Beiträge

Russische Polizei ermittelt wegen illegalem Krypto-Mining gegen Postfilialleiter

Die russische Polizei hat Ermittlungen gegen einen ehemaligen Leiter einer regionalen Postfiliale aufgenommen, der über das Internet der Poststelle in Mineralnye Vody Krypto-Mining betrieben hat.

Laut einem Bericht der RNS verdächtigt die zuständige Strafverfolgungsbehörde der Region Stavropol den ehemaligen Filialleiter, mit „professioneller Hardware“ illegal Kryptowährungen über das Netz der Post gemint zu haben. Dafür habe er fast sechs Monate lang auch den Strom der Filiale genutzt. Das heimliche Krypto-Mining soll demnach im September 2019 begonnen haben.     

Kleiner Schaden, große Konsequenzen

Nach Berechnungen der Polizei hat das Postamt von Stavropol bisher dadurch bisher allerdings „nur“ einen Schaden von 30.000 Rubel (umgerechnet 385 Euro) erlitten.

Dem Beschuldigten wird nichtsdestotrotz „Machtmissbrauch“ vorgeworfen, was einen Verstoß gegen das russische Strafgesetzbuch darstellt. Die Ermittlungen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen, weshalb die Polizei die Identität des Mannes noch nicht offenlegt. Dementsprechend wurde bisher auch noch keine Anklage erhoben.

Nicht der einzige Fall

Im März hatte es in der Stadt Sankt Petersburg einen ähnlichen Fall gegeben, bei dem Krypto-Miner Strom im Wert von knapp 200.000 US-Dollar gestohlen hatten, um Bitcoin (BTC) abzubauen.

Dazu hatten die Kriminellen an acht verschiedenen Standorten entsprechende Mining-Hardware installiert, die sie dann wiederum direkt mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden hatten.

auf cointelegraph lesen

BitMEX wegen organisierter Kriminalität und weitreichenden illegalen Aktivitäten angeklagt

BitMEX, eine der weltweit größten Börsen für Krypto-Derivate, wurde vor Gericht beschuldigt, „von Grund auf zur Ermöglichung einer Vielzahl illegaler Aktivitäten entworfen“ worden zu sein.

Die Vorwürfe wurden in einer wichtigen neuen Klage erhoben, die BMA LLC am 16. Mai beim US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien eingereicht hatte.

Der Kläger beschuldigt die Muttergesellschaft von BitMEX, HDR Global Trading, und die Top-Führungskräfte der Börse – Arthur Hayes, Ben Delo und Samuel Reed –, mehrere Straftaten begangen oder begünstigt zu haben. Darunter befindet sich beispielsweise Erpressung, Geldwäsche, Überweisungsbetrug und den Betrieb eines nicht lizenzierten Geldtransfergeschäfts. 

In der Klage wird behauptet, die Angeklagten hätten sich auf „dreiste, gesetzlose Weise“ an diesen und eine Vielzahl anderer illegalen Aktivitäten beteiligt, deren Ausmaß angeblich wirklich atemberaubend sei.

Warum wird der Fall in Kalifornien weiterverfolgt?

BMA LLC behauptet, dass die Führungskräfte von BitMEX trotz ihrer Widerlegungen enge Verbindungen zu den USA und dem Northern District of California unterhalten. Der Kläger führt mehrere Quellen an, die angeblich dem Unternehmen nahe stehen und den Medien zuvor mitgeteilt haben, dass fast 15% des Handelsvolumens von BitMEX im Jahr 2019 auf US-amerikanische Händler entfallen. 

Dies bedeutet, dass die eigenen Daten der Börse darauf hinweisen, dass sie täglich durchschnittlich 3 Milliarden US-Dollar an Geldtransfers verarbeitet hat, ohne in den USA als Geldtransferunternehmen lizenziert zu sein. 

Dies sei „das Rekordvolumen für solche rechtswidrigen Aktivitäten in der gesamten Geschichte der Währungsregulierung in den Vereinigten Staaten“, behauptet der Kläger.

