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OSZE-Kurs zu Kryptowährungen soll asiatische Strafverfolger fit machen

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat einen Lehrgang zur Bekämpfung von Darknet-Kriminalität durchgeführt. Vertreter der Strafverfolgungsbehörden aus zentralasiatischen Ländern wurden in die Funktionsweise von Darkweb- und Kryptowährungen eingeführt, um Drogenkriminalität besser bekämpfen zu können.

Das Training dauerte laut einer offiziellen Mitteilung fünf Tage und wurde am 21. Februar abgeschlossen.

Der Kurs konzentrierte sich speziell auf neue psychoaktive Substanzen und synthetische Ersatzstoffe für gängige Drogen, die deren Wirkung imitieren sollen. Sie gelten aufgrund ihrer noch unbekannten Vorgeschichte und besonders fragwürdiger Produktionspraktiken oft als gefährlicher.

Vertreter der Strafverfolgungsbehörden aus Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und der Mongolei nahmen an dem Kurs teil, der in Almaty, Kasachstan, stattfand.

Im Rahmen des Kurses erfuhren die Teilnehmer, wie das Darknet funktioniert und welche Rolle Kryptowährungen bei Drogenkriminalität auf darin operierenden Plattformen spielen. Außerdem wurden ihnen Techniken zur Identifizierung von Websites mit gefährlichen Inhalten sowie Grundlagen der Anonymität und Verschlüsselung vermittelt.

n Informations- und Koordinationszentrum für Zentralasien (CARICC) organisiert. Rustam Aziz Miralizoda, Direktor des CARICC, wies auf die Bedeutung der drogenbedingten Bedrohung für die Region hin:

„Das Thema dieses Trainingskurses ist für Zentralasien sehr relevant. Auf dem illegalen Drogenmarkt der Region tauchen immer mehr neue psychoaktive Substanzen auf. Der Missbrauch des Darkwebs und von Kryptowährungen stellen eine neue Herausforderung für die Strafverfolgung der CARICC-Mitgliedsstaaten dar und sollte durch verstärkte regionale Zusammenarbeit und internationale Unterstützung angegangen werden.

Kryptowährungen und Kriminalität

Fälle, in denen Kriminelle mit Kryptowährung erwischt wurden, finden sich regelmäßig in den Nachrichten.

Wie Cointelegraph bereits am 19. Februar berichtete, wurden die Bitcoins (BTC) eines des Drogenhandels beschuldigten Iren vom Gericht beschlagnahmt.

In den Vereinigten Staaten wurde im Januar ein Mann angeklagt, weil er im Austausch gegen BTC mit Drogen handelte. Ein ähnlicher Fall wurde im Oktober bei einem Dolmetscher der US-Armee gemeldet.

Die Nutzung des Darknets hatte 2019 wieder zugenommen und ist mittlerweile für 0,08% aller Krypto-Transaktionen verantwortlich. Kryptowährungen können zwar missbraucht werden. Ihre Eigenschaften eignen sich allerdings auch zur Verfolgung von Kriminellen. Ein amerikanischer Kinderpornoring wurde 2019 unter anderem durch die Analyse von Blockchain-Daten zerschlagen.

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Verdacht auf Krypto-Geldwäsche: Niederländische Ermittler verhaften zwei Männer

Der niederländische Steuerfahndungs- und Ermittlungsdienst (FIOD) hat zwei Männer wegen mutmaßlicher Geldwäsche mit Kryptowährungen verhaftet.

Laut einer Erklärung der Internationalen Steuerbehörde vom 18. Februar wurden die beiden Männer am 17. Februar im Zusammenhang mit zwei getrennten strafrechtlichen Ermittlungen zur Geldwäsche mit Hilfe von Kryptowährungen verhaftet. Beide Ermittlungen werden vom Nationalen Amt für schweren Betrug, Umweltkriminalität und Vermögensentzug geleitet.

