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Kursanalyse, 5. Juli: Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Ripple (XRP)

Die Kryptomärkte blieben über das Wochenende und am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag der USA, relativ stabil. Obwohl Arthur Hayes, der ehemalige CEO der Derivateplattform BitMEX, um den 4. Juli herum einen „Mega-Krypto-Dump“ erwartete, ist ein solcher nicht eingetreten.

Der Rückgang der Volatilität bei Bitcoin (BTC) in den letzten Tagen hat dazu geführt, dass die Bollinger Bands immer enger werden. Das deutet auf einen möglichen Anstieg der Volatilität in den nächsten Tagen hin, so der bekannte Analyst Matthew Hyland.

Kryptowährungsmarkt Tagesentwicklung. Quelle: Coin360

Unterdessen warten Krypto-Investoren auf einen Wegweiser von den US-Aktienmärkten und dem US-Dollar.

Der Korrelationskoeffizient von Bitcoin zum Dollar ist in der Woche zum 3. Juli auf 0,77 unter Null gesunken. Das ist der niedrigste Stand seit siebzehn Monaten. Der Großteil der von JP Morgan befragten Analysten geht davon aus, dass der Dollar auf oder unter dem aktuellen Kursniveau, also bei etwa 105, schließen wird. Jegliche Schwäche des Dollars könnte für Bitcoin von Vorteil sein.

Könnten die Bullen kurzfristig eine Erholung erreichen? Sehen wir uns die Charts dazu an.

BTC/USDT

Die Bären haben es nicht geschafft, Bitcoin unter 19.637 US-Dollar sinken zu lassen. Das deutet auf einen Mangel an Verkäufern auf niedrigeren Niveaus hin. Die Bullen werden nun versuchen, den Kurs zurück über den Widerstand bei 19.637 US-Dollar steigen zu lassen.

BTC/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Wenn das passiert, könnte BTC/USDT bis an den 20-Tage-EMA bei 21.255 US-Dollar klettern. Diese Marke könnte sich erneut als harter Widerstand erweisen, doch wenn die Bullen diese Hürde überwinden, könnte das Paar in die Zone zwischen 22.000 US-Dollar und 23.362 US-Dollar klettern.

Ein Ausbruch über diese Zone könnte eine Rallye bis zum 50-Tage-SMA bei 25.710 US-Dollar ermöglichen. Die Bullen müssen diese Barriere überwinden, um einen möglichen Trendwechsel zu signalisieren.

Wenn der Kurs allerdings vom 20-Tage-EMA nach unten dreht, deutet das darauf hin, dass die Stimmung bärisch ist und Trader bei Rallyes verkaufen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die kritische Unterstützung bei 17.622 US-Dollar erneut getestet wird. Sollte diese Unterstützung durchbrochen werden, könnte der Rückgang sich bis auf 15.000 US-Dollar erstrecken.

ETH/USDT

Ether (ETH) ist am 30. Juni unter die psychologisch wichtige Marke von 1.000 US-Dollar gerutscht, aber die Bären konnten sich diese Schwäche nicht weiter zu nutze machen. Das deutet darauf hin, dass die Bullen auch bei kleineren Rückgängen kaufen.

ETH/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Die Bullen werden nun versuchen, den Kurs über den 20-Tage-EMA bei 1.192 US-Dollar steigen zu lassen und die Oberhand zu gewinnen. Wenn ihnen das gelingt, könnte ETH/USDT auf 1.280 US-Dollar und dann auf den 50-Tage-SMA bei 1.535 US-Dollar klettern. Dieses Niveau könnte erneut als starker Widerstand fungieren. Die Bullen müssen den Kurs über 1.700 US-Dollar steigen lassen, um einen neuen Aufwärtstrend zu signalisieren.

Wenn der Kurs allerdings vom 20-Tage-EMA aus nach unten dreht, deutet das darauf hin, dass die Stimmung weiter negativ ist und die Bären bei Rallyes verkaufen. Die Bären werden dann versuchen, den Kurs unter 998 US-Dollar sinken zu lassen und dann die kritische Unterstützung bei 881 US-Dollar anzugreifen.

XRP/USDT

XRP liegt in einem symmetrischen Dreiecksmuster, was auf Unentschlossenheit unter den Bullen und den Bären hindeutet. Das symmetrische Dreieck fungiert in der Regel als Fortsetzungsmuster, in einigen Fällen kann es aber auch als Umkehrmuster fungieren.

XRP/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Der Kurs hat sich von der Unterstützung des Dreiecks erholt und die Bullen werden versuchen, XRP/USDT über den 20-Tage-EMA bei 0,33 US-Dollar steigen zu lassen. Wenn ihnen das gelingt, könnte das Paar bis an den Widerstand des Dreiecks klettern.

Ein Ausbruch und Schluss über diesem Niveau könnte den Beginn eines neuen Aufwärtstrends signalisieren. Das Paar könnte dann eine Rallye bis auf 0,48 US-Dollar hinlegen.

Es ist auch möglich, dass der Kurs vom 20-Tage-EMA aus einbricht und unter die Unterstützung des Dreiecks fällt. Dadurch könnte das Paar auf die kritische Unterstützung bei 0,28 US-Dollar fallen. Wenn dieses Niveau durchbrochen wird, liegt der nächste Halt bei 0,23 US-Dollar.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph.com wieder. Jedes Investment und jeder Handel gehen mit Risiken einher und Sie sollten gut recherchieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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Top-5-Kryptowährungen diese Woche: Bitcoin (BTC), Shiba Inu (SHIB), Polygon (MATIC), Cosmos (ATOM), ApeCoin (APE)

Die Bären versuchen, Bitcoin (BTC) unter 19.000 US-Dollar sinken zu lassen, um ihren Vorsprung auf dem Kryptomarkt weiter auszubauen. Analysten beobachten den MVRV-Z Score von Bitcoin, der misst, wie hoch oder niedrig der Bitcoin-Kurs im Verhältnis zum „fairen Wert“ ist, und erwarten einen noch tieferen Fall, bevor der Boden erreicht ist.

Der Wirtschaftswissenschaftler, Händler und Unternehmer Alex Krueger wies jedoch darauf hin, dass das Bitcoin-Volumen im Juni ein Allzeithoch erreicht hat. Normalerweise ist das höchste Volumen in einem Abwärtstrend ein Anzeichen für eine Kapitulation, und das „schafft bedeutende Böden“. Wenn Bitcoin sich wie im Bärenmarkt von 2018 entwickelt, erwartet Krueger eine Bodenbildung im Juli.

Kryptomarktdaten, Tagesübersicht. Quelle: Coin360

Da Bitcoin und der S&P 500 stark korrelieren müssen Krypto-Händler die Entwicklung der US-Aktienmärkte in der nächsten Woche genau im Auge behalten. Diese werden von den Details der letzten Sitzung der US-Zentralbank und dem Bericht über den Arbeitsmarkt für Juni beeinflusst.

Könnte Bitcoin ein höheres Tief bilden und die Kryptomärkte zu einer Erholung führen alle Zeichen? Sehen wir uns dazu die Top-5-Kryptowährungen an, die kurzfristig eine mögliche Erholungsrallye legalisieren.

BTC/USDT

Der lange Docht auf der Bitcoin-Kerze vom 1. Juli zeigt, dass die Bären weiter bei Erholungen in der Nähe des 20-Tage-EMA bei 21.396 US-Dollar verkaufen. Obwohl die Bären den Kurs auf unter 19.637 US-Dollar sinken ließ, konnten sie diesen Schwung nicht weiter ausbauen.

BTC/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Die Bullen versuchen, den Kurs über 19.637 US-Dollar steigen zu lassen. Wenn ihnen das gelingt, könnte BTC/USDT wieder in Richtung des 20-Tage-EMA steigen. Ein Ausbruch und Schluss über 22.000 US-Dollar würde einen möglichen Trendwechsel signalisieren. Das Paar könnte dann auf den 50-Tage-SMA bei 25.938 US-Dollar klettern.

Wenn der Kurs allerdings vom aktuellen Niveau aus nach unten dreht, deutet das darauf hin, dass die Bären weiterhin die Oberhand haben. Die Verkäufer werden dann versuchen, den Kurs auf unter 18.626 US-Dollar sinken zu lassen. Wenn ihnen das gelingt, könnte das Paar in die Unterstützungszone zwischen 17.960 US-Dollar und 17.622 US-Dollar abrutschen.

