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Finanzmarktaufsicht von Singapur erwägt weitere Restriktionen für Krypto-Handel

Die Finanzmarktaufsicht von Singapur (MAS) „erwägt vorsichtig“ Maßnahmen zur Einschränkung des Krypto-Handels durch Privatanleger, wie die Behörde nun verraten hat.

Wie Tharman Shanmugaratnam, der singapurische Finanzminister und gleichzeitig Vorsitzende der MAS, am heutigen Montag bekanntgegeben hat, könnte die Finanzmarktaufsicht zukünftig „Beschränkungen für die Teilnahme von Privatanlegern“ am Kryptomarkt einführen. In diesem Zusammenhang fordert Shanmugaratnam auch mehr Klarheit und Zusammenarbeit bei der weltweiten Regulierung der Kryptomärkte, denn diese sind „von Natur aus ohne Grenzen“.

Im Januar hatte die MAS Krypto-Dienstleistern bereits das Werben im öffentlichen Raum untersagt und den Betrieb von Krypto-Geldautomaten in Singapur verboten, denn letztere würden „den Umgang mit Kryptowährungen und die damit einhergehenden Risiken trivialisieren“. Wie die Behörde angibt, ermöglicht ihr das Gesetz für Zahlungsdienstleistungen weitreichende Handhabe, um „den Anlegerschutz, die Finanzstabilität und die Wirksamkeit der Geldpolitik sicherzustellen“.

Wie die Finanzmarktaufsicht erklärt, haben allen voran „die jüngsten Entwicklungen“ auf dem Kryptomarkt dafür gesorgt, dass sich die Behörde nun wieder berufen fühlt, die Risiken der Anlageklasse hervorzuheben. Nicht ohne Grund, denn der in Singapur ansässige Krypto-Hedgefonds Three Arrows Capital (3AC) der zuletzt in Schieflage geraten ist und als wichtiger Dominostein der Kryptobranche gilt, soll gegenüber der MAS „Falschangaben“ gemacht haben, durch die das tatsächliche Risiko der inzwischen drohenden Insolvenz verschleiert wurde.

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Kritik hat Konjunktur – Erste Anti-Krypto-Konferenz für Herbst geplant

Der Bärenmarkt bedeutet für Krypto-Kritiker Hochkonjunktur, so ist es kaum verwunderlich, dass sich die „Hater“ nun zusammentun, um ihre eigene Anti-Krypto-Konferenz ins Leben zu rufen.

Während die meisten Krypto-Konferenzveranstaltungen eigentlich den Sinn und Zweck haben, die neusten Entwicklungen der Kryptobranche zu präsentieren, berichtet die Krypto-Kritikerin und freie Journalistin Amy Castor auf ihrem Blog, dass mit dem Crypto Policy Symposium zum Herbstanfang die erste rein kritische Krypto-Konferenz auf dem Plan steht.

Wie Organisator Stephen Diehl im Gespräch mit Castor erklärt, hat die erste große Anti-Krypto-Konferenz zum Ziel, einen Ort der Zusammenkunft für Kritiker und Politik zu schaffen, damit kritische Stimmen mehr Einfluss auf die Regulierung der Kryptobranche nehmen können:

„Das Hauptziel der Konferenz ist es, so wie Diehl es mir erklärt hat, dass die Politik Zugang zu den Informationen und Materialien bekommt, die sie braucht, um gut informierte Entscheidungen im Hinblick auf die Krypto-Regulierung treffen zu können.“

Wie die Journalistin – die jüngst auch im Interview mit dem Freitag den Niedergang der Kryptobranche kommentiert hat – dahingehend ausführt, wären Politiker oftmals „erschreckend uniformiert“, was die Kryptomärkte angeht, weshalb die Bereitstellung entsprechender Informationen umso wichtiger ist. Um das Feld dabei nicht nur der Branche und den Krypto-Fürsprechern zu überlassen, wollen sich nun die Kritiker bündeln, um ihre Sicht der Dinge vortragen zu können. So soll zum Beispiel auf negative Entwicklungen wie den „DeFi-Dominoeffekt“ hingewiesen werden, wie Castor angibt.