Der Weg des Geldes

Einer der Verdächtigen war ein 45-jähriger Mann, der beschuldigt wird, 2,1 Millionen Euro gewaschen zu haben. Er soll große Einkäufe mit einer Krypto-Kreditkarte getätigt haben, welche die niederländischen Steuerbehörden nicht mit seinem Einkommen und Vermögen abgleichen konnten.

Außerdem soll er 10.000 Euro in bar abgehoben haben. Mehrere seiner Besitztümer wurden beschlagnahmt, darunter drei Kilogramm Gold, 260.000 Euro auf Krypto-Debit- und -Kreditkarten , ein Auto und Luxusgüter wie Uhren und Schmuck.

Der andere Verdächtige wird beschuldigt, 100.000 Euro gewaschen zu haben. Er soll den Krypto-Währungsmischdienst Bestmixer genutzt haben, die Behörden hatten aber die mit seiner Bitcoin-Adresse verbundene IP-Adresse identifizieren können.

Wie der Cointelegraph im Mai 2019 berichtete, haben die niederländischen und luxemburgischen Behörden zusammen mit Europol eine der drei größten Kryptowährungs-Mixer stillgelegt.

Kryptowährungen und Geldwäsche

Finanzregulierer auf der ganzen Welt gehen davon aus, dass Kryptowährungen und Geldwäsche in einem engen Zusammenhang stehen. Kürzlich hat die russische Zentralbank ein neues Regelwerk für verdächtige Transaktionen veröffentlicht, wonach jede Krypto-Transaktion im Großen als potentielles Geldwäscherisiko eingestuft wird.

Um die mit Kryptowährungen verbundenen Geldwäscherisiken zu reduzieren, haben die Schweizer Aufsichtsbehörden vor kurzem neue Regeln verabschiedet, mit denen die Schwelle für nicht registrierte Kryptobörsen-Transaktionen von 5.000 auf 1.000 Franken gesenkt wurde.

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Neue Erpressungs-Mail fordert Bitcoin-Zahlung von Google AdSense Nutzern

Eine neue Erpressungs-Mail hat es auf Nutzer der Google-Werbung AdSense abgesehen. In der betrügerischen E-Mail werden AdSense Nutzer dazu aufgefordert, an die Erpresser einen bestimmten Betrag in Bitcoin (BTC) zu bezahlen, um einen vermeintlichen Angriff zu verhindern, der zur Sperrung ihres AdSense Kontos führen würde.

Der Sicherheitsblog KrebsOnSecurity hat am 17. Februar erstmals über die Erpressungs-Mail berichtet. So haben es die Betrüger auf Webseitenbetreiber abgesehen, die über Google AdSense Werbeeinnahmen erzielen und bedrohen diese nun, über einen automatisierten Angriff dafür zu sorgen, dass Google ihre Konten sperrt bzw. nur noch eingeschränkt nutzbar macht, was beträchtliche Verluste zur Folge hätte. In der entsprechenden Nachricht heißt es:  

„[…] Ihre AdSense Einschränkung wird dadurch herbeigeführt, dass wir ihre Seite mit großen Mengen an gefaketen Seitenaufrufen überfluten, die eine 100%ige Absprungsrate haben und aus Tausenden von verschiedenen IPs bestehen. Dies ist ein Albtraum für jeden AdSense Betreiber. Zudem werden wir unsere Bots dazu anweisen, alle ihre Werbebanner wiederholt über verschiedene Dauer aufzurufen.“

Um diesen Angriff zu verhindern, sollen die AdSense Betreiber deshalb eine Zahlung von 5.000 US-Dollar in Form von Bitcoin an die Erpresser tätigen. KrebsOnSecurity vermutet allerdings, dass es sich dabei womöglich um eine leere Drohung handeln könnte.  

Der betreffende Nutzer, der die Erpressungs-Mail erhalten und an den Sicherheitsblog weitergeleitet hat, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass er in seinen AdSense Statistiken zuletzt tatsächlich einen Anstieg an gefaketen Aufrufen festgestellt hat. Google wollte zum konkreten Fall keine Stellung beziehen, betont jedoch, dass eine solcher Art der Sabotage von den eigenen Systemen erkannt werden würde, um Nutzer davor zu schützen. Zudem sollen sich AdSense Nutzer, die eine entsprechende E-Mail erhalten, direkt an den Kundensupport von Google wenden.