Die Bullen müssen diese Zone verteidigen, da andernfalls die nächste Phase des Abwärtstrends einsetzen könnte. Das Paar könnte dann auf 15.000 US-Dollar abrutschen.

BTC/USDT 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Auf dem 4-Stunden-Chart sieht man, dass die Bären den 20-Tage-EMA aggressiv verteidigen. Die gleitenden Durchschnitte tendieren nach unten und der RSI liegt im negativen Bereich, was darauf hindeutet, dass die Bären die Oberhand haben. Ein Einbruch unter 18.626 US-Dollar könnte die Bären weiter stärken.

Dieses pessimistische Szenario ist hinfällig, wenn die Bullen den Kurs über den 20-Tage-EMA steigen lassen können. Das Paar könnte dann bis an den 50-Tage-SMA klettern, den die Bären stark verteidigen dürften. Wenn der Kurs es über diesen Widerstand schafft, könnte das Paar in Richtung 21.000 US-Dollar danach auf 22.000 US-Dollar klettern.

SHIB/USDT

Shiba Inu (SHIB) liegt in einer engen Spanne in der Nähe der gleitenden Durchschnitte. Die Bullen versuchen unterdessen, ein höheres Tief bei 0,000009 zu erreichen. Auf eine lange Spanne folgt in der Regel ein heftiger Ausbruch.

SHIB/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Bricht der Kurs über den 50-Tage-SMA bei 0,000010 US-Dollar aus, könnte SHIB/USDT an Schwung gewinnen und auf 0,000012 US-Dollar und dann in Richtung 0,000014 US-Dollar steigen. Ein Ausbruch und Schluss über diesem Niveau könnte auf einen Trendwechsel hinweisen.

Wenn der Kurs allerdings unter 0,000009 US-Dollar fällt, könnte das eine Falle für die Bullen sein. Damit könnte ein erneuter Test der Marke von 0,000007 US-Dollar möglich werden. Ein Einbruch unter diese wichtige Unterstützung könnte signalisieren, dass der Abwärtstrend weitergeht.

SHIB/USDT 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Auf dem 4-Stunden-Chart sieht man, dass sich ein symmetrisches Dreiecksmuster bildet. Das Paar steckt zwischen dem 20-Tage-EMA und der Unterstützungslinie des Dreiecks fest. Sollten die Bären den Kurs unter die Unterstützungslinie sinken lassen und halten, könnte das Paar bis auf 0,000009 US-Dollar fallen. Ein Einbruch Anschluss unter dieser Unterstützung könnte darauf hindeuten, dass die Bären wieder die Oberhand haben.

Wenn die Bullen allerdings den Kurs über den 20-Tage-EMA steigen lassen, könnte das Paar bis an den Widerstand des Dreiecks klettern. Wenn sie diesen überwinden, könnte das Paar bis auf 0,000011 US-Dollar und dann auf 0,000012 US-Dollar steigen.

MATIC/USDT

Polygon (MATIC) drehte am 26. Juni von der Unterstützung bei 0,61 US-Dollar aus nach unten und die Bären konnten den Kurs am 28. Juni unter den 20-Tage-EMA bei 0,50 sinken lassen. Positiv ist, dass die Bullen nicht zugelassen haben, dass die Bären ihren Vorteil ausbauen.

MATIC/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Seitdem liegt MATIC/USDT etwa am 20-Tage-EMA. Das deutet darauf hin, dass die Bullen versuchen, den Kurs wieder über diese Marke steigen zu lassen. Wenn das gelingt, könnte das Paar erneut versuchen, auf 0,61 US-Dollar zu steigen.

Der RSI weist eine positive Divergenz auf, was darauf hindeutet, dass die Bären ihren Einfluss verlieren könnten. Ein Ausbruch über 0,61 US-Dollar könnte für einen Anstieg auf 0,75 US-Dollar sorgen.

Wenn der Kurs allerdings vom aktuellen Niveau aus nach unten dreht und unter 0,41 US-Dollar fällt, würde das signalisieren, dass die jüngste Erholung einer Bärenmarktrallye war. Die Verkäufer werden dann versuchen, den Kurs wieder unter die wichtige Unterstützung bei 0,31 US-Dollar sinken zu lassen.

MATIC/USDT 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Die Käufer haben den Kurs über die Abwärtstrendlinie und den 20-Tage-EMA steigen lassen, konnten aber nicht über die psychologisch wichtige Marke von 0,50 US-Dollar kommen. Daraufhin haben die Bären den Kurs wieder auf 0,45 US-Dollar sinken lassen. Wenn diese Unterstützung nachgibt, ist ein erneuter Test des Niveaus um 0,41 US-Dollar wahrscheinlich.

Wenn der Kurs sich allerdings vom aktuellen Niveau aus erholt, deutet das darauf hin, dass die Bullen bei Rückgängen kaufen. Die Bullen werden dann erneut versuchen, über den Widerstand bei 0,50 US-Dollar zu kommen. Wenn ihnen das gelingt, könnte das zu einer Rallye auf 0,55 US-Dollar und dann auf 0,61 US-Dollar führen.

ATOM/USDT

Nach einem lang anhaltenden Abwärtstrend versucht Cosmos (ATOM) einen Boden zu bilden. Die Käufer ließen den Kurs am 1. Juli über den 20-Tages-EMA bei 7,84 US-Dollar steigen, aber der 50-Tages-SMA bei 8,81 US-Dollar dürfte sich als starker Widerstand erweisen.

ATOM/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Der 20-Tage-EMA ist abgeflacht und der RSI liegt fast in der Mitte, was darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck allmählich nachlässt. Wenn die Käufer den Kurs über den 50-Tage-SMA steigen lassen können, könnte der bullische Schwung stärker werden, und ATOM/USDT könnte auf 10,84 US-Dollar und dann noch 12,50 US-Dollar klettern. Ein Ausbruch und Schluss über diesem Niveau könnte auf einen Trendwechsel hindeuten.

Dieses optimistische Szenario ist hinfällig, wenn der Kurs vom aktuellen Niveau aus nach unten dreht und unter 6,89 US-Dollar fällt. Wenn das passiert, könnte das Paar erneut den wichtigen Widerstand bei 5,55 US-Dollar testen.

ATOM/USDT 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Auf dem 4-Stunden-Chart sieht man, dass die Bullen versuchen, den 50-SMA zur Unterstützung zu machen. Wenn der Kurs vom aktuellen Niveau aus steigt und über 8,38 US-Dollar ausbricht, könnten die Bullen den Widerstand bei 8,75 US-Dollar angreifen. Ein Ausbruch über diesem Niveau könnte signalisieren, dass der Anstieg weitergeht. Das Paar könnte dann auf 9 US-Dollar steigen.

Wenn der Kurs allerdings nach unten dreht und unter die gleitenden Durchschnitte fällt, deutet das darauf hin, dass die Bären weiter auf den höheren Niveaus verkaufen. Das Paar könnte dann in Richtung 7,18 US-Dollar und dann auf 6,89 US-Dollar abrutschen.

APE/USDT

Die Käufer konnten ApeCoin (APE) am 27. Juni über den 20-Tage-EMA bei 4,69 US-Dollar steigen lassen, konnten die Erholung allerdings nicht ausbauen. Die Bären ließen den Kurs am 29. Juni wieder unter den 20-Tages-EMA sinken. Positiv ist aber, dass die Bullen keinen allzu großen Rückgang zugelassen haben.

APE/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Das deutet darauf hin, dass die Käufer ihre Positionen nicht abstoßen, da sie einen Anstieg erwarten. Der 20-Tage-EMA flacht allmählich ab und der RSI ist knapp unterhalb der Mitte. Das deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck nachlässt.

Wenn die Käufer den Kurs über den 20-Tages-EMA steigen lassen können, könnte sich der Vorteil zu ihren Gunsten wenden. APE/USDT könnte dann bis an den 50-Tage-SMA bei 5,72 US-Dollar klettern, wo die Bären wahrscheinlich starken Widerstand leisten werden.

Wenn der Kurs allerdings vom aktuellen Niveau aus nach unten dreht und unter 4,21 US-Dollar fällt, könnte sich der Rückgang bis auf 3,85 US-Dollar erstrecken.

