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Tim Draper fordert Freilassung für Ross Ulbricht

Einer der erfolgreichsten Investoren der Welt fordert die Freilassung des verurteilten Kriminellen Ross Ulbricht.

In Reaktion auf Tweet von Tim Draper vom 21. September, der sich gegenüber dem inhaftierten Schöpfer der Silk Road solidarisch zeigte, hat Fred Schebesta vom Video-Podcast Crypto Finder den Milliardär nach seiner aktuellen Meinung zu dieser Angelegenheit gefragt. Draper reagierte darauf sehr überschwänglich:

Lasst Ross frei, Baby! Holt ihn raus. Wir brauchen Unternehmer, wie ihn! Holt ihn aus dem Gefängnis! Warum stecken wir diese wirklich außergewöhnlichen Menschen ins Gefängnis? Wir brauchen ihren Verstand, ihre Energie, ihre Lebenskraft. Lasst ihn frei. Wer weiß, was für Ideen er noch haben könnte?

Ulbricht verbüßt eine lebenslange Haftstrafe für die Eröffnung und den Betrieb des berüchtigten Marktplatzes im Dark Web. Dort wurden Kryptowährungen genutzt und Leute konnten Schmuggelware kaufen und verkaufen. Als das FBI den Betrieb einstellte, kaufte Draper die fast 30.000 BTC, die in dem Zusammenhang beschlagnahmt worden waren. Offenbar liegt Ulbricht ihm seitdem sehr am Herzen.

„Ich verstehe, dass man an ihm ein Exempel statuieren muss. Er hat die Grenze überschritten“, so Draper weiter. „Aber er ist schon eine ganze Weile im Gefängnis. Holt ihn da raus. Ich weine schon, wenn meine Katze in einen Käfig muss und es zerreißt mir das Herz, wenn diese Gefangenen in Käfige müssen.“

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Upbit-Hack: Gestohlene ETH auf unbekannte Wallets überwiesen

Eine der Adressen, die am Diebstahl bei der südkoreanischen Kryptobörse Upbit letzte Woche beteiligt war, sendet die gestohlenen Ether (ETH) im Wert von Millionen von US-Dollar auf eine unbekannte Wallet.

Whale Alert ist ein Dienst, der sich mit der Überwachung großer Kryptowährungstransaktionen beschäftigt. Dieser hat am 3. Dezember um 7:52 Uhr (UTC) eine Transaktion markiert, bei der 10.000 ETH (1,5 Mio. US-Dollar) bewegt wurden.

Der Transaktion ging eine kleinere Überweisung von 1.001 ETH im Wert von rund 150.000 US-Dollar voraus, die fünf Minuten zuvor von derselben Adresse durchgeführt wurde. 

Bei Redaktionsschluss gab es weitere Transaktionen. Weitere 10.000 ETH wurden transferiert, wie bestätigt wurde. Insgesamt wurden bis Redaktionsschluss sechs Transaktionen durchgeführt. 

Transaktionen auf Etherscan markiert

Upbit wird von einer Tochtergesellschaft des koreanischen Technologieriesen Kakao betrieben und gab letzte Woche bekannt, dass am 27. November 342.000 Ether aus seiner Hot-Wallet gestohlen worden seien.

Der Diebstahl ereignete sich, als die Börse Vermögenswerte zwischen Hot- und Cold-Depots bewegte. Einige Leute vermuten daher, dass jemand aus dem Umfeld der Börse diesen Diebstahl durchgeführt hat.

Prominente aus der Branche, wie etwa der Binance-CEO Changpeng Zhao, hatten sofort versprochen, sie würden nicht zulassen, dass das gestohlene Geld über ihre Plattformen versendet wird.

Die Transaktionen von heute wurden mit dem „Upbit-Hack“ in Verbindung gebracht, aber sie wurden als direkte Wallet-zu-Wallet-Übertragungen im Netzwerk erfolgreich bestätigt.

Screenshot der Transaktionen, 3. Dezember

Screenshot der Transaktionen, 3. Dezember. Quelle: EtherScan

Upbit verspricht betroffenen Nutzern Erstattung

Nach dem Diebstahl hat der Betreiber von Upbit versprochen, das gestohlene Geld aus seinen Firmengeldern zurückzuerstatten.

Die Börse ist eine der vier größten Plattformen in Südkorea.  Die anderen drei großen sind Korbit, Bithumb und Coinone. Im Jahr 2018 war Upbit die einzige große Plattform im Land, die einen Gewinn erzielen konnte. 

