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Guter Spielzug – Kryptobörse FTX kauft Namensrechte an E-Sports-Team TSM

Die Kryptobörse FTX und das bekannte E-Sports-Team TSM haben sich auf einen mehrjährigen Sponsoringvertrag geeinigt, durch den die Krypto-Handelsplattform die Namensrechte des Teams erwirbt.

Wie aus einer entsprechenden Pressemitteilung vom Freitag hervorgeht, hat der Deal einen Wert von 210 Mio. US-Dollar. Der Name des E-Sports-Teams ändert sich dadurch in „TSM FTX“.

Im Zuge der Partnerschaft zahlt TSM FTX Krypto-Gelder an Spieler und Mitarbeiter der Mannschaft aus, und kauft FTT im Wert von 1 Mio. US-Dollar. Dabei handelt es sich um die firmeneigene Kryptowährung der FTX.

Bei Redaktionsschluss liegt der FTT-Kurs knapp über 34 US-Dollar. Eine Investition in Höhe von 1 Mio. US-Dollar würde demnach 29.400 Währungseinheiten einbringen.

Das Sponsoring des populären E-Sports-Teams könnte der FTX in den USA einen deutlich höheren Markenwert verschaffen. Der Marktwert von TSM wird auf knapp 410 Mio. US-Dollar geschätzt, was in den USA Spitze ist.

Sam Bankman-Fried, der Geschäftsführer der FTX, kommentiert die neue Zusammenarbeit wie folgt:

„Letztendlich sind unsere Partnerschaft immer das wert, was wir daraus machen, und ich denke, dass TSM uns dabei helfen wird, die Bekanntheit von Kryptowährungen außerhalb des traditionellen Finanzwesens massiv voranzutreiben. Zugleich sind wir froh, mit ihnen zusammenarbeiten zu können, um der Welt etwas zurückzugeben.“

Wie Cointelegraph berichtet hatte, hat die FTX zuvor bereits die Namensrechte am Stadion der amerikanischen Basketballmannschaft Miami Heat erworben. Für eine Laufzeit von 19 Jahren hat die Krypto-Handelsplattform 135 Mio. US-Dollar an den Sportverein überwiesen.

Die FTX ist in den letzten Monaten auf einem regelrechten Investitionsfeldzug, so wurde im August 2020 das Krypto-Unternehmen Blockfolio aufgekauft. Als nächstes will die Kryptobörse über eine weitere Finanzierungsrunde zwischen 400 Mio. bis 1 Mrd. US-Dollar einnehmen, wodurch der Unternehmenswert der FTX auf 20 Mrd. US-Dollar steigen könnte.

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Unerwartet – Google hebt Werbeverbot für Kryptobörsen und Wallet-Service auf

Google hat am gestrigen Mittwoch überraschenderweise das fast seit drei Jahren bestehende Werbeverbot für Kryptobörsen aufgehoben.

„Ab dem 3. August dürfen Kryptobörsen und Wallet-Service, die ihre Produkte und Dienstleistungen in den USA anbieten, wieder für diese werben, sofern sie die nachfolgenden Kriterien einhalten und von Google zertifiziert sind“, wie es in dem entsprechenden Update der Werberichtlinien der Suchmaschine heißt.

Die Kriterien, die die Kryptobörsen dafür erfüllen müssen, sind, entweder bei der „Behörde zur Bekämpfung von Finanzkriminalität (FinCEN) und in mindestens einem amerikanischen Bundesstaat als Finanzdienstleister registriert zu sein“ oder „auf Bundesebene oder Landesebene über eine Bankzulassung zu verfügen“. Letztere Bedingung würde auch für Krypto-Verwahrer wie Anchorage und Paxos die Tür öffnen.

Für den Großteil der Krypto-Unternehmen bleibt das Werbeverbot angesichts der neuen Richtlinien jedoch noch bestehen, denn „Werbung für Token-Verkäufe (ICOs), DeFi-Protokolle und den Handel mit Kryptowährungen oder zugehörigen Produkten“ sind demnach weiterhin ausdrücklich untersagt. Auch Nachrichtendienste, Datendienste und Analyseportale dürfen noch immer nicht werben.