APE/USDT 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Auf dem 4-Stunden-Chart sieht man eine symmetrische Dreiecksformation, die auf Unentschlossenheit bei Käufern und Verkäufern hindeutet. Die beiden gleitenden Durchschnitte sind flach, und der RSI liegt etwa in der Mitte, was auf ein Gleichgewicht zwischen Bullen und Bären hindeutet.

Wenn der Kurs unter das Dreieck fällt, deutet das darauf hin, dass die Bären weiter die Oberhand haben. Das Paar könnte dann bis auf 3,78 US-Dollar fallen.

Wenn der Kurs jedoch vom aktuellen Niveau aus steigt und über das Dreieck ausbricht, würde das einen Vorteil für die Bullen bedeuten. Das Paar könnte dann auf 5,38 US-Dollar und einer 5,57 US-Dollar steigen

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jedes Investment und jeder Handel gehen mit Risiken einher und Sie sollten gut recherchieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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Kursanalyse, 2. Juli: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Ripple (XRP)

Bitcoin hat allein im zweiten Quartal 2022 massive 56,2 % verloren, wie die Daten von Coinglass belegen. Damit steht für die marktführende Kryptowährung zugleich das schwächste Quartal seit 2011 zu Buche, als BTC sogar um satte 67 % eingebrochen war. Im aktuellen Jahresviertel war es allen voran der Juni, der einen beträchtlichen Abschwung von 37 % mit sich gebracht hat und damit den schlechtesten Monat seit September 2011 markiert.

Nichtsdestotrotz gibt es für die Krypto-Anleger kleine Hoffnungsschimmer, denn wie der JPMorgan-Analyst Nikolaos Panigirtzoglou am 29. Juni geschrieben hat, lässt die Kennzahl „Net Leverage Metric“ darauf schließen, dass der Dominoeffekt in der Branche womöglich schon bald vorbei ist, denn Krypto-Unternehmen, die finanziell stärker aufgestellt sind, schicken sich bereits an, wankenden Projekten unter die Arme zu greifen, um einen weiteren Zusammenbruch des Ökosystems zu verhindern.

Marktvisualisierung von Coin360

Eine andere frohe Kunde für BTC kommt derweil von zwei Analystinnen der Deutschen Bank, die in einer aktuellen Studie zu dem Schluss kommen, dass der amerikanische Aktienmarkt schon bald wieder im Aufwind sein könnte. Dank der engen Korrelation zum Kryptomarkt könnte es demnach auch für den Bitcoin-Kurs bald wieder nach oben gehen.

Wie sieht es auf kurze Sicht aus? Setzt sich der Abwärtstrend fort oder können die großen Kryptowährungen schon die Trendwende einleiten? Werfen wir einen Blick auf die Kurse!

BTC/USDT

Bitcoin ist am 30. Juni unter den naheliegenden Support bei 19.637 US-Dollar abgerutscht, aber die lange Lunte an der Unterseite der Tageskerze lässt darauf schließen, dass es in den niedrigen Bereichen hohes Kaufinteresse gibt. Die Bullen haben dann am 1. Juli versucht, diesen Schwung mitzunehmen und über die 22.000 US-Dollar-Marke zu springen, aber der Docht an der Oberseite der Tageskerze legt nahe, dass die Bären im oberen Bereich weiter verkaufen.

Bitcoin-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

Sofern der Bitcoin-Kurs unter 19.637 US-Dollar verbleibt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass bei 17.622 US-Dollar ein wichtiger Support erneut getestet wird. Die abfallenden Moving Averages (MAs) und der Relative Stärkeindex (RSI) im überverkauften Bereich deuten an, dass die Bären noch immer am Drücker sind.

Ein Abschwung unter 17.622 US-Dollar könnte den vorherigen Abwärtstrend fortsetzen. Der nächste Support würde dann erst bei 15.000 US-Dollar liegen.

Dieses negative Szenario kann verhindert werden, wenn sich der Bitcoin-Kurs über den 20-Day Exponential Moving Average (EMA) bei 21.907 US-Dollar hievt. Damit würde BTC/USDT zugleich beste Voraussetzungen schaffen, um zurück bis an den 50-Day Simple Moving Average (SMA) bei 26.361 US-Dollar zu klettern.

ETH/USDT

Ethereum (ETH) ist am 30. Juni unter den Support bei 1.050 US-Dollar gefallen, doch die Bullen haben den Abschwung sofort wieder aufgekauft. Die Käufer wollten diesen Rückenwind dann bis zum 1. Juli retten, aber der lange Docht an der Tageskerze belegt, dass die Bären selbst kleine Aufschwünge sofort wieder abverkaufen.

Ethereum-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

Die Bären werden nun versuchen, denn Ethereum-Kurs auch noch unter die psychologisch wichtige 1.000 US-Dollar-Marke zu drücken, und falls dies gelingt, könnte ETH/USDT womöglich sogar bis auf nur noch 881 US-Dollar schlittern. Wenn auch diese Marke einbricht, setzt sich der vorherige Abwärtstrend fort und der nächste Support befindet sich dann bei 681 US-Dollar.

Falls sich der führende Altcoin jedoch von der 1.000 US-Dollar-Marke abstoßen kann, dann werden die Bullen probieren, den Kurs über das 20-Day EMA zu heben. Sollte dies gelingen, dann verlieren die Bären so langsam ihre Vormachtstellung und der resultierende Aufwind könnte Ethereum womöglich bis auf 1.280 US-Dollar tragen.

XRP/USDT

Ripple (XRP) wollte am 30. Juni eine Erholung hinlegen, aber die Bullen konnten den Kurs nicht über den Widerstand bei 0,35 US-Dollar wuppen. Daran lässt sich ablesen, dass die Bären ihren Vorsprung noch nicht so leicht aufgeben.

Ripple-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

XRP/USDT könnten nun bis auf den starken Support bei 0,28 US-Dollar abrutschen, doch spätestens hier werden sich die Bullen mit aller Macht zur Wehr setzen. Falls der XRP-Kurs von 0,28 US-Dollar wieder nach oben klettern kann, kaufen die Bullen in den unteren Bereichen weiter fleißig an. Mit diesem Schwung wird dann wahrscheinlich ein neuer Anlauf auf das 50-Day SMA bei 0,37 US-Dollar gestartet.

Falls die Bären den Kurs jedoch unter 0,28 US-Dollar drücken können, wird sich der vorherige Abwärtstrend fortsetzen. Dann ist für die Ripple-Kryptowährung ein Abschwung auf nur noch 0,23 US-Dollar denkbar.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jedes Investment – und Handelsschritt birgt ein Risiko. Recherchieren Sie gut, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Die Marktdaten stammen von der HitBTC-Börse.

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Kursanalyse, 30. Juni: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Ripple (XRP)

Die US-Aktienmärkte sind nach den Zuwächsen letzte Woche wieder etwas zurückgegangen. Bitcoin ist im Zuge dessen auf die psychologisch wichtige Unterstützung bei 20.000 US-Dollar gefallen. Das deutet darauf hin, dass die Anleger risikoreiche Vermögenswerte bei höheren Kursen eher meiden.

Mark Cuban sagte in einem Gespräch im Podcast Bankless am 23. Juni, der Krypto-Bärenmarkt könnte enden, wenn der Kurs so billig geworden ist, dass Investoren anfangen zu kaufen oder eine Anwendung mit einem Nutzen auf den Markt gebracht wird, die Nutzer anzieht.

Kryptowährungsmarkt Tagesentwicklung. Quelle: Coin360

Mehrere Analysten erwarten, dass Bitcoin weiter fällt und schließlich einen Boden zwischen 10.000 US-Dollar und 12.000 US-Dollar erreicht. John Bollinger, der Schöpfer des beliebten Indikators Bollinger Bands, sagte jedoch, die monatlichen Charts würden darauf hindeuten, der Bitcoin-Kurs habe „einen logischen Ort erreicht, um einen Boden zu bilden“.

Können die Bären den Verkaufsdruck aufrechterhalten und die Kryptowährungskurse nach unten ziehen? Sehen wir uns die Charts dazu an.

BTC/USDT

Bitcoin fiel am 26. Juni von 22.000 US-Dollar auf die unmittelbare Unterstützung bei 19.637 US-Dollar. Das deutet darauf hin, dass die Bären weiterhin die Oberhand haben und bei jeder Rallye verkaufen.