Sie ist Mitglied der Korean Blockchain Association, einer nationalen Allianz, die sich aus 14 Kryptohandelsplattformen zusammensetzt. Die Mitglieder haben sich zum Ziel gesetzt, fünf wichtige Anforderungen zu erfüllen. Darunter sind etwa die getrennte Verwahrung der Kunden- und Firmengelder, ein Eigenkapital von mindestens 2 Mrd. Won (1,8 Mio. US-Dollar) und die regelmäßige Veröffentlichung von Prüfungs- und Finanzberichten.

Im Januar 2018 haben die vier größten Börsen Südkoreas eine Hotline für große Börsen eingerichtet. Damit wollen sie sicherstellen, dass verdächtige Transaktionen sofort nach ihrem Erscheinen erkannt und eingefroren werden können.

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Inside Job? – Experte vermutet Upbit Insider hinter Krypto-Diebstahl

Ein Experte vermutet, dass der Diebstahl von 342.000 Ether (ETH) auf der großen südkoreanischen Kryptobörse Upbit kein Hackerangriff, sondern womöglich ein „Inside Job“ war.

So deduziert der Cointelegraph Experte Joseph Young am 27. November auf Twitter:

„Der ‚Hacker‘ hat genau den Moment abgepasst, als Upbit Krypto-Gelder in die eigenen Cold Wallets verschoben hat (wofür mehrere große Transaktionen getätigt wurden). Dementsprechend ist es wahrscheinlicher, dass es sich um einen Inside Job und nicht um einen Hackerangriff handelt.“

Verdächtiges Timing

Wie Cointelegraph heute bereits berichtet hat, hat die Kryptobörse den Diebstahl bestätigt. So heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung:

„Am 27. November 2019 um 13:06 Uhr koreanischer Zeit wurden 342.000 ETH vom firmeneigenen Upbit Ethereum Hot Wallet an eine unbekannte Wallet überwiesen. Die Adresse des unbekannten Wallets lautet 0xa09871AEadF4994Ca12f5c0b6056BBd1d343c029.”

In diesem Zusammenhang betont die Kryptobörse, dass der Transfer der gestohlenen 342.000 ETH, die derzeit einen Gegenwert von knapp 50 Mio. US-Dollar haben, bisher die einzige verdächtige Transaktion ist. Upbit hatte mehrere große Transaktionen getätigt, um auf der Kryptobörse verwahrte Krypto-Gelder von den Online-Wallets (Hot Wallets) in vermeintlich sicherere Offline-Wallets (Cold Wallets) zu verschieben.

Wie Daten des Krypto-Trackers Whale Alert zeigen, wurden von Upbit ausgehend im Anschluss an die bösartige ETH Transaktion auch noch weitere große Transaktionen getätigt, darunter Transfers von Geldern in Tron (TRX) und der BitTorrent Kryptowährung (BTT). Obwohl diese Transaktionen ebenfalls auf unbekannte Wallets getätigt wurden, sollen sie sauber gewesen sein.

Zudem hat Upbit noch Krypto-Gelder in Stellar (XLM), OMG und EOS auf die Kryptobörse Bittrex überwiesen, diese Transaktionen waren wohl ebenfalls legitim.

Screenshot of @whale_alert Twitter feed, Nov. 27

Screenshots der großen Upbit Transaktionen vom 27. November. Quelle: @whale_alert

Experte Young, der der Argumentation von Upbit folgt, dass es sich bei den Überweisungen auf die unbekannten Wallets um Überweisungen in die eigenen Cold Wallets handelt, kommt deshalb zu dem Schluss, dass der Dieb den Zeitpunkt der Transfers gekannt haben muss, um so die Ether-Transaktion auf eine fremde Wallet umleiten zu können. Demnach könnte es sich bei der betreffenden Person um einen Mitarbeiter der Kryptobörse handeln.

Upbit hat bereits bestätigt, dass die entwendeten Gelder durch firmeneigenes Vermögen abgedeckt werden sollen, damit die Nutzer von dem Diebstahl unberührt bleiben. Die Kryptobörse hat aus Sicherheitsgründen zunächst alle Einzahlungen und Auszahlungen abgeschaltet, diese sollen frühestens in zwei Wochen wieder verfügbar sein.