Die Muttergesellschaft HDR Global Trading – deren Name angeblich ein Akronym für Hayes, Delo und Reed ist – soll auf den Seychellen gemeldet sein. Der Kläger stellt fest, dass Hayes auf die Frage, warum das Unternehmen gerade in diesem Land gegründet wurde, öffentlich behauptete:

„Die Seychellen sind billiger zu bestechen als [die Vereinigten Staaten]“ und als er gefragt wurde, wie viel er für die Registrierung von BitMEX auf den Seychellen bezahlen muss, sagte er: „eine Kokosnuss“.

Andere Vorwürfe

BMA LLC beschuldigt die Angeklagten, sich verschworen zu haben, um das Geschäft mithilfe von „organisierter Kriminalität“ und Manipulationen am Kryptowährungsmarkt zu leiten. Dies soll durch Überweisungsbetrug, betrügerische Geschäftsbeziehungen und zahlreiche anderer illegaler Aktivitäten vorgenommen worden sein.

In der Klage wird darauf hingewiesen, dass BitMEX Händlern einen extrem hohen Hebel (100x) für hochliquide Derivate bietet, die angeblich auf der Grundlage der Preise von „zwei oder drei illiquiden Spot-Börsen“ berechnet werden. 

Die Börse ermöglicht angeblich Manipulatoren und Geldwäschern, illegal zu handeln, indem sie eine unbegrenzte Anzahl anonymer und nicht überprüfter Konten ohne Handels- oder Auszahlungslimits eröffnen können.

In dem Dokument wird behauptet, dass BitMEX absichtliche Server-Einfrierungen als eine Art Waffe benutzt und betrügerische „Systemüberlastungen“ verwendet habe, um bestimmte Handelsaufträge unter volatilen Marktbedingungen an- bzw. abzulehnen, um Preisschwankungen zu verschärfen und maximale Liquidationen auszulösen.

All dies macht BitMEX angeblich zu einem „exquisiten“ Designer“-Tool für böswillige Akteure, um Kryptowährungsmärkte zu manipulieren.“

Die Klage weist ferner auf das Eingeständnis der Beklagten, dass die Börse einen eigenen gewinnorientierten Handelsschalter betreibt, der angeblich gegen BitMEX-eigene Kunden handelt und Insiderinformationen über die bestehenden Handelspositionen ihrer Kunden verwendet.

Die vollständigen Details der umfangreichen Vorwürfe umfassen über 100 Seiten.

Jüngste Kontroversen

Wie kürzlich berichtet, hat BitMEX seit dem historischen Marktcrash im März dieses Jahres sowohl an Open Interest als auch an Volumen für Bitcoin (BTC)-Futures weiter verloren und sich bemüht, seinen Marktanteil gegen Wettbewerber wie Binance Futures zu verteidigen.

Nach dem sogenannten Schwarzen Donnerstag Crash verzeichnete BitMEX zwischen dem 13. März und dem 9. April einen Rückgang der BTC-Bestände auf der Plattform um fast 40%.

Kontroversen betrafen zwei DDoS-Angriffe, die Ausfallzeiten an der Börse auslösten, und haben sogar einige Branchenakteure dazu veranlasst zu behaupten, dass die Börse für die mehrmonatige Tiefstände von Bitcoin verantwortlich ist.

BitMEX war auch eine der sieben Kryptofirmen, die in eine Reihe neuer Klagen verwickelt waren, in denen Verstöße gegen bestehende US-amerikanische Wertpapiergesetze geltend gemacht wurden.

auf cointelegraph lesen

Schattenseite der Anonymität – Huobi Korea entfernt XMR wegen Missbrauchsskandal

Huobi Korea, der südkoreanische Ableger der großen Kryptobörse, hat am 8. April bekanntgegeben, Monero (XMR) ab dem 9. April 2020 aus der Notierung zu nehmen. Als Grund dafür wurden „geringe Handelsvolumen und die Anonymitätsfunktion“ der Kryptowährung angegeben. Der südkoreanische „Nth Room“ Skandal wurde in der Erklärung nicht als Ursache genannt, obwohl es Spekulationen gibt, dass XMR von dem Missbrauchsring genutzt wurde, um anonyme Transaktionen abzuwickeln.  

