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Decred-Mitgründer sieht in CBDCs keine Bedrohung für etablierte Kryptowährungen

Im Laufe des Jahres 2020 sind immer mehr Länder in das Wettrennen um die Herausgabe einer eigenen Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) eingestiegen. Doch selbst, wenn jede Landeswährung irgendwann digitalisiert ist, haben Kryptowährungen weiterhin eine Daseinsberechtigung, wie Decred-Mitgründer Jake Yocom-Piatt meint.

„Ich gehe davon aus, dass viele Länder in nicht allzu ferner Zukunft eine eigene CBDC haben werden, aber es gibt einen großen Unterschied zwischen den CBDCs und Kryptowährungen“, wie Yocom-Piatt gegenüber Cointelegraph feststellt. Dahingehend ergänzt er: „Kryptowährungen wie zum Beispiel Bitcoin und Decred sind grundsätzlich fairer gestaltet als Fiatwährungen, also auch wenn einige CBDCs vielleicht gewisse Funktionen von Kryptowährungen übernehmen, werden sie diesen in Sachen Fairness niemals ebenbürtig sein.“

China hat sich im vergangenen Jahr immer mehr zum Vorreiter bei der Entwicklung einer Zentralbank-Digitalwährung gemausert, während die USA sich damit auch weiterhin Zeit lassen will. Obwohl genaue Details zur Ausgestaltung der einzelnen CBDCs noch nicht bekannt sind, kann davon ausgegangen werden, dass es sich dabei um die digitale Version einer jeweiligen Landeswährung handelt.

Wie Yocom-Piatt erklärt, sind Kryptowährungen trotz bestimmter Gemeinsamkeiten vielfältig in ihrer Ausprägung, und weisen grundlegende Eigenschaften auf, die sie „besser“ als CBDCs machen. So ist Bitcoin (BTC) zum Beispiel vollständig dezentralisiert und kann nicht von einer Regierung kontrolliert werden. Zudem ist der Krypto-Marktführer auch nicht an einen anderen Vermögenswert oder Wertesystem angebunden, wodurch Bitcoin größtenteils unabhängig ist.

„Da Kryptowährungen einen höheren Grad an Fairness aufweisen, festgeschriebene Anstiegsraten haben und von den Nutzern selbst verwahrt werden können, denke ich, dass CBDCs ihnen keine große Konkurrenz machen werden, denn diese sind nur digitale Landeswährungen“, wie Yocom-Piatt dahingehend ausführt.

Stablecoins, also Kryptowährungen, die durch Anbindung an einen externen Vermögenswert ihre namensgebende (Wert-)Stabilität erhalten und in erster Linie als Zahlungsmittel genutzt werden, könnten durch Zentralbank-Digitalwährungen wiederum unter Druck geraten. Allerdings wird auch dies davon abhängen, wie die einzelnen CBDCs letztendlich konzeptioniert sind und angenommen werden.

„Je nachdem, welche Funktionen Zentralbank-Digitalwährungen erfüllen, könnten Stablecoins überflüssig werden“, wie der Decred-Mitgründer deshalb schlussfolgert. Dem fügt er an: „Falls es zu viele Einschränkungen für CBDCs gibt, könnten Stablecoins jedoch zumindest in puncto Flexibilität gewinnen.“

Marktführende Stablecoins wie USDT und USDC sind fester Bestandteil des Krypto-Ökosystems, da sie oftmals als „Zugangsrampe“ und „Zwischenstopp“ für Krypto-Anleger dienen, die ihre Vermögen von Fiatwährungen in Kryptowährungen umwandeln wollen oder zwischen Kryptowährungen wechseln wollen. Durch die zunehmende Beliebtheit von DeFi-Projekten hat dabei besonders der USDC profitiert.

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Studie: Bitcoin-Boom könnte Deutschland bis zu 1,3 Milliarden Euro Steuern einbringen

Die Staatskasse könnte aufgrund gestiegener Kurse für Bitcoin und andere Kryptowährungen für das Jahr 2020 1,28 Milliarden Euro an zusätzlichen Steuern einnehmen. Die meldete das Handelsblatt am 15. Januar unter Verweis auf eine jüngst veröffentlichte Studie.