Markt reagiert scheinbar auf Krypto-Klau

Die Kryptomärkte haben derweil scheinbar auf die Nachrichtenmeldung um den Diebstahl reagiert, so vermuten einige Stimmen, dass ein Zusammenhang zum plötzlichen Bitcoin-Absturz steht. Die marktführende Kryptowährung war heute erneut unter die 7.000 US-Dollar Marke abgerutscht.

Binance Geschäftsführer Changpeng Zhao hat Upbit unterdessen seine Solidarität ausgesprochen, so will seine Kryptobörse eng mit Upbit zusammenarbeiten, um die entwendeten Gelder einzufrieren, sollten diese auf Binance auftauchen.

Wie Cointeelgraph zuvor berichtet hatte, ist die südkoreanisch Kryptobörse Bithumb in der Vergangenheit Opfer eines ähnlichen Zwischenfalls geworden, bei dem Kryptowährungen im Wert von 13 Mio. US-Dollar geklaut wurden. Hier soll es sich ebenfalls um einen Inside Job gehandelt haben.

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Krypto und Glücksspiel: Ehemaliger Manager räumt Millionenbetrug ein

Ein ehemaliger Manager eines digitalen Marketing-Unternehmens in Hollywood hat zugegeben, 22 Mio. US-Dollar von seinem Arbeitgeber unterschlagen zu haben, um damit digitale Währungen zu kaufen.

Die kalifornische Staatsanwaltschaft hat am 22. November bekanntgegeben, dass Dennis Blieden sich wegen Überweisungsbetrugs und Identitätsdiebstahls schuldig bekannt habe. Blieden unterschlug über 22 Mio. US-Dollar von seinem Arbeitgeber und hat das Geld zum Kauf von Kryptowährungen, Glücksspiel und persönliche Ausgaben verwendet.

Missbrauch von Befugnissen

Damals war Blieden bei der StyleHaul Inc. tätig. Das ist eine digitale Marketing-Agentur, die „Influencer“ auf sozialen Netzwerken vertritt. Dort war Blieden als Controller und Vizepräsident im Bereich Buchhaltung und Finanzen tätig. Bliedens Position verschaffte ihm Zugang und Kontrolle über die Bankkonten der Firma.

Vom Oktober 2015 bis März 2019 stahl Blieden 1,2 Mio. US-Dollar, um persönliche Schecks an Pokerspieler auszustellen. Er hat mit 1,1 Mio. US-Dollar seine Kreditkartenrechnungen abbezahlt und 8,4 Mio. US-Dollar auf seine Kryptowährungskonten überwiesen. In der Mitteilung heißt es weiterhin:

„Um seine Taten zu vertuschen, fälschte Blieden Einträge in den Buchhaltungsunterlagen von StyleHaul und gab an, dass die illegalen Überweisungen autorisierte Zahlungen an StyleHaul-Kunden seien. Blieden hat bei einem der Bankkonten von StyleHaul auch angegeben, dass Überweisungen auf das persönliche Bankkonto von Blieden „Eigenkapital“ seien, das das Unternehmen ihm schuldete. […] Blieden schrieb fiktive Überweisungsbriefe, die von Western Union stammen sollen und so geschrieben waren, dass es schien, als hätte er die Überweisungen im Namen von StyleHaul veranlasst. Das Geld soll an einen Kunden gegangen sein, dem das Unternehmen noch Geld schuldig gewesen sein soll.“

Blieden droht nun eine Höchststrafe von 22 Jahren im Bundesgefängnis.

Andere aktuelle Krypto-Betrugsfälle

Anfang November entschied das Bezirksgericht New York Süd, dass die US-Regierung in ein Zivilverfahren gegen Jon Barry Thompson eingreifen darf. Thompson, der aus Easton im US-Bundesstaat Pennsylvania stammt, wird vorgeworfen, „bewusst oder auf rücksichtslose Weise einen mutmaßlichen Kauf von Bitcoins im Wert von über 7 Mio. US-Dollar gegenüber Kunden falsch dargestellt“ zu haben.

Letzten Monat musste der CEO der Blockchain-Firma Veritaseum LLC aus Delaware und der Veritaseum Inc. aus New York Reggie Middleton in einem Wertpapierbetrugsfall nach einem Gerichtsbeschluss 8,4 Mio. US-Dollar an Gewinnen wieder abgeben.