Des Weiteren gibt sie zu bedenken, dass Politiker zumeist nur von „Krypto-Unternehmen mit dank Risikokapitalgebern prall gefüllten Taschen“ hören, die dann entsprechenden Einfluss auf die Regulierungsentscheidungen nehmen könnten. Allerdings sollte angemerkt werden, dass diese scheinbare Einflussnahme längst nicht überbordend ist, denn selbst im US-Bundesstaat New York droht inzwischen ein Verbot für das Mining von Bitcoin (BTC).

In China sind Kryptowährungen derweil gänzlich verboten, während die Anlageklasse in Australien ebenfalls unter einem schlechten Stern steht.

Zur Anti-Krypto-Konferenz sind hauptsächlich Regulierungsbehörden und Politiker aus den USA und Europa geladen, allerdings ist unklar, ob auch Regierungsvertreter bei der Veranstaltung erscheinen werden. Bisher sind zunächst nur Journalisten, Entwickler und Akademiker als Redner angemeldet.

Die Konferenzveranstaltung wird am 5. und 6. September in London stattfinden bzw. online als Live-Stream einsehbar sein.

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CoinShares übernimmt französische Krypto-Investmentfirma Napoleon AM

Die große europäische Krypto-Vermögensverwaltung CoinShares hat trotz der branchenweiten Krise die Übernahme des französische Krypto-Finanzdienstleisters Napoleon Group finalisiert.

Wie CoinShares am heutigen 4. Juli entsprechend bekanntgegeben hat, wurde mit der Übernahme von Napoleon Asset Management nun der letzte Schritt zur vollständigen Akquise der Napoleon Group gemacht.

CoinShares hatte bereits im November 2021 ein Kaufangebot im Wert von 13,9 Mio. Euro für die Gesamtheit der Gruppe und aller zugehörigen Töchter unter dem Banner Napoleon Crypto SAS vorgelegt.

Nachdem die französische Finanzmarktaufsicht Autorité des Marchés Financiers (AMF) am 28. Juni endlich auch die Übernahme der Napoleon Asset Management genehmigt hat, konnte CoinShares nun den Kauf nach den zuvor festgelegten Konditionen endgültig abschließen.

Die in Paris ansässige Krypto-Vermögensverwaltung Napoleon AM wurde Ende 2018 durch ein sogenanntes Initial Coin Offering (ICO) ins Leben gerufen. Durch den einführenden Token-Verkauf der firmeneigenen Kryptowährung NPX konnten damals mehr als 10 Mio. US-Dollar Investitionskapital eingesammelt werden. Anschließend konnte sich Napoleon in Frankreich eine Lizenz als „Alternativer Investmentfonds-Manager“ (AIFM) sichern, wodurch das Unternehmen zum ersten durch ein ICO finanzierten Vermögensverwalter, der eine Zulassung nach französischem Recht hat, geworden ist.

Ende 2019 lancierte Napoleon AM dann einen regulierten Bitcoin-Investmentfonds unter dem Namen Napoleon Bitcoin Fund.

Bei der Übernahme der Napoleon AM ist für CoinShares allen voran deren rechtlicher Status als AIFM von Interesse, denn dadurch kann die Krypto-Vermögensverwaltung zukünftig Krypto-Investitionsprodukte in der ganzen Europäischen Union (EU) unter der zugehörigen Lizenz auf den Markt bringen. Zudem kann sich CoinShares Tools aus den Bereichen Algorithmisches Trading und Künstliche Intelligenz zunutze machen, die Napoleon entwickelt hat.

Mit der Übernahme signalisiert CoinShares, dass das Unternehmen trotz der momentanen Krise weiterhin in der Lage ist, zu expandieren. Dahingehend erklärt Geschäftsführer Jean-Marie Mognetti gegenüber Cointelegraph:

„CoinShares kann trotz der momentanen Marktlage weiter wachsen. Der Bärenmarkt ist für uns eine Chance, unsere Position zu stärken sowie neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.“

Besonders die Integration einer AIFM-Investmentfirma spielt CoinShares dabei in die Karten, denn dabei handelt es sich „um eine der anspruchsvollsten Lizenzen“.

„CoinShares ist in Sachen Regulierung immer auf der Höhe der Zeit, spricht sich für eine klare Regulierung der Kryptobranche aus und verfügt über ein umfangreiches Angebot an regulierten Produkten und Dienstleistungen“, wie Mognetti ergänzt.