BTC/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Sollte der Kurs unter 19,637 US-Dollar fallen, könnte BTC/USDT auf die wichtige Unterstützung bei 17,622 US-Dollar fallen. Dieses Niveau sollte man im Auge behalten, da ein Einbruch und Schluss darunter die nächste Phase des Abwärtstrends einleiten könnte. Das Paar könnte dann auf 15.000 US-Dollar fallen.

Wenn der Kurs sich jedoch von 19.637 US-Dollar aus erholt, deutet das auf eine Nachfrage auf den niedrigeren Niveaus hin. Die Käufer werden dann versuchen, den Kurs über den 20-Tage-EMA bei 22.393 US-Dollar steigen zu lassen. Wenn ihnen das gelingt, könnte das Paar bis auf den 50-Tage-SMA bei 26.735 US-Dollar klettern.

ETH/USDT

Ether (ETH) drehte am 26. Juni vom 20-Tage-EMA bei 1.268 US-Dollar aus nach unten, was darauf hindeutet, dass die Stimmung weiterhin negativ ist und Händler Rallyes verkaufen.

ETH/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Die gleitenden Durchschnitte tendieren nach unten und der RSI liegt im negativen Bereich. Das signalisiert, dass die Bären die Oberhand haben. Die Verkäufer werden versuchen, den Kurs unter die unmittelbare Unterstützung bei 1.050 US-Dollar sinken zu lassen. Wenn ihnen das gelingt, könnte ETH/USDT auf das Intraday-Tief vom 18. Juni bei 881 US-Dollar zurückfallen.

Ein Einbruch unter diese Unterstützung würde signalisieren, dass der Abwärtstrend weitergeht. Die nächste Unterstützung weiter unten liegt bei 681 US-Dollar.

Wenn der Kurs sich allerdings von 1.050 US-Dollar aus erholt, deutet das auf eine Nachfrage auf den niedrigeren Niveaus. Die Käufer werden dann erneut versuchen, den Kurs über den 20-Tage-EMA steigen zu lassen. Dann könnte der Kurs auf 1.500 US-Dollar und dann auf 1.700 US-Dollar klettern.

XRP/USDT

Ripple (XRP) ist am 28. Juni unter das Ausbruchsniveau bei 0,35 US-Dollar gerutscht, was darauf hindeutet, dass die Bären weiterhin aggressiv auf den höheren Niveaus verkaufen.

XRP/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Der 20-Tage-EMA bei 0,35 US-Dollar ist flach, aber der RSI ist auf unter 40 gefallen. Das deutet darauf hin, dass die Bären einen leichten Vorteil haben. Die Verkäufer werden versuchen, den Kurs unter die wichtige Unterstützung bei 0,28 US-Dollar sinken zu lassen. Dieses Niveau sollte man im Auge behalten, denn wenn der Kurs darunter fällt, könnte XRP/USDT die nächste Phase des Abwärtstrends einleiten.

Wenn der Kurs allerdings vom aktuellen Niveau oder von 0,28 US-Dollar aus wieder steigt, deutet das darauf hin, dass die Bullen auf den niedrigeren Niveaus kaufen. Dadurch könnte das Paar für ein paar Tage in einer Spanne zwischen 0,28 US-Dollar und dem 50-Tage-SMA bei 0,38 US-Dollar verbleiben.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jedes Investment und jeder Handel bringen Risiken mit sich. Recherchieren Sie gut, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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Kursanalyse, 28. Juni: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Ripple (XRP)

Der aktuelle Bärenmarkt bei Bitcoin (BTC) ist der schlimmste, den es jemals gab, wie es in einem Bericht der On-Chain-Analysefirma Glassnode heißt. Erstmals in der Geschichte von Bitcoin ist sein Mayer Multiple unter den Tiefststand des vorigen Zyklus gerutscht. Als Bitcoin am 18. Juni unter 20.000 US-Dollar gefallen ist, haben Anleger mit 4,23 Milliarden US-Dollar auch den größten Verlust überhaupt an einem Tag verzeichnet. Angesichts der oben genannten Faktoren und einiger anderer Ereignisse glaubt Glassnode, dass die Kapitulation bei Bitcoin begonnen haben könnte.

Die Bitcoin-Wale scheinen ebenfalls zu kaufen, was darauf hindeutet, dass der Boden bald erreicht sein könnte. Und am 25. Juni hat die Analyseressource „Game of Trades“ darauf hingewiesen, dass die Nachfrage seitens der Wale, die 1.000 bis 10.000 Bitcoin halten, einen starken Anstieg verzeichnete.

Kryptowährungsmarkt Tagesentwicklung. Quelle: Coin360

Glassnode hat ein weiteres Anzeichen dafür entdeckt, dass Händler kaufen. Die 30-tägige durchschnittliche Veränderung des Angebots an den Börsen ist am 26. Juni nämlich um 153.849 Bitcoin gesunken ist. Das ist der größte Rückgang, der jemals verzeichnet wurde.

Kaufen die Bullen bei Rückgängen weiter und schaffen ein höheres Tief? Sehen wir uns die Charts dazu an.

BTC/USDT

Bitcoin drehte am 26. Juni von 22.000 US-Dollar aus nach unten, was darauf hindeutet, dass die Stimmung weiter negativ ist und Trader bei jeder noch so kleinen Rallye verkaufen. Die Bären werden versuchen, den Kurs auf das psychologisch wichtige Niveau von 20.000 US-Dollar sinken zu lassen.

BTC/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Wenn der Kurs sich von 20.000 US-Dollar aus erholt, deutet das darauf hin, dass die Bullen bei Rückgängen kaufen. Dadurch könnte das Paar für ein paar Tage in einer Spanne zwischen 20.000 US-Dollar und 22.000 US-Dollar verbleiben.

Das erste Anzeichen von Stärke wäre ein Ausbruch und Schluss über den 20-Tage-EMA bei 22.890 US-Dollar. Damit wäre eine Rallye in Richtung des 50-%-Fibonacci-Retracement-Niveaus bei 24.693 US-Dollar möglich.

Auf diesem Niveau könnte es Widerstand geben, wenn die Bullen diese Hürde allerdings überwinden, könnte BTC/USDT bis zum 50-Tage-SMA bei 27.150 US-Dollar klettern. Die Bullen müssten den Kurs über dieses Niveau steigen lassen, um zu signalisieren, dass das Paar einen Boden erreicht hat.

ETH/USDT

Ether (ETH) kletterte am 26. Juni auf den 20-Tage-EMA bei 1.300 US-Dollar, aber die Bullen konnten den Kurs nicht über diesen Widerstand steigen lassen. Das deutet darauf hin, dass die Bären ihren Vorteil nicht so einfach aufgeben.

ETH/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Wenn der Kurs vom aktuellen Niveau aus nach unten dreht, werden die Bären versuchen, ETH/USDT auf 1.050 US-Dollar sinken zu lassen. Dieses Niveau sollte man im Auge behalten, da ein Einbruch darunter signalisieren würde, dass die Bären die Oberhand haben.

Wenn der Kurs vom aktuellen Niveau oder von 1.050 US-Dollar aus allerdings steigt, werden die Bullen versuchen, das Paar über den 20-Tage-EMA steigen zu lassen. Wenn ihnen das gelingt, könnte das Paar bis auf das Einbruchsniveau bei 1.700 US-Dollar klettern. Ein Ausbruch und Schluss über diesem Widerstand würde den Beginn eines neuen Aufwärtstrend signalisieren.

XRP/USDT

Ripple (XRP) ist am 24. Juni über den Widerstand bei 0,35 US-Dollar ausgebrochen und konnte darüber schließen. Die Bullen konnten den Widerstand am 50-Tage-SMA bei 0,38 US-Dollar allerdings nicht überwinden. Das deutet darauf hin, dass die Bären dieses Niveau aggressiv verteidigen.

XRP/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Positiv ist, dass die Bullen nicht zugelassen haben, dass der Kurs wieder unter den 50-Tage-SMA bei 0,35 US-Dollar sinkt. Das signalisiert, dass sie bei Rückgängen kaufen. Wenn der Kurs sich vom aktuellen Niveau aus erholt, werden die Bullen erneut versuchen, den Kurs über den 50-Tage-SMA steigen zu lassen.