Laut der südkoreanischen Zeitung Sisa Journal schlägt der Missbrauchsskandal in dem asiatischen Land weiterhin hohe Wellen, wobei viele Zeitungen die Kryptowährung Monero als Werkzeug für kriminelle Aktivitäten bezeichnen, das auch im Nth-Room-Fall eine tragende Rolle gespielt hat.

In dem Fall sollen über den Messenger-Dienst Telegram massenweise Videos und Bilder zirkuliert worden sein, die sexuellen Missbrauch und Kinderpornografie zeigen.

Bithumb bietet XMR weiter zum Handel an

Wie das Sisa Journal berichtet, ist dadurch großer Druck auf die Kryptobörse Bithumb entstanden, die XMR weiterhin in ihrer Notierung lässt. Damit ist sie die einzige verbleibende Kryptobörse in Südkorea, die die Monero-Kryptowährung noch zum Handel anbietet.

Huobi Korea erklärt die Entfernung von Monero in einer offiziellen Mitteilung folgendermaßen:

„Wir haben uns dazu entschieden, Transaktionen für die Kryptowährung einzustellen, um Probleme durch das geringe Handelsvolumen und die Anonymität von Monero zu vermeiden.“

Das Sisa Journal weist jedoch darauf hin, dass es bisher keine handfesten Beweise dafür gibt, dass XMR in den Telegram-Chaträumen des Missbrauchsrings als Zahlungsmittel genutzt wurde. Unter den 74 weiblichen Opfern sollen auch mehrere Minderjährige sein.

Die südkoreanische Zeitung berichtet allerdings auch, dass Cho Joo-bin, der Mann, der den Missbrauchsring geleitet haben soll, eine Vorliebe für die XMR-Kryptowährung hatte, da diese anonym ist und Geldströme darüber nicht nachzuvollziehen sind. Über Monero sollen die Administratoren der Chatrooms zudem bezahlt worden sein.  

Kryptobörsen helfen bei Ermittlungen

Am 25. März hatte Cointelegraph berichtet, dass vier Kryptobörsen die südkoreanischen Strafverfolgungsbehörden bei den Ermittlungen in dem Fall unterstützen.

So versuchen Upbit, Bithumb, Coinone und Korbit herauszufinden, wer die entsprechenden Krypto-Zahlungen getätigt hat, um die Missbrauchsvideos zu kaufen.

auf cointelegraph lesen

YouTuber verurteilt: 50 Jahre wegen Entführung und Bitcoin-Erpressung

Der 25-jährige mexikanische YouTuber Germán Abraham Loera Acosta wurde zu 50 Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte im Februar 2018 die Entführung einer Frau in Chihuahua, Mexiko, veranlasst.

Acosta ist einer von sechs Männern, die im Zusammenhang mit der Entführung verurteilt wurden. Die Gruppe forderte 100.000 US-Dollar in Bitcoin (BTC) als Gegenleistung für die Freilassung der 33-jährigen Anwältin Tania Denisse.

Neben Acosta wurden Jassiel Omar Molina Ceballos, Jesús Adrián Mendoza Pérez, Edgar René Subías Rubalcaba, Jesús Arnulfo Ochoa Martínez und Juan Alfonso Puerta Holguín verurteilt.

Digitaler Fußabdruck machte Verfolgung von Entführern möglich

Acosta mietete ein Haus, in dem das Opfer gefangen gehalten wurde. Über das Internet kommunizierten sie mit den Behörden, und forderten ein Lösegeld in Höhe von umgerechnet etwa 103.000 US-Dollar.

Die Behörden bezeichneten Acosta damals als „sehr erfahren“ in der anonymen Internetkommunikation. Trotz seines technologischen Könnens, konnten die Behörden die Bitcoins, die an die Entführer geschickt wurden, zurückverfolgen.