Starker Anstieg der Steuereinnahmen

Das Kryptosteuer-Startup Blockpit, das Frankfurt School Blockchain Center und die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Andres hatten gemeinsam untersucht, wie sich die zuletzt stark gestiegenen Kurse von Bitcoin und Co. auf die zu versteuernden Gewinne ausgewirkt haben.

Blockpit wertete dafür anonyme Nutzerdaten aus und ermittelte auf deren Basis einen “durchschnittlichen Nutzer”. Das Portfolio dieses durchschnittlichen Kryptoanlegers hatte zum Stichtag 31. Dezember 2020 einen geschätzten Wert von 32.129 Euro und im gesamten Steuerjahr erzielte dieser steuerpflichtige Gewinne von 10.836 Euro sowie steuerfreie Gewinne in Höhe von 7.558 Euro.

Die geschätzten Steuereinnahmen machen laut der Studie etwa zwei Prozent des gesamten Einkommensteueraufkommens des Jahres 2019 aus und liegen fast doppelt so hoch als im vorherigen Rekordjahr 2017 mit 726 Millionen Euro.

FDP beklagt unklare Steuerregeln

Was die Rechtslage zur Besteuerung betrifft, herrscht in Deutschland seit Jahren Stillstand. Dies kritisiert unter anderem die in Krypto-Fragen sehr aktive FDP-Bundestagsfraktion. Deren Finanzexperte Frank Schäffler wirft der deutschen Bundesregierung deshalb Tatenlosigkeit vor und warnt, Deutschland könnte beim Thema Kryptowährungen im internationalen Vergleich den Anschluss verpassen.

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Der neue „Standard“? – China will globales Blockchain-Zahlungssystem aufbauen

Das Blockchain-Projekt der chinesischen Regierung, das sogenannte Blockchain Service Network (BSN), arbeitet an einem Standard zur Integration von Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) anderer Länder.

Wie aus einem offiziellen Blogeintrag vom 15. Januar hervorgeht, will das BSN ein universelles digitales Zahlungsnetzwerk (UDPN) aufbauen, das die CBDCs verschiedener Länder einbinden kann. Derzeit befindet sich das UDPN zwar noch in der Entwicklungsphase, allerdings soll es schon im zweiten Halbjahr 2021 in die Betaphase gehen. Die abschließende Fertigstellung soll innerhalb der nächsten fünf Jahre erfolgen.

Mit dem UDPN will das BSN einen Standard für digitale Zahlungen und für den Transfer von Digitalwährungen schaffen. Dabei sind die Ambitionen hoch, denn das neue System soll alle denkbaren Bereiche wie Finanzdienstleistungen, Versicherungsdienstleistungen und Onlinehandel umfassen und über spezifische Programmierschnittstellen (APIs) einbinden können, um nichts Geringeres als ein großes globales Zahlungssystem zu erhalten.

Im betreffenden Blogeintrag bestätigt das BSN zudem, dass China weiterhin an einer eigenen Zentralbank-Digitalwährung arbeitet, da sie diese Technologie als den wohl wichtigsten „Game-Changer“ des weltweiten Finanzsystems sieht:

„Die CBDC werden die bestehenden Zahlungsmethoden und die Art und Weise, wie traditionelle Währungen zirkulieren, grundlegend ändern. Zudem erhöhen sie die Widerstandsfähigkeit von Zahlungssystemen und verbessern den internationalen Handel über Landesgrenzen und Landeswährungen hinweg.“

Das UDPN ist eines der vier Hauptziele des Fahrplans des BSNs für das Jahr 2021. Die anderen sind der Ausbau des BSN-Netzwerks, die verstärkte Adoption der privatwirtschaftlichen BSN-Plattform und die Erweiterung des gesamten BSN-Ökosystems. Das BSN will im neuen Jahr weiterhin massiv in Forschung und Entwicklung der Blockchain-Technologie investieren, um die Massentauglichkeit der Technologie auf der ganzen Welt mit großen Schritten voranzutreiben.

Wie Cointelegraph berichtet hatte, ist das BSN das Blockchain-Projekt der chinesischen Regierung, das Ende 2019 erste Pilottests unternommen hatte. Ursprünglich war das Programm als Inkubator gedacht, der kleinen und mittelständischen Unternehmen dabei helfen sollte, Blockchain-Anwendungen zu entwickeln und einzubinden. Anschließend wurde das Netzwerk dann ausgeweitet und ab April 2020 für Unternehmen auf der ganzen Welt zugänglich gemacht.

