von Fernabsatzverträgen erworben werden. Diesbezüglich geht die Auseinandersetzung auch auf Token als Daten respektive Software und sohin als digitale Inhalte als Handelswaren näher ein. Auch werden die Parallelen zu Token als Wertmarke mit intrinsischem Wert beziehungsweise virtuellen Währungen in Abgrenzung zu Fiatgeld aufgezeigt.

Token, in der rechtlichen Diktion als virtuelle Währungen bezeichnet, werden dabei akribisch von den finanzmarktrechtlichen Rechtsinstitutionen des Einlagengeschäfts, E-Geldgeschäfts und Finanzinstrumentebegriffs abgegrenzt. Dabei werden Gestaltungshinweise geliefert, mit denen gewisse regulatorische Fallstricke vermieden werden können. Es erfolgt neben einer vorrangig juristischen Auseinandersetzung auch eine wirtschaftliche und technische Behandlung der Distributed Ledger Technologien.

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Crypto.com will ihren MCO Visa Kreditkartenservice auch in Kanada anbieten

Die führende Kryptowährungs-Zahlungsplattform Crypto.com gab bekannt, dass sie die behördliche Genehmigung für ihr Visa-Kartenprogramm in Kanada erhalten hat und in Kürze MCO-Visa-Karten im Land einführen wird. 

MCO Visa-Karten sind Prepaid-Karten, die mit Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Litecoin (LTC), XRP und dem nativen MCO-Token von Crypto.com aufgeladen werden können. 

Das Unternehmen gab bekannt, dass Bürger Kanadas ihre Kryptokarten jetzt über einen dreiminütigen Kunden-Onboarding-Prozess und eine ID-Überprüfung in der Crypto.com-App buchen können.

Dies geschieht nur wenige Tage, nachdem das Unternehmen angekündigt hat, seine MCO Visa-Kartendienste in 27 Ländern der Europäischen Union sowie in der Schweiz, im Vereinigten Königreich, in Island und in Norwegen auszuweiten. Das Unternehmen fügte bereits 2018 Dienstleistungen für Singapur hinzu und startete im Juli 2019 in den USA.

Nach seiner Expansion in europäische Länder behauptete das Unternehmen, seine Karte sei die am weitesten verbreitete Kryptokarte der Welt. Im Gespräch mit Cointelegraph sagte Kris Marszalek, CEO von Crypto.com, dass das ultimative Ziel darin bestehe, die Karte weltweit verfügbar zu machen.

Kryptokarten können die Akzeptanz massiv beeinflussen

Debit- und Kreditkarten in Kryptowährung werden immer häufiger verwendet, da Benutzer Kryptowährungen ausgeben können, ohne sie manuell in Fiat-Währung umtauschen zu müssen. 

Heutzutage akzeptieren Millionen von Händlern auf der ganzen Welt Kartenzahlungen, wobei Visa und Mastercard die gängigsten Zahlungsdienstleister sind. Durch die Zusammenarbeit mit diesen Anbietern von Zahlungslösungen bei der Entwicklung von Debit- oder Kreditkarten für Kryptowährungen können Kryptowährungsunternehmen Kryptozahlungen so einfach wie die von Fiat gestalten und so die Einführung erleichtern.

Darüber hinaus wurde die Kryptowährungsfirma Coinbase im Februar 2020 Hauptmitglied von Visa, wodurch das Unternehmen die Befugnis erhielt, eigene Debitkarten auszustellen, ohne sich auf Dritte verlassen zu müssen.

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Umfrage: Krypto-Nutzer glauben an vorgetäuschten Tod von QuadrigaCX-CEO

Achtzehn Monate nachdem Gerald Cotten,der Gründer und CEO von QuadrigaCX, bei seiner ehrenamtlichen Arbeit in einem Waisenhaus in Indien verstorben ist, glauben die meisten Kryptonutzer offenbar, dass er noch am Leben ist.

Die kanadische Börse ist nur eine von vielen, die verdächtigt wird, einen betrügerischen EXIT-Betrug begangen zu haben. Der Wirbel in der Öffentlichkeit um diese Fälle sollen auch einige Nutzer von Krypto abgeschreckt haben.

Laut einer Online-Umfrage bei einer Veranstaltung auf der Virtual Consensus 2020 namens „QuadrigaCX – Ins Leere schreien und die Antwort auf einige erhalten“, gaben 60 Prozent der befragten Zuschauer an, sie glauben, Cotten sei definitiv noch am Leben. 90 Prozent sind der Meinung, dass die Leiche, die die des CEO sein soll, exhumiert und eine Autopsie durchgeführt werden sollte.

Man sollte dabei beachten, dass selbstauswählende Online-Umfragen nicht sehr wissenschaftlich sind.

QuadrigaCX-Nutzer verloren Millionen

Die Skepsis im Hinblick auf Cottens Tod ist vor allem darauf zurückzuführen, dass er Tausende von Krypto-Nutzer um etwa 145 Mio. US-Dollar an Vermögenswerten gebracht hat. Cotten war allein für die Wallets und Schlüssel der Börse verantwortlich und das Unternehmen habe nach seinem Tod versucht, diese zu finden.