Google lehnt Krypto-Werbung ab

Unter anderem, um Angriffe, wie in der Erpressungs-Mail angekündigt, zu verhindern, hat Google vergangenen August ein System eingeführt, das „ungültige“ Seitenaufrufe noch besser erkennen und im Vorfeld verhindern soll. „Dieses Jahr haben wir unser System zur Erkennung von ungültigen Seitenaufrufen noch weiter verbessert, damit es diese erkennt, noch bevor die Werbeanzeigen geschaltet werden. Damit können wir Werbung nur noch anzeigen, wenn sie wirklich relevant ist, um sowohl die Werbenden als auch unsere Nutzer zu schützen“, wie Google damals erklärte.

Die Suchmaschine hatte für ihre Werbebanner in der Vergangenheit schon andere Sicherheitsvorkehrungen getroffen, denen wiederum Blockchain und Kryptowährungen zum Opfer gefallen sind. So hatte Google zum Beispiel im Juni 2018 angekündigt, dass zukünftig Werbeanzeigen mit Krypto-Bezug untersagt werden sollen.

Dementsprechend hatte Google auf der Google Ads Plattform jüngst den Suchbegriff Ethereum (ETH) auf ihre schwarze Liste gesetzt. Dieser Schritt wurde bereits offiziell bestätigt, wobei es heißt, dass man sich „völlig unabhängig vom betreffenden Produkt“ dazu entschieden habe.

Bitcoin als Lösegeld

Bitcoin wird derweil für Kriminelle immer interessanter für Lösegeldforderungen. So wurden Anfang Februar in den Niederlanden zum Beispiel zwei Briefbomben verschickt, woraufhin die Täter Bitcoin-Zahlungen forderten, um weitere Bombenangriffe zu unterlassen.

In Thailand wurde der aus Singapur stammende Mark Cheng entführt und seine Kidnapper forderten eine Lösegeldzahlung in Höhe von 740.000 US-Dollar in Bitcoin für seine Freilassung. Nachdem er sein ganzes verfügbares Vermögen, das sich lediglich auf 46.000 US-Dollar belief, bezahlt hatte, konnte Cheng fliehen.

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US-Behörden überführen Helix-Betreiber: Bitcoin Mixern auf der Spur

Bitcoin Mixer, auch als Tumbler bekannt, versprechen Anonymität. Nutzer dieser Services können ihre Transaktionen aufteilen lassen, die Mixer mischen sie dann mit anderen Transaktionen und versuchen so, die Spuren der Geldflüsse zu verwischen. Doch auch die Bitcoin Mixer sind offenbar nicht immer sicher.

Bitcoin Mixer Helix nicht sicher

Das zeigt ein aktueller Fall aus den USA. Laut einer Mitteilung des Bundesgerichts Cleveland sieht sich dort ein Mann der Anklage gegenüber, Kryptowährungen im Gegenwert von 311 Millionen US-Dollar mit seinem selbst betriebenen Bitcoin Mixer Helix gewaschen zu haben.

Der Angeklagte soll damit die Geldwäsche im Zusammenhang mit Darknet-Schwarzmärkten ermöglicht haben. Sein Bitcoin Mixer soll insgesamt 354.468 Bitcoin-Einheiten gewaschen haben. Ganz sauber wurden sie offenbar nicht. So konnten die Behörden feststellen, dass die BTC durch die Onlinemärkte AlphaBay, Agora Market, Nucleus und DreamMarket geflossen sind.

Um die Geldflüsse nachzuvollziehen, habe ein FBI Agent 0,16 BTC von einer AlphaBay Wallet an den Bitcoin-Mixing-Service gesendet. Der Angeklagte sei sich der Gefahr bewusst gewesen und habe den Betrieb von Helix und der Darknet-Suchmaschine Grams vorerst eingestellt. Den Behörden gelang es dennoch, ihn festzunehmen.