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US Think Tank veröffentlicht Bericht zu illegalen Transaktionen im Dark Web

Die US-amerikanische Denkfabrik The Rand Corporation hat sich das Dark Web genauer angesehen, wo kriminelle Aktivitäten schwer zu entdecken, zu überwachen und für die Strafverfolgung zu untersuchen sind.

Am 20. November veröffentlichten The Rand Corporation, das Police Executive Research Forum und die University of Denver im Namen des National Institute of Justice einen gemeinsamen Bericht, der Licht auf eine Vielzahl von kriminellen Aspekten des sogenannten Dark Webs wirft.

Anonymität im Dark Web dank Kryptowährungen

Der Bericht wurde während eines Workshops erstellt, in dem Strafverfolgungspraktiker und Forscher 46 mögliche Lösungsansätze aufzeigten. Diese umfassen die Verbesserung der Schulung von Strafverfolgungsbehörden, den Austausch von Informationen zwischen den Gerichtsbarkeiten und die Analyse von Lücken und Mängeln in den geltenden Rechtsvorschriften.

In Bezug auf Kryptowährungen stellte der Think Tank fest, die Anonymität des Dark Webs stelle die Strafverfolgung vor erhebliche Herausforderungen. Nutzer mit schlechten Absichten erreichten durch den Einsatz von Kryptowährungen ein hohes Maß an Anonymität. Besonders Bitcoin (BTC), Litecoin (LTC) oder Monero (XMR) spielen laut dem Bericht dabei eine Rolle.

Der Bericht weist ferner darauf hin, dass aufgrund der großen Zahl legitimer Nutzer von Kryptowährungen, insbesondere für BTC, die Schwierigkeiten für die Strafverfolgungsbehörden zunehmen, den Handel mit illegalen Waren und Dienstleistungen ordnungsgemäß zu identifizieren und zu überwachen.

Während des Workshops lernten die Teilnehmer, dass die derzeitigen Methoden zur Identifizierung von Verdächtigen im Dark Web weitgehend auf traditionellen, den Ermittlern bereits bekannten Techniken basieren.

Als die zwei wichtigsten Ergebnisse wurde ein zunehmender Investitionsbedarf in Trainings sowie die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit einzelner Strafverfolgungsbehörden zwischen US-Bundesstaaten und anderen Ländern festgestellt.

Dark Web Drogendealer soll Bitcoin im Wert von 150.000 Dollar herausgeben

Ende Oktober forderte ein US-Gericht den Drogendealer Christopher Bania die Aufgabe von knapp 17 Bitcoin auf, damals umgerechnet etwa 150.000 US-Dollar. Bania war wegen des Besitzes von verbotenen Stoffen und der Absicht, diese über das Dark Web zu vertreiben, angeklagt worden. Darauf steht eine Höchststrafe von 20 Jahren Gefängnis.

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New Yorker Richter: US-Regierung darf bei BTC-Betrugsfall in Millionenhöhe eingreifen

Das Bezirksgericht New York Süd hat entschieden, dass die US-Regierung in einem Zivilverfahren gegen Jon Barry Thompson eingreifen darf. Diesem wird ein Betrug im Zusammenhang mit Bitcoin (BTC) im Wert von 7 Mio. US-Dollar vorgeworfen.

Mit dem Urteil von Richterin Loretta A. Preska vom 19. November hat die US-Regierung, die in diesem Fall durch die Aufsichtsbehörde CFTC vertreten wird, nun das Recht, in das Zivilverfahren einzugreifen. Dieses läuft parallel zu einem Fall von Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe.

Thompson, der aus Easton im US-Bundesstaat Pennsylvania stammt, wird vorgeworfen, „bewusst oder auf rücksichtslose Weise einen mutmaßlichen Kauf von Bitcoins im Wert von über 7 Mio. US-Dollar gegenüber Kunden falsch dargestellt“ zu haben. Preska erklärte dazu:

„Nach Zustimmung aller relevanten Parteien wird dem Antrag der Regierung auf einen Eingriff in die oben genannte Angelegenheit und die Angelegenheit bis zum Abschluss des Parallel-Strafverfahrens United States gegen Jon Barry Thompson vollständig ruhen zu lassen […] stattgegeben.“

Einleitung des Verfahrens durch die CFTC

Das Verfahren wurde Ende September von der CFTC eingeleitet. Die Behörde behauptete, dass Thompson, der Leiter einer Bitcoin-Treuhandfirma, nach Erhalt der Kundengelder praktisch das gesamte Geld an Dritte weitergab. Die BTC kamen nie bei den Kunden an und das Geld nicht wie versprochen sicher aufbewahrt.