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Bericht zeigt: NFT-Verkäufe rutschen auf 12-Monats-Tief ab







Bericht zeigt: NFT-Verkäufe rutschen auf 12-Monats-Tief ab





























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Im Juni sinken NFT-Umsätze auf ein 12-Monats-Tief. Mit einem Umsatz von 42 Milliarden USD war der NFT-Handel im Jahr 2022 bis jetzt sehr stabil, was sich allerdings stark geändert hat.

Nachdem die NFT-Verkäufe mehrere Monate lang sich trotz des Trend gehalten haben, befindet sich dieser Teil der Krypto-Branche auch im allgemeinen Bärenmarkt. Die DAten von DappRadar und Chainalysis zeigen, dass NFT-Verkäufe im Juni den niedrigsten STand seit 2021 erreicht haben.

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In einem kürzlich erschienenen Bloomberg-Bericht heißt es, dass der NFT-Markt im Juni zum ersten Mal seit Juni 2021 einen Umsatz von unter 1 Milliarde USD erzielen wird. Unter Berufung der Daten von DappRadar wurde hinzugefügt, dass das Umsatzvolumen von OpenSea im Juni 670 Millionen USD betrug, was einem Rückgang von 75% gegenüber den Zahlen vom Mai entspricht. Verglichen mit 5 Milliarden USD im Januar ist das monatliche Volumen von OpenSea im Juni das niedrigste für den größten NFT-Marktplatz seit Juli 2021.

Unter Berufung auf die Daten von Chainalysis stellte The Guardian allerdings in seinem Bericht fest, dass die NFT-Verkaufszahlen für Juni 2022 mit etwas mehr als 1 Milliarde USD noch etwas besser waren als ihr Höchststand von 12,6 Milliarden USD im Januar 2022.

Die NFT-Verkäufe schossen im Jahr 2022 in die Höhe und erreichten 40 Milliarden USD. Zu Jahresbeginn waren die Zahlen noch robuster, da der Gesamtumsatz auf 42 Milliarden USD geschätzt wurde, wobei die Verkäufe im Januar und Februar etwas mehr als die Hälfte davon ausmachten.

In den letzten Monaten haben Betrug und Diebstähle im NFT-Bereich ein alarmierendes Ausmaß erreicht.

Bei einem der größten Hacks der NFT-Geschichte verlore Axie Infinity im März 625 Millionen USD. Nach monatelanger Arbeit und Erhöhung der Sicherheit wurde vor kurzem der Betrieb wieder aufgenommen.

Nach dem Hack ist die Benutzerbasis von Axie Infinity Berichten zufolge um 40% gesunken. Obwohl Sky Mavis, der Entwickler Ronin-Blockchain, die Axie Infinity antreibt, versprochen hat, die Verluste der Spieler zu erstatten, ist der Wert um zwei Drittel gesunken. Axie Infinity zählt zu den Top3-NFT-Projekten und verzeichnete im Februar 2022 einen NFT-Umsatz von 4,14 Milliarden USD.

OpenSea wurde Opfer einer Datenschutzverletzung, bei der es um die E-Mail-IDs seiner Kunden ging. Viele von ihnen beschwerten sich in den sozialen Medien darüber, dass sie mehrere E-Mails erhalten hatten, die wie Phishing-Versuche aussahen.

In einer Benachrichtigung bestätigte OpenSea die Datenschutzverletzung und enthüllte, dass der Mitarbeiter eines Anbieters dafür verantwortlich war und die E-Mail-Datenbank an Dritte weitergegeben hatte. Die NFT-Plattform hat ihre Kunden gebeten, wachsam gegenüber Phishing-Versuchen über ihre E-Mails zu bleiben.

Bildquelle: Pixabay

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KuCoin wehrt sich gegen „Panikmache“ – „Kein Auszahlungsstopp geplant“

Die Kryptobörse KuCoin ist ungewollt zum Diskussionsgegenstand geworden, als Teile der Krypto-Community nun auf Twitter gemunkelt haben, dass die Handelsplattform ebenfalls einen Auszahlungsstopp verhängen wird. KuCoin-Chef Johnny Lyu war entsprechend bemüht, die Gerüchte möglichst im Keim zu ersticken.