So nahm die US-Bundessteuerbehörde den Beschuldigten am 6. Februar fest und durchsuchte seine Wohnräume. Auch sein Feriendomizil in Belize nahmen die Behörden unter die Lupe. Nun muss sich der Angeklagte für Verschwörung zur Geldwäsche, dem unerlaubten Betrieb eines Geldtransfer-Unternehmens sowie dem unlizensierten Geldtransfer verantworten.

Sollte er schuldig gesprochen werden, stehen ihm Strafen im dreistelligen Millionenbereich und die Beschlagnahmung seiner Grundstücke bevor. Laut Gerichtsmitteilung drohen ihm außerdem mehrere Jahre Haft.

Behörden schließen auf

Galt Bitcoin zu seinen Anfangszeiten noch als vermeintlich geeignetes Instrument für illegale Aktivitäten, rüsten die Strafverfolgungsbehörden seitdem immer mehr auf. So gelang es etwa Behörden im Oktober 2019, den bisher größten Darknet-Ring für Kinderpornographie hochzunehmen. In internationaler Zusammenarbeit gelang es Ermittlern, die Betreiber dingfest zu machen – dank der Transparenz der Bitcoin Blockchain.

Entsprechende Bemühungen dürften sich in Zukunft verstärken. So wurde am 11. Februar bekannt, dass die Trump-Administration plant, die Ausgaben in der Krypto-Strafverfolgung zu erhöhen.

Auch die Europäische Strafverfolgungsbehörde Interpol hat Bitcoin Mixer im Visier. Bereits im März 2019 hat Interpol mit BestMixer.io einen der größten Bitcoin Tumbler stillgelegt.

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CEO von Coin Ninja wegen Verdacht auf Bitcoin-Geldwäsche von 311 Millionen US-Dollar verhaftet

Larry Harmon, der CEO der Bitcoin-Medienseite Coin Ninja und Gründer des Krypto-Wallet-Anbieters DropBit, sieht sich mit Ermittlungen in Zusammenhang mit seiner Verwendung von Bitcoin-Datenschutztools konfrontiert.

Die Bundesstaatsanwaltschaft der Vereinigten Staaten hat gegen Harmon Anklage wegen Verschwörung zur Geldwäsche und des Betriebs eines Zahlungsdienstes FinCEN-Lizenz erhoben.

Laut eines Anfang des Monats eingereichten Haftbefehls soll Harmon über 354.468 Bitcoins (BTC) mit einem umgerechneten Wert von 311 Millionen US-Dollar gewaschen haben. Nutzer eines Datenschutz-Tools namens Helix und einer Darknet-Suchmaschine namens Grams hatten dadurch die Möglichkeit erhalten, Transaktionen auf dem im Jahr 2017 abgeschalteten Darknet-Marktplatz AlphaBay durchzuführen.

Helix ermöglichte es seinen Benutzern, die Coins vor der Ausgabe durch eine CoinJoin-Transaktion zu mischen. Das Mischen der Bitcoin wird mit Geldwäsche und anderen illegalen Aktivitäten in Verbindung gebracht.

Harmon droht eine Gefängnisstrafe von bis zu 30 Jahren für diese mutmaßlichen Vergehen.

Harmon verweigert Kaution

Der Journalist und Podcaster Peter McCormack hat Berichten zufolge mit Harmons Bruder Gary Harmon gesprochen. Dieser sagte, das Vermögen von Coin Ninja sei eingefroren worden und das FBI habe 4.000 US-Dollar an Bitcoin aus dessen Lightning Network-Node entfernt.

Laut McGormack wurde Harmon die Freilassung gegen Kaution wegen Fluchtgefahr trotz der Beschlagnahmung seines gesamten Vermögens verweigert.

Der Antrag des Staatsanwalts, Harmon festzuhalten, zeigt, daß man davon ausgeht, daß Harmon nach Zahlung einer Kaution nicht vor Gericht erscheinen würde. Dieser habe nämlich „erhebliche familiäre Bindungen außerhalb der Vereinigten Staaten“ und wäre „im Falle einer Verurteilung einer langen Haftstrafe ausgesetzt“.