 Die CFTC fordert daher eine Rückerstattung, Gewinnrückzahlung, Geldstrafen, ein permanentes Handels- und Registrierungsverbot sowie eine permanente einstweilige Verfügung gegen alle weiteren Verstöße gegen die Handelsgesetze und Vorschriften der CFTC.

Andere Gerichtsverfahren aus der Krypto-Welt

Wie am 6. November berichtet, verklagten die US-Einwanderungs- und Zollbehörde und Staatsanwälte für den Bezirk New York Süd Asa Saint Clair wegen mutmaßlicher Beteiligung an einem Kryptowährungssystem namens Igobit. Saint Clair wird Überweisungsbetrug vorgeworfen. Ihm droht bei einer Verurteilung eine Höchststrafe von 20 Jahren Gefängnis.

Letzten Monat musste der CEO der Blockchain-Firma Veritaseum LLC aus Delaware und der Veritaseum Inc. aus New York Reggie Middleton in einem Wertpapierbetrugsfall nach einem Gerichtsbeschluss 8,4 Mio. US-Dollar an Gewinnen wieder abgeben.

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Krypto-Forscher: 400 Mio. US-Dollar der XRP Umlaufmenge sind illegal

Die Krypto-Analysefirma Elliptic hat herausgefunden, dass 400 Mio. US-Dollar der Kryptowährung XRP mit illegalen Transaktionen in Verbindung stehen.

In einer entsprechenden Pressemitteilung vom 20. November erklärt das Unternehmen, dass „die 400 Mio. US-Dollar an XRP, die mit illegalen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden, lediglich 0,2% der insgesamten Umlaufmenge von XRP ausmachen, was wiederum bedeutet, dass die große Mehrheit legal ist.“

Großteil von XRP wird legal genutzt

Elliptic hat vor mehr als einem Jahr damit begonnen, XRP einer genaueren Prüfung zu unterziehen. Dabei konnten mehrere Hundert XRP Konten ausgemacht werden, die auf eine illegale Nutzung der Kryptowährung hinweisen. Diese illegalen Aktivitäten reichen von Diebstahl und Betrug bis hin zu gestohlenen Kreditkarten. Tom Robinson, der Forschungsleiter von Elliptic, erklärt in diesem Zusammenhang:

„Die illegale Nutzung von Kryptowährungen wie XRP wird immer komplexer, aber wir haben es uns zum Ziel gesetzt, diese illegalen Aktivitäten nichtsdestotrotz sichtbar zu machen, damit Finanzinstitute in vollem Vertrauen mit der Kryptobranche zusammenarbeiten können. XRP gewinnt momentan besonders in Asien bei Banken und Finanzinstituten an Stellenwert.“

Die neue Studie von Elliptic steht im Zusammenhang eines neuen Updates der Monitoring-Software des Unternehmens, das bald auch ermöglichen soll, XRP-Transaktionen nach illegalen Aktivitäten zu scannen. Um die Geldströme genau zuordnen zu können, untersucht Elliptic Geldströme aus dem Dark Web, Geldwäsche und auch Transaktionen zu vertrauenswürdigen Instituten, um eine Vergleichsgrundlage zu schaffen.

Kryptobranche bemüht sich um Vertrauenswürdigkeit

Die Blockchain-Firma Chainalysis hat jüngst ihr eigenes Monitoring-Tool für 15 verschiedene Kryptowährungen auf den Markt gebracht. Damit sollen Kryptobörsen und Finanzdienstleister in die Lage versetzt werden, verdächtige Transaktionen auszumachen.

Die Kryptobranche bemüht sich nach Kräften, für die eigene Vertrauenswürdigkeit zu sorgen. So schreiben viele Blockchain-Firmen zum Beispiel Belohnungen für sogenannte „White-Hat Hacker“ aus, damit diese ihre Systeme auf etwaige Schwachstellen untersuchen. Der Informatiker und Erfinder des gleichnamigen Virenprogrammes John McAfee ist allerdings der Meinung, dass Regierung und Aufsichtsbehörden Krypto-Unternehmen nicht dazu verpflichten könnten, für sie stellvertretend den Kampf gegen illegale Nutzung der Technologie zu führen.