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Österreichische Finanzmarktaufsicht legt Zwischenbericht zu neuen Krypto-Regularien vor

Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat ein Jahr nach Inkrafttreten der Registrierungspflicht für Krypto-Dienstleister Anfang 2020 am 7. Januar eine Pressemitteilung über den aktuellen Stand veröffentlicht.

Kontrolle von Krypto-Dienstleistern

Zu der im Rahmen einer Verschärfung geltender Geldwäschebestimmungen für Kryptobörsen, Wallet-Betreiber und andere Krypto-Dienstleister eingeführten Registrierungspflicht seien bislang 40 Anträge erfolgt, von denen 18 zur Ausstellung einer entsprechenden Lizenz führten.

Bei den 18 registrierten Unternehmen handelt es sich laut FMA “großteils um Dienstleister, die elektronische Geldbörsen und Tauschplattformen betreiben”. Wie wichtig die obersten Finanzmarktaufseher Österreichs das Thema behandeln, macht folgender Kommentar der FMA Vorstände Helmut Ettl und Eduard Müller deutlich:

“Die FMA verfolgt einen klaren Null-Toleranz-Ansatz im Bereich der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Im Bewusstsein der mit virtuellen Währungen einhergehenden Risiken haben wir daher im Vorjahr eine weitere Lücke geschlossen und hier die Registrierungspflicht für Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, eingeführt.”

Die laufende Aufsicht über bereits registrierte Unternehmen stelle auch im Jahr 2021 “einen Aufsichtsschwerpunkt der FMA dar, so die beiden Vorstände weiter.

Die FMA folge dabei dem “Proportionalitätsprinzip”, so die Mitteilung, dem die jeweilige Aufsichtsintensität angepasst werde. Berücksichtigt werde neben Unternehmensgröße deren “Geschäftsmodell und der damit verbundenen Risiken, für Zwecke der Geldwäscherei oder Terrorismusfinanzierung missbraucht zu werden”.  Risikofaktoren, wie das Ausnützen von Anonymität, die Verschleierung der Mittelherkunft zu identifizieren und zu mitigieren, würden dabei immer mit berücksichtigt.

Ähnliche Gesetzeslage in Deutschland

Auch in Deutschland unterliegen Kryptobörsen und -verwahrer seit rund einem Jahr einer Lizenzpflicht. Kryptowerte wie Kryptowährungen und Security Token waren durch eine Gesetzesänderung vom Ende 2019 in die Liste der offiziellen Finanzinstrumente aufgenommen worden. Als Rechtsfolge gelten auch für Kryptowerte die für Finanzinstrumente bestehenden Regulierungsbestimmungen. Über den Stand der aktuellen Lizenzvergabe informierte die Aufsichtsbehörde BaFin zuletzt im Dezember 2020.

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Bitcoin fängt sich bei 35.000 US-Dollar, Altcoins trotzen dem Trend der Finanzmärkte

Den Hoffnungen, dass Bitcoin (BTC) zurück über die 40.000 US-Dollar Marke klettert, wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Riegel vorgeschoben, nachdem sich an einem Widerstand neuer Verkaufsdruck entwickelt hat.

Wie die Daten von Cointelegraph Markets und TradingView zeigen, ist der Bitcoin-Kurs dadurch zwischenzeitlich bis auf ein Tief von 34.368 US-Dollar abgerutscht, ehe es wieder zurück bis auf 37.300 US-Dollar ging.

Marktvisualisierung von Coin360

Hintergrund für den Durchhänger könnte sein, dass die Gerüchte um das geplante Corona-Hilfspaket von Joe Biden unter der Woche zunächst für einen Schub gesorgt hatten, der jedoch langsam verpufft, da immer mehr klar wird, dass einige Forderungen des Pakets wohl nicht umsetzbar sind.

Bitcoin-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

Zudem hatte sich zuletzt auch Christine Lagarde, die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), ablehnend über die marktführende Kryptowährung geäußert, die ihrer Meinung nach Geldwäsche begünstigt. Ein britischer Vermögensberater hat derweil eine Petition eingereicht, die zum Ziel hat, Krypto-Transaktionen in Großbritannien gänzlich zu verbieten.