DropBit fand unter Bitcoin-Nutzern einige Aufmerksamkeit, insbesondere weil es ihnen den Versand von BTC on-chain und über das Lightning Network mit Hilfe von Twitter-Handles oder Telefonnummern ermöglichte. Seit dem Einfrieren der Gelder von DropBit finanzieren Gary Harmon und seine Entwickler die Operationen des Wallet-Dienstes selbst, so McCormack.

Zusätzliche Berichterstattung von Aaron Wood

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Machtwerkzeug Internet – Studie: Nordkorea setzt Kryptowährungen für illegale Zwecke ein

Die Internetnutzung in Nordkorea hat in den letzten drei Jahren um 300% zugelegt, was wohl auch dadurch bedingt ist, dass das diktatorische Regime zunehmend auf Kryptowährungen setzt.

Die Nutzung von Kryptowährungen und Blockchain ist eine der wichtigsten Strategien des Landes, um Einnahmen zu generieren und illegale Gelder zu transferieren, wie eine neue Studie festgestellt hat.

Die Studie mit dem Titel „Wie Nordkorea das Internet zum Machtwerkzeug für abtrünnige Regierungen gemacht hat“ wurde am 9. Februar von der Insikt Group, einem Forschungsinstitut der amerikanischen Cybersicherheitsfirma Recorded Future, veröffentlicht. Im Rahmen der Studie wurden die Internetaktivitäten der nordkoreanischen Führungsetage vom 01. Januar 2019 bis zum 01. November 2019 betrachtet.

Kryptowährungen als Waffe

Dabei kommt das Papier zu dem Ergebnis, dass Nordkorea Kryptowährungen gezielt als strategische Waffe einsetzt, wobei die politische und militärische Führung des Landes einerseits hinter großen Hackerangriffen auf südkoreanische Kryptobörsen stecken soll und andererseits die Technologie durch Krypto-Betrugsprojekte, Krypto-Jacking und Krypto-Mining als Einnahmequelle nutzt.

Neben illegalen Bankaktivitäten und Finanzkriminalität sind Mining und Diebstahl von Kryptowährungen zu zwei der wichtigsten Einnahmequellen von Nordkorea geworden. Zugleich können damit die von der internationalen Gemeinschaft auferlegten Sanktionen umgangen werden, wie die Studie erklärt.

Ausland beteiligt sich unwissentlich

Laut Instikt ist das Internet insgesamt zum wichtigen Machtwerkzeug für Nordkorea geworden, mit dem nicht nur Einnahmen erzielt werden können, sondern durch das auch verbotene Informationen, wie zum Beispiel über Raketenprogramme und Cyberangriffe, zugänglich werden. In diesem Zusammenhang merkt die Studie an, dass Nordkoreaner, die in Cyberkriminalität verwickelt sind, oftmals ins Ausland geschickt wurden, um dort fortgeschrittene Kenntnisse und Informationen zu erlangen, die von den Vereinten Nationen verboten sind.

Für das Jahr 2019 hat Instikt nordkoreanische Agenten in den Ländern Indien, China, Nepal, Kenia, Mosambik, Indonesien, Thailand und Bangladesch nachverfolgt. Dabei hat das Forschungsteam herausgefunden, dass China und Indien vorwiegend diejenigen Länder sind, die unwissentlich als Anlaufpunkt für die illegalen Cyberaktivitäten Nordkoreas dienen.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, sind nordkoreanische Hacker gleich für mehrere Angriffe auf südkoreanische Kryptobörsen wie die UpBit verantwortlich. Daten der Vereinten Nationen aus dem August 2019 zeigen, dass Nordkorea durch Hacks auf Banken und Kryptobörsen knapp 2 Mrd. US-Dollar stehlen konnte.

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Italienische Kryptobörse Altsbit stellt ab Mai 2020 den Betrieb ein

Altsbit, eine kleine Kryptobörse, die am 5. Februar im Zuge eines Hackerangriffes „fast alle ihre Gelder“ verloren hat, wird in Folge dessen ab Mai 2020 ihren Betrieb einstellen.