Wenn ihnen das gelingt, deutet das darauf hin, dass der Abwärtstrend schwächer wird. XRP/USDT könnte dann auf 0,45 US-Dollar steigen.

Die Bären könnten den Kurs allerdings auch wieder unter 0,35 US-Dollar sinken lassen. Wenn das passiert, könnte das Paar auf 0,32 US-Dollar und dann auf 0,28 US-Dollar abrutschen.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jedes Investment und jeder Handel bringen Risiken mit sich. Recherchieren Sie gut, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Die Marktdaten stammen von der Kryptobörse HitBTC.

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Nach DeFi-Desaster: Retten die Banken BlockFi, Celsius und Co.?

Es ist schon bezeichnend, wie stark der Markt der digitalen Anlageklassen in 2022 Federn lassen musste. Neben den teils historischen Kurseinbrüchen von Bitcoin & Co. hat es in den vergangenen Wochen vor allem einen Krypto-Sektor besonders stark getroffen: die Welt der dezentralen Finanzen – kurz DeFi.

Nach der Implosion des Terra-Luna-Ökosystems folgte eine Kaskade an Crashs im Kartenhaus der Kryptowährungen. Stablecoins verloren ihre Bindung an Fiat-Währungen. Liquidity-Pools wurden ausgetrocknet und Fintechs, die ihren Kunden Dienstleistungen wie Lending in dezentralen Ökosystem angeboten haben, sind in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Kurzum: der Markt liegt am Boden.

Institutionelle Investoren blicken auf Krypto-Unternehmen

Was dem einen eine ausgetrocknete Wüste ist, kann für den anderen einen fruchtbaren Nährboden bedeuten. Dieses Gefühl bekommt man jedenfalls mit Blick auf die jüngsten Bestrebungen von Goldman Sachs & Co. Wie es scheint, hegen institutionelle Investoren derzeit ein starkes Interesse am Scherbenhaufen der Blockchain-Szene.

Ob die Banken das Blockchain-Business im DeFi-Space retten werden und ob dieser Schritt die Achterbahn am Markt stoppen kann, besprechen BTC-ECHO Marktexperte Stefan Lübeck und Jan Heinrich Meyer in der heutigen Folge des BTC-ECHO Invest Podcast.

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Top-5-Kryptowährungen diese Woche: Bitcoin (BTC), Uniswap (UNI), Stellar (XLM), Theta Network (THETA), Helium (HNT)

Auf dem US-Aktienmarkt gab es in der vergangenen Woche eine deutliche Erholung. Der Nasdaq Composite ist dabei um 7,5 Prozent gestiegen. Der S&P legte über die Woche um etwa 6,5 Prozent zu und der Dow Jones Industrial Average um 5,4 Prozent.

Der Kryptomarkt korreliert weiter eng mit dem Aktienmarkt und erholt sich auch leicht. Bitcoin (BTC) ist nur moderat gestiegen. Einige Altcoins haben hingegen ein sehr starkes Wachstum verzeichnet. Das deutet darauf hin, dass die Anleger den heftigen Rückgang nutzen und Altcoins auf den niedrigeren Niveaus aufkaufen.

Kryptomarktdaten, Tagesübersicht. Quelle: Coin360

Kleinere Anleger haben den Bitcoin-Rückgang genutzt und es geschafft, auf einen ganzen BTC zu kommen. Daten von Glassnode zeigen, dass die Anzahl der Bitcoin-Wallet-Adressen mit mehr als einem Bitcoin zwischen dem 15. und 25. Juni um deutlich gestiegen ist.

Könnte die Erholung von Bitcoin und Altcoins an Schwung gewinnen? Sehen wir uns dazu die Top-5-Kryptowährungen an.

BTC/USDT

Die Erholungsrallye bei Bitcoin stößt bei 22.000 US-Dollar auf ein starken Widerstand, wie der lange Docht auf der Kerze vom 26. Juni zeigt. Das deutet darauf hin, dass die Bären in Vorteil nicht so einfach aufgeben und bei Rallyes verkaufen.

BTC/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Die Bären werden versuchen, den Kurs in Richtung des wichtigen Widerstands bei 20.000 US-Dollar sinken zu lassen. Diese Marke sollte man im Auge behalten, da eine Erholung von dort aus darauf hindeutet, dass die Bullen ein höheres Tief erreichen wollen.

Damit steigt die Chance auf einen Ausbruch über den 20-Tage-EMA bei 23.155 US-Dollar. Wenn das passiert, könnte das bei BTC/USDT eine Trendwende signalisieren. Die Bullen werden dann versuchen, den Kurs in Richtung des 50-Tage-SMA bei 27.424 US-Dollar steigen zu lassen.

Wenn der Kurs allerdings nach unten dreht und unter 20.000 US-Dollar fällt, signalisiert das, dass die Bären weiterhin die Oberhand haben. Verkäufer werden dann versuchen, BTC/USDT auf 17.622 US-Dollar sinken zu lassen.

BTC/USDT 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Da es den Bullen nicht gelungen ist, den Kurs auf das 38,2-%-Fibonacci-Retracement-Niveau bei 23.024 US-Dollar steigen zu lassen, kristallisiert sich hier ein Mangel an Nachfrage auf den höheren Niveaus heraus. Die gleitenden Durchschnitte sind abgeflacht und der RSI liegt knapp über der Mitte, was auf eine kurzfristige Spanne hindeutet.

Sollte der Kurs unter die gleitenden Durchschnitte rutschen, könnte das Paar auf 20.000 US-Dollar fallen. Ein Einbruch unter diese Unterstützung würde Schwäche signalisieren.

Wenn der Kurs sich allerdings von den gleitenden Durchschnitten erholt, deutet das darauf hin, dass die Bullen bei Rückgängen kaufen. Die Bullen werden dann versuchen, den Kurs in Richtung 23.024 US-Dollar steigen zu lassen. Wenn sie einen Ausbruch über dieses Niveau schaffen, könnte der Kurs bis auf das 50-%-Retracement-Niveau bei 24.693 US-Dollar klettern.

UNI/USDT

Uniswap (UNI) erholte sich am 18. Juni deutlich von 3,33 US-Dollar aus und stieß bei 6,08 US-Dollar auf einen heftigen Widerstand. Die Bären verteidigen dieses Niveau aggressiv. Positiv ist aber, dass die Bullen keinen größeren Rückgang zugelassen haben.

UNI/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Die gleitenden Durchschnitte stehen kurz vor einer bullischen Überkreuzung und der RSI liegt im positiven Bereich. Das deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands nach oben führt.

Wenn die Käufer den Kurs über 6,08 US-Dollar steigen lassen können, könnte sich der Aufwärtsschwung verstärken und UNI/USDT könnte auf 8 US-Dollar klettern. An dieser Marke könnte erneut ein starker Widerstand warten, aber wenn die Bullen diesen überwinden, könnte der Kurs bis auf 10 US-Dollar steigen.

Wenn der Kurs allerdings vom aktuellen Niveau aus nach unten dreht und unter den 20-Tage-EMA bei 4,90 US-Dollar fällt, deutet das darauf hin, dass der Trend weiter negativ bleibt und Trader an Widerständen verkaufen. Das Paar könnte dann in Richtung 4 US-Dollar fallen.

UNI/USDT 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Die Bären versuchen, die Erholung in der Nähe Widerstands bei 6,08 US-Dollar zu stoppen, doch die steigenden gleitenden Durchschnitte auf dem 4-Stunden-Chart deuten darauf hin, dass die Bullen in nächster Zeit die Oberhand behalten werden.

Wenn die Erholung vom 20-Tage-EMA aus nachhaltig ist, könnte es zu einem Ausbruch über 6,08 US-Dollar kommen. Wenn das passiert, könnte das Paar an Schwung gewinnen und in Richtung 6,66 US-Dollar und dann auf 7,34 US-Dollar klettern.

Das Paar könnte aber auch nach unten drehen und unter den 20-Tage-EMA fallen. In diesem Fall könnte das Paar bis auf den 50-Tage-SMA abrutschen. Mit einem Einbruch unter diese Unterstützung wäre das optimistische Szenario hinfällig.