Auch Finanzmärkte schwächeln

Allerdings sind politischer und gesellschaftlicher Gegenwind wohl nicht die einzigen Gründe für den Rücklauf von Bitcoin, denn auch die anderen Finanzmärkte sehen sich momentan gesteigertem Verkaufsdruck ausgesetzt.

So ging es auch für die beiden wichtigen amerikanischen Aktienindizes S&P 500 und NASDAQ leicht nach unten, die jeweils 0,72 % bzw. 0,73 % verloren haben. Der Dow Jones konnte sich derweil erfolgreich gegen die Bären zur Wehr setzen und erreicht immerhin ein Plus von 0,3 %.

Der erweiterte Blick auf die Märkte zeigt, dass Gold und Silber um 1,07 % bzw. 3,17 % ins Minus rutschen, während der Ölmarkt und US-Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit ebenfalls um 2,93 % bzw. 3,59 % abrutschen.

Altcoins trotzen dem Trend

Bitcoin-Tagesdiagramm. Quelle: Coin360

Lediglich die Altcoins können diesem Trend trotzen. So schafft Chainlink (LINK) über Nacht einen Aufschwung von 13,9 %, der ihren Kurs auf 20,50 US-Dollar katapultiert. Cosmos (ATOM) krönt sich mit einem Zuwachs von 21,62 % zum Sieger der letzten 24 Stunden, wodurch für diesen ein neuer Kurs von 7,81 US-Dollar auf dem Tableau steht.

Für Ether (ETH) ist die Situation hingegen ähnlich wie bei Bitcoin. So verliert die zweitgrößte Kryptowährung 4,8 % und fällt dadurch auf 1.172 US-Dollar ab.

Die Gesamt-Marktkapitalisierung beläuft sich aktuell auf 1 Bio. US-Dollar, wobei der Marktanteil von Bitcoin 68 % ausmacht.

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Krypto-Vermögensverwaltung Grayscale schreibt im vierten Quartal Rekordzahlen

Die institutionellen Investoren haben im vierten Quartal 2020 massiv in den Kryptomarkt investiert, was daran zu erkennen ist, dass sich die Krypto-Investitionsprodukte der Vermögensverwaltung Grayscale in diesem Zeitraum größter Beliebtheit erfreut haben.

Angeführt von Investitionsprodukten für Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) hat die Gesamtheit aller Krypto-Finanzprodukte von Grayscale im vierten Quartal 3,3 Mrd. US-Dollar erreicht. Dies entspricht einem Zufluss von 250,7 Mio. US-Dollar pro Woche. Im Vergleich zum dritten Quartal 2020 hat sich der Gesamtwert mehr als verdreifacht, denn zuvor standen lediglich 1,05 Mrd. US-Dollar zu Buche.

Während der Grayscale Bitcoin Trust im Q4 217,1 Mio. US-Dollar pro Woche eingespielt hat, konnte der Ethereum-Investmentfonds 26,3 Mio. US-Dollar pro Woche generieren.

Dabei kamen 93 % aller neuen Investitionen von institutionellen Investoren, von denen andere Vermögensverwaltungen den Großteil ausmachen. Eine Steigerung von 9 % im Vergleich zum dritten Quartal, in dem die Institutionen bereits für 84 % des neu hinzu fließenden Kapitals gesorgt hatten.

Im ganzen Jahr 2020 wurden insgesamt 5,7 Mrd. US-Dollar in die Krypto-Investitionsprodukte von Grayscale angelegt. Eine massiver Zuwachs im Vergleich zu den Vorjahren, denn dieser Wert ist mehr als das Vierfache der kumulierten Investitionen von 2013 bis 2019.

„2020 saw some of the world’s most influential investors publicly support digital currencies as an asset class and some of the largest institutional investors and corporations allocating to Bitcoin,“ Grayscale told Cointelegraph, adding:

„Die gesamtwirtschaftliche Lage und die aktuelle Geldpolitik legitimieren Bitcoin zunehmend als digitales Gold.“

Die Rekordzahlen von Grayscale markieren einen Wendepunkt für Bitcoin, denn sie belegen, dass das „Smart Money“ die Kryptowährung im Jahr 2020 endlich als Absicherungsmittel gegen Inflation und Wertaufbewahrungsmittel anerkannt hat. Dieses Narrativ war eine der treibenden Kräfte, die Bitcoin im Januar fast bis auf 42.000 US-Dollar gehoben haben.