Bekannte Stimmen von Krypto-Twitter wie die Nutzer @KongBTC und @otteroooo haben ihre Follower jüngst dazu angehalten, möglichst schnell alle ihre Guthaben von KuCoin auszubuchen, da die Kryptobörse demnächst wohl einen mutmaßlichen Stopp für Auszahlungen verhängt.

Als Hintergrund für diesen etwaigen Schritt wird eine angebliche Verbindung zwischen KuCoin und den gescheiterten Krypto-Projekten Terra und 3AC genannt, die wiederum nun dazu geführt haben soll, dass auch die Kryptobörse in Zahlungsschwierigkeiten geraten ist.

KuCoin-Chef Johnny Lyu widerspricht diesen Spekulationen vehement und stell klar, dass seine Handelsplattform keinerlei Verbindungen zu Terra (LUNA), 3AC, Babel Finance oder anderen wankenden Projekten hat. Um diese Behauptungen zusätzlich zu entkräften, verweist der CEO auf eine aktuelle Finanzspritze von 150 Mio. US-Dollar, die den Unternehmenswert von KuCoin auf satte 10 Mrd. US-Dollar erhöht haben soll. Ein weiteres Zeichen der Stärke sei, dass seine Firma weiterhin neue Mitarbeiter einstellt, während viele andere Krypto-Unternehmen zurzeit aus Kostengründen Stellen streichen.

Dahingehend führt Lyu aus:

„Wir werden nicht durch den Zusammenbruch irgendwelcher Projekte in Mitleidenschaft gezogen, es gibt keine Pläne für einen Auszahlungsstopp, der Betrieb von KuCoin läuft ganz normal weiter.“

Den entsprechenden Nachweis will der CEO liefern, indem schon bald der Unternehmensbericht zur ersten Jahreshälfte 2022 offengelegt wird. Dem könnten Nutzer und Beobachter dann alle relevanten Informationen über den Zustand der Handelsplattform entnehmen. Abschließend belässt es Lyu jedoch nicht nur bei Beschwichtigungen und scheinbarer Transparenz, sondern droht den Verbreitern dieser Spekulationen schlimmstenfalls auch noch mit „rechtlichen Schritten“:

„Den Panikmachern, die absichtlich diese unbestätigten Informationen verbreiten sage ich: KuCoin behält sich das Recht vor, rechtliche Schritte einzuleiten. Bitte unterlasst diese Panikmache.“

Tether-Chef Paolo Ardoino hatte jüngst bekanntgemacht, dass auch der marktführende Stablecoin Tether (USDT) einem „koordinierten Angriff“ von Hedgefonds ausgesetzt war, die den US-Dollar-Stablecoin mit Short-Positionen nach unten ziehen wollten.

Hinter der vermeintlichen „Panikmache“ um einige Krypto-Projekte könnten angesichts der momentanen Schieflage auf dem Markt also auch gezielte Attacken stecken, nichtsdestotrotz gilt es festzuhalten, dass sich wankende Unternehmen ebenso mit allen Mitteln gegen den drohenden Vertrauensverlust wehren, der ihre Probleme weiter vergrößern könnte.

So hatte zum Beispiel die Kryptobörse Voyager Digital Anfang der Woche noch verkündet, dass ihr Betrieb wie gewohnt fortgesetzt wird, nur um wenige Tage später dann doch einen Auszahlungsstopp zu verhängen.

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„Durchbruch!“ – EU finalisiert mit MiCA die „erste“ umfassende Krypto-Regulierung

Die Europäische Union (EU) hat sich in letzter Instanz nun endgültig auf einen „wegweisenden“ Krypto-Gesetzesrahmen geeinigt, der sowohl Krypto-Herausgeber als auch Krypto-Dienstleister in einem umfassenden Regelwerk zusammenfasst.

Der deutsche EU-Parlamentarier Dr. Stefan Berger, den Cointelegraph-Lesern auch als „Bitcoin-Schutzengel“ bekannt, der als Berichterstatter für die MiCA maßgeblich an den Verhandlungen über den Gesetzentwurf mitgewirkt hat, den „Durchbruch!“ entsprechend stolz auf Twitter verkündet, denn damit ist Europa nun „der erste Kontinent“ mit einer „ausgewogenen“ vollumfänglichen Krypto-Regulierung .