XLM/USDT

Stellar (XLM) befindet sich in einem starken Abwärtstrend, aber die Bullen versuchen, einen Boden bei 0,10 US-Dollar zu bilden. Die Käufer konnten den Kurs am 24. Juni über den 20-Tage-EMA bei 0,12 US-Dollar steigen lassen, stießen am 50-Tage-SMA bei 0,13 US-Dollar allerdings auf einen Widerstand.

XLM/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Positiv ist zumindest, dass die Bullen den Kurs nicht unter den 20-Tage-EMA bei 0,12 US-Dollar zurückfallen ließen. Der 20-Tage-EMA flacht allmählich ab und der RSI liegt fast in der Mitte, was darauf hindeutet, dass die Bullen ein Comeback versuchen.

Wenn die Käufer den Kurs über den 50-Tage-SMA steigen lassen, könnte XLM/USDT bis an den Widerstand bei 0,15 US-Dollar klettern. Wenn dieses Niveau durchbrochen wird, würde das einen neuen Aufwärtstrend signalisieren.

Dieses optimistische Szenario wäre kurzfristig hinfällig, wenn der Kurs weiter sinkt und unter den 20-Tage-EMA fällt. Das Paar könnte dann auf 0,11 US-Dollar abrutschen.

XLM/USDT, 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Die gleitenden Durchschnitte auf dem 4-Stunden-Chart tendieren nach oben und der RSI liegt im positiven Bereich, womit die Käufer einen Vorteil haben. Die Käufer müssen den Kurs über 0,13 US-Dollar steigen lassen, damit ein weiterer Anstieg auf 0,14 und dann auf 0,15 US-Dollar möglich wird.

Wenn der Kurs allerdings unter den 20-Tage-EMA fällt, könnte das Paar bis auf die Aufwärtstrendlinie fallen. Ein Einbruch unter diese Unterstützung würde den Bären einen Vorteil verschaffen. Das Paar könnte dann auf 0,11 US-Dollar fallen.

THETA/USDT

Theta Network (THETA) lag in den letzten Tagen in einer engen Spanne zwischen 1 US-Dollar und 1,55 US-Dollar. Je länger das Paar sich in der Spanne auffällt, desto stärker wird der Ausbruch ausfallen.

THETA/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Die gleitenden Durchschnitte stehen kurz vor einer bullischen Überkreuzung und der RSI liegt im positiven Bereich. Das deutet darauf hin, dass die Bullen einen leichten Vorteil haben. Wenn die Käufer den Kurs über 1,55 US-Dollar steigen lassen können, deutet das auf den Beginn eines neuen Aufwärtstrends hin. THETA/USDT könnte dann bis auf 2,10 US-Dollar steigen.

Wenn der Kurs allerdings von 1,55 US-Dollar aus nach unten dreht, deutet das darauf hin, dass die Bären den Widerstand aggressiv verteidigen. Dadurch könnte das Paar noch einige Tage länger in der Spanne verbleiben.

THETA/USDT 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Auf dem 4-Stunden-Chart sieht man, dass der Kurs vom Widerstand bei 1,55 US-Dollar aus nach unten drehte. Positiv ist aber, dass die Bullen den 20-Tage-EMA verteidigen. Das deutet darauf hin, dass die Stimmung allmählich positiv wird und Trader bei Rückgängen kaufen.

Wenn der Kurs sich vom aktuellen Niveau aus erholt, werden die Bullen erneut versuchen, den Widerstand bei 1,55 US-Dollar zu überwinden. Wenn ihnen das gelingt, würde das den Beginn eines neuen Aufwärtstrend signalisieren. Wenn der Kurs allerdings unter den 20-Tage-EMA fällt, könnte das Paar auf den 50-Tage-SMA sinken.

HNT/USDT

Helium (HNT) hat ein symmetrisches Dreiecksmuster gebildet, was auf Unentschlossenheit bei Bullen und Bären hindeutet. Normalerweise handelt es sich bei dem symmetrischen Dreieck um ein Fortsetzungsmuster, aber in einigen Fällen deutet es auf eine Umkehrung hin.

HNT/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Die gleitenden Durchschnitte haben eine bullische Überkreuzung gemacht und der RSI liegt im positiven Bereich. Das signalisiert, dass die Bullen einen leichten Vorteil haben.

Der Kurs steckte in den letzten Tagen zwischen dem Widerstand des Dreiecks und dem 20-Tage-EMA bei 10,50 US-Dollar fest. Das ist ein positives Zeichen, da das einen Stimmungswandel signalisiert. Statt Verkäufen bei Rallyes gibt es nun Käufe bei Rückgängen.

Wenn die Käufer den Kurs über den Widerstand des Kanals steigen lassen, würde das auf einen Trendwechsel hindeuten. HNT/USDT könnte dann bis auf 16,50 US-Dollar und dann auf 18,50 US-Dollar steigen.

Dieses optimistische Szenario ist kurzfristig hinfällig, wenn der Kurs nach unten dreht und unter den 20-Tage-EMA fällt. Dann könnte der Kurs auf die Unterstützung des Dreiecks fallen.

HNT/USDT 4-Stunden-Chart. Quelle: TradingView

Die Bullen ringen damit, den Kurs über 12 US-Dollar zu halten. Das deutet darauf hin, dass die Bären den Widerstand zwischen 12,50 US-Dollar und 13,50 US-Dollar heftig verteidigen. Wenn der Kurs unter die Aufwärtstrendlinie rutscht, könnte das kurzfristig Verkäufern einen Vorteil verschaffen.

Wenn der Kurs sich allerdings vom 20-Tage-EMA aus erholt, deutet das auf Käufe bei Rückgängen hin. Die Bullen werden dann erneut versuchen, über den Widerstand zu kommen. Wenn ihnen das gelingt, deutet das auf einen neuen Aufwärtstrend hin.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jedes Investment und jeder Handel gehen mit Risiken einher und Sie sollten gut recherchieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

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Polygon (MATIC) Kurs: Hat der Krypto-Token den Boden erreicht?

Polygon Recap

  • Der Kurs der Layer-2 Skalierungslösung Polygon zeigt sich nach einem erfolgreichen Retest der grünen Unterstützungszone zwischen 0,34 USD und 0,30 USD aktuell von seiner bullishen Seite.
  • In den letzten vier Handelstagen stieg der MATIC-Kurs um 54 Prozent gen Norden und handelt nun wieder im Bereich seiner Abrisskante bei 0,50 USD.
  • Laut einem Blogpost des Polygon-Teams hat die Layer-2 Lösung einen ersten wichtigen Meilenstein seines “Green Manifesto” erreicht. Das MATIC Network arbeitet laut eigenen Angaben jetzt CO₂-neutral.   
  • Nach einer Kurskorrektur von 89 Prozentpunkten in den vergangenen sechs Handelsmonaten scheinen Anleger wieder vermehrt in MATIC zu investieren.
  • Eine Aufhellung des Chartbilds ist jedoch erst bei einer Rückeroberung des Widerstands bei 0,54 USD zu erwarten. Neben dem Supertrend im Tageschart findet sich hier auch das 23er Fibonacci-Retracement der gesamten Abwärtsbewegung.
  • Ein dynamischer Rückfall unter das Ausbruchslevel bei 0,45 USD dürfte hingegen erneut die Bären auf den Plan rufen und den Bereich um 0,36 USD als erstes Korrekturziel aktivieren.

Bullishes Szenario (Polygon):

  • Nachdem der Polygon-Kurs in den letzten Handelstagen eine Erholungsbewegung initiiert hatte, und zurück in Richtung des Verlaufstiefs vom 12. Mai 2022 ansteigen konnte, müssen die Bullen nun alles daran setzen, den Bereich um 0,54 USD zu überwinden.
  • Gelingt ein Ausbruch über den Kreuzwiderstand aus Supertrend, 23er Fibonacci-Retracement, aktivieren sich neue Kursziele im Bereich der blauen Widerstandszone zwischen 0,63 USD und 0,70 USD. In dieser Zone verläuft aktuell der EMA50 (orange).
  • Im ersten Anlauf ist daher nicht mit einem unmittelbaren Ausbruch zu rechnen. Sollte der MATIC-Kurs diesen Resistbereich durchbrechen, wartet bereits an der 0,74 USD eine weitere starke Kurshürde.
  • Neben dem 38er Fibonacci-Retracement verläuft an dieser Marke auch das letzte Zwischenhoch.
  • Eine dynamische Rückeroberung dieses Widerstandslevels dürfte dem Kurs von Polygon weiter Auftrieb verleihen und den Bereich zwischen 0,96 USD und 1,01 USD in den Fokus rücken.
  • Neben dem 50er Fibonacci-Retracement und der alten Abrisskante verläuft hier aktuell auch die übergeordnete rote Abwärtstrendlinie.
  • Kann der MATIC-Kurs im Zuge einer Gesamtmarkterholung in den kommenden Handelswochen auch diesen Bereich nachhaltig überwinden und sich oberhalb dieses starken Resists stabilisieren, ist ein Folgeanstieg bis an den EMA200 (blau) bei 1,17 USD einzuplanen. Hier ist mit vermehrten Gewinnmitnahmen auf der Käuferseite zu rechnen.  