Die verstärkte Annahme durch Institutionen ebnet Bitcoin den Weg zur Massentauglichkeit, wie auch Jeff Currie von Goldman Sachs bestätigt. Allerdings sieht der Finanzexperte bis dahin noch einen langen Weg für die Kryptowährung.

Durch den Amtsantritt der Regierung von Joe Biden in den kommenden Tagen könnte schon bald ein weiteres Corona-Hilfspaket verabschiedet werden, dass Bitcoin womöglich zusätzlich in die Karten spielt.

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Russischer Krypto-Kritiker: „Spekulationsblase Bitcoin wird irgendwann platzen“

Anatoly Aksakov, ein Abgeordneter der russischen Staatsduma, hat seine ablehnende Haltung gegenüber Bitcoin (BTC) erneut bekräftigt, obwohl die Kryptowährung am gestrigen 14. Januar zurück auf 40.000 US-Dollar klettern konnte.

In einem entsprechenden Interview mit der Nachrichtenagentur TASS argumentierte Asakov, dass Bitcoin keinen wirklichen Gegenwert hat und deshalb eine bloße Spekulationsblase ist, die früher oder später zu platzen droht:

„Bitcoin hat als Kryptowährung keinen wirklichen Gegenwert. Sie ist eine private Währung, deren Wert lediglich auf dem dazugehörigen Datensystem basiert. Aus diesem Grund ist Bitcoin eine Spekulationsblase, die früher oder später platzen wird.“

Dementsprechend fordert Asakov auch andere Länder dazu auf, Bitcoin strenger zu regulieren und die Kryptowährung gänzlich als Zahlungsmittel zu verbieten. Russland ist diesen Weg bereits gegangen, indem es Krypto-Zahlungen seit dem 1. Januar 2021 verboten hat.

So meint der Politiker: „Es ist wichtig, zu unterbinden, dass Bitcoin für die Finanzierung von Drogenhandel, Terrorismus, Geldwäsche und Betrug genutzt werden kann.“

Nichtsdestotrotz sieht er Bitcoin als „die Mutter der Blockchain-Technologie“ an, denn obwohl es die Technologie schon länger gab, hätte sie erst durch die Kryptowährung große Bekanntheit erlangt.

Der russische Krypto-Kritiker ist nicht allein mit seinen Ansichten. Michael Hartnett, der Investmentchef von Bank of America Securities, hatte Bitcoin zuletzt sogar als „die Mutter aller Spekulationsblasen“ bezeichnet.

Aksakov hatte sich bereits 2020 als einer der größten Kritiker von Bitcoin geoutet. So meinte er im vergangenen Jahr, dass die Kryptowährung „keine Zukunft“ hätte und dass Krypto-Zahlungen das globale Finanzsystem zerstören würden.

Im Zuge des Rekordlaufs von Bitcoin auf 42.000 US-Dollar haben auch andere einflussreiche Politiker und Würdenträger die Kryptowährung ins Fadenkreuz genommen. EZB-Chefin Christine Lagarde hatte Bitcoin am 13. Januar ebenfalls als „hochspekulatives Finanzprodukt“ identifiziert, das Geldwäsche begünstigt.

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Investitionen von Grayscale sprengen alle Rekorde

Die Investitionen von Grayscale haben im vierten Quartal mit einem Kauf von Kryptos in Höhe von 3,3 Milliarden USD alle Rekorde gesprengt.

Weiterhin kaufen institutionelle Anleger erhebliche Mengen an Bitcoin und betonen auch, dass Kryptowährungen zu den beliebtesten Absicherungen gegenüber dem US-Dollar und dem neuen Hot Asset zur Diversifizierung von Anlageportfolios zählen. Sowohl Bitcoin (BTC) als auch Ethereum (ETH) steigen Preis weiter, die Stimmung bleibt daher weiterhin positiv, was zu einer optimistischen Reaktion der Anleger auf dem Markt führt.Laut dem Digital Asset Manager von Grayscale hat das Unternehmen seinen wöchentlichen Kauf gegenüber dem Vorquartal verdreifacht. Es handelt sich dabei um eine Summe von 1,05 Milliarden. Mit einem wöchentlichen Zufluss von ca. 250,7 Millionen USD ist der Markt jetzt reif für mehr Möglichkeiten.