Tong Zou wurde besonders schwer vom QuadrigaCX-Zusammenbruch getroffen. Der Börsennutzer hat auf der Veranstaltung über seine Erfahrungen gesprochen. Der Software-Ingenieur verlor über 400.000 US-Dollar, die damals seine gesamten Lebensersparnisse waren. Er wollte über QuadrigaCX sein Geld zurück nach Kanada zu schicken. 

Betrügereien schrecken Nutzer von Krypto ab

„Ich bin heute im Hinblick auf Krypto konservativer als früher“, so Zou. Er erklärte, er habe geglaubt, dass QuadrigaCX, als einer der ältesten Börsen zu dieser Zeit, eine sichere und moderne Art des Geldtransfers sei. Der Ingenieur konnte es nicht glauben, als das Geld einfach nicht ankam.

„Selbst die größte, am längsten laufende Börse kann immer noch scheitern“, gestand Zou sich selbst ein. Er sagte, das Hauptproblem bei Krypto sei die fehlende Regulierung, die zu Betrügereien und Situationen wie bei QuadrigaCX führe.

Anwälte der Nutzer, die vom Konkurs der Börse betroffen sind, beantragten bei der Royal Canadian Mounted Police (RCMP) im Dezember, Cottens Leiche zu exhumieren und eine Autopsie durchzuführen. Sie haben jedoch noch keine Antwort erhalten.

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HIVE kauft weitere 30 MW Mining-Kapazitäten ein

Das kanadische Mining-Unternehmen HIVE Blockchain Technologies Ltd. hat am 8. April bekanntgeben, eine Mining-Anlage der Firma Cryptologic Corp. erworben zu haben.

Mit den Mining-Kapaziten des Unternehmens Cryptologic aus Quebec von 30 Megawatt (MW), möchte HIVE seinen Marktanteil im Mining Business erweitern. Die Mining-Anlagen von Cryptologic sollen sich durch besonders günstige und regenerative Stromkosten (0,04 Kanadische Dollar/kWh) auszeichnen. Insgesamt lässt sich HIVE den Deal vier Millionen Kanadische Dollar kosten. Davon wird eine Million in Cash gezahlt und die restlichen drei durch Aktienbeteiligungen, sodass Cryptologic damit rund 4 Prozent der HIVE Aktien besitzt.

Zusätzlich möchte HIVE weitere 3 Millionen Kanadische Dollar in den Ausbau der Mining-Analgen stecken. So heißt es vom HIVE Interim Vorstand, Frank Holmes:

Wir haben die Option wahrgenommen, die Laufzeit des Leasingvertrags für die Anlage bis November 2025 zu verlängern, und wir planen, in die nächste Generation von SHA-256-Minern zu investieren, um die Effizienz der Anlage zu steigern und sie auf die bevorstehende Halbierung der Bitcoin Rewards vorzubereiten. Darüber hinaus untersuchen wir derzeit die Möglichkeit, Miner von Drittanbietern aufzunehmen, um die Nutzung der Energiekapazität der Anlage zu maximieren.

Frank Holmes, Interim Vorstand HIVE

Durch die Akquisition steigern sich die Produktionskapazitäten von HIVE auf 50 MW. Damit zählt HIVE zu den größten Minern für Bitcoin und Ethereum. Die Ethereum-Mining-Kapazitäten von HIVE stehen wiederum vor allem in Schweden und Island, wo der Zugang zu günstigen regenerativen Energien sowie kühle Außentemperaturen ein wirtschaftliches Mining ermöglichen.

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CBDCs auf dem Vormarsch: Bank of Canada arbeitet an Digitalwährung (CBDC)

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete – diese Devise hat sich die Bank of Canada zu Herzen genommen. Für die Zukunft will sich das Geldinstitut auf die Herausgabe einer eigenen digitalen Zentralbankwährung (CBDC) vorbereiten. Dieses Vorhaben verkündet die kanadische Notenbank an diesem Dienstag, dem 25. Februar, auf ihrer Homepage.

Das Heilsversprechen der CBDC

Die Bank of Canada reiht sich in die Riege der über 50 Zentralbanken ein, die derzeit an CBDCs forschen.

Obwohl wir nicht wissen, was die Zukunft bringt, müssen wir vorwärts bewegen und herauszufinden, wie eine solche Zentralbankwährung aussehen und wie diese verwaltet werden könnte, sollte die Entscheidung für deren Herausgabe getroffen werden,

unterstreicht der stellvertretende Gouverneur Timothy Lane auf einer Veranstaltung in Montreal. Nicht erst, wenn der Bedarf offenbar würde, dürfte man mit der Vorbereitung einer eigenen Digitalwährung beginnen, heißt es vonseiten der Zentralbanker weiter.

In ihren Kontingenzplänen arbeitet die Notenbank nun zwei solcher Zukunftsszenarien heraus, in denen die CBDC den Weg in die Öffentlichkeit finden könnte.