Lösegeld von Behörden zurückgeholt

Nachdem er das Lösegeld erhalten hatte, hat Acosta die Gründer der mexikanischen Kryptowährung Bitso über Twitter angeschrieben: „Ich würde gerne mit Ihnen sprechen. Wir sind die Marketingleiter der größten Bitcoin-Casinos der Welt.“ Bitso hat nicht auf die Nachricht geantwortet.

Achtundvierzig Stunden nachdem sie erstmals mit Acosta kommunizierte, hat die Anti-Kidnap-Einheit der Staatsanwaltschaft von Chihuahua Denisse gerettet. Die Entführer wurden von der staatlichen Cyberkriminalitätsbehörde ausfindig gemacht.

Das gesamte Lösegeld wurde von den Strafverfolgungsbehörden bei der Festnahme der Entführer vollständig zurückgeholt. Drei Fahrzeuge, eine Waffe und die Mobiltelefone, mit denen das Lösegeld ausgehandelt wurde, wurden bei der Operation ebenfalls beschlagnahmt.

Acosta ist ein ehemaliger YouTuber mit Zehntausenden Zuschauern. Er behauptete, der Direktor einer Marketingfirma zu sein. Er soll auch am Weltkongress junger Führungskräfte für den Frieden im Juni 2017 in Mexiko teilgenommen haben.

auf cointelegraph lesen

250 Mio. US-Dollar von ungenannten Kryptobörsen gestohlen

Kryptowährungsfirmen versuchen zwar ständig, ihre Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit zu verbessern. Wenn sich aber eine Schwachstelle für Hacker anbietet, dann nutzen sie diese auch bis aufs Äußerste aus.

Gerichtsdokumenten zufolge, die von Seamus Hughes im Programm zum Extremismus veröffentlicht wurden, will das US-Bezirksgericht für den District of Columbia Anklage gegen zwei Personen im Zusammenhang mit einem schweren Krypto-Diebstahl erheben.

Im Fall „Vereinigte Staaten von Amerika gegen Tian Yinyin und Li Jiadong“ wird den beiden Chinesen vorgeworfen, zwischen Juli 2018 und April 2019 virtuelle Währungen im Wert von fast 250 Mio. US-Dollar gestohlen zu haben. Die Große Jury für diesen Prozess wurde am 7. Mai 2019 vereidigt.

Yinyin und Jiadong hatten beide Konten bei zwei verschiedenen und ungenannten virtuellen Währungsbörsen. Die beiden haben einen gebührenpflichtigen Umtausch von virtueller Währung in Fiatwährung angeboten und waren damit als ein nicht lizenziertes Geldübermittlungsunternehmen tätig. Alle solchen Unternehmen in den Vereinigten Staaten sind gesetzlich verpflichtet, sich bei der Regulierungsbehörde FinCEN zu registrieren.

Yinyin und Jiadong überwiesen sich gegenseitig Bitcoin im Wert von mehr als 100 Mio. US-Dollar. Außerdem überwiesen sie Geld auch auf Konten, die die beiden in China haben und unterhielten vor dem Hackangriff ein Geldwäschesystem. Ihre Transaktionen umfassten hauptsächlich den Wechsel von Bitcoin in US-Dollar, Chinesischen Yuan und sogar iTunes-Geschenkkarten. 

In den Gerichtsdokumenten gibt es nur sehr wenige Informationen über die Personen selbst, aber sie sollen Fans der Fernsehserie Game of Thrones sein. Die Konten von Yinyin und Jiadong für diese Austausche wurden unter den Namen „snowsjohn“ und „khaleesi“ geführt.

Kryptobörsen immer noch anfällig für Hackangriffe

Das ist nicht das erste Mal, dass eine große Summe in virtueller Währung von einer Börse gestohlen wurde. 