Nachdem die Altsbit am 6. Februar den Hackerangriff am 6. Februar offiziell bekanntgegeben hatte, forderte sie ihre Nutzer am 9. Februar auf, alle auf der Kryptobörse verwahrten Krypto-Vermögen möglichst schnell abzuziehen. Laut Pressemitteilung hat die Altsbit durch den Hack 6,929 Bitcoin (BTC) und 23 Ether (ETH) verloren, zudem wurden auch Vermögen in kleineren Kryptowährungen wie Pirate Chain (ARRR), VerusCoin (VRSC) und Komodo (KMD) gestohlen.

Nutzer sollen verbleibende Krypto-Gelder ausbuchen

Der Großteil der Krypto-Vermögen, die auf der Altsbit deponiert waren, ist bei dem Angriff verloren gegangen, weshalb sich die Kryptobörse aufgrund der schwere des Angriffs nun dazu gezwungen sieht, ab dem 8. Mai 2020 ihren Betrieb einzustellen. Ein kleinerer Teil der eingelagerten Vermögen, der in sogenannten Cold-Wallets verwahrt wurde, ist von den Hackern unberührt und soll in Verbindung mit den verbleibenden Geldern nun an die Nutzer ausgezahlt werden:

„Die Auszahlungen können vom 10. Februar 2020 bis zum 8. Mai 2020 beantragt werden. Danach ist dies leider nicht mehr möglich, da der Betrieb von Altsbit ab diesem Zeitpunkt eingestellt wird.“

Auf Nachfrage von Cointelegraph bestätigt ein Sprecher von Altsbit, dass die Entscheidung zur Schließung der Kryptobörse endgültig sei. In diesem Zusammenhang betonte der Sprecher, dass auch die verlorenen Gelder der Nutzer zumindest teilweise zurückerstattet werden sollen: „Wir werden alle Gelder, die wir noch in unseren Cold-Wallets verwahren an die Nutzer auszahlen und danach den Betrieb einstellen.“

Allein 70.000 US-Dollar in Bitcoin und Ether gestohlen

Die in Italien ansässige Kryptobörse Altbit hat angesichts ihrer kleinen Größe eine beträchtliche Menge an Krypto-Geldern verloren. Bei Redaktionsschluss belaufen sich allein die festgestellten Verluste in Bitcoin und Ether auf einen Marktwert von knapp 70.000 US-Dollar.

Der Hackerangriff auf die südkoreanische Kryptobörse Coincheck bewegte sich 2018 hingegen in ganz anderen Dimensionen. So wurden „im größten Diebstahl der Weltgeschichte“ mehr als 500 Mio. US-Dollar an Krypto-Geldern entwendet.

Wie Cointelegraph berichtet, haben Sicherheitslücken und Hackerangriffe für Kryptobörsen im Jahr 2019 einen insgesamten Schaden von 292 US-Dollar verursacht. Während im vergangenen Jahr 11 Plattformen zum Opfer solcher Angriffe geworden waren, waren es im Jahr 2018 nur 9 Kryptobörsen.

Changpeng Zhao, der Mitgründer und Geschäftsführer der großen Kryptobörse Binance, behauptete am 20. Januar, dass es für den durchschnittlichen Anleger nichtsdestotrotz sicherer sei, seine Kryptowährungen auf Kryptobörsen zu deponieren als selbst zu verwahren.

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Japanisches Gericht verurteilt Monero-Kryptohacker

Ein japanisches Gericht hat den vorherigen Freispruch eines Mannes aufgehoben, der Computer von Webseiten-Besuchern mit Kryptomining-Malware infiziert hatte.

Wie The Mainichi am 7. Februar berichtete, hob der Oberste Gerichtshof von Tokio ein früheres Urteil auf, das den Mann, der nicht namentlich genannt wurde, von jeglichem Fehlverhalten freigesprochen hatte.