Der auf den Namen Markets in Crypto-Assets (MiCA) getaufte Gesetzesrahmen umfasst eine Fülle von Vorgaben, die von unbesicherten Kryptowährungen und Stablecoins über Kryptobörsen bis hin zu Krypto-Wallets reicht, wie die offizielle Pressemitteilung erklärt.

Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire ist der Überzeugung, dass „die wegweisende Verordnung dem Wilden Westen, der bei Kryptowerten herrscht, ein Ende setzen und die Rolle der EU als Normgeber in digitalen Fragen festigen wird“.

Stabiler Rahmen für Stablecoins

Der Verbraucherschutz hat in den MiCA oberste Priorität, so ist es kaum verwunderlich, dass vor dem Hintergrund des öffentlichkeitswirksamen Zusammenbruch des Blockchain-Projekts Terra und des zugehörigen Stablecoins TerraUSD (UST) die (wert-)stabilen Kryptowährungen umso mehr in den Fokus geraten sind. Demnach sind Stablecoin-Herausgeber zukünftig dazu verpflichtet, „ausreichend liquide Reserve im Verhältnis 1:1“ in der Hinterhand zu haben.

EU-Parlamentarier Ernest Urtasun führt in diesem Zusammenhang auf Twitter aus, dass diese Reserven „rechtlich und geschäftlich voneinander getrennt sein müssen“ und auch einen „vollständigen Schutz für den Fall der Insolvenz“ bieten sollen.

Darüber hinaus ist für Stablecoins ein maximales Transaktionsvolumen von 200 Mio. Euro pro Tag festgeschrieben.

Besonders dieser Punkt hat in der Krypto-Community bereits für große Verwunderung gesorgt, denn das tägliche Handelsvolumen der führenden Stablecoins ist schon jetzt weitaus höher. So verzeichnen Tether (USDT) 50,4 Mrd. US-Dollar (48,13 Mrd. Euro) und USD Coin (USDC) 5,66 Mrd. US-Dollar (5,4 Mrd. Euro) pro Tag.

Auch für dezentralisierte Stablecoins wie den Dai (DAI) wären die neuen Vorgaben wohl kaum einzuhalten.

Interessanterweise wurden die MiCA am selben Tag verabschiedet, an dem das Krypto-Unternehmen Circle einen ersten großen Euro-Stablecoin (EUROC) lanciert hat.

Verbraucherschutz ist Trumpf

Wie bereits erwähnt, hat der Verbraucherschutz in der neuen EU-Regulierung großen Stellenwert, dementsprechend sind auch Krypto-Dienstleister – im Gesetzestext als sogenannte Crypto-Asset Service Providers (CASPs) definiert – an strenge Vorgaben gebunden und zur Verantwortung verpflichtet.

Laut Urtasun wird Handelsplattformen auferlegt, dass diese ein Whitepaper für jede Kryptowährung, die keinen klaren Herausgeber hat, zur Verfügung stellen müssen. Dies dürfte also auch Marktführer Bitcoin (BTC) betreffen. Für missverständliche Informationen in den Projektbeschreibungen sind die Kryptobörsen sogar haftbar.

In diesem Kontext soll es für die Verbraucher auch klare Warnungen über die Risiken beim Handel mit Kryptowährungen geben, für das Marketing sind ebenfalls strenge Standards vorgesehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den die MiCA angehen, sind Marktmanipulation und Insiderhandel. Dahingehend schreibt der Europäische Rat:

„Die MiCA erstreckt sich auch auf alle Arten von Marktmissbrauch im Zusammenhang mit Transaktionen oder Dienstleistungen jeglicher Art, insbesondere auf Marktmanipulation und Insider-Geschäfte.“

ESMA schwingt das Zepter

Um überhaupt den Betrieb innerhalb der Europäischen Union aufnehmen zu dürfen, müssen die Krypto-Dienstleister (CASPs) eine entsprechende Genehmigung bei der zuständigen Aufsichtsbehörde, der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), erwirken.

Die im Januar 2011 gegründete Behörde ist also zukünftig die höchste Instanz, die direkt mit der Beaufsichtigung der europäischen Kryptomärkte beauftragt ist.

Des Weiteren gilt es festzuhalten, dass der neue Gesetzesrahmen weder ein Verbot für das umstrittene Proof-of-Work (PoW) Konsensverfahren – das indirekt ein Bitcoin-Verbot bedeuten würde – noch Regulierungsvorschriften für Non-Fungible Tokens (NFT) enthält.