Höhere Kursziele werden anvisiert

  • Erst wenn Polygon auch diesen Resist per Tagesschlusskurs überwindet, werden die Bullen alles daran setzen, das Golden Pocket zwischen 1,25 USD und 1,34 USD anzuvisieren. Abermals sind Gewinnmitnahmen in dieser Zone zu berücksichtigen.
  • Sollte sich auch der Gesamtmarkt deutlicher gen Norden absetzen können, dürfte auch der MATIC-Kurs bis an den MA200 (grün) bei 1,50 USD durchmarschieren.
  • Damit ist das maximale Kursziel für die kommenden Monate im Bereich der 1,65 USD in greifbarer Nähe.
  • Für die kommenden Handelsmonate ist nicht mit einem Kurssprung zurück über diesen Widerstand zu planen.
  • Mit Blick auf die Indikatoren RSI und MACD zeigen sich bei beiden erste Kaufsignale im Tageschart. Erst wenn der RSI-Indikator jedoch zurück aus der neutralen Zone gen Norden ausbrechen kann, könnte sich ein neuer Aufwärtstrend etablieren.

Bearishes Szenario (Polygon):

  • Die Bären leisteten auch bei Polygon ganze Arbeit. Sie drückten den MATIC-Kurs zurück bis in die erste übergeordnete Unterstützungszone, bevor das Käuferlager die aktuell laufende Gegenbewegung initiieren konnte.
  • Solange die Verkäuferseite den Kurs unterhalb der 0,74 USD deckeln kann, ist jederzeit mit einem erneuten Abverkauf zu rechnen.
  • Bereits um 0,54 USD werden erste Anleger erneut versuchen, den MATIC-Kurs abzuverkaufen.
  • Fällt Polygon in der Folge zurück unter die Supportmarke bei 0,45 USD und auch die 0,42 USD wird abermals unterboten, ist mit einer Richtungsentscheidung an der 0,36 USD zu planen.
  • Ein dynamischer Rückfall unter dieses Unterstützungslevel rückt abermals die Zone um das Verlaufstief in den Blick der Anleger.

Weiterer Kursrückgang zu erwarten

  • Gelingt es dem Verkäuferlager ein neues Jahrestief auszubilden und auch die Unterkante der grünen Zone bei 0,30 USD wird nachhaltig durchbrochen, weitet sich die Korrekturbewegung unmittelbar bis an die 0,25 USD aus.
  • Bleiben die Bullen hier erneut abstinent, ist über die Sommermonate auch ein Rückfall in Richtung 0,19 USD nicht ausgeschlossen. Hier sollten die Bullen zwingend tätig werden und einen weiteren Kursabsturz bis an das nächste relevante bearishe Kursziel bei 0,13 USD abzuwenden.
  • Dieses Unterstützungslevel ist aus aktueller Chartbetrachtung als maximales bearishes Kursziel anzusehen.

Disclaimer: Die auf dieser Seite dargestellten Kursschätzungen stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind lediglich eine Einschätzung des Analysten.

Die Chartbilder wurden mithilfe von TradingView erstellt.

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So gut schlägt sich Bitcoin im Vergleich zu Altcoins

Während eines Bullenmarktes lässt sich mit vielen Altcoins weitaus mehr Gewinn machen, als mit Bitcoin selbst. Solana, Polkadot, FTT und Avalanche haben 2021 BTC teilweise um mehr als das 10-fache überflügelt. Aber wie sieht es langfristig aus?

Wer hat den Bärenmarkt nach 2017 überlebt?

Wer bereits seit 2017 oder länger dabei ist, kann sich sicherlich noch an einige große Namen von damals erinnern: NEM, Qtum, Verge, Nano, Lisk, OmiseGO oder ICON, Stratis, Ark und Siacoin. Beim Bullrun 2021 spielten sie allerdings keine bedeutende Rolle mehr. Auch die “Bluechips” unter den Altcoin-Projekten wie Ethereum, Ripple oder Cardano waren damals schon vertreten und werden sich in dieser Analyse dem Vergleich mit Bitcoin stellen müssen – mit überraschenden Ergebnissen. 

Starten wir mit einer der womöglich größten Überraschungen: Ethereum. Wer das Tief im Dezember 2018 gekauft hat, hat bis zum Allzeithoch im November 2021 prozentual zwar mehr Gewinne eingefahren, als mit Bitcoin, von Allzeithoch zu Allzeithoch hingegen verliert ETH gegenüber satte 43 Prozent gemessen in Satoshis.

Ethereum vs. Bitcoin. Quelle: Tradingview

Weiter geht es mit der Nr. 2 aus dem Dezember 2017, XRP. Hier sieht es noch viel schlechter für die Altcoin aus. Sein Allzeithoch gegenüber Bitcoin hatte XRP schon im Mai 2017. Gegenüber dem Mai 2021 ging es drastisch bergab, und zwar um ganze 84 Prozent, Tendenz weiter fallend.

XRP vs. Bitcoin. Quelle: Tradingview

Noch schlimmer trifft es die damalige Nr. 3, Bitcoin Cash (BCH). Von November 2017 bis November 2021 stehen hier fast -98 Prozent zu Buche. Etwas milder fällt der Vergleich für ADA aus. Damals die Nr. 4 nach Marktkapitalisierung konnte man von 2020 bis 2021 zwar fantastische Gewinne gegenüber dem US-Dollar einfahren, das relative Hoch gegenüber Bitcoin im August 2021 liegt aber immer noch 29 Prozent tiefer als 2017.

Bitcoin performt sie (fast) alle aus!

Und auch auf den nächsten Plätzen der damaligen Top-Performer ist kein Gewinner in Sicht: Litecoin verliert seit seinem Allzeithoch 2014 kontinuierlich an Satoshi-Wert und liegt bei Redaktionsschluss 95 Prozent tiefer. IOTA, NEM, DASH, Stellar, Monero und EOS – sie alle verlieren zwischen 99 und 84 Prozent gegenüber der digitalen Leitwährung.

Welche Altcoin performt besser als Bitcoin?

Die Liste der Verlierer gegenüber Bitcoin ließe sich noch ellenlang fortführen. Jetzt aber zu den Gewinnern dieses Vergleiches. Es gibt sie nämlich, Altcoins, die seit 2017 ihren Satoshi-Wert steigern konnten.