Erst gestern hat Grayscale die Investitionen in Bitcoin weiter aufgestockt, womit das verwaltete Gesamtvermögen derzeit einen Wert von über 26 Milliarden USD beträgt.

Im Laufe des letzten Jahres beliefen sich die Investitionen von Grayscale auf insgesamt über 5,7 Milliarden USD. Diese Zahl ist das Vierfache des kumulierten Zuflusses von 2013 bis 2019, was eine wesentliche Veränderung in der Wahrnehmung von Bitcoin durch Anleger bedeutet.

Da sich immer mehr Asset Manager für Kryptos interessieren, herrscht eine größere Nachfrage nach Bitcoin. Im Laufe des letzten Jahres verlagerte sich die Narrative stark in Richtung BTC, womit aus BTC ein langfristiger Wertspeicher als eine schnelle Lösung schneller Gewinnchancen wurde. Diese neue Ansicht hat geholfen, Rekorde in Bezug auf den Preis, Volumen, Stimmung und Aufmerksamkeit im Jahr 2020 zu brechen und es scheint bis jetzt noch kein Ende in Sicht zu sein. Im Januar dieses Jahres stieg der Bitcoin-Preis auf 42.000 USD, was mehr als das Doppelte des Rekordhochs des letzten Bullruns 2017 ist.

Laut einem Bericht von Grayscale stammen fast 93% der Neuinvestitionen von institutionellen Anlegern. Vermögensverwalter machen dabei den größten Teil dieser Zahl aus.

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Pantera-Capital-CEO bekräftigt Bitcoin-Prognose von 115.000 US-Dollar für 2021

Dan Morehead, der Gründer und CEO der Bitcoin (BTC)-Investmentfirma Pantera Capital, hat seine bullische Bitcoin-Prognose für 2021 nochmals bekräftigt.

Bitcoin wird bis August 2021 bis zu 115.000 US-Dollar erreichen und damit in den nächsten acht Monaten um 200 Prozent ansteigen, so Morehead bei einer Telefonkonferenz am 12. Januar.

Die Führungskraft machte diese Prognose bereits im August 2020, als Bitcoin bei etwa 11.600 US-Dollar lag. Bei Redaktionsschluss lag die Kryptowährung bei über 38.000 US-Dollar. Am Dienstag sagte Morehead, dass Bitcoin noch viel Raum für Wachstum habe:

„Ist Bitcoin überbewertet? Ich würde sagen, nein. […] Bitcoin lag drei Jahre lang deutlich unter seiner langfristigen durchschnittlichen jährlichen Wachstums-Trendlinie und liegt immer noch darunter. Obwohl Bitcoin in den letzten sechs Monaten eine starke Rallye hingelegt hat, denke ich, dass er einen fairen Wert hat.“

Morehead glaubt, dass wichtige globale digitale Währungsentwicklungen wie Chinas digitaler Yuan den Kryptomarkt positiv beeinflussen und die Mainstream-Akzeptanz fördern würden. „Es gibt über eine Milliarde Menschen auf der Erde, die keinen Zugang zu einer Bank haben, aber Zugang zu einem Smartphone. Und das ist alles, was man braucht, um eine Kryptowährung zu verwenden“, so Morehead.

Joey Krug, der Co-Leiter der Informationsabteilung von Pantera, sagte, dass der derzeitige Bullenlauf von Bitcoin sich von früheren Rallyes unterscheide und nicht auf dieselbe Weise enden werde, wie der vorherige Lauf im Jahr 2017. Krug sagte, die jüngste Rallye sei in Bezug auf die Fundamentaldaten der Akzeptanz viel stärker. 

„Da die starken Fundamentaldaten im Jahr 2017 sahen so aus, dass es wirklich nicht viel Fundamentaldaten gab. Die meisten Projekte waren nur eine Idee auf einem Stück Papier, die meisten Dinge wurden nicht lanciert, die meisten Dinge hatten keine Produkte auf dem Markt“, erklärte er.