Immerhin hat die Europäische Kommission bereits angekündigt, dass sie sich in den nächsten 18 Monaten dem Thema NFTs annehmen will und womöglich schon sehr bald einen zu den MiCA passenden Gesetzesvorschlag für die gehypte Anlageklasse unterbreiten könnte.

„Der neue europäische Krypto-Gesetzesrahmen wird für Krypto das werden, was die europäische Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) für den Datenschutz ist“, wie ein Sprecher von Circle die Tragweite der Regulierung einordnet.

Zunächst hat der Gesetzesrahmen erst noch den Status eines Entwurfes, und muss nun erneut den Europäischen Rat und das Europäische Parlament durchlaufen, ehe die Verordnung endgültig in Kraft treten kann.

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„Wichtiger Schritt in die richtige Richtung“ – Experten loben europäische MiCA-Regulierung

Die Europäische Union (EU) hat nun in letzter Instanz den viel diskutierten Gesetzesrahmen zur Regulierung von Kryptowährungen verabschiedet. Die sogenannten „Markets in Crypto-Assets“ (MiCa), die für die Zukunft klare Richtlinien für europäische Krypto-Dienstleister vorgeben. Die ersten Reaktionen der Experten auf die neue Regelung fallen überwiegend positiv aus, doch auch kritische Stimmen werden laut.

So bekräftigt Richard Gardner, der CEO der Trading-Techfirma Modulus, stellvertretend, dass die neuen Vorgaben einen klareren Weg für die sogenannten „Crypto Asset Service Providers“ (CASPs) aufzeigen:

„Nicht alles, was festgelegt wurde, wird jedem Player in der Branche gefallen, aber zum jetzigen Zeitpunkt muss die Branche erst mal nur vermittelt bekommen, was überhaupt von ihr erwartet wird. Ein solches Regelbuch, durch das die Marktteilnehmer wissen, in welche Richtung sie arbeiten können, ist schon lange überfällig.“

Gardner ist sogar derartig optimistisch, dass er in den neuen Richtlinien eine Chance sieht, die anhaltende Krise der Kryptomärkte zu kippen, indem nun neue Innovationen vorgebracht werden können. Der Experte ist der Ansicht, dass die Gesetze in erster Linie darauf abzielen, einen „Schutz gegen Missbrauch und Manipulation“ zu schaffen.

Petr Kozyakov, der CEO vom Zahlungsdienstleister Mercuryo, ist ebenfalls voll des Lobes und bewertet die endgültige Verabschiedung der MiCA als „wichtigen Schritt in die richtige Richtung“. Allen voran die schwarzen Schafe der Branche könnten so aus dem Markt gedrängt werden:

„Es gibt einen großen Bedarf an klaren Regeln, die Privatpersonen und Unternehmen auf dem Kryptomarkt schützen, die schwarzen Schafe verdrängen und dadurch noch weitere Menschen dazu bringen können, sich an Kryptowährungen auszuprobieren.“

Kozyakov ist der festen Überzeugung, dass die EU-Vorgaben endlich „das volle Potenzial freisetzen“ können, das in der Branche schlummert. Vielleicht kann so endlich die lang ersehnte Massentauglichkeit erreicht werden.

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die in den MiCA nicht nur Positives sehen. So meint Seth Hertlein, der Global Head of Policy beim Wallet-Hersteller Ledger, in einem ausführlichen Twitter-Thread, dass die EU unter anderem eine große Chance verpasst hat, die Verfehlungen, die Europa in der Vergangenheit beim Web2 gemacht hat, im Web3 nicht zu wiederholen. Zudem sieht Hertlein in den Bestimmungen für Stablecoins und der umstrittenen Transfer of Funds Regulation (TFR) Verstöße gegen grundlegende Rechte der europäischen Bevölkerung.

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Deutsche Bank sieht Bitcoin-Kurs bis Ende 2022 zurück auf 28.000 US-Dollar

Die Deutsche Bank prognostiziert, dass Bitcoin (BTC) bis Dezember 2022 zurück auf einen Kurs von 28.000 US-Dollar klettern wird.