Einerseits will die Behörde mit dem Digital-Dollar auf einen möglicherweise anhaltenden Trend bargeldlosen Bezahlens antworten können. Darüber hinaus soll die CBDC das staatliche Geldmonopol garantieren, falls Konzern-Stable-Coins wie Facebooks Libra tatsächlich eine echte Alternative zur Nationalwährung schaffen können. Die hauseigene Digitalwährung soll dann als Gegenpol zu den Privatanbietern für Datenschutz faire Wettbewerbsbedingungen und ein stabiles Geldwertsystem sorgen.

Coronavirus lähmt digitalen Yuan

Für die lautesten Schlagzeilen sowie alarmierte Reaktionen anderer Staaten sorgte dabei zuletzt das chinesische Projekt eines digitalen Yuans. Dessen baldige Herausgabe hatte die Volksrepublik im vergangenen August verkündet und damit für ein politisches Beben gesorgt. Dieses war vor allem auf der anderen Seite des Pazifiks zu spüren und befeuerte dort zuletzt Visionen eines neuen digitalen Wettrüstens.

Unterdessen hat das Coronavirus in China nicht nur Teile der Wirtschaft, sondern auch die Währungspläne der Zentralbank ins Stocken gebracht. Wie die chinesische Parteizeitung Global Times in dieser Woche berichtet, könnten Quarantänemaßnahmen und Krisenstimmung die ersten Testläufe des Digitalgeldes verschieben.

Eigentlich wollte die chinesische Volksbank bereits im ersten Quartal des laufenden Jahres 2020 deren Forschungsstand der Weltöffentlichkeit präsentieren. Laut Beobachtern habe das Virus jedoch in nahezu allen öffentlichen Institutionen für Arbeitsstau gesorgt. Dessen geplante Veröffentlichung gegen Ende des Jahres wiederum werde von der Epidemie nicht beeinträchtigt.

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Neue Leiter für Fintech- und DLT-Zentren der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat die Leiter für die Zentren des BIZ-Innovationszentrums in Singapur und der Schweiz ernannt.

In einer Ankündigung am 19. Februar gab die BIZ bekannt, dass Andrew McCormack, der derzeit als Leiter der Informationsabteilung beim Zahlungsverkehrs- und Abwicklungsunternehmen Payments Canada tätig ist, nun die Leitung des BIZ-Innovationszentrums in Singapur übernehmen werde. Morten Bech, der Leiter des Sekretariats des Ausschusses für Zahlungsverkehr und Marktinfrastrukturen bei der BIZ, soll hingegen das Hub-Zentrum in der Schweiz leiten.

Förderung der grenzübergreifenden Fintech-Zusammenarbeit

McCormack sammelte Erfahrungen in Sachen Strategie. Sein Schwerpunkt lag dabei auf Design und Entwicklung von Unternehmenssoftware. Bevor er zu diesem Zentrum kam, leitete er zusammen mit der Bank von Kanada und der Branche die Blockchain-Forschung.

Bech begann Mitte 2011 mit seiner Tätigkeit bei der BIZ. Dort war er Sekretär des Marktausschusses bis er nun in seine aktuelle Position kam. Er war auch bereits in Positionen bei der New Yorker Zentralbank und der dänischen Zentralbank.

Die BIZ richtete im vergangenen November das BIZ-Innovationszentrum ein, um die internationale Zusammenarbeit zwischen den Zentralbanken im Bereich innovativer Finanztechnologie zu fördern. Das Zentrum soll zunächst in der Schweiz, in Singapur und Hongkong betrieben werden. Dabei sind auch weitere Expansionen geplant.

In der Ankündigung zum Start wurde erklärt, „die Aufgabe des Zentrums ist es, kritische Technologietrends, die das Zentralbankwesen betreffen, zu identifizieren und tief gehende Einblicke in diese Trends zu bieten; öffentliche Güter im Technologiebereich zu entwickeln, die die Funktionsweise des globalen Finanzsystems verbessern sollen; und als Anlaufstelle für ein Netzwerk von Zentralbankexperten für Innovation dienen.“

Fokus auf CBDCs und DLT

Außerdem soll sich das Schweizer Zentrum zunächst auf zwei Forschungsprojekte konzentrieren. Zum einen die Integration digitaler Zentralbankwährungen (CBDCs) in eine Technologieinfrastruktur für Distrbuted-Ledger-Technologie und zum anderen die Analyse der steigenden Anforderungen an die Überwachung der sich schnell entwickelnden elektronischen Märkte durch die Zentralbanken.

Die BIZ führte eine Untersuchung im Hinblick auf CBDCs durch. Bis zum 23. Januar ergab diese, dass wahrscheinlich nur 10 Prozent der Zentralbanken kurzfristig eine CBDC für die gesamte Öffentlichkeit herausgeben würden.

Wie Cointelegraph zuvor berichtete, zeigte sich der BIZ-Generaldirektor Agustin Carstens ablehnend gegenüber CBDCs. Er behauptete, sie könnten einen Banklauf begünstigen und Leuten ermöglichen, ihr Geld schneller von den Geschäftsbanken auf die Zentralbankkonten zu transferieren. Das würde das System destabilisieren.

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