Verstecktes Mining

Laut der ursprünglichen Anklageschrift installierte der 32-jährige Webdesigner den Coinhive-Miner im Oktober 2017 auf seiner eigenen Website. Dieser war einen Monat lang aktiv und benutzte die Geräte der Besucher, um Kryptogeld zu seinem eigenen Nutzen zu erzeugen – eine Praxis, die als „Cryptojacking“ bekannt ist.

Im März 2018 sah sich der Mann dann mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert, konnte sich aber letztendlich einer Bestrafung entziehen. Damals erklärten die Richter, der Mann hätte zuvor vor möglichen rechtlichen Konsequenzen gewarnt werden müssen. Der Hohe Gerichtshof widersprach dieser Auffassung in seinem neuen Urteil.

„Die Besucher wurden weder darüber (das Miningprogramm) informiert noch hatten sie die Möglichkeit, es abzulehnen“, zitierte der Mainichi den Vorsitzenden Richter Tsutomu Tochigi.

Es ist nicht bekannt, wie viel Einnahmen der Webseiten-Betreicber in der kurzen Zeit, in der Coinhive aktiv war, erzielt hatte.

Coinhive mittlerweile abgeschaltet

Wie Cointelegraph berichtete, wurde Coinhive im vergangenen Jahr mangels Rentabilität eingestellt.

Die dadurch erwirtschafteten Vermögen sind offenbar eng mit dem Schicksal der Altcoin Monero (XMR) verknüpft. Monero gilt unter Cyberkriminellen als ein Favorit unter den Miningprogrammen, um  verdeckte Aktivitäten durchzuführen. Monero verzeichnete 2018 einen deutlichen Wertverlust. eine Hard Fork hatte die Situation für Coinhive zusätzlich verkompliziert.

Zu seinen Hochzeiten im Mai 2018 soll der Dienst auf mehr als 300 Webseiten aktiv gewesen sein.

Cryptojacking bleibt weltweit ein ernstes Problem. Interpol hat sich im vergangenen Monat mit dem Cybersicherheitsunternehmen Trend Micro zusammengetan, um das Thema in Angriff zu nehmen.

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Krypto-Schneeballsystem lockt US-Baseball-Profis in die Falle

In den USA sind zwei Männer wegen des mutmaßlichen Betriebs eines Krypto-Schneeballsystems angeklagt worden. Die Männer sollen Investoren, darunter professionelle Baseball-Spieler mit Social-Media-Beiträgen über ihren angeblich luxuriösen Lebensstil angelockt haben.

Am 30. Januar verhaftete der Geheimdienst die in Arizona ansässigen Gründer von Zima Digital Assets, John Michael Caruso (28 Jahre) und Zachary Salter (27 Jahre).

Caruso bezeichnet sich in Social-Media-Beiträgen gemeinhin als „Kryptokönig“ und behauptet, er sei bereits seit 2012 Krypto-Investor. Er ist vorbestraft und wurde zuletzt Ende 2017 aus dem Gefängnis entlassen.

Salter ist ein junger R&B-Sänger, der unter dem Namen „Sweet Talker“ Musik veröffentlicht.

Die extravaganten Social Media-Beiträge der beiden über ihre angeblichen Käufe von Luxusgütern lockten neue Investoren an,

Sie wurden wegen Verschwörung für Überweisungsbetrug und Geldwäsche angeklagt.

Unbenannte MLB-Spieler unter den Opfern

In der Klage heißt es, dass Salter und Caruso seit Juni 2018 mehr als 90 Investoren um mindestens 7,5 Millionen Dollar betrogen haben. Diese Zahl soll eine unbekannte Anzahl ehemaliger Baseball-Profispieler und Pensionäre einschließen. Zima nimmt immer noch aktiv Investments vor, so dass der Gesamtverlust noch nicht bekannt ist.

Auf der Zima-Website wird behauptet, die Firma betreibe verschiedene, auf Investitionen in Spitzentechnologien, einschließlich Kryptowährungen und andere Blockchain-basierte Anlagen, ausgerichtete private Fonds.