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Mitgründer des betrügerischen Krypto-Projekts OneCoin bekennt sich schuldig

Konstantin Ignatov, einer der Gründer des Krypto-Projekts OneCoin, hat sich wegen Betrugs in Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar schuldig bekannt. Laut einem BBC Bericht vom 14. November, hatte Ignatov das entsprechende Schuldeingeständnis bereits am 4. Oktober unterzeichnet, allerdings wurde dies erst am 12. November offiziell bekanntgegeben.

Ignatov wurde im März 2019 auf dem Los Angeles International Airport festgenommen und hat sich nun in gleich mehreren Anklagepunkten schuldig bekannt, darunter insbesondere Geldwäsche und Betrug. In Folge dessen drohen im 90 Jahre Haft, allerdings steht die Urteilsfindung momentan noch aus. Ihm sollen nach seinem Eingeständnis keine weiteren Anklagepunkte zur Last gelegt werden.

OneCoin ergaunert 4 Mrd. Euro

Wie zuvor berichtet, ist das Schneeballsystem OneCoin wohl der bekannteste Fall von Krypto-Betrug. Eine ähnliche Aufmerksamkeit erreichte zuvor höchstens noch der Fall BitConnect.

OneCoin wurde ursprünglich 2014 gegründet, das in Bulgarien ansässige Unternehmen ist trotz laufender Verfahren weiterhin in Betrieb. Wie die BBC schreibt, werfen die Strafverfolgungsbehörden dem Krypto-Projekt vor, auf betrügerische Weise mehr als 4 Mrd. Euro ergaunert zu haben.

Ignatov legt Informationen über seine Schwester offen

Konstantin Ignatov soll neben seinem Schuldeingeständnis auch Informationen zu seiner Schwester offengelegt haben, die ebenfalls als Mitgründerin in den OneCoin Betrug verwickelt ist und deshalb in den Medien den Spitznamen „Krypto-Queen“ erhalten hat. Im Prozess gegen Markt Scott, den dritten Drahtzieher von OneCoin, sagte Ignatov aus, dass seine Schwester von Bulgarien aus nach Griechenland und Österreich geflohen sein soll.

Laut Ignatov sieht seine Schwester die Kritik an OneCoin lediglich als „Hass“ an. Aus Angst, dass sie verraten werden könnte, sei sie nun geflohen. Ignatov selbst hat einen Privatdetektiv engagiert, um seine Schwester zu finden, da er seit deren Verschwinden keinen Kontakt mehr zu ihr hat.

Setzt sich die „Krypto-Queen“ nach Russland ab?

Wie Cointelegraph berichtete, hatte Ignatov am 6. November bereits ausgesagt, dass die Sicherheitsleute seiner Schwester ihm gegenüber angegeben haben, dass sie sich mit Russen getroffen hätte. Ein investigativer Journalist vermutet, dass Ignatova womöglich die Rückendeckung eines „reichen und einflussreichen“ russischen Oligarchen hat.

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BBC: Audiodateien verbinden angeblich Verlust von 450 Mio. US-Dollar mit russischen Geheimdienst

Die entwendeten Kryptowährung im Wert von 450 Millionen US-Dollar durch die inzwischen aufgelöste Kryptowährungsbörse WEX wurden möglicherweise an einen Fonds des russischen Geheimdienstes Federal Security Bureau (FSB) überwiesen. Dies geht aus einer Untersuchung des russischen BBC-Dienstes vom 15. November hervor.

Die jüngste Untersuchung der BBC in Bezug auf den Fall von BTC-e, bei dem Mitbegründer Alexander Vinnik des Betrugs und der Geldwäsche von bis zu 4 Milliarden US-Dollar in Bitcoin (BTC) im Laufe von sechs Jahren beschuldigt wird, hat neue Details ergeben, die angeblich miteinander in Verbindung stehen verlorene Kundengelder an den FSB.

Forderungen, die Krypto-Assets an das FSB zu übergeben

Die BBC soll Audiodateien erhalten haben, die eine Person namens Anton – angeblich ehemaliger FSB-Offizier Anton Nemkin – mit Aleksey Bilyuchenko, einem Mitbegründer von BTC-e, und Konstantin Malofeyev verbinden. Letzterer steht angeblich hinter dem Verkauf von WEX, einem Spin-off von BTC-e.

Während eines Geschäftstreffens im Jahr 2018 forderte Anton angeblich Bilyuchenko auf, ihm die Cold-Wallet mit den Krypto-Assets von WEX zu übergeben. Nach der angeblichen Übergabe wurde Bilyuchenko an eine FSB-Abteilung in Moskau ausgeliefert, wo ihn mehrere Zivilbeamte zu WEX-Operationen befragten.