Von der südkoreanischen Börse Coincheck wurde im Jahr 2018 über 500 Mio. US-Dollar bei einem Hackangriff gestohlen. Dieses Verbrechen galt als der „größte Diebstahl in der Weltgeschichte“. Die italienische Börse Altsbit soll dieses Jahr ihren Betrieb einstellen, nachdem am 5. Februar über 70.000 US-Dollar in Bitcoin und Ether bei einem Hackangriff gestohlen worden sind.

auf cointelegraph lesen

IT-Experte nutzte Rechner der ukrainischen Staatsanwaltschaft für Krypto-Mining

In Kiew, Ukraine, haben Ermittler ein weiteres Beispiel dafür gefunden, wie jemand Arbeitsplatzrechner für illegales Krypto-Mining missbrauchte..

Die offizielle Facebook-Seite der Kiewer Staatsanwaltschaft gab am 26. Februar bekannt, dass sie in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Ermittlungsbüro eine Voruntersuchung gegen eine nicht namentlich genannte Person durchgeführt habe.

Bei dem angelasteten Miner soll es sich um einen IZ-Spezialisten handeln, der lange Zeit leitende Positionen für IT-Systeme der Justizbehörden innehatte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft nutzer er die Netzwerkausrüstung und -systeme mit Hilfe von Malware zum heimlichen Mining von Kryptowährung.

Darüber hinaus soll die Beklagte auch Dritten die Unterbringung auf den Servern des Büros gegen Geld ermöglicht haben. Dieser Dienst soll dazu geführt haben, dass die Maschinen bis August 2018 „drei Online-Shops und eine Ressource für Chopper-Motorrad-Enthusiasten“ beherbergten.

Wegen der illegalen Manipulation von Computern und der Verbreitung von Malware drohen dem Mann bis zu sechs Jahre Gefängnis. Wie viel oder welche Art von Kryptowährung der Beklagte abbgebaut hatte gab die Kiewer Staatsanwaltschaft nicht an.

Nicht der erste hochkarätige Fall von Crypojacking

Im August verhaftete der Geheimdienst der Ukraine Techniker wegen des Minings von Kryptowährung in der Kernkraftwerksanlage von Juschnoukrainsk. Dies war nicht der erste Fall, bei dem für die Kernkraftindustrie bestimmte Ausrüstung für Kryptomining missbraucht worden war.

Im Februar 2018 wurden mehrere Ingenieure des russischen Nuklearzentrums verhaftet, weil sie versucht hatten, einen der größten Supercomputer Russlands für Bitcoin (BTC)-Mining einzusetzen.

auf cointelegraph lesen

OSZE-Kurs zu Kryptowährungen soll asiatische Strafverfolger fit machen

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat einen Lehrgang zur Bekämpfung von Darknet-Kriminalität durchgeführt. Vertreter der Strafverfolgungsbehörden aus zentralasiatischen Ländern wurden in die Funktionsweise von Darkweb- und Kryptowährungen eingeführt, um Drogenkriminalität besser bekämpfen zu können.

Das Training dauerte laut einer offiziellen Mitteilung fünf Tage und wurde am 21. Februar abgeschlossen.

Der Kurs konzentrierte sich speziell auf neue psychoaktive Substanzen und synthetische Ersatzstoffe für gängige Drogen, die deren Wirkung imitieren sollen. Sie gelten aufgrund ihrer noch unbekannten Vorgeschichte und besonders fragwürdiger Produktionspraktiken oft als gefährlicher.

Vertreter der Strafverfolgungsbehörden aus Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und der Mongolei nahmen an dem Kurs teil, der in Almaty, Kasachstan, stattfand.

Im Rahmen des Kurses erfuhren die Teilnehmer, wie das Darknet funktioniert und welche Rolle Kryptowährungen bei Drogenkriminalität auf darin operierenden Plattformen spielen. Außerdem wurden ihnen Techniken zur Identifizierung von Websites mit gefährlichen Inhalten sowie Grundlagen der Anonymität und Verschlüsselung vermittelt.

n Informations- und Koordinationszentrum für Zentralasien (CARICC) organisiert. Rustam Aziz Miralizoda, Direktor des CARICC, wies auf die Bedeutung der drogenbedingten Bedrohung für die Region hin:

„Das Thema dieses Trainingskurses ist für Zentralasien sehr relevant. Auf dem illegalen Drogenmarkt der Region tauchen immer mehr neue psychoaktive Substanzen auf. Der Missbrauch des Darkwebs und von Kryptowährungen stellen eine neue Herausforderung für die Strafverfolgung der CARICC-Mitgliedsstaaten dar und sollte durch verstärkte regionale Zusammenarbeit und internationale Unterstützung angegangen werden.