  1. Binance Coin BNB konnte seit Januar 2018 bis Mai 2021 stolze 572 Prozent gegenüber BTC zulegen und rangiert zu Redaktionsschluss immer noch 472 Prozent höher als damals. Damit ist BNB eines der performancestärksten Assets im Krypto-Space und konnte diese Stärke bereits über einen Bärenmarkt hinweg beweisen und durchhalten.
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Binance Coin vs. Bitcoin. Quelle: Tradingview
  1. Der Scherz Dogecoin (DOGE), gestartet als Persiflage auf Bitcoin, pendelte seit seiner Schöpfung im Jahre 2013 eigentlich immer in einer Seitwärtsrange gegenüber BTC. Anfang 2021 erlebte diese Altcoin allerdings einen gewaltigen Pump und konnte an seinem BTC-Allzeithoch im Mai über 1.000 Prozent seit Januar 2018 zulegen. Seitdem ist der Satoshi-Wert allerdings wieder um 77 Prozent gesunken, hier scheint mehr der Hype von Elon Musk als wirkliche Substanz hinter diesem unglaublich starken Anstieg gestanden zu haben.
  2. Deutlich mehr Substanz hat das “Oracle” Chainlink. Seit dem Januar 2018 konnte LINK gegenüber BTC bis zum August 2020 astronomische 1.620 Prozent zulegen. Nach Erreichen dieses Klimax hat allerdings ein Abwärtstrend eingesetzt, der aber immer noch für ein Plus von 240 Prozent seit damals einfährt.
Chainlink vs. Bitcoin. Quelle: Tradingview
  1. Filecoin (FIL) konnte auch noch 2021 seinen Satoshi-Wert gegenüber Januar 2018 steigern, rangiert aber zu Redaktionsschluss ganze 93 Prozent tiefer.
  2. AAVE hat 2021 ebenfalls eine bullenstarke Performance hingelegt und markiert im Mai 2021 gegenüber BTC sein All-Time-High, welches 455 Prozent über dem vom Januar 2018 lag. Aktuell ist AAVE allerdings wieder auf fast genau dieses Niveau abgesackt.
  3. Ein ähnliches, aber noch etwas stärkeres Chartbild zeigt sich bei THETABTC. Von Januar 2018 bis Juni 2021 ging es gigantische 890 Prozent gegenüber BTC nach oben. Seitdem allerdings auch wieder 78 Prozent gen Süden und mehr als drei Viertel der Überperformance wurden somit wieder abgegeben.
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Theta vs. Bitcoin. Quelle: Tradingview
  1. Enjin Coin (ENJ) kann ebenfalls auf eine sehr stabile Performance gegenüber Bitcoin zurückblicken und zeigt sich damit als eines der solideren Projekte im Krypto-Space. Sicherlich kam dieser Altcoin der NFT-Hype des letzten Jahres zugute. Von Januar 2018 bis November 2021 ging es 145 Prozent gegenüber BTC nach oben. Danach allerdings auch wieder deutlich nach unten, man bewegt sich aktuell 34 Prozent unter dem ATH von 2018.
  2. Die letzte Altcoin in dieser langfristig performancestarken Runde ist MANA (Decentraland). Von Januar 2018 bis November 2021 konnte BTC um 428 Prozent outperformed werden. Die Korrektur seitdem beträgt 61 Prozent, lässt dieses Projekt aber noch vergleichsweise stark dastehen.

Fazit

Jeder Bullrun hat seine eigenen Überperformer unter den Altcoins, die Bitcoin in den Schatten stellen. Die wenigsten aber haben auch genug Substanz, um das längerfristig oder gar über einen Bärenmarkt wie 2018 bis 2019 durchhalten zu können. Diesen Test werden die Top-Gainer aus 2021 jetzt erst antreten müssen. Und mit Blick auf die Historie sei die Prognose gewagt, dass ihn die wenigsten bestehen werden.

Disclaimer

Dieser Artikel stellt keine Anlage- oder Investmentberatung dar, sondern lediglich charttechnische Beobachtungen die Vergangenheit betreffend. Betrachtungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Entwicklungen. Der Autor hält mehrere der in diesem Artikel genannten Kryptowährungen.

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Kursanalyse, 23. Juni: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Cardano (ADA)

Bitcoin (BTC) ringt weiter mit der psychologisch wichtigen Marke von 20.000 US-Dollar, während die Bullen und Bären jeweils versuchen, die Oberhand zu gewinnen. Das Handelsunternehmen QCP Capital erklärte in seinem jüngsten Marktrundschreiben, dass die Refinanzierungssätze auf den Derivatemärkten stabil seien und die unfreundlichen Bedingungen nachlassen würden.

Ein weiterer Hoffnungsschimmer für die Bitcoin-Bullen ist, dass Bitcoin-Miner möglicherweise kapitulieren, da der jüngste Kurseinbruch einige Mining-Anlagen unrentabel gemacht hat. Daten von Arcane Research zeigen, dass Bitcoin-Mining-Unternehmen, die von Januar bis April dieses Jahres nur 30 Prozent ihrer Mining-Produktion verkauft habeen, im Mai 100 Prozent ihrer Bitcoin-Produktion abgestoßen haben. Einige Analysten glauben, dass die Kapitulation der Miner ein positives Signal ist.

Kryptowährungsmarkt Tagesentwicklung. Quelle: Coin360

Ein Indikator deutet jedoch darauf hin, dass Bitcoin seinen Boden noch nicht erreicht haben könnte. Historisch gesehen signalisiert Bitcoin einen Boden, wenn weniger als 50 Prozent der Bitcoin-Adressen profitabel sind. Aus Glassnode-Daten vom 20. Juni geht hervor, dass 56,2 Prozent der Bitcoin-Adressen im Plus sind. Das schürt die Angst vor einem weiteren Rückgang.

Können Bitcoin und die Altcoins weiter steigen oder werden die Bären den Kurs sinken lassen? Sehen wir uns die Charts dazu an.

BTC/USDT

Die Bullen versuchen, eine Erholung bei Bitcoin zu erreichen, aber der lange Docht auf der Kerze vom 21. Juni deutet darauf hin, dass die Bären nicht bereit sind, ihren Vorteil aufzugeben.

BTC/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Positiv ist, dass die Bullen am 22. Juni den Rückgang auf 20.000 US-Dollar gekauft haben. Wenn der Kurs sich vom aktuellen Niveau aus erholt, werden die Käufer versuchen, BTC/USDT über 22.000 US-Dollar steigen zu lassen. Dadurch könnte er sich bis an den 20-Tage-EMA bei 24.076 US-Dollar erholen.

Dieses Niveau dürfte als heftiger Widerstand fungieren, aber wenn die Bullen diese Hürde überwinden, könnte der Kurs als nächstes bis auf den 50-Tage-SMA bei 28.678 US-Dollar steigen.

Dieses optimistische Szenario ist hinfällig, wenn der Kurs nach unten dreht und unter 19.600 US-Dollar fällt. Dann könnte er das Intraday-Tief vom 18. Juni bei 17.622 US-Dollar erneut testen.

ETH/USDT

Ether (ETH) hat sich vom Tagestief vom 18. Juni bei 881 US-Dollar erholt und drehte am 21. Juni dann von 1.194 US-Dollar aus nach unten ab. Das deutet darauf hin, dass die Bären noch nicht aufgegeben haben und weiter bei Rallyes verkaufen.

ETH/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Wenn die Bullen vom aktuellen Niveau keinen allzu starken Rückgang zulassen, könnte ETH/USDT erneut bis an den 20-Tages-EMA bei 1.368 US-Dollar klettern. Diese Marke sollte man im Auge behalten, da die Bären dieses Niveau wohl stark verteidigen werden.

Wenn der Kurs vom 20-Tage-EMA nach unten dreht, werden die Bären erneut versuchen, das Paar auf 1.000 US-Dollar und dann auf 881 US-Dollar sinken zu lassen. Ein Einbruch unter unter dieses Niveau könnte eine Fortsetzung des Abwärtstrends signalisieren. Sollten die Bullen den Kurs jedoch über den 20-Tage-EMA steigen lassen, könnte das Paar bis auf 1.700 US-Dollar steigen.

ADA/USDT

Cardano (ADA) hat sich von der Unterstützungszone zwischen 0,44 US-Dollar und 0,40 US-Dollar zwar erholt, kam am 21. Juni allerdings in der Nähe des 20-Tage-EMA bei 0,51 US-Dollar zum Stehen. Das deutet darauf hin, dass die Bären dieses Niveau weiterhin aggressiv verteidigen.

ADA/USDT Tageschart. Quelle: TradingView

Die Verkäufer werden nun versuchen, den Kurs unter die Unterstützungszone sinken zu lassen. Wenn ihnen das gelingt, würde das die nächste Phase des Abwärtstrends signalisieren. ADA/USDT könnte dann auf 0,33 US-Dollar und dann auf 0,30 US-Dollar abrutschen.

Sollte der Kurs sich jedoch wieder von der Unterstützungszone aus erholen, deutet das darauf hin, dass die Bullen weiter bei Kursrückgängen kaufen. Die Käufer werden dann erneut versuchen, das Paar über die gleitenden Durchschnitte steigen zu lassen und eine Erholung auf 0,70 US-Dollar zu erreichen.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jedes Investment und jeder Handel bringen Risiken mit sich. Recherchieren Sie gut, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Die Marktdaten stammen von der Kryptobörse HitBTC.

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