Am folgenden Tag forderte Anton angeblich Bilyuchenko auf, alle in den WEX-Wallet gespeicherten Kryptowährungen weiterzuleiten, und erklärte, dass die Vermögenswerte an den „Fonds des russischen FSB“ weitergegeben würden. Damals enthielten die Wallet Kryptowährungen im Wert von 450 Millionen US-Dollar, von denen ein Teil den Kunden der Börse gehörte.

Bilyuchenko erklärte sich schließlich bereit, den oben genannten Betrag zu überweisen. Den Daten von Blockchain.com und Explorer.Litecoin.net zufolge wurden 30.000 BTC– und 700.000 Litecoins (LTC) aus den oben genannten Wallets übertragen – dies entsprach damals 350 Millionen US-Dollar.

Sonstige Vorwürfe gegen verbundene Unternehmen

Im Juli wurde Dmitri Vasilyev, ehemaliger CEO von WEX, in Italien festgenommen. Im April 2019 wurde Wassiljew Gegenstand einer strafrechtlichen Untersuchung durch die Polizei in der kasachischen Stadt Almaty, als der mutmaßliche Verdächtige beschuldigt wurde, einen lokalen Investor in Höhe von 20.000 US-Dollar über WEX betrogen zu haben.

Im selben Monat reichten die Staatsanwälte der Vereinigten Staaten eine Beschwerde gegen BTC-e und Vinnik ein. Das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) hat im vergangenen Jahr zivilrechtliche Sanktionen gegen BTC-e und Vinnik verhängt, die mit Geldbußen von über 88 Mio. US-Dollar bzw. 12 Mio. US-Dollar geahndet werden.

In der Akte wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass BTC-e und Vinnik nicht versucht hatten, sich bei FinCEN zu registrieren, Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche zu ergreifen oder verdächtige Aktivitäten im Allgemeinen zu melden.

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Iran: Kopfgeld auf illegales Krypto-Mining ausgesetzt

Iranische Behörden haben ein Kopfgeld für die Anzeige von nicht autorisierten Mining-Betrieben im Land ausgesetzt, wie die iranische Nachrichtenplattform PressTV am 13. November berichtete.

Ein Sprecher des Energieministeriums gab das ausgesetzte Kopfgeld in einem Interview mit der lokalen Nachrichtenplattform IRIB News bekannt und erläuterte dabei den neuen Strompreistarif für Miner.

Mostafa Rajabi, der erwähnte Sprecher, sagte gestern, dass Leute, die Kryptowährungs-Mining-Betriebe anzeigen, die illegal subventionierten Strom verwenden, bis zu 20 Prozent des Schadenersatzes erhalten würden.

Rajabi sagte gegenüber Reportern, dass neue Vorschriften es Minern untersagen, zu Zeiten erhöhten Stromverbrauchs zu arbeiten.

Der Sprecher sagte auch, dass der durchschnittliche Strompreis für Miner 9.650 Rials (0,29 US-Dollar) pro Kilowattstunde betrage. Derselbe Tarif gilt für den Export von Strom. Er erklärte, dass der Preis in kälteren Monaten etwa die Hälfte davon und in warmen Monaten viermal so hoch wäre, wenn der Stromverbrauch aufgrund der Hitze steigt.

Iran greift hart gegen illegales Krypto-Mining durch

Nach den jüngsten Vorschriften für die Kryptowährungsbranche des Landes folgte ein hartes Durchgreifen gegen illegale Mining-Aktivitäten. Wie Cointelegraph am 1. August berichtete, verhaftete die iranische Landespolizei eine Person, weil sie Kryptowährungsmining-Geräte ins Land geschmuggelt hatte.

Der Iran reguliert zunehmend das Kryptowährungs-Mining, nachdem das Land im September bekannt gab, dass es jedes Jahr die Möglichkeit gebe, Krypto-Mining-Aktivitäten registrieren zu lassen.

Die iranischen Vorschriften für das Mining von Kryptowährungen sind nicht ausschließlich negativ für lokale Betriebe. Im September gab die iranische Steuerverwaltung bekannt, dass inländische Mining-Unternehmen eine Steuerbefreiung erhalten könnten, wenn sie ihre ausländischen Einkünfte freiwillig zurückzugeben.

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