Kryptowährungen und Kriminalität

Fälle, in denen Kriminelle mit Kryptowährung erwischt wurden, finden sich regelmäßig in den Nachrichten.

Wie Cointelegraph bereits am 19. Februar berichtete, wurden die Bitcoins (BTC) eines des Drogenhandels beschuldigten Iren vom Gericht beschlagnahmt.

In den Vereinigten Staaten wurde im Januar ein Mann angeklagt, weil er im Austausch gegen BTC mit Drogen handelte. Ein ähnlicher Fall wurde im Oktober bei einem Dolmetscher der US-Armee gemeldet.

Die Nutzung des Darknets hatte 2019 wieder zugenommen und ist mittlerweile für 0,08% aller Krypto-Transaktionen verantwortlich. Kryptowährungen können zwar missbraucht werden. Ihre Eigenschaften eignen sich allerdings auch zur Verfolgung von Kriminellen. Ein amerikanischer Kinderpornoring wurde 2019 unter anderem durch die Analyse von Blockchain-Daten zerschlagen.

auf cointelegraph lesen

Verdacht auf Krypto-Geldwäsche: Niederländische Ermittler verhaften zwei Männer

Der niederländische Steuerfahndungs- und Ermittlungsdienst (FIOD) hat zwei Männer wegen mutmaßlicher Geldwäsche mit Kryptowährungen verhaftet.

Laut einer Erklärung der Internationalen Steuerbehörde vom 18. Februar wurden die beiden Männer am 17. Februar im Zusammenhang mit zwei getrennten strafrechtlichen Ermittlungen zur Geldwäsche mit Hilfe von Kryptowährungen verhaftet. Beide Ermittlungen werden vom Nationalen Amt für schweren Betrug, Umweltkriminalität und Vermögensentzug geleitet.

Der Weg des Geldes

Einer der Verdächtigen war ein 45-jähriger Mann, der beschuldigt wird, 2,1 Millionen Euro gewaschen zu haben. Er soll große Einkäufe mit einer Krypto-Kreditkarte getätigt haben, welche die niederländischen Steuerbehörden nicht mit seinem Einkommen und Vermögen abgleichen konnten.

Außerdem soll er 10.000 Euro in bar abgehoben haben. Mehrere seiner Besitztümer wurden beschlagnahmt, darunter drei Kilogramm Gold, 260.000 Euro auf Krypto-Debit- und -Kreditkarten , ein Auto und Luxusgüter wie Uhren und Schmuck.

Der andere Verdächtige wird beschuldigt, 100.000 Euro gewaschen zu haben. Er soll den Krypto-Währungsmischdienst Bestmixer genutzt haben, die Behörden hatten aber die mit seiner Bitcoin-Adresse verbundene IP-Adresse identifizieren können.

Wie der Cointelegraph im Mai 2019 berichtete, haben die niederländischen und luxemburgischen Behörden zusammen mit Europol eine der drei größten Kryptowährungs-Mixer stillgelegt.

Kryptowährungen und Geldwäsche

Finanzregulierer auf der ganzen Welt gehen davon aus, dass Kryptowährungen und Geldwäsche in einem engen Zusammenhang stehen. Kürzlich hat die russische Zentralbank ein neues Regelwerk für verdächtige Transaktionen veröffentlicht, wonach jede Krypto-Transaktion im Großen als potentielles Geldwäscherisiko eingestuft wird.