Die Richtlinien von Google für Krypto-Werbung waren in der Vergangenheit widersprüchlich und wurden oftmals als „unfair“ angesehen. So hatte die Suchmaschine 2018 zunächst ein Hin und Her um das Werbeverbot für Kryptobörsen veranstaltet und zwischenzeitlich sogar Schlüsselwörter wie „Ethereum“ für Werbeanzeigen verboten. Nichtsdestotrotz konnten betrügerische Projekte teilweise weiterhin Bezug zu Kryptowährungen nehmen.

Die jüngste Änderung könnte zur Folge haben, dass amerikanische Krypto-Nutzer schon bald mit Werbung von Binance.US und FTX bombardiert werden, denn die beiden Kryptobörsen kämpfen in den USA zurzeit mit harten Bandagen um Marktanteile. Die FTX hat sich dafür zuletzt sogar die Namensrechte am Stadion der Profi-Basketballmannschaft Miami Heat gesichert, die schon bald FTX Arena heißen wird.

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Börse Stuttgart veröffentlicht Smartphone-App für Krypto-Handel

Die Börse Stuttgart Digital Exchange (BSDEX), also die digitale Handelsplattform der Stuttgarter Börse, bringt eine neue Smartphone-App für Krypto-Anleger auf den Markt.

Die BSDEX ist Deutschlands „erster regulierter Handelsplatz“ für Kryptowährungen. Mit Bison hatte die Plattform 2019 bereits eine ähnliche App für den Krypto-Handel veröffentlicht. Wie aus der heutigen Pressemitteilung hervorgeht, können über die neue App nun auch auf mobilem Wege Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Litecoin (LTC) und XRP gehandelt werden.

Die BSDEX, die von der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse GmbH, dem Träger der Börse Stuttgart, betrieben wird, verzeichnet inzwischen mehr als 20.000 Nutzer. Als Liquiditätsanbieter für die Plattformen fungieren die Tochterfirma EUWAX AG, das Bankhaus Scheich und die Crypto BrokerAG.

Mit der Verwahrung der gehandelten Kryptowährungen ist die blocknox GmbH als Treuhänder betraut, die wiederum eine Tochter der Börse Stuttgart Digital Ventures GmbH ist. Die anfallenden Transaktionsgebühren für den Handel über die BSDEX richten sich nach den jeweiligen Trades.

Maximilian von Wallenberg, der Geschäftsführer der Börse Stuttgart Digital Exchange GmbH, erklärt, dass man den Kunden mit der Smartphone-App allen voran einen „bequemen“ Weg für den Krypto-Handel eröffnen will, dahingehend führt er aus:

„Wir sehen eine riesige Endkundennachfrage nach einem verlässlichen und transparenten Handelsplatz für Bitcoin, Ethereum und Co. Das zeigt sich auch im Handelsvolumen an der BSDEX, das mittlerweile die Schwelle von 1 Milliarde Euro seit Markteintritt überschritten hat.“

In der Smartphone-App stehen dieselben Funktionen wie in der Desktop-App der Handelsplattform zur Verfügung, neben dem Halten von Krypto-Vermögen können natürlich auch die Kursentwicklungen der verschiedenen Kryptowährungen verfolgt und Kryptowährungen gehandelt werden.

Die führende amerikanische Kryptobörse Coinbase hat bereits vorgemacht, wie es geht, denn die firmeneigene Smartphone-App hat in den USA den ersten Platz in den Charts des Apple App Store erklommen, und damit sogar namhafte sozialen Netzwerke wie TikTok, YouTube, Facebook und Instagram ausgestochen.

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Indiens Zentralbank stellt klar – Altes Krypto-Generalverbot gilt nicht

Die indische Zentralbank hat in einer offiziellen Mitteilung klargestellt, dass sie Banken aktuell nicht davon abhält, dass deren Kunden mit Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) agieren.

Dabei bezieht sich die „Reserve Bank of India“ in ihrer heutigen Mitteilung auf Medienberichte, laut denen einige Banken des Landes ihren Kunden den Umgang mit Kryptowährungen untersagen, wobei sich diese auf angebliche Vorgaben der Zentralbank beziehen. Diese etwaigen Vorgaben stammen aus einem drei Jahre alten Rundschreiben der Zentralbank, das inzwischen allerdings nichtig ist.