In den letzten sechs Monaten durchlaufen der Marktführer und die Altcoins eine regelrechte Krise, die nun sogar darin gemündet ist, dass der Bitcoin-Kurs das schwächste Quartal seit 10 Jahren verzeichnet hat. Allen voran die unsichere weltwirtschaftliche Lage ist die wohl treibende Kraft für diese anhaltende Durststrecke, denn massive Inflation zieht nicht nur den Aktienmarkt mit nach unten, sondern auch den Kryptomarkt.

Angesichts dieser Entwicklungen werfen die beiden Analystinnen Marion Laboure und Galina Pozdnyakova von der Deutschen Bank einen tiefergehenden Blick auf die mittelfristigen Aussichten für BTC. Dabei stellen die Expertinnen zunächst fest, dass die Bewegungen der Kryptomärkte seit Ende 2021 ziemlich genau im Gleichschritt mit den wichtigen Aktienindizes Nasdaq 100 und S&P 500 sind.

Diese Korrelation, die Bitcoin & Co. im letzten halben Jahr zum Nachteil war, könnte in den nächsten Monaten in einen Vorteil umschlagen, denn im Windschatten der Aktienmärkte könnte die marktführende Kryptowährung vom aktuellen Stand bis Ende 2022 wieder um 30 % nach oben klettern. Dies würde einem Bitcoin-Kurs von 28.000 US-Dollar entsprechen, wie die Autorinnen vorrechnen.

Diese optimistische Prognose von einem renommierten Finanzinstitut könnte womöglich ein wenig Angst und Panik aus dem Markt nehmen, denn besonders nach den Ereignissen in der Kryptobranche in den letzten Wochen herrscht an allen Ecken und Enden große Verunsicherung. Auch Laboure und Pozdnyakova sehen den Zusammenbruch des Blockchain-Projekts Terra und das aktuelle Drama um die Krypto-Sparplattform Celsius als Brandbeschleuniger, die eine ohnehin schon schwierige Lage noch weiter befeuert haben, weshalb die Expertinnen keine festen Zusicherungen machen wollen, dass es definitiv wieder nach oben geht. Zu wackelig scheint die momentane Lage, zu groß die bestehenden Wechselwirkungen:

„Die Stabilisierung der Kurse auf dem Kryptomarkt ist schwer, denn es gibt keine allgemeingültigen Bewertungsmodelle wie auf dem Aktienmarkt. Zudem ist der Kryptomarkt stark fragmentiert. Auf Grund der komplexen Zusammenhänge der Branche könnte die Talfahrt deshalb noch anhalten.“

In einem Rundschreiben an die Investoren hat die amerikanische Bank JPMorgan derweil ebenfalls in Aussicht gestellt, dass sich der Kryptomarkt schon wieder in der Erholung befindet. Nachdem wichtige Dominosteine der Branche wie Three Arrows Capital inzwischen gesichert als zahlungsunfähig gelten, springen andere Player der Branche mit Finanzspritzen in die Bresche, um die entstehenden Lücken zu füllen:

„Der momentane Zyklus der Enthebelung [Anm. d. Redaktion: spekulatives Kapital fließt aus dem Markt ab] wird wohl nicht lange anhalten, denn Unternehmen, die finanziell stärker aufgestellt sind, schreiten momentan ein, um den Dominoeffekt aufzuhalten. Zudem ist das Risikokapital, eine der wohl wichtigsten Kapitalquellen der Kryptobranche, im Mai und Juni in gewohnten Mengen weiter zugeflossen.“

In der Tat ist allein in den letzten beiden Monaten neues Risikokapital im Umfang von 5 Mrd. US-Dollar in die Kryptobranche gekommen, gegenüber Mai und Juni 2021 entspricht dies sogar einer deutliche Steigerung von 3,4 Mrd. US-Dollar.