Um die mit Kryptowährungen verbundenen Geldwäscherisiken zu reduzieren, haben die Schweizer Aufsichtsbehörden vor kurzem neue Regeln verabschiedet, mit denen die Schwelle für nicht registrierte Kryptobörsen-Transaktionen von 5.000 auf 1.000 Franken gesenkt wurde.

auf cointelegraph lesen

Neue Erpressungs-Mail fordert Bitcoin-Zahlung von Google AdSense Nutzern

Eine neue Erpressungs-Mail hat es auf Nutzer der Google-Werbung AdSense abgesehen. In der betrügerischen E-Mail werden AdSense Nutzer dazu aufgefordert, an die Erpresser einen bestimmten Betrag in Bitcoin (BTC) zu bezahlen, um einen vermeintlichen Angriff zu verhindern, der zur Sperrung ihres AdSense Kontos führen würde.

Der Sicherheitsblog KrebsOnSecurity hat am 17. Februar erstmals über die Erpressungs-Mail berichtet. So haben es die Betrüger auf Webseitenbetreiber abgesehen, die über Google AdSense Werbeeinnahmen erzielen und bedrohen diese nun, über einen automatisierten Angriff dafür zu sorgen, dass Google ihre Konten sperrt bzw. nur noch eingeschränkt nutzbar macht, was beträchtliche Verluste zur Folge hätte. In der entsprechenden Nachricht heißt es:  

„[…] Ihre AdSense Einschränkung wird dadurch herbeigeführt, dass wir ihre Seite mit großen Mengen an gefaketen Seitenaufrufen überfluten, die eine 100%ige Absprungsrate haben und aus Tausenden von verschiedenen IPs bestehen. Dies ist ein Albtraum für jeden AdSense Betreiber. Zudem werden wir unsere Bots dazu anweisen, alle ihre Werbebanner wiederholt über verschiedene Dauer aufzurufen.“

Um diesen Angriff zu verhindern, sollen die AdSense Betreiber deshalb eine Zahlung von 5.000 US-Dollar in Form von Bitcoin an die Erpresser tätigen. KrebsOnSecurity vermutet allerdings, dass es sich dabei womöglich um eine leere Drohung handeln könnte.  

Der betreffende Nutzer, der die Erpressungs-Mail erhalten und an den Sicherheitsblog weitergeleitet hat, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass er in seinen AdSense Statistiken zuletzt tatsächlich einen Anstieg an gefaketen Aufrufen festgestellt hat. Google wollte zum konkreten Fall keine Stellung beziehen, betont jedoch, dass eine solcher Art der Sabotage von den eigenen Systemen erkannt werden würde, um Nutzer davor zu schützen. Zudem sollen sich AdSense Nutzer, die eine entsprechende E-Mail erhalten, direkt an den Kundensupport von Google wenden.

Google lehnt Krypto-Werbung ab

Unter anderem, um Angriffe, wie in der Erpressungs-Mail angekündigt, zu verhindern, hat Google vergangenen August ein System eingeführt, das „ungültige“ Seitenaufrufe noch besser erkennen und im Vorfeld verhindern soll. „Dieses Jahr haben wir unser System zur Erkennung von ungültigen Seitenaufrufen noch weiter verbessert, damit es diese erkennt, noch bevor die Werbeanzeigen geschaltet werden. Damit können wir Werbung nur noch anzeigen, wenn sie wirklich relevant ist, um sowohl die Werbenden als auch unsere Nutzer zu schützen“, wie Google damals erklärte.

Die Suchmaschine hatte für ihre Werbebanner in der Vergangenheit schon andere Sicherheitsvorkehrungen getroffen, denen wiederum Blockchain und Kryptowährungen zum Opfer gefallen sind. So hatte Google zum Beispiel im Juni 2018 angekündigt, dass zukünftig Werbeanzeigen mit Krypto-Bezug untersagt werden sollen.

Dementsprechend hatte Google auf der Google Ads Plattform jüngst den Suchbegriff Ethereum (ETH) auf ihre schwarze Liste gesetzt. Dieser Schritt wurde bereits offiziell bestätigt, wobei es heißt, dass man sich „völlig unabhängig vom betreffenden Produkt“ dazu entschieden habe.

Bitcoin als Lösegeld

Bitcoin wird derweil für Kriminelle immer interessanter für Lösegeldforderungen. So wurden Anfang Februar in den Niederlanden zum Beispiel zwei Briefbomben verschickt, woraufhin die Täter Bitcoin-Zahlungen forderten, um weitere Bombenangriffe zu unterlassen.

In Thailand wurde der aus Singapur stammende Mark Cheng entführt und seine Kidnapper forderten eine Lösegeldzahlung in Höhe von 740.000 US-Dollar in Bitcoin für seine Freilassung. Nachdem er sein ganzes verfügbares Vermögen, das sich lediglich auf 46.000 US-Dollar belief, bezahlt hatte, konnte Cheng fliehen.

auf cointelegraph lesen

US-Behörden überführen Helix-Betreiber: Bitcoin Mixern auf der Spur

Bitcoin Mixer, auch als Tumbler bekannt, versprechen Anonymität. Nutzer dieser Services können ihre Transaktionen aufteilen lassen, die Mixer mischen sie dann mit anderen Transaktionen und versuchen so, die Spuren der Geldflüsse zu verwischen. Doch auch die Bitcoin Mixer sind offenbar nicht immer sicher.

Bitcoin Mixer Helix nicht sicher

Das zeigt ein aktueller Fall aus den USA. Laut einer Mitteilung des Bundesgerichts Cleveland sieht sich dort ein Mann der Anklage gegenüber, Kryptowährungen im Gegenwert von 311 Millionen US-Dollar mit seinem selbst betriebenen Bitcoin Mixer Helix gewaschen zu haben.

Der Angeklagte soll damit die Geldwäsche im Zusammenhang mit Darknet-Schwarzmärkten ermöglicht haben. Sein Bitcoin Mixer soll insgesamt 354.468 Bitcoin-Einheiten gewaschen haben. Ganz sauber wurden sie offenbar nicht. So konnten die Behörden feststellen, dass die BTC durch die Onlinemärkte AlphaBay, Agora Market, Nucleus und DreamMarket geflossen sind.

Um die Geldflüsse nachzuvollziehen, habe ein FBI Agent 0,16 BTC von einer AlphaBay Wallet an den Bitcoin-Mixing-Service gesendet. Der Angeklagte sei sich der Gefahr bewusst gewesen und habe den Betrieb von Helix und der Darknet-Suchmaschine Grams vorerst eingestellt. Den Behörden gelang es dennoch, ihn festzunehmen.

So nahm die US-Bundessteuerbehörde den Beschuldigten am 6. Februar fest und durchsuchte seine Wohnräume. Auch sein Feriendomizil in Belize nahmen die Behörden unter die Lupe. Nun muss sich der Angeklagte für Verschwörung zur Geldwäsche, dem unerlaubten Betrieb eines Geldtransfer-Unternehmens sowie dem unlizensierten Geldtransfer verantworten.

Sollte er schuldig gesprochen werden, stehen ihm Strafen im dreistelligen Millionenbereich und die Beschlagnahmung seiner Grundstücke bevor. Laut Gerichtsmitteilung drohen ihm außerdem mehrere Jahre Haft.

Behörden schließen auf

Galt Bitcoin zu seinen Anfangszeiten noch als vermeintlich geeignetes Instrument für illegale Aktivitäten, rüsten die Strafverfolgungsbehörden seitdem immer mehr auf. So gelang es etwa Behörden im Oktober 2019, den bisher größten Darknet-Ring für Kinderpornographie hochzunehmen. In internationaler Zusammenarbeit gelang es Ermittlern, die Betreiber dingfest zu machen – dank der Transparenz der Bitcoin Blockchain.

Entsprechende Bemühungen dürften sich in Zukunft verstärken. So wurde am 11. Februar bekannt, dass die Trump-Administration plant, die Ausgaben in der Krypto-Strafverfolgung zu erhöhen.

Auch die Europäische Strafverfolgungsbehörde Interpol hat Bitcoin Mixer im Visier. Bereits im März 2019 hat Interpol mit BestMixer.io einen der größten Bitcoin Tumbler stillgelegt.

Mehr zum Thema:

auf btc-echo lesen