Caruso und Salter waren in den Magazinen Forbes, Entrepreneur und Cigar Aficionado als erfolgreiche Krypto-Investoren vorgestellt worden.

In einer Pressemitteilung wird Caruso als „Michael Jordan des algorithmischen Krypto-Währungshandels“ bezeichnet.

Kein Kauf von Kryptowährungen

Forensische Wirtschaftsprüfer glauben, dass keines der Gelder, die Zima seinen Möchtegern-Investoren abgenommen hat, tatsächlich in Krypto-Währung investiert wurde. Das Paar verwendete das Geld stattdessen für seinen Lebensunterhalt. Unter anderem gab es 350.000 US-Dollar für die Anmietung von Luxusautos aus und weitere 610.000 US-Dollar für Privatjets, die Anmietung einer Villa (das sogenannte Krypto-Schloss) sowie für Schmuck und Designerkleidung.

Caruso verfügte über eine Flotte von Luxuswagen inklusive eines Lamborghini. Die beiden verloren innerhalb von 134 Stunden Glücksspiel in Casinos von Las Vegas 830.000 US-Dollar.

Ihren ausschweifenden Lebensstil trugen die beiden auf Instagram und Facebook zur Schau. In einem Video wird darauf hingewiesen, Zima verwalte ein Vermögen von 1 Milliarde US-Dollar. Über Direktnachrichten auf den Plattformen nahmen sie Kontakt zu potenziellen Investoren auf.

Zu ihren Opfern gehören auch ehemalige Major-League-Baseballspieler und deren Familien sowie ein 76 Jahre alter Mann, der 200.000 US-Dollar durch die Betrüger verlor und ein 86 Jahre alter Mann, der 60.000 US-Dollar verlor.

Untersuchungen ergaben, dass 1,9 Millionen US-Dollar der Gelder in Form von „Renditen“ an Investoren ausgezahlt wurden.

„Das Muster von Investorenzahlungen gegen Auszahlungen von Anlegern ohne existierende Geldanlage entspricht … einem Ponzi-System“, heißt es in den Gerichtsakten.

Jeder, der Geld in das Betrugsschema investiert hat, wird dringend gebeten, sich mit der US-Geheimdienststelle Phoenix Field Office unter (602) 640-5580 in Verbindung zu setzen.

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Deutschland: Nordrhein-Westfalen versteigert beschlagnahmte Bitcoins von Cyberkriminellen

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) führt erstmals eine Auktion von bei Cyberkriminellen in Deutschland beschlagnahmten Bitcoins durch, so der Kölner Stadt-Anzeiger in einem Medienbericht vom 8. Januar.

Erste Bitcoin-Versteigerung in NRW

Über das NRW-Portal justiz-auktion.de sollen laut Markus Hartmann, Chef der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime in NRW (ZAC) die Bitcoins an den Meistbietenden abgegeben werden. Die Strafvollstreckungsordnung NRW schreibe eine Versteigerung von beschlagnahmten Werten vor. Bei Autos, Handys und Schmuck sind derartige Versteigerungen laut den Strafverfolgungsbehörden an der Tagesordnung. Mit Bitcoin habe man bislang keine Erfahrung und werde sehen müssen, ob das Vorgehen auch hier funktioniere.

Bitcoin-Verwertung in anderen Bundesländern

Andere Bundesländer haben mit Bitcoin-Versteigerungen durch die Justiz bereits gute Erfahrungen gemacht. So verwertet etwa Niedersachsen bereits seit Jahren beschlagnahmte Krypto-Token in zunehmendem Umfang. Zwischen Januar und August 2019 hatte das Bundesland so bereits 650.000 Euro einnehmen können. In Bayern waren 2018 durch einen einzelnen Verkauf beschlagnahmter Bitcoins alleine 12 Millionen Euro erlöst worden.

Auch das Bundeskriminalamt hat bereits Bitcoins beschlagnahmt, etwa durch die Zerschlagung des Dark-Web-Marktplatzes Wall Street Market. Daraus entstehende Versteigerungserlöse fallen dem Bund zu.

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