Beiträge

Kryptobörse Gemini geht Kooperation mit Samsung ein

Die amerikanische Kryptobörse Gemini ist eine Zusammenarbeit mit Samsung Electronics eingegangen, um die Krypto-Wallet des Technologiekonzerns mit der Handelsplattform kompatibel zu machen.

Dementsprechend können amerikanische und kanadische Krypto-Besitzer die Samsung Blockchain Wallet zukünftig mit der Smartphone-App von Gemini nutzen, wie aus einer Mitteilung an Cointelegraph hervorgeht.   

Ein Novum

Dabei stellt die Kooperation zugleich ein Novum dar, denn „die Gemini ist die erste amerikanische Kryptobörse, die mit Samsung zusammenarbeitet“.

Cointelegraph hat Samsung um Stellungnahme gebeten, bis Redaktionsschluss jedoch noch keine Antwort erhalten. Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald eine Rückmeldung vorliegt. 

Gemini will Krypto-Prinzipien treu bleiben

Die Samsung Krypto-Wallet kann für die firmeneigenen Smartphones der Galaxy Reihe heruntergeladen werden, wobei sie als Depot für Kryptowährungen fungiert. Durch die neue Zusammenarbeit kann die Wallet nun zusätzlich mit der Kryptobörse Gemini interagieren.

Dahingehend heißt es in der Mitteilung von Gemini:

„Indem die Krypto-Nutzer ihre Samsung Blockchain Wallet mit Gemini verbinden, sind sie in der Lage, Kryptowährungen zu kaufen und zu verkaufen. Zudem können sie ihre Krypto-Gelder auch in die Cold-Storage-Depots von Gemini verlagern, um größtmögliche Sicherheit für ihr Vermögen zu schaffen.“

Durch die Kooperation entstehen für Krypto-Nutzer neue Freiheiten und Unabhängigkeit, was ohnehin zu den Grundprinzipien von Kryptowährungen gehört, wie Gemini Mitgründer Tyler Winklevoss meint.

Die beiden Zwillingsbrüde Tyler und Cameron Winklevoss waren jüngst im Podcast von Peter McCormack zu Gast, wobei sie die Regulierung von Krytpowährungen als notwendig, aber schwierig bezeichneten. Gemini will den Anforderungen der Aufsichtsbehörden zwar unbedingt nachkommen, aber gleichzeitig auch den Datenschutz der Krypto-Nutzer gewährleisten.

auf cointelegraph lesen

Coinbase-CEO rät Kryptobranche von Zusammenarbeit mit Massenmedien ab

Coinbase Geschäftsführer Brian Armstrong ist der Meinung, dass die Führungsköpfe der Kryptobranche mehr und mehr darauf verzichten sollten, mit den Massenmedien zu arbeiten, um sich stattdessen über soziale Medien direkt an die eigene Nutzerschaft zu wenden.

„Unsere Kunden sind auf YouTube, in den sozialen Netzwerken und hören Podcasts, anstatt die Mainstreammedien zu lesen“, wie Armstrong in diesem Zusammenhang am 22. Mai auf Twitter meint. Dies führt er darauf zurück, dass Unternehmen in der heutigen Medienlandschaft inzwischen in der Lage sind, „ihre Kommunikationskanäle selbst zu kontrollieren”. Dahingehend ergänzt er:

„Wenn wir auf unserem firmeneigenen Blog, Twitter- oder YouTube-Kanal veröffentlichen, dann können wir den Kunden genau das kommunizieren, was wir wollen und bekommen nicht nur ein verkürztes Zitat in einem (manchmal sogar unfairen) Zeitungsartikel.“

Überwiegend auf eigene Kanäle setzen

Allerdings will Armstrong mit dieser Erklärung nicht gegen die klassischen Medien hetzen, denn wie er eingesteht „gibt es immer noch ein paar gute Journalisten […], denn Journalismus erfüllt eine wichtige gesellschaftliche Rolle.“  

Aus Unternehmersicht sieht er die beste Strategie jedoch darin, mit 3 -5 guten Journalisten Beziehungen aufzubauen „und ansonsten überwiegend auf den modernen Kanälen tätig zu sein“.

„Wenn man ins Fernsehen geht, bekommt man vielleicht 100 neue Besucher für die firmeneigene Webseite“, wohingegen die Veröffentlichung über einen spezialisierten Tech-Blog 10.000 neue Besucher einbringen würde, wie Armstrong seine Argumentation verdeutlicht.

Kryptobranche reagiert gemischt

Auf die Twitter-Einträge des Coinbase Geschäftsführers antworteten auch andere Stimmen aus der Kryptobranche, um ihre Sicht der Dinge mitzuteilen.

So entgegnet Catherine Coley, der Geschäftsführerin von Binance.US, zum Beispiel: „Ich glaube weiterhin an die Presse und ihren wichtigen Auftrag. Ja, wir können uns heutzutage direkt an unsere Nutzer wenden, aber um die Kryptobranche voranzubringen, müssen wir interessante Geschichten von tollen Schreibern erzählen lassen.“

Kraken Mitgründer Jesse Powell schlägt derweil in die gleiche Kerbe wie Armstrong, wobei er meint, dass „ein Teil des Problems ist, dass die Massenmedien immer denken, vermeintlich etwas aufdecken zu müssen oder Zitate aus dem Kontext reißen“.

Zudem wären Veröffentlichungen in den traditionellen Medien „ein hohes Risiko bei relativ geringem Mehrwert, wohingegen firmeneigene Podcasts und Videos nicht verzerrt dargestellt werden können.“

Chainstone Labs Geschäftsführer Bruce Fenton beobachtet abschließend, wie drastisch sich der Zeitgeist geändert hat:

„Kaum zu glauben, dass Unternehmen vor 15 Jahren noch für viel Geld PR-Firmen beauftragt haben, um in der Times oder bei Forbes zu erscheinen, damit sie sich den Artikel einrahmen und an die Wand hängen konnten.“

auf cointelegraph lesen

Zufall? – BitMEX fällt nach Anklageerhebung kurzzeitig aus

BitMEX, die marktführenden Handelsplattform für Krypto-Derivate, ist am heutigen 19. Mai vorübergehend offline gegangen. Als Grund gibt die Kryptobörse Probleme mit der eigenen Trading-Software an. Bei Redaktionsschluss war die Plattform wieder zu erreichen.

„Die BitMEX Tading-Software ist zurzeit abgestürzt“, wie um 12:45 Uhr (UTC) dementsprechend auf dem firmeneigenen Twitter-Konto gemeldet wurde.

Knapp 25 Minuten später veröffentlichte BitMEX dann ein Update, in dem die Handelsplattform Entwarnung gab, dass „alle Gelder sicher sind“. So würde es keine Liquidierungen geben, solange die Plattform außer Betrieb ist.  

Um 13:30 Uhr (UTC) war BitMEX dann wieder online, allerdings nur im eingeschränkten Modus, weshalb zu diesem Zeitpunkt keine neuen Kauforder platziert werden konnten. Ab 13:40 Uhr (UTC) war das Trading dann wieder vollumfänglich freigeschaltet, wie im Telegram-Channel der Plattform kommuniziert wurde.

BitMEX in rechtlichen Schwierigkeiten

Interessanterweise kam der Ausfall nur kurz nachdem am 16. Mai eine schwerwiegende zivilrechtliche Anklage gegen BitMEX erhoben wurde.

Die Kläger werfen der HDR Global Trading, dem Mutterkonzern von BitMEX, sowie den BitMEX Geschäftsführern Arthur Hayes, Ben Delo und Samuel Reed mehrere massive Rechtsverstöße vor, darunter Geldwäsche und illegale Zahlungsdienstleistungen.

auf cointelegraph lesen

Bitcoin-Derivathandel der Chicagoer Optionsbörse CME schreibt Rekordzahlen

Die große Optionsbörse Chicago Mercantile Exchange (CME) verzeichnet gleich für mehere Bitcoin (BTC) basierte Trading-Produkte neue Rekordzahlen, was auf ein gesteigertes Interesse institutioneller Investoren hindeutet.

So wurde am 14. Mai ein Open-Interest von 10.792 Kontrakten für die CME Bitcoin-Futures festgestellt, die wiederum einem insgesamten Gegenwert von 53.960 BTC entsprechen. Dies ist gleichsam ein neues Rekordhoch für das Open-Interest, eine Kennzahl, die wortwörtlich die Gesamtheit aller „offenstehenden“ Long- und Short-Positionen erfasst.

Zudem hat die CME am 4. Mai 66 „Large Open Interest Holders“, also Investoren mit einem außerordentlich hohen Open Interest, festgestellt, was ebenfalls ein neuer Rekordwert ist. Besonders aus dieser Zahl lässt sich ablesen, dass es ein gesteigertes Interesse institutioneller Investoren gibt, wie ein CME-Sprecher erklärt. 

CME Bitcoin-Produkte werden gut angenommen

Die Optionsbörse hatte im Dezember 2017 die firmeneigenen Bitcoin-Futures eingeführt und damit die Tür zum Mainstream etwas weiter aufgestoßen. Im Jahr 2020 hat die CME dann zusätzlich Bitcoin-Optionskontrakte eingeführt. 

Seit der Einführung der Bitcoin-Optionen hat die CME knapp 5.000 der entsprechenden Kontrakte gehandelt, was einem Wert von 25.000 BTC entspricht.  

Auch Bitcoin-Optionen im Aufwind

In diesem Zusammenhang hat die CME am 13. und 14. Mai noch zwei weitere Rekorde eingefahren. Hier wurden Optionskontrakte zu einem neuen Höchstwert von insgesamt 4.389 BTC gehandelt. Gleichsam kam das Open-Interest für die Bitcoin-Optionen auf ein Rekordhoch von 14.535 BTC.

Der lange Atem der CME macht sich also bezahlt, während die Chicago Board Options Exchange, die andere große Chicagoer Optionsbörse, im März 2019 wiederum den Handel mit Bicoin-Derivaten eingestellt hatte. Allerdings wurde das Handtuch vermutlich zu früh geworfen, denn nur kurze Zeit später kletterte die marktführende Kryptowährung bis auf 13.900 US-Dollar.

auf cointelegraph lesen

Exodus nach dem Halving – Anleger ziehen ihre Bitcoin von den Kryptobörsen ab

Im Anschluss an das lang ersehnte dritte Bitcoin-Halving, das am 11. Mai 2020 stattgefunden hat, haben die Krypto-Anleger knapp 23.540 Bitcoins (BTC) aus den Kryptobörsen abgezogen. Daran lässt sich ein gesteigertes Vertrauen in die Kryptowährung erkennen.

Zugleich setzt sich damit der Trend fort, dass Krypto-Anleger ihre Coins lieber in privaten Wallets einlagern und nicht mehr bei den großen zentralisierten Kryptobörsen. Seit dem heftigen Crash vom „Schwarzen Donnerstag“ ist die Anzahl der auf Kryptobörsen eingelagerten Bitcoin von 2.634.574 auf 2.332.524 Einheiten gefallen.

Bitcoin Net Exchange Flow versus Bitcoin Exchange Balances. Source: Glassnode.

Menge der auf Kryptobörsen eingelagerten Bitcoin (braune Linie). Quelle: Glassnode.

Ein gutes Zeichen?

Das Abziehen von den Kryptobörsen kann als positives Zeichen interpretiert werden, denn Anleger, die ihre Bitcoin von Handelsplattformen in eigene Wallets verschieben, scheinen in der nahen Zukunft keinerlei Verkaufsabsicht zu haben. Dementsprechend ist zu vermuten, dass sie ihre Krypto-Vermögen lieber langfristig halten wollen, was wiederum bedeuten würde, dass sie Vertrauen in die zukünftige Entwicklung von Bitcoin haben.

Am 12. März 2020, dem oben genannten „Schwarzen Donnerstag“, hatten die Kryptobörsen noch ein Rekordhoch an eingelagerten Bitcoin verzeichnet. So wurden innerhalb von nur 24 Stunden knapp 40.000 BTC auf den Handelsplattformen eingelagert. Als sich der Kurs der marktführenden Kryptowährung nach dem großen Crash wieder erholt hat, haben die Anleger dann allerdings damit begonnen, ihre Bitcoin in Scharen auszubuchen.   

Dieses langfristige Vertrauen in Bitcoin ist durchaus berechtigt, da die Fundamentaldaten der Kryptowährung weiterhin stark sind. So zeigen mehrere Indikatoren, dass das dazugehörige Blockchain-Netzwerk auf einem sehr guten Weg ist. Zudem hoffen die Krypto-Anleger wahrscheinlich auch darauf, dass die durch das Halving reduzierte Umlaufmenge den Bitcoin-Kurs nach oben treiben kann.

auf cointelegraph lesen

Charlie Shrem: „Wir waren der Netscape Navigator der Kryptobranche“

Im exklusiven Interview mit Cointelegraph blickt der Krypto-Pionier und BitInstant Mitgründer Charlie Shrem auf die Anfangszeit der Kryptobranche zurück.

Obwohl er besonders die familiäre Atmosphäre aus den frühen Tagen vermisst, gesteht Shrem ein, dass er und die anderen Krypto-Pioniere damals hätten erkennen müssen, dass Bitcoin (BTC) mehr als nur eine neue Technologie ist, „mit der man aus Spaß and Freude herumexperimentieren kann“.

Rückblick auf die Anfangszeit

Auf die Frage, welche Lehren die heutige Kryptobranche aus der Anfangszeit ziehen kann, dreht Shrem vielmehr den Spieß um: „Ich finde, wir hätten damals ein paar gute Lehrstunden gebrauchen können.“

„In der Anfangszeit hätten wir viel von den heutigen Branchenführern lernen können“, so Shrem. Dahingehend ergänzt er: „Wir hätten zum Beispiel lernen können, wie man Unternehmen richtig führt oder mit seinen Angestellten umgeht.“

Und weiter:

„Wir hätten lernen können, dass wir uns nicht wie Kinder benehmen dürfen und verstehen müssen, dass Bitcoin etwas Größeres ist, als nur eine Technologie, mit der man aus Spaß an der Freud herumexperimentieren kann. In den Anfangsjahren 2013, 2014, 2015 hätten wir alle etwas erwachsener sein sollen.“   

Allerdings betont Shrem auch, dass die Fehler von gestern ein wichtiger Grundstein für den Erfolg von heute sind: „Aber gleichzeitig ist die Tatsache, dass wir damals etwas verrückt und dumm waren, der Grund, dass Bitcoin heute so erfolgreich ist.“

„Ich schaue also nicht zurück und frage mich, was wäre, wenn, wir diese Lehrstunden damals gehabt hätten, sondern ich frage mich vielmehr, was wäre, wenn wir diese Fehler nicht gemacht hätten? Würde ich dann heute hier sitzen?“, wie Shrem gegenüber Cointelegraph meint.

Coinbase war der Anfang vom Ende für BitInstant

Auch beim Thema BitInstant, der frühen Kryptobörse, die 2011 von Shrem mitgegründet wurde, zeigt sich Shrem wenig wehmütig, da er „froh ist, wie es mit BitInstant gelaufen ist“.

So meint er: „BitInstnant musste aus gutem Grund schließen, denn wir konnten einfach nicht mehr mit den Regulierungsanforderungen Schritt halten.“ Und weiter: „Ich scherze immer, dass wir die einzige Kryptobörse waren, die ihren Nutzern das Geld nicht aus der Tasche gezogen hat, weil wir bei der Schließung alle Gelder wieder ausbezahlt haben.”

Fast zwei Jahre lang war BitInstant in den USA die einzige Kryptobörse, die den Direktkauf von Bitcoin ermöglichte. Als dann jedoch Coinbase in den Markt eingetreten ist, war das Ende für BitInstant nah, wie Shrem bestätigt:

„Als Coinbase an den Start gegangen ist, war uns klar, dass unsere Zeit vorbei ist, denn Coinbase wurde mit viel Geld aus Silicon Valley unterstützt, wobei Silicon Valley mich ohnehin nicht besonders mochte, da ich ihnen damals den Mittelfinger gezeigt hatte.“

„Unsere Zeit war vorbei, aber das war für mich in Ordnung“, wie Shrem resümiert. Mit einem Augenzwinkern kommt er abschließend zu der folgenden Einschätzung: „Wir waren für die Kryptobranche, was der Netscape Navigator für das Internet war.“

auf cointelegraph lesen

„Keine Monopolstellung“ – Binance CEO relativiert Kritik der Community

Cointelegraph hat während der Virtual Blockchain Week ein exklusives Interview mit dem Binance Gründer und Geschäftsführer Changpeng Zhao (CZ) geführt.

Im Rahmen des Interviews bezog Zhao unter anderem zur momentanen Kritik an Binance Stellung. Die Community wirft der Kryptobörse vor, mittlerweile zu groß und einflussreich geworden zu sein.

CZ: „Die freie Marktwirtschaft funktioniert“

Auf die Frage, wie er die Kritik bewertet, antwortete Zhao: „Ich finde, man muss das von zwei Seiten betrachten.“

Dahingehend ergänzt er:

„Einerseits gibt es die Sorge, dass wir zu groß geworden sind, aber andererseits muss man die Frage stellen, warum sich die Nutzer trotzdem für uns entscheiden. Wenn wir unsere Macht und unseren Einfluss missbrauchen würden, dann würden die Nutzer nicht mehr zu uns kommen.“

„Wir sind schon ziemlich groß, aber der Grund für unser Wachstum ist nicht, dass wir eine Monopolstellung haben“, wie der Binance Geschäftsführer meint. Und weiter: „Es gibt noch Tausend andere Kryptobörsen, der Markt ist hart umkämpft.“

„Es ist ganz normal, dass die Leute solche Befürchtungen haben, aber sie können sich sicher sein, dass wir weiterhin daran arbeiten werden, einen Mehrwert zu schaffen und nicht, diesen zu vernichten. Die freie Marktwirtschaft funktioniert. Wenn wir unsere Macht missbrauchen, dann werden die Nutzer uns den Rücken kehren.“

Vergleichsweise „winzig“?

Im größeren Kontext sieht Zhao die Kryptobörse sogar noch als relativ klein an: „Hinsichtlich der Marktkapitalisierung sind wir im Vergleich zu traditionellen Unternehmen immer noch winzig.“ Und weiter:

„Selbst hinsichtlich unserer Nutzerzahl sind wir noch winzig. Zusammengenommen sind alle Krypto-Nutzer gerademal ein Tausendstel der Nutzerschaft von traditionellen Unternehmen. Es gibt viel größere Firmen, die ein Drittel aller Nutzer vereinnahmen, wie zum Beispiel Facebook.“

„In der freien Marktwirtschaft werden die Nutzer automatisch von den Unternehmen angezogen, die die besseren Produkte und Dienstleistungen anbiete, das ist ganz natürlich“, so der Binance CEO abschließend.

„Manchmal hat man eben Glück“

Darüber hinaus gab Zhao in der Virtual Blockchain Week an, dass er selbst nicht damit gerechnet hatte, mit seiner Handelsplattform so schnell zum Marktführer zu avancieren. Schon sechs Monate nach ihrer Gründung im Jahr 2017 war die Binance zur größten Kryptobörse hinsichtlich des Handelsvolumens aufgestiegen.

Wie der Geschäftsführer erklärt, gab es damals „nur zwei Krypto-für-Krypto Börsen, die wirklich groß waren“, zudem waren diese lediglich auf Englisch und als Internetseite zu erreichen. Zu dieser Zeit gab es noch keine Trading-Apps für Smartphones und keine großen Kryptobörsen außerhalb der westlichen Welt, was Zhao darin bestätigte, dass auf dem Markt „definitiv noch Platz für eine weitere Börse war“.

„Damals hatten wir uns das Ziel gesteckt, innerhalb von drei Jahren zur Nummer Eins zu werden, aber naja, manchmal hat man eben Glück.“

auf cointelegraph lesen

Bitcoin-Handelsvolumen auf Binance erreicht neuen Rekordwert

Changpeng Zhao, der Geschäftsführer von Binance, hat am 29. April bekanntgegeben, dass die große Kryptobörse im Zuge dessen jüngsten Aufschwungs von Bitcoin einen neuen Tagesrekord für das Handelsvolumen der Kryptowährung erzielt hat, der sich auf mehr als 11 Mrd. US-Dollar beläuft.

Laut einem entsprechenden Twitter-Eintrag von Zhao hatte die Kryptobörse zuletzt Anfang 2018 einen ähnlichen Wert erreicht, wobei nun ein neuer Rekordwert zu Buche steht.

Quelle: Changpeng Zhao,Twitter

Kryypto-Community optimistisch

Die Krypto-Community zeigt sich überwiegend erfreut, über diese Meldung, einige Stimmen vermuten sogar, dass das Handelsvolumen in den nächsten Tagen noch weitere Rekorde aufstellen wird.

Andere Kryptobörsen sollen derweil Probleme gehabt haben, das auf ihren Plattformen ebenfalls erhöhte Handelsvolumen verarbeiten zu können. Umso größter das Lob der Community für Binance, die frei von solchen Problemen geblieben ist.

Grund für den Ansturm könnte das bevorstehende Bitcoin-Halving sein, das in knapp zwei Wochen durchgeführt wird. Wie Cointelegraph berichtet, rückt die marktführende Kryptowährung hierdurch zunehmend in den Fokus der Massenmedien und der breiten Öffentlichkeit. Die vorherrschende Narrative scheint dabei überwiegend positiv.

auf cointelegraph lesen

Binance lanciert Krypto-Mining-Pool: Community wegen Zentralisierung besorgt

Die führende Kryptowährungsbörse Binance lancierte am 27. April seinen Mining-Pool „Binance Pool“. 

Bei dem Pool fallen bis zum 31. Mai keine Gebühren an. Danach ist der Satz auf 2,5 Prozent festgelegt. In der Pressemitteilung zum Pool heißt es, dass sich große Miner an Binance wenden können, um eine Verlängerung der Gebührenfreiheit auszuhandeln.

Ungefähr 15 der mehr als 1.000 Mitarbeiter von Binance arbeiten in Vollzeit für den Pool.

Plattformübergreifende Integration 

Binance Pool unterstützt sowohl Proof-of-Work (PoW)- als auch Proof-of-Stake (PoS)-Mining-Mechanismen. 

Der Pool ist in die übrige Plattform von Binance integriert. So können Miner problemlos Geld zwischen dem Binance Pool und den verschiedenen Plattformen des Unternehmens transferieren. Das gilt für den Handel, Kreditvergaben und Staking. 

Im Gespräch mit Cointelegraph hat die Leiterin des Binance Pool Lisa He erklärte: „Wir wollen eine umfassende Plattform für Miner schaffen, die der Mining-Industrie mehr Möglichkeiten bietet. Wir wollen das traditionelle Mining dabei mit Finanzdienstleistungen verknüpfen.“

Der Binance-Gründer Changpeng Zhao sagte dazu: „Als integraler Bestandteil des globalen Kryptomarktes ermöglicht die Unterstützung von Minern ein beträchtliches Wachstum in der gesamten Branche.“

Am 24. April twitterte Zhao, dass Binance Pool seinen ersten Block gemint habe.

Community kritisch gegenüber Zentralisierung 

Binance Pool hat gemischte Reaktionen aus der Krypto-Community geerntet. In einigen Kommentaren wurden Bedenken geäußert, dass der Pool von Binance zu einer weiteren Zentralisierung der Bitcoin (BTC)-Hashrate auf eine kleine Anzahl von Pools führen würde.

Der Twitter-Nutzer ‚HsakaTrades‘ twitterte ein Diagramm der Hashrate-Verteilung von Bitcoin und titelte dazu: „Dieses Hash-Verteilungsdiagramm wird bald nur noch eine Farbe haben.“ Ein anderer Benutzer schrieb dazu:

„Das endet entweder super gut für Bitcoin und führt zu mehreren konkurrierenden Mining-Pools, die eine Massendezentralisierung anbieten. Oder… Nun, ich denke, Sie können sich das andere Szenario selbst ausmalen.“

Binance: Dezentralisierende Kraft

In Reaktion auf die Kritik argumentierte Lisa He, dass die Lancierung von Binance Pool eine dezentralisierende Kraft für den Mining-Sektor sei.

„Im Jahr 2018 besaß der Mining-Pool eines Mining-Geräteherstellers fast 51 Prozent der Hash-Leistung des gesamten Bitcoin-Netzwerks. Das hat Zweifel an der Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks geschürt“, erklärte sie. Sie fügte hinzu:

„Wenn Branchenakteure, wie etwa Binance, weiterhin in den Mining-Sektor kommen und Rechenleistung in die Branche einbringen, wird die Mining-Industrie tatsächlich stärker dezentralisiert als noch vor zwei Jahren. Die größten Pools verfügen über weniger als 20 Prozent der Rechenleistung des gesamten Netzwerks und die Vermögenswerte im Bitcoin-Netzwerk sind damit sicherer.“

auf cointelegraph lesen

Krypto-Futures werden immer beliebter und werden zum wichtigen Marktindikator

Eine neue Studie der Krypto-Marktforscher von TokenInsight hat ergeben, dass sich das insgesamte Handelsvolumen für Krypto-Futures im ersten Quartal 2020 auf mehr als 2,1 Bio. US-Dollar beläuft. Dies entspricht einem Zuwachs von 314 % im Vergleich zum vierten Quartal 2019.

Laut dem Quartalsbericht namens „2020 Q1 Cryptocurrency Derivatives Exchange Industry Report“ ist das Handelsvolumen für Krypto-Futures im kompletten Jahr 2019 stetig angestiegen, einzige Ausnahme ist ein leichter Rückgang im Q4 2019. Diese Entwicklung wird dadurch verdeutlicht, dass der Gesamtumsatz im Q1 2020 knapp acht Mal so hoch ist wie im Q1 2019.

Zur Analyse der Futures-Handelsvolumen hat TokenInsight die Kryptobörsen BitMEX, OKEx, Huobi DM, Binance Futures, Deribit, Bitget, Binance JEX, FTX, Gate.io, BFX.NU, BitZ und KuMEX herangezogen. Darüber hinaus wurden auch einige kleinere Handelsplattformen für Krypto-Derivate berücksichtigt.

Handelsvolumen legt deutlich zu

Das durchschnittliche Tagesvolumen für Krypto-Futures beträgt im ersten Quartal 2020 knapp 23,3 Mrd. US-Dollar, was wiederum einem Anstieg von 274 % im Vergleich zu 2019 entspricht.

Die Autoren der Studie schlussfolgern aus ihren Untersuchungen:

„Wir sind der Überzeugung, dass Krypto-Futures wichtige Wegweiser für die Entwicklung auf den Kryptomärkten sein können, weshalb Spot-Trader sich nach dem Handelsvolumen für Krypto-Futures richten können, um daraus Handlungsstrategien abzuleiten.“

Allerdings hebt die Studie hervor, dass die Korrelation zwischen dem Handelsvolumen für Krypto-Futures und für Spot-Trading (Direkthandel von Kryptowährungen) auf einen Wert von 0,31 zurückgegangen ist. Im vierten Quartal 2019 lag dieser Korrelationskoeffizient noch bei 0,76. Aus diesem Rückgang schließen die Forscher, dass die Futures-Trader im neuen Jahr bisher „relativ unabhängig“ von den Spotmärkten gehandelt haben.

Krypto-Futures sind Indikator für die Spotmärkte

Umgekehrt scheint jedoch ein Zusammenhang zu bestehen, denn wie die Studie aufzeigt, folgte jedes Mal, wenn das Handelsvolumen für Krypto-Futures besonders stark zugelegt hat, ein Abschwung auf den Spotmärkten.

Deshalb raten die Marktforscher:

„Wenn das Handelsvolumen auf den Futures-Märkten besonders hoch ist, müssen Spot-Trader reagieren. Zudem können sich die Spotmärkte erst richtig von ihrem Abschwung erholen, sobald das Handelsvolumen der Krypto-Futures wieder sinkt.“

Wie Cointelegraph am 21. April berichtet hatte, waren die Krypto-Futures von Binance der große Profiteur vom „schwarzen Donnerstag“, als die Kryptomärkte im März plötzlich zusammenbrachen.

Damals stieg das 24-stündige Handelsvolumen der Binance Futures auf 2,8 Mrd. US-Dollar an, womit sie die Konkurrenz von BitMEX (2,1 Mrd. US-Dollar) und Huobi (2,46 Mrd. US-Dollar) ausstechen konnten.

Laut Daten von Coin Metrics ist das Open Interest an Binance Futures für Bitcoin (BTC) von Mitte März bis zum 12. April von 10 % auf knapp 25 % angestiegen.

auf cointelegraph lesen