Morehead ist nicht der einzige, der glaubt, dass Bitcoin im Jahr 2021 100.000 US-Dollar erreichen wird. Anfang Januar sagte Catherine Coley, die CEO von Binance.US, voraus, dass Bitcoin bis zum Ende des Jahres 100.000 US-Dollar erreichen könnte. PlanB, der Schöpfer des Stock-to-Flow-Modells, sagte ebenfalls voraus, dass Bitcoin bis Dezember 2021 auf zwischen 100.000 US-Dollar und 288.000 US-Dollar erreichen sollte.

Am 8. Januar erreichte Bitcoin ein neues Allzeithoch von 42.000 US-Dollar. Bei einer massiven Rallye hatte er Ende 2020 die Marke von 20.000 US-Dollar durchbrochen. Nach einer Korrektur erholt sich Bitcoin stetig und liegt nun bei 39.600 US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von etwa 14 Prozent in den letzten 24 Stunden bis Redaktionsschluss.

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Finanzberater setzen auf Bitcoin als Absicherung

Kryptowährungen wie etwa Bitcoin (BTC) werden von Finanzberatern immer öfter als Absicherung gegen die Inflation eingesetzt. Das unterstreicht den dramatischen Stimmungswandel unter den Institutionen gegenüber digitalen Vermögenswerten.

Eine Umfrage von Bitwise über ETF Trends im Jahr 2021 zeigt, dass 9,4 Prozent der Finanzberater im Jahr 2020 in Kryptowährungen investiert haben. Das ist ein Anstieg von 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von den Beratern, die derzeit nicht in Kryptowährungen investieren, gaben 17 Prozent an, dass sie im Jahr 2021 entweder „definitiv“ oder „wahrscheinlich“ investieren werden.

Berater kaufen Krypto aus vielen Gründen, vor allem wegen der möglichen Absicherung gegen Inflation. Bitwise erklärte, dass 25 Prozent der Berater die Inflationsabsicherung als eine der attraktivsten Eigenschaften der Anlageklasse betrachten würden. Im Jahr zuvor noch waren es nur 9 Prozent.

Im Bericht dazu heißt es:

„In der diesjährigen Umfrage haben deutlich mehr Berater das ‚hohe Renditepotenzial‘ von Kryptowährungen und die Rolle der Kryptowährung bei der ‚Inflationsabsicherung‘ als attraktive Merkmale der Anlageklasse hervorgehoben.“

Insgesamt nahmen 994 Berater an der Umfrage teil. Im Vorjahr waren noch 415. Unabhängige registrierte Anlageberater machten 45 Prozent der Befragten aus. Außerdem waren unter den Befragten auch unabhängige Broker-Dealer (25 Prozent), Finanzplaner (19 Prozent) und Wirehouse-Vertreter (11 Prozent).

Bitcoin profitiert von der systemischen Abwertung des Dollars, da sich mehr Investoren aus dem traditionellen Finanzsystem von diesem abwenden. Es wird erwartet, dass sich der freie Fall des Dollars in diesem Jahr fortsetzen wird, da die neue Regierung von Joe Biden ein Konjunkturpaket im Milliardenhöhe vorbereitet. Damit macht die Regierung effektiv dort weiter, wo Donald Trump aufgehört.

Obwohl Institutionen derzeit nur einen kleinen Bruchteil aller Bitcoin-Bestände besitzen, wächst ihr Einfluss auf den Markt immer weiter. Jeff Currie, ein leitender Angestellter bei Goldman Sachs, glaubt, dass die institutionelle Akzeptanz Bitcoin allmählich reifer macht. Er merkte aber an, dass noch mehr Akzeptanz nötig sei, um die Anlageklasse zu stabilisieren.

Das verwaltete Vermögen von Bitwise wuchs im Dezember 2020 auf 500 Mio. US-Dollar. Das ist fünf Mal mehr als noch zwei Monate zuvor. Die Rekordzuflüsse der Firma spiegeln die Nachfrage seitens der Investmentprofis, darunter Berater, Hedgefonds und Unternehmen, wider.

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