„Die Bezugnahme von Banken auf unser Rundschreiben ist nicht zulässig, da dies am 4. März 2020 vom Obersten Gerichtshof für unwirksam erklärt“, wie es dahingehend in der Mitteilung vom heutigen Montag heißt. Demnach können sich Banken nicht länger auf den Inhalt des damaligen Schreibens berufen.

Nichtsdestotrotz ist es Finanzinstituten allerdings weiterhin nach dem Geldwäschegesetz der RBI von 2002 gestattet, Kundeninformationen einzuholen und Beschränkungen von Kundenkonten vorzunehmen, sofern diese Maßnahmen in Verbindung mit der Geldwäschebekämpfung stehen.

Die Meldung der Zentralbank ist eine direkte Antwort auf Medienberichte, in denen es heißt, dass einige von Indiens größten Banken, darunter die HDFC Bank und die State Bank of India, ihre Kunden ausdrücklich vor dem Handel mit Kryptowährungen gewarnt haben, weil dieser unrechtmäßig sei. Einige Kunden geben an, dass die HDFC Bank dabei explizit Bezug auf das Rundschreiben der RBI von 2018 genommen hat. Das Rundschreiben kam damals einem „Generalverbot“ von Kryptowährungen gleich, das jedoch im März 2020 vom Obersten Gerichtshof Indiens einkassiert wurde.

Auch wenn indische Krypto-Nutzer sich darüber freuen können, dass die vermeintliche Warnungen ihrer Banken hinfällig sind, verdeutlicht dieses Beispiel einmal mehr, wie unsicher die rechtliche Lage um Kryptowährungen in Indien ist. Anfang des Jahres hatte es Gerüchte gegeben, dass die Regierung erneut auf ein Generalverbot hinarbeitet.

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Coincheck kündigt Japans erstes IEO für diesen Sommer an

Die Coincheck ist ihrem Ziel, das erste japanische Initial Exchange Offering (IEO) durchzuführen, jetzt einen großen Schritt näher gekommen.

Wie aus einer heutigen Pressemitteilung hervorgeht, wird die japanische Kryptobörse im Sommer das IEO des Krypto-Projekts Hashpalette (HPT) abhalten. Zur Erinnerung: IEOs sind eine abgewandelte Form der „Initial Coin Offerings“. Genau wie die ICOs handelt es sich dabei um den einführenden Token-Verkauf einer Kryptowährung, wobei bei den IEOs eine Kryptobörse als Zwischenhändler fungiert.

Coinbase arbeitet bereits seit August 2020 mit Hashpalette zusammen, um mit HPT die erste Kryptowährung per IEO auf den Markt zu bringen. Damals war gerade eine neue Krypto-Regulierung in Japan verabschiedet worden, die unter anderem auch klare Leitplanken für Token-Verkäufe geschaffen hat.

Nichtsdestotrotz sind IEOs rechtlich umstritten, da oftmals nicht eindeutig ist, ob es sich bei den betreffenden Krypto-Tokens nicht einfach nur um eine Form von Wertpapier bzw. Aktie handelt.

Für Coincheck ist die Durchführung des ersten japanischen IEOs ein wichtiger Meilenstein, um das eigene Krypto-Geschäft wieder anzufachen. Im Januar 2018 fiel die Kryptobörse einem der größten Hacks überhaupt zum Opfer, bei dem knapp 534 Mio. US-Dollar in Form der Kryptowährung NEM (XEM) gestohlen wurden. Ein Vorfall, der natürlich auch rufschädigend war.

Hashpalette ist derweil eine Cross-Blockchain-Plattform für Non-Fungible Tokens (NFT), die sich auf verschiedene Arten von digitalem Content spezialisiert, darunter Manga, Musik und Sport. Die NFT-Plattform unterstützt mit Ether, Neo und Ontology einige der größten Blockchains.

Schon bei der ursprünglichen Ankündigung des IEOs im August 2020 hatte Hashpalette angekündigt, dass das eingenommene Investitionskapital in den Ausbau der Palette-Blochchain fließen soll, um die Plattform weiterzuentwickeln.

Neben Hashpalette wagt sich Coincheck noch auf anderem Wege in den NFT-Sektor vor.Wie Cointelegraph zuvor berichtet hatte, will die Kryptobörse zukünftig auch bestimmte Fan-Tokens der großen NFT-Plattform Chiliz anbieten.

Auf Coincheck sind bereits einige namhafte NFTs zu finden, darunter zum Beispiel die beliebten CryptoKitties.

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Börsenaufsicht SEC fordert mehr Anlegerschutz für den Kryptomarkt

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC will mit dem Kongress und anderen Aufsichtsbehörden an einer verstärkten Regulierung von Kryptobörsen arbeiten.

Der neu gewählte SEC-Chef will gemeinsam mit den anderen zuständigen Behörden und der Politik für einen besseren Anlegerschutz auf dem Kryptomarkt sorgen, indem hier dieselben Gesetze und Vorschriften durchgesetzt werden wie auf anderen Märkten.

Die entsprechenden Forderungen stellte Gensler am Mittwoch im parlamentarischen Finanzausschuss des amerikanischen Repräsentantenhauses.

So meinte der Chef der Börsenaufsicht hier, dass für Anleger auf dem Kryptomarkt dieselben Schutzmaßnahmen gelten müssten wie an der New Yorker Börse oder Nasdaq:

„Wenn man über eine Trading-App eine Order platziert, und man zum Beispiel sagt, ‚Ich will jetzt diese Aktie kaufen‘, dann gibt es gewisse Regeln, die sicherstellen, dass dritte diese Order nicht nutzen können, um sich einen Vorsprung zu verschaffen. […] Wir wollen diesen Schutz, den es an der New Yorker Börse und an der Nasdaq gibt, auch auf Börsen übertragen, auf denen Kryptowährungen gehandelt werden.“

Gensler hob in seinem Vortrag vor dem Ausschuss auch die besonderen Herausforderungen bei der Regulierung der Kryptobranche hervor, denn im Gegensatz zu einigen großen Playern der Branche sieht er seine Behörde finanziell abgehängt. Dahingehend erklärt er: „Wir geben nur 16 % unseres Budgets für Technologie aus, das 325 Mio. US-Dollar pro Jahr. Einige große Firmen geben dafür wahrscheinlich mehr in einem Monat aus, einige vielleicht sogar in zwei Wochen.“

Schon Anfang des Monats hatte der SEC-Chef dafür geworben, dass Behörden und Politik angesichts der rasanten Entwicklungen auf dem Kryptomarkt verstärkt zusammenarbeiten müssten.

Michael Hsu, der neue Leiter der Bankenaufsicht OCC hat derweil Gespräche mit der amerikanischen Zentralbank aufgenommen, um eine gemeinsame „Sonderkommission“ für Krypto zu gründen.

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Bitcoin und Ether im Stillstand, einzelne Altcoins zurück im Höhenflug

Der jüngste Aufwärtsdrang von Bitcoin und einigen Altcoins wurde am 26. Mai direkt wieder unterdrückt, was die unsichere Stimmungslage des Markts verdeutlicht.

Nachdem Bitcoin (BTC) in den Morgenstunden in Richtung 40.000 US-Dollar geklettert war, tat sich hier starker Widerstand auf, der die marktführende Kryptowährung zurück auf den Support von 38.000 US-Dollar absenkte.

Bitcoin-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

Trotz dieses Rückschlags gibt es positive Vorzeichen, die weiterhin Grund zur Hoffnung geben. So ist einerseits auf den Kryptobörsen ein Rückgang der deponierten BTC festzustellen und andererseits zeichnet sich , dass immer mehr Wallets Bitcoin ankaufen, was zusammen darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck langsam nachlässt und die schlimmste Phase bereits vorbei ist.

Gleichsam ist Ether (ETH) gestern zunächst in Richtung 3.000 US-Dollar gestiegen, ehe der Bitcoin-Abschwung auch den marktführenden Altcoin zurück unter 2.800 US-Dollar gezogen hat.

Polygon führt das Feld an

Während der Großteil der Kryptowährungen aktuell unter den kürzlich aufgestellten Rekordhöhen zurückbleibt, kann Polygon (MATIC) diesen Trend hingegen ins Positive verkehren. Der Altcoin konnte gestern dementsprechend noch weiter nach oben klettern, nachdem das Projekt sein Software Development Kit (SDK) angekündigt hat, das es Entwicklern noch leichter machen wird, eigene Blockchain-Anwendungen einzurichten.

MATIC-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

Seit dem 25. Mai hat MATIC satte 50 % zugelegt, was den Kurs von 1,51 US-Dollar auf ein zwischenzeitliches Hoch von 2,44 US-Dollar katapultiert hat.

Laut den Daten von Cointelegraph Markets Pro sind die Kennzahlen von MATIC schon seit längerem stark.

Dies lässt allen voran am VORTECS™ Score erkennen, eine exklusive Kennzahl von Cointelegraph, die vergangene und gegenwärtige Marktdaten in Relation setzt und eine Reihe an Indikatoren wie Stimmungslage, Handelsvolumen, Kursentwicklung und Twitter-Aktivität beinhaltet.

VORTECS™ Score (grün) und Kursentwicklung für MATIC. Quelle: Cointelegraph Markets Pro

Wie in der obigen Grafik ersichtlich ist, liegt der VORTECS™ Score von MATIC schon den Großteil der letzten Tage im grünen Bereich, wobei am 25. Mai zwischenzeitlich ein Hoch von 94 Punkten erzielt werden konnte, woraufhin der Kurs am nächsten Tag um 50 % nach oben gegangen ist.

Andere erfolgreiche Altcoins sind zurzeit das SKALE Network (SKL), das einen Gewinn von 89 % geschafft hat, und Enjin Coin (ENJ) mit 67 % Plus. Origin Protocol hat sich derweil um 53 % verbessert.

Marktvisualisierung von Coin360

Die Gesamt-Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen beläuft sich auf 1,7 Bio. US-Dollar, wovon 42,5 % auf Bitcoin entfallen.

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Sunday Bloody Sunday – Bitcoin rutscht weiter ab, Altcoins brechen massiv ein

Bitcoin (BTC) und der Kryptomarkt insgesamt sind am heutigen 23. Mai weiter eingebrochen, wobei es für viele Altcoins mit heftigen Verlusten sogar auf mehrmonatige Tiefs ging. Durch den Absturz wurden weitere 250 Mrd. US-Dollar vernichtet, was den Gesamtverlust nun auf 1,33 Bio. US-Dollar ausweitet.

Die Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptowährungen hat seit dem Rekordhoch vom 11. Mai, als eine neue Bestmarke von 2,56 Bio. US-Dollar aufgestellt wurde, inzwischen 46 % verloren. Der plötzliche Crash verleitet scheinbar viele Anleger dazu, ihre während des Rekordlaufs erzielten Gewinne schnellstmöglich auszubuchen.

Gesamtmarktkapitalisierung. Quelle: CoinMarketCap

Der neu entstandene Verkaufsdruck hat den Marktführer dementsprechend unter den Support bei 36.000 US-Dollar gedrückt, woraufhin eine Talfahrt bis 31.000 US-Dollar einsetzte.

Für Ether (ETH) ging es derweil sogar um 20 % nach unten, was den Kurswert der zweitgrößten Kryptowährung zum zweiten Mal in dieser Woche unter 2.000 US-Dollar absenkt. Damit steht für den führenden Altcoin ein Verlust von 56 % gegenüber dem neuen Rekordhoch von 4.362 US-Dollar zu Buche, das erst am 12. Mai erklommen worden war.

Bitcoin und Ether im Vergleich. Quelle: TradingView

Während die Rückläufe bei Bitcoin nach mehreren Wochen des Abwärtstrends langsam wieder kleiner werden, geht es für die Altcoins nun umso heftiger nach unten. So erleben diese am heutigen Sonntag ihren ganz eigenen Crash, der viele der großen „alternativen Kryptowährungen“ um mindestens 30 % zurücksetzt.

So geht es für Polkadot (DOT) um mehr als 40 % nach unten, was den Kurs auf ein aktuelles Tief von 14 US-Dollar stürzt, während Solana (SOL) ein Minus von 36 % hinnehmen muss,wodurch nur noch 19 US-Dollar auf dem Tableau stehen.

Obwohl Polygon (MATIC) noch vor fünf Tagen ein neues Rekordhoch von 2,68 US-Dollar einfahren konnte, geht es für den Altcoin schon jetzt wieder satte 69 % nach unten, was den Kurs bei Redaktionsschluss zurück auf 0,84 US-Dollar crashen lässt.

MATIC-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

Die Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptowährungen beläuft sich derweil auf 1,285 Bio. US-Dollar, wovon 46,9 % Marktanteil auf Bitcoin entfallen.

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Unbeirrt – Krypto-Anleger nutzen den Bitcoin-Crash als Kaufgelegenheit

Die Blockchain-Daten belegen, dass die Krypto-Anleger den Crash von Bitcoin (BTC) in dieser Woche als Kaufgelegenheit nutzen, wobei allen voran die Kleinanleger in den letzten Tagen weitere 12.000 BTC angekauft haben.

Auf diese Lesart macht der Krypto-Analyst William Clemente III anhand von Daten des Krypto-Marktforschungsinstituts Glassnode aufmerksam, die zeigen, dass die Anzahl der Wallets, die zwischen 0,01 – 0,1 BTC halten, während des Abschwungs gestiegen ist. Die „Plebs“, also Kleinanleger, sehen im fallenden Kurs also scheinbar eine Chance (siehe unten).

Der Datendienst CryptoQuant weist wiederum darauf hin, dass zuletzt ein Abfluss von knapp 4.000 BTC (ca. 163 Mio. US-Dollar) von zentralisierten Kryptobörsen festgestellt wurde.

Hohe Kapitalabflüsse von Kryptobörsen lassen in der Regel darauf schließen, dass Gelder von Handelsplattformen in private Wallets verschoben werden, weil die Anleger diese langfristig halten wollen und auf eine steigende Kursentwicklung setzen. Wenn jedoch mehr Kapital zufließt als abfließt, bedeutet dies hingegen, dass die Anleger ihre Krypto-Gelder veräußern wollen.

Wie nun aus den Daten von CryptoQuant hervorgeht, fließen aktuell mehr Gelder zurück in private Wallets, was den Optimismus der Anleger verdeutlicht und auf eine positive Kursentwicklung hoffen lässt, da der Verkaufsdruck gleichsam zurückgehen sollte.

Philip Gradwell, der Chefökonom von Chainalysis, gibt derweil zu bedenken, dass Bitcoin-Großinvestoren, die sogenannten „Wale“, die seit 2017 mehr als 1.000 BTC angekauft haben, momentan zusammen knapp 34.000 BTC aufgekauft haben. Gradwell schlussfolgert, dass die Großinvestoren eine Bodenbildung vermuten bzw. einen baldigen Aufschwung der marktführenden Kryptowährung antizipieren.

Krypto-Analyst Clemente III untermauert diese These, indem er auf verstärkte Kapitalabflüsse im OTC-Handel feststellt, die seiner Meinung nach ebenfalls auf ein verstärktes Kaufinteresse von institutionellen Investoren und großen Privatanlegern hindeuten. Mark Yusko, der Geschäftsführer von Morgan Creek Capital, teilt diese Auffassung und kommentiert den Tweet entsprechend:

„Wenn man Panikverkäufe tätigt, dann gibt es auf der anderen Seite Käufer, also sollte man sich fragen: Was wissen die, was ich nicht weiß?“

Lex Moskovski, der Chefinvestor von Moskovski Capital, ist ebenso überzeugt, dass die Anleger aktuell wieder verstärkt kaufen, so schreibt er: „Stablecoins im Wert von 5,2 Mrd. US-Dollar wurden in den letzten 24 Stunden auf Kryptobörsen verschoben. Das ist ein neuer Rekordwert. Das ist sogar mehr als zur großen Bitcoin-Investition von Tesla. Sehr viele Anleger kaufen also den Abschwung auf.“

Auch Binance-Geschäftsführer Changpeng Zhao verweist im Podcast mit Scott Melker auf die steigenden Stablecoin-Zuflüsse. Zur Erklärung: Stablecoins werden oftmals als Einstiegsrampe bzw. Parkplatz von Krypto-Anlegern genutzt. Ein höheres Aufkommen an Stablecoins lässt also wohl auch auf ein verstärktes Kaufinteresse schließen.

Arash Ghaemi von der Krypto-Vermögensverwaltung Two Prime beleuchtet den erhöhten Zufluss auf die Binance noch vor dem jüngsten Crash, denn dieser geht zugleich mit einem gesteigerten Abfluss an Ether (ETH) von der marktführenden Kryptobörse einher. Demnach vermutet der Experte: „Die Anleger sind während des Abschwungs von BTC in ETH umgestiegen, weshalb das ETH/BTC-Währungspaar die ganze Zeit über stabil geblieben ist.“

Der Krypto-Trader Cuban stützt diese Sichtweise, indem er auf einem massiven Abfluss an ETH im Wert von 1,3 Mrd. US-Dollar am Mittwoch verweist.  Die Anleger nutzen also nicht nur den Crash als Kaufgelegenheit für Bitcoin, sondern weichen gleichsam zunehmend in die Konkurrenz aus.

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BitMEX verpflichtet sich zur Klimaneutralität

Die Krypto-Handelsplattform BitMEX, die im vergangenen Jahr in erster Linie für Negativschlagzeilen gesorgt hat, will nicht nur ihren Ruf, sondern scheinbar auch den Ruf der Kryptobranche insgesamt aufpolieren, indem sie die Umweltschädlichkeit von Proof-Of-Work (PoW) Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) durch Ausgleichszahlungen abfedern will.

In einer entsprechenden Mitteilung vom 21. Mai schreibt die BitMEX zwar, dass es „stark unterschiedliche Meinungen und Informationen“ bezüglich der tatsächlichen Umweltschädigung von PoW-Kryptowährungen gibt, nichtsdestotrotz sieht sich die Krypto-Handelsplattform in der Verantwortung, „einen positiven Beitrag zu leisten“.

Dieser „Beitrag“ ist finanzieller Natur, denn die BitMEX will ihren CO2-Fußabdruck damit ausgleichen, dass sie 0,0026 US-Dollar für jeden 1 US-Dollar an Transaktionsgebühr spendet, den sie von ihren Nutzern bezahlt bekommt. An welche Organisationen die Spendengelder gehen, ist bisher unbekannt, denn die Handelsplattform sieht sich derzeit noch nach Partnern um.

In diesem Zusammenhang heißt es:

„Der Emissionsausgleich ist nicht der einzige Weg, um die Umweltbelastung von Kryptowährungen zu verringern, aber er ist ein guter Anfang. […] Die Branche muss an einem Strang ziehen, um dieses Problem zu lösen, und damit unsere guten Ideen dadurch nicht zur Nebensache werden.“

BitMEX hat den Spendenwert von 0,0026 US-Dollar aus einer groben Berechnung von Sam Bankman-Fried abgeleitet, der wiederum Geschäftsführer der Krypto-Handelsplattform FTX und von Alameda Research ist. Demnach wären in dieser Berechnung „große Puffer“ eingebaut, sodass alle Krypto-Unternehmen mit Emissionsabgaben in dieser Größenordnung klimaneutral werden könnten.

Allerdings muss die Kryptobranche wahrscheinlich einen viel umfangreicheren Lösungsansatz wählen, wie die BitMEX bereits einräumt. Der Finanzstabilitätsrat der Europäischen Zentralbank hatte diesen Monat ausdrücklich den „exorbitanten CO2-Fußabdruck“ von Kryptowährungen angemahnt. Auch einflussreiche Firmen und Organisationen wie Tesla und Greenpeace sehen inzwischen wegen Umweltbedenken von Bitcoin als Zahlungsmittel ab.

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