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Indische Zentralbank sieht Kryptowährungen als (kleine) „Gefahr“ für die Finanzstabilität

In ihrem aktuellen Lagebericht zur Finanzstabilität des Landes hat die indische Zentralbank (RBI) ihre Kritik an Kryptowährungen erneuert. Dahingehend heißt es:

„Wir müssen schon jetzt die kommenden Risiken beachten, die sich am Horizont auftun. Kryptowährungen sind eindeutig eine Gefahr. Alles, was einen Wert aus bloßem Wunschdenken schöpft, ohne dass es einen inneren Wert gibt, ist bloß Spekulation mit einem anderen Namen.“

Zudem wären dezentralisierte Kryptowährungen speziell „dafür designt, um das Finanzsystem und alle zugehörigen Kontrollmechanismen zu umgehen“, darunter allen voran Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung (AML) und zur Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung (CTF) sowie Legitimationsprüfung von Kundendaten (KYC). Anknüpfend an altbekannte Kritikpunkte gibt die RBI weiter zu bedenken, dass private Währungen oftmals zu Instabilität führen und die Institution der staatlichen Kontrolle des Geldes unterwandern.

Trotz all dieser harschen Kritik rangieren Kryptowährungen im Lagebericht der RBI ironischerweise am unteren Ende der Risikoskala. In dieser Rangfolge ordnet die Zentralbank die größten Bedrohungen für die Finanzstabilität anhand mehrerer Faktoren, die negativ auf die Stabilität des globalen Finanzsystems einwirken könnten.

Krypto befindet sich dabei am unteren Ende der Rangliste mit Bedrohungen wie der Abstufung von Nationalstaaten, politischer Unsicherheit und Terrorismus. Als Grund für diesen relativ geringen Risikograd von Kryptowährungen führt die Zentralbank an, dass die Kryptobranche im globalen Vergleich noch relativ klein ist und diese noch nicht im großen Stil in das traditionelle Finanzsystem eingebunden ist.

Aktuell umfassen Kryptowährungen schätzungsweise zwischen 0,4 % – 1 % des weltweiten Gesamtvermögens von 469 Bio. US-Dollar. Die RBI ist erfahrungsgemäß eine der kritischsten Zentralbanken im Hinblick auf Krypto, so hatte diese jüngst auch geunkt, dass Zentralbank-Digitalwährungen (CBDC) Kryptowährungen zukünftig „abtöten“ könnten.

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Für nur 25 Millionen – FTX steht wohl kurz vor Übernahme von BlockFi

Die Kryptobörse FTX steht Medienberichten zufolge für einen Kaufpreis von schlappen 25 Mio. US-Dollar wohl kurz vor der Übernahme von BlockFi.

Wie CNBC berichtet, suchen die bisherigen Anteilseigner des Krypto-Unternehmens BlockFi händeringend nach einem Käufer, denn durch den Crash des Kryptomarktes haben deren Eigenkapitalanteile massiv an Wert verloren. Allerdings könnte sich die Einigung bei Übernahme durch FTX mehrere Monate ziehen, weshalb sich der Kaufpreis bis zum endgültigen Abschluss noch deutlich ändern könnte. Im Juni 2021 lag der Unternehmenswert von BlockFi noch bei beachtlichen 5 Mrd. US-Dollar.

BlockFi-CEO Zac Prince hat am gestrigen 30. Juni jedoch die Gerüchte dementiert, dass sein Unternehmen nun für schlappe 25 Mio. US-Dollar verkauft wird.

Anfang des Jahres kam BlockFi noch auf mehr als 1 Mio. Kunden, mehr als 10 Mrd. US-Dollar an angelegten Vermögen und hat Zinserträge in Höhe von 700 Mio. US-Dollar ausgeschüttet. Dementsprechend schnell hat sich das Blatt für das vor kurzem noch so erfolgreiche Krypto-Unternehmen nun gewendet, was allen voran damit zusammenhängt, dass BlockFi einer der größten Kreditgeber des scheinbar insolventen Krypto-Hedgefonds Three Arrows Capital (3AC) ist. In Folge dessen sind der Firma wohl massive Verluste in Milliardenhöhe entstanden, die jetzt für BlockFi zum Balast werden.

Anfang des Monats hatte das Krypto-Unternehmen bereits angekündigt knapp 20 % der 850 Mitarbeiter großen Belegschaft entlassen zu wollen, um Kosten zu sparen. Vergangene Woche hat die einflussreiche Kryptobörse FTX dann einen Kredit an BlockFi in Höhe von 250 Mio. US-Dollar verlängert, woraufhin erste Gerüchte über eine mögliche Übernahme die Runde machten. Diese scheinen sich nun zu konkretisieren, allerdings zu einem weitaus geringeren Kaufpreis, als